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Autor: Weeping Angel
Reviews 1 bis 7 (von 7 insgesamt):
23.01.2022 | 18:20 Uhr
Guten Abend Weeping Angel


Hier sind wir also, in einer weniger schönen Situation für Leonie. Da hat sie einfach einmal den Kapitän aus seiner eigenen Kajüte ausgeschlossen. Selbstverständlich gefällt ihm das nicht. Ich gebe zu, auch werde nicht gerne ausgeschlossen. Vor allem nicht aus meinem Bastelzimmer. Ich kann seine Gefühle sehr gut nachvollziehen.
Und das sie ihm dann noch an den Kopf wirft, dass er nicht das Recht hätte sie zu belästigen, tut natürlich sein übriges.
Leonie schient aus guten Hause zu kommen, hier wirkt sie aber etwas überheblich und arrogant. Ich bin neugierig, welchen Status ihre Familie wirklich hat.

Damians Reaktion auf ihre Worte haben bei mir dann doch etwas Genugtuungen ausgelöst. Nicht, dass ich es toll finde, wenn er sie verletzt, aber hier habe ich als Leser das Gefühl das sie eindeutig eine Grenze überschritten hat. Sie ist „Gast“ auf diesem Schiff und sollte sich als solches auch verhalten und nicht so, als würde ihr das Schiff gehören.
Zumindest scheint sie sich dessen bewusst zu sein. Was ihr Vorsatz angeht, das Temperament zu zügel… ja. Ich weiß schon wie das weitergeht…

Als die Szene zu Damian springt, musste ich mehrfach schmunzeln.
An dieser Stelle würde mich interessieren, was mit seinem Bruder ist? Hat er noch Kontakt zu ihm?
Schließlich hat er sein Schiff ja von ihm zurück bekommen. Ich hoffe, dass es auch hier zu Rückblicken kommt. Besonders wie es um das Verhältnis der beiden Halbbrüder steht.

Jetzt aber erst einmal zurück zu Leonie und Damian.
Ihr Vorsatz, das Temperament zu zügelt, hält sie zumindest dieses mal ein. Ich finde es noch schwer, Leonie zu fassen. Sie ist sehr sprunghaft in ihrem Verhalten.

Das Gespräch über den Sonnenuntergang und die darum abspielende Momente waren angenehm zu lesen. Trotzdem war ich wie Leonie etwas in „Hab- Acht- Stellung“ weil ich mir nicht Sicher war, ob sie nicht doch wieder etwas dummes macht.
Dem Abendessen habe ich schon entgegen gefiebert. Ich kenne die Erste Fassung davon, bin also sehr gespannt, was du alles verändert hast.


Bis zum nächsten Kapitel.
Grüße, Snowsong
23.01.2022 | 17:37 Uhr
Hi Weeping Angel


Und weiter geht es:

Leonie hat sich an Deck begeben und sich entschuldigt. Dabei hat sie die Auffassung, Damian würde mit ihr Spielen.
Dieser Eindruck scheint sich bei ihr zu vertiefen.
Ich als Leser weiß ja, dass das nicht seine Absicht ist. Er möchte Informationen von ihr und bemüht sich deshalb, freundlich zu sein. Schon in den Ersten Zeilen wird es klar, dass es wohl wieder einige Missverständnisse geben wird.

Missverständnisse Nr. 1 bahnt sich schon an, als Leonie den Umhang abgeben möchte. Diesen hat sie von ihm bekommen, damit sie sich verhüllen kann. In erster Linie um sie vor den Blicken seiner Männer zu schützen.
Leonie geht sofort von einer körperlichen Züchtigung aus. Einerseits verständlich, anderseits, warum sollte er das tun? Sie hat ihn nicht provoziert oder sich respektlos verhalten.
Nun gut, sie hat Angst, da wollen wir einmal darüber hinweg sehen.

Die beiden unterschiedlichen Sichten der beiden gehen weich ineinander übe.
Damian geht etwas auf Abstand, um ihr Raum zu geben. Aber auch, um seine Gedanken zu ordnen und sie ist verwirrt und verängstigt.
Vor allem Leonies Gedanken zu dem Abendessen waren köstlich. Er läd sie zum essen ein und sie denkt gleich an einen Giftanschlag.

Alles scheint sich zu entspannen. Damian warnt sie sogar vor den Haien.
Und als sich alles beruhigt zu haben scheint und Leonie entspannt ist, offenbart ihr Damian auch gleich, dass er sich ja nicht um sie sorgt, sondern Informationen von ihr will. Das sorgt natürlich dafür, dass sie gleich wieder einen Dämpfer bekommt.

Zumindest kommt es nicht gleich wieder zu einem Ausbruch ihres Temperamentes.
Stattdessen bleibt sie an Deck und beobachtet alles.
Man kann das Aussehen eines Charakter einfach so beschreiben, oder aber durch die Augen eines anderen Charakters dies tun. Zweites hat etwas persönliches an sich und man bekommt auch gleich mit, dass der Charakter so denkt.
Leonies Gedanken waren angenehm. Sie hat Damian beschrieben, ihn als gutaussehend beschrieben, ohne gleich etwas romantisches an ihm zu sehen.

Das er es nicht mag, angestarrt zu werden, kann ich verstehen. Und so schickt er sie von Deck.
Leonie nimmt das an, ohne irgendetwas zu erwidern. Du hast die Illusion schön aufgebaut, dass es dieses mal keine Zwischenfälle gibt. Tja, und dann kommt die Szene in der sie sich frisch macht.
Das abschließen der Tür wirkt ganz natürlich. Ich würde es wahrscheinlich auch machen, schließlich weiß sie nicht, wer denn alles in die Kajüte geplatzt kommt. Ich würde, glaube ich, auch nicht daran denken dass nur der Kapitän herein kommen würde.
Und selbst wenn es nur der Kapitän ist; wer sagt mir das er anklopft? Ich verstehe sie, aber ich kann mir auch vorstellen das der Besitzer der Kajüte nun wirklich nicht erfreut sein wird, wenn er aus seinen eigenen vier Wänden ausgeschlossen wird.

Bevor es aber wieder zu einer Eskalation kommt, dürfen wir Leonie erst einmal dabei begleiten, wie sie sich frisch macht.
Ich glaube, es ist nur schwer vorstellbar, wie sie sich wirklich fühlt. In der Heutigen Zeit, in der wir uneingeschränkten Zugriff auf Wasser, Seife und allerlei Hygieneartikel haben. Unweigerlich frage ich mich da, was passiert, wenn Leonie ihre „kritischen Tage“ bekommt. Das würde sicher auch zu einem interessanten Dialog führen. Aber so weit ist es ja noch nicht.

Leonie hat sich frisch gemacht, hat sie Zeit vergessen und natürlich ist Damian gar nicht erfreut. Das Kapitel endetet mit einem Cliffhanger.
Einem fiesen Cliffhanger. ZU Glück ist das nächste Kapitel schon da^^


Bis zum nächsten Kapitel.
Grüße, Snowsong
23.01.2022 | 16:46 Uhr
Hi Weeping Angel

nach einer langen Pause melde ich mich auch mal wieder. Das liebe RL und all seine schönen Ecken und Kanten eben.

Kapitel 1 endete mit einem Cliffhanger. In Kapitel 2 geht es sofort weiter. Ein Vorteil wenn das Folgekapitel schon da ist. Ansonsten finde ich es etwas schwer, wieder in die Geschichte zu finden.

Das Leonie jemand ist, der gerne in Schwierigkeiten gerät, weiß ich ja schon. Auch das sie sehr impulsiv ist, konnte man im ersten Kapitel sehen.
Um so greifbarer ist die kommende Angst vor dem, was jetzt passieren wird. Es braucht nicht viel Fantasie, vor was sie sich fürchtet.
Da schleift sie ein fremder Mann den sie offensichtlich verärgert hat, auf eine Tür zu. Um so irritierte war ich, dass sie nicht erleichtert war, dass er sie nur eingesperrt hat. Warum genau hat sie ihn beschimpft und gegen die Tür getreten? Er hätte ihr auch folgen und sie vergewaltigen können.

Glück hat unsere Leonie schon und so ist sie vorerst eingesperrt und Damian bringt sein Gemüt wieder unter Kontrolle. Was mir sehr an dieser Szene gefallen hat, ist, dass du aufgezeigt hast, dass Damian die Balance zwischen Strengem und Gerechtem Kapitän scheinbar hält. Auch wenn er Gerecht ist, ist er der Kapitän und das heißt nicht, dass man an Bord faulenzen kann. Er ist auch ein Mensch, dass heißt, er hat gute Tage, aber auch sehr schlechte. Ich meine, geht es uns nicht auch so? An machen Tagen sind wir gereizter als an anderen.

Die Gedankengänge von Damian bieten auch noch einmal eine Anspielung an das Buch und geben zudem einen leichten Rückblick in sein vergangenes Leben. Gleichzeitig zeigt es mir als Leser auch, wie leicht er wohl wieder die Kontrolle verlieren kann. Das macht die ganze Sache sehr spannend, vor allem da Leonie ja nichts davon weißt.

Apropos Leonie…

Das du sie nun erst einmal von Deck separiert hast, und Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle gewährst, ermöglicht es, sie besser kennenzulernen.
Sie weiß also darum, dass ihr Temperament ihr Schwierigkeiten bereiten kann. Hier würde mich etwas mehr von ihrer Vergangenheit interessieren; wo und welcher Situation sie schon einmal durch ihr Temperament in Schwierigkeiten gekommen ist.

Aber zurück zu ihrer Situation. Warum sie auf der Leviathan ist, weiß man bis jetzt noch nicht. Außer, dass sie wohl hatte fliehen müssen. Ihre Überlegung, warum sie ausgerechnet diese Schiff gewählt hatte, macht viel Sinn.
Wenn die Angreifer einen Bogen um das Schiff gemacht haben, es wenig beleuchtet war und es scheinbar nicht in das Beuteschema von Freibeutern passen wollte, so ist das sicher ein Sicheres Schiff. Die Frage warum die Angreife er meiden, hätte sie sich vielleicht stellen sollen. Sobald sie mit Damian über den Angriff in dem Hafen spricht, hoffe ich zu erfahren, wie er den Angriff erlebt hat.

Leonie sieht sich erst einmal in der Kajüte um. Du beschriebst sehr anschaulich, wie es in Damians eigenem, privaten Raum aussieht. Zudem liegt dort ein Steckbrief, der Leonie nun auch verrät, wem sie das ganz unverhofft geschlagen hat.
Das sie erschöpft und verängstige einschläft war ein gut gewähltes Ende für den Abschnitt. So wirkt es Rund und in sich abgeschlossen.
Man kann sich also ganz entspannt dem nächsten Abschnitt zuwenden.

Damian hat sich also weitgehendst beruhigt. Zwar hat er seine Mannschaft durch sein hin und her gelaufen verrückt gemacht, aber er ist wieder so weit bereit, um mit Leonie zu sprechen.
Hier gefällt mir sehr, dass man erkennt, wie man aneinander vorbei reden kann. Damian hatte nie vor Leonie zu verletzt. Er reflektiert sein Verhalten und das ihre.
Dabei wird klar, dass er in erster Linie kein Interesse daran hat, sie zu töten; was Leonie im Moment ja befürchtet. Auch wenn er sich das einredet, dass er sie einfach über Bord werfen kann.
Der Zwiespalt den er sich nicht erklären kann, macht neugierig. Aber ich werde noch etwas warten müssen, bis ich weiß, warum genau er sie nicht gleich entsorgt hat.

Seine Interaktion mit Leonie und das hin und her seiner Gedanken verleiht, wie ich finde, dem Charakter noch mehr Tiefe. Er ist nicht perfekt, es gelingt ihm nicht alles auf Anhieb. Daraus resultieren Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Und das bedeutet wiederum mehr Lesestoff^^

Jetzt hast du die beiden Seiten der Charakter aufgezeigt und nun sind sie bereit, einander gegenüber zu treten. Ich finde es gut, dass man beide Gesichtspunkte hat erleben dürfen. So weiß man grob, wo jeder der beiden steht. Natürlich gibt es auch Faktoren, die man nicht berechnen kann. Damians innere Dämonen und Leonies Temperament. Aber gerade das macht einen gewissen Reiz aus.

Leonie beschließt, sich zu entschuldigen. Etwas, was wie sie schon sagt, in ihrer Gesellschaftlich üblich wäre. Sie befinde sich unter Piraten und noch weiß sie nicht, wie sie sich zwischen ihnen bewegen soll. Zumindest weiß sie, dass ihr überleben an dem Wohlwollen des Kapitäns hängt.
Nichtsdestotrotz nimmst du uns mit in ihre Haut, lässt die Zweifel und das Unwohlsein anschaulich schildern.

Als sie sich gegenüber stehen, stellen sie sich vor. Es scheint, als käme ein Gespräch zustande. Allerdings hast du hier wieder die Zweifel, die Vorurteile eingebaut. Wieder läuft es nicht glatt.
Spielt er wirklich mit ihr? Wer weiß, im nächsten Kapitel wird sich die Antwort offenbaren.


Bis zum nächsten Kapitel.
Grüße, Snowsong
01.04.2020 | 10:56 Uhr
Huhu,

ich bin dank Snowsong über deine FF gestolpert und finde sie richtig megasuperspitzenmäßigtoll :-D
Ich muss gestehen, dass ich normalerweise keine FF's zu einem Buch lese, dass ich nicht gelesen habe aber bei deiner Geschichte konnte ich nicht anders. :-)
Ich muss mal schauen ob ich das Buch irgendwo auftreiben kann. So als kleine Hintergrundlektüre für deine Story.^^
Aber ich schweife ab.
Ich mag deinen Schreibstil und deine Hauptcharaktere.

Als erstes wäre da ja Damian. Durch seine Gedanken im ersten Kapitel konnte ich schon mal gut in die Welt eintauchen, in der deine Geschichte spielt. Somit konnte ich Damian gleich etwas kennen lernen.
Er tut mir Leid. Sein halbes Leben unter einem Fluch zu stehen, dass der eigene Vater eine gehorsame Marionette hat, ist grausam. Und dass der Fluch trotz des Todes seines Vaters nicht ganz gebrochen ist entmutigt ihn ja auch. Er will einfach nur frei sein und tun was er möchte.
Mir gefällt Damian. Er ist zwar durch und durch Pirat, hat aber noch gewisse Moralvorstellungen die er einhält. Er ist wirklich ein interessanter Charakter. Ich bin gespannt wie er sich durch seine kleine, blinde Passagierin noch entwickelt. Und warum es ihm bei ihr so schwer fällt sein dunkles Inneres unter Kontrolle zu halten. Ich hoffe ja, dass der Fluch auf ihm noch endgültig gebrochen wird. (Und mein kleines Romantikerherz malt sich auch gleich aus, dass der Fluch durch wahre Liebe gebrochen wird <3 Hehe. Habe in meiner Kindheit einfach zu viele Disneyfilme gesehen. Aber ich schweife schon wieder ab...)
Auf jeden Fall wird er noch oft genug mit seinem unfreiwilligen Gast aneinandergeraten, zumal er auf neue Gefühlsempfindungen ja sehr wütend und aufbrausend reagiert...

Womit wir quasi nahtlos zu Leonie kommen. Ich mag sie :-). Sie ist zwar eine Tochter aus gutem Hause, aber weder heult sie ständig rum noch fällt sie andauernd in Ohnmacht. Ich mag ihr Temperament und ihre lose Zunge. :-)
Auch wenn sie sich bei Damian gehörig zusammenreißen muss wenn sie nicht mit seiner unangenehmen Seite konfrontiert werden möchte.
Ich hoffe dass ihrer Familie nichts passiert ist und dass sie diese wiedersieht.
Die Arme. Es war so mutig von ihr sich trotz ihrer Angst für Damian in die Klinge zu stürzen. Und sie war wirklich tapfer als sie vom Schiffsarzt behandelt wurde.

Womit ich noch auf Brian zu Sprechen kommen möchte. Haha. Ich finde ihn einfach nur genial. Wie er mit Damian spricht und sich einfach nicht an irgendeine konventionelle Höflichkeit hält. Manchmal dachte ich: "Das hat er jetzt nicht vor versammelter Mannschaft gesagt": aber doch hat er. XD
Und wie er Damian wegen seiner Verletzung wie eine Glucke behandelt hat. Haha. Ich glaube nicht viele hätten Damian Bricassart mit einer Pistole in ihr "Behandlungszimmer" führen dürfen ohne nachher als Haihappen zu enden. :-)
Schön finde ich es auch, dass du durchblicken lassen hast, warum Brian so ist. Weil er sich in Irland einfach nicht mit solchen Floskeln und Katzbuckeln beschäftigen musste.
Brian hat das Herz am rechten Fleck. Es war auch sehr nett von ihm, Leonie einen Hinweis zu geben, wie sie etwas besser mit Damian zurecht kommen kann. Ich bin gespannt ob du noch erwähnst wie Damian und Brian sich genau kennen gelernt haben und wie Brian ihn gerettet hat. (Dezent mit dem Zaunpfahl wink)

So. Aber nun zum aktuellen Kapitel.
Ich glaube nicht dass der Brief von Jamilla sich auf Damian bezogen hat sondern auf seinen Vater.
Damian hat sehr deutlich gemacht, was er von Vergewaltigungen hält. Das Abtrennen des Ringfingers hätte ich ihm ja eventuell noch zugetraut, immerhin kommt ja sein Ruf nicht irgendwoher. Aber die Vergewaltigungen. Nein. Das war sein Vater.
Und Leonie denkt aufgrund der Tatsache dass in dem Brief kein Vorname, sondern nur der Name Bricassart erwähnt wird und der Drohung mit den Haien dass es Damian war, der so grausam zu Jamilla war.
Ich kann nur hoffen, dass der Pirat, der auf sie aufpassen soll sie davon abhält, das Schiff zu verlassen.
Aber da Leonie ja nicht auf den Kopf gefallen ist wird sie sich schon einen Plan für ihre Flucht ausdenken.
Oh Gott. Ich will mir gar nicht ausdenken wie Damian reagiert wenn sie wirklich flüchtet.
Also. Du musst bitte unbedingt weiterschreiben dass meine Neugier befriedigt wird und ich weiss wie es weitergeht. O:-)
Viele Grüße und viel Spass und Erfolg beim Weiterschreiben

Fin :-)

Antwort von Weeping Angel am 04.04.2020 | 10:38 Uhr
Hallo,

na dann erst einmal herzlich willkommen hier, schön dass Du Dich her verirrt hast! Ja, Snowsong fragte mich, ob sie bei einem ihrer nächsten Kapitel eine Empfehlung für meine Geschichte posten darf. Einfach lieb von ihr, wie ich finde!

Oha, das freut mich total, dass meine Geschichte Dir so gut gefällt. Und es motiviert natürlich zum Weiterschreiben!

Ich versuche meine Geschichte so zu gestalten, dass man das Buch nicht unbedingt kennen muss. Fragen, die sich jetzt auftun, will ich versuchen im weiteren Verlauf der Geschichte zu klären. Wenn du aber wirklich neugierig auf die Romanvorlage bist (in der Damian als echt interessanter Charakter leider viel zu kurz kommt...) dann schau doch mal bei Medimops oder Ebay vorbei. Dort hatte ich letztens noch Exemplare des Romans für kleines Geld gesehen, Rebuy hatte, glaube ich, nur noch eine Hörbuchvariante...

So, wo soll ich nun mit der Beantwortung anfangen, so ein langes Review! Vielen Dank dafür!

Wie gesagt, in Peinkofers Buch ist Damian eher eine für die Handlung notwendige Nebenfigur, weswegen ich mich bemüßigt fühlte, ihn im Ersten Kapitel erst einmal detaillierter auszuarbeiten. ;o) Es freut mich aber zu hören, dass es trotzdem nicht zu langatmig geraten ist. Ich habe oft das „Problem“, dass ich gern so viele Details wie möglich in dadurch sehr lang werdende Kapitel zu packen versuche, um alles bildlich und nachvollziehbar zu gestalten.

Na, nichts gegen Disneyfilme, schaue ich heute noch gern! ;o) Und Deinem Romantikerherz kann ich sagen, ich habe nicht umsonst das Genre „Romanze“ gewählt. Der Mann verdient einfach ein wenig Glück.
Wie es mit den Überresten des „Fluchs“ aussieht, dazu will ich noch keine Aussage treffen, da ich selbst noch etwas zwiegespalten bin und mich einfach ein Stück weit überraschen lasse, wie die Charaktere sich entwickeln, wenn sie beim Schreiben wieder einmal ein Eigenleben entwickeln. ;o)

Ja, Leonie wollte ich als kleine Rebellin haben, die nicht wirklich in das Schema passt, dass mit ihrem gesellschaftlichen Stand einher geht. Aber dennoch kennt sie bisher nur ihr behütetes Elternhaus und Leben und hat momentan sehr mit der Situation zu kämpfen. Teilweise steht sie sicher manchmal kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Aber sie ist eine Kämpferin, die ihren „Kontrahenten“ nicht die Genugtuung verschaffen will, Schwäche zu zeigen.
Auf jeden Fall aber ist sie klug genug, abzuwägen, wer eben in dieser unbekannten rauen Welt am wenigstens eine Gefahr für sie darzustellen scheint.
Aber mal ehrlich, eine Heulsuse würde nicht nur die Leser sondern auch die Autorin einfach nerven. Vielleicht steckt auch ein bisschen was von mir in ihr. Habe selbst auch schon einiges erlebt, das mich zum Kämpfer hat werden lassen. Wer weiß... aber die meisten Autoren stecken sicher in jede ihrer Geschichten ein Stück von sich selbst.

Ja, der liebe Brian... ich brauchte einfach einen Charakter, der so gar nicht hinein zu passen scheint.
Er hat eine ganz spezielle Verbindung zu Damian. Wie genau es zu dieser kam... wird in der Fanfiktion allerdings höchstens am Rande leicht anklingen. Es würde den Rahmen einfach sprengen...
Da muss ich Dich also enttäuschen – beziehungsweise um Geduld bitten. ;o) Ich habe mittlerweile einen dicken Ordner voller Ideen. Und manche stecken eben in der Rubrik „Prequel“ oder „Sequel“. Wenn sich diese Ideen noch weiter häufen, stehen die Chancen um weitere Geschichten in diesem Setting nicht schlecht. Ich hatte auf jeden Fall vor, der Frage wie Brian und Damian sich kennenlernten, eine eigene Geschichte zu schenken – die dann quasi die direkte Verbindung zwischen dem Ende des Buches und dem Beginn vom „Drachen aus der Tiefe“ (der ja ein rundes Jahr nach dem Buchende beginnt) bildet.
Dein Zaunpfahl ist also angekommen. Aber das Ganze schlummerte ohnehin schon in meinem Hinterkopf. XD
Dennoch liegt mein Fokus erst einmal auf dieser Geschichte hier. Auch wenn Fragmente zu anderen existieren. Aber ich bin kein Freund davon, an mehreren Dingen gleichzeitig zu schreiben, ich will erst die eine Geschichte beenden, ehe ich eine andere so richtig anfange. Genauso wie ich schlecht mehrere Bücher parallel lesen kann, möchte ich auch beim Schreiben nichts durcheinander werfen.

Nun, der Brief bzw. die Tagebuchseite, oder wie auch immer man es bezeichnen möchte, von Jamilla wird innerhalb der nächsten 5-6 Kapitel aufgeklärt... Snowsongs Oneshot und auch das Buch von Herr Peinkofer spoilern diesen Aspekt aber auch schon, wenn Du die Antwort schnell willst. Und eigentlich könnte man beim Lesen, denke ich, schon auf einen anderen Gedanken kommen: falls Jamillas Vergewaltigungen durch seinen Vater stattfanden und Jamilla eine dadurch entstandene Schwangerschaft spürt... ?

Aber auch Damians Ruf wurde nicht unbedingt von ihm allein aufgebaut. Das lässt der Spanische Kapitän vor seinem Tod ja kurz anklingen. Der dämonische Pirat, der trotz seiner Jugend angeblich schon so lange Angst und Schrecken verbreitet – einfach weil der „Piratenjob“ nahtlos vom Vater auf den Sohn überging, ohne dass es ein Außenstehender bemerkte. Damian allein hätte vielleicht gar keinen so grausamen Ruf erlangt...

Ob Leonie nun brav an Bord bleibt, ob sie Fluchtpläne schmiedet (sie wird auf jeden Fall daran denken...) und ob sie diese umsetzt... wird sich bald klären. Sollte sie tatsächlich weg laufen, wäre unser lieber Kapitän sicher alles andere als erfreut. Aber hier liegt auch Vieles noch im Unklaren, da meine Protagonisten gern mal beim Schreiben ein Eigenleben entwickeln und mich genauso überraschen durch ihre Taten.

Keine Sorge, ich schreibe auf jeden Fall weiter. Aufgrund der momentanen Ausnahmesituation mangelt es nur noch mehr als sonst an Zeit und dauert einfach etwas. Zumal meine Kapitel ja auch nicht zu kurz geraten sollen. Allerdings wird das nächste Kapitel deine Neugier wohl noch nicht befriedigen, denn da begleiten wir erst einmal Damian an Land und Leonie wird kaum vorkommen. Wenn überhaupt. Die beiden brauchen einfach mal ein wenig räumliche Trennung, um sich nicht an die Gurgel zu gehen gegenseitig.

Ich hoffe, dass ich dieses Wochenende ein wenig voran komme. Würde mich auf jeden Fall freuen, wieder von Dir zu hören, sofern du die Zeit hast, auch beim nächsten Kapitel einen Kommentar zu hinterlassen.

Liebe Grüße und bleib schön gesund!

Weeping Angel
Lilien (anonymer Benutzer)
29.03.2020 | 13:54 Uhr
Hey ich bin auf Empfehlung von Snowsong hier.
Deine Geschichte ist wirklich toll. Der Schreibstiel ist flüssig und die Charakter sind gut ausgearbeitet.
Ich bin jetzt auf das Original neugierig, hab aber festgestellt, dass es das gar nicht mehr im Laden zu kaufen gibt. Bis jetzt habe ich noch nicht das Gefühl gehabt, dass ich das Original brauche, also werde ich mal die Augen offen halten.

Bleib gesund und noch viele, weitere Ideen^^

LG Lilien

Antwort von Weeping Angel am 04.04.2020 | 09:41 Uhr
Hallo und herzlich willkommen,

vielen Dank für Dein Review! Es freut mich, wenn Dir die Geschichte gefällt!
Wegen der Romangrundlage... hast Du schon mal auf Seiten für Gebrauchtes geschaut? Ich glaube bei Ebay und Medimops war es noch erhältlich, Rebuy hatte noch einen Hörbuchvariante.
Ich versuche aber tatsächlich so zu schreiben, dass man den Roman nicht unbedingt gelesen haben muss. Fragen, die momentan womöglich aufkommen könnten, will ich versuchen im späteren Verlauf der Geschichte noch zu klären. Es soll ja spannend bleiben, deswegen serviere ich nicht alles gleich zu Beginn auf dem Silbertablett!

Vielen Dank für die lieben Wünsche, bleibe Du bitte auch gesund!

An Ideen mangelt es mir nicht. Aber leider momentan an etwas Zeit. Aber ich denke, bei fast jedem ist im Moment eine Ausnahmesituation eingetreten.

LG und bis vielleicht bald,
Weeping Angel
31.01.2020 | 21:30 Uhr
Hihu Weeping Angel

So, ich hole nach, was ich vor Jahren versäumt habe. Ich werde versuchen, zu jedem Kapitel ein Reviews zu hinterlassen. Meist artet das dann in langen Texten aus. Du bist also hiermit gewarnt^^

Ich kenne deine Fanfiktion schon. Ich bin eine der Leser, die die erste Fassung verschlungen haben.
Nach dem ich die Kapitel überflogen habe, habe ich festgestellt, dass ich etwas vertauscht habe. Den Kampf kenne ich schon; also war Leonies Verletzung und die nette Modenschau doch später^^#

Aber gut... da will ich mal nicht Spoilern ;)

Zum erste Kapitel: Erst einmal, ein herzlich willkommen zurück! Ich war sehr traurig, dass deine FF aus meiner Favo- Liste vor Jahren einfach verschwunden war. Um so mehr freue ich mich, ganz unverhofft von der „Neue“ Fassung zu erfahren.

Damian mochte ich schon damals sehr. Ich war enttäuscht, dass er im Buch umkam und nicht gerettete werden konnte. Auch fand ich, dass ihm in dem Buch nicht wirklich die Tiefe verliehen wurde, die er verdient hatte. Das war damals der Grund, warum ich deine FF überhaupt aufgerufen habe. Und was soll ich sagen? Ich wurde damals nicht enttäuscht und ich bin mir sehr sicher, dass ich auch weiterhin viel Spaß beim lesen haben werde.

Der Einstieg in das erste Kapitel fand ich sehr gelungen. Du stellst uns Damian vor, einer deiner Hauptcharakter. Er wirkt lebendig mit seinen Gedanken und seinen Überlegungen.
Der Rückblick spielt auf das Buch an, ermöglicht aber auch Lesern, die es nicht kennen, ein Standbein in deiner FF zu finden. Man weiß, Ok, da war was und das ist vorgefallen. Vorkenntnisse sind so nicht möglich, man kann die FF auch einfach genießen. Ich meine mich vage zu erinnern, dass das auch in den kommenden Kapitel so war.

Das finde ich sehr gut. So bin ich nicht gezwungen, mir ein Buch zu organisieren, dass es schon gar nicht mehr im Handel gibt, um der FF folgen zu können. (Lach nicht, wenn mir einen FF wirklich gefällt und sie zu einem Buch geschrieben ist, dass ich nicht kenne, will ich das Buch auch lesen XD)
Du heißt so auch Neue Leser willkommen. Das ist keine Selbstverständlichkeit und ein sehr großer Pluspunkt.

Der Übergang von dem Rückblick in das Hauptgeschehen ist fließend und angenehm zu lesen.
Ich kenne Leonie ja schon. ;)

Die Szene die sich auf Deck abspielt, ist dir gelungen. Ein verängstigtste Mädchen, zwei Piraten und der sichtlich frustrierte Kapitän; alles sehr anschaulich und vor allem lebendig erzählt.^^
Vor allem der Vergleich mit den Hunden brachte mich zum schmunzeln. Die zwei sind ja irgendwie schon süß. XD

Aber zurück zu Leonie, die da vor Damian kniet und um ihr Leben fürchtet. Auch hier übermittelst du dem Leser ganz genau, wie die Situation ist und wie sich Leonie fühlt; ohne in ihre Perspektive zu wechsel.
Du hältst dich hier auch an die Geschichte, das Frauen an Bord eher selten waren und laut Gerüchten sogar Unglück brachten. Man bekommt also einen kurzen Einblick in was für einer Gefahr Leonie wirklich schwebt und was eigentlich mit ihr passiert wäre, würde Damian das nicht unterbinden.
Du stellst Damian hier nicht als ein Gutherziger Mensch dar; dass ist er auch nicht und würde auch nicht zu ihm passen. Aber er ist Fair und hat Prinzipien, denen er treu ist. Gleichzeitig ist er; wie wohl jeder Pirat, auf Profit aus.
Seine Gedankengänge zu verfolgen, macht wirklich Spaß. Auch der Widerspruch mit seinen Gefühlen hast du hier richtig gesetzt. Als Leser bekommt so schon ein Gefühl dafür, dass diese Mädchen eine etwas größere Rolle in deiner FF bekommt und nicht gleich als Haifutter endet.
Obwohl an ihr ja nicht wirklich etwas dran ist.

Du benutzt immer mal wieder französische Wörter oder ganze Sätze, wenn Damian spricht. Ein weiterer Punkt, der ihm mehr Leben einhaucht und ein schöner Charakterzug ist. Es gefällt mir auch persönlich, dass du das machst, denn es war im Buch meine ich genau so. Du krempelst den Charakter nicht komplett um, sondern entwickelst ihn weiter.

Sein Kontaktversuch mit Leonie brachte mich wieder zum schmunzeln. Sein Versuch, nicht zu hart zu klingen und dieser herrliche Widerspruch in ihm... doch, es ist schön so einen facettenreichen Charakter zu begleiten. Auch seine Wortwahl, mit dem Hintergedanken, dass er nicht für ihre Sicherheit garantieren kann.
Ein Pirat eben und ein Kapitän, der eine gewisse Verantwortung trägt.

Springe wir hinüber zu Leonie.

Ihren Namen kennt man als Leser noch nicht, weiß aber, dass sie offensichtlich aus guten Hause stammte. Sie ist verschreckt, was man in ihrer derzeitigen Situation sehr gut nachvollziehen kann.
Wie würde eich mich fühlen, wenn ich mich als blinder Passagier auf einem Schiff befinden würde? Wie würde es mir gehen, wenn mit jemand freundlich gegenüber treten würde, obwohl ich eigentlich mit dem sicheren Tod rechen müsste?
Leonie vergällt sich hier realistisch. Ich mag solche Charakter, die sich „natürlich“ verhalten. Weißt du, was ich meine?

Und dann kommt das böse erwachen. Da ist sie vor den einen Piraten geflohen und landetet bei den anderen. Vom Regen in die Traufe.
Als Leser hat man die Ahnung, dass sie vorerst sicher ist und Damian ihr nichts tun wird. Und du als Autor weißt das natürlich erst recht. Um so mehr freut es mich, wie du Leonies Reaktion beschrieben hast. Du hättest sie ja auch ruhig und besonnen reagieren lassen können, denn eigentlich ist sie ja sicher.
Der Blick in ihre Gedanken war genau so erfrischend wie wenn man Damian begleiten darf. Ausgeschmückt mit kirchlichen Hinweisen wie das Fegefeuer, in dem landetet wenn man Selbstmord beginnt und für diese Zeit mehr als passend sind, verfeinern auch weiterhin den Lesegenuss.

Leonie ist ohnehin ein interessanter Charakter. Sie will nicht ganz in dieses Adlige Schema passen und kam mir schon in deiner ersten Fassung vor, wie ein Vogel in einem goldenen Käfig. Sie ist einfach zu aufmüpfig und zu impulsiv.
Die Ohrfeigenszene hast du etwas verändert. Ich glaube mich nicht an die Beschreibung mit dem gebrochenen Blick zu erinnern, dem kurzen durchbrechen von Damians altem Selbst.
Es passt aber und baut sogar noch Spannung auf, als es sowieso schon der Fall ist. Zum Glück gibt es ja schon ein paar Kapitel, so muss sich nicht warten wie es weiter geht^^

Bevor ich mich dem zweiten Kapitel widmet, hätte ich aber noch eine kleine Anmerkung.
Dein Text lässt sich flüssig lesen und es macht wirklich Freude. Aber mir fehlen hier etwas die Absätze.

Das ist jetzt Meckern auf hohem Niveau, aber ich finde es tatsächlich schwierig dem geschehen zu folgen. Gerade wenn ich runter scrollen möchte. Da du deine FF nicht zum runter laden Frei gegeben hast, kann ich nicht wie sonst als die Stelle im Text kurz Markieren, herunterrollen und weiterlesen, sondern muss die Stelle suchen.
Die Absätze würden den Lesefluss nicht stören, aber Helfen, nach einer Pause oder einem Verrutschen schneller wieder die Stelle zu finden.

In diesem Sinne, vielen Dank für die Zeit, die du in diese FF schon gesteckt hast und noch stecken wirst. Ich habe mich wirklich unglaublich gefreut, zu erfahren, das der Drache aus der Tiefe nicht nur zurück gekommen ist, sondern das du die FF auch weiter schreiben und zu ende bringen möchtest.
Mein Schatz kommt jetzt dann nach Hause, ich kann also nicht garantieren, dass du heute noch ein zweites Review bekommst, aber ich werde mich ran halten.
Versprochen ;)

In diesem Sinne, liebe Grüße
Snowsong

Antwort von Weeping Angel am 31.01.2020 | 23:26 Uhr
Hallöchen Snowsong,

und noch einmal ganz offiziell willkommen zurück!
Oha, weißt du, wie viel es mir bedeutet? Ich hätte nicht gedacht, dass mir mal jemand sagt, dass er oder sie traurig war, weil die Geschichte gelöscht wurde. Und sich „unglaublich freut“, sie wieder zu sehen. Vielen lieben Dank, das freut mich wirklich ungemein.

Okay, nach deiner anfänglichen Warnung dachte ich: ach, ist okay. Ich mag lange Texte – siehe meine Kapitel.
Nun denke ich: Uff. XD (und Vorsicht: ich kann das auch, wenn man mich zum Vielschreiben reizt ;o) )

Damit wiegst du ja fast schon all die Wochen auf, die ich brav Kapitel geliefert und keine Rückmeldung bekommen habe. Also erst einmal vielen Dank für das ausführliche Review!

Nun, Damian ist leider nicht der erste Franzose, den der Herr Peinkofer umbrachte. Zumindest in meiner Lesereihenfolge. Zu dem Autor kam ich mit „Der Schatten von Thot“ und auch da... stirbt der Franzose. Nur leider auf eine Art, die man schwerlich „korrigieren“ kann...

Dass er bei Peinkofer wenig Tiefe hat, gefiel mir auch nie wirklich. Er ist da eben der Bösewicht, der kurz umrissen wird und dann immer mal wieder auftaucht und nicht wirklich als Charakter ausgefeilt wurde. Und gerade aus dieser Art Figur kann man, meiner Meinung nach, doch so viel machen...

Tja siehst du, genau das ist es, was ich erreichen will. Meine Figuren sollen für die Leser so lebendig werden beim Schmökern, wie sie es für mich beim Schreiben sind. Auch wenn sie des öfteren ein Eigenleben entwickeln und mich ärgern... Aber ich bringe mit Absicht viele Details ein, um die Welt, die Gegebenheiten, die Figuren glaubhaft für das Kopfkino zu zeichnen. Da freut es mich natürlich, dass es von dir auch als Positiv empfunden wird.

Natürlich möchte ich, dass auch Leser zurecht kommen, die das zugrunde liegende Buch nicht kennen. Die Fragen, die ich doch absichtlich noch ein wenig aufwerfe, und die auf das Buch anspielen, werde ich auch nach und nach im Verlauf der Geschichte zu klären versuchen. Da haben diejenigen, die den Roman kennen, vielleicht einen kleinen Vorteil. Die unbescholtenen Leser werden grübeln. Aber es wird sich alles klären irgendwann.

Bevor ich dann eigene, neue Fragen aufwerfe... Ich habe in meinem dicken Notizbuch immer noch auch die Rubrik „Sequel“ und „Prequel“ und die Idee bzw. den Traum davon noch nicht aufgegeben. ;oP

Ach keine Sorge, da lache ich ganz bestimmt nicht. Weißt du, wie viele Bücher in meinem Regal gekauft wurden, weil ich eine interessante Fanfiktion gelesen habe und unbedingt das zugrunde liegende Werk kennen lernen wollte? Zu dieser Sorte gehöre ich definitiv auch. ;o)

Nun, gutherzig... ich weiß nicht, ob man so weit gehen kann, das über Damian zu sagen. Momentan noch nicht jedenfalls. Ich sagte dir ja, beim neuerlichen Lesen des Romans und beim Aufbereiten meiner Notizen zu dieser Geschichte, wäre ich mit der alten Version nicht mehr wirklich zufrieden gewesen. Ich bin selbst älter geworden während der erzwungenen Pause. Habe Erfahrungen dazu gesammelt und finde es einfach zu unglaubwürdig, wenn er sofort zu nett wäre.

Damian wird sich ändern (wie du weißt), er hat auch jetzt schon manchmal so seine Momente. Wenn ich mal nicht aufpasse. Aber alles in allem ist es für mich sehr unglaubwürdig – nach etwas über einem Jahr – dass er sich schon so stark geändert haben könnte. Ich will ihn auch ganz bestimmt nicht umkrempeln. Das Genre „Romanze“ deutet darauf hin, die Einführung der beiden Protagonisten im ersten Kapitel zeigt es an... es wird wohl Veränderungen geben. Aber ohne ihn gleich zum barmherzigen Samariter umzupolen.

Aber dennoch muss 'jemand' ihm ein wenig dabei helfen. Und es wird nicht von jetzt auf dann geschehen. Seine innere Zerrissenheit, seine seelischen Wunden... Am Ende des Buches gab es einen winzigen Einblick, als er 'erwacht', dass da doch ein Herz zu schlagen scheint und er unter normalen Umständen nicht so grausam gewesen wäre, ein ganz kurzer Blick auf einen menschlicheren, gütigeren Damian Bricassart... an den ich mich klammere. Als Ziel einer beschwerlichen Reise. Wie du sagtest: ich versuche ihn weiterzuentwickeln. Auf dass er eine Art inneren Frieden finden kann und sich doch etwas zum Besseren verändert. Aber ich versuche es glaubhaft zu gestalten.

Diese Veränderung wird daher langsamer vonstatten gehen, als du es vielleicht in Erinnerung hast... Welche Chance hätte er denn ohne etwas Hilfe von außen, diesem anderen Wesenszug nachzuspüren? Es sind raue Zeiten, fressen und gefressen werden. Und aus dem Grund ist es nur logisch, dass er (vielleicht auch rein instinktiv) eher in alte Verhaltensmuster zurück fällt, anstatt neuere Wesenszüge zu ergründen. Die alten Muster sind ihm vertraut, da fühlt er sich sicher, da weiß er, wie er zum Ziel kommt. Auch wenn er sicherlich damit hadert und es ablegen will. Allein um die Erinnerungen abstreifen zu können. Doch bis zu einem gewissen Grad fürchtet er sich vielleicht sogar auch davor, diese neuen Wesenszüge zuzulassen, da sie für ihn eine gewisse Unsicherheit bedeuten. Neues Terrain.

Herrje... da sieht man mal, diese Figur ist so komplex und zerrissen und nicht einfach mal so in schwarz-weiß-Denken als Bösewicht hingestellt, wenn man sich etwas tiefer hinein denkt.

Leonie ist, wie du auch geschrieben hast... schwierig. Eine kleine Rebellin, die nicht in dieses gesellschaftliche Korsett passen will, dass man ihr immer aufzuzwingen versuchte. Natürlich weiß sie, in welchem Ruf Piraten allgemein, und dieser Eine ganz besonders, stehen. Sie weiß, in welcher Gefahr sie schwebt. Und trotzdem siegt viel zu oft ihre Sturheit und ihr Kampfgeist und sie handelt, bevor sie nachdenkt.

Genau deine Gedanken stelle ich mir bei ihr auch oft beim Schreiben: wie würde ich mich fühlen. Wie würde ich auf diese oder jene Situation reagieren? Ich vermute, dass in ihr tatsächlich dadurch auch ein kleiner Teil von mir schlummert. Sie soll keine Überheldin werden, sondern eben natürlich wirken. Auch sie wird sich entwickeln, muss aber erst einmal mit der neuen Situation umzugehen lernen.

Von heute auf morgen wurde ihre gesamte Welt auf den Kopf gestellt. Und ich finde, dafür hält sie sich schon tapfer. Heute noch adliges Töchterchen, den gesellschaftlichen Konventionen unterworfen. Und plötzlich ein Angriff, Panik, Chaos, Flucht... und kaum denkt sie, dass sie es tatsächlich schaffen könnte, muss sie feststellen, dass sie ausgerechnet auf einem weiteren Piratenschiff gelandet ist und möglicherweise ziemliche Probleme bekommen könnte. Zumal sie ihr Temperament kennt, damit auch bei ihren Eltern schon oft genug angeeckt ist... nur ist es ein Unterschied, ob man Eltern verärgert... oder einen möglicherweise gefährlichen Mann, in dessen Händen das eigene Leben liegt... NATÜRLICH ist sie verschreckt. Schöpft immer mal wieder Hoffnung, die aber auch oft genug von Bricassart schnell wieder zerschlagen wird.

Ruhig und besonnen? Kein normaler Mensch wäre das in einer Situation wie der ihren. Wenn jemand ruhig wäre, dann eher apathisch, vor Angst gelähmt... aber nicht zu irgendeinem klaren Gedanken fähig. Schon gar nicht so ein junges, weltfremdes, lebensunerfahrenes Ding, das so urplötzlich aus dem sicheren Schoß der Familie gerissen und ins kalte und harte Leben gestoßen wird. Sie ist zwar freiheitsliebend und lehnt sich gegen das ihr aufgezwungene Schema auf, aber dennoch muss sie sich erst einmal an die neue Situation gewöhnen. In den folgenden Kapiteln bekommt sie ab und an einen leichten Vorgeschmack auf die Freiheit, die diese 'Gesetzlosen' genießen dürfen. Wäre da nicht ein gewisser Herr, der sie immer wieder daran erinnert, dass sie auch hier (vorerst) nur eine Gefangene ist.

Ja, ich habe ein paar Dinge etwas abgeändert. Hier und da einfach etwas dazu geschrieben. An anderen Stellen eine Bremse rein gehauen, damit es glaubhaft bleibt und die Charaktere sich nicht zu schnell weiterentwickeln. Wie gesagt, in meinen Augen wäre es zu unlogisch, wenn die charakterliche Entwicklung zu rasant vonstatten geht. Ein paar Szenen will ich auch einfach etwas mehr ausbauen noch, weil sie verschenktes Potential haben.

Nun... aber sei dir mal nicht so sicher, was ich als Autor weiß oder nicht weiß. Beim Schreiben passiert es mir allzu schnell, dass ich zwar schöne Pläne und Ideen habe, meine Figuren dann aber ein Eigenleben entwickeln und die Handlung einfach in eine ganz andere Richtung lenken. Kennst du diesen Effekt? Dass man dann selbst überrascht ist, was da gerade in der Geschichte passiert?

Meckern auf hohem Niveau? ;oP
Na gut, für dieses lange und motivierende Review sollst du deine Absätze bekommen. Ich schaue noch mal über jedes Kapitel... Damals wurden die, glaube ich, beim Upload automatisch eingefügt... jeder Zeilenumbruch wurde ein Absatz... hat man da was geändert? Oder ist es eine Formatfrage? Damals hatte ich noch ein MS Word zum Schreiben. Momentan begnüge ich mich mit OpenOffice. Also werde ich sie wohl manuell einfügen dürfen nachträglich.

Ja, ich will die Geschichte überarbeiten, weiterschreiben und zu einem würdigen Ende führen! Egal wie lange es dauern wird. Sie war damals schon lang (und noch nicht mal bei der Hälfte von der Handlung her). Aber ich habe das Gefühl, durch die Überarbeitung, das Einfügen neuer Textpassagen ab und zu und das Umschreiben, Umformulieren teilweise auch nur, weil mir die verwendete Sprache hier und da zu modern erscheint, wird sie noch länger...

Es wird auf jeden Fall ein langer, spannender Weg. Auf den ich mich freue!!

Na dann wünsche ich viel Spaß beim Weiterlesen und noch einen schönen Abend.
Ich werde mich dann mal auch noch ein paar Minuten meinen Protagonisten widmen. ;o)

Liebe Grüße,
Weeping Angel
27.10.2019 | 15:36 Uhr
hallo
wer blickt durch wen hindurch
und wie geht es dann weiter
freue mich darauf mehr von dir zu lesen
bis dann

Antwort von Weeping Angel am 27.10.2019 | 18:16 Uhr
Hallo,

und vielen lieben Dank, dass du ein Review da gelassen hast. ;o)
Na - Damian blickt scheinbar geradewegs durch Leonie hindurch... ?
Momentan habe ich ziemlichen Streß privat (jedes Wochenende auf Achse und im November beginnt dann der Umzug, ab da kann ich meinen ganzen Kleinkram, den ich im PKW fort bekomme, schon in die zukünftige Wohnung räumen (jeden Tag ein paar Kisten), so dass der Umzug der großen Möbelstücke preiswerter wird, weil eine Umzugsfirma im Januar eben nur die sperrigen Teile umzulagern hat und nichts mehr drum herum...), sodass ich nicht so oft zum Schreiben komme, wie ich es gern würde.
Aber ich werde mich bemühen, dem nächsten Kapitel heute Abend und morgen den letzten Schliff zu verpassen, damit es bald online gehen kann. :o)

Wünsche dir noch einen schönen Abend und einen guten Start in die Woche!
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