Autor: -Lumi-
Reviews 1 bis 25 (von 128 insgesamt):
09.11.2019 | 13:40 Uhr
zu Kapitel 15
Hallo Lumi!
Ich bin fix und fertig nach diesem Kapitel. Ich glaube, mein Herz rast genauso sehr wie Leon's und Josh's.
Zunächst mal Joshua, der buchstäblich in den Trümmern seines Lebens aufwacht. Er hat wirklich gründlich alles zerschlagen, einschließlich, "dank" reichlich Wein, sich selbst. Zum Glück gibt es aber Serge, der ihm auch in seiner miesesten Stunde besteht, ihn nicht im Stich lässt und erste Schritte mit ihm unternimmt, sein Leben wieder aufzuräumen. Das erste ins Regal zurück gestellte Buch - was für ein wunderbares Bild. Ich bin froh und dankbar, dass es Serge gibt. Ohne ihn würde unser kleiner Sturkopf sich doch nie selbst eingestehen, dass es Leon ist, den er wirklich will.
Die Entschuldigung bei Leon war ziemlich heftig. Es war fast greifbar wie verletzt und traurig Leon durch Josh's Abgang war. Ich leide so sehr mit ihm! Wirklich gut, dass er nicht so stur und nachtragend ist und Joshua erstmal abblitzen lässt. Vielleicht hat er aber auch schon längst erkannt, was Josh sich und ihm einfach nicht eingestehen will. Und was er ja am Ende deutlich zum Ausdruck bringt, als er Joshua zeigt, wie sehr ihre Herzen füreinander schlagen.
Ich kann dir hier gar nicht beschreiben, wie sehr ich mit den beiden leide, wie sehr sie mir ans Herz gewachsen sind. Es kommt mir beim Lesen immer so vor, als wären die beiden Teil meiner Familie, als müsste ich sie vor sich selbst und vor allen Widrigkeiten beschützen. Ich möchte sie abwechselnd knuddeln und trösten, sie in den Arm nehmen und ihnen versprechen, dass alles gut werden wird oder sie kräftig durchschütteln und anbrüllen, endlich vernünftig zu werden und zu ihren Gefühlen zu stehen. Wobei letzteres fühle ich eigentlich hauptsächlich bei Joshua. Leon ist da in meinen Augen schon einen entscheidenden Schritt weiter.
Ich weiß nicht, ob du verstehst, was ich sagen möchte, aber deine Geschichte bewegt mich einfach. Ich freue mich auf die Fortsetzung. Zumal der Cut ja schon ziemlich fies war. ;)
Ganz, ganz liebe Grüße Sabine
06.11.2019 | 21:14 Uhr
zu Kapitel 15
Wow. Ich bin geflasht. Einfach nur baff. Das muss einer bzw eine erstma schaffen. Ach du hacke...
Puuuh. Du bringst so unglaublich gut die Gefühle rüber, so als ob man direkt dabei wär. Da kriegt man glatt ne Gänsehaut. Besonders bei einem traurigem, enttäuschten und auch wütendem Leon. Ohman armer Tropf...Aber auch das ganze Gefühlschaos von Jo. In seiner Haut will ich auch nicht stecken...
Und der Cliff, oh jaa der isch hammermäßig mieß. Ich könnt mir vorstellen das Jo wirklich kollabiert, dass sie sich beide heulend in den Armen liegen oder das sie zu Leon gehen oder sonst was. Ich glaube jetzt wird Jo nich weglaufen. Weil es dafür schon lange zu spät ist und weil Leon ihn nicht lassen würde. Aber schau ma mal was du dir so ausgedacht hasch.
Aber man muss sich auch ma bei dir bedanken, danke das du uns immer wieder so tolle Kapitel lieferst. Und mit so einem langen hab ich nicht gerechnet. Das freut das Leserherz. Ich bin einfach immer noch so baff. Von der Geschichte. Dem Kapitel. Den zweien.
Am liebsten soll sie nie enden.
So jetzt reichts aber auch wieder von meiner Seite aus^^
Wünsche dir bis zum nächsten mal auch eine wunderschöne Zeit :)
05.11.2019 | 21:47 Uhr
zu Kapitel 15
Liebe Lumi,

du SCHAFFST mich.... mein armes HERZ!!! Es hat so gepocht, wie wahrscheinlich Leons und Joshuas Herz! Noch dazu hat mein Handy passend Helene Fischer trällern lassen. "Ich brauch das Gefühl..." Hast du mal auf den Text geachtet?
Aus irgendeinem Grund hat dieses Lied mich vor fünf Jahren nach dem Tod meines Vaters hemmungslos weinen lassen, als ich abends allein im Wohnzimmer meiner Cousine noch vor einem Glas Rotwein saß und alles schon im Bett waren... und dann der Zufallsgenerator dieses Lied spielte. (Dabei hatte das Lied mit meinem Vater gar nichts zu tun.... aber manchmal....) Jedenfalls kam das Lied heute gerade, als Leon seine Hand auf Joshuas Herz gelegt hat... wie passend....

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Er petzte die Augen zu und massierte sich die Stirn. Natürlich hatte er das. Er hatte wohl kaum mit Emma angestoßen, dass er…
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Da geht's schon mal los. Am "Morgen danach" muss JoK erstmal seinen Kopf ordnen. Der inzwischen bekannte Anrufer (Serge) hat Joshua geweckt nach übermäßigem Rotwein-Genuss.
"Petzt"... ist das eigentlich typisch mainzerisch? Oder eher aus deiner Heimat? Mir sagt das nur etwas im Zusammenhang mit "jemanden verpetzen"...

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Er hatte es nicht ertragen können. Zu verlieren. Sie. Sich. Alles.
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Diese kurzen Sätze... die sind es neben so vielem, was diese Story ausmacht, was DICH ausmacht. Die gewaltigen Bildworte. Aber dann auch diese Verknappung. Genial. Geil. Ja. Er hat verloren. Sich und alles.

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…. die Wände voll von ihr und ihrer Liebe waren, und die Erkenntnis enorm war, dass all das nur eine kaputte Kulisse seiner verschlissenen Gegenwart war. Er hatte verloren. Er fühlte sich wie ein Fremdkörper in seiner Welt. Er hatte verloren. Wie ein flüssiges, heißes Metall, das man in die falsche Form gegossen, und das gerade dabei war sich zu einem hässlichen, verkratzen Klumpen zu verhärten. Er hatte verloren. Er hatte Angst weiter kaputt zu gehen. Er erstarrte. […]
in der Hoffnung, dass der sah, was für ein verbogenes Stück Scheiße er war und dass er ihn mit einem festen, liebevollen Handgriff wieder zurückformen konnte. Der konnte das nicht. Wobei das nicht entscheidend war. Er wollte das nicht.
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Erinnert mich ein wenig an Blei-Gießen an Silvester.... ja. Joshua... du bist verbogen. Doch Serge biegt sich nicht wieder hin. Zumindest nicht in die Normalität. Und eigentlich willst du das auch selbst nicht....

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Er ließ seine Handflächen gegen Joshuas Brustkorb donnern. Er war immer noch wütend, vielleicht auch besorgt, völlig zurecht und er griff nach dem Bauch-Taschenmesser, hielt es fest.
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Das Messer in Joshua.... es kommt ja regelmäßig vor. Und es ist genial!
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Sämtliche Emotionen waren zu Bomben mutiert und hatten Feuerwerk mit ihm gespielt.
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Aber nicht nur das Messer... auch die Bomben sind explodiert. In Josh und in seiner Wohnung. Im Chaos.

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Das Chaos hätte man einfach aufräumen können, aber das war nicht das, um das er sich hier zu kümmern hatte.
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Ja, Serge, du bist nicht zum Aufräumen des Chaos in der Wohnung hier. Ich denke, du hast genug Chaos in Joshua, das es aufzuräumen gilt!

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„Meine Fresse…und ich dachte, du kommst nicht, weil Leon dich gestern so gevögelt hat, dass du zum Laufen nicht mehr fähig bist, aber jetzt raff ich das erst, warum er…“
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Hoffnung hat er ja, der Serge.... :)

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Treffer versenkt. Leon. Das war das Thema. Das Messer.
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Ohne Kommentar.... :-x


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Er dachte an Leon. Sah das Bild vor seinen Augen. Wie er dastand. Nackt. Alleine. Wie er ihm verzweifelt und verdutzt nachschaute. Wie noch ein kleiner Rest von Joshuas Sperma auf seinem Bauch glänzte, den er mit der falschen Boxershorts abwischte. Wie das gute Essen kalt geworden und im Müll gelandet war, weil ihm davon schlecht geworden war, und weil sie viel zu wenig gegessen und ihre Bäuche viel zu sehr mit anderen Dingen gefüllt hatten.
Und wie er weinte. Nicht er. Der Leon in seinem Kopf.
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OH MEIN GOTT!!! Einfach nur herzzerreißend.... Leon nackt. Aber nicht nur körperlich. Auch innerlich nackt.
Und die Spuren von Joshua noch an sich. Und weinend. Der Leon in seinem Kopf. Ja, Joshau, das hast DU GANZ ALLEIN VERBOCKT, dass der Leon in deinem Kopf heulen muss, nachdem er sich vor dir nackt gemacht hat!
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Er rieb sich die Augen fester und fuhr dann hoch, weil Gott nichts auf ihn herabfallen ließ, das ihn wie einen Käfer unter einer Schuhsohle zermalmte. Dabei verdiente ein Käfer das nicht. Er schon.
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Was für ein herrliches Bild für "Schuld"... fast schon wieder "anmutig" schön. Schmerzlich-genial... zum heulen schön!

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Joshua lächelte kurz und schwach, weil die Erinnerung daran ein wohliges, flaues Gefühl in ihm auslöste, weil es auch süß und schön gewesen war mit Leon am Tisch zu sitzen, wie sich seine Hand plötzlich über seine geschoben hatte, wie es gekribbelt und gestochen hatte, als er kurz vergessen hatte, dass er eigentlich ein riesiges Problem damit hatte und dass sie hätten damit aufhören müssen.
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JA... siehst DU Josh..... Du weißt selbst, dass es schön war!!! Bring ENDLICH innen und außen von dir zusammen. Sonst verbiegst du dich wie ein Geldstück, bei dem die "zwei Seiten der Medaille" sich gegeneinander biegen und dabei zerbrechen! (siehst du.... ich hab es auch voll drauf mit den Metaphern... :D)

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Das, was Leon ihm gestern über sich erzählt hatte, war nur für seine Ohren bestimmt gewesen.
„…dann hat er mir seine Liebe gestanden.“
Der Herzensstich von gestern pulsierte schmerzhaft nach.
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MEIN Herzstich war auch pulsierend schmerzhaft.... AUA!!!!!

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Und Joshua hatte ihm eine Seitentür mit Schokolade übergossen präsentiert, in der er sich selbst verirrt hatte, und Leon war darin ausgerutscht und liegen geblieben. Wer würde das nicht? Es war kein Wunder, dass Leon sich verliebt hatte.
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Schlag auf Schlag geht's weiter.... Mein Gott!!! Nobelpreis.... mehr sag ich dazu nicht!

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Die Schuld auf seinem Herzen verknotete seine Zunge, saugte seinen Atem aus, wodurch es doppelt so hart war weiterzureden.
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Ich hab ja angedroht, ich würde beinahe das komplette Kapitel zitieren.... HAMMER!

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Joshua selbst war derjenige, der sich wie ein dickes, verfressenes Hündchen verhalten hatte, dem man verbotenes Gourmet-Nassfutter unter die Schnauze gehalten hatte. Er war es, der zugelangt hatte und seinen Trieb nicht im Griff gehabt hatte, oder das Gefühl. Leon an diesem Abend zu lieben war enorm gewesen und so richtig wie falsch.
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Selbsterkenntnis, Joshua.... hab ich dir schon mal gesagt.... "Leon an diesem Abend zu lieben..." EBEN! Das war kein Sex. Das war Liebe!

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Joshua war aufgesprungen, nachdem sich die Fehlermeldungen in seinem Kopf zum Mount Everest gestapelt hatten. Die Raserei in seinem Kopf zündete Feuer in seinem Hintern. Er lief auf und ab, wich zuerst den Gegenständen auf dem Boden aus, dann trampelte er darauf herum.
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Das "übliche"..... Genial!


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Er war schnell bei ihm gewesen und hielt Joshuas Zittern fest, seine Fingerspitzen, die den Buchrücken umklammerten und sich in das dicke Papier bohrten.
Seine Augen glänzten. Er schnaufte rastlos und empört, gab aber Ruhe, nachdem Serges Griff fester geworden war, er ihn eindringlich ansah.
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Serge ist der richtige Freund in der richtigen Situation mit der richtigen Reaktion....
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Er verzichtete jedoch darauf das zu sagen, denn Joshua brauchte in diesem Moment keinen Freund, der ihm deswegen zufrieden auf die Schultern klopfte, sondern einen, der ihn beim Aushalten half. Er nahm Joshua das Buch gänzlich aus der Hand und zog ihn in eine feste Umarmung, legte seine Handflächen auf seinen Hinterkopf und drückte sein Gesicht an seine Schulter. Er fühlte seinen Puls, seinen heißen, hektischen Atem, seine Fingerspitzen, die sich durch den Stoff der Trainingsjacke hindurch in seine Haut bohrten, und ließ ihn. Der Schmerz kam und beutelte Joshua erneut.
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DA war er wieder... der RICHTIGE Freund..... Gott... schon dabei hab ich Tränen in den Augen und wir sind noch nicht mal beim Herzschlag von Leon und Joshua angekommen..... MAN MAN MAN.... ich werde noch zur Heulsuse wegen dir!!!
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Ein Leon ließ sich nicht mal eben beseitigen.
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HACH.... ja, so ist es!
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"Leon... liebt dich..." […]
„Obwohl du ihm dein Arschloch hinstreckst. Im mehrerlei Hinsicht.“ Und vielleicht sollte er Leon sagen, dass er ruhig mal zutreten konnte.
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Diese Liebe, die Serge Joshua versichert.... die er ihm zusagt... die zwar mit Schwierigkeiten behaftet ist, aber eben doch machbar ist.... ja. Das ist etwas schönes!

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Serge lächelte schwach. „…aufräumen. Ganz dringend.“
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Ja, das musst du Joshua! Nicht nur deine Wohnung, sondern dein Leben!
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Das erste Buch stand wieder im Regal.
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Ich hoffe mal, damit ist auch für Joshuas Leben der Anfang gemacht!

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Weniger verkraften konnte er die Begegnung mit Leon, den er erst auf dem, vom nächtlichen Schnee freigeräumten, Rasen antraf. Er bemerkte sofort, dass Leon wie ein Fremdkörper zwischen den hochmotivierten Kollegen wirkte, er unausgeschlafen und schlapp aussah. Er sah ihn nicht an. Kein einziges Mal.
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Da ist es wieder.... Heiß-kalt.... diesmal wohl eher kalt.... Oh man....

Der aufmerksame Müller hat erkannt, dass da wohl ein Nachtwässerchen getrunken wurde. Offenbar das gleiche Gift, das sowohl Joshua, wie auch Leon getrunken hatten. Es hatte sie vergiftet. Dieser Abend. Äußerlich und innerlich.
Serge ist aber auch für Leon da. Zumindest beim Joggen ist er in Leons Nähe und macht damit deutlich, dass er "an seiner Seite" ebenso da ist. Für einen Freund.

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... und seinen heißen Kopf mit etwas zu kaltem Wasser abzukühlen.
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Das muss er wohl, bevor er zum Gespräch bei Leon antritt. Gott sei Dank ist Leon anders und lässt ihn nicht "unter der kalten Dusche" erfrieren, wie Joshua es wohl getan hätte, der ein nachtragender Mensch ist....

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Er fühlte immer noch das Loch in seinem Herzen. Das Messer, das darin steckte. Er sah auch das in Leons Herzen.
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Ja... ihr habt euch gegenseitig die Herzen geöffnet. Sei es nun mit einem Messer oder mit Geständnissen, mit Offenheit... mit Liebe... und das kann auch mal weh tun....
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Er stand nun fast vor ihm. Leon sah ihn an, versuchte ihn mit seinen Augen zu durchbohren und Joshua hatte gerade nicht den Mut dem Blick Stand zu halten, kaum Kraft das Messer herauszuziehen.
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KOMM SCHON JOSHUA!!!! GIB GAS!!!! ZIEHEN!!!!!!
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„…ich hab’s gestern Emma gesagt. Sie ist weg. Ich habe dich nicht geoutet. Das habe ich nie. Unsere…meine… Wohnung ist jetzt ein einziges Chaos. Mein ganzes Leben.“
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Wichtig! Wichtig für Leon. Dieses Geständnis Emma gegenüber öffnet eine Tür für Leon. Es ist nichts mehr festgefahren. Und gleichzeitig ist es ihm so wichtig, dass er Leon nicht geoutet hat. Ihn bewahrt hat.

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Er umarmte ihn.
Joshua zuckte zusammen und reagierte prompt mit Gänsehaut, als er ihn an sich spürte, seine Wärme, seinen Atem an seinem Hals, die Hände auf Rücken und Hüfte, als er sein Parfüm roch und das herausgewaschene Shampoo in seinen Locken. Joshuas Herz schlackerte wild gegen seine Ohren.
Flüssiges Feuer lief von seinem Kopf hinunter zu seinen Zehenspitzen und verrauchten ihm Sicht und Kopf. Er lag steif und locker zugleich in Leons Armen und ließ zu, dass dieser sich von ihm löste, ohne dass er sich wirklich von ihm entfernte. Er ließ zu, dass Leons Hand sich unter seinen Pullover schob, seine Finger zart seinen Bauch berührten, über die vor Schreck angespannten Bauchmuskeln wanderten, die steifen Brustwarzen kurz an stupsten, ehe die ausgebreitete, flache Handfläche in der Mitte seiner Brust zum Liegen kam. Dort, wo sein Herz heftig dagegen pumpte. Gogong. Gogong. Leon atmete schwer und langsam, sah ihm tief in die Augen. Er zitterte ein wenig. Seine Wangen waren rot, seine Lippen bildeten ein schüchternes Lächeln, und Joshua spürte, dass er abgesehen vom Lächeln genauso aussah, dass er auch so atmete wie nach einem heftigen Orgasmus, das ihm sein Herz und das Gefühl für Leon in Grund und Boden schlugen. Schmetterlinge platzten in seinem Bauch.
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DAS IST EINFACH NUR DER HAMMER!!!
Es gibt keine Worte, die auch nur im Ansatz Anerkennung und Lob dafür aussprechen könnten, was in diesem Abschnitt passiert! Deshalb erdreiste ich mich auch gar nicht weiter, das zu kommentieren.
Das muss man einfach so stehen lassen!

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So ließ er Leon jedoch seine Hand nehmen, ließ sie locker, wackelte nur als Leon sie unter sein Shirt schob und seine Berührung damit bei ihm spiegelte.
Joshua spürte Leons warme Bauch- und Brusthaut unter seinen Fingern, die feinen Härchen, die sich darauf aufstellten, seine Brustwarzen, seinen Herzschlag direkt darunter, der nun auch gegen seine flach von Leon darauf gedrückte Handfläche donnerte. Oh Gott. Leon hatte Herzrasen. Nein. Sie hatten Herzrasen.
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UND NOCHMAL: HAMMER!
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Ein paar Sekunden standen sie da, das jeweilige Herz buchstäblich in der Hand des anderen. Und fühlten.
Das war zu viel. Was war das für eine Taktik? Was sollte das? Joshua wollte das beenden, doch Leons Hand hielt ihn weiter an seiner Brust fest. Er würde ihn nicht gehen lassen. Er würde ihn nicht kalt werden lassen. +++++
Diesmal ist es keine sexuelle Hitze. Es ist Liebes-Hitze... das war es vorher vielleicht auch schon. Aber hier so RICHTIG! Und Leon würde ihn nicht kalt werden lassen....



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Er meinte Joshuas Herzschlag.
Und da wurde es ihm klar. Leon spürte es. Es verriet ihn. Es gab ihm im Grunde die Antwort. Es war eindeutiger als jeder Fick. Als jeder Kuss. Als irgendein Wort. Es brauchte keine Zeit. Es war jede Millisekunde da.
‚Ich liebe dich‘. ‚Ich liebe dich‘. Gogong. Gogong.
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Joshua kennt die Antwort. Die einzig wahre Antwort. Sein Herz gibt sie für ihn. Es schlägt. Für Leon.


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Ich glaube, das ist das längste Review aus meiner Feder aller Zeiten. Und ich hab ja das wenigste dazu beigetragen. Ich kann aber einfach nicht anders, dich liebe Lumi, für diese Sprachgewaltigkeit zu loben, als diese Passagen zu zitieren. An sich hätte ich noch viel mehr herausgreifen können.
Ich möchte dir einfach unter die Nase halten, wo und wie genial du beim Schreiben gewesen bist. Ich hoffe, diese Botschaft kommt an.

Nochmals, was ich schonmal sagte: Literaturnobelpreis!
Dass Sprache und Metaphern wichtiger werden als die Handlung selbst...
Und ich brauche jetzt einen Schnaps.... ich bin in innerlicher Hitze ob dieses Kapitels.... und der Schnaps brennt mir die Kehle runter. Denn meine Augen brennen vom Lesen, mein Herz steht in Flammen, meine Ohren glühen, mein..... naja.. ist erhitzt....

Joshua schließt mit einem letzten geröchelten Wort....
„Le…on…“

Und ich möchte angesichts dieses Kapitels (gut.... "Leon röchele ich auch immer gern vor mich hin) schließen mit dem letzten Wort:

"Lu...…..mi!!!!"
05.11.2019 | 19:05 Uhr
zu Kapitel 15
Hallöchen,

Ach Joshua was machst du nur. Serge ist zum Glück da. Und bringt Joshua auf den richtigen Weg. Er öffnet ihn die Augen.
Manchmal muss es erst richtig knallen, bis man weiß, was man will.
Das Gespräch mit Leon war dann zu viel.
Ixh freue mich auf mehr.

Liebe Grüße
Summer2011
05.11.2019 | 15:28 Uhr
zu Kapitel 15
Hey Lumi,

und wieder kommt ein Kapitel zum perfekten Zeitpunkt. Dieses Mal erreicht es mich im Krankenlager. Kind krank. Mutti krank. Nicht schön.
Aber umso mehr freue ich mich über die Ablenkung.

Da hat es Jo aber mächtig übertrieben, aber manchmal tuts eben auch gut, sich im Selbstmitleid zu suhlen. Glücklicherweise ist Serge schon auf dem Weg, bzw. vor der Tür um zu helfen. Der gefällt mir hier in deiner Story überaus gut.
Sonst übrigens auch, seine Haare *schwärm* da könnte man.... hach ja... ich schweife ab.
Ich finde den wirklich cool. Schön, dass er bei dir einen größeren Auftritt hat.
Er ist Joshua wirklich ein großartiger Freund und hilft ihm, dass er einsieht, was er für Leon empfindet.
Auch Thomas bietet sich an, dass Joshua mit ihm sprechen kann.
Zum Glück entschließt sich Joshua, auf Leon zuzugehen und ihn um ein Gespräch zu bitten. Er sagt ihm endlich, was in ihm vorgeht. Gut, bis auf ein entscheidendes Detail, das findet Leon allerdings selbst raus. Joshuas Herz kann seine Gefühle eben nicht verbergen. Gott, was hab ich geheult. Das war so schön!
Ich glaube, Jo hat einfach vergessen zu atmen (passiert mir ja auch ständig :D) und fängt sich aber wieder.
Ich bin sehr gespannt, wieviel Zeit Joshua noch braucht, bzw. wie geduldig Leon mit ihm ist.

Liebe Grüße, Mel
05.11.2019 | 14:51 Uhr
zu Kapitel 15
Hello Lumiiii!!!

Aaaaaaaah was zur ... Verdammt! Jooosh! Panikattacke oder doch Nervenzsmbruch?! Lumi.. miese Angelegenheit.. ok genug davon, du wolltest, dass ich schreie :P

Weiter zu Lobeshymne:
Also da wäre:
- Serge, der mich unglaublich begeistert. Ich liebe ihn. Also als BFF für Josh. Ich mag wie er die dinge klar ausspricht! #SergeforPresident :P

- Thommy. Ich mag ihn ja den Müller. als Kumpel ist er bestimmt toll :)

- Emma: total verständlich in erster Linie.. ich glaube jeder würde mit toben beginnen und den Glauben in jedem Wort anzweifeln. Sie kann einem leid tun. Die Liebe ist manchmal echt grausam..

- mein liebster Leon: das er verletzt is, kann man ihm nich verübeln... Das er nich so 'kalt' is wie Josh wäre an seiner stelle und mit ihm redet - tolle Sache!
Dass er ihn zu rede stellt. Dass er Josh anhört. Dass er ihn liebt. Dass mit dem Herzen. Omg. Da musste ich weinen. Aaah das war soo romatisch *seufz* *_*

- Joshua - mein Chaot - FINALLY gesteht er es sich ein - danke Serge! - dass er Leon liebt! Diese Gefühle der Zerissenheit hab ich ja schon öfter erwähnt. Das Durchdrehen in der Situation. Die Überforderung. Und das Ende. (Verweise auf den schrei am anfang :P) aber ich bin sehr proud. Dass er es versucht hat. Die Worte: " das erste buch steht im regal" ist dies genau getroffen.

- mein lieblingszitat: "Und Joshua hatte ihm eine Seitentür mit Schokolade übergossen präsentiert, in der er sich selbst verirrt hatte, und Leon war darin ausgerutscht und liegen geblieben. Wer würde das nicht?" Ja wer würde nich?! ;P

Und dir meine allerliebste Lumi:
Ich liebe diese Story. Dein Schreibstil..das habe ich dir ja schon oft gesagt.
Freu mich einfach, dass du trotz all dem Stress noch schreibst und uns versorgst mit #TeamKimetzka! Da stelle ich die Story direkt ins oben genannte Regal :P (And now the Rahmen des Reviews is closed haha).
Wie gesagt. Danke, für den Alltagsausgleich! *Konfettiregen*

Bis ganz bald und eine gute Zeit
Pass du auch auf dich auf <3

Lg deine Lea
05.11.2019 | 11:53 Uhr
zu Kapitel 15
Wow, was ein Kapitel und was ein Ende ... bin leider nicht fit genug um lange mit dir zu schimpfen. Aber das war grossartig geschrieben. Man spürt Joshs Zerrissenheit sehr gut und gleichzeitig - wie Leon zum Glück auch - dabei immer wieder seine Gefühle durchschimmern. Da ist jemand heftig verliebt und gleichzeitig macht er gerade ne Art inneres Coming out (wohl eher als bisexuell, aber auch das ist denke ich nicht zu unterschätzen) und soll sich gleichzeitig auch nach aussen Verhalten ... zumindest Serge, Leon und auch Emma gegenüber.

Ganz schön viel auf's mal, wer würde da nicht auch mal den Kopf verlieren. Achso nebenbei soll er ja auch noch Fussball spielen und sich in dieser Fussball-Welt zurecht finden mit etwas, dass da absolut nicht willkommen scheint.
ich freue mich jetzt schon wieder auf das nächste Kapitel, auch wenn ich schon mal befürchte, dass du uns aus Leons Sicht erstmal zappeln lassen wirst. Denn auch wenn man Leons Schmerz aus Aussenperspektive schon wahrgenommen hat, der verschliesst sich da schon auch sehr gut. Die Herz-Hand-Aktion war aber eher ein Lichtblick von ihm, hat gut getan in diesem doch eher schweren Kapitel sonst.

Danke dir für jeden Schreibflash und all deine Mühen uns daran teil zu haben.
Liebs Grüessli
swizzley
26.10.2019 | 00:52 Uhr
zu Kapitel 13
WARUM?
Joshua stolperte hinaus in den Schnee. Er trug zwar Schuhe, aber es fühlte sich an als wäre er barfuß. Es brannte. Es schmerzte. Er erstickte den Schrei mit dem Stoff seiner Jacke. Und damit auch die Worte, die er vor Leon nicht herausgelassen hatte. Aus seinem inneren Käfig.

Ich liebe dich auch, Leon.
DARUM.
+++++

Hmpf… darum ist diese Story so genial. Manchmal bleibe ich an so kleinen Absätzen hängen und ich MUSS dann einfach nochmal was dazu schreiben...
Weil es einfach so schön ist. So intensiv. So mitreißend.

Ja, Joshua: Du liebst ihn auch!
Mach was daraus!

Antwort von -Lumi- am 05.11.2019 | 10:16:59 Uhr
DANKE lieber Stefan.
Einfach nur DANKE.
Es geht auch gleich weiter mit dem nächsten Kapitel. :)
Hoffe es gefällt <3
13.10.2019 | 12:34 Uhr
zu Kapitel 14
Hallihallo liebe Lumi :)

Vorgestern spät abends, fiel mir wieder ein, nachdem du auf mein Rev geantwortet hattest, dass du ein neues Kapitel hochlädst, dass ich das ja noch lesen sollte sonst hätte ich nicht schlafen können :D Ich hab's gelesen und dazu folgt dann gleich mein Kommentar :)) Den ich aber auf zwei Tage schreiben musste weil ich dann weg musste und dann keine Zeit mehr hatte ihn fertig zu schreiben.

Zu meinem Arbeitsunfall ja der zieht sich seit fast drei Wochen hin, Bandverletzung rechtes Bein, Sprunggelenk und Wade … mal schauen wie lange sich das noch hinzieht mit der Heilung. War auch wieder beim Arzt der mich ins Uniklinikum weiter verwiesen hat …

So aber genug von mir kommen wir zum Kapitel ;)

Der Einstieg in die Vergangenheit ist dir wirklich gut geglückt wobei ich kurz brauchte um drin zu sein ;) Aber es stand ja oben dran, dass es im Herbst davor spielte.

Es war sehr interessant zu lesen, dass Jo's 'Problem' schon viel früher los ging als man erwartet hatte aber es zeigt auch, dass er auch nur ein Mensch ist der mit Veränderungen kämpft und man sich so richtig schön einfühlen konnte. Ich sah mich da als Zuschauer der den armen Jo beobachtet wie er mit seiner Fassung kämpft und ihm heiß ist und elend und er versucht vor sich selbst und den Anderen Haltung zu wahren.

Auch die Beschreibung der kurzen, für Jo wichtigen Spielszenen, dass Leon das Tor schoss und er auf ihn zugeeilt ist und sie sich so nahe waren war wieder mega gut geschrieben. Man kann es sich so gut vorstellen wie er so mit seinen Gefühlen am kämpfen war die ja doch irgendwie was banales normales waren aber nicht mehr für Jo.

<<Denn eben hatte er nicht aufhören können es aufzusaugen. Seinen Blick. Seinen Anblick. Er hatte es einfach nicht gekonnt. Sein Kopf hatte dabei die schönsten Farben erzeugt. Sprudelwasser von oben. Ameisenstraße von unten. Schlagzeug irgendwo in der Mitte. Er war gefallen. Irgendwohin. << Awww mega geile Metaphern wieder und so schön beschrieben. Man merkt so voll, dass er einerseits unter Strom steht aber auch anderseits die völlig für ihn neuen Gefühle die ihn da so übermannen und er merkt, dass er Leon immer schon gerne um sich hatte und trotzem die Veränderung da ist die ihm Angst macht und er sie sogleich wieder los werden will …

<<Und nicht nur sein Hirn hatte reagiert, sondern auch sein Körper. Hitze in Form von Blut in seinem Schwellkörper. Testosterontsunami. Sehr großer, nicht kontrollierbarer Flächenbrand. Gute Kombi. Nein. Und nun stand er hier. Im wahrsten Sinne des Wortes. << Und nochmal ein Zitat was ich mega gut finde und lachen muss, weil in der PFF einer guten Freundin und mir die wir aber nicht hochgeladen haben haben unsere Jungs in der Story auch immer wieder mit den sogenannten primitiven Gedanken und dem Hirn das weiter unten anfängt zu denken zu kämpfen :D Daher musste ich sehr grinsen und konnte es mir so gut vorstellen^^

Auch der nachfolgende Absatz als Jo versucht irgendwie mit seiner angestauten Emotion klar zu kommen und seine Phantasie es nicht besser macht und ihm ständig Leons Haare und Augen und der Körper in den Kopf kommen war sehr gut beschrieben.

Ich würde behaupten nachdem Jo in der Toilette sein Problem los wurde da wird einem klar, dass ihm die verrückten Emotionen die ihn heimsuchen schon viel zu lange belagern er ihnen aber keinerlei Beachtung geschenkt hat und sie nun selbst das Kommando übernehmen ansonsten wäre er ihnen nicht so ausgeliefert. Nun kann man sich auch vorstellen wie das von Statten ging als Leon zu Jo in Doha aufs Zimmer kam und der da auch so halb nackt oder nackt vor ihm stand.
Sehr gut kombiniert! :)

Haha oh Mann des hätte noch gefehlt, wenn Niki ihn da erwischt hätte. Da wären sehr peinliche Fragen dann gekommen :D Umso besser, dass er dann direkt wieder abgezogen ist von wegen das mit dem angeblichen Knöchel anstoßen wäre mies :D

Der Übergang von der Vergangenheit in die Gegenwart ist dir sehr gut von der Hand gegangen und ohne, dass man irgendwie das Gefühl hatte es würde sich holprig oder hölzern lesen.
Es war definitiv Schicksal, dass es Jo da auf dem Eis, in den Schnee hinwarf und er seine Winterschuhe trug statt Badeschlappen aber er hat da dieses widerkehrende Erlebnis und beides war scheiße bzw. ist die Situation viel krasser und härter als die, die er da unter der Dusche hatte.

Jo's rasende Gedanken die sich bei dem Liebesgeständnis und der Story aus Leons Vergangenheit überschlagen haben waren wieder sehr gut eingefangen und sehr authentisch, das sman es nachempfinden kann wie wütend Jo auf den Typen ist der Leon ohne jegliche Gefühle nur des Spaßes wegen gefickt hat und er ihm den Penis absäbeln wollte bis ihm einfällt , dass er ja keinen Deut besser war.
Auch, dass er Leons Küsse noch intensiv spürte und er nicht wollte, dass es aufhörte kann man sehr gut nachvollziehen. Der Satz mit Serge von wegen, dass er Karma und Schicksalsgott in einem war und ihm die Ohren lang ziehen und den Arsch versohlen würde war sehr erheiternd in dem sonst so ersten Text ;) Ich muss da jedes Mal an die Szene von wegen Jo an einem Baum im Wald fest gebunden denken :D

So elend es Jo auch geht so hat er die Erkenntnis erlangt, dass er sich zuvor schon in Leon verguckt hatte auch, wenn er es auf den Sex schob wo er sich angeblich Hals über Kopf verliebt hat.
Was Emma angeht jep deren Herz hat er auch mit zertrampelt aber es ist auch eine bescheidene Situation in der er sich befindet. Noch nicht bereit die Konsequenezen zu tragen und er suhlt sich halt echt noch in der Selbstmitleids Scheiße gepaart mit Egoismus.

Ich fand es sehr gut von Jo, dass er endlich mal all seine Gefühle heraus gelassen hat. Das die Tränen sein Herz reinigen konnten und er klarer sehen konnte. Dass er Verantwortung übernehmen muss und klar die Emotionen die sind ja nicht ausgestanden aber, dass er sich mit ihnen befasst war sehr wichtig und auch mutig.

<<Deshalb musste er es wegschaffen. Das Feuer. Das Eis. Komplett. Die Last musste weg. Der Dreck. Der Schmerz. Und bei Emma musste er anfangen. Sie war ohnehin die Erste, der er in die Augen schauen musste. Sie war sein Zuhause. Und er würde ihr noch heute sein hässliches Gesicht zeigen. Sich von ihr emotional verhauen lassen. Zu Recht. Und hoffen, dass sie ihn dann immer noch wollte und dass alles gut werden würde. Vielleicht nicht an diesem Abend, aber… bald. Denn er wollte sie und seinen Traum vom Glück nicht aufgeben. << Der Absatz war auch wieder mega geil geschrieben. Gepaart mit der bildnerischen Sprache. Aber bei 'Sie war sein zu Hause …' da dachte ich nur so Oh Gott Jo wann begreifst du es endlich, dass sie nicht mehr dein zu Hause sein wird, wenn sie es je war … Der macht sich doch selbst was vor aber wenigstens hatte er die Absicht endlich mal Klartext zu reden selbst, wenn ihm eine falsche Boxershort zur Hilfe kommt dazu aber später mehr.

Die Szenen sind dir gut von der Hand gegangen, als Jo doch die Eier hatte in die Wohnung zu gehen. Ich dachte erst der bleibt noch ein wenig länger im aufgeheizten Auto sitzen und grübelt wie er aus der misslichen Lage wieder heraus kam.
Ehrlich gesagt ging mir die Konversation mit Emma dann voll auf die Nerven was an Jo lag der schon wieder herum eierte statt Tacheles zu reden. Wobei man mit ihm Mitleid haben sollte, weil er ja eigentlich nicht der Typ ist der fremd geht und so mit der Tür ins Haus fallen ist auch nicht der Burner.
Die Beschreibungen der Bilder, als alles noch toll war und sie glücklich passt perfekt zur Endstimmung der Beziehung der Beiden, auch, wenn Jo immer noch glaubt er könnte die Glassplitter irgenwann zusammen setzen. Was für eine Selbstverarschung …

Die Szene mit der vertauschten Boxershort hatte schon was skurilles aber seien wir ehrlich uns Mädels fällt alles auf. Während die Männer nicht mal bemerken, dass wir beim Friseur waren fällt uns das auf. Ein sehr banales Beispiel aber ja da hatte Jo sich in der Hektik sich verpissen zu können die falsche gegriffen und egal was er jetzt für Storys gebracht hätte wäre alles umsonst gewesen weil Emma mit Sicherheit in Sekundenbruchteilen klar wird was gespielt wird. Klar bei 'normalen' Pärchen oder in Filmen sind es die Lippenstift Flecken, Parfum oder irgendwelche Nachrichten und hier ist es die Boxershort. Echt sehr genial eingebaut und noch mit einer Brise Galgenhumor :D

Den Teil in der Vergangenheit hast du gut eingefügt und auch da hatte ich nicht das Gefühl, als wäre es fehlplatziert gewesen. Das Jo sich einsaut und dann auch noch mit Schokoladeneis ist mega fies :D Ich kenne das ich kleckere auch gerne oder verschütte Getränke auf mich oder andere. Einmal bekam eine Freundin nach einer Erzählung meinerseits mit Händen und Füßen die Hälfte meiner heißen Schokolade ab. Mann war das peinlich :D
Den Moment als Leon den Rest Eis von Jo's Unterarm angelte und dann noch der Spruch war gut eingebracht und zeigt, dass Leon wohl tief in sich drinnen auch schon mehr als freundschaftliche Gefühle für Jo hatte, auch, wenn das noch ganz tief unten lag. Außerdem fand ich den nachfolgenden Satz wieder klasse und sehr zweideutig : <<Ich glaub das brauch‘ ich ab sofort öfter, auch wenn’s eine Sünde ist.“ <<

Ohhhh das ist voll süß, dass Jo so meinte er wolle ein Haus und Kinder weil der Fußball mal zu Ende ist und mann das ist sooo krass gut eingebracht, weil es seine aktuelle Situation, die Scherben seiner Beziehung und das ganze Ausmaß wieder spiegelt. Er merkt mehr und mehr, dass er schwul ist und somit nicht den 'normalo' Traum leben kann außer er verleugnet sich selbst mit.

Der letzte Satz aus der Vergangeheitssichts war natürlich purer Zucker *-* Ich hoffe mal Jo bekommt dort seinen Heiratsantrag von Leon und wird sich dran erinnern wie er damals drüber nachdachte was er sich für Leon wünschte als er ihm die Locke aus dem Gesicht gestrichen hat *-*

Tja und dann kommt der Knall in die Realität. Ich schätze mal, dass Emma ins Hotel gegangen ist oder ihn aus dem Schlafzimmer geschmissen hat oder ein Ultimatum, dass er gehen muss wie auch immer. Und ich schätze derjenige der Jo die Hölle heiß machen wird ist Serge. Entweder Leon hat sich bei ihm ausgekotzt oder Serge hat hellseherische Fähigkeiten :D
So oder so war das Ende natürlich wieder mega mies :D

Das Kapitel war der Hammer und ich habe es genoßen wieder von den beiden Jungs zu lesen *-* Das Einzige was ich ein wenig nervig aber was natürlich wichtig für den Storyverlauf war, war die Vergangeheitssicht am Schluss. Da hätte ich lieber gelesen wie das Gespräch mit Emma und Jo war und ob er heraus gelassen hat mit wem er was hatte … aber so hast du die Spannung hochgehalten was ja auch nicht schlecht war ;)

Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht und wünsche dir einen schönen Sonntag :)

LG G.

Antwort von -Lumi- am 04.11.2019 | 11:38:34 Uhr
Hallo liebe Germany, :)
entschuldige bitte meine verspätete Antwort. Ich hatte es, bevor die Welle an Familienfeierlichkeiten kam, leider nicht mehr geschafft gehabt... aber jetzt bin ich hier, um mich bei dir für dieses liebe, lange Review zu bedanken. Ich freue mich immer noch riesig und bin sehr glücklich darüber, dass du mich so an deinen Gedanken zu meinem Geschreibsel teilhaben lässt. <3
Vieles was du schreibst... da kann ich nur nicken. Das Ganze hat in Joshua schon sehr lange gewühlt und sich immer weiter gesteigert bis er es in Doha nicht mehr ausgehalten hat. Die erste Vergangenheitsszene sollte genau das erklären. Es war ja damals schon heftig gewesen wie offensiv und ja fast schon dreist Joshua Leon (der sich darüber so gewundert hat wie ihr euch zu diesem Zeitpunkt) verführt hat. Der war ne tickende Zeitbombe und da hatte es einfach BOOM gemacht. Joshua ist da auch eindeutig typisch Mann. Mit all seinen "primitiven", wie du so schön geschrieben hast, Gegebenheiten xD, da hat das Hirn nicht mehr ganz so viel Blut zum Denken zur Verfügung, wenn neunzig Prozent davon sich tiefer angestaut hat. :D
Da hat Joshua noch mal Glück gehabt, dass er da in der Toilette sein Problem erstmal losgeworden ist und ihn keiner dabei erwischt hat. (Das wäre ja echt fies gewesen. und wie hätte er das dem Niklas auch erklären sollen, dass er aufgegeilt aus der Mannschaftsdusche geflüchtet ist :D?) So konnte er das Ganze erstmal wegstecken.
Dankeschön für das Lob bzgl. des Übergangs aus Vergangenheit-Gegenwart. :)
Ich ziehe die Parallele zwischen Joshua und Leons erster Liebe bewusst immer wieder und das wird später nochmal... interessanter/entscheidender (:D), da will ich gar nicht zu viel verraten. Die zwei sind sich genauso ähnlich wie sie unterschiedlich sind. Der Unterschied schlechthin (das ist ja kein Geheimnis mehr): Joshua liebt Leon. Der Typ nicht. Ich hätte das aber auch zu gerne gehabt, dass Joshua sich da mal rächt und dem Vogel den Schwanz ausreißt :D. Ich kann mir das irgendwie total gut bei ihm vorstellen. Auch dass er z.B. ein ziemlich eifersüchtiger Typ ist. :)
Die Boxershorts. Ha! Ich überlege immer noch, wie viele Leser im Kapitel davor wohl darüber nachgedacht haben als ich im Nebensatz erwähnt habe, dass Joshua nach Leons Boxershorts gegriffen hat, dass DAS so richtig von Bedeutung sein könnte. Es ist so. Wir Frauen merken, sehen, riechen, spüren Dinge, von denen haben Männer keine Ahnung. :D :D
Ich kann schon verstehen, dass du vielleicht anstellte der letzten Vergangenheitsszene lieber das Gespräch zwischen Emma und Joshua gehabt hättest, aber... das Gespräch selbst (also der genau Dialog) ist gar nicht so entscheidend für die Geschichte, sondern eigentlich das Resultat und ein paar Details und die wirst du dann im nächsten Kapitel bekommen. Die Vergangenheitsszene, für mich eine der Allerwichtigsten, musste hier an dieser Stelle unbedingt hin, denn da werden gleich mehrere Dinge verarbeitet. Erstmal das erste Prickeln, das Joshua in Leons Nähe bemerkt und natürlich ihr Gespräch über Beziehungen. Ich hoffe, dass man da etwas gemerkt hat, warum es für Joshua auch so extrem schwierig ist sich den Gefühlen für Leon hinzugeben. Warum er es Emma bislang nicht gesagt hat, warum er sich generell so panisch und geteilt verhält. Es geht hier für ihn um weitaus mehr als um die Liebesbeziehung zu Emma. Es geht um seinen (Kindheits)Traum, um alles, was er sich aufgebaut hat, um seine Zukunft, um seine Vorstellungen und Prinzipien, um das Bild, das er von sich hat, oder das er haben und behalten wollte... Er war schon so weit auf diesem schönen, "normalen" Weg. Er will eigentlich nicht wegen seinen Gefühlen für Leon davon abkommen. Dass er den Weg dennoch verloren hat, ist in der Gegenwart immer noch ein echter Schock für ihn, aber so langsam lernt er, dass er nicht stehen bleiben oder auf dem Boden liegen bleiben darf und der erste Schritt war es Emma zu sagen. Dass er nicht mehr auf ihrem gemeinsamen Lebenspfad steht. Sicherlich würde er den am liebsten wieder finden, weil ihm das andere (zurecht, das kam ja auch in diesem Abschnitt) furchtbare Angst macht.
Und auch Leon verrät hier auch etwas über sich, über seine Träume und Sehnsüchte, auch über seine Freundschaft zu Jo, wie ihre Beziehung davor war. ;)
Ich hoffe deiner Bandverletzung geht es besser/gut... :)
Vielen lieben Dank nochmals für dein Review und das viele Lob und die tolle Analyse. ich weiß es sehr zu schätzen, was für eine Arbeit du dir damit machst. DANKE. DANKE.
Ich darf dir schon einmal verkünden, dass das nächste Kapitel so gut wie fertig ist. Ich hatte, nachdem ich viel mit der Familie zusammen war und fast drei Wochen gar nicht zum Schreiben gekommen bin, zuletzt wieder einen richtigen Schreibflash. Das verdanke ich auch so lieben Lesern wie dir, die mich mit Motivation und Liebe füllen.
Fühl dich von mir ganz doll gedrückt und pass auf dich auf
deine Lumi
12.10.2019 | 20:10 Uhr
zu Kapitel 14
Hallöchen,

Tja das kam für Joshua sehr unerwartet. Aber wahrscheinlich kann er einfach nicht mehr anders und auch nicht mehr lügen.
Mal schauen wie es weitergeht.

Liebe Grüße
Summer2011

Antwort von -Lumi- am 14.10.2019 | 13:38:36 Uhr
Hallo liebe summer2011, :)
vielen lieben Dank für dein Review. Habe mich sehr gefreut.
Dass er wegen der Verwechslung der Boxershorts auffliegt kam in der Tat unerwartet für ihn. :D
Ihr die Wahrheit zu sagen, den Entschluss hatte er schon gehabt, eben weil er es selbst nicht mehr erträgt, ich denke nur er hätte es vielleicht... ein wenig anders gemacht, nicht unbedingt halbnackt in der Unterwäsche seiner Affäre, aber so... musste er da eben hier und dort durch. :)
Allerliebste Grüße
deine Lumi
12.10.2019 | 13:36 Uhr
zu Kapitel 14
Hallo Lumi!
Jetzt ist es also passiert. Joshua hat seine kleine, heile Welt in Stücke geschlagen. Ich liebe deine bildgewaltige Art zu schreiben. Mir sind die Scherben förmlich mit um die Ohren geflogen. Ich bin aber immer noch der Ansicht, dass diese Welt wieder zusammen zu setzen und den "normalen" Weg zu gehen, nicht das ist was Joshua wirklich will. Als er sich nach diesem Spiel im Herbst, nach dem er zum ersten Mal in der Öffentlichkeit körperlich auf Leon reagiert hat (ich denke, im stillen Kämmerlein ist das voeher schon öfter passiert), erinnert, dass er Leon schon immer gerne in seiner Nähe hatte, ihn schon immer attraktiv und nett fand, musste ich sofort denken, dass er wahrscheinlich schon sehr lange mehr als nur Freundschaft für Leon empfunden hat. Vielleicht hätten sie ewig so harmlos als Freunde weiter machen können, ohne dass Joshua Leon je anders betrachtet hätte, wenn es dabei geblieben wäre, dass sie sich nur alle paar Monate bei der Natio gesehen hätten. Aber die Tatsache, dass sie nun in einer Mannschaft spielen, hat alles verändert. Ich denke, sich täglich zu sehen, viel enger und häufiger zusammen zu sein, hat die Gefühle, die Joshua nun entwickelt, nicht neu entstehen lassen, es hat nur die schon immer vorhandenen verstärkt und wachsen lassen. Und wenn Joshua absolut ehrlich zu sich selbst ist, dann ist es nicht das "Normale" was er wirklich will, sondern das Glück mit Leon. Mit ihm den schweren Weg zu gehen und die Familie bei ihm und mit ihm zu haben. Das zumindest ist meine Ansicht, die ich Joshua manchmal gerne einhämmern würde. :)
Die Gedanken, die Joshua sich darüber macht was für eine beschissene Welt das ist, in der Leon nicht frei leben und lieben kann, nur weil es eben einfach keine homosexuellen Fußballer geben darf, weil starke, männliche Fußballer keine Männer lieben, weil das nicht ins Bild passt, diese Gedanken fassen meine eigenen Gefühle so wundervoll in Worte. Du hast mir hier direkt aus der Seele gesprochen. Ich werde es nie begreifen, warum das schlecht sein sollte. Doch als Beobachterin der ganzen Fußballszene weiß ich eben auch genau, dass wir noch ewig weit davon entfernt sind Homosexualität im Fußball als normal zu betrachten und zu akzeptieren. Ich wünschte, es wäre anders.
Aber zurück zu deiner Geschichte. Mir hat das Kapitel wieder sehr gut gefallen. Ich fand es schön einen tieferen Einblick in Joshua's Gedanken- und Gefühlswelt zu bekommen. Jetzt bin ich gespannt, wie es weiter gehen wird und wie Joshua mit all den Trümmern umgehen wird.
Ganz liebe Grüße Sabine

Antwort von -Lumi- am 15.10.2019 | 22:05:09 Uhr
Hallo liebe Sabine, :)
vielen Dank für dein Review. Ich habe mich sehr darüber gefreut <3
Ich freue mich, dass du meine "bildgewaltige Art" zu schreiben magst. *-* Das mag glaube ich nicht jeder. Ist wie bei allem Geschmacksache, aber das bin halt ich. :)
Die Glasscherben von Jos Beziehung... es ist schon so, dass er sie am liebsten zusammenflicken möchte, er möchte seine jahrelange Idylle zurück, seine Ruhe von all den heftigen Emotionen, wenn er könnte, er würde die Gefühle für Leon sofort abschalten, aber er kann das nicht. Da gibt es keinen Aus-Knopf. Und das zu realisieren ist hart und geht nicht von jetzt auf gleich. Da ist für ihn mal eben ein großer Traum, ein geordnetes, heiles Leben auseinander gebrochen, er verliert gerade sehr viel. Und da ist Leon, den er gewonnen hat oder gewinnen kann. Den er liebt. Nach den er total verrückt ist. Nicht erst seit gestern. Mit ihm in die Zukunft zu gehen ist auch mit vielen Schwierigkeiten verbunden, die er nicht hätte, würde er den Weg mit Emma gehen. Und wir Menschen neigen dazu den leichteren Weg gehen zu wollen, bzw. wir hängen sehr an alten Gewohnheiten, wir gehen den schweren Weg erst, wenn der leichtere nicht mehr passierbar oder sehr unattraktiv geworden ist... warum auch immer. :)
Ich hoffe, dass ich euch speziell mit dem letzten Rückblick ein wenig zeigen konnte, warum es für Jo so schwer ist sich für Leon völlig frei zu machen. Einerseits ist da dieser Traum vom Glück, sein Bild davon, wie sein Leben aussehen soll und andererseits die Problematik mit Homosexualität im Fußball. Und der erste Rückblick sollte euch zeigen, dass dieser körperliche Überfall auf Leon in Doha nicht aus dem Nichts gekommen ist, da hatte sich viel im Vorfeld bei Joshua angestaut (wovon Leon ja nichts mitbekommen hat :))
Das mit den homosexuellen Spielern in der Realität... ich musste mich extrem zusammenreißen das in diesen, kleinen Absatz reinzuquetschen, eigentlich hätte ich Joshua seitenlang darüber nachdenken (und mich selbst darüber auslassen) können. Fakt ist, dass es homosexuelle Spieler gibt, die sich verstecken müssen und die können einem nur leidtun. Das ist so eine große Scheiße. Ich könnte weinen. Ja, leider sind wir noch weit davon entfernt, dass sich Profis bei Vereinsfeierlichkeiten etc. mit ihrem Freund/Mann hinstellen können, gleich neben dem Kollegen mit seiner Freundin/Frau. Der DFB verteilt zwar in diese Richtung so kleine Bonbons in Form von Regenbogeneckfahnen, etc. aber... es reicht leider einfach nicht. Es müsste viel, viel mehr darüber gesprochen werden. Ich wünsche mir, dass es irgendwann möglich sein wird. Zum Glück ist das im Frauenfußball kein Thema. Da können sich die Herren wirklich viel abgucken.
In diesem Sinne hoffen wir auf eine bessere gleichberechtigte Zukunft und ich hinterlasse dir noch die allerliebsten Grüße
deine Lumi
12.10.2019 | 11:30 Uhr
zu Kapitel 6
Hallööchen :)

Ich melde mich mal von einem kleinen Zwischenstopp. Leider klappt das mit dem zügigen Lesen deiner Geschichte nicht ganz so, wie erhofft und du hast dir wirklich ein Review verdient.
Einerseits möchte ich dir so viel sagen, aber anderseit bin ich auch irgendwie sprachlos und ja, ein wenig gefangen in dem Drama von Leon und Jo.
Zuerst finde ich es absolut klasse, wie du die Zeitsprünge einbaust. Dass sie kursiv sind, mag ich persönlich sehr, denn so heben sie sich nicht nur von der Handlung ab, sondern auch optisch. Und dass es eben nicht nur Zeitsprünge nach Katar gibt, sondern auch welche zum gestrigen Telefonat mit Max und so. Das macht die ganze Geschichte wirklich abwechlungsreich.
Und auch diese Einteilung in heiß und kalt, Doha und München, dieses Motiv, was sich auch stimmungstechnisch durch die ersten Kapitel zieht und immer wieder auftaucht, mal subtil und man richtig intensiv, das ist dir sehr gut gelungen.
Ich bleibe weiterhin dran, nur möchte ich auch nicht immer eins zwei Sätze zwischen Tür und Angel lesen, denn das hat diese Geschichte wirklich nicht verdient.

Liebe Grüße

Antwort von -Lumi- am 14.10.2019 | 13:22:43 Uhr
Hallo liebe Jump Down Deep, :)
vielen lieben Dank, dass du dich für ein kleines Zwischenreview gemeldet hast. Ich freue mich riesig, dass dir vieles an dieser Fanfiktion bislang gefällt und ich hoffe, dass ich dich auch mit den noch folgenden Kapiteln begeistern kann. Macht nichts, dass es mit dem zügigen Lesen nicht so klappt, es dauert ohnehin immer eine Weile, bis ich ein neues Kapitel posten kann (versuche ja immer einmal im Monat was auf die Beine zu stellen), von daher... du hast ganz viel Zeit. :)
Awww. Freut mich, dass du den Aufbau / das Konzept und den Stil der Fanfiktion lobst. *-* Ich habe mir bei allem sehr viel gedacht. Die Rückblicke sind bei mir immer kursiv (ich hab das auch bei mir im Dokument immer so, sonst krieg ich die Krise xD) und nicht chronologisch; deshalb schreibe ich (außer z.B. beim Telefonat und der ersten Rückblende mit Leons Ex, da sind das aktive Erinnerungen, die der Prota im Geschehen hat die restlichen Rückblinden sind eher passiv) immer drüber, wann sich was wo ereignet hat und ich hoffe, dass ihr euch so mit den Zeitsprüngen leichter tut.
Ja. Ich arbeite hier sehr viel mit stilistischen Mitteln wie Symbolen, Metaphern, Vergleiche und gerade das heiß/kalt in sämtlichen Formen und Lebenslagen zieht sich durch die ganze Geschichte. Das ist bei mir echt wie eine Seuche, oder sagen wir mal eher mein Stil - dieses Bildhafte und dass ich immer eine Stimmung erzeugen will/muss und dass ich extrem auf der emotionalen Ebene arbeite.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Weiterlesen und bin froh, dass du dabei bist, und freue mich natürlich darauf wieder von dir zu hören.
Allerliebste Grüße
deine Lumi
11.10.2019 | 15:31 Uhr
zu Kapitel 14
Hallöchen Lumi,

ach, ich liebe es ja, wenn man überhaupt nicht mit einem neuen Kapitel rechnet und dann liest man die Benachrichtigung!

Die Rückblende gefiel mir diesmal richtig gut, nicht, dass ich sie sonst nicht mochte, aber diesmal.. *wow*! Wie das alles bei Jo anfing, großartig. Ich musste mich zwischendurch immer wieder daran erinnern weiterzuatmen ;) Ich staune immer wieder, wie du Dinge und Gefühle beschreibst. Da läuft das Kopfkino von ganz alleine an.

Der Jo aus der Gegenwart hat es endlich seiner Freundin gesagt. Und der ausschlaggebende Grund war die verwechselte Boxershort. Was ich auch richtig gut finde, dass die Story absolut nicht vorhersehbar ist. Ich habe keine Ahnung, in welche Richtung es geht. Klar, ich mag immer Happy Ends. Aber ich könnte mir hier alles vorstellen. Wer könnte das am Telefon gewesen sein? Hat Leon schon mit jemandem über Jo gesprochen? Wir werden es erfahren und ich bin schon sehr neugierig.
Aber jetzt genieße erst einmal den Besuch deiner Omi und die anstehenden Feierlichkeiten.

LG Mel

Antwort von -Lumi- am 14.10.2019 | 13:04:53 Uhr
Hallo liebe Mel, :)
vielen lieben Dank für dein Review. Habe mich sehr darüber gefreut *-*
Wow. Das ist ein großes Lob. Ich hoffe, deine Atmung funktioniert wieder einwandfrei. :) Ich weiß schon was du meinst. Dieses Mal waren die Rückblicke (besonders der letzte Rückblick) sehr, sehr wichtig.
Ich hoffe, ihr versteht jetzt etwas besser, wie es dazu kam, dass Joshua Leon in Doha so offensiv und ja, fast aus dem Nichts heraus, verführt hat - es kam nicht aus dem Nichts, da hat es lange Zeit davor schon heftig in ihm gebrodelt, da ist ganz viel, was sich heftig angestaut hatte, in diesem Moment weggebrochen. Ich hoffe auch, dass man jetzt etwas besser verstehen kann, wieso er sein altes Ich und Leben nicht einfach so aufgibt / aufgeben konnte, wieso er seine Gefühle nicht aushält und warum er sich nicht einfach Leon angelt und mit ihm glücklich wird.
Wegen Leon und seinen Gefühlen bricht alles um in herum und in ihm weg. Das muss der Gute erstmal verkraften. (Die Frage ist auch, ob er es verkraften kann)
Seiner Freundin die Wahrheit zu sagen war ein echt notwendiger Schritt.
Das freut mich, dass du die Geschichte für unvorhersehbar hältst. Als Autor kann man das nie einschätzen, denn in meinem Kopf ist ALLES vorhersehbar, ich weiß ja, wie der Hase läuft, und der eine oder andere Leser (Stefan *hust* er hat das mit der Boxershorts sofort gecheckt :D) schafft es so manches Mal sehr gut mich zu durchschauen. Das freut mich genauso, wie wenn ich euch überraschen kann.
Danke dir. Das werde ich tun. Ich fahre nachher mit den Kids zu ihr. Heute kocht sie uns Käsespätzle. Ich werde die nächsten Wochen so auseinandergehen, hihihihi. Liebe das.
Allerliebste Grüße
deine Lumi
10.10.2019 | 19:59 Uhr
zu Kapitel 14
Hallöchen liebe Lumi,
Wow, du verwöhnst uns ja richtig!
Schön, dass du es so schnell geschafft hast :D
Das Kapitel ist toll geworden, ich liebe den Wechsel zwischen Rückblick und Gegenwart. Klasse, dass Joshua Emma endlich die Wahrheit gesagt hat... Ich bin soo gespannt, wie sie reagiert und wer ihn an letzter Stelle angerufen hat, da fallen mir mehrere Optionen ein... Emma traue ich es nicht so recht zu, aber ich könnte mir sowohl Serge als auch Max vorstellen (hoffentlich hab ich jetzt nicht zu oberflächlich gelesen und einen Hinweis übersehen, hupsi, bin sehr müde).
Ich freue mich schon sehr darauf, vielleicht eine Auflösung dieser Frage im nächsten Kapitel zu bekommen!
Aber jetzt genieß erstmal angekündigte Feierlichkeiten und die Zeit mit deiner Oma :)
Fühl dich gedrückt!
Deine Clara

Antwort von -Lumi- am 13.10.2019 | 13:59:58 Uhr
Hallo liebe Clara, :)
vielen lieben Dank für dein Review. Ich habe mich sehr darüber gefreut. <3
Ja, ich bin selbst ganz erstaunt. Ging im Verhältnis zur verfügbaren Zeit ganz schön ab meine Schreibwerkstatt. Jetzt erstmal ein bisschen langsamer... und ich genieße die Zeit mit meiner Omi sehr, man weiß leider nie, ob es das letzte Mal sein wird. Ich bewundere sie sehr und kann ihr stundenlang zuhören, besonders wenn's um früher geht. Sie wollte als junge Frau unbedingt Autorin werden (sie hat wahnsinniges Talent! ), aber ihr Vater hat damals einen Schuh nach ihr geworfen und gemeint: "Mit der Schreiberei verdient man kein Brot!" und so musste sie was "Anständiges" lernen. Sie hat auch einmal erzählt, dass es früher, wenn ein Kind der Familie Geburtstag hatte, es als Geschenk ein Ei für das Geburtstagskind gab. Das war für sie was ganz Besonderes. Und so ist man damals auf den Mark gegangen Eier gegen Milch zu tauschen, oder seine Kuh zu verkaufen. Ist schon heftig wie sich die Zeit so verändert.
Gestern durfte ich sie schon besuchen (sie ist ganz vernarrt in ihre Urenkel <3), morgen geht's weiter und dann am Wochenende heiratet mein Bruder. *-*
Keine Sorge, du hast nicht ungenau gelesen. Man kann sich gut denken, wer da am Telefon sein könnte (u.a. Max und Serge, Emma wär etwas komisch), aber wissen tut man es nicht. Ursprünglich war der Cliff so gesetzt, dass es mit Kapitelende klar war, aber ich hab den Cliff dann nachträglich doch ein bisschen nach vorne gezogen, sonst hätte das Kapitel nochmal 500 Wörter mehr bekommen und es ging ja schon so lange...
Danke dir. Fühl dich zurückgedrückt <3
Allerliebste Grüße
deine Lumi
10.10.2019 | 18:09 Uhr
zu Kapitel 14
ALTER FALTER!!!! Josh hat es getan!!!
Er hat es einfach mal so rausgehauen.... Ich hab seine Unterhose an, weil ich sie verwechselt habe, nachdem ich mit ihm geschlafen habe.

Aber von vorn.
Endlich bekommen wir Einblicke in die Zeit "davor". Vor Doha. Und wie es bei Josh angefangen hat. Seine Schwärmerei für Leon. Sein Verliebtsein. Denn Leon gibt diese Hitze ab (wieder das Bildwort von heiß und kalt), weil er strahlt, wie ein Atomkraftwerk.
Und zuvor hat Leon ihn hochgehoben. Ihn berührt. Ich habe vor meinem inneren Auge genau dieses Bild von einem der letzten Natio-Spiele. Joshua von Leon hochgehoben. Hach....
Und wir steigen also gleich von Null auf Hundert ein in die Lumi-Sprache, die ich so liebe.
Der Testosterontsunami hat Joshua im Griff und sein Körper reagiert. Er reagiert auf Leon. Und so muss er mit dem Ständer in der Hose flüchten. Aufs Klo. Wegen der Hitze. Wegen Leons Strahlen. Und wegen der Bilder in seinem Kopf:
_________
Immer noch waren da viel zu viele Bilder von braunen, nassen Locken in seinem Kopf. Dunklen Augen. Bartstoppeln. Viel zu viel nackter, männlicher Körper. Er fantasierte vom Anfassen und Küssen, von so richtig schmutzigen Dingen.
_________
Ja, mit Leon vor der Nase kann man schon schmutzige Bilder im Kopf haben. Von Locken. Und nacktem Körper.

"Er wimmerte und griff fester. Fuck. Und wieder. Er schwamm wie ferngesteuert im Wasser, in das man eine Brausetablette reingeworfen hatte. Leon ausgezogen. Eben. Dusche. Körper. Sein Atem an seinem Ohr. Oh fuck! Leichte Berührung. Heftige Berührung. Leon, der erregt war. Er kaute auf seinem Unterarm wie ein Hund an einem Knochen. Die Hitze in ihm wurde unerträglich."
Scheiße, nicht wahr Josh!? Wenn man da einen Steifen hat, der sich nicht beseitigen lässt, außer auf "natürlichem Wege"... und so spritzt unser kleiner geiler JoK mal eben gegen die Wand. :))
Doch dabei starb er innerlich. Und danach wurde es KALT. :D

Der Süle kommt im falsch-richtigen Moment, um seinen Kumpel zur Eile anzutreiben. Gut, dass Josh da schon fertig war.

KALT war ihm dann auch, nachdem er Leon verlassen hat, zu recht auf seinen Arsch bzw. seine Knie gefallen ist und das kalte Auto erreichte. Josh!!!! Du Arsch! Du hast so viel Kälte hinterlassen bei Leon, dass dir diese Kälte jetzt gegönnt wird. Denn er erkennt ja selbst, dass Leon sich ihm gegenüber geöffnet hat. Er hat "verstanden", was Leon ihm gesagt hat.

"Die Schuld stapelte sich wie Betonpäckchen auf seinen Schultern und erdrückte ihn."
Das erkennt er. Seine Schuld an Leon, Emma und Serge. Immerhin.

"Er hatte ihm eben sein Herz in die Hand gelegt und er hatte…er hatte es fallen gelassen und völlig panisch auf dem kalten Boden zertreten. Fuck!
Joshuas Hand klatschte gegen seine Stirn und fuhr erbarmungslos durch seine Haare. Er liebte ihn. Er hatte es ihm gerade gesagt. Das war schön. Immer wieder hörte er diese Worte. Sie waren warm. Sie brannten richtig in ihm."

Wie HERRLICH hier wieder ins Wort gebracht wird, was gerade eben zuvor passiert ist. Leon hat ihm das Herz in die Hand gelegt und er hat es zertrampelt.
Aber er will aufräumen. Und bei Emma will er anfangen. Gute Idee, JoK!
Wenn du diese Hitze behalten willst, das Herz doch nochmal kleben und flicken willst, dann musst du als erstes ehrlich zu dir sein, dann zu Emma und dann zu Leon!

"...dieses egoistische Arschloch aus der Vergangenheit, dieser Typ, der Leon gefickt und seine Gefühle ausgenutzt hatte. Zur Hölle, er musste ihn finden und umbringen! Davor noch den Schwanz absäbeln. Er konnte die Vorstellung daran, was dieser Vogel Leon angetan hatte, keinen Millimeter ertragen. Joshua atmete wild und umklammerte fest das Lenkrad. Kurz kochte unheimliche Wut in ihm auf. Dann ließ er los. Scheiße! Er hatte überhaupt kein Recht dazu. War er… war er überhaupt gerade besser gewesen? Er hatte verdammt noch mal mit ihm geschlafen und ihn dann einfach stehen lassen. Hätte nur noch gefehlt, dass er Leon gefickt hätte und der Stich ins Herz wäre perfekt gewesen. Was war er nur für ein Freund?"

Selbsterkenntnis, lieber Josh, ist der erste Schritt zur Besserung!
Lerne daraus. Lerne aus Leons Geschichte der Vergangenheit und dann kombiniere. Und überleg, was du gerade getan hast. Aber all das ist ja bei dir schon passiert. Gut so!!!


"Doch nun würde er gleich das Glas und den Rahmen drum herum sprengen. Mindestens. Und er hoffte, dass er die Glasscherben hinterher irgendwie wieder zusammenpuzzeln konnte.
Er sehnte sich danach, dass die Bilder wieder klar und ganz wurden. Dass nichts mehr wehtat."

Und wieder eine herrliche Metapher für das, was gleich passieren wird. Schön, dass du dieses Bild gleich nochmal aufgreifst! Hat mir SAUGUT gefallen! Sowohl die Metapher, wie auch das Aufgreifen.

Und dann: STRIKE!!!!
Ich hab es geahnt, dass diese verdammte Unterhose Josh zum Verhängnis werden würde. Frauen achten auf sowas. Mehr als Männer. Und wenigstens hat Joshua jetzt ein kleines Andenken an Leon. :DDD

Und dann ist es RAUS! Weil ich mit ihm geschlafen habe.... HAMMER! Und der Hammer saß auch. Denn....

"Es krachte gewaltig als die Bilder zersprangen und die Splitter ihn und sie niederrissen.
Es blutete überall."

GENIAL!!!!

Der dann folgende Rückblick ist einerseits natürlich fies. Wie ein Cliffhanger... und doch lässt er uns ein wenig durchatmen nach dem obigen Geständnis.
Doch aus dieser Teil nimmt schnell Fahrt auf und lässt uns gleich wieder hecheln. Denn es ist DER Moment. DER Moment, in dem sich Josh in Leon verliebt. Er kann das noch nicht einordnen oder in Worte fassen. Aber es ist SchoBaZi, was da mit ihm passiert. Leon leckt Jo quasi ab. Und was man angeleckt hat, darf man behalten. :D
Die Idylle, von der Joshua erzählt - mit seiner Emma und den geplanten Kindern - ist ja nun zerplatzt, wie eine Seifenblase. Denn der Anfang war schon vor der Erzählung darüber genommen. Die eine Berührung war schon da. Josh ist schon verfallen. Er weiß es nur noch nicht, als er noch in seiner Idylle lebt. Doch diese Idylle ist eine Wohnung aus vielen Spiegeln. Und immer, wenn Josh auf sich selbst zugeht, wird er gegen diesen Spiegel laufen und ein Stück seiner idyllischen Welt zu Bruch bringen.
Joshua ist traurig, weil Leon es verdient seine Emma in männlich zu haben. Dass er diese Emma werden würde, wusste er da wahrscheinlich noch nicht so klar. Aber Josh... sei dir sicher: Du bist das, was Leon will, denn er LIEBT dich! Du bist Leons Idylle. Und wenn du die Scherben wieder zusammen klebst, wirst du erkennen, dass Leon noch immer da ist. Er wird mit dir sein Glück finden!

"Er lächelte und wünschte sich in Gedanken, dass Leons Träume in Erfüllung gehen würden, genauso wie seine, dass sie irgendwann hier saßen und Leon ihm erzählte, dass er seinen Typen heiraten wollte."

DU ALLEIN, Joshua, kannst diesen Traum für Leon wahr machen. Und für Dich!!!!

Und dann der Anruf. Joshua Fucking Kimmich.
Gehen wir mal davon aus, dass es Serge ist, der anruft. Weil Josh sich nicht gemeldet hat. Leon würde nicht SO anrufen. Er würde nicht SO sprechen. Er wäre anders.
Es ist jemand, der Joshua den Kopf waschen will wegen dem, was passiert ist. Vielleicht hat Serge auch schon bei Leon angerufen und die Wahrheit aus ihm heraus gequetscht. Aber das kann ich mir nicht denken...

Alles in allem!?
Naja... das Kapitel war jetzt nicht so ganz gut. Es muss ja noch Luft nach oben sein...
SCHERZ! :DD
GANZ GROSSES KINO!!!

Ich bin gespannt auf Emmas Reaktion.
ich trete Joshua in den Arsch, wenn er nicht versucht, Leons Herz wieder zusammen zu flicken!
Und ich trete ihm in die Eier, wenn er nicht mit Serge spricht.

"Und wieder sehen wir betroffen: Der Vorhang fällt und alle Fragen offen!"

Dir liebe Lumi, ein GANZ HERZLICHES DANKESCHÖN für dieses wunderbare Kapitel mit all dem "Innenleben" von Joshua!
Ich stelle mal ne gute Flasche Champagner auf! Denn wenn wir uns mal treffen sollten, dann müssen wir unbedingt auf dieses Werk hier trinken!
Und ich bin immer noch dafür, sie zu drucken und als Weihnachtsgeschenk an liebe Freunde zu verschenken.

Die Story hat zu recht alle Rekorde gebrochen. Denn sie ist Deine Beste!
Sie ist einfach Gold!!!
Ich muss mir da nochmal von den ollen Keksen so einen Goldstern für 25000 kaufen und das entsprechend würdigen! :)

CHAPEAU!
Danke!
S.

Antwort von -Lumi- am 13.10.2019 | 11:50:18 Uhr
Hallo lieber Stefan, :)
vielen lieben Dank für dein Review und all die Mühe, die du dir damit gemacht hast (das Raussuchen und Kommentieren von Textstellen) und für die Liebe, die durch die Worte darin bei mir ankommt. <3
Ich grinse immer noch wie ein Honigkuchenpferdchen. :)
Wo fange ich jetzt an? Eigentlich hätte ich so viel zu sagen, aber du hast die Dinge schon so toll analysiert... es ist gruselig und mega toll wie du meine Absichten, bzw. das was hinter den Zeilen steht durchleuchtest. So ein bisschen kennst du mittlerweile wohl meinen Wahnsinn xD.
Dieses Mal war das Kapitel ja sehr Rückblick-lastig. Dass Joshua in Doha Leon so heftig überfallen hat... das kam nicht einfach aus dem Nichts, da hatte er schon eine etwas längere, harte Verhandlung mit sich selbst hinter sich, ein Sammeln und Aufstauen der Emotionen und dort hat es Puff gemacht. So kann's gehen. Ich stelle es mir so vor, dass er schon immer für Leon geschwärmt hat, bzw. ihn bewundert hat (noch nicht im Sinne von verliebt), aber bei der Nationalmannschaft hatten sie sich ja nie wirklich alleine und nur alle paar Wochen/Monate mal, und plötzlich läuft der tolle Kerl täglich vor seiner Nase herum, er verbringt viel Zeit mit ihm, lernt ihn noch einmal intensiver kennen und da sind aus Raupen irgendwie Schmetterlinge geworden und an diesem heißen SchoBaZi-Tag (ich verstecke da immer sehr viele Symbole, klasse, wie du die immer aufspürst. Kalt/Heiß in sämtlichen Zusammenhängen ist eines, aber auch die Eissorten an sich... Schokolade ist süß, Zitrone ist sauer/bitter, und sogar, dass ich die zwei ans Wasser gesetzt habe...okay im Grunde ist alles durchdacht xD) merkt Josh erstmals, dass da irgendetwas mit ihm seltsam ist. Und ein paar Wochen/Monate später im Herbst... da ist er schon voll von Leon infiziert und merkt, dass er total auf ihn abfährt und dem Ganzen auch ein stückweit ausgeliefert ist, kommt damit aber (wie jetzt auch noch) nicht wirklich zurecht. Er hat seine Träume. Seine Ideale. Sein perfektes, schönes, Hetero Leben. Und Leon (bzw. seine Gefühle für Leon) ruinieren all das. Alles, was er sich erwünscht und aufgebaut hat, fällt zusammen. Das ist hart zu verkraften. Das erträgt man nicht einfach. Ich hoffe, dass ich gerade mit dem letzten Abschnitt euch Joshua etwas näher bringen konnte, dieses Warum zur Hölle säbelt er bis hierhin nicht einfach Emma ab und brennt mit Leon durch, sind doch beide verliebt, passt doch, oder? Nein. Passt für ihn eben nicht. Da ist einerseits dieser Traum und andererseits diese Angst. Dieses, was bedeutet es mit Leon zusammen zu sein? Verstecken, Lügen, eingebüßte Freiheit, aber auch aufrichtige, heiße Liebe, die ist auch da, die realisiert Joshua auch...Himmel, es ist so kompliziert.
Joshua hat Leons Geständnis verstanden und ihm ist natürlich bewusst, was er da anrichtet und angerichtet hat. Dass er Emma und Leon wehtut. Er möchte beiden nicht wehtun. Aber egal was er tut, er tut weh. Liebt er Leon, tut er Emma weh. Liebt er Emma, tut er Leon weh. Liebt er keinen oder beide, tut er beiden weh. Und jedes Szenario tut ihm selbst auch noch weh. Harte Geschichte.
Ich klopf dir immer noch auf die Schultern, dass du die Unterhosen-Sache sofort durchschaut hast. Da habe ich es ganz ausgenutzt, dass ihr Männer auf solche Dinge nicht achtet und wir Frauen schon.
Denn trotz seiner nachvollziehbaren Dilemmas hat Josh die Käte verdient und auch, dass er auf die Schnauze (bzw. aufs Knie) gefallen ist, ätschii bätschi, das war mir ein Vergnügen. Ich musste dafür sorgen, dass sich Joshua vor Emma bis auf die Boxershorts auszieht (damit er auffliegt) und da er wohl kaum mit Emma Sex haben wollte, musste ich ihn eben aufs Knie fallen lassen (okay, ich hätte auch schreiben können, dass er müde ist und ins Bett gehen will, aber das wäre ja langweilig gewesen). Eigentlich kann er mir ja fast dankbar sein, dass ich ihm die Pistole auf die Brust gedrückt habe, so hat er sich viel unfeinen Gedankenstress gespart (-> "Oh Gott, wie sag ich's bloß? Wann an diesem Abend sage ich es ihr? Oder doch besser morgen früh?" etc.), denn es stand für mich lange schon fest, dass ich es Joshua an dieser Stelle beichten lasse, weil er an einem Punkt ist, an dem er das viele Aua nicht mehr aushält, das WIE allerdings kam erst während dem Schreiben des letzten Kapitels zustande.
Für Leon ist Josh natürlich dieser EINE. Er liebt ihn, er will ihn, aber auch für ihn ist es nicht ganz so einfach, er muss da auch eine Menge für aufgeben... da ist einerseits diese Angst aus der Vergangenheit und andererseits weiß er nicht, wie so eine Beziehung glücklich funktionieren soll (-> permanentes Verstecken, etc.) - ich werde darauf auch noch ausführlich eingehen, will da gar nicht so viel vornewegnehmen, aber auch bei ihm ist das kompliziert. Zurzeit sind wir ja sehr Joshua-lastig unterwegs, das nächste Kapitel auch komplett, weil der Depp eine Menge Arbeit ist, aber dann roll ich mich wieder brav durch Leons Geist <3
Der Anrufer am Ende. Leon würde nicht so anrufen, da hast du Recht. Und, ich glaube das ist klar, es ist jemand, der Joshua den Kopf waschen will, bzw. sauer ist, weil er was verbockt hat (oder gleich mehrere Dinge? Hmmm…)
Nawwww… Gott, Stefan, ich lebe bald zehn Jahre länger, weil du mit deinen lobenden Worten mein Herz mit so viel Kraft versorgst. <3 Ich finde immer noch keine gescheiten Worte oder Umschreibungen der Dankbarkeit, die das ausdrücken könnten, was ich empfinde... müssen wir wohl mit leben.
Die Flasche Champagner... hihi, wie lieb... d.h. wenn wir uns mal treffen trinken wir Champagner und essen Whopper? Das gäbe ein echt geniales Bild ab. Würde irgendwie (glaube ich) zu uns passen.
Kekse. Goldstern. Du spricht von diesen neuen Dingen hier? :D Ich habe bis jetzt glaube ich gerade einmal in diesen Bücherregal-Shop da geschaut, keine Ahnung wie viele Kekse ich überhaupt habe. Ich bin ein ziemliches Gewohnheitstier, ich brauche immer eine Weile, bis ich mich an die Neuerungen hier gewöhne, ich kenne diese Seite schon seit 2006, da gab es noch nicht mal die Möglichkeit auf Reviews zu antworten :D. Ich fühle mich jedenfalls sehr, SEHR geehrt, wow. Vielen vielen Dank!
Bevor ich mich verabschiede: Eines muss ich noch mal zitieren, denn ich habe herzlich gelacht: "Ich trete Joshua in den Arsch, wenn er nicht versucht, Leons Herz wieder zusammen zu flicken!Und ich trete ihm in die Eier, wenn er nicht mit Serge spricht." Uhhhh, das könnte Josh wehtun, der sollte sich und seine Teile verstecken... vielleicht. Oder nur die Eier oder nur den Arsch. Oder gar beides? Oder vielleicht muss er das auch gar nicht, wäre ja gemein :D :D
Lassen wir den Depp mal und knuddeln wir stattdessen Leon. <3 <3
Liebste Grüße
deine Lumi
10.10.2019 | 13:47 Uhr
zu Kapitel 14
Hello Lumi ;)

OMG! Heilige Scheiiße! Was war das?
Ich raste aus! Dieses Kapitel aaah! Was machst du nur mit den Emotionen?!

oh man. Der Jo vom Herbst, der hat echt n kleines Problem. Ich mag es, wie du das bescheibst..
Der Verlust der Kontrolle, das Gefühl, dass Liebe auslöst. Wow. Er liebt Leon so sehr. Das
ist einfach krass zu spüren..
Dann der vergelch mit der jetzige Situation im Auto. Das Fallen davor.
Ich wusste da, dass es heute rauskommt. Dass er es heute sagt...

Ich verstehe hier das Zwigespalten sein von Jo sehr. Wie sagt man jmd,
den man noch liebt und bei ihm bleiben will, dass man was gemacht hat und
auch sich in jmd anderes veriebt hat.. wow. Lumi. Das ist sitzenklasse, wie du die
Gefühle beschreibst. Ich musste weinen..

Dann schlägt die Bombe ein.. die Hose.. was war das am Ende? Wer ruft an?! I am excited!

Dann der Seetag.. Jo wie er denkt, wie er sein Denken verändert, wie Leon ihm leid tut..
Wie de beien zueinander stehen. Wie SchoBaZi ein Gefühl hervorruft. I love it.
Alles. Besonders dieser eine Absatz, du ahnst es sicher.. weil es wahrer nich sein kann..
Damn it Gurl. Mein Herz..:

"Der Gedanke an Leon, der abends alleine auf seiner Terrasse saß und in den schönen Sonnenuntergang schaute, der alleine schlief und aufwachte, riss Joshua innerlich nieder. Und das nur weil er… schwul und Fußballer war. Weil er damit nicht ins männliche Profiprofil hineinpasste, das irgendwelche beschissenen „echten“ Männer mal geprägt hatten, und weil ein Outing einem Sprung ins Haifischbecken gleichkam.
Was war das nur für eine grausame Welt, in der sie sich tagtäglich bewegten. Warum war sie nur so beschissen? So viele Klischees, Vorurteile, Rollenbilder, intolerante Arschlöcher. Steinzeit. Mittelalter. So richtig ätzend. Kurz wurde er unheimlich wütend. Auch auf sich selbst, weil er auch komisch gedacht hatte vorhin, als Leon ihn kurz wie seinen Nachtisch angeschaut hatte. "

AMAZING!!

Genieß die Zeit mit deiner Oma, alles gute für dich.
Und danke für dieses Kapitel, dass wieder eines der besten war. Top 3 mind,
wenn nich sogar 1...

Bis bald, liebe Grüße..
Lea

Antwort von -Lumi- am 13.10.2019 | 10:42:48 Uhr
Hallo liebe Lea, :)
awww… vielen lieben Dank für dein schnelles Review *-*!
Heilige Scheiße. Ja. Wobei die Scheiße nicht ganz so heilig ist ;D
Freut mich, freut mich riiiieessig, dass ich euch die Emotionen hier erfolgreich um die Ohren hauen konnte.
Der Jo vom Herbst... bei dem ist ganz arg der Frühling ausgebrochen. Sein heftiger Überfall auf Leon in Doha kam nicht...wirklich spontan, sondern dem ging eine gewisse Entwicklung voraus, die ich euch hier und dort durch die Rückblenden näher bringe(n werde). Da hat sich ganz viel Feuer und Sehnsucht und Lust und Liebe in ihm angestaut, denn ja...
Er ist in Leon verliebt, weiß er auch selbst, nicht nur in seinen Körper, sondern auch in sein Wesen, und ich glaube etwas in ihm würde nichts lieber tun als mit ihm durchzubrennen, aber er hat Emma und die Beziehung zu ihr und alles, was sie sich aufgebaut haben und diese Idee, diesen Traum davon, wie seine Zukunft aussehen soll - das ist ein ganz starker Teil von ihm.
Dieser spezielle Absatz, den du rausgesucht hast, passt da auch hinein. Eine schwule Beziehung als Fußballprofi ist schon... sehr speziell und mit viel Scheißdreck verbunden (Lügen, Verheimlichen, Verstecken, etc.), das ist Joshua natürlich auch bewusst, das macht es auch nochmal schwierig. Das ist nicht unbedingt das, was Joshua sich für sein Leben vorgestellt hat.
Ich hoffe ihr versteht jetzt ein bisschen, wieso er nicht einfach alles hinschmeißen und sein Glück mit Leon genießen kann. Jedenfalls hat er jetzt Schluss mit dem Lügen gegenüber Emma gemacht. Sie hat die Wahrheit einfach verdient und Joshua auch die Konsequenzen.
Ich musste mich übrigens total zusammenreißen das so kurz zu halten, also diesen Absatz - eigentlich könnte ich da drei Seiten drüber schreiben. Es ist so traurig. so unendlich traurig.
Ich warte darauf bis sich ein Aktiver mal outet, aber ich kann es sehr gut verstehen, dass es bislang niemand getan hat. Die Welt ist manchmal so richtig scheiße.
Danke für dein Lob. Ich werde die Zeit mit meiner Omi sehr genießen (und ihr leckeres Essen *mmhhhhh*)
Allerliebste Grüße
deine Lumi
02.10.2019 | 17:08 Uhr
zu Kapitel 13
Hallo Lumi!
Das ist wieder ein grandioses, wahnsinniges, wundervolles, bewegendes, aufwühlendes, mitreißendes und extrem heftiges Kapitel, das mich stark aufgewühlt, betroffen und nachdenklich zurück gelassen hat. Ich bin jedes Mal wieder beeindruckt wie du es schaffst mich derart in Leon's und Joshua's Gefühlswelt hineinzuziehen. Ich leide so sehr mit den beiden, bin den Tränen nahe und regelrecht verzweifelt.
Erst dieses heftige Geständnis von Leon. Er legt ja einen regelrechten Seelenstriptease vor Joshua hin. Und macht ihm mit der Erzählung eine irgendwie großartige Liebeserklärung. Er hat sich von ihm ficken lassen, obwohl er nie wieder jemanden in sich hineinlassen wollte. Weder im wörtlichen, noch im übertragenen Sinne. Und er tut es dennoch, weil er Joshua eben liebt.
Der aus diesem Geständnis resultierende Sex, obwohl es ja eigentlich zunächst eher Joshua's Versuch war die so gefährlichen drei Worte nicht hören zu müssen, war einfach nur wow geschrieben. Ich habe mich regelrecht gefühlt als wäre auch ich mitten in diesem Wahnsinn gefangen. Dass Leon mit dem Umzug vom Tisch auf das Sofa aus der reinen Triebbefriedigung einen Akt der Liebe gemacht hat, hat nicht nur Joshua den Rest gegeben. Sicherlich auch deshalb, weil Leon ihm die bewussten drei Worte schließlich doch noch sagt. Es war einfach nur toll geschrieben. Meine Worte reichen gar nicht aus, um meine Bewunderung für deine tolle Darstellung auszudrücken.
Das Ende hat mich dann echt ziemlich aus der Bahn geworfen. Klar gehöre auch ich zu denen, die gehofft haben, dass die zwei jetzt die Kurve gekriegt haben. Andererseits würde es aber auch nicht zu dir und deiner Story passen, wenn so plötzlich alles in Butter und geklärt wäre. Also ist es eigentlich völlig logisch und zu deinem Joshua passend, dass er die Flucht ergreift und immer noch vor sich selbst und seiner Liebe zu Leon wegläuft. Aber immerhin hat er es sich am Ende ja mal selbst eingestanden, dass er Leon auch liebt. Ich bin gespannt wie er jetzt weiter mit der Situation umgeht. Ich hoffe sehr, dass er es schafft zu seiner Liebe zu stehen. Und für Leon hoffe ich, dass er unter Joshua's abprupten Abgang nicht zu sehr leiden wird. Ich hoffe, er versteht was in Joshua vorgeht.
Ich freue mich darauf, wenn es weitergeht. Und wenn es länger dauert bis zur Fortsetzung, hast du mein volles Verständnis.
Ganz, ganz liebe Grüße Sabine

Antwort von -Lumi- am 10.10.2019 | 09:57:37 Uhr
Hallo liebe Sabi, :)
awww… so viele lobende Adjektive, das erschlägt einem ja fast (natürlich nur positiv), ich bin sehr glücklich darüber *-*. Vielen lieben Dank für dein Review. <3
Heftiges Geständnis von Leon. Ja. So kann man’s nennen. Sehr mutig. Er hätte ja auch einfach sagen können: „Du hör mal zu, Jo. Ich hab mich in dich verknallt“ Fertig. Aber nein nein. Da hat sich eine extreme Menge bei ihm angestaut und Leon hat es schlichtweg nicht mehr ausgehalten. Er liebt Joshua. Er vertraut ihm. Er will nicht mehr vor sich und seiner Wahrheit weglaufen. Und er will die Konsequenzen aus dem Techtelmechtel mit Joshua (er)tragen. Deshalb macht er das.
Nur leider ist Joshua selbst extrem voll von seinem eigenen Dreck und dieser Punkt, zu seiner Wahrheit zu stehen, ist bei ihm noch nicht da, sodass er dieses Geständnis in dem Moment nur schlecht vertagen konnte, und er letztlich weggebrochen und geflüchtet ist, weil er sich (bzw. seine Vergangenheit) nicht bis zum Schluss loslassen konnte, indem er sich Leon vollständig (über den Sex hinaus) hingibt. Er ist aber schon so weit selbstreflektiert, dass ihm bewusst ist, dass er Leon liebt. Er möchte ihm auch eigentlich nicht wehtun. Aber da ist eben noch Emma und die schönen Träume mit ihr, die vielen Jahren, in denen seine Welt in Ordnung war…
Ich freue mich, dass ich dich auch dieses Mal wieder in Joshuas und Leons Gefühlswelten hineinziehen konnte und hoffe, dass das bis zum Schluss so bleiben wird, auch wenn ich dich… nun ja, noch ordentlich quälen werde (Das Genre „Schmerz/Trost“ ist Programm).
Ich bin während dem Schreiben auch extrem tief in ihnen drin und wühle dort herum und manchmal fühle ich mich auch wie erschlagen davon (und die zwei geben mir mehrmals selbst den Rest. Ich habe ja auch sehr große Sehnsucht danach, dass sie sich glücklich in den Armen liegen, aber das hätte, wie du schon richtig festgestellt hast, absolut nicht an diese Stelle und zum Aufbau der Fanfiktion gepasst). Daher werde ich ganz brav weitermachen.
Vielen lieben Dank für deine Geduld und dein Verständnis für eventuelle längere Schreibpausen. In den letzten drei Wochen lief es sehr gut, da war ich fast wie im Rausch und habe jede freie Minute hieran gebastelt, sodass jetzt sogar das nächste Kapitel schon fertig ist. Jetzt bin ich aber erstmal sehr müde und muss eine kleine Pause einlegen…
Allerliebste Grüße
deine Lumi
02.10.2019 | 13:25 Uhr
zu Kapitel 13
Hallihallo liebe Lumi :)


Wie immer, wenn ich gesehen habe, dass du ein neues Kapitel hochgeladen hast musste ich es verschlingen und wurde wie eigentlich immer nicht enttäuscht ;)

Ich wollte auch schon früher kommentieren aber ich hatte einen schmerzhaften Arbeitsunfall und muss seit dem jede Woche zum Arzt rennen und liege mehr im Bett und habe nicht so die Muse zu Kommentieren und so daher hat es ein wenig gedauert bis ich jetzt zum Kommentieren kommt :)

So ;) Dann fange ich mal chronologisch von oben an.

Der Anfang mit der bildnerischen Sprache, dass es in Leon im Kopf brannte und jeder normale davon laufen würde und er es aber aushalten wollte um dann den Brand, wenn man so will zu löschen war wieder ganz großes Kino! Du schreibst es einfach so toll, das man sich so einfühlen kann und jeder dem selbst schon alles zu viel wurde oder man eine Sache ausitzen wollte/musste der weiß wie sehr einem der Kopf rauchen kann.

Der nächste Absatz war auch wieder mit so viel Gefühl. Angefangen mit dass Leon die Gefühle nicht mehr aushalten und ertragen wollte und wie er sich Josh's Hand schnappt und wartet bis dem seine Finger nicht mehr klamm und starr sind, sondern warm und auch der Vergleich mit dem Spiel war wieder mega klasse. Es stimmt. Jeder Verein hat gefühlt gegen jeden anderen Verein schon gespielt und falls nicht wird’s halt die Premiere aber es sind immer die selben Gefühle und doch wieder nicht und dann die Vögel die einen ankacken oder auch nicht... sehr schön geschrieben!

Jo's Gefühle hast du wieder perfekt eingefangen. Man merkt ihm die Anspannung an. Er ist nervös, blass und entzieht Leon seine Hand, steckt sie unter dem Tisch und stellt aber dann die richtige Frage. Für dich! Was ist es für dich.

Awww nun weiß man auch woher du den genialen und tollen Titel für deine FF her hast. Aus seiner eigentlich simplen Passage aus einem deiner Kapitel. Richtig, richtig geil gemacht. Mehr als wir wollten sagt so viel aus und dann auch wieder nicht. Das passt halt echt zu deiner Vorgehensweise beim Schreiben und so :)

Ich finde es sehr mutig von Leon, dass er quasi vor Jo die Hosen runter lässt und die ganze Gefühlsscheiße die er mit dem anderen Typen aus der Mannschaft von damals der ihm alles bedeutet hat und er richtig geliebt und verarscht wurde erzählt. Auch, dass er keine Pause dazwischen haben will und sich auf Jo's Hemdknopf fixiert finde ich sehr gut beschrieben. Der sexgeile Blödmann der Leon erst zum 'gefühlslosen Ficker' gemacht hat.
Man merkt so wie er es erzählt, dass ihm das mit dem Arsch hinhalten oder nicht sehr viel bedeutet was man auch jetzt so im nachhinein merkt. Wirklich sehr gut aufgebaut und nun so die Spannung entladen lassen.

<< Er sollte wissen, wie hässlich es sein konnte… wenn man erfuhr, dass man schwul war und der Mann, den man liebte, einem die Giftspritze in den Rücken rammte. Er sollte wissen, dass der Grat zwischen gebraucht werden und missbraucht werden ein verdammt schmaler war und dass das nicht nur klar und körperlich passierte. Und vielleicht sollte er auch wissen, was er angerichtet hatte… als er in Doha keine Rücksicht auf ihn genommen hatte, obwohl er gewusst hatte, dass er nicht mit Teamkollegen schlief. <<

Die Passage war der Hammer. So schlicht aber auch ehrlich und direkt und, dass er auf Jo keine Rücksicht nahm war auch mal gar nicht schlecht. So merkt er mal was er da mit angerichtet hat. Ich kann Leon so gut verstehen, dass er nur noch One Night Stands haben wollte, wenn man so will. Nur Sex keinerlei Gefühle nachdem er so verarscht wurde und auch sein Körper ausgenutzt wurde.

Oh Mannnnn *-* Ach Leon da will man ihn in den Arm nehmen nach seinem angefangenen Geständnis, dass alles gut werden würde und er stolz auf sich sein konnte, mutig zu sein und zu dem stand was er fühlte aber Jo musste es ja zerstören! :O

Alter Walter! Die Metaphern mit dem Herz und der Seele dahinter und dass Jo die Klinge in den Händen hielt und auch das mit den Hagelkörnern und wie Jo sich fühlte war auch wieder ganz großes Kino. Man kann es sich so gut vorstellen wie er da die Hagelkörner vollbeladen mit Emotionen zertreten wollte und es nicht tat/ konnte.

Der Kassettenvergleich war auch wieder so gut gewählt und bildnerisch geschrieben. Jeder der in den 90er Jahren aufwuchs so wie ich konnte sich das Kuddelmuddel mit den Kassettenbändern da vorstelle und wie nervig es war die aufzurollen mit einem Bleistift um sie so dann umzudrehen etc. Leon hat nicht zu Ende gesprochen und Jo hat ihn wieder geküsst um ihn am weiter reden zu hindern. Die Kassette hat sich aufgehängt würde man heute zu sagen und verheddert und so fühlt es sich für die Beiden auch an.

Die Passagen, dass sie einerseits die Kontrolle haben wollten, dass sie so brav am Tisch saßen, über das Essen redeten um sich danach nicht mehr unter Kontrolle zu haben war auch wieder mega gut geschrieben und man es sich so gut vorstellen kann.

Krasser Scheiß :D Sorry für meine Wortwahl aber der Liebesakt der dieses Mal kein heißer, schneller Fick war sondern viel mehr für beide war so gut beschrieben. Du hast die Emotionen beider wieder so gut eingefangen wie Jo halb am Durchdrehen war, dass Leon noch zu viel anhatte, wie ihre Weingläser umfielen und wie Leon Jo einen Strich durch die Rechnung machte und es nicht die harte Tischplatte blieb sondern das weiche Sofa und der perfekte Abschluss als Leon doch noch zu kam die drei magischen Wörter auszusprechen die Jo aber nicht hören wollte :(

Der letzte Absatz, dass Jo ging und Leon die Welt nicht mehr verstand und Jo irgendwas von er wolle sein Leben zurück und er Emma betrogen hatte etc. das ist so eine scheiß Schmierenkomödie. Ich hoffe mal Serge kommt bei Jo zum Einsatz und bindet ihn an Händen und Füßen an einen Baum im Wald wie er es entweder in der Story oder in Restplätzchen :D tun wollte. Argh. Irgendwo kann ich seine Flucht nach vorne verstehen. Er ist komplett überfordert und hatte mit Leon geschlafen und weiß nicht wo ihm der Kopf steht, sein altes Leben was er bisher quasi als Doppelleben geführt hat bevor die Affäre mit Leon anfing das wird verbrannt von dem Flammenmeer und er sieht aber die Oase die sich hinter ihm befindet nicht, wenn er endlich mal Mut hat und aufräumt und das Flammenmeer löscht mit Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Sicher wird Emma nicht begeistert sein, dass er sie betrogen hat und es wird sicher ein Schock aber letztenendes ist sie eine Frau und kann gegen einen Mann nicht konkurrieren. Natürlich wird sie auch sauer sein und denken, dass Leon sie auch verarscht hat, als er Jo besucht hat, als der krank war. Sorry das ist gerade schon Zukunftsmusik^^ aber worauf ich eigentlich hinaus will ist dass ich Jo verstehen kann, dass er weg und raus aus der Sitation musste, dass er zwar Schuhe trägt es sich aber so eisig kalt anfühlt als hätte er keine an, als er raus ist und auch, dass er Leon nicht gesagt hat, dass er ihn auch liebt. Wahrscheinlich war das auch eine Art Schutzmechanismus bei Jo weil eben so viele Dinge bei ihm nicht geklärt sind.
Ich bin jedenfalls sehr gespannt wie es weiter geht und war wie immer mega angetan und begeistert von dem Kapitel :)

LG Germany

Antwort von -Lumi- am 10.10.2019 | 09:01:14 Uhr
Hallo liebe Germany, :)
vielen lieben Dank für dein ausführliches Review, deine für mich sehr wertvolle Analyse, die Zeit, die du dir dafür genommen hast und für die vielen lobenden Worte. Ich freue mich immer riesig, wenn das Glöckchen blinkt und du dahintersteckst und hoffe, dass ich dich auch in Zukunft nicht enttäuschen werde, ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben, auch dich (normalerweise) Nicht-Slasher mit dieser Fanfiktion abzuholen… :)
Oh weh! Das tut mir leid mit deinem Arbeitsunfall. Ich hoffe, es geht dir besser, bzw. dass es bei dir bergauf geht, umso dankbarer muss ich dann sein, dass du Zeit für mich gefunden hast.
Der Fanfiktion-Titel. Ja. Ich war selbst sehr glücklich, dass ich den endlich mal erklären/einbauen konnte. Ich finde gerade die Titelsuche immer irre schwer (noch schwerer tue ich mir bei der Kurzbeschreibung. Ich bin nicht gerade talentiert darin etwas kurz zu fassen), meist habe ich mir sehr lange Gedanken im Vorhinein darüber gemacht und wenn die Geschichte eine gewisse Länge hat, dann bin ich auch sehr bemüht, dass es irgendwie/irgendwo eingebaut wird (auch bei 1,069 Liter Glück und Restplätzchen ging das zum Glück) und hier an diese Stelle hat es super gepasst. Abgehakt. Yeah. Wobei…vermutlich wird der Bezug zum Titel noch einmal irgendwo auftauchen. ;)
Der Liebesakt. Über dieses Lob freue ich mich besonders, denn Erotikszenen (wobei bei mir da wie auch generell der Hauptfokus auf die Emotionen und nicht auf das Körperliche liegt) fallen mir auch recht schwer, meine ausgeschriebenen Sexszenen sind glaube ich an einer Hand abzählbar, egal, ich muss das auch ein bisschen üben, ich taste mich da quasi langsam ran. Ich habe hier den körperlichen Hauptakt auch nur begrenzt beschrieben, denn nicht der Sex an sich ist wichtig, also wie sie es genau miteinander treiben (okay, da ist es „nur“ wichtig, ob Leon passiv oder aktiv ist), sondern was der Sex ausgelöst hat und was er für die beiden bedeutet. Mehr als sie wollten. Da wären wir wieder. :)
Ich bin dir sehr dankbar, dass du auf so viele Methapern und Abschnitte eingegangen bist. Wie oben schon geschrieben… das hilft mir enorm. *-*
Die Kassette… eines meiner liebsten Symbole und Methapern. Gerade als Kind der 90er. Herrlich war diese Zeit. Ich hatte noch eine ganze Kiste Benjamin-Blümchen, Bibi Blocksberg usw. Hörspiele meiner Kindheit, die hört jetzt mein Sohn. :D
Leons emotionales Ausziehen war… ja sehr mutig von ihm und ein riesiger Schritt, der ihm gewiss nicht leicht gefallen ist, aber auch gut getan hat. Da hat sich sehr viel in den letzten Jahren (und durch Jo) angestaut, was er einfach nicht mehr halten konnte und er hat viel Vertrauen zu Jo, dass er das alles bei ihm abladen kann, er liebt ihn schließlich, aber Jo… ja, der ist halt selbst katastrophal beladen von seinem eigenen ungeklärtem Dreck, sodass er das gar nicht wirklich vertragen konnte und letztendlich auch unter der Last weggebrochen ist in Form seiner Flucht.
Deshalb völlig richtig, dass seine Flucht auch viel Selbstschutz war. Und zumindest habe ich ihn jetzt wirklich an einem Punkt getrieben, an dem er nicht mehr genauso weiter machen kann und will wie bisher. Emma… sie kann einem nur leidtun. Mir bricht das das Herz. Leider ist die Liebe manchmal echt grausam.
Der ekelige Typ aus Leons Vergangenheit, das Arschhinhalten, nehmen und genommen werden, ja… ich weiß noch, damals als ich die Vergangenheitsszene mit ihm in Form von Leons Gedanken im Kapitel hatte (glaub das war Kapitel 5 oder 6), hast du geschrieben, dass dir das nicht so gefallen hat, dass ich an dieser Stelle so ausführlich auf diese Vergangenheit eingegangen bin, du wolltest glaube ich lieber in Jo mal reinblicken, ich weiß, damals wirkte das noch nicht so wichtig, bzw. nur für Leon wichtig, aber ich hoffe… die Szene ist mittlerweile für dich okay. Die Sache war schon bedeutend für die Kimetzka-Beziehung, nun ja auch für Jo und es war schon damals gut überlegt, dass sie dort platziert habe ;)
Danke dir für deine Mühe, für deine Begeisterung, für dein Dabeisein und ich kann mich auch gleich revanchieren, indem ich heute noch das nächste Kapitel hochlade. Ich war ganz, ganz fleißig und bin jetzt richtig kaputt vor lauter Schreiberei die letzten Tage. :D
Allerliebste Grüße
deine Lumi
29.09.2019 | 14:48 Uhr
zur Geschichte
Ich habe gerade nochmal die komplette Geschichte gelesen.
An sich wollte ich nur nochmal schnell "rein schauen", aber schon der Prolog hat mir eine Gänsehaut verpasst, dass ich einfach nicht mehr aufhören konnte.

Ich will insgesamt nochmal sagen: Was hier passiert ist gewaltig. Gewaltig groß. Gewaltig gut.
Diese Sprachbilder sind einfach zum niederknien.
Und die beiden Jungs - ebenfalls zum dahin schmelzen.
Wie zwei Falter um das Licht... und jeder hat seine eigene Flamme, die ihn verletzt und verbrennt.

Nochmal.... das ist Nobelpreis. Am liebsten würde ich die Story drucken und allen Freunden zu Weihnachten schenken, die aus irgendwelchen Gründen nicht hier sind oder nicht "online lesen können", wie mein eigener Freund zum Beispiel. Diese Story verdient eine Veröffentlichung. Und wenn es nur ganz privat in einer kleinen Druckerei ist!

Ich bin so mega gespannt drauf, wann Josh endlich zur Vernunft kommt! Und wie du das beschreibst und in Worte fasst. Abgesehen davon hoffe ich, dass sich das noch viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiele Kapitel zieht! Denn ich möchte ja gar nicht, dass es zu Ende geht. Ich möchte nur, dass ihr Leiden zu Ende geht. Oh man...
Und doch ohne dieses Leiden ist ja alles nichts.

Ganz ganz große Verehrung vor einer hervorragenden Leistung!
Wahnsinnig. Gut.
Danke!

Antwort von -Lumi- am 09.10.2019 | 13:12:45 Uhr
Hallo mein lieber Stefan, :)
puh… ich verkrafte das Review immer noch nicht, du wahnsinniges liebes Leserwesen du, hach, wie soll ich sowas nur gescheit beantworten? Hilfe. Da würden selbst die Blümchen meiner Sprache so zergehen wie ein Becher SchoBaZi-Eis in der Hitze. Ja.
Ich bin gerade echt unfähig meine Dankbarkeit gebührend in Worte zu fassen, das krieg ich nicht hin, sorry, Autorenversagen auf ganzer Linie, äh vielleicht sollte ich einfach gehen und stattdessen die Worte für die nächsten Kapitel suchen, vielleicht finde ich die ja beflügelt von deiner riesigen Ladung Liebe und Motivation. (Ich nehme das immer immer immer gerne)
Danke einfach. Dank für alles.
Es tut soooooo gut. Solche Reviews sind der pure Lohn für die ganze Schreibarbeit und das Fanfieber. Ich liebe es das zu tun. Mein Geschreibe zu teilen und zu wissen, dass es da draußen gemocht wird.
Mir wird in letzter Zeit oft geschrieben, dass sich einige wünschen, dass diese Fanfiktion nicht so schnell zu Ende gehen soll. Ich muss lachen. Als ich damit angefangen habe… hätte ich im Traum nicht daran gedacht, dass die überhaupt so lange geht. Und dann hat mich die Fantasie wieder einmal völlig erschlagen und mitgerissen. Ich bin eine gaaaanz miese Planerin.
Also solange die beide leiden, und das lasse ich sie ja bekanntlich sehr gerne und intensiv (ich Monster xD), wird diese Fanfiktion nicht zu Ende sein, da tobe ich mich schon noch so richtig aus, macht euch auf was gefasst. Hier ist das Genre „Schmerz/Trost“ Dauerprogramm, und ich kann mich eh schlecht kurz fassen, von daher… habt ihr mich noch eine Weile hiermit an der Backe. :D
Schauen wir mal, was die Zukunft bringt. Ich hoffe jedenfalls, dass ich dich und die anderen hier nicht enttäuschen werde und bitte, bitte BITTE erwarte keine permanenten und neue Wunder von mir. ;)
Ich sehe mich eigentlich selbst als kleines Lichtlein am Autorenhimmel und freue mich, dass du und so viele anderen hier mein Lichtlein seht und es schön findet.
Allerliebste Grüße
deine Lumi
27.09.2019 | 15:41 Uhr
zu Kapitel 1
Hallo :)

Ich mache meine Drohung wahr und melde gleich mal, dass ich nun bei Gelegenheit hier diese Geschichte lesen werde :)
Irgendwie weiß ich noch nicht so richtig, was ich von dem Pärchen halten soll, aber vielleicht überzeugst du mich ja :D
Auf jeden Fall hast du den Anfang so toll geschrieben. Der wütende und halb erfrorene Leon, der seine Energie loswerden will, wirklich sehr bildlich und sehr toll :) bin nun gespannt auf die Story der beiden.

Ich melde mich dann wieder, wenn ich auf dem aktuellen Stand bin.
Also bis dahin :)

Antwort von -Lumi- am 29.09.2019 | 11:37:59 Uhr
Hallo liebe Jump Down Deep, :)
vielen lieben Dank für dein Review. Ich freue mich riesig, dass du deine Drohung wahr gemacht hast und du hierher gefunden hast. *-*
Ich hoffe... mein Geschreibsel enttäuscht dich nicht und vielleicht wird dir das Pairing ja ein kleines bisschen (lau)warm während des Lesens. Würde mich jedenfalls freuen. Wenn nicht,
dann auch nicht wild, dann wäre ich dir nur sehr dankbar, wenn du mir das mitteilen würdest. :)
Danke für deine Eindrücke zum Prolog. Ich weiß noch... als ich den damals geschrieben hatte, hatte ich gar nicht geahnt, dass das hier mal so ausufert und ich mittlerweile
schon die 50.000 Wörter geknackt habe und noch ist einiges zu tun bis zum Ende...
Allerliebste Grüße
deine Lumi
24.09.2019 | 22:43 Uhr
zu Kapitel 13
Aaaaaaaaaaalso…. zunächst muss ich sagen..... WUNDERBAR!!! GANZ WUNDERBAR!!!
Ich MUSSTE es in der Mittagspause lesen. Mein Zeigefinger - mit Ketchup vom Whopper verschmiert - griffelte über das Handy und hielt es am "Leben", während ich am Burger nagte und Leon Joshua seinen Arsch hingehalten hat. Diesmal nicht wörtlich, sondern bildlich gesprochen.
Leon hat sich verletzlich gemacht! Joshua hat buchstäblich seinen Arsch hingehalten - und verletzt.
Aber der Reihe nach....

Leon will es. Er will es sagen. Und er tut es. Er springt um seinen Gegner herum, den er eigentlich kennt. Und da gibt's diese Variablen.... und er hält Joshua sein Herz in Händen hin..... Gott ist das schön.... Oh man!
Und dabei geht's zurecht um MEHR als zu gewinnen oder zu verlieren. Es geht um das Wesentliche. Die Liebe. Das Leben. Ja.... hier geht's um mehr als um 3 Punkte....

Wie ist denn das mit uns? Mehr als ich wollte - mehr als wir wollten.... HERRLICH. Da ist es... die entscheidende Szene. Die entscheidenden Worte für den Titel. YEAH!
Das macht eine gute Autorin aus, diese Worte an einer geschickten Stelle unterzubringen und diese Stelle ist JETZT gekommen. Genau JETZT. Jetzt, da Leon sein Inneres zeigen will. Mehr, als er wollte....

"Dass ich mich habe ficken lassen, war kein Zufall..." Und er erklärt warum. Er lässt es zum ersten Mal raus. Er legt sein Inneres offen für Joshua aus und gibt sich ihm ganz hin in seiner Verletzlichkeit. Silbertablett.... Oh man. Ich liebe Leon dafür und ich liebe DICH für diesen Einblick in Leons Sicht der Dinge. Ich musste mir einige Tränen verdrücken, damit sie nicht auf den Whopper fallen und das Ding nicht salziger machen, als es gut für seinen Geschmack ist!

"...dass sie hier wegen seiner Initiative in kalten Flammen saßen. Und es tat ihm leid. Offensichtlich. Doch mit dem Auslöser konnte sich Leon gerade nicht beschäftigen. Es war auch nicht so wichtig. Die Folgen waren es, die ihn niederbrannten."
Wieder mal das Bild von heiß und kalt. Und wieder mal zurecht. Und gut. Und ach.....

"Ich dachte halt, es würde nur das sein..... " Triebbefriedigung..... Tja. Falsch gedacht, Leon....
Aber Leon hat Joshua rein gelassen.... und diese Erkenntnis treibt ihm die Tränen ins Gesicht. Er vertraut Josh wirklich völlig. Er legt ihm sein Inneres offen. Gott ist das emotional!!!! *schnief*

"Am Höhepunkt der Enge hatte er dem Druck hinter seinen Augen nachgegeben und sie tränen lassen. Salzig. Bitter. Es war ein heftiges Gefühl. Aber kein schlimmes. Ein bisschen brannte die Flüssigkeit auf seinen heißen Wangen. Aber sie löschte vor allem. Deshalb war sie okay, deshalb ließ er sie einfach. Und weil er Joshua vertraute. Immer noch."
GOTT IM HIMMEL!!!!
Es fehlen nur noch die drei Worte..... Aber gesagt hat er sie im Prinzip schon. Es wäre eine dämliche Umschreibung, fast eine Beleidigung, wenn er "ich liebe dich" sagen würden, denn das, was er gesagt hat, war viel tausendfach besser als "ich liebe dich"....

"Was auch immer gleich passierte…
Joshua würde ihm nicht wehtun. Nicht so wie er es getan hatte."

Stimmt. Joshua ist selbst verliebt. Das weißt du auch, Leon! Deshalb kannst du auch so relativ "ruhig" bleiben, wenn JoK jetzt seinen Tobsuchtsanfall bekommt. Du weißt, wie er sich fühlt. Und dennoch enttäuscht er dich. Klar. Aber JoK ist nicht ER...…

Und Josh ist nicht blöd. Er erkennt die Tragweite dessen, was Leon ihm gerade gesagt hat:
"Mit offenen Augen und offenem Mund, die ihn geradezu dazu einluden ihm das Messer in alle Öffnungen zu rammen, um die nackte Seele und das nackte Herz dahinter zu zerschneiden."
Aber du wirst doch nicht zustechen, Josh! Bitte nicht!

Und dann kommt der Sex.....
"Sie lösten sich heftig voneinander, wie zwei aneinanderhaftende Magnete, die sich keine Sekunde später erneut anzogen. Sie hatten es nicht länger ausgehalten. Einander nicht anzufassen."

ACH WEISST DU, LUMI.... ich zitiere demnächst einfach das GANZE KAPITEL.... alles andere ist so "mühselig".... :D Und dann schreibe ich nur noch ein Wort: GEIL!

"Er wollte ihn zerdrücken. Ihn und den Wahnsinn, den er auslöste." Schon wieder ein Zitat.... *augenroll*
Dummerweise hat Leon kein Gramm Fett am Körper, wo man zudrücken könnte.... denn Joshua fand "viel zu wenig Halt".... Blöd gelaufen, Josh! :D

Und diesmal ist es Joshua, der sich hingibt. Leon fickt ihn nicht, er hat mit ihm geschlafen. LIEBE gemacht.... Und ich glaube, Joshua weiß auch nach dem Geständnis von Leon am Anfang, was es für Leon bedeutet, sich hinzugeben. Und Joshua gibt sich hin. Und es wurde ein Liebesakt. Ja.... das war es!
Und dann sind die drei Worte von Leon da, die er zuvor nicht ausgesprochen hat.... "Ich liebe dich".
Und nach diesem Geständnis muss Josh weg. Er muss raus. Er hat - wieder - betrogen. Er kann das nicht mehr. Ich kann ihn GUT VERSTEHEN!
Und in der Eile tut er das, was sein Verhängnis werden wird. Frauen achten auf alles. Josh riecht nicht nach Frau, wenn er nach Hause kommen wird. Aber er wird verstört sein. Und er hat eine falsche Unterhose an. Es WIRD auffallen. Emma ist nicht blöd. Sie wäscht wahrscheinlich die Wäsche. Und wieso sollte Josh an einem Männer-Kumpel-Abend mit einer falschen Unterhose nach Hause kommen. Von Leon.
Ich höre sie schon kreischen! "Hast du mit Leon geschlafen?"
Joshua enttäuscht mich mit seinem Abgang nicht. Ich hab es erwartet. Und es ist auch gut so, dass wir das Drama bekommen. Du weißt, ich liebe das Drama. Und ich liebe Deine Story.
Und dennoch kann Joshua wenigstens im Geiste am Ende auch die drei (fünf)Worte aussprechen, die alles zwischen den beiden ändern wird:
Ich liebe dich auch, Leon!

GENIAL! Einfach nur genial.
Ich fasse zusammen:
Leon hat Joshua seinen Arsch hingehalten. Im übertragenen Sinn. Joshua hat keinen Arsch in der Hose. Er hat Leon genommen. Beinahe so, wie der unbekannte Verehrer, obwohl Joshua Leon nicht gefickt hat.
Es ist diese herrliche Verschränkung zwischen den beiden.... Oh man....
DANKE für dieses Kapitel!

Antwort von -Lumi- am 29.09.2019 | 12:13:23 Uhr
Hallo lieber Stefan, :)
vielen lieben Dank für dein Review. *-* Gott. Du bringst mich damit ja immer regelrecht um, also im positiven Sinne natürlich. *-* Manchmal traue ich mich gar nicht weiterzuschreiben, weil ich mir
denke: Okay. Ich habe echt Schiss ihn und die übrige begeisterte und ultraliebe Leserschaft zu enttäuschen, aber glücklicherweise habe ich bislang den Popo hochbekommen und hab's einfach getan. Also das Weiterschreiben. Und ich habe auch jetzt nichts anderes vor. (falls mich meine Kids denn demnächst mal wieder lassen...)
Hihi, dieses Mal fühle ich mich ein bisschen von deinem Review sogar angemeckert. :D (oder vom Whopper?, der keine Aufmerksamkeit von dir bekommen hatte :D) Also, falls wir uns irgendwann/irgendwie mal real treffen, dann spendiere ich dir so viele Whopper, wie du möchtest, und dann kannst du die ohne Herzkasper genießen. :D
Auf meinen Leon bin ich auch schon sehr stolz. Er hat mir ganz brav gehorcht und seine Seele nackig gemacht und sein Herz geöffnet - vor Josh, dem er vertraut. Ja. Er ist schließlich sein Freund. Und... es ist schon so, dass Leon durchaus Verständnis für ihn und seine Panik hat (er hat schließlich ähnliches durch) und er liebt ihn schließlich (da verzeiht man ohnehin viel), trotzdem... ist er selbst auch ziemlich verzweifelt und ein Opfer seiner Gefühle (ich hoffe das hatte man auch im Part aus Joshuas Sicht gemerkt, etwa, als ich Leon habe kurz zögern und sein Liebesspiel unterbrechen lassen, bevor er dann zusammen mit Josh doch wieder ganz "gefallen" ist) und Joshuas Abgang war schon... ziemlich hart für seine gepflasterte Liebesseele.
Leider können die zwei nie so ganz ihre Realitäten wegvögeln... und ich denke Josh habe ich jetzt endlich an dem Punkt, wo er das wirklich nicht mehr kann. Das Betrügen. (Er betrügt ja mehrfach und nicht nur eine "sache") Den werde ich dafür noch ordentlich durch die Hölle treiben. ;)
Leon weiß also, dass Joshua auch in ihn verliebt ist. Ist das wirklich so? Also, dass Leon es weiß. (Joshua weiß ja glücklicherweise selbst, dass er Leon liebt, will das nur nicht akzeptieren oder es aus sich selbst herausprügeln, der Depp)
Und eben weil die beiden sich lieben ist es auch nicht nur eine geile Vögelei, sondern tatsächlich ein Miteinander-schlafen. Ach, es könnte doch so schön sein, wäre mein Dramakeule nicht so mächtig. :D
Ich freue mich wie eine Irre, dass dir die Verarbeitung des Titels gefallen hat. Ich hatte mir das schon von Anfang an so überlegt und jetzt war endlich der Zeitpunkt gekommen, an dem ich es optimal unterbringen konnte. Yeah. Ich bin ein kleines bisschen auch stolz auf mich. Ich finde diese Titelfinderei immer sehr schwierig (genauso wie die Kurzbeschreibung, da beiße ich mir auch immer gerne die Zähne aus, bis das für mich stimmt), bin aber stets, zumindest bei längeren Fanfiktions, bemüht, dass meine Titel nicht ganz an den Haaren herbeigezogen sind.
Zu der Unterhosensache... ganz schön doof, lieber Jo, und... kein weiteres Kommentar. :D (Ich bin immer noch stolz darauf, dass du's bemerkt hast ;))
Hilfe. Ich habe ja gerade zum zig-ten Mal dein Review gelesen und jedes Mal wieder wird mir ganz flau im Bauch und im Herz und ich möchte das alles am liebsten ausdrucken und an die Wand hängen. Deine begeisterten Worte tun meiner Autorenseele soooo gut. Ich danke dir für deine Mühe (auch für die Mühe zu zitieren und dazu was zu schreiben, was so sehr wertvoll für mich ist, auch wenn's dich etwas frustriertxD) und dein Dabeisein und hoffe, dass ich dir im Laufe des Oktobers ein bisschen Fortsetzung hier liefern kann.
Allerliebste Grüße
deine Lumi
24.09.2019 | 21:43 Uhr
zu Kapitel 13
Ok, vielleicht überlege ich mir das mit dem imaginären Messerwurf doch noch mal...
Wie kannst du nur :(
Ok, eigentlich war es ja vorhersehbar, für meine rosarote Regenbogen-Gayfluff-Wolke (ja, das gibt's, ok?) ist der arme Josh noch viel zu durcheinander... Ach, das arme Ding.
Dass ich die Titelanspielung liebe, sagte ich ja bereits.
Aber deine Sprache, die Bildsprache, eine Metapher nach der nächsten... Balsam für meine geschundene Deutschseele *-* (frag nicht, meine Deutschlehrerin in der 11&12 war zum kotzen.. ich sag nur Buttermilch im Plastikbecher mit Strohhalm und 'kinder müssen leesen, leeesen, leeeeesen' , da hättest auch du geheult).
Ich liebe es einfach *-*
Hoffe natürlich auf ein besseres Ende für unsere zwei... Hab aber auch ganz viel Zeit, um darauf zu warten :)
Jetzt werde ich mich mal an den Oneshot begeben, also bis gleich :D
Ganz liebe Grüße,
Deine Clara

Antwort von -Lumi- am 29.09.2019 | 11:31:51 Uhr
Hallo liebe Clara, :)
vielen lieben Dank für deine zwei Reviews. *-* Ich habe mich total gefreut. <3
Es freut mich sehr, dass dir meine Verarbeitung des Titels (da mache ich mir schon im Vorhinein viele Gedanken) gefällt. Darum bin ich immer sehr bemüht (zumindest bei längeren Fanfiktions) und hier war es dann endlich so weit. :)
Schmeiß ruhig mit den Messern. Ich habe mir sicherheitshalber ein Stahlschild besorgt, dahinter verstecke ich mich dann. ;)
Die Regenbogen-Gayfluff-Wolke gefällt mir. Ich sichte die auch schon am Horizont. Irgendwo. Im Moment regnets und gewitterts hier noch ganz schön. Und Nebel ist da. Ganz viel Nebel. Denn... ja,
Joshua ist extrem durcheinander. Man möchte eigentlich Mitleid mit ihm haben, würde er nicht Leon damit wehtun.
Ich fand Deutschunterricht in der Schule auch immer grausam. Der Unterricht hat mich gelangweilt ohne Ende und dann musste man auch noch Analysen, Interpretationen und
was weiß ich noch zu irgendwelchen öden Texten/Büchern schreiben, wozu man sich zum Lesen daheim zwingen musste... Zum Glück ist das vorbei und ich kann mich jetzt ausschließlich mit den Texten beschäftigten, die ich leidenschaftlich gerne schreibe und lese. *-*
Das ist prima, dass du Zeit hast. So lieb. Ich danke dir. Ich werde mich bemühen dich nicht zu enttäuschen.
Allerliebste Grüße und bis hoffentlich im Laufe des Oktobers,
deine Lumi :)
24.09.2019 | 21:17 Uhr
zu Kapitel 13
Hallöcheeeen,
Ich hab das Kapitel grade erst angefangen und du wirst gleich nochmal ein richtiges Review kriegen, aber ich liebe liebe liebe liebe die Überleitung zum Titel, Leons Gedanken... Ich liebe es *-*
Bis gleich :D

Antwort von -Lumi- am 29.09.2019 | 11:32:25 Uhr
<3 <3 <3
s. oben
24.09.2019 | 21:15 Uhr
zu Kapitel 13
Hey Lumi,

ihr habt euch doch abgesprochen, du und Stefan :D Zwei solche Hammer-Kapitel an einem Tag, das haut mich glatt um. Ich sollte sie mir besser einteilen, nö, stattdessen lese ich natürlich beide in einem Rutsch. Eins morgens vor der Arbeit und deins in der Mittagspause.

Endlich, die lang ersehnte Aussprache! Gut, zumindest war es so geplant. Lieber fallen die Beiden übereinander her.
Deine bildhaften Vergleiche sind wie immer ein Traum. Man fühlt und leidet mit den Beiden mit!
Und als Leon die drei Worte sagt und die Hormone wieder auf Normallevel sind macht Jo panisch nen Abgang. Schon wieder hat er seine Freundin betrogen. Bieg es gerade, Jo! #kommjetzt

Ja doch, mein harmoniebedürftiges "ich" hatte sich vorerst auf Friede, Freude, Eierkuchen gefreut. Aber die Dramaqueen in mir giert auch nach jede Menge Drama!Von daher, es war alles dabei! Also bin ich glücklich!

Bis ganz bald, Mel

Antwort von -Lumi- am 26.09.2019 | 09:23:50 Uhr
Hallo liebe Mel, :)
vielen lieben Dank für dein Review. Habe mich sehr darüber gefreut. <3
Hihi, wie lieb, aber nein, wir haben uns nicht abgesprochen. Das Kapitel hier war am Samstag fertig und ich wollte es hochladen sobald ich ein bisschen an den Computer komme, leider war
das erst am Dienstag der Fall, und so kam es zu diesem Zufall. Ich habe auch gar nicht gewusst, dass er eine Kimetzka geschrieben hat, und so habt ihr eine doppelte Ladung davon an einem Tag bekommen. (und ich auch eine Ladung *-* <3 )
Nawww… freut mich total, dass dich das Drama erfreut. Ich kenne das. Als Autor bin ich ja ziemlich gnadenlos veranlagt, aber als Leser bin ich auch sehr harmoniebedürftig und heule den Autor voll wenn ich Drama lese und liebe es doch wie bekloppt und kann gar nicht genug davon kriegen. Nur wenn kein Happy End am Ende kommt... dann sterbe ich dann wirklich. :D
#kommjetzt - Ja, Joshua, komm jetzt. Reparier deinen Mist hier. Übrigens muss ich verraten... als Joshua im hocherregtem Zustand zu Leon "Komm jetzt..." gesagt hat, da musste ich an seine/diese Hashtags denken und habe definitiv deshalb diese Worte gewählt.
Allerliebste Grüße und bis hoffentlich bald
deine Lumi
24.09.2019 | 19:03 Uhr
zu Kapitel 13
Hallöchen,

Oh man eh Joshua was machst du nur für sachen. Er kann das doch nicht ernst meinen.
Das kann ja noch was werden.
Der arme Leon. Das war bestimmt ziemlich hart für ihn. Und es tut einfach nur weh.

Liebe Grüße
Summer2011

Antwort von -Lumi- am 26.09.2019 | 09:05:40 Uhr
Hallo liebe summer2011, :)
vielen lieben Dank für dein Review. Habe mich sehr darüber gefreut. <3
Joshua... ja... den kleinen Depp muss ich noch ordentlich aufschütteln. Und Leon kann einem im Moment sehr leid tun.
Da hast du Recht. Das wird noch was werden :) (lass dich überraschen)
Liebste Grüße und hoffentlich bis bald
deine Lumi