Autor: solism
Reviews 1 bis 4 (von 4 insgesamt):
30.05.2020 | 20:54 Uhr
zu Kapitel 5
Ich muss zunächst zugeben, dass ich nur dieses Kapitel aus dem Inspirations-Projekt gelesen habe.

Ingesamt wirkt es stellenweise etwas "unrund", auch wenn es mir grundsätzlich gefällt. Ich bin über ein paar Stellen gestolpert. Ein paar Beispiele:
"Es sollte heute das erste Kleid sein, dass..." - wirkt sehr konstruiert, während der Rest vom Text eher emotional angehaucht ist.
Er spricht am Anfang von "seinem Mädchen", später im Text aber davon, dass er sie hassen würde.
"ganze vier Male" <- solche Schreibfehler sind ein paar, über die ich stolpere, ich werde jetzt aber nicht alle raussuchen ;)

Das Kind ist mir auch etwas "suspekt". Ich dachte erst seine Mutter und damit das Mädchen sind irgendetwas Spezielles, also keine "normalen" Menschen. Aber der Text an sich deutet darauf nicht hin. Dann dachte ich, sie sei ein Baby (also maximal ein Jahr), war dann aber doch nicht der Fall. Sie wirkt auf mich befremdlich und nicht wie ein normales Zweijähriges Kind. Allein, dass sie gar nicht spricht und auch sonst keinerlei ernsthafte Laute von sich gibt, "passt" für mich nicht. Meine Kinder haben zwar teilweise mit Zwei in Phantasieworten gesprochen, aber für Bezugspersonen gab es da immer Worte.

"Nur an Mutters Todestag... In den Jahren darauf..." Das ist das zweite Jahr nach ihrem Tod, ich finde so eine Aussage passt eher, wenn es jetzt schon zehn Jahre her wäre.

Aber insgesamt gefällt mir Leevi als Charakter sehr gut. Auf mich wirkt er, als wäre er zerrissen zwischen dem Wunsch und dem Drang seine Schwester zu hassen und der Tatsache, dass er das nicht in vollem Umfang zu tun scheint. Vielleicht kann er es nicht, ich weiß es nicht. Ich kann nicht ersehen worauf die Story hingeht, aber es wirkt ein bisschen wie ein Prolog oder ein Charakterbild von Leevi und da passt es - finde ich - sehr gut.

Die Melancholie hat mir gut gefallen, so etwas mag ich sehr und gerade zu dem eigentlich fröhlich erscheinenden Bild ist das ein sehr guter Kontrastpunkt.
06.01.2020 | 19:41 Uhr
zu Kapitel 5
Hey solism,
Mir gefällt dein Text, und wie du das Bild darin umgesetzt hast. Normalerweise sieht man in einer Blumenwiese etwas Fröhliches, doch du hast über eine betrübte Stimmung geschrieben. Es ist nicht das, was man erwartet, und gerade das gefällt mir. Du hast Leevis Gefühle und seine Gedanken über seine kleine Schwester gut dargestellt. Es muss schwer für ihn sein, mit seiner Schwester zusammen zu leben, aber gerade das hast du sehr treffend beschrieben. Auch Freyas unsinnige Bewegung und das Lachen kreieren direkt das Bild eines Kleinkindes.
Nachdem ich die anderen Kapitel gelesen habe, habe ich auch die Sache mit den Farben verstanden ; ) In dem Zusammenhang ergibt das Kapitel noch einmal einen anderen berührenden Sinn.
Wie gesagt, gefällt mir dein Text!
Viel Erfolg auch mit den neuen Zahlen.
Liebe Grüße,
Farringdon

Antwort von solism am 06.01.2020 | 21:26 Uhr
Guten Abend :)

Danke für deine Rückmeldung! Sobald ich das farbenfrohe Bild gesehen habe, musste ich an meinen farbenfremden Jungen denken, daher danke für diese Inspiration! :)
Die neuen Bilder sehe ich mir gleich an, mal schauen, was für ein Geistesblitz mich treffen wird.

Liebste Grüße
solism
28.12.2019 | 19:34 Uhr
zu Kapitel 3
Hi,
schon wieder so ein berührender Text, vor allem gegen Ende. Ein großer Bruder, der alles für seinen kleinen Bruder tun würde, sogar das Gesetz brechen. Eine schreckliche Welt, in der sich eine Familie nicht einmal weißes Papier leisten kann.
Millie hat sich hier auf jeden Fall als wahrer Weihnachtsengel entpuppt und ich hoffe, dass Marlon noch lange Freude an seiner Schneekugel hat.
Liebe Grüße
Sira

Antwort von solism am 28.12.2019 | 21:24 Uhr
Guten Abend dir :)

Danke für deine Rückmeldung, das schätze ich sehr :)
Die Welt, das Leben in Illeá ist tatsächlich nicht das schönste, aber etwas Menschlichkeit – insbesondere an Feiertagen – kann doch zu mancherlei Überraschung führen :)

Nochmals lieben Dank für deine Rückmeldung!

Liebste Grüße
solism
02.12.2019 | 11:08 Uhr
zu Kapitel 1
Hi,
ein sehr berührender Text. Ich war am Anfang etwas irritiert, weil alles grau war, bis ich verstanden habe, dass der arme Junge farbenblind ist. "kaputt ist", ich glaube, mein Herz ist gebrochen. Doofe Ärzte ...
Das Ende war auch herzergreifend. Ich hoffe, dass die kleine Schwester irgendwann fähig sein wird, ihrem Bruder die Farben nahe zu bringen, wie seine Mutter es getan hat.
Liebe Grüße
Sira :)

Antwort von solism am 02.12.2019 | 12:59 Uhr
Hi :)

Danke für deine Rückmeldung ^^ Ich freue mich gerade riesig, dass ich genau das, was ich beabsichtigt habe, bei dir ausgelöst zu haben, ohne es im Text direkt zu erwähnen/anzusprechen, daher wirklich vielen lieben Dank für deine Rückmeldung! :) Eines Tages wird er wieder die Farben sehen können, die seine Mutter ihm beigebracht hat, ganz bestimmt; auf diesen Tag freue ich mich als Schreiber ganz besonders haha :)

Liebste Grüße zurück
solism :)