Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt):
17.11.2019 | 21:33 Uhr
zu Kapitel 1
Hello,

Das war doch mal ein schöner One-Shot. Diese Aufgeregtheit bei ersten Dates finde ich ja immer zuckersüß und auch die Interaktion zwischen Aoi und Uruma fand ich angenehm zu lesen. Ich bin eigentlich kein Fan von dem Pairing, einfach weil es so ausgelutscht ist, aber du hast noch mal ein bisschen frischen Wind reingebracht, vor allem dadurch dass es in London spielt.

Am Anfang hat es mich tatsächlich etwas verdutzt, dass du London als Handlungsort gewählt hast und ich habe auch etwas Gewöhnung gebraucht um mir die beiden in dem Setting vorstellen zu können. Um noch ein paar klitzekleine Kritikpunkte einzubringen, ich fand den Dialog zwischen den beiden von den Inhalten her super, allerdings war die Sprache zwischendurch etwas hochgestochen. Keine Sorge, es hat auf keinen Fall richtig gestört, war nur manchmal etwas holprig beim Lesen, fand ich.
Was mir auch noch aufgefallen ist, ist dass die Beschreibungen teilweise etwas langatmig waren, bspw. Aoi‘s Vorbereitung auf das Date. Aber auch nicht weiter gravierend :)

Wo ich ein großes Lob aussprechen möchte ist deine Beschreibung vom Shakespeares. Der Laden klang einfach so super authentisch und schön, dass ich da am liebsten auch direkt gewesen wäre. Das Herstellen dieser Café Atmosphäre ist dir unglaublich gut gelungen und ich konnte mir den Laden bildlich vorstellen.

Alles in allem hat mir das Lesen von deinem One-Shot auf jeden Fall Spaß gemacht und ich freue mich schon auf weitere Sachen von dir!

Alles Liebe,
Maya
05.10.2019 | 11:41 Uhr
zu Kapitel 1
Ich gebe zu, es hat wirklich ein bisschen länger gedauert, als gehofft, aber jetzt kann ich mich endlich mal hinsetzen und in Ruhe einen Review zu deinem Oneshot schreiben, so wie ich es ja quasi versprochen hatte und weil es mir seit dem ersten Lesen doch ein bisschen in den Fingern juckt, muss ich sagen.

Immer wenn ich die ersten Sätze lese, hab ich für einen Moment das Gefühl, dass es eine ganz andere Art von Story wird, als es tatsächlich ist, muss ich sagen. Und das ist nicht negativ gemeint, irgendwie hinterlassen sie bei mir nur einen sehr starken Eindruck, der in tiefem Kontrast zu dem steht, was später passiert. Man sieht hier eine doch eher düstere Facette von Aoi, die ja auch später hin und wieder anklingt und die vermutlich schnell noch tiefer werden könnte, statt wie hier am Anfang so ein bisschen von der Angst vor seinem eigenen Mut abgefangen zu werden. (Und kennen wir solche Situationen, bei denen man im Nachhinein nur „fuck, fuck, fuck“ denkt, nicht alle irgendwie?)
Allerdings muss ich sagen, dass ich es dann schon wieder irgendwie niedlich finde, dass er extra Einkaufen geht, um ein bisschen schick für das Date zu sein – absolut nachvollziehbar, aber in seiner anklingenden Situation auch nicht vollkommen selbstverständlich. Das mit den Stiefeln ist dann auch irgendwie ein netter Tick ;)
Und irgendwie klingt seine Wohngegend total schön – hattest du da eine konkrete Ecke / Straße im Kopf oder nur grob die Gegend von der Lage her?
Aber Aois Zwiespalt (wenn ich ehrlich bin inklusive des in den Blumenkübel Kotzens) kann ich definitiv nachvolziehen. Dates sind ja schon schlimm, aber Blind Dates sind eine Erfindung der Hölle und gehören verboten. Da ist es ihm schon irgendwie anzurechnen, dass er es trotz seiner Zweifel nicht über Herz bringt einfach wieder zu gehen. Und irgendwie schade um sein Styling wäre es ja auch gewesen.

Den Sprung zu Uruhas Sicht finde ich dann genauso schön, wie seine Musikaffinität, muss ich sagen. Irgendwie passt das sehr gut zu ihm und ich dann mir total vorstellen, dass das etwas ist, was er einfach braucht, um sich wohler und ruhiger zu fühlen. Bzw. dass er sich mit Musik so identifizieren und damit mitfühlen kann.
Und auch ihm ist es hoch anzurechnen, dass er sich zu diesem Date aufgerafft hat. Allein der kleine Einblick in seine nähere Vergangenheit macht beim Lesen wirklich betroffen und seine Reaktion auf die Musik noch nachvollziehbar. Ich bin eindeutig zu nah am Wasser gebaut für sowas, da haben mir beim Lesen die Augen auch angefangen zu brennen T_T Auf der anderen Seite zeigen selbst diese wenigen Gedanken, die er über Jonathan hat, schon deutlich, dass diese Beziehung zumindest in ihrem Endstadium nicht mehr wirklich gesund war. Sich für einen Partner zu verbiegen sollte schließlich nie die Prämisse sein, unter der so etwas funktioniert.
Akemi ist mir spontan übrigens total sympathisch, weil sie sich auf diese beschützende Art, um ihren jüngeren Bruder gekümmert hat und ihm gleichzeitig aber auch so ein bisschen in den Hintern getreten hat, damit er sich nicht allzu sehr hängen lasst. So muss das sein ^^°

Ich mag übrigens die Art, wie du das Shakespeares beschreibst echt gern. Weil es zwar auf der einen Seite relativ ausführlich ist und man einen Eindruck bekommt, aber auf der anderen Seite ist es schön lebendig, dadurch, dass du die Gäste so einbaust. Da kann man sich wirklich vorstellen, wie Uruha im Ankommen seine Blick ein bisschen schweifen lässt.

„Aoi war sich ziemlich sicher, dass er gleich einen Herzinfarkt bekommen würde. Oder einen Hirnschlag. Oder, dass er umkippen würde.“ - ich finde mich immer mehr und immer wieder in Aoi wieder *lacht* Ich kann sein Leiden sowas von nachvollziehen. Spätestens, wenn Uruha vor mir stehen würde, würde es mir auch so gehen xD Aber immerhin sind sie ja offensichtlich beide nervös bis unter die Haarspitzen und das ist ja vielleicht so ein bisschen beruhigend für den jeweils anderen.
Diese ganze Begrüßungsszene, die so ein bisschen unbeholfen und steif ist, ließt sich aber genau deswegen irgendwie total realistisch finde ich, vor allem in Anbetracht der Umstände, in denen die beiden sind. Und bei jemandem, den man zum ersten Mal sieht, weiß man ja eh anfangs nicht so recht, wie man sich am besten verhält, ohne sich zum Klops zu machen. Aber hey, sie haben schon mal jeweils einen Stuhl unterm Hintern, die erste Hürde ist geschafft, würde ich sagen ^^°
Und auch Aoi Reflex Uruhas Lächeln spontan mit einem Foto festzuhalten, kann ich ja mal sowas von anchvollziehen – selbst wenn ich nicht wüsste, wie es aussieht und wie sehr ich es mag. Die Beschreibung trifft es einfach auf den Punkt. Da geht mir ein bisschen das Herzchen auf, muss ich sagen, von daher ist es nur fair, dass es Aoi genauso geht.
...je mehr ich so kleine Einblicke in Aois Vergangenheit bekommen, desto mehr möchte ich ihn irgendwie in den Arm nehmen. Du wirst ja mit dem, was ihm so passiert ist nie so wirklich konkret, aber es reicht um meinen Beschützerinstinkt zu wecken, muss ich sagen. Denn da scheint ja wirklich so einiges im Argen gewesen zu sein.

Das Uruha quasi sofort mitbekommt, dass Aoi öfter im Shakespeares ist, passt auch irgendwie zu ihm, so diese aufmerksame Natur irgendwie. Kann ich nicht konkret erklären, aber macht für mich absolut Sinn, gerade in dieser Situation.
Und auch Aois spontante gedankliche Achterbahnfahrt, was die Auswahl des Treffpunkts angeht, ist nachvollziehbar. Am Ende war es eben wirklich eine eher unbewusste Entscheidung, weil er sich in dem Laden eben wohl fühlt, und jetzt interpretiert er in seinem kleinen Anflug von Panik mehr hinein, als er müsste. Wobei meine Bedenken in dem Falle ja eher da lägen, dass ich, falls das Date ein Reinfall wäre, dann was negatives mit dem Ort verknüpfen würde. Aber glücklicherweise brauchen wir uns darüber ja keine Gedanken zu machen ^^ Und so schön es auch ist, zu sehen, was für eine angenehme, beruhigende Wirkung Uruha auf Aoi hat, irgendwie bestärkt mich das noch mehr in meiner Annahme, dass er wirklich schlechte Erfahrungen sammeln musste und sein Ex irgendwie ein Arschloch ist. Sorry, not sorry.
(Notiz am Rande: für Scones wäre ich auch gerade echt zu haben, ugh. Viel zu lange her…)
Ein bisschen niedlich ist es dann ja schon, dass Aoi sich traut ein bisschen… anzugeben ist das falsche Wort, das klingt zu negativ. Aber dass er auf diese Art und Weise aus sich herauskommt, dass er so offen stolz auf seine Fähigkeiten in der Küche ist und da weiß, was er kann. Go Aoi. Und dann die Reaktion auf Uruhas kleinen Spruch. Hach. Mein Herz. Ein Traum. Es ist so schön. Ich hab es noch nicht erwähnt, aber ich liebe diese Interaktionen zwischen den beiden, die immer mehr das Eis brechen und auch wenn sie manchmal vielleicht ein bisschen unbeholfen-flirtend sind (auf eine sympathische Art und Weise), wirkt es einfach so echt und ehrlich, dass ich das stundenlang lesen und grinsend vor dem PC sitzen könnte. Ich liebe Fluff. Ich liebe DIESEN Fluff.
„als würde er in Sonnenlicht gebadet auf einer Waldlichtung stehen“ - das ist einfach so ein schönes Bild, das du da zeichnest!

Umso schöner, dass das Ganze dann auf Gegenseitigkeit beruht und sie gleichermaßen fasziniert voneinander sind, obwohl sie sich gerade ein paar Minuten kennen. So muss das sein und nicht anders. Man merkt einfach, dass die beiden Hals über Kopf in eine Situation geraten, die sie so nicht erwartet hätten und die für sie gleichermaßen eine positive Überraschung ist, nachdem sie das Ganze stellenweise ja eher aus Pflichtbewusstsein hatten hinter sich bringen wollen. Das macht sie für mich als Charaktere unglaublich menschlich und liebenswürdig, muss ich sagen.

Obwohl Kate ja immer nur so in Momenten auftaucht, finde ich sie irgendwie total sympathisch muss ich sagen – man hat unterschwellig immer ein bisschen das Gefühl, dass sie Aoi mental anfeuert oder so *lacht* Oder sich zumindest auch zu freuen scheint, dass er mal in Gesellschaft da ist und eine gute Zeit hat – aber vielleicht interpretiere auch nur ich das so ^^°

Uruhas Reaktion darauf, dass Aoi ins Japanische wechselt ist halt auch so was, was auf der einen Seite irgendwie total niedlich ist, aber auch super nachvollziehbar. Ist heben wirklich so, dass Stimmen sich mit der Sprache, die sie sprechen verändern und Aois Stimme hat einfach was, das man nicht leugnen kann. Auch sonst ist es schön, hier ein bisschen was über die beiden und ihr Aufwachsen zu erfahren – und sie scheinen ja doch auch ähnlichen / ähnlich privilegierten Verhältnissen zu stammen. Diesen kleinen Moment der Wehmut beim Gedanken an die Heimat und die Kirschblüte kann ich aber total verstehen. Nur gut, dass sie daran nicht ‚klebenbleiben‘, sondern gleich ein neues Thema finden. Und ich muss zugeben, Uruha als Student der Agrarwissenschaften amüsiert mich doch irgendwie ziemlich, wenn auch vielleicht, weil ich ihn da beim Lesen gedanklich in Gummistiefeln über ein matschiges Feld stampfen sehe xD
Und dann ist da wieder so ein Moment, den ich wunderbar menschlich finde, als die Sprache auf die Geschwister der beiden kommt. Also sowohl wie Uruha über seine Schwester spricht, als auch dass aufkommt, dass Aois Schwester nicht mehr lebt. Das ist so diese Dinge, die einfach passieren können, wenn man sich kennenlernt oder so. Diese kleinen...ich will es fast nicht Fettnäpfchen nennen, weil es einfach dazu gehört irgendwie. Aber ich mag diese Details sehr gern, die du so immer mal einstreust. Und auch dass es mit dieser ungeplanten und doch irgendwie intim wirkenden ersten Berührung der beiden endet. Da hast du einfach absolut den richtigen Tonfall getroffen.

Und auch wenn mir James Taylor gerade nichts sagt – diese ganze Musik-Szene ist auch einfach nur niedlich. Von beiden kommt so ein bisschen eine verspieltere Seite vom Vorschein, ohne dass sie das selbst bewusst wahrzunehmen scheinen. Man merkt beim Lesen irgendwie wie sie mehr und mehr so ein bisschen in ihrer eigenen kleinen Welt versinken und das Geschehen um sie herum immer mehr in den Hintergrund rückt. Das ist mehr als die plötzliche körperliche Nähe, das ist einfach die Chemie zwischen den beiden, die immer mehr aufblüht. (Abgesehen davon finde ich die Einstellung der beiden zur Musik auch sehr angenehm. Leute die nur das eine richtige Genre hören (wollen) sind irgendwie anstrengend.)
Man merkt hier immer mehr, wie gut die beiden sich tun, egal ob das jetzt nur für den Moment währt oder ob sie länger Kontakt miteinander haben werden. Sie tauen einfach immer mehr auf und man spürt deutlich wie ihnen die Wertschätzung und Offenheit des anderen gut tut und wie heilend sie auch irgendwie ist. Auf der anderen Seite finde ich aber auch diese kleine bewusste Antrengung, die es für Aoi braucht, um seinen Ex zu verdrängen ziemlich realistisch, weil es definitiv nicht abwegig ist, dass einem in so einem Moment diese Art von Gedanken kommen. Schön, dass er das so schnell abschütteln kann.

Bei der Berliner Anekdote musste ich dann tatsächlich breit grinsen, weil mein einziger Gedanke war so in etwa: joa klingt nach ner normalen Berliner WG *lacht* Das kann ich mir einfach absolut vorstellen und hoffe einfach mal, dass sie nach ihrem kleinen Ausflug ins Wasser gründlich geduscht haben xDDD Aber das bringt wieder eine weitere schöne Seite von Aoi zum Vorschein, die er vielleicht selbst durch die letzten Monate auch so ein bisschen vergessen hatte. Dieses Unbeschwerte steht ihm aber auf jeden Fall wirklich gut :) Da ist Uruhas Kommentar zu seinem blanken Hintern quasi die Kirsche auf dem Sahnehäubchen xD Und dass der Moment sich von unbedacht-albern zu wirklich ehrlich wandelt, rundet ihn sehr schön ab, finde ich.
Was allgemein sehr positiv in diesem Teil auffällt: die Arten, wie sie erzählen sind gut zu unterscheiden und ergänzen sich trotzdem auf eine sehr angenehme Weise. Du gibst ihnen beiden ihre eigenen Stimmen, was ich beim Lesen echt schön finde. Die Art wie Uruha von seinen Erlebnissen mit den ersten CDs erzählt ist absolut ehrlich und so weiter, aber findet doch in einem ganz anderen Tonfall und auf seine eigene Art statt, die man von Aois Erzählungen gut trennen kann, ohne dass man beim Lesen das Gefühl hat, dass einer der beiden zu viel Raum im Gespräch einnimmt. Sie halten sich einfach die Waage und ergänzen sich auch auf dieser Ebene wirklich schön.
So ein bisschen frage ich mich beim nochmaligen Lesen gerade, ob Aois Kumpel Tat am Ende Tatsurou ist (weil das irgendwie zu ihm passen würde xD) oder ob du den Namen einfach so zufällig gewählt hast?
Zu dem Bild des bunt angemalten Aois, der von einer Brücke baumelt, brauche ich, denke ich, nichts weiter sagen. Ich habe mich köstlich amüsiert xD

Uruhas Reaktion ist so wunderschön, ich würde ihn so gerne einfach umarmen. Ich kann es nicht mal wirklich beschreiben, aber dieser Moment, in der er fragt, ob Aoi ihn denn wiedersehen möchte, ist so der Moment, in dem er loslässt und das hab ich beim Lesen ganz deutlich gespürt. Der Moment wo er so ein bisschen aufhört das, was gerade passiert mit dem, was er mit Jonathan erlebt hat, zu vergleichen und sich einfach darauf einlässt. Vermutlich wird er sich später noch den Kopf über das alles zerbrechen und jeden Satz noch mal gedanklich auseinanderpflücken (zumindest schätze ich ihn irgendwie so ein), aber hier und jetzt in diesem Moment ist er so ein bisschen angekommen und kann einfach genießen, dass sie zu zweit eine schöne Zeit haben. Ich gönn es ihm so sehr, ganz ehrlich.

Allerdings liegt mir jetzt die brennende Frage auf der Zunge, was bitte Aois Profilbild ist. Ich muss das bitte ganz dringend wissen. Aus Gründen xD

Die Idee, das Date nicht einfach dort im Café enden zu lassen (obwohl das sicherlich auch funktioniert hätte), sondern ihnen noch ein bisschen mehr Zeit miteinander zu geben. So wirkt es für mich irgendwie auch organischer, was den Ausklang des Tages angeht, als wenn sie jetzt einfach nur aufstehen und sich verabschieden würden. Und das beste Eis ganz Londons wäre auch ein Argument, dass ich nicht ausschlagen könnte. Von der Gesellschaft mal ganz abgesehen ;)

Allein diese kleine Geste, wie Uruha sich bei Aoi unterhakt ist auch wieder so etwas, was mein Herz höher schlagen lässt. Und irgendwie kann ich mir die beiden sowas von bildlich gut vorstellen, wie sie da zusammen langsam in der Sonne die Straße entlanglaufen, sich Häuser und Gärten anschauen und einfach nur Spaß haben und lachen können. Das ist einfach herrlich gelungen, kann ich anders nicht sagen. Gladiolen und Rittersporn passen auch irgendwie super gut zu Uruha *hach*
(Trotzdem ließ er sich Zeit und zeigte Aoi die schönen Gebäude auf ihrem Weg –> ich glaube hier ist beim editieren ein Fehlerchen passiert? Es ist doch Aoi der Uruha die Gebäude zeigt, oder?)
Und auch die Beschreibungen im Park wirken so angenehm – du bist da nicht mal übermäßig detailliert, aber trotzdem kann man es sich total gut vorstellen, wie sie da in Richtung Eisdiele schlendern und wie es dort aussieht. Da entspannt man sich beim Lesen quasi mit <3 ...und bekommt Lust auf Eis. Ich hab noch nie Granatapfeleis probiert, aber das klingt mega gut und ich möchte jetzt bitte eine Kugel…

Das mit Aois Versteck unter der Weide fand ich total schön irgendwie – zum einen weil es wieder ein bisschen diese verspieltere Seite an ihm zeigt und zum anderen, weil ich sowas als Kind tatsächlich hatte und ich habe diesen Baum geliebt. Gab im Sommer nichts schöneres, als da unter den Zweigen zu sitzen und seine eigene kleine Welt zu haben. Von daher kann ich Uruhas Reaktion vollkommen nachvollziehen, vor allem, wenn dann noch schöne Blume und quasi privaten Wasserzugang dazu bekommt. Was will man an einem warmen Sommertag denn bitte mehr? Das ist schon wirklich ein bisschen traumhaft ^^
Dass das eine Foto, das Uruhas Schwester haben wollte, dann gleich in eine kleine Selfie-Session ausartet hat mich dann auch irgendwie so gar nicht gewundert. Die Art, wie du das beschreibst, passt einfach unglaublich gut zu den beiden – weil sie es auch wieder nicht so bierernst nehmen und noch dazu ist es schön zu lesen, wie sie sich da eben auch wieder körperlich etwas näher kommen, ohne dass es übertrieben wirkt. Eben einfach so, wie es im echten Leben vielleicht auch wäre, so ein aneinander Herantasten, das man ihnen beim Lesen wirklich gönnt und das mir einmal mehr einfach nur ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Da kann man Aois Wunsch Uruha einfach nur fest und bei sich halten zu wollen zu 1000% Prozent nachvollziehen <3
(Und hey, wenn ich ein Stück random Natur wäre, würd ich mich auch an Urha festhalten wollen xDDD)

So richtig fällt es mir erst jetzt beim dritten(?) Mal lesen auf, aber der Wandel, den Aoi durchmacht ist so krass, wenn man darüber nachdenkt. Anfangs würde er am liebsten gar nichts preisgeben und wirkt vor allem in der Eröffnungsszene so verschlossen und ein paar Stunden später erzählt er Uruha von seiner Wohnung und wie er da gerade mit seinen Kartons wohnt. Klar, Uruha kennt die Hintergründe dazu nicht, aber trotzdem, dass er überhaupt etwas dazu sagt, ist in meinen Augen ein echter Fortschritt. Wie sehr Aoi allein da schon aufgeblüht ist und sich entspannt hat ist einfach Wahnsinn und ich freu mich gerade wie ein Schnitzel darüber, ganz ehrlich. Und Uruha ahnt da noch nicht mal, was er quasi in so kurzer zeit bewirkt hat. Ich glaub, ich werd gerade mal ne Runde emotional T_T

Und sobald das Gespräch auf Weihnachten kam, musste ich ja ehrlich so ein bisschen in mich hineingrinsen, einfach weil ich hoffe, dass wir das vielleicht tatsächlich irgendwann hautnah mitbekommen und lesen können ;) Aber das Feiern in Uruhas Familie stelle ich mir anstrengend vor. Also Traditionen in allen Ehren, aber Jahrzehnte lang der gleiche Film? Das hält doch nüchtern keiner aus! (Und deswegen schauen wir bei uns in der Familie in der Adventszeit Die Feuerzangenbowle und trinken welche dazu, da löst sich dieses Problem von alleine xD) Auf der anderen Seite schätze ich, dass das zu zweit bestimmt viel, viel leichte zu ertragen wäre ;)
Abgesehen davon, finde ich es schön, wie du hier die Berührung der beiden so fast schon beiläufig eingebracht hast. Es liest sich so schön natürlich, dass man es im ersten Moment fast übergeht, weil man einfach das Gefühl hat, dass es so gehört *hach* Da ist der kleine Kuss auf Uruhas Knöchel wieder so ein kleines Sahnehäubchen. Das ist so eine niedliche und irgendwie unschuldige Geste und gleichzeitig kommt es in dem Moment so intim rüber, durch Aois Ernsthaftigkeit – da kann man doch quasi nur hin und weg sein, ganz ehrlich.

Ich hab vielleicht (oder eher ziemlich sicher) hier schon viel zu viel gesagt, aber meine Fresse das Ende, da werde ich jedes Mal so ein bisschen rührselig, muss ich sagen. Es ist einfach so schön, so perfekt, so leicht irgendwie. Es passt perfekt, dass die beiden sich einfach nur in den Arm nehmen, als sie sich verabschieden. Ich glaube, das ist nicht nur besser für sie, sondern macht diesen Abschied, der ja, wie Aoi schon selbst feststellt, eher ein Neuanfang ist, noch besonderer. Ein Kuss wäre zu klischeehaft gewesen, zu viel, zu schnell für die beiden. Ich hab das Gefühl, dass sie sich so einander sicherer sein können, beide wissen, wo sie stehen und sich einfach weiter aneinander herantasten können, ohne das Risiko einzugehen sich jetzt schon zu verletzbar zu machen.

Du siehst, ich bin nach wie vor einfach hin und weg von den beiden, von deiner Story und ich bin so, so froh, dass du sich dazu entschieden hast, die Story online zu stellen. Sie verdient es, auch wenn ich weiß, dass es mit Feedback sonst nicht so mega viel wird, aber trotzdem. Ich hoffe einfach mal, dass ich dich mit diesem Review nicht zu sehr überfallen hab oder so, aber wie soll ich mich bei so ner Story bitte kurzfassen? Es ist toll und ich liebe es und aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah. Die beiden machen mich fertig, auf die beste Art und Weise und ich wünsche mir einfach mal ganz dolle, dass wir noch mehr von ihnen zu lesen bekommen <3

Dir wünsche ich ein schönes Wochenende und bis bald,

LG
-En-