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Autor: Zorbi
Reviews 51 bis 61 (von 61 insgesamt):
15.11.2019 | 09:03 Uhr
Liebe Zorbi,

etwas überraschend habe ich gerade ein bisschen Zeit geschenkt bekommen, und die will ich nun erst mal für schöne Dinge investieren! Nach der ungeschriebenen Regel, dass man eine gewisse Review-Reihenfolge einhalten sollte, wärst du noch gar nicht dran, aber ich habe dir bei so vielen deiner Geschichten (von Stern und Favo abgesehen) nicht rückgemeldet, wie sehr ich sie genossen und wie sehr sie mich bewegt haben, dass ich das bei diesem Projekt nun anders machen möchte. Man möge es mir verzeihen.

Nun ist ausgerechnet dieser Text hier ja eher weniger geeignet für einen fröhlichen Start in den Tag, aber den ganz fiesen Schmerz des ersten Lesens habe ich über Nacht verdaut, insofern geht’s. ;-) Nein, im Ernst, schon die Originalstelle bei May finde ich hart, selbst wenn sie dort ja einen anderen Verlauf nimmt, aber man spürt dort, dass dort etwas zu kippen droht und dass es keineswegs selbstverständlich ist, dass die Sache eine gute Wendung und einen Verlauf der andauernden Freundschaft nimmt. Den „anderen Weg“ zu schreiben, hätte ich jedoch niemals übers Herz gebracht. Du tust es hier nicht nur, sondern tust es auch in einem Format, in dem jedes Wort dreifach schmerzt, weil so wenige Worte so viel Bedeutung tragen müssen und dieser Umstand sie einschlagen lässt wie Gewehrkugeln.

Ich meine, allein schon die erste Vorgabe (sind das eigen Vorgaben?): „Worte, mit denen unsere Feindschaft begann“ … Feindschaft? Hallo???
Und dann Ws gnadenlose Härte, die sich durch den Dialog zieht … Erst gegen Ende lässt der Text hinter seine Fassade blicken. Natürlich kann man sich auch vorher denken, dass W einen Schutzwall gezogen hat, dass der Schmerz ihn überwältigt hat und ihn nun um sich schlagen lässt. Das ist ja bei May auch schon so, wenn auch nicht so heftig und ausdauernd wie hier, wo OS ihn gar nicht mehr erreicht. Aber erst ab Sieben wird es wirklich klar gesagt: W belügt sich selbst, er will Scharlih eigentlich lieben, ihn also nicht als Feind sehen, und er schickt ihn fort, was ihn selbst ja gewissermaßen davor schützt, mit Scharlih kämpfen und ihn womöglich umbringen zu müssen. Zudem schützt er so natürlich auch Scharlihs Leben. Aber hier ist es eben zur Abwechslung mal kein Hach-Moment, hier ist es unglaublich bitter. Wir sind zurückgefallen in ein Stadium der Beziehung, wo tatsächlich ein Kampf auf Leben und Tod als Möglichkeit im Raum steht. :(

„Vierzehn Worte, die das Böse in dir verdeutlichten: Unsere Kultur ist der eurigen überlegen. Früher oder später werdet ihr ohnehin umdenken müssen.“ Also erst mal: das Böse? Wow. Ich finde, am Ende wird das ein bisschen abgemildert: Wenn W das Verhalten von OS mit dem Begriff „Greenhorn“ in Verbindung bringt, ist es ja weniger „böse“, sondern eher unreflektiert, naiv, unerfahren usw., also Dinge, die man vielleicht doch verzeihen könnte und die sich verändern ließen, wohingegen „böse“ eine Charaktereigenschaft bezeichnet, die sich hier in einer bestimmten Denkweise zeigt und eher als unveränderbar erscheint. Wenn W wirklich so dächte, gäbe es gar keine Hoffnung mehr.
Leider gibt sich dein OS ja auch alle Mühe, die Weißen schlecht dastehen zu lassen. Nichts zu spüren von Diplomatie oder Empathie, „es gibt überall gute und schlechte Menschen“, all das. Stattdessen reinste Überheblichkeit, ein belehrender Tonfall, selbst so etwas wie Spott („Dass ich nicht lache! Und du willst deinem Volk ein kluger Ratgeber sein?“). Das eigene Empfinden wird in den Mittepunkt gestellt statt des Verlusts des anderen. Dessen Schmerz bekommt kaum Raum. Der Versuch zu verstehen bleibt in Fünfzehn in den Kinderschuhen stecken. Gleichzeitig hat OS aber natürlich das gewichtigste ethische Argument auf seiner Seite: „Und dabei Hunderte Unschuldige abschlachten?“, „Früher oder später werdet ihr ohnehin umdenken müssen“, „Allein der Griff zu den Waffen wird euch ins Unrecht setzen“. Das muss W doch begreifen, es ist doch das bessere Argument. Dass W das nicht anerkennen kann, ist wiederum für OS unbegreiflich, er hat W ja nicht als blutrünstigen Kriegstreiber kennengelernt.

Was ein Text wie dieser braucht, in dem zwei Freunde sich derartig entzweien, ist, dass man beide Seiten verstehen kann. Man muss nachvollziehen können, warum sie solch schreckliche Sachen sagen und warum es ihnen nicht gelingt, wieder zueinanderzufinden („Herrgott, wie habe ich mich in dir getäuscht!“ - „Dein Echo wird schon morgen verklungen sein.“ – Das tut echt weh beim Lesen!). Ich finde, das ist dir absolut gelungen. Der zentrale Satz dazu ist das mittig geschriebene „Ich begreife dich nicht.“ Es gilt eben für beide: W begreift nicht, wie OS (im Angesicht des Todes von Ws Familie!) das Unrecht an seinem Volk so zurückstellen und relativieren kann, ist doch das, was er vorhat, genau das, was die Weißen die ganze Zeit ungestraft tun. OS begreift Ws Perspektive darauf und seine grausamen Pläne nicht und verlangt in einem Moment des unendlich schmerzenden Verlustes etwas von W, was kaum ein Mensch zu leisten fähig ist: dem Feind auch die andere Wange hinzuhalten statt zurückzuschlagen. Beide sind tief verwundet und in einem emotionalen Ausnahmezustand, ihre Freundschaft ist noch jung und ungefestigt, ein falsches Wort ergibt das nächste, die Spirale reißt beide mit nach unten. Man möchte beide eigentlich die ganze Zeit rütteln und doch kann ich nachvollziehen, warum sie so sprechen, wie sie es tun.

Auch der zweite Satz, der mittig steht, steht dort zu Recht. Während „Ich begreife dich nicht“ für beide gilt und das Textzentrum verbalisiert, ist Ns Wunsch nach Rache die Mauer, die zwischen ihnen steht und die sie nicht überwinden können. Aus beiden deiner Treppen habe ich, gerade was diese Mittelstellung anbelangt, viel mitnehmen können, danke dafür!

Das Ende ist auf den ersten Blick eindeutig, W erhebt sich nun umgekehrt auch über OS, aber ich möchte natürlich dennoch lieber Hoffnung hineinlesen, siehe meine Anmerkungen zum Greenhorn-Begriff oben. Das Echo von OS‘ Worten wird nicht morgen verklungen sein, die Aufforderung zur Umkehr begleitet W. Immerhin, und was OS nun tut, erfahren wir ebenfalls nicht. Vielleicht führt dieser „andere Weg“ ja doch irgendwann irgendwie wieder zueinander. Mein kleines harmoniebedürftiges Herz will es jedenfalls glauben, also lasse ich es. ;-) Dass ich es kann, ist wieder eine Stärke des Textes: Man muss dir ans Ende folgen, kann dieses aber letztlich deuten, wie man möchte.

Liebe Zorbi, ich habe nun doch einiges Neues in diesem Text entdeckt, und weise insofern deine bescheidenen Worte aus dem Vorwort zurück! ;-) Hab vielen Dank dafür und überhaupt für das Mitspielen und Kreieren von solcher Art Geschichten. Ich habe auch diese Treppe sehr genossen, wenn auch auf eine schmerzvolle Weise. ;-)

Liebe Grüße
Regenengel

Antwort von Zorbi am 15.11.2019 | 17:20 Uhr
Liebe Regenengel!

Weiter soll es gehen – und ich bin dir besonders dankbar, dass du dich so ausführlich mit dieser finsteren Treppe auseinandergesetzt hast.

Auch wenn mich der eine oder andere an dieser Stelle für verrückt halten mag: Mir war gar nicht bewusst, welch verstörende Wirkung der Text haben würde. Erst die Reaktionen, die mir von außen zugetragen wurden, haben mir das verdeutlicht... So etwas kommt wohl dabei heraus, wenn man derart darin vertieft ist, das Puzzle formschön zusammenzusetzen ;-)

Allerdings möchte ich hier und heute zu meiner Verteidigung anbringen, dass ich unschuldig bin. Ich war's nicht, großes Indianerehrenwort!

Nachdem mich nämlich die erste Treppe zu meiner vollen Zufriedenheit durch die Langeweile endloser Tage getragen hatte, wollte ich gerne weiterspielen. Allein, woher neue Vorgaben nehmen? Ich habe intensiv gesucht und dabei nur Prompts zutage gefördert, die erstens überaus düster (ja, noch düsterer!!) und zweitens zum überwiegenden Teil zusätzlich ungeeignet für unser Fandom waren, weil sie viel zu modern anmuteten oder deutlich in ein anderes Setting gehörten. Letztlich blieb nur die Vorlage übrig, die ich dann für dieses Kapitel verwendet habe. Ich denke nämlich, dass das Schreiben von Prompts und die Antworten darauf nicht in einer Hand liegen sollte. Das würde unweigerlich zum Steuern einladen und den Text verwässern, weil man mögliche Hürden von vornherein ausmerzte. Das Überwinden dieser Hürden jedoch macht das Ergebnis erst überraschend und lesenswert, da bin ich sicher...

So ganz befriedigt hatte mich mein Fund aber nicht, weswegen ich dazu übergegangen bin, alle möglichen eigenen Treppenstrukturen zu erschaffen, die weniger Weltuntergangsstimmung erzeugen, und habe diese dann einer Handvoll Mitstreiterinnen aufgedrängt. Ich bin gespannt, ob die eines Tages mit Leben gefüllt hier auftauchen werden, hihi.

Mir gefiel die Idee, einmal direkt von einer Passage aus der Feder KMs auszugehen. Deswegen habe ich in W1 geblättert, als mir eine erste vage Vorstellung kam, wie die Aufgabe umzusetzen wäre – und dabei stolperte ich über die drei Worte, mit denen NT Rache fordert. Die fand ich so passend, dass ich mich entschieden habe, die Herausforderung anzunehmen.

Über die vier mittig platzierten Worte habe ich dagegen lange nachgedacht. Ich meine, was genau ist das Problem? Wie kann man die Ursache des Streits auf etwas Allgemeines herunterbrechen? (Und wie fasse ich das dann in vier kümmerliche Worte ;-))?)

Das „Böse“ war in dieser Treppe dann für mich die schwierigste Vorgabe. Was an Scharlih kann man in drei Teufels Namen als böse identifizieren? Nichts! Ich liebe gerade das Edle, den reinen Charakter an diesem Mann ;-) Also lässt sich getrost behaupten, dass ich den diesbezüglichen Teil mehr gewürgt als geschrieben habe...

Liebe Regenengel, du lieferst eine solch kluge, umfassende Analyse ab, weswegen die Blutsbrüder so handeln und reden, wie sie es tun, dass ich nichts hinzuzufügen habe. Der Bruch, den der Mayster bereits angelegt hat, vollzieht sich, weil jeder der Protagonisten zu sehr bei sich verweilt. Ohne Kompromisse funktioniert ein solcher Drahtseilakt aber nicht, wie ihn die beiden am Anfang ihrer Freundschaft zu bewältigen hatten.

Wenn du auf ein versöhnliches Ende hoffen möchtest, will ich dich nicht davon abhalten. Es sei dir gegönnt ;-)

Ganz viele liebe Grüße und auf bald!

Zorbi

PS. Hat irgendjemand besonderen Appetit auf Kekse? Ich habe heute einen wahren Berg angesammelt ;-)))
15.11.2019 | 08:30 Uhr
Hallo Zorbi,

willkommen zurück.
Ich hoffe, es geht dir mit jedem Tag besser.
Ich denke immer noch an letzten Freitag, wo ich die Ehre hatte, dich persönlich kennen lernen zu dürfen. Vielleicht sehen wir uns bei einer der nächsten Lesungen wieder?

Mir gefallen deine Worttreppen sehr gut. Der eine oder andere Satz ist mir tief ins Herz gestossen. Bin auf mehr gespannt.

Bis bald wieder
Viele Grüße
Doylest

Antwort von Zorbi am 15.11.2019 | 14:46 Uhr
Liebe Doylest,

ich kann es kaum glauben, dass schon wieder eine ganze Woche vergangen sein soll, seit wir uns zufällig auf dieser Lesung begegnet sind. Für mich war das ja mit einer Weltreise verbunden ;-)

Es freut mich sehr, dass ich dich mit meinen Texten berühren konnte. Auf so engem Raum mit Worten zu jonglieren, erwies sich als interessante neue Erfahrung.

Momentan weiß ich noch nicht, wann und wie ich hier wieder etwas beisteuere. Es gibt da ein paar Möglichkeiten, sodass du gerne gespannt bleiben darfst ;-)

Ich würde mich freuen, wenn wir uns mal wieder über den Weg laufen, so groß ist die KM-Szene ja nicht...

Liebe Grüße

Zorbi
15.11.2019 | 07:51 Uhr
Liebe Zorbi,

auch von mir ein ganz herzliches Willkommen zurück. Ich hoffe sehr, dass es jetzt dauerhaft aufwärts geht und du wieder so viel lesen kannst, wie du magst.

Deine Texte, die du ja anscheinend im Kopf verfasst und erst später niedergeschrieben hast, sind wunderschön. Besonders hat mir der mit dem kleinen W gefallen, der sich mit den Buchstaben herum schlägt und schließlich doch gewinnt. Sprichst du da ein wenig von deinen Erfahrungen der letzten Zeit?

Aber egal, diese Sammlung macht Lust auf mehr und ich freue mich auf neue Geschichten von dir.

Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung.

Liebe Grüße
Arvara

Antwort von Zorbi am 15.11.2019 | 14:36 Uhr
Liebe Arvara,

auch dir gilt mein herzlicher Dank für das nette Willkommen. Im Moment befinde ich mich in so einer Art Zwischenphase, es wird also noch etwas dauern, bis es nur noch aufwärts geht. Aber immerhin darf ich gegenwärtig an den Computer, das hilft ;-)

In der ersten Zeit nach der Operation war ich vorrangig mit Hörbüchern gestraft - etwas, das ich leidenschaftlich hasse ;-) Aber wie war das gleich mit der Not und dem Teufel? Irgendwann war ich kurz davor, die Box mit den CDs aus dem Fenster zu werfen... und in dem Moment kamen die Worttreppen in mein Leben. Ich habe zunächst tatsächlich hauptsächlich im Kopf gearbeitet, später dann mit den guten alten Karteikarten, hihi. Dass ich irgendwie Parallelen zu meiner Situation in den Text schreibe, war mir allerdings nicht bewusst ;-)

Schauen wir mal, wann ich den Ruf nach mehr befriedigen kann...

Vielen Dank für den Kommentar und liebe Grüße

Zorbi
14.11.2019 | 20:25 Uhr
Liebe Zorbi,


es war mir eine außerordentliche Freude, dich zu diesen Textspielereien verführen zu dürfen, und ich freue mich sehr, dass du dich dazu entschieden hast, sie mit uns zu teilen! Du hast es geschafft, du kannst wieder (ein bisschen) mitspielen, und da will ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, dir endlich mal wenigstens ein tagesaktuelles Review zu schreiben. ;-)

Auf der Leserinnenseite dieser Texte zu stehen, ist für mich immer noch eine spannende Erfahrung. Statt Lücken zu schaffen, bin ich nun gefordert sie zu füllen, und das macht wirklich Spaß!

Ich kannte diese Treppe hier ja schon, aber ich kannte sie nicht formatiert, und natürlich springt mir da direkt die mittig angeordnete Stelle ins Auge. Bei Melissa und mir war die Mitte bisher ja entweder einer dritten Person zugeordnet oder eine allgemeine Aussage bzw. ein Zitat, dass niemand direkt ausspricht/denkt. Bei dir ist es nun anders. "Vier Worte, die unausgesprochen blieben - Lass uns nicht streiten." Das sagt zwar auch niemand, aber es könnten eben beide sagen, es denken beide. Schöne Idee, die noch mal eine neue Ebene in das Textformat zieht - gefällt mir gut!

Eine meiner Lieblingsstellen ist immer noch die Stinktier-Frage. Auf Ansage hin etwas Humorvolles einzubauen, empfand ich selbst als kompliziert, und bei W dann gleich doppelt herausfordernd, aber dir ist es in meinen Augen hier absolut gelungen: Ich musste wieder grinsen, obwohl ich ja schon wusste, was kommt. XD

Aber auch auf der ernsten Seite sind da ein paar Sätze dabei, die es in sich haben: "Klug dünkt dir allein, wer deiner Wahrheit folgt", ist einer, der mir besonders gut gefällt. Zum einen wegen Wortwahl und Satzstellung, die so gut passen (sowieso triffst du den Ton der beiden absolut überzeugend), zum anderen aber auch, weil es eine sehr harte, sehr präzise Aussage ist, die einfach weh tut. Es ist gewissermaßen die Steigerung von "Und wenn ich dich stattdessen ermahnte, die Gebräuche der roten Völker zu achten? Was dann, Scharlih?", und das war schon eine starke Stelle. Im Prinzip dachte ich beim Lesen fast durchgängig "Autsch", dein Text hat mich also alles andere als kaltgelassen.

Zum Titel hatte ich dir schon mal etwas geschrieben, daran hat sich nichts geändert; ich finde ihn der verschiedenen Deutungsmöglichkeiten wegen immer noch sehr passend.

Für den Moment muss es das hier leider gewesen sein, aber weitere Rückmeldungen folgen, versprochen!


Viele liebe Grüße
Regenengel

Antwort von Zorbi am 15.11.2019 | 17:14 Uhr
Liebe Regenengel!

Tatsächlich, bei dieser Sammlung meldest du dich zum ersten Mal textbezogen zu Wort bei mir – und das dann gleich doppelt ;-) Ich brauche wohl kaum zu erwähnen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe...

Worttreppen sind ein faszinierendes Spielzeug! Was auf den ersten Blick so leicht daherkommt (und das sollte es, denn wenn es irgendwo sichtlich hakt, ist etwas schief gelaufen ;-)), braucht jede Menge Grübeln und Haareraufen, ehe sich am Ende doch Licht am Horizont abzeichnet. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Gleichzeitig macht es aber enormen Spaß, die Leerstellen zu füllen, die nach den ersten Durchläufen bestehen bleiben...

Klar, Humor passgenau zu platzieren, und dann auch noch aus Ws Mund, ist eine Herausforderung. Mir ist es jedoch noch schwerer gefallen, die durch die Vorgaben geforderten teilweise sehr willkürlichen Gefühlsumschwünge glaubhaft darzustellen. Die Auswahl der Prompts bedingt ein Streitgespräch – allerdings eines, wo nach deutlichen Diskrepanzen immer wieder liebevolles Zueinanderwenden geschehen soll. Hier einer Linie treu zu bleiben war hart. Deswegen haben mich besonders die 15 und die 6 Worte in Stürme von Verzweiflung gestürzt.

Dass ich bei der Abfassung der Treppe der Mittelposition eine neue Nuance zugefügt habe, war mir ehrlich gesagt nicht bewusst ;-) Und wahrscheinlich ist es so, dass uns immer die Ideen überraschen, die nicht aus unserem eigenen Gehirn stammen. Ich fand die Verwendung von Zitaten mittig positioniert eleganter...

Es freut mich, dass du mir bescheinigst, unsere Helden treffend abgebildet zu haben. Das ist gerade in diesem Format unverzichtbar, wo es ja ob der Kürze des Textes auf jedes Wort ankommt. Der von dir zitierte „ernste“ Satz ist jedenfalls einer, den ich zu den besseren zählen würde ;-)

Ich danke dir nochmals für diesen Kommentar zu einem dir schon bekannten Text, was ich keinesfalls als selbstverständlich betrachte!

Liebe Grüße und bis gleich bei Review 2 :-)

Zorbi
14.11.2019 | 17:00 Uhr
Schön wie Winnetou lesen lernt, das war eine sehr gute Idee von Kleki petra.
Weiter so, freue mich auf das nächste Kapitel.

LG
Onlyknow3

Antwort von Zorbi am 15.11.2019 | 14:27 Uhr
… aber ich dachte mir, genug der Finsternis, ich will es mit ein paar Sternen enden lassen ;-) Du hast recht, es war eine wundervolle Idee von KP, unseren W das Lesen zu lehren. Ich stelle mir gerne vor, dass der Häuptling seinem anstrengenden Alltag zumindest in seltenen kostbaren Momenten mit einem Buch in der Hand entfliehen kann...

Ich danke dir für deine Rückmeldungen, ebenso wie für die guten Wünsche. Ich werde meine Augen pfleglich behandeln, versprochen!

Liebe Grüße

Zorbi
14.11.2019 | 16:53 Uhr
Ja es hätte auch anders kommen können zwischen den beiden, gerade wegen ihrer Unterschiedlichen Lebensweise. Aber wir wissen das sie sich zusammen gerauft haben.
Weiter so, freue mich auf das nächste Kapitel.
Mir gefallen deine Worttreppen, aber pass auf dein Augen auf, und werde wieder Gesund.

LG
Onlyknow3

Antwort von Zorbi am 15.11.2019 | 14:21 Uhr
… und hier im zweiten Teil des Uploads sieht es noch viel düsterer aus: Die Blutsbrüder stehen vor dem endgültigen Bruch. Schon beim Mayster selbst ist dieser ja am Horizont erkennbar, also musste ich nicht allzu weit von bekannten Pfaden abweichen, eigentlich...
14.11.2019 | 16:46 Uhr
Ja auch Brüder können getrennte Wege gehen, egal wie sie gelegt sind.
Hier hat Karl, wohl eine Grenze Übertreten, die ihre Freundschaft zerstört hat.
Weiter so, freue mich auf das nächste Kapitel.
Außerdem guten Besserung für die und deine Augen.

LG
Onlyknow3

Antwort von Zorbi am 15.11.2019 | 14:18 Uhr
Hi Onlyknow,

ich denke sogar, dass Brüder hin und wieder unterschiedliche Wege beschreiten müssen. Es zeugt jedoch von Größe und Weisheit, sich nach einem Streit wieder zusammenzuraufen... Leider waren die Vorgaben zu Ende, ehe sich unsere definitiv klugen Helden das zu Herzen nehmen konnten ;-)...
Felix (anonymer Benutzer)
14.11.2019 | 14:23 Uhr
Das klingt, als könnte das hier: Gute Besserung! nützlich sein...

Antwort von Zorbi am 15.11.2019 | 14:15 Uhr
Danke Felix, nett von dir! VG Zorbi
14.11.2019 | 11:27 Uhr
Hallo Zorbi :)

Vorweg natürlich gute Besserung, ich hoffe sehr, dass du schnell wieder vollständig genesen bist <3

Es freut mich, dass du dennoch deine Kreativität nicht verloren hast und deine Ideen weiterhin mit uns teilst. Ich liebe deinen Schreibstil und deine Geschichten, besonders deine Trilogie rund um Winnetou und Old Shatterhand. Diese Geschichten verschlinge ich heute noch, ich kann gar nicht zählen, wie oft ich sie schon gelesen habe und es wird niemals langweilig. Einfach großartig, vielen Dank ! :)

LG,
JoKey

Antwort von Zorbi am 15.11.2019 | 14:14 Uhr
Hi JoKey!

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als dein Name in meinem Review-Eingangsfach aufblitzte - tatsächlich glaubte ich dich längst auf und davon ;-)

Lieben Dank für das viele Lob und das Lösen eines Rätsels: Endlich weiß ich, wer für die sich ständig verändernden Klickzahlen bei den alten Geschichten verantwortlich ist ;-))

Herzliche Grüße zurück!

Zorbi
14.11.2019 | 08:53 Uhr
Liebe Zorbi, herzlich willkommen zurück. Mir gefallen deine Oneshots. Gute Besserung weiterhin. Liebe Grüsse Bella Fleur D

Antwort von Zorbi am 15.11.2019 | 14:07 Uhr
Liebe Bella,

danke schön :-) Es freut mich, dass ich dich mit meinen Texten erreichen konnte. Ganz liebe Grüße zurück!

Zorbi
Grashuepfer (anonymer Benutzer)
14.11.2019 | 08:43 Uhr
Erstmal gute Besserung! So Geschichten ausdenken ist eine Prima Ablenkung, wie ich letzte Woche auch feststellen durfte, als ich nach einer Hysterectomie im Krankenhaus lag und OHNE Fernsehen, Computer und Handy 5 Tage im Bett lag. Meine Nachbarin, die nur eine Nacht dableiben mußte, konnte das gar nicht fassen...
Ich dagegen hatte eine saugute Idee, die ich vielleicht irgendwann in meine Geschichte einbaue.... ;)

Antwort von Zorbi am 15.11.2019 | 14:03 Uhr
Hi Grashuepfer,

die guten Wünsche gebe ich hiermit postwendend zurück. Ich hoffe, du hast deinen Eingriff gut überstanden.

Und ja, es stimmt, wenn der Körper uns zum Innehalten zwingt, wird der Geist umso aktiver. Wenn du mich fragst, gibt es wahrhaft schlechtere Alternativen, als im Stillen Geschichten zu spinnen ;-)

Vielen Dank für deinen Kommentar!

Zorbi
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