Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 
Autor: Adrimeny
Reviews 1 bis 6 (von 6 insgesamt) für Kapitel 8:
02.12.2019 | 19:06 Uhr
Liebe Autorinnen,
ich muss saublöd gewesen sein, hier nicht schon eher wieder rein gelesen zu haben... Winnetous Orientierungslosigkeit und wie beeindruckend ihr es verstanden habt, die Voyager aus seiner Sicht zu beschreiben, hat mich gerade so richtig mitgenommen. Aber es beruhigt mich, zu wissen, wie viele Kapitel des ungestörten Lesegenusses jetzt noch auf mich warten. ;-)
LG Waldfee

Antwort von Adrimeny am 03.12.2019 | 16:18 Uhr
Liebe Waldfee!

Du gehörst eindeutig zu einer aussterbenden Spezies - nämlich zu jener seltenen Gattung, die diese Geschichte noch lesen. ;-)

Umso mehr haben wir uns über Deine Rückmeldung(en) gefreut! Es ist wahrlich eine Herausforderung W in die Zukunft zu transportieren, ohne dass man ihm das nimmt, was ihn ausmacht und es freut uns zu lesen, dass es Dir gefällt.

Derzeit pausieren wir mit dieser Geschichte, aber wir werden sie auf jeden Fall zu Ende bringen!

Lieben Dank und viele Grüße

Danny und Marieschi
21.08.2019 | 11:42 Uhr
Jetzt ist die Valanc wieder da, die die Vergangenheit und die Zukunft verbindet.
Wenn sie Winnetou trifft, ist er wieder bei sich in der Vergangenheit.
Dann könnte der erste Offizier wieder zurück kommen?
Ich tu mich etwas schwer, mit dieser FF, deshalb versuche ich es Kapitel weise zu lesen.
Da mir die Story sehr gut gefällt, ist halt was ganz anderes als das was ich sonst kenne, aber genau das reizt mich es zu lesen. Weiter so, freue mich auf das nächste Kapitel.

LG
Onlyknow3

Antwort von Adrimeny am 21.08.2019 | 14:57 Uhr
Hallo,

wie schön, dass Du trotz Deiner Vorbehalte den Weg zu unserem kleinen Experiment gefunden hast und auch dabei bleiben willst. Wir geben uns Mühe, dieses doch sehr ungewöhnliche Setting für Leser, die mit Star Trek nur wenig bis gar nichts anfangen können, trotzdem lesbar zu gestalten.

Vielen Dank für Deine Rückmeldung!

VG

Adrimeny
23.07.2019 | 15:18 Uhr
Und weiter geht's!

"Offenbar wurden gar einige Bücher über ihn und seine Taten geschrieben." - !!! Mays Romane haben die Jahrhunderte überdauert! <3 <3 <3

Wie schade, dass J und W offenbar ohne uns aufeinandergetroffen sind! :(

"Er, der sich noch nie verlaufen hatte und immer wusste wo er war, war musste mit einem Mal davon ausgehen, dass er vielleicht nur im Kreis gelaufen war." - Tolle Szene, sie zeigt eindrucksvoll, WIE fremd das dort alles ist. Später schafft er es aber eben doch sich zu orientieren, ein Luftzug würde ihm ja z.B. auch in einer Höhle den richtigen Weg weisen, sodass sich das für mich sehr stimmig anfühlt.

"Die Fremden schienen nicht allzu erfahren mit diesen einfachen Gepflogenheiten und Täuschungen zu sein, die zum Überleben wichtig waren." - Ich musste so lachen! Diese Fremden sollten W aufgrund ihrer Technologie eigentlich haushoch überlegen sein. Gut, das weiß W noch nicht, aber wir wissen es. Aber, wie es ja auch schon zuvor angedeutet wurde, abseits dieser Technologien, auf anderem Gebiet ist W ihnen natürlich meilenweit voraus.

"Warum diese seltsamen Leute das ankündigten, anstatt einfach nach ihm zu suchen war ihm genau so ein Rätsel, wie die sprechenden Wände." - Und noch ein Lacher für euch! Natürlich muss W das alles seltsam erscheinen. Das macht großen Spaß zu lesen!

Am Ende scheinen mir ein paar Wörter zu fehlen? --> "Doch war er überhaupt."
Und hier sind die Wörter durcheinandergeraten: "warum am auf einmal Himmel zwei Sonnen wohnten"

Zu diesen zwei Sonnen: Das werden doch wohl die aus dem Prolog sein, nicht? Ich hatte diese Vermutung schon beim Anflug auf den Planeten, wegen Wüste und so, aber da war doch die Rede von zwei Monden, nicht aber zwei Sternen/Sonnen, oder? Deswegen dachte ich dann, das sei doch ein anderer Plant. Oder hält W hier einen Mond für eine Sonne? Ich bin irritiert.

Und was ich mich auch frage, also so ganz generell: Welche Vorstellung hat W denn wohl von der Welt? Also von Planeten, die um eine Sonne kreisen, von Monden, die um einen Planeten kreisen, von Sonnensystemen und Galaxien? Ich weiß ohne nachzuschauen nicht mal, welche Vorstellung OS davon haben könnte. Und was Klekih-petra W wohl in diesem Bereich gelehrt haben mag? Das wird ja bestimmt alles noch zur Sprache kommen ...

Weiterlesende Grüße
RE

Antwort von Adrimeny am 30.07.2019 | 11:04 Uhr
Du warst ja echt fleißig :-)!

Zumindest haben Fragmente von KMs Werk die Jahrhunderte überdauert. W taucht noch immer in den Datenbanken der Sternenflotte auf und die Crew der Voyager kann sich ein ungefähres Bild von ihm machen.

Das erste Aufeinandertreffen von J und W haben wir zwar verpasst, aber das war eher flüchtig und unspektakulär. Wie Du inzwischen weißt, kommt da noch das "richtige" Aufeinandertreffen.

Wir freuen uns sehr, dass hier die komischen Elemente der Story so gut ankommen. Es macht sehr viel Spaß das zu schreiben und diese Szenen und Sätze ergeben sich einfach aus der nun einmal seltsamen Konstellation heraus, dass hier Personen schlicht in die falsche Zeit gesetzt wurden. Da gab es ja bei Star Trek auch schon oft sehr komische Elemente. Denke nur mal an Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart. Der ist stellenweise wirklich richtig lustig!

Zu Deinen textlichen Anmerkungen: Danke für den Hinweis. Wir schauen noch einmal rein. Jetzt lesen schon vier Augen drüber und trotzdem schummelt sich manchmal noch der Fehlerteufel hinein.

Lieben Dank für Deinen Kommentar!

Liebe Grüße

Marieschi und Danny
05.05.2019 | 18:22 Uhr
Hallo ihr Lieben,

ich hatte es euch ja schon geschrieben, dass mir dieses Kapitel irgendwie durch die Lappen gegangen ist. Ich hatte es gelesen und war fest davon überzeugt, ein Review geschrieben zu haben, bis mir dann durch Zufall auffiel, dass das gar nicht der Fall war. Asche auf mein Haupt und ich bitte um Entschuldigung! Und dann hat mich ein fieser Infekt die letzte Woche lahmgelegt, so dass ich hier gar nichts geschafft habe…

Lange Vorrede, jetzt zum Inhalt! Und gleich vorweg: Ich habe dieses Kapitel sehr gerne gelesen, wie ich auch eure ganze Story gerne verfolge!

Es beginnt mit einer Janeway, die so gar nicht mehr sie selbst ist. Im Gegensatz zu sonst wirkt sie verwirrt und etwas verstört, sie erscheint ratlos und macht sich selbst Vorwürfe. Ganz offensichtlich ist sie innerlich aus dem Gleichgewicht, bekommt sich aber im Laufe des Logbuch-Eintrages wieder in den Griff. Die Situation erfordert dies und so erweist sich Janeway doch als stark genug.

Interessant sind die Gedanken, die sie sich über W macht und zum Grinsen hat mich dies gebracht: „Offenbar wurden gar einige Bücher über ihn und seine Taten geschrieben.“ Hihi – sehr gut!!!

Dass W Tom Paris ausgetrickst hat, ist kein großes Wunder. Ich habe den Mann schon immer für nett aber etwas blauäugig gehalten ;-) Und so wird der Häuptling einmal mehr zum Schauspieler und täuscht Schwäche vor. Wir haben Ähnliches hier im Fandom schon häufiger gelesen, aber immer denke ich dabei, dass es W große Überwindung kosten muss, sich so zu verstellen. Ich halte es überhaupt nicht für unglaubwürdig, nicht falsch verstehen bitte, aber ich denke, dass er dabei ganz schön über seinen Schatten springen muss, denn für mich ist er ein durch und durch ehrlicher und wahrhaftiger Mensch.

Die Sichtweise blendet also über zu dem Apachen. Es gefällt mir sehr, wie ihr seinen Blick auf die Voyager darstellt. Das alles ist ihm fremd, unnatürlich fremd und ihr arbeitet das perfekt heraus. Licht ohne Quelle, Stricke, die aus den Wänden hängen (hihi…gab es eigentlich im 19. Jh. schon Kabel? So gerade glaube ich, aber jedenfalls bestimmt nicht im Pueblo…), fremde Gerüche… genial beobachtet und hereinversetzt!

Meine Lieblingsstelle ist dann die, in der sich W verläuft und das nicht wahrhaben will und kann. „Ein Apache verlief sich nicht – niemals!“

W macht hier die Erfahrung einer Situation, die er überhaupt nicht unter Kontrolle hat und das ist irgendwie anrührend. Er hat zwar die Flucht geschafft, aber im Grunde ahnt er bereits, dass sie ihn in eine Sachgasse führt. Die ungewohnte Umgebung verunsichert ihn und das wiederum überträgt sich auch auf seine Menschenkenntnis. Plötzlich ist er sich dieser nicht mehr sicher, traut seiner Intuition nicht mehr, weiß nicht mehr, wer Freund oder Feind ist.

Die Shuttlerampe ist der Weg nach draußen. Doch auch dort ist alles fremd… Was wird W tun? Wird er fliehen oder doch bleiben und zu ergründen versuchen, wie er an diesen Ort gekommen ist? Ich tippe auf letzteres…

Danke für die spannende und irgendwie auch amüsante Unterhaltung!
Liebe Grüße
Catherine

Antwort von Adrimeny am 06.05.2019 | 15:35 Uhr
Liebe Catherine!

Wir hoffen, Du hast den Infekt überstanden und bist wieder auf dem Damm.

Wir nehmen auch gerne die etwas späteren Reviews entgegen, da wird niemand ausgeschlossen ;-)!

Es freut uns, dass Dir unser kleines Experiment nach wie vor gefällt.

Janeway, die ein wenig an sich zweifelt ist sicherlich ein ungewohntes Bild. Das wird sie ganz bestimmt auch nicht nach außen tragen, doch im persönlichen Logbuch ist das ja durchaus mal möglich und wie Du ganz richtig schreibst, fängt sie sich im Verlauf des Logbucheintrags wieder.

Schön, dass Dir die Stelle mit den Büchern gefällt, die über W geschrieben wurden *grins* - irgendwie mussten wir ja so ein wenig darauf eingehen, dass da eine Romanfigur in Fleisch und Blut in der Zukunft gelandet ist. So passt es doch ;-)!
W wird derlei Täuschungsmanöver sicher nicht gerne machen, aber manchmal hat er eben keine andere Wahl – so wie hier auch.

W die Voyager erfahren zu lassen, war in der Tat die große Herausforderung dieses Kapitels. Das muss ihm ja nun wirklich alles sehr seltsam vorkommen und wir konnten so auch gleich noch die Voyager ein wenig für diejenigen Leser beschreiben, die das Raumschiff nicht klar vor Augen haben ;-)! Uns war es hier wichtig, dass W das mit all seinen Sinnen erfährt und ihm dadurch immer klarer wird, dass wirklich nichts so ist, wie er es kennt.

Schön, dass Du das als gelungen empfindest!

Was wird W nun tun? Das verraten wir natürlich hier nicht und da wirst Du Dich auch noch etwas länger gedulden müssen, da es ja im kommenden Kapitel erst einmal wieder zu OS und C in den Wilden Westen geht ;-)!

Lieben Dank für Deinen tollen Kommentar!

Liebe Grüße

Adrimeny
20.04.2019 | 08:32 Uhr
Liebe Danny, liebe marieschi!

"Spurlos" is iwie voll der tolle Titel für dieses Kapi.

C is nämlich ja spurlos verschwunden und es gefällt mir gar nich, dass diese Höhle nun keine komischen Anzeigen mehr macht und dass diese Anomalie dann weg is. Heißt dass dann doch, dass diese Tunnel iwie auch den Ort wechseln, dass also jetzt in der Höhle da im Wilden Westen, wo die Anomalie ja wohl bleibt, sonst gäb es keine Legenden über die Höhle, wenn man da jetzt durchgeht, man wo oder wann ganz anders rauskommt? Das wär ja aber mega schlimm für W. Der muss doch wieder nach Hause.

Ich find das echt voll so mit das Schlimmste, was man machen kann, dass man W wegschleppt woanders hin. Das macht so iwie alles sinnlos, wofür er lebt und kämpft. Ihr müsst euch unbedingt was überlegen, wie ihr den wieder zu OS und zu seinen Apachen bringt!!!

"Spurlos" passt also auf den verschwundenen C, aber es passt auch iwie perfekt auf W. Nich, dass der spurlos verschwindet, denn auf diesem Planeten, auf dem es nix gibt, kann der ja nich wirklich dauerhaft verschwinden, das wird er ja auch schnell einsehen, dass er wieder zurück muss und dass er Antworten haben muss.

Aber ich find so umgekehrt, dass er auf seiner Flucht so gar keine Spuren findet von dem, was er so kennt, is halt voll passend und bezeichnend. Und das is wieder so ein "Knoten im Hirn"-Ding. Ich hab erst so kurz gedacht "Ja klar, im Raumschiff gibt es halt keine Fenster, aber wenn er erst mal draußen is, dann sieht er auch wieder Sonne und Sterne und so, dann wird es besser.

Aber das is ja total Unsinn!! Diese Sonne, die ja sogar zwei Sonnen sind, die sind ja nich unsere, damit kann W ja gar nix anfangen. Das is ja alles noch viel schlimmer, als man erst so meint. W wird nich eine Spur von was finden, was noch iwie ihm was sagt oder hilft. Seine "Spurlosigkeit" wird ihm bald zeigen, dass er iwie total auf seine "Gastgeber" angewiesen is. Und das is gar nich gut für W denk ich, damit wird es nich so gut umgehen können.

Richtig iwie witzig fand ich, dass er die Crew so leicht überlisten kann und dass ihm das auch selbst auffällt. Ja, iwie haben sich die Methoden über die vielen Jahrhunderte wohl ein bissl geändert *grin

Ich musst echt mega lachen, als W sich wundert, warum die Wände ankündigen, dass man ihn suchen wird! Das is so mega der schöne Moment in dem ganzen Drama. Und auch dass W so ein bissl Theater spielt, indem er "sogar" (!!!) aufstöhnt. Iwie voll so der Schmunzel-Moment. Und dann auch Ws so fast empört sein über sich selber "Apachen verlaufen sich nich!" Ne, tun sie nich! Und iwie is es auch bezeichnend, dass W sich daran erinnert und sich iwie nochmal so an dem aufrichtet, was und wer er is, um eben nich aufzugeben. Das is lustig und schnüffi gleichzeitig!

Tja.... und jetzt? Ich denk mir mal, dass doch J nich W auf diesem Planeten zurücklässt zum Sterben. Und vielleicht brauchen sie ja noch ne Weile, um das Raumschiff zu reparieren. Und sie wollen ja auch C wieder haben. Vielleicht sollten sich auch J und W ein bissl zusammentun, aber ich denk mir so, da W nich so mega schnell Freundschaften schließt, schon gar nich, wenn man ihm dauernd was verheimlicht, wird das nich so einfach....

Ich hoff trotzdem mega, dass es einen Weg gibt, dass W und OS bald wieder zusammen sind. Ich denk, das wär iwie voll spannend für die beiden, da gemeinsame Abenteuer im Weltall zu erleben. Aber so alleine tut mir W hauptsächlich mal einfach nur mega mega leid.....

Ihr habt euch doch bestimmt schon überlegt, wie sie wieder den Rückweg beide finden, oder????

Ganz liebe Grüße und voll die schönen, sonnigen Ostertage!

Eure Melissa!

Antwort von Adrimeny am 25.04.2019 | 16:12 Uhr
Hallo Melissa!

Wir sind ziemlich überrascht darüber, was Du alles aus diesem Kapiteltitel herausgeholt hast. So viele Gedanken hatten wir uns nämlich gar nicht darüber gemacht! Aber es passt alles! Vielen Dank dafür! ;-)))

Uns war es wichtig W auch in der fremden Umgebung und der Zukunft handeln zu lassen, wie wir es von ihm gewohnt sind. Er überwindet seinen Bewacher also mit einer List – ABER das bringt ihn zwar irgendwie aus diesem Raumschiff heraus, doch viel weiter ist er damit nicht, denn „draußen“ sieht es so ganz anders aus, als er es gewohnt ist.

Mal davon abgesehen, dass er hier zum ersten Mal die Voyager sieht, was ihn ziemlich verwirren muss, sind da eben auch die zwei Sonnen.

Er wird mit der Voyager-Crew zusammenarbeiten müssen, um wenigstens eine Chance zu haben zu OS und in seine Zeit zurückzukommen. Anders wird es wohl kaum gehen.

J wird W ganz sicher nicht auf dem Planeten zurücklassen! Das würde nicht zu ihr passen und das wäre wohl dann auch eine ziemlich doofe Geschichte. Natürlich verraten wir nicht, was wir noch so im Köcher haben, aber da passiert schon noch einiges. Sowohl im Wilden Westen, als auch auf diesem Wüstenplaneten.

Werden W und OS noch gemeinsam Abenteuer im Weltall überstehen oder werden sie nur ziemlich gegen Ende wieder zueinander finden – wie auch immer. Wird C zurückkommen oder im Wilden Westen bleiben oder wird gar die ganze Crew in die Vergangenheit gehen, weil sie dann ja zumindest auf der Erde sind?

Das sind alles Fragen, die wir nicht beantworten werden. Also zumindest nicht hier – sondern erst im Verlauf der Geschichte ;-)!

Du wirst Dich also noch ein wenig gedulden müssen.

Vielen Dank für Deinen tollen Kommentar!

Liebe Grüße

Adrimeny
16.04.2019 | 09:15 Uhr
Liebe Danny, liebe Marieschi!

Dieses vorliegende Kapitel hinterlässt in mir ein deutliches Echo – und das aus zwei Gründen. Erstens bin ich seit meiner Kindheit mit dem Konzept Tagebuch vertraut, fühle mich also spontan „zu Hause“, wo immer Menschen sich geduldigem Papier offenbaren. Zweitens haben wir hier einen W, der bis zu einem gewissen Grade meine ganz persönliche Wahrnehmung spiegelt. Unser Häuptling spricht aus, was ich im Angesicht der Seltsamkeiten der Zukunft denke. Scheint so, als wäre ich rund 150 Jahre zu spät auf die Welt gekommen ;-)

Zunächst gestattet J uns einen Blick auf das, was für gewöhnlich von ihrer Rolle zugedeckt wird. Auf mich wirkt es ähnlich, als wenn wir in die Seele des schweigsamen Apachen schauen dürften. Die Befehlshaberin hadert mit den Gegebenheiten, die sie ein Stück weit handlungsunfähig machen. Denn das Szenario, in dem sie sich mit ihrer Crew befindet, liegt jenseits des Bekannten, jenes Raums, für den es probate Antworten gibt. Dass Regularien sich in der Praxis oft als untauglich erweisen, haben wir wohl alle irgendwann schon einmal leidvoll erfahren müssen.

Im Herzen von J wütet jedoch etwas anderes: Der Verlust von C. Anfangs wirken ihre Klagen noch „logisch angehaucht“, soll heißen: versucht J, sich auf das fehlende Bindeglied zurückzuziehen, das ihr nicht mehr helfen kann, Unfassbares zu entschlüsseln. Doch was sie erschüttert, ist mehr als das vermeintliche Auseinanderbrechen eines funktionierenden Teams – ärgerliche Gefühle. C besetzt einen Platz in ihrem Herzen, als Mensch, als Freund... und hier schließt sich dann der Kreis zu den Blutsbrüdern.

Die notwendige Überleitung verschafft uns dann der folgende Satz: „Doch die Zeit schwieg und behielt Chakotay bei sich und ließ Winnetou bei uns.“

Ja, C ist verschwunden – aber es gibt (zumindest auf der Handlungsebene) „Ersatz“. Ich habe mich gefragt, wie lange es wohl dauert, bis dies auch zu J durchdringt. Sie hat schon erkannt, dass sie mit dem Apachen einen außergewöhnlichen Mann vor sich hat, einen solchen Anführer, wie sie einer ist. Wie lange, bis sie einen Versuch unternimmt, mit W zusammenzuarbeiten?

Der zweite Teil des Kapitels widmet sich dann dem Häuptling und seiner misslichen Lage. Er hat sich ein wenig „verlaufen“. W besitzt ja keine Handhabe, um zu verstehen, dass er sowohl Ort als auch Zeit gewechselt hat. Also muss ihm seine Umgebung einigermaßen rätselhaft vorkommen. Alles hat sich verändert, und damit meine ich nicht das fremde Terrain, das ihn umgibt. Haptik, Geruch, Ausstrahlung, ja selbst das eigene Empfinden sind wie ausgewechselt, weil er seiner Aufnahmefähigkeiten durch Drogen beraubt wurde.

W kennt sich zwar nicht mehr aus, trotzdem bleibt er natürlich aber W und gelangt mit den einfachsten Mitteln zum Ziel, der „Flucht“. Dass ihm diese nicht allzu viel nützen wird, ist er gerade im Begriff herauszufinden...

Ich beneide den armen Häuptling nicht. Es stimmt, ihm muss das Wegbleiben Cs seltsam anmuten. Überhaupt senden die Menschen, die ihn als Gast bezeichnen, durchaus verwirrende Signale. Da mischt sich Freundlichkeit, Besorgnis gar mit unterschiedlich gearteten Fesseln. Und es ist beunruhigend zu wissen, dass das Gegenüber einem irgendetwas verschweigt...

Am Ende entlädt sich die unterschwellige Spannung in einem Inferno: Zwei Sonnen werden von einem Knall erschüttert, die Erde bebt und grüne (?!) Blitze zucken vor Ws Augen. Oh jemine. Was soll das bedeuten? Kommt da irgendwer oder irgendetwas? Was passiert mit dem schon lädierten Raumschiff? Und den Personen, die sich darin befinden? Ich meine, W hat nur noch roten Sand und ein paar Felsen um sich herum, dem kann nicht sonderlich viel auf den Kopf fallen ;-)

Das dürfte spannend werden! Ich rechne jedenfalls schon mal mit Drama...

Beschließen möchte ich diesen Kommentar mit meinem Lieblingssatz, der wunderbar humoristisch daherkommt: „Offenbar wurden gar einige Bücher über ihn und seine Taten geschrieben.“ :-)

Vielen Dank für die neuerlich unvorhergesehene Unterhaltung!

Zorbi

Antwort von Adrimeny am 18.04.2019 | 10:59 Uhr
Liebe Zorbi!

Vielen Dank, dass Du mal wieder die Erste (und bislang Einzige (!) ) warst, die uns erlöst hat. Dieses Projekt ist ja nun einmal genau das: Ein Projekt und ein Experiment – und wir sind daher immer besonders gespannt auf die Reaktionen, wenn wir ein neues Kapitel an den Start bringen.

Insofern hast Du uns mit Deiner Rückmeldung sehr glücklich gemacht.

Das Tagebuch – oder Logbuch, wie es bei Star Trek genannt wird, ist ein ganz wesentliches Element der Serie. Fast jede Folge beginnt mit einem Eintrag ins Logbuch und der Zuschauer wird so direkt ins Geschehen gezogen. Von daher wird uns dies hier in unserer Geschichte durchaus noch häufiger begegnen und wir sind froh, dass es gut angenommen wird.

J und C haben schon eine sehr spezielle und tiefgehende Beziehung zueinander, die weit über das Vorgesetzten/Untergebenen Verhältnis hinausgeht und ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass es schon mehr ist, als eine gute Freundschaft. Sie ergänzen sich in vielen Dinge, haben aber sehr oft auch unterschiedliche Meinungen, die sie jedoch gegenseitig akzeptieren.

C ist zudem der Einzige in der Crew, zu dem sich J eine engere Beziehung erlaubt. So ist es nicht verwunderlich, dass sein Verschwinden hier bei ihr eine sehr große Lücke reißt.

W kann hier in der Tat zu einem Ersatz werden und die beiden werden im Laufe der Geschichte noch zusammenarbeiten. Doch zunächst gibt es dringendere Probleme zu lösen, wie die grünen Blitze am Ende bereits zeigen.
W muss hier verwirrt sein. Dazu kommt, dass es ihm gesundheitlich nicht so gut geht. Klar, man hat ein wenig nachgeholfen, damit er viel schläft, doch Schwindel und Kopfschmerz haben ja vielleicht auch noch eine andere Ursache ;-)!

Wir legen allerdings Wert darauf und finden es wichtig, dass W auch in dieser für ihn ungewohnten Umgebung er selbst bleibt. Er ist intelligent und weiß sich zu helfen und kann so auch die Menschen in der Zukunft mit einfachen Mitteln überlisten und fliehen.

Die Crew der Voyager auf der anderen Seite ist mit ihrem „Gast“ nun auch ein wenig überfordert. Sie sind ihm ja durchaus freundlich gesinnt, doch wollen sie nicht zu viel über sich und die Zukunft und das, wo W sich gerade befindet verraten. Das führt dann eben zu diesen widersprüchlichen Signalen, die W empfängt und die ihn zusätzlich verwirren.

Deine berechtigten Fragen zum Schluss, werden wir natürlich nicht beantworten. Jedenfalls haben eine bebende Erde und grüne Blitze auch in der Zukunft nichts Gutes zu bedeuten ;-)!

Vielen Dank für Deine Rückmeldung, über die wir uns sehr gefreut haben!

Liebe Grüße und ein schönes Osterfest wünschen Dir

Danny und marieschi!
 Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast