Autor: My-name-is
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14.07.2019 | 12:31 Uhr
zu Kapitel 1
Welche Schwäche lässt eine Schwalbe die Kraft aufbringen, der Kälte zu entgehen?
Abertausende Kilometer Flucht!
So stehe ich im Garten und wünsche ihr viel Glück auf ihrem Weg voller Gefahren und gebe ihr meine Hoffnung mit, sie ihm nächsten Jahr wiederzusehen.

Die Flügel und Kraft der Schwalbe würden nicht reichen, um Deiner Qual zu entfliehen...
wohin sie Dich tragen würden, die Qual würde Dich begleiten. Und das Ertragen würde zur Qual selbst werden.

Wenn Du suchst, was Dir gleicht, so suchst Du umsonst – denn die Gleichung findet sich nicht in der Suche – sie findet sich in Dir selbst, bis Deine Gewissheit das Gesetz der Anziehung aktiviert...

Tief in Deinem Herzgen vergraben, weißt Du, was Dir fehlt – und genau dies ruft Deinen Kummer hervor. So binde dem kleinen Vogel nicht zusätzliche Mühen auf, denn der Kreis wird sich schließen, wenn er im nächsten Jahr zu Dir zurückkehrt.

Was solle Dir Südafrika bringen – außer die Verdeutlichung Deiner Andersartigkeit?

Du wirst finden – irgendwann – in einem Moment der Unaufmerksamkeit – da wirst Du finden.
Doch zuerst musst Du einen anderen Ort finden, an dem Du suchen darfst...
Suche in Dir, finde Dich und genieße das Sein Deiner Fremdartigkeit.

Wohin Dich das Fernweh auch reisen lassen mag, schlussendlich wirst Du wieder zu Hause ankommen, wo immer es auch sein werden wird.

Deine Schwalbe wird Dich erwarten, mit einem Bau an Deines Hauses Dach. Viele Junge werden zwitschern.

Deinen Kopf in den Nacken gelegt wirst Du das Wunder des Lebens bestaunen – und – vielleicht wird jemand an Deine Seite treten und den Moment der Einsamkeit des Lebens vertreiben.

„Wenn Schwalben am Haus brüten, geht das Glück nicht verloren“

Antwort von My-name-is am 14.07.2019 | 22:21:38 Uhr
Deine Worte sollten mir wohl Hoffnung geben Und ja, ich habe gelächelt und etwas Trost verspürt.
Dann habe ich auch ein wenig geweint.

Denn selbst wenn ich je in der Lage sein sollte, meine Gewissheit zu finden, dürfte ich nicht an dem Ort suchen, an den ich gebunden bin. Die Qual hat mich hier fest im Griff. Vielleicht den Umständen geschuldet, möglicherweise selbst verschuldet. Doch welcher Mensch macht keine Fehler?
Selbst mit mir im Reinen treibt mich die altbekannte Andersartigkeit von meinen Mitmenschen fort, so sie mich nicht gut kennen. Ich bin eine liebe Person. Nur ist kaum jemand bereit das heraus zufinden.

Ich danke dir für deine Worte.
Solara