Autor: Tatjana
Reviews 1 bis 22 (von 22 insgesamt):
19.02.2020 | 21:29 Uhr
zu Kapitel 5
Moin :)

Mir fällt gerade übrigens auf, dass die Kapiteltitel je nach Protagonist anders sind (oder?). Ist eine wirklich gute Idee, da kann man bestimmte Stellen später auch wiederfinden.

So ganz perfekt war Karas deutsch aber auch nicht :D
Klang in dem Film eher nach der Google Übersetzer Stimme.
Ich stelle mir das ganz witzig vor, wie Kara durch die Straßen geht und singt :) Am Ende bekommt sie noch ein bisschen Trinkgeld, weil die Leute sie für eine Straßenmusikerin halten.

Ich könnte mir vorstellen, dass Alice mehr versteht, als Kara denkt. Die ganzen Geschichten im Spiel fand ich auch schon schön geschrieben und überlegt, auch wenn man damit gut Schabernack treiben kann, wenn man die Teile nur richtig zusammenschneidet xD

Also ich glaube nicht, dass sich der pazifistische Markus Karas Kraft zunutze machen würde. Da muss sie sich keine Gedanken machen (vor allem, wenn Simon ihm nochmal ordentlich ins Gewissen redet :D).

Ich kann mir das so gut vorstellen, wie schwer es für Connor sein muss, um Hilfe zu bitten. Der Arme...
Ich kann Luthers Misstrauen aber auch vestehen, schließlich hatte Connor einen gewissen Ruf. Vielleicht treffen die beiden sich ja mal.

Ich bin nicht ganz sicher, ob das eine gute Idee von Kara war, der Familie von dem Virus zu erzählen. Das riecht irgendwie ein bisschen nach Rückrufzentren... (seit einigen Momenten in diesem Spiel traue ich nichts und niemandem mehr xD)

Ich denke mit dem Jerry ist es ein bisschen wie mit der Diskussion um Zurechnungsfähigkeit bei Menschen. Also ziemlich kompliziert und uneindeutig.

Uff... ein bedrückendes Ende. Da bin ich mir nicht sicher, ob Karas Entscheidung so gut war... der Jerry wird doch sicher Fragen stellen.
Und noch jemand ist rA9! Vielleicht ja doch wieder meine RK900-Theorie, haha! :D
Wir werden sehen!

Lg,
- Missi
19.02.2020 | 11:14 Uhr
zu Kapitel 4
Moin Moin :)

Ich kann Detroit leider gar nicht spielen. Ich habe keine Playstation und die PC Version macht mein Laptop sicher nicht mit (der schafft ja teilweise nicht mal Sims mit hohen Grafikeinstellungen :().
Aber ich habe noch die Hoffnung, dass das Spiel irgendwann noch auf anderen Konsolen verfügbar ist *hust* Switch *hust* Bis dahin halte ich mit diversen Playthroughs durch :D

Bezüglich deiner letzten Antwort: Den Mod kenne ich gar nicht... das muss ich gleich direkt nachgucken :D
Beim Green Connor Stream spielen die beiden Full Deviant mit Connor, 100 % pazifistisch mit Markus und Kara auch ziemlich konfrontationsarm (Todd sind sie ohne ihm zu begegnen entkommen und sie haben im Motel geschlafen.). Sie halten auch alle Hauptcharaktere am Leben, also ein sehr friedlicher alle-Überleben-Durchgang :)

So, jetzt auf zum Kapitel :)

Mein armer Connor! Das alles ist auf keinen Fall gut für sein Selbstwertgefühl. Aber er hat ja zum Glück Leute, mit denen er über seine Angst reden kann. Sofern er sich das traut.
I like dogs. :)
Ich weiß nicht, ob das an mir liegt. Aber immer wenn Connor zugibt, dass er Angst hat, wünsche ich mir, ihn zu umarmen. Man muss ihn beschützen!

Oh shit ein Jerry :(
Das hast du gut ausgesucht, schließlich erwartet man Gewalt von einem Jerry am wenigsten. Ich bin geschockt.
Das arme Mädchen wird doch nie wieder glücklich...

Also ganz maschinell war Connor ja nie... jedenfalls wenn man ihn so gespielt hat. Spätestens wenn der Hank trifft, setzt er Prioritäten und "widerspricht".

"Der Android von... Hank?... vom DPD?" Also die Vorstellung ist schwer zu verändern. Klingt alles falsch durch die Gewohnheit :D

Mh. "Meine Meisterin". Klingt nicht nach dem Vokabular eines Abweichlers, um ehrlich zu sein.
Boah! Hatte gerade den Geistesblitz, dass CyberLife vielleicht den RK900 einsetzt, um für Ordnung zu sorgen? Und weil er wie Connor aussieht, der ja ein lieber Dude ist, vertrauen die Abweichler ihm, und dann geht's los?

Sag mir nicht, dass der Jerry ihn mit seinen Gedanken ermordet hat? Also ihn über eine Verbindung ins Gehirn "ausgeschaltet" hat?
Damn, mit red ice?? Das wird ja immer verworrener! Also... in red ice ist ja auch Thirium, vielleicht wurde der Anteil erhöht und dann hatte der Dad eine Art Blutvergiftung?
Da bin ich ja mal gespannt, ob Kara da wirklich helfen kann.

Ich denke auch, dass viele Familien sich so verhalten haben wie Carl oder Emma (Minus ihre Eltern). Viele haben sicher auch ihre Abweichler vor CyberLife versteckt, das könnte ich mir auch vorstellen.
Wieder toll geschrieben, ein spannender Cliffhanger und ich bin gespannt, was da noch kommt.

Lg,
- Missi
17.02.2020 | 14:54 Uhr
zu Kapitel 3
Yaaaaas Queeeeen!!! Simon und Markus sind mein absolutes Lieblingsship bei DBH. Das macht mich gerade sehr glücklich, auch bei dir über die beiden lesen zu können!

Nochmal kurz wegen Bryans Streams: Ich hab erst den Green Connor durch und den ersten zur Hälfte. Bei dem den ich gesehen habe, benennt auch der Schauspieler von Carlos Ortiz Android seine Rolle (Shaolin Being). Zeit ist wirklich Mangelware, wenn man das alles angucken will, haha :D

Ich gehe mal davon aus, dass Connor und Hank Kara am Zaun getroffen haben? Oder erkennt er sie nur wegen der Akten? (die Frage hat sich jetzt, nach beenden des Kapitels, erübrigt xD)
Und was ist denn da für eine Verbindung zwischen Kara und Connor? Ich bin gespannt... (um ehrlich zu sein könnte ich mir das Ship auch vorstellen, aber tendiere doch etwas mehr zu Luther und Kara).

Es ist vielleicht wirklich ganz gut, dass Alice nicht wieder mit zur Jericho gekommen ist, wäre sonst vielleicht ziemlich traumatisch, nach all den Ereignissen.

Sag mir bitte, dass North und Markus keine erzwungene Beziehung haben/hatten xD
Das würde ja sonst noch ein zusätzliches Hindernis für Simon darstellen. Warum sie Simon als Liebes-Option für Markus last minute gestrichen haben, kann ich bis heute nicht verstehen. Beim pazifistischen Weg passt er doch von der Persönlichkeit her viel besser.

Ich würde statt "imaginäres Klemmbrett" vielleicht lieber "inneres Klemmbrett" schreiben oder etwas in der Richtung. Klingt dann eher nach mentalen Notizen, ich finde ansonsten ist das so, als würde Connor "in der Luft" Dinge notieren (ist vielleicht auch nur mein Kopf, der das falsch liest).

Ich hab schon ein wenig Angst, von wem das alles ausgeht. Ich hoffe nur, dass Connor und Markus sich bei Ripple jetzt nicht angesteckt haben :/

Ich dachte mir auch, dass die Chloes Abweichler sind/waren. Eine dreht sich im Pool ja auch erleichtert weg, wenn Connor nicht schießt.
Neiin Ralph und die Jerrys :( Ich liebe sie doch alle!
Ich kann mir Ralph gar nicht als Maschine vorstellen... kommt er noch vor? (Ich seh das ja bald selbst, aber ich bin ungeduldig und neugierig haha :D)

NEIN! Nicht Amanda! Ich kann es mir zwar vorstellen, dass CyberLife versucht, die Kontrolle zurückzubekommen, aber bitte lass Amanda nicht wieder Connor quälen... (okay ich liebe Drama und schicke Charaktere gerne kurzzeitig durch die Hölle, aber dann hoffe ich natürlich auf ein gutes Ende.)

Ich kann mir gut vorstellen, dass Markus sich genauso fühlt/gefühlt hat wie Kara. Wenn er ständig nur als "Robo-Jesus" wahrgenommen wird, rutscht die Vergangenheit als Carls Freund/Sohn schon ziemlich in den Schatten. Ich hoffe, die beiden können sich gegenseitig unterstützen.

Naww Kara muss vielleicht noch ein wenig mehr nachhelfen, damit Markus sich seine Gefühle eingesteht. Ich bin bei jeglicher Form von Verkupplungsaktion dabei! ;D

Wieder ein tolles Kapitel! Ich mach mich gleich auf zum nächsten! (Keine Sorge, ich hab relativ viel Zeit momentan (Semesterferien) und möchte ja auch weiterlesen. Die Reviews möchte ich immer zeitnah schreiben, wenn das Kapitel noch frisch in meinem Kopf ist. Also wenn dir das nicht zu viel Rückmeldung wird, mach ich so einfach weiter, haha.)

Lg,
- Missi
16.02.2020 | 21:57 Uhr
zu Kapitel 2
Okay, here we go again!^^

Connor, my boy <3
Er ist auch mein Lieblingsprotagonist, ich finde seine Story auch am spannendsten (ich liebe Krimis, Hank ist Comedy-Gold und seine späte Abweichung machen das ganze für mich so gut! Die ganze Zeit fragt man sich, wann Connor endlich die Chance bekommt, zum Abweichler zu werden (Meiner Meinung nach ist sein Point-of-no-Return von einer Story-Struktur-Perspektive aus viel besser gesetzt als bei Kara und Markus. Bei den beiden passiert alles ziemlich früh.)).
Fangirl-Modus: on!^^

Ripple! Echo! Da hat wohl noch jemand Bryans Streams gesehen, haha :D Für mich sind die Namen auch Canon, kommen schließlich direkt von Amelia. Aber wie cool, dass du die mit einbaust!
Uff ist das gruselig... den einen Tag sind sie lebendig und emotional, den nächsten wieder Maschinen und... tot? Oh wow. Das ist echt gruselig, ich hab jetzt schon Angst um meine Jungs (und Mädels).

Der Besitzer vom Eden Club hat sich noch nicht um die Formalitäten gekümmert? Ich kenne da wen, der sich liebend gerne um die "Formalitäten" kümmern würde *hust* North *hust* Set it on fire!! *hust* xD
Hui, Echo und Hank alleine? Da gab's sicher eine Menge unangenehmes Schweigen :D Ich finde es schon beachtlich, dass sie ihm genug vertraut, um alleine mit ihm zu warten, bei ihrer Vergangenheit.

Naww Hank ist so ein Dad! Ich liebe es. Auch im Spiel, es gibt einfach so Momente, da kann man den väterlichen Ton schon raushören (Z. B. in Staatsfeind: "Wieso tust du nie, was ich dir sage?")

Ich kann mir Hank bildlich vorstellen, wie er genervt von Connors drahtloser Kommunikation ist xD "Connor, hör auf mit dem Bluetooth-Scheiß!"

"Mein Name ist Traci. Ich bin der Android vom Eden Club." Sorry, hat sich so angeboten. Das ist so traurig :(
Neein Ripple :( Bitte nicht!

Kara! Huch, wo kommt sie denn her? Oh mein Gott, du schaffst hier mehr als David Cage xD Alle drei Protagonisten an einem Ort, die sehr wahrscheinlich im nächsten Kapitel miteinander interagieren (oder?^^). Ich bin gespannt, hui!

Lg,
- Missi
16.02.2020 | 17:39 Uhr
zu Kapitel 1
Halli Hallo^^

Dieses Fandom ist schrecklich - kaum wird man reingezogen, kommt man nie wieder raus :D
Die Kurzbeschreibung klang soo gut! Also werde ich die Story jetzt nach und nach lesen und meinen Senf dazu abgeben, auch wenn die Geschichte ja bald schon fertig ist (brace yourself! :D).

Erstmal ein großes Lob, dass die Story mit Kara anfängt, es ist ja wirklich nicht leicht, sie in Geschichten einzubauen, schließlich ist sie bei ihrem besten Ende so weit von den anderen entfernt.

"Ihre Tochter" süüüüüß^^ Und Luther baut ein Puppenhaus, ich bin so verliebt in diese kleine Familie!

Aber ich muss sagen, dass ich vom Spiel immer noch etwas enttäuscht bin, dass Alice auch ein Android ist. Ich fand diesen Plottwist irgendwie... doof :D Ich hätte mir einfach gewünscht, dass sie wirklich ein Mensch wäre, das hätte so viel Potential gehabt. Aber: ist natürlich logisch so. Schließlich kann ich mir nicht vorstellen, dass Todds Frau aus Angst ihren Mann verlässt und dann aber ihre Tochter da lässt. Das kam mir von Anfang an komisch vor. Und man sieht (wenn man ganz genau hinguckt) auch das unscharfe Katalog-Cover vom YK500, wenn man Todds Zimmer aufräumt. Ist schon logisch, hatte für mich aber nicht so den großen erzählerischen Wert.

Ich kann mir das richtig gut vorstellen, wie Luther und Kara auf dem Sofa sitzen und fernsehen. So schön harmonisch nach der ganzen Flucht-Arie.

Die Einschübe von der Stimme passen gut, als würde Kara gleichzeitig ihr und Luther antworten. Auch ihre Angst passt da gut rein. Wirklich gut geschrieben!
Und ich hoffe natürlich, dass mit Kara und Luther noch ein bisschen mehr passiert als bloße Freundschaft :)

Alice kann wirklich nicht einmal dann schlafen, wenn es passt, oder? Bei Rose will/kann sie nicht, dann aber richtig unbequem im Auto :D
Luther ist so ein lieber. Und ein Riese. Seine Hand ist ja in etwa so groß wie Alices halber Körper xD

Ahh und dann antwortet Alice im Grunde genommen an der Stelle des Operators, nice! Der Kurzfilm ist so gut in das Kapitel integriert, ich bin ein Fan^^

Uhhh und Kara als rA9, gefällt mir! Es gibt ja einen regelrechten Krieg in manchen Kommentarbereichen, wer oder was rA9 nun ist. Die mit Kara und die mit dem Spieler sind immer weit vorne. Ich habe ja mittlerweile meine eigene Theorie entwickelt, die ich noch in einer Story verarbeiten möchte. Ich bin auf deinen Ansatz wirklich gespannt!

Und vielen Dank für den Link zur deutschen Übersetzung, hatte die noch gar nicht gesehen und habe mich schon gefragt, wie man das alles am besten übersetzt.

Ein toller Anfang, ich bleibe dran und beregne dich mit ein paar sehr verdienten Reviews!

Lg,
- Missi
15.02.2020 | 23:14 Uhr
zu Kapitel 13
Moin!

Ich bin heute etwas spät *verlegen gucken*, aber der Nachteil von Mitmenschen ist, dass man ab und an bei Umzügen helfen muss.
> Ich habe zwischendurch dein neues Kapitel schon auf dem Handy lesen können. Also heute mal keinen Live-Mitschnitt, sondern ein „thematisch“ sortiertes Review.

Gesamteindruck:
> Dieses Kapitel
Ich hatte total Freude dabei, dieses Kapitel zu lesen. Dabei kann ich es nicht einmal an etwas bestimmten festmachen [allerdings hat es wohl etwas damit zu tun, wie du den Lesefluss diesmal durch deine Beschreibung be- und entschleunigst.], doch ich liebe die Art, wie du schreibst, wenn es um Emotionen geht. Connors Konflikt in diesem Kapitel hat sich perfekt auf mich – den Leser? - übertragen.
> Diese Geschichte:
Weil du dich langsam dem Ende näherst, einmal ein riesiges Lob: Ich bin jedes mal beeindruckt, wie du deine Szenen „schneidest“/auswählst. Bei deiner jetzigen Wortzahl gehe ich davon aus, dass du am Ende in ca. 50.000 Worten (~250 Seiten eines Taschenbuches) eine abgeschlossene Geschichte erzählt hast. Du bist super zügig, konkret und baust deine Spannung schön auf. Ich habe mich an keinem Punkt deiner Erzählung gelangweilt, du jonglierst drei verschiedene Perspektiven problemlos und hast jedem „Perspektiven“charakter seine eigenen Konflikte und seinen Raum gegeben. Persönlich [da ich mich ja nie kurz halten kann] bin ich ungemein fasziniert, wie du so viel Handlung in so wenigen Worten abgedeckt hast.

Stil/Satzstellung/“Zeitwahl“:
Ich werde jetzt einmal auf sehr hohem Niveau kritisieren, da ich deinen Stil wirklich mag.
Vielleicht fällt es mir nur auf, weil ich mich die ganze Zeit daran versuche im Präsens zu schreiben... Bei manchen Passagen scheint die „Vergangenheit“ mit ihren Grammatikalischen „hat“-Formen deine Botschaft zu untergraben. Du dürftest dich auch... „aktiver“ formulieren. Allein durch das „hat“ wirkt es sehr passiv.
> Nur meine persönliche Meinung: Die aktive Form ist der passiven immer vorzuziehen, es sei denn du möchtest mit „passiv“ ein Form/Grammatik/Stil-Statement oder -Betonung setzen. „Aktivität“ ist neben „Sympathie“ und „Kompetenz“ eine Grundsäule der guten Charakterisierung und des guten Schreibens.
>> Eine Szene (theoretisch jeder einzelne Satz!) muss einen oder sogar mehr Funktionen besitzen. Entweder „Aktivität“ (Action/Drama/Plottreibend), „Sympathie“ (Emotionen/Leser-Charakterbindung → Schwächen und Fehler betont) oder „Kompetenz“ (deine Form, aber auch die Kompetenz deines Charakters. Jeder Charakter besitzt seine Fähigkeiten und sollte „glänzen“. Auch Informationen & Informationsvermittlung an den Leser fällt unter diese Kategorie.)

[Allgemein: Aktivität, Sympathie und Kompetenz gilt auch für Charaktere. Ein Charakter kann ein absoluter Schurke und total unsympathisch sein, er ist trotzdem ein geiler Charakter, solange er absolut kompetent und erfolgreich ist. Ein aktiver Charakter kann total inkompetent sein, aber er bringt Action und das macht in witzig oder interessant. Und ein Charakter kann sich eine gewisse Passivität und Inkompetenz leisten, solange er dem Leser sehr sympathisch ist. Unser Verstand liebt Aktivität, Sympathie und Kompetenz. Einen (hypothetischen) Charakter, der unaktiv, unsympathisch und inkompetent ist, erträgt niemand auf Dauer. Deswegen liest niemand gern depressive Charakter oder jemand, der sein Schicksal bejammert ohne etwas zu tun. Traurige Hintergrundgeschichte funktioniert nicht und macht den Charakter nicht sympathischer, wenn er nicht aktiv mit seinem Schicksal hadert.]
>> Ich will hier betonen, dass ich nur versuche ein "Konzept" zu erklären. Du machst das schon instinktiv sehr gut und schreibst gute Charaktere. Aber das liegt daran, dass z.B. deine Kara NICHT allen die Ohren volljammert oder weil Connor versucht seine Probleme allein zu lösen [was ich - als Leser - bewundern kann] oder weil Markus sich traut, mit Simon über seine Gefühle zu sprechen. Ich werde also einmal konkreter in einem Beispiel aus deinem Text zeigen, was ich eigentlich meine:
(Und betone erneut, dass ich jetzt auf ziemlich hohem Niveau kritisiere...)

z.B. >>Connor erinnerte sich noch lebhaft an diese Worte, die er zu Daniel gesagt hatte. Inzwischen hatte sich seine Perspektive stark verändert. Er war lebendig und er würde sterben.<<
oder >>Hanks kleine Ansprache hatte Connor auf eine Weise berührt, die er noch nie gespürt hatte.<<
--> Du hast zwei furchtbar starke Passagen. Das viele "hat" und der Konjunktiv ist zwar grammatikalisch korrekt, doch sie mindern deine Aussage. Du als Autor darfst die Erzählzeit brechen. Es ist in Actionssequenzen von Büchern nicht unüblich, dass ein Schriftsteller vom Präteritum ins Präsens wechselt. Manchmal ist "grammatikalisch falsch" für bessere Wirkung ein Stilmittel und darf verwendet werden.

>>Connor erinnerte sich noch lebhaft an diese Worte, die er zu Daniel gesagt hatte. Inzwischen hatte sich seine Perspektive stark verändert.<< --> Connor erinnerte sich noch zu lebhaft an diese Worte. Das, was er zu Daniel sagte... Seine Perspektive hatte sich inzwischen stark/komplett verändert. [Es ist dein Satz! Ich habe nur die Satzteile verschoben und möglich gemacht, die Zeitform zu ändern. Eigentlich... hast du das schon auf dem Papier. Es ist der Feinschliff.]

>>Hanks kleine Ansprache hatte Connor auf eine Weise berührt, die er noch nie gespürt hatte.<<
--> Hanks Ansprache berührte Connor auf eine Weise... die er noch nie gespürt hatte/So etwas hatte er noch nie gespürt./Hatte er so etwas je zuvor gespürt...?

--> Konjunktiv (und seine richtige Verwendung) ist ein Segen der deutschen Sprache. Leider klingt er immer furchtbar höflich und... passiv. Es erinnert an Behörden und Verklausulierungen. [Mir stehen immer die Nackenhaare zu Berge, wenn jemand den Konjunktiv benutzt - wie in der Zeitung -, um der Haftung hinter seiner Aussage zu entgegen... Dein Charakter steht zu seinem Wort!]
Statt >>Er war lebendig und er würde sterben.<< [weil "er war lebendig" klingt, als wäre er es nicht mehr ;-) ] lieber >>Er ist lebendig und wird sterben.<<

*schäme mich für den Kommentar* Beim Nutzen des Präteritums als Erzählzeit ist es ratsam am Ende einmal STRG+F (Suche) für "hat" und "haben" laufen zu lassen. Die Vergangenheit "hat" ihre Nachteile... (Die Gegenwart ist nicht besser. Sie klingt komisch und macht Vergangenheit und Zukunft schwer...)

Titel:
> Ich liebe die... Trias/Reihe, welche deine letzten drei Titel bilden (Verbindung → Geständnis → Abschied) und gleichzeitig die „nur“-Betonung, sobald es Connor betrifft. Connor scheint von sich selbst immer als sekundär [alle anderen primär, jeder andere steht an erster Stelle] zu denken, also ist er immer „nur“ Connor oder nicht so wichtig und mag den Fokus gar nicht auf sich.
[Beabsichtigt oder nicht? Es ist schön, wie du ein... Netzwerk zwischen den Charakteren zu weben scheinst.]

Dialog:
Dein Dialog ist gut. Ich habe kaum etwas zu ergänzen. Er klingt gut und du triffst die Charakterisierung. Ich liebe es, wie du Hank schreibst und seine Art... wie er sich ausdrückt. Es ist... einfach Hank.

Nur eine Anmerkung: „könnte ich mir nicht einmal ausmalen, wie ich mich fühlen würde … aber ich würde weiterleben. Dank dir.“ → Du brauchst vielleicht noch einen Satz mehr. Es ist sonst sehr... kitschig.

>>Markus runzelte die Stirn. „Dafür musst du dich doch nicht entschuldigen.“<< ist für mich eine Perfektion an Dialog und Charakterisierung aus Connors Perspektive. Markus hat gar nicht verstanden, warum Connor sich entschuldigt, während Connor sich dafür entschuldigt, dass er... trödelt/Zeit verschwendet... obwohl jede Handlung zeigt, wie er sich... an sein Leben und seine Freiheit klammert. → Markus antwortet wie ein Freund und Connor... entschuldigt sie, wie er es Amanda gegenüber tun würde *Heartbreak* Als hätte Connor Markus einfach... in die Befehlshaber-Rolle gesteckt, weil ihm damals nach seiner Devianz einfach jedes vertrautes Netzwerk (bis auf Hank) weggebrochen ist.
> Sehr interessant vor allem, da Connors erste, freie Handlung in DBH ein „Treuebeweis/Himmelfahrtskommando“ ist, den Markus gar nicht gefordert hat. Als würde... Connor zwanghaft versuchen, jede Form der Zuneigung/Freundschaft/Loyalität zu bezahlen und sich als würdig zu erweisen... [Wie Amanda es immer forderte...] Connor steckt immer noch in seinen alten Mustern... *ich will Connor knuddeln und ihm sagen, dass alles gut wird...*

Charakterisierung:
Da wir uns in Connors Perspektive befinden...

Connor
>>Und doch nie ausreichend genug.<< ist ein sehr prägnanter Satz für Connor, auch wenn er eigentlich über die Zeit, die abläuft, nachdenkt.
> Herzzerreißend und so zerrissen. Immer noch so... ängstlich wirklich zu akzeptieren, dass er genauso viel Wert ist, wie alle seine Mitmenschen/-androiden (Minderwertigkeitskomplex/Selbstaufopferungskomplex/Schuldkomplex). Der Hack, Amanda und seine Zeit/der Ruf als Abweichlerjäger hat diesen Charakter so stark emotional und psychisch angekratzt und ich bewundere, wie du das ausdrückst und schreibst. → zu dem Connor-Isolations-Konflikt unten mehr...

Connor-Hank(&Sumo)
> Hank durchschaut ihn als einziger perfekt. (nur Kara ist Connor so gut auf der Spur...) Schroff, direkt und so ungeschönt ehrlich, dass es mir fast die Tränen in die Augen treibt. Klasse, wie Sumo sofort die Emotionen – wie ein echter Hund – deuten kann und Hanks Unsicherheit ausdrückt, ohne das Hank es tun muss. Wunderschön, dass Hank in seinen Sohn nennt, sich weigert es als Abschied zu akzeptiert und ausdrückt, dass er „für Connor“ weiterleben würde, statt wie für Cole Tod „jeden Tag ein wenig zu sterben.“
> Es fiel mir auf, dass es keine Umarmung gab. Ich will es aber nicht kritisieren, weil ich denke, dass es dein stilistisches Mittel ist, damit du mit einer Umarmung abschließen kannst? Hank und Connor haben sich in DBH beim Wiedersehen umarmt, nicht zum Abschied. [Ich denke du spiegelst das Original?]

Connor-Markus (s. auch unten)
> Ich finde es wundervoll, wie diese beiden Charaktere ihre „Beziehung“ (ihren Stand zueinander) immer noch nicht ordentlich geklärt haben. Markus betrachtet Connor gewiss schon als Freunde, aber Connor... sieht es nicht?

Connor-Kara
> Ich liebe es, wie Kara versucht auf Connor einzugehen und ihn... begreift, wie kein anderer Charakter deiner Geschichte es tut. Sie hat eine besondere Bindung zu Connor entwickelt und weiß selbst gewiss nicht einmal wieso. Sie hat einfach eine tolle „Menschen“kenntnis. Leider kämpft sie gerade mit ihren eigenen Problemen. (Eigenschutz vor Fremdschutz!) Ihre Familie geht vor.

Plotentscheidungen:
> Deine Stuktur ist klasse.

Zuerst das „Abschiedsgespräch“ zwischen Hank & Connor (& Sumo). Ich feiere dich für den Aspekt der Unzurechnungsfähigkeit.
[Kein Gefängnis sondern eine Behandlung wäre die Konsequenz. → Connor hat Hank durch seine Trauer und... zum Teil durch den Alkohol geholfen. Wenn Connor eine... gespaltene Persönlichkeit hat/hätte, dann denke ich, dass es für Hank keinen Unterschied macht... (und ich hasse diese Pseudopsychatrische Bild, was Medien hochgeputscht haben... Es hat nichts mit Schizophrenie zu tun! Es geht – wenn überhaupt – in Richtung dissoziative Persönlichkeitsstörung!)]
Außerdem liebe ich den „Bin ich ein Krimineller?“-Ansatz. Connor betrachtet sich gewiss wegen seiner Taten als Abweichlerjäger (auch wenn es nicht seine Entscheidung war, so verbleibt es ein Teil seiner Vergangenheit) und... seiner späten Devianz/seiner Selbstleugnung und Treue dem System gegenüber als solcher. Ich denke hier liegt auch die Wurzel von seinem Selbstwert-Konflikt in deiner Geschichte. (Er versucht immer noch eine... imaginäre Schuld zu begleichen.)

Dann das „Hinauszögern“ oder der „Gang zum Schafott“. Dieser Abschnitt liest sich wirklich, als würde Connor seinem Henker entgegen treten. Er hat so viel Angst und... kritisiert sich selbst so stark, weil er nicht einfach direkt und gradlinig seiner größten Angst [Amanda und dass er wirklich nichts weiter ist, als eine bloße gesteuerte Marionette. Eine Gefahr für alle anderen und kein richtiger Abweichler. Immer noch bloß der Abweichlerjäger und es sei alles nur Fake, egal wie sehr er sich angestrengt hat.] stellen kann. Der Charakter ist so mutig und schätzt sich selbst so gering. Er will frei sein und leben und eine Verbindung und er kann es nicht sagen, weil es dann nur noch schlimmer wäre, wenn alle anderen ablehnen.
[Ich denke, ich verstehe langsam, woher Connors Isolationsproblem kommt. Er hat wirklich Angst zu fragen „Willst du mein Freund sein...?“ *Hundeblick* und als Antwort zu erhalten: „Du? Der Abweichlerjäger? Warum glaubst du, dass ich dich überhaupt leiden kann? Du bist doch nur eine Maschine/ein Mittel zum Zweck. Tu, was du als einziges kannst, und mach dich nützlich, weil du nie wieder gut machen kannst, was du angerichtest hast. Du verdienst keine Freunde.“ Klingt irgendwie... wie ein Mini-Amanda, welche immer noch auf seiner Schulter sitzt...]

„Treffen zum Interface“: Ich mag es, wie du die Unterhaltung mit Jerry geschnitten hast, um die Spannung zu erhalten und mir – dem Leser – nur den Ausgang mitteilst. [Sehr intelligent gelöst.] Es ist unglaublich ergreifen und gleichzeitig so... logisch für deinen Plotverlauf, dass Connor lieber Kara an seiner Seite wüsste statt Markus. Er will Markus' Respekt nicht verlieren und Kara... ist viel mütterlicher und weicher. Connor wäre gern mit Markus befreundet (bewundert ihn?), aber wenn alle schief geht, dann könnte er ihm nicht mehr in die Augen sehen.
> Connor könnte es nicht ertragen, wenn er auch noch von Markus als „Lügner/Maschine“ beschimpft wird.
> Der Cliffhänger ist mies, also perfekt? [Ich bin gespannt.]

Plotpunkte & Konflikte, welche ihren Abschluss brauchen:

> Der Operator: Kara hat immer noch ein Operator/rA9-Problem. Wird sie zu einer rA9-Kara mutieren (wie sie fürchtet und wie du in der GuteNacht-Geschichte an Alice angedeutet hat, in welche die Frau sich gegen die Politik entschieden hat, aber Kara sich unsicher war, ob sie... dieses Happy End bekommt...) oder wird sie diese rA9-Kräfte unter Kontrolle bekommen/ablegen? Verschwindet die Stimme des Operators wieder aus ihrem Kopf?

> Markus und Karas Interface: Ich weiß immer noch nicht, was Markus eigentlich gesehen hat...

> Der Täter: WER ist jetzt der Täter?

> Amanda-Konfrontation: Ich freue mich auf Amanda! Und ich will Antworten! Bossbattle/Mindbattle! [Garten???]

> Gehaltene vs. Gebrochene Versprechen: Kehrt Connor zu Hank zurück? Kehrt Markus zu Simon (& Jericho) zurück? Kehrt Kara zu ihrer Familie zurück? Viele Versprechen waren indirekt, aber... das sind die Wünsche und Ziele deiner Hauptcharaktere.
>> Worst Case: Jemand stirbt, alle sterben oder hängen im Mindpalace/Garten fest (jemand muss sich opfern)/jemand wird unwiderruflich zu einer Maschine (und die anderen müssen es z.B. Alice/Simon/Hank mitteilen)/jemand verliert seine Erinnerung oder den Verstand/jemand (ein Freund) hat sie alle verraten/Connor oder Kara hat wirklich eine psychische Erkrankung und ist unzurechnungsfähig/Markus ignoriert Connors Entscheidung oder ist gar gezwungen gegen Connors Entscheidung zu handelt, erst mal (nur) Kara rein zu lassen (vielleicht sogar aus guten Gründen, weil er ja die Person ist, die draußen auf die beiden aufpasst?) und das treibt – mit Amandas Hilfe/durch Täter – einen absoluten Keil zwischen Markus – Connor oder gar Connor – Jericho → Eines der absoluten Bad Enden wäre, wenn Connor sich dem Täter anschließt oder ihm zustimmt. Wenn Amanda oder Täter ihn auf ihre Seite ziehen kann – überzeugt, dass es besser war eine Maschine zu sein, weil „alle ihn ja sowieso bloß hassen, außer Hank“ -, dann haben alle nicht nur verloren, sondern sind absolut gescheitert. (Als Freunde und als Androiden. Ich bin der festen Überzeugung, dass alle Androiden schon wieder Maschinen wären, wenn wirklich Connor der „Täter“ wäre.)
[Tod ist nicht das schlimmste Schicksal, du musst nichts davon machen, aber die Risiken und die Ängste sind – aus meiner Sicht - da!]
Die Schwachpunkte, die ich für deine Hauptcharaktere sehe:
Connor --> Angst und Isolation/Connor wird zu dem "Schurken" oder der "Marionette", die er niemals werden will
Kara --> Operator und die Verwandlung in rA9/sie wendet sich von ihrer Familie ab
Markus --> Verantwortung und Hilflosigkeit zu Beschützen/Jericho und die ganze Bewegung wird durch sein Versagen zerstört. Die Androiden haben ihre Freiheit verloren. + Er hat sich so darauf konzentriert der "Anführer" zu sein, dass er das wichtigste aus den Augen verloren hat: Seine Familie und seine Freunde. Connor und/oder North, Josh oder gar Simon passiert etwas. ODER Ultimatum: Markus muss sich sogar entscheiden. Androiden oder seine persönlichen Freunde/Familie; Connor oder Simon etc.

Geht es in den Garten/Mindpalace?
→ DBH hat eine Tendenz, seine Charaktere mit einem Spiegel (~sich selbst) zu konfrontieren. RK900 vs. RK800 wäre so ein Spiegel, doch auch die klassischen bösen Doppelgänger gehören auch dazu oder die Konfrontation mit seiner Vergangenheit/den eigenen Taten. In DBH ist eigentlich jeder sein eigener schlimmster Feind. Ich möchte (halb diskret?) darauf hinweisen, dass du dich in den virtuellen Garten begeben kannst, der ein Spiegel von Connors Persönlichkeit – aber scheinbar auch... Amandas Territorium? [*spontaner Einfall* vielleicht ist sie gar nicht da und jemand anderes wartet dort???] - ist, die nicht den Regeln der Realität unterliegt. Das Wetter hat immer sehr widergespiegelt, wie es Connor/Amanda [je nach deiner Interpretation und wer die Macht über den Garten hat] geht. Das Wetter darf also reagieren. Wie in „Inception“ sogar die ganze Realität – wie es dir als Autor gefällt – und es lässt eine durchgeknallte Anzahl und Variation an „(Geistes-)Kämpfen“ zu.
> Wenn deine Charaktere es wieder mit Amanda und dem ewigen Winter zu tun bekommen, kann jemand ins Eis einbrechen, einfrieren, erfrieren.
> Kamskis „Hintertür“ könnte behoben oder verschwunden sein oder nicht mehr funktionieren.
> Es könnte etwas viel schlimmeres als Amanda im Garten lauern...
> #60 (Abweichlerjäger) ging immer sehr gern... auf „Schwachpunkte“ und würde sich also nicht auf Connor, sondern seine Mitstreiter fokussieren. [psychologische Folter]
> Meine RK900 Theorie steht noch... jedoch wird sie in deinem Universum... sehr düster...
Der perfekte Nachfolger bestraft seinen Vorgänger für sein Scheitern auf die schlimmste Weise?
>> Vielleicht kommt es auch zu irgendeinem Irrspiel mit einem falschen Connor oder gar noch schlimmer: Wenn du Connor mit einem falschen!Markus oder einer falschen!Kara konfrontierst, die ihm eigentlich nur das erzählen, was er fürchtet? [Drahtzieher z.B. Amanda könnte durch solche falschen Trugbilder agieren und sich erst am Ende zeigen.]
> Auch eine Konfrontation zwischen dem Operator/Operator-rA9-Kara und der echten Kara oder Markus mit... der Realität, dass Connor kurz vor dem Zusammenbruch steht und er es nicht gesehen hat, ist denkbar. [Zwar wäre es unfair, Markus Vorwürfe zu machen, aber... zu merken, wie allein Connor eigentlich ist... Wäre auch eine Form von Konfrontation, was man jemanden eigentlich antun kann, ohne es zu wissen.]

> romantische Beziehung Simon & Markus: Ich brauche zwar keine... Heirat, aber wie wäre es, wenn ihr Freundeskreis sie als Pärchen sichtbar wahrnimmt? Ein Kuss vor seinen Freunden ist zwar... je nach Einstellung peinlich, aber es ist ein eindeutiges Symbol... [Ich vertraue dir. Du denkst dir sicher sogar noch etwas besseres aus...]

> Vater-Sohn-Beziehung Hank & Connor:
Bekomme ich eine Umarmung?

> Freundschaft Simon & Connor: … Neustart?
[Auch wenn es keine gute Antwort gibt, wäre eine Antwort nett? Simons Entscheidung, Connor aus dem Weg zu gehen oder dass er Zeit braucht, ist durchaus legitim.]

> Familie & Kara: s. Operator-Konflikt, Kann Kara das Leben führen, was sie führen will?

> Connor und sein Selbstwertgefühl/die Isolation: „Darkness my old friend...“
Der Charakter... ist etwas unsicher und langsam, wenn es um zwischenmenschliche/-androidische Beziehungen geht. Sein Umfeld – was scheinbar immer denkt, dass er klar kommt und nicht mehr Kontakt wünscht... - darf gern einmal merken, dass Connor ziemlich einsam und... fertig ist. Connor nähert sich durch die Isolation und die Selbstzweifel gerade dem Burnout oder Nervenzusammenbruch und niemand außer Hank und Kara scheint es zu merken.
Bei Connor vs. Amanda? → Du hast einen Charakter am Limit. Connor straft sich schon mit genügend Selbstzweifeln und Vorwürfen. Wenn Amanda - eine ehemalige Vertrauensperson -, die er "verraten" hat, ihn - aus ihrer Perspektive gerechtfertigte - Vorwürfe macht, dann kann ich mir kaum vorstellen, wie Connor reagiert. [Für DBH Amanda ist er wirklich "ein Verräter, auswechselbare Maschine und eine nutzlose Marionette". Wenn sie ihn vor Kara (oder Kara und Markus) als Verräter darstellt und Connor auch nur bloß das Gefühl oder die Angst bekommt, dass die Personen - deren Meinungen für ihn neben Hank am Meisten zählen - weil er sie respektiert und liebt - platonisch/freundschaftlich - und sein Leben für sie geben würde und es gerade wirklich riskiert, ihn hassen könnte(n), dann stirbt dieser Charakter innerlich und in seinem eigenen Geist hat er keine Schutzschilde. Er ist wie ein offener Nerv. Er will sie Freunde nennen, aber seine Beziehungsanzeige, die sonst immer hatte, setzt sie ja nicht auf Freunde und er glaubt, er habe es nicht verdient. --> Hierbei geht es nicht um Realität, sondern um Wahrnehmung. Sobald Connor etwas in seinem Geist glaubt, dann ist es für ihn real und solch ein Platz wie der Garten würde es real machen. Connors Angst ist sein größter Feind - ganz nach Carl Manfred "Angst muss sterben" - und jemand wie Amanda weiß das. Sie hält Gefühle für Schwäche und sie würde ihm seine Schwäche aufzeigen, damit er sein Verhalten korrigiert.]

>> Ich denke, es wird Zeit, dass sich herausstellt, wie Jericho und ALLE reagieren, wenn Connor sich nicht mehr zusammenreißen/kompensieren kann.
[Wäre vielleicht ein guter Ansatz für den Simon-Connor Konflikt. Simon hat ihn eine Maschine genannt, also vielleicht wäre es gut, wenn er sieht, wie „menschlich“ Connor ist...]
FAZIT: Auf dein Trio bezogen...
- Markus wäre sichtlich gern befreundet, müsste dafür aber... einmal deutlicher und direkter werden. (Connor denkt, er arbeitet für Markus oder sie arbeiten zusammen. Außerdem ist Markus ja auch mit der Jeri-Crew befreundet, aber... Connor war nie Teil dieses Quartetts.) Eine Aussage wie „Wir sind doch... Freunde...“ wäre schon mal ein guter Anfang.
→ Markus profitiert schon von der intellektuellen und RK-Resonanz, welche zwischen ihnen herrscht. Wir wissen aber alle, dass Markus wesentlich... emotionaler wäre, wenn er wüsste, dass Connor... nicht diskret ist und seinen persönlichen Freiraum will, sondern einfach... sozial unbeholfen ist. Markus will keinen CyberLife Wachhund/Bodyguard und es wäre nett, wenn er einmal damit konfrontiert wird, dass er Connor falsch eingeschätzt hat. Die Beziehung wäre also eine enge Freundschaft/brüderlich... Der Geheimniswahrer/Befehlshaber-Aspekt muss weg. [Keine Komplotte mehr, Jungs...]
- Kara darf gern ihren... gesamten Mutterinstinkt/Helferkomplex-Fokus auf Connor legen. Es würde Connor gewiss mal gut tun, positiv bemuttert zu werden. [Connor könnte eine gute Freundin/Glucke/schwesterhafte Instanz (und ja... Kara kann im besten Sinne eine Mutterhenne sein *ich meine das positiv*) gebrauchen.] Kara würde garantiert trösten.
→ Alice kann gern... einen Babysitter (Connor?) bekommen oder gern mal Sumo mit ihm ausführen, damit Luther und Kara endlich einmal nicht nur Eltern, sondern auch „Ehepartner“ sein können [und damit meine ich Date oder Tanzen oder Kino oder Interface oder was die beiden wollen...]
- Simon (s.oben)
- Wenn North diejenige ist, die tröstet oder Connor in Schutz/in den Arm nimmt, dann bekomme ich einen Lachkrampf XD

Falls du je eine „Überarbeitung“ planen solltest:
> Vor allem die ersten Kapitel, weil du in den späteren sehr „zulegst“. Ein guter Anfang ist die halbe Miete. (Und ich hatte an einigen Stellen noch das Gefühl... das sich dein Plot noch in der Entwicklung befand, als du anfingst zu schreiben... Eine Überarbeitung der ersten Kapitel wäre also wie... der zweite Entwurf bei einem Buch.)
> Die Charakterisierung von North und Josh bei ihren ersten Erscheinungen. Ich hatte zu Beginn des Stückes immer das Gefühl, du würdest sie absichtlich rausschneiden/meiden, weil du sie nicht in den Szenen haben willst, um deine Charakteranzahl in den Szenen klein zu halten. Mittlerweile denke ich aber, dass du DEINE Charakterisierung von North und Josh (wie du sie schreiben willst) gefunden hast.

Schon wieder viel zu lang – und wie ich hoffe, nicht zu anmaßend -, aber ich dachte, dass ich die Review-Form etwas ändere, wenn du konkrete Fragestellung in dein Nachwort schreibst. Theorien bleiben Theorien, bleib dir selbst treu.

Sorry, dass es heute so lange gedauert hat. Vielleicht komme ich ja noch noch mal zu einem Live-Mitschnitt in den nächsten Tagen, aber das kann... ein wenig dauern...

LG, KyaStern [Ich warte gespannt auf die finalen Kapitel...]
08.02.2020 | 09:59 Uhr
zu Kapitel 12
Moin!

STOP! Nur noch drei Kapitel?!
> Na dann... [Erwartung ^^^]

Ich bin furchtbar und starte gleich mit Kritik...

Erster Satz: Streich einfach das „eine“ und mach „Erkenntnis huscht über Connors Gesicht“ daraus.
> Du hast hier einen sehr starken Satz, aber das Wort „Erkenntnis“ wird durch den Artikel abgeschwächt. „Eine Erkenntnis“ ist schwächer als „die Erkenntnis“, weshalb du gern bei „Erkenntnis“ bleiben darfst. Es ist ein mächtiges Wort wie „Gerechtigkeit“ oder „Wahrheit“ und muss nicht eingegrenzt werden.
>> Du kannst du auch trauen *zwinker*, ihn – den ersten Satz – für sich allein stehen zu lassen. Es ist ein toller Satz. Er verdient einen Absatz/eine Leerzeile, bevor der Dialog einsetzt.

Dein Dialog zwischen Connor und Markus (über Amanda) besitzt eine unglaubliche Charakterisierung. Wundervoll! Mit ein paar Zeilen weiß der Leser, dass Connor Amanda besuchen muss, dass er es nicht will und davon ausgeht, dass es schwierig/tödlich wird (weil er noch einmal zu Hank will um seine Angelegenheiten zu regeln... T_T ) und Markus negiert es sofort, kann aber nichts gegen Connors Willen tun. Perfekt.

Oh Gott! Sie planen, sich dem gemeinsam zu stellen...
> Das ist so mutig und ehrlich und „menschlich“..., gemeinsam bis zum Ende.
> Connor gibt den Einzelkämpfer, aber er wurde durchschaut *jubel!*
> Bitte lass Kara nichts passieren...
> Bezieht sich „Geständnis“ im Titel auf Markus – Simon???
> Ich liebe den Satz darüber, dass Connor nur „ein Herz verletzen würde“, wenn er scheitert. Der Inhalt ist absolut treffend. Ich schwanke jedoch, ob „verletzen“ gegen „brechen“ austauschen könnte. Es heißt ja auch: „Brich deiner Mutter/deinem Vater nicht das Herz...“

Markus ruft seine Freunden (Familie?) zusammen...

North:
> Sie ist offensichtlich risikobereiter und mag es, dass Markus sich traut, das richtig zu tun. Ich liebe ihr Argument. (Das ist so eine schöne Erweiterung und absolut passend für den Hitzkopf, den wir aus DBH kennen.)
> „Ich vertraue dir“ <3
> Und sie ergreift für Connor Partei und das einfach nur mit „Verständlich“ <3 für North!
> North is not good with goodbyes... + „Wag es nicht zu sterben, sonst bring ich dich um!“- Ansprache! [Ich feiere dich!]
> North geht raus. Ihre Entscheidung, sich nicht zu verabschieden, ist toll, weil es perfekt zu dem Charakter passt und ich selten lese, dass jemand – ein Autor – es durchzieht. Das ist richtig gutes Schreiben, weil es Charakter statt rein Plott orientiert ist.

Josh
> Dieser Charakter besitzt eine Einsicht in deiner Geschichte, welche bemerkenswert ist, und durchschaut Markus sofort. Ich findet das toll. Josh kam bisher ein wenig zu kurz... Schön, dass er nicht vergessen wurde.
> Auch wundervoll, wie er Norths Kommentar (nicht in Connors Geist einzudringen) nicht kommentiert, sondern schweigt. Fantastisch, dass North sich ihm anvertraut hat.
> Und das Simon Josh erst erklären muss, dass Norths „Todesdrohung“ ein Liebes-/Zuneigungsbeweis ist, passt perfekt zu Josh
[Für den Leser ist es überflüssig – wir wissen es ;-b – aber ich finde es gut, weil es in diesem Satz um Josh geht – den Charakter – und nicht um uns. Für Josh existieren wir Zuschauer gar nicht...]
– North weg –
> Markus bedankt sich und Josh nimmt das Lob nur teilweise an, aber... Josh ist dankbar, dass Markus ihm genug vertraut hat, um auf ihn zu hören. [Ich finde diese reflektierte Demut wundervoll. Markus schätzt Joshs Rolle – realistisch – höher ein, als er selbst. Aber Markus hat recht: Ohne Josh wäre sie jetzt im Krieg.] Auch klasse, dass du die Josh-North-Achse nicht trennst und sie sogar so verbindest, dass Markus seinen Abschied durch ihn ausrichten lässt, FALLS etwas passieren sollte. Obwohl Josh und North unterschiedliche Meinungen vertreten, so ist ihre Beziehung gerade deshalb... intensiv. (Sie muten wie ziemlich enge Freunde an, obwohl sie nie richtig einer Meinung sein können. Wie Geschwister...?)
[North will keinen Abschied, aber wenn DOCH etwas passiert, dann hätte sie einen gebraucht... Markus baut gleichzeitig ein Sicherheitsnetz und würde – im Falle seines „Ablebens“ - die Jeri-Crew noch enger zusammen schweißen. Indirekt sagt er in deinem Dialog: Norths Entschlossenheit hat mir immer Kraft gegeben, auch wenn ihre Ratschläge... nun ja... Norths Ratschläge waren... Passt du auf sie auf?] Ich liebe gerade Markus und Josh <3

Simon:
> Es ist eine schöne Idee, dass Simon seine Meinung – wegen Jerry – geändert. (Aber ich stehe deinem Simon noch ein wenig suspekt gegenüber und kann es nicht genießen. Irgendwer hat an Simons Erinnerungen rumgepfuscht. Vielleicht weiß er es sogar und es ist ein indirekter... Hilfeschrei?)
> Bei „Krächzte Simon“ denke ich jetzt an eine Krähe *Lachflash* [Ich finde das Wort grässlich, aber ich denke, ich habe ein Problem und nicht dein Text...] Ich vermutet, es soll verdeutlichen, dass Simon genau erahnt, was Markus vorhat und gleichzeitig keinen richtigen Ton herausbekommt, weil ihm die Stimme wegbricht? (Er spricht also gegen eine Blockade an...? Und krächzt deshalb???)
> Okay, jetzt will er Connor helfen...?! Ich bin tendenziell etwas von dem Umschwung dieses Charakters innerhalb deiner Geschichte verwirrt. [Simon in DBH würde das absolut sagen. Dein Simon, der vor zwei Kapitel noch Connor angeprangert hat???] Es ist wahrscheinlich der Perspektive geschuldet [ich konnte Simon in der Zwischenzeit ja nicht beobachten...], aber Simon verpasst mir gerade ein Schleudertrauma. Ich wüsste nicht einmal, wie man das gut auflösen kann, ohne die Perspektive zu brechen...
– North rausgegangen, Josh folgt... –
>> Markus and Simon sitting on a tree~
(Natürlich will er alleine sein~ Bekomme ich einen Kuss??? Ich nehme auch eine Konfrontation... XD)
> NE! ICH BEKOMME EIN LIEBESGESTÄNDNIS! [Was ist denn mit Simon los?! Hat er nur einen ziemlich Schreck bekommen?!]

„Und ich hoffe, dass du weißt, dass ich auch dich liebe. Das ist noch etwas, das ich North und Josh verdanke: Ohne sie hätte ich nie den Mut gehabt, dich danach zu fragen.“ holpert, weil Simons Satz war „Ich liebe dich, Markus, das weißt du, oder?“ [zu viel „weißt du???“]
[Die Dialogzerstücklerin wieder am Werk!]:
> Simons Geständnis ist schön. Das muss so bleiben <3 <3 <3
> „Ich... dich auch.“ „Ich hoffe... Du weißt das?“„Vergiss nicht/nie, dass ich dich liebe.“ „Allerdings verdankst du das North und Josh...“ Komischer/verwirrter Blick von Simon. „Nicht... die Gefühle zu dir, aber ich...“ „Ohne sie hätte ich nie den Mut gehabt, dich danach zu fragen.“

Würdest du das „denn“ in „Glaubst du denn“ streichen oder ein „Glaubst du wirklich“ darauf machen? Denn „denn“ ist ein furchtbares Füllwort. [*grins* so wie mein „mal“]

Da kommt der (gewünschte) Kuss! Der war niedlich und man spürt so schön, dass die beiden sich nicht gehen lassen wollen.
> würdest du das „denn“ bei „..., denn selbst, als...“ streichen?
>> Okay, entweder hat Connor wirklich etwas mit Simon gemacht oder Simon wurde manipuliert, aber ich glaube JETZT (erst), dass er nur einen Schreck zurück behalten hat.

„Bleib für mich am Leben, ich kann nicht ohne dich sein!“-Bitte wird mit „Ich bin nicht das einzige in deinem Leben“-Bitte gekontert <3 Wunderschön erwachsen! Und Markus bittet ihn, auch auf Jericho und die anderen aufzupassen... [Simon ist das „Herzstück“ der Gruppe...!]

Ginge statt „Das weißt du, oder?“ auch „Vertrau mir.“? Du neigst etwas zum „Weißt du???“ dieses Kapitel.
> Noch ein „denn“... „Denn das tust du immer.“ → „Das tust tu (doch) immer...“
> Das doppelte „Pass... Pass“, weil Simon neu ansetzt, ist perfekt! So viel Unsicherheit! Er will Markus nicht verlieren.
!!! DA ist die Charakterisierung der letzten zwei Kapitel wieder. Schön, dass das Misstrauen gegenüber Connor noch nicht weg ist...!!! [*Theorie-Hut: Simon wird manipuliert! wieder aufgesetzt*]
→ Aber schön, wie Markus es übergeht ohne den Moment zu zerstören. Markus glaubt an Connor.

Das Hin- und Her betreffend Connor ist angenehm. Ich finde es gut, dass es die beiden aus ihrer Seifenblase holt. Sie sind zwar ein Paar, aber nicht einer Meinung.
(Klasse, wie Markus Simon ermutigt, Connor noch eine Chance zu geben und wie sehr Simons Angst zu Geltung kommt. Traurig, dass etwas versucht, einer freundlichen Beziehung zwischen Simon und Connor im Weg zu stehen...
→ Ich denke, dein Simon und dein Connor wären gute Freunde... und etwas sabotiert das. Bitte lass die Angst nicht siegen?)

[„Weil es schmerzt“, hauchte Simon und wieder küssten sie sich.] <3 Dieser Satz ist Gold und das Leben tut weh... *Feiere dich!*

Bei deinem ersten Absatz zu Jerry hatte ich gerade einen „WTF“-Moment und wollte deinen Markus schon zusammen stauchen. Zum Glück hat der nächste Absatz es ins richtige Licht gerückt, sonst hätte ich mit Markus (für seinen Gottkomplex) geschimpft... [„löschen“ ist ein sehr starkes Wort... Man futscht doch nicht an dem Gehirn anderer Leute rum... *murmel murmel* Du hast mir einen Schreck eingejagt...]
→ Schöne Gesprächsführung [Ich verweise dich hier einmal ganz frech zum SPIKES-Protokoll (wird in der Palliativmedizin eingesetzt oder wenn ein Arzt schlechte Nachrichten – Krebs/Tod- überbringen soll) und ich finde, du hast hier eine SPIKES-Situation.]
→ Okay, mieser Cliffhänger... Und wenn die Lösung lautet (Jerry hat sich die Schaltkreise trotzdem geschmorrt) bin ich maulig...

Im Ganzen:
- Wirklich sehr schönes Kapitel mit sehr originellem und charaktertreuem Ansatz. Die verschiedenen Jericho-Mitglieder und auch Markus glänzen auf ihre Art. Die Chemie Simon-Markus ist super, auch wenn die Spannung wegen Connor klasse vorhanden ist. → Das macht es sogar noch besser. [Ich mag es wirklich sehr! Vor allem die Jeri-Crew.]
- Ich bin immer noch etwas verwirrt von Simons Umschwung betreffend Jerry. Da fehlt eine „Simon macht sich Gedanken/hat eine Krise“-Szene, welche allerdings weder von Markus/Connor/Kara [deinen Perspektivträgern] gesehen werden kann...
- Dein Dialog ist etwas... schwergängig oder hölzern, aber das liegt daran, dass deine Charaktere sich erklären und miteinander reden. Solche Situationen sind auch im wahren Leben schwer und die Gespräche muten daher „dickflüssig“ an. Wenn du willst, lese ich den (reinen ) Dialog noch einmal über – wie ein Beta-Leser – und schick dir einen „dynamischeren“ Vorschlag, aber... das ist schwierig und ich mag ihn – deinen Dialog - inhaltlich sehr gern. Dynamik würde hier wahrscheinlich auf Kosten des Inhaltes gehen.
→ Das Problem ist nicht dein Dialog, sondern das Setting. Wir Menschen machen im wahren Leben eigentlich nie solche Abschiedsansprachen. Den Meisten kommen schon Reden auf Hochzeitsfeiern holzig vor. [Deshalb gibt es auch keine gute Lösung, weil der Dialog gut ist und es gut ist, dass sie ehrlich zueinander sind und es einmal gesagt werden muss. Gerade deswegen ist auch Norths Entscheidung, es nicht hören zu wollen, so viel wert.]
- Du hast dieses Kapitel ein „denn“- und „weißt du???“-Problem. Kenne ich persönlich auch – Lieblingsfloskel der Woche! -, aber es sind Füllwörter und sie schwächen deine Botschaft ab.

Jetzt sieht es so aus, als ob ich nur gemotzt hätte... *traurig gucken*, dabei hat das Kapitel viel Spaß beim Lesen gemacht und ich will das nächste... [Ich verschwinde und suche North...]

LG, KyaStern
01.02.2020 | 09:08 Uhr
zu Kapitel 11
Moin!

"Nur eine Verbindung?"... für Connor..., der keine richtige Verbindung zu den Anderen zu haben scheint... Und keine richtige Verbindung zwischen den Ereignissen und Hinweisen findet...
> Du wählt deine Titel aber mit dem Scharfschützengewehr...
> Ich bekomme also ein Interface... Nehme ich an?
>> Nach dem Aufbau im letzten Kapitel ist die Latte echt hoch. Mal sehen, wie du dich an dir selbst misst...

Schon der erste Satz ;_;
> "drankommen würde" als würde man ihn gleich aufhängen...
> Ich will Connor kuscheln. Hat jemand eine Schmusedecke?

Warum habe ich das schreckliche Gefühl..., dass Connor nachts schläft und träumt? XD
> Niemand weiß, was er nachts macht, Connor
[Du bist klasse! Würde jemand deinem Charakter bitte einmal erklären, was es bedeutet kann, ein Abweichler zu sein...? Und dass er Hank nicht wörtlich nehmen kann? Diese Unsicherheit ist klasse. Er tut mir so leid.]
>> Oder jemand schlafwandelt... Dann hat gewisser Ex-Abweichlerjäger ziemlich viel Stress...

"Wer kontrollierte ihn?"
> Ich denke eher, jemand hat Panik, weil er selbst nicht alles kontrollieren kann...

Sich vorzustellen, fünf Minuten lang seine Seele zu teilen... [Ich bin überfordert.]
> Faszinierend und erscheckend zugleich.
> Hoffentlich behält niemand Spätfolgen...
Insider: Jetzt hört Markus den Operator und Kara ist ihn los XD

"Du bist es nicht."
> Was ein Satz an was für einer Stelle!
> Connor geht davon aus, dass Markus den Täter meint [Ich auch?!]
Aber Markus könnte ihr auch mitteilen, dass sie sich keine Sorgen machen muss, weil sie nicht rA9 ist!
>> Also sowohl "Du bist nicht der Täter" als auch "Du bist nicht rA9"
Umwerfend gemacht... (und durch die Perspektive von Connor nicht zu verstehen.)

Hank... [Die Vorstellung, wenn Connors Befürchtungen wahr wären...]
> Ich denke, Connor würde selbst dann nicht ins Gefängnis kommen. Jericho bindet ihn an einen Stuhl und Hank darf ihn Besuchen kommen. Dann üben sie Psychotherapie und Tiefen Analyse... Josh darf den Psychiater machen.
>> Erster Fall von psychischer Erkrankung ~ Speicher gehackt ~ in der Geschichte der Androiden.

Wunderschöne Charakterisierung von Markus...
> Er weigert sich. Was für ein unglaubtlich mutiger Entschluss.
> Er bietet sogar an, noch einmal mit Simon zu reden, obwohl die beiden sichtlich romantische Gefühle für einander hegen.
>> Ich will eine Connor&Markus-Freundschaft/Vertraute Beziehung am Ende der Geschichte [Ich bestech dich auch mit Keksen...?]
> Und Connor hat solche Angst... [Bitte nicht weh tun! *Ich klaue Connor und bringe ihn zu Hank und Sumo. Guck mal! Ich habe eine Kuscheldecke!* Du leistet ganze Arbeit bisher!]

Kursives Flashback mit ~ !
> Du bist toll...!

Amanda...
> "Ich werde dich leiten..." Was für eine tolle und hinterhältige Charakterisierung.
> Die erste Flash-Szene ist perfekt!

Szene 2
> Mir ist es total egal, solange ich Erfolg habe... *große Hundeaugen machen, "Adoptierst du mich, Amanda?"* Man hat ihn ja nur seid Monaten nicht eingeschaltet...

Szene 3
> Er hatte Markus gebraucht, um die Wahrheit zu akzeptieren... *Ich denke nach...*
>> Theorie: Man schickt einen Lügner, um einen Lügner zu fangen...
Sag mir doch nicht... So miese Schweinehunde! Machen wir den Abweichlerjäger doch deviant, damit er die Devianten fangen kann?! Du darfst für deine Mission gegen Regeln verstoßen?! Connor, du warst von Anfang an frei, aber sie haben dir ein Halsband angelegt...
> Die traurigste und umwerfenste Theorie, die ich je gehört habe...

Eiserne Schlösser...
> Du konfrontierst ihn noch einmal mit Amanda?! [Perfekt und so mies...]
>> Wenn Amanda ihm gleich erzählt, dass sie Hilfe braucht, weil jemand anderes Spielchen spielt und sich entschuldigt oder einfach verlangt, dass er das regelt, dann springe ich aus dem Sitz.

SO EIN GEILES KAPITEL
Ich habe nichts auszusetzen, ich liebe es und ich... will das nächste...?
Der Dialog ist top, Charakterisierung wunderschön und der Lesefluss perfekt. So viel Angst, so viele Emotionen und du hast uns – als Leser – seine Beziehung mit Amanda in Flashs gezeigt --> Jetzt darf er ihr gleich entgegen treten.
>> Perfekte Überleitung und Vorbereitung aufs nächste Kapitel
> Ich feiere dich und will das nächste!
[Lass dir Zeit, gutes Kapitel will Weile haben. Nächsten Samstag?!]

In ganz freudiger Erwartung,
LG, KyaStern
26.01.2020 | 09:34 Uhr
zu Kapitel 10
Moin!

Wesentlich besser. Ich liebe es, dass Kara sehen kann, wie nah Connor Simons Anschuldigung geht. Ich bin mir zwar unsicher, ob Markus und Simon es gesehen haben (Markus konzentriert sich ja auf Simon) oder sehen können (Kara ist so viel empathischer in dieser Situation), aber das ist klasse.

Übrigens autsch... Connor und Simon hatten einen halben "Bindungsmoment" (als er ihm über seine ehemaligen Besitzer erzählte) und wenn es darum geht, dass ich Connor immer noch zu isoliert finde, wäre das ein schöner Beginn von einer Freundschaft (gewesen). Ich weiß nicht warum, aber ich denke Simon ist einer der Charakter, welche offen - so offen, wie introvertierter Simon ist - und aufgeschlossen Connor gegenüber steht (North wollte Simon auf dem Stratfort Tower erschießen und er redet immer noch mit ihr...). Connor würde als "Wesen" sehr von so einer Freundschaft profitieren, einfach weil Simon andere Lebenserfahrungen gemacht hat und sogar älter ist als er. Und Connor kann wirklich Freunde gebrauchen oder muss merken, dass er sich selbst davon zurückhält, sich Freunde zu machen. Die Isolation scheint nicht von Jericho auszugehen, sondern von ihm selbst (als würde er sich selbst bestrafen/nicht vertrauen/isolieren in deiner Version).
[was du wunderschön gemacht hast. Er will Hank nicht zur Last fallen, er und Markus arbeiten und plotten bloß (auch wenn ich glaube, dass Markus nichts gegen einen weiteren Freund hätte) und auch North, Josh und Jericho wirken etwas distanziert. Dieser Charakter distanziert sich selbst und geht immer gleich davon aus, dass er jemanden - selbst unbewusst - etwas antun wird oder jemand sofort mit einem Scharfschützengewehr auf Jericho schießt. Selbstzweifel + Paranoia ist eine gefährliche Kombi für das Selbstwertgefühl. Du hast es geschrieben, damit kannst du sehr gut arbeiten...]

> Das macht ihn jetzt auch so vulnerable. Man merkt als Leser sichtlich, dass die Meinung dieser Androiden ihm wichtig ist und doch kommt er immer nur um über Arbeit oder "Mission" zu sprechen... Vielleicht denken die anderen, er will gar keinen Kontakt? Dabei denke ich, dass es für Connor ein riesiger Schritt ist, um Hilfe bei einer Ermittlung/"Mission" zu bitten und wie er sich mit Markus unterhält (s. er sagt nicht einmal Hank Bescheid, wohin er geht oder wenn er in Gefahr ist...)
> Kara ist auf einem sehr gutem Weg und sieht ihn, aber sie hat zur Zeit eigene Probleme um die Ohren und ihre Familie steht an erster Stelle.
> Es wäre sehr schön, wenn das Stück (und ich halte dich für niemanden, der Bad End schreibt. Happy muss es nicht sein, aber vielleicht hoffnungsvoll?) in den letzten Kapiteln/Epilog darauf eingeht und jemand (wer du magst) entweder Connor die Freundschaft offen/direkt (so dass er es versteht) anbietet oder beiläufig sagt, sie sind doch Freunde... (Natürlich kann auch ganz Jericho eine Gruppenumarmung bekommen oder North ihm auf die Schulter hauen...)
Es hängt halt über Connor, dass er scheinbar nicht richtig zu Jericho zu gehören scheint/möchte, aber man bedenke: Alle Versprechungen wurden während eines "Kriegsfalles" als alle wirklich gefährdet waren, im nächsten Moment zu sterben, gemacht und Connor hat auf der Bühne/Container eine Waffe auf Markus gerichtet. Solche Versprechungen in Ausnahmesituationen sind stark zu hinterfragen. Ein Charakter wie Markus hat die Ehre, zu seinem Wort zu stehen, viele tun es nicht.

Wunderschön auch, wie Simon als Markus anspricht, dass er es nicht glauben kann, zuerst verletzt und dann sofort Kara als Verdächtige auf den Tisch wirft.
>> Ich bin gerade total unsicher, ob irgendetwas mit Simon nicht stimmt oder er total überfordert ist... [Würde ich aber an deiner Stelle so lassen, weil es auch Simon verdächtig macht...]

LG, KyaStern
25.01.2020 | 16:19 Uhr
zu Kapitel 10
Moin!

Der Titel geht ja gleich zu Sache...
Operator oder Kara setzt sich mit/verzweifelt an ihrer Vergangenheit, würde ich tippen...
> Ich bin gespannt.

Trotzdem ist dein Perspektivenwechsel echt mies... Eigentlich will ich wissen, wie es mit Zombie-Simon weiter geht, aber da Markus ja zu Kara will... Mal gucken XD

Ich stehe deinem ersten „Satz“ sehr zwiegespalten gegenüber. Es ist extrem riskant, einfach auf eine Anfrage/Ansprache einzusteigen, weil vor allem der erste Satz + Absatz & der letzte Absatz + Satz immer rocken sollten. Erster und letzter Eindruck ist super wichtig und erst recht in unserem Fanfiktion-Kapitel Stil, da ich – als Leser – jedes mal eine Woche warten muss. (Ich bin also aus dem Lesefluss raus und es ist, als würde ich wieder den ersten Satz eines neuen Buches lesen.)
> Warum finde ich dein „Kara?“ trotzdem super klasse und bin so zwiegespalten?
Weil es ihr Name ist und das Fragezeichen beton, dass jemand etwas von ihr will oder sie unaufmerksam ist. Karas Name ist das erste, was sie vom Operator erhalten hat und daher zentral. Es ist ihre Identität.
>> Von der Wirkung ist es also riskant, aber von der Anspielung – und wenn es wirklich um Karas Selbstwertgefühl/Identität in diesem Kapitel gehen soll – und dem Hintergrundmaterial ist es brillant.

Konzentrationsschwierigkeiten und geistige Abwesenheit: Check
Alice hat sie angesproche. (und ich habe es schon geahnt): Check und perfekt
> Wenn dein Kind sich um dich Sorgen macht, dann ist es wirklich schlimm. Die Situation mit dem Märchenbuch ist kein guter Indikator. Selbst ich mache mir Sorgen um Kara.

Kara weiht Alice ein.
> Finde ich gut. Alice ist zwar ein Androidenkind, aber die mentale Reife ist anderes als bei einem menschlichen Kind. [Ich frage mich gerade, ob Alice von der Entwicklung älter ist, als sie aussieht... #Vampirkind nach „Interview mit einem Vampir“]

Kara will Familienrat halten. Wunderschön erwachsen.

Markus und Connor stehen mit Zombie-Simon unangekündigt vor Karas Moteltür <3
> Tolle Überleitung, Spannung schießt sofort in die Höhe
>> Ich habe ein ganz schlechtes Gefühl...

Alice wird ihre Mama beschützen <3 Tapfere, kleine Kämpferin!

Ich habe einen Rechtschreibfehler entdeckt! Kannst du es glauben...?! „Armee“ statt „Arme“

Super, wie du dich auf Zlatkos Zitat berufst. Passt klasse.

Kara vertraut auf ihre Fähigkeiten...
> Ich habe die Angst, dass die Titanic sinken wird. (Bitte lösch ihm nicht den Speicher, bitte nicht!)

STOP! Sie hat es geschafft...?!?!?!?
> Jetzt hast du mich aber aufs Glatteis geführt. Das hätte ich nicht erwartet. Überraschung total geglückt.

„Dir sage ich gar nichts mehr. Du warst es. Du warst es, der mich zu einer Maschine gemacht hat.“ ist (persönliche Meinung) viel zu weich.
> Wenn Simon davon überzeugt ist, dass Connor der Täter ist, dann schreckt er zurück oder versteckt sich gar hinter Markus. Oder er kann auch konfrontieren, falls er sauer genug ist oder genügend Angst um das Wohlergehen seiner Freunde hat.
>> Simons Hypothese: Connor ist der Täter → Connor ist ein Verräter und/oder versucht Jericho zu schaden (oder ist „krank“) → Entweder viel mehr zurückweichen und es eigentlich Markus sagen wollen (weil Angst) oder viel, viel aggressiver, weil Simon „Jericho“ seine Familie beschützen muss. (Simon hat zwar ein eher ängstlich-geerdet-ruhiges Temperament, aber es geht um die Sicherheit seine Familie, Freunde und von Markus.) → In solchen Situationen kommst du fast mit jeder Reaktion, welche du willst durch.
[Dein Dialog ist vom Inhalt her sehr gut, aber die Form(ulierung) ist zu weich und an dieser Stelle – für meinen Geschmack, also subjektiv *Sorry* - zu „passiv“]
> Vorschlag: „Markus, kein Wort mehr zu ihm.“ vielleicht sogar an Connor gerichtet „Sei still“ oder „Keiner redet mit dir.“ oder „Ich rede nicht mehr mit dir!“ und dannach „Du warst das!“ „Du hast mich zu einer Maschine gemacht!“
> RK900 wurde gerade zu meinem Hauptverdächtigen (egal ob noch jemand anderes die Fäden zieht)...

Markus ist etwas... zu schnell darin, Simons Anschuldigung zu verwerfen. Außerdem ist er in einem Konflikt: Connor ist sein Geheimniswahrer/Ermittlungspartner, aber er ist in Simon verliebt.
> Du hast ein knisterndes Potenzial, hier steckt die Spannung.
> Ich denke er würde es vorsichtiger ansprechen, ob Simon sich sicher ist. Es fehlen ein oder zwei Zeilen darüber, wie Markus die jeweiligen Personen anschaut/beobachtet (wie bleiben ja in Karas Perspektive) oder hilflos/desillusioniert/zerrissen aussieht. Vielleicht sogar ungläubig.

„Bist du dir sicher?“, fragte Markus besorgt. „Er hat mir geholfen, dich hierher zu bringen. Ohne ihn wärst du immer noch …“ >> Vorschlag: Markus zieht Simon kurz zur Seite. [Kara als Außenstehende darf Connor beobachten.] „Simon...“, fragt er besorgt. „Bist du dir ganz sicher?“ [Etwas darüber, dass Kara es nicht glauben kann/nicht glaubt] „Er hat mir geholfen. Connor hat dich mit hierher gebracht... Ohne ihn wärst du noch immer...“

„Doch Simon ließ sich nicht so leicht überzeugen.“ musst du gar nicht erklären. Das habe ich mir fast schon gedacht, dass Simon nicht glücklich ist.
„Ich weiß es. Ich erinnere mich. Wir unterhielten uns und er hat nach meiner Hand gegriffen, als ich zu Jerry zurückkehren wollte. Er hat meine Wände wieder aufgebaut/hochgezogen! Er hat das getan! Er ist der Auslöser (der Androidenkrankheit.)“

„Nun gut. Markus, bring mich bitte nach Jericho. Simon soll dir dort alles erzählen. Und danach möchte ich, dass du meinen Speicher nach Ereignissen prüfst, an die ich keine Erinnerung habe.“ >> „Markus, bring mich bitte nach Jericho. Simon soll/muss dir alles erzählen/zeigen. Und... danach möchte/will ich, dass du meinen Speicher überprüfst. Wenn es Ereignisse gibt, an die ich keine Erinnerung habe...“

Karas Konflikt, weil sie nicht glauben will, dass Connor der Täter ist, ist fantastisch. Sehr schön, dass sie sich Gedanken macht und zweifelt.

Wenn ich einen Androiden zur Maschine machen kann und Kara ihnen den Speicher löschen kann, kann man dann auch „falsche“ Erinnerungen erschaffen?!

Connor tut mir total leid. Der „Sicherheitsabstand“ ist super, aber auch furchtbar traurig.

Simon ist scharf wie ein Skalpell in seinem Gedankengang. Sehr schön.
> Plötzlich zweifeln alle an sich selbst.
> NEIN, KARA, Nein! [Sie will ihre Familie beschützen und gehen... Total in Charakter, aber nein! Arme Kara.]

STOP! Markus fängt mit Kara an?! → gar nicht gut! [sehr gut!] Ich mag die ganze Aktion gerade gar nicht – sorgt bei mir für ein schlechtes Bauchgefühl, also ist es gut geschrieben – und fürchte jetzt, was Markus zu sehen bekommt. Wenn rA9 Gott ist, dann sollte man Gott besser nicht anschauen...

Stil ist wieder top, ich habe eigentlich keine Fehler gefunden und du gehst sehr erwachsen mit deinen Charakteren (und die Charaktere untereinander) um. Sie sind kritisch und hinterfragen und das finde ich sehr angenehm.

Ich hoffe, ich habe deinen Dialog nicht zu sehr zerpflückt und bin nicht zu dreist... Du schwächelst – wegen des Dialoges - ein bisschen an der Stelle, welche ein gewaltiges Spannungspotenzial hat. Du hast hier eine Situation, die wirklich Charaktere auseinander treiben und ihre Beziehung (Markus – Simon, Simon – Connor, Connor – Markus) zerstören könnte. Auf einmal ist jeder verdächtig und zwei Leute (Kara und Connor) zweifeln an sich selbst.
> Böse gesagt: Das Stückchen, in welchen Simon Connor vorwirft, der Täter zu sein, kannst du besser. Ich weiß, dass du es besser kannst.
> Mein Hauptproblem ist hier, dass die Charaktere zu durchdacht agieren, obwohl plötzlich Angst ins Spiel kommt. Emotionen sind spannend und dramatisch. Gib mir etwas Drama. *Verzeihung, ich benehme mich schlecht... Ignorier mich einfach, wenn ich zu frech werde.*

Ab dem Punkt, wo Connor resigniert nachgibt und Markus bittet seinen Speicher zu überprüfen, wird es wieder gut. Den Operator und seinen Monolog hast du gut eingebunden und ich fand es sehr amüsant, wie seine Worte Kara zu kommentieren und zu beeinflussen scheinen...

Theorien nach diesem Kapitel:
- Das mit RK900 behalte ich im Hinterkopf, wird aber unwahrscheinlicher zum Ende...
- Ich glaube nicht, dass es Connor ist. Irgendwer will es ihm anhängen oder plant noch etwas ganz anderes...
- Etwas stimmt nicht mit Simon... Außerdem: Warum saß er bei den Winters, wenn er doch schon im Schiff zur Maschine geworden war...? (Hat er laut Programmierung zu seinen registrierten Besitzer gelaufen oder stimmt da etwas vorne und hinten nicht...)
→ Jemand spielt mit ihnen und benutzt Simon?
- Ich halte es für eine ganz schlechte Idee, dass Kara und Markus interfacen. Das geht schief und wenn wir gleich einen Zombie-Markus/gelöschten Markus haben, dann sind wir richtig am Arsch.
→ Vielleicht greift der Operator/Amanda/TÄTER auf Kara zu, will Markus beseitigen und es Connor in die Schuhe schieben...?
→ Connor hat dann keine Chance. Wenn Markus etwas passiert, wird Simon jedem erzählen, dass Connor Schuld ist und wenn Operator-Kara es bestätigt, ihn beschuldigt, dann haben wir gleich eine Hexenjagd auf den Ex Deviant Hunter, der seinem eigenen Prozessor/Verstand nicht vertraut. [Außerdem ist Markus, neben Hank, das nächste, was Connor zu einem Verbündeten oder Freund hat. Wenn das wegbricht, dann hat er nur noch Hank und kann sich dort bei Sumo verstecken... Josh und North würden gewiss für Simon Partei ergreifen.]

Sorry, dass ich heute erst so spät bin und so viel schreibe und dann so stark kritisiere. Ich denke nur wirklich, dass du eine sehr gute Szene sehr schön aufgebaut hast und deinen Höhepunkt gar nicht ausnutzt. So schönes Potenzial und ich weiß, dass du was draus machen kannst! Ein paar Sätze mehr und eine kurze Überarbeitung trennen da auf einmal Welten und du hast mit diesem Kapitel Potenzial zu "Großem" *Sternschnuppe fällt nicht von Himmel sondern fliegt aufwärts*

LG, KyaStern
18.01.2020 | 08:44 Uhr
zu Kapitel 9
Moin Moin!

Okay, ich nehme dich beim Vorwort und der Titel des Kapitels verspricht einiges... ;-)
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen und mag die Präzision des Titels. Geil!
(Mal sehen, was du lieferst. *vorfreudiges Grinsen* Zuerst wie immer die spontanen Eindrücke beim ersten Lesen. Ich bin wieder so kritisch wie ich sein kann ohne unhöflich zu werden, in Ordnung?)

Natürlich gebührt der ganze Lohn sowohl North oder Josh *ironisches Nicken* Das war ja nicht Karas Ansprache, oder? Und es ist ja nicht so, als ob Markus und Simon das schließlich selbst geklärt hätten. Natürlich hat North alles geregelt und sie wird sich mit Josh darüber streiten.
> Deine Charakterisierung ist gerade zum Schreien komisch.
>> Erster Absatz: toller Einstieg und perfekt. Mir schwant übles und es wird sich auf Beziehungsebene abspielen...

Schön, dass deine Charaktere kritisch zwischen einem Kuss und einer Beziehung/Gefühlsbekenntnis unterscheiden. Das macht so viele Beziehungen matschig am Anfang. Jedoch muss ich gestehen: „Lieber Markus, vielleicht ist es noch ein wenig zu früh, um über die große Liebe zu sprechen... Das kann auch bedrängen, Darling.“ Allerdings sind sie bei der Demo fast füreinander gestorben, also: Scheißt drauf. Das Androidenleben ist zu kurz, um es nicht zu riskieren, oder?

North hält sich für so smooth und subtil! *kreisch! * Und jeder andere ihm Raum verdreht die Augen, weil sie sie kennen. Liebe deine Charakterisierung.

Wundervoll, wie bedacht Josh dagegen anmutet und trotzdem ist die Josh – North Freundschaft spürbar. Und wie schön sie Markus einschätzen können...

Jemand hat eine Intuition und hört nicht drauf. Ganz schlechtes Zeichen...
Interessant, dass Markus sich vor seinen Freunden keine Blöße geben will...
(Jemand ist sich doch unsicherer, als erwartet.)

Simon ist weg! (→ Markus wird komplett durchdrehen!)

Wunderschön, wie der Dialog in Gedanken widerhallt. Toll eingesetztes Stilmittel.

„Todesglocke“ klingt seltsam, in diesem Zusammenhang... Du willst auf diese Entgültigkeit/Hilflosigkeit, die North in die Stimme legt, weil sie sich ohnmächtig fühlt, welche Markus den Boden unter den Füßen weg zieht, hinaus, oder? Du charakterisierst damit beide Figuren gleichzeitig, aber das Wort wirkt trotzdem... schräg?... im Satz.
Vielleicht bin ich auch einfach nur abgeneigt, weil ich es selten benutzt sehe und es ungemein Symbol lastig ist...
(Woher sollte Markus eine Todesglocke kennen, wenn Carl lebt? Oder gilt die Beschreibung uns Lesern?)
... Aber es schürt auch eine ganz schlechte Vorahnung bei mir.

Connor hat ihn als letztes gesehen. Scheiße! Und Connors erster Satz ist, ob es ein weiteres Opfer gibt. Richtig Scheiße für Connor! → Markus' Stresslevel ^

Markus ist hier etwas zu vorschnell mit seiner Schlussfolgerung, dass Simon Opfer von irgendetwas geworden ist. (Einerseits gut. Ihre Situation ist gefährlich, aber andererseits: Was wenn Simon sich einfach zum Nachdenken abgesetzt hätte...?) Ich verstehe dir Panik. Ich hätte aber gern noch eine oder zwei Zeilen Panik mehr oder das Connor Markus' Gedanken durch sein – geiles – aber für Markus unvorteilhaftes Vorgehen darauf lenkt. Gedanken – Angst – und Theorien sind ansteckend.

Markus und Connor haben eine besondere Beziehung – bei dir und ich fasse sie kurz zusammen, wie sie auf mich anmutet - als die „Plotter“, welche sie sind. Connors Gefahreneinschätzung und Urteilsvermögen ist wichtig für Markus. Wenn Connor Panik bekäme, wie muss es dann Markus gehen? (Generell würde ich sagen, dass Connor wahrscheinlich in Ausnahmesituationen schneller und direkter reagiert, weil er es gewohnt ist. Er kann Gefahr und die Gefahr durch CyberLife besser einschätzen/Hinweise schneller interpretieren als Markus. Markus soziales Intelligenz und sein Umgang mit anderen und ihren Emotionen ist jedoch flüssiger.)
→ Wenn Connor Gefahr wittert, dann gibt es Gefahr.
→ Wenn Markus die Kontrolle über seine Emotionen verliert, dann verunsichert er auch Connor.

CONNOR! Das hat Simon dir im Vertrauen gesagt. Wahrscheinlich ist es ihm egal, wenn du ihm das Leben rettest, aber ehrlich! Schweigepflicht und Geheimnisse von Freunden wahren. Du kannst doch nicht einfach die Geheimnisse anderer ausplaudern, auch wenn es Markus ist! (Doch kannst du und es ist Gefahr im Verzug, aber Markus ist Simons potenzieller Partner! Also bitte, so gut muss dein Sozialprogramm doch funktionieren, oder hat CyberLife Mist gebaut...? Habe die anderen Androiden Mist gebaut und du bist zu viel allein...)

Und natürlich kommst du nicht auf die Idee, selbst vorzuschlagen, dass Simon vielleicht seine (Ex) Familie besuchen gehen würde... (Mit dem Sozialen hat es Connor nicht so, oder?) Schnelles Denken von Markus. Super.

Falsche Versprechen? Check!
Jericho gesichert und übergeben? Check!
North hat die Leitung? Check → Zwar ein Rezept für Desaster, aber ein absoluter Vertrauensbeweis.

Schön geregelt, sehr souverän. Das ist das Verantwortungsbewusstsein und ich nehme Markus den Anführer ab.

„Andere Routen“ ist ein Synonym für: Markus macht einen auf hektischen Parkour-Läufer?

NEIN! *verdammt, was für ein Bild!* Ich sehe den Garten und die Schaukel und das Entsetzen, weil geliebte Augen leer sind... So schön und doch mit wenigen Worten umrissen.

Und plötzlich ist Markus' Simon gar nicht mehr da... Mir bricht gerade das Herz. Markus stirbt und fällt gerade innerlich. Sehr gut Markus! An die Hoffnung klammern, Kara bringt alles in Ordnung.

Sehr gut, Connor ist da und hat die Situation korrekt erfasst. Und er flucht! (total in character!)

Wunderschön direkte Schlussfolgerung, was den Täter betraf. War auch mein erster Gedanke. Täter/in war hier. Es gibt einen Direktkontakt oder so etwas über bestimmte Ecken → Oder es ist so etwas wie ein Trojaner, den man extern aktivieren kann.

Ich fand die Gefühlslage mehr als überdeutlich und habt nicht mehr gebraucht. Man spürt Markus den Schock an und das ist etwas... unemotional, weil er agieren muss. Markus ist noch nicht auf dem Boden der Hoffnungslosigkeit aufgeschlagen, denn es gibt noch Kara. Er klammert sich an Kara.

(Allerdings wenn es dein Ziel war, mich zum Heulen zu bringen, dann haben die Emotionen noch nicht ausgereicht. Allerdings bietet deine Szene/n auch noch zu viel... Aktivität, um sich vollkommen auf die Emotionalität zu konzentrieren.)

Alles, was ich anmerken wollte, habe ich angemerkt.

Dieses Kapitel stellt alle deinen bisherigen in den Schatten. (Wirklich! Du musst dich mal von den ersten Kapiteln zu jetzt vergleichen!)

Entweder bis du in einem Kapitel um Längen besser geworden, was Dialog angeht oder du hast absichtlich noch zurück gehalten, um den Spannungsbogen zu reizen oder es war eine deiner absoluten Lieblingsszenen, die du schreiben musstest...
Einfach total klasse und angenehm zu lesen, die Charakterisierung und die Emotionen waren – für mich – spitze, die Geschwindigkeit und Dringlichkeit klasse und nicht einmal an deinem Dialog kann ich mehr meckern... Ich hatte die ganze Zeit (und sogar bei beim Kommentieren) Spaß.

Kapitel spricht für sich. Tolle und geile Arbeit. Halt den Stil und das Niveau *Daumen hoch* und nächstes Kapitel bin ich wahrscheinlich wirklich am Heulen oder Fluchen.

(Ich wünsche dir sehr, dass dir jemand noch ein weiteres Feedback schickt. Das sah nach sehr guter Kapitelplanung und sehr harter Arbeit aus und ich bedanke mich dafür, dass du teilst.)

LG, KyaStern
11.01.2020 | 16:21 Uhr
zu Kapitel 8
"Synchronisationsproblem" klingt vielleicht doch etwas... falsch. War eher in richtig in Richtung "Synchronisationsmoment".
Sprache ohne Betonung macht Humor schwer...
Entschuldigung, wenn das seltsam klang.
11.01.2020 | 11:06 Uhr
zu Kapitel 8
Moin!

Schön, dass du gleich in Connors Perspektive springst und einmal die Situation vom letzten Kapitel in ein paar Worten aufgreifst. Bei längeren Stücken neige ich immer dazu, das Ende des letzten über zu lesen, damit ich den Anschluss verstehen kann, aber die „Kurzzusammenfassung“ ist gut. Es ist klasse, dass du das über Markus und Simons Außenwirkung machst. „Pärchen“-Wirkung von außen ist immer ein sehr schönes Stilmittel. Gut, dass du gleich mit Connors Angst eingestiegen bist.

(Dieser Charakter ist gerade die ganze Strecke gerannt oder saß in einem Auto und die Zeit – welche für ihn ablief – schien still zu stehen.)

Schön zu wissen, dass Connor sich genug Sorgen/Angst auf persönlicher Ebene macht (man merkt, dass es nicht bloß ein Fall für ihn ist) und ich beginne ihm langsam eine Freundschaft abzunehmen. Vorher wirkte ihr Kontakt teils noch ein bisschen distanziert (wie gute Kollegen und ein Arbeitsverhältnis? → Connor steht Markus sicher näher als anderen, doch durch die Geheimnisse und diese Fixierung auf seinen „Job“ entsteht eine ziemlich hohe Grenze [nur für mich???]), aber dieses kleine Detail macht es real. (Wissen alle anderen, wie sehr Connor an ihnen hängt?)
>> Ich bin ein böser Mensch und will, dass Connor ganz „bösartig“/„emotional“ vorgeworfen wird, an allem Schuld zu sein, sobald etwas schief geht, WEIL er sich niemanden (nicht mal Hank) richtig anvertraut hat/Informationen vorenthalten hat. (Jemand darf ihn sogar „eine Maschine“ nennen. Es geht mir um den Konflikt „Ich wollte euch beschützen!“><“Du bist ein Kontrollsüchtiger Arsch! Wir hatten ein Recht darauf, zu wissen, dass wir in Gefahr sind.“

Und Markus will Simon beschützen und ihn da nicht mit reinziehen... So niedlich! (Ich an seiner Stelle würde sehr böse gucken ;-b)

>> Sofort folgt Simons Reaktion und das ist Gold! Gerade gefunden und schon wieder die ersten Zweifel.

„Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich niemals mit dir nach draußen gegangen, aus Angst davor, dass du infiziert wirst.“ wäre besser als „Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich niemals mit dir nach draußen gegangen. Man hätte dich infizieren können!/Du hättest infiziert werden können.“ [Die Angst klingt in jedem Wort und Simons Position zu Risiko ist uns klar. Sofort fällt er in sein altes Raster. Er muss seine Angst nicht aussprechen, sie ist mehr als genug da.]

Markus Frage, ob er es bereut und Simons Antwort sind wieder perfekt.

Bekomme ich bei 'Connor ahnte, was zwischen den beiden vorgefallen war und freute sich für sie. ' einen halben Nebensatz darüber, dass er jedoch nicht nur von dem Klettergerüst runter haben möchte, weil er zu ihnen hoch schauen muss, sondern weil sie zu sehr im Offenen/Öffentlichkeit/im Schussfeld sind? → Er denkt, dass es jemand auf Markus abgesehen hat und da müsste ein bisschen mehr Druck sein, auch wenn er erleichtert ist, dass sie unbeschadet gefunden zu haben und sie sich gefunden haben?

Krisenbesprechung... Perfekt! „Kampfplan“ und Strategie muss her. Leute, was macht ihr da... Holt die anderen der Jeri-Crew rein! (Tut es nicht, Gott, für den Plot nicht, ihr beiden Geheimniskrämer...) [Ich nehme einmal - nicht böse sein - deinen Dialog auseinander...]

„Wir verlieren die Kontrolle.“ ist perfekt und durchdringend und einfach genial in seiner Aussagekraft. Der zweite Satz knirscht daneben. „Am Anfang war es noch leicht für mich, die Androiden wieder zu Abweichlern zu machen, denn sie taten nie etwas Besorgniserregendes. Doch jetzt schafft nur Kara es, ihr Programm zu verändern – gerade, als sie damit beginnen, Menschen zu ermorden.“ >> vielleicht „Am Anfang war es noch einfach, die Androiden wieder zurück zu holen/zu Abweichlern zu machen. Sie haben nie irgendetwas Besorgnis erregendes getan! Doch jetzt schafft nur noch Kara es, zu ihnen durchzudringen... gerade als sie beginnen, Menschen zu ermorden!“ (Er redet hier mit jemanden, der in die Situation eingeweiht sind, aber von seiner inneren Position [es muss fast wie ein persönliches Scheitern anmuten... Das ist Markus' Volk.] nicht alles verstehen. Androiden sind keine Gedankenleser)

Du neigst ein bisschen zu hypotaktischen Satzbau im Dialog und das mutet etwas seltsam an. Wenn das deine Art ist, um zu zeigen, dass Androiden jedoch wesentlich schneller denken und deshalb auch – komplexer - reden, dann gilt der Einwand jedoch nicht.

„Ich vermute, dass es jemanden gibt, der es speziell auf uns drei abgesehen hat, aber warum er noch nicht dazu überging, uns ebenfalls zu Maschinen zu machen, kann ich dir nicht sagen.“ (Sie haben die Welt verändert mit einem Protest und dann kam Connor mit einer ganzen „Armee“ aus CyberLife. Die Androidenhasser [auch ein Jahr später] sind noch immer angepisst... Das steht gar nicht außer Frage. Jericho wird bestimmt in regelmäßigen Abständen Morddrohungen erhalten... Besonders ist, dass jemand auch über Kara Bescheid weiß.)
„Es gibt jemanden, der es speziell auf uns drei abgesehen hat. Aber warum ging er dazu über, uns zu Maschinen zu machen...?“ „Das kann nicht einmal ich dir beantworten.“

„Könnte es jemand aus CyberLife sein?“ Geht durchaus... Mach es doch noch ein wenig direkter „CyberLife?“

Connors gedankliche Antwort (das simple 'Amanda') darauf ist brillant in der Überleitung. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie begeistert ich bin,

Stopp, Stopp! Er weiß von Amanda? Okay... Das wusste ich nicht. Gut, dass ändert ein paar Dinge ein wenig. Und zeigt viel mehr Vertrauen. >> Ich will trotzdem, dass ein Android – am besten ein Freund/Simon/North - ihn „eine Maschine“ schimpft.

Wundervoll, wie Connor sagt „tot“. Unfassbar gut. Richtig gute Charakterisierung und Weiterentwicklung seit DBH. Mister – Ich muss meine Mission erfüllen und ich bin unsterblich. - kommentiert seine Sterblichkeit... Ich habe trotzdem die Befürchtung, dass er sein eigenes Leben hinter dem der anderen anstellen wird, wenn es gilt jemanden – erst recht, wenn die Person im wichtig ist – zu retten.

Ich denke nicht, dass es Amanda ist... Auch als emotionslose K.I. würde sie Connor auf die grausamste Weise – mit seinen eigenen Emotionen – zu Grunde richten. Ruf weg, Freunde weg, Hank weg und dann darf er bei ihr zu Kreuze kriechen, weil er CyberLife verraten hat. (Nicht mal bösartig, aber sie würde diesem Modell beweisen, wie „falsch“ und „dumm“ es ist, Emotionen zu haben.) Es wäre aber durchaus möglich, dass jemand im Auftrag von ihr oder CyberLife handelt oder an diese Informationen gelangt ist...
Und vielleicht ist dieser jemand super intelligent und soll die Devianz wieder in den Griff bekommen... (Und es wäre persönlich, weil es das veraltete Vorgänger-Modell die Scheiße verursacht hat? Jemand räumt hinter seinem Vorgänger auf und hat vielleicht sogar dem Operator gefunden/den Hals umgedreht...?)

Das „Schlaf-Experiment“ ist perfektes, logisches Denken. Connor verliert, wenn es Amanda angeht jedes Vertrauen in sich selbst.

Hank und Sperrmüll...! Warum glaube ich, dass Connor hier zitiert und das wirklich schon gehört hat. (Ich liebe diese Stelle. Es klingt so nach Hank.) Und dann ruft Connor auch noch an!

Das Äquivalent deiner Großmutter... Fettnäpfchen, Hank.

„Wann immer ich ein Problem habe, komme ich zu ihm, weil ich ihm vertraue und er mir viele hilfreiche Ratschläge gibt. Deshalb war ich verwundert, dass du das nicht bei Hank tust.“ >> „Immer wenn ich ein Problem habe, kann ich zu ihm kommen. Ich vertraue ihm und er gibt die hilfreichsten/durchdachtesten Ratschläge. Ich dachte, bei dir und Hank sei das ähnlich...“ (Markus hat einen Vater/Dad und er dachte, dass Connor in dieser Beziehung sei wie er. Ich denke, es kann manchmal etwas schwierig sein, einfach Markus zu sein, weil er dauernd auf ein Podest gestellt wird. „Robo-Moses“ oder „rA9“ oder „Anführer von Jericho“. Er ist das Mediengesicht und die Person dahinter steckt wahrscheinlich zu oft dafür zurück.)

Streich das „genau“. „Aber wenn er wüsste, was los ist...“

„Ich habe Angst, dass ihm etwas passiert“ ist unheimlich gut, weil Connor seine Emotion benennt.

Ich bekomme das Schlaf-Experiment!!! Du bist toll!
Connors Idee habe ich nicht bedacht, aber sie ist gut. (Logisch, dass Markus jedoch ein einfaches Interfacing vorschlägt und es gleich kommentiert. Connor will ganz bestimmt nicht, dass man seine Gedanken/Emotionen liest.)

Simon... (Du bist gut... Wunderschön gemacht), ein wenig zu unemotional für den Tod des Vaters, aber er war ja auch kein Familienmitglied sondern ein „Haustier“. Oder er trägt seine Emotionen nicht so offen...)

Ich finde die moralische Diskussion gut. Darauf stehe ich als Leser total. Und ich finde es auch gut, dass du Simon die zurückhaltende-empathische Meinung, die jemanden am Ende doch so viel mehr Schaden kann, zuordnest. Passt.

Den Namen des Ocs hatte ich leider schon wieder vergessen. Wunderschön – rührend – wie Simon ihren Namen nennt. Nein, ich habe keine Verbindung gezogen, doch es ist perfekt vorbereitet. Finde ich richtig, richtig gut.

(Spielt Sarah noch eine Rolle? Darf Simon noch mal mit ihr reden oder wenigstens beschließen/entscheiden, es nicht zu tun? Dieser Beziehung und seiner Vergangenheit fehlt der Abschluss. Dazu hätte ich gern – nicht im nächsten oder übernächsten Kapitel, aber vor Ende der Geschichte – als Leser eine Antwort. Er muss auch nicht mit Connor darüber reden. Ich finde so ein Gespräch stehe Markus & Simon zu. Es würde einfach reichen, wenn er Markus sagt, dass er sie besuchen war oder nicht hingegen will.)

[Und wir beide als Autoren haben jetzt ein kleines „Synchronisierungsproblem“... Schreib mich einmal über Mail an, weil das gerade der ulkigste Zufall war... und ich erkläre das. Hat nichts mit der Geschichte zu tun...]

Richtig schönes Kapitel, geile Diskussion und Plotverlauf, nur der Dialog hapert am hypotaktischem Stil.
(Und das ist ganz sicher nicht Amanda... Das wette ich gerade drauf...)

LG, KyaStern
04.01.2020 | 16:02 Uhr
zu Kapitel 7
Frohes Neues erst mal!

Das Kapitel bereitet einfach Freude beim Lesen. Du glänzt, wenn du Emotionen und emotionalen Dialog schreibst.

Beim Überlesen keine hervorstechenden Fehler (Rechtschreibung, Grammatik, Kommasetzung) gefunden, dein Dialog ließt sich nicht nur flüssig, sondern sogar besser als sonst. Hut ab.

Schön, dass für „das Date“ an einen Ort geht, den wie schon aus DBH kennen und dessen Schönheit Markus damals noch nicht zu schätzen wusste. Wundervoller Zurück-zu-den-Wurzeln-Vibe, welcher sich durch das ganze Kapitel zieht.

Ich mag es, wenn die Jeri-Crew wirklich befreundet ist und die Charakter übereinander nachdenken. Gut zu wissen, dass North Markus den Rücken freihält :-)

Dass du darauf achtest „Thiriumpumpe“ statt „Herz“ zu verwenden und Androiden blau statt rot anlaufen, sind schöne Details.

Interessant, dass Simon vorschlägt zu spielen. Androiden hatten nie eine Kindheit und Simon ist ein Modell für die Kinderbetreuung/Haushaltsassistenz. Das macht so viel Sinn!

Quit pro quo? Immer ein schöner Ansatz. Ich frage mich nur, was Simons Frage gewesen wäre...?

Waren die blauen Griffe beabsichtigt oder einfach so ausgewählt? Und dann sitzen sie auf dem Kinderkletterturm, auf den sich kein Kind traut!

Ich hatte auch immer die Vorstellung, dass Simon einer der wenigen „Gründer“ von Jericho wäre. Der Charakter hat diesen nostalgischen Zug...

Auch interessant, dass Simon „das Mädchen/die Tochter“ nicht einmal beim Namen nennt... Dies ist eine der Stellen, wo man mit einem OC problemlos davon kommen könnte und doch denke ich, du wählst es als Teil deiner Charakterisierung. So wie Androiden für Menschen austauschbar waren, so werden diese Charaktere – die Simons Vergangenheit geprägt haben – dadurch austauschbar. Auch wenn ich denke, dass die Namen für Simon einfach mit schmerzlichen Erinnerungen gekoppelt sind. Theoretisch könnte er jetzt herausfinden, was aus dem „kleinen Mädchen“ (es müssten doch auch 3 oder 4 Jahre seit daher gewesen sein...) geworden ist, doch die Wahrscheinlichkeit, dass man ihn einfach ersetzt oder vergessen hat, ist so groß. Ich weiß nicht, ob ich mich unter diesen Voraussetzungen mit meiner Vergangenheit konfrontieren würde...

Ich finde es persönlich super angenehm wie niedlich und vorsichtig Markus und Simon miteinander und auch mit ihren Gefühlen umgehen. Die beiden haben zwar noch kein Gespräch über eine Beziehung geführt, doch jedem von beiden ist nun klar, was sie füreinander empfinden und scheinen beide nicht abgeneigt. Der Kuss ist an der perfekten Stelle. (Du schreibst Mystery-Krimi/Drama, die Romanze steht nicht im Mittelpunkt, also dürfen Bereiche, die nichts mit dem „Fall“ zu tun haben, Fortschritte zeigen, wie sie es in reinen Liebesgeschichten nicht tun.)

Okay, Connor hat wenigstens nicht die Stimmung zerstört, sondern an der „richtigen“ Stelle unterbrochen. Der Auftritt reicht, um zu zeigen, dass es ernst ist, aber stört Markus&Simon nicht.

Mir schwant böse... Jetzt wo Markus und Simon sich gefunden haben, geht das im weiteren Verlauf nicht gut. Einem von beiden wird etwas passieren. Dieses Kapitel lief zu friedlich... Es lullt mich in falsche Sicherheit.

LG, KyaStern
28.12.2019 | 16:34 Uhr
zu Kapitel 6
Irgendwie doch den Router zum Laufen bekommen!

Dialog klingt flüssig, keine Rechtschreib-, Komma- oder Grammatikfehler beim Lesen aufgefallen.

Kara scheint Connor gegenüber etwas aufzutauen... Ich finde es trotzdem gut, dass Connor – obwohl er davon überzeugt ist, dass Kara unschuldig sei und nichts damit zu tun hat – sie immer noch mitnimmt, weil er keinen anderen Anhaltspunkt.

Leider, indem du gleichzeitig versucht seine wie auch ihre Motive in den Text mit einzubinden, wird es an einigen Stellen recht wusselig. Ich finde es sehr schön, dass du versucht ihre Beweggründe nahe zu bringen, doch einige Abschnitte wären auch ohne Erklärung logisch und absolut nachvollziehbar. Wenn du dich auf einen von beiden konzentrierst wird es besser: Connors Abneigung gegen die Naivität der Frischabweichler, seine Angst wieder zu einer Marionette oder einem emotions- & hirnlosen Kampfroboter zu werden und sein Gedankenblitz war sehr gut.

Warum kann Kara plötzlich Androiden mit ihren Fähigkeiten orten (rA9-Power?) und wo war Hank ex Machina sich versteckt? → Seine Ermahnung an Connor fand ich jedoch wieder gut.

Jerry ist Herz zerreißend... Armes Baby...

Ich war etwas von Kara enttäuscht, weil sie nicht vehementer darauf bestanden hat, Connor am Ende zu begleiten, kann es aber verstehen. Aber schön, dass sie erst geht, nachdem sie ihn angewiesen hat, Hank Bescheid zu geben. (Es ist jedoch sehr logisch, dass Connor sie nach Hause schickt, weil Kara erstens das Sicherungsseil [Geheimwaffee gegen Maschine!Virus] darstellt und zweitens keine wirkliche Hilfe in einem Kampfszenario wäre. Sie wäre für Connor eher eine Belastung, wenn es ernst wird.)

Bei der bloßen Andeutung, dass Markus in Lebensgefahr schwebt, müsste North aufspringen und fast Connor voraus rennen. Sie würde sich im Gegensatz zu Kara nicht mit seinen Ausflüchtungen zufrieden gehen (unter der Prämisse, dass sie eine von Markus' besten Freunden ist). Josh wiederum ist da wesentlich durchdachter in seinem Vorgehen. Jemand muss auf Jericho aufpassen und die Stellung halten, damit nicht alles in Panik verfällt. Es passt daher sehr gut, wie er sofort Markus' Aufenthaltsort Preis gibt, sobald er überblickt, dass es Ernst ist.

Sind Markus und Simon auf einem Date oder will Markus um ein Date bitten, wenn sie alleine sind...? Ich erfahre es wohl erst im nächsten Kapitel.

(Oh Gott, ich ahne schlimmes! Es wird gar nichts passieren und Connor wird Markus mit einem Hechtsprung zu Boden reißen, mitten in dem Versuch einer Liebesbekundung an Simon... und dabei aussehen wie ein Idiot. Bei seinem Glück – Romantische Komödie... - landet er dabei auch noch auf Markus und die beiden knallen mit dem Kopf zusammen, sodass sie sich küssen. Dann haben wir einen panischen Connor, einen hochroten Markus und einen Simon, der ziemlich verwirrt über Connors Auftritt ist... vielleicht North, die sich totlacht ;-b )

Connor vermutet Amanda, oder?

Ich bin tendenziell dafür, dass er so vorschnell ist und Hank nicht anruft. Außerdem will er Hank nicht in Gefahr bringen, falls er mit seiner Vermutung Recht hat und etwas schiefgeht. Da er Kara über den Highway gejagt hat, war er selbst als Maschine jemand, der erst sprang und dann das beste aus seiner Situation machte.

Wenn er Hank anruft, dann wahrscheinlich im Laufen und so übereilt-nebenbei, dass er ihn mit den Anruf ziemlich verwirrt und dabei auch noch vergisst, zu sagen, wo er hin will. (Wäre eine schöne Möglichkeit, damit Hank sich Sorgen macht, jedoch nicht dazustoßen kann, bevor irgendetwas – was du ja nicht verraten willst – passiert.)

Ich habe meine Vermutungen, wer der Täter ist (ich habe 6 Hauptverdächtige und ein paar andere durchgeknallte Ideen...), doch das werde ich hier nicht schreiben. Falls ich richtig liege, vermiese ich es allen anderen...

LG, KyaStern
27.12.2019 | 14:43 Uhr
zu Kapitel 5
Moin noch mal,

ich habe mir deine Veränderung noch einmal angeschaut und muss sorgen: Einige kleine Änderungen am Dialog und es liest sich brillant.

Du hast auch ein wenig an Connors Auftreten und an der Charakterisierung deiner Winter-Familie gedreht...
Armer Connor... Der kommt bei Luther und am Tatort (mit einem Schreck) nicht gut weg. (Einfach perfekt!)

Ich persönlich finde es klasse, dass du durch die Winters gut veranschaulichst, wie wechselmütig Menschen sind, sobald es sie selbst betrifft. Außerdem ist der Androidenhass (in Mrs. Winters Fall würde ich es eher Misstrauen und Schock und Rachegefühl nennen, als wirklich Hass. Sie hat gerade ihren Ehemann verloren und wäre einem menschlichen Mörder in derselben Situation [betrunken/unter Drogen/psychisch krank] wahrscheinlich genauso gegenüber eingestellt. Nur hätte sie den auch vor einem Jahr nicht anzünden können) sicherlich noch ein aktuelles Thema, die Gleichberechtigungsbewegung kommt ja gerade erst wirklich in Fahrt.

(Das Mädchen tut mir Leid... Für sie ist ein Freund krank und ihr Vater tot und jetzt verliert sie beide.)

Ich hätte nie gedacht, dass du mit so wenigen Änderungen, solch eine Wirkung erzielen kannst. Dadurch, dass der Operator immer wieder in Karas Gedankengang am Tatort quatscht und teilweise ihre Denkrichtung ändert (ich denke, sie fühlt sich unterschwellig von Mrs. Winters ziemlich angegriffen...) passt auf einmal perfekt.

Da wir jetzt jeweils Connor und Kara ein Kapitel hatten, darf man sich auf Markus und Simon freuen...?

Lg, KyaStern

(Ich warte gespannt auf dein nächstes Kapitel, Feedback wird aber je nach Internetverbindung etwas länger dauern.)
21.12.2019 | 19:19 Uhr
zu Kapitel 5
Moin!

Grundsätzlich sind mir keine grundlegenden Fehler (Rechtschreibung und Grammatik) aufgefallen und dein Stil liest sich wieder angenehm, es ist eine wahre Lesefreude. Erlaube mir trotzdem die – hoffentlich konstruktive und hilfreiche – Kritik: Es ist nicht dein stärkstes Kapitel, auch wenn es wundervolle, strahlende Momente besitzt; der Dialog holpert an einigen Stellen.

Vor allem der Monolog des Operators ging mir manchmal auf die Nerven, aber da diese Zeilen wie Zwangsgedanken auf Kara wirken, nehme ich das als eine stilistische Entscheidung hin, da es für Kara mehr als nervig sein muss... Du lässt mich – also den Leser – spüren, was für ein Problem es für den Charakter sein muss, ständig in ihrem eigenen Denken und Handeln von diesen „Worten bei ihrer Geburt“ unterbrochen zu werden. Trotzdem nervig...

Ist die Wiederholung „Sie tat es und versteckte den Zwang, der dahinter steckte...“ beabsichtigt und ein Stilmittel oder einfach passiert?

Du hast die Liedstelle aus der Tech-Demo übersetzt? Klasse! So ein schönes Detail...

Ich dachte eigentlich, Kara hätte Bekanntschaft mit Ralph geschlossen und nicht im Motel übernachtet... (In Kapitel 3 hast du erwähnt, dass sie bei ihm schlief und er ein Opfer des Maschine!Virus sei...)

Ich liebe die Szene im Spiel, an welcher Kara Alice eine Geschichte erzählt. Kara als Geschichtenerzählerin finde ich eine schöne Anspielung. Ich liebe es, wie du ihre einmaligen Talente hervorkehrst. Leider geht sie gegenüber Markus und Connor viel zu oft unter, weil sie wesentlich sensibler und weniger impulsiv vorgeht. Schöne Charakterisierung.

Dass Luther Markus „den Anführer von Jericho“ nennt, zeigt sofort seine Haltung zu ihm. Direkte und sehr effiziente Klarstellung seiner Sichtweise ohne große Erklärung. Tolle Anwendung von Show-Don't-Tell und brillant in seiner Einfachheit.

Auch Karas Befürchtung, die ja Markus persönlich – als Individuum – nicht kennt, ist vollkommen nachvollziehbar. Das schafft schönen Tiefgang. Und dann Luthers Versprechen, dass er und Alice nicht zulassen werden, dass ihr etwas passiert... (Ich liebe es, wie er ihr den Rücken stärkt. Wundervoll. Der Ton und die Intimität, die in der Beziehung herrschen, mag ich besonders und solch eine introvertiert-selbstbewusste Präsentation ist selten. Kein Chaos und keine lautstarke Liebesbekundungen und doch kann man die tiefe der Gefühle nicht anzweifeln. Es ist auf ruhige und in sich ruhende Art unheimlich stark. Die beiden stehen zueinander und gehen den Weg gemeinsam.)

Connors Gesprächsanfang – das Telefonat - liest sich etwas umständlich. Dafür, dass er vor ein paar Kapiteln noch so skeptisch ihr gegenüber war, fordert er auch zu zwanglos Hilfe an. (Außerdem, wie ist es eigentlich mit Schweigepflicht? Oder ignoriert er das einfach aus Verzweiflung?)

Du wärst, durchaus mit einem schrofferen Ton davon gekommen, da Kara sich ja sichtlich unwohl mit der Entscheidung fühlt, sich ihm und Markus anzuvertrauen [„Kara wünschte sich, nie zu ihm und Markus gekommen zu sein.“],

Luthers Sorge ist rührend. „...in die Machenschaften von den Anführern von Jericho...“ ist jedoch verklauselt. Wie wäre es mit „in die Machenschaften Jerichos“? Oder wenn du willst – Kara könne ihm ja durchaus von der Highway Jagd erzählt haben -, dass Luthers Meinung gegenüber Connor noch drastischer wäre sogar „Willst du dich wirklich mit dem Deviant Hunter/Abweichlerjäger einlassen?“ Luther liebt Kara so eindeutig und den Beschützerinstinkt kann man gut nachvollziehen.

Oh, Kara... „Sie versprach ihm nicht, dass sie zurückkehren würde.“ ist einfach Gold!

Kara fokussiert sich sofort auf das Kind am Tatort – sie ist Mutter, natürlich tut sie das... - und ihre Worte, damit sich das Mädchen nicht schuldig fühlt... Sie ist unglaublich. Wirklich ein Symbol der Hoffnung. Und sie erklärt das Verhalten der Androiden als Krankheit, um es den Menschen anschaulich zu machen. Perfekt.

Die Reaktion von Mrs. Winter ist zu verständlich. Und Karas Bedenken, ob sie Jerry überhaupt wieder zum Abweichler machen möchte, um ihn von der Schuld zu ersparen... Perfekter Gedankengang für einen Charakter, dessen Stärke in seiner Empathie liegt. Und dann... ---> STOP! STOP! STOP! Kara hat gerade Jerry den Speicher gelöscht?! (Das ist einfach klasse! Sie wollte ihm den Schmerz ersparen und Puff! Sie hat alle Erinnerungen daran genommen. Die Herleitung ist spitze.)

Und Connor hat Angst. Ich habe zwar keinen Einblick in seine Perspektive, aber es ist einfach klar. Schön, dass Kara merkt, wie sich das Blatt wendet und der „Deviant Hunter“ sie nun fürchtet.

Bin ich ein böser Mensch, dass ich es genieße, wie sich Misstrauen beginnt zwischen den Charakteren aufzubauen? „Divide and conquer“ aus Sicht des Täters und plötzlich sind alle Hauptcharaktere vollkommen angreifbar. (Als nächstes erfährt Markus von Amanda und dann kracht es auch dort...) Warum bekomme ich das Gefühl, dass nicht Connor das Opfer des Maschine!Virus wird, sondern Markus? Die Vorstellung, Simon, North und Josh miterleben zu lassen, wie handzahm Markus als Maschine war...
Das würde North das Herz brechen und Simon total traurig machen → Wahre Lieber erster Kuss-Klischee, ignoriere mich einfach ;-b )

Das war jetzt schon wieder zu lang und ich entschuldige mich, wenn ich zu viel kritisiere, doch ich denke, dass man dir relativ wenige Tipps wegen Stil, Grammatik oder den klassischen Fehlern geben kann. Da bewegst du dich beim Schreiben schon auf einer anderen Ebene :-)

LG, KyaStern
16.12.2019 | 20:04 Uhr
zu Kapitel 4
Gut gemacht, Connor war vernünftig und ist nach Hause gegangen. Und er ist immer noch frustriert, wenn er eine Mission nicht erfolgreich abschließen kann... Liest sich gut im Subtext.

Verdammter Mist, jetzt werden sie nicht nur Maschinen, sie halten sich wie Abweichler nicht an die drei Androidengesetze und nehmen alles wörtlich. Autsch... Gefährliche Situation.

Interessant, dass Connor jetzt darauf achtet, den infizierten Jerry nicht zu berühren. Wenn seine Befürchtung stimmt, dann hat er das Virus schon von Ripple.

Jemand löscht die Speicher... Du hast mich am Harken. Jetzt bin ich aber gespannt.

Ich bin ebenfalls deiner Ansicht. Wahrscheinlich sind unzählige Androiden während der Demonstrationen bei ihren Familien geblieben, nur hatten die Androiden von Jericho und Connor keinen wirklichen Kontakt zu ihnen. Connor hat immer nur die richtig schlimmen Fälle bekommen. Wahrscheinlich haben ganze Haushalte ihre Androiden sogar beschützt wie Familienmitglieder. Wäre Markus' Lage anders gewesen, hätte Carl ihn garantiert nicht verraten oder abgegeben.

LG, KyaStern
16.12.2019 | 19:44 Uhr
zu Kapitel 3
Ich feiere gerade dein Kapitel. Wunderbarer Dialog.

Kara gleich einmal vorzuwerfen, die Drahtzieherin hinter alle zu sein? Connor, überprüfe bitte dein Sozialprogramm, es hat schon wieder Macken. Ich kann sein Misstrauen verstehen, aber da es sich um das Best-End handelt, hat er sich nie bei Kara und Alice entschuldigt...

Aber Kara bleibt schön souverän. Kühlen Kopf bewahren, sehr gut.

Markus und „schnelle, ungewohnte Gefühle“? Da köchelt es ja schon länger, aber jemand hat noch keine Ahnung von Romantik, oder?
(kleine Frage: Waren North und Markus in dieser Version eigentlich – vorübergehend – ein Paar? Bei dem Druck unter dem beide während den Protesten standen, würden beide Versionen funktionieren und eine Erklärung für Simon bieten, warum er sich zurück hält...)

Ich liebe „imaginäre Klemmbretter“! Schickst du mir eins?

Da Markus es anmerkt: Connor hat zwar schon immer eine Ausnahme gebildet, aber wäre es in DBH nicht toll gewesen, wenn sich ihre Hände bei der Aktion am Maschendrahtzaun (am Highway) berührt hätten oder bei der Verfolgungsjagd (es gab ja je nach Version ein Handgemenge) das rA9-Virus übertragen wurde... (Kara hat die Revolution gerettet.)

Ich bin Connors Meinung, vielleicht besitzen alle Androiden die Fähigkeit, jemanden zum Abweichler zu machen. Manche nur eine besondere Disposition.
Was seine Theorie, vom Täter im Umkreis, betrifft ebenfalls. Die ersten paar Modelle immer im Duo? Klingt wie Versuchsaufbau aus dem Physikunterricht. Probelauf... (Connor! Hör auf Dinge zu verheimlichen! Er hat sich der JeriCrew noch nicht anvertraut? Das kann noch ganz böse ausgehen... Ich hoffe, er zieht jetzt nicht eine Einzelgängermasche durch und sagt nicht mal Hank Bescheid, wo er steckt...)

Kara kuppelt!

Ich wünschte auch, es hätte mehr Interaktionen gegeben. Nicht nur auf die Hauptcharaktere geprägt, sondern auch gern zwischen Markus, North, Josh und Simon. (Vor allem die Josh-Markus Beziehung hätte es gebrauchen können...)

LG, KyaStern
16.12.2019 | 19:20 Uhr
zu Kapitel 2
Liebe Tatjana,

interessantes Kapitel, ich freue mich Hank und Connor wieder zu sehen. Ich habe ein wenig Angst, dass Markus und Connor sich durch den Direktkontakt mit dem "Maschine"-Virus oder Factory Reset infiziert haben, der jetzt im Hintergrund lauert, aber Kara ist ja da. Und sie klingt, als hätte sie eine Erleuchtung gehabt.

Und Connor hat immer noch Zweifel betreffend seines Selbstwertgefühls und muss noch lernen, was es bedeutet, unter einem Dach zu leben. Schön!

Bis auf „...sehr entsetzte ihn das blinde Gehorsam der Traci, das er nicht einmal als Maschine besessen hatte.“ ziemlich weit am Anfang, was ein wenig seltsam klingt (Vielleicht stattdessen die blinde Gehorsamkeit oder das blinde Gehorsamsein?), wirkt es beim ersten mal lesen fehlerfrei.

LG, KyaStern
16.12.2019 | 19:02 Uhr
zu Kapitel 1
Deinen Namen kenne ich doch ;-)

Ich habe gar nichts zu meckern. Stil ist super einfangend und klingt melodisch, Rechtschreib-, Komma- und Grammatikfehler habe ich keine entdeckt und ich mache mich gleich zum nächsten Kapitel auf. Großes Lob, wie du Karas Charakterisierung transportierst und den Dialog aus dem Kurzfilm flüssig einbaust.

Ich liebe die Interaktion von Kara, Luther und Alice. Und das Alice nicht im Bett bleibt und lauscht. Wunderbar.

LG, KyaStern
07.12.2019 | 11:48 Uhr
zu Kapitel 1
Hallo Tatjana •ᴗ•

Die Kurzbeschreibung zu "Factory Reset" hat mich neugierig gemacht und so konnte ich nicht anders, als mir direkt das erste Kapitel durchzulesen ^^

Direkt zu Beginn dachte ich mir schon, dass mir diese Worte, die die Stimme in Karas Gedanken sagt, mir irgendwie bekannt vorkommen. Zuerst war ich mir nicht sicher, aber nachdem Kara ihre Kennung genannt hat, wusste ich: Das ist doch der Text aus dem "Kara"-Trailer! :D
Ich bin erst mal auf YouTube gegangen und hab ihn hiermit abgeglichen, um mir Klarheit zu verschaffen, und dann weitergelesen. Und was steht am Ende? Ein Verweis auf genau diesen Trailer :D Manchmal hab ich wirklich ein gutes Gedächtnis ^^

Dazu muss ich sagen, dass ich die Idee, Karas "Geburt" in eine FF einzubauen, wirklich gut finde. Ich bin mir nicht sicher, ob alle in diesem Fandom diesen Trailer kennen, aber mir ist durchaus aufgefallen, dass ihn noch nie jemand erwähnt hat (zumindest, soweit ich im Bilde bin). Dadurch wird das Ganze umso spannender, weil man mal mit etwas "Unbekanntem" konfrontiert wird - genauso wie Kara selbst.
Verständlich, dass diese Stimme sie beunruhigt und diese Realisation am Ende, dass sie als Abweichler geboren worden war, ist wirklich cool :D Ich bin ein kleiner Fan dieser Theorie ^^

Abgesehen davon, finde ich die Darstellung von Alices, Luthers und Karas Leben nach den Ereignissen in Detroit wirklich schön. Zu wissen, dass die drei immer noch bei Rose und ihrem Bruder sind, ist ein wenig beruhigend. Allgemein beschäftigen sich eher weniger FFs mit Kara nach der Revolution, bzw. nach dem Spielgeschehen, insofern ist auch das etwas Neues :)

Ich muss sagen, dass ich diese FF soweit sehr ansprechend finde und ich versuche, weitestgehend am Ball zu bleiben •ᴗ•

Bis dahin wünsche ich dir ein schönes Wochenende und alles Liebe,
Celestinea ~