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Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt):
01.06.2021 | 10:56 Uhr
Hallo Nessy F Amarok,

vielen Dank für diese tolle Geschichte! Es ist mir immer wieder eine Freude, jemanden zu finden, der so gut mit Worten umgehen kann. Mit einfachen Sätzen und bewusster Absatzgestaltung erzeugst du sofort eine (düstere) Stimmung mit starker Sogwirkung. Ich war circa bei der Hälfte, da habe ich dir ein Sternchen hinterlassen und das mache ich wirklich selten!
Ehrlich gesagt kenne ich mich mit der Serie überhaupt nicht aus, aber das ist für das Verständnis deiner Fanfiktion auch nicht nötig. Alles, was wichtig ist, erfährt man aus dem Text, ohne dass du eine ausführliche Exposition geben musst. Außerdem schreibst du fast fehlerfrei, ich glaube mir sind nur ein paar Flüchtigkeitsfehler aufgefallen z.B. am Ende im Brief der Großeltern sollte es statt "Natürlich kannst du Benton für eine Weile zu uns schicken, bisT du dein Leben geordnet hast" wahrscheinlich "bis" heißen.
Ich konnte jede Figur gut nachvollziehen: die Schwere der Gedanken des Vaters und seine lange Unmöglichkeit trotz der Verantwortung zu handeln, zeigen wie einschneidend Trauer sein kann. Und den optimistischen und lebensstarken Ben zu beobachten, macht einfach nur Freude. Gerade die kindlich-unschuldige Perspektive hast du perfekt auf den Punkt gebracht und das ist gewiss nicht einfach. Wie er versucht alles zu managen und zugleich seinen Vater zu beschützen, ist herzerwärmend. Um es kurz zu sagen: Deine Worte haben mir beim Lesen Freude bereitet und du hast die Figuren vor meinen Augen zum Leben erweckt.
Kritisch sehe ich die schnellen Perspektivwechsel an manchen Stellen. Denn dadurch schleichen sich Wiederholungen ein, bei denen der Leser nichts Neues lernt, sodass die dichte Atmosphäre etwas verloren geht und es sich im schlimmsten Fall ziehen kann. Ich glaube zum Beispiel, dass es spannender wäre, wenn man als Leser nichts vom Brief an die Großeltern wüsste. Dann entstünde beim Eintreffen der Antwort ein toller Überraschungsmoment und der Konflikt löst sich erst zum Ende auf. (Was nebenbei genauso gut gelungen ist, wie der Anfang.) Eine Kleinigkeit noch: Ausrufe wie "Ohje" wirken - gerade aus der Erwachsenensicht - zu schwach und eher belustigend. Der Vater sieht sich mit dem Chef konfrontiert, welcher für ein vergangenes Leben steht, in das er nie zurückkehren kann. Er weiß, gleich wird seine Verwahrlosung und das Elend offenbart ... Ich finde da darf ruhig mal ein Schimpfwort genannt werden! Und zuletzt eine Frage, die bei mir offengeblieben ist, was aber auch daran liegen mag, dass ich die Serie nicht kenne: Wieso hat der Vater so ein distanziertes Verhältnis zu seinem Kind und weiß absolut nicht, wie er sich kümmern soll? Du deutest an, dass es an seinem Job liegt, aber so richtig verstanden habe ich nicht, warum er wirklich gar nichts weiß. Sollte er nicht mal irgendwas mitbekommen haben, sie leben doch zusammen?! (Ach, ich glaube mich frustriert einfach der Gedanke, dass man(n) Kinder in die Welt setzt und sich dann komplett raushält! Unmöglich sowas! *hust*)
Mach weiter so!

Liebe Grüße
Amunele

Antwort von Nessy F Amarok am 04.06.2021 | 21:22 Uhr
Danke für dein Review und deine Kritik. Ich versuche zwar immer so zu schreiben, dass es auch Leute verstehen, die die Serie nicht kennen, aber immer gelingt mir das nicht.
Bens Vater wird im Pilotfilm der Serie erschossen, das ist der Grund, warum Ben nach Chicago geht, um den Mörder seines Vaters zu finden.
Als Ben sechs Jahre alt war, starb seine Mutter (den Grund möchte ich nicht spoilern, da du vielleicht Lust bekommen wirst, die Serie zu sehen). Sein Vater war immer unterwegs und hat sich nicht viel um seinen Sohn gekümmert, deshalb weiß er nicht, wie er mit ihm umgehen soll und schickt ihn zu den Großeltern, die ihn aufziehen.
Seine Großeltern sind Bibliothekare und ziehen oft um, so dass Ben nie lange Freundschaften halten kann.
Er wächst sehr einsam auf, was ihn aber auch irgendwie stark macht.
Der kleine Ben, den ich kreiert habe und sehr liebe (es gibt noch mehr Geschichten über ihn in einem anderen Forum und teilweise auf Englisch) ist so, wie später der erwachsene Ben in der Serie sein wird.
Den Ausruf "Oh je" nutzt der erwachsene Ben in der Serie öfter, deshalb habe ich ihn hier eingebaut.
Ich liebe es, Ben Frasers Kindheit zu erforschen. Ich schreibe gern über Kinder, weil ich mich gut in sie hineinversetzen kann, auch wenn ich keine eigenen habe.
Auf Rechtschreibung und Grammatik lege ich großen Wert, auch wenn ich manchmal einen Tippfehler mache und übersehe.

Es freut mich sehr, dass du meine Geschichte gelesen hast, obwohl du die Serie nicht kennst.
Aber ich kann dir empfehlen, sie mal anzusehen (kann man auf YouTube finden), vielleicht wirst du ja ein DueSer?
Auch wenn die Serie schon 27 Jahre alt ist, hat sie noch sehr viele Fans, weil es eben was ganz Besonderes ist.

Thank you kindly ❤️ (auch einen Ausdruck, den Ben oft benutzt )
18.05.2020 | 13:56 Uhr
Hallo Nessy,

Ach was für eine rührende schöne Geschichte. Ich hatte wirklich einen Kloß im Hals beim Lesen.
Der kleine Benton.
Bob schrieb ja in sein Journal, dass der Junge stark und tapfer ist.
Aber das, was du da geschrieben hast. Meine Güte. Ich sehe Fraser Sr. Vor mir, wie er seinen Lebenswillen verloren hat und sich gehen lässt. Und wie Ben sich kümmert. Keine Schwache zeigen, dass hat er von seinem Vater gelernt.
Wie gut, dass dann dich die richtigen Personen darauf aufmerksam wurden.
Es ist traurig, dass Ben nicht zurück kommen wird und dennoch wird er bei seinen Großeltern viel lernen.
Und er wird ein toller Mountie werden!

Und wieder einmal wird mir bewusst, wie sehr ich die Serie Liebe und vermisse!

LG MelEl

Antwort von Nessy F Amarok am 19.05.2020 | 20:57 Uhr
Hallo!
Vielen Dank für dein Review. Ich habe gar nicht erwartet, dass ich noch mal eines bekomme.
Ich freue mich sehr, dass es dir gefallen hat.
Normalerweise veröffentliche ich in einem internationalen Forum (AO3), weil ich zweisprachig schreibe.
Dort gibt es auch die Geschichte "Little Ben", wo ich noch mehr aus Bens Kindheit geschrieben habe.
Und noch viele andere Geschichten.
Hier habe ich nur einen Auszug veröffentlicht.

Ich liebe es, Geschichten aus Bens Kindheit zu schreiben, auch wenn diese nicht so beliebt sind, wie Geschichten über Liebe und Sex.
Aber davon gibt es Tausende und ich habe keine Lust auf Mainstream.

Es ist interessant, zu erforschen, was Ben zu dem Mann gemacht hat, den wir als Erwachsenen kennen.

Ich habe das DVD-Set und gucke es immer wieder.
Die beste Serie aller Zeiten.

Vor ein paar Tagen hatten wir eine Videokonferenz mit Paul Haggis, dem Erfinder von "Due South" (Originaltitel).

Es finden auch regelmäßig Conventions in Toronto statt.
Die letzte war letztes Jahr und der Überradchungsgast war Paul Gross, der Benton Fraser war.

Danke, dass dir meine kleine Geschichte gefällt.
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