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Autor: pumpkinspice
Reviews 1 bis 7 (von 7 insgesamt):
03.12.2020 | 21:53 Uhr
Hallo Pumpkinspice~

Ja, ich weiß, ich bin slow as fuck, aber ich komme halt echt nicht mehr nach. Ich habe dich aber nicht vergessen. Immer noch hier!
Hab jetzt in den letzten Tagen die vierte Staffel zu der Serie gesehen, die ich erstaunlicherweise vieeeel besser fand als die dritte (was an sich nicht schwer ist) und muss auch sagen, dass ich echt froh bin, dass die Serie damit jetzt beendet ist. Davon aber abgesehen hatten wir da ja etwas Winston und mir ist irgendwie klar geworden, dass ich deine Version schon fast ein bisschen besser finde, als das ausgewaschene Original. Sorry not Sorry.
Montgomery hingegen...also ich muss sagen, wenn deine Version nicht akkurat ist, dann weiß ich auch nicht mehr.
Nun aber zum Kapitel!

Mein Gott. Monty mal wieder. Delüx. Da kann man echt nur den Kopf schütteln, nicht zuletzt, weil über ihm immer alles einbricht, was man gerade am wenigsten gebrauchen kann. Wir wissen alle, dass Winstons leicht verträumte, so seltsam zarte Seite einfach nur perfektes Dynamit für den Jungen ist, aber...Alter. Es fühlt sich immer schmerzlich an, wie weit weg Monty Winston schiebt, obwohl sie sich doch irgendwie näher sind, als alles andere. Ein Abstand, der sich irgendwie nicht überbrücken lässt, weil, wie soll man es sonst sagen, sie haben Probleme. Und davon im besten Fall nicht zu wenige.
Was ich dahingegen echt bewundernswert finde, ist, wie Winston zu seinen Problemen steht. Er kann sich die ganze Scheiße eingestehen, irgendwie. Und das auch noch Monty gegenüber. Als hätte er nicht länger etwas zu verlieren. Wie viele Menschen schaffen das? Ich weiß aus Erfahrung: die wenigsten.
Montgomery auf der anderen Seite hängt darin fest. Dieser Absatz rund um Gegenwart und was mal war, war echt gut zu lesen. Erinnert an diese Filmszenen, in denen sich alles einfach dreht und dreht und der Chatakter nicht länger weiß, woran er sich noch festhalten soll, weil nichts, aber wirklich nichts länger vorhanden erscheint. Daneben... Monty wurde also vergewaltigt. Das erklärt einige Punkte sehr gut. Den Hass seines Handelns. Gleiches mit Gleichem zu vergelten, um Macht zu fühlen. Macht, die er damals schon nicht hatte und eigentlich auch danach niemals wirklich sein eigen nennen konnte. Und wie du so schön eingefangen hast: Er hat diesen Raum niemals ganz verlassen. Da wundert es mich echt, dass Winston diese Situation mit Monty überlebt hat, denn mal ehrlich, die Wahrscheinlichkeit, dass Winszon die Scheiße aus einem herausprügelt, ist nicht gerade gering.

Zumindest kommen ein paar Fragen auf, die Monty nachdenken lassen könnten. Winstons Aussagen und auch seine Suche nach Montys Nähe sind so stur, dass der Gute ihn entweder umbringen muss, oder ihm am besten noch 60 imaginäre Kugeln in den Schädel jagt. Zweimal hat er Monty jetzt schon in diesem kapitel verletzt und es kann nur bergab gehen, wenn Montgomery sich nicht langsam wieder fängt. Ich bin mal auf das nächste Kapitel gespannt und hoffe, dass ich nicht wieder 30 Jahre dafür brauche :D

LG
Riot
08.09.2020 | 16:17 Uhr
Hallo Pumpkinspice~

Ja, ohne Witz, ich melde mich auch mal wieder, weil ich weitergekommen bin und boy, das hat echt gutgetan. Es geht weiter mit Winston und ich finde es einfach toll, was du alles in diesem Kapitel eingebaut hast.
Aber fangen wir oben an.
Winston. Der Erwachsene. So klar einem auch in manchen Passagen wurde, dass er im Gegensatz zu Monty doch irgendwie mehr unter Kontrolle hat und auch wahrlich gedanklich mehr wie ein Erwachsener scheint, so schnell wird einem auch bewusst, dass das im Endeffekt gar nicht stimmt. Nicht zuletzt, weil niemand wirklich irgendetwas unter Kontrolle hat. Ich liebe es, wie du Dinge einbaust, die im Grunde dafür sorgen, dass Monty und Winston einander eigentlich gar nicht guttun - und dennoch schaffen sie es in einer äußersten Sitiation aufeinader zuzugehen. In diesem Fall mit dem Frühstück, bei dem schon klar auf der Hand lag, dass Monty Rühreier gebacken bekommt...im Gegensatz zu Winston. Der immerzu alles so bekommen hat, wie er es will und dennoch: so etwas ist nicht immer besser.

Es tut gut zu sehen, wie intensiv du hier das Thema aufgegriffen hast, dass nur, weil man mehr hat als andere, eindeutig nicht glücklich sein muss. Und das ist legitim. Nur, weil man reich ist, bedeutet das nicht, dass man gesegnet ist. Denn mit Reichtum kommen ganz andere, bösartige Dämonen ins Spiel, die man nicht bewältigen kann. Zumindest nicht auf Anhieb.
In dem Fall muss ich Winston auch in jedem Sinne recht geben, weil Erwachsene manchmal komisch sind. Jeder war mal jung und jeder hat Mist gebaut. Man versucht seine Fehler weiterzugeben, damit der Spross es besser machen kann. Aber wenn dann mal was passiert, das man selbst erlebt hat, dann fehlt die Empathie darauf einzugehen. Auf etwas so Simples, das man doch selbst durchgestanden hat. Vielleicht hat er recht. Irgendwann macht es Klick, weil wir alle begriffen haben, es muss jetzt irgendwie gehen und es ist wohl einfacher, es in sich reinzufressen. So wie Winston und Monty, wovon beide nur sprechen lernen, wenn gerade nationaler Notstand herrscht. Das ist bitter, weil es so nicht sein sollte.
In der Hinsicht tut es mir leid, denke ich daran, dass die einzige Person, zu der Winston jemals guten Bezug hatte, nur noch ein Schatten dieser Beziehung ist. Und auch seine Gedanken gegenüber seinem Lebenstil sind fair, aber wertlos, wenn man nicht dazu bereit ist, etwas zu ändern. Menschen sind Gewohnheitstiere. Das macht es schwer.
Jedenfalls waren all die Gedanken, die wir hier geliefert bekommen haben, sehr gut umgesetzt und auch glaubwürdig und vor allem auch für diejenigen, die es kennen, nachvollziehbar. Vom heimlichen Selbsthass bis hin zur Panikattacke.
Wiston hat das alles genauso wenig im Griff wie Monty.

Das Rührei war auf jeden Fall komplett unwichtig, aber ich muss dich mal dick loben: Es ist im Grunde nichts passiert außer einem Nervenzusammenbruch seitens Winston und dem gottverdammten Rührei und dennoch hast du einfach alles aus diesem winzigen Moment herausgeholt. So etwas ist super beneidenswert.
In jeglicher Hinsicht.
Abschließend möchte ich nur sagen, dass ich sehr gespannt bin, ob Monty ein paar Antworten hat, bedenkt man Winstons panischen Redeschwall. Ich mag es zwar bezweifeln, weil Monty es ungefähr so mit Worten hat wie mit Selbstliebe, aber ich Wünsche den beiden einfach gegenseitigen Halt, anstatt absolute Zerstörungswut.
Ich bleibe also gespannt~

LG
Riot

Antwort von pumpkinspice am 27.09.2020 | 16:24 Uhr
Hallo, Hallo,

erst einmal eine dicke Entschuldigung für meine späte Antwort - ich bin ganz ehrlich, mir gefällt meine Abwesenheit hier ganz und gar nicht und ich hege die dezente Hoffnung, dass es nächstes Semester möglicherweise etwas besser wird (hoffentlich). Naja. Genug geheult, allerliebsten Dank für dein (wie immer) unglaublich tolles Feedback!
Es freut mich sehr, dass dir Winston in meiner Darstellung zu gefallen scheint. Ich habe die Gewichtung zugunsten Montys Sichtweise extra so vorgenommen, damit es mehr "seine" Geschichte ist, aber ich habe mich beim Schreiben immer unglaublich auf Winston gefreut und sehr viel Liebe in ihn gesteckt, von daher freue ich mich darüber, dass man dies zu spüren scheint. Mir war es sehr wichtig, ihm genauso viele Probleme, Unsicherheiten und schwer zu erklärende Gefühle zu geben wie jeder Teenager sie hat, und möglicherweise hilft es ihm sehr, sich mit einer komplett anderen Lebensrealität auseinanderzusetzen. um zumindest für einen Moment von seinem eigenen Mist wegzukommen.
Ach ja, ich habe ihn wirklich sehr gerne (und ja, kochen ist definitiv nicht seine Stärke ^^ Ich habe etwas gebraucht, innerlich von der recht eintönigen Darstellung Montgomerys wegzukommen und mir auch nur ausmalen zu können, wie er etwas "normales" wie morgens das Bett aufzuschütteln macht, aber ich war relativ zufrieden, wie es letztendlich herausgekommen ist).

Du hast absolut Recht was den Umgang mit eigenen Teenagererfahrungen angeht. Ich sehe häufig, dass Leute sagen "tja, war halt beschissen" und "ist nicht schön, aber da muss man durch", aber dass irgendjemand das Herz hat, sich tatsächlich mit der Gefühlswelt von jungen Leuten in dieser Entwicklungsphase auseinanderzusetzen, hat kaum jemand (auch gerade was die zum Teil unglaublich bösartigen Kritiken an der Serie angeht). A la "wie tragisch, mein Kind ist psychisch krank und benötigt Hilfe" aber selbst keine Unze darein investieren können, irgendetwas davon wirklich zu verstehen. Ich bin in dieser Hinsicht darauf gespannt, was du über Winstons weitere Familienangelegenheiten sagen wirst.

Tatsächlich fällt mir selbst nach Abschluss der Story immer mehr auf, wie krass die Selbsthasskomponente bei beiden ist, und... ja, es hat immer noch das Potential, mich sehr, sehr traurig zu machen.

Ja, Handlung vorantreiben ist nicht so mein Ding xD Ich gebe zu, dass es in dieser Story relativ extrem ist , aaaaber ich schwöre dir, dass mein Stand davor noch detailversessener war und ich mich mittlerweile an einem etwas abgespeckteren Erzählungsstil versuche. Trotzdem vielen Dank - Rührei ist generell etwas tolles und sollte wirklich häufiger als stilistisches Mittel verwendet werden, ganz besonders wenn Monty es machen darf.

Fühl dich gedrückt, bleib gesund und hab den besten Dank für dein liebes Review,
pumpkinspice~
28.05.2020 | 16:26 Uhr
Ja, ich bins wieder. Nein, du bist mich nicht losgeworden. Ich bin einfach nur slow as fuck. Ohne Witz, ich komme kaum zum Lesen.
Gesagt sollte jetzt auch mal sein, dass ich zur Ausnahme mal die Anmerkung gelesen habe (was ich normal überspringe, vor allem, wenns in jedem gottverdammten Kapitel vorkommt) und möchte nur mal von meiner Seite aus erwähnen, dass du dir da nicht so viele Gedanken machen solltest. Deine Darstellung von Monty ist interessant, spannend und, in meinen Augen, durchaus passend für diesen Charakter. Und in diesem Sinne sind Fanfiktions ja auch da, oder? Dem Charakter Leben einhauchen, in dem man im Charakter bleibt. So lange der Part stimmt, sind solche Zusätze kein Untergang und verbinden sich in deinem Fall sogar sehr gut mit der Thematik und der Umsetzung.
Soooo viel dazu.
Ach ja...
Hallo pumpkinspice~


Und wieder muss man Montys Suppe ausbaden. Das ist ja bekanntlich nix Neues. Er müsste froh darüber sein, dass Winston sein Problem gelöst bekommt, doch auf der anderen Seite ist auch der Frust verständlich. Montgomery war nie der Typ, der jemals zur Problembewältigung getaugt hat. Da brauchte es immer noch jemanden, der ein bisschen mitgeholfen hat.
Die Angst, die er dabei vor sich selbst aufbaut...ist wohl natürlich. Nicht zuletzt, wenn man bemerkt, dass man schon viel zu lange die Kontrolle verloren hat und nicht weiß, wie man die wieder geradegebogen bekommt.
Und irgendwie kann ich nicht anders, als es großartig zu finden, dass Winston da ist.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich es witzig fand, wie er Monty den Arsch gerettet hat. Das Pseudo-Heulen und nett sein und alles machen, damit alles gut wird Theater hat glaube fast jeder schon mal abgezogen. Das verleiht Winston einen kindlichen Charme, der nicht so erhaben ist wie Bryce, sondern...weicher, unschuldiger, wie ich mal sagen würde. Die mini Panikattacke unterstreicht das ein bisschen. Winston ist der liebenswerte Kerl, fürsorglich, aufmerksam...verliebt, irgendwie.
Montys Wutausbrüche und die schnelle Art wie er sich danach wieder fängt... sind einfach verständlich. Die Gewissheit, wenn der Kopf abschaltet und man einfach etwas auskotzt, bis es klick macht und man sich nur denkt "scheiße". Danach kommt Schadensbegrenzung. Mit ihm braucht man viel Geduld und es ist sein Glück, dass Winston davon mehr als genug hat.

Ding ist ja, dass es spannend ist, wie Monty sich ungewollt öffnet und dennoch nicht richtig mit der Sprache rausrückt. Winston hat da eine förmliche Baustelle vor der Nase, die radioaktiv verseucht und mit Minen ausgelegt ist. Ein wenig hoffe ich ja, dass Winston ihm hier die Stütze sein kann, die er so dringend nötig hat. Mit ein bisschen Akzeptanz und weniger Problemen. Irgendwie aber auch ein Wunschdenken, weil Monty einer von denen ist, bei denen man sich nicht sicher ist, ob sie die Highschool überleben. Der Tod lauert bei denen an jeder Ecke und da beginnt das Spiel darum, wer schneller laufen kann.
Ich bin gespannt, wie weit die beiden bereit sind jeweils zu gehen. Einen Schritt voran, einen zurück oder gar keinen am Ende? Mal sehen, was kommt.

LG
Riot

Antwort von pumpkinspice am 19.06.2020 | 11:10 Uhr
Hallöchen, Hallöchen,

ja, von meiner Seite erst einmal Entschuldigung dafür, dass ich mich jetzt erst zurückmelde. Momentan ist es irgendwie krass bei mir und ich bin sehr, sehr froh darüber, dass ich das hier während des letzten Semesters aus dem Boden gestampft habe, da im Moment alles bei mir durcheinander fliegt. In diesem Sinne - vielen Dank für deine Rückmeldung zu Kapitel 3! Wie schon gesagt, ich bewundere deine Akribie und fühle mich sehr geehrt, dass du mir so ausführlich und kritisch Feedback gibst.
Du hast recht, ich bin sehr vorsichtig und setzte immer fette Disclaimer, die vermutlich etwas überzogen sind. Das Ding ist, dass ich es sehr gut kenne, selbst von den Dingen betroffen zu sein, über die viele Fanfiktion verfasst werden und jedem die Chance geben will, früh genug von einem möglichen Trigger zu wissen und gegebenenfalls die Flucht ergreifen zu können. Deine Rückmeldung diesbezüglich sagt mir allerdings, dass die Botschaft sehr gut ankommt und ich einen Gang zurückschalten kann, was gut zu wissen ist. Vielen Dank dafür.

Ich freue mich sehr, dass beide deinem Review nach gut rüberkommen. Monty ist in sofern fast einfacher zu schreiben, da man nichts zurückhalten muss und sich sehr auf die Extreme besinnen kann, von daher war es interessant, ihn in Situationen mit viel Zwischentönen zu bringen und zu schauen, was passiert. Du hast damit absolut Recht, dass funktionierende Problembewältigung ein riesengroßer Knackpunkt für ihn ist. Man vergisst schnell, dass sie am Ende das Tages alle Teenager sind und unabhängig von ihrem Hintergründen nur bedingt dazu fähig sind, ihren Scheiß selbst in die Hand zu nehmen, auch wenn Monty zu diesem Zeitpunkt schon viel zu lange keinen wirklich kompetenten Rückhalt hat. Die Konstellation mit Bryce (und bei mir mit Winston) hat mich immer fasziniert und in sofern traurig gemacht, da es aus meiner (unglaublich schnell überforderten) Sicht sehr verständlich ist, sich an jemanden zu hängen, der für einen sorgt, scheinbar alles möglich machen kann und immer da ist, auch wenn das Abhängigkeit bedeutet.
Sehr charmant, wie du seinen Verquatscher charakterisiert hast ^^ Ich gebe zu, dass ich viel am Schmunzeln war, als ich die ersten paar Kapitel geschrieben habe und sich viel davon in Winstons Schilderungen wiederfindet. Er ist natürlich ebenso komplex wie Monty, aber glücklicherweise dazu in der Lage, sich selbst mehr zu hinterfragen und Situationen besser zu durchschauen (und ja, er ist unglaublich verknallt, auch wenn sich das seinem Blick entzieht, so wie das eben häufig ist).

Es freut mich sehr, dass du mir mein Plotting abkaufst und die Konstellation spannend findest. Als mir die Idee kam, über Montys Undercover-Aktivitäten während der paar Wochen von Staffel 3 zu schreiben, war es für mich nicht wirklich vorstellbar, dass er nach dem Homecoming-Spiel und Bryce's Freundschaftsaufkündigung bei Winston war und sich NICHT sofort Hals über Kopf in die Situation gestürzt hätte, in der man sich halbwegs aufgehoben fühlt, "gesehen" und geliebt wird. Am Ende des Tages suchen wir alle nach Halt, nach Sicherheit und nach Liebe, und irgendwie musste ich ihm das geben, wenigstens für kurze Zeit.

Viel Spaß beim weiteren Lesen und noch einmal lieben Dank an dich!

Viele Grüße,
pumkin~
22.04.2020 | 01:26 Uhr
Ich melde mich zurück und gebe Kunde, dass ich das zweite Kapitel nun auch durch hab! An sich brauchst du dir keine Sorgen machen kein Review von mir zu bekommen. Ich weiß wie eklig es ist keine zu bekommen und ich habs nicht so mit Schwarzleserei. Ich störe also öfter, wenn ich dranbleibe~
In diesem Sinne ein weitere Hallo an dich, pumpkinspice~

Hach ja, das ist Montgomery. Aufgewühlt und selbsthassend, wenn es um das grauenhafte Bild in seinem Kopf geht, dem er keine Akzeptanz schenken kann. Sich selbst nicht lieben zu können, weil da etwas ist, das man aus zu vielen Gründen nicht akzeptieren kann, ist verdammt steinig. Natürlich muss man die Gedanken dann anschalten. Irgendetwas tun, das einen weit genug auslaugt, damit der Kopf endlich die Klappe hält. Ich glaube, das ist ganz nahe von "unten angekommen" und dennoch "nicht ganz aufgeschlagen". Einfach diese Welle von Semi-okay und absolut beschissen.
Die Ohrfeigen für das kaputte Handy einzuschätzen ist davon nur ein geringer Teil, der viel zu viel verbirgt von dem, was Montgomery nur knapp nach außen tragen kann.
Ich finde es ja klasse, dass die Gedanken wie Stimmen rüberkommen, die sich miteinander über Monty unterhalten. Ein wenig wie hässliche Gedanken, die man im Hintergrund hören kann, wenn man durch die Masse geht und denkt, jeder würde sehen können, wer und was du bist. Was du getan hast. Was für ein dreckiges Ungetüm du bist. Diese aufwallende Panik, die denjenigen beinahe Paranoid durch die Gegend laufen lässt, weil nichts gut genug ist. Du bekommst das bei ihm sehr gut unter. Da kann man nur mal in die Hände klatschen.

Die Aufzählung von Dingen, die Bryce mal gesagt hat...erinnern mich daran, dass er gar kein so schlechter Mensch war. Unbeliebte Meinung ahoi. Er hat einen verdammt großen Fehler gemacht und haut noch mehr davon in Dauerschleife weg, aber auch Bryce war immer ein bisschen verloren, immer darauf bedacht etwas zu sein, das ihm nicht wirklich in den Kram gepasst hat. Er war ein unkontrolliertes Tier, das seinen inneren Dämonen oftmals nicht standhalten konnte und dann...war er manchmal der Junge, der es einfach hingenommen hat. Weil er sich alles perfekt zurechtgelegt hat, um nicht angezweifelt zu werden. Um oben zu stehen, weil oben wichtig ist und weil oben immer wieder neue Eskapaden fordert. Bryce hätte Hilfe gebraucht, genauso wie Monty sie braucht. Irgendwo auf dem Weg hätten sie alle Hilfe gebraucht.

Es war wahrlich eine Überraschung, dass Winston am Ende nochmal auftaucht und Monty zurückhält. Ich hätte damit gerechnet, dass der Coach sich auf was gefasst machen kann. Tut gut zu sehen, dass es doch noch ein wenig Glück gibt, auch wenn Montgomery das natürlich nicht sieht. Der ertrinkt in der eigenen Schmach, irgendwo zwischen Selbsthass und Zweifel.
Da freue ich mich schon wahnsinnig auf das nächste Kapitel.

LG
Riot

Antwort von pumpkinspice am 24.04.2020 | 18:49 Uhr
Liebe Riot,

ich bin ziemlich beeindruckt von der Selbstdisziplin - ich bin jemand ohne Kontrolle über mein Leseverhalten und haue immer innerhalb einer Nacht alle erschienenen Kapitel durch - aber wie schön, wieder von dir zu lesen! Ich bin ganz ehrlich, mittlerweile fahre ich sehr die Masche, dass das Ganze hier mir ein persönliches Anliegen ist und ich mich nicht groß daran störe, ob ich Rückmeldung bekomme, ABER natürlich ist es immer unglaublich schön und versüßt mir durchaus eine ganze Woche, wenn sich jemand die Mühe macht, mir ein paar Worte dazulassen, von daher: allerliebsten Dank an dich für deine Mühe und deine interessanten Gedanken!

'Semi-okay und absolut beschissen' trifft es einfach perfekt. Ich gebe zu, dass ich mir am Anfang nicht ganz sicher war, ob es mit mir und Monty klappen würde, da ich einen gesunden Respekt davor hatte, die Thematik der häuslichen Gewalt und Kindesmisshandlung anzufassen, aber letztlich ging es dann mit ein bisschen Recherche doch ziemlich gut (kleine Schleichwerbung in eigener Sache, wenn Kapitel 13 gepostet ist und ich vorläufig fertig bin, möchte ich in einer separaten Oneshot-Sammlung alles aufarbeiten, was hier zu kurz kommt, falls es dich interessiert). Ich denke, bei ihm war immer unglaublich viel los, ohne dass er es sich je leisten konnte, großartig in sich selbst hineinzuhören, deshalb habe ich viel von seinem inneren Ringen in die Form von inneren Stimmen gebracht, die ihm pausenlos seine Überzeugungen, Glaubenssätze und Regeln um die Ohren hauen. Du bringst es genau auf den Punkt und es freut mich sehr, dass ich es anscheinend hinbekommen habe, ihn ziemlich getrieben erscheinen zu lassen. Mir ist es unglaublich wichtig, seine Gesamtsituation zu beleuchten und ich sehe bei mir selbst, wie schnell man dazu neigt zu verstehen, wie es jemandem geht (a la "aha, ja, prügelnder Vater, kaputte Familie, alles klar, ist bestimmt nicht einfach, ABER Justin ging es auch nie gut und er hat sich trotzdem für das richtige entschieden", etc.) ohne in irgendeiner Weise die Notlage mit all ihren Auswirkungen auf die Entwicklung eines Kindes und später Jugendlichen zu begreifen (man merkt, ich bin mit viel Leidenschaft bei der Sache). Du fasst es alles unglaublich gut zusammen und 'aufgewühlt und selbsthassend' wird vermutlich meine neue Lieblingsbeschreibung von Monty.

Ich denke, einem stehen eine fast unendliche Anzahl von Interpretationen von Bryce zu Verfügung, wenn man will. Die Darstellung, mit der ich hier fahre, ist natürlich stark von Montys Sichtweise geprägt (Beschützer, Zufluchtsort, König und Befehlshaber, etc.), deshalb stehen für ihn natürlich alle Aspekte im Vordergrund, die Bryce als fürsorglich erscheinen lassen, gerade nach ihrem Zerwürfnis im Licht von Montys Bedauern. Dies ist sicherlich ein Bruchstück, selbst von ihrer individuellen Beziehung (man sollte nie vergessen, dass es nie eine statusgleiche Beziehung im gegenseitigen Respekt war, sondern vor allem ein Abhängigkeitsverhältnis), ABER ich bin bei dir, wenn du sagst, dass an Bryce viel mehr als die gängige Fan-Sichtweise war. Als Psychologe ist er meiner Meinung nach neben Monty der interessanteste, vielschichtigste Charakter, und es reizt mich sehr, mit ihm zu arbeiten und mehr von seiner Entwicklung in den Achtzehnjährigen, den wir kennen, ans Tageslicht zu bringen. Und du hast absolut Recht, am Ende des Tages sind sie ALLE Teenager, die an unterschiedlichen Stellen Hilfe brauchen und gebraucht hätten (ich finde es im Übrigen sehr interessant, wie sehr die Serie die Beeinflussbarkeit von den Zuschauern zu Tage bringt. Am Ende von Staffel 2 ist Timothy Granaderos aufs Heftigste über Social Media angefeindet worden, und in Staffel 3 gehört sein Charakter bezüglich Publikumsliebe zu den ganz großen Gewinnern. Ich sage nicht, dass ich über diese Mechanismen erhaben bin, ABSOLUT NICHT, aber man kann Montys bemitleidenswerte Situation zuhause und sein Kampf mit seiner sexuellen Ausrichtung nicht ohne das Gewaltverbrechen an Tyler haben. Genauso wenig, wie es Bryces Versuche, Abbitte zu leisten und wiedergutzumachen, nicht ohne sein Bedürfnis nach Macht und Manipulation sowie seine Sexualverbrechen gibt. Wer bei Monty auf die Tränendrüse drücken will, schuldet es auch allen anderen, zweimal hinzuschauen und sich etwas mit dem moralischen Zeigefinger zurückzuhalten, das ist jedenfalls meine Meinung.)

Tja, Winston ist eben ein Engelchen (jedenfalls für Monty) ^^ Spaß beiseite, ich hoffe sehr, dass der Bruch in der Situation nicht zu abrupt war und du sein Auftauchen wohltuend fandest.

Nach dieser Riesenklammer bleibt mir eigentlich nicht mehr viel als mich noch einmal ganz lieb für deine Reviews zu bedanken und dir viel Spaß beim Lesen des nächsten Kapitels zu wünschen. Ich finde es supercool, dass du mir deine Eindrücke von meinem Projekt hierlässt und mit mir über die Charaktere quatscht - so blöd es klingt, sie haben alle einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und die Serie bedeutet mir so viel, dass ich die Diskussionen über die Akteure, die Handlung und die Entwicklungen über die bisherigen Staffel liebe.

Liebste Grüße und bleib gesund,
pumpkinspice~
19.04.2020 | 13:52 Uhr
Hallo pumpkinspice~

Nach gefühlt 300 Jahren bin ich auch dazu gekommen, einen Blick in deine Story zu werfen. Suche schon seit einer Ewigkeit nach einer anständigen Story in dem Fandom und irgendwie hat mich deine gelockt. Well, here I am~

Zu Beginn muss ich anmerken, dass ich deinen Schreibstil super finde. Er hat hier etwas Malerisches, Sanftes, das schöne Bilder in den Kopf des Lesers zeichnet. Du hast eine schöne Wortwahl in dem Ganzen, was den Lesefluss sehr angenehm gestaltet.

Wistons gedanken sind wirklich spannend zu verfolgen. Er ist ja einer der Charaktere, die eigentlich kaum bis gar nicht da waren. Die dritte Staffel hat da echt viel gutes Zeug weggelassen und sich eher auf etwas konzentriert, das...weniger ins Bild gepasst hat, wie ich finde. Davon aber abgesehen, mag ich die Art, wie er über das Geschehene nachdenkt. Und der unterschwellige Geruch von Malboro Menthol? Eindeutig ein guter, wenn auch stechender Duft, der einen anzieht und abstößt im selben Sinne, wie man fast behaupten könnte.
Dass Montgomery an diesem Abend an seiner Seite ist, ist ja durchaus bedrückend. Erst gibt es eine Schlägerei und dann finden sie trotzdem für den Sex zusammen. Als wären das zwei verschiedene Leben, die sie getennt voneinander leben können. Winstosn Gedanken dazu finde ich klasse. Du triffst da einfach den Nagelnauf dem Kopf und man hat die Bilder einfach vor Augen, wie Montgomery darunter leidet.
Auf jeden Fall bin ich sehr sehr begeistert von dem ersten Kapitel und freue mich bereits auf all die folgenden! Wenn alles weiterhin so wundervoll bildlich bleibt, dann wird das hier einfach nur fantastisch!

LG
Riot

Antwort von pumpkinspice am 21.04.2020 | 21:26 Uhr
Hallo liebe Riot,

allerliebsten Dank für deine Rückmeldung, ich bin ganz sprachlos! Schön, dass es dir mein kleines Projekt bis hierhin gefällt, zu wissen dass Menschen meine Sachen lesen und es im Idealfall sogar gut finden, ist immer schön, aber wenn sich jemand die Mühe macht, mir ein paar Worte dazulassen, bin ich immer vollkommen aus dem Häuschen. Ähem. Schön dass du dabei bist!

(Vor allem, wenn mir jemand sagt, dass mein Stil eine solche Wirkung auf ihn hat, das geht wirklich runter wie Honig).
Spaß beiseite, es freut mich unheimlich, dass du das erste Kapitel so wahrgenommen hast und du meine Interpretation von Winston magst. Du hast recht, er wurde bis jetzt recht wenig beleuchtet, aber ich setzte viel Hoffnung diesbezüglich in Staffel 4. Ich denke, mit dem Schwerpunkt der dritten Staffel war es nicht wirklich möglich, mehr aus ihm zu machen, gerade weil die Bombe ja auch ganz am Schluss platzen sollte, aber wie man merkt, konnte ich mich nicht ganz damit begnügen :) Er ist mir sehr ans Herz gewachsen, muss ich sagen, und ich hoffe sehr, dass meine Darstellung von ihm sich irgendwie in den Canon einfügen kann, sobald die vierte Staffel herauskommt. Bis dahin bleibt vermutlich nicht viel mehr als gespannt zu bleiben.
Huh, ich hoffe im Nachhinein wirklich, ich habe nicht zu viel Schleichwerbung gemacht, aber wenn du sagst, dass meine Fixierung auf Winstons Mentholzigaretten in die Szenerie hineinpassen, dann bin ich auf jeden Fall zufrieden. Aromatisierte Zigaretten als Laster haben auf der einen Seite etwas (pseudo-)erwachsenes und auf der anderen Seite wirken sie fast ein bisschen zu gewollt, so, als ginge es ihm dabei vor allem um die Wirkung des Ganzen und weniger um das Rauchen an sich, und ich fand es sehr passend für ihn (man merkt vermutlich sehr deutlich, wo ich mit ihm hinwill und du hast absolut recht, die ganze Story geht sehr in Richtung einer teils anziehenden, teils abstoßenden Ästhetik). Ich gebe zu, dass ich ihm an dieser Stelle möglicherweise eine meiner eigenen Schwächen zugelegt habe. Nochmals ähem. (Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass er keineswegs mein Alter Ego ist, falls du mir das überhaupt noch glauben solltest xD)
Ja, Monty... Ich bin wirklich gespannt, wie du ihn findest, sobald du die folgenden Kapitel gelesen hast (bitte fühle dich an dieser Stelle nicht dazu gezwungen, mir noch einmal deine Gedanken mitzuteilen, ich selbst bin alles andere als in irgendeiner Weise 'vorbildlich' in dieser Hinsicht, ABER du hast so interessante Gedanken zu Winston, dass es mich interessieren würde). Wie man merkt habe ich mich während der Arbeit für dieses Projekt total in Winston verknallt, aber Monty… Verdammt, ich hatte nie einen Charakter, aus dessen Sicht es so dermaßen viel Spaß mach zu schreiben, von daher ist besonders viel Herzblut in seine Kapitel geflossen.

Ich hoffe sehr, dass dir die weiteren Abschnitte genauso viel Spaß machen! Bleib gesund, pass auf dich auf und fühle dich lieb gegrüßt,
pumpkinspice~
09.03.2020 | 01:13 Uhr
Hey du :)
Ich habe vor ein paar Tagen die dritte Staffel von Tote Mädchen lügen nicht beendet und nun ja, so lange ich Montgomery in der ganzen Serie auch gehasst habe, fand ich sein vermeintliches Ende dann doch sehr unbefriedigend. Es hat mich nicht ganz losgelassen, dass er quasi gerade mehr oder minder seine Sexualität akzeptiert hat und dann – na ja, ich muss dir ja nicht den Plot nacherzählen. Auf jeden Fall war das der Anlass, dass ich doch mal interessenhalber nach Geschichten zu Monty gesucht habe und so bin ich auf deine gestoßen. Und ich muss sagen: Ich bin sehr glücklich! Üblicherweise, wenn ich in kleineren Fandoms oder nach unpopulären Pairings suche, finde ich – wenn überhaupt – vielleicht ein paar passable, unterhaltsame, aber nie wirklich gute Geschichten. Ganz anders bei dir: Deine Geschichte hat mir auf Anhieb sehr gefallen.
Als erstes möchte ich da deinen Schreibstil loben, denn das ist meistens das, was mir bei Autoren nicht gefällt. Aber deine Wortwahl und die Art, wie du deine Sätze formulierst, gefallen mir wirklich sehr gut! Macht Spaß zu lesen. Eine Kleinigkeit vielleicht nur: Hin und wieder kam ich etwas durcheinander, wen der beiden du gerade mit „Er“ meinst, aber ich denke, das ist allgemein ein Problem, wenn man über gleichgeschlechtliche Paare schreibt. Ich kenne das von mir. Wenn man voll drin ist, merkt man es nicht, aber wenn ich dann mit Abstand über meine Geschichten lese, weiß ich auch manchmal nicht auf Anhieb, wen ich noch mal meinte. Also keine große Sache, wollte es nur mal erwähnen :)
Aber auch inhaltlich gefällt mir deine Geschichte sehr. Ich mag, wie du deinen eigenen Plot in den tatsächlichen Plot der Serie einbindest. Passt wirklich sehr gut zusammen und ich kann mir das gut als tatsächliche Hintergrundgeschichte von Monty vorstellen. Gerade auch was Winston angeht, er ist ja schon beinahe ein OC, da man in der Serie noch so wenig über ihn erfährt. Aber die Charaktereigenschaften und Vergangenheit, die du für ihn gewählt hast, wirken sehr authentisch. Also ich kann ihn mir echt gut so vorstellen, deshalb hoffe ich zumindest, dass er in der Serie nicht um 180° anders sein wird. In deiner Geschichte tut er Monty auf seine Art auch echt gut. Wobei ich natürlich nicht weiß, was du noch für die beiden geschrieben und geplant hast, habe noch nicht alles gelesen. Genau genommen bin ich bei dem Kapitel mit der langen Sexszene und da du meintest, dass du quasi das erste Mal eine Sexszene richtug ausgeschrieben hast, möchte ich dir da auch noch ein Lob aussprechen :) Ich finde es auch nicht unangenehm, wenn du es ehrlich machst, also auch mit den unangenehmeren Aspekten von Analverkehr – tatsächlich fand ich sogar, dass es die Szene authentischer gemacht hat und es war auch amüsant, wie deine Charaktere mit der Situation umgegangen sind. Gut gemacht, wirklich.
Bin nun auch gespannt, welche Nachwirkungen die Szene hat, also insbesondere wie Monty damit umgehen wird, wenn er sich mit ein paar Stunden Abstand daran erinnert, was die beiden getrieben haben. Aber ich muss gleich gestehen: Ich bin aktuell ein langsamer Leser, also wird noch ein paar Tage dauern, bis ich quasi up to date bin. Ich freue mich allerdings darauf!
In diesem Sinne bedanke ich mich dafür, dass du diese Geschichte mit uns teilst und grüße dich ganz herzlich,
Stormyr

Antwort von pumpkinspice am 09.03.2020 | 03:28 Uhr
Hallöchen, Hallöchen,

wow, allerliebsten Dank an dich für deine zuckersüße Rückmeldung, ich bin ganz sprachlos! Ich bin immer ganz von der Rolle, wenn sich jemand die Mühe macht, mir ein paar Worte zu meinem Kram dazulassen, deshalb festen Drücker an dich!
Ich bin, ehrlich gesagt, ganz rot. Dass jemandem meine Version der Dinge gefällt und die Stunden versüßt, ist alles worauf ich hoffen kann. Ich bin ganz offen gesprochen immer selbst sehr zurückhaltend, wenn es um das Entdecken neuer FFS geht, deshalb freut es mich unglaublich, dass du hier anscheinend alles einigermaßen in den offiziellen Plot eingegliedert bekommst.
Die angesprochene Problematik mit den Pronomen werde ich gerne auf meine Agenda setzen! Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das verwirrend ist. Offen gestanden hasse ich persönlich alles was über 'der andere (Junge)' hinausgeht, da ich irgendwie Ausschläge von 'der Schwarzhaarige', 'der Kleinere', etc. bekomme (frag mich nicht warum, ich glaube ich bin einfach traumatisiert von einer langen Laufbahn hier und fühle mich bei so etwas gleich unangenehm auf etwaige sexuelle Interaktionen hingewiesen), aber ich schaue sehr gerne mal über meine bisherigen Teile und ersetze das eine oder andere 'Er' gerne durch den Namen. Wenn du magst, kannst du mir gerne bestimmte Stellen vorschlagen, die dir besonders aufgefallen sind (ich bin immer sehr dankbar für Kritik, man muss sich ja verbessern)!

Ich muss ganz ehrlich sagen, soweit wie ich schon hin bin, hoffe ich unglaublich, dass die Drehbuchautoren Winston in der vierten Staffel gut hinbekommen und ihn nicht auf den Engel im Hintergrund reduzieren, der Monty wie ein Wunder das geben konnte, was er brauchte (würg). Ich versuche mein Bestes, ihn hier als eigenständigen Charakter mit Schwächen, Stärken, Ängsten und Hoffnungen darzustellen, und es würde mich ungemein schmerzen, dass alles in der offiziellen Version zu verlieren. Dementsprechend habe ich manchmal etwas Angst vor der neuen Staffel und drücke alle Daumen dafür, dass es gut wird. Er ist mir unglaublich ans Herz gewachsen und ich hoffe sehr, dass er es spannend machen wird.
(Verstehe ich das richtig, dass du auch die leisesten Hoffnungen hast, dass Monty doch nicht tot sein könnte???)

Zu Monty... ja, ich weiß manchmal selbst nicht, was ich zu ihm sagen soll. Da ich immer komplett ausraste, wenn mir jemand ein Review schreibt, musst du jetzt leider damit leben, dass ich dich zutexte. Also. Ich glaube, ich hatte ihn immer schon halb auf dem Zettel, auch in der ersten Staffel, als er kaum mehr als ein Statist war und sein Schauspieler alles aus der Rolle rausgeholt hat was irgendwie ging. Vermutlich habe ich eine Schwäche für diese Art von kaputten Charakteren mit Traumata, und spätestens nachdem die Zeugeneinschüchterung auf sein Konto gingen, hatte er meine absolute Aufmerksamkeit. Du könntest vermutlich nicht glauben, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, dass er in der dritten Staffel mehr Screentime hatte, und sie angefangen haben, ihn etwas mehr unter die Lupe zu nehmen (meine Schwester musste zu Genüge unter meinen emotionalen Ausbrüchen leiden, deshalb höre ich jetzt auf). Verstehe mich nicht falsch, das Staffelfinale von Season 2 war das Schlimmste, was ich je auf einem Bildschirm gesehen habe, und auch heute tue ich mir diese Szene relativ regelmäßig an, um nicht zu vergessen wie schrecklich es war, und ich hoffe sehr, dass man merkt wie sehr ich mich um Authentizität bemühe. Diese FF ist aus dem Wunsch entstanden, etwas mehr mit einem Charakter zu machen, der zu früh das Zeitliche gesegnet hat, nicht um darüber zu schwafeln, wie unfair das alles ist, etc.
Ich weiß nicht, ob man es merkt, aber ich genieße es tatsächlich mehr, als seiner Sicht zu schreiben als aus Winstons, und ich bin nicht wirklich dazu bereit, ihn gehen zu lassen.

Zu meiner Erotikszene.... Jasses. Du würdest staunen, wie lange ich tatsächlich für den Shit gebraucht habe. Es freut mich allerdings, dass du etwas schmunzeln musstest, denn nachdem ich so lange mit mir selbst gekämpft habe, wollte ich auch direkt in die Vollen gehen, nichts aussparen und nicht einfach den Vorhang fallen lassen. Ähem. Selbst jetzt werde ich noch knallrot.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim weiteren Lesen und hoffe sehr, dass dir die weiteren Kapitel gefallen werden! Falls du je eine Empfehlung für eine weitere, ganz gute FF zu Monty brauchst, dann melde dich gerne bei mir. Wie gesagt, man kann nicht sagen, dass ich sonst sehr aktiv bin, aber ich kenne tatsächlich ein anderes Werk, dass mir persönlich ganz gut gefällt.

Hab eine schöne Nacht,
pumpkinspice~
25.09.2019 | 14:58 Uhr
Liebe pumpkinspice,
Nach den ersten drei Kapiteln und weil ich finde das du es verdient hast, möchte ich dir gern ein paar Worte hinterlassen. Schließlich weiß ich, auch aus eigener Erfahrung, das es einen Autor inspirieren kann, wenn er eine Meinung zu seinen Werken erhellt. Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, weshalb mein Kommentar das erste ist. Meine Worte beziehen sich auf deine ersten Drei Kapitel, auch wenn ich Teil 3 angegeben habe. Momentan möchte ich mich noch recht allgemein halten, ohne einen Bezug zu ausgewählten Szenen oder Handlungen.
Dein Schreibstiel ist sehr interessant und läd, auf positive Art, zu stetigen weiter lesen ein. Bisher gefällt mir deine Geschichte und Vor allem die Idee dahinter sehr. Montgomerys Gedanken und auch die Umsetzung der Dialoge, hast du meiner Meinung nach, sehr realistisch umgesetzt. Man spürt beim lesen, das er mit sich selbst im Zwiespalt ist.
Monty Charakter hast du bisher sehr authentisch wieder gegeben, was bei einem Charakter mit seinen Zügen, sicher nicht einfach ist.
Winston Charakterzüge seriengetreu umzusetzen, finde ich selbst sehr schwierig, da er im Verlauf der Serie eine (leider) eher kleine Rolle einnimmt. Zwar wird in der Serie deutlich, das er es ist, bei dem Monty die Akzeptanz finden, nach welcher er sich sehnt, doch wurde sein Charakter bisher nicht sehr eingehend beleuchtete. Das gibt natürlich Spielraum zur Interpretation, welchen du, meiner Meinung nach, auch gut genutzt hast. Winston Figur muss zwangsläufig etwas OC sein, da über ihn bisher nicht viel bekannt ist, doch die beiden Figuren harmonieren in deiner Geschichte sehr gut miteinander.
Ich freue mich schon auf die nächsten Kapitel, wobei ich mir beinah sicher bin, das du auch dort die Spannung konstant hochhalten wirst, das ist dir in den ersten drei Episoden schließlich auch hervorragend gelungen.
Liebe Grüße und auf das es bald weiter geht :-)

Antwort von pumpkinspice am 05.10.2019 | 14:54 Uhr
Hallo liebe Nakami,

allerliebsten Dank für dein Feedback, ich bin ziemlich rot und weiß gar nicht was ich sagen soll - ich entschuldige mich außerdem für die späte Antwort von mir, wer erst in den Urlaub geht und danach in eine neue Wohnung ohne Internet zieht, ist schon etwas abgeschnitten von der Welt und ich hoffe sehr, dass du es mir nicht allzu übel nimmst.
Ich freue mich jedenfalls unheimlich, dass dir die bisherigen Abschnitte scheinbar gefallen haben. Ich erwarte, um ehrlich zu sein, nicht viel Feedback, da der Fandom hier auf FF.de recht klein ist und ich mir zudem einen Plot ausgesucht habe, der nicht jedermanns Sache ist, von daher ist es für mich ziemlich in Ordnung, ohne große Rückmeldung zu schreiben (und nein, das schreibe ich nicht einfach so!), aber natürlich hast du Recht, es tut schon sehr gut, mal von jemandem da draußen eine ehrliche Meinung zu meinem Geschreibsel zu erhalten. Gerade auch, weil dieser Dreizehnteiler mir sehr, sehr viel bedeutet und es mir ein inneres Anliegen war, mich ausführlicher mit Montgomery zu beschäftigen, als es nur als Zuschauer möglich ist (und ich muss sagen, es macht tatsächlich unglaublich viel Spaß, aus seiner Perspektive zu schreiben und sämtliche political correctness in den Wind zu schlagen ^^).
Dass du ihn bis jetzt als authentisch wahrnimmst, freut mich ungemein. Es ist definitiv nicht einfach, von einer eher analytischen Charakteranalyse (also wie sich ein Charakter fühlt und warum er so und so handelt, etc.) wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu kommen und die Art und Weise, wie die Figur selbst ihr Erleben schildern würde, nachzuahmen, gerade wenn es dann eher in den Bereich von derbster Umgangssprache geht, aber ich arbeite an mir und meinen Hemmungen, arschige Charaktere als das darzustellen und so sprechen zu lassen, wie sie eben sind. Liebsten Dank auf jeden Fall für dein Lob meines Stils - ich hadere häufig mit meiner Tendenz, Sätze komplizierter und intensiver zu bilden, als unbedingt notwendig, von daher freut es mich sehr, wenn ich die Rückmeldung erhalte, dass alles weitestgehend verständlich und lesbar ist ^^.
Du hast absolut Recht, Winston ist in gewisser Art und Weise der herausforderndere Part, da ich viele Lücken füllen und gleichzeitig aufpassen muss, ihn nicht zum Ebenbild meiner eigenen bescheidenen Persönlichkeit zu machen (ich habe den Eindruck, dass das vielen Autoren bei Figuren passiert, die viel Spielraum erlauben), und gerade im Gegensatz zu meinem anderem Akteur gerät man schnell dahin, ihn als "Ideal" ohne schlechte Absichten, Schwächen und Schwierigkeiten zu sehen, eine Richtung, in die ich keinesfalls gehen möchte. Klar hat er in Staffel 3 die Rolle als Quelle der Akzeptanz und Milde für Montgomery, aber er sollte mehr sein dürfen als "nur" das (man merkt dezent, welche Hoffnungen ich in die vierte Staffel setzte, ähem).
Wir werden sehen, aber ich bemühe mich jedenfalls, ihn weiterhin mit Eigenheiten zu spicken und hoffentlich irgendwann auf einen Charakter schauen zu können, den man tatsächlich als das bezeichnen kann.

Ich bedanke mich noch einmal sehr für deinen unglaublich lieben Worte und hoffe sehr, dass dir auch die nächsten Episoden gefallen werden. Da die Uni bald wieder meine Aufmerksamkeit erfordert (pfui), kann ich noch nicht wirklich absehen, wann ich den nächsten Teil hochladen kann, aber ich arbeite daran und bemühe mich sehr, nicht total von Unikram vereinnahmt zu werden.

Allerliebste Grüße an dich und ein schönes Wochenende,

pumpkinspice~
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