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Autor: Black dove
Reviews 1 bis 13 (von 13 insgesamt):
17.01.2021 | 21:56 Uhr
Meine liebe Black dove,

endlich habe ich heute die Zeit und Muße gefunden wieder in deine antike Welt von "Gladiator" einzutauchen. Vorab habe ich einige frühere Kapitel noch einmal gelesen, insbesondere das Kapitel mit Commodus' und Lucillas erstem Auftritt, denn dieses eignete sich perfekt, um in die weitere Handlung einzusteigen.
Vorab: Ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass es bei dieser besonderen Fanfiction weitergeht. Du weißt ja, dass ich deine Zeichnung aller Figuren großartig finde und ich auch deinen OC Eilidh außerordentlich schätze und jede Sekunde ihres Martyriums mit ihr fühle und leide. Es ist immer wieder ein sprachlicher Genuss, diesen Text zu lesen, ach, was sage ich, in meinem Falle eher zu verschlingen, wenn ich denn endlich mal zum Lesen komme. Alle, wirklich alle Charaktere sind unwahrscheinlich lebendig und allesamt ausgezeichnet getroffen und vor allem in character. Das finde ich bei einer FF immer ganz besonders wichtig, aber bei dir muss man sich hier nie Sorgen machen, denn du gehst mit deiner filmischen Vorlage stets sehr sensibel um, sodass mich alle deine FFs bisher immer überzeugt haben. Dennoch wird "Winterfeuer" immer eine meiner Lieblings-Fanfictions bleiben, einfach weil du es auf unnachahmliche Weise schaffst, einen meiner liebsten Historienfilme in Textform erneut zum Leben zu wecken und einen weiblichen OC so clever und behutsam in die Handlung einzubinden, dass deine Geschichte zwar kanontreu bleibt, aber gleichzeitig um interessante Nebenhandlungen und Figurencharakterisierungen erweitert wird und so jene fehlenden Szenen des Filmes für uns Leser entspinnst.

Und damit komme ich gleich zum ersten Teil dieses Kapitels, in dem du erneut aus einer anderen Perspektive schreibst. Dieses Mal schlüpft dein Personaler Erzähler also in Quintus und das verrückte ist, dass ich mich zuerst überhaupt nicht mehr an den Prätorianerpräfekten erinnern konnte. Nachdem ich Tante Google einmal bemüht habe, wusste ich jedoch sofort wieder, um wen es sich handelt, ich brauchte wohl nur ein Gesicht als Erinnerungsstütze. Ich muss Wildfang in ihrer Einschätzung bzgl. seiner charakterlichen Verfehlungen zustimmen. Er ist ein Feigling und ein Glücksritter, ein politischer Wendehals. Und damit entspricht er recht gut einem Befehlshaber der kaiserlichen Leibgarde, denn diese bildeten zu ihrer Hochzeit fast schon einen Staat im Staat, drehten ihr Fähnlein gerne nach dem günstigsten Wind und waren immer schnell dabei, wenn ein Imperator seine Grenzen endgültig überschritt und aus dem Weg geräumt werden musste. Andererseits zählten sie auch schnell zu den Hauptverdächtigen, wenn eine Verschwöung gegen den Cäsar vermutet wurde. Eine mächtige aber gefährliche Stellung im Römischen Reich. Und ich finde diese Rolle füllt dein Quintus in all seinen Gedankengängen einfach nur grandios aus, lässt dennoch seine menschliche und moralische Seite durchblicken, was den Charakter nicht unbedingt sympathischer, dafür umso menschlicher und realen wirken lässt. Im Film kam er tatsächlich viel zu kurz und sein Verhalten am Ende war für mich immer eher befremdlich in der Kinofassung. Wirklich, ein echtes Highlight dieser Abschnitt. Übrigens musste ich bei seinem Mantra "Er war Soldat. Er gehorchte." immer an die Rechtfertigungen vieler Kriegsverbrecher (auch aus der NS-Zeit) denken, die sich und ihre Gräueltaten zu allen Epochen hinter der vermeintlichen Soldatenpflicht versteckten. Dieser Umstand wird für mich (ganz andere Baustelle, aber igendwie passend) auch bei Marvel in einem Zitat von Magneto im Film "First Class" deutlich: “I’ve been at the mercy of men just following orders. Never again.” Bei Quintus' innerem Monolog musste ich automatisch daran denken und an Maximus' unschuldige ermordete Familie sowie die beiden Soldaten, die auf Commodus' Befehl von ihrem eigenen Kommandaten hingerichtet werden. Männer, die Befehle befolgen, Soldaten, die gehorchen. In der Antike, damals und heute eine grässliche Rechtfertigung für unentschuldbare Verbrechen.

Und dann folgt der zweite Teil deines Kapitels, wir sind zurück im Ludus bei Maximus und Eilidh und es folgt ein sehr intensiver Einblick in Maximus' Gedankenwelt inklusive einer Rückblende zu den Nachwehen des weinseligen Abends, die zumindest mich zum Schmunzeln animierte, denn Maximus behandelt die junge Bretonin hier tatsächlich wie einen jungen Legionär oder besser gesagt, er versucht es. Denn tief in seinem Innern weiß er, dass seine Nachsicht und sein Mitgefühl mit Eilidh der Grund dafür sind, warum er die junge Frau so vehement versucht, auf ihre nächste Schlacht als rechtelose Sklavin vorzubereiten. Sie ist längst mehr als eine Aufgabe für ihn, eine Verpflichtung. Ich mag es, wie ihr zartes Band aus Vertrauen und Nähe in seinen Gedanken mitschwingt, wenn auch eher unbewusst.
Und dann nimmt das Unheil seinen Lauf und mir stellten sich mit jeder weiteren Zeile die Nackenhaare auf, denn plötzlich bricht das Grauen in die fast schon friedliche Welt des Ludus ein...in Gestalt des Teufels höchstpersönlich, Imperator Commodus. Was dann folgt, ist einerseits verstörend in der Perfidität dieses menschlichen Abschaums und wahnsinnigen Tyrannen, aber zugleich aus schriftstellerischer und psychologischer Sicht so genial von dir umgesetzt, dass ich regelrecht verzückt die Szene gefühlt zehnmal lesen musste. Wirklich, es war perfekt inszeniert, Kopfkino vom Feinsten, Eilidhs stille Angst, Maximus' hilfloser Zorn und Commodus kranke Freude, als er wie eine Katze auf sadistische Art und Weise mit seinen Opfern spielt, bevor er gedenkt, sie mit Haut und Haar aufzufressen und abzuschlachten. Mir lief es mehrfach eiskalt den Rücken hinunter und nun habe ich echte Angst um Eilidhs weiteres Schicksal, denn ich kann mir kaum vorstellen, dass ihr der Weg in den Palast erspart bleibt und was sie dort erwarten könnte, das will ich mir einfach nicht ausmalen. Auf der anderen Seiten platze ich fast vor Neugier und Anspannung und das heißt, ich brenne jetzt regelrecht auf das nächste Kapitel und fürchte und freue mich gleichzeitig auf die weitere Handlung.

Ein riesengroßes Kompliment für deine wundervolle, lebendige Sprache, die so gut in das antike Setting passt und ebenfalls für den verdammt gemeinen Cliffhanger, der besser hätte nicht platziert werden können. Ich freue mich nach wie vor, dass du uns mit dieser herausragenden Fanfiction erfreust und bedanke mich ganz herzlich für den Upload. Ich weiß ja selbst, dass es nicht immer einfach ist, Zeit und Muße für ein so arbeitsintensives Hobby zu finden, zumal hier die Rückmeldungen leider unverdienter Maßen so spärlich ausfallen. Liebe Leute, wenn ihr das hier lest, lasst der lieben Black dove ruhig auch ein kurzes Feedback dar. Jeder Autor in diesem Archiv freut sich über Feedback, egal, ob kurz oder lang, gerade, wenn man Fanfictions schreibt, ist es wahnsinnig schön, die Gedanken der Leser zu erfahren.

Also meinerseits ein ganz herzliches Dankeschön, dass es 2021 weitergeht mit Maximus, Eilidh und Co. Ein paar Vertipperchen haben es tatsächlich in den Text geschafft, aber keiner davon war so gravierend, dass ich aus dem Lesefluss gekommen wäre und ich muss an dieser Stelle sagen, dass sich für mich die Rückblende organischer in dieses Kapitel eingefügt hat als in früheren Kapiteln. Die Kursivschrift war an der Stelle wirklich gut eingesetzt. Besonders gefreut habe ich mich übrigens über deine mythologischen Vergleiche, wobei ich einmal recherchieren muss, ob die Römer auch Hades als Gott der Unterwelt anerkannten, denn das römische Pendant wäre eigentlich Pluto (auch wenn man da immer an den tapsigen Disney-Hund denken muss^^). Aber das ist mal wieder Meckern auf galaktischem Niveau und nur meiner persönlichen Vernarrtheit geschuldet. Fazit: Harter Tobak, psychologisch unfassbar interessant, super recherchiert, kurzum ein bärenstarkes Kapitel und ich will einfach nur mehr, mehr, mehr, auch wenn ich jetzt schon die Hosen voll habe vor dem "Plast-Besuch". :-)

Ich sende dir allerliebste Grüße und wünsche dir einen guten und vor allem gesunden Start in die neue Woche!
Askaja

Antwort von Black dove am 19.01.2021 | 22:43 Uhr
Meine liebe Askaja!

Du kannst dir nicht vorstellen, was für eine Wahnsinns-Riesen-Galaktische-Freude du mir mit deinem wundervollem, wahnsinnig ausführlichem, so lobendem Hammer-Review gemacht hast!
Von Herzen ein riesiges DANKE für dieses Feedback, ich bin immer noch etwas geplättet von deiner Rückmeldung und verzeih, wenn ich eventuell etwas wirr antworte jetzt, da mir einfach immer noch ein bisschen die Worte fehlen...
Ich bin so glücklich, dass dir diese kleine Geschichte bisher weiterhin doch so zusagt und gefällt, und wenn ich dann auch noch ab und zu solche Rückmeldungen bekomme in diesem quasi nicht vorhandenem Fandom, dann bin ich echt auf Wolke 7... ;'-) Ich weiß selbst, wie zeitaufwändig das Review-Schreiben sein kann, und dass das wahrlich keine Selbstverständlichkeit ist, solche - und dann auch noch in solche einer wunderbaren Ausführlichkeit- zu bekommen.
Deshalb nochmals an dieser Stelle danke, danke, danke!
Dank so geschätzten Lesern wie dir und auch der lieben Wildfang macht das Hochladen hier dann doch immer wieder Spaß, einfach weil ich weiß, dass es doch ein paar Leutchen und Leser hier gibt, die diese Story weiterhin gerne verfolgen. Und das motiviert ungemein, vor allem, da ich bis vor Kurzem noch eine ziemliche Schreibblockade bei Winterfeuer hatte- diese habe ich dann aber mir dem aktuellen Kapitel endlich überwunden und auch ich bin jetzt wieder voll in der Antike drin, yay!
Aber gerade weil des mein erstes Kapitel nach doch recht langer Zeit war, bin ich umso glücklicher zu hören, dass es doch so weit gelungen und vor allem so anzukommen scheint, wie ich das intendiert habe beim Schreiben. :-)
Vielen lieben Dank auch, dass du mir ein weiteres Mal bescheinigen konntest, dass alle nach wie vor IC sind und dass Eilidh sich noch immer gut in die eigentlichte Handlung von Gladiator einfügt, ehrlich, ein größeres Kompliment diesbezüglich und insbesondere meinen OC betreffend hättest du mir nicht machen können. :-)
Das beudetet mir echt die Welt!

Ja, Quintus im ersten Teil des Kapitels-
Mir ist der Gute tatsächlich schon seit dem ersten Mal Gladiator schauen im Gedächtnis geblieben, hauptsächlich aus zwei Gründen:
Erstens, er schien ein so guter Freund von Maximus zu sein und da war mein Entsetzen dementsprechend riesig, als er seinen General verraten hat, inklusive der Ankündigung, dass Maximus seine Familie im Jenseits wieder treffen wird und damit auf grausame Weise durchblicken lässt, dass seine Frau und sein Sohn ebenfalls getötet werden.
Und zweitens, weil dieser Mann - dieses Weichei, könnte man auch fieser Weise sagen- dann tatsächlich die Eier in der Hose hatte, Commodus am Ende ein Schwert zu verweigern. Das hat damals im Kino (lang lang ists her...hust) einfach null bei mir zusammen gepasst, ich habe echt gedacht, hä?
Erst krümmmt der Kerl keinen Finger um Maxixmus zu helfen aus Angst vor dem Kaiser, und dann so was??
Erst später kam mir auch der Gedanke vom Oportunismus, und es stimmt schon, was du und die liebe Wildfang über ihn schreibt.
Ja, er ist ein Wendehals, trotzdem fand ich sein Verhalten am Ende extrem befremdlich und ich dachte mir damals, da muss doch eigentlich mehr dahinter stecken.
Immerhin gibt die aus der Kinofassung herausgeschnittene Szene der Tötung dieser zwei Soldaten ein bisschen mehr Aufschluss auf Quintus' Verhalten am Ende des Filmes, wie ich finde. Zumal er ja wirklich versucht hat, diese Hinrichtung wenigstens zu verhindern, was bei Maximus ja leider überhaupt nicht der Fall war.
Ich habe selbst eine Weile über die Prätorianer intensiver recherchiert und war überrascht, was für eine Macht diese Garde zu manchen Zeiten im Kaiserreich tatsächlich hatte...
Der Vergleich zu Magnetos grandiosem Zitat finde ich übrigens super passend!
Da ich Quintus wie erwähnt aber nochmal für die weitere Handlung brauche, wollte ich wenigstens einmal aus seiner Sicht schreiben, auch, um -Achtung, forshadowing- seine weiteren Taten ansatzweise verständlich zu machen. Be surpised (hoffentlich ;-))!

Weiter zu Maximus:
Auch hier macht mich deine Meinung unglaublich glücklich, es tut so gut zu hören, dass er trotz seiner Beziehun zu Eilidh weiterhin IC ist und bleibt- mir war und ist immer noch immens wichtig, Maximus' eigenen Beweggrund für sein Kämpfen im Kolosseum nie aus den Augen zu verlieren, dass er seine Frau nie vergessen wird, auch wenn er allmählich und erst mal auch weiterhin nur unbewusst sehr zarte Bande des Vetrauens und der Nähe - wunderschön von dir zusammen gefasst - zu Eilidh zu knüpfen beginnt.
Ich möchte diesen beiden tief verletzten Seelen ganz kleine, aber doch spürbare Momente des Glücks schenken, bevor das bittere Ende seinen Lauf nimmt- zumindest für Maximus.
Ach, und du glaubst gar nicht, wie glücklich ich bin, dass ich dich mit der Commodus-Szene scheinbar doch so begeistern konnte, es geht runter wie Öl, wenn du mir bescheinigen kannst, dass auch dieser wirklich schwierige Charakter IC und er selbst ist!
Bisher habe ich mich tatsächlich noch nicht aus seiner POV selbst zu schreiben getraut, einfach auch, weil dieser Mann so unfassbar (geistes-) krank ist und wirklich schon beinahe abartig psychisch gestört. Er ist so ein kranker Machtmensch und Narzisst und doch hat Jaquin Phoenix ihn so grandios dargestellt, dass dieser Charakter wirklich die sprichwörtliche Faszination des Grauens in mir ausgelöst hat, obwohl ich ihn wirklich gehasst habe beim damligen Kinobesuch. ;'-)
Aber er ist so ein grandioser Antagonist, dass er natürlich auch von mir in Winterfeuer einfach auch miteinbezogen werden musste.
An dieser Stelle auch ein riesiges Dankeschön für dein Kompliment meiner Darstellung dieses wahrhaftigen Tyrannen, ich habe immer ein bisschen Angst, dass er etwas "over the top" sein könnte in seinem Wahnsinn, und ich bin wirklich erleichtert und noch glücklicher zu lesen, dass sein Verhalten bis jetzt passt. ;-)
Ja, der Cliffhanger war fies, aber ich bin hinter den Kulissen eifrig am nächsten Kapitel dran, so dass ihr hoffentlich nicht mehr all zu lange auf die Forsetzung warten müsst. Fingers crossed!
Aber, wenn ich ein winziges bisschen spoilern darf- nein, du liegst mit deiner Einschätzung, dass Eilidh der verhasste Palast-Besuch wohl nicht mehr erspart bleiben wird, gar nicht mal so falsch, und was ihr da blühen könnte, könnte schon wirklich harter Tobak werden und defintiv nicht schön...aber da ich die Geschichte nicht auf ein AVL-18 hochsetzen muss, muss ich genau schauen, wie weit ich da gehen kann schriftstellerisch.
Aber ich freue mich wirklich tierisch, dass du so mit ihrem Schicksal mitfieberst, denn das zeigt mir, dass sie als Charakter in diesem so grandiosem Setting von Gladiator mihalten kann, und auch hier könntest du mir kein größeres Kompliment machen, als dein ehrliches Interesse an ihrer Figur. Einfach nur Danke!

Und auch vielen Dank für dein Kompliment bezüglich der antiken Sprache und den myhtologischen Vergleichen, aber du hast Recht, ich werde Hades mit Pluto ersetzen (auch wenn ich da immer an den Planeten -der ja schon seit einer Weile keiner mehr ist, fun fact - und sofort danach wie du an den blöden Comic-Hund denken muss, danke Disney, gnarr). Und auch auf die Vertipperchen werde ich mich nochmal auf Jagd begeben. :-)

Bleibt mir zum Abschluss mich nur nochmals von Herzen zu bedanken für deine Wahnsinns-Rückmeldung- deratiges Feedback motiviert wirklich ungemein, hier weiter zu posten, auch wenn das Fandom von Gladiator leider nicht wirklich existent hier ist.
Um so mehr freue ich mich wirklich über jeden einzelnen Leser hier, und gleich doppelt und dreifach, ach was, hundertfach für ein Review dieser Art!
Ganz, ganz lieben Dank!
Und ich hoffe sehr, dass ich dich mit der Forsetzung weiterhin genau so fesseln kann!

Alles Liebe und noch eine restliche gute Woche, und bleib gesund!
Black dove
10.01.2021 | 02:02 Uhr
Hallo, zu später Stunde, meine liebe Black dove,
aufgrund der allgemeinen Situation tue ich mich mit Schlaf gerade wieder etwas schwer, deshalb die Antwort zu so später oder (je nachdem) früher Stunde ...
Erstmal freue ich mich außerordentlich, dass es hier weitergeht!
Die Überlegung das Kapitel aufgrund der Uhrzeit doch erst 'morgen' zu lesen, hab ich ziemlich schnell verworfen. Nein, jetzt noch, dachte ich mir und das gleiche gilt für das Review.
Quintus - Hm, dieser Abschnitt war definitiv nicht schlecht geschrieben, aber ich werde mit diesem Charakter so gar nicht warm ... Für mich ist er ein Speichellecker und Hasenfuss höchsten Grades (ich weiss, sehr subjektiv, sorry :-( ;-) ).
Ok, er dient per Eid dem Kaiser, dennoch ...
Spätestens bei der Hinrichtung von Maximus Familie hätte er sich verweigern müssen. Wenn ich mich recht entsinne, fleht Maximus in sogar deshalb an (kann mich aber auch täuschen, ist ja jetzt doch schon wieder eine Weile her ;-) )...
Auch die Verweigerung seines Schwertes für Commodus, ist für mich keine Wiedergutmachung an Maximus, dies hätte er meiner Meinung nach schon viel früher im Film tun können (z.b. bei der Unterstützung von Maximus Fluchtversuch), wenn er gewollt hätte, sondern er hat meiner Meinung nach auf den passenden Moment gewartet, wo er selbst möglichst ein geringes Risiko trägt. Ja, er traut Commodus nicht, fürchtet sich vor dessen Wahn, aber er handelt erst, als eine Situation kommt, wo die Niederlage Commodus relativ sicher ist.
Wie gesagt, toll geschrieben, aber ich verachte den Charakter des Quintus aus tiefstem Herzen ;-).
Ja, auch Proximo ist (mind.) ein grauer Charakter und dreht sein Fähnchen ein stückweit nach dem Wind, um voran zu kommen, trotzdem glaub ich, würde er nicht gänzlich seine Ideale verraten und ich glaub von Angst getrieben zu sein, kann man ihm aufgrund seines Lebensweges auch nicht unterstellen.
Deshalb hat Proximo auch meine Sympathie im Gegensatz zu dem (meiner Meinung nach) völlig rückratlosen Quintus ...
Aber weisst du wofür ich dich gerade echt feier? Also, so richtig dolle?
Für den Maximus Abschnitt!!
Zwar verwirren mich die Übergänge immer noch ein bisschen und mit denen tue ich mich echt etwas schwer, aber (!) die Gedanken von Maximus, die Charakterzeichnungen von Eilidh, Proximo aber auch Juba und Hagen und besonders die Dialoge sind MEGA!
Ich kann hier gar nicht irgendetwas besonders hervorheben, da ich den gesamten Abschnitt wirklich toll fand.
Danke, fürs Teilen deines Geschriebenen!
Könnte ich dir noch einen Stern geben, ich würde es glatt tun.
Bleib gesund!
Liebe Grüße
Wildfang
P.S.: Ein paar kleine Schreibfehler sind im Text, tun ihm aber keinen Abbruch ...

Antwort von Black dove am 13.01.2021 | 23:23 Uhr
Hallo meine liebe Wildfang,

vielen lieben Dank für dein tolles Fedback, du hast mir damit eine riesige Freude gemacht, das glaubst du gar nicht! :-) Sich noch zu so später- oder früher- Stunde hinzusetzen und ein Review zu schreiben, dass ist wirklich der Hammer, und bei Weitem schon gar nicht selbstverständlich, also hier auch nochmals: Von Herzen Danke!
Ich bin so glücklich, dass du hier immer noch mitliest, trotz ewig langer Pausen!
Ich möchte wirklich versuchen im neuen Jahr, hier endlich wieder öfter die neuen Kapitel fertig zu stellen und hochzuladen, denn es sind Leser wie du, die mich mit ihrer Rückmeldung dazu massiv motivieren, und so lange möchte ich euch dann auch nicht mehr warten lassen in Zukunft.
Ach ja, der gute Quintus- ich kann dich wie gesagt verstehen, was deine Haltung zu diesem Charakter angeht, mir ging es sehr lange Zeit wirklich recht ähnlich!
Aber nachdem ich die Extendet Edition von Gladiator das erste Mal gesehen habe, kam er mir zumindest nicht mehr ganz so rückgratlos rüber (wenn auch nur ein bisschen besser):
Er hat wirklich versucht, auf Commodus einzureden und auch einzuwirken, diese beiden armen Soldaten, die von Commodus die Todesstrafe verhängt bekommen für ihre Annahme, dass Maximus und das Exikutionskommando von überlebenden Barbaren in Germanien überfallen und getötet worden waren, am Leben zu lassen.
Da hat er zumindest ein winziges bisschen Rückgrat gezeigt, meiner Meinung nach. ;-)
Außerdem brauche ich ihn noch für den weiteren Handlungsverlauf - wo er, Achtung Spoiler:- wohl wieder etwas weniger Mumm zeigen wird..ahem.
Ich fürchte, danach wirst du ihn noch mehr hassen...;-)
Aber jetzt mal im Ernst, meiner Meinung nach muss schon echt viel geschehen, bevor dieser Charakter sich endlich gegen seinen Kaiser stellt, aus welchen Gründen der unehrenhaften Feigheit auch immer.
Der Satz übrigens in seinem Part "Er war Soldat. Er gehorchte", den sagt er übrigens selbst zu Maximus, als dieser angeketett am Ende des Films darauf wartet, gegen Commodus in der Arena antreten zu müssen, ebenfalls in der Extedet Edition, worauf Maximus mit einem Zitat von Marcus Aurelius antwortet; das sollte wohl Quintus nochmal zum Nachdenken bzw. zum Umdenken später anregen, als er Commodus letztendlich sein Schwert verweigert...
Aber ja, du hast vollkommen Recht, seine Tat am Ende des Filmes ist in keinster Weise eine Widergutmachung an Maximus, wie sollte es das auch...aber ob Quintus wirklich so ein krasser Orpotunist ist...puh, ich fürchte, du hast da nicht ganz unrecht. Die längere Filmfassung erklärt zwar einiges etwas besser bzw. ausführlicher, aber dennoch kommt der Gute auch da nicht wirklich gut weg. Aber wie gesagt, ich brauche ihn noch einmal für den Fortgang der Story. Aber mehr als nochmal eine eigenen POV wird er wohl nicht bekommen, falls dich das etwas milder ihm gegenüber stimmt. ;-)
Maximus hat Quintus in der normalen wie auch der längeren Filmfassung tatsächlich nur darum gebeten, dass er sich um seine Familie kümmern soll, für sich selbst aber in keiner Weise um Gnade gefleht ; zusammen genommen mit meiner Recherche, dass auf Verrat am Kaiser der Tod steht, habe ich das damals wie auch heute noch so interpretiert, dass Maximus wusste, welche Kosequenzen sein Handeln für sich selbst hat. Nur hat er verständlicherweise nicht damit gerechnet, dass seine Familie damit ebenfalls mit zu Tode verurteilt werden würde...

Dass Proximo mein heimlicher Held von Gladiator ist, weißt du ja mittlerweile schon. Auch er hat ein paar mehr Szenen in der längeren Fassung, dennoch lässt auch diese ein Gefühl in mir zurück, dass sein Umschwenken, sein Gesinnungswandel zum Ende des Films hin, immer noch nicht ganz nachvollziehbar ist. Was wohl leider wirklich dem traurigen Umstand geschuldet ist, dass Olliver Reed einfach so plötzlich am Set verstorben ist, denn Ridley Scott hatte wohl laut einigen Interviews vor, Proximo deutlich mehr Story und damit auch Screentime zu geben. Aber dafür gibt es ja Fanfictions, und auch hier habe ich mir schon so meine Gedanken gemacht.

Was den Maximus Part in diesem Kapitel angeht:
Vielen, vielen lieben Dank für deine Komplimente hierzu, ich bin so happy, dass er dir so zugesagt hat, und dass der gute Spanier wohl auch weiterhin IC ist, diese Art von Rückmeldung bedeutet mir echt die Welt!
An dieser Stelle nochmal aber sorry für meine teilweise etwas wirren Übergänge, du bist nicht die Einzige, die mit den Rückblicken etwas Probleme hat, ich versuche wirklich, sie nach und nach etwas sparsamer einzusetzen, aber die sind wirklich eine Art Tick von mir, ich kann nicht ohne...argh. ;-)
Aber nicht nur für Rückblenden habe ich eine Schwäche, sondern auch für Dialoge- und ich bin mehr als glücklich, wenn ich dann von dir bescheinigt bekomme, dass sie mir offenbar auch so geglückt sind, wie ich sie intendiert habe! Wie gesagt, ich liebe, liebe, liebe Dialoge! Auch wenn sie manchmal etwas zu kurz bei mir kommen, aber auch das versuche ich, noch ein bisschen zu ändern...

Bleibt mir nur noch zum Abschluss hier von Herzen nochmal danke zu sagen für dein so ausführliches, ehrliches und lobendes Feedback!
Ich freue mich sooo sehr, dass du nach so langer Zeit weiterhin mit am Ball bleibst!

Ganz liebe Grüße,
Black dove

P.S.: Danke für den Hinweis bezüglich kleiner Schreibfehler- ich werde mir den Text demnächst nochmal gründlich vornehmen und diese dann hoffentlich alle ausmerzen
05.07.2020 | 23:04 Uhr
Meine liebe Black dove,

ich kann mich der Meinung der lieben Wildfang nur vollumfänglich anschließen! Wieder mal ein wundervolles Kapitel, mit dem ich sehr viel Freude hatte. Du schreibst aus der Sicht von Proximo einfach nur fantastisch und hauchst der Figur so viel Leben ein, lässt ihn absolut IC denken, fühlen und sprechen. Ich liebe es. Da macht es auch nichts, wenn der Kapitelabschnitt als solcher eher handlungsarm ist. Ich finde es wichtig und gut, dass du Szenen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtest und mir gefällt, mit welchem Kalkül der alte Fuchs seine Optionen nun abwägt. Auch die Tatsache, dass er Eilidh ohne mit der Wimper zu zucken an Commodus verschachern würde, um seine eigene Haut zu retten, macht Proximo nicht sympathischer, aber extrem authentisch in seiner Rolle im Film und als Figur in einem antiken Setting. Gnadenlos realistisch von dir umgesetzt. Dafür liebe ich diese Geschichte, ich kann es echt nicht oft genug sagen.

Tja, und dann folgt ein POV-Wechsel, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte. Natürlich wusste ich nach 2 Sätzen, in welche Rolle dein Personaler Erzähler da geschlüpft ist. Ich mochte die gedankliche Reise in Maximus' Vergangenheit...und ganz besonders die Szene samt Dialog mit seiner Vater-Figur Marcus Aurelius. Du wurdest dem Philosophen-Caesar mehr als gerecht und es war eine Freude, diesen Austausch mitzuerleben. Zumal dort ja gleich zweimal der Bezug zum Titel deiner Geschichte, nämlich "Winterfeuer", hergestellt wird und es einerseits mit einem Vanitas-Symbol andererseits mit den weisen Worten von Maximus' Ziehvater ausgedrückt wird, die ich so wundervoll poetisch fand, dass du sie problemlos auch Gandalf in Tolkiens "Herrn der Ringe" in den Mund legen könntest:

>> Schwer auf seine Schulter gestützt, machten sie sich endlich auf den Rückweg.
„Verwechsele äußere wie auch innere Gelassenheit niemals mit Müßigkeit, Maximus.“ Leichter Tadel sprach aus der Stimme seines Kaisers beim Gehen. „Für alles im Leben gibt es eine rechte Zeit. Eine Zeit zu säen und zu ernten, zu lieben und zu kämpfen, zu leben und zu sterben.“

„Ja, Vater.“

Eine Zeit zu lieben und zu sterben. >>

Einfach nur wundervoll dieses Forshadowing und die Tiefe, die du deinen Charakteren mit so wenigen Worten verleihst. Für dieses Talent bewundere ich dich wirklich, meine Liebe. :-)

Tja, und nun sorge ich mich noch mehr um Maximus und insbesondere Eilidh und bin andererseits sehr aufgeregt, da sich hier eine ganz leise zärtliche Beziehung zwischen den beiden ganz behutsam zu entspinnen scheint. Ich bin dermaßen gespannt auf den weiteren Handlungsfortgang, dass ich gleichzeitig vor Neugier in die Tischkante beißen möchte und die Augen und Ohren zu halten möchte, weil ich Schlimmstes befürchte.

Erneut ein ganz wundervolles weiteres Kapitel! Herzlichen Dank für die wieder einmal tolle Lektüre mit dieser einmaligen Fanfiction!

Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche
Askaja

Antwort von Black dove am 07.07.2020 | 17:51 Uhr
Hallo meine liebe Askaja!

Und erst mal auch an dieser Stelle hier: Vielen lieben, herzlichen Dank für dieses neue, liebe und so lobende Feedback aus deiner mir so geschätzten Feder!
Du kannst dir auch hier nicht vorstellen, wie sehr ich mich über dieses erneute und dazu auch noch so zeitnah zum Kapitel-Upload von dir erschienenes Review gefreut habe!
Und du machst mich jedes Mal so glücklich, wenn du mir bescheinigen kannst, dass die Charaktere IC sind, in diesem Fall zu ersten Hälfe des Kapitels eben Proximo.
Von Herzen auch hier nochmal danke für dein so tolles Lob diesbezüglich!
Ich kann es nur nochmal und immer wieder wiederholen und betonen: ich liebe Proximo als Charakter einfach abgöttisch, keine Ahnung, wieso...;'-)
Sehr wahrscheinlich aber, weil er wirklich so ein immens grauer Charakter ist, der laut ursprünglichem Drehbuch viel, viel mehr Screen Time bekommen hätte, wäre Oliver Reed nicht an den Folgen eines plötzlichen Herzinfarktes mitten beim Dreh von Gladiator gestorben...der Legende nach soll Ridley Scott sich übrigens massivst dagegen gewehrt haben, die relativ wenigen Aufnahmen mit Proximo, wie dann vom Studio gefordert, einfach alle rauszunehmen und die Figur damit komplett zu streichen...mit Erfolg!
Denn ohne Proximo wäre der Film nicht der selbe, würde etwas Essentielles fehlen, zumindest meiner bescheidenen Meinung nach. ;-)
Und gerade in diesem Kapitel wollte ich den alten gerissenen Lanista mal wieder einmal ganz bewusst von seiner grauesten Seite zeigen- schön, dass ihn dir diese kleine Charakterstudie nicht sympathischer gemacht hat- das sollte sie nämlich auch nicht und ist somit ganz in meinem Sinne. ;-)
Proximo ist ein gerissener alter Gauner, und das Abwägen seiner sich nun auftuenden Optionen konnte eigentlich nur zu Eilidhs Ungunsten ausfallen- sie mag seine Sklavin sein, ja- aber ihr Verlust als lediglich solche wird ihn kaum belasten.
Es war und ist mir nach wie vor immens wichtig, in diesem antiken Setting so authentisch wie möglich zu bleiben, wenn auch Ridley Scott und die Drehbuchautoren natürlich zugunsten der Kunst einiges Historisches ohnehin nicht all zu genau genommen haben. Also auch hier, danke für dein tolles Kompliment diesbezüglich!
Nochmal zu Proximo: Viel verzwickter wird es diesbezüglich tatsächlich ja nur, weil die Britonin Maximus langsam unter die Haut zu gehen scheint, etwas, dass auch der Lanista schon bemerkt hat.

Womit wir beim POV-Wechsel angekommen sind. ;-)

Es freut mich ungemein, dass dir auch dieser Teil aus Maximus' Sicht so gefallen hat; ich finde, es war langsam an der Zeit, auch mal die "römische" Seite bzw. den römischen Bezug zu dem Titel "Winterfeuer" zu "offenbaren" und damit auch dem Leser ;-) Und ich bin wirklich froh, dass es nicht doch ein bisschen too much war, wie insgeheim schon ein wenig von mir befürchtet.
Aber da Marcus Aurelius ja wirklich als "Philosophen-Kaiser" gilt und in der Stoa ja auch die Ganzheitlichkeit zwischen Natur und Kosmos eine Rolle spielt, dachte ich mir, dass es passen könnte- schön, dass diese Rechnung wohl doch aufgegangen ist!
Mir gefiel die Vorstellung einfach unheimlich, dass beide Seiten, römische wie britonische, einen ganz eigenen Bezug zu dem Wort Winterfeuer bzw. dessen Bedeutung haben, und du weißt ja mittlerweile schon, dass Symbolik bei mir alles ist! ;-)
Und ach, auch hier hättest du mir kein schöneres Kompliment machen können, als dass dieser kleine Dialog mit Marucs Aurelius und Maximus mir gelungen zu sein scheint- gerade bei Aurelius war es mir besonders wichtig, dass er trotz seiner philosophischen Ader nicht zu schwülstig in seinen Ausführungen rüber kommt. Und es geht echt runter wie Öl, dass du diesbezüglich sogar einen Vergleich zu Gandalf aus dem tolkischen Universum ziehen konntest; der Ritterschlag für mich schlechthin als bekennder Tolkien und insbesondere Herr-der-Ringe- Fan!

Und ja, das Forshadowing, wie du es ganz treffend beschreibst, musste an dieser Stelle einfach mal sein- einerseits in Hinsicht auf Eilidh und Maximus, und andererseits aber auch hinsichtlich Proximos weiteren, charakterlichen Verlauf - denn mir war schon beim ersten Mal ansehen von Gladiator die Erklärung bezüglich Proximos Wandel zum Ende des Films hin immer viel, viel zu wenig! So, ich hoffe, ich habe hier an dieser Stelle schon nicht all zu viel gespoilert...falls doch, my bad. ;-)
Und was die besondere Beziehung von Maximus und Eilidh angeht, so muss ich auch hier nochmal betonen, was ich auch der lieben Wildfang in meiner Review-Antwort geschrieben habe:
Ich muss da wirklich ganz behutsam vorgehen, wenn ich Maximus weiterhin IC halten will, selbiges gilt natürlich aber auch für Eilidh.
Die beiden sind zwei hochtraumatisierte Menschen, deren Leben qausi von heute auf Morgen im ursprünglichen Sinne vorbei war, man hat sie ihres normalen Lebens brualtst möglich entrissen und ihnen beiden im Zuge jeweils alles genommen, woran ihre Herzen hingen. Insofern sind sie schon mal eine Schicksalsgemeinschaft, und das verbindet. Langsam, aber tief, mittlerweile. Trotzdem wird es auch hier nochmal eine Herausforderung für mich, diesen Beiden noch ein winziges bisschen eigenes, gemeinsames Glück zuteil werden zu lassen vor dem schrecklichen Ende (zumindest auf jeden Fall, was Maximus betrifft). Aber es freut mich von Herzen, dass es bisher wohl tatsächlich schlüssig und IC erscheint, dass sich da etwas ganz, ganz langsam zwischen diesen beiden gebeutelten Seelen anbahnt.
Was allerdings den weiteren Handlungsverlauf generellt betrifft, so muss ich zugeben, dass du mit deinen Befürchtungen aber natürlich bei weitem nichts ganz falsch liegst! So, und nun wirklich genug indirekt gespoilert jetzt...;-)
Trotzdem freue ich mich natürlich wie blöd, dass du weiterhin an der Story dran bleiben willst!

Ganz liebe Grüße,
Black dove
05.07.2020 | 13:37 Uhr
Hey liebe Black,
vielen Dank für das neue Kapitel, hat wieder Spaß gemacht es zu lesen :-).
Oh, armer Proximo, jetzt sitzt er ganz schön in der Patsche. Hat einen erfolgreichen Gladiator, der ihm zu Ruhm und Ehre gereicht, gleichzeitig allerdings seinen eigenen Kopf hat und so gar nicht nach der Pfeife seines Herrn tanzen will.
Und ob der Plan Eilidh zum Stillschweigen zu verpflichten auf geht, da hab ich starke Zweifel ... Ich könnte mir nur einen trifftigen Grund bei ihr denken, aber darüber schweig ich mal lieber, da ich mit dieser Vermutung/ Frage eventuell zuviel spoilern könnte, wenn ich richtig liege.
Aber ganz gleich wie Eilidh handelt, Commodus wird nicht gentlemen like genießen und schweigen (um es mal böse zu formulieren), schließlich liegt der Reiz an Eilidh ja anscheinend auch darin Maximus zu verletzten. Ein Grund warum Maximus so gefährlich war/ist, ist, dass er kaum etwas zu verlieren hatte, wenn ihm Eilidh allerdings jetzt beginnt ihm derartig unter die Haut zu gehen, könnte sich das Blatt sehr schnell ändern ...
Schon jetzt wird Commodus Maximus sicher irgendwie wissen lassen, dass er sich als Imperator jederzeit alles nehmen kann, was er möchte und dass ihn niemand aufhalten kann.
Uah, keine guten Aussichten für unsere tapferen Kämpfer ...
Ich bin gespannt wie es weiter geht.
Liebe Grüße und bleib gesund
Wildfang/Chris

Antwort von Black dove am 07.07.2020 | 15:47 Uhr
Hallo liebe Wildfang,
vielen lieben Dank für dein liebes und lobendes Review, ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut! Danke, dass du dir immer wieder die Zeit für ein Feedback nimmst. :-)
Ach, Proximo- ich liebe ihn als Charakter wirklich abgöttisch -frag mich nicht, wieso ;'-) - und obwohl du sehr gut erkannt hast, dass der alte Lanista tatsächlich nun ziemlich in der Patsche sitzt, muss ich sagen, dass ich ihn in diesem Kapitel bewusst mal wieder von seiner zwiespältigen Seite zeigen wollte. Er bleibt ein absolut grauer Charakter, auch bis zu seinem Ende im Film war das so für mich und ist es bis heute immer noch.
Und was Commodus betrifft- tatsächlich ist für mich hauptsächlich Maximus indirket der Grund für sein "erwachendes" Interesse an Eilidh- ich glaube, Commodus, so wie sie ihn als Charakter im Film angelegt haben, würde alles, wirklich alles tun, um seinem verhassten Widersacher maximal zu schaden, auch gerade, weil er jetzt ja nur noch erst mal indirekt an ihn ran kommt. Und wenn ich das Ganze tatsächlich so weiter stricke, wird es wirklich nicht schön werden...aber die FF ist ja schon ohnehin nicht auf p18 gesetzt worden (auf Anraten übrigens der lieben Askaja hin bereits nach dem zweigen Kapitel-und Recht hatte sie, ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass die Geschichte mir andernfalls vielleicht schon gesperrt worden wäre, wenn ich Pech gehabt hätte; ist mir bei einer anderen Story hier nämlich schon mal passiert aufgrund des zu niedrig angesetzten Ratings).
Und ja, du hast vollkommen recht, einer der essentiellen Gründe, warum Maximus im Fillm so gefährlich war, ist wirklich dieser, dass er nichts mehr zu verlieren hatte- das könnte sich nun mit Eilidh ändern, wie du richtig erkannt hast- aber um gerade ihn da weiterhin IC zu halten, muss ich das Ganze, was ich mir da so für unseren Spanier und Eilidh noch alles so gedacht habe, ziemlich langsam und behutsam angehen, damit es am Ende glaubwürdig bleibt, für alle Beteiligten - Leser wie Charaktere. ;-)
Ich muss hier aber mal an dieser Stelle wirklich zugeben, dass ich nun doch ziemlich gespannt und neugierig bin, was du für einen speziellen Grund du im Sinne hast, damit Proximo Eilidh zum Schweigen bringen kann!
Vielleicht magst du mir diesen per PN nennen? Es würde mich nämlich echt wahnsinnig interessieren, ob du da richtig liegst!

Ganz liebe Grüße und bleib ebenfall gesund!
Black dove
16.06.2020 | 08:43 Uhr
Meine liebe Black dove,

das ist wohl mein kürzestes Review aller Zeiten, aber ich wollte dich an dieser Stelle einfach wissen lassen, dass ich gestern Abend endlich die Zeit und Muße gefunden habe, um die letzten Kapitel deiner genialen FF zu lesen...ach, was sage ich lesen, verschlungen habe ich sie. Und jetzt muss ich dir zumindest hier schon einmal meine absolute Bewunderung aussprechen. Gerade bei den letzten beiden Kapiteln hast du dich meine Meinung nach selbst übertroffen. Insbesondere Kapitel 11 hat mich regelrecht umgehauen, so kongenial hast du deine FF hier absolut canontreu in die Filmhandlung eingewoben.
Und noch ein Kompliment zum Abschluss: Deine Figurenzeichnung, die ist mehr als fantastisch, die ist, zumindest für mich, geradezu galaktisch gut. Und du weißt, wie selten mir so ein vollkommen überschwängliches uneingeschränktes Lob über die Lippen kommt. Maximus ist dir, wie bereits gewohnt, absolut IC gelungen, mit Eilidh leidet man fast schon körperlich mit, die Szene zwischen Proximo und Commodus/ Lucilla war dann aber mein absolutes Highlight. Alle Figuren absolut IC, die bedrohliche Atmosphäre, die Wortwahl, das Setting, einfach alles fühlte sich authentisch an und ich vermisse diese Episode nun regelrecht im Film selbst, weil ich sie tatsächlich plastisch vor mir sehen konnte.

Wirklich, ich bin tief beeindruckt, insbesondere, dass du dich an so komplexe Figuren wie Commodus und Lucilla gewagt hast. Deine schriftstellerische Interpretation ist dir mehr als gelungen, ich bin geflasht und warte nun sehnsüchtig auf den Fortgang der Handlung, auch wenn mir hier Böses schwant.

So, das musste ich dich jetzt einfach kurz wissen lassen! Ich würde dieser FF so gerne so viele Sterne mehr geben, denn verdient hat sie es allemal. Schade auch, dass ich sie nicht noch einmal empfehlen kann. Spätestens jetzt, wünsche ich dir und deiner wunderbaren Geschichte, dass sich noch mehr Leser ins antike Rom verirren und dem Sog deines einzigartigen Schreibstils erliegen. Die Reise ins dunkle Herz des Imperiums lohnt sich dermaßen, du hast hier etwas ganz Besonderes geschaffen. Hut ab, das ist ganz große Schreibkunst!

Herzliche Grüße und in Erwartung eines hoffentlich bald neuen Kapitels
Askaja

Antwort von Black dove am 07.07.2020 | 16:35 Uhr
Hallo meine liebe Askaja!
Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr ich mich über eine Rückmeldung von dir hier gefreut habe-und dann auch noch so ein liebes und lobendes Hammer-Review!
Also auch hier nochmal endlich, aber verspätet, ein riesiges, von Herzen kommendes Dankeschön für dieses wunderbare Feedback von dir!
Ich bin so happy, dass gerade die letzten beiden Kapitel (10 und 11) dir doch so zugesagt haben, und ein schöneres Kompliment, als mir hier mitzuteilen, dass du diese Episode(n) nun tatsächlich im Film selbst vermissen würdest, weil es doch wohl derart plastisch und authentisch rüber gekommen ist, was in diesen zwei Kapiteln passiert ist, ehrlich -ein schöneres Kompliment hättest du mir nicht machen können! Einfach nur Danke!

Du weißt ja, dasse es mir zumindest bei Fanfictions im Allgmeinen unheimlich und immens wichtig ist, dass die Charaktere sie selbst bleiben dürfen, und es auch sein müssen, alles andere macht für mich einfach keinen Sinn.
Und gerade bei Lucilla und Commodus, insbesondere aber vor allem bei letzterem, habe ich mich wirklich am Anfang etwas schwer getan, weil diese beiden Figuren, wie du ganz richtig schreibst, eigentlich wahnsinnig komplex sind, wenn man da nur ein bisschen genauer schaut. Commodus in seinem wachsenden Wahnsinn wird da später auch nochmal eine kleine große Herausforderung für mich, und ich hoffe jetzt schon, dass ich deinen Erwartungen auch dann noch gerecht werden kann!

Und an dieser Stelle auch nochmals ein riesiges Dankeschön für das Kompliment meines Schreibstils betreffend. Du weißt ja selbst, wie anspruchsvoll eine Geschichte schreibtechnisch sein kann, die in einem antiken (Fantasy-)Setting angesiedelt ist. Da habe ich tatsächlich im Laufe des betans deiner wunderbaren Hades/Persephone Story eine ganze Menge für mich gelernt und mitnehmen können, was mir hier nun immens beim Schreiben zugute kommt.
Und wie gesagt - so lange Maximus IC ist und bleibt (selbiges gilt für alle anderen ursprünglich im Film vorkommenden Figuren genau so), man mit Eilidh mitfiebern und mitleiden kann und die Handlung von Winterfeuer auch weiterhin innerhalb des eigentlichen Film-Plots bestehen kann und organisch rüber kommt, und du mir das bisher alles bestätigen konntest- mehr kann ich mir echt nicht wünschen! Ehrlich, du hast mich mit diesem Review wirklich wahnsinnig glücklich gemacht!

Gerdae weil Gladiator hier auf ff.de als Fandom quasi nicht-existent ist, bin ich wirklich von Herzen froh, dass diese Story überhaupt ein paar Leser gefunden hat- aber wenn dann noch so ein Feedback wie deines oben drauf kommt, ist das wirklich die Kirsche auf dem Sahnehäubchen!
Da macht es dann auch nicht mehr ganz so viel aus, wie viele Leser noch hinzukommen sollten oder eben nicht. ;-) Ich schreibe zwar in erster Linie für mich selbst (wie jeder Schreiberling hier, denke ich), aber es dann mit so lieben und geschätzten Lesern wie dir (oder auch der lieben Wildfang) zu teilen, dass bereitet mir dann nochmal zusätzlich eine riesige Freude, die ich ohnehin schon beim Schreiben von Winterfeuer habe.
Nochmal von ganzem Herzen danke, dass du an dieser Story dran bleibst und dir trotz deines stressigen Alltags die Zeit für ein Feedback genommen hast!

Ganz liebe Grüße,
Black dove
21.05.2020 | 12:49 Uhr
Hallo liebe Black,
hier bleibt mir nix groß weiter zu sagen, als Dankeschön für das tolle Kapitel und der eindrucksvollen Wortwahl.
Freu mich darauf zu erfahren, was für Eilidh und Maximus noch auf dem Programm steht ...
Ganz liebe Grüße und einen schönen Tag!
Wildfang

Antwort von Black dove am 28.05.2020 | 22:47 Uhr
Hallo liebe Wild,
vielen lieben Dank für dein liebes und lobendes Review, ich habe mir wirklich einen Ast abgefreut, wieder hier von dir zu hören! :-)
Freut mich wirklich sehr, dass dir dieses Kapitel so zugesagt hat, gerade auch, weil es das erste war, indem nun endlich auch mal Lucilla und Commodus vorkamen...da war ich echt ein bisschen aufgeregt, wie es insgesamt so ankommen wird. Nochmal Glück gehabt. ;-)
Nein, im Ernst, ich freue mich wirklich total, dass du weiterhin hier am Ball bleiben willst und habe noch so einiges für Maximus und Eilidh in petto...aber da ich mich schon grob an der Handlung des Filmes weiter orientieren werde, und du ja den Film kennst, wie ich weiß, muss ich schauen, dass ich weiterhin IC - besonders bei Maximus - bleibe, auch wenn sich da eventuell noch was tun könnte zwischen meiner Britonin und dem guten Gladiator...
Mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten. ;-)
Aber wenn du mehr Spoiler möchtest, einfach per PN anfragen ;-)
Ganz liebe Grüße und nochmal danke, dass du dir wiederholt die Zeit genommen hast, mir ein Feedback zu hinterlassen! Auch wenn ich manchmal wirklich sträflich lange brauche für eine Antwort (oder manchmal auch aus bestimmten Gründen nur per PN antworte), so ist mir doch jedes einzelne Review wirklich lieb und teuer!
08.05.2020 | 12:01 Uhr
Hallo liebe Black,
schön, dass es hier weiter geht (und eine gute Ablenkung zur aktuellen, furchtbaren Situation). Danke!

Mega, finde ich wieder die Beschreibungen der Emotionen und die absolut stimmingen Handlungen deiner Protas.
Was mir allerdings ein bisschen schwer fällt ist, mich teilweise in die Situationen einzufinden. Für mich dürfte es durchaus ein bisschen mehr Umgebungsinformation sein ...
Ansonsten wie gesagt, danke, für die angenehme Unterhaltung.
Bleib gesund und munter
Liebe Grüße
Wild/Christina

Antwort von Black dove am 28.05.2020 | 23:01 Uhr
Hallo liebe Wild,
(ich hangel mich jetzt einfach mal von oben nach unten durch ;-) vielen lieben Dank auch für dieses Review, es freut mich wirklich jedes Mal aufs Neue, dass du dir die Zeit nimmst, und mir ein Feedback zu dieser Geschichte da lässt. :-)
An dieser Stelle vielen lieben Dank auch für das Lob, dass die Charaktere alle stimmig in ihren Emotionen und Handlungen rüber kommen, das ist wirklich mit das schönste Kompliment, dass du mir hier bei Winterfeuer machen kannst. Denn ich habe einen unglaublichen Hang dazu und liebe es einfach, die so genannten "inneren Landschaften" der Protas -sprich, ihre Emotionen- schriftstellerisch festzuhalten und sichtbar zu machen. "Kunst bedeutet, das Unsichtbare sichtbar machen", hatte es einmal der irische Philosoph John O' Donohoughe ausgedrückt, und diesen Satz finde ich unglaublich wahr...von daher hast du allerdings auch im Gegenzug und im Allgemeinen aber schon damit recht, dass das Äußere- sprich die Umgebung, Kleidung ect- wohl doch immer noch ein wenig zu kurz bei mir kommt- wie ich dir ja schon mal in einer PN glaub ich mitgeteilt habe, möchte ich in Zukunft versuchen, darauf deshalb ein bisschen mehr zu achten.
Auf jeden Fall aber freue ich mich, dass ich dir mit dieser Geschichte hier eine hoffentlich weiterhin gute Ablenkung ab und zu machen kann, in diesen wirklich schweren Zeiten.
Bleib auch du gesund und ganz liebe Grüße!
08.02.2020 | 15:01 Uhr
Meine liebe Black dove,
auch dieses Kapitel hab ich wieder sehr gerne gelesen, danke dafür!
Besonders toll fand ich wiedermal die passenden antik- anmutenden Formulierungen, die du eingebaut hast.
Ein nicht ganz ungefährliches Spiel spielt Maximus da mit Proximo.
Ich glaube, weder Maximus Pläne für die Bretonin noch Maximus Rachefantasien für Commodus würde Proximo zum derzeitigen Stand der Geschichte gutheißen oder auch nur tolerieren. Denn aus Proximos Sicht gibt es für ihn selbst dann dabei nichts mehr zu gewinnen.
Das Proximo im Film sich später auf Maximus Seite schlägt, hat meiner Meinung nach weniger mit Sympathie für Maximus zu tun(gut, er sieht ihn ebenfalls als Gladiator wie sich selbst) sondern eher damit, dass er sich dann in seinen Lebensanschauungen bedroht fühlt, als die Gladiatorenschule angegriffen wird. Was denkst du ?
Oder spoilert diese Frage zuviel in Bezug auf deine Gesichte ;-)?

Ich bin eine direkte Reviewschreiberin, sowohl was das (für mich (!)) Positive als auch das (für mich) Negative angeht (wie gesagt, das ist meine Sicht der Dinge, die noch lange nicht richtig sein muss, noch bist du irgendwie gezwungen auf diese zu reagieren).
Ich hoffe, du nimmst mir nicht krumm, dass ich hier noch einen Hauch Kritik aus meiner Sicht übe.
Ich finde den Text toll, aber etwas langatmig, gerade weil viele Rückblenden drin sind und wenig aktive Handlungen vorhanden ist, da ist es dann generell immer schwierig irgendwie Spannung zu erzeugen. Unterstrichen wird dies noch von langen Sätzen /Schachtelsätzen, die ein konzentriertes Lesen erfordern.
Ich hab das am Anfang meiner Geschichte genauso gemacht ;-), bis mir aufgegangen ist, dass dann einige Leser nicht mehr weiter gelesen haben, weil es ihnen zu langatmig war. Dann hab ich mich letzten Sommer an die Überarbeitung gesetzt und geschaut, wo ich kürzen kann, egal ob Sätze, zuviele Adjektive, Infodump, Rückblenden aber auch schlicht zulange Sätze. Meine Geschichte ist immer noch immens wortreich/umfangreich, aber durch die Kürzerrei sind meiner Meinung nach auch Dinge einprägsamer hervorgehoben worden. Ganz klar ist dies ein Balanceakt zwischen Stimmungstransport und schlicht überflüssigen Wörtern und ganz klar spielt hier auch der eigene Geschmack in dieser Hinsicht eine große Rolle (wie gesagt, alles meine Sicht).
Ich persönlich denk, knappere Rückblenden würden vielleicht auch deinem Text gut tun. Zum Beispiel das mit der Hyäne. Die Idee ist super, aber auch gerade dieses Gefühl von Maximus wäre für mich viel prägnanter rüber gekommen, wenn du hier nur wenige kurze Sätze genutzt hättest bzw. vielleicht sogar nur ein Wort: Besitz/Eigentum.

Hier `... Ein Versprechen, dass er bist jetzt anstandslos gehalten hatte ... `hat sich nebenbei ein kleines t hinter dem bis eingeschlichen ;-).

Ich möchte trotzdem nochmal betonen, dass ich deine Gesichte toll finde und auch Charaktere und Handlung total stimmig.
Außerdem bin ich sehr gespannt, was uns im nächsten Kapitel erwartet und hoffe du lässt uns nicht zu lange zappeln ;-).
Liebe Grüße und schönes Wochenende
Wild
16.12.2019 | 17:07 Uhr
Liebe Black dove,
das Kapitel hat mir wieder recht gut gefallen. Sehr stimmungsvoll geschrieben, vor allem der Traum zu Beginn.
Hat mich sehr an 'Die Wälder von Albion' von Marion Zimmer Bradley erinnert, welches ich sehr gern gelesen hab.
Eine kleine historische Anmerkung hätte ich hierzu noch; Rom war bis kurz vor der Einführung des Christentums (viel später als Gladiator zeitlich spielt) religiös eher pragmatisch veranlagt d.h. man hat viele Kulte geduldet, sie zum Teil sogar in die eigene Götterwelt eingebaut.
Kritisch wurde es immer dann, wenn es politischen Interessen in die Quere kam (ist noch gar nicht solange her mit Nordirland, wo die Religion auch mehr ein vorgeschobener Grund war, tatsächlich ging es hier eher um die (katholischen) Iren und die zugezogenen Briten und um Landbesitz, Gesetze, Unterdrückung etc.)
Im damaligen Großbritannien war dies hin und wieder der Fall, da die Römer (besonders auf dem Land) großenteils als Besatzer galten. Als Beispiel auch die immer wiederkehrenden Aufstände der Stämme z.B. Boudicca.
Der Glaube spielte zwar auch hier mit rein, aber eher eine untergeordnete Rolle.
In die Wälder von Albion wird dies auch thematisiert (nicht ganz unbegründet) aber wohl aus dramaturgischen Gründen auch aufgebauscht (Thema Menschenopfer).
Inwieweit solche Details in einer Geschichte auf geschichtlich korrekten Fakten beruhen müssen/sollten ist meiner Meinung nach Geschmackssache. Auch in Mel Gibsons Braveheart wurde viel durcheinander geschmissen, trotzdem liebe ich diesen Film und hätte ihn nicht anders haben wollen.
Ebenso gefällt mir deine Geschichte.Für mich machen eine stimmige Handlung und stimmige Charaktere den Kern einer guten Geschichte aus und das ist bisher bei dir gegeben.
Liebe Grüße
Wildfang

Antwort von Black dove am 05.01.2020 | 23:16 Uhr
Hallo liebe Wildfang,

auch hier erst nochmal vielen lieben Dank für dein neues Review, ich habe mich wahnsinnig gefreut, wieder von dir zu hören. :-)
Und nochmals Sorry, dass es so sträflich lang gedauert hat mit meiner Antwort hier, ich gelobe wie gesagt weiterhin Besserung im neuen Jahr- siehe unten. ;-)
Es freut mich total und es ist ein Wahnsinns-Kompliment für mich, dass du gerade und insbesondere die Traum-Sequenz am Anfang dieses Kapitels mit einem der Werke von MZB vergleichst, das in einer ähnlichen Epoche angesiedelt ist, wow, einfach nur Danke! :-)
Mir ist zwar auch recht schnell klar geworden- aller spätestens bei meinen umfangreicheren Recherchen zu dieser Geschichte hier- dass die Römer es bei Weitem nicht so eng mit den Kulten ihrer besetzten Gebiete genommen haben, wie du selbst schon ganz richtig angemerkt hast, aber ich habe mir einfach mal recht dreist die künstlerische Freiheit genommen, dass Ganze aus Story-technischen Gründen so zu verbiegen, dass es dramaturgisch einigermaßen hin haut-my bad. ;-) Aber wenn selbst Ridley Scott ein paar historische Fakten grandios ignoriert hat, dachte ich mir einfach, was solls...*hust-hust*
Aber nichtsdestotrotz habe ich schon vor, das Ganze nicht grenzenlos gegen die historische Wand zu fahren, also keine Sorge. ;-)
Ich fand und finde Braveheart übrigens ebenfalls grandios, trotz historischer Schwächen, einer der besten Filme für mich.

Ich freue mich einfach wahnsinnig, wenn ich dich bisher mit der Story an sich und den Charakteren einfach weiterhin überzeugen kann und du hoffentlich so viel Spaß und Freude an Winterfeuer hast, wie ich beim Schreiben dieser Geschichte (trotz zugegeben harter Thematik).
Das nächste Kapitel ist schon in den Startlöchern, ich hoffe, ich schaffe es noch diese Woche, das gute Ding hochzuladen.

Ganz liebe Grüße,
Black dove
12.12.2019 | 01:01 Uhr
Huhu,
also: Bääm!
Sorry, für diese unqualifizierte Äußerung, aber deine Charakterbeschreibung mitsamt ihren Gefühlen und Gedanken besonders die von Proximo finde ich hervorragend.
Der Charakter erhält durch deine Beschreibungen eine Tiefe, die er - trotz der gut dargestellten Figur und Schauspieler - im Film nicht zu bieten hatte (gut, ist auch schwierig bei einem Film als Nebendarsteller).
Ich freue mich wirklich, dass du diese Geschichte zu Papier bzw. ff.de gebracht hast, und hoffe auf einige weitere Kapitel ;-) ...

Ein kleinen Hinweis aus meiner persönlichen Sicht; ich fand die Übergänge manchmal etwas schwer nachzuvollziehen, da ich die Kapitel nicht am Stück gelesen habe.
In einem Augenblick hört deine OC noch gerade "Dreh dich um" (von wem auch immer), dann verliert sie sich in Erinnerungen, um dann wieder in der Küche zu landen, um dann erneut zu Proximo zitiert zu werden.
Ich persönlich fand es deshalb stellenweise etwas verwirrend bzw. musste die Stelle mehrmals lesen, um durch den zeitlichen Ablauf durchzublicken (aber kann natürlich auch einfach meinen langsamen grauen Zellen geschuldet sein).
Ein paar Rechtschreib- bzw. Tippfehler hab ich noch entdeckt, vielleicht kannst du (oder deine Beta) die beim drüberlesen nochmal korrigieren, tut allerdings der tollen Geschichte wirklich keinen Abbruch.
LG Wild

Antwort von Black dove am 05.01.2020 | 22:56 Uhr
Hallo Wildfang,

vielen lieben Dank für dein lobendes und ehrliches Review, ich habe mich total gefreut, wieder von dir zu hören! :-)
Und gleich hier auch erst mal ein dickes Sorry hinterher, dass ich erst so spät direkt darauf antworte, auch wenn es echt stressig war die letzten zwei Monate bei mir, will ich mich trotzdem nochmal hier entschuldigen, dass es so lange mit einer Antwort gedauert hat und gleichzeitig Besserung diesbezüglich geloben, so im neuen Jahr als einen guten Vorsatz. :-) Apropos neues Jahr: ich wünsche dir ein gutes Neues und hoffe, dass du gut rein gerutscht bist!

So, jetzt erst mal super lieben Dank bezüglich deines so tollen Lobes meiner Charakterbeschreibung betreffend, es freut mich echt wahnsinnig, dass alle Charakter bisher bei dir schon mal IC ankommen, das ist wirklich mit das größte Lob, dass du mir machen kannst!
Und ich muss gestehen, ich liebe, liebe, liebe Proximo als Charakter!
Mir hat es dieser graue, gerissene, alte Glücksritter derart angetean- schon damals, als ich Gladiator das aller erste Mal gesehen habe - dass er hier in dieser Geschichte einfach nach und nach imme mehr zum heimlichen Helden wurde beim Schreiben. Ich finde Oliver Reeds Darstellung dieses ehemaligen Gladiators einfach nach wie vor grandios; von daher wird Proximo auch definitv noch weitere Auftritte in Winterfeuer haben, denn es hat mich wirklich extrem gereizt, diesem Nebencharakter eine eigene Stimme und einfach generell mehr Raum zu verleihen, als das im Film selbst nicht möglich war/ist aus deinen schon genannten Gründen.

Ach je, meine von mir so heiß geliebten und fast schon inflationär vewendeten, verschachtelten Rückblenden- schuldig im Sinne der Anklage. ;-)
Das ist wirklich ein absoluter Tick von mir beim Schreiben, aber da du nicht die Einzige bist, die mich schon mal darauf aufmerksam gemacht hat, dass es irgendwie bisweilen leider ziemlich verworren daher kommen kann im Text, werde ich mir besagte Stellen nochmal genauer ansehen diesbezüglich; danke für den Hinweis, manchmal sieht man als Schreiberling ja leider den eigenen Wald vor lauter selbst gepflanzten Bäumchen nicht mehr. ;-) Selbiges gilt auch für Tip-und Rechtschreibfehler!

Dann hoffe ich sehr, dass ich dich auch weiterhin mit dieser kleinen Geschichte zu unterhalten vermag und freue mich, wenn du hier weiterhin mit am Ball bleiben würdest!
Ganz liebe Grüße,
Black dove
10.12.2019 | 16:12 Uhr
Hallo Black dove,
eine ff zu Gladiator zu schreiben find ich toll.
Ich fand den Film auch recht gut, habe aber tatsächlich ein bisschen bzw. kurzes (Liebes-)Glück für den guten Maximus vermisst.
Ich brauch zwar kein Happy End bei einer Geschichte, aber etwas positive screentime oder Erlebnisse ( bei einer geschriebenen Geschichte) seien den Protas schon gegönnt, um nicht zu sagen erwünscht. Anscheinend geht deine ff in die Richtung, diese Lücke auszufüllen.
Deinen Stil find ich zudem äußerst angenehm, bildlich vorstellbare Beschreibungen, natürlich- wirkende Dialoge und einfühlsame, nachvollziehbare Gedankenpräsentation, super!
Man merkt, dass du dich über die damalige Zeit und Weltanschauung kundig gemacht hast, auch meinen Dank für das damit verbundene Lesevergnügen.
Den Baum/Holz- Vergleich mit nicht brechen sondern biegen, fand ich hervorragend.
Zwei kleine Sachen sind mir aufgefallen:
Ganz selten verschachtelst du die Sätze etwas seltsam, im ersten Kapitel, da wo Maximus die junge Sklavin betrachtet irgendwo von wegen; "Sklave ...,..., fast noch ein Mädchen, Sklave wie er auch ..." oder irgendwie so, habs mir leider nicht notiert ... Hier würde ich empfehlen die Sätze zu separieren oder auch mal mit ´-´zu arbeiten, dann ist es leichter zu lesen.
Dann ist mir hier noch eine komische Stelle aufgefallen:
"Aber sie glaubte, kleine tätowierte Zeichen ... , doch in diesem Augenblick wurde die Plane wieder zurückgeworfen geworfen und von außen festgezogen." - ein bisschen zuviel geworfen ;-) ...
"Ein Soldat. Sie hatten soeben einen bewusstlosen, römischen Soldaten gefangen genommen, dessen großflächiges Landgut vor einiger Zeit bis auf die Grundfeste niedergebrannt worden war, und dessen Familie diese Barbarei dem Anschein nach gleichsam nicht überlebt hatte.
Beklommen wanderten ihre Augen zu den beiden aufgehäuften Gräbern in der Nähe, das eine größer, das andere etwas kleiner." - für mich ein bisschen verwirrend, da die Plane doch wieder drauf ist. Ich persönlich würde das mit der Plane weglassen, da du im folgenden auch noch viel visuelle Beschreibungen hast (ist nur meine Sicht der Dinge, niemand ist gezwungen sie zu teilen ;-)).
Ich hoffe, du nimmst mir die kleinen Anmerkungen nicht krum. sind nur konstruktiv gemeint.
Bisher find ich die Geschichte wirklich gut und freue mich aufs weiterlesen.
Vielen Dank fürs hier teilen.
LG Wild

Antwort von Black dove am 14.12.2019 | 16:12 Uhr
Hallo Wildfang!

Vielen lieben Dank für dein tolles und liebes, stellenweise richtig lobendes Review, ich habe mich wirklich wie blöd darüber gefreut! :-)
Jaha, ich persönlich finde ja, dass es wirklich viel zu wenige Geschichten zu Ridleys Scotts meisterlichen Film hier gibt. Und da ich echt schon seit einer gefühlten Ewigkeit diese Story hier im Kopf hatte, wollte sie dann einfach auch mal endlich raus. Und wie schön, dass es noch ein paar Leser gibt, die den Film scheinbar auch so gut fanden wie ich und sich dann tatsächlich noch zu dieser Fanfiction verirrt haben (wenn die Frage erlaubt ist: bist du zufällig über Winterfeuer erst auf den social media aufmerksam geworden? Das erste Kapitel ist ja schon Ende August diesen Jahres gepostet worden, ähem, ja , ich schreibe desweilen wirklich im Schneckentempo *hust* Nur so aus reinem Interesse, denn ich habe ich schon bemerkt, dass Stories, die unter "Sonstige Kinofilme" hochgeladen werden, generell weniger Beachtung finden als logischerweise in anderen Fandoms mit ihren dafür extra vorgeshehen, seperaten Sparten).
Und was Maximus' (Liebes-)Glück generell im Film angeht, bin ich vollkommmen mit dir einer Meinung: dieser Charakter hätte es einfach verdammt nochmal verdient, wenigstens ein bisschen mehr Glück in seinem Leben als Sklave und Gladiator bei Proximo zu erfahren, wenn er schon am Ende wirklich drauf gehen muss! *schnief* Nun ist das innerhalb der Storyline des Films zugegebenermaßen schon etwas schwieriger, und obwohl ich ihm die kurze Sreentime mit Lucilla und ihrem gemeinsamen Kuss in der kerkerartigen Zelle wirklich von Herzen gegönnt habe- mehr war leider einfach wohl tatsächlich nicht drin, so, wie die Geschichte aufgebaut wurde. Und da ich prinzipiell ein Riesenfan vom Canon bin- ganz egal, welcher Film, welche Serie, oder welches Buch- wollte und will ich weiterhin versuchen, alle gegebenen Charaktere so IC wie möglic
h zu halten und den eigentlichen Canon so wenig wie möglich beugen. Andernfalls machen Fanfictions sonst nur wenig Sinn für mich, vor allem, was die IC-Frage angeht. ;-) Aaaber da ja im Film etliche kleine Lücken zurück geblieben sind, wie z.B. Maximus' Reise in Gefangenschaft von Spanien nach Nordafrika, später dann auch die Reise von Zucharbar zurück nach Rom- habe ich dort eben eine Möglichkeit gesehen, meine Geschichte um den Handlungsverlauf der eigentlichen Story von Gladiator drum herum zu spinnen.
Vielen lieben Dank auch für dein Lob bezüglich meines Stils und auch meine Recherche zu dieser Zeit betreffend!
Ich habe mich wirklich unglaublich viel im Vorfeld zu dieser Story informiert und rum recherchiert zum antiken Rom und dem Selbstverständnis der Menschen damals, weil ich so etwas unumgänglich finde, sofern man in einem historischen Setting plottet und weitgehend authentisch schreiben möchte, und nicht irgendein Schmu rauskommen soll. ;-)
Klar hat der Film selbst ein paar ziemliche historische Schnitzer zu bieten, aber ganz ehrlich, das konnte und kann ich ihm auch immer noch verzeihen. Ein bisschen was geht halt immer für die Kunst drauf, aber wenn es nicht die komplette Storyline stört, kann ich das auch schon mal hinnehmen, ohne mich groß drüber aufzuregen.
Was deine konstruktive Kritik angeht: oh Mann, wie peinlich, die Sache mit der Plane *facepalm* Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast, manchmal sieht man ja als Autor den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Das wird auf jeden Fall noch korrigiert demnächst, und du hast recht, ich glaube ich lasse das Ding einfach ganz weg. :-)
Und mit dem doppelten "geworfen" wird eben so verfahren. ;-)
Bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich mich wirklich wahnsinnig darüber freuen würde, wenn du weiterhin mit am Ball hier bleiben würdest und nochmal vielen lieben Dank für dein Feedback!
Weiter gehts dann in meiner Antwort zu deinem zweiten Review!
Ganz liebe Grüße,
Black dove
09.11.2019 | 01:23 Uhr
Hey ho Liebes!

Hier endlich mal ein *hust* offizielles Review von mir zu diesem Kaptitel!

Vorweg - du weißt ja, wie sehr ich diese Geschichte liebe! - Sie ist toll! Angefangen damit, dass alle Charaktere bei dir absolut IC sind: Proximo! Hagen! Ja, wer hätte das gedacht, dass ich jemals einen Charakter so toll finden würde, der von Ralf Möller gespielt wird? Bei dir ists möglich! XD Btw, danke für die Widmung!, und natürlich Maximus. Ich lieben den Kerl einfach und du fängst sein ganzes Wesen wunderbar ein - sein Gefühl von und für Ehre, seinen moralischen Kompass. Und Eilidh. Sie ist ein ganz wunderberer OC. Allein schon durch die Tatsache, dass sie sich ganz natürlich in den Canon einfügt, und nicht reingezwängt wird, wie das leider in FFs viel zu oft passiert. Obendrauf kommt noch, dass sie sich wirklich völlig dreidimensional anfühlt - sie hat ihren eigenen Hintergrund und eine eigene Persönlichkeit. Für mich ist sie inzwischen wirklich auf gleicher Stufe mit den Canon Charakteren, und das will echt was heißen! Aber das weißt du ja alles schon ;-) Ebenso, dass ich dich wirklich dafür bewundere, wie mühelos und organisch du Begriffe aus der Antike in deine Geschichte einfließen lässt; von Infodump keine Spur! Nochmal großes Lob an dieser Stelle! Und für deine Sprachbilder - sie sind immer der Sprache und Zeit angepasst, und vor allem dem persönlichen Erlebnishintergrund - eine besondere Perle war für mich diese Stelle hier:

"Erschrocken blickt sie von ihm zu Proximo zurück und ihr Gesicht wird so weiß wie frisch gefallener Schnee in den Wäldern Germaniens."
Wunderschön!

Das Kapitel insgesamt. Ich finde es klasse! Es gab so viele Szenen, so viele Stellen, die echte Highlights für mich waren.
Angefangen bei der Anfangsszene, dass die Schmerzen beim Ausziehen der Beinschienen Maximus im Hier und Jetzt halten, bis hin zu seiner ersten Begegnung mit Eilidh. Besonders berührt hat mich hier diese unendliche, müde Traurigkeit, mit der Maximus daran denkt, dass es gut für sie ist, noch nicht gebrochen zu sein und gleichzeiteig doch so schlecht. Und diese langsame, behutsame Art und Weise, wie du eine "Beziehung" zwischen den beiden aufbaust - dass Maximus sich für sie verantwortlich fühlt, weil sie "für ihn da war", auch wenn es ihr befohlen worden war, und sie beide letzendlich Sklaven sind, die Parallelen zu seiner Familie, besonders zu seiner Frau... Das geht einfach unheimlich tief und ist dabei doch sehr subtil. I like!
Auch seine, ja, Verzweiflung darüber, dass er jetzt noch eine "Bürde" auf sich geladen fühlt, der innere Zwiespalt, sich nur auf seine Rache konzentrieren zu wollen, und sich gleichzteitig doch für Eilidh verantwortlich fühlt - das hast du wunderbar herausgearbeitet, und ist wieder einmal sehr IC für Maximus.
Und Eilidh. Ihre Wut, ihre Verzweiflung, weil sie all das Furchtbare und Grauen schon erleben musste, und dann ihre Hoffnung am Ende, als sie sein Angebot annimmt, eben weil sie trotz allem noch nicht gebrochen ist. Das ging auch sehr tief.

Die kleine Rückblende zu seiner Frau - die war einfach nur schön! Und herzzereißend. Diese Zärtlichkeit und die Hoffnung und fast Gewissheit, wieder vereint zu sein nach diesem letzten Feldzug, und die Tatsache, wie das alles geendet ist, macht diese kleine Szene echt herzzereißend.
Und ich finde es absolut richtig von dir, der Frau einen Namen zu geben! Hallo? Sie und sein - ebenfalls namenloser - Sohn sind seine einzige Motivation, am Leben zu bleiben um Rache für sie zu nehmen, und dann die kriegen die nicht mal einen Namen? Nicht cool!

So. Ich hoffe, ich habe alles wichtige berücksichtig. Aber die Stunde ist schon arg fortgeschritten. Sollte ich etwas vergessen haben, sieh es mir bitte nach; ich werde es dann so oder so nachholen, dir mitzuteilen ;-)

Liebe Grüße
18.08.2019 | 17:43 Uhr
Meine allerliebste Black dove,

wie du ja weißt, bin ich hier als Leserin schon seit geraumer Zeit (leider) inaktiv, aber eine neue Geschichte aus deiner geschätzten virtuellen Feder und dann noch eine Fanfiction zu einem meiner liebsten Historienfilme - da lasse ich mich nicht lange bitten, zumal ich die Ehre und das Privileg hatte, in das erste Kapitel vorab hineinlesen zu dürfen. Herzlichen Dank dafür und auch für die liebe Erwähnung meiner Person in deiner Author's Note. Wäre nicht nötig gewesen, freut mich aber nichtsdestotrotz. :-)

Die Idee für deine Geschichte sowie den Titel "Winterfeuer" liebe ich ja schon von Anfang an. Umso mehr tut es mir an dieser Stelle leid, dass ich hier kein gewohnt monumentales Review verfassen kann, sondern versuchen will, meine Eindrücke in etwas knapperer, aber nicht minder wertschätzender Weise unterzubringen. Vielleicht gelingt es mir ja auf diese Weise, hier mal wieder öfter als Leserin und Reviewerin bei geschätzten Mit-Autoren vorbeizuschauen. Aber genug des Vorgeplänkels, widmen wir uns lieber dem 1. und 2. Kapitel deiner Fanfiction.

Titel:
"Winterfeuer" ist ein herrlich poetischer und zugleich passender Titel für eine Gladiator-FF. Meine Neugier war sofort geweckt und ich frage mich, was sich dahinter wohl letztlich verbergen mag. Außerdem weißt du ja, dass ich bei FFs durchaus mit englischsprachigen Titeln leben kann (diese ja teilweise ebenfalls nutze), aber mich auch stets von Herzen freue, wenn sich ein Mit-Autor für einen passenden Titel in unserer Muttersprache entscheidet - gerade auch dann, wenn es um eine Geschichte oder FF geht, die in einem historischen Setting verhaftet ist. Also, Kompliment. Ich finde die Titelwahl samt Wirkung echt gelungen!

Sprache und Stil:
Du weißt ja, mir persönlich ist es ein Anliegen, dass man bei Werken mit historischem oder altertümlichem Thema um eine entsprechende Wortwahl bemüht sein sollte. Aus eigener Erfahrung kann ich nachvollziehen, dass diese Art zu schreiben einerseits sehr viel Spaß machen kann, andererseits aber zugleich eine große Herausforderung ist, die in richtige Arbeit umschlagen kann. Da das Schreiben aber auch ein Handwerk ist, setzt dies ein gewisses Maß an Anstrengung und Arbeit voraus. Wichtig ist dann eben, dass man den Texten nicht anmerkt, mit wieviel Mühe und Aufwand sie in tage- oder wochenlanger Arbeit verfasst, überarbeitet und korrigiert wurden. Das schätze ich an deinen Texten immer besonders und ist auch im Falle von "Winterfeuer" so: Man merkt diesen nie an, wie viel Zeit und Mühe in jeden einzelnen Satz investiert wurden. Und das ist gut, sehr gut sogar! Nicht, weil ich denke, dass sich ein solcher Text ratzfatz einfach so tippen lässt, sondern weil sich deine Zeilen und Handlungsstränge stets so natürlich, so lebendig und echt anfühlen, als wären die Worte einfach so aufs Papier geflossen. Das ist für mich ein Beweis großer Schreibkunst und ich bewundere diese Fähigkeit bei jedem Schriftsteller, ganz gleich ob veröffentlicht oder hobbymäßig unterwegs.
Ich finde die Art und Weise, wie du teils altertümliche Formulierungen verwendest, teils fast schon poetische Umschreibungen gebrauchst, wirklich absolut stimmig für eine Geschichte, die im Römischen Reich angesiedelt ist. Gerade die Wahl deines Sprachstils macht die vielen, beinharten Details dieser Geschichte nicht weniger brutal, aber eben so lebensnah und dennoch erträglich, selbst wenn du da Verhältnisse und Greueltaten thematisierst, die für uns "moderne" Menschen kaum zu ertragen und noch weniger vorstellbar sind, damals jedoch der Lebenswirklichkeit entsprachen. Großes Lob an dieser Stelle für die geleistete Recherche-Arbeit. Man merkt deiner FF deutlich an, dass du dich mit dem römischen Kaiserreich und seinen Provinzen eingehend beschäftigt hast. Das spricht aus der Art und Weise, wie du Informationen, Namen oder Begrifflichkeiten in den Text einwebst und verkommt nie zu ödem Infodumping. Gerade bei Geschichten mit historischem Hintergrund gibt es nämlich nichts langweiligeres, als das Bestreben eines belesenen Autors, der die Perlen seines Wissens unbedingt dem Leser plakativ in jedem zweiten Absatz um die Ohren hauen muss, ohne dabei einen wirklichen Bezug zum Text oder zur Handlung herzustellen. Nicht so bei dir und dafür ein dieser Stelle ein großes Lob. Wenn man wie ich schon so einige Historienschinken durchhat, ist man für das behutsame Einflechten von geschichtlichen Details ohne Holzhammer-Methode wirklich dankbar.
Ein paar Tippfehlerchen haben sich eingeschlichen, aber wer kennt die irgendwann einsetzende Betriebsblindheit bei eigenen Texten schon nicht? Ich lese mir meine Texte auch gefühlt 20-mal durch und dennoch schleichen sich Typos oder Kommafehler ein. Es handelt sich da in deinem Falle nur um ein paar marginale Fehler, die weder den Lesefluss stören noch ein großes Aufhebens wert wären. Wenn ich es mal zeitlich einrichten kann, gebe ich dir die Vertipperchen persönlich durch, weil ich ja weiß, dass du viel Wert auf sprachliche Korrektheit legst. Sowas gehört für mich aber nicht in ein Review.
Einen winzigkleinen mythologischen Hinweis hätte ich dann noch: In Kapitel 1 nimmst du Bezg zu Apollon als Sonnengott. Falsch ist dieser Hinweis sicherlich nicht, da die Römer ja viele Gottheiten der Griechen adaptierten und Apollon teilweise gesondert als Lichtgott, teilweise mit dem Titan Helios durchaus als Sonnengott verehrt wurde. Bei den Römern gab es das Pendant in Form von Sol, dessen Kult sehr alt und römischen Ursprungs und zudem in Kombination mit seiner Schwester Luna tief verwurzelt in der Gesellschaft war. Hier würde ich also eher auf Sol denn auf Apollon Bezug nehmen, zumal der Sol-Kult um 200 n. Chr. für Rom immer mehr an Bedeutung erlang und somit recht genau in die Herrschaftszeit von Marcus Aurelius bzw. Commodus fallen würde. Aber dies nur als mythologische Korinthenkackerei meinerseits ;-)
Ansonsten bin ich über die Sprachwahl deiner Protagonisten und deine Art, das Geschehen in Worte zu kleiden, wirklich entzückt. Zumal das der erste Text aus deiner Feder ist, der in einem historischen Setting angesiedelt ist. Wirklich ausgezeichnet und vor allem aus meiner Sicht: überzeugend!

Ich liebe Geschichten mit einem personalen Erzähler, der je nach Kapitel oder Anlass aus der Sichtweise einzelner Figuren zum Leser spricht. Für deine FF bot sich natürlich einerseits Maximus selbst an, aber ich freue ich wahnsinnig, dass dein weiblicher OC auch zu Wort kommt. Und wir werden wohl noch andere POVs erleben, wie du mir ja schon verraten hast. Darauf freue ich mich sehr! Ich konnte mir beide Figuren sehr plastisch und lebhaft vorstellen und gerade dein Maximus war für mich absolut IC, was bei einer FF ja besonders wichtig ist. Chapeau, meine Liebe! Dein OC war nicht minder überzeugend und die Diskrepanz zwischen weiblicher und männlicher Sicht, Erzählweise eines eher jungen Mädchens und eines erfahrenen, gestandenen Soldaten/ Generals fand ich klasse umgesetzt. Auch hier freue ich mich auf mehr, mehr, mehr! :-)

Inhalt:
Kommen wir zum Inhalt, wobei rein handlungstechnisch noch gar nicht soviel in den ersten beiden Kapiteln passiert ist. Ich mag es total, wenn sich eine Geschichte langsam entwickelt, selbst wenn sie medias in res beginnt. Ich will gemeinsam mit den Figuren deren Welt kennenlernen, die anderen Protagonisten, ihre Vergangenheit Stück für Stück ans Tageslicht holen. Klar, über Maximus und dessen Schicksal ist man als Kenner des Films ohnehin schon bestens im Bilde, aber die Idee, wie du deinen OC in den Filmkanon einbringst, die hat es mir echt angetan. Und es ist spannend und schmerzlich zugleich, einen Teil ihrer Vorgeschichte noch einmal gemeinsam mit Eilidh zu erleben, zu überleben. Ich will ehrlich sein, die Schilderung ihres Martyriums in den Händen der Sklavenhändler ist nichts für schwache Nerven und ich empfehle dir an dieser Stelle ab Kapitel 2 die Handlung besser auf P18 zu setzen. Nicht weil du dich hier in übertriebenen Gewaltdarstellungen ergehst oder unnötig brutale Szenen schreibst, sondern weil der Realismus, die Unmenschlichkeit nicht zu unterschätzen sind. Ich möchte dich an dieser Stelle dennoch von Herzen loben, für die Empathie und den Respekt, den du als Autorin deinen Figuren entgegenbringst, selbst wenn du die schlimmsten Dinge umschreibst und nachzeichnest, die einem Menschen, explizit einer Frau, angetan werden können. Nichts ist mir mehr zuwider als die Verharmlosung oder gar Romantisierung des Sklaventums, wie man sie durchaus in alten Historienfilmen oder Historischen Romanen mit romantischen Bezügen manchmal zu lesen bekommt. Ich danke dir somit für deine ehrliche, wenn auch schonungslose Schilderung. Ich habe von Herzen mit Eilidh mitgelitten und allein die Art, wie du ihren Leidensweg umgesetzt hast, die hat ein Sternchen verdient, denn sie ist zutiefst mitfühlend, menschlich, nicht effekthaschend sondern realistisch, überzeugend und deshalb auch so verdammt schmerzhaft. Kapitel 2 ist keine leichte Lektüre. Ich gehe auch in den nachfolgenden Kapiteln von keiner leichten Kost aus, aber das ist okay, nein falsch, das ist gut und richtig so, denn alles andere wäre eine Beschönigung unmenschlicher Traditionen, falsch Verbrechen.
Ich bin auf jeden Fall weiterhin dabei auf deiner Reise ins schwarze Herz des römischen Imperiums. Und - ich weiß nicht woran es liegt - aber irgendwie kommen da sogar stellenweise Vibes zu deiner Mad Max-FF "Aftermath" bei mir auf. Frag mich nicht warum, die Storys könnten verschiedener wohl nicht sein. Es liegt wohl am Blut, Schmerz und Staub ;-) Tom Hardy hätte in einer Gladiator-Verfilmung überdies ebenfalls eine gute Figur gemacht.

Mich erinnert die Szene zwischen Eilidh und Maximus zudem an einen meiner liebsten Sandalenfilme, nämlich "Spartatcus". Auch hier begegnen sich der titelgebende Held und seine künftige Gefährtin Varinia das erste Mal richtig als Gladiator und Sklavin in einer Zelle der Gladiatorenschule. Eine so hoffnungsvolle Begegnung voller Respekt und Empathie, denn auch Spartatcus verzichtet auf die erzwungenen Dienste der Liebessklavin, die damit endet, dass Spartacus' Liebste an einem darauffolgenden Abend zu einem anderen Gladiatoren geschickt wird und letztlich gar an einen reichen Römer, den Tribun Gracchus verkauft wird. Auch hier deutet selbst das Hollywood-Kino der 60er die Unmenschlichkeit eines menschenverachtenden Systems an. Und wie zu Spartatcus passte zu Maximus diese edle, gütige, mitfühlende Geste in einer Welt, in der Menschen wie Tiere behandelt und verschachtert werden. Eine so starke, so traurige und dennoch hoffnungsvolle Begegnung zwischen zwei Gefangenen, zwei Leidensgenossen, zwei Menschen aus ganz verschiedenen Kulturkreisen. Danke dafür. Mich hat dieses erste Kapitel sehr bewegt, so wie mich auch das zweite sehr mitgenommen hat. Ich bin sehr gespannt, wohin die Reise für Maximus und Elilidh führt und wünsche vor allem deinem OC irgendwie, dass sich noch alles zum Guten wendet, selbst wenn ich weiß, dass dieser Wunsch wohl unerfüllt bleiben wird, bleiben muss.

Nun ist mein "kurzes" Review doch wieder recht lang geraten. Ich muss da wohl noch an mir arbeiten. Mir war es jedenfalls wichtig, dir an dieser Stelle als erste von hoffentlich weiteren Lesern ein Feedback dazulassen. Ich bin auf jeden Fall mit an Bord und bin sehr gespannt, in welche Richtung sich deine FF weiterentwickeln wird. Vielen lieben Dank, dass du sie hier mit uns teilst. Das Sternchen hast du dir bereits nach 2 Kapiteln redlich verdient und den Favoeintrag musste ich dir sofort bescheren, als ich sah, dass du "Winterfeuer" hier hochgeladen hast.

Herzliche Grüße, noch einen schönen Restsonntag und auf baldiges Wiederlesen
Askaja

Antwort von Black dove am 30.08.2019 | 21:46 Uhr
Meine allerliebste Askaja!

WOW!
Erst mal vielen lieben, von ganzem Herzen kommenden DANK für dieses Wahnsinns-Hammer-Review! Ich kann dir gar nicht sagen, wie glücklich du mich mit diesem so unglaublich ausführlichen und lobendem Feedback gemacht hast, und immer noch machst, jedes Mal, wenn ich es mir erneut durchlese! Hab tausendmal Dank dafür, dass du dir trotz bekanntem Zeitmangel dennoch die Zeit genommen hast für dieses unglaubliche Review. Danke, Danke, Danke! :-)
Und erst mal ein dickes Sorry hinterher, dass ich nicht schon viel früher dein Feedback beantwortet habe, aber du weißt ja ungefähr, was so gerade bei mir los ist...
Dennoch will ich jetzt versuchen, ebenso ausführlich und strukturiert auf dein Hammer-Review zu antworten, also nicht abschrecken lassen von der Länge meiner Antwort ;-) :
Erst mal noch schnell vorneweg: dass ich dich am Ende des ersten Kapitels kurz namentlich erwähnt habe war gleichermaßen eine Selbstverständlichkeit wie ein Muss von meiner Seite aus, ich fühle mich immer noch nach wie vor geehrt, dass du dir meine neueste Geschichte gegeben hast und ich dich schon vorab als Leserin für "Winterfeuer" gewinnen konnte und dass du mir schon vorab ein kleines Feedback gegeben hast, das war und ist nicht selbstverständlich und ich freue mir einen Ast ab! :-)

So, der Titel für diese Gladiator-FF:
Ehrlich gesagt habe ich lange mit mir gerungen, ob ich nicht vielleicht sogar einen lateinischen Titel nehmen sollte, hatte auch zwei oder drei im Sinn, aber ganz erhlich- das wäre selbst mir dann doch ein wenig zu klugscheißerisch am Ende geworden. ;-) Und nun ja, ein englischer Titel, mit denen ich sonst absolut keine Probleme habe, hätte einfach vom Gefühl nicht hierhin gepasst für mich. Ach ja, die Sache, die es mit dem Namen "Winterfeuer" auf sich hat, wird in den kommenden Kapiteln noch aufgeklärt werden, und ich bin schon jetzt diebisch gespannt darauf, was du dann davon halten wirst!

Sprache und Stil:
In der Hinsicht, was die Ansprüche an eine geeignete Sprache für das jeweilige Setting einer Geschichte angeht, sind wir uns wohl doch sehr ähnlich- auch mir ist es absolut ein Anliegen, den richtigen Ton für die richtige Atmosphäre zu treffen; eine Cyber-Punk-Story wird in einer gänzlich anderen Sprache geschrieben werden, als eine Geschichte, die im Altertum angesiedelt ist. Fast nichts finde ich furchtbarer, als wenn die Sprache einem Setting nicht angepasst ist (ich sage nur "Centurio" mit Michael Fassbender, als im Original doch tatsächlich ein Charakter den anderen gefragt hat, ob alles OKAY wäre! OKAY- im römischen Reich diese Wort als solches zu verwenden, gnahhh! In der deutschen Synchro haben sie wenigstens gefragt, ob alles in Ordnung sei...meh! Aber ich denke, du weißt, worauf ich hinaus will mit diesem kleinen Rant...ähem) . Und ich muss ganz ehrlich zugeben: da hat mir die Beta-Arbeit zu deiner phantastischen Hades/Persephone Geschichte "Frühling in der Unterwelt" wahnsinnig geholfen und war gleichermaßen inspirierend, für eine Geschichte im antiken Rom eine Ahnung davon zu bekommen, wie es geht und man die passende Atmosphäre mit welchen Worten erschaffen kann! Also, an dieser Stelle auch von mir ein Chapeau für dich, meine Liebe, und auch hier nochmal ein Dankeschön, dass ich diese tolle Geschichte aus deiner so geschätzten Feder auch weiterhin mit "betreuen" darf!
Vielen lieben Dank auch für das Wahnsinns-Kompliment also meine Sprache für Wintefreuer betreffend, es macht mich stolz und glücklich, dass dir diese bis jetzt schon mal stimmig erscheint! Ja, ich habe tatsächlich eine ganze Menge recherchiert, damit ich nicht einen kompletten Blödsinn am Ende verfasse, und ich bin auch hier sehr froh, dass es sich gut in den Text eingefügt hat, denn auch mir ist Info-Dumping verhasst, und ich habe gerade in diesen ersten beiden Kapitel wirklich viel Recherche rein gesteckt und bin wie gesagt einfach nur happy, dass es beim Lesen nicht zu klugscheißerisch rüberkommt! ;-) Bei der Sache mit Apollon/Sol gebe ich dir absolut Recht, habe das auch schon entsprechend geändert, denn ich war mir selbst sehr unschlüssig, ob ich nicht doch auch letztgenannte Gottheit erwähnen soll, bin dir für deine Expertise diesbezüglich unglaublich dankbar, meine Liebe! :-)

Zum Inhalt.
Erst mal bin ich auch hier wahnsinnig froh, dass ich Maximus IC getroffen habe, du weißt ja, wie wichtig mir das bei einer FF ist! Aber auch, dass ich dir meinen OC Eilidh näher bringen konnte- sie ist in meiner Vorstellung tatsächlich noch recht jung, höchstens Anfang zwanzig vielleicht, aber eher jünger, und da war es mir selbstredend auch wichtig, ihre POV dementsprechend zu gestalten und rüber zu bringen, schön, dass mir das bis hierhin doch gelungen zu sein scheint! Ich bin mir nicht sicher, wie viele POV's es tatsächlich bis zum Ende der Geschichte werden, aber Proximo bekommt definitiv seinen Auftritt, da ich diesen Charakter schon beim ersten Mal sehen einfach nur Klasse in seiner einzigartigen Art fand- selbst ein ehemaliger Sklave und Gladiator, nun aber schon seit geraumer Zeit frei und selbst Sklavenhalter- vom Opfer zum Täter sozusagen, und ich glaube, dass da eine ganze Menge Tiefe und Potential in dieser von Oliver Reed wirklich -zumindest für mich- grandioser Darstellung der Figur des Proximo steckt, und dies möchte ich versuchen, nach und nach offen zu legen. Mal schauen, ob mir das auch gelingt. Denn egal, wie normal Sklaverei zu diesen Zeiten auch immer war und gewesen sein mag- sie ist und bleibt eines der schrecklichsten Verbrechen der Menschheit an der Menschheit! Würde, Freiheit, Recht auf körperliche Unversehrtheit- all das, was uns mittlerweile zumindest in diesem Land als Grundgesetz zugebilligt wird und einem jeden zusteht, egal, was- das alles waren Dinge, von denen ein versklavter Mensch nur träumen konnte. Diese Unmenschlichkeit als genau solche darzustellen, war und ist mir einfach immens wichtig. Ja, die Übergriffe und Misshandlungen Eildhs von Seiten der Sklavenhändlern sind harte Kost, da stimme ich absolut mit dir überein. Es wäre aber meiner Meinung nach einfach nicht richtig, dies komplett zu unterschlagen, denn dies war der grausame "Alltag" von geraubten Menschen, insbesondere Mädchen und Frauen. Nichts ist mir mehr verhasster, als eine Bagatellisierung solcher Thematik.
Und du hast einmal mehr Recht, diese Geschichte steuert auf das schwarze Herz des römischen Imperiums zu, und ich freue mich unsagbar, wenn du trotz dieser schweren Kost weiterhin mit am Ball bleiben willst! Und dein Vergleich zu Aftermath ist gar nicht so weit hergeholt: formal ist diese Story ja auch im Präsens verfasst, und es geht auch am Anfang dort wie hier bei Winterfeuer um Staub, Hitze, Blut, Schmerz, menschliches Leid. My bad ;-) Tom Hardy würde sich tatsächlich auch meiner Meinung nach großartign in einem Gladiator-Sequel machen, dass ja schon immer mal wieder angekündigt wurde bisher- man darf gespannt bleiben!
Was dein loser Vergleich dieses ersten Aufeinandertreffens mit Eilidh und Maximus zu dem Film "Spartacus" angeht, so muss ich auch an dieser Stelle gestehen, dass ich den Streifen noch nie gesehen habe, das jedoch nach deinem so lieben und lobendem Review recht zügig nachgeholt habe. Und ich war doch ein wenig baff über die Parallelen, auch wenn Maximus Spartacus auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so (Charakter-) ähnlich sieht- diese beiden Männer sind es sich in vieler Hinsicht eben doch. Danke für den Film-Tip, ich fand den Streifen trotz seines Alters wirklich klasse! :-) Es rührt mich wirklich sehr, dass ich dich mit dieser Szene im ersten Kapitel bewegen und berühren konnte- ein schöneres Lob gibt es für mich als (Hobby-)Autorin nicht. Gleiches gilt auch für das zweite Kapitel aus Eilidhs Sicht- einfach nur Danke, dass du diese Geschichte mit liest und mir deine Gedanken dazu da lässt!
Was Eilidhs Reise in dieser Geschichte angeht, so möchte ich an dieser Stelle ganz entgegen meine Gewohnheiten ungern spoilern- Maximus' Geschichte kennt man als Zuschauer des Filmes zwar schon, aber ich möchte diesen beiden auf diesem Weg zum bekannten Ende Maximus' hin auf jeden Fall noch ein paar Momente echter Menschlichkeit gönnen in einer gänzlich unmenschlichen und grausamen Welt- ein paar vereinzelte, winzige, aber dafür um so kostbarer Oasen der Wahrhaftigkeit und Intimität, vielleicht auch ganz und gar ohne Lemon. Stay tuned.

Zum Abschluss an meinen halben Roman hier möchte ich mich nochmal aus tiefsten Herzen bei dir für diese Wahnsinnfeedback und natürlich nicht zuletzt für das Sternchen bedanken- schreiben tut man zwar in aller erster Linie für sich selbst, aber hier oder auf einer anderen Plattform seinen Text hochzuladen bedeutet zumindest bei mir, dass ich diese Geschichte mit anderen teilen möchte- und ein Feedbak, ganz gleich, welcher Art, es ist echt das schönste Geschenk, dass man dann als Autor erhalten kann!
Und das gilt ganz besonders für so Hammer-Feedback wie das deine! Danke, dass du mir deine Gedanken so ehrlich und intesiv mitgeteilt hast! Ich würde mich unheimlich freuen, wenn du wie angekündigt hier mit am Ball bleiben willst, auch wenn ich derezit im Schneckentempo hochlade...

Herzlichste Grüße zurück und einen hoffentlich guten Start ins Wochenende für dich!
Black dove
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