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Autor: neonnichts
Reviews 1 bis 4 (von 4 insgesamt):
07.05.2020 | 20:30 Uhr
Hatte bei dem Titel zwar den klassischen Pakt mit Satan im Sinn, aber so gefällt mir das auch. Kurz und knackig gefällt's mir am besten. Auch hier wieder die mittlere Strophe. Allerdings, was das Grauen mit ''Nackt'' meint, erschließt sich mir nicht. Wer ist nackt? Wieso ist das die Antwort auf 'Irre'? :D Aber so ist das bei Gedichten...
LG

Antwort von neonnichts am 11.05.2020 | 18:13 Uhr
Hallo auch hier! :)

»Nackt!« meint hier den Wegfall von Privatsphäre – als Antwort auf »Irre!« insofern, dass außenstehende Menschen anfangen, im Innenleben herumzustochern und die Gründe für »Irre!« herausfinden zu wollen. Ich bin aber auch offen für jedwede andere Interpretation, und du hast natürlich recht – so ist das bei Gedichten. :D

Nochmals liebe Grüße!
A. C.
11.04.2020 | 08:08 Uhr
Guten Morgen liebe A.C.!

Das Gedicht hat damals, vor ca. 20 Jahren, für dich gepasst. Heute ist es wieder oder noch immer aktuell. Allerdings nun für ganz viele Menschen. Ich habe es mehrmals gelesen, weil es mich beeindruckt und sehr bewegt hat.

Sonnige Osterfeiertage wünscht
herbstlady

Antwort von neonnichts am 11.04.2020 | 14:42 Uhr
Dankeschön, liebe herbstlady!

Meine eigene Bedeutung hinter dem Gedicht war damals nur ganz schlicht die, um Erlösung von psychischen Auffälligkeiten jenseits des Lehrbuchwissens zu bitten – aber es stimmt, für ganz viele Menschen sind solche Gedanken auch angesichts der derzeitigen Ereignisse sehr real.

Es freut mich sehr, dass dich das Gedicht so bewegt hat!

Ganz liebe Grüße und auch dir schöne Feiertage! :)
A. C.
04.04.2020 | 20:44 Uhr
Liebe A. C.!

Nur wenn die Menschen das Gebot der Nächstenliebe beherzigen,
verliert dieser Pakt auch seine Gültigkeit!
Doch durch mangelnde Einsicht und Reue, wird dem Wahnsinn weiterhin
gedient und Grauen hervorgerufen.
Ja, wir alle sollten um Erlösung von bösen Gedanken bitten, um zu einem
friedlichen Miteinander bereit zu sein.

Ein sehr beeindruckendes Gedicht!

Mit lieben Grüßen wünsche ich Dir ein angenehmes Wochenende!
Monika

Antwort von neonnichts am 06.04.2020 | 14:01 Uhr
Hallo liebe Monika!

Tausend Dank für dieses ausführliche, tolle Review!

Als ich dieses Gedicht schrieb, war ich gerade mal halb so alt wie jetzt, und ich bin total fasziniert davon, wie intensiv du dich mit diesen einfachen Zeilen auseinandergesetzt hast und wie viel du daraus ziehen kannst. Meine eigene Bedeutung damals war nur ganz schlicht die, um Erlösung von psychischen Auffälligkeiten jenseits des Lehrbuchwissens zu bitten, aber mittlerweile bin ich ziemlich froh, dass mein Gehirn so ist, wie es ist. :)

Herzliche Grüße und eine gute, behütete Woche!
A. C.
02.04.2020 | 08:34 Uhr
Liebe neonnichts!
Du hast mich tief gepackt emotional.
Auch wenn es ein altes Gedicht von dir ist. Manches bleibt immer in irgendeiner Art real.
Viel mehr kann ich dazu gar nicht sagen in diesen irren Zeiten voll Angst.
Aber einen Stern kann ich mitschicken.
Liebe Grüße.
R ♪ ♫ ♪♪

Antwort von neonnichts am 02.04.2020 | 15:27 Uhr
Liebe R,

es freut mich, dass dich dieses uralte Gedicht so berühren konnte! Als ich es schrieb, war ich etwa halb so alt wie jetzt, wobei ich mir nicht mehr ganz sicher bin, ob ich achtzehn oder bereits neunzehn war – darum das »um 2001«; es könnte auch Anfang oder Mitte 2002 gewesen sein.

Heute würde ich andere Worte wählen, weniger stigmatisierende wahrscheinlich, aber zur jetzigen Situation rund um den Globus passt »irre« doch wieder ganz gut. Einmal in Bezug auf die außer Kontrolle geratene Ausbreitung des Virus und die damit verbundenen Einschränkungen, dann jedoch auch in Bezug darauf, dass in all dem öffentlich demonstrierten Zusammenhalt doch wieder jene die Vergessenen sind, die es auch zuvor schon waren. Alte oder behinderte Menschen in Pflegeheimen. Diejenigen, die diese Menschen zu versorgen versuchen. Menschen, die zu Hause pflegen oder gepflegt werden. Die Obdachlosen auf unseren Straßen. Die Heimatlosen an den Grenzen. Das größte Mitgefühl bekommen diejenigen, die jetzt zu Hause ihre Kinder bespaßen und finanzielle Abstriche machen müssen. Diejenigen aber, die schon vor Corona am Boden wahren, zählen mittlerweile offenbar überhaupt nicht mehr. Und dann dieses »Wir alle zusammen« in den (sozialen) Medien, während aus der Politik Kritik an den wenigen Leuten kommt, die z.B. Obdachlose mit Care-Paketen versorgen, weil da ja irgendwas nicht hygienisch genug sein könnte – ich könnte kotzen. Selbst nichts für die Menschen tun und sie Corona auf der Straße ausliefern, aber die wenige Hilfe, die sie bekommen, soll dann bitteschön handverlesen desinfiziert sein. Wobei ich davon ausgehe, dass Menschen, die sich die Mühe machen, solche Hilfspakete zu packen und zu verteilen, das durchaus auf dem Schirm haben.

Hab lieben Dank für Review und Stern! :)
A. C.
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