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Reviews 1 bis 8 (von 8 insgesamt):
10.05.2022 | 15:38 Uhr
Hi — bei so Reaktionen schreib ich doch gern Reviews :D Wobei, neben der Tatsache, dass ja wohl absolut jeder Reviews mag, geb ich auch viel zu gern meinen Senf zu Dingen dazu oder nutze die Kommentarfunktion für Fragen und so :D

Zu den kürzeren Kapiteln: Generell spricht nichts gegen kürzere Kapitel. Aber gerade wenn nichts passiert, wirken kurze Textabschnitte schnell verloren. Irgendwas muss schon immer passieren. Klar, ich kann nur für mich sprechen oder für die Geschichten, die ich sonst noch so lese, aber ein völlig leeres Kapitel ist doof. Da sollte ein Handlungs- und Spannungsbogen da sein und am Ende sollte die Figur im besten Fall nicht mehr am gleichen Punkt stehen wie am Anfang — ob das jetzt ist, weil um sie rum was Verrücktes passiert ist oder weil sie einfach selbst einen neuen Gedanken hatte, ist gar nicht so wichtig. Hauptsache, jeder Abschnitt bringt die Story in irgendeiner Form weiter und hat Neuerungen im Vergleich zu allem, was vorher war. Wenn ein Kapitel keine Veränderung bringt, dann ist es vielleicht nicht fertig — so handhabe ich das zumindest. Klar habe ich auch Kapitel, in denen jetzt (um beim Panem-Beispiel zu bleiben) nicht die halbe Arena in die Luft fliegt und fünfzehn Tribute tötet, sondern wo sich nur Leute unterhalten oder meine Hauptfiguren innere Monologe führen/Dinge überdenken, nur Hauptsache, es bringt irgendwas. Wenn das nicht der Fall ist, lade ich es so nicht hoch, sondern lege es mit etwas Darauffolgendem zusammen. Wenn ein Handlungsbogen dann 5.000 Wörter braucht, ist das eben so, Hauptsache, es ist Spannung da. Andersrum habe ich auch kein Problem damit, wenn ein spannendes, in sich abgeschlossenes Kapitel verhältnismäßig kurz ist: Das soll jetzt keine Eigenwerbung sein (geht auch nicht wirklich, weil das Kapitel noch nicht hochgeladen ist, haha), aber bei meiner aktuellen FF „Stundenzähler“ wird das Schlüsselkapitel das kürzeste sein, nur 1.800 Wörter im Vergleich zu den üblichen durchschnittlichen 3.000 oder so. Ich finde, der Inhalt ist viel wichtiger als die Länge, dass Wichtiges nicht untergeht. Also mach dir um die reine Wortanzahl mal gar keine Gedanken, mir ist das völlig egal und ich gehe davon aus, die meisten Menschen würden mir zustimmen :)
Was sich aus deiner Struktur, jedem Tag ein Kapitel zu widmen, allerdings ergibt — so zumindest meine Interpretation —, ist ein bisschen der Drang, auch zu jedem Tag wirklich was zu schreiben. Sonst könnte es ja sein, dass ein Kapitel namens „Tag 4“ direkt vor „Tag 6“ stünde und alle würden sich fragen, „Wo ist denn Tag 5?“. Aber — und behalt mal im Hinterkopf, dass ich Stand jetzt, da ich das tippe, das Kapitel noch nicht gelesen habe — wenn an einem Tag nichts passiert, musst du ihn ja theoretisch nicht ausschreiben. Kapitel sollen ja nicht langweilig sein. Man kann ja auch Kapitel zusammenlegen und irgendwie „Tag 4 und Tag 5“ draus machen in der Überschrift. Oder man skippt einen komplett. Realistischerweise passiert in der Arena ja die meiste Zeit nichts. Katniss’ Spiele gehen 18 Tage und da vergeht auch ein Haufen Zeit mit Nichtstun — generell dauert da ja bis auf Catos Tod keiner lang, jemanden abstechen dauert halt nicht lang. Nachdem am Füllhorn ein Haufen Leute sterben, stirbt ja nicht mal täglich jemand in den 74. Spielen, und wenn, dann sind das vielleicht fünf Minuten vom Tag, die das kostet — wenn Katniss überhaupt in der Nähe ist. Worauf ich hinauswill: Weil Katniss die meiste Zeit in der Arena absolut nichts tut oder halt eine Routine entwickelt, ist da nicht jeder Tag ausgeschrieben. Das kannst du ja theoretisch genauso machen. Lieber überspringst du was und lässt Marble einfach anmerken, dass die nächsten Tage absolut nichts passiert, bis dann eben wieder ein Handlungsding einsetzt, als dass da am Ende ein Kapitel steht, das zu lesen keinen wirklichen Mehrwert hat — unabhängig von der Länge. Nur mehrere Filler-Kapitel hintereinander sind halt unsinnig, Filler sind ja deshalb Filler, weil sie zwischen zwei spannenderen Punkten stehen. Aaaaber das war jetzt wie gesagt alles hypothetisch und nicht auf das Kapitel bezogen.

Bin übrigens in deiner letzten Reviewantwort sehr verwirrt gewesen von deiner Erwähnung einer Klasse 2A. Aus der Abwesenheit von ß in deinem Text schließe ich, dass du aus der Schweiz bist und ich einfach nur das dortige Schulsystem nicht verstehe, weil in meinem Kopf sind Zweitklässler halt sieben Jahre alt und ich gehe mal ganz stark davon aus, dass du nicht sieben bist :D

Oh, und was du über Aspen gesagt hast, kann ich sehr gut verstehen — meine Lieblingsfigur meiner langen FF ist auch nicht die Hauptfigur. Sowas passiert :D

So, nach diesem halben Roman dann mal ab zum Kapitel!

Ich mag direkt diesen Einstieg, „Die Spielmacher hatten eine Wolkendecke über die Arena gelegt […]“, das ruft einem nochmal ins Bewusstsein, dass das eine Fernsehshow ist und nichts wirklich echt, nicht mal die Natur, das ist alles künstlich hervorgerufen und kann auf Knopfdruck verändert werden. Du hättest ja auch einfach schreiben können, dass Wolken aufgezogen sind, aber so ist das Aktive drin. Das wird dann auch später schön aufgegriffen, als Marble über die Menge an Tieren im Wald nachdenkt — das zeigt subtil, dass er nicht blöd und auch nicht verblendet ist, obwohl er aus Distrikt 1 kommt und man Karrieros ja schnell unterstellt, hirnlose Kampfmaschinen zu sein. Das so zu zeigen ist viel besser als zu schreiben „Weil x nicht dumm war, dachte er jetzt mal ganz stark nach“ :D

Ich äußere hier mal die Vorahnung, dass die Truthähne gefährlich sind … Okay, doch nicht. Schade. Aber es passiert dann doch nicht ganz nichts, weil Marble sich die Sache zum Anlass nimmt, weiterzudenken, und erst hier fällt die Aussage, die am Anfang impliziert war, nämlich dass Merena sterben wird. Klar weiß das jeder, die Leute in der Geschichte wie auch Lesende, aber du steigerst das trotzdem in der Geschichte, das ist ein gut gemachter Aufbau, und der erste Absatz endet so mit einer Schlussfolgerung der ersten paar Sätze.

Ich finde dennoch etwas seltsam, dass die Verwandtschaft von Troy und Merena bisher nie zur Sprache kam. Das ist ein interessanter Fakt, der grade im Showumfeld der Hungerspiele im Kapitol mit als erstes hätte zur Sprache kommen sollen, das grenzt da das Image ein, bevor man die Tribute kennenlernt, und die Kapitolzuschauer reißen sich ja um solche Dramatik. Auch jeder Mentor anderer Distrikte hätte das wohl seinen Schützlingen gegenüber erwähnt, als Warnung, dass die wohl zusammenhalten werden, egal was passiert, und dass die einen Vorsprung haben, was Sympathiepunkte beim Publikum angeht, bevor es überhaupt in die Arena oder auch nur ins Training oder die Interviews geht, da liegt schon alle Aufmerksamkeit drauf.

Ich hab einen kleinen strukturellen Vorschlag zu der Szene, in der Marble nachdenkt und nebenher den Truthahn ausnimmt: Und zwar wäre es glaub schöner — und vor allem fürs Textbild lockerer —, wenn immer beim Wechsel von einem zum anderen eine neue Zeile anfinge. Quasi so (ich hab mal einen Teil rauskopiert):

-

Er erinnerte sich daran, als er sie zum ersten Mal sah, im Zug bei der Ernte, wie sie zu Troy hinüber gelächelt hatte, nachdem er sich freiwillig gemeldet hatte, wie sie in der Trainingshalle trainiert hatte, und wie sie Marble angelächelt hatte, als sie sich zu ihm an den Tisch gesetzt hatte. Obwohl er dieses Mädchen seit weniger als zehn Tagen kannte und vor elf noch nicht einmal von ihrer Existenz gewusst hatte, tat es ihm leid, sie nun so gehen zu sehen.
Er setzte sich hin und begann dem Truthahn die Federn auszurupfen.
Er sah eine kleine Merena vor seinen Augen. Wie sie an den Fischerdocks in Distrikt 4 herumrannte, wie sie mit ihrem Cousin Troy mit kleinen Holzschwertern spielte, wie sie ihre Oma nach jedem Besuch umarmte. Er sah die gleiche Merena in einer Trainingshalle trainieren, wahrscheinlich zusammen mit einem jüngeren Finnick Odair, dem Sieger der Spiele vor drei Jahren. Er stellte sich vor, dass sie beide sehr gute Freunde waren. Dass sie sich kannten, seit sie klein waren, zusammen gespielt hatten und zusammen im Hafen gearbeitet und das Handwerk ihres Distrikts gelernt hatten, dass sie zusammen begonnen hatten, unter der Siegerin Mags zu trainieren, dass sie ihm am Bahnhof alles Gute gewünscht hatte, als er in seine Hungerspiele ging und ihm zum Abschied einen schüchternen Kuss auf die Wange gegeben hatte, dass sie vor dem Fernseher gebannt und voller Anspannung gesessen hatte, dass sie Jubelschreie geschrien hatte, als klar war, dass er die Spiele gewonnen hatte.
Er trennte den Kopf des Truthahns ab und zog seine Eingeweide heraus.
Er stellte sich vor, wie sie mit einem riesigen Blumenstrauss am Bahnhof gewartet hatte, in der ersten Reihe, gleich neben Finnicks Familie, dass sie die Blumen in die Hand von Finnicks Mutter gedrückt hatte, als sie sah, wie er aus dem Zug ausstieg, dass sie lachend und schreiend in seine Arme gerannt war und vielleicht sogar die eine oder andere Träne dabei vergossen hatte, dass er ihre Umarmung erwiderte und sie einmal herumschwang, dass er der Freund war, der ihr zur Seite stand, als bekannt gegeben wurde, dass sie sich dieses Jahr freiwillig melden musste, dass er am lautesten klatschte, als sie dies tat, dass er einer der wenigen war, der sie besucht hatte, bevor sie ins Kapitol kam.

-

Dann wirken die Einschübe besser, auch die parallelen Satzkonstruktionen von wegen „Er stellte sich vor […]“. Vielleicht wirkt es sogar noch besser, wenn bei den Truthahn-Einschüben Marbles Name steht und nicht nur sein Pronomen? Gerade als Finnick ins Spiel kommt, ist da sehr viel „er“. Wenn nur beim Truthahn, also in der Realität, Marbles Name stünde, verstärkt das vielleicht auch nochmal die Gegenüberstellung von dem, was ist, und was er sich vorstellt? Aber sind alles nur Ideen — generell gefällt mir der Absatz gut.

Abschließend kann ich sagen, dass das hier definitiv kein „leeres“ Kapitel war :) Länge und Inhalt haben gut gepasst, finde ich, und es war rund, der Anfang hat das Ende (sogar mit der oben erwähnten Absatz-Zwischenstufe) gut ge-foreshadow-t (verzeih mir mein Denglisch, aua) und Marble wurde mitsamt seiner Ziele gut charakterisiert. Klar darf er jetzt das nächste Kapitel nicht wieder ausschließlich mit nachdenken verbringen, sonst nimmt es überhand, aber so fand ich das gut!

Bis dann!

Antwort von BloodOfTheDragon am 27.05.2022 | 00:53 Uhr
Heyyy

Gerade mal zum Anfang, Danke für die Rückmeldung bezüglich der Länge der Kapitel und ich stimm dir dahingehend auch vollkommen zu!

Zum Punkt über Merenas und Troys Verwandtschaft: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es irgendwann mal während den Interviews angesprochen wurde oder auch im ganzen Programm vor der den eigentlichen Spielen, in denen Caesar mit Spielmachern, den Teams etc. spricht. Ich habe allgemein das Gefühl, dass wir als der Leser (oder ich der aus der Perspektive des Tributes schreibe) nur ein kleiner Bruchanteil der eigentlichen Fernsehshow (Die Hungerspiele) mitbekommen. Wir sehen zwar alles Live und gehen quasi mit den Hauptdarstellern der Show mit, doch diese sehen sich die Show und das ganze Programm davor selbst ja gar nicht an, was mir ganz logisch erscheint.

Zum Punkt, dass Marble nicht vergisst, dass er in der Arena ist und noch immer im Kopf hat, dass eigentlich alles von den Spielmachern kontrolliert wird: Ich glaube nicht ein mal, dass das etwas Spezielles für Distrikt 1 ist. Ich glaube fest daran, dass die Karrieros alle eigentlich ziemlich intelligente Kids sind und auf keinen Fall dumme Killerbestien. Man darf nicht vergessen, dass die Bücher aus der direkten Sicht von Katniss geschrieben wurden und dass Katniss selbst Konsumentin der Show "Die Hungerspiele" ist und so ist sie auch der Propaganda der Spiele ausgesetzt, ihr ganzes Leben lang. Es liegt im völligen Interesse des Kapitols, die Karrieros (solange sie sich selbst nicht spezifisch als etwas anderes präsentieren) als unbesiegbare Bestien zu präsentieren, welche nur Mord und Totschlag im Kopf haben. Es nimmt den anderen Distrikten die Hoffnung, jemals die Spiele gegen solche Tribute zu gewinnen. Dieses Bild von Karrieros wird dann natürlich durch die Siegerkultur von Distrikt 2 nur verschärft, die sich quasi in dieses Image hineinsteigern.

Danke nochmals, dass du immer so fleissig Reviews schreibst, gibt mir immer nen Haufen Motivation!

~ Noah
06.05.2022 | 17:51 Uhr
Hi, long time, no see!

Ein anderes großes Bündnis? Das ist außergewöhnlich! Und 7, 10 und 11 sind ja dann auch direkt mehrere Distrikte. Ich gehe immer davon aus, dass es für Nicht-Karrieros am üblichsten ist, sich mit einer Person, am besten dem Distriktpartner, zu verbinden, einfach weil der einen am ehesten nicht zum eigenen Vorteil tötet, weil das zuhause nicht gut ankommt. Alles andere birgt Risiken — und dann gleich so viele Leute! Schade, dass der schlachtartige Showdown off-screen passiert ist.

Die Nacherzählung dieses Kampfes ist leider nicht ganz stimmig, grammatikalisch. Konjunktive wären etwas besser als diese „musste/soll“-Konstruktionen (grade das „soll“ sollte wenn dann auch im Präteritum stehen wie der Rest des Textes) oder einfach nur Plusquamperfekt. Es sind ja quasi Zitate, indirekte Rede.

Ich hab irgendwie gar nicht mehr auf dem Schirm gehabt, dass Troy und Merena irgendwie verwandt oder so sind. Oder hab ich das mit der Erwähnung von Oma und Opa falsch verstanden?

Ah, Ruby erwähnt Marbles Beziehung zu Silvan — das wissen also Leute?

Ich mag den Schlussgedanken, der ist fies, aber so würde vermutlich jeder denken, wenn nicht sogar hoffend.

Bis dann!
Annika

Antwort von BloodOfTheDragon am 10.05.2022 | 10:02 Uhr
Hey hey!

Hat mir gerade mega freude gemacht, als ich gsehen habe das du ein neues review geschrieben hast.

1. Ich habe selber oft darüber nachgedacht ob ich ein anderes Büdnis machen sollte nebst der Karrierogruppe und mich dann doch dazu entschlossen es durchzuziehen. Der Grund warum ich Leute aus verschiedenen Distrikten genommen habe hat hauptsächlich damit zutun dass keine anderem Tribute mehr übrig sind. Ausser Aspen aus Distikt 7 haben alle bereits ihren Distriktpartner im Blutbad verloren und Rowan ist eher als Einzelspieler unterwegs. Ich würde auch gerne sagen dass er die gleiche Dynamik hat wie Haymitch mit seiner Bündnis und Distriktpartnerin hatte. Er will es nicht riskieren dass er sie am Ende töten muss da, neben den Karrieros und vieleicht dem Jungen aus 12 und höchstunwahrscheinlich dem Mädchen aus 12, es schon einer von ihnen beiden sdin könnte def gewinnt. Sid haben beide eine hohe Punktzahl geholt und Rowan hat aufgrund seines charismatischen Auftretens und guten Aussehens sdhr viele Sponsoren bekommen. Ich muss ehrlich sagen dass ich Aspen sehr gern hab obwohl ich sie als Charackter gar nicht so ins Rampenlicht gestellt habe.

2. Mach dir keine Sorgen, das wurde erst jetzt etabliert

3. Ich glaube es ist nicht etwas dass alle Leute wissen aber es ist etwas was gewisse Leute hinter ihrem Rücken munkeln. Genau wie man bei uns manchmal in der Schule gerrüchte oder Witze hat dass die zwei Jungs aus der 2A eigentlich verliebt sind. Ich glaube es ist eher so etwas und Ruby wolöte ihn eigentlich nur damit aifziehen und hat nicht gewusst, was für einen tiefen Nerv sie eigentlich getroffen hat.

Wie findest du es eigentlich dass die Kapitel ein bisschen kürzer aufgebaut sind wenn nichts passiert?

Grüsse Noah x
30.03.2022 | 23:36 Uhr
Sooo, hallo – du hast glaub grad gleichzeitig Reviews beantwortet wie ich hieran getippt hab, lol, vielleicht liest du das hier ja direkt heute noch. Ich hatte ein bisschen Schwierigkeiten, wieder in den Text reinzufinden. War ja dann doch acht Monate oder so ruhig hier, und vor allem, wenn es FFs sind, die rein aus OCs bestehen, ist das dann immer ein bisschen schwer, wieder den Anschluss zu finden. Naja, wenn ich dumme Fragen stelle, verzeih mir, ich hab jetzt nicht nochmal jedes Wort bis hierhin gelesen :D

Random Einwurf direkt zu Anfang – ich weiß, ich hab das schon mal gesagt, aber ich finde Marble als Namen immer noch sehr cool! Und ich bin einfach froh, mal was aus männlicher Sicht zu lesen.

„«Yo Marble, gib mal deine Flasche her»“ – über den Satz musste ich unverhältnismäßig grinsen. Eigentlich reden Leute (nicht nur Jugendliche, Leute generell, würde ich sagen) ja wirklich so und das passt viel besser als hochgestochene Sprache, aber irgendwie liest man es dann doch selten.

Die lassen Marble einfach allein losgehen? Na gut, sie sind ja Karrieros und damit die starken Leute in der Arena. Aber trotzdem bisschen unvorsichtig … oder arrogant. Oder sie wollen ihn unterschwellig loswerden. We’ll see. „Etwas lief ihm kalt den Rücken runter, wenn er im Nachhinein daran dachte.“ – das kündigt ja auch irgendwie an, dass da gleich was passiert.

Marbles hin- und hergerissene Gedanken, als er dem Mädchen aus 6 begegnet, fand ich gut! Und wie dann sein Kopf von Mitleid mit ihr zu seiner eigenen Familie und Silvan springt, war logisch – nur hätte ich gedacht, dass er das grad andersrum auslegt und sich denkt, dass er die alle nie wieder sieht, wenn er Leute wie dieses Mädchen verschont und er vielleicht durch sowas stirbt. Ein Karriero mit Gnade … gefährlich. Ich kann mir vorstellen, dass ihm das in seinem Bündnis noch das Genick bricht und er deshalb irgendwann auf sich allein gestellt ist.
Oho, sie fangen das Mädchen – vielleicht verrät sie Marbel direkt?
Oder nein, spannend, er hilft ihr einfach nochmal. Uff. Ich nehme mal an, er ist es gleich, der sie tötet, das kommt dann bei den Karrieros vielleicht noch halbwegs gut an und im Fernsehen sicher toll, so wie er mit ihr redet.
Ich mag Marble wirklich gern, muss ich sagen. Ein bisschen hat er was von diesem Klischeebild eines Ritters, zwar ein Kämpfer, aber irgendwie nobel. Ich hab in eine meiner FFs mal zum Spaß eine so ähnliche Randfigur reingeschrieben, Typ „fairer Karriero, gar nicht brutal, wenn nicht nötig“, nur dass der halt super unwichtig war und fast im gleichen Kapitel gestorben ist, wie sein Name fiel (oder so). Wie du das machst, ist das richtig cool, ich verstehe ihn wirklich gut, und auch wenn seine Handlungen teils risky sind, sind sie doch nachvollziehbar und am Ende kratzt er doch noch genug am Bild eines starken Tributs, dass ihm keiner den Hals umdreht.
Nur hätte ich mich gefragt, wie die anderen unmittelbar auf seine Aktion reagieren oder ob er dafür vielleicht sogar Sponsorengeschenke kriegt, das hast du leider außen vor gelassen.

Dass Marble in der Zeit danach aber erstmal sehr vorsichtig ist, fand ich logisch. Wie viele Tribute hat Marble jetzt auf dem Gewissen? Er hat am Füllhorn ja auch jemanden getötet, zwei oder so? Also sind es jetzt drei? Vier?

„«Ich weiss nicht, wie es in Distrikt Eins ist, aber in Zwei probieren die wortwörtlich, die Empathie aus uns heraus zu trainieren … zu prügeln, wenn das erste nicht funktioniert.»“ – das fand ich eine interessante Sichtweise.

Ooooh, ein Dank aus Distrikt 6! Das ist noch fast cooler als ein Sponsorengeschenk!

Im elften Kapitel war der letzte Teil des ersten Absatzes ein biiisschen lang, da würde ich glaub nochmal irgendwo in der Mitte Enter drücken oder so. Vielleicht hin zu „Immer noch stillstehend […]“ oder „Marble trat in den Wald […]“. Ansonsten weise ich dich mal so nebenbei drauf hin, dass man Distriktnamen großschreibt, weil das keine Zahlen als solches sind, sondern Ortsbezeichnungen, also Eigennamen. Das – oder machst direkt Ziffern, wie in den Büchern. Sprich „Distrikt Sieben“ oder „Distrikt 7“. Insgesamt fand ich aber, deine Rechtschreibung ist besser geworden; was jetzt drin ist, sind häufig auch vielleicht einfach nur Typos – keine Ahnung, ob ich mich da an Schlimmeres erinnere, aber nimm es mal als Lob :D

Und tschüss :D
Annika

Antwort von BloodOfTheDragon am 02.04.2022 | 00:36 Uhr
Heyy Annika
Ja es scheint als hätten wir das gleichzeitig geschrieben. Ich konnte dir aber erst jetzt antworten, da ich eigentlich ziemlich krank im Bett liege :(
Ich finde toll, dass du Marble als Charakter magst, manchmal überlege ich mir, ob ihn nicht zu ritterlich schreibe, aber der Sinn dieser ganzen FF ist es ja eigentlich ein bisschen tiefe in die Karriero-Distrikte zu bringen und mein Standpunkt war ja eigentlich immer das Distrikt 1 seine Kinder eher trainiert, dass sie in den Spielen nicht sterben, nicht wegen irgendeiner besonderen Loyalität zum Kapitol oder weil sie es als besonders ehrenhaft finden in den Spielen mitzumachen. Distrikt 1 ist ja auch einer der ersten fünf Distrikte, die sich in der zweiten Rebellion gegen das Kapitol erheben. Dass er da also noch ein wenig Empathie in sich trägt, scheint mir da gar nicht so fehl am Platz zu sein.
12.08.2021 | 08:12 Uhr
Hallo :)

So, lang lang ists her - ich musste erstmal wieder meine eigenen Reviews lesen, um einen Anschluss zu finden. Aber jetzt hab ich das neueste Kapitel gelesen (die Länge wear übrigens echt gut).

Der Anfang hat mir gut gefallen. Klar, Leute aufwachen zu lassen ist so der einfachste Weg, ein Kapitel zu beginnen, aber du hast dir danach schön Zeit genommen, um ihn langsam an den Tag zu gewöhnen und ihn Dinge tun zu lassen, bevor alle wach sind. Außerdem fand ich, dass dieses Rumlaufen und spätere Schießen gut zu Marble als Charakter gepasst hat; zumal es irgendwie eine Steigerung beinhaltete. Generell schaffst du es in dem Kapitol sehr gut, Marble darzustellen, er ist ruhig, aufmerksam, und trotzdem ein Karriero, der weiß, worauf es ankommen wird, obwohl er nicht der größte Fan davon ist.

Clove! Nice, mit dem Bezug zur Trilogie hab ich nicht gerechnet.

Womit ich allerdings gerechnet habe, ist ein Cliffhanger. Als sie das Lager gefunden haben, hab ich gedacht, dass da jetzt was kommt, irgendeine Gefahr der Spielmacher. Aber so kann es sein, dass die anderen Tribute einfach nur vor den Karrieros geflohen sind, die unterhalten sich ja dauernd und sind gut zu hören. Und dann dieser künstliche Wald (oder wie auch immer man ein "Baumfeld" schöner nennen könnte), der aber ebenfalls unspektaktulär blieb. Mit aufwachen zu beginnen und einschlafen zu enden und dazwischen eigentlich keine Action gehabt zu haben, macht das Kapitel sehr ruhig. Ist jetzt aber nur minimale Aufbaukritik.

Ein häufiger Satzzeichenfehler, den du machst, ist dass dir Punkte bei Sätzen fehlen (und hinter den schließenden Anführungszeichen zu viel sind), wenn wörtliche Rede vorkommt. So:
Dein Satz: «Was ist denn das», sagte Troy neckisch «Es scheint mir als würden wir langsam Freunde werden».
Wie es richtig wäre: «Was ist denn das?», sagte Troy neckisch. «Es scheint mir als würden wir langsam Freunde werden»
Beim Weiterlesen ist mir zwar aufgefallen, dass du es dann auch manchmal richtig machst, aber ich lass das jetzt trotzdem mal hier.

Liebe Grüße
Annika

Antwort von BloodOfTheDragon am 30.03.2022 | 22:58 Uhr
Hey Annika!

Danke für das Review. Ich hab absichtlich diesen Bezug mit Clove gewählt, damit sich die FF ein bisschen mit der Trilogie verbindet und dass man auch ein Gefühl bekommt in welcher Timeline man sich hier befindet Clove ist ein kleines Mädchen und Katniss zum Beispiel ist zum Zeitpunkt dieser Spiele erst zehn. Der Satz, dass sie sich den Kopfzerbricht ist, glaube ich auch nur eine Andeutung, die die verstehen, die die Bücher gelesen haben, wo Clove ja ein bisschen anders zu ihrem Ende kommt.

Ich sehe deinen Kritikpunkt definitiv, dass das Kapitel ein bisschen zu ruhig war. Ich wollte mit diesem Kapitel eigentlich nur ein wenig die Arena zeigen und mit solchen Sachen wie dem Lagerfeuer einen etwas anderen Blick auf die Spiele bringen den ich in anderen FFs und selbst im Buch ein bisschen mangelnd finde, und zwar den Punkt das unsere Hauptcharacktere nicht die einzigen sind, die die Spiele erleben. Während die Karrieros geschlafen haben, haben die Spielmacher dort vielleicht Mutationen auf das Mädchen von zehn gehetzt oder den Jungen aus zwölf oder vielleicht gibt es noch ein zweites Bündnis in der Arena, welches noch schwächere Tribute jagt und hier fand ein Überfall statt, man weiss es einfach nicht.
02.06.2021 | 09:44 Uhr
Hallo, ich mal wieder :)

Ich hab am Anfang kurz überlegt, wieso da denn Marbles Name in den Katakomben steht und ob es für das Kapitol nicht praktischer wäre, die Kinder einfach nur durchzunummerieren, und dann ist mir eingefallen, dass die Arenen ja später Sehenswürdigkeiten werden. Wenn da in jeder Arena die Namen stehen, ist das ja quasi ein Friedhof, also nicht nur im übertragenen Sinne, sondern wirklich mit Namen, die an die Verstorbenen erinnern. Verdammt gruselig.

Apropos Start der Hungerspiele, mal eine andere Frage, die ich mir schon eine Weile stelle. Hat auch gar nicht so wirklich was mit deiner Geschichte zu tun, eher so generell: Warum begleiten ausgerechnet die Stylisten die Tribute bis in die Startlöcher? Im Buch ist Cinna bei Katniss, du hast hier auch davon Gebrauch gemacht (ich hab es getrost ignoriert, lol), aber warum eigentlich? Dass die Mentoren vielleicht schon Sponsoren suchen, okay, aber was ist mit den Betreuern wie Effie? Mit den Stylisten haben die Kinder doch eigentlich gar nicht so viel zu tun ... Vielleicht hast du ja eine Idee ^^

Marble war am Füllhorn schon beeindruckend, aber irgendwie ergibt das bei einem Karriero ja auch Sinn. Ich habe glaub ich nur noch nie eine FF um einen Karriero gelesen, der dann zum Blutbad voll in den Kampfmodus schaltet und ohne zu denken erstmal Leute abschlachtet.

Uff, Troys ganz schlechter Anmachversuch kam ja auch aus dem Nichts, so unangebracht, sowohl gegenüber Ruby als auch generell in dieser Lebenslage. Aber irgendwie passt es zu Teenagern, deshalb musste ich tatsächlich lachen.

Nolan als Anführer klingt nach Gefahr, das hätte ich von Anfang an versucht zu unterbinden. Und auch dass Marble sich gegen dessen Folteridee gestellt hat ... riskant. Aber mit der Erklärung hat er es ja dann umgedreht. Bleibt nur zu hoffen, dass Nolan ihn jetzt nicht ganz oben auf der Abschussliste hat, sobald alle anderen Tribute tot sind.

Aber wie viele Tribute hat Marble denn jetzt getötet? Nach dem Blutbad sagt er zu Ruby, es seien vier gewesen, und nachdem er den Jungen aus 8 erschießt, sagt er wieder, es seien vier. Das passt irgendwie nicht. Da waren ja definitiv die Jungs aus 8, 9 und 11 sowie das Mädchen aus 3, aber war da am Füllhorn nicht noch ein Unbekannter? Hm.

Kleine Anmerkung, du hast beim Startschuss "sechsundachtzig" statt "achtundsechzig" stehen ;)
Ich hätte glaub außerdem beim Countdown für jede Sekundenzahl eine neue Zeile gemacht, um den langen Absatz aufzulockern und Marbles Eindrücke zu trennen. Der Paragraph und der folgende zum Blutbad sind nämlich wirklich lang - nicht schlecht geschrieben oder so, sondern einfach nur ein wenig unübersichtlich.
Oh, und obwohl ich wegen der Legasthenie nichts mehr wirklich zu Grammatik und so sagen wollte, ein sehr häufiger (und immer gleicher) Fehler: "fiel" (wie in "er fiel hin") kommt von "fallen" und dann schreibt man das mit f, nicht wie das Partikel/Adjektiv/was zum Teufel auch immer das für eine Wortart ist "viel" (wie in "viele Dinge"). Kann man sich so merken, dass das eine eben was ist, das man tut und vor das man ein Pronomen packen kann, und das andere zählt Dinge. Vielleicht hilft dir das ja, wenn nicht, dann sei's drum :D

Bis zum nächsten Mal!
Annika

Antwort von BloodOfTheDragon am 30.03.2022 | 22:45 Uhr
Heyo

Beim Schreiben habe ich mir genau das gedacht. Die Leute aus dem Kapitol gehen ja zu diesen alten Arenen als seien es Freizeitparks. Manchmal werden dann ja auch gewisse Tode noch einmal nach inszeniert. Wenn ich eine Person wäre, die eine solche Arena später managen würde, würde ich den Eingang zur Arena in den Katakomben machen, wo Besucher in den Tubes ihrer Lieblingsspieler hoch in die Arena können. Aber das ist jetzt nur mein persönlicher Take auf die ganze Sache, haha.

Du hast Recht. Ich glaube, dass die Mentoren bereits nach Sponsoren suchen, die Betreuerin in meinen Augen, hat, wenn es um die Spiele geht auch nicht wirklich viel mit den Kindern zu tun. Ich glaube jedoch gerade Betreuerinnen wie Effie und Dona (in meiner FF), die ihre Tribute sehr mögen, probieren ihre Freundinnen und Freunde im Kapitol zu überzeugen für ihre Tribute zu spenden. Wenn ich an Sponsoren denke, dann denke ich an die reichsten der Reichen im Kapitol. Das Geld, welches sie spenden dient, mehr als Investment als aus Gutherzigkeit, da sie ja auch viel Geld auf gewisse Tribute wetten. Es sind die Leute, die nachher bei der Tour der Sieger in Snows Palast bei der Party sind oder vielleicht sogar die, die später andere Dienste von ihren Lieblings-Tributen verlangen wie bei Cashmere, Finnick und Johanna. Sie setzen wahrscheinlich mehrere Millionen Dollar auf einen Tribut und tun alles, damit er am Leben bleibt, damit sie ihr Geld nicht verlieren. Die Leute, die Effie und Dona versuchen für ihre Tribute zu gewinnen, gehören vielleicht zum «Mittelstand» des Kapitols. Einfache Leute mit vielleicht ein bisschen mehr Geld als die anderen. Sie haben aber nicht genug Geld, um an den eigentlichen Wetten teilzunehmen und unterstützen den Tribut meistens einfach, weil sie oder eines ihrer Kinder den Tribut besonders mögen. Da bleibt also nur noch der Stylist, der den Tribut in die Katakomben begleiten kann.

Guter Punkt, habe ich jetzt aber auch nicht wirklich so beabsichtigt, es hat sich einfach am natürlichsten angefüllt diese Szene so zu schreiben. Man muss auch seine Umstände betrachten: Er ist unglaublich nervös und hat tatsächliche Todesangst. Ich glaube, in einer solchen Situation hält man einfach nicht zurück, wenn man da wieder rauswill. Man darf auch nicht vergessen, dass, wie du gesagt hast, er ein Karriero ist. Obwohl die Indoktrinierung nicht so stark ist wie in Distrikt 2, darf man nicht vergessen, dass er praktisch sein ganzes Leben auf diesen Moment hin trainiert hat, es ist quasi seine erste Intution seine Feinde zu töten. Wie es sich aber beim Mädchen aus Distrikt 3 herausstellt, bei dem er etwas fühlt, nachdem er ihr den Speer ins Herz rammt, ist es eher ein mechanischer Ablauf als ein bewusster Entschluss.

Dieses Ding mit Troy kam eher spontan heraus. Ich dachte, dass dies etwas wäre, was Troy einfach so raushauen würde. Einerseits um Marble zu provozieren, andererseits auch um den Funken am Leben zu behalten, den Ruby und Troy hatten, seit sie im Trainingszentrum beide sagten, dass sie am besten mit dem Schwert umgehen konnten.

Du hast Recht hier. Für mich sind die Tribute aus Distrikt 2 einfach immer die stärksten in meinem Kopf. Sie kommen ja auch aus dem Militärdistrikt, der dem Kapitol auch am nächsten steht. Sie sind quasi sogar für die Karrieros einer zu viel, dass sie sich da als Anführer der Truppe in den meisten Spielen entpuppen, scheint für mich einfach der natürlichste Weg. Du hast in deinem zweiten Punkt auch Recht. Nolan mag Marble eh schon nicht und traut ihm erst recht nicht: Marble hat die genau gleich grossen Chancen wie er die Spiele zu gewinnen (1/3), hat aber eine höhere Trainingsbewertung bekommen (Marble eine 11 und Nolan eine 10), Nolan weiss auch, dass Marble aufgrund seines guten Aussehens beliebter bei den Sponsoren und den Leuten im Kapitol ist. Dass er sich so als Anführer aufbauschen will, ist glaube ich mehr eine Komplexreaktion als ein wirkliches Bedürfnis der Anführer sein zu wollen. Er will quasi nicht als Nebencharakter der Karrieros untergehen, da die Chancen, ob er oder Marble gewinnt, eh schon gegen ihn gestellt sind. Daher glaube ich auch, dass Marble so oder so oben auf seiner Killliste steht, sobald sie die restlichen Tribute erledigt haben.

Das ist tatsächlich ein Fehler von mir, ups haha. Ist mir im Nachhinein auch beim Bearbeiten des Kapitels aufgefallen. Ich hab zu Beispiel auch das Mädchen aus Distrikt 5 vergessen, als die Toten in der Nacht aufzeigt wurden.
28.05.2021 | 23:49 Uhr
Oh, du hast ja direkt zwei neue Kapitel auf einmal hochgeladen!

Ich mag, wie du so kleine Hints einstreust - diese Anmerkung von Gloss, dass ein guter Auftritt beim Einzeltraining dazu führen kann, dass die Wunschwaffen ans Füllhorn kommen, damit es in der Arena möglichst abgeht? Nice! Da merkt man richtig, wie privilegiert die Karrieredistrikte eigentlich sind, nicht nur gut trainiert, sondern auch noch indirekt Wünsche äußern und das Geschehen der Spiele beeinflussen ... Und es ist so ein offenes Geheimnis, dass die Mentoren es den Tributen einfach sagen können - aber ist ja auch klar, wenn es für einen klappt und der dann gewinnt, weiß er es ja aus erster Hand.
"Nolan war der Stärkste und Rowan war der Schönste, Marble war nichts" - relatable xD
Die Sachen, die ihm während er den Trainer verprügelt hat durch den Kopf gegangen sind, hat er nicht laut gesagt, oder? Schade eigentlich. Aber so kommt er jetzt wahrscheinlich einfach nur brutal und wütend rüber, nicht irgendwie traurig, aber halt auch ziellos. Hm. Aber dass er für sowas eine hohe Bewertung bekommt, war klar. War zwar nicht geplant, aber im Endeffekt sinnvoll. Nur schade eigentlich, dass Gloss ihn das nicht fürs Interview hat nutzen lassen. Aber vielleicht ist mehr Nahbarkeit auch ganz gut.

Ich find voll spannend, dass sich deine Anführungszeichen verändert haben - am Anfang der Geschichte waren es noch englische (Gänsefüßchen, beide oben), jetzt sind es diese französischen, von denen ich nicht mal weiß, wie man die auf der Tastatur macht :D

Liebe Grüße
Annika

Antwort von BloodOfTheDragon am 30.05.2021 | 15:49 Uhr
Hey Annika!

Toll, dass dir das Kapitel gefallen hat!
Ja, das mit den Waffen ist in den oberen Distrikten kein Geheimnis ist aber auch verständlich, sie wollen ja eigentlich nur ne gute Show. Ich glaube die unteren Distrikte wüssten das auch wenn sie mehr gewinnen würden. Ich meine, die Spielmacher haben in den 74. Hungerspielen genau einen Bogen zur verfügung gestellt: Für Katniss. Sie wussten dass sie länger Leben würde wenn sie einen Bogen hätte und so würden die Spiele viel interessanter werden.
Du hast recht, die Dinge welche man liest während Marble den Trainer verprügelt sind in seinem Kopf. Den Brutalen zu Spielen hätte nicht mit dem image zusammengepasst welches Gloss und er selbst schon aufgebaut haben: den hübschen Jungen aus dem Diamanten Distrikt mit dem goldenen Lockenkopf, der sich VIEL zu spät Freiwillig gemeldet hatte und gerne der Menge und den Mädels zuzwinkert. Das er brutal ist hätte da nicht reingepasst.
Wegen der Anführungszeichen: Ich schreib jetzt auf Word und nicht mehr auf Google Docs darum haben sie sich wahrscheinlich verändert

Liebe Grüsse
Noah
27.05.2021 | 23:05 Uhr
Hallo :)

Mir gefällt deine Idee, dass eine Jury die besttrainiertesten Jugendlichen auswählt und diese dann quasi zwingt, sich freiwillig zu melden! Ich finde generell schön, wie plastisch du Distrikt 1 (und alles weitere) beschreibst, das privilegierte Leben der Oberschicht, aber auch die Tatsache, dass es eine Unterschicht gibt, wie die Akademien funktionieren und so, das gefällt mir gut. Es ist ausführlich, aber nie langweilig.
Außerdem finde ich die Beziehung zwischen Silvan und Marble sehr süß, sowohl Marbles anfängliche zögerliche Beschreibung, als auch wie Silvan dann bei ihrem letzten Gespräch reagiert – viel besser, als hinterher was zu bereuen. Du hast ihm eine Persönlichkeit (dieser Abschied, aber auch die Sache mit den markierten Diamanten) gegeben, obwohl er wenig vorkam zu Beginn, das ist finde ich sehr wichtig, damit das love interest nicht erzwungen rüberkommt. Aber Rowan hast du auch ganz schön sneaky eingefügt!
Ich mag auch, dass du Augustus reingebracht hast! Er ist ja nur so halb canon, aber wenn ich sehe, dass Leute solche Anekdoten nutzen, freue ich mich immer! :D Und wie du ihn zum Kritiker der Spiele gemacht hast anstatt zu dem Patrioten, als den ich ihn immer interpretiert habe, ich liebs! Ach, und Pluspunkt für die wunderbar aufs Panem-Universum abgestimmten Namen!

Ich habe allerdings eine inhaltliche Frage zum zweiten Kapitel: Wieso lobt Gloss Marble für das schnelle Freiwilligmelden, wenn er doch genau das Gegenteil getan hat? Er hat ja ewig gebraucht und erst im letzten Moment was gesagt bei der Ernte. Und zum Thema Ungereimtheiten, im zweiten Kapitel ist der weibliche Tribut für Distrikt 2 als „Siebenjährige“ beschrieben.

So, und jetzt zu meinem Steckenpferd-Thema: Grammatik. Du könntest auf einige Sachen aber ein bisschen mehr aufpassen (alle Beispiele sind aus deinem Text, fast alle aus dem ersten Kapitel, aber es zieht sich durch):
• Am Anfang des ersten Kapitels steht direkt einmal der Name falsch, Marvel statt Marble
• Kommas vor/nach Anreden/Ausrufen, z. B. „Und du, Marble?“ oder „Ah, Marble, da bist du ja“
• Manchmal schreibst du Altersangaben mit Zahlwörtern aus, manchmal nutzt zu Zahlen, dasselbe gilt für die Distrikte; konsequent eins von beiden zu nutzen wäre schöner
• Kommas vor subordinierenden Konjunktionen wie „um“ oder „doch“, die leiten nämlich immer Nebensätze ein und deshalb trennt man dazwischen, z. B. „Nutzt die Gelegenheit noch um hier zu trainieren“
• Nomen schreibt man groß, z. B. „Mitte der Halle“, „Weiblichkeit“, „Reflex“; Artikel schreibt man immer klein
• Du hast schöne Umschreibungen, z. B. „Grübchen, die über seine Wangen tanzten“, allerdings wirken die schöner, wenn du sie nicht mehrfach im selben Absatz verwendest, dann ist irgendwie der Zauber dahin
• Fragesätze (Sätze mit Verberststellung) enden mit einem Fragezeichen, z. B. „Und du, Marble?“, „Was sind eure bevorzugten Waffen?“ oder „Wird es für ihn auch so sein, wird er auch einfach nach hause kommen können, wenn überhaupt, würde er diesen Raum je wieder sehen?“
• Generell fehlen häufig Satzzeichen am Ende von Sätzen. Die macht man immer! Wirklich immer, weil Sätze müssen ja begrenzt werden. Woher soll man denn sonst wissen, wann sie zu Ende sind? Die einzige Ausnahme ist ein direkter Redebeitrag, der weder eine Frage noch ein Ausruf (also mit Ausrufezeichen hinten) ist und dem (nach dem Komma) direkt eine Inquit-Formel folgt, sprich so eine Konstruktion hier: „Gut“, antwortete sein Vater knapp.
• Noch so ein Standardding, dieses Mal ohne jegliche Ausnahme: Satzanfänge schreibt man groß.

Das sind alles recht kleine Sachen, also mach dir keinen Stress. Du könntest einfach nochmal selber über den Text gehen und die Sachen rausnehmen, alternativ lässt du eine zweite Person drüberlesen. Wirklich, deine Art zu erzählen, Wortwahl und Erzähltempo sind in Ordnung, und da ist es total schade, wenn durch die Grammatik so viel verloren geht. Ich weiß, ich habe viel kritisiert, aber ich meine es nicht böse.

Liebe Grüße
Annika

Antwort von BloodOfTheDragon am 27.05.2021 | 23:14 Uhr
Hi!

Omg danke für dieses ausführliche Review, finde es voll toll dass du die Geschichte magst! Zu den Grammatikpunkten. Ich habe die Geschichte vor einem Jahr oder so angefangen und sie halt immer gleich hochgeladen ohne sie durchzulesen hätte ich villeicht tun sollen haha ich werde die alten Kapitel 100% bearbeiten. Bin auch wegen der Dylexie in therapie seit etwa einem Jahr also hoffe ich dass es besser wird heh. Mach dir keine Sorgen, ich BRAUCHE solche Reviews die mir auch sagen wenn kch etwas nicht so toll mache und es motiviert mich auch unglaublich weiter zu schreiben.

Freundliche Grüsse
Noah

PS:
Meine Legastenie oder Dyslexia kst vorallem beim schreiben deutlich. Ich lasse oft Buchstaben etc. aus weil mein Kopf quasi das Wort schon fertig geda ht hat bevor meine Hände es fertig geschrieben haben haha. Wollte aber halt trotzdem unbedingt diese Geschichte schreiben und liebe schreiben allgemein mega. Nur als erklärung da viele Legasthenie oder Dylexie gleich mit Lesen verbinden
Wolke (anonymer Benutzer)
20.03.2020 | 14:59 Uhr
Voll die schöne Geschichte! Ich hoffe so sehr, dass er zurück zu Silvan kommt!!
Hoffentlich entwerfen Gloss und Cashmere nicht als Image, dass er ein Liebespaar mit Ruby sein muss. Das wäre echt bitter. Und ich habe ein bisschen das Gefühl, dass Ruby was von ihm will, ich glaub da passiert noch was.
Bitte mach weiter mit deiner tollen Geschichte!
LG Wolke
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