Autor: Jana Berger
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
16.09.2019 | 11:16 Uhr
zu Kapitel 1
Liebe Jana,

Uff! Etwas ganz Anderes, eine ganz neue Genre! Aber ich finde es wirklich ganz großartig geschrieben.

Hmmm … Poetry Slam … da hatte ich bisher wiederum immer etwas ganz Anderes im Kopf - ich hätte da noch ein paar "wie zufällig dazwischengeworfene Reime" erwartet - aber wahrscheinlich müssen auch die nicht sein. Wahrscheinlich hätte ich das hier eher so als Glosse eingereiht, bin mir aber auch da nicht sooo sicher.

Was mir am besten daran gefällt (neben den humoristischen Einlagen) ist Dein Schreibstil - das Ganze liest sich wirklich perfekt und kein bisschen langweilig oder ermüdend.
Ach, ja - und der philosophische Abschluss ist auch mehr als gelungen!

Und auf jeden Fall ist es viel leichter verdaulich, als so manches abstraktes, schwer zu interpretierendes Gedicht (von anderen Autoren). *grins* ... *unschuldigen Dackelblick aufsetzend*

Ganz liebe Grüße und ganz großes Lob für dieses - na, ich nenne es einfach neutralerweise "Stück Prosa"
Dein Norbert

Antwort von Jana Berger am 18.09.2019 | 12:49:52 Uhr
Mein lieber Norbert,

ja, ein großes Uff! Nie hätte ich mir träumen lassen, dass nach meinem kurzen Ausflug in die Kurzgeschichten irgendwann doch noch etwas prosaisches folgen möge. Und siehe da: ein Poetry Slam wurde geboren. Und es hat mir sogar selbst so gut gefallen, dass ich es nicht (wie sonst bei meinen Prosatexten) gelöscht, sondern reingestellt habe.

Unter Poetry Slam fallen auch Comedy-Beiträge. Hier ein Auszug aus Wikipedia: "Aufgrund der verschiedenen Einflüsse sind Poetry-Slams mit keinem einheitlichen literarischen Stil oder einer bestimmten Vortragsweise verbunden. Jeder Teilnehmer eines Poetry-Slams folgt der eigenen Poetik, inhaltliche oder formale Vorgaben gibt es nicht. Auf Slambühnen finden sich deshalb alle Formen moderner Literatur und Sprachkunst, von klassischer oder moderner Lyrik und Lautpoesie über Kabarett- und Comedy-Beiträge bis zu Kurzgeschichten (sogenanntes Storytelling)." Ich denke, da kann man meinen Beitrag ganz gut einordnen. Patrick Salmen hat mich hierzu inspiriert, dessen Texte finde ich sehr humorvoll und noch besser geschrieben, muss ich gestehen. Er verwendet mehr poetische Elemente und nimmt auch Bezug auf eben solche Werke. Als Glosse wäre das einzuordnen gewesen, aber da fehlt mir der tagesaktuelle Bezug, denn "Dienstag" erscheint mir wenig weltbewegend. Was es vielleicht auch noch hervorzuheben gilt, ist, dass Poetry Slam Beiträge von ihrer Vortragsart leben. Gesprochen hört sich das Ganze noch viel lustiger an, ist aber natürlich auch schwerer zu verstehen.

Ich hoffe, du konntest einige Male kräftig schmunzeln. Der Schreibstil ist kurz, pointiert und sehr selbstreflektierend. Einmal ganz anders als sonst, würde ich sagen.

Der philosophische und religiöse Einfluss erschien mir satirisch gelungener und witziger.

*lacht* Ja, zur Abwechslung ist es ganz nett. Ich bin mir sicher, dass es kein Einzeltäter bleiben wird, freue mich schon auf seine Nachfolger. Ob ich es dieses Jahr noch schaffe, weiß ich nicht, aber Weihnachten und Silvester kommen ja.

Zu Prosa lasse ich mir immer gerne gratulieren, denn verlangt es doch eine gewissen Konzentration und Striktheit.

Alles Liebe und ganz liebe Grüße zurück

Deine Jana