Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt) für Kapitel 1:
18.05.2019 | 11:51 Uhr
zu Kapitel 1
Hey Forbidden to Fly,

ich finde es immer wieder schön, wenn selbst kleine Szenen aus Filmen mit Texten wie diesen mehr Hintergrund erfahren und damit auch die darin handelnden Figuren greifbarer werden, auch wenn sie namenlos bleiben. Die Gedankengänge von Engineer sind aus seiner Sicht nachvollziehbar, es muss ein unglaubliches Gefühl gewesen sein, nach all dem Warten, dem Beschäftigt-sein um die Moral aufrecht zu erhalten und der Ungewissheit plötzlich all die zivilen Boote dort am Horizont auftauchen zu sehen - zudem gefiel mir richtig gut, welche Symbolik du diesem aus Autowracks gebauten Pier beigemessen hast, gerade die Hoffnung ist in so einer Situation so unglaublich wichtig und wohl die einzige Triebfeder die man (noch) hat, auch wenn der Pier gerade für die Ankunft der kleinen wendigen Boote gar nicht mehr gebraucht wird. Es ist trotzdem wichtig, dass er da ist. Engineers Haltung, als einer der Letzten die Mole zu verlassen, ist wahrlich ehrenhaft, und doch liegt da ein gewisser Pragmatismus darin, wenn er sich denkt: "Wenn der Krieg schon Monster aus ihnen machte, dann war es eine Frage der Ehre, sich in Situationen wie diesen wie ein Gentleman zu verhalten..." da hat er wohl Recht, ich hoffe nur, dass er es am Ende auch irgendwie geschafft hat. Dieser letzte Wortwechsel zwischen Engineer und Harlow (ich weiß nicht, du schaffst es immer wieder mit so wenigen Worten jeden Nebencharakter interessant und sympathisch zu machen) hat mich dann sehr an den letzten Wortwechsel von Commander Bolton und Captain Winnant erinnert, und so zieht sich diese Haltung doch durch jede Ebene, durch jede Rangfolge, und das fand ich irgendwie gut ... so gibt es immer jene, die zurückbleiben bis alles getan ist und jene die ihnen so lange wie möglich zur Seite standen, aber dann doch ein bisschen eher gehen müssen ... ich hoffe also, dass sowohl Bolton als auch Engineer letztendlich die Mole verlassen konnten, aufrichtig. Ich würde es ihnen so wünschen - aber für die Ehre ist in den meisten Kriegen eigentlich kaum noch Platz.

Vielen Dank für diesen wieder wunderbaren und zum Nachdenken anregenden Text.
16.05.2019 | 19:36 Uhr
zu Kapitel 1
Hei,
mir hat dieses Drabble sehr gut gefallen und ich hatte beim Lesen die Szene im Film vor Augen. Es war schon ergreifend und man hat mit gefiebert. Du beschreibst die Szeneri wundervoll. Man denkt immer, dass man mittendrin ist.

Ich hätte gerne gewusst, ob Commander Bolton es am Ende noch geschafft hat.

Ich mag deine Texte zu Dunkirk wirklich gerne.

LG
Rosalie