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Autor: Askaja
Reviews 1 bis 25 (von 46 insgesamt):
05.05.2021 | 13:07 Uhr
Hi Askaja,

das ist mal wieder ein tolles und stimmiges Zitat mit dem du in das Kapitel einsteigst. Ich weiß gar nicht, ob ich es schon mal gesagt habe, aber diese Sachen mit den Zitaten gefällt mir echt gut.

Und das Kapitel selbst habe ich auch wieder sehr genossen. Nach viel Handlung im letzten Kapitel, ging der Blick nun wieder mehr nach innen, eine gelungene Mischung. Maxime ist mir noch sympathischer geworden, als er es ohnehin schon war. Was mir ebenfalls gut gefallen hat, ist wie gut es dir gelingt, immer wieder ganz, ganz menschliches Verhalten reinzubringen. Diese Momente in denen Maxime irgendwas sagt, was er eigentlich gar nicht sagen will, einfach weil ihm nichts besseres einfällt. So wie es einem selbst ja auch immer mal wieder geht, weil das Leben einem nicht immer die Chance und Zeit lässt sich genau zu überlegen, was man so von sich gibt. Und sein Eingeständnis, dass er mit einer motzenden Vicky besser umgehen kann, als mit einer weinenden. Das sind so Aspekte, die die Charaktere für mich echt authentisch machen.

Ich ziehe ein weiteres mal voller Bewunderung und Lesefreude den Hut vor deiner Schreibe und bin gespannt, wie es mit den beiden weiter geht. Wann auch immer es soweit ist. Du weißt ja, du wirst mich hier nicht mehr los.

Liebe Grüße Luzie
27.04.2021 | 14:16 Uhr
Irgendwie sorgt das Schicksal - oder die Autorin ;-) - immer wieder dafür das sich die beiden über'n Weg laufen; oder es liegt einfach daran das es ein Dorf ist. Wobei Du, sowohl im Laden als auch in der Dorfpinte, die ländliche Stimmung und Dorfatmosphäre gut einfängst.
Nach der ganzen Action fährst nun wieder 'nen Gang runter und widmest der der Charakterentwicklung und der Familiengeschichte. Liest sich trotzdem sehr gut, bleibst Deinem Stil treu. Okay, ein bißchen Action gibt's am Ende doch, wobei dich das gerechtfertigt finde das der augenscheinlich nicht unbedingt charakterstarke Dorfschönling eins auf die Moppe kriegt.
Gut das Herr Rückert bei der der Farbwahl für die Rose nicht noch eine Anspielung auf Woodstock, Snoopys besten Kumpel, macht; hätt' mich aber nicht gewundert.
Aber was möchtest Du mit dem napoleonischen Eingangszitat eigentlich aussagen? ;-)

Der letzte Satz bringt es natürlich auf den Punkt ... ;-)

Ritterliche Grüße
Yvain

PS: Ich hab schon bis Kap. 16 gelesen, also bis dahin kannst nicht zuviel verraten - außer für andere Leser. ;-)
21.04.2021 | 22:42 Uhr
Hallo meine liebe Askaja!

Ich habe zwar schon vor einer kleinen Weile das neueste Kapitel deiner grandiosen Geschichte hier gelesen, wollte dir aber hier trotzdem endlich mal wieder meine Gedanken mitteilen!

Ach, was soll ich sagen- es ist amtlich, ich liebe diese Geschichte einfach nur!
Wahnsinn, wie du es mal wieder geschafft hast, dem Leser die unnachahmliche Gedankenwelt von Maxime inklusive seiner inneren Monologe wieder einmal gekonnt näher zu bringen, ich ziehe einmal mehr meinen Hut vor deinem Schreibtalent!

Da waren so viele wieder wunderbare, absurd-zynische Vergleiche, die einmal mehr eines Oliver Kalkove und/oder eines Peter Rütten würdig gewesen sind, herrlich!

Am besten hat mir die russische Lenkrakete auf dem Flugzeugträger des emotionalen Schiffchenversenkens gefallen, der absolute Hammer! Ehrlich, du solltest wirklich bei Kalki und Rütten als Texterin arbeiten, du stehst diesen zwei Meistern der gekonnten Wort- Akrobaten und Worterfindern in absolut nichts nach, es ist einfach eine Freude, jedes neue Kapitel dieser genialen Geschichte zu lesen, und das trotz der unheimlich schweren Thematik, wenn man mal ehrlich ist!

Aber du schaffst es immer wieder aufs Neue, dass Furchtbare ironisch zu brechen, sobald es fast schon unerträglich ist, die Situationskomik ist so grotesk und dabei doch gleichzeitig so gekonnt, dass es niemals out of place wirkt- selbst als der arme Maxime in der wirklich unangebrachtesten Situation ever einen Ständer kriegt, schaffst du es noch, durch seine inneren Monolge/Gedankenwelten, dass ich als Leserin beinahe laut auflachen musste.
Und es spricht so sehr für seine Menschlichkeit, dass er eben nicht das größte Arschloch aller Zeiten ist, dass da in der Zombie-Apokalypse umherwandert- diesen Rang haben ihn die Bikerwichser schon lange und um unzähligste Längen längst abgelaufen!
Maxime ist gerade eben nicht ein Arschloch, weil er weiß, dass es unangebracht ist, weil er weiß, wie unangenehm es für Vicky wäre, diese deplatzierte Reaktion seines Körpers mitzukriegen- owohl der Gute ja auch echt einfach nur ein Mann ist, aber eben ein menschlicher!

Dagegen sind seine derben Macho- Sprüche und das Alpha-Männchen-Gehabe absolut nichts im Vergleich zu solchen Vergewaltiger-Dreckschweinen! Und ich hoffe, ihm wird bald einmal bewusst, dass er an sich ein wirklich guter, moralischer Mensch, ein moralischer Mann ist.

Ach, und die Szene, in der Maxime Vickys Wunde versorgt- das was schon so das erste For-Shadowing für mich auf kommende Zeiten, als er Vicky sagt, dass sie eine Kämpferin ist. Und ihre Antwort hat mich mit dieser Annahme noch weiter bestärkt: ja, sie hätte dem Dreckschwein die Nagelfeile wirklich in den Hals rammen sollen!
In diesem Falle war und wäre es ja sogar tatsächlich Notwehr gewesen!
Aber heftig, dass da nun über 20 von den Arschgeigen nun herum geistern...wirklich, die dürfen Vicky wirklich niemals wieder in die Finger kriegen!!

Und dann wieder die ruhigeren, ernsteren, tiefer gehenden Momente, als sie sich ihren Nachtplatz auserkoren haben, und Vicky ihn mit ihren fast schwarz anmutenden Augen Maxime in wilder Intensivität anblickt- Gänsehaut! Das war und ist ein so tolles Sprachbild, bitte mehr davon! Ich liebe diese zarten Bande, die schon früher im Kapitel anfingen, als Vicky unerwartet nach Maximes Hand greift und dieser ihren Druck erwidert, ja ihr sogar mit dem Daumen über den Handrücken streicht- das sind wirklich echte intime Momente, fernab von jedem Hollywood-Kitsch!

Vielen lieben Dank, dass du die Geschichte mit der Öffentlichkeit teilst, es ist wie gesagt einfach nur eine Freude, wie du diesen Spagat zwischen (menschlichem-) Horror und abgedreht schwarzer Komödie meisterst!

Ganz liebe Grüße und bleib gesund!
14.04.2021 | 13:41 Uhr
Hi Askaja,

als die Benachrichtigung zum neuen Kapitel kam, habe ich mich wieder gefreut wie Bolle. Und mich daran erinnert, dass ich zu diesem hier noch gar keinen Kommentar dagelassen habe. Das wird jetzt erstmal nachgeholt bevor ich mir den später das neuste gönne.

Die heile Welt des kleinen Weihnachtsmarktes ist für mich eine gekonnte Abwechslung zum eigentlichen Hauptstrang. Für sich genommen finde ich das Kapitel locker leicht mit all der liebevoll erzählten Normalität. Die Neckereien von Vickys Eltern, diese dörfliche Szenerie, Vickys Begegnung mit Maxime und ihr (gut nachvollziehbares) genervt sein von Vorweihnachtstrubel im Allgemeinen und vom Verkupplungsversuch ihrer Freundin im Speziellen. Wie das halt so ist.

Und dann sickert einem wieder ins Bewusstsein, dass in der Gegenwart deiner Geschichte so gut wie alles von dieser Normalität unwiederbringlich der Vergangenheit angehört. Dass Vicky wahrscheinlich sonstwas dafür geben würde, noch einmal im Laden ihrer Tante zu "Last Christmas" Kränze zu binden. Oder die Lose für die Tombola zu ziehen.

Dazu kommt noch, dass dein Erzählstil weiterhin einfach nur Spaß macht. Reinhold Messners Zehen am Nanga Parbat ... ich liebe das und die vielen anderen schrägen Sprüche und Gedanken. Und auch die kleinen Peinlichkeiten, die irgendwie untrennbar mit Vickys und Maximes gemeinsamer Vorgeschichte verbunden sind. Die Schilderung von Vickys Besäufnis nach dem Kuss mit Maxime - übrigens eine sehr geile und für mich auch sehr nachvollziehbare Reaktion. Wie sie ihn mit Berti verwechselt und dann anstarrt. Ihr Satz, der unglücklicherweise übers Mikro ging. Gefällt mir.

Und am Ende des Kapitels bin ich gleich doppelt neugierig. Zum einen darauf, wie es mit der Haupthandlung weitergeht, zum anderen aber auch auf das, was wir hoffentlich irgendwann noch zum Verlauf des Filmabends erfahren werden. So er denn stattgefunden hat ...

Zuerst war ich etwas überrascht, dass die beiden doch mehr gemeinsame Geschichte haben, als ich gedacht hätte. Das mag aber auch ein Stück weit daran liegen, dass ich vermutlich nicht mehr jedes Detail der früheren Kapitel auf dem Schirm habe. Wie auch immer, es gefällt mir auf jeden Fall und macht es für mich (wie gesagt) doppelt spannend.

Liebe Grüße Luzie

Antwort von Askaja am 23.04.2021 | 20:44 Uhr
Liebe Luzie,

vielen herzlichen Dank für dein Review. Ich habe mich total gefreut wieder von dir zu lesen. Es freut mich wirklich, dass du nach wie vor an Bord der MS Schreibschnecke bist, auch wenn diese mit mageren 5 Knoten über den Textozean schippert... ;-)
Ja, die heile Welt des "Weihnachtskapitels", da sagst du was. Stimmt schon, es ist eine Abwechslung zum Haupterzählstrang und tut gut, in eine Zeit abzutauchen, in der Dorfalltag, Lichterdeko und Weihnachtsschmuck noch das größte Problem waren, ganz zu schweigen vom Trubel dieser Jahreszeit, Sticheleien der Erzeuger und einer besten Freundin, die sich als Amor versucht. Und dann ist es genau so, wie du sagst, ein Relikt längst vergangener, verlorener Zeiten. Eine Rückblende, die in Anbetracht von Vickys derzeitiger Situation bitterer und trauriger kaum sein könnte. Genau diese Diskrepanz und Tragik wollte ich neben all den Wohlfühl und Schmunzelmomenten transportieren, denn das exisitiert eben alles nicht mehr. Und du hast recht, Vicky würde wohl alles geben, um die Zeit zurückdrehen zu können. Je länger man darüber nachdenkt, umso trauriger stimmt dieses eigentlich eher heiter-alberne Kapitel. Es freut mich dennoch, dass ich der Geschichte trotz allem eine gewisse Tiefe geben kann, nach deiner Reaktion zu urteilen.
Ach, danke für das Lob zum Erzählspiel und den schrägen Sprüchen und Gedanken, die für mich als Autor viel zum Charme der Geschichte beim Schreiben beitragen. Hah, schon der zweite Reinhold Messner-Vergleich in dieser Geschichte! Woher kommt das nur? Jedenfalls hat mich die Recherche zur Schreibweise dieses Berges zu einem Gedicht zum Thema Bergsteigen inspiriert. Ziemlich bekloppt, aber so ticken wir Autoren eben nunmal. ;-) Ohja, Peinlichkeiten und Fremdschäm-Momente sind quasi die Essenz von Vickys und Maximes Beziehung - damals und in der Gegenwart der Geschichte. Keine Sorge, davon gibt es schon im nächsten Kapitel Nachschub. Schön, dass es dir gefällt. :-)

Wie schön, dass du jetzt doppelt neugierig bist auf den Fortgang beider Handlungsstränge. Ob und wie der Filmabend stattfindet, erfahren wir dann zu einem späteren Zeitpunkt. Jetzt schweige ich wie ein Hünengrab. ;-) Ja, es gibt noch ein paar Teile von der gemeinsamen Vergangenheit, die noch nicht in der Geschichte aufgetaucht sind. D.h. die ein oder andere Rückblende habe ich noch in petto. Da die Rückblenden eher als kleine Wundertüten geplant sind, gibt es nur recht wenige Andeutungen hierzu in der Haupthandlung und die gemachten Erfahrungen schlagen sich zumeist immer erst nach dem Kapitel in den Gedanken der Figuren konkret nieder. Ich freue mich somit, wenn ich dich mit beidem etwas auf die Folter spannen kann.

Dann bedanke ich mich nochmal abschließend für dein freundliches Review und wünsche dir noch einen schönen Abend und einen guten Start ins Wochenende.

Liebe Grüße
Askaja
12.04.2021 | 15:52 Uhr
Auch wieder ein schönes (Zwischen-)Kapitel dieser sehr unterhaltsamen Geschichte. Das mit den Rückblenden finde ich ist bei solchen Gesichten ein probates Mittel welches hier den Erzählfluss nicht stört sondern den Leser mit weiteren Informationen versorgt und sich gut in das Kapitel einfügt. Die Gedankenspiele der beiden Hauptcharaktere, hier wieder Herr Rückert, finde ich auch sehr gelungen (gut das er nicht mit Nachnahmen „Dorian“ heißt), runden die Figuren ab und es macht einfach Spaß beim Lesen.
Das er sich bei der Erkundung des Hauses für das Messer statt der Pistole entscheidet ist auch klug – man ist mit einem Messer auf engen, unübersichtlichen Raum wesentlich schneller und flexibler, damit letztendlich tödlicher, als mit einer Schusswaffe. Viel gibt es da ja nicht mehr zu Plündern, aber ein Dach übern Kopf und ein Bad sind natürlich schon großer Luxus. Nach mehreren Wochen im Wald, kennt man noch vom Bund und nennt sich Biwak, riecht man förmlich jeden der aus der Zivilisation kommt meilenweit vorher gegen den Wind... die riechen nach Seife und Aftershave. Okay, umgekehrt reichen die einen auch, daher ist eine Körperreinigung mit drei Buchstaben bestimmt nicht verkehrt.
Sehr taktvoll jedenfalls das er hier nicht die Wahrheit erzählt und das ganze Grauen für sich behält. Wenn man denkt es kann nicht beschissener werden kommt ein Tag wie dieser ... oder wie man beim Militär sagt: SNAFU (Situation Normal, All Fucked Up – Lage normal, alles im Arsch). Ist schon echt heftig und das lässt einen auch nicht kalt was man da im Bauernhaus vorgefunden hat.
Ist jetzt nur die Frage, kann Frau Schönewald auch kochen, oder wird sie dem armen Lamm endgültig des Rest geben? Der Plan B, die Dose Litschis, ist da auch nicht gerade unbedingt ein Quell großer Hoffnung. Und wie der „romantische Abend“ weitergeht steht auch noch in den Sternen – wer weiß ob noch ungebetener Besuch vorbeikommt und anstelle das Lamm zu essen die beiden selbst als Hauptgericht des Abends ändern?

Antwort von Askaja am 23.04.2021 | 20:25 Uhr
Lieber Yvain,

herzlichen Dank auch für dieses Review und generell für dein anhaltendes Feedback! Schön, dass ich dich bis hierhin gut unterhalten konnte - das ist ja das Hauptanliegen bei dieser Geschichte. Ja, ab und an dürfen es auch mal Rückblenden innerhalb eines Kapitels sein. Freut mich, wenn diese den Erzählfluss nicht stört und das Verständnis für die Figuren fördert. Auch schön, dass du weiterhin gerne in die Köpfe von Vicky und in diesem Kapitel von Maxime schaust. Geht mir auch so und ich habe viel Spaß mit den beiden, leide aber genau so sehr mit ihnen mit, wenn die Zombieapokalypse gerade wieder ihre besonders hässliche Fratze zeigt.
Ohja, Messer statt Schusswaffe fand ich in diesem Szenario auch die bessere Alternative. Schön, dass du da als versierter Leser mit mir (und Maxime) einer Meinung bist. Zumal Schüsse ja zusätzlich Krach machen und auf Geräusche reagieren die Zombies ja bekanntlich ganz besonders. Stimmt, sonderlich viel zu Plündern gibt es im Aussiedlerhof nicht, aber wie du schon richtig sagst, so ein Dach überm Kopf und die Aussicht auf ein gewisses Maß an Körperhygiene fühlen sich in der Situation wie ein Sechser im Lotto an.
Ich musste bei deiner Biwak-Anekdote gerade so schmunzeln. In meinem alten Büro sind Montagmorgens oft die Jungs und Mädels vom Bund zum Biwak im Wald langmarschiert. Alle noch fit und schick und hochmotiviert. Freitagnachmittags kamen sie dann zurückgewatschelt. Verdreckt und komplett zerstört. Ich gestehe, sie taten mir jeden Montag aufs Neue leid.^^ So ein Bad kann nach dann wahre Wunder bewirken und genauso geht es unserem Duo infernale eben auch.
Ja, sehr ritterlich von Maxime, dass er die widerlichen Details seiner Begleiterin nicht direkt auf die Nase bindet. Er kann eben doch rücksichtsvoll sein. SNAFU trifft es perfekt, wobei du ja mittlerweile weißt, dass ich da noch einiges drauf packen werde und das nur die Spitze des Eisberges ist (der verdächtig nach Kacke riecht, um Herrn Rückert zu zitieren^^).
Wie der "romantische" Abend inklusive Lamm und Litschis weitergeht, erfährst du ja im übernächsten Kapitel. Sagen wir es mal so, Vicky überrascht nicht unbedingt mit Sternekoch-Qualitäten dafür mit einer ungeahnten Passion für exotische Früchte. ;-) Zum Thema "Ungebetener Besuch" sage ich jetzt besser nichts an der Stelle. Es gibt jedenfalls mehrere Gründe, warum das Kapitel sich "Wolfsland" nennt.

Herzlichen Dank noch einmal abschließend für dein Feedback.

Hab einen schönen Abend und starte gut ins Wochenende, viele liebe Grüße
Askaja
11.04.2021 | 21:21 Uhr
Wuhu, wieder ein Kapitel! Ich freu mich! Und dann auch noch ein so ruhiges. Sowohl was Action als auch Vicki angeht. Ich meine, es ist generell ein eher schlechtes Zeichen, dass sie keine Kraft mehr dazu hat, aber trotzdem. Irgendwie tat die Ruhe gut. Und wieso wundert es mich nicht, dass Maxime sich anscheinend in Vicki verliebt hat? War ja schon vor der Apokalypse angekündigt und jetzt ist es sozusagen offiziell :) und ja, irgendwie freut mich das. Für beide. Denn ich hab das Gefühl, sie brauchen sich nicht nur gegenseitig, sie ergänzen sich auch ziemlich gut.
Nur eine Frage hab ich noch: was ist damals passiert, dass Maxime so verschlossen ist? Muss ja was großes gewesen sein...

Antwort von Askaja am 18.04.2021 | 13:07 Uhr
Liebe Yamasha,

vielen lieben Dank für dein Review! Schön, dass du weiterhin mit an Bord bist und Spaß mit Vicky und Maxime hast. Stimmt, dieses Kapitel war vergleichsweise ruhig - und Vicky ebenfalls. Das erschien mir in Anbetracht dessen, was alles passiert ist, aber nur angemessen, sowohl für die Handlung als auch für Frau Schönewald.
Ja, der gute Maxime wird sich langsam bewusst, dass da eben doch mehr ist als rein körperliche Anziehung. Als Leser hat man die Vibes ja schon in den Rückblenden gespürt, hoffe ich zumindest, und Vickys Freundin Corinna spricht wohl stellvertretend für alle mit ihren sehr ehrlichen Beobachtungen. ;-) Aber auf seine verquerte Art fällt Maxime diese Erkenntnis trotzdem ziemlich schwer und so richtig will er das Kind dann doch wieder nicht beim Namen nennen, nicht mal insgeheim in seinen Gedanken. Trotzdem, du hast den Guten schon richtig durchschaut.
Ja, die beiden brauchen sich gegenseitig, aber sie ergänzen sich eben auch echt gut. Das ist mir wirklich wichtig, denn ich möchte nicht, dass sich die Gefühle (gerade bei Vicky) aus einer Abhängigkeit heraus entwicklen. Schön, dass dir die beiden zusammen gefallen. Ich meine, hey, das hier nennt sich ja immerhin "Romance", da wäre es echt kontraproduktiv, wenn die beiden als Paar überhaupt nicht funktionieren würden und ich hätte meinen Job als Autorin echt schlecht gemacht. Gegensätze ziehen sich an, aber so gegensätzlich sind die beiden ja auch wieder nicht. Es braucht eben nur eine Zombieapokalypse, damit die zwei das auch merken. *lach*

Zu deiner abschließenden Frage: Das muss ich noch ein bisschen um Geduld bitten. Im Text gab es schon ein paar Anspielungen und ich kann dir in sofern bestätigen, dass es ein ziemlich heftiges Erlebnis in Maximes Vergangenheit gab. Was genau, das musst du dann aber im Laufe der Handlung zusammen mit Vicky herausf finden. Die ist nämlich ebenfalls ziemlich ahnungslos...

Zum Schluss nochmal ein liebes Dankeschön für dein Review und für's Dranbleiben, auch wenn man bei mir leider manchmal etwas länger auf neue Kapitel warten muss. Ich hoffe, die Geduld lohnt sich. Zumindest schreibe ich schon am nächsten Kapitel und hoffe, ich kann dieses mal etwas zeitiger hier posten.

Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag
Askaja
11.04.2021 | 21:20 Uhr
Guten Abend Askaja

Heute Abend ein Update bei Horridoh zu entdecken war das sonntagabendliche Highlight für mich. Seit Februar habe ich mich auf das neue Kapitel gefreut und regelmäßig Ausschau danach gehalten. Ich schätze es sehr, dass du noch dazu gleich ein 5k-Kapitel lieferst. Falls dich das interessiert, meine Lesezeit betrug etwa eine Halbestunde. Das weiß ich nur, weil ich um 20:30 Uhr alles stehen und liegen gelassen habe, um zu lesen. Obwohl, das stimmt so nicht ganz, ich hab zuerst Tee gemacht und mich aufs Sofa gepflanzt.

Wie immer habe ich die Lektüre sehr genossen, vielen lieben Dank für das Kapitel. Sehr gerne bin ich Maxime über die Zeilen gefolgt. Mein Lieblingsbegriff aus diesem Text ist vermutlich l’eau de Dachs, wobei der Niveaulimbo diesen Ausdruck auch verdient hätte. Herzlich gelacht habe ich wegen der Christbaumkugeln. Ehrlich, ich fragte mich auch, was mit Maxime falsch lief. Die Situation ist maximal unangebracht für einen Ständer. Tatsächlich fehlte mir die Szene, wo er sich in die Hose greift, um sein Problem in eine unauffällige Position zudrücken. Ich kann dir nicht sagen, wieso, aber ich hätte darauf gewettet, dass so eine Zeile folgen wird. Das war auf jeden Fall großes Kino, mit ein bisschen Mitleid, aber auch ein bisschen Fremdscham für Maximes Non-Kontrolle über seine Gelüste. Natürlich macht dieser Frechdachs das wieder wett, indem er sich selbst ordentlich dafür schalt und beschimpft, er ist so ein liebenswürdiger Mann.
Ich bin nicht sicher, ob ich das schon einmal geschrieben habe, gedacht habe ich es jedenfalls schon zuvor: Ich möchte hervorheben, dass ich eine sehr angenehme und geschickte Wendung finde, dass trotz Zombieapokalypse die Menschen in den letzten hier der eigentliche Abschaum ausmachen. Eine ganz persönliche Freude ist für mich dabei, dass es noch dazu eine Biker-Gang ist. Ich habe eine starke Aversion gegen Motorräder und die Motorradclub-Kultur, ohne wahrlich legitimen Grund dazu zu haben. Das hat sich bei mir einfach auf Reisen so entwickelt.
Mein Herz blutete ein bisschen, als Vicky nach Maximes Hand griff und er sie ablehnte. Aber auch das wusste Maxime wieder wettzumachen.
Ich freue mich auf jeden Fall auf den weiteren Verlauf! Es gibt viele offene Fragen und ich bin sehr, sehr gespannt, was du noch so alles in petto hast.

Hab einen schönen Abend!
Alles Liebe,
ooL

Antwort von Askaja am 18.04.2021 | 12:55 Uhr
Liebe ooL,

vielen herzlichen Dank für dein neues Review! Ich freue mich so sehr, dass du immer noch mit an Bord bist und das mit so viel Begeisterung, wie ich deinen anfänglichen Ausführungen entnehmen kann! Ja, ich muss gestehen, ihr musstet echt lange auf das nächste Kapitel warten. Ich habe ewig mit den ersten beiden Seiten gekämpft und bin und bin einfach nicht vorangekommen. Dafür gab es dann aber 5.000 + zu lesen, immerhin. :-) Das mit der Lesezeit ist interessant. Danke für dien Info. Ich habe eine Vorleseapp auf meinem Smartphone und lasse mir meine Texte häufig zwischendrin und in der letzten Korrekturphase vorlesen. Da merkt man dann oft, wo es sprachlich noch hakt und daher weiß ich auch, wie lang die Vorlesezeit (stilles Lesen geht ja schneller) ungefähr ist.
Alles stehen und liegen gelassen? Oh Mann, was ein Kompliment direkt zum Einstieg. Die Vorstellung, dass da draußen echt ein paar Leser so auf die Fortsetzung meines Geschreibsels warten, oh Mann, die macht mich sowas von happy! Genau deshalb veröffentliche ich hier. Ich finde das einfach nur toll, wenn ich machen Leuten mit meinen Texten so eine Freude machen kann, sie ein paar entspannte Stunden mit meinen Figuren verbringen können. Das Schreiben selbst macht zwar echt viel Spaß und ist an sich schon selbstbelohnen, aber wenn man dann noch erfährt, dass die eigenen Texte gelesen und geschätzt werden. Okay, du versüßt mir gerade echt den Sonntag mit dieser kleinen Bermerkung. Merci! :-)
Haha, l'eau de Dachs und Niveaulimo? Ich hab keine Ahnung, woher diese Anspielungen kommen, ehrlich.^^ Freut mich, wenn du dem guten Maxime gerne wieder in seine schräge und dennoch menschliche Gedankenwelt gefolgt bist. Die Christbaumkugeln^^ Du hast recht, mit dem Guten läuft so einiges schief. Das sympathisch an Maxime ist jedoch, dass er es selbst merkt und sogleich mit Selbstkasteiung vom Feinsten losgeht. Beim Schreiben dachte ich mir zwischendrin: "Oh Mann, das geht echt gar nicht. Junge, was stimmt mit dir denn bitte nicht?" Aber gleichzeitig hab ich mich einmal mehr auf Kosten beider Figuren ganz köstlich amüsiert und irgendwie gehört diese Mixtur aus Fremdscham und Schadenfreude und Mitlied zu dieser Geschichte dazu, also dachte ich mir: Feuer frei! *lach* Stimmt, die Szene mit dem Umbetten hätte ich auch noch bringen können. Herrlich, dass du es sogar schon erwartet hast! Ihr traut mir langsam auch echt alles zu, oder?
Frechdachs ist eine süße Bezeichnung für Maxime, und irgendwie passend. Und ja, trotz kruder Wortwahl, sexueller Überstimulation und schroffem Betragen: Herr Rückert ist ein lieber Kerl, auch wenn er sich die größe Mühe gibt, wie das genaue Gegenteil zu wirken, vor allem der Prä-Zombieapokalypsen-Maxime. Wie schön, dass du ihm deshalb so manche menschliche Aussetzer eben doch verzeihen kannst.

Ach, ich freu mich total, dass dir die Wendung bzgl. Bedrohungsszenario gefällt. Ich brauche die ganze Zombiegeschichte ja vor allem für mein Survival-Setting und für mich stand beim Ploten direkt fest, dass die wahren Monster, mit denen Vicky und Maxime es zu tun bekommen, eben nicht die wandelnden Leichen sind. Schön, dass dir diese Entwicklung zusagt. Ich habe persönlich auch ein Problem mit der Rocker- bzw. Biker-Szene, wobei ich selbst Motorräder total mag (allerdings eher die sportliche Variante, mit Harley und Co. kann ich nix anfangen). Kennst du zufällig die Serie "Sons of Anarchy"? Du würdest sie hassen^^, aber dort wird mit so einigen Biker-Klischees bzw. der Romantisierung dieser ordentlich aufgeräumt. Ich kann z.B. mit diesen ganzen erotischen Biker-Romanen auch überhaupt nix anfangen, zumal die meisten Mäner dort übergriffige Dreckskerle sind, die den Leserinnen dann als Bad Boys schmackhaft gemacht werden sollen. *würg* Ich bin ja immer der Meinung, wenn schon Bad Boys, dann eben richtige. Ich denke, der Einstand der Biker hat klar gemacht, dass die eher nicht von der weichgespülten Sorte sind.

Zur Szene mit dem Händchenhalten: Einerseits lehnt Maxime diese intime Geste ab, da hast du recht. Und mir hat dabei auch ein wenig das Autorenherz geblutet, ich versteh dich total. Andererseits ist ja die Frage, wie er Vickys Hand ablehnt. Für mich hatte das zum einen eher praktische Gründe, denn händchenhaltend durchs Zombiegebiet laufen, erscheint mir keine gute Idee zu sein. Aber so ein bisschen hast du mich auch durchschaut, liebe ooL, denn durch solche Gesten möchte ich andererseits auch die Diskrepanz zwischen Maximes Innenleben und seinem Verhalten deutlich machen. Er ist derjenige, der den Händedruck sofort erwidert, sogar durch eine zärtliche Berührung verstärkt und sich dann bewusst wird, was er da eigentlich treibt. Maxime ist ein laufender, sprechender Widerspruch. Der Prä-Zombieapokalypsen-Maxime konnte seine selbstauferlegte Rolle ja noch perfekt durchziehen, aber in der extrem Situation zerbricht seine Maske aus Coolness und Arschigkeit immer mehr, aber so ganz kann er dann doch wieder nicht aus seinen alten Verhaltensmustern ausbrechen. Ich freue mich jedenfalls, wenn solche winzigen Momente meine Leser innehalten lassen.
Klar macht unser Frechdachs das zu einem späteren Zeitpunkt wieder wett. Seine Ablehung liegt ja auch weniger an Vicky, sondern viel eher daran, dass der Kerl sich vor allem selbst im Weg steht. Und wenn es hart auf hart kommt, kann Herr Rückert sehr einfühlsam sein.

Abschließend noch einmal vielen herzlichen Dank für dein Feedback. Ich freu mich total, dass ich dich mit dieser Geschichte so abholen konnte und hoffe, die weitere Handlung kann dich ebenfalls überzeugen. Ein paar ordentliche Überraschungen habe ich definitiv noch auf Lager... ;-)

Viele liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag
Askaja
05.04.2021 | 15:44 Uhr
Auch wieder sehr interessant und spannend zu lesen dieses Kapitel. Auch erfährt man durch die Rückblende wieder einiges über die Protagonistin, und woher ihre Alpträume kamen. Es ist leider so das in schlechten Zeiten und in Notlagen die Arschlöcher oft am besten zurechtkommen während die, welche nicht nur an sich selbst denken und anderen helfen mit die ersten sind die vor die Hunde gehen. Würde mal fast vermuten das man von dem Quintett im Laufe der Geschichte noch hören wird, in welcher Form auch immer. Da kann Frau Schönewald sich glücklich schätzen das ihr Begleiter zuweilen schwer zu ertragen ist, aber im Grunde genommen vielleicht kein schlechter Mensch ist, denn schließlich hat er sich diesen auch nicht immer gerade einfachen Klotz ans Bein gebunden. Aber auch in diesem Kapitel ist der "coolste" von allen wieder Aramis ... weil er so ist wie er ist, ein Hund (zum Knuddeln). Meine Großtante sagte immer „Wer Tiere gut behandelt ist auch gut zu Menschen, daran kann man viel erkennen.“ Finde, sie hatte nicht ganz unrecht, was in diesem Fall auch wieder ein Pluspunkt für Herrn Rückert wäre. BTW, hattest Du eigentlich einen Hintergedanken dabei das der Jäger Rückert ausgerechnet auf eine Frau SchöneWALD trifft? Das Hin und Her sowohl zwischen den deiden als auch im Innern von jeden selbst beschreibst Du sehr gut, macht wahnsinnig Spaß zu lesen, auch wenn ich sonst eher weniger solche Geschichten lese. Mal gucken ob die beiden im Bauernhaus ein wenig Ruhe und Frieden finden, ein hohes Gut in solchen extremen Zeiten.

Antwort von Askaja am 16.04.2021 | 13:14 Uhr
Horridoh und Hallo, lieber Yvain,

und weiter geht's mit der Beantwortung deiner freundlichen wie interessanten Reviews. Vielen herzlichen Dank auch für dieses und generell für dein anhaltendes Interesse. Ich freue mich über jeden Leser, der mit an Bord ist, schließlich sind Geschichte dazu da, um gelesen zu werden.
Du hast recht, schlechte Zeiten fördern eben oft auch die schlechtesten Seiten in uns Menschen zutage. Ich hoffe, ich spoilere nicht zuviel, wenn ich anmerkte, dass diese Feststellung auch im weiteren Verlauf der Handlung mehr als zutreffen wird. Ob man von dem Quintett noch etwas hört, wird sich zeigen, aber auch so kann ich dir versichern, dass Vicky und Maxime noch auf so einige Probleme stoßen werden. Dito, Vicky kann sich glücklich schätzen, dass ihr Begleiter vielleicht nicht gerade ein Charmebolzen ist, aber tief drin eben doch ein total anständiger Kerl und ich stimme dir ebenfalls zu, dass die gute Frau Schönewald es dem lieben Maxime auch nicht immer einfach macht, denn seien wir mal ehrlich, ohne sie wäre er bedeutend besser dran bzw. manches wäre sicherlich weniger umständlich. Andererseits hat es auch seine Vorteile, sich nicht ganz alleine durchschlagen zu müssen, selbst wenn man es mit einem eher nervigen, unselbständigen Anhängsel zu tun hat. Alleine der psychologische Effekt ist nicht zu unterschätzen, denn egal ob Eigenbbrötler oder nicht, ein bisschen menschliche Gesellschaft tut jedem gut.
Aramis hat tatsächlich ein gutes Gespür für die Stimmung bei den Zweibeinern und er löst etwaige Konflikte dann auf charmante Hundeart. Deiner Großtante stimme ich im Übrigen ebenfalls zu. Man lernt viel über den Charakter und die Absichten eines Menschen, wenn man sich dessen Umgang mit Mitgeschöpfen ansieht. Das gilt auch für Herr Rückert.

Schön, dass dir das Waldmotiv in dieser Geschichte aufgefallen ist. Es ist tatsächlich pure Absicht, dass ein Jäger auf eine Frau Schönewald trifft und die beiden Heimatkäffer der beiden obendrein "Hölzbach" und "Dorf im Wald" heißen. Für beide Dörfer gibt es Inspirationen in der realen Welt, sowohl hinsichtlich Namensgebung als auch ländlichem Flair. Bei dieser Geschichte spiele ich gerne mit etwas Lokalkolorit, gehört zum Stil dazu.
Ach, ich freue mich so sehr, dass du dem Hin und Her zwischen unseren beiden Streithähnen etwas abgewinnen kannst, gerade weil du eben sonst solche Geschichten eher weniger liest. Letztlich firmiert das Ganze halt doch unter Romanze, auch wenn das Setting etwas ungewöhnlicher ist. "Horridoh" ist in vielerlei Hinsicht ein Balanceakt für mich, aber das macht beim Schreiben einen großen Reiz aus und ich hoffe, dass es euch Lesern bei der Lektüre genauso geht. :-)

Oh ja, das Bauernhaus bzw. der Aussiedlerhof...ich bin sehr gespannt, was du dazu sagst, was sich dort noch abspielen wird. Du bist ja schon ein paar Kapitel weiter, aber ich bin echt neugierig, wie die weiteren Entwicklungen so bei dir ankommen.

Ich danke dir noch einmal von Herzen für's Dranbleiben und dein anhaltendes Feedback. Das ist keine Selbstverständlichkeit und ich weiß es echt zu schätzen, wenn sich Leser die Mühe machen, mir ein Review dazulassen, um mir ihre Gedanken mitzuteilen.

Viele liebe Grüße und bleib gesund und munter
Askaja
29.03.2021 | 16:28 Uhr
Salve Askaja,

auch in diesem Kapitel schaffst Du es wieder Spannung zu erzeugen, und am Ende wieder ein kleiner Cliffhänger. Man spürt jedoch immer die roten Fäden welche sich durch Deine Geschichte ziehen. Dazu die teilweise bildliche Sprache und tollen Vergleiche, ebenso wiederkehrende und (manchmal über drei Ecken) auf sich beziehende Elemente wie zu Beispiel Schäfchenzählen/Schaf(/evt. Wollpullover). Beide Hälften des Kapitels, also Aufwachen und Nahrungsbeschaffung wenn man so will, hast Du wieder gut geschrieben so daß man es ich bestens vorstellen kann. Was ebenfalls ins Auge springt ist das Du richtigerweise „Holster“ statt „Halfter“ verwendest, wird ja oft auch in Filmen, Hörproduktionen und Büchern falsch gemacht. Auch das mir dem Hund, Stichwort „Verräter“, find ich gut, ich kenn das und hab das schon erlebt (allerdings nicht von meinem Stubentiger). Charakterentwicklung ist ebenfalls stimmig, der Leser erfährt wieder ein paar Details über, hier vornehmlich eine, der Hauptfiguren – die andere wird wahrscheinlich in nächsten Kapitel mehr Anteile haben; denke müsste in meinen Gesichten den Figuren auch etwas mehr Tiefgang verpassen damit sich Leser besser damit identifizieren können. Vom Ganzen Aufbau der ganzen Geschichte bisher liest es sich jedenfalls gut und macht weiterhin Spaß wie sich alles (Story + Figuren) entwickelt. Übergreifende, (nicht wirklich) „nebensächliche“ Dinge wie mit den AKWs und Parasit Mensch runden die ganze Geschichte ab.
BTW, wie schwer ist es eigentlich ein jeweils passendes Zitat für den Kapitalanfang zu finden?

Ritterliche Grüße
Yvain

Antwort von Askaja am 15.04.2021 | 17:27 Uhr
Lieber Recke Yvain,

auch für dieses Review bedanke ich mich ganz herzlich (für alle weiteren, leider noch unbeantworteten natürlich ebenfalls, ich werde auf diese möglichst zeitnah eingehen). Ich freue mich ausgesprochen über deine Kommentare und Anmerkungen, gerade weil diese mich auch dazu veranlassen, noch einmal in etwas ältere Kapitel reinzulesen und diese auf den Prüfstand zu stellen. Verbessern und optimieren kann man immer und ein Manuskript ist gefühlt nie fertig, zumindest bei mir. ;-) Wenn ich die Spannungskurve weiter nach oben schrauben kann, ist das schon einmal ein sehr gutes Zeichen, vielen Dank. Ja,ja, die lieben Cliffhanger, wobei du ja noch in der günstigen Situation bist, dass du nach Belieben mit dem nächsten Kapitel weitermachen kannst. Manch andere Leser mussten da in der Vergangenheit einiges an Geduld für mich Schreibschnecke aufbringen, aber leider leider schreiben sich die Texte nie so flott wie sie sich lesen lassen, aber du kennst das ja als Autor ebenfalls zu Genüge.

Dass du die Rotenfäden erwähnst, die du innerhalb der Handlung ausmachen kannst, freut mich echt sehr. Ich muss gestehen, manche entstehen eher unbewusst (u.a. bei dem genannten Beispiel), andere z.B. die Wolfsanalogien in späteren Kapiteln sind pure Absicht. Bei Oneshots und ganz besonders Drabbels setze ich solche Stilmittel in viel größerem Umfang ganz bewusst und gezielt ein als bei solchen langen Prosawerken, aber da braucht der Text auch ein viel stärker ausgeprägtes stilitisches Gerüst.
Was bei "Horridoh" als wiederkehrendes Stilmittel genutzt wird, ist der Umstand, dass es in der Handlung immer einen konkreten Bezugspunkt zur Kapitelüberschrift und dem Eingangszitat gibt.
Weil du am Ende deines freundlichen Reviews bzgl. der passenden Zitate nachfragst: Sagen wir es mal so, ich habe mir eine passende Zitatsammlung zu verschiedenen Themen für "Horridoh" angelegt, von denen ich weiß, dass ich sie im Laufe der Handlung noch gebrauchen kann. Ab und an merke ich dann aber, dass mir für ein bestimmtes Kapitel noch ein treffendes Zitat fehlt, dann wird so lange recherchiert, bis das richtige gefunden ist. Die Zitate sollen dabei nicht nur inhaltlich passen, sondern auch dem Stil der Geschichte entsprechen und von eher ungewöhnlichen Quellen stammen. Um deine Frage kurz und knapp zu beantworten: Die Zitate zu finden ist nicht schwer, das richtige Zitat für das richtige Kapitel zu finden hingegen schon. ;-)

Danke für die lobenden Worte zu bildhafter Sprache und Vergleichen sowie anschaulicher Beschreibung, ich muss gestehen, ich habe eine diebische Freude dabei, diese abstrusen Gedankengänge aufzuschreiben und hoffe immer, dass diese sprachlichen Witze nicht nur bei mir, sondern auch meinen Lesern funktionieren und ankommen. Humor ist eben immer sehr subjektiv und ich kann mir gut vorstellen, dass viele Leser mit dieser recht speziellen Mixtur aus Derbheit, Slapstick und Fäkalsprache gar nichts anfangen können. Das ist auch völlig in Ordnung, ist aber ein Grundcharakteristikum dieser Geschichte und deshalb für den Erzählstil unverzichtbar. Für mich ist es zudem eine fast schon befreiende Art zu schreiben, da ich sonst bei meinen Freien Arbeiten, die eher in einem fantastischen Setting angesiedelt sind, eine viel komplexere, poetische Sprache einsetze. Ich finde immer, der Erzähstil muss dem Setting angepasst sein und um es mal auf den Punkt zu bringen, ich kann Hades in meinem mythologischen Roman nicht wie Maxime daherreden lassen - oder umgekehrt. ;-) Auch die poetische Erzählweise in der Tradition klassischer Sagen oder Märchen hat ihren Reiz für mich, aber zur Abwechslung tut mir persönlich der etwas flapsige Grundtenor dieser Geschichte echt gut und wenn ich dann mal einen richtigen Lauf (und vor allem Zeit) habe, sind manche Kapitelteile ratzfatz fertig. Andererseits kann ich mich mit ein paar Sätzen wirklich wochenlang rumquälen.

Bei Halfter muss ich immer an Pferde denken.^^ Solche Fachbegriffe rechercheriere ich selbstverständlich nach bestem Wissen und Gewissen, ich bin ja keine Expertin auf dem Gebiet und hoffe immer, dass ich die gröbsten Fehlerquellen und Wissenlücken umschiffen kann. Dennoch habe ich dank deiner fundierten Rückmeldung ja auch schon den ein oder anderen Punkt gefunden, an dem ich technisch nachschärfen muss. Deshalb bin ich immer total glücklich, wenn man mir solche Dinge, wie bspw. die mechanischen Auswirkungen des Rückschlages bei Handfeuerwaffen, näher erläutert. Das ist einfach nur Gold wert und macht die Geschichte viel authentischer. Die betreffende Szene muss ich dann zeitnah auch endlich mal anpassen, ich hab da schon eine Idee. :-)

Oh ja, Hunde können auch manchmal ganz schön treulose Tomaten sein. Lustig, dass dein Stubentiger hier z.B. das Klischee zu Katzen so gar nicht erfüllt. Sehr sympathisch! :-) Ich habe festgestellt, dass es bei Tieren auch soetwas wie "Liebe auf den ersten Blick" gibt, wobei das "Objekt der Begierde" dann meistens genau die Menschen sind, die so überhaupt kein Interesse zeigen. Das gilt bei Katzen glaube ich auch, aber korrigier mich gerne. Mein Hund findet z.B. genau die Menschen besonders faszinierend und toll, die ihn so richtig arrogant links liegenlassen. Besonders herzliche und überschwängliche Zwei-Beiner sind ihm hingegen zuwider. Andererseits gibt es Menschen, die sieht er zum ersten Mal in seinem Leben, die machen gar nichts besonders, und er findet sie vom Fleck weg sympathisch. Vicky ist für Aramis genau so eine Person, warum auch immer. Vielleicht ist Aramis ja ein Dog-Insert meiner Fellnase, wobei die zwei sonst überhaupt nichts gemeinsam haben.

Wie schön, dass dich die Charakterentwicklung auch weiterhin überzeugen kann. Das ist für mich immer der Ritterschlag (Achtung, Wortwitz!^^). Genau, je nachdem in wen der Personale Erzähler schlüpft, gibt es mehr Hintergrundinfos zu unseren beiden Protagonisten, wobei die Rückblenden bisher alle aus Vickys Perspektive erzählt sind. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich das im ersten Roman so beibehalte und erst in Teil 2 die Rückblenden aus Maximes Sicht kommen, mal sehen. Auch erfreulich, dass dir der Aufbau der Geschichte bis hierher zusagt und du dich auch für die Nebensächlichkeiten, die vielleicht gar nicht so nebensächlich sind, wie du zurecht anmerkst, erwärmen kannst. Ich finde, das gehört zu so einer Geschichte dazu und regt beim Lesen eventuell auch etwas zu eigenen Gedankenspielen an.

Ich bin natürlich sehr gespannt, was du zum weiteren Verlauf der Handlung und der Charakterentwicklung der Hauptfiguren sagst. Erfreulicherweise bist du ja total fleißig am Lesen und Reviewen. Dafür danke ich dir an der Stelle noch einmal von Herzen, denn so anhaltendes Feedback ist keine Selbstverständlichkeit und auch, wenn ich überhaupt kein Problem damit habe, wenn meine Leser schweigen (und hoffentlich genießen), ist es echt immer die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, wenn ihr Leser euch bei mir meldet. Also danke, lieber Chevalier. Ich weiß deine Meinung sehr zu schätzen.

Liebe Grüße und bleib gesund
Askaja
28.03.2021 | 20:08 Uhr
Seydt gegrüßet!

Nach längerer FF-Abwesenheit komme ich nicht umher diese sehr spannende und ziemlich gut geschriebene Geschichte weiterzulesen und in diesem Zuge auch zu kommentieren - lag jedenfalls expliztit nicht an der Geschichte das in letzter Zeit keine Reviews kamen. Der Wiedereinstieg über die vorherigen Kapitel fiel jedenfalls nicht schwer, man kam gut wieder in die Geschichte rein. Ist ja nach wie vor ein äußerst interessantes Setting welches Du mit viel Liebe zum Detail umsetzt.
Dieses Kapitel ist durchaus actionlastiger, aber das bleibt in Grunde genommen in einer solchen Welt in der sich die beiden Protagonisten befinden auch nicht aus das man irgendwann um sein Überleben dann wortwörtlich kämpfen; außer vielleicht man ist der perfekte Ninja oder Assassine und kann ich überall durchmogeln ohne entdeckt zu werden und ohne zu kämpfen, aber wer ist das schon. Die Kampfszenen sind Dir übrigens sehr gut gelungen; ich selbst finde das, obwohl ich selbst Kampfsport betreibe sowie mich mit den „Gerätschaften“ und deren Wirkungsweise ziemlich gut auskenne nicht immer als einfach einen Kampf und dessen Choreographie niederzuschreiben.
Die Entwicklung der beiden Hauptfiguren und deren doch sehr komplexen Beziehung zueinander finde auch sehr gut, wie sie sich zoffen und zusammenraufen, und wie jeder seine persönlichen Probleme mit sich herumträgt; an einigen Stellen dieses Kapitels hatte man auch den Eindruck das der einzig vernünftige vor Ort gerade Aramis ist. Auch schiebst Du immer mehr Details über beide hinein so daß die beiden Figuren auch immer mehr an Tiefe und Komplexität gewinnen.
Nasse Schuhe und nasse Füße sind nicht gut wenn man durch den Wald marschiert, und Gewässerüberqueren haben es in sich, das kennt man noch vom Bund. Wie gut das Herr Rückert über passende Vorräte verfügt. Neben Nahrung und medizinischen Güter ist Kleidung auch ein oft unterschätztes Problem in einer Zombieapokalypse. Hemden, Hosen und Socken kann man nähen (sofern Nadel und Faden vorhanden), aber wenn die Schuhe weg sind oder auseinanderfallen (wollen wir mal hoffen das Vicky keine Billigtreter hat die sich in einer normalen Welt spätestens nach einem haben Jahr von selbst in ihre Bestandteile zerlegt haben) hat man ein Problem (oder fürs erste Panzerband). Dann kann es dann manchmal durchaus hilfreich sein wenn man früher MacGyver geguckt hat. Waffen und Munition sind eben doch nicht das wichtigste.
Macht auf jeden Fall (noch immer) Spaß weiterzulesen ... auch da man am Ende dieses Kapitel nun auch wissen möchte wie es nun fernab der Zombies weitergeht.

Ritterliche Grüße, Yvain

PS: Falls erwünscht hätte ich da noch ein, zwei technische Anmerkungen per PN?

Antwort von Askaja am 07.04.2021 | 23:12 Uhr
Lieber Recke Yvain,


ich freue mich ausgesprochen, dass du wieder oder immer noch bei meiner irren Zombie-Romanze mit an Bord bist. Wie schön von dir zu lesen! Herzlichen Dank für dein Review und auch an dieser Stelle noch einmal ein dickes Sorry, dass es mit meiner Antwort ein wenig gedauert hat! Nun sollst du aber zumindest eine Antwort auf dein erstes Review erhalten.

Schön, dass der Einstieg in die Handlung auch nach deiner Abstinenz geklappt hat und dich das Setting ebenfalls noch zu überzeugen weiß. Stimmt, in diesem Kapitel nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf. Ich schreibe sehr gerne Actionszenen und noch lieber Verfolgungsjagden zu Fuß. Davon gibt es in dieser Geschichte mehr als genug, wie du noch feststellen wirst. ;-) Und du hast natürlich recht, in der neuen "schönen" Welt, ist der Überlebenskampf im wahrsten Sinne des Wortes ein Kampf und da geht es dreckig und schmerzhaft zu, denn meine beiden Protagonisten sind ganz sicher keine Ninja, Spione oder andere Spezialisten, die sich besonders gut mit "Täuschen und Tarnen" auskennen. Na gut, Rückert als Jäger kann sich gut anpirschen, aber das ist nochmal was anderes.

Dass die Kampfszenen unter deinem geschulten und kritischen Blick bestehen und überzeugen konnten, freut mich ganz besonders und nehme ich als großes Lob. Ich selbst habe keine Ahnung von Kampfsport und dergleichen, aber ich kann ganz gut beobachten und dann sprachlich wiedergeben, hoffe ich zumindest, und deine Einschätzung beruhigt mich in der Hinsicht ein wenig. Denn nur weil man etwas gerne schreibt, heißt da ja noch lange nicht, dass man damit auch andere überzeugen oder zumindest halbwegs realitätsnah unterhalten kann. Und für gröbere Schnitzer habe ich dann ja versierte Leser wie dich, was ein Luxus! :-)

Dass dich die Entwicklung der Hauptfiguren und deren Beziehung ebenfalls bisher überzeugt, freut mich auch sehr. Die Geschichte beschränkt sich ja auf recht wenig Personal bisher, da kann ich Vicky und Maxime schön fokussieren und natürlich habe ich eine Mordsgaudi ihre Kabbeleien zu schreiben und auch mal sprachlich richtig die Sau rauszulassen. Die Zwei reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, sowas schreibe ich eher selten und habe wohl deshalb besonders viel Spaß dabei. Der Personale Erzähler macht es dann möglich, dass der Leser einen guten Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonisten erhält und so lernt man die beiden mit jedem Kapitel ein bisschen besser kennen, genauso wie die zwei sich nach und nach besser kennenlernen. Die Rückblenden liefern dann immer wieder Details aus der Vorgeschichte und langsam setzt sich da ein durchaus komplexes Beziehungs-Anziehungs-Abneigungs-Puzzel zusammen. Stimmt, Aramis bleibt sich stets treu und er behält einen klaren Kopf. Für Hunde ist die Welt eben lange nicht so kompliziert wie für Zweibeiner. Über deine Bemerkung habe ich mich dennoch köstlich amüsiert, denn sie trifft in diesem Kapitel in der Tat zu!

Nasse Schuhe und Füße gehen gar nicht, 100 Prozent Zustimmung. Ich war zwar nicht beim Bund, habe mich aber letztes Jahr im Sumpf in Lappland etwas verlaufen (konnte ja nicht ahnen, dass mit Wanderweg nur ein Wandweg im Winter mit Schneeschuhen gemeint ist, das sah man auf dem Piktogramm nicht *lach*) und da wusste ich dann wieder, warum ich nasses Schuhwerk bei Wanderungen hasse. Ungesund ist es langfristig obendrein (Dschungelfäule lässt grüßen). Aber zum Glück ist Maxime in der Tat gut vorbereitet und es ist davon auszugehen, dass in seinem Rucksack mehr nützliches Zeug schlummert als in dem von Frau Schönewald. Was du bzgl. Nahrung, Medizin und vor allem Schuhwerk sagst, kann ich voll und ganz unterschreiben, zumindest habe ich mir das auch so zusammengereimt. Die Treter werden zu einem späteren Zeitpunkt nochmal eine Rolle spielen, denn auf Dauer sind die Teile keine brauchbare Lösung, da bin ich absolut mit dir d'accord. Panzerband ist ein Must Have, ebenso ein gutes Seil bzw. Schnur, ein Feuerstarter und ein Topf oder anderes Gefäß. MacGyver, den könnten die beiden gut gebrauchen, der hätte längst die Lösung gegen die Zombieseuche aus dem Inhalt von Vickys Rucksack zusammengebastelt. Ich fand ihn früher ganz toll, weil er ein cleverer Held war. ;-)

Freut mich, dass du noch immer mit Freude bei der Lektüre dabei bist. Ich verrate wohl nicht zuviel, wenn ich ankündige, dass es demnächst etwas weniger spaßig wird (du hast ja schon ein paar weitere Kapitel gelesen), aber ich versuche immer die Balance zwischen der harten "Realität" der Zombieapokalypse mit all ihren Begleiterscheinungen und dem humorigen Hin und Herr zwischen Vicky und Maxime zu wahren. Letztlich firmiert das Ganze ja unter Romanze. Übrigens freue ich mich wahnsinnig, dass ich bei dieser Geschichte sogar ein paar männliche Leser habe. Finde ich klasse!

Dir danke ich an dieser Stelle schon einmal herzlich für dein Review! Um die Antworten zu deinen weiteren Kommentaren kümmere ich mich dann natürlich ebenfalls nach und nach in den kommenden Tagen. Oh, und für deine technischen Anmerkungen danke ich dir ganz besonders. Du hast mir damit echt weitergeholfen und ich werde die Anregungen sehr gerne aufgreifen und die besagte Szene anpassen. Davon kann die Geschichte nur profitieren. Danke für die Unterstützung!

Liebe Grüße und bleib gesund
Askaja
15.02.2021 | 22:08 Uhr
Liebe Askaja,

bitte entschuldige die Funkstille inmitten der Kapitel. Ich habe die Geschichte inzwischen "aufgelesen" und bin nach wie vor hin und weg. Tatsächlich bin ich es mit jedem Kapitel noch ein bisschen mehr, wenn man das so sagen darf. Leider weiß ich gar nicht, wie ich dem Text mit einem Feedback gerecht werden soll, aber so viel kann ich schreiben:

Ich liebe Maxime und ich kann ihm versichern, dass man nicht prüde sein muss, um bei seinen Sprüchen rot anzulaufen. Da bin ich ganz bei Vicky. Mir gefällt extrem vieles an der Figur, und was ich dabei am fassbarsten finde, ist der dünne Faden, den du spannst zwischen wie schnodderig und großmaulig er ist und wie sanft sein Wesen sich in seinem Verhalten im diametralen Kontrast dazu ausdrückt. Das habe ich jetzt furchtbar untreffsicher formuliert, ich hoffe jedoch, dass du etwas damit anfangen kannst.
Besonders berührt hat mich die Szene im 14. Kapitel, wo er drauf und dran ist, Vicky den Gefallen zu tun, ihr die Kehle zu durchtrennen für den Fall, dass diese widerlichen Menschen sie in die Hände kriegen sollten.

In Vicky fühle ich mich sehr ertappt. Also, nicht, dass ich der Figur total gleiche, aber sagen wir mal so, fände ich mich in einer vergleichbaren Situation wider, wäre ich wohl ähnlich angewiesen auf Maxime wie sie. Insofern bin ich sehr begeistert davon, wie viel Realismus und Menschlichkeit du in diese absurde Geschichte verpackst!
Leider habe ich sie bereits empfohlen, sonst würde ich das an dieser Stelle wieder tun.
Ich liebe es, mitzuleiden, ich liebte die schreckliche Spannung in der Szene von Vickys Fastvergewaltigung, die dir besonders gut von der Hand gegangen ist, ich habe fast geweint bei Maximes Auftritt.

Auch speziell hervorheben möchte ich den Umgang mit Aramis. Normalerweise nervt mich in Geschichten (und auch in der Realität, Zwinker), dass Hundebesitzer manchmal nicht aufhören können, von ihren Hunden zu reden. Bei Aramis, Maxime und Vicky hatte ich nie, nie, nie das Gefühl, dass es zu viel ist. Im Gegenteil, es ist genau perfekt. Maxime hat genau das perfekte Verhältnis zu seinem Hund, Vicky und Aramis spielen sich genau perfekt ein … ich merke, ich finde nicht die richtigen Worte für das, was ich sagen möchte. Jedenfalls finde ich es super, dass der Hund nicht überfokusiert wird, sondern einfach ein gleichberechtigter Gefährte an der Seite der Protagonisten darstellt!

Was noch?

Ich liebe es, den Gedanken der beiden zu folgen. Insbesondere Maximes Überbenutzung des Wortes W*chser (darf ich das in der Kommentarspalte schreiben?), das er für die Untonten gerne benutzt, bringt mich immer wieder zum Lachen. Überhaupt lache ich immer wieder auf, um dann in der nächsten Sekunde grimmig dreinzublicken oder betroffen zu sein. Ich kann dazu nur schreiben, dass ich es furchtbar geniesse.

Einen letzten Gedanken habe ich noch. Die Rückblende, wo Maxime dem Dorfronaldo (100 Punkte für den Begriff!) die Nase einschlägt und Vicky danach bei seinem Auto küsst – bei der überlegte ich mir, ob mir das gefällt. Also, natürlich super geschrieben und ich las es sehr, sehr gerne. Ich ertappte mich nur kurz dabei, zu denken, dass ich es fast "schade" finde, ist dieser Spannungsmoment bereits einmal ausgereizt, zumal sich dieser Vorfall kaum in Vickys Gedanken niederschlägt. Allerdings kam ich dann auch auf die Idee, dass es eigentlich intuitiv sehr viel Sinn ergibt, darzulegen, dass Maxime durchaus sein Interesse an der "Vicky-Zicke" hatte, weit bevor die Zombieseuche ausgebrochen ist. Es ist also nicht einfach nur die Situation, dass die beiden jetzt gemeinsam eingepfercht sind, die dazu führt, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen könnten. Insofern, menschlich gesehen, super. Von daher habe ich den Gedanken auch wieder geknickt. Im neusten Kapitel glühte mir dafür das Herz bei der Szene, wo Maxime zärtlich Vickys Taille umfängt. Oooh! So schön. Du schaffst es einfach wunderbar, das so zauberhaft zu schildern, trotz all der Ekelmomente, die stören nämlich gar nicht, im Gegenteil. Sie machen die Geschichte noch um Längen besser.

So, bitten entschuldige dieses unstrukturierte, logorrhoisch anmutende Feedback. Ich hoffe, dass du meinen Enthusiasmus herauslesen kannst. Ich freue mich und finde deine Kapitel absolute Bombe.

Tausend Dank fürs Teilen, du machst ff.de zu einer besseren Welt! Wenn ich groß bin, will ich solche Geschichten schreiben können wie du.

Ich wünsche dir eine sehr schöne Woche, gute Gesundheit und viel Spaß beim kreativen Schaffen!

Alles Liebe,
ooL

Antwort von Askaja am 07.04.2021 | 22:34 Uhr
Liebe ooL,

ich bitte ebenfalls um Nachsicht, dass meine Antwort auf dein so freundliches und ausführliches Review hat etwas länger auf sich warten lassen. Ich nehme mir immer gerne Zeit, wenn sich ein Leser ebenfalls die Zeit für ein Feedback genommen hat, um dieses auch entsprechend würdigen zu können.

Ich freue mich total, dass du scheinbar so in der Geschichte drin warst, dass du die Kapitel quasi in einem Rutsch aufgelesen hast. Wären die nur so schnell geschrieben, wie sie gelesen sind. Aber da du ja selbst schreibst, ist dir die Problematik ja nicht fremd. ;-) Dass du sogar "hin und weg" bist und das "nach wie vor" freut mich ebenfalls sehr, denn gerade in den letzten Kapiteln (abgesehen vom Weihnachtskapitel, wie ich es intern zu nennen pflege^^) ging es ja doch ordentlich zur Sache und ich hätte mich nicht gewundert, wenn ich damit ein paar Leser verschreckt hätte. Ganz ehrlich, das ist mit Abstand das Härteste und Brutalste, was ich je geschrieben habe und so schnell möchte ich das nicht wiederholen. Du kannst dir denken, auf welche Szene ich da anspiele. Mir war bewusst, wenn die Story in die Richtung geht, wird es hässlich, sehr hässlich, aber wenn man diese Route erst einmal eingeschlagen hat, führt kein Weg zurück und für mich stand bei der Geschichte schon sehr früh fest, dass Vicky und Maxime es nicht nur mit untoten Monstern zu tun bekommen... Jedenfalls freue ich mich von Herzen, dass du noch mit an Bord bist und deine Begeisterung sogar mit jedem Kapitel ein bisschen größer wurde, wenn ich dich richtig verstanden habe. Damit machst du mir ein verdammt tolles Kompliment, danke dafür!

Na hör mal, klar wird dein Feedback meinem Geschreibsel gerecht. :-) Ich freu mich über jedes Wort einer so geschätzten Autorenkollegin; generell ist mir jedes Feedback willkommen, lang oder kurz, kritisch oder quietschend. Für mich ist es immer wieder ein Geschenk, dass sich Leute freiwillig zu meinen Texten äußern, diese überhaupt lesen. Das fasziniert mich nach wie vor an ff.de.

So, genug des Vorgeplänkels und weiter mit Maxime und Vicky. :-) Du liebst den guten Herrn Rückert also? Ich schreibe ihn auch wahnsinnig gerne, einfach, weil seine arschige Attitüde und Nonchalance so herrlich erfrischend ist. Sonst schreibe ich oft sehr ernsthafte, verschlossene (männliche Charaktere) von der Spezies Grübler. Maxime ist auf gewisse Weise auch verschlossen, vor allem wenn es um ihn als Person geht, da spielt er den Unnahbaren, andererseits haut er einfach alles raus, wie es ihm gerade in den Sinn kommt und ihm ist dabei ziemlich egal, wie er damit bei seinen Mitmenschen ankommt - zumindest der Prä-Zombieapokalypsen-Maxime. Ich hoffe, man merkt auch bei ihm eine gewisse Weiterentwicklung bzw. merkt man, was bei ihm Fassade ist, und bekommt eine Ahnung, wie der Gute im Innern tickt. Du fasst das sehr gut zusammen, denn es ist genau diese Ambivalenz zwischen Großmauligkeit und Sanftheit, die ihn als männlichen Protagonisten für mich so spannend macht. Diametraler Kontrast passt doch wie die Faust aufs Auge, finde ich gar nicht ungenau ausgedrückt. Ich weiß, was du mir sagen willst und es macht mich glücklich! Er wäre gerne ein echter Ar***, ist er aber nicht. Oder im Sinne deiner Worte: Er möchte sich gerne einen gewissen Anstrich verleihen, entlarvt sich aber in seinem Verhalten eben doch - und zwar ganz unbewusst. Genau deshalb kommt Maxime hoffentlich trotz allem letztlich sympathisch rüber, denn er ist zwar eine gewöhnungsbedürftige Heldenfigur, aber nichtsdestotrotz ist er eine, ein guter Kerl eben, trotz vieler Ecken und Kanten. Puh, und dann bringst du als Beleg auch noch die Szene aus dem Schwarzen Loch in Kapitel 14. Die hatte es für alle Beteiligten in sich (mich hat sie auch fertiggemacht^^), aber auch hier zeigt sich erneut, dass Maxime ein sehr integerer Mensch ist, der um jeden Preis das Richtige tun möchte, auch wenn das für ihn selbst katastrophale Auswirkungen haben könnte. Das zeigt sich ja auch schon ganz zu Beginn, als er einer fremden Person in größter Not beisteht. Sowas macht kein Mensch, dem die Welt gleichgültig ist, egal wie oft er sich das in seinen inneren Monologen einzureden versucht, an denen der Personale Erzähler uns teilhaben lässt. Und es zeigt sich auch daran, dass ihn das Schicksal der Familie vom Aussiedlerhof so sehr mitnimmt. Starke Männer zeichnen sich eben nicht dadurch aus, dass sie kein Mitgefühl zeigen, ganz im Gegenteil. Nach 15 Kapiteln dürfte man als Leser längst durchschaut haben, dass Herr Rückert vor allem ein exzellenter Schaupieler ist, der mit seinem lauten, unwirschen Gebaren anderen aber vor allem sich selbst einen Maxime präsentiert, wie ihn die Welt bitteschön wahrnzunehmen hat. Warum das so ist? Ein paar Andeutungen gab es im Text ja schon, ich denke, man kann sich da etwas zusammenreimen. Fakt ist, dass der Gute nicht immer so drauf war und wir werden natürlich noch erfahren, wie die "Ar***loch-Genese" vonstatten ging, um es mit Vickys Worten auszudrücken. ;-) Ich hoffe, ich habe jetzt nichts gespoilert, was nicht bereits offensichtlich war. Ansonsten, bitte vergiss alles, was ich hier geschrieben habe.^^

Ganz ehrlich, sind wir Mädels nicht alle ein bisschen Vicky? *lach* Ich finde es total spannend, dass du dich in ihr wiederentdeckst. Sie soll ja auch wirklich ein Durchschnittsmädel sein (nicht negativ gemeint), schon deshalb, weil es mich immer tierisch nervt, wenn in manchen Geschichten oder Fanfictions bei solchen extremen Situationen 0815-Frauen (Männer genauso) auf einmal zu Superhelden mutieren, auf einmal zu Robin Hood, Lara Croft oder Bruce Lee werden, ohne dass sie zuvor entsprechende Kenntnisse oder Fähigkeiten hatten. Die traurige Wahrheit ist doch, dass wir ohne Feuerzeug nicht mal ein Feuerchen ankriegen würden. Ich hab es letztens mal wieder mit einem Feuerstahl aus Jux versucht. Hat 30 min gedauert und als Ergebnis hatte ich eine fette Blase am Zeigefinger und mit etwas Unterstützung brannte dann endlich das Feuer. Sieht immer so einfach im TV aus, dabei hatte ich noch nicht mal primitive Werkzeuge wie einen Feuerbohrer oder Feuerbogen ausprobiert und mein Zunder war staubtrocken. *lach* Was ich damit sagen will, die meisten Leute wäre völlig auf sich alleine gestellt ohne Hilfsmittel ziemlich aufgeschmissen. Wenige, wirklich wenige wachsen dann über sich hinaus, das mag sein, aber Bogenschießen oder Kung Fu lernt man mal nicht eben so nebenbei, schon gar nicht wenn es ums nackte Überleben geht. Es freut mich also, wenn sich Leserinnen ein Stück weit in Vicky wiedererkennen. Ob sich mancher Mann in Maxime wiederfindet, tja, wer weiß? Und du liegst goldrichtig: Vicky ist auf Maxime angewiesen, das wissen sie beide. Realismus und Menschlichkeit trotz absurdem Setting? Du machst mich schon wieder happy mit deinem Lob, denn das ist mir wirklich wichtig und ich gebe mein Bestes, um die gröbsten Logiklücken zu umschiffen.

Oh Mann, du würdest meine irre Zombie-Romanze (laut ff.de ist es ja Paranormal Romance, ganz ehrlich, ich blick da nicht mehr durch, aber mir soll's egal sein^^) echt noch mal ein Sternchen geben? Wie lieb, ich freu mich sehr über die Auszeichnung und nehme das imaginäre Sternchen trotzdem liebend gerne entgegen!

Mitleiden, das ist das richtige Stichwort. Die besagte Szene ist mir verdammt schwergefallen, weil ich solche abscheulichen Verbrechen aufs Heftigste verurteile und abstoßend finde. Aber dann sind wir wieder beim Thema Realismus und ich bin der Meinung, dass bei der Konstellation ein anderer Verlauf nicht authentisch gewesen wäre. Da ich die Bikergang als absolute Drecksschweine konzipiert habe, war ich gezwungen diesen Weg/ Gedanken konsequent zuende zu führen. Dementsprechend war klar, dass ein Aufeinandertreffen einen grausigen Verlauf nehmen wird und erste Anzeichen wurden ja schon bereits in den vorangegangenen Kapiteln gestreut. Ich denke einfach, dass bösartige, skrupellose Menschen sich in solchen Notzeiten erst recht von ihrer dunkelsten Seite zeigen. War harter Tobak, aber ich wusste ja beim Schreiben, dass Maxime rechtzeitig zur Stelle sein wird und Vicky mit einem sehr schlimmen Schock und ganz furchtbaren Erlebnis davon kommt. Nur deshalb konnte ich besagte Szene überhaupt schreiben und in den Handlung einbauen. Dass du so mitgefiebert hast und bei Maximes Auftritt als Racheengel beinahe geweint hast, oh Mann, was für ein schönes Lob. Ich danke dir, es bedeutet mir in dem Fall echt besonders viel. Auch schön, dass du Aramis und seine Rolle als tierischen Kumpel gelungen findest. Ich bin ja selbst Hundehalter und weiß, dass man Nicht-Hundemenschen mit dem Thema sehr nerven kann, dementsprechend soll der Hundi in der Geschichte nicht überpräsent sein. Er gehört dazu, hat ab und an seine besonderen Momente und dann bleibt er einfach eines: ein Hund. Und das ist auch gut so. Hoffe ich. :-)

Herrje, was die Überbenutzung mancher Schimpfwörter angeht, ist diese Geschichte in meinem Portfolio echt ein Unikum. Ich habe bisher nur eine weitere Figur in meinem Repartoire, die eine ähnliche Fäkalsprache hat, wie der gute Herr Rückert und das ist ein durchgeknaller russischer Superkiller. *lach*Keine Ahnung, ob man solche Kraftausdrücke in die Reviewsektion schreiben darf. Passt dafür sehr gut zur Geschichte!^^ Ich finde es toll, dass dir die Gratwanderung zwischen Lachen und Horror immer noch gefällt und du dich damit gut unterhalten fühlst. Das ist nicht immer einfach, hier die richtige Balance zu finden, aber noch bin ich mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden, sonst würde ich es ganz bestimmt nicht hochladen. Die zauberhaften und ekligen Momente gehören zusammen; sie bilden quasi das Fundament dieser sehr eigenwilligen Liebesgeschichte. Ich freue mich total, dass dir auch die kleinen Nuancen auffallen, wie die doch recht intime Geste zwischen Vicky und Maxime im "Weihnachtskapitel". Schön. :-)

Abschließend noch zu deiner Anmerkung bzgl. des Parkplatzwischenfalls: Lustig, ich hatte exakt dieselbe Überlegung. Soll ich mein Pulver schon in einer Rückblende verschießen? Der erste Kuss ist ja immer etwas Besonderes, die Spannung, die sich bis zu diesem Moment zwischen den Figuren aufbaut, ist u.a. das, was eine gute Romanze ausmacht. Häufig flacht der Spannungsbogen danach, oder nach dem ersten Sex, bei solchen Geschichten rapide ab. Also, warum passiert der Kuss schon in der Vorgeschichte vor der eigentlichen Handlung? Du hast mich natürlich durchschaut, liebe ooL! Ich will nämlich damit genau das vermitteln, was du so schön dargelegt hast, dass die beiden eben schon vor dem Ende der Welt etwas füreinander übrig hatten, sich reinkörperlich anziehend fanden. Bei Maxime ist das noch deutlicher als bei Vicky. Die ist aber auch eine Meisterin im Selbstbetrug, aber ihre Freundin Corinna durchschaut sie ja umso besser, wie man im letzten Kapitel gesehen hat. Jedenfalls wollte ich zeigen, dass da schon vorher etwas zwischen den beiden war und nicht die extreme Situation und - ganz wichtig - Vickys Abhängigkeit dazu führt, dass sie sich in Maxime verguckt. Durch die Zombieapokalypse haben die beiden die Chance sich auf einer ganz anderen Ebene kennenzulernen und näher zu kommen, ohne irgendwelche Gesellschaftsnormen und Vorurteile, weil sie jetzt auf einmal den Mensch vor sich mit allen Sinnen wahrnehmen und weil sich in derartigen Notlagen eben zeigt, aus welchem Holz der Gegenüber wirklich geschnitzt ist. Und ja, der Kuss schlägt sich in Vickys Gedankenwelt physisch gar nicht richtig wieder, weil die Gute total besoffen war *lach* und sie dementsprechend nur noch weiß, dass es vorgefallen ist, dafür nicht mehr richtig zusammenbekommt, wie es denn so war. ;-) Bei Maxime ist das ganz anderes, der war nüchtern und wusste genau, was er macht, der alte Schlingel.^^ Ich freue mich, dass du meine Lösung nachvollziehen kannst und du mir verziehen hast, dass ich den ersten Trumpf schon so früh ausgespielt habe.

Deine Enthusiasmus kann ich mehr als nur herauslesen. Danke für dieses Hammer-Review, ich freu mir noch immer ein Loch in den Bauch und hoffe, ich kann noch viele weitere bombige Kapitel raushauen. Das nächste steht langsam aber sicher in den Startlöchern. Mal sehen, wann ich es hier online stellen kann.

Ich habe es dich schon auf anderem Wege wissen lassen, aber auch hier möchte ich dir sagen, dass ich der Meinung bin, dass du selbst schon groß bist und hier als Autorin ganz wundervolle Texte veröffentlichst, die psychologisch so durchdacht und sprachlich so ausgefeilt sind, dass ich da auch noch einiges von dir lernen kann. Dennoch freue ich mich über das implizierte Kompliment von Herzen und bin glücklich, dass ich dich mit dieser Geschichte bisher so überzeugen kann. Ich hoffe und wünsche, dass mir das bis zum Schluss gelingt!

Ich bedanke mich zum Schluss noch einmal für dein tolles Review, mit dem du mir eine Riesenfreude gemacht hast. Sorry nochmal, dass es mit der Antwort länger gedauert hat, als geplant.

Ich hoffe, es geht dir gut und du bist gesund durch diese bekloppte Zeit gekommen. Bleib auch weiterhin gesund und kreativ!

Liebe Grüße
Askaja
18.01.2021 | 19:26 Uhr
Hi Askaja,

deine liebe und ausführliche Review-Antwort hat mich direkt daran erinnert, dass ich zwischen der anstatt-Urlaub-Renovierung und der Arbeit ja auch noch das eine oder andere Review schreiben wollte.

Ich danke dir für die lieben Wünsche für 2021 und kann dir eins direkt versichern: selbst wenn sich die Geschichte (bzw. das Hochladen) noch über Jahre hinzieht, wirst du mich nicht los. Dafür sind Vicky und Maxime einfach zu besonders und mir längst viel zu sehr ans Herz gewachsen. Außerdem ist das was du "recht speziellen Humor" nennst irgendwie genau mein Humor. Ein bisschen böse, ein bisschen schräg ... ich stehe drauf. :- )

Zu lesen, dass dir beim Schreiben der "Schlafzimmer-Szene" recht ähnliche Gedanken durch den Kopf gegangen sind, wie mir beim Lesen, fand ich übrigens total spannend. Hab vielen Dank für diesen hochinteressanten Blick hinter die Kulissen.

Ja, ich denke, es ist genau dieser Mix aus schwarzem Humor, Romanze, kurzweiliger Unterhaltung und tiefgehenden Denkanstößen, die "Horridoh" für mich so ungemein fesselnd macht.

Für deine Pläne das Manuskript noch 2021 abzuschließen hast du meinen größten Respekt. Ich drücke dir die Daumen. Aber wenn es dann doch länger dauern sollte, ist das für mich (wie gesagt) kein Grund nicht dabei zu bleiben.

So, nun aber zum Kapitel: Schon der Einstieg ist wieder absolut nach meinem Geschmack. Ach, was sage ich, das ganze Kapitel ist großartig. Ich kann und will das jetzt gar nicht in die einzelnen Sätze zerpflücken. Du hast es wieder genial geschafft mich auf die emotionale Achterbahnfahrt der beiden mitzunehmen. Denn auch wenn das Kapitel Vickys Sicht schildert, ist nicht zu übersehen, dass es für Maxime ein ebenso krasses Auf und Ab ist. Alleine die Vorstellung, dass er – nachdem er Schwabbelbacke zumindest eine kleine Überlebenschance geschenkt hat – Vicky womöglich hätte töten müssen, um zu verhindern, dass diese Drecksbande sie zu Tode vergewaltigt (denn ich bin mir sicher genau das hätten sie getan) ... Horror pur! Ich hätte ihm zwar zugetraut die übermenschliche Kraft dafür aufzubringen, wenn es hätte sein müssen. Aber dann wäre ihm wohl in doppelter Hinsicht nichts anderes übrig geblieben als anschließend Selbstmord zu begehen – damit die ihn nicht kriegen, aber mehr noch weil er mit einer solchen Tat sicher nicht mehr hätte weiterleben wollen. Puh, dann doch lieber in einem ekligen, stinkenden Drecksloch liegen, als von der Drecksbande aufgespürt werden.

Und zum Abschluss des wilden Ritts lockerst du die Stimmung wieder perfekt auf und schließt den Kreis aus schrägen Gedanken mit dem du das Kapitel begonnen hast. Ich bleibe dabei, genau mein Humor!

Hach, nun kann ich mir die Tage das nächste Kapitel gönnen. Das habe ich mir nämlich noch aufgehoben. :- )

Liebe Grüße, bis demnächst

Luzie

Antwort von Askaja am 05.03.2021 | 09:03 Uhr
Horridoh und hallo, liebe Luzie!

Einmal mehr muss ich mich für meine verspätete Reviewantwort entschuldigen. Zur Verteidigung kann ich nur vorbringen, dass ich in der mal wieder recht spärlichen Freizeit, wann immer möglich, am nächsten Kapitel arbeite. ;-) Ich hoffe, dass es hier in den kommenden Tagen endlich weitergeht, damit ihr lieben Leser neues Lesefutter von Vicky und Maxime bekommt. Mal sehen, wie das mit meinem hehren Vorsatz so klappt...
Danke für deine so freundliches Worte bzgl. Upload-Tempo. Mich frustriert als Hobbyautor nämlich, ehrlich gesagt, nichts mehr als die Tatsache, dass in meinem Leben viel zu wenig Platz zum Schreiben ist und ich deshalb gefühlte Ewigkeiten brauche, um in meinen Werken voranzukommen. Wenn ich dann mal ein paar Tage am Stück freihabe, dann kann ich innerhalb kürzester Tage sehr produktiv sein, aber das ist leider echt die Ausnahme. Ich habe schon gewitzelt, dass ich ganz dringend mal ein paar Sabbatmonate bräuchte, um zwei Manuskripte fertigzustellen. Ich frage mich immer, wie das Autoren machen, die einen Verlagsvertrag haben und dennoch arbeiten müssen und auch noch ein paar Sozialkontakte pflegen wollen. Schlaf wird wohl überbewertet...^^ Okay, Schluss mit dem Gejammer.

Oha, Renovierung-statt-Urlaub? Ich glaube, dass ist seit 2020 eh ein neuer Trend, oder? Ich habe es dank Corona auch geschafft, z.B. meine Bücherregeale auszumisten und bald geht die Gartensaison los. Ich hoffe, dein Ersatz-"Urlaub" war ein Erfolg und dass es dir ansonsten gut geht.

Dir danke ich zudem von Herzen für dein so freundliches und ausführliches Review! Es macht einfach unfassbar viel Spaß, die Gedanken von euch Lesern zu meinem Geschreibsel zu lesen. Ich erwarte ja nicht, dass man sich bei mir meldet, und kann auch verstehen, wenn man lediglich mit einer Geschichte abschalten möchte. Aber wenn sich dann jemand wie du doch die Zeit nimmt, weiß ich das echt zu schätzen, zumal ich weiß, dass sich so eine Rückmeldung nicht eben in fünf Minuten schreibt. Also ein ganz liebes Merci an dich und die anderen Reviewer. :-)
Okay, nachdem ich den Schleim-Part erfolgreich absolviert habe, jetzt was Inhaltliches. ;-) Freut mich, wenn du Spaß am Blick hinter die Kulissen dieser Geschichte hattest. Das ist ja das Spannende an ff.de, man kann sich nämlich mit dem Autor über genau diese Details und Gedankengänge direkt austauschen. Ich finde das auch immer wieder spannend, wenn ich als Leser aktiv bin und die Möglichkeit zum Nachfragen habe. Danke für dein einhergehendes Kompliment. Ich glaube, ich kann keine rein bierernsten Texte schreiben, aber so ganz ohne Tiefgang geht es dann eben doch nicht - erst recht nicht in der Zombieapokalypse. ;-)
Wow, danke für die Blumen zum Kapiteleinstieg und zur Achterbahnfahrt in diesem Teil der Geschichte. Ich gebe mir tatsächlich immer Mühe beim Einstieg in jedes neue Kapitel und ich muss gestehen, daran kann ich mich tage- und wochenlang aufhalten. Wenn dieser Teil dann zu meiner Zufriedenheit erstellt wurde, geht es im Anschluss meist recht flott weiter. Ich bin nämlich dummerweise eine chronologische Schreiberin und komme erst im Text weiter, wenn der Abschnitt zuvor aus meiner Sicht bereits veröffentlichungsreif ist. Deshalb kann ich z.B. auch keine Szenen vorschreiben oder generell Notizen machen. Das spielt sich alles in meinem Kopf ab und muss dann genau so aufs virtuelle Papier. Schrecklich umständlich, oder? Aber ich kann da leider nicht aus meiner Haut...
Das Kapitel aus Vickys Sicht war auch für mich ein psychisches und physisches Auf und Ab, weil da einfach alles drinsteckt, was den Überlebenskampf in Horridoh für mich ausmacht. Absurde Gedankengänge, ziemlich schräger Humor, brutaler Realismus (hoffentlich), Gore-Elemente und trotzdem Einblick in die Gefühlswelt der Figuren. Das war zumindest mein Anspruch und ich hoffe immer, dass der Text diesem halbwegs gerecht wird. Genau, die Diskrepanz zwischen der Schonung von Glatze/ Axel und der schrecklichen Gewissheit, dass Maxime Vicky nur durch ihren gewaltsamen Tod vor einem noch abscheulicheren Ende "bewahren" könnte, das ist echt harter Tobak. Ich freue mich diebisch, wenn der ganze Horror dieser Situation deutlich wurde - mit allen Konsequenzen, die es für Maxime bedeutet hätte. Du hast nämlich vollkommen recht, so eine Tat hätte er nicht überleben können und wollen und damit hätte die Geschichte erneut ein jähes Ende gefunden. Aber glücklicherweise habe ich andere Plänen mit den beiden.
Wie schön, dass es mir aus deiner Sicht dann gegen Ende gelungen ist, die Stimmung ins Absurd-Schräge umschwingen zu lassen, ohne das Ganze ins Lächerliche zu ziehen. Ich glaube einfach, dass der Mensch in so einer so verrückt gewordenen Welt nur zwei Möglichkeiten hat: aufgeben oder ein Stück weit selbst verrückt werden. Oder frei nach dem großen Philosophen John Rambo: "Um im Krieg zu überleben, musst du selbst zum Krieg werden!" ;-) Hab ich schon mal erwähnt, das mich Rambo Teil 1 ebenfalls zu Horridoh inspiriert hat? Ich finde nämlich diese Hetzjagd im Wald und die Survival-Elemente auch beim x-ten Anschauen ganz großartig, auch wenn dem Action-Film dank seiner sehr bescheidenen Nachfolger ein eher schlechter Ruf anhängt.

Ich bin gespannt, was du zum nächsten Kapitel und der erneuten Rückblende sagst. :-) Ich glaube, nach den drei Kapiteln haben wir uns etwas Comic Relief verdient, bis es dann in Kapitel16 wieder zurück in den alltäglichen Wahnsinn der Zombierepublik Deutschland geht.

Viele liebe Grüße und bleib gesund und munter
Askaja
01.01.2021 | 14:48 Uhr
Grüß dich! Ein wunderbares Neues Jahr wünsche ich dir.
Und ich hab auch gar nicht allzuviele Worte.
„olfaktorische Kopfkino“ finde ich auch hier wieder äußerst treffend. ;)
Gefolgt ein einer wirklich Filmreifen Szene. Leo und Kate hätten das auch nicht besser gekonnt. Verdammt, die haben ja nicht mal zusammen auf die dämliche Tür gepasst, da wäre so ein stinkendes Loch undenkbar gewesen. Ich ziehe meinen Hut vor dem Jagdmesser und der derben Zote der Erleichterung danach. Wunderbar.
Liebe Grüsse Meika

Antwort von Askaja am 16.01.2021 | 09:23 Uhr
Liebe Meika,

ich wünsche dir ebenfalls ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr. Es kann ja nur besser werden, das hab ich mir zumindest beim Jahreswechsel gesagt, habe meine Meinung aber in dem Moment geändert, als ein als Büffel verkleiderter Q-Anon-Schamanen-Vollhonk durchs Kapitol gehüpft ist.^^ Nein, im Ernst, ich hoffe, es geht dir gut und du bist gut in das Jahr 2021 gestartet.
Freut mich sehr, dass du weiterhin mit an Bord bist und dem Kapitel etwas abgewinnen konntest. Ohja, bzgl. olfaktorischer Leseerlebnisse habe ich nicht zu viel versprochen, oder?
Wer wünscht sich vor dem Ableben nicht eine ach so romantische Tür-Szene wie Leo und Kate sie hatten? Ob da das Schwarze Loch mithalten kann? Aber du hast recht, die zwei haben es ja nicht einmal auf die Reihe bekommen gegen den Plot anzukämpfen und gemeinsam auf der schwimmenden Tür zu überleben, da mag man sie sich gar nicht erst zwischen Dachssch**** und anderem Unrat ausmalen. James Cameron hatte igendwann in einem Interview sogar einmal erklärt, warum Leo aka Jack nicht mit auf die Tür durfte. Ach, ich länger ich darüber nachdenke, um so mehr amüsiert mich das Ganze.^^
Tja, und dann die Sache mit dem Jagdmesser. Ich bin froh, dass ich die Anspannung, die plötzlich erdrückende Gewissheit und danach schier endlose Erleichterung entsprechend verpacken konnte, sodass ich dich mitgenommen und hoffentlich überzeugt habe.

Danke für dein liebes Review und dass du auch im neuen Jahr weiterhin mit an Bord bist. Im nachfolgenden Kapitel bekommst du dann ja eine Rückblende und wir erfahren mehr über die "besondere" Beziehung unseres Duos Infernale.

Liebe Grüße und ein schönes Winterwochenende
Askaja
31.12.2020 | 17:00 Uhr
Hallo Askaja,

Asche auf mein Haupt! Da habe ich mich so riesig über das neue Kapitel gefreut und dann einfach nicht die Muße für ein Review gefunden. Okay, ich muss gestehen, ich hatte auch nicht damit gerechnet so schnell mit zwei weiteren Kapiteln verwöhnt zu werden. Die habe ich allerdings noch nicht gelesen, weil ich dir erstmal ein paar Worte zu diesem hier hinterlassen wollte. Weitergelesen wird erst danach.

Hach, ich freue mich sehr, dass es hier weitergeht, weil ich die Geschichte einfach großartig finde.

Irgendwie witzig, einerseits ist gar nicht viel Neues passiert in diesem Kapitel, trotzdem hat es mir gefallen die Szene nun aus Maximes Blickwinkel mitzuerleben. Du schaffst es super, den "ganz normalen Wahnsinn" mit den wirklich krassen Geschehnissen zu verflechten. Als Maxime da im Dornengestrüpp hockte und ihn dieser widerliche Biker fast angepinkelt hat, konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Als ob so eine Zombie-Apokalypse nicht eh schon besch... genug wäre. :- )

Und nur wenig später liegt die Entscheidung über Leben oder Tod dieses -zensiert- in Maximes Händen. Ich muss gestehen, ein Teil von mir hat sich gewünscht, dass er ihn tötet. Im Grunde habe ich es auch erwartet. Und finde es gleichzeitig total klasse, dass du es nicht so geschrieben hast. Mich hat das noch einmal mehr zum nachdenken angeregt. War es jetzt gnädiger, ihn seinem Schicksal zu überlassen? Oder grausamer? Wäre es nicht fast sowas wie eine (moralische) Pflicht gewesen, diesen Kerl ein für alle Mal daran zu hindern anderen Schlimmes anzutun? Aber ist es so einfach? Hätte man (in diesem Fall Maxime, aber weitergedacht: man selbst in einer solchen Situation) das trotz der Umstände so einfach weggesteckt? Am Ende ist es immer noch die Tötung eines Menschen. Formal gesehen – denn etwas in mir tut sich doch schwer damit diesen -zensiert- als Menschen zu bezeichnen bzw. anzuerkennen. Wäre es noch Notwehr gewesen oder eigentlich eine Hinrichtung? Du siehst, du hast mir eine Menge spannende Fragen beschert.

Ich liebe es, wenn mir das Gelesene nicht nur Kurzweil beschert, sondern tiefer geht. Gedanken anstößt ...

Ich danke dir, dass du diese besondere Geschichte mit uns teilst. Ich wünsche dir einen guten Rutsch und ein phantastisches 2021, voller Glück, Liebe, Gesundheit und (natürlich toootaaaal uneigennützig) viel Muße und Muse für weitere tolle Kapitel.

Liebe Grüße Luzie

Antwort von Askaja am 15.01.2021 | 20:27 Uhr
Liebe Luzie,

iwo, Asche...bei meinem Schneckentempo rechne ich ohnehin nicht mit zeitnahen Rückmeldungen. Ich rechne eigentlich mit gar nix - und das ist echt entspannend. :-) Ich bekomme es ja selbst nicht einmal auf die Kette, flott auf eure lieben Reviews zu antworten. Was Zeit und Muße angeht, kann ich dich somit voll und ganz verstehen. Ehrlich gesagt bin ich total begeistert und freue mich sehr, dass ich meine Leser offenbar doch nicht mit meiner schildkrötenhaften Upload-Geschwindigkeit verleide. ;-)
Kurzum: Ich freue mich total von dir zu hören und wünsch dir ebenfalls noch alles Gute, Glück und kreative Energie und vor allem Gesundheit im neuen Jahr!

Ach, Mensch, danke für die erneuten Komplimente. Es ist für einen Autor immer toll, wenn Idee und Umsetzung gut ankommen. Vor allem habe ich selbst viel Freude beim Schreiben und das zählt für mich. Der Upload hier ist dann mein persönliches Bonbon, zumal ich meine Texte gerne mit anderen teile.

Stimmt, im Prinzip könnte dieses Kapitel als eine Art Filler interpretiert werden. Aber da ich die Geschichte aus zwei Perspektiven erzähle und wir im neuen Kapitel weitere Informationen und Eindrücke aus Maximes Sicht erfahren, sehe ich es als inhaltliche und charaktertechnisch wertvolle Ergänzung. Es gab auch einmal die Überlegung, direkt bei der "Schlafzimmer-Szene" aus Maximes Sicht anzusetzen, das wäre dann ein sehr dynamischer Einstieg gewesen, aber ich fand es spannender und emotionaler, mit ihm gemeinsam seinen Weg zurück zum Aussiedlerhof zu erleben. Wie schön, dass es dir beim Lesen offensichtlich ähnlich ging. Tja, da bekommt die Formulierung "angepisst" eine vollkommen neue eklige Metaebene. Ich mag es einfach echt gerne, die bösartigen und fiesen Stellen mit diesem zugegeben recht speziellen Humor aufzulockern. Der ganz normale Wahnsinn eben, wenn alles um einen herum wahnsinnig geworden ist. Freut mich, wenn ich dich zum Grinsen bringen konnte. Humor ist ja sehr subjektiv, aber klasse, wenn meine Interpretation davon in dieser Geschichte bei dir ankommt und zündet.

Die "Schlafzimmer-Szene" war auch aus Maximes Sicht harter Tobak beim Schreiben (und bei der Lektüre wohl umso mehr). Deine nachfolgenden Überlegungen teile ich übrigens, denn ganz ähnliche Gedanken habe ich mir zu den weiteren Entwicklungen und Entscheidungen ebenfalls gemacht. Mit einer lieben Schreibkollegin und Leserin hier habe ich den Scheideweg, an dem Maxime da auf einmal so unvermittelt steht, bereits in ähnlicher Art und Weise diskutiert. Ich teile einerseits deine Meinung, dass der Abschaum rein ethisch kaum als menschliches Wesen gedeutet werden kann. Andererseits ist es einfach hinter der Tastatur oder dem Bildschirm als Richter und Henker in Personalunion aufzutreten. Wesentlich schwieriger fällt es da Maxime in einer Situation, die eben keine akute Notwehr darstellt, kein Totschlag im Affekt, in der das Schlimmste glücklicherweise noch verhindert werden konnte.
Und ich habe mir dieselbe Frage gestellt wie du: Kann Maxime das? Einen anderen Menschen hinrichten? Denn nichts anderes wäre es gewesen als Selbstjustiz und eine Hinrichtung. Ist er so desillusioniert, so abgestumpft, dass er innerhalb eines Augenblickes so entscheiden kann? Und könnte er damit leben, einen anderen unbewaffneten Menschen zu töten? Er nimmt zwar billigend und mit Genugtuung in Kauf, dass der Abschaum an den Folgen beider Verletzungen stirbt, aber das ist doch etwas anderes als aktiv den Tod eines Menschen herbeizuführen und zu verantworten. Ich denke nicht, dass Maxime damit leben könnte bzw. habe ich ihn als Figur nicht so angelegt. Trotz allen Beteuerungen, charakterlichen Makeln und allem Macho-Getue scheint er einem ganz eigenen Kodex zu folgen und der sieht vor, dass man Hilflosen in Not wider besseren Wissens beisteht und wehrlose Menschen nicht kaltblütig erschießt. Er würde daran zerbrechen, so wie Vicky menschlich zerstört gewesen wäre, wenn die besagte Szene einen anderen Verlauf genommen hätte. Ein solches Trauma plus Zombieapokalypse wäre das Ende gewesen - für Vicky und für Maxime. An eine Romanze und weitere humorige Einschübe wäre ebenfalls rein moralisch und darüber hinaus aus psychologischer Sicht nicht mehr zu denken gewesen. Aber ja, die Frage ist extrem spannend und ich freue mich, dass diese Szene dich derart beschäftigt hat.

Meine Geschichte soll zwar vor allem unterhalten und kurzweilig sein, aber das Survival-Szenario und die postapokalyptische Welt laden mich dennoch dazu ein, Themen wie Menschlichkeit, Freundschaft und Moral miteinzubeziehen und meine Figuren damit zu konfrontieren.

Liebend gerne teile ich meine Geschichte hier mit dir und anderen Lesern. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber für mich sind Geschichten dazu da, gelesen zu werden. Dir danke ich einmal mehr von Herzen, dass du dir die Zeit für ein gewohnt ausführliches und freundliches Review genommen hast. Keine Selbstverständlichkeit und ich weiß das wirklich zu schätzen.

An der Muse hapert es bei mir eher weniger, eher an Zeit und Muße^^ Im Ernst, ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen dieses Manuskript stetig fortzuführen und noch 2021 abzuschließen. Mal sehen, ob mir das gelingt. ich freu mich auf jeden Fall, wenn du Vicky und Maxime auf ihrem Weg weiterbegleitest.

Liebe Grüße und ein entspanntes Winterwochenende
Askaja
29.12.2020 | 20:38 Uhr
Du hast dieses Kapitel im August 19 hochgeladen, welche Ironie die Szene mit dem Klopapier jetzt, anderthalb Jahre später, bekommt! :(
Zum Glück ist die Klopapierknappheit, die der Coronazombie ausgelöst hat, hierzulande vorüber.
Mir gefällt, wie ich als Leserin Einblick in Vickys Niedergeschlagenheit erhalte, wie sie sich nach den simplen, ursprünglich mal selbstverständlichen Dingen des Lebens sehnt, nur um dann im nächsten Augenblick wegen Maxime (toller Name, übrigens, hab ich noch nicht angemerkt) wieder aus der Haut zu fahren.
Trotz der widrigen Umstände rege auch ich mich sofort ab ihm auf aus Vickys Sicht. Und das auch durchaus auf eine prickelnde Art und Weise.
Du schreibst das so spritzig, es ist wirklich toll. Ich bin hin und weg, auch von der furztrockenen Abhandlung der Gesamtsituation. Echt ein Leuchtturm, deine Romanze!

Antwort von Askaja am 13.01.2021 | 22:26 Uhr
Horridoh und hallo liebe ooL,

manche sagen mir bereits prophetische Fähigkeiten nach, weil ich die Vorliebe der Durschnittsdeutschen für das "weiße Gold" in schlechten Zeiten bereits ein Jahr zuvor mit der Treffsicherheit eines Nostradamus vorhergesagt habe.^^ Hoffen wir bloß, dass meine übrigen Prognosen sich nicht bewahrheiten, denn der Corona-Zombie, der uns jetzt beinahe ein Jahr verfolgt, reicht mir ebenfalls...
Freut mich, dass du Vicky durchschaut hast, was das Klammern und Festhalten an den alten Gewohnheiten und Dingen des alltäglichen Lebens vor dem Ausbruch angeht. Natürlich vermisst sie nun alles, was gerade einmal drei Monate zuvor noch selbstverständlich war, ganz schmerzlich und muss sich wohl regelrecht an Klopapier und Co. festkrallen, um in all dem Wahnsinn nicht vollkommen durchzudrehen. Ich hoffe, es spoiler nicht zu viel, wenn ich an dieser Stelle verrate, dass genau diese Eigenschaft, man könnte sie glatt für eine unterbewusste, ziemlich krude und bisweilen kindische Version von Autosuggestion bezeichnen, eine von Vickys ganz großen (und wenigen) Stärken in der Zombieapokalypse ist.
Maxime (hier merkt man wieder die Nähe zu Frankreich, deshalb auch mit e) weiß ganz genau, welche Knöpfe er bei seinen Mitmenschen und Vicky im Besonderen drücken muss, um sie zu provozieren und (ja, das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes) zu reizen. Uih, du findest es prickelend? Na, das höre ich gerne. :-)

Danke für das Lob, das freut mich von Herzen. Ein furztrockender Leuchtturm, Mensch, ich grinse über das ganze Gesicht bei solchen Komplimenten. Schön, dass du Spaß bei der Lektüre hast. Es wird zwar nicht immer spaßig zugehen, aber ich gebe mein Bestes den Bogen in keine Richtung zu überspannen.

Ich wünsch dir noch eine gute Restwoche und sende viele liebe Grüße! Bleib gesund!
Askaja
29.12.2020 | 20:20 Uhr
Immer noch mit Begeisterung dabei.
Maxime ist toll. Ich feiere die Wortwahl in seinen Gedanken. Das Einzige, wofür er von mir einen Daumen runter kriegt, ist fürs "dauermenstruierend". Hey, Mann!
Ich freue mich auf ihre gemeinsame Zeit, es bleibt vielversprechend.
Eine Nachfrage an dich, liebe Askaja. Tussie mit ie? Ich kann nicht nicht irritiert sein wegen diesem extra E. Schreibt man das mancherorts so? :)
Bis auf ein weiteres, ich freue mich!

Antwort von Askaja am 06.01.2021 | 17:36 Uhr
Horridoh und hallo liebe ooL,

freut mich sehr, dass ich dich auch mit diesem weiteren Kapitel nicht verkraulen konnte. Maxime ist ein Fall für sich, aber ich denk mich wahnsinnig gerne in seinen Kopf und es freut mich, dass du ihm etwas abgewinnen kannst. Haha, ich glaube der Begriff "dauermenstruierend" taucht irgendwann nochmal auf. Jaja, er ist eben ein Gentleman der alten Schule.^^
Ihre gemeinsame Zeit wird turbulent, soviel kann ich an dieser Stelle verraten. Die größte Herausforderung bei dieser Geschichte ist für mich nicht nur der Genre-Mix sondern der Spagat zwischen humorvollen und bösen, wirklich bitterbitterbösen Szenen. Wenn du bei dem entsprechenden Kapitel angekommen bist, weißt du, was ich meine....uuuuhhhh Foreshadowing ;-)
Das gibt's doch nicht, ich dachte ich hätte alle falschen Tussis mit dem überflüssigen e liquidiert. Du hast vollkommen recht, das extra E ist ganz großer Mumpitz, da will ich mich gar nicht rausreden. Ich glaube, das war eine unglückliche Kombi aus Tussi und Tusse^^ In einem späteren Kapitel stand es dann richtig. Danke für den Hinweis.

Ich hoffe, du bist gut und gesund ins neue Jahr gestartet.

Liebe Grüße und bis bald
Askaja

Viele liebe
29.12.2020 | 13:24 Uhr
Oh scheiße! Vicky und Maxime haben ja echt nicht die beste Vergangenheit zusammen. Ich frag mich, ob der Filmeabend tatsächlich zustande gekommen ist oder ob Vicky sich schlicht und ergreifend geweigert hat. Ich würde letzteres denken.
Aber in einer Sache hatte sie wenigstens recht: die Welt geht unter und nun atmet sie tatsächlich länger die gleiche Luft wie Maxime. Ich glaube nur, dass sie das nicht halb so lustig findet wie ich ^^' und bei der ganzen Sache frag ich mich, ob Maxime nicht tatsächlich ein bisschen mehr für Vicky empfindet als er zugeben will. Zumindest vor der Apokalypse...
Aber nach der Szene tut es mir noch mehr Leid, dass alle zu Zombies geworden sind. Es schien eine ganz tolle Gemeinschaft gewesen zu sein...

Ich wünsch dir einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Antwort von Askaja am 06.01.2021 | 17:28 Uhr
Hallöchen Yamasha,

vielen Dank für deine Rückmeldung zum neuesten Kapitel. Freut mich, dass dir die Rückblende gefallen hat. Ja, die Vergangenheit von Vicky und Maxime ist seeeehr speziell, da gebe ich dir recht. ;-)
Tja, ob und wie ein Filmabend zustandekommt, erfahren wir dann in einer weiteren Rückblende zu einem späteren Zeitpunkt. Ich verrate an dieser Stelle natürlich nichts, außer, dass es wieder chaotisch und peinlich wird, aber das seid ihr ja mittlerweile gewohnt.^^

Oh ja, man sollte mit derartigen Schwüren immer vorsichtig sein, das merkt die liebe Vicky jetzt am eigenen Leib, wobei sie sich über die Ironie ihrer derzeitigen Lage (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht so köstlich amüsieren kann wie wir. So ganz lässt sich Maxime vor und während der Zombieapokalypse nicht in die Karten schauen bzw. ist mit sich selbst oft nicht ehrlich genug, dass man ihn als Leser richtig einschätzen kann. Wir werden im weiteren Verlauf noch herausfinden, wie der Gute tickt und was ihn antreibt, aber ich glaube, ich spoiler nicht zu viel, wenn ich anmerke, dass ihn Vicky so oder so nicht wirklich kalt lässt. Man könnte fast den Eindruck haben, Corinna ist die einzige, die da halbwegs den Durchblick behält bzw. mit ihrer ganz persönlichen Einschätzung nicht hinterm Berg hält. Mal sehen, inwieweit sie mit ihren sonstigen Prognosen recht behalten wird.

Ich muss gestehen, beim Schreiben dieses Kapitels und auch der früheren Rückblenden habe ich einerseits sehr viel Spaß, andererseits geht es mir genau wie dir. Da schwingt ganz viel Wehmut und Mitlied mit, wenn man bedenkt, dass diese mehr oder weniger heile Welt so unwiderbringlich zerbrochen ist und man fragt sich zwangsläufig, was aus den anderen Dorfnbewohnern, Vickys Familie und Freunden wurde...Das sind die unschönen, definitiv weniger humorvollen Aspekte dieser Geschichte, aber sie gehören dazu, wenn das Ganze noch irgendwie menschlich glaubwürdig und trotz Zombie-Genre "realistisch" sein soll. Für mich war es jedenfalls eine echte Abwechslung und große Freude, so intakte und innige Familien- und Freundesbeziehungen in eine Geschichte einzubauen. Meist fristen meine Figuren gerade in der Hinsicht entweder ein eher tristes Dasein, aber bei Vicky kann man mit Fug und Recht behaupten, dass bei ihr zwischenmenschlich alles im Lot war, zumindest vor der Ausbruch der Seuche.

Ich bin sehr entspannt ins neue Jahr gerutscht, ich hoffe, du ebenfalls! Danke für deine netten Wünsche. :-) Nun wünsche ich dir einen guten und vor allem gesunden Start in ein hoffentlich besseres Jahr!

Liebe Grüße
Askaja
28.12.2020 | 22:09 Uhr
Ja moin, das war ein heftiges Kennenlernen zwischen den Beiden.
Die Sprüche der Beiden sind 1A, ich liebe es.
Ich finde Vicky übrigens bewundernswert und denke überhaupt nicht, dass sie lange gebraucht hat, um zu wissen, wo sie hingehört (sie ist ja so alt wie ich und ich weiß nicht, wo ich Zuhause bin)!

(Bitte entschuldige, dass ich dir so kleine Kommentare in die Reviewsparte ballere. Ich weiß, dass du das selbst überhaupt nicht so handhabst. Du kannst die dann selbstverständlich gerne kollektiv ignorieren und einfach nur auf einen antworten.)

Antwort von Askaja am 30.12.2020 | 15:54 Uhr
Hallo zum Zweiten, liebe ooL!

Oh ja, das Kennenlernen hatte es in sich. Ich liebe solche Szenen und schreibe sie wahnsinnig gerne. Meine geschätzte Schreibkollegin Black dove hat mir mal gesagt, die Geschichte erinnere sie an eine Screwball-Komödie und da hat sie mich unwahrscheinlich gut durchschaut, denn einige meiner allerliebsten Filme zählen genau zu dem Genre und das hat mich dann wohl auch inspiriert und geprägt.
Ach, wie schön, dass dir die Frotzeleien gefallen. Ich habe auch diebische Freude diese Dialoge zu schreiben, schon deshalb, weil ich so eine hundsgewöhnliche, ehrliche und teils doch recht schnodderige Sprache bisher in keinem meiner Geschichtensettings nutzen konnte und gerade die trockenen inneren Monolge liebe ich beim Schreiben auch heiß und innig. Freut mich total, wenn die Situationskomik und die Dialoge für dich funktionieren.

Ja, es hat etwas gedauert, aber dann wusste die Gute, wo sie im Leben hingehört. Ob ihr das wirklich schmeckt, ist die andere Frage. Vicky ist damit für mich der Prototyp eines Saarländers. Ich bin ja selbst Einwanderer in diesem kleinen Bundesland, aber die Menschen hier habe ich vom ersten Tag an ins Herz geschlossen. Öfter zieht es einen Saarländer mal in einen anderen Teil von Deutschland (meist nicht ganz freiwillig) und gefühlt in 80 Prozent der Fälle kommt er wieder zurück an die Saar. Warum das so ist, wissen die Saarländer selbst nicht so genau, denn eigentlich finden sie an ihrem Bundesland gar nicht so viel Besonderes, im Gegenteil, treten da im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands sehr bescheiden auf und sehnen sich meist in eine nicht näher definierte Ferne, um dann den Rest ihres Lebens doch ganz glücklich in ein und demselben Dorf zu wohnen. So wie meine Vicky stellen sie dann oftmals fest, dass ihr Herz genau hierher gehört. Ist wohl irgendwas im Wasser, hab ich mir sagen lassen. ;-) Ich wollte meiner Geschichte jedenfalls etwas Lokalkolorit verpassen und da das Saarland mit der Nähe zu Frankreich, Luxemburg und Belgien sehr interessant ist und ich nicht die 1.000 Zombiestory im Ami-Land schreiben wollte, here we go.
Ach, und du findest auch noch dein Zuhause, da bin ich mir sicher! Dich zieht es ja z.B. eher in den hohen Norden. Das kann ich auch verstehen. In meinem nächsten Leben wander ich nach Jokkmokk aus. :-)

Wie gesagt, Ballern sehr gerne erwünscht. Ich freu mich sehr über deine Gedanken zu meinem Geschreibsel und dass du bei meiner Geschichte mit an Bord bist.

Liebe Grüße
Askaja
28.12.2020 | 19:27 Uhr
Liebste Askaja,

diese Geschichte fasse ich mir schon seit einer Weile ins Auge – so lange, dass ich sie wieder vergessen hatte!
Gerade habe ich mit dem ersten Kapitel begonnen und ich bin sofort hin und weg.
Es gibt sogleich ein Enthusiasmussternchen von mir, bevor ich zum nächsten Kapitel übergehe!
Aber der Auftakt ist schon einmal richtig, richtig stark. Zuerst war ich etwas baff, weil ich dachte, du hättest heimlich einen virtuellen Steckbrief von mir durchforstet, denn nicht nur Alter und Größe treffen exakt auf mich zu, sondern auch der Umstand, dass ich alles über 12 Kilogramm Gepäck auf Dauer sehr mühsam finde (lach). Nur eine gute Lateinschülerin, das war ich und Hunde liebe ich auch.
Aber so viel zu mir, ich freue mich auf jeden Fall wie es weitergeht und das erste Kapitel hat mich sofort Blut lecken lassen.

Auf ein Nächstes,
ooL

Antwort von Askaja am 30.12.2020 | 15:28 Uhr
Hallo meine liebe out of Lungs,

Mensch, ich freu mich total, dass du tatsächlich mit dabei bist, bei meiner etwas durchgeknallten Horror-Zombie-Survival- Romanze. Und dann lässt du mir auch noch dieses und weitere total liebe Reviews da und als absolute Kirsche auf dem Sahnehäubchen gibt es sogar ein Sternchen. Mann, ich fühle mich total geehrt und geschmeichelt bei solchen Vorschuss-Lorbeeren und hoffe, ich kann deinen Enthusiasmus auch über die ganze Story und die folgenden Kapitel erhalten und eventuell weiterbefeuern.
Ich erwarte mir hier mittlerweile schon lange kein Feedback mehr (und das meine ich ganz wertneutral und auf alle meine Werke bezogen) und auch mein eigenes Reviewverhalten hat sich in den letzten Jahren ziemlich verändert. Seit ich in der Hinsicht vollkommen tiefenentspannt bin, habe ich in keine Richtung mehr irgendwelche Erwartungshaltungen - am wenigsten an mich selbst. Sehr erfrischend. Wie du in einem nachfolgenden Review schreibst, habe ich gerade in meinen Anfangsjahren hier viele und recht ausschweifende Reviews geschrieben. Aus Zeit- und Motivationsmangel lese ich hier eher selten bzw. fast nie und auch meine Rückmeldungen sind mit der Zeit von Romanen zu Novellen geschrumpft D.h. es gibt jedes Jubeljahr mal ein Review meinerseits, aber dann haut mich eine Story meist total um oder ich bin gerade in besonderer Feedbacklaune. ;-) Stattdessen investiere ich meine eher spärliche Zeit und Energie in meine eigenen Texte. Man muss eben irgendwann lernen, Prioritäten zu setzen und wenn ich endlich mal eines meiner Projekte fertigstellen will, dann heißt es: Mehr schreiben, weniger lesen, noch weniger kommentieren. Leider. Okay, sorry für den Exkurs, aber ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass ich mich über jegliches Feedback echt freue, aber rein gar nichts von meinen Lesern erwarte. Wer an meiner Geschichte Spaß hat, kann mir das gerne mitteilen. Wer keinen Spaß hat, natürlich auch. Und wer Spaß hat, ohne mitteilsam sein zu wollen, ist ebenfalls willkommen. Geschichten wollen gelesen werden, so einfach ist die Gleichung für mich mittlerweile. :-)

Von daher: Feuer frei, baller mich gerne zu (die Formulierung ist herrlich, ich musste bei deinem nachfolgenden Review so lachen^^), wenn dir der Sinn danach steht und du Freude daran hast. Selbstverständlich freue ich mich darüber und versuche halbwegs zeitnah zu antworten (klappt leider auch nicht immer)! :-)

So, nach ewigem Geschwafel meinerseits, dass eigentlich null komma nix mit deinem Review zu tun hat, jetzt auch mal was Inhaltliches: So so, ein virtueller Steckbrief, na, das nenne ich mal einen Volltreffer. War natürlich keine Absicht, aber lustiger Zufall. Persönlich finde ich alles über 10 Kg bei Wanderungen schon mühsam. Wir haben mal vor etlichen Jahren eine Mehrtages-Tour mit über 13 kg gemacht (am Anfang unserer Wanderkarriere, als sogenannte Neu-Wanderer). Das endete irgendwo im Nirgendwo der Eifel ohne Funknetz und mit einer Achillessehnen-Entzündung bei meinem Mann. Sowas passierte uns seither nie wieder. Dieses Jahr haben wir eine Wanderung in Schweden vorzeitig abgebrochen und uns um eine Gipfelbesteigung gebracht, weil wieder besagte Sehne zwickte und wir wussten, dass uns irgendwo in Lappland niemand einfach abholen kommt (höchstens eine Heli und das wird teuer*lach*) und wir außerdem schweres gerölllastiges Gelände beim Aufstieg zu bewältigen hatten und das gerade für unseren Hund nicht ungefährlich gewesen wäre. Man lernt eben, seine Grenzen zu akzeptieren und Risiken besser einzuschätzen. Von unten sehen Berggipfel auch nett aus. ;-) Von Leuten, die Fernwanderwege in den USA gegangen sind, weiß ich, dass die sogar ihre Zahnbürsten halbiert haben, um Gewicht einzusparen. Von daher ist es kein Wunder und eigentlich ziemlich doof, dass sich Vicky mit so viel Ballast herumplagt. Gut, sie macht nicht jeden Tag einen Gewaltmarsch, aber in so einer Situation so viel Gepäck ist ausgesprochen riskant.
Bei Latein kann ich leider nicht mitreden. Obwohl ich bekennender Antiken-Fan bin, war ich damals der Meinung, dass Französisch die bessere Wahl als Zweitsprache wäre. Riiiesengroßer Fehler. In Retrospektive hätte ich wahnsinnig gerne Latein gelernt und noch lieber Alt-Griechisch. So musste ich mich eben mit Übersetzungen von Ilias und Co. begnügen...my bad. ;-)
Dass wir beide Hunde mögen, weiß ich noch aus unserem PN-Austausch. Ich habe hier ja auch ein mittlerweile (endlich) erwachsenes und vernünftiges Exemplar sitzen, allerdings keinen Jagdhund. Es ist auch schon Tradition, dass in meinen Texten öfter mal Hunde auftauchen. Leser meiner Fanfiction im Marvelbereich mussten hier leider schon sehr traumatische Erfahrungen machen, aber das führt an der Stelle zu weit. ^^

Du hast also im wortwörtlichen Sinne Blut geleckt. Das freut mich. Davon wird es noch reichlich geben. ;-) Im Ernst, ich danke dir von Herzen für deine Worte und bin echt immer wieder baff, dass außer mir weitere Leute an dieser verrückten Kombi im Romanzenbereich Spaß haben.

Herzlichen Dank für dein Feedback und bis gleich bei deinem nächsten Review!

Liebe Grüße
Askaja
22.12.2020 | 14:38 Uhr
Hallo :)

Dieses Kapitel hatte mal wieder so viel, was eine Geschichte gut macht. Spannung, subtiler Humor, Morbidität psychischer Tiefgang... :D
Ich bin dir total dankbar, dass du mit dem Projekt weitermachst und uns etwas Unterhaltung in diese seltsame Zeit bringst.

Lia :)

Antwort von Askaja am 29.12.2020 | 12:47 Uhr
Hallo liebe Lia,

ach, du bist so eine treue Leserseele, danke für's Dranbleiben und dein Feedback! Puh, bei so viel Lob werd ich ganz verlegen, aber ich freu mich wahnsinnig, dass du so einen Spaß an meiner Story hast und dich damit gut unterhalten fühlst. Ja, es sind echt seltsame Zeiten, in denen wir im Moment leben und irgendwie passt da meine irre Zombie-Survival-Was-auch-immer-Romanze ganz gut rein. Ich hab beim Schreiben zumindest eine Mordsgaudi. Und weil es gerade so gut läuft und ich ausnahmsweise mal Zeit und Muße habe, gibt es im Anschluss gleich Nachschlag in Form eines neuen Kapitels - diesmal wieder eine Rückblende.

Danke für dein Review!

Ich wünsch dir einen guten Start in ein hoffentlich gesundes und zombiefreies neues Jahr!

Liebe Grüße
Askaja
22.12.2020 | 11:05 Uhr
Oh, wow. Diese Situation mit dem Sarkasmus zu meistern. Wirklich gut. Scheint sie auch vor dem durchdrehen bewahrt zu haben, oder?
Und dann der Dachsbau. Gut dass Maxime ihn gefunden hatte. Ich hätte wirklich zwischenzeitlich Angst um unsere beiden Helden!

Antwort von Askaja am 29.12.2020 | 12:43 Uhr
Hallo Yamasha,

herzlichen Dank für deine Rückmeldung. Schön, dass du mit dabei bist in der irren Zombieapokalypse! :-) Ja, Sarkasmus und Galgenhumor ist wohl das Einzige, was sie in der Situation vor dem totalen Zusammenbruch bewahrt, wobei da gerade soviel passiert und auf sie einprasselt, dass Vicky gar nicht richtig realisieren kann, welchem schrecklichen Schicksal sie geradeso entkommen ist. Un man merkt ja, sobald das Andrenalin etwas nachlässt, fängt der wahre Horror an. Zumindest hoffe ich, dass das in den verschienden Szenen deutlich wurde.
Ja, das Erdloch bzw. der Dachsbau, ist die Rettung in letzter Sekunde. Ich hatte diese Möglichkeit ja schon im Kapitel zuvor angeteastert als verstecktes Easter Egg, wenn man so will, aber es freut mich natürlich, dass die gewünschte Spannung da war und du dir sogar Sorgen um unsere Helden gemacht hast. Naja, also freuen im Sinne von, dass ich dann meine Hausaufgaben bzgl. Spannungsaufbau hoffentlich ganz gut gemacht habe.

Noch einmal ein dickes Merci für den Feedback und für's Lesen. Ich konnte meine freien Tage nutzen und kann jetzt im Anschluss gleich das nächste Kapitel hochladen. Es handelt sich um eine Rückblende und sogar ein verspätetes Weihnachtskapitel, wenn man so will. Viel Spaß damit - hoffentlich. :-)

Liebe Grüße und einen guten Start in ein hoffentlich gesundes und zombiefreies neues Jahr!
Askaja
10.12.2020 | 17:20 Uhr
Hallo :)

Hier ist die frühere Autumn Dawn unter anderem Namen. Ich bin so was von froh, dein neues Kapitel zu sehen! Die Figuren sind immer noch so besonders und die Qualität deines Stils hat ebenso wenig nachgelassen. Einfach toll, wenn Leute nach so einer langen Zeit noch an ihren Projekten dranbleiben. Ich finde es nicht schlimm, mal länger zu warten, weil wir schließlich alle die Alltags-Herausforderungen kennen, die unsere Pläne manchmal durchkreuzen. Umso schöner, dass du "uns" hier nicht vergessen hast. :D

Viele Grüße und bleib gesund,
Lia :)

Antwort von Askaja am 22.12.2020 | 10:43 Uhr
Liebe Lia,

Mensch, ich freu mich total, dass du bei dieser Geschichte noch mit an Bord bist. Danke für deinen lieben Kommentar samt Kompliment. Ja, an diesem Projekt hängt momentan mein Schreibherz. Leider müssen andere Schreibprojekte dafür seit längerem zurückstecken, aber da das hier mein Hobby ist, beschäftige ich mich eben mit den Texten, an denen ich im Moment am meisten Freude habe. Aber auch bei meinen anderen Geschichten geht es irgendwann weiter, ich verkneife mir da nur irgendwelche zeitlichen Prognosen.
Danke an Leser wie dich, die wirklich übermenschliche Geduld für mich lahme Schreibschnecke aufbringen und sich von langen Wartezeiten nicht abschrecken lassen. Ihr seid nicht vergessen, auch wenn deine Einschätzung stimmt, dass der Alltag viel zu häufig dazwischen funkt - dieses Jahr ganz besonders.

Aber jetzt habe ich erstmal ein neues Kapitel im Gepäck, das ich gleich mal hochladen werden. Viel "Spaß" damit. :-)

Ich wünsche dir ein schönes und entspanntes Weihnachtsfest, auch wenn es dieses Jahr anders wird. Bleib vor allem gesund und munter!

Liebe Grüße
Askaja
10.12.2020 | 12:01 Uhr
Liebe Askaja,

ich bin eigentlich weder ein Fan von Horror noch von Zombies oder Splatter, aber deine Kurzbeschreibung hat mich doch neugierig gemacht und ich hab - noch einigermaßen skeptisch - angefangen, zu lesen.

Und ohne fangirlen zu wollen - ich bin von Kapitel zu Kapitel euphorischer geworden! Dieser Genre-Mix aus Horror, Romantik und Sarkasmus/schwarzem Humor (Dein Humor ist neben den Charakteren für mich irgendwie das Sahnestück an dieser Geschichte. Ich glaube, die Stelle, an der ich bisher am meisten gegrinst habe, ist die, als Vicky sich gefragt hat, was Angela Merkel eigentlich so treibt... ich fand das so herrlich!) funktioniert richtig gut.

Vicky und Maxime in Interaktion, das ist immer wieder unglaublich amüsant! :D Ich bin gespannt, wie es weitergeht, da ja momentan doch die etwas düsteren Aspekte des Überlebens in einer apokalyptischen Welt zum Vorschein kommen.

LG

celice

Antwort von Askaja am 22.12.2020 | 10:37 Uhr
Liebe celice,

ein herzliches Dankeschön für deine liebe Rückmeldung. Ich habe mich echt über deine Einschätzung gefreut. Das Witzige ist, dass ich selbst eigentlich auch überhaupt kein Horrorfan bin. Splatter und Co. geht, aber bei psychologischem Horror bin ich als Zuschauer raus, da halte ich mir immer nur Augen und Ohren vorm TV zu. Umso verrückter, dass ich jetzt eine Geschichte schreibe, die u.a. in diesem Genre angesiedelt ist, wobei Zombiehorror meist weniger gruslig als eklig ist und aus meiner Sicht Raum für Komik bietet.

Wow, was für ein Kompliment. Wenn meine Geschichte bisher jemanden wie dich, der zunächst skeptisch an die Sache rangegangen ist, mitnehmen und gut unterhalten konnte, freut mich das ganz besonders. Wie schön, dass andere Leute etwas mit diesem zugegeben speziellen Humor und Genre-Mix anfangen können und dann sogar mit den Charakteren mitfühlen.
Ja, ich habe auch viel Spaß mit Vicky und Maxime und amüsiere mich ganz prächtig auf deren Kosten. :-) Aber du hast recht, die beiden bewegen sich in einer postapokalyptischen Welt und dementsprechend lassen sich düstere Episoden nicht vermeiden, wenn das Ganze nicht in eine Parodie abdriften soll. Es ist jedes Mal eine Gratwanderung zwischen tiefschwarzem Humor und menschlichen Abgründen und da das Ganze ja auch als Romanze firmiert, mischen sich zusätzlich immer stärker zutiefst menschliche Gefühle in mein irres Horror-Survival-Kuddelmuddel.

Was ich damit sagen will: Freut mich total, wenn ich dich als Leserin bis hierher überzeugen und gut unterhalten konnte. Das neue Kapitel geht ebenfalls gleich online, quasi als etwas verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Momentan läuft es beim Schreiben einfach, dass muss ich ausnutzen und möglichst produktiv sein.

Dir danke ich nochmals von Herzen für dein Review und den Favo! Sollte eines der neuen Sternchen ebenfalls von dir stammen: ein großes dickes Merci auch dafür!

Ich wünsch dir eine schöne und entspannte Weihnachtszeit und bleib vor allem gesund!

Liebe Grüße
Askaja
24.11.2020 | 20:18 Uhr
Hallo meine Liebe!

ich habe zwar schon vor einer Weile dein grandioses neues Kapitel gelesen, aber ich bin ehrlich gesagt nach wie vor immer noch etwas sprachlos gerade...wow.

Krass, heftig, brutal in jeglicher Hinsicht, grandios geschrieben wie immer, die ganzen aufgewühlten Emotionen von Maxims, der Hass, der mehr als gerechte Zorn, die Panik und die Todesangst um Vicky, das war alles so dermaßend mitreißend geschrieben, dass ich echt wie irre mit ihm mitgefiebert habe, obwohl ich ja schon durch das Ende des letzten Kapitels wusste, dass Maxime ja rechtzeitig da ist um das Schlimmste zu verhindern, ist mir echt fast so schlecht geworden wie dem guten Maxime.
Wahnsinn.
Und wieder ziehe ich den Hut vor deinem grandiosen Schreibtalent und kalkofschen Vergleichen, mit welchem Maxime gerade nochmal am Anfang des Kapitels wie nebenbei über die Welt sinniert. Ich liebe es so dermaßen, dem Guten in den Kopf schauen zu können, dass es schon echt nicht mehr normal ist. :'-)

Außerdem hatte ich gerade in dem neuen Kapitel immer mehr das Gefühl, dass Maximes Ausdruck sich verdächtig dem einen gewissen Billy Butchers ähneln (schamlose Schleichwerbung zur grandiosen Serie The Boys mit einem noch famoserem Butcher- sorry, musste an der Stelle einfach mal sein)- i love it
Obwohl Maxime selbstverfreilich noch ein paar Welten von Butcher trennen zum Glück, der hätte das Schwein nämlich eiskalt kalt gemacht.. .

Denn obwohl die miese Vergewaltiger-Drecksau zwar genau dies auch verdient hätte, so kann ein Teil in mir schon verstehen, dass Maxime ihm "nur" ins Bein geschossen hat.
Er sagt zwar selbst, dass es ein zu leichter Tod wäre zu dem Arschloch, wenn man ihn einfach per Kopfschuss abknallt, aber ich glaube, ein Teil von Maxime wusste instinkitv, dass er mit der Tötung eines Menschen - wohlgesagt nicht in absolut notwendiger, lebensgefährlicher Notwehr- eine Grenze überschreitet, von der es kein Zurück mehr gibt.
Eine Art Entmenschlichung ihm dann anheimfiele, und Maxime ist trotz all seiner großmäuligen Fassade und dem humorigen Macho-Gehabe immer noch einer der wirklich wenigen menschlichen Menschen, von denen es ja schon vor dem Zusammenbruch kaum noch welche gegeben hat!

Und ich finde es btw wirklich grandios, wie sich die Vicky und Maxime unten in den Armen gehalten haben, ihre Blicke sich treffen und er mit absoluter Gewissheit weiß, dass sie nun hinter seine Fassade geblikct hat. Ein so wahnsinnig intimer, menschlicher Moment, ehrlich, ich hätte heulen können bei dieser Szene!
Eben so bei der Szene oben im Schlafzimmer, in der Maxime Vicky kurz in Augenschein genommen hat, und wir durch seine Augen nochmal mitbekommen, wie sehr Vicky zugesetzt worden ist, wie kurz sie davor war, von einem so genannten "Mitmenschen" gebrochen zu werden, psychisch, körperlich, mental, seelisch.
Das Ausmaß ihres ganzen Leides ist in dieser Szene nochmal so brutal hervorgehoben worden, dass es genau so erschütternd für den Leser wie für Maxime gleichermaßen, und das mit so wenigen Worten so grandios geschildert. Hammer, einfach nur Hammer.

Aber es kam auch klar rüber, als Vicky und Maxime sich in die Augen blicken, dass sie Beide Überlebenskämpfer sind im wahrsten Sinne des Wortes- denn man muss ja nicht nur die Zombies überleben, sondern auch noch seine restlichen Arschgeigen-Wichser-Mitmenschen.
Und was für eine fiese Stelle für einen Cut schon wieder!

Da hast du unser Traum-Duo also wirklich um Haaresbreite zu spät aus dem Haus flüchten lassen, so dass die Beiden doch tatsächlich von der ankommenden Bikergang entdeckt werden, diese Arschgeigen sogar noch auf sie schießen können und die Jagd nun offiziell eröffnet ist. Ich sags nochmal: was für ein FIESER Cliff!! Aaargh!

Jetzt hoffe natürlich um so mehr, dass du mit der baldigen Fortsetzung aufwarten wirst! ;'-)

Uuuuund ich freu mich jetzt schon abartig auf den ersten Auftritt vom Rudelführer persönlich!
Das wird mit Sicherheit (um es mal it Butchers Worten zu formulieren) fucking diabolical, so, wie ich dich kenne!
Ich bin soooo gespannt, wie du die Geschichte an diesem Punkt weiterführen wirst!
Werden die Wichser sie jetzt schon im nächsten Kapitel kriegen, oder können Vicky und Maxime sie im Wald auf ihrer Flucht abhängen? Was werden sie mit Maxime machen? Und oh Gott, bei Vicky mag ich mir das noch nicht mal vorstellen, wenn diese Dreckschweine sie wieder in die Finger bekommen!
Mann, du machst es aber auch wirklich sauspannend! Ich freue mich jetzt schon wie blöd auf die Forsetzung- und bevor ich es vergesse, dass Zitat über den Zorn als Röntgenstrahlung fand ich grandios und hat gepasst auf dieses Kapitel wie die Faust aufs Auge.
Fehlerchen irgendwelcher Art sind btw nicht aufgefallen, dazu war ich viel zu gefesselt vom Inhalt!
Vielen lieben Dank nochmal fürs Teilen!

Ganz liebe Grüße,
Black dove

Antwort von Askaja am 19.02.2021 | 18:03 Uhr
Meine liebe Black dove,

ich hatte es dich zwar schon auf anderem Wege wissen lassen, aber trotzdem noch einmal an dieser Stelle "hochoffiziell": Bitte sieh mir meine fast schon verjährte Antwort auf dein hammermäßiges Review nach! Ich habe mich wie ein Schneekönig über dein Wahnsinnsfeedback gefreut und wollte mir zur Beantwortung entsprechend Zeit nehmen. Tja, und jetzt schreibe ich dir eben erst ein paar Monate später *hüstel*. Aber besser spät, als nie. Das ist jetzt übrigens mein neues Motto für ff.de, denn irgendwie agiere und interagiere ich schon seit geraumer Zeit nach diesem Kredo...leider eher notgedrungen, weil akuter Zeitmangel und so weiter, aber du bist hier ja ohnehin bestens im Bilde! ;-)

Sprachlos war ich auch - aber in Anbetracht deiner wundervollen, so überschwänglich positiven, ja begeisterten Rückmeldung zu meiner irren Zombie-Survival-Was-auch-immer-Romanze.*Kurzer Einschub: Ich glaube, ich beantrage bald ein neues Genre, denn zwischendrin bin ich mir immer wieder etwas unsicher, ob meine Geschichte nun eine Abenteuer/Action-Geschichte mit romantischen Zügen ist oder eine Liebesgeschichte mit Horror-, Action- und Abenteuerelementen. Die Reformierung der Prosa-Kategorie "Liebe" hat mich dann vollends verwirrt. Aber egal, solange ich selbst weiß, was ich hier fabriziere, wird mir schon nicht der Himmel auf den Kopf fallen und ihr findet euch in meinem Geschreibsel ja trotzdem zurecht, hoffe ich zumindest. ^^*

Jaaa, das Kapitel hatte es wahrlich in sich und war ziemlich böse in fast allen Belangen. Schuldig im Sinne der Anklage. Es war auch echt heftig zu schreiben, das darfst du mir gerne glauben. Es fällt mir nie leicht, meine Charaktere durch die Hölle zu schicken und die von dir so lobend herausgestrichene Mischung aus Panik, Zorn, Todesangst und tiefempfundenen Hass, die hat mich wirklich tage- und wochenlang beschäftigt. Wahrscheinlich hat es auch deshalb etwas gedauert, bis ich nach dem Kapitel "Trümmerfrau" zum Kapitel "Röntgenstrahlung" übergehen konnte, denn dort erwartet uns ja die Weiterführung dieses krassen Twists in veränderter Perspektive auf Vickys ganz persönlichen und realen Alptraum, der den Alptraum der Zombieapokalypse sogar noch in den Schatten stellt. Ich habe lange mit besagter Stelle gerungen, hatte auch schon eine andere Idee im Kopf, diese dann aber verworfen. Denn mit Einführung der Bikergang als zusätzliches Bedrohungsszenario war klar, dass mit diesen Antagonisten nicht zu Spaßen sein wird und diese sich eben auch entsprechend verhalten müssen, um glaubhaft in die kaputte Welt nach dem Ende der Zivilisation zu passen. Maxime ist letztlich zur Stelle in Vickys größter Not, das ist richtig und wussten wir ja schon mit dem Ende des letzten Kapitels. Dennoch freut es mich als Autor total, dass man bei dem Kapitel noch einmal genau so mitfiebern konnte wie in dem Kapitel aus Vickys Sicht.

Ach, danke für dein wiederholtes Lob bzgl. meiner Art zu Schreiben. Es bedeutet mir wahnsinnig viel, wenn du dieser Meinung bist und meiner Geschichte so viel abgewinnen kannst, vor allem deswegen, weil ich im Umkehrschluss deinen eigenen Texten so viel Respekt und Bewunderung entgegen bringe, gerade, weil du immer sehr schwierige Themen und traumatische Erlebnisse beleuchtest und fantastisch aufarbeitest. Da ist es einfach der Ritterschlag, wenn es mir offenkundig gelingt, dass du so mit meinen Protagonisten mitleiden, mitfühlen und mitlachen kannst. Danke von Herzen, echt! :-)
Kalkofsche Vergleiche, Mensch, das ist eigentlich zu viel der Ehre, wirklich, denn an einen Oliver Kalkofe komme ich nie und nimmer ran, was Sprachtalent und Humor anbelangt, aber ich freue mich trotzdem wie Bolle, dass meine Geschichte bei dir zumindest ähnliche Vibes hervorruft. Ein schöneres Kompliment kann man diesem wirren Mix aus tiefschwarzem Humor, bitterbösen Zynismus, aber hoffentlich auch überzeugenden menschliche Momentaufnahmen nicht machen. Wenn mir nur ein Bruchteil von dem gelingt, was du mir hier so enthusiastisch attestierst, Mensch, dann freu ich mir ein Loch in den Bauch! :-)

Hihi, sind wir nicht alle ein bisschen Billy Butcher, zumindest manchmal (natürlich nicht soooo irre wie das Original, das wäre beängstigend)?^^ Aber du hast schon recht, auch wenn Mr. Butcher nochmal eine ganz andere Kragenweite ist als der gute Maxime, ein wenig erinnert er in dieser Situation schon an ihn, gerade weil der Grat zwischen bösartigem Humor und brutaler heißer Wut in der Szene so extrem schmal ist, dass Maxime beinahe Gefahr läuft, selbst etwas ganz Furchtbares zu tun. Aber ich bin ganz bei dir, soweit ist Maxime eben nicht, ihn trennen tatsächlich noch Welten von der moralischen Abgestumpftheit und Empathielosigkeit eines Billy Buchters. Und das ist auch gut so, denn sonst würde die sich anbahnende Romanze nie und nimmer funktionieren oder gar glaubhaft daherkommen. Wir haben ja bereits über Maximes Dilemma in dieser Szene auf anderem Wege gesprochen und auch der lieben Luzie habe ich bereits in meiner Reviewantwort geschrieben, warum Maxime Axel aka die miese Vergewaltigersau (language, ich weiß, aber egal;-)) nicht eiskalt abknallen kann, selbst wenn dieser Akt bzw. Mord für uns hinterm Bildschirm irgendwie fast schon nachvollziehbar oder "gerecht" erscheint. Er wäre danach nicht mehr derselbe, so wie Vicky nicht mehr dieselbe gewesen wäre, wenn ihr dieses abscheulichste aller Verbrechen tatsächlich widerfahren wäre. Die Geschichte wäre damit für mich gestorben gewesen, eine emotionale wie auch körperliche Annäherung zwischen meinen beiden Protagonisten unvorstellbar und wider jeder Realität, eine Romanze damit endgültig vom Tisch und selbst das weitere Überleben der beiden mehr als fragwürdig. Das wäre die ultimative schriftstellerische Todeszone gewesen in Anbetracht der Gesamtbedrohungslage in dieser Geschichte. Und so eine knallharte Hinrichtung fügt sich eben einfach nicht in Maximes moralische Programmierung ein, denn trotz aller Großspurigkeit und scheinbaren Nonchalance ist er ein empathischer Mensch, der einen starken moralischen Kompass in sich trägt, auch wenn er sich selbst dafür nicht nur einmal selbst geißelt. Du schätzt ihn da wirklich ganz vortrefflich ein und das macht mich echt glücklich, denn es gibt doch nichts Schöneres, als wenn die Figuren durch ihr Handeln und Denken so beim Leser ankommen, wie ich sie für mich angelegt und charakterisiert habe. Maxime ist ein Mann voller Widersprüche, schon vor der Zombieapokalypse, aber in einem hast du recht, nämlich, dass er ein durchweg menschlicher Mensch ist - mit allen Vorzügen und Schwächen. Das werden wir im weiteren Handlungsverlauf noch mehrfach feststellen.

Auch die Szene im Wohnbereich, in der er Vicky wider besseren Wissens in den Armen hält, sie festhält, obwohl sie rein taktisch besser schnellstmöglich das Weite suchen müssten, das sollte zeigen, wie mitfühlend dieser scheinbar so kantige Kerl in Wirklichkeit ist. Er kann einfach nicht anders. Es ist so toll zu lesen, wie diese Szene und die darin enthalte unterschwellige Charakterisierung der beiden, auf dich gewirkt hat. Vickys ganz persönliche Hölle endet selbstverständlich nicht mit der Rettung durch ihren Deus ex machina und auch Maxime nimmt das alles extrem mit, so sehr, dass ein Blick hinter seine Fassade aus Zynismus und Großmäuligkeit möglich ist, auch wenn Vicky in dem Moment wohl nicht richtig begreifen kann, wie sehr er sich ihr tatsächlich offenbart. Später, im "Schwarzen Loch" wird das ebenfalls noch einmal deutlich, trotz all dem Adrenalin und irren Verfolgungswahnsinn. Das hoffe ich zumindest! Es ist auf jeden Fall wundervoll, dass du bei dieser Szene so mitfühlen konntest. Dass dir beinahe die Tränen gekommen sind, Mensch, für mich ein Wahnsinnskompliment. Von Herzen danke für diese ganz persönliche Einschätzung deinerseits!

Ja, Vicky und Maxime sind beide Überlebende in dieser kaputten Welt. Das schweißt zusammen und jede weitere Situation bringt sie menschlich einander näher. Ich liebe es, solche Entwicklungen zu schreiben und hoffe, ich kann die Vorstellung in meinem Kopf auch überzeugend aufs virtuelle Papier bringen. Hihi, oh ja, die Stelle war natürlich besonders fies für einen Cut. Mittlerweile konntest du ja das nachfolgende Kapitel lesen und weißt, wie die Sache bisher weiterging. Aber abgesehen vom Cliffhanger war es für mich auch sinnvoll, die weitere Flucht dann wieder aus Vickys Perspektive zu schreiben. In der Zwischenzeit gab es dann ja sogar noch ein weiteres Kapitel, dieses Mal aber mit einer Rückblende, sodass es erst im kommenden Kapitel mit der eigentlichen Handlung weitergeht - dann wieder aus Sicht von Maxime.

Den "Rudelführer" hatte ich ja bereits im Kapitel angeteasert. Bis er selbst in Erscheinung tritt, dauert es allerdings noch etwas. Trotzdem wird unser Duo infernale bald von dem großen bösen Wolf hören. Etwa gespoilert habe ich dich zu dem Guten ja bereits, aber ich bin gespannt, was du dann von ihm live und in Farbe hältst. Du weißt ja, ich habe einen Faible für echt bitterböse Jungs jenseits von Badboy-Allüren. Mal sehen, wie mir das in dieser Geschichte gelingt.

Fragen über Fragen, meine Liebe! Die werde ich an dieser Stelle selbstredend nicht beantworten. ;-) Ich hoffe natürlich, dass ich die Spannung halten kann und die Charaktere sowie der Beziehung nachvollziehbar entwickeln kann. Und natürlich, dass ihr lieben Leser weiterhin Spaß bei der Lektüre habt. Ich habe jedenfalls eine Mordsgaudi beim Schreiben, selbst wenn es mit den Updates ab und an mal wieder etwas dauert. Ich bräuchte mal dringend zwei oder drei Sabatmonate, dann könnte ich ratzfatz dieses Manuskript runtertippen...tja, so geht es eben im gewohnten Schneckentempo voran. *seufz* ;-)

Ach, Mensch, ich grinse bei so viel Lob und Vorfreude auch beim x-ten Lesen deines Reviews wie ein Honigkuchenpferdchen. Vielen vielen lieben Dank für dein so begeistertes Feedback und deine Einschätzung zum aktuellen Handlungsverlauf. Du hast mir eine unvorstellbar große Freude mit deinen Worten gemacht. Auch schön, dass ich gröbere Vertipper oder Fehler vermeiden kann (ich finde auch beim 100. Korrekturlauf immer noch welche,, das macht mich echt fuchsig *arrghh*) und ein ganz besonderes Dankeschön für dein Lob bzgl. des Zitats. Das gefiel mir für dieses spezielle Kapitel tatsächlich ganz besonders gut. Ich habe mir eine ganze Sammlung für "Horridoh" angelegt und weiß jetzt schon, welches Zitat wann in die Handlung passt und welche Kapitelüberschrift daraus entlehnt werden kann. Ansonsten führe ich ja keine Notizen o.ä. zu dieser Geschichte, aber so hat das Ganze doch eine gewisse greifbare Struktur, da der Rest sich ja nur in meinem Oberstübchen abspielt. ;-)

Abschließend noch einmal von Herzen danke für dein tolles Review und für dein Interesse an "Horridoh". Es freut mich, dass du und andere Leser mit an Bord seid und offenkundig so viel Freude mit meinem Geschreibsel habt. Einfach ein schönes Gefühl!

Allerliebste Grüße und bleib gesund
Askaja
22.11.2020 | 21:26 Uhr
Hey,
Ich hab mich voll gefreut, dass es doch noch weitergeht! Eigentlich bin ich kein großer Freund vom Apokalypsen- Setting. Aber Maxime und Vicky sind da die klare Ausnahme. Ich liebe deinen herrlich sarkastischen Schreibstil, weil er in den fiesesten Situationen trotzdem eine gewisse Situationskomik erzeugt. Schreib bitte schnell weiter!

Antwort von Askaja am 06.12.2020 | 18:38 Uhr
Hallo Cristina,

wir hatten noch nicht das Vergnügen, glaube ich. Ich freue mich sehr, dass du bei meiner irren Zombie-Horror-Survival-Was-auch-immer-Romanze mit an Bord bist. Vielen Dank für deine lieben Worte und das Review!
Es ist für mich ein Wahnsinnskompliment, dass du trotz des eher nicht so geschätzten Settings deine Freude an Vicky und Maxime hast. Für mich ist diese Art von Geschichte auch eine Premiere und der von dir so freundlich gelobte Schreibstil für meine Geschichten eher ungewöhnlich. Aber ich habe eine Riesengaudi mit meinen Figuren und freue ich total, dass dieser sehr spezielle tiefschwarzen Humor hier ein paar Freunde findet. Ohja, ich liebe Situationskomik und bin ebenso ein großer Fan von gut gemachtem Slapstick.

Ja, ich bin leider leider eine perfektionistische unter Zeitmangel leidende Schreibschnecke. ;-) Im Moment läuft es mit dem neuesten Kapitel allerdings ungewöhnlich gut, sodass ich hoffe, bald neuen Lesestoff am Start zu haben. Schön wenn du mit an Bord bist und danke für dein Feedback und den Favo!

Liebe Grüße und einen schönen 2. Advent
Askaja
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