Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 
Autor: JaneS
Reviews 1 bis 3 (von 3 insgesamt):
09.04.2019 | 23:26 Uhr
Hi,
Nach ner längeren Pause hab ich die Geschichte jetzt doch mal fertig gelesen. Und es hat sich wie immer gelohnt^^

Zu allererst, dein Schreibstil ist wirklich angenehm. Sowas weiß man erst wieder zu schätzen, wenn man sich durch allerhand gut gemeinter Versuche gegraben hat. Sowas braucht Talent und Übung. Talent kann man dir gut und gerne zusprechen und woher du die Übung hast, hab ich ja in großen Teilen gelesen ^^

Zum Plot: im Leben geht es auf und ab, die Wellen kommen und gehen. Passt als Motto auch gut zu dieser Geschichte. Du spinnst die Dynamik zwischen der jungen Generation sehr gut, die immer auch Probleme hat, sich von ihren Eltern und deren Schatten zu lösen. Die ja nichts mehr wollten als ihren Kindern sowas zu ersparen. Aber man kann vor manchen Sachen nicht weglaufen und vor dem Leben kann man niemanden bewahren. Kein Wunder, dass Ben nur weg und Amy auf andere Art und Weise ausbrechen wollte.

Ich muss aber dazu sagen, dass ich mich in die jüngeren Generation weniger einfühlen kann als in die Älteren. Liegt nicht an schlechten Schreiben, auf keinen Fall, eher daran, dass die Eltern einem einfach schon länger bekannt sind. Hat mich verwundert, ich dachte anfangs, dass ich Charaktere in meinem Alter besser verstehe.

Zu wissen, dass du viel autobiographisches in deiner Geschichte verarbeitest, macht das Lesen mancher Stellen nicht einfacher, aber auch tiefschürfender. Vor allem Minas Tod. Das nimmt einem schon beim Lesen ziemlich mit und macht es schwer, irgendwas groß darüber zu sagen. Außer dass es wirklich berührend geschrieben wurde, auch wenn es besser wäre, wenn es nicht hätte geschrieben werden müssen. Wenn das irgendwie Sinn ergibt. Zu sehen wie Chris und Sid das zusammen meistern und wie unterschiedlich die beiden auf ihren Verlust reagieren war spannend zu sehen. Ich glaube, du hast beide Figuren in dieser Ausnahmesituation glaubwürdig dargestellt.

Ben und Liliy öfter mal glücklich zu sehen macht in all dem Hickhack immer Spaß. Und zum Schmunzeln findet man trotz all der Düsternis auch immer was. Die Vorstellung, wie Damian delikate Aufnahmen seiner Mutter im Internet findet ist schon ziemlich schräg.

Die reale Situation der Band sieht ja jetzt ganz anders aus. Ich könnte verstehen, dass es nicht mehr das gleiche ist, über die Band zu schreiben, nachdem Chris weg ist. Kann aber auch sein, dass es dich nicht allzu stört, es sind ja mehr deine Figuren. Ich persönlich les ja die Geschichten nicht mit dem Gedanken, dass dahinter diese bestimmten realen Menschen stecken. Ich mag die Musik der Band aber mir die Mühe zu machen, wie sie hinter ihrer Maske aussehen, dazu kam es nie. Aber vermutlich hat man diese leicht seltsame Ebene immer, wenn man kontrafaktisch über echte Persönlichkeiten schreibt. Beeinflusst das jetzt groß, wie du über Slipknot schreibst?

Lg, Ali :)

Antwort von JaneS am 09.04.2019 | 23:47 Uhr
Hallöchen und guten Abend, du süße Maus!

Also gleich vorweg: ja, ich schreibe schon sehr ... nun, wie soll ich sagen? Charakternah? Ich glaub, das ist das falsche Wort, aber die Hintergründe der Band, die Wohnorte, verschiedene Erlebnisse an bestimmten Orten, das haben die Jungs tatsächlich so erlebt und ich bau das gern ein.
Sid hat in der Tat ein Haus und ein Studio in Venice, die Moonbase-Studios in Los Angeles. Zum Beispiel. Oder Chris, er wurde in Ankeny geboren, wuchs dort auf, spielte Baseball als Kind usw, er hatte mal ein Haus am Tiburon Place. Pauls Herrenhaus aus den Originalstories, auch das existiert tatsächlich so in Johnston. Chris hat Sid tatsächlich mal ins Gesicht gepinkelt auf Tour im Bus. Ehm. Solche Sachen sind keine Fiktion. Und wegen Damians Internetfund mit den Bildern seiner Mama.... Sandy ist ja eigentlich Brenna Gray... google doch einfach mal nach Godsgirls und den Namen Brenna Gray. ;-) Aber sei nicht überrascht, wenn du Bilder findest, die sehr pornographisch angehaucht sind ^^
Also, ich orientiere mich schon stark an dem Leben der Bandmitglieder und versuche, wahrheitsgetreu zu schreiben. Natürlich nicht 1 zu 1, das würde ja keinen Sinn ergeben, klar, aber ich vermische gern Wahrheit und Fiktion so, dass der Leser nicht weiß, ob das eine real erlebte Situation ist oder ob ich mir das nun ausdenke.

Danke für das Lob bezüglich meines "Talents", dabei schreibe ich doch einfach so, wie ich denke. Frei Schnauze und ab aufs Papier :-D

Minas Tod ging mir sehr unter die Haut und ich musste das Schreiben teilweise sogar unterbrechen. Die Verarbeitung des Todes meiner Schwiegermama, die an Darmkrebs starb, hat mich sehr befreit, aber auch sehr mitgenommen. Ich musste sie nach langer Zeit endlich gehen lassen, sozusagen und das war auch gut so, jetzt fühlt mein Herz sich freier an.
Wie unterschiedlich Chris und Sid auf den Verlust eines geliebten Menschen reagieren spiegelt die unterschiedliche Umgehensweise auf den Tod meiner Schwigermutter von mir und meinem Mann dar. Ich habe sehr gelitten und sehr viel geweint, mein Mann hat sich gefasst und macht das alles eher mit sich selbst aus. Also auch da ein realer Hintergrund, der da mit einfließt.

Ich wollte ursprünglich weiterschreiben, wollte Bens Leben beleuchten. Aber jetzt, nachdem Chris raus ist und ich selbst merke, dass ich ja nicht mehr über Slipknot, sondern einen Menschen spreche, der damit nichts am Hut hat habe ich beschlossen, dass das nun reicht. Chris, Paul, Craig und Sid waren immer meine vier Favoriten, Craigster ist so ein stiller Zeitgenosse und Sid ein schräger Vogel, über einen allein zu reden ist irgendwie ... keine Ahnung, nicht so mein Ding.
Ich bin seit 20 Jahren Fan dieser Band und naja, jetzt ist das alles irgendwie nicht mehr das Wahre, um ehrlich zu sein. Aber das sind meine Gedanken und Sorgen. Dinge, die ich übrigens in der neuen "All Hope is Gone" anspreche und verarbeiten werde. Was 'ne Werbung *hust*

Nun, viel mehr als ein großes Danke bleibt mir nun nicht mehr zu sagen. Ich freue mich immer sehr über Lob und Kritik und bin froh, dass dir meine Geschichte gefallen hat <3
Auf hoffentlich noch ganz viele Reviews von dir :-)
02.03.2019 | 20:40 Uhr
Hi,
Ich bin ein wenig verwirrt. Wieso ist Damian jetzt auf einmal pissig? Der wirkte die ganze Zeit nicht so eng mit Ben verbunden... naja, er wird wohl noch früh genug sehr froh sein, dass Ben weit weit weg ist^^ und alle wären froh, wenn John sich mal abregt, absolut ätzender Typ.

Wo ist eigl Melissa? Hab ich was überlesen? Und was ist mit Chris Geschwistern? Nicht dass ich erwarte, dass sie noch ne großartige Rolle spielen aber die Frage stellt sich dann doch, wenn aufgezählt wird, dass Chris keine Familie außer Ben hat.

Es ist und bleibt turbulent^^ mein persönlicher favorisierte Plottwist wäre, wenn Ben jetzt vor lauter Trubel durch die Abschlussprüfungen fällt und noch ein Semester in Des Moines bleiben müsste... aber das scheint unwahrscheinlich

Lg, Ali

Antwort von JaneS am 02.03.2019 | 20:42 Uhr
Lies weiter, all deine Fragen werden auf wundersame Art und Weise beantwortet :-)

<3
20.02.2019 | 19:03 Uhr
Hi,
So meld ich mich auch mal wieder. Ich war beim ersten Kapitel noch ein wenig überrascht, wie idyllisch es momentan bei dem altbekannten Haufen läuft. Hat sich ja dann aber schnell wieder gelegt. Kompliment, vorhersehbar ist die Geschichte wirklich nicht, obwohl die Ausgangsituation ja fast auf ne klassische RomCom hindeutet.

" Wir sind keine Familie" Doch, genau so sind Familien, wenn einem irgendwann auffällt, dass zusammen aufwachsen wirklich kein Garant ist, dass man sich auch gut miteinander versteht. Auch wenn es meistens hilft. Mal schauen, ob sie sich wieder zusammenreißen oder nicht.

Was ich ein wenig befremdlich finde ist, wie nah die junge Generation ihren Eltern steht. Ich würde mal schätzen, dass die allerwenigstens Zwanzigjährigen vor ihren Eltern ihr Liebesleben so detailliert ausbreiten, vor allem nicht, wenn man seinen Verlobten mit seinem "Ziehbruder" betrogen hat und sich natürlich alle Beteiligten, inklusive Eltern, viel zu gut kennen. Das scheint mir ein bisschen unrealistisch

Jedenfalls, ich habe keine Ahnung, wie das Ganze wohl weitergeht und bin gespannt, was du noch aus dem Hut zauberst^^

Lg, Ali

Antwort von JaneS am 20.02.2019 | 19:30 Uhr
Hi!
Wie schön, dass du den Weg zu mir wieder gefunden hast ❤️
Nun, ich hab mit 20 auch ein sehr inniges Verhältnis zu meiner Mama gehabt und hätte mit ihr über alles reden können. Und Ben wohnt noch zuhause, allein mit seinem Vater, ohne sonstige Bezugspersonen. Amelia rebelliert ja fleißig und will ausziehen, die lässt sich nichts sagen und macht, was sie will. Dementsprechend schaukelt sich die Situation an dem Tisch auch so hoch, dass es Ben und Amy egal wird, wer da alles zuhört.
Amy drückt ihren Eltern nur zu gern so einen Blödsinn rein, um auf die Pauke zu hauen und Ben redet ja normalerweise nicht über solche Dinge, wie Chris ja auch mehr als einmal betont :-) verzweifelte Situation, verzweifelte Flucht nach vorn. &quot;Scheiß doch drauf!&quot; ;-)

Es ist auch eher eine spontane Idee zur Story gewesen, und Amy ist halt ein absolutes disasterpiece, wie der Name der Geschichte ja schon sagt. Lass dich einfach überraschen, was da noch alles folgen wird ❤️;-)
 Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast