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Autor: - Lemmy -
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt):
Perdita9 (anonymer Benutzer)
22.03.2019 | 21:00 Uhr
Mir hat dein One Shot supergut gefallen! Man hat wirklich einen tollen und nachvollziehbaren Einblick in Snapes Gedanken- und Gefühlswelt bekommen.
So ganz ohne Zuwendung ist das Leben eben doch verdammt hart, selbst wenn man eher einzelgängerisch und miesepetrig ist.
Die Beschreibungen, die du benutzt hast, fand ich sehr passend gewählt. Ich konnte mir die "dunkle Gewitterwolke" über dem wütenden Snape sehr gut vorstellen ;)
Hat mir, wie gesagt, echt gut gefallen.

Antwort von - Lemmy - am 24.03.2019 | 17:42 Uhr
Hallo Perdita,

schön, dass dir der Oneshot gefallen hat und dass du den Einblick ins Snapes Gedanken- und Gefühlswelt nachvollziehbar findest. Ich hatte gehofft, dass ich das einigermaßen hinbekomme ;-).

Ich glaube schon, dass in Snapes Denken ein Konflikt existieren könnte, und in diesem Moment hat er sich gezeigt. Vermutlich hat Snape sein Leben in Einsamkeit und Isolation selbst gewählt, entweder, weil es tatsächlich seinem Wesen entspricht, oder weil er von seinem Leben und von der Welt enttäuscht ist. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass er das nicht immer so toll findet, wie er selbst glaubt, und dass ihm dann doch schon mal Zweifel kommen. Normalerweise kann er die gut verdrängen, aber diesmal ist ihm das nicht so ganz gelungen.

Ja, die "dunkle Gewitterwolke" über Snapes Kopf habe ich regelrecht vor Augen gesehen, und die kann ich mir bei ihm auch gut vorstellen. Und wehe, es fängt dann tatsächlich an zu gewittern ;-)!

Danke für dein Review!

Herzliche Grüße,
Lemmy
22.03.2019 | 18:09 Uhr
Heyho Lemmy!

Schon seltsam, wie so eine kleine Begebenheit - hier der fahrende Zauberer - einen aus der Bahn werden kann. Du hast Snapes Zwiespalt hier mit allem sehr gut beschrieben - der Ärger über das Angebot, die eigene Reflektion über sich selbst, die bis dahin verdrängte Frage "Wer bin ich?", und warum hat gerade das Angebot des fahrenden Zauberers diese ganze Lawine losgetreten? Und schon ist man in einem Gedankenkarussell drin, aus dem man nicht mehr aussteigen kann. Ich kann es Snape hier sehr gut nachfühlen. Sch…egal, was Harry, Ron oder Hermine über seine Haare denken, aber so ein nichtssagender fahrender Zauberer legt den Schalter um. Willkommen im wahren Leben, Snape! ^^

Ich konnte mir auch sehr gut die Szene vorstellen, wie er dann noch mal losgelaufen ist, um sich doch die Tinktur zu kaufen, und wie es dann das Schicksal so will, kommt es nicht mehr dazu. Ist das gut? Ist das schlecht? Eine Frage, die nie beantwortet werden kann, außer vielleicht so, wie Snape es hier macht: Wenn es nicht hat sollen sein, hat es wahrscheinlich einen Grund.

Wie auch immer: Ein Anfang ist gemacht, und mit den nötigen »Schaltern« kommt er ja vielleicht einmal dazu, das Rätsel um sich selbst aufzulösen.
Du jedenfalls hast diese Szene wunderbar beschrieben, so daß man sich sein Gedankenrad, seine ganzen Reaktionen und Emotionen gut vorstellen kann, und auch mit ihm mitfühlen kann.

Was ich auch sehr gut finde ist, daß du eingangs noch erwähnt hast, daß es sich hier um den Buch-Snape handelt, denn wie wir ja wissen, ist das ein anderes Kalieber als die romantisierte Film-Version; oder anders ausgedrückt: Der Buch-Snape ist wohl eher nicht der »Traum der schlaflosen Nächte« aller Frauen. ^^ Das sollte man bei Snape sowieso nie ganz aus den Augen verlieren. ^^

Wirklich ein toller, gelungener Oneshot, und ein gelungener Beitrag für die Challenge. Einzig und allein, aber das ist mein persönliches Empfinden, hätte ich an zwei oder drei Stellen eine anderen Entsprechung für den Begriff »Mensch« gewählt; das kam doch sehr häufig vor. Ich vermute, daß du den Effekt hier genau so haben wolltest; für mich persönlich hätte es einen Hauch besser gewirkt, wenn man das hier und da anders gelöst hätte. Aber das sind Peanuts.

Danke für die kleine Geschichte zu auch meinem Lieblingscharakter aus HP, und herzliche Grüße,
Lee

Antwort von - Lemmy - am 24.03.2019 | 17:32 Uhr
Hi Leela,

freut mich, dass dir der kleine Einblick in Snapes Gedankenwelt gefallen hat! Tja, warum gerade ein fahrender Zauberer, der ihn in Verkaufsgespräche über ein Haarwässerchen verwickelt, ihn so ins Grübeln bringt, das weiß ich auch nicht. Vielleicht hat gerade das einen wunden Punkt berührt, über den er sich selber gar nicht bewusst war.

Ich vermute ohnehin, dass Snape seine Art zu leben selbst gewählt hat, weil er der Meinung ist, genau so sei es für ihn richtig (und eventuell auch, dass er es nicht anders verdiene), und wenn jemand so sehr von etwas überzeugt ist, kann man ihn nur ganz schwer vom Gegenteil überzeugen. Aber er ist ein intelligenter Mensch, bei dem ich mir nicht vorstellen kann, dass er sich nicht selbst hinterfragt. Und manchmal ist es ja auch so, dass man sich darüber im Klaren ist, dass man sich nur etwas vormacht, aber gleichzeitig unfähig ist, es zu ändern.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Snape am Ende sogar insgeheim erleichtert war, dass er sich die Haartinktur nicht hatte kaufen können, denn damit hatte er den unliebsamen Gedanken, den er zuvor - vermutlich - noch nie gehabt hatte, "besiegt".

Wenn ich bislang über Snape geschrieben habe, hatte ich immer den Buch-Snape vor Augen, denn so gut Alan Rickman in der Rolle auch war, in vielen Situationen kann ich ihn mir einfach nicht vorstellen, das passt nicht. Ich mag jedoch Snape insgesamt, sei es im Buch oder im Film, weil er einfach ein toller Charakter ist.

Das mit dem Begriff "Mensch" ist mir selber gar nicht aufgefallen; hätte ich das gemerkt, hätte ich nach einer anderen Formulierung gesucht. Andererseits bringt es das Wort auf den Punkt, finde ich.

Danke für dein Review und dass du Freude an Snapes Grübeleien (bzw. seinem "inneren Konflikt") hattest :-).

Herzliche Grüße,
Lemmy
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