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Autor: ArcasTair
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
12.02.2019 | 09:54 Uhr
Lieber ArcasTair!
Nun nehme ich mir auch dein letztes von mir noch nicht reviewtes Werk vor,
eine Weihnachtsgeschichte.
Ich hatte es ja schon gelesen, konnte aber damals mit diesem inhaltlich am wenigsten anfangen.
Inzwischen weiß ich nach deiner letzten Review-Antwort, dass ich als Nicht-Kenner des Rollenspiels und seiner Figuren auch von der falschen Seite zu lesen begonnen habe. So macht das jetzt mehr Sinn.
Ich würde darüber nachdenken, die Geschichten zu numerieren oder zumindest in der Kurzbeschreibung, denn sie zeigen doch eine deutliche Weiterentwicklung deines Protagonisten.

Du schreibst eloquent und fehlerfrei, das ist schon mal wichtig.
Besonders gut gefiel mir bereits am Anfang die Wortwahl: Die Zeit der Vorbereitung, die Tage der Geselligkeit und Stunden der gemeinsamen Winterabende.

Familie ist oft schwierig, und jede Familie hat ihren "Schandfleck", bei dir ist es Opa Merlin.
Ist er Schandfleck, weil er so alt ist, vielleicht schon dement, oder war er immer unakzeptiert anders?
Oder ist er wie James?

Jedenfalls stellst du klar, dass es sich um ein herrschaftliches Gut handelt, und James der älteste Sohn ist.
Interessant fand ich dieses in der Masse untergehen von James.

James mag diese Küchenmagd wirklich und hat Mitleid, weil sie misshandelt wird.
Als du dann quasi die Zeit anhältst, in der James' dunkle Seite übernimmt, war ich ziemlich schockiert.
Es war für mich nicht vorauszusehen und unglaublich brutal.
Nun hat sie wieder Misshandlung erlebt. Sie scheint für alle "Opfer" auf der Stirn zu tragen.
Wie tief ihr Trauma ist, zeigst du in ihrem Misstrauen allen gegenüber. Für sie sind Menschen nun nur mehr schlecht.

Das Ende bleibt hoffnungslos.
Und James weiß sich letztlich wohl nicht anders zu helfen, als wegzugehen, die zu meiden, die er liebt.

Als Fazit möchte ich sagen, dass man - wenn man die Personen schon nicht kennt - sich doch leichter tut, wenn man alle deine 3 Geschichten in der richtigen Reihenfolge liest.
Denn sonst ist der Schatten oder Dämon, der sich immer wieder über James legt, nicht wirklich nachvollziehbar.
Ein FF-Sternchen schick ich mit.
Liebe Grüße.
R ㋡

Antwort von ArcasTair am 13.02.2019 | 19:34 Uhr
Hallo R!

Nun bin ich auf vieles schon in der Antwort auf deinen anderen Review eingegangen.

Schön, dass das mit dem Schockmoment funktioniert :) Auch, dass er nicht irgendwen angreift, sondern jemanden der bereits am Boden liegt, war mir wichtig. Den ja, obwohl es "nur" ein einzelner Tritt war, war er ziemlich grausam.

Ich bin auch froh, das der Titel einen Sinn ergibt. Vermutlich aber auch erst, wenn man die anderen Geschichten gelesen hat.
So ganz bin ich mit der Geschichte aber noch nicht zufrieden, vermutlich überarbeite ich sie noch mal, was Formulierungen und Erklärungen angeht.

Trotzdem finde ich nicht, dass alles in einer Geschichte verstanden werden muss. Ich habe die Geschichte als allererste geschrieben, für das Forum in dem sich die Rollenspieler meiner Community sammeln. Die Geschichte ist auch wie ein Teaser zu verstehen. Man liest sie, dann denkt man sich: "Warum zum Henker hat er das denn gemacht? Und bereut er wirklich, was er getan hat?" Und dann will man ihn (hoffentlich) kennen lernen, um es herauszufinden. Das war der Gedanke dahinter. Ob man ihn nun kennen lernt, indem man ihm im Rollenspiel begegnet, oder indem man weitere Geschichten liest, ist dabei nicht so wichtig :)
Eine Geschichte sollte so verständlich sein, dass man ein klares Bild davon hat, was sie beschreibt und darauf reagieren kann. Wenn nun das Verhalten des Protagonisten Fragen aufwirft, ist das eine andere Sache. Denn offensichtlich steht seine Gewalt im Vordergrund der Geschichte, davon erzählt sie. Es soll ja auch zum Nachdenken anregen!
So sehe ich das.

Ich danke für dein Review!
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