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Autor: Adrimeny
Reviews 1 bis 5 (von 5 insgesamt) für Kapitel 15:
02.12.2019 | 22:09 Uhr
Hallo noch mal,

ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich weiß nicht, was ich überhaupt erwartet habe, ein bisschen Mystik und Hokuspokus wahrscheinlich, aber nicht diese fantastische Verbindung von Science Fiction-Thriller, uralten Sagen von Menschenopfern und Horrorkabinett. Und es jagt mir Schauer den Rücken herunter, und es funktioniert, so ungewöhnlich es auch ist! Winnetous als Organspender - herzlichen Glückwunsch zu eurem Einfallsreichtum! Es ist schaurig, aber jedes Kapitel liest sich überaus gut! Mehr später ...

Aber wehe, es gibt kein Happy End (ja, ich würde es jetzt wirklich mit Drohungen probieren, da mir noch der Schreck in den Gliedern sitzt...)!

Antwort von Adrimeny am 04.12.2019 | 12:38 Uhr
Liebe Waldfee,
nein, ein bisschen Mystik und Hokuspokus , das wollten wir niemandem hier antun und uns auch nicht. Natürlich ist "Vergangene Zukunft" eine Fantasiegeschichte, aber ein gewisser Bezug zur Realität sollte nicht fehlen. In unseren alten Sagen und Legenden steckt ja oft ein Stückchen Wahrheit, dies hier einzubringen, war nicht schwer und es macht auch Spaß, das zu schreiben. Den Bogen in das Heute und die Zukunft zu schlagen, an Hand von Ws Leiden zu zeigen, was alles möglich sein könnte, im guten und im schlechten Sinne, ist sicher schaurig, aber auch hier ist ein Stückchen Wahrheit verborgen.
Müssen Menschen alles tun, was sie tun KÖNNTEN?
Ein Happy End wünschst Du Dir? Hm, wir geben unser Bestes!

LG und bis bald
Adrimeny
01.10.2019 | 11:09 Uhr
Liebe Adrimeny!

Endlich komm ich jetzt auch noch dazu, euch einen Kommi für das neue Kapi zu schreiben. Und ich glaub auch, dass ich dann alles zusammen hab, was mir noch gefehlt hatte, sodass ich dann endlich auch noch MEIN neues Kapi hochladen kann ganz bald.

Ich mag iwie total dieses Geplänkel zwischen OS und TS. Man merkt voll, dass die sich halt nich mögen, aber dass sie beide W so sehr lieben, dass sie hier iwie über ihren Schatten springen.

Ich fand das voll lustig die Szene, dass OS TS als Indianer natürlich damit ärgert, dass er ihm so voll auf den Kopf zusagt, dass er verletzt is, weil der das bestimmt nich so gern gesagt kriegen will, auch nich, wenn TS nun kein typischer Krieger is.

Und TS dreht dann aber iwie so den Spieß um, indem er OS dann mit seinen eigenen Waffen schlägt und eben sagt: So, ich bin ja alt und krank, jetzt hilf mir gefälligst :D Voll super! Genial gemacht und iwie voll IC.

Und dann natürlich schon mal gut zu wissen, dass sie jetzt wissen, wo der geheimnisvolle Hengst herkommt. Zu TS passt natürlich ein weißes Pferd total. Und auch, dass das Pferd iwie besonders is. Ich hab mich nur ein bissl gewundert, warum das Packpferd nich weggelaufen is, als TS nochmal die Wölfe kurz vertreiben konnt. Aber wahrscheinlich hatten die Wölfe es halt einfach schon zu dolle verletzt, oder?

Dass C iwie kein Heiler is und doch heilen kann, das stimmt allerdings und da is TU ja auch iwie der schlaueste, als er das so auf den Punkt bringt. Aber das können die anderen zwei ja nur nich, weil sie so mit streiten beschäftigt sind, dass sie keine Zeit haben für so kluge Einsichten. Einfach nur köstlich so, wie die sich so um sich selber drehen, und dann erst so langsam kapieren, was jetzt wichtig is.

Und das Kapieren is dann ja interessant und auch iwie voll bedrohlich.

Also gut zu wissen is ja schonmal, dass diese Anomalie nich komplett wieder verschwindet und dass die auch immer schon seit Jahrhunderten zum gleichen Ort führt. Das heißt ja, dass schonmal sie nich Angst haben müssen, wo anders rauszukommen oder da gar nich mehr durch zu kommen. Und iwie scheint es ja mehr als ein Portal zu geben so. Denn in der Felsenstadt kamen die Menschen ja auch dort auf dem Planeten an.

Wär es da nich schlau, wenn sie dorthin gingen, um einen anderen Weg zu finden, statt genau dort rauszukommen, wo alle warten? Aber das kann natürlich auch gefährlich sein... Wenn sie dann sonstwo auf dem Planeten rauskommen, dann finden sie da evtl. nie hin oder brauchen ewig dafür.

Immerhin haben sie jetzt mal einen Plan. Und ich find das gar nich soooooo abwegig, dass die offen halten können, weil das is ja vielleicht iwie wie mit einer Tür. So lang da noch einer den Fuß drin hat, kann man die nich zumachen.

Voll gruselig is aber die Tatsache, dass die Menschen, die zurückkamen, verwirrt und ausgelaugt waren. Is das das, was sie mit W machen gerade???? Das darf dann aber nich sein, den müssen sie erst wieder in Ordnung bringen!

Ich bin jedenfalls voll gespannt auf das nächste Kapi und hab genau so viel auch Angst davor, weil da ja dann das auf dem Planeten weitergeht und ich gar nich mitanschauen kann, was die mit meinem W machen.... Schnief.

Ich find das hier mega die spannende Achterbahnfahrt und bin super gespannt, wie und wann und wo ihr die Blutsbrüder wieder zusammen bringt!!!

Ganz viele liebe Grüße,

eure Melissa!

Antwort von Adrimeny am 07.10.2019 | 12:41 Uhr
Hallo Melissa,
OS und TS sind beide nicht dumm und anstatt ihre Abneigung zu einander in ganz deutliche Worte zu kleiden, machen sie es auf subtile Art und Weise, aber umso eindrucksvoller. Und dennoch haben sie etwas gemeinsam, das sie verbindet.. Das ist die Liebe zu W. Um dieser Liebe willen müssen sie sich irgendwie zusammenraufen, denn sie wollen ihn ja wieder dort haben, wo er hingehört, in die Gegenwart zurückholen.

Der weiße Hengst ist TSs Reitpferd, das andere Tier hat sein Gepäck getragen. Es ist in ein Loch getreten, hat sich verletzt und war dann ein leichtes Opfer für die Wölfe. Der weiße Hengst aber hat sein Heil in der Flucht gesucht: Kluges Pferd!
Endlich im Lager angekommen, müssen natürlich zuerst TSs Blessuren versorgt werden. Zum Glück stellt sich heraus, dass es nichts Ernstes ist und sogar Cs Zukunftshilfsmittel funktionieren noch, so dass er sie zur Heilung einsetzen kann.
Ist er nun ein Heiler oder ist er kein Heiler, weil er technische Hilfsmittel benutzt?
Über diese Frage zu zanken ist ja eigentlich müßig, aber sie können es halt nicht lassen.

Erst allmählich sickert das Einsehen in ihr Bewusstsein . Wenn sie W wiedersehen wollen, ihn wieder in ihrer Zeit haben wollen, möglichst unversehrt und gesund, dann MÜSSEN sie zusammenarbeiten, müssen zumindest einen Waffenstillstand schließen.
Soweit mit ihren Einsichten gekommen, spricht TS nun von den Erkenntnissen, die er durch das Studieren der alten Schriften gewonnen hat. Und er erzählt auch davon, dass es seit alters her immer wieder vorkommt, dass Menschen verschwinden, manchmal für immer, manchmal kommen sie wieder, aber immer sind sie verändert, die meisten sterben bald. Was also passiert dort, wo sie hingehen, mit ihnen?

OS hört sich das alles an, aber es gibt für ihn keine Alternative. Er wird durch jene geheimnisvolle Türe gehen, wenn es TU und TS gelingt, diese zu öffnen und er wird W retten oder aber bei diesem Versuch sterben, was wir aber nicht hoffen wollen!

Vielen Dank für Deine Rückmeldung und schön, dass Du auch weiterhin mit Spannung dabei sein möchtest.

LG Adrimeny
29.09.2019 | 10:48 Uhr
Liebe Adrimeny,

ich arbeite mich hier von oben nach unten, weil ich nicht weiß, wie weit ich kommen werde. Und diese Geschichte ist dann nach Dala die frischeste. Seid bitte nicht böse, wenn dieses Review eher kurz ausfällt, ich bin froh, dass es überhaupt wieder geht…

Das Zusammentreffen Old Shatterhands mit Tatellah Satah ist also der Gegenstand dieses Kapitels. Old Shatterhand kommt sehr menschlich daher, indem er wirklich überhaupt nicht Herr seiner Emotionen ist. Er lässt seiner Wut auf TS freien Lauf, er grummelt vor sich hin, er benimmt sich äußerst nachtragend, ja beinahe ein bisschen wie ein ungezogenes Kind. Und obwohl all dies sehr ungewöhnlich ist, finde ich es dennoch passend. Man muss dem schließlich gegenüberstellen, was alles geschehen ist. Nicht nur, dass unser Scharlih seinen Blutsbruder verloren hat, auch, dass er Kontakt mit einer ihm völlig fremden Welt bekommen hat, dass er Dinge verarbeiten musste, mit denen er eigentlich nicht so recht klarkommt und dass ihm zusätzlich die Zeit fehlt, sich richtig damit auseinanderzusetzen. Da kann man schon mal ein wenig aus der Rolle fallen.

Spaß hat mir das Zusammentreffen TSs mit Chakotay gemacht. Allein diese Diskussion, ob er ein Heiler ist oder nicht, fand ich spannend. Der schon öfter von mir gelobte Humor blitzt auch hier wieder durch, indem C den Geheimnismann mit „Sir“ anredet. Sehr schön!

Und dann wird es spannend, und ich beginne zu verstehen, warum es ausgerechnet TS sein musste, der her sollte. Die alten Schriften heranzuziehen fand ich einen interessanten Gedanken. Und es zeigt, wie man durch neue Erkenntnisse zu neuen Interpretationen kommen kann. Es waren also nicht nur Visionen, von denen jene Zurückkehrer berichteten, sondern sie waren quasi die ersten Zeitenwanderer. Auch eine Deutung, wenn auch eine sehr ungewöhnliche ;-)

Und nun soll die Zeitanomalie quasi durch die Macht der Gedanken geöffnet werden. Dies ist eine Idee, die zumindest mir äußerst „indianisch“ erscheint. Ich bin sehr gespannt, ob es dann eine entsprechende Zeremonie geben wird, und wie ihr dies ausgestaltet!

Sehr berührend geschildert finde ich den Moment, in dem dann sowohl TS als auch OS Emotionen zeigen. Wie groß ist die Gefahr, dass W nie wieder zurückkehrt, oder – und das könnte sogar noch schlimmer sein – als ein anderer wiederkommt, womöglich dann geistig verwirrt und vielleicht sehr krank? Was würde dann werden? Auch dies ist ein spannender Gedanke, aber ich möchte das dann doch lieber nicht erfahren. Ihr werdet den Häuptling doch heil wieder herausbringen? Oder?

Ihr Lieben, ich lese weiterhin mit großer Spannung und freue mich auf das nächste Kapitel!
Liebe Grüße
Catherine

Antwort von Adrimeny am 07.10.2019 | 11:51 Uhr
Liebe Catherine,
OS kann oder will seine Gefühle TS gegenüber weder verbergen noch beschönigen. Über eine lange Zeit hinweg, wurde er immer wieder mit der Abneigung TSs zu ihm konfrontiert. Wenn auch W sich mit Äußerungen über TS zurückgehalten hat, so muss es ihm trotzdem klar gewesen sein, dass der Medizinmann nichts für ihn übrig hat, ja ihm mit offener Feindseligkeit begegnet. Er gibt ihm nach wie vor die Schuld am Tode von Ws Schwester und Vater. Das ist ungerecht und OS fühlt sich zu Unrecht schlecht behandelt. Aber vielleicht ist es auch sein eigenes Unbehagen in dieser Schuldfrage, dass ihn auch nach Jahren noch beschäftigt. Rein rechtlich gesehen trifft ihn ja keine Schuld, aber er wird sich im Nachhinein sagen, dass er deutlicher hätte zum Ausdruck bringen müssen, dass er, auch nach NTs Schulbesuch im Osten, sie nicht zur Frau genommen hätte. Hätte und wenn....nutzlose Vorwürfe, die zu nichts mehr führen. Aber vielleicht sollten W, TS und OS, falls die Rettung Ws gelingt, diese unausgesprochenen Gedanken einmal thematisieren....

Chakotay kommt aus der fernen Zukunft. In dieser Zukunft ist er Wesen in vielen verschiedenen Lebensformen begegnet. Er ist es gewohnt allen mit Respekt und Aufrichtigkeit zu begegnen und so behandelt er auch TS und nennt ihn respektvoll "Sir".

TS und TU werden versuchen die Türe in die Zukunft mit der Kraft ihres Willens zu öffnen. Die Idee IST indianisch, auch weil wir verlernt haben, an solche Dinge zu glauben.... TS aber hat sich mit alten Schriften und längst vergessenen Theorien beschäftigt, für ihn sind solche Gedankengänge nahezu normal und es scheint so, für TU auch.
Aber beide machen auch keinen Hehl daraus, wie gefährlich ein solcher Versuch werden kann. Wird es ihnen gelingen, diese verborgene Türe, die in eine sehr ferne Zeit führt, zu öffnen, offenzuhalten und so OS und W den Rückweg in ihre eigene Zeit ermöglichen? Wird W gesund und wohlbehalten zurückkehren?
Bald werden wir es erfahren.

Wir freuen uns, wenn Du weiterhin mit Spannung auf das nächste Kapitel wartest und sagen danke für diese schöne Rückmeldung.
LG Adrimeny
26.09.2019 | 08:09 Uhr
Huhu, ich bin noch da, habe auch gleich gelesen, hatte nur keine Zeit für ein Review. Das wird jetzt nachgeholt!

Von Tatellah Satah habe ich tatsächlich kein Bild von May vor Augen, ich habe W4 nur ein Mal gelesen und das ist lange her. Auch ich finde, dass er in diesem Kapitel nicht unbedingt sympathisch wirkt, aber er verhält sich dabei nicht anders als OS, der recht abweisend und unterkühlt agiert. Der Unterschied ist eben, dass wir dessen Gemütslage und Motivation besser nachvollziehen können, weil wir ihn viel besser kennen und er die Perspektivfigur ist. Jedenfalls schwelt das ganze Kapitel über der Konflikt zwischen den beiden Figuren. Ich habe mich beim Lesen richtiggehend unbehaglich gefühlt, in einem gut gemeinten Sinne wohlgemerkt, denn es war das Unbehagen der Figuren, dass sich auf mich übertrug.

Schmunzeln musste ich bei der Frage, was denn nun ein richtiger Heiler ist. Definiert er sich darüber, ob er heilen kann, oder darüber, wie er heilt? Und was ist eigentlich "Medizin"? Tja.

Meine Lieblingsszene ist – wenig überraschend – diese hier: „Es gibt für mich nichts zu bedenken. Ich will und ich werde Winnetou da wieder rausholen.“ Dicht gefolgt von dieser hier: „Ich weiß, dass Du nicht verstehst oder verstehen willst, was den Häuptling und mich verbindet, was ich für ihn empfinde und wie tief mich der Verlust getroffen hat.“ – Dafür einfach ein „Hach!“ ;-) Der Grundstein dafür, das TS OS akzeptieren wird, dürfte damit gelegt sein.

Ansonsten ist es euch sehr gut gelungen, trotz der echt fiesen Spannung im Weltraum-Kapitel auch im Wilden-Westen-Teil wieder ein Puzzlestückchen unterzubringen, das die Spannung auf der anderen Seite des Zeitrisses erhöht und verhindert, dass man beim Lesen gefrustet wird, weil es bei W nicht weitergeht. Wir wissen nun also, dass immer wieder rote Menschen dorthin verschwunden sind (Das muss ja auch so sein, wenn die Iraluaner ursprünglich von der Erde stammen sollten.) und nur wenige zurückkehrten, völlig ausgezehrt (Die, die sie als „Quelle“ nutzten und die dann „aufgebraucht“ waren?). Wunderbare Aussichten für unseren armen Häuptling. :(

Aber ganz unironisch: Die Aussicht dass OS und C nun in die Zukunft reisen und sich mit der Crew der V zusammenschließen könnten, ist wirklich wunderbar. Ich hoffe, dass der Plan so klappt. Interessant finde ich hierbei, dass TU glaubt, er und TS könnten die Zeitanomalie irgendwie steuern/beeinflussen und den Riss offenhalten. Da bin ich gespannt. Und dass ihr uns daran erinnert, wie gefährlich diese ganze Sache auch in einem viel größeren Kontext ist, Stichwort Raum-Zeit-Kontinuum, beruhigt mich auch nicht gerade.

Ihr seht, ich bleibe gespannt, auch wenn ich diesmal nicht mit neuen Theorien aufwarten kann.

Noch eine formale Anmerkung: Mich irritiert es, wenn bei einem neuen (kurzen) Absatz nicht der Akteur wechselt, und manchmal finde ich es dann schwierig, sofort zu erkennen, wer etwas sagt. Ich bin es gewohnt, dass Aktionen einer Figur, ggf. der Redebegleitsatz und die wörtliche Rede im gleichen Absatz stehen. Wenn zwischen der Handlung der Figur und der Rede dieser Figur ein Absatz ist, denke ich im ersten Moment immer, es spräche jemand anderer, v.a. wenn die Absätze kurz sind und es somit eigentlich keinen anderen Grund für einen neuen Absatz gibt. Diesmal ist mir das irgendwie besonders stark aufgefallen. – Vielleicht könnt ihr damit was anfangen, vielleicht geht es aber auch nur mich so.

Liebe Grüße
Regenengel

Antwort von Adrimeny am 07.10.2019 | 11:19 Uhr
Hallo Regenengel,
TS ignoriert OS seit vielen Jahren, er gibt ihm die Schuld am Tode NT und IT, er unterstellt ihm, aus Eigennutz Ws Freundschaft gesucht zu haben. Das sind ja keine Bagatellvorwürfe. Darüber hinaus weigert er sich ja auch noch, wenigstens W anzuhören oder OS kennenzulernen, damit dieser die ungerechtfertigten Vorwürfe entkräften kann. Dieses Verhalten, über Jahre hinweg, verletzt das Selbstwertgefühl OSs und weckt einen Groll, den er in der aktuellen Situation nicht unterdrücken kann oder vielleicht auch nicht will.
TS begegnet OS Grummelei mit deutlichem Sarkasmus. Dass Du beim Lesen ein deutliches Unbehagen verspürt hast, freut uns insofern, dass es gelungen ist, dieses Gefühl, das ja eigentlich OSs und TSs ist, zu den Lesern zu transportieren.

Was ist ein Heiler? Diese Frage lässt sich vielleicht gar nicht richtig beantworten, nicht damals, und sicher nicht heute.

Es ist die Liebe zu W, die TS und OS, über alle Zweifel, allen Groll und alle Gegensätze hinweg, miteinander verbindet und über diese Brücke der Liebe werden sie aufeinander zugehen müssen, nun, da sie einander kennengelernt haben und wenn sie W in die Gegenwart zurückholen möchten.
Das Wissen TSs über die Vorgänge, die schon in alten Büchern beschrieben werden, bringt zwar ein wenig Licht in die Sache, aber leichter wird dadurch natürlich nichts. Aber OS ist wild entschlossen alles zu Ws Rettung zu wagen. Vielleicht gelingt es ja mit Hilfe TSs und TUs Wissen um Möglichkeiten, die den Weißen nicht mehr zugänglich sind, einen Weg in jene andere Welt und Zeit zu finden.

Vielen Dank für Deine Rückmeldung und sorry, dass es mit der Antwort so lange gedauert hat.
LG Adrimeny
21.09.2019 | 16:24 Uhr
Huhu, ist hier noch jemand???

Liebe Marieschi,

es ist ja im Augenblick gespenstisch ruhig hier, darum möchte ich dich erlösen und dir ein Review schreiben.

Mit T-S hast du ja eine recht skurrile Figur eingeführt, die ja nur in diesem unsäglichen W IV vorkommt, was ich ziemlich mutig finde. So wie sich vermutlich die Geister an W IV scheiden, wird das wahrscheinlich auf auf T-S zutreffen.

Ich weiß nicht, denke es aber schon, ob du ihn mit Absicht so unsympathisch beschreibst. Das ist dir auf jeden Fall gelungen. Damit ziehst du mich natürlich auf die Seite von OS, der den alten Medizinmann ja überhaupt nicht mag und ihn das auch spüren lässt. Ich war beim Lesen voll bei OS und hätte an seiner Stelle sicher noch heftiger auf die Arroganz von T-S reagiert.

Immerhin, ein bisschen rächt er sich, indem er verschweigt, dass sein Pferd überlebt hat und er lässt T-S ordentlich zappeln, bis er ihn über den Aufenthaltsort Ws aufklärt.

Auf diese Eröffnung reagiert T-S erstaunlich gelassen, so als wundere ihn die Existenz eines Zeittores nicht. Und tatsächlich ist ihm dies durchaus bekannt und er weiß sogar eine ganze Menge darüber.

Und das erklärt dann auch, warum so ein Unsympath hier eine so große Rolle spielt. Er ist wohl der Einzige bei KM, der mystisch und übernatürlich genug ist, um Hilfe bringen zu können. Geschickt gemacht, Respekt.

Was T-S zu berichten hat, deutet ja auch eine Lösung für das Geheimnis der Iraluaner an.

Liebe Marieschi, du hast mit diesem Kapitel eine Spur in Richtung Rettung gelegt, aber eben nur eine Spur, eine Lösung ist das nicht, denn netterweise ;-) erfahren wir dann noch, dass von der Zeitreise kaum jemand zurückkehrt, und wenn doch, stirbt derjenige bald.

So wird die Spannung gehalten und ich bewundere wieder einmal, wie ihr es schafft, mit den Erwartungen und Befürchtungen der Leser zu spielen.

Ich freue mich auf das nächste Kapitel und bin sehr gespannt, was ihr noch alles in petto habt.

Liebe Grüße

Arvara

Antwort von Adrimeny am 23.09.2019 | 10:55 Uhr
Hallo Arvara,
anscheinend ist hier kaum noch jemand, so sieht es jedenfalls aus. Deshalb ist es schön, dass Du uns mit Deinem" Review" erlöst hast.

KM hat in seinen Romanen ja wenig Mystisches geschaffen, die Charaktere waren alle sehr real angelegt. Allein TS ist geheimnisvoll umwittert.

Es war mir gar nicht bewusst, dass TS so unsympathisch rüber kommt. Arrogant und unfreundlich zu OS, ja, das war gewollt. Aber natürlich fühlt sich OS von ihm ungerecht behandelt und er reagiert entsprechend.
Natürlich ist es eine kleinliche Rache, die er ausübt, indem er dem Geheimnismann verschweigt, dass sein Pferd überlebt hat, aber es mag ihm eine gewisse Genugtuung bereitet haben.

Im weiteren Verlauf wird auch schnell klar, warum W Os zugerufen hat, er möge TS um Hilfe bitten. TS hat sein halbes Leben damit verbracht, die alten Schriften zu studieren und er weiß, dass in dem Höhlensystem schon seit Jahrhunderten immer wieder Menschen verschwinden. Nur einigen wenigen ist es gelungen zurückzukommen und diese haben nicht lange überlebt.

Auch hier ist es nur ein winziges Flämmchen Hoffnung, das TS in OS entzündet, aber immerhin. Nach der ganzen Hoffnungslosigkeit ist das ja wenigstens etwa.

Vielen Dank für den schönen Kommentar und liebe Grüße
Adrimeny (Marieschi)
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