Autor: Dany1996MAD
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt):
12.09.2019 | 15:22 Uhr
zu Kapitel 1
Hallo Dany,

da ich mit Hetalia noch kaum (besser gesagt: fast null) vertraut bin, kann ich über einige Identitäten nur mutmaßen.
Anfangs ist es zu vermuten – später wird es natürlich sicher – ist hier von der„Geburt“ Deutschlands die Rede. Deutschland, das als neuer Akteur ein Ungleichgewicht mit sich brachte und mal Ziel, mal Ausgangspunkt von Streit und auch Schlimmerem war. Der große Bruder stellt sicher Preußen dar.

Doch nun reflektiert Deutschland über diese Dinge und stellt den Krieg als solchen (inzwischen) in Frage, erkennt die Abwärtsspirale der Krisen, begleitet von immer neuem Leid, das der Krieg – der als vermeintliche direkte Lösung galt - verursacht. Deutschland ist oder scheint geläutert.
Der Protagonist hier möchte nun ein echtes Miteinander auf Augenhöhe umsetzen, Lösungen sollen fortan beiderseitig zum Vorteil gereichen. Das Recht des Stärkeren soll nicht länger gelten.
Deutschland ist sich aber bewusst, welches Leid, welche unermessliche Barbarei, er anderen und sich selber einst zufügte. Er schwört praktisch "Nie wieder Krieg!" Und lässt sich davon nicht von diesem Ideal abhalten, egal ob andere auch aus dem Leid gelernt haben oder nicht und inwiefern sie ihm ein Vertrauen schenken oder noch nicht.

Dann wird die eindeutige Story und Anschauung, aus meiner Sicht, unklar. Es geht, dem Song entsprechend, darum dem Vater zu verzeihen. Was bedeutet „aber ich werde meinen Chefs […] verzeihen, was sie unter meinem Namen alles taten.“ ? Wohl heißt es eher, dass die nachfolgenden „Chefs“ anhand ihrer eigenen Taten zu bewerten sind!

Immerhin erteilt das Deutschland der Songfic dem blinden Befehlsgehorsam eine glasklare Absage!!!
Die bisherige Deutung stimmt, denn der Bruder ist tatsächlich Preußen.

Das Bild des Eisernen Vorhangs - respektive der Mauer - im Herzen, beschreibt wunderbar die Lage des geteilten Deutschlands im Kalten Krieg.

Sehr zutreffend ist - leider - auch die Beschreibung des Vergessens der ganzen Verbrechen und all der Nöte, der bitteren aber gewaltigen Erfahrungen und der großen Anstrengungen. (Gegen Geschichtsvergessenheit ist unbedingt alles zu unternehmen.) Und nochmals wird in der Songfic betont welche Erkenntnis erst unter Schmerzen und zu großer Schuld kam: Ein Krieg kann keine Lösung sein.

Im Fazit ist es ein, in der Kürze, sehr griffiger Seelenspiegel des Landes. Es werden klar die Fehler und ein schmerzhaft erlernter, aber echter neuer Weg beschrieben. Wenn man durch Schaden klug wird, dann bestand hier mehr als eine Notwendigkeit gescheiter zu werden.
Zum Abrunden könnte eventuell noch ein spezielles anderes Land und der Werdegang der Beziehung zu Deutschland kurz vor dem Ende der des Monologs eingebracht werden. Kurz vor dem Plädoyer dafür eine gemeinsame Verantwortung und gemeinnützige Lösungen zu verteidigen.

Dieser Monolog des Protagonisten ist auf jeden Fall sehr gut und echt kreativ um das verwendete Lied herumgeschrieben worden! Der Stil vom Liedtext, mit anderem Inhalt, und der eigenen Prosa passen sehr gut zueinander.

Ich erlaube es mir mal noch abzuschweifen und drastische Worte des frz. Staatspräsidenten Macron (anlässlich der Unterzeichnung des Aachener Vertrages (22.01.19)) zu zitieren: „Diejenigen, die den Wert der französisch-deutschen Versöhnung vergessen, machen sich zu Komplizen der Verbrechen der Vergangenheit.“

Mit lieben Grüßen und der Hoffnung, das Review ist nicht zu aufgesetzt,
Tochtli

Antwort von Dany1996MAD am 12.09.2019 | 23:36:38 Uhr
Hallo Tochtli,

Trotz des Unwissen hast du dich herangetraut diese neuartige Version zu lesen und ich bin froh, dass du die meisten Botschaften erfasst hast und auch bin ich recht zufrieden mit deine Bewertung ^^

Stimmt anfangs ließ ich den Lesern in ungewissen, welches Land es handelt, doch bald habe ich mehr preisgeben und spätestens bei den großen Bruder Preußen, der Deutschland zusammengefügt hat, war klar dass von Deutschland die Rede ist.
Auch haben die beiden Weltkriege Deutschland mehr belastet, wie auch andere Länder. Und zu gar nichts gebracht und er sah es ein. Auch sind diese Machtspielchen der Grund sich gegenseitig herauszufordern und andere gegen den Willen zu beherrschen und genau das kann nicht die Lösung für Frieden sein und das weiß auch Deutschland, warum auch die Idee mit der EU entstand. Ein weiterer Krieg würde katastrophal enden, da muss man sich bei sein damaligen Verbündeten Japan zurück sehen. Mit den Atomwaffen. Darum der Vorsatz nie wieder Krieg!

Auch hat er selbst erlebt wie schlimm der Leid hinterher ist. Vater ist viel mir das Vaterland gemeint. Was macht Deutschland aus? Genau die Bevölkerung und die Regierung. Die NS Zeit hat ja grausame Dinge getan und da er die Personifikation des Landes ist. Habe ich beschrieben unter seinem Namen taten.... Es fällt ja immer auf ihm zurück und er verzieh sich und seine Landsleute.

Ja die Wende war ein langer Kampf und teil eines erneuten Ausbruch des Krieges. Mit den Ziel soweit nicht kommen zu lassen, haben sie für die Wiedervereinigung gekämpft! Auch gelang dies , aber viele wollen davon nicht wissen, weil die heutigen Freiheiten zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist und viele einfach genervt sind. Nach den Motto:" Ich war nicht dabei gewesen, also was juckt mich das" Leider häufen sich diese Stimmen.

Ich mag das Zitat von Macron. Er hat ja vollkommen recht. Hm ein anderes Land einfügen? Welche käme dir in den Sinn. ^^| Vielleicht wäre Frankreich eine gute Wahl, das Herz von Europa .

Ich danke dir für deine Interpretation, wie auch ehrliche Meinung zu dieser Songfic. Es freut mich, dass die Botschaft angekommen ist ^^

Lg Dany XD
04.09.2019 | 18:35 Uhr
zu Kapitel 1
Interessant was man mit einem Lied anstellen kann (erstes Review xD)!

Antwort von Dany1996MAD am 04.09.2019 | 20:01:45 Uhr
Der erste Platz geht an Zugolu.
Ja Lieder inspirieren einen auch ^^

Lg Dany XD