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Autor: neonnichts
Reviews 1 bis 6 (von 6 insgesamt):
29.05.2020 | 12:50 Uhr
Liebe A. C.!

Es gibt wohl sehr wenig Menschen, die in ihrem Glauben an Gott niemals
schwanken oder zweifeln.
Durch jeden harten Schicksalsschlag, besonders in den letzten Jahren, wurde mein
Vertrauen oft sehr erschüttert.
Die Fragen nach dem "Warum"und "Wohin" will ich mir nicht mehr stellen; denn
alles Negative hat sich zum Guten gewendet.
Das ist für mich ein Zeichen von Gottes Liebe, für die ich sehr dankbar bin.

Und so erklärt sich auch der Sinn unseres Lebens, in der Bereitschaft
Liebe zu geben und zu empfangen!

Ein gelungenes Gedicht über die Unsicherheit, den Glauben betreffend!

Liebe Grüße
Monika

Antwort von neonnichts am 31.05.2020 | 14:25 Uhr
Hallo liebe Monika,

der Pfingstsonntag ist wahrscheinlich kein besonders passendes Datum, um sich dazu zu bekennen, nicht genau zu wissen, woran man inzwischen eigentlich noch glaubt – aber das ist eine der ehrlichsten Aussagen, die ich momentan über meinen eigenen Glauben treffen kann. Allerdings suche ich nicht mal mehr nennenswert nach etwas – auch dieses Gedicht ist nun schon um die zwanzig Jahre alt.

Es freut mich für dich, dass du da gefestigter bist! :)

Vielen Dank für dein Review!

Alles Liebe und schöne Pfingsten :)
A. C.
10.05.2020 | 19:39 Uhr
Schade, dass ich das gerade erst gefunden habe, es ist nämlich wirklich schön.
Ich finde es passt auch ganz gut zur jetzigen Situation, da wir wissen wollen wie es weiter gehen soll. Welcher der richtige Weg ist.
LG Helleborus

Antwort von neonnichts am 11.05.2020 | 18:17 Uhr
Hallo Helleborus,

vielen Dank für dein Review! Und so spät hast du es doch gar nicht gefunden; als du dein Review schriebst, war das Gedicht erst seit wenigen Tagen da. :)

Da hast du recht, an diese Verbindung zur momentanen Situation hatte ich noch gar nicht gedacht!

Liebe Grüße
A. C.
07.05.2020 | 20:24 Uhr
Interessant, dass man sich in der Jugend darüber Gedanken macht. Ich hatte auch eine kurze Phase der ''Fragerei'' während der Grundschule, aber das hat sich schnell erledigt als die Antworten ausblieben.
Mir gefällt die mittlere Strophe am besten, da hier sowohl von Blindheit als auch Sinn(stiftung?) gesprochen wird, zwei der wichtigsten Themen, wenn es um den Glauben geht.

Antwort von neonnichts am 11.05.2020 | 18:09 Uhr
Hallo Melopsitacus,

danke dir für dein Review!

Tatsächlich war mein Glaube in meiner Jugend stark und lebendig, auch bis ins junge Erwachsenenalter noch. Erst in meinen Dreißigern begann er, schwächer zu werden, weil – wie du auch schreibst – die Antworten ausblieben. Da ich früher aber eine wirklich lebendige Beziehung zu Gott hatte (oder das zumindest glaubte), halte ich es auch für möglich, dass ich einfach nur nicht fähig war, die Antworten wahrzunehmen. Für jemanden, der bereits als Kind aufhörte, zu fragen, klinge ich damit wahrscheinlich naiv.

»Sinn(stiftung?)« – ja, diese Rolle sollte der Glaube wohl damals für mich spielen.

Liebe Grüße
A. C.
07.05.2020 | 08:42 Uhr
Liebe A.C.!

Das Gedicht ist fast 20 Jahre alt? Ich nehme an, du warst damals noch sehr jung , warst dabei deinen Weg zu suchen, hast dich gefragt wo das Leben dich hinführt und hast gehofft dass ER ( Gott ) dir den richtigen Weg und das Ziel zeigt. Gläubige Menschen sind vermutlich oft der Ansicht, dass alle Wege zu Gott führen. Aber vielleicht ist das Ziel, lediglich sich selbst zu finden. Diese Selbstfindungsphase haben wir oft bereits in der Pubertät. Andere beschäftigt diese Frage jedoch noch im Erwachsenenalter.

Schöne Grüße
herbstlady

Antwort von neonnichts am 07.05.2020 | 12:03 Uhr
Liebe herbstlady,

ja, damals war ich achtzehn – wobei das Gedicht eher meine damalige Suche nach Gott beschreibt als die nach mir selbst. Ich vermute, dass man niemals ganz und gar herausfinden kann, wer man denn nun wirklich ist. Ich zumindest glaube nicht, dass mir das jemals gelingen wird, und indem ich die Antwort darauf gar nicht (mehr) so wichtig finde bzw. mir auch Teilantworten ausreichen, habe ich vielleicht schon etwas Bedeutsames über mich herausgefunden. :)

Danke für dein Feedback und liebe Grüße!
A. C.
07.05.2020 | 08:36 Uhr
Liebe A.C.!
Ich wollte dich keinesfalls schockieren.
Zum Gegensatz zu dir fand ich die Studie wunderschön und hoffnungsvoll.

Falls sie überhaupt stimmt, wer weiß das heutzutage schon, man liest so viel, was dann nicht stimmt.
Es ist auch schon länger her, aber sie mir im Gedächtnis geblieben,
und ich möchte gerne glauben, dass sie stimmt. Gerade weil man als Angehöriger oft so hilflos ist.
Die Studie sollte aber ein Beweis für die Kraft des Gebetes sein sogar über den religiösen Glauben hinweg.

Vielleicht hab ich das nicht gut ausformuliert:
Die Betenden waren fremde Leute, die die Patienten nicht kannten. Menschen melden sich oft noch für ganz andere Studien.
Und es waren auch nicht zwingend Gläubige, aber sie mussten mehrmals am Tag intensiv ein Gebet sprechen.

Die Probanden bekamen nur den Vornamen des Kranken und den Krankheitsgrund (z.B. Krebs).
Die Patienten wurden willkürlich per Zufallsprinzip aus den Karteikarten ausgewählt, um eben nicht beeinflusst zu werden von Ärzten, wer sowieso mehr Überlebenschance hatte.
Das für mich interessante daran war, dass die Patienten eben nicht wussten, dass da jemand ist, der für sie betet. Sonst könnte man ja sagen, das allein war für die Patienten schon Ansporn für Lebenswille.

Es ging nicht darum, dass man Angehörige abgehalten hat, für ihre eigenen Verwandten oder Freunde, Partner etc. zu beten!!! Das war dir vielleicht nicht klar.
Vielleicht hat man auch nur Menschen genommen, die keine Angehörigen mehr hatten, die sich kümmern, das weiß ich jetzt nicht, würde aber passen.
Die Studie hat vielen Leuten zusätzliche Gebete gebracht, aber niemandem welche weggenommen.

Wie weit Studien aussagekräftig sind, ist wohl so unsicher wie die sogenannten Statistiken. Und nicht alles, was man wo liest, muss auch stimmen heutzutage.
Mich hat es aber so beeindruckt, dass es mir über viele Jahre schon oft Hoffnung war, wenn jemand in meinem Umfeld gelitten hat.

Ich wollte eigentlich eine positive und gerade in diesen Zeiten hoffnungsvolle Review schreiben in diesem religiösen Kontext.
Ich bin Katholikin und keine Esoterikerin. Tatsächlich glaube ich auch aus eigenem Empfinden über die Religion hinaus, dass wir Menschen (aber auch Natur, Räume - man denke an Feng Shui - usw.) positive oder negative Schwingungen aussenden, die eben besonders hypersensible Leute empfangen können. (Zu viele Leute bedeuten dann Überforderung, manche Leute können sehr intensiv sein, und es gibt Räume, in denen wir uns sofort wohl fühlen, und andere, in denen nicht, obwohl man mit lieben Leuten dort ist.)

Und ja, ich bete/bitte für andere Menschen, die es gerade brauchen.
Ich hab nämlich so viele Menschen und Schicksale in meinem Kopf, die ihre Lebensspuren bei mir hinterlassen haben, an die ich denke, wie tapfer sie sind.
Und ich zünde immer in einer Kirche im Urlaub, die ich besichtige, ein Kerzchen an. Für mich selbst bedanke ich mich dann eher.

Ich wollte absolut nicht pietätlos sein, sondern einen für mich wunderschönen Gedanken mit dir teilen.
Darum auch die Antwort hier öffentlich, falls noch andere Leser das falsch verstanden haben.
Es tut mir leid, wenn es dich aufgeregt und traurig gemacht hat, ich wollte eigentlich genau das Gegenteil. Gerade in einem Gedicht über Religion.
Hoffentlich hab ich jetzt die richtigen Worte gefunden.
Ganz besonders liebe Grüße.
R ✿

Antwort von neonnichts am 07.05.2020 | 11:57 Uhr
Hallo liebe R,

keine Angst, ich habe zu keiner Zeit gedacht, dass du irgendetwas Negatives mit der Erwähnung der Studie bezwecken wolltest. Wir kennen uns zwar nicht näher, aber dafür bist du meiner Einschätzung nach wirklich nicht der Typ! :)

Dennoch habe ich dich nicht »falsch verstanden« – ich habe einfach bloß eine andere Meinung zu dieser Studie als du, unabhängig davon, ob die Geschichte nun wahr ist oder nicht; das habe ich nicht nachrecherchiert. Ich möchte aber möglichst nicht weiter darüber diskutieren – ich habe kein Problem damit, dass du den Gedanken an die Studie als positiv und bestärkend empfindest, und bitte dich darum, auch meine Ansicht dazu zu akzeptieren. :)

Alles Liebe!
A. C.
06.05.2020 | 16:12 Uhr
Liebe A.C.!
Sehr schön, wenn Gott Trost und Kraft spendet.
Vor ca. 20 Jahren (Religionsunterricht?) hast du das gedichtet, und es war die Frage nach einem Lebenssinn.

Ich hab eine sehr interessante Studie gelesen:
Für eine Gruppe von Intensivpatienten wurde von Probanden gebetet.
Die Betenden waren zum Teil gläubig, zum Teil nicht.
Die Intensivpatienten wussten nichts davon.
Für eine 2. Gruppe wurde nicht gebetet. In dieser Gruppe starben mehr.

Seither bete ich für andere Leute, die es nötig haben.
Wenn es nicht Gott ist, dann sind es die guten Gedanken, die helfen...
Lieben Gruß.
R ㋡

Antwort von neonnichts am 07.05.2020 | 01:00 Uhr
Hallo liebe R,

nein, im Religionsunterricht war das nicht; ich habe nie eine höhere/weiterführende Schule besucht und musste zu der Zeit schon arbeiten. Die Schule hat mich früher bloß zu Schmähgedichten und -geschichten über meine Lehrer inspiriert. :D

Ich musste ehrlich gesagt schlucken, als ich von der Studie gelesen habe. Diese Vorstellung hat mich erschüttert bis abgestoßen, und ich frage mich, ob die für die Studie Verantwortlichen selbst gläubig waren – und wenn ja, wie sie ihren Glauben definierten, wenn sie ihn dadurch testen oder untermauern wollten, dass sie eine Gruppe Todkranker auswählten, die keine Gebete bekommen sollten.

Obwohl mein Glaube heute nicht mehr so lebendig ist wie in meiner Jugend und obwohl mich die Vorstellung dieser Studie wirklich abstößt, denke ich, dass deine Gebete niemals fehl am Platz sind! :)

Viele Grüße!
A. C.
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