Autor: Tongari
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
10.07.2019 | 19:20 Uhr
zu Kapitel 1
Hallo!

Ich habe vor kurzem deine Fanfiktion entdeckt und war gleich beim ersten Kapitel sehr angetan! Die Grundidee, sich mit den Ereignissen der Zukunft unserer Helden zu beschäftigen, ist zwar jetzt nicht sooo neu, was allerdings nicht heißt, dass sie schlecht wäre oder dergleichen. Persönlich mag ich es, wenn durchaus nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist und weiterhin Konflikte auftreten, die es zu lösen gilt. Nun, diesen Ansatz verfolgst du ebenfalls, weshalb ich einfach hineinschnuppern musste ^^
Zudem fand ich es ein wenig schade, dass du bislang gar keine Rückmeldung erhalten hast, weshalb ich mich mal daran versuche. Zunächst nur am ersten Kapitel, weil ich gerade nicht viel Zeit habe und deine Kapitel relativ lang sind (was mir gut gefällt), aber bestimmt schneie ich nochmal vorbei ;)

Die kurze Rückblende war gut geschrieben, damit man noch mal einen Überblick bekam, was denn genau alles passiert war (und wer wahrscheinlich in der Fanfiktion den Löwenanteil an Handlung übernehmen wird ^^). Zu Eds und Winrys Kindern… ja, es ist offiziell Canon, dass die beiden jung geheiratet und Kinder bekommen haben, aber bei den Namen gruselt es mich immer ein wenig. Nicht, dass sie per se schlecht wären, nur, ich weiß nicht, das hat so etwas von „Harry Potter“, wenn die Kinder immer nach Verstorbenen benannt werden, wenngleich ich es in diesem Fall durchaus nachvollziehen kann. Andererseits, woher kommt dann das Aiden? Konnte Ed noch nicht über seinen Schatten springen und seinen Sohn nach seinem Vater benennen ;D Na ja, sei es drum, Aiden und Sara sind schon in Ordnung. Ist sowieso nur meine bescheidenen Meinung, von daher, Schwamm drüber ^^

Oh, Eds Reise beginnt ja richtig gut für ihn – und sehr unterhaltsam für den Leser. Dass er sich immer noch Wertgegenstände stibitzen lässt wundert mich schon etwas, ich hätte gehofft, nach Paninyas Diebstahl wäre er dahingehend etwas umsichtiger geworden ^^ Aber so ist unser lieber Edward nun einmal, ein wenig verpeilt und stets auf die Zukunft fokussiert und weniger auf das Hier und Jetzt.
Ganz toll fand ich es, dass du Julia und die Abenteuer der Elricbrüder mit erwähnst! „Sacred Star of Milos“ war zwar jetzt nicht unbedingt ein Film, den ich von Herzen liebe, aber Julia war ein netter neuer Charakter, und ich wünschte, sie würde mehr Beachtung im Fandom finden. Wer weiß, vielleicht lässt du sie noch einmal richtig auftreten? Mir gefiele dies jedenfalls sehr.
Ebenfalls ein dickes Lob bekommst du von mir, dass du Edward die Situation der Leute aus Creta (Creteaner? Cretenesen? Createn?) mit der der Ishbarier vergleichen lässt und dass er nicht vergessen hat, wie verzweifelt dieses arme Volk war.

Urrgh, Eds Ausflug durch das steinige Gelände ist wirklich kein Zuckerschlecken. Selbstverständlich hat er bereits wesentlich schlimmeres durchmachen müssen (ich erinnere nur an seinen Ausflug in Gluttonys Bauch), aber das ist ebenfalls nicht schön zu lesen. Und dann kommt er auch noch in Zeitnot bezüglich dem Geburtstag seiner Tochter! Irgendwie habe ich das Gefühl, viele Fanfiktionautoren ließen Ed liebend gern zu spät zu den Geburtstagen seiner Kinder kommen, jedenfalls ist das nicht das erste Mal, dass ich diesen Handlungsstrang lese. Aber das ist keine Kritik an deiner Geschichte, sondern lediglich eine amüsante Beobachtung ^^

Oh wei, oh wei, Ed bekommt aber schnell gehörig größere Probleme als seine Odyssee. Ein großes, feindliches Soldatenheer, unentdeckt und unmittelbar an der Grenze zu Amestris… das riecht wirklich nach Ärger. Mensch, kann Amestris nicht einmal in Frieden leben? Dieses Land scheint Konflikte geradezu anzuziehen :(

Bei der einen Szene, als Ed sich einen Plan ausdenkt, musste ich lauthals auflachen. Edward Elric, der Fullmetal Alchemist, Retter von Amestris und bekennender Feind der Milchindustrie, wünscht sich „er wäre etwas kleiner“? Dein Ernst, Ed? XD Da kriegt er jahrelang Tobsuchtsanfälle, wenn ihn jemand als klein tituliert, und nun, wenn er etwas in die Höhe geschossen ist, ist das auch wieder nicht recht?! Zu witzig ;D

Ach, Ed… selbst als Erwachsener immer noch in den ungelegensten Momenten ein vollkommener Tollpatsch… war ja klar, dass er den Marschbefehl nicht in die Finger kriegt, ohne aufzufliegen. Nur wie! Bildlich vorgestellt war das eine 1A-Slapstickeinlage ^^
Tja, nur leider geht es nicht so witzig weiter… hoffentlich ist sein Automail nicht allzu arg beschädigt, sonst dreht Winry ihrem Göttergatten eher den Hals um, als jede Kugel der Soldaten aus Creta fliegen könnte :(
Die nachfolgenden Sequenzen waren wirklich nervenaufreibend! Und so leid es mir auch tut, aber es war abzusehen, dass Ed die Konfrontation mit den Soldaten wohl kaum unbeschadet überstehen würde. Was hätten sie davon, einen feindlichen Zeugen einfach so gehen zu lassen?
Nichtsdestotrotz war ich wirklich erschrocken, als Edward angeschossen wurde :O Und dann auch noch so oft! Himmel noch eins, hoffentlich übersteht er das… (ich schätze mal schon, du wirst ja wohl kaum den Hauptcharakter gleich im ersten Kapitel sterben lassen… oder? Oder?!)

Das Ende des ersten Kapitels jedenfalls… da hast du Edward wirklich in eine ungünstige Lage manövriert. Und Amestris gleich dazu! Da bin ich mal gespannt, wie es weitergeht, ob du unseren liebsten stählernen Zwerg wirklich schon das Zeitliche segnen lässt oder ob er noch eine zweite Chance erhält…

Nun war es das auch schon von mir. Ich kann dir wirklich nur ein Lob aussprechen für das, was ich bislang gelesen habe, sowohl inhaltlich als auch sprachlich war alles sehr überzeugend. Das Einzige, das mich ein wenig störte war die Verwendung des Apostrophen im Genitiv. Momentan schreibst du z.B. so: „Winry‘s Apfelkuchen, Ed‘s Automail“ etc., aber den Apostroph kannst du getrost im Deutschen weglassen. Das war auch schon der einzige Kritikpunkt von mir ^^
Jedenfalls wünsche ich dir noch einen schönen Tag!

Man liest sich!

OfficerSnickers