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Autor: Adrimeny
Reviews 76 bis 100 (von 122 insgesamt):
10.06.2019 | 07:12 Uhr
Ihr Lieben!

Nun hat mich euer Update überholt gestern, wo ich doch wild entschlossen war, heute hier weiter zu machen. Aber was soll's dann gibt es eben zwei Reviews und ich denke, da ihr ja so kommentiert, wie ihr verfasst, ist es ja trotzdem für jede nur einmal Arbeit ;-)

Dieses zehnte Kapitel ließ ja schon vom Titel her nichts Gutes erahnen und es wurde auch entsprechend nervenaufreibend... Die wollen W? NEIN, NEIN, NEIN! Da bin ich strikt dagegen. Und J glücklicherweise auch, das ist so ziemlich das einzige, was mich beruhigt hat.

Das und die Tatsache, dass W im Grunde der Alte ist. Er will die Dinge mit eigenen Augen sehen, er lässt sich nicht so leicht austricksen, wie J es gerne hätte (mal eben wegdrehen, um den Kommunikator zu benutzen und das bei Ws Apachen-Luchs-Ohren ;-) ), er lässt sich keine Schwäche anmerken und vor allem, er ist wild entschlossen zu kämpfen: "Winnetou richtete sich auf. „Winnetou gehört niemandem. Er ist ein freier Mann und er ist gewohnt für die Freiheit zu kämpfen!“" Allein dieses sich aufrichten, sich wieder in die gewohnt stolze, aktive Position bringen, nachdem die Ergebnislosigkeit der Nachforschungen in der Höhle ihn hat zusammensinken lassen, das ist unser W.

Zudem ist mir eine interessante Gemeinsamkeit aufgefallen zwischen ihm und J: Beide sind Anführer in einer mehr als schwierigen Zeit bzw. Lage. W hat das Schicksal, als kluger, weitblickender Mensch den Untergang der eigenen Kultur vorherzusehen und nun alles versuchen zu müssen, um auf neuen Wegen friedlich und mit möglichst geringem Schaden in die Zukunft zu gehen. J ist mitsamt ihrer Crew und ihrem Schiff an einem Ort, an dem sie nicht sein sollte, an dem sie ohne Hilfe von außen selbst zusehen muss, wie sie klar kommt. Auch sie ist also eine Anführerin, die mit Problemen umgehen muss, die "nicht vorgesehen" sind.

Und diese gemeinsame, wenn auch unterschiedliche Erfahrung hat eben beide zu Kämpfern gemacht, die nicht einfach aufgeben, wenn es einmal schwierig wird. Die weitere Gemeinsamkeit dabei: Beide sind im Moment einer wichtigen Stütze beraubt, nämlich ihres Vertrauten, des Menschen, auf den sie sich verlassen können, den an ihrer Seite zu wissen ihnen Halt und Kraft gibt.

Ich finde es interessant wie ihr hier andeutet, dass sie aus dieser Not wohl die Tugend machen werden, sich dann eben gegenseitig früher oder später zu helfen und zu vertrauen. Das wird naturgemäß bei W sehr viel länger dauern als bei J, weil er nicht der Mensch ist, sich schnell jemandem zu öffnen und anzuvertrauen, aber auch er scheint durchaus bereit sich auf diesen "Häuptling" einzulassen. Bei J ist es sehr viel deutlicher, ihre Gesten W zu "trösten" und irgendwie Nähe zu schaffen, sprechen da deutlich - vielleicht sagen sie sogar mehr, als ihr schon bewusst ist. Und spätestens ihr letzter Satz beweist, dass sie Ws Potential zu erkennen scheint. Ja, er ist ein Kämpfer, den man durchaus an seiner Seite gebrauchen kann, auch wenn das große Ganze ihn im Moment wohl noch ordentlich überfordern dürfte. Aber die Grundfesten bleiben: Er ist mutig, klug, geschickt und er ist bereit für sich und die Freiheit bis aufs Äußerste zu gehen.

Sehr geschickt gemacht finde ich das Auftreten eurer Ira...Dingsbums. Zum einen, weil damit ein - zumindest für mich vorher so nicht erwarteter - Zeitfaktor ins Spiel kommt, der alles noch schlimmer macht. Das erhöht definitiv den Nervenkitzel. Zum anderen, weil diese mysteriös offen bleiben, nicht nur für uns, sondern auch für eure Protagonisten. Und einfach schreibtechnisch schlau gelöst: Wer nur über Audio kommuniziert, den muss man nicht beschreiben ;-)

Ganz besonders eigenartig ist jedoch wohl vor allem das Eine: Wenn diese Fremden ja doch offensichtlich die höhere Lebensform Mensch als solche erkennen, sonst würden sie ja nicht so "vernünftig" mit der Crew der Voyager reden, warum ist ihnen dann dieser eine Mensch, nämlich W, mehr wie eine Sache? Warum bezeichnen sie ihn als eine Art "Gegenstand", den man nicht mitnehmen soll, als ob er ein Stein oder ein seltenes Artefakt wäre? Es muss ihnen doch klar sein, dass er rein biologisch ebenso ein Mensch ist wie die anderen, mit denen sie "verhandeln".

Und natürlich die brennende Frage: Haben sie etwas damit zu tun, dass W da und C weg ist? Haben sie W sozusagen bewusst aus der Vergangenheit geholt und sind nun da, ihre Beute oder was auch immer er sein soll "einzusammeln"? Dagegen spricht aber doch, dass sie die Voyager schon im All angegriffen haben und dass diese nur ganz zufällig auf genau DIESEM Planeten gelandet ist. Oder ist es mehr ein Dumm gelaufen, dass das Schiff, welches sie einfach loswerden wollten, weil sie es als Eindringling empfunden haben, nun ausgerechnet auf dem Planeten gelandet ist, auf dem sie ihre "Ware" abholen wollten?

Und natürlich zwei weitere Fragen: Machen die I das öfter? (Das würde erklären, warum keine Überreste auf dem Planeten herumliegen, obwohl in der Höhle der Sioux schon öfter Leute verschwunden sind) und natürlich WARUM??? Was wollen sie mit W oder allgemein mit Menschen aus der Vergangenheit?

Beruhigend ist im Moment nur, dass J W beschützen will. Alles andere ist wunderbar rätselhaft und nervenaufreibend. Ich will wahrlich nicht in Js Haut stecken, gleich so viele Probleme auf einmal...

Und der Blick in den Wilden Westen zeigt: Viel besser ist es da auch nicht. Doch dazu gleich mehr....

Lg Luni

Antwort von Adrimeny am 17.06.2019 | 15:31 Uhr
Liebe Luni!

Der Urlaub ist vorüber, also gibt’s nun auch hier noch die ausstehende Antwort!

Die Iraluaner wollen W haben. Warum und wieso wird sich noch klären, aber natürlich hier noch nicht verraten.

J ist ja zum Glück nicht Jemand, der sich einfach so erpressen lässt, von daher hält sie hier zunächst einmal ihre schützende Hand über W. Die Frage ist jedoch, wie lange ihr das gelingen kann. Die Iraluaner haben Waffen und ein intaktes Raumschiff im Orbit. Sie können sich also ziemlich problemlos holen, was sie haben wollen….

Da W aber in unserer Geschichte eben derjenige bleiben soll, der er nun einmal ist und weswegen wir ihn so verehren, wird er die Forderungen der Fremden sicherlich auch nicht einfach so hinnehmen ;-)
Du sprichst hier sehr wichtige Gemeinsamkeiten zwischen J und W an, die uns erst haben darauf kommen lassen diese Art von Geschichte zu schreiben. Sie funktioniert eben weil es trotz der fünf Jahrhunderte, die zwischen den Akteuren liegen, so viele Gemeinsamkeiten gibt.

J und W werden zusammenarbeiten müssen, so wie es C und OS im Westen der Vergangenheit ja auch bereits tun.

J wird das natürlich zunächst leichter fallen. Sie ist es gewohnt mit „Fremden“ kooperieren zu müssen, doch wir verraten sicherlich nicht zu viel, dass W klug genug sein wird, gemeinsam mit J nach einer Lösung des Problems zu suchen ;-)

Ja, die Iraluaner. Die haben ihre Existenz einem Schreibfehler bei WhatsApp zu verdanken ;-)! Wir werden wohl irgendwann nicht umhin können, sie zu beschreiben. Das könnte überraschend ausfallen ;-)!

Du stellst hier die zentrale Frage: Warum wollen die Iraluaner unbedingt W haben und warum ist er für sie kein Mensch wie jeder andere? Da werden wir Dich wohl noch ein wenig um Geduld bitten müssen.

Genauso gut und berechtigt sind Deine anderen Fragen – doch auch hier ist Geduld angesagt ;-)! Wir können nur versprechen, dass am Ende alle Fragen beantwortet sein werden ;-)!

Es freut uns, dass Du unsere Geschichte nach wie vor rätselhaft und aufregend findest – so sollte es sein.

Vielen Dank für Deinen tollen Kommentar, über den wir uns sehr gefreut haben!

Liebe Grüße

Adrimeny
29.05.2019 | 19:26 Uhr
Liebe Danny, liebe Marieschi!

Juhu, es geht weiter – ich freue mich, dass das Wiederherstellen funktioniert hat und ihr nun doch die Kraft findet, an dieser so besonderen Geschichte weiterzuschreiben. Ich mag nach wie vor den Gedanken, W (und natürlich auch OS) in andere Welten zu transportieren, speziell in diese hier!

Das Kapitel transportiert uns mitten in einen Konflikt hinein, der zunächst sehr geheimnisvoll daherkommt. Die Voyager wird von einem unbekannten Schiff angegriffen. Wiederstand scheint zunächst nicht nur zwecklos, sondern sogar unmöglich. Dass die Kommunikation höchst einseitig verläuft, macht es nicht gerade leichter, denn die Crew tappt im Dunkeln darüber, was die Fremden, diese Iraluaner von ihnen wollen.

Und Janeway bekommt ein weiteres Problem. Sie muss die Voyager innerhalb des gestellten Ultimatums wieder flottmachen und zugleich muss sie W schützen, denn es ist dieser, den die I wollen. Warum sie das wollen, bleibt hingegen im Dunkeln. Fest steht aber, dass J den Häuptling nicht ausliefern will – zum Glück! Zusätzlich muss sie aber auch Chakotay wiederfinden und zumindest den Anschein wahren, die Errungenschaften des 24. Jh. vor W einigermaßen verborgen zu halten. Wobei dieser Versuch zunehmend ad Absurdum geführt wird, denn der Apache hat ja das Schiff bereits von Innen und Außen gesehen.

Es ist so irgendwie niedlich, wie sie jedes Mal einige Schritte beiseitetritt, wenn sie in ihren Kommunikator spricht und wie – auf der anderen Seite – W dies deutet: Die Frau spricht mit sich selbst. Das, was für uns so selbstverständlich scheint – telefonieren, funken etc… muss für W höchst merkwürdig sein. Ich liebe diese Stellen in eurer Geschichte, an denen die Gegensätze derart aufeinanderprallen!

Ebenso, wie ihr mit sicherer Hand auch immer wieder Ausdrücke und Redewendungen findet, die selbstverständlich scheinen, W jedoch eher irritieren. „Winnetou war irritiert über die seltsame Ausdrucksweise dieser Frau. Wie konnte man eine Höhle auf den Kopf stellen?“ Ich finde diese Portion Humor, mit der dieses Kapitel gewürzt ist, sehr erfrischend und habe mehrfach laut gelacht!

W und Janeway. Irgendwie habe ich noch immer das Gefühl, dass es W schwerfällt, in Janeway eine Anführerin zu sehen. In Gedanken betitelt er sie als „die Frau“ – das sagt sehr viel. Sie muss sich wohl erst noch beweisen, denke ich.

Ich muss Janeway zustimmen: W hält sich wirklich bemerkenswert gut. Nichts von dem, was um ihn herum ist, ist ihm bekannt. Zuerst das Raumschiff, das er natürlich nicht als solches erkennt, dessen Gestalt und Materialien ihm aber völlig fremd sind, ebenso wie die Stoffe der Kleidung der Menschen. Sodann ein Planet mit zwei Sonnen (gut gemacht, wie er hier blinzelt und versucht, sich diese als Trugbild zu erklären) und einem roten Himmel. Es ist bemerkenswert, wie der Mensch stets versucht, das Unbekannte in bekannte Raster hineinzuzwängen. Allein, hier ist es aussichtslos; es wird W nicht gelingen und das wird ihm nach und nach klar. Unser Häuptling muss wieder so einiges einstecken und er tut mir wirklich leid!

Die Höhle ist zumindest zunächst eine Art Zufluchtsstätte für W. Nicht nur, dass er Scharlih hier spüren kann, sondern sie bietet ihm auch Schutz und Sicherheit, denn sie zögert den Zeitpunkt hinaus, an welchem er in den Bau zurückmuss.

Am Ende erwacht doch wieder Janeways Kampfgeist. Sie wird W schützen, und das nicht nur, weil es ihre Pflicht ist. Ich habe das Gefühl, dass sie den Apachen achtet und vielleicht sogar mag – während W nur irgendwie versucht, Haltung zu bewahren, was ihm aber sehr gut gelingt. Es wird nun wohl Zeit, dass J ihn aufklärt, denke ich. Und ich bin sehr gespannt, zum einen auf Ws Reaktion, zum anderen aber auch darauf, wie eine weitere Kommunikation und vielleicht sogar Kooperation mit J funktionieren wird!

Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Liebe Grüße und ein schönes (langes;-)) Wochenende!
Catherine

PS: Google ist auf dem besten Weg, eine Art „Universaltranslator“ zu erschaffen… Ich wäre allerdings auch eher am Beamen interessiert!

Antwort von Adrimeny am 31.05.2019 | 15:02 Uhr
Liebe Catherine!

Ja, da ist sie wieder, die kurzfristig verloren gegangene Geschichte und inzwischen sind wir auch ganz froh, dass wir sie wiederhaben ;-)!

Die Iraluaner sind in der Tat ein merkwürdiges Völkchen. Sie kommunizieren nicht gerne und zeigen wollen sie sich auch nicht. Zudem schießen sie erst und fangen dann an zu verhandeln. Das macht es für die Leute von der Voyager auch nicht gerade einfacher. Doch die sind ja Kummer gewohnt ;-)!

Es würde schlichtweg nicht zu J passen, wenn sie W nun einfach an die Iraluaner ausliefern würde. Ihn zu beschützen ist jedoch auch nicht so einfach. Was die Fremden nun wirklich von und mit W wollen, verraten wir hier natürlich noch nicht.

W wird sich jedenfalls – soviel können wir verraten – nicht mehr lange mit irgendwelchen fadenscheinigen Ausreden abspeisen lassen. Zwar kann er das Gesehene nicht wirklich einordnen, doch er wird Aufklärung verlangen.
Bei dieser Konstellation muss es zwangsläufig zu absurden Situationen kommen und es macht Spaß, diese auszuleuchten und dann mit einer Prise Humor eine Szene dazu zu schreiben. Schön, dass das hier so gut ankommt!!!

Eine Frau als Anführerin muss W ja seltsam vorkommen, aber J wird ihn schon noch überzeugen ;-)! Genauso wird J noch lernen, dass sie W ganz sicher nichts vorenthalten kann ;-)!

Die Höhle, das schreibst Du hier ganz richtig, ist für W irgendwie der einzige Bezugspunkt, nicht zuletzt deshalb, weil sie nun einmal aussieht wie eine ganz normale Höhle und damit im Moment so ziemlich das Einzige ist, womit er etwas anfangen kann und was er kennt.

Das nächste Kapitel wird uns erwartungsgemäß erst einmal wieder zu C und OS führen. Es ist schon fertig und wird pünktlich erscheinen ;-)!

Sonnige Grüße

Adrimeny

PS: Beamen fände ich richtig toll!!!!
27.05.2019 | 21:43 Uhr
Liebe Danny, liebe Marieschi,

sorry, dass ich mich erst jetzt melde, aber ich muss zugeben, dass ich die Geschichte bisher nicht kannte. Ich bin wohl etwas konservativ, was das KM-Universum angeht, obwohl ich, zugeben, selbst daran rumschraube.
Doch heute kam euer nächstes Kapitel und dann habe ich angefangen zu lesen.
Wow, kann ich nur sagen. Ich habe alles auf einmal gelesen, ich konnte nicht mehr aufhören. Ein Riesenkompliment, wie ihr es schafft, diese verrückte Idee so überzeugend zu realisieren. Ich kenne auch die Voyagerserie und bin total begeistert, dass eure Charaktere aus beiden Geschichten so stimmig sind. Da wirkt nichts gezwungen, sondern als gehörten die Geschichten schon immer zusammen.
Ganz besonders mag ich die Rolle von Chakotay, der in dieser Serie meine Lieblingsgestalt war.
Und toll ist, wie W, der noch viel weniger als OS, der immerhin schon die Bücher von Jules Verne gelesen hat und durch seine Reisen sehr weltoffen ist, verstehen kann, was hier vor sich geht, mit der Situation umgeht ohne seine Würde zu verlieren. Und wie er sich wundert, wie man eine Höhle auf den Kopf stellen ist meine absolute Lieblingsstelle.
Ab jetzt bin ich ein großer Fan eurer Geschichte und ich freue mich sehr auf das, was noch kommt.

Liebe Grüße
Arvara

Antwort von Adrimeny am 28.05.2019 | 10:09 Uhr
Liebe Avara,

was für eine schöne Überraschung, dass Du Dich bei unserem kleinen Experiment zu Wort meldest.

Du zeigst uns gleich unser "Problem" mit dieser Geschichte auf: Vermutlich werden potentielle Leser von der Star Trek / Karl May Kombination erst einmal verschreckt und trauen sich gar nicht weiter zu lesen. Zum Glück hast Du Dich getraut und wir konnten Dich überzeugen. Das freut uns sehr!!!!

Das Ganze ist zugegebenermaßen eine wirklich verrückte Idee, die eines Abends während eines Whattsapp Chats entstanden ist. Da wir nicht wirklich viel vorproduzieren, wissen wir selbst noch nicht, wo genau die Reise hingeht. Doch wir werden in jedem Fall weiterhin gut auf die Figuren achtgeben, denn wir wollen weder W und OS, noch die Voyagercrew irgendwie beschädigen oder gar durch so ein Crossover ins Lächerliche ziehen. Man soll die Charaktere zu jeder Zeit wiedererkennen. Von daher haben wir uns total über Dein Lob gefreut, dass uns genau dies bislang gelungen ist.

Natürlich geht es bei so einer Zeitreise nicht immer ohne sprachliche oder kulturelle Missverständnise zu und so wird es immer mal wieder zu ungewollt lustigen Situationen kommen. Das macht wirklich Spaß so etwas zu schreiben.

Es freut uns, dass wir Dich als Leser (und Reviewer) gewinnen konnten!

Vielen Dank für Deine Rückmeldung!

Liebe Grüße

Adrimeny
27.05.2019 | 14:56 Uhr
Liebe Danny, liebe Marieschi!

Selten hat mich das Erscheinen eines Kapitels mehr zufriedengestellt – aus zweierlei Gründen. Zum einen, eben weil dieses Kapitel überhaupt online gegangen ist, zum anderen, weil es außerordentlich spannende Wendungen enthält. Jetzt geht es irgendwie so ganz richtig los, wie mir scheint ;-)

Schon die Überschrift hat mich einmal mehr daran erinnert, dass wir es hier mit einer echten Wundertüte zu tun haben. Ultimatum? Das kam jetzt überraschend, denn der bisherige Verlauf der Handlung war wohl mehr auf Vernichtung ausgelegt ;-))

Genau wie J hat mich das Vorgehen der unsichtbaren Angreifer einigermaßen verwirrt ( wobei ich natürlich zugeben muss, dass ich mich mit den Vorgehensweisen außerirdischer Spezies des 24. Jahrhunderts weniger als gar nicht auskenne ;-)). Erst schießen, dann verhandeln? Es scheint in diesem Universum gang und gäbe zu sein, auch unter Feinden zumindest akustische Absprachen zu treffen, so viel habe ich heute gelernt.

Der Angriff gibt jedoch Rätsel auf, weil er irgendwie, trotz aller Sprengkraft, nicht bis zur letzten Konsequenz ausgeführt wurde. Aber erst nach und nach enthüllt sich das volle Ausmaß der Klemme, in der die Raumfahrer stecken. Bei den Gegnern handelt es sich um das iraluanische Volk – ist das Fachkundigen ein Begriff? Naturgemäß ist es mir unmöglich, aus diesem Namen irgendwelche Rückschlüsse auf deren Motivationen und wahrscheinliche Reaktionen zu ziehen – was die Angelegenheit interessanter gestaltet ;-)

Die Voyager soll sich einer Grenzverletzung schuldig gemacht haben, na gut. Auch heutzutage wird in so einem Fall immer mal wieder geschossen, anstatt besonnen Diplomatie zu Hilfe zu ziehen. Und wenn die Vorwürfe gerechtfertigt sind, ist die Forderung, sich unverzüglich zu entfernen, durchaus nachvollziehbar.

Dumm nur, dass das (zumindest in absehbarer Zeit) vollkommen unmöglich ist.

Doch damit nicht genug. Der wahre Grund für den Gewaltausbruch tritt erst später zutage, und an dieser Stelle bekam ich zum ersten Mal richtig Angst. „Sie haben etwas, das uns gehört“. Wir haben erfahren, dass unser Raumschiff notgedrungen auf dem Wüstenplaneten landen musste. Das Dilithium soll sie nun retten, was sogar innerhalb der Grenze des Erlaubten liegt. Was also kann es sein, dass J und Co dem fremden Planeten sonst „entwendet“ haben bzw „entwenden“ möchten? Eigentlich doch nur ein uns wohlbekannter Mensch...

Beim ersten Kontakt mit der heimischen Spezies wurde der Crew verboten, irgendetwas mitzunehmen. Bereits diese Anweisung erschien mir durchaus bedenklich, denn worunter fällt unser W jetzt? „Gehört“ er dieser Wüste und ihren Besitzern?

Am Ende erhärtet sich dann mein Verdacht. Die Außerirdischen wollen den Häuptling. Warum?

Das fragt sich auch der Captain. Es spricht für sie, dass sie den Apachen nicht kampflos den Feinden überlässt. Allein, ich muss dabei nach ihrer Motivation fragen. Handelt sie aus einer wie auch immer gearteten Form von Loyalität heraus, von Anführer zu Anführer, Mensch zu Mensch? Oder umtreibt sie die Ahnung, mit dem Häuptling möglicherweise etwas Wertvolles zu besitzen, das man als Unterpfand benutzen könnte?

W tut mir ausnehmend leid. Diese Geste, dieses sich über die Augen Wischen, aus dem Wunsch heraus, dass die Welt wieder normal werden möge – schluck :-(!

Ihr bildet sein Problem in schlichten Worten ab: „Er wusste, dass er nicht mehr dort war, wo er sein sollte, und er konnte nicht sagen, wie er den Weg dorthin zurück finden sollte.“ Es ist eine zweigeteilte Schwierigkeit, deren Ausmaß einfach nur mutlos macht.

Aber auch im Angesicht der Ungeheuerlichkeit vermag Ws noch logisch zu denken. Er folgert, dass allein die Höhle Aufschluss zu geben vermag, und ahnt, dass sie die Antwort auf etliche Fragen in sich birgt. Irgendwie scheint mir der Apache so ein bisschen zwischen den Welten zu schweben, weil er die Präsenz der verschiedenen Zeiten wahrnehmen kann, die in dieser Höhle existieren. Noch schreibt er die verwirrenden Bilder jedoch seinem schlechten Allgemeinzustand zu.

Ihr schickt dem Häuptling glücklicherweise ein winziges Licht. Er erfährt eine ähnliche Vision, wie sein Blutsbruder sie im vorangegangenen Kapitel hatte – und damit wertvolle Informationen. Nun ist ihm klar, dass OS und C beisammen sind (wenn auch zugegebenermaßen in widrigen Umständen ;-)) Das wird ihn alles Menschenmögliche unternehmen lassen, um die eigene Rückkehr doch zu bewerkstelligen...

Eine Rückkehr, die durch das Ultimatum noch schwieriger geworden ist. Es gilt nicht nur, den Weg zu finden – W muss zusätzlich auch noch einem mächtigen, kompromisslosen Feind ausweichen. Was seid ihr gemein ;-))!

So richtig gespannt bin ich auf die Zusammenarbeit, die W und J auf die Beine stellen müssen, wenn sie ihre Überlebenschancen maximieren wollen. Was Mut macht: Der Captain kann sich zumindest ansatzweise mit dem Apachen identifizieren. Störend bleibt allerdings, dass die Protagonisten ständig aneinander vorbeireden ;-) Der Wissensunterschied erweist sich momentan als Bremse. Diese Tatsache bescherte mir einen echten Lachanfall, nämlich als ich folgende Passage lesen durfte: „Sein Gehör war von Kindheit an darauf trainiert sich auf Geräusche zu konzentrieren und alles andere auszublenden. (…) Hier brachte es ihm nichts ein, außer dass er nicht verstand, warum die Frau mit sich selbst sprach.“ Meine unangefochtene Lieblingsstelle!!

Ihr Lieben, ich hoffe, es ist mir gelungen euch zu übermitteln, wie viel Freude mir dieses Kapitel bereitet hat. Weiter so, ich bitte euch!!

Liebe Grüße

Zorbi

PS. Kann mal jemand „in echt“ so einen Universaltranslator“ erfinden? Was wäre das praktisch ;-))

Antwort von Adrimeny am 27.05.2019 | 16:51 Uhr
Liebe Zorbi!

Wir können versichern, dass wir uns über Dein Review mindestens genauso gefreut haben, wie Du Dich über das Erscheinen unseres Kapitels ;-)!

Im 24. Jahrhundert wird in der Tat noch immer viel geschossen. Manche Dinge ändern sich wohl auch in der Zukunft nicht....SEUFZ!!!

Das iraluanische Volk dürfte selbst eingefleischten Star Trek Fans kein Begriff sein, denn das haben wir erfunden ;-)! Es verdankt seine Existenz einem Tippfehler. Marieschi wollte in einer Nachricht etwas über italienisches Essen schreiben, es kam aber iraluanisches Essen heraus => Das iraluanische Volk war geboren :-)))))! Das ist ein echter Vorteil, von dieser Geschichte. Wir können unserer Fantasie mal so richtig freien Lauf lassen ;-)!

Auch in der Zukunft entstehen viele Konflikte, weil Grenzen nicht anerkannt, Gebiete erobert oder Regeln/Gesetze missachtet werden. Nun ist die Voyager in einer besonderen Situation, denn sie befindet sich in einem Teil des Universum, welcher für sie vollkommen unbekannt ist. Sie wissen also gar nichts von irgendwelchen Grenzen, die sie vielleicht aus Versehen überflogen haben. Schließlich gibt's im All ja keine Passkontrolle ;-))!

Das ist allerdings nur ein Teil des Problems, denn sie haben - ebenfalls unabsichtlich - eine weitere Grenze überschritten, indem sie sich um W gekümmert und diesen nicht an die Iraluaner ausgeliefert haben. Warum wollen die unseren Häuptling haben? Du wirst verstehen, dass wir das hier und jetzt nicht beantworten ;-)!

Dann fragst Du, warum J so handelt und W nicht einfach den Iraluanern überlässt. Du gehörst ja zu den Lesern hier, die die Serie und ihre Charaktere nicht kennen. Deine Frage zeigt uns, dass wir hier und da noch nacharbeiten müssen, um Charaktereigenschaften ein wenig deutlicher zu machen. Die Antwort ist nämlich ganz einfach: So etwas würde J schlicht und ergreifend niemals tun! Hier liegt eine der Gemeinsamkeiten der ST und KM Universen. Die Helden sind wirklich gut und sie kümmern sich um diejenigen, die Hilfe und Schutz brauchen. Hier ist es ausnahmsweise einmal W der Hilfe benötigt und J würde ganz bestimmt nicht auf die Idee kommen und ihn einfach den Feinden überlassen. Sie wird ihn also auch nicht gegen irgendetwas "Nettes" eintauschen ;-)!

W ist in unserer Konstellation ganz klar der Charakter, der am meisten zu bemitleiden ist: In einer fremden Zeit, auf einem fremden Planeten unter fremden Menschen, verletzt, von seinem Blutsbruder getrennt, ohne dessen Schicksal zu kennen und jetzt wollen ihn auch noch ganz andere Fremde haben. Wir bekennen uns schuldig, dass wir ihm hier sehr übel mitspielen ;-)!

Aber er schlägt sich angesichts dieser widrigen Umstände mehr als tapfer, denn wir wollen ihn hier immer noch als den überlegenen Anführer verstanden wissen, der er nun einmal ist. Das wird sich im weiteren Verlauf nun noch verstärkt zeigen.

Der Wissensunterschied wird immer wieder zu skurillen Situationen führen. Das macht sehr viel Spaß so etwas zu schreiben. Schön, dass Dir diese Stelle gefällt ;-)!

Vielen Dank für diese schöne Review! Wir haben uns total gefreut!

Das nächste Kapitel ist bereits fertig - für Nachschub ist also gesorgt!

Liebe Grüße

Adrimeny

PS von Danny: Ich finde ja, dass man eher das Beamen erfinden sollte. Mal eben kurz in der Mittagspause auf die Malediven hätte doch was ;-)))) ! Allerdings wäre dort vor Ort dann auch ein Universaltranslator von Nutzen ;-)
27.05.2019 | 10:25 Uhr
Hallo ihr 2, es wird ja immer " verückter ". Ich bin so gespannt, wie ihr weitermacht. Die Erklärungen am Ende sind sehr gut für mich, da ich doch eher mit Kapitän Kirk gross geworden bin. Aber je länger ich mitlese, desto mehr wächst die Spannung. Meine Review sind immer sehr kurz, ich weiss. Aber ich meine es ernst.
Eure Bella Fleur D

Antwort von Adrimeny am 27.05.2019 | 11:26 Uhr
Hallo Bella,

vielen Dank für diese schnelle Rückmeldung! Wir nehmen gerne auch die kurzen Reviews entgegen und wenn sie dann noch so positiv sind, wie Deine, dann freuen wir uns umso mehr ;-)!

Die Fußnoten waren wohl wirklich eine gute Idee und sie werden auf jeden Fall beibehalten!

Es freut uns, dass Du unsere Geschichte so spannend findest. Es wird auf jeden Fall noch eine Menge passieren. Dabei bleiben lohnt sich also ;-)!

Liebe Grüße

Adrimeny
18.05.2019 | 07:41 Uhr
Liebe Danny, liebe marieschi!

Oh Schreck! Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass das kurzzeitige Abtauchen dieser Geschichte mir einen (hoffentlich erholsamen) Schock bereitet hat, denn erstens finde ich diese Idee so anders, so besonders, dass es ein Jammer wäre, wenn sie nicht weitergesponnen würde. Zweitens will ich einfach wissen ob W wieder zurückkommt. Ist das nicht ein bisschen irre (und zudem ein ganz sicheres Zeichen für die Qualität eines Textes und damit auch ein großes Kompliment an euch), dass ich richtig unglücklich wurde, weil in meinem Kopf der Gedanke festsaß: Jetzt muss W auf diesem Wüstenplaneten bleiben! Als ob es eine Wirklichkeit jenseits dieser Geschichte gäbe, die nur dann weiter schreitet, wenn auch die Geschichte weiter schreitet. Und in eben dieser Wirklichkeit wäre W für immer verloren gewesen.

Und drittens hatte ich in unserem kleinen Fandom wirklich kurz Sorge, dass wir hier bald alle die Segel streichen und der letzte das Licht ausmachen kann.

Das alles zusammen hat mich dann fürchterlich erschrocken und mich dazu bewogen mir vorzunehmen, dass ich ab sofort wieder sehr viel aktiver werden muss. Daher meine neue Strategie: Jeden Abend eine FF Sache (Reviews, Antworten, selber schreiben...). Mal schauen, ob es dann wieder besser wird! Ich weiß auch, dass ich gerade die Reihenfolge des Hochladens nicht unbedingt berücksichtige, aber ich will doch unbedingt hier wiedereinsteigen. Sorry also an alle anderen, denen ich noch etwas "schulde", ich gebe mir Mühe, wieder rein zu kommen.

So, lange Vorrede, jetzt aber zu eurem Kapitel!

Zuerst einmal finde ich es rasend spannend, wie ihr es schafft die beiden Blutsbrüder immer weiter voneinander zu entfernen, ohne dass sie sich von der Stelle bewegen. Erst ist das Portal nicht mehr zu finden, dann wird der falsche durch die Zeit geschickt, dann wird auf dem Wüstenplaneten klar, dass man dort nicht auf ewig warten und verweilen kann, eine Abreise droht, und nun steht die Höhle hier im Wilden Westen auch noch in Flammen. Mir wird ganz schwindelig...

Natürlich hat Melissa recht, der Stein an sich kann nicht brennen. Und ist ein Zeitportal, was man sich ja wohl in irgendeiner Weise als große Ansammlung von Energie vorstellen muss, empfindlich für eine andere Energieform, hier Hitze? Kann es "überladen"? Oder ist die Hitze ihm sogar zuträglich, weil sie es wie eine Art Akku wieder auflädt? Wir werden es sehen, denn ich denke doch, dass OS und C sich die Höhle nochmal anschauen werden, sobald sie können.

Ein weiteres Fragezeichen hat mir die Tatsache beschert, dass die Höhle überhaupt brennt. Sicher, ihr habt eine logische Erklärung dafür WAS da brennt, fehlt aber noch das warum. Ein Blitz, der ins Innere einer Höhle schlägt? Unwahrscheinlich.... Ich denke, dass hier auch diese unscheinbare Stelle einen Aufschluss geben kann: " und in einem eigenartigen Augenblick doppelten Sehens vermeinte ich die Gestalt meines Blutsbruders zu erkennen, der sich hinter einen Felsen aus blutrotem Gestein duckte." Warum duckt sich W? Nur, weil er sich verstecken will vor seinen "Gastgebern" oder vielleicht, weil auch auf dem Wüstenplaneten etwas geschehen ist, ein Sturm oder ein sonstiges Ereignis, dessen Energie das Portal durchschreiten konnte und dann in Form von Hitze ausreichte, das trockene Holz zu entzünden... Wer weiß.

Zudem fand ich den Anfang irgendwie "tröstlich" in all dem Chaos, denn er scheint mir der Hinweis zu sein, dass es noch Hoffnung, noch eine Verbindung gibt. "„Der Mann wurde an dieser Stelle vor langer Zeit schon einmal verletzt. Wussten Sie das?“ Der Schwindel in meinem Kopf wurde stärker, die roten Nebel begannen dichter vor meinen geschlossenen Augen zu wabern und die Worte hallten wie ein Echo immer wieder in meinem Kopf nach" Beinahe wie aufs Stichwort wird es OS dann wieder schwindelig, wenn über die alte Verletzung an seinem Körper gesprochen wird, die in gewisser Weise ein sichtbares Zeichen seiner Verbindung zu W ist.

Und natürlich, wenn wir hier schon an "Übernatürliches" wie Zeitreisen etc. glauben, finde ich Folgendes einen ganz faszinierenden Gedanken: Wenn W und OS wirklich auf besondere, sozusagen magische Weise in der Blutsbrüderschaft miteinander verschmolzen wurden, wenn sie tatsächlich Anteile an einander haben, die sie den anderen spüren und empfinden lassen, wenn etwas in ihnen sozusagen verschmolzen ist und nun Raum und Zeit diese Verbindung so nachhaltig stören, was wird dann geschehen? Ist der große Schwindel und der starke Kopfschmerz eine Nebenwirkung dieser gestörten Verbindung?

Denn C scheint es ja trotz Zeitreise sehr gut zu gehen. Sicher, der war auch insgesamt weniger angeschlagen vorher (wobei ich gerade verwirrt bin, hatte der nicht ne Wunde am Kopf, die auf die "altmodische" Weise heilen sollte? Hätten sie die dann nicht auch heilen können, so wie OSs Verletzung am Hals?), dennoch denke ich, dass sowohl W als auch OS ganz "extrem" auf diese Trennung reagieren. Vielleicht eben, weil das Portal hier versehentlich etwas unterbrochen hat, ein Band gestört hat, das so fest, so tief verwurzelt ist, dass es tatsächlich körperliche Symptome hervorruft?

Das wäre sicher auch ein interessanter Forschungsansatz für die Voyager ;-) Aber bitte jetzt nicht W zum Versuchskaninchen machen XD

Wie dem auch sei, im Moment haben sich OS und C mit ganz anderen Problemen herumzuschlagen (wobei die Tatsache, dass ihre Gegner, deren Gefangener OS ja immer noch irgendwie war, nun auch mit sich selbst zu tun haben, ja sogar ganz praktisch ist). Ich denke doch, dass I und H kluge Tiere sind, die sich haben retten können. Und über die Gewehre, die ihr ja in der letzten Review-Antwort erwähnt, hab ich mir bisher keine Gedanken gemacht, weil ich einfach dachte, dass die an den Sätteln der Pferde hängen und dass diese sozusagen nicht "mitgefangen" worden waren, sondern den Sioux entkommen sind, also die Pferde. Aber vielleicht hätte ich da nochmal den Anfang nachlesen müssen, um meinen dementsprechenden Irrtum zu bemerken. Daher also jetzt die Nachfrage: Ihr habt nun nicht Silberbüchse, Henrystutzen und Bärentöter verbrennen lassen, oder °o° ?

Irgendwie besonders fand ich dann auch das Auftreten des weißen Hengstes. Klar, er hat TU schwer verletzt und ist damit wohl sicherlich nicht direkt positiv zu besetzen, dennoch scheint er mir irgendwie mehr zu sein, als nur irgendein Tier.

Ich meine: Wo kommt er her? Im mayschen Universum zumindest reitet doch niemand Schimmel. War er trotzdem einfach eines der Indianerpferde, weil unter den Kriegern eben doch jemand ein weißes Tier hat? Ein Wildpferd, das zufällig in der Nähe war, halte ich für unwahrscheinlich.

Vielmehr kommen mir gerade bei weißen Pferden Assoziationen mit der Geisterwelt, fast als ob sich hier noch andere Mächte eingemischt hätten, die sich eines Werkzeugs bedienen müssen. "vor ihm, vom Feuerschein beleuchtet, ein völlig in Panik geratener, weißer Hengst, der wild mit den Hufen um sich schlug und den Schamanen immer wieder an Brust und Schulter traf. Langsam, ganz langsam sackte sein Körper zusammen. Das Pferd, nun eingeschlossen vom Feuer, stieg ein letztes Mal, bevor es mit einem mächtigen Satz über die Feuerwand sprang und unseren Blicken entschwand." Ich kann gar nicht genau sagen warum, aber diese ganze Passage scheint mir mehr zu sein, als nur die Schilderung eines dummen weiteren Unglücks. Es ist fast so, als ob das Pferd geht, nachdem es sein Ziel erreicht hatte.

Nun, wir werden sehen, in jedem Fall fand ich die Passage extrem dicht und sie hat mir kalte Schauer über den Rücken gejagt, egal wie viel sie nun bedeutet.

Und dann würde ich gerne einmal OS knuddeln und herzen! W weg, H und I in Gefahr oder sogar tot, er selbst in höchster Gefahr, einen Typ aus der Zukunft an seiner Seite (Jules Verne als Erklärungshilfe ist eine hervorragende Idee!)... Da soll man selbst als Held noch ruhig und gefasst bleiben. Die hinuntergeschluckten Tränen sind nur allzu verständlich!

Ich finde auch, dass ihr hier ohne große Worte noch einmal auf den Punkt bringt, was unsere Helden einander bedeuten. Und wieder dieser Gedanke: W hat am Hancockberg seinen Tod gesehen. Nun ist er weg... gestorben für die Seinen... bedrückend.

Ich bin also nun dringend dafür, dass es ab sofort bergauf geht! Also schlimmer kann es ja kaum noch werden, oder?? Jetzt brauchen wir mal ein paar Lichtblicke! Und wenn es nur der eine ist, dass TU überlebt und dass es den Pferden noch gut geht (mitsamt den Gewehren) und dass zumindest das Überleben im Wilden Westen gesichert ist. So düster kann das hier nicht weitergehen, ich protestieren ;-P ! Und zumindest der Kapiteltitel will mir auf den zweiten Blick so erscheinen, als ob er die Wende zum Besseren einläutet: Aus verbrannter Erde kann mit neuer Kraft auch neues Leben entstehen, manche Pflanzen benötigen sogar das Feuer, um neu zu keimen. Also, her mit den grünen Spitzchen, die ein Aufwärts symbolisieren!

Ich bin wirklich sehr sehr froh, dass ihr wieder da seid. Und vielleicht ist es unser Schicksal in dieser kleinen Nische nur für 10 oder 20 Leute zu schreiben, aber ich denke diesen wenigen eine Freude zu machen und mit diesen zu teilen ist dennoch etwas wert und etwas Besonderes!

Viele liebe Grüße und auf bald!

Luni

Antwort von Adrimeny am 22.05.2019 | 09:10 Uhr
Liebe Luni,
da hast Du uns aber überrascht mit einem soooo langen Review!


Was das "Verschwinden" unserer Geschichte angeht, wird das sicher nicht wieder vorkommen.

Du sagst, dass Du unsere Geschichte so anders findest und gerade das ist ja der Punkt, der uns zweifeln lässt. Für manch einen Leser mag es so aussehen, als würden wir W und OS jetzt in irgendwelche irrationalen Weltraumkriege verwickeln, aber genau das möchten wir sicher nicht. Der Grundgedanke dieser Geschichte ist ja: Was ist Zeit? Wie findet Zeit statt? Diese Gedanken möchten wir in eine Geschichte kleiden, die jenseits von Kitsch stattfindet.

W und Os sind durch Jahrhunderte getrennt und dennoch gibt es eine Verbindung zwischen ihnen, die die Zeiten überdauert und überwindet. So sieht OS in einem merkwürdigen Moment doppelten Sehens seinen Blutsbruder in jener fernen Welt sich hinter einen Felsen duckend. Im Augenblick der Gefahr nimmt er dies zunächst einmal fraglos hin, ebenso wie all die anderen Dinge, die ihm ja unbegreiflich und unfassbar vorkommen müssen. Durch den Brand wird alles andere in den Hintergrund gedrängt, es gilt das bloße Überleben.

Es stellt sich die Frage, warum das in der Höhle gelagerte Holz zu brennen beginnt und Du stellst mehrere Hypothesen dazu auf. Vielleicht ist es aber ganz einfach so, dass sich irgendetwas im Bereich der Höhle entzündet und den Weg hinein gefunden hat. Aber natürlich ist auch alles andere möglich und OS und C werden sich mit Sicherheit darum kümmern, wenn das Gestein in der Höhle abgekühlt ist.

Die innere Verbundenheit zwischen W und OS zeigt sich in ganz vielen Kleinigkeiten. Beide reagieren ja in etwa gleich auf diese unfreiwillige Trennung, nämlich mit Kopfschmerz und Schwindel. Natürlich waren sie schon öfter getrennt, aber das hier ist ja doch etwas anderes.

Was C angeht, ist es ja sozusagen sein täglich Brot, was hier geschehen ist. Er hat den Vorteil zu wissen, dass es Zeitverschiebungen gibt, auch wenn er hier natürlich eher unfreiwillig in der Vergangenheit gelandet ist. Er weiß natürlich auch, dass er die Zeiten durcheinander bringt, wenn er OS an seinem Wissen teilhaben lässt. Es macht natürlich Sinn, dass es im Umgang mit Menschen aus anderen Zeiten Regeln gibt. Aber C hält sich diesmal nicht daran. Er hat in Os einen Mann erkannt, der "neugierig" ist, über einen großen Wissensdrang verfügt und bereit ist, Neues und beinahe Unglaubliches zu akzeptieren und auszuprobieren. Und außerdem bleibt C ja im Grunde keine Wahl, er kann allein nicht heraus aus diesem Zeitenwirrwarr, er braucht Hilfe, natürlich auch, um in der Vergangenheit überhaupt überleben zu können.

Was nun TU und den weißen Hengst angeht, werden wir natürlich nur verraten, dass der weise Mann überlebt hat und C sich um ihn kümmern wird. Auch ob I und H aus der Feuersbrunst entkommen konnten und was mit den Gewehren geschehen ist, wird sich erst später klären. Aber wie Du ganz richtig sagst, es sind kluge Tiere, die schon mancher Gefahr entronnen sind.

Nachdem die unmittelbare Gefahr gebannt ist, kann OS den Tatsachen nicht mehr ausweichen. " W weg, H und I in Gefahr oder sogar tot, er selbst in höchster Gefahr, einen Typ aus der Zukunft an seiner Seite ". Besser kann man die Situation nicht in Worte fassen, das ganze Dilemma des OS ist darin enthalten. Und über Allem steht schwebt die fürchterliche Angst um den verloren gegangenen Freund: Wird er W jemals wiederfinden? Oder hat er ihn für immer verloren?


Liebe Luni, Du hast uns mit dieses lange Review ( ich habe in unzähligen Duden, bei Dr. Google und was weiß ich noch, nachgeschlagen, man kann bei diesem Wort wohl den Artikel frei wählen??? Komisch, oder?) eine große Freude gemacht. Danke für die Mühe und Arbeit, die Du hier investiert hast.

Viele Grüße und hoffentlich bis bald
Adrimeny
11.05.2019 | 08:05 Uhr
Liebe marieschi, liebe Danny!

AAAAAAHHHHHHH!

Das is ja alles mega schrecklich und wird immer schlimmer!

Ich hatt ja mega dolle gehofft, dass die jetzt so schnell wie möglich einfach den Weg zu W finden, damit W und OS wieder zusammen sind, egal ob im Wilden Westen oder in der Zukunft.

Aber dazu kommen sie ja gar nich, weil es dann brennt!!!! Ich mein gut, ne Höhle an sich kann ja nich brennen. Wenn das Holz da drin verbrannt is, dass is der Felsen ja trotzdem noch da, bissl rußig halt und so. Aber trotzdem is das schon iwie mega blöd, dass jetzt da, wo das Portal is, voll die Katastrophe herrscht.

Schmelzen so Zeitportale denn, wenn es heiß wird? Is das deshalb auch auf der anderen Seite verschwunden bei J und W, weil es von der Seite aus iwie so "zugeschweißt" wurde? Das wär ja mega mega mega traurig, denn ich will doch, dass OS W wiederfindet!

Und dann auch noch I und H! Ihr habt die jetzt nich gekillt, oder? Ich mein, das wär ja voll schlimm, wenn jetzt auch noch die Pferde tot wären und dann auch noch so grausam im Feuer verbrannt! Ich hoff mal einfach, die hatten das rechtzeitig iwie kapiert, dass da Gefahr kommt, und sind dann geflohen.

Wenigstens mal ein Gutes is, dass OS wieder fit is und dass er das iwie doch ganz gut aufnimmt so, dass da ein Typ aus der Zukunft steht. Jules Verne is da voll die super Idee, wie man das so erklären kann, dass OS der Gedanke zumindest iwie nich völlig absurd erscheint. Es passt ja auch alles zusammen, was C sagt. Und OS is da ja dann so mega voll Naturwissenschaftler in dem Sinn im Vergleich zu den Indianern und kann den Gedanken daher so auch iwie verstehen.

Ich find nur iwie, dass er vielleicht trotzdem noch manches zu "gelassen" sieht. Ich mein, kennt man 1874 blinkende Lichter überhaupt? Is da schon Elektrizität überhaupt ein Thema? Ich hatt so zwischendurch jedenfalls immer mal gedacht: Wow, OS nimmt das alles echt erstaunlich gut auf so. Aber das is ja auch gar nich schlimm, für die Story is es nur gut, weil die dann besser weiter laufen kann, als wenn OS jetzt mega misstrauisch oder ängstlich wär.

Da is bestimmt auch einfach so seine Menschenkenntnis noch dabei, die ihm halt so zeigt, dass C einer der Guten is. Und vielleicht fürchtet er sich ja auch doch so ein bissl und will es nur niemanden merken lassen ;)

Jetzt hat es also jedenfalls voll dolle gebrannt und iwie hat das auch den Vorteil, dass sie die Sioux so als Feinde jetzt auch erst mal los sind. Das klingt jetzt voll gemein, aber es is schon praktisch, dass sie sich mit denen jetzt nich auch noch rumschlagen müssen. Wenn da noch welche übrig sind, dann haben die jetzt sicher keinen Bock mehr auf Feindseligkeiten.

Und TU is ja sowieso nich mehr so wirklich ein Feind gewesen, der is ja eher neugierig und wenn sie den wieder hinkriegen, der is vielleicht sogar hilfreich.

Bin jetzt aber natürlich mal mega gespannt, wie ihr dann so die beiden Handlungsstränge wieder verbinden wollt. Ich hoff ja mal mega dolle, dass die Story nich nach ein paar Abenteuern damit endet, dass W eben in der Zukunft bleiben muss (also sozusagen wirklich tot is für seine Leute und OS, wie er ja vorhergesehen hatte) und C da bleiben muss.

Aber das kann ich mir nich vorstellen, das wär ja mega schrecklich! Bestimmt gibt es iwie einen Weg zurück und ich bin voll gespannt, wie der aussehen wird!!!!

Liebe Grüße,

eure Melissa!

Antwort von Adrimeny am 17.05.2019 | 09:48 Uhr
Hallo Melissa,
es wäre sicher schön, wenn W und OS schnell wieder zueinander finden würden, aber so ist es nicht. Die Geschehnisse machen das für den Augenblick unmöglich.
Du sagst ganz richtig, der Stein in der Höhle wird nicht brennen, es ist nur das gelagerte Holz. Insoweit dürfte das Portal, wenn überhaupt, nur durch die Hitzeentwicklung Schaden genommen haben.


In all dem Durcheinander, zu der Sorge um den verlorenen Freund kommt bei OS ja auch noch die Angst um die beiden edlen Pferde hinzu. Komisch eigentlich, dass hier noch niemand nach den Gewehren gefragt hat. Natürlich sind es leblose Gegenstände, aber sie gehören ja irgendwie doch zu W und OS.

Ob OS es so ganz locker aufnimmt, was ihm da in Ch begegnet? Vielleicht sieht das momentan einfach nur so aus, weil er den Kopf voll hat mit anderen Dingen und die Situation gerade einfach praktisches Handeln erfordert. Schwerwiegende Analysen passen jetzt einfach nicht.

Sicherlich werden nicht alle Sioux und Pferde dem Feuer zum Opfer gefallen sein, aber immerhin sind sie geflohen und OS und Ch sind sie erst einmal los. TU hingegen ist verletzt, aber immerhin lebt er. Er ist der Dritte in diesem unfreiwilligen Bunde und er passt auch genau dorthinein, weil auch er offen ist für Dinge, die nicht alltäglich sind.


Ob wo und wie OS und W wieder zueinander finden und ob Ch zurückkehren kann in die Zukunft, das alles werden wir jetzt noch nicht verraten.

Aber wir sagen danke für Deine Rückmeldung und wünschen Dir ein schönes Wochenende.

Adrimeny
10.05.2019 | 21:53 Uhr
Liebe Adrimeny!

Einige Wendungen in eurer Story überraschen mich wirklich. Zum Beispiel, dass Ch so ungeniert von seiner Herkunft aus der Zukunft spricht und sich dabei so gar keine Gedanken um die Zeitlinie o.ä. macht. Aber vermutlich ist das daraus zu erklären, dass er als Angehöriger des Marquis sich schon immer weniger um Vorschriften etc. gekehrt hat als Janeway.

Ihm geht es jetzt darum, Unterstützung zu bekommen und die hat er ja auch bitter nötig. Denn er muss erkennen, dass der weiße OS hier in dieser Umgebung der einzige zu sein scheint, der überhaupt begreifen kann, was sein Problem ist.

Die Sioux jedenfalls sind als Verbündete wohl eher unbrauchbar. Seine Offenheit ist also auch ein Zeichen seiner Verzweiflung.

OS auf der anderen Seite nimmt diese Erklärungen mit großer Gelassenheit auf. Und hier fällt es mir ein wenig schwer mitzugehen. Natürlich sind da einige ungewöhnliche Dinge, der Hautregenerator, der „blinkende Kasten“, der wohl ein Tricorder sein soll… aber unser OS akzeptiert doch sehr rasch und einfach die Möglichkeit, dass dieser Mann aus der fernen Zukunft stammt und mit einem Raumschiff auf einem fernen Planeten gelandet ist – und das zu einer Zeit, in der noch nicht einmal das Fliegen selbst erfunden war.

Dass OS sodann an Jules Verne denkt, passt aber wieder wunderbar ins Bild. Natürlich versucht er eine Erklärung aus seinem Wissen, sprich der gelesenen Literatur zu finden.

Ebenso passend wie rührend ist seine Sorge um W, die sicher auch ein Grund dafür ist, dass er alles andere erst einmal nicht weiter hinterfragt.

Dieses Kapitel scheint irgendwie dem Feuer gewidmet und ihr schafft es, diese Gefahr sehr lebendig erscheinen zu lassen. Sowohl OSs spontane Assoziation der Hölle trägt dazu bei, wie auch schlicht die plastische Beschreibung des herannahenden und alles verzehrenden Feuersbrunst und die Erinnerung an jene in New Venango.

Tahca Ushte, OS und Ch werden irgendwie unfreiwillig zu Verbündeten und versuchen sich gemeinsam zu retten. Das erscheint mir sehr passend, denn alle drei Männer verbindet, dass sie ein über das Normale hinausgehendes Verständnis dieser Situation haben. Der Sioux ist jedenfalls der einzige, mit dem die beiden anderen überhaupt reden können. Allein deshalb sollte er schon gerettet werden!

Ich bin gespannt, was nun geschehen wird. Wenn die Höhle zerstört ist, wird nun auch diese besagte temporale Verzerrung gestört werden, sodass eine Rückkehr unmöglich ist? Ich vermute nicht, obwohl ich auch diese Möglichkeit nicht gänzlich ohne Reiz finde. Ein Ch, der sich im Westen einfinden muss und ein W, der in der Zukunft leben muss…hm…

Ebensogut kann es aber auch sein, dass der „Durchgang“ in die andere Zeit nun frei geworden ist, nachdem die Flammen erloschen sind. Jedenfalls hat doch W im letzten Kapitel auch einen lauten Knall gehört. Könnte das der Donnerschlag aus seiner eigenen Zeit gewesen sein? Wir werden sehen!

Ich lese weiterhin mit Spannung und Begeisterung, wie ihr dieses Crossover gestaltet und freue mich, dass ihr weiterhin am Ball bleibt!

Liebe Grüße
Catherine

Antwort von Adrimeny am 17.05.2019 | 09:32 Uhr
Hallo Catherine,
Chakotay macht sich sicherlich Gedanken um das, was ihm da passiert ist, also auch um das Durchbrechen der Zeitlinie. Nur, was soll der arme Kerl denn machen? In dieser Situation für sich allein herumwurschteln? Nein, er erkennt in Os einen Mann, der gebildet , der an allem Neuen brennend interessiert und auch bereit ist, Neues auszuprobieren und Ungewöhnliches zu akzeptieren.
Zudem liegt es in Ch Charakter begründet, die Vorschriften so auszulegen, dass er sich auch immer im Spiegel begegnen kann.

"OS auf der anderen Seite nimmt diese Erklärungen mit großer Gelassenheit auf". Es scheint so, als würde ihn das alles nicht so besonders überraschen. Aber auch hier muss die Gegenfrage gestellt werden: Was bleibt ihm denn anderes übrig, als zuerst einmal alles zu schlucken und nur wenig zu hinterfragen. Die Ereignisse überschlagen sich, es ist keine Zeit für langatmige Erklärungen. Außerdem hat er den Kopf voller Sorgen, um Winnetou, um die Pferde, um sein Leben. Ich bin sicher, zu gegebener Zeit wird auch ein OS sich der Ungewöhnlichkeit dieses Ereignisses stellen MÜSSEN.

Der Gedanke an Jules Vernes Werke schießt ihm dann durch den Kopf, im Unterbewusstsein versucht er sicherlich, das Geschehene zu irgendwie zu realisieren und zu erklären....., aber wie gesagt, für gründlichere Erklärungen fehlt momentan einfach die Zeit. Es wäre sicher ein merkwürdiges Bild, würden OS und Ch sich jetzt gemütlich hinsetzen, um in all dem Trubel und der realen Gefahr die Geschehnisse zu analysieren.

Es passt in die Turbulenz des Geschehens, dass auch TU mit von der Partie ist. Alle drei Männer verbindet im Grunde, dass sie fähig sind, über den Tellerrand hinauszuschauen.


Ob nun durch das Feuer die Verbindung zwischen den Zeiten für immer gestört ist, ob OS seinen W und Chakotay seine Crew noch einmal wiedersehen werden, das ist die Frage, die wir hier aber noch nicht beantworten möchten.
Wir bedanken uns für Deine Rückmeldung und wünschen Dir ein schönes Wochenende.
Adrimeny
07.05.2019 | 14:45 Uhr
Liebe Danny, liebe Marieschi!

Apokalypse! Verbrannte Erde will mir in diesem Zusammenhang etwas untertrieben erscheinen ;-)

Ich gebe zu, ich hatte Schwierigkeiten, das Kapitel brav von Zeile zu Zeile zu lesen, wie es sich gehört. Es hinterlässt ein Gefühl der Atemlosigkeit – und die Ahnung, dass alles passieren könnte. So etwas ist natürlich ein großes Geschenk für einen jeden Text und schürt die Spannung, die sich wie ein Abbild der dramatischen Ereignisse einem Brand gleich ausbreitet.

Dabei beginnt alles ganz harmlos. OS wacht auf, was zu erwarten war. Und er tut mir gleich gehörig leid, denn er muss ja denken, er hätte den Verstand verloren... es wundert mich gar nicht, dass der Mann ziemlich schnell befürchtet, ihm wäre Ähnliches zugestoßen wie seinem Blutsbruder.

Aber dann bricht die wissbegierige Natur des Westmannes durch und hält ihn auch gegen den Willen seines ermatteten Körpers in der Wirklichkeit fest. Und wir sehen, dass der Verstand noch funktioniert. OS erkennt im Nu, dass C ihm auszuweichen sucht. Das wiederum muss logischerweise dazu führen, dass der Fremde in Verdacht gerät, irgendwie in Ws Verschwinden involviert zu sein.

Ich muss an dieser Stelle einmal die Sorgfalt erwähnen, mit der ihr euch in die jeweils agierende Person hineinversetzt. Ich meine, ihr habt mit J,C, W und OS in dieser Geschichte im Grunde vier Hauptcharaktere, die alle mit Dingen aus Zeiten konfrontiert werden, die ihnen üblicherweise nicht begegnen. Ich halte es für nicht so einfach, hier den Überblick zu behalten und nichts durchrutschen zu lassen... auf der anderen Seite dürfte es aber auch Spaß machen, die Welt ununterbrochen „neu“ betrachten zu müssen ;-)

OS ist ein Mensch, der Wissenschaft, Geist und Logik zugetan ist. Deswegen passt es zu ihm, dass er sich angesichts der verblüffenden Vorkommnisse nicht mit Äußerlichkeiten aufhält, sondern gleich damit beginnt, Fragen zu stellen – Fragen, auf die er Antworten verlangt. Der Dermalgenerator (Echt jetzt? Hihi) ist nur ein zu vernachlässigender Punkt im großen Ganzen, der zwar erstaunt, aber nicht erschreckt.

Das empfinden die Indianer natürlich anders. Die Sioux betrachten C wohl als Zauberer, als Boten aus dem Reich Manitous, was ihm gehörigen Respekt einbringen dürfte. Ich hatte zunächst vermutet, dass diese Mischung aus Furcht und Verehrung im weiteren Verlauf in der Lage sein würde, C Türen zu öffnen... nur ist nach dem Inferno kaum jemand mehr übrig, der dienlich sein könnte ;-) Und alle, die überlebt haben, werden den unheimlichen Fremden definitiv mit dem Weltuntergang in Verbindung bringen...

Was ist nun aber hier geschehen? Ich denke, es wird kein Zufall sein, dass irgendwie „zeitgleich“ im Wilden Westen des 19. Jahrhunderts eine ebenso verheerende Explosion auftritt wie in der Zukunft auf dem Wüstenplaneten. Und die Stelle, die die beiden Orte verbindet, nämlich unsere Höhle, steht in Flammen. Ich habe mich spontan gefragt, ob OS, C und die Sioux so etwas wie ein Echo, eine Druckwelle der Apokalypse erleben, deren Beginn wir im vorherigen Kapitel durch Ws Augen betrachten durften und die sich nun bis ans Ende dessen ausdehnt, was sie zu erreichen imstande ist.

Es scheint ja auf die eine oder andere Art eine beständige Verbindung zwischen Raum und Zeit zu geben, und sei es nur in den Seelen der Blutsbrüder. Wie anders wäre die Vision zu erklären, die OS glasklar den geflohenen W auf dem Wüstenplaneten zeigt?

Die Feuersbrunst hinterlässt fundamentale Zerstörung – und im Angesicht seiner schwindenden Optionen trifft C eine wichtige Entscheidung: Er entschließt sich, OS mit der Wahrheit zu betrauen. Vermutlich hat ihm das Auftreten des Jägers in der Krise signalisiert, dass er es hier mit einem Verbündeten zu tun haben würde, dessen Mut, Kraft, Kaltblütigkeit und Klugheit nicht zu unterschätzen ist. OSs Reaktion, nämlich nichts als Interesse, bestätigt ihm diese folgenschwere Entscheidung.

Am Ende bleiben zwei Fragen, die ich mir nicht zu beantworten weiß. TU hat bis hierhin überlebt – und warum solltet ihr das so gestaltet haben, wenn er im weiteren Verlauf der Story keine Rolle mehr spielte? Welches Puzzleteil also wird es sein, das der junge Schamane der Sioux ins Bild einzufügen vermag? Und warum schickt C OS fort, bevor er sich um den Verletzten bemüht? Was ist es, das OS nicht bezeugen soll?

Ihr Lieben, ich habe immer noch (oder eher immer mehr ;-)) das Gefühl, mich durch einen Dschungel zu wühlen, in dem eine Vielzahl an bunten, ausufernden Pflanzen den Weg versperren. Wo dieser Weg hinführt? KBS ;-)))

Ich danke vielmals für die neuerlichen Anregungen. Mein Kopf schwirrt, auf eine irgendwie vergnügliche Art und Weise ;-)

Liebe Grüße

Zorbi

Antwort von Adrimeny am 08.05.2019 | 10:06 Uhr
Liebe Zorbi,
die erste Rückmeldung zu einem neuen Kapitel ist immer die am sehnlichsten erwartete, weil man ja niemals weiß, wie es von den Lesern angenommen wird.

Wenn Dir auch der Titel "Verbrannte Erde" in diesem Zusammenhang zu soft erscheint, scheint Dir das Kapitel dann doch gefallen zu haben und darüber freuen wir uns sehr. Du schreibst, dass es Dir schwer gefallen ist, brav Zeile um Zeile zu lesen, das ist ein großes Kompliment an unseren Text.


Zunächst beginnt alles so, wie wir es erwarten konnten und wie es sich ja auch gehört. OS erwacht und er findet sich zwar in gewohnter Umgebung, aber umgeben von merkwürdigen Dingen und einem etwas anderen Menschen. Es ist logisch, da eine Verbindung zu Ws Verschwinden herzustellen.
Neben der Sorge um den Blutsbruder lebt aber auch die Wissbegier eines Menschen, der an der Schwelle zu einer neuen Zeit steht und in der Lage ist auch Unvorstellbares zu akzeptieren. Du hast recht, es macht Spaß W und OS mit Dingen zu konfrontieren, die sie eigentlich in völlige Fassungslosigkeit versetzen sollten und andererseits auch C und J darüber aufzuklären, dass auch vor 500 Jahren nicht nur bildungsfreie Hinterwäldler gelebt haben.

C trifft mit OS auf einen Mann, der nach Erklärungen sucht, Antworten verlangt , er ist offen für Neues. Anders die Sioux, TU ausgenommen, der zögernd zwar, aber immerhin neugierig und vieles ahnend, still beobachtet, was da vor sich geht.
Die Sioux hingegen betrachten das Ganze, wohl auch unter dem Eindruck des schweren Gewitters, als eine Art Zauber, eine Botschaft aus der jenseitigen Welt.
Und ein Stückweit haben sie ja auch Recht. Es besteht eine Verbindung zwischen heute uns später, wie ja auch die Vision OSs zeigt. Natürlich reagiert er hochsensibel auf alles, was seinen Blutsbruder betrifft, aber auch die Explosionen . die sich dann auf der Erde in Blitz, Donner und Feuer spiegeln, zeigen ja, dass die Verbindung in irgendeiner Form existiert. In diesem Zusammenhang ist es interessant, was in den "Nebeln von Avalon" beschrieben ist, nämlich, dass die Zeiten parallel zueinander existieren.

C erkennt schnell, wie wertvoll OS ihm als Verbündeter werden kann und er beschließt, ihm seine drängenden Fragen zu beantworten, ihn einzubeziehen in das, was er ihm an Wissen voraus hat.

TU ist verletzt, aber immerhin lebt er und C wird sein Bestes tun, ihn zu retten. Vielleicht kann er das ja auch einfach wirklich nur allein. Wichtig ist es ja auch zu erfahren, ob und wer noch dem Flammeninferno entrinnen konnte und sicher ist es für OS sehr wichtig zu sehen, ob die beiden Hengst überlebt haben.


Liebe Zorbi, wie sagen danke für die Gedanken, die Du Dir zu unserem Text gemacht hast . Wir freuen uns, wenn das Kapitel auch Dir Freude gemacht hat und wünschen Dir noch einen schönen Tag.

Liebe Grüße
Adrimeny
05.05.2019 | 18:22 Uhr
Hallo ihr Lieben,

ich hatte es euch ja schon geschrieben, dass mir dieses Kapitel irgendwie durch die Lappen gegangen ist. Ich hatte es gelesen und war fest davon überzeugt, ein Review geschrieben zu haben, bis mir dann durch Zufall auffiel, dass das gar nicht der Fall war. Asche auf mein Haupt und ich bitte um Entschuldigung! Und dann hat mich ein fieser Infekt die letzte Woche lahmgelegt, so dass ich hier gar nichts geschafft habe…

Lange Vorrede, jetzt zum Inhalt! Und gleich vorweg: Ich habe dieses Kapitel sehr gerne gelesen, wie ich auch eure ganze Story gerne verfolge!

Es beginnt mit einer Janeway, die so gar nicht mehr sie selbst ist. Im Gegensatz zu sonst wirkt sie verwirrt und etwas verstört, sie erscheint ratlos und macht sich selbst Vorwürfe. Ganz offensichtlich ist sie innerlich aus dem Gleichgewicht, bekommt sich aber im Laufe des Logbuch-Eintrages wieder in den Griff. Die Situation erfordert dies und so erweist sich Janeway doch als stark genug.

Interessant sind die Gedanken, die sie sich über W macht und zum Grinsen hat mich dies gebracht: „Offenbar wurden gar einige Bücher über ihn und seine Taten geschrieben.“ Hihi – sehr gut!!!

Dass W Tom Paris ausgetrickst hat, ist kein großes Wunder. Ich habe den Mann schon immer für nett aber etwas blauäugig gehalten ;-) Und so wird der Häuptling einmal mehr zum Schauspieler und täuscht Schwäche vor. Wir haben Ähnliches hier im Fandom schon häufiger gelesen, aber immer denke ich dabei, dass es W große Überwindung kosten muss, sich so zu verstellen. Ich halte es überhaupt nicht für unglaubwürdig, nicht falsch verstehen bitte, aber ich denke, dass er dabei ganz schön über seinen Schatten springen muss, denn für mich ist er ein durch und durch ehrlicher und wahrhaftiger Mensch.

Die Sichtweise blendet also über zu dem Apachen. Es gefällt mir sehr, wie ihr seinen Blick auf die Voyager darstellt. Das alles ist ihm fremd, unnatürlich fremd und ihr arbeitet das perfekt heraus. Licht ohne Quelle, Stricke, die aus den Wänden hängen (hihi…gab es eigentlich im 19. Jh. schon Kabel? So gerade glaube ich, aber jedenfalls bestimmt nicht im Pueblo…), fremde Gerüche… genial beobachtet und hereinversetzt!

Meine Lieblingsstelle ist dann die, in der sich W verläuft und das nicht wahrhaben will und kann. „Ein Apache verlief sich nicht – niemals!“

W macht hier die Erfahrung einer Situation, die er überhaupt nicht unter Kontrolle hat und das ist irgendwie anrührend. Er hat zwar die Flucht geschafft, aber im Grunde ahnt er bereits, dass sie ihn in eine Sachgasse führt. Die ungewohnte Umgebung verunsichert ihn und das wiederum überträgt sich auch auf seine Menschenkenntnis. Plötzlich ist er sich dieser nicht mehr sicher, traut seiner Intuition nicht mehr, weiß nicht mehr, wer Freund oder Feind ist.

Die Shuttlerampe ist der Weg nach draußen. Doch auch dort ist alles fremd… Was wird W tun? Wird er fliehen oder doch bleiben und zu ergründen versuchen, wie er an diesen Ort gekommen ist? Ich tippe auf letzteres…

Danke für die spannende und irgendwie auch amüsante Unterhaltung!
Liebe Grüße
Catherine

Antwort von Adrimeny am 06.05.2019 | 15:35 Uhr
Liebe Catherine!

Wir hoffen, Du hast den Infekt überstanden und bist wieder auf dem Damm.

Wir nehmen auch gerne die etwas späteren Reviews entgegen, da wird niemand ausgeschlossen ;-)!

Es freut uns, dass Dir unser kleines Experiment nach wie vor gefällt.

Janeway, die ein wenig an sich zweifelt ist sicherlich ein ungewohntes Bild. Das wird sie ganz bestimmt auch nicht nach außen tragen, doch im persönlichen Logbuch ist das ja durchaus mal möglich und wie Du ganz richtig schreibst, fängt sie sich im Verlauf des Logbucheintrags wieder.

Schön, dass Dir die Stelle mit den Büchern gefällt, die über W geschrieben wurden *grins* - irgendwie mussten wir ja so ein wenig darauf eingehen, dass da eine Romanfigur in Fleisch und Blut in der Zukunft gelandet ist. So passt es doch ;-)!
W wird derlei Täuschungsmanöver sicher nicht gerne machen, aber manchmal hat er eben keine andere Wahl – so wie hier auch.

W die Voyager erfahren zu lassen, war in der Tat die große Herausforderung dieses Kapitels. Das muss ihm ja nun wirklich alles sehr seltsam vorkommen und wir konnten so auch gleich noch die Voyager ein wenig für diejenigen Leser beschreiben, die das Raumschiff nicht klar vor Augen haben ;-)! Uns war es hier wichtig, dass W das mit all seinen Sinnen erfährt und ihm dadurch immer klarer wird, dass wirklich nichts so ist, wie er es kennt.

Schön, dass Du das als gelungen empfindest!

Was wird W nun tun? Das verraten wir natürlich hier nicht und da wirst Du Dich auch noch etwas länger gedulden müssen, da es ja im kommenden Kapitel erst einmal wieder zu OS und C in den Wilden Westen geht ;-)!

Lieben Dank für Deinen tollen Kommentar!

Liebe Grüße

Adrimeny
30.04.2019 | 16:22 Uhr
Der wird jetzt in der Höhle bei Scharlih sein. Und das in der Vergangenheit.
Bin gespannt was als nächstes passiert.

LG
Onlyknow3

Antwort von Adrimeny am 01.05.2019 | 11:04 Uhr
Hi!

Es freut uns, dass wir es spannend halten können!

Vielen Dank für Deine Rückmeldung!

Viele Grüße

Adrimeny
21.04.2019 | 23:08 Uhr
Liebe Autorinnen,

ich wollte hier endlich mal wieder 'rein lesen, weiß aber nicht, ob ich es heute noch schaffe, das nächste Kapitel zu lesen (morgen geht es in den Kanuurlaub! :)), deshalb hinterlasse ich lieber jetzt noch ein schnelles Review.
Ich finde es eine wunderbare Idee, dass ihr Chakotay nun anstelle Winnetous in die Vergangenheit schickt. So haben wir auf "beiden Seiten" mit der Zeitproblematik zu kämpfen, und es dürfte spannend werden, zu sehen, wie sich das Ganze entwickelt.

OS' alte Narben, die ihm früher von Winnetou zugefügt wurden, haben ihn nun vor dem Tod beschützt, und somit hat ihn Winnetou damals schon indirekt beschützt, als er noch OS' Feind war, obwohl er davon nichts ahnen konnte. Es musste also alles ganz genauso geschehen! Was für eine hinreißende Idee! Ganz große Klasse! :-)

Auch mit den anderen Entwicklungen bin ich mehr als nur zufrieden und werde die Geschichte nicht aus dem Auge verlieren.
Lieben Gruß und schöne Ostern!
Waldfee

Antwort von Adrimeny am 26.04.2019 | 12:04 Uhr
Hallo Waldfee!

Wie schön, dass Du bei unserem kleinen Projekt wieder einmal vorbeischaust!

Wir hoffen der Kanuurlaub war/ist schön und Du kannst ihn bei gutem Wetter genießen!

Wir hatten von Anfang an geplant, dass jeweils eine Hauptfigur Zeit und Ort wechseln muss, da dies mehr Erzählmöglichkeiten und auch mehr Spannung bietet. Die Wahl fiel auf Chakotay und Winnetou, da sich OS in der Zukunft sicherlich etwas besser zurechtfinden würde und daher weniger Konfliktpotential mit sich brächte.

Die Entscheidung, ob wir nun Janeway oder Chakotay in die Vergangenheit schicken, war ein klein wenig schwieriger, weil sicher beide Varianten interessant sind. Die Wahl fiel schließlich auf Chakotay, weil wir es reizvoller fanden, wenn Janeway mit Winnetou zusammenarbeiten muss.

Wir freuen uns, dass Dir unsere Wahl gefällt ;-)!

Noch mehr haben wir uns darüber gefreut, als wir gelesen haben, dass Dir die Idee mit der alten Narbe gefällt, die OS nun vor größerem Schaden bewahrt und ihm vielleicht sogar das Leben gerettet hat!

Schön, dass Dir unsere Geschichte weiterhin so gut gefällt!

Liebe Grüße

Adrimeny
20.04.2019 | 08:32 Uhr
Liebe Danny, liebe marieschi!

"Spurlos" is iwie voll der tolle Titel für dieses Kapi.

C is nämlich ja spurlos verschwunden und es gefällt mir gar nich, dass diese Höhle nun keine komischen Anzeigen mehr macht und dass diese Anomalie dann weg is. Heißt dass dann doch, dass diese Tunnel iwie auch den Ort wechseln, dass also jetzt in der Höhle da im Wilden Westen, wo die Anomalie ja wohl bleibt, sonst gäb es keine Legenden über die Höhle, wenn man da jetzt durchgeht, man wo oder wann ganz anders rauskommt? Das wär ja aber mega schlimm für W. Der muss doch wieder nach Hause.

Ich find das echt voll so mit das Schlimmste, was man machen kann, dass man W wegschleppt woanders hin. Das macht so iwie alles sinnlos, wofür er lebt und kämpft. Ihr müsst euch unbedingt was überlegen, wie ihr den wieder zu OS und zu seinen Apachen bringt!!!

"Spurlos" passt also auf den verschwundenen C, aber es passt auch iwie perfekt auf W. Nich, dass der spurlos verschwindet, denn auf diesem Planeten, auf dem es nix gibt, kann der ja nich wirklich dauerhaft verschwinden, das wird er ja auch schnell einsehen, dass er wieder zurück muss und dass er Antworten haben muss.

Aber ich find so umgekehrt, dass er auf seiner Flucht so gar keine Spuren findet von dem, was er so kennt, is halt voll passend und bezeichnend. Und das is wieder so ein "Knoten im Hirn"-Ding. Ich hab erst so kurz gedacht "Ja klar, im Raumschiff gibt es halt keine Fenster, aber wenn er erst mal draußen is, dann sieht er auch wieder Sonne und Sterne und so, dann wird es besser.

Aber das is ja total Unsinn!! Diese Sonne, die ja sogar zwei Sonnen sind, die sind ja nich unsere, damit kann W ja gar nix anfangen. Das is ja alles noch viel schlimmer, als man erst so meint. W wird nich eine Spur von was finden, was noch iwie ihm was sagt oder hilft. Seine "Spurlosigkeit" wird ihm bald zeigen, dass er iwie total auf seine "Gastgeber" angewiesen is. Und das is gar nich gut für W denk ich, damit wird es nich so gut umgehen können.

Richtig iwie witzig fand ich, dass er die Crew so leicht überlisten kann und dass ihm das auch selbst auffällt. Ja, iwie haben sich die Methoden über die vielen Jahrhunderte wohl ein bissl geändert *grin

Ich musst echt mega lachen, als W sich wundert, warum die Wände ankündigen, dass man ihn suchen wird! Das is so mega der schöne Moment in dem ganzen Drama. Und auch dass W so ein bissl Theater spielt, indem er "sogar" (!!!) aufstöhnt. Iwie voll so der Schmunzel-Moment. Und dann auch Ws so fast empört sein über sich selber "Apachen verlaufen sich nich!" Ne, tun sie nich! Und iwie is es auch bezeichnend, dass W sich daran erinnert und sich iwie nochmal so an dem aufrichtet, was und wer er is, um eben nich aufzugeben. Das is lustig und schnüffi gleichzeitig!

Tja.... und jetzt? Ich denk mir mal, dass doch J nich W auf diesem Planeten zurücklässt zum Sterben. Und vielleicht brauchen sie ja noch ne Weile, um das Raumschiff zu reparieren. Und sie wollen ja auch C wieder haben. Vielleicht sollten sich auch J und W ein bissl zusammentun, aber ich denk mir so, da W nich so mega schnell Freundschaften schließt, schon gar nich, wenn man ihm dauernd was verheimlicht, wird das nich so einfach....

Ich hoff trotzdem mega, dass es einen Weg gibt, dass W und OS bald wieder zusammen sind. Ich denk, das wär iwie voll spannend für die beiden, da gemeinsame Abenteuer im Weltall zu erleben. Aber so alleine tut mir W hauptsächlich mal einfach nur mega mega leid.....

Ihr habt euch doch bestimmt schon überlegt, wie sie wieder den Rückweg beide finden, oder????

Ganz liebe Grüße und voll die schönen, sonnigen Ostertage!

Eure Melissa!

Antwort von Adrimeny am 25.04.2019 | 16:12 Uhr
Hallo Melissa!

Wir sind ziemlich überrascht darüber, was Du alles aus diesem Kapiteltitel herausgeholt hast. So viele Gedanken hatten wir uns nämlich gar nicht darüber gemacht! Aber es passt alles! Vielen Dank dafür! ;-)))

Uns war es wichtig W auch in der fremden Umgebung und der Zukunft handeln zu lassen, wie wir es von ihm gewohnt sind. Er überwindet seinen Bewacher also mit einer List – ABER das bringt ihn zwar irgendwie aus diesem Raumschiff heraus, doch viel weiter ist er damit nicht, denn „draußen“ sieht es so ganz anders aus, als er es gewohnt ist.

Mal davon abgesehen, dass er hier zum ersten Mal die Voyager sieht, was ihn ziemlich verwirren muss, sind da eben auch die zwei Sonnen.

Er wird mit der Voyager-Crew zusammenarbeiten müssen, um wenigstens eine Chance zu haben zu OS und in seine Zeit zurückzukommen. Anders wird es wohl kaum gehen.

J wird W ganz sicher nicht auf dem Planeten zurücklassen! Das würde nicht zu ihr passen und das wäre wohl dann auch eine ziemlich doofe Geschichte. Natürlich verraten wir nicht, was wir noch so im Köcher haben, aber da passiert schon noch einiges. Sowohl im Wilden Westen, als auch auf diesem Wüstenplaneten.

Werden W und OS noch gemeinsam Abenteuer im Weltall überstehen oder werden sie nur ziemlich gegen Ende wieder zueinander finden – wie auch immer. Wird C zurückkommen oder im Wilden Westen bleiben oder wird gar die ganze Crew in die Vergangenheit gehen, weil sie dann ja zumindest auf der Erde sind?

Das sind alles Fragen, die wir nicht beantworten werden. Also zumindest nicht hier – sondern erst im Verlauf der Geschichte ;-)!

Du wirst Dich also noch ein wenig gedulden müssen.

Vielen Dank für Deinen tollen Kommentar!

Liebe Grüße

Adrimeny
20.04.2019 | 00:51 Uhr
Liebe Danny, liebe Marieschi,

Als ich letzte Nacht die Einleitung eures Gemeinschaftswerks las, war ich neugierig uns skeptisch zugleich!
Neugierig, weil sowohl Karl May als auch Star Trek eine große Rolle in meinem Leben spielen und ich eure Ansicht, dass sich diese beiden Themenfelder ähnlicher sind, als man glauben mag, teile.
Skeptisch, weil die Voyager nicht unbedingt meine bevorzugte Crew ist und ich ein wenig Sorge hatte, das mir Tuvok und Seven den Lesespaß etwas verleiten könnten...

Wie man sieht, war die Sorge unbegründet, ihr habt mich so gefesselt, dass ich mir dank euch die Nacht um die Ohren geschlagen habe! (Und nach nem weiteren Tag Baustelle kam ich nun auch dazu, ein paar Worte da zu lassen ^^)
Der Beginn auf beiden Seiten ist gut gewählt und der Punkt der Überschneidung raffiniert! Eine Höhle ist der Tunnel zwischen den Welten und Zeiten!

Tahca Ushte gefällt mir sehr gut, er lässt die Ogellalah in einem besseren Licht erscheinen und scheint den Vorgängen auch aufgeschlossen gegenüberzustehen. Klar, er ist ein Geheimnismann, Geister und "nicht ganz alltägliches" sind für ihn nicht so ungewohnt wie für die "normalen" Krieger, aber ich habe das Gefühl, dass er vielleicht mehr weiß, als er grade durchblicken lässt!

Positiv finde ich auch, dass der Perspektivenwechsel Kapitelweise erfolgt, so kann man sich in meinen Augen besser auf das Geschehen einstellen. Dabei wirken sowohl die Vorgänge auf der Erde als auch auf dem unbekannten Planeten durchweg plausibel und glaubwürdig!

Ich konnte mir in diesem Kapitel ein Lachen nicht verkneifen, als ich mir Toms belämmertes Gesicht vorstellte, nachdem ihm klar wurde, das Winnetou ihn abgelenkt und überrumpelt hatte!
Diese Szene ist so bezeichnend für die Situation! Egal wann und wo, Winnetou bleibt Winnetou!
Deutlich wird, man kann sich gegenseitig nur schwer einschätzen, die Crew darf aus Gründen der ersten Direktive genaugenommen nichts , aber auch gar nichts auf Winnetous Fragen antworten und der ist seiner sämtlichen üblichen Orientierungshilfen, nämlich der Einschätzung des Umfelds und auch seiner Sinne beraubt! Man versucht ihm glaubhaft zu versichern, dass man ihm wohlgesonnen ist, aber wie soll er das glauben, wenn er dennoch eingesperrt wird? Mehr noch, wenn die Person, der er glaubte vertrauen zu können selbst verschwindet? Befremdlich muss auch auf ihn wirken, dass die Crew in keinster Weise die elementaren Regeln des Überlebens kennt - klar, die haben sich mit der zeit natürlich geändert!
Naheliegend, dass er aus seiner Haut nicht raus kann und sein Heil in der Flucht sucht! Aber auch, wenn ihm vertraute Orientierungspunkte fehlen, schafft er es durch das Labyrinth der Jeffreys-Röhren nach draußen zu gelangen, was bei ihm jedoch noch mehr Fragen aufwirft!

Janeway steht währenddessen vor einer Mammut-Aufgabe, sie muss die Voyager irgendwie wieder flott bekommen, hat mit einer "gewohnt gutgelaunten" B'Elanna zu kämpfen (B'Elannas Chara ist perfekt getroffen!) und durch die temporale Anomalie ist sie ihres größten Halt und Stütze beraubt worden, was sie etwas verloren wirken lässt.
Es würde sich nun anbieten, Winnetou ins Vertrauen zu ziehen, da er sich durch ähnliche Eigenschaften wie Chakotay auszeichnet, allerdings fehlt ihm die Sichtweise des 24. Jhd. und Janeway ist, wie Winnetou, nicht unbedingt für ihre offenherzige Art bekannt, es fällt ihr schwer sich zu öffnen und das macht den Verlust des Freundes noch viel schwerwiegender!

Chakotay und Winnetou auszutauschen eröffnet beiden dagegen neue Sichtweisen, der eine kann die Zukunft sehen und bekommt neue Hoffnung, weil das rote Volk auch noch in vielen hundert Jahren leben wird, der andere wird zurück zu den Wurzeln geführt und kann sich so besser mit seiner Kultur identifizieren.
Sehr gespannt bin ich, wenn Scharlih wieder erwacht, den Neuankömmling sieht und mitbekommt, was der weiß... wobei sich Old Shatterhand ja erstmal von der - zum Glück nicht ganz so schweren - Verletzung erholen muss...

Fragen über Fragen und ich hoffe, dass ich die Geschichte zeitnah mitverfolgen kann, denn verdient hat sie es auf jeden Fall! Vor allem, weil ich im Moment noch keine Ahnung habe, wo sie uns hinführt und wie sie ausgeht, der Prolog verheißt nichts Gutes, aber es könnte auch eine Momentaufnahme sein, bevor es doch noch ein Happy End gibt...

Liebe Grüße und frohe Ostern,

Saavik

Antwort von Adrimeny am 24.04.2019 | 15:03 Uhr
Hallo Saavik!

Man sieht ja bereits an Deinem Nickname, dass Dir Star Trek nicht fremd ist ;-)!

Saavik – Spocks besonderer Schützling ist ein interessanter Charakter, der insbesondere im zweiten Kinofilm ziemlich großartig war!

Seven und Tuvok hingegen finden auch wir nicht so toll, von daher wirst Du von diesen beiden Figuren weitgehend verschont bleiben ;-)! Genauso wie von Neelix, der alten Nervensäge ;-)!

Ohnehin werden wir die handelnden Personen aus der Voyagercrew eher begrenzt halten, da es sonst vermutlich für diejenigen Leser, die sich mit der Serie gar nicht auskennen ein wenig zu unübersichtlich wird.

Warum ausgerechnet Voyager? Das wurden wir nun schon oft gefragt. Die Antwort ist, dass die Geschichte der Voyager den Vorteil hat, dass sie im Deltaquadranten spielt. Somit waren wir etwas freier, was die Auswahl und Beschreibung von Planeten und feindlichen/freundlich gesinnten Völkern angeht.

Zudem kommt noch Chakotay, der ja indianischer Abstammung ist und das fanden wir im Zusammenspiel mit W und OS sehr reizvoll.

Schön zu lesen, dass wir Dich mit dieser Konstellation dann doch überzeugen konnten.

Eine Höhle hat ja immer ein bisschen was Geheimnisvollen und vielleicht auch etwas Unheimliches. Von daher ist es ein guter Ort, um eine Verbindung zwischen Raum und Zeit herzustellen.

Tahca Ushte ist definitiv ein Mann mit ein bisschen mehr Weitblick, als die ihn umgebenen Krieger. Er scheut vor dem Unbekannten nicht gleich zurück und will es schon gar nicht umbringen. Schauen wir mal, ob und wie er C und OS helfen kann.

Es war uns wichtig, dass man W auch in einer für ihn fremden Umgebung und Zeit immer noch erkennt. Und ja, er kann auch die Menschen aus der Zukunft überlisten ;-)!

Die Voy-Crew muss natürlich ständig den Fragen Ws ausweichen, was bei diesem wiederum das Misstrauen schürt. Eine Teufelskreis, der jedoch irgendwie unterbrochen werden muss, da sie zusammenarbeiten müssen, um das gemeinsame Problem - W und C sind jeweils in der falschen Zeit und am falschen Ort – lösen zu können. Dazu verraten wir aber hier nichts.

Vielen Dank für das Lob bezüglich B’Elanna. Es macht Spaß für die schlechtgelaunte Halbklingonin Dialoge zu schreiben ;-)))!

Janeway wird sich wohl auf W zubewegen müssen. Wie und wann das passiert und wie die beiden dann miteinander auskommen und kooperieren wird nicht verraten. Erstmal muss sie ihn ja jetzt finden ;-)!

Wird W wirklich Hoffnung aus dem schöpfen, was er in der Zukunft erfährt? Immerhin wird er vermutlich auch erfahren, was seinem Volk noch so alles angetan wird….

C dagegen ist sicherlich der geeignetste Kandidat, um sich in der Vergangenheit zurecht zu finden. Er wird sich bestimmt an einige der Vorhaltungen, die sein Vater ihm stets gemacht hat erinnern ;-)!

Liebe Saavik, vielen Dank für Deinen Kommentar, über den wir uns sehr gefreut haben.

Viele Grüße

Adrimeny
16.04.2019 | 09:15 Uhr
Liebe Danny, liebe Marieschi!

Dieses vorliegende Kapitel hinterlässt in mir ein deutliches Echo – und das aus zwei Gründen. Erstens bin ich seit meiner Kindheit mit dem Konzept Tagebuch vertraut, fühle mich also spontan „zu Hause“, wo immer Menschen sich geduldigem Papier offenbaren. Zweitens haben wir hier einen W, der bis zu einem gewissen Grade meine ganz persönliche Wahrnehmung spiegelt. Unser Häuptling spricht aus, was ich im Angesicht der Seltsamkeiten der Zukunft denke. Scheint so, als wäre ich rund 150 Jahre zu spät auf die Welt gekommen ;-)

Zunächst gestattet J uns einen Blick auf das, was für gewöhnlich von ihrer Rolle zugedeckt wird. Auf mich wirkt es ähnlich, als wenn wir in die Seele des schweigsamen Apachen schauen dürften. Die Befehlshaberin hadert mit den Gegebenheiten, die sie ein Stück weit handlungsunfähig machen. Denn das Szenario, in dem sie sich mit ihrer Crew befindet, liegt jenseits des Bekannten, jenes Raums, für den es probate Antworten gibt. Dass Regularien sich in der Praxis oft als untauglich erweisen, haben wir wohl alle irgendwann schon einmal leidvoll erfahren müssen.

Im Herzen von J wütet jedoch etwas anderes: Der Verlust von C. Anfangs wirken ihre Klagen noch „logisch angehaucht“, soll heißen: versucht J, sich auf das fehlende Bindeglied zurückzuziehen, das ihr nicht mehr helfen kann, Unfassbares zu entschlüsseln. Doch was sie erschüttert, ist mehr als das vermeintliche Auseinanderbrechen eines funktionierenden Teams – ärgerliche Gefühle. C besetzt einen Platz in ihrem Herzen, als Mensch, als Freund... und hier schließt sich dann der Kreis zu den Blutsbrüdern.

Die notwendige Überleitung verschafft uns dann der folgende Satz: „Doch die Zeit schwieg und behielt Chakotay bei sich und ließ Winnetou bei uns.“

Ja, C ist verschwunden – aber es gibt (zumindest auf der Handlungsebene) „Ersatz“. Ich habe mich gefragt, wie lange es wohl dauert, bis dies auch zu J durchdringt. Sie hat schon erkannt, dass sie mit dem Apachen einen außergewöhnlichen Mann vor sich hat, einen solchen Anführer, wie sie einer ist. Wie lange, bis sie einen Versuch unternimmt, mit W zusammenzuarbeiten?

Der zweite Teil des Kapitels widmet sich dann dem Häuptling und seiner misslichen Lage. Er hat sich ein wenig „verlaufen“. W besitzt ja keine Handhabe, um zu verstehen, dass er sowohl Ort als auch Zeit gewechselt hat. Also muss ihm seine Umgebung einigermaßen rätselhaft vorkommen. Alles hat sich verändert, und damit meine ich nicht das fremde Terrain, das ihn umgibt. Haptik, Geruch, Ausstrahlung, ja selbst das eigene Empfinden sind wie ausgewechselt, weil er seiner Aufnahmefähigkeiten durch Drogen beraubt wurde.

W kennt sich zwar nicht mehr aus, trotzdem bleibt er natürlich aber W und gelangt mit den einfachsten Mitteln zum Ziel, der „Flucht“. Dass ihm diese nicht allzu viel nützen wird, ist er gerade im Begriff herauszufinden...

Ich beneide den armen Häuptling nicht. Es stimmt, ihm muss das Wegbleiben Cs seltsam anmuten. Überhaupt senden die Menschen, die ihn als Gast bezeichnen, durchaus verwirrende Signale. Da mischt sich Freundlichkeit, Besorgnis gar mit unterschiedlich gearteten Fesseln. Und es ist beunruhigend zu wissen, dass das Gegenüber einem irgendetwas verschweigt...

Am Ende entlädt sich die unterschwellige Spannung in einem Inferno: Zwei Sonnen werden von einem Knall erschüttert, die Erde bebt und grüne (?!) Blitze zucken vor Ws Augen. Oh jemine. Was soll das bedeuten? Kommt da irgendwer oder irgendetwas? Was passiert mit dem schon lädierten Raumschiff? Und den Personen, die sich darin befinden? Ich meine, W hat nur noch roten Sand und ein paar Felsen um sich herum, dem kann nicht sonderlich viel auf den Kopf fallen ;-)

Das dürfte spannend werden! Ich rechne jedenfalls schon mal mit Drama...

Beschließen möchte ich diesen Kommentar mit meinem Lieblingssatz, der wunderbar humoristisch daherkommt: „Offenbar wurden gar einige Bücher über ihn und seine Taten geschrieben.“ :-)

Vielen Dank für die neuerlich unvorhergesehene Unterhaltung!

Zorbi

Antwort von Adrimeny am 18.04.2019 | 10:59 Uhr
Liebe Zorbi!

Vielen Dank, dass Du mal wieder die Erste (und bislang Einzige (!) ) warst, die uns erlöst hat. Dieses Projekt ist ja nun einmal genau das: Ein Projekt und ein Experiment – und wir sind daher immer besonders gespannt auf die Reaktionen, wenn wir ein neues Kapitel an den Start bringen.

Insofern hast Du uns mit Deiner Rückmeldung sehr glücklich gemacht.

Das Tagebuch – oder Logbuch, wie es bei Star Trek genannt wird, ist ein ganz wesentliches Element der Serie. Fast jede Folge beginnt mit einem Eintrag ins Logbuch und der Zuschauer wird so direkt ins Geschehen gezogen. Von daher wird uns dies hier in unserer Geschichte durchaus noch häufiger begegnen und wir sind froh, dass es gut angenommen wird.

J und C haben schon eine sehr spezielle und tiefgehende Beziehung zueinander, die weit über das Vorgesetzten/Untergebenen Verhältnis hinausgeht und ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass es schon mehr ist, als eine gute Freundschaft. Sie ergänzen sich in vielen Dinge, haben aber sehr oft auch unterschiedliche Meinungen, die sie jedoch gegenseitig akzeptieren.

C ist zudem der Einzige in der Crew, zu dem sich J eine engere Beziehung erlaubt. So ist es nicht verwunderlich, dass sein Verschwinden hier bei ihr eine sehr große Lücke reißt.

W kann hier in der Tat zu einem Ersatz werden und die beiden werden im Laufe der Geschichte noch zusammenarbeiten. Doch zunächst gibt es dringendere Probleme zu lösen, wie die grünen Blitze am Ende bereits zeigen.
W muss hier verwirrt sein. Dazu kommt, dass es ihm gesundheitlich nicht so gut geht. Klar, man hat ein wenig nachgeholfen, damit er viel schläft, doch Schwindel und Kopfschmerz haben ja vielleicht auch noch eine andere Ursache ;-)!

Wir legen allerdings Wert darauf und finden es wichtig, dass W auch in dieser für ihn ungewohnten Umgebung er selbst bleibt. Er ist intelligent und weiß sich zu helfen und kann so auch die Menschen in der Zukunft mit einfachen Mitteln überlisten und fliehen.

Die Crew der Voyager auf der anderen Seite ist mit ihrem „Gast“ nun auch ein wenig überfordert. Sie sind ihm ja durchaus freundlich gesinnt, doch wollen sie nicht zu viel über sich und die Zukunft und das, wo W sich gerade befindet verraten. Das führt dann eben zu diesen widersprüchlichen Signalen, die W empfängt und die ihn zusätzlich verwirren.

Deine berechtigten Fragen zum Schluss, werden wir natürlich nicht beantworten. Jedenfalls haben eine bebende Erde und grüne Blitze auch in der Zukunft nichts Gutes zu bedeuten ;-)!

Vielen Dank für Deine Rückmeldung, über die wir uns sehr gefreut haben!

Liebe Grüße und ein schönes Osterfest wünschen Dir

Danny und marieschi!
01.04.2019 | 18:07 Uhr
Hallo ihr Lieben!

Semesterferien sind mega praktisch für FF: Man kann auch an Tagen was machen, wo man sonst Stress hätte. Und zumal da ja am Samstag mal grad gar nix mehr ging iwie.

War ja iwie klar, dass wir jetzt wieder in den Wilden Westen gehen und wurd auch Zeit, dass wir wissen, wie es OS geht. Ich dacht schon, dass die den vielleicht echt umgebracht haben und dass dann iwie die Höhle auch ne Möglichkeit bietet, dass man in der Zeit zurück kann und dass dann W das machen muss, um OS zu retten oder so.

Aber bei so Zeitreisen krieg ich immer mega den Knoten ins Hirn, weil wenn man ja in der Vergangenheit was ändert, was dann die eigene Zukunft beeinflusst, man ja aber in dieser Zukunft dann ja nich wäre, wenn man ja nich in der Vergangenheit wäre und iwie... Geht schon los. Knoten!

Ich bin also mega froh, dass OS noch lebt und dass ihr nur so einmal "Wechsel" drin habt (also zumindest bisher).

Und iwie is das ja voll spannend, weil das so zwei ganz verschiedene Ansatzpunkte sind. W is in der Zukunft, das muss den ja nach und nach maximal überfordern, was er da alles zu sehen bekommt. Da is aber sozusagen er der eine, der da nich hin passt und der das alles iwie verdauen muss, weil er als einziger viel weniger weiß.

Bei C is das ja dann umgekehrt. Der is der eine, der viel mehr weiß (also was die Zeitreise und sowas angeht, er weiß ja, wie er da hingekommen is sozusagen) und er is so der Unheimliche (daher ja auch die Überschrift ;) ), den die anderen verdauen müssen und der die vielleicht maximal überfordert, weil er jetzt noch so denkt, dass er alles im Griff hat und so annähernd so tun kann, als ob er da hin gehört. Aber der wird bestimmt da mega schnell an seine Grenzen stoßen und versehentlich Sachen sagen oder tun, die halt so null in die Zeit passen.

Weil er hat ja wohl den großen Nachteil: Was weiß er schon über damals? Es is ja von ihm aus gesehen 500 Jahre her oder so, richtig? Und ich stell mir das mal mega schwierig vor, da einen auf "doof" zu machen auf Dauer. Ich mein, das wär, als wenn wir ins Barock müssten... Da hat man so ne vage Idee, wie das damals war, so aus der Schule. Aber dann so Geschichte life.... Das kann ja was werden denk ich mir mal so.

Insofern sind jetzt beide Handlungen mega spannend: W, der sich iwie in der Zukunft zurechtfinden muss und OS, der iwie mit einem Typ AUS der Zukunft klarkommen muss (wenn er mal wach wird) und dann natürlich die Leute aus der Zukunft, die da plötzlich diesen Indianer an der Backe haben, und die Indianer, die da diesen seltsamen "Geist" an der Backe haben.

Ich bin mal mega gespannt, ob das dann jetzt iwie sich mehr oder weniger darauf beschränkt, dass wir so mitkriegen, wie die so versuchen den Alltag hinzubekommen (da hat C sicher auch Probleme, so OHNE die Hilfsmittel seiner Zeit) oder ob es auch noch echte Abenteuer zu erleben gibt (im WW oder in der Zukunft oder beides) oder ob es mehr drum geht wie die das hinkriegen W und C wieder je in ihre Zeit zu kriegen.

Fänd ich alles super spannend!

In diesem Kapi mag ich das, wie die Sioux iwie alle so mehr oder weniger Schiss haben, nur TU reißt sich voll zusammen und versucht so iwie was aus diesem Fremden "zu machen". Is ja aber iwie auch sein Job, so als Schamane, sich mit "Geistern" zu befassen. Da muss er ja mutig sein.

Und mega spannend find ich auch die Frage, warum OS so dolle bewusstlos ist. Nur von dem Stich, wenn der aber ja gar nich sooooo gefährlich war? Oder hängt das auch mit der Höhle zusammen iwie?

Das is echt super dolle aufregend alles, bin ganz happy, dass ich mich darauf eingelassen hab, obwohl ich erst ein bissl Angst hatt, dass ich damit nix anfangen kann vielleicht.

Liebe Grüße,

eure Melissa!

Antwort von Adrimeny am 03.04.2019 | 10:28 Uhr
Liebe Melissa,
die letzten beiden Kapitel spiegeln sich gegenseitig, das stimmt. Da ist einmal W, der auf dem Wüstenplaneten gestrandet ist und sicherlich mit Gegenständen und Umgangsformen konfrontiert wird, die ihn in Verwirrung stürzen (könnten).
Auf der anderen Seite ist da Chakotay, der in einer längst vergangenen Zeit (und zudem bei einem Naturvolk) landet und sich den Gegebenheiten stellen muss, die da sind (z.B. Ameisenköpfe als Nähmaterial für Wunden).
Ob es nun für C leichter ist, sich den primitiven Lebensgewohnheiten anzupassen oder für W schwerer sich in der Zukunft zurechtzufinden, das wird sich noch herausstellen.

Allerdings C hat es ja schon angedeutet, er wird auch seine Freude daran haben, sich den einen oder anderen Scherz zu erlauben (s. erhobener Daumen). OS wird ja dann sicher auch bald aus seiner Bewusstlosigkeit aufwachen. Ähnlich wie W ist ja auch er klug und kann sich schnell anpassen. Wahrscheinlich wird er, wenn er dahinter kommt, WER C wirklich ist, den Armen mit Fragen löchern.....
und möglichst viel wissen wollen....


Sicher liegt ein Schwerpunkt der Geschichte darauf, W und OS wieder in ihrer Zeit zu vereinen, denn da gehören sie hin und C zurück in die Zukunft zu befördern, ein weiterer darauf, wie alle Beteiligten den Umgang miteinander und den neuen Begebenheiten meistern. Ob es darüber hinaus auch noch Abenteuer zu erleben und Gefahren zu überwinden gibt, das verraten wir jetzt noch nicht.

Die Idee zu dieser Geschichte entstand aus einem WhatsAppkontakt an einem späten Abend eigentlich aus Quatsch. Aber dann fanden wir sie eigentlich ziemlich innovativ und haben die Idee in die Tat umgesetzt. Allerdings war uns schnell klar, dass wir keine Hokuspokusgeschichte schreiben, sondern uns so nah als möglich am eventuell Möglichen orientieren wollten. Es ist schön, dass Du Dich darauf einlassen konntest und umso schöner, wenn die Story Dir nun auch noch Freude macht.

Wir sagen danke für die nette Rückmeldung und bis bald

Adrimeny
28.03.2019 | 13:41 Uhr
Liebe Danny, liebe Marieschi!

Und es geht weiter in eurem „Szenario mit Unbekannten“. Ich denke, TU fasst es perfekt zusammen: „War an diesem Tag nicht alles merkwürdig?“ Ich würde das Statement auf die gesamte Geschichte ausweiten wollen ;-) Immer wieder wird das übliche Terrain durch Dinge verändert, die ganz definitiv aus anderen Sphären stammen...

Dieses Kapitel stellt sozusagen das Spiegelbild des vorherigen dar – was ihr auch mit der Wahl des Titels klar unterstreicht. Wieder taucht ein Fremder auf, eine Person, die nicht dorthin gehört, wo sie gefunden wird. Und die Wahl des Adjektivs in der Überschrift erklärt die Ausrichtung, mit der die jeweiligen Anwesenden auf das mysteriöse Erscheinen reagieren. Ich glaube, dass diese unterschiedlichen Herangehensweisen vor allem mit der Zeit zu tun haben, aus der heraus sie geboren wurden: Die Raumschiffler, vertraut mit allerlei Schnickschnack und ungewöhnlichen Entdeckungen, assoziieren mit dem Geschehen „geheimnisvoll." Die Indianer des 19. Jahrhunderts, die weitaus mehr im Hier und Jetzt existieren und deren Welt einen kleineren Radius besitzt, finden ihren Fund „unheimlich.“

Der Mann aus der Zukunft ruft Ratlosigkeit hervor. Teile von ihm sind bekannt, ja sogar verbindend, andere wiederum zutiefst unverständlich. Die Wunder der modernen Technik erweisen sich letztendlich als zu viel des Guten für unsere armen Krieger;-)

Das mystische Element, das sich wie ein roter Faden durch den gesamten Text zieht, tut dann ein Übriges. Warum ist OS derart bewusstlos? Ist es Zufall, dass ausgerechnet die von W verursachte Wunde den Westmann hier beschützt? Oder ist beides einfach ein Ausdruck der tiefen Verbundenheit unserer Helden, die am Ende alles zu überwinden vermag? Diese Fragen lassen sich (noch) nicht beantworten, das Gesamtbild bleibt irgendwie ungreifbar, doch zweifellos interessant ;-)

Ich mag es, wie ihr hier sehr unterschiedliche Charaktere auftreten lässt. Die drei Sioux, die wir kennenlernen, könnten verschiedener nicht sein – und so ist es kein Wunder, dass sie auch diverse Reaktionen auf Cs Erscheinen zeigen.

Der Große Hund ist ein Feigling. Es gelingt ihm weder, zu seinem impulsiven, aus der Wut heraus geborenen Anschlag zu stehen, noch wagt er sich ins Maul der unheimlichen Höhle, wenn es nicht absolut sein muss. Er ist nur äußerlich imposant, im Inneren bemitleidenswert verzagt.

Der Weiße Hirsch ist aus anderem Holz geschnitzt. Auch ihm behagt das Rätsel nicht, er versteht es jedoch, den Verstand über seine Gefühle zu stellen. Und er ist mutig genug, dem Fluchtimpuls auszuweichen.

TU ist der komplexeste Charakter. Er besitzt nicht nur Einfluss und Empathie, sondern auch die Fähigkeit, über das Offensichtliche hinauszudenken und sich nicht durch Unerklärliches einschüchtern zu lassen. Wohl zeigt er Respekt, vermag dem Sturm aber standzuhalten.

C unterscheidet sich naturgemäß sehr von seinen Vorfahren (;-)), weil er eben einen enormen Wissensvorsprung hat. Was ich aber faszinierend finde, ist die Tatsache, dass sich die Klugen irgendwie auch wieder im gleichen Gedanken treffen. C nennt dieses Größere, das ihn leitet und das er nicht greifen kann, Wissenschaft, TU Wakan. Ich würde nicht sagen, dass hier einer dem anderen überlegen ist ( und weite die Behauptung gleich mal auf den Wüstenplaneten aus: Auch W und J dürften auf einer Ebene agieren...). Und ich bin gespannt, welchen Beitrag OS erst leistet, wenn er wieder mitmischen darf.

C ist insofern im Moment im Vorteil, weil er als Einziger die größeren Zusammenhänge dieser speziellen Situation versteht und einordnen kann. Deshalb ist er auch wenig überrascht, als er erwacht. Auf der anderen Seite trägt er aber auch die größere Verantwortung, weil ihm das Problem der Zeitlinien-Kontaminierung ein Begriff ist.

Ich glaube nichtsdestotrotz, dass C am Ende die richtige Entscheidung trifft. Was hat er zu verlieren in diesem Indianerdorf der Vergangenheit? Er braucht das Bindeglied zu W, um das große Ganze voranzutreiben...

Heute hätte ich am Ende zwei Lieblingssätze zu benennen, bevor ich noch wilden Protest anmelde.
„Ist das Scharlih?“ hat mich ehrlich laut lachen lassen. Geht es auch etwas weniger plötzlich ;-))?
„Im Haar wohnt die Seele des Mannes“ hingegen ist so wunderbar poetisch.

So. Und nun bekunde ich deutliches Missfallen! Ich kann mir die Sache nur derart erklären, dass die liebe Autorin des vorliegenden Textes eine nicht zu verleugnende sadistische Ader hat ;-))! Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Kletten aus der Saga um unsere liebenden Blutsbrüder. Waldameisen ???!! Nein nein nein! (Ich habe da äußerst schmerzhafte Erinnerungen aus meiner Kindheit...) Und Scharlih kann sich nicht mal wehren! Ich habe es nachgeschlagen, die Maya haben das wirklich so gemacht. Aber wie kommt man bitte darauf, sowas zu recherchieren? Oder war es etwa bekannt??

Ich verbleibe erschüttert und springe gerne wieder zurück auf den Wüstenplaneten, wo wir mit Sand und Gestein Vorlieb nehmen dürfen ;-)

Liebe Grüße

Zorbi

Antwort von Adrimeny am 02.04.2019 | 15:31 Uhr
Liebe Zorbi,
unheimlich und geheimnisvoll , das macht den Unterschied aus. In diesen Worten wird auch die unterschiedliche Sichtweise deutlich. Für die Menschen der Zukunft ist W nicht unheimlich. Sie wissen ja um die Möglichkeiten der temporalen Anomalie, aber sie wissen nicht, was sie mit diesem Fremden beginnen sollen. Die Vorschriften sagen ganz deutlich, dass man niemals in das Zeitgeschehen eingreifen darf, aber der Fremde ist ja eindeutig ein Mensch. Kann man ihn einfach so seinem Schicksal überlassen?
je mehr über W bekannt wird, umso unheimlicher ist der Häuptling ihnen. Zweifelsohne ein Mann, der es gewohnt ist zu befehlen und Gehorsam zu finden, jemand der über eine hohe Intelligenz verfügt, aber eben aus einer längst vergangenen Epoche kommt.

Anders Chakotay. Er landet in der Vergangenheit, über die er ja einiges weiß. Geschichtsbuchwissen. Er erkennt schnell, dass der einzige, der vielleicht den Hauch einer Ahnung verspürt, was hier passiert ist, der Schamane ist. Er erkennt schnell, dass dieser OS identisch ist mit Scharlih, den er ja suchen soll. Und er ist nicht besonders verwundert darüber, dass er dort gelandet ist, wo er nun einmal gerade ist. Ihm ist nichts unheimlich, er hingegen ist es den Indianern schon. Sein Aussehen, sein Geruch, seine Kleidung, alles ist anders, von den Geräten, die er mit sich führt ganz zu schweigen. Er ist den Kriegern unheimlich.

Zufall ist es sicher nicht, dass OS so lange bewusstlos ist und auch nicht, dass das Messer des GHs ihn ausgerechnet dort trifft, wo das Narbengewebe besonders dicht ist( ob das medizinisch korrekt ist, ist sicher anzuzweifeln, aber es passte so gut). Und es ist auch gut, so, dass Vieles noch verschwommen und nicht greifbar ist, sonst wäre es ja langweilig!!

Ist es nicht auch im wirklichen Leben so, dass wir immer wieder auf Menschen treffen, die auf gleiche Situationen ganz verschieden reagieren. Da gibt es den GH, der eigentlich Großes Maul heißen müsste. Er handelt impulsiv und unbeherrscht, außerdem fürchtete er sich davor Verantwortung zu übernehmen . Äußerlich muskelbepackt, stark und unüberwindbar, innerlich ein Feigling und schwacher Charakter.

Weißer Hirsch ist anders. Auch ihm ist das Ganze unheimlich, aber er stellt sich seiner Verantwortung als Unterhäuptling und handelt ruhig und besonnen.

Der Schamane ist derjenige, der über den größten Weitblick verfügt. Natürlich ist auch im alles ungeheuerlich, aber er ahnt wohl, dass ihm hier etwas widerfährt, woraus er für sich viel lernen kann. Er ist wissbegierig und neugierig, erlässt die Dinge auf sich zukommen.

Was für C die Wissenschaft ist, erklärt sich TU mit dem Lenken Wakans. Ich wage hier die Theorie, dass Beides nicht möglich wäre, gäbe es Wissenschaft und Gott nicht...

Wie wird sich C entscheiden. Regelkonform zu handeln oder menschlich? Wir werden noch ein wenig warten müssen, denn zunächst geht es ja mit W und Janeway weiter....

"Ist das Scharlih?“ hat mich ehrlich laut lachen lassen. Geht es auch etwas weniger plötzlich ;-))?" Na ja, Chakotay ist eben ein kluges Kerlchen....
„Im Haar wohnt die Seele des Mannes“ hingegen ist so wunderbar poetisch." Danke für das Lob!

Die abgeknipsten Köpfe der Waldameisen als Nähmaterial zu benutzen ist faszinierend, nicht wahr? In dem Buch Erntemond wird darüber berichtet und auch die Maya haben es so gemacht, die Massai praktizieren es manchmal heute noch..

Wir sehen uns auf dem Wüstenplaneten und lesen uns wieder bei Deiner Geschichte.
Bis dahin liebe Grüße

Adrimeny
28.03.2019 | 12:28 Uhr
Liebe Adrimeny!

Meine Güte, kaum zu glauben, aber ich hatte doch ernsthaft auch über das dazwischenliegende Kapitel vergessen, dass nicht nur in "Verschollen", sondern auch hier OS in seinem Blut liegt und um sein Leben kämpft.

Schon die ersten Sätze haben mich aber dann natürlich wieder daran erinnert und quasi noch rückwirkend in Panik ausbrechen lassen, was denn nun mit OS geschehen wird! Es ist ja schon mal sehr beruhigend, dass TU den Angreifer rauswirft und dass dieser sich diesen Rauswurf auch ohne Weiteres gefallen lässt.

Letztlich hat OS durch Ws Verschwinden und durch seine Beziehung zu dem Apachen in dem Schamanen irgendwie einen Verbündeten gefunden, den er vielleicht noch gut gebrauchen kann. Der wiederum ahnt nämlich, dass er hier etwas "Großem" sozusagen auf der Spur ist, dass er einen Blick in ein Geheimnis werfen kann, das ihm bisher verborgen war.

Diese Neugierde ist es denke ich auch, die ihn so unbekümmert in der Höhle nachforschen lässt, während die übrigen Krieger sich fürchten. Hinzu kommt sicherlich, dass er als Medizimann ja schlecht Angst vor etwas eingestehen kann, was letztlich in sein Ressort fällt gewissermaßen, aber ich denke eben darüber hinaus, dass TU auch in gewisser Weise seine Chance gekommen sieht.

Der Große Geist hat vor seinen Augen jemanden verschwinden lassen, hat ihm aber einen anderen Menschen, der mit diesem Jemand so eng verbunden ist, wie es enger kaum geht, zurückgelassen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass TU darin eine gewisse Brücke sieht. Und letztlich ist es das ja auch unfreiwillig. Sicher, C wäre nicht absichtlich ins 19. Jahrhundert gegangen, nur um OS zu helfen.

Aber die Tatsache, dass er nun einmal dort hinein gestolpert ist und dass W ihm mehr oder weniger den "Auftrag" gegeben hat, nach OS zu suchen, lässt ihn natürlich anders agieren, als er es sonst vielleicht getan hätte.

Gut gefallen hat mir, wie du es schaffst alles zu umschiffen, was die Indianer an C wahrnehmen und doch nicht kennen können und dürfen. Ich stelle mir vor, dass es beim Schreiben reichlich Nerven kostet, die Hälfte aller Ausrüstungsgegenstände umschreiben und beschreiben zu müssen und ich denke, dass man da höllisch aufpassen muss, dass man nicht versehentlich die falschen Leute Vokabeln benutzen lassen darf, die diese gar nicht kennen.

Interessant sind außerdem zwei Parallelen, die mir aufgefallen sind. Zum einen natürlich die Titel, die letztlich auf den Punkt bringen, was der große Unterschied ist, der sicher noch oft eine Rolle spielen wird: Wissensvorsprung! C und die Crew der Voyager haben sich natürlich auch gewundert, dass W einfach aufgetaucht ist und waren nicht schlecht erstaunt, von WANN er stammt. Dennoch müssen sie sich nicht fürchten, denn sie verstehen, wie die Situation zustande kommen konnte.

Sicherlich, W bleibt geheimnisvoll, einfach auch weil er eine Art "Störung" darstellt, die man schwerlich einschätzen kann, aber man muss sich eben nicht vor ihm fürchten.

Bei den Indianern sieht das ganz anders aus. Der Fremde, den sie finden, ist für sie zum Fürchten, den er hat Dinge bei sich und an sich, die kein Mensch je gesehen hat, und er scheint aus dem Reich der Geister zu kommen. Schließlich haben sie keine andere, wissenschaftliche Erklärung. Das wiederum bedingt sehr unterschiedlichen Status der beiden Fremden: der eine soll "klein und dumm" gehalten werden, man hofft ihn irgendwie ruhig stellen zu können. Der andere wird um Hilfe gebeten und als übermächtig anerkannt.

Ich bin sehr gespannt, wie OS zu dem allem stehen wird! Denn natürlich kann auch er keine Ahnung haben von dem, was C so mit sich herum trägt, aber sein Verständnis geht so weit, dass ihm klar sein wird, dass niemand von den Göttern geschickt wurde. In dieser Beziehung schätzt C den Bewusstlosen wohl sehr gut ein.

Das führt mich zur zweiten Parallele. In beiden Fällen ist es C, der die Blutsbrüder zunächst betrachten kann und sich ein Bild machen kann, weil beide erst einmal außer Gefecht sind. Ich frage mich übrigens genau wie TU, warum OS so lange bewusstlos ist... Noch mehr "Höhlenzauber"?

Und wieder ahnt C, dass das, was er gleich tun wird, irgendwie gegen die Vorschriften ist, weiß aber ebenso genau, dass es wenig Sinn ergibt, sich in der vorliegenden Situation an diese zu halten. Und letztlich wird sich bestimmt auch herausstellen, dass OS eher ein hilfreicher Verbündeter für C ist, denn ein Problem.

Bleiben noch zwei Fragen: Wie kommt man darauf eine Wunde mit Ameisen zu tackern???? Und wie lange dauert es wohl, bis ihr die beiden Handlungsstränge vereint.

Ich bin jedenfalls mal sehr auf die nun unweigerlich folgenden Konfrontationen und jeweils W und OS mit den Menschen um sie herum gespannt.

Liebe Grüße,

Luni

PS: Die Idee, dass OSs alte Narbe ihm das Leben rettet, dass gewissermaßen W eingreift, ohne anwesend zu sein, finde ich allerliebst!

Antwort von Adrimeny am 02.04.2019 | 14:44 Uhr
Liebe Luni,
OS ist auch in dieser Geschichte verwundet, ich denke aber, es hat ihn nicht so schlimm erwischt wie bei Danny. Hier ist ja zum Glück der Medizinmann direkt zur Stelle und er gehört in die Kategorie "guter und aufgeschlossener Schamane".
Er begreift intuitiv, dass er hier etwas ganz und gar Ungewöhnlichem begegnet und das macht ihn neugierig auf mehr.
Die Welt der Geister, das Unheimliche ist ja sein Metier. Hier kennt er sich aus, da empfindet er keine Furcht oder darf sie zumindest nicht zeigen.

TU weiß um die innere Verbundenheit der Blutsbrüder und er ahnt, dass diese Verbundenheit die einzige Möglichkeit ist, den Weg zu finden, der C zu ihnen und W von ihnen fort brachte.

TU und die Sioux nehmen ja noch staunend zu Kenntnis, was C da von sich gibt, OS wird beim Aufwachen sicher hinterfragen, was der eine oder andere Ausdruck zu bedeuten hat. Er weiß ja auch, dass er in eine Zeit hinein geboren wurde, die viele Veränderungen und neue Entwicklungen bereit hält.

Unheimlich und geheimnisvoll sind die Umschreibungen für die Situationen auf dem unwirtlichen Planeten und der Erde. W landet in der Zukunft. Die Menschen dort haben natürlich einen Wissensvorsprung, sie kennen Dinge und Abläufe, von denen die Bewohner der Erde im 19. Jahrhundert keine Ahnung hatten. W kommt aus einer Zeit, die lange in den Nebeln der Zeit verschwunden und nur noch Legende ist. Sein Dasein, seine Art sich zu geben, seine Sprache, all das ist fremd und geheimnisvoll, sicher, aber weder unheimlich noch zum Fürchten.
Anders Chakotay. Er landet in der Vergangenheit und hat allerlei merkwürdiges Gerät bei sich, von der Frisur, dem Rasierwasser und der Art und Beschaffenheit der Kleidung ganz zu schweigen. Für die armen Indianer sicher noch unvorstellbarer als für OS, wenn er aus der Bewusstlosigkeit erwacht.
Sicher kann er sich nicht vorstellen, dass es möglich ist von einer Zeit in die andere zu rutschen, aber sicher glaubt er noch weniger, dass W vom Großen Geist fortgeholt wurde. Er ist ja Realist.

Warum OS so lange ohne Bewusstsein ist, hängt sicher irgendwie mit der Höhle und W zusammen, aber es ist kein Zauber im Spiel, das ginge mir dann doch zu weit.

C aber dauert diese Bewusstlosigkeit viel zu lange und er kämpft mit sich, diesen OS mit dem Wissensvorsprung mehrerer Jahrhunderte aus dieser zu erlösen. Er kann das, aber DARF er das auch? Wird er sich nicht den Zorn seiner Vorgesetzten zuziehen?
Letztlich ist es seine Menschlichkeit, die über die Vorschriften siegt und der Gedanke, in diesem Scharlih vielleicht einen Verbündeten auf seinem Weg zurück in seine Zeit zu finden
Du fragst, wie ich auf die Idee komme, die Wunde mit Ameisen zu tackern? Nun, die Mayas haben diese Methode benutzt und auch bei den Massai ist sie bekannt. Zum ersten Mal habe ich darüber in Erntemond gelesen. Es fiel mir dann wieder ein und so hab ich ein wenig recherchiert. Alles kein Geheimnis!

Danke für die schöne Rückmeldung und liebe Grüße

Adrimeny
27.03.2019 | 10:47 Uhr
Hallo ihr Lieben!

Wie schön, dass es nun auch hier weitergeht!

Ich finde es bemerkenswert, dass offenbar die alte Stichwunde an OSs Hals Schlimmeres verhindern konnte. Und zugleich im weiteren Verlauf C einen Hinweis auf W geben wird. Jedenfalls hat er bei OS wohl eine tiefe Bewusstlosigkeit ausgelöst, die so außergewöhnlich ist, dass sich sogar der Medizinmann wundert.

Gestaunt habe ich bei der Schilderung der Nähmethode, die Tahca Ushte anwendet. Im Ernst jetzt, Waldameisen, die durch ihren Biss eine Wunde verschließen? Klar, ganz unmöglich klingt das jetzt nicht, aber was ist mit dem Zeugs, das sie in die Wunde abgeben und das schon bei normalen Ameisen so brennt? Auf alle Fälle ist das sehr interessant und stößt ja wohl auch auf Cs Zustimmung!

Natürlich finden die Sioux Chakotay zunächst einmal ungewöhnlich. Ich mag es, dass ihr dabei an solche Details wie den Stoff seiner Kleidung denkt. Na klar, das ist kein Naturmaterial und muss sich daher anders anfühlen! Wonach riecht der erste Offizier? Rasierwasser vermutlich, oder? Das werden die Krieger wohl ebenfalls nicht kennen.

Dass der Tricorder die Indianer in Erstaunen und Erschrecken versetzt, ist absolut plausibel. Der Medizinmann ist wohl der einzige, der einigermaßen besonnen reagiert und das Ding einfach wieder in die Tasche packt. Verständlich ist aber, dass die Krieger skeptisch bleiben ;-).

Ebenso wie das Erwachen Ws, bietet auch das Aufwachen Chakotays in der fremden Umgebung einer anderen Zeit ein großes Potential und ihr nutzt das weidlich aus. Chakotay hat den Vorteil, dass er auf solche Situationen trainiert ist und das wohl nicht zum ersten Mal durchmacht. Trotzdem unterlaufen auch ihm einige Unachtsamkeiten, die ich sehr amüsant finde. Z.B. die Frage, ob der andere Mann Scharlih sei! Damit stürzt er die Ogalallah zunächst in Verwirrung, die diese aber recht gut verbergen können. Laut lachen musste ich bei: „Ich bin Chakotay, Comman…., ich bin Cahkotay….., ja ich bin Chakotay.“ Dieses gewaltsame Zurückhalten seines Titels oder Dienstgrades ist irgendwie niedlich. Als wenn er darin eine Sicherheit suchte, die es aber momentan nicht gibt für ihn.

Oder sein Stammeln bei der Erzählung seiner Geschichte, die Bemühung, nur keine Fehler zu machen. Und dies: „Es liegt wohl an der Ohnmacht und der …äh… Zeitverschiebung…“

Ich finde, dass ist euch hier hervorragend gelungen!

Auf der anderen Seite haben wir den Medizinmann, der angesichts der verwirrenden Situation noch recht gefasst auftritt. Er wirkt – wie wir ja schon in früheren Kapiteln gesehen haben – intelligent und gemäßigt, also kann Chakotay wohl von Glück sagen, dass ausgerechnet er ihn gefunden hat. Offenbar sieht Tahca Ushte in C so etwas wie einen Geist…

Die ersten kulturellen Missverständnisse – wie z.B. der erhobene Daumen – machen nicht nur Chakotay Spaß, sondern auch mir und definitiv Lust auf mehr!


C will also den bewusstlosen OS aufwecken. Darauf hatte ich gehofft und natürlich stelle ich mir dieselben Fragen wie er. Was wird er OS sagen, wer er ist und wo er herkommt? Und natürlich, wo W ist?

Die Bilanz deutet nun als darauf hin, dass wir zwei Heldenduos auf beiden Seiten der Zeitverschiebung haben werden, die wohl versuchen werden, die Distanz zueinander wieder zu überwinden. Ich bin sehr gespannt, wie sie das machen und freue mich drauf, zu lesen, wie es weitergeht!

Liebe Grüße
Catherine

Antwort von Adrimeny am 27.03.2019 | 12:19 Uhr
Liebe Catherine,
die erste Rückmeldung ist immer etwas Besonderes und es ist schön, dass sie diesmal so schnell gekommen ist.

Na ja, ob das medizinisch so ganz korrekt ist und die Vernarbung der alten Wunde OSs wirklich Schlimmeres verhindern konnte ist nicht so sicher. Es passte einfach so gut. Anders sieht es mit den Ameisenköpfen aus. Das wurde wirklich praktiziert und es ist ja eigentlich eine geniale Idee. Ob die Ameisensäure da irgendwelchen Schaden anrichtete wird leider nirgendwo erwähnt...

Die Sioux finden Chakotay und sind sich, seiner Aufmachung gemäß, gar nicht so sicher, ob er ein Mensch ist oder vielleicht doch ein Geistwesen. Seine Kleidung besteht aus einem unbekannten Material und seine Haut duftet nach Rasierwasser oder Duschgel. Und DAS kennen die Sioux nun wirklich nicht. Aber immerhin findet TU den Geruch angenehm.

Und dann hat der Mann auch noch ein piepsendes, flackerndes "Ding" dabei, das die Krieger fürchterlich erschreckt. Einzig der Medizinmann scheint zumindest eine ferne, unbestimmte Ahnung von dem zu haben, was ihm da vor die Füße gefallen ist. Heute können wir uns ja alles Mögliche vorstellen, Jules Verne hatte diese Begabung ja auch schon im 19.Jahrhundert, aber für ein Naturvolk sind solche Dinge bestimmt schwer vorstellbar.

Das Erwachen in einer fremden Umgebung ist ja schon abenteuerlich, das Erwachen in einer anderen Zeit eigentlich unvorstellbar. W meistert dieses Erwachen ja in gewohnt routinierter Art und Weise und Chakotay weiß, dass es solche Zeitverschiebungen geben kann . Aber in dieser längst vergangenen Zeit zu landen ist auch für ihn zumindest ungewöhnlich und da passieren ihm ein paar "Unachtsamkeiten", die ihm bestimmt ein missbilligendes Stirnrunzeln des Captains
eingetragen hätten.

Der Medizinmann ist ein kluger Mann, der offen ist für Neues, der auch bereit ist, sich auf Ungewöhnliches einzulassen. Allerdings kann er mit den neuzeitlichen Gesten, wie z.B. dem erhobenen Daumen, wenig anfangen. Aber, wie gesagt, er lernt schnell und ist offen für Neues.

Sicher wird er an der Situation noch seinen Gefallen finden.

Was nun OSs Aufwachen betrifft, ist es sicher schwer für ihn sich in dieser Situation zurechtzufinden. Irgendwie hat sich ja alles geändert: W ist "weg", er ist verwundet und dann sitzt da auch noch ein fremder Indianer in seltsamer Kleidung, den er noch nie gesehen hat.

Vielen Dank für diesen schönen Kommentar. Wir freuen uns, dass Dir unsere Geschichte gefällt.

Ardimeny
21.03.2019 | 12:25 Uhr
Ihr Lieben!

Wie das echte Leben immer so spielt, hab ich im Moment nur Zeit selber zu produzieren oder Reviews zu schreiben... Nun hab ich eine ganze Weile produziert in den letzten Wochen (aber leider muss ich noch vertrösten, das Endergebnis wird noch auf sich warten lassen) und will jetzt endlich wieder zu Rückmeldungen übergehen. "Unten" angefangen lande ich also hier ;-)

Schon ganz am Anfang stolpert man über einen Satz, der im Wilden Westen in dieser Zusammenstallung wohl sehr ungewöhnlich wäre: Er dreht den Mann um, damit er feststellen kann "Er war eindeutig ein Mensch". Gut... das dürfte in allen anderen Geschichten klar sein. Ist aber einfach ein wunderbarer winziger Hinweis auf die Welt, in der wir uns hier bewegen.

Und genau diese Diskrepanz, diese andere Welt mit ihren anderen Problemen, ihren eigenen, so anderen Regeln beschäftigt uns dann auch im ganzen Kapitel - und wird es sicher noch öfter, denn hier ist ja erst der Auftakt gemacht, jetzt, wo sich die Linien durch das Auftauchen Ws treffen.

Ich muss zugeben, ich konnte gar nicht erwarten, dass W endlich erwacht, und war ernstlich verstimmt, als ihr ihn nochmal in Narkose versetzt habt, hihi. Dabei wäre es auf dem Planeten im Freien nicht leichter gewesen, W erst mal nicht merken zu lassen, wo er steckt (bzw. auch wann?) Aber klar, ein Raumschiff von außen hätte sich schwerlich für etwas anderes ausgeben lassen.

Ein Raumschiff von innen wird das aber auch nicht lange können, zumal bei unserem klugen Apachen. Natürlich, er nimmt erst mal hin, dass er bei Weißen ist. Aber letztlich sind wohl Formen und Materialien in Wildwest absolut verschieden von allem, wie ich mir ein Raumschiff vorstelle. Das wird auch W bald merken.

Beinahe musste ich schmunzeln über die recht kläglichen Versuche: Dämmerlicht und ein relativ neutrales Quartier. Wahrscheinlich macht man sich wenig Vorstellungen darüber WIE wenig schon die Kleidung, die Tatsache von künstlichem Licht überhaupt schon an sich usw. in die Welt passt, aus der W kommt.

Im Grunde können alle Beteiligten sich im Moment nur glücklich schätzen, dass es dem Häuptling nur mäßig gut geht und er zudem so sehr in Sorge um OS ist, dass er noch keine Muße hatte, sich recht zu orientieren und den Verstand zu gebrauchen.

Ich mag es im Übrigen sehr, wie ihr dann gewissermaßen in Abwandlung der Kontraste, die zwischen damals und heute herrschen, wieder die Dinge betont, die sich nicht ändern. Allen voran die Wirkung, die W auf andere Menschen hat! "Obwohl der Fremde tief bewusstlos war, ging eine eigentümliche Faszination und Anziehungskraft von ihm aus, der man sich kaum entziehen konnte. Chakotay fragte sich kurz, wie die Wirkung des Mannes wohl sein würde, wenn er erst erwachte" oder auch später "Der Ton duldete keine Widerrede und Chakotay bemerkte nicht zum ersten Mal, dass dieser Mann es gewohnt war zu befehlen und zu bestimmen." Gerade letzteres könnte dann auch durchaus problematisch werden, denn wenn man W sagt, dass er ein Freund, ein Gast ist, dann wird er sich nicht einfach sagen lassen, was er zu tun hat.

Insgesamt habt ihr mir aber eine große Freude damit gemacht, dass Ws Aura, seine Persönlichkeit auch nach 500 Jahren noch funktioniert! Das gefällt mir! Und ist gleichzeitig auch eine tröstliche Idee: Die Menschen ändern sich äußerlich, ziehen sich anders an, haben andere handfeste Probleme. Doch wie sie ticken, was sie ausmacht, was sie wahrnehmen und fühlen, bleibt das gleiche. Wäre übrigens spannend zu wissen, ob W auf Nichtmenschen auch wirkt ;-)

Neben W als Person, der die Zeitebenen ja auch irgendwie verbindet, sind es aber noch weitere Punkte, die scheinbar zeitlos menschliche Interaktion bestimmen. Zum Beispiel der Umgang mit Regeln und Geseten. Wann darf ich diese übertreten oder darf ich dies überhaupt, wenn sie einem höheren Gebot, nämlich dem, einem anderen Menschen zu helfen, im Weg stehen? Dieses Dilemma scheint so alt wie die Menschheit selbst und wird wohl auch nicht schnell zu beenden sein.

Auch finde ich hier eine erste "Spiegelung" von W und OS in J und C. J ist der Captain, der Häuptling gewissermaßen. Sie muss sich eigentlich an die Spielregeln halten, denn sie erwartet es von allen Untergebenen auch. So ergeht es auch W. C dagegen ist wie OS. Er fühlt sich den oben genannten höheren Prinzipien mindestens ebenso verpflichtet, er ist ebenfalls "mächtig", aber er hat die Freiheit ein wenig großzügiger mit Regeln umzugehen. Er kann für W bitten, ohne dass es der Autorität schadet. Und J als Captain kann etwas erlauben, was sie selbst vielleicht verbieten müsste, weil sie eben letztlich der Bitte eines Vertrauten folgt. Damit hat sie für sich und ihr "Gewissen" eine Legitimation. Ich bin gespannt, ob solche W/OS-Momente noch öfter zwischen den beiden kommen werden ;-)

Ein weiterer Punkt, der mir aufgefallen ist, ist dass einige der Probleme, die hier noch so zukünftig wirken mögen (und es für W sicherlich auch sind), sind heute schon sehr real: "Es war wesentlich leichter zu handeln, wenn ein Gerät einem sagte, womit man es zu tun hatte." Man mag glauben, dass das noch nicht so akut sei, aber wenn ich sehe, dass manche Schüler ohne Handy und Google nicht mehr denken können, fühle ich mich sehr in diese von euch beschriebene Situation versetzt. Vielleicht hilft hier ja der Blick eines Menschen, der nicht mal erahnt, dass es solche Geräte gibt?

Das Suchen in der Höhle jedenfalls gelingt C und J nicht besser als OS und den Sioux bzw. OS und W. Am Ende sind sie nicht wirklich schlauer, sondern im Gegenteil: einer ist weg! Und das ist 2300irgendwas genauso verblüffend wie 1874.

Ich bin sehr gespannt wie du nun C und OS zueinander bringst (denn davon gehe ich doch mal aus) und ob am Ende unsere Blutsbrüder gemeinsam in der Zukunft landen oder die Crew der Voyager zu Teilen in der Vergangenheit. Und vor allem auch: Wie lang spielen die Handlungen parallel?

Ich bin auf diese Wundertüte wirklich sehr gespannt und auch darauf, wie man mit einem sehr eigensinnigen, sehr befehlsgewohnten Apachenhäuptling umgehen wird, der sich dann auch noch in der Zwickmühle befindet, dass ihn sicher vieles überfordert, er aber seinem Charakter gemäß davon sicherlich wenig preisgeben will.

Wirklich auf eine ganz neue Weise spannend!


Liebe Grüße,

Luni

Antwort von Adrimeny am 22.03.2019 | 16:26 Uhr
Liebe Luni!

Wie schön, dass Du Dich hier trotz Zeitmangel zu Wort meldest! Darüber haben wir uns sehr gefreut!

In den Star Trek Kapiteln bewegen wir uns nun einmal nicht im Wilden Westen und da könnte es schon passieren, dass da eben kein Mensch in der Höhle liegt, sondern jemand mit spitzen Ohren, grüner Haut, Antennen oder sonst irgendwie fremdartig.

Hier ist es aber natürlich W, der dort liegt.

Es ist uns wichtig, die Unterschiede aber auch die Gemeinsamkeiten aufzuzeigen, die es nach fünfhundert Jahren nun einmal gibt und Du hast alle kleinen Hinweise, die wir so eingestreut haben, gefunden und wunderbar analysiert. Dafür schon einmal ein kleines „Extradankeschön“!

Sorry, aber wir musste W erst einmal betäuben. Ein Erwachen in der Höhle wäre ja noch möglich gewesen, doch dann wäre es doch recht schnell turbulent geworden: Zwei Sonnen am Himmel, das Raumschiff, das da mitten in der Landschaft steht, drum herum eine Menge Leute, die vermutlich nicht alle zur Spezies Mensch gehören. Mit alldem werden wir W noch konfrontieren müssen, doch das wollten wir nicht gleich zu Beginn machen.

Soviel sei verraten: Lange werden sie unseren Häuptling nicht in diesem Quartier halten können…

W wird immer eine gewisse Ausstrahlung haben, egal in welcher Umgebung er sich befindet. Das wollten wir hier auch noch einmal ganz klar zeigen.

Star Trek ist ja so angelegt, dass es irgendwie einen positiven Blick auf die Zukunft werfen soll. Natürlich gibt es auch dort Konflikte – und zwar reichlich, aber viele Dinge, mit denen wir uns heute oder zur Entstehungszeit von Star Trek herumschlagen, sind gelöst worden.

Man denke da an die Zusammensetzung der ersten Brückencrew der Enterprise, die Ende der 60er Jahre ein Skandal war: Neben Kirk, der als weißer Mann da nun einmal das Sagen hatte, gab es einen Asiaten (Sulu), eine Afro-Amerikanerin (Uhura), einen Russen (!!!) (Chekov) und natürlich einen Außerirdischen (Spock). Das war damals schon ein starkes Statement und zieht sich wie ein roter Faden durch die Star Trek Geschichte.

Dennoch bleiben einige Dinge so, wie sie sind. Es gibt Gesetze und Vorschriften und nicht immer machen sie Sinn oder sind auf jeden Fall gleich anzuwenden.

So ist es auch in unserer Geschichte.

J und C sind hier sicherlich als Spiegelbild von W und OS zu sehen. Das hast du schon richtig erkannt ;-)!

Technik und Fortschritt sind eine gute Sache. Wenn sie denn vernünftig eingesetzt werden und nicht alles „alte“ Wissen verdrängen. Es steht zu befürchen, dass wir heutzutage schon viel zu sehr in diesem Prozess gefangen sind und uns viel zu viel von kleinen technischen Gadgets abnehmen lassen. Zorbi brachte ja das sehr treffende Beispiel mit Navi vs. Straßenkarte.

C und OS werden dann erwartungsgemäß im kommenden Kapitel aufeinandertreffen. Mehr wird aber nicht verraten ;-)!

Lieben Dank für Dein Review!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

Adrimeny
16.03.2019 | 12:00 Uhr
Liebe Danny, liebe marieschi!

Erst mal voll das dicke Sorry, dass ich euch letzte Woche ausgelassen hatte, aber ich hatt nich mehr so viel Zeit und ich hatt das Kapi noch nich gelesen gehabt, auch weil ich noch mega im Klausurstress war. Das is jetzt aber alles wieder rum und ich hab endlich wieder ein bissl mehr Zeit für schöne Sachen!

Jetzt is also der C weg???? Das heißt ja aber dann, dass das doch so ein hin und her Weg is. Oder is der vielleicht wo ganz anders raus gekommen? Führt das vielleicht durch die Zeit, aber nich immer in die selbe Zeit oder nich immer an den selben Ort? Weil ich wunder mich halt, weil ja der Schamane sagte, dass öfter mal die Geister da die Leute zu sich holen in der Höhle. Das würd dann aber ja heißen, dass auf dem Wüstenplanet schon öfter mal einer gewesen sein muss.

Wo sind die dann aber hin? Wieder zurück? Dann müssten die Sioux aber doch diese Zurückkehrenden auch wieder gefunden haben. Und wenn sie auf dem Planeten geblieben wären, dann müssten doch da ihre Reste sein, weil das is ja nich so der Planet, wo man bleiben kann und leben kann.

Daher frag ich mich, ob dieser Weg vielleicht nich immer an den gleichen Ort oder nich immer in die gleiche Zeit führt. Und wenn das so is... Wo is dann jetzt C? Aber ich denk ja mal, dass der schon bei OS rauskommt, weil das wär ja sonst noch ne Handlungsebene. Und was aber dann? Ich tapp voll im Dunkeln, wie das dann weiter geht, ob W und die Leute von der Voyager in den Wilden Westen oder OS in die Zukunft oder ganz anders....? Ich find das mega spannend und mega undurchsichtig! Dickes Kompliment dafür!

W nich zu viel verraten? Das könnt ein bissl schwierig werden, weil der ja super schlau is und auch ja ALLES komisch finden muss, was er da sieht. Das is ja alles so weit weg von dem, was er kennt, dass man ihm da nich lang was vormachen kann. Und dann auch dass der Planet ja zwei Sonnen hat, das kann man ja nich nich bemerken.

Ich bin aber mal super gespannt, wie W damit umgeht. Ich mein, das muss man ja alles erst mal glauben und verdauen.

Und iwie is das natürlich super praktisch, dass C auch indianische Wurzeln hat und dass das W Vertrauen einflößt, dass sich da Rot und Weiß vertragen.

Ich find übrigens die Fußnoten voll super hilfreich, danke dafür. Das is ja echt nochmal so ne ganz andere Welt und wenn man sich da nich so auskennt, is man da manchmal sonst ein bissl überfordert. Kann denn die Voyager nich mehr nach Hause, weil der C da so erklärt, dass sie ihre eigenen Regeln machen müssen?

Und überhaupt find ich den ziemlich toll! Der is ein bissl wie OS. Will helfen, weil man eben helfen muss, weil das so das is, was gute Menschen ausmacht, dass sie die Augen nich verschließen, sondern sich kümmern. Und er hat auch voll die klugen Argumente. Ja, er is ein bissl wie OS. W hätt ihn vielleicht gemocht, wenn er jetzt nich weg wär.

Ich denk ja mal, dass es im nächsten Kapi im Wilden Westen weitergeht und dass C sich mit Sioux herumschlagen muss. Vielleicht hat er aber Glück und kann so einen auf mächtiger Geist machen, weil er ja durch die Höhle kommt. Und er wird auf OS treffen, der ihm ein bissl erklären kann, was los is.

Und dann??? Ich hoff, dass die beiden sich bald wieder haben und bleib voll gespannt dabei!

Liebe Grüße,

eure Melissa!

Antwort von Adrimeny am 18.03.2019 | 15:34 Uhr
Liebe Melissa!

Kein Grund, sich zu entschuldigen! Wir freuen uns über jede Rückmeldung zu unserem kleinen Projekt und wenn’s mal ein wenig länger dauert, dann ist das nicht schlimm. Das richtige Leben kommt uns ja allen hier ständig in die Quere ;-)!

Wir werden hier und jetzt natürlich noch nicht verraten, was das Geheimnis dieser Höhle ist und wie diese funktioniert. Das müssen die Leser schon zusammen mit den handelnden Personen herausfinden. ;-)

Eins können wir jedoch verraten, ohne gleich zu viel preiszugeben: Wir planen keine weitere Zeitzone. Also C wird nicht irgendwo im Mittelalter landen oder noch weiter in der Zukunft. Er wird auf eine uns wohlbekannte Person treffen ;-)!

Ganz klar können die Leute von der Voyager W nicht lange mit irgendwelchen fadenscheinigen Ausreden abspeisen. Das wird er sich definitiv nicht lange gefallen lassen. Was dann passiert, verraten wir natürlich nicht!

Die Fußnoten machen zwar viel Arbeit, scheinen aber ja wirklich eine sehr gute Idee gewesen zu sein, die wir in jedem Fall fortführen werden.

Die Voyager ist 70.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Sie ist durch eine andere Spezies in einen unerforschten Teil der Galaxie (Deltaquadrant) gezogen worden und die Reise zurück zur Erde dauert ca. 70 Jahre, wenn sie nicht irgendwie eine Abkürzung oder eine weiter fortgeschrittene Technologie finden. Die ganze Serie rund um die Voyager handelt im Prinzip von dieser Reise nach Hause und den Abenteuern, die die Crew dabei erlebt.
Die Crew ist dabei eigentlich aus zwei Crews zusammengewürfelt. Einer Sternenflottencrew, also der eigentlich Crew der Voyager und einer Maquiscrew. Eigentlich war die Voyager ausgesandt worden, um die Maquis, die als Rebellen gelten gefangen zu nehmen….Das soll hier aber nicht mehr das Thema sein, war es in der Serie auch nur ziemlich zu Beginn.

Eine solche Entfernung und die Tatsache, dass sie ganz auf sich allein gestellt sind, bedingt natürlich, dass sie sich hier und da ihre eigenen Regeln machen müssen.

C agiert in der Tat oft als derjenige, der den mehr wissenschaftlich geprägten Entscheidungen vom Captain seine Menschlichkeit entgegensetzt. Sicherlich kann man da gut Parallelen zu OS ziehen.

Das nächste Kapitel ist dann in der Tat wieder ein Wild West Kapitel!

Was dort passiert – verraten wir mal wieder nicht!

Lieben Dank für Deinen Kommentar!

Liebe Grüße

Adrimeny
12.03.2019 | 22:17 Uhr
Hört sich gut an bis jetzt. Werde auch noch weiter lesen.
Mir gefällt die Idee, des Crossover, weiter so, freue mich auf die anderen Kapitel.

LG
Onlyknow3

Antwort von Adrimeny am 13.03.2019 | 11:30 Uhr
Hi,

wir freuen uns, dass Dir unsere Idee gefällt! Schön, dass Du dabei bist!

VG

Adrimeny
07.03.2019 | 09:47 Uhr
Hallo ihr Lieben!

Es ist also Chakotay, der W in jener Höhle findet und das ist irgendwie passend. Auch wenn er natürlich mit seinen kurzen Haaren auf den ersten Blick nicht wie ein Indianer wirkt, so ist er doch kein Bleichgesicht und ist W deshalb nicht so fremd.

Dass wir hier mehr über den ersten Offizier der Voyager erfahren, gefällt mir auch, denn ich fand seine Figur schon immer spannend und irgendwie hätte sie für mich in der Serie eine größere Rolle spielen können. Ob das nun objektiv ist, weiß ich gar nicht, dafür ist es zu lange her, aber subjektiv gesehen auf jeden Fall.

Ich finde, dass dieser Text sehr liebevoll gestaltet ist. Nicht nur durch die Fußnoten, die doch sicher eine Menge Zeit gekostet haben, sondern auch durch so kleine Details, wie eben Chakotays Geschichte oder dass er sich Gedanken um das Leder von Ws Anzug macht. Stimmt, im 24. Jh. wird es so etwas wohl kaum noch geben – höchstens synthetisch vielleicht.

Geschichten, die sich mit der Zeitlinie befassen, habe ich bei Star Trek immer geliebt! Hier war ja irgendwie von Beginn an klar, dass dies Thema sein würde, aber trotzdem bleibt es spannend! Allein dadurch, dass ein Mensch seine eigene Zeit verlässt, ist ja eigentlich die Zeitlinie schon „kontaminiert“. Und ich frage mich natürlich, was dieser Blick in die Zukunft, den W hier tut, mit ihm anstellen wird. Ganz sicher wird er doch wissen wollen, wie es mit seinem Volk weitergeht und er hat Chakotay als Beispiel vor Augen. Wird er daraus Hoffnung schöpfen können? Oder wird man ihm keine seiner Fragen beantworten?

Auf der anderen Seite entfernt ihr ja zum Ende den 1. Offizier ganz geschickt aus Ws Blickfeld. Und Lady Q sagte es bereits: Es ist eine spannende Idee, den beiden Indianern jeweils einen blonden, blauäugigen Weißen an die Seite zu stellen. Wobei ja OS gerade schwer verletzt ist und ich ja eigentlich dachte, er würde auch in diese andere Zeit versetzt werden…

Zurück zu W. Ist der erste Teil des Kapitels schon interessant, so wird es für mich im zweiten richtig spannend. W reagiert wie erwartet, er greift C zunächst an. Das folgende Gespräch finde ich einfach köstlich. Es zeigt einen W, für den nichts mehr ist, wie es sein sollte und der dies irgendwie zu spüren scheint, aber nicht so recht greifen kann. Er ist in einem Haus, das kein Haus ist und sieht einen Indianer, der sich wie ein Weißer benimmt. Das verwirrt ihn. Hinzu kommt die Sorge um OS und das plötzliche Verschwinden der Sioux.

Auf der anderen Seite ist da C, der sich bemüht, etwas über den Fremden herauszufinden, und dem Ws Geschichte doch recht merkwürdig vorkommt. Er beißt irgendwie auf Granit, denn W ist natürlich wenig mitteilsam und gibt nur das Nötigste preis. Dass C einen besonderen Menschen vor sich hat, begreift er dennoch recht schnell.

Immerhin schafft er es am Ende, das Vertrauen des Häuptlings zu gewinnen – vorläufig. Dass W seine Entscheidung mit Äußerlichkeiten begründet, mag zunächst etwas seltsam erscheinen. Doch hat er keine andere Möglichkeit. Hier ist nichts so, wie er es kennt, zudem merkt er selbst, dass es ihm nicht gut geht, er muss also seinem Gefühl vertrauen. Und ich wiederum finde diese Begründung sehr schön…:-)

Vielen Dank für ein weiteres Kapitel dieser spannenden Geschichte!
Liebe Grüße
Catherine

Antwort von Adrimeny am 08.03.2019 | 15:06 Uhr
Liebe Catherine!

Wie schön, dass es für Dich passt, dass wir W und Chakotay zuerst aufeinanderstoßen lassen. Das empfanden auch wir als beste Ausgangssituation. Zwar wirkt C auf W sicherlich auch befremdlich, doch ist er ja durchaus noch als Indianer zu erkennen und damit ist es für W ein wenig leichter.

C ist definitiv interessanter, als die Macher der Serie ihn dargestellt haben. Dazu bietet die Sekundärliteratur zu Voyager eine ganze Menge an. Aus diesen Informationen haben wir uns hier bedient.

Zeitreisen sind immer spannend, wobei sie ja bekanntlich Kopfschmerzen bereiten und schnell zu einem Problem werden können. Was hier passieren wird, werden wir natürlich nicht verraten ;-)!

Wir hatten nie vor OS direkt hinter W in die Zukunft zu schicken. Der bleibt erstmal wo er ist ;-) !

Ws Erwachen war zugegebenermaßen eine Herausforderung. Den Häuptling in einer für ihn komplett fremden Umgebung, in Gegenwart eines Fremden, der ihn verwirrt aufwachen zu lassen, dabei aber darauf zu achten, dass er sich in character benimmt, hat nicht wenig Kopfzerbrechen bereitet.

Umso größer ist nun die Freude, dass genau diese Szene hier so gut ankommt.

W kann sich hier ja nur auf Äußerlichkeiten und erste Eindrücke stützen. Ich denke aber, dass er da ein ganz gutes Bauchgefühl hat und genug Menschenkenntnis besitzt um Chakotay und Tom einschätzen zu können. Er tut ja dann auch das richtige und vertraut ihnen erst einmal.

Lieben Dank für Deine lobenden Worte!

Liebe Grüße

Adrimeny
06.03.2019 | 11:45 Uhr
Hey ihr beiden,

habt ihr diese Story extra für mich geschrieben? So fühl ich mich grade. Nämlich sehr reich beschenkt, und das zu einem Zeitpunkt, an dem ich nicht mit einem solchen Geschenk gerechnet hätte. Zumal meine Vorliebe für eure moderneren Interpretationen von unseren beiden Lieblingshelden (und meiner Vorliebe für Slash, den es hier nicht gibt, aber den ich einfach gerne lese) gerade anderswo durch braune Flüssigkeit gezogen wurde, und nein, es war kein Kakao.

Nun denn. Jetzt also eine Story nicht nur meiner beiden KM-Lieblingshelden, sondern auch meiner ST-Lieblingscrew, und dann auch noch meines Lieblingsindianers in dieser Crew und meines Lieblings-Assistenten des Doktors ;) Ihr versammelt also spontan mal alle meine LIeblinge  in einer Story, und da kann ich nicht anders, als zu sagen: Danke! Danke! Danke!

Ich hätte euch früher ein Review hinterlassen, wenn mich mal jemand angestupst hätte! Maaaan, warum steht in der KB nicht, dass das ein VOY-Crossover ist!!!

Jetzt zur Geschichte: Wie bei mir üblich analysiere ich nicht alles minütiös, sondern konzentriere mich auf Eindrücke.

Mein Eindruck ist, dass Danny Star Trek und die Voyager extrem gut schreiben kann. Vergleiche sind immer schwierig, aber da lief was von der Feder, das canonisch ist, stilistisch 1 A, lebendig, ungestelzt, schön. Das vermisse ich bei manchen Geschichten meines Stamm-Fandoms. Ich selbst schreibe auch nicht mehr canonisch (weil ich ein AU schreibe, wo vom Canon nicht mehr viel übrig ist), aaaaaber ich denke, ich kann das ganz gut einschätzen ;)

Mein Eindruck ist auch, dass dieses endzeitigige auf der Voyager in der Serie definitiv gefehlt hat. Wie bei amerikanischen Serien, und wie bei ST üblich, schafft es dieses minikleine Föderationsschiff ja locker, auch gegen Übermächte zu bestehen und zu gewinnen. Ob das nun Borg sind oder andere, die Voyager sieht auch nach 7 Jahren DQ noch aus wie neu. NIcht mal der Teppich hat Flecken. Dass es nun mal NICHT so ist, finde ich gut.

Eure bereits gezeichneten Parallelen sind mir auch schon mal aufgegangen, und ich jubel innerlich darüber. Ihr tauscht also die Indianer eurer Storys aus, und stellt ihnen jeweils einen blonden, blauäugien Menschen zur Seite! Ihr wisst schon, dass das ziemlich großartig ist?

Euer kleines Glossar ist auch total nett! Ich freu mich darüber grade einfach, auch wenn ich es nicht brauche. Weil ich immer nochso herrlich positiv überrascht bin und wie ein Kind in die Hände klatsche! Ich glaube ich bin hier die einzige, die sich fühlt, als sei sie auf der Voyager geboren worden und bisher nur Ausflüge ins KM-Universum gemacht hat. Jetzt fühlt sich das grade an wie ein Gegenbesuch. Ich weiß, dass ihr NULL an mich gedacht hab, aber trotzdem fühlt es sich so an!

Ich bin überzeugt, dass Winnetou in der Lage ist, Feuer zu machen, selbst wenn er dafür Kathys Haare braucht. Und dass er selbst auf einem Wüstenplaneten nützlich sein kann. Boah, ihr habt keine Ahnung, was jetzt an Plotbunnys durch mein Hirn hüpft!

Nochmal danke! Ich bleibe hier dran, versprochen. Ich kann nicht versprechen, immer sofort und bei jedem Kapitel zu reviewen, weil mein Leben grade von traurigen Dingen überschattet wird, aber trotzdem: Hier bleibe ich dran!

Es grüßt euch aus dem Kontinuum,
Lady Q

Antwort von Adrimeny am 08.03.2019 | 11:48 Uhr
Liebe Lady Q!

Wow! Was für ein Review! Wir machen Dich mit unserer Story glücklich und Du hast uns mit diesem Review sehr, sehr glücklich gemacht! Win/Win ;-)!

Wie schön, dass Du unsere Wahl, hier auf die Voyager Crew zurückzugreifen begrüßt. Andere hätten ja eher Kirk und Co. oder Picard aus TNG bevorzugt. Für uns funktionierte das nur mit der VOY-Crew eben weil dort auch ein Nachkomme der Native Americans an Bord ist und weil die Voyager im Deltaquadranten unterwegs ist und man damit viel freier agieren kann, was Schauplätze und mögliche Feinde angeht.

Auf die Idee, in der Kurzbeschreibung darauf hinzuweisen, dass es sich um ein KM/ST Crossover handelt, sind wir in der Tat nicht gekommen. Auf der anderen Seite: Dich hätte es wohl angelockt, andere hätten die Geschichte dann wohl gar nicht erst angeklickt ;-)!

Über das Lob, dass der Star Trek Teil so gut geschrieben ist, haben wir uns sehr gefreut. Es ist nicht ganz einfach auf einmal schriftstellerisch in den Weltraum zu gehen, wenn man sich in den letzten Jahren ausschließlich im Wilden Westen aufgehalten hat. ;-)

Wir fanden es ganz wichtig, die Voyager in diesem Zustand, in dem sie sich nun einmal jetzt befindet zu zeigen, denn wie Du ganz richtig schreibst: Meist kommen die Raumschiffe in den Serien völlig unbeschadet aus galaktischen Schlachten heraus. Das ist doch wohl ziemlich unwahrscheinlich und das ist bei uns anders.

Die Parallelen zwischen KM und ST sind in der Tat auffällig, wenn man sich einmal mit beiden Materien auseinandersetzt. Wir finden, dass es überfällig war, dies einmal in einer solchen Geschichte aufzuzeigen! ;-)

Deine Begeisterung ist wirklich ansteckend!!!! Danke dafür!!!

Das Glossar war ganz offensichtlich eine sehr gute Idee.

Feuer machen kann W sicherlich ohne K Haare, aber ich bin mir sicher, dass auch W es nicht schafft Tom Flügel zu verleihen – Immer noch der falsche Stamm : - )))))

Wir grüßen herzlich zurück ins Q Kontinuum. Q auftauchen zu lassen war in der Tat mal eine Idee, aber das Kontinuum in einer Fußnote denjenigen zu erläutern, die davon noch nie etwas gehört haben, war dann doch eine zu große Herausforderung ;-)!

So freuen wir uns LadyQ an Bord zu haben.

Herzlichen Dank für diesen großartigen Kommentar, der uns gezeigt hat, dass wir mit dieser Geschichte auf dem richtigen Weg sind!

Liebe Grüße

Adrimeny
FadedParrot (anonymer Benutzer)
06.03.2019 | 00:42 Uhr
Hallo schön dass es weitergeht und vielen Dank für die Fussnoten, die habe ich zuerst gelesen, aufgrund meiner nicht zu beherrschenden Neugier, zuerst immer das Ende eines Kapitels zu lesen, um zu wissen, wie es ausgeht. Also ohne die Fussnoten wäre ich ziemlich lost in space. Also C ist jetzt verschwunden, er wird sich wohl bald mit den Sioux herumschlagen müssen, nehme ich an. Ob ihm da seine ganze Technik was nützt? Hoffentlich kann er OS helfen!

Antwort von Adrimeny am 07.03.2019 | 15:56 Uhr
Hallo FadedParrot,

willkommen bei unserer Geschichte.

Die Fußnoten waren offenbar wirklich eine gute Idee. Sie machen zwar viel Arbeit, das sie aber offenbar helfen und hier so gut angenommen werden, wird es sie auch weiterhin geben. Am Ende unserer Geschichte sind dann alle Leser Experten im Star Trek Universum ;-)!

Wie C sich schlagen wird und ob er OS helfen kann, das werden wir hier an dieser Stelle natürlich nicht verraten!

Schön, dass Du dabei bist!

Viele Grüße

Adrimeny
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