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Autor: Adrimeny
Reviews 51 bis 75 (von 122 insgesamt):
23.07.2019 | 17:08 Uhr
Liebe Danny, liebe Marieschi,

erwartungsgemäß spielt dieses Kapitel wieder im Wilden Westen und das ungleiche Trio muss sich von den Folgen des Blickes in die Zukunft erholen.

OS ist dabei der schnellste und natürlich übernimmt er die Führung. Das ist auch die logische Konsequenz, da er von allen noch am besten mit der Situation umgehen kann. Zumindest in der Praxis. Natürlich kann er sich nicht vorstellen, was es tatsächlich bedeutet, dass W in der Zukunft ist, was ihr sehr schön durch seine Annahme darstellt, sein Blutsbruder sei tausende, wenn nicht sogar hunderttausende Meilen entfernt. Doch in der Gegenwart kennt er sich aus und weist erstmal den Weg.

Der Medizinmann kann noch am wenigsten wirklich verstehen, was hier vor sich geht. Aber er ist zu Hause in der Welt der Mystik und der Geister und so kann ihn das bisherige Geschehen nicht erschüttern.

Der arme C weiß zwar, was geschehen ist, aber all sein Wissen nützt ihm im Moment herzlich wenig. Darüber hinaus trauert er ebenso wie OS um seine eigene Seelenverwandte. Ich finde, ihn hat es im Augenblick am schlimmsten getroffen. Er kann nur abwarten, was weiter geschieht, seine Rolle ist eine passive, was er als ehemaliger Kämpfer der Maquis und jetziger Commander sicher richtig doof findet.

Ich finde es total faszinierend, wie ihr jedem eurer Protagonisten sein eigenes Päckchen aufbürdet.

Besonders gefällt mir die Tatsache, dass OS, bedingt durch seinen Traum, insgeheim zugegeben muss, dass es zwischen Himmel und Erde mehr gibt, als ihm sein Glaube lehrt. Auch wenn er sich damit bisher nicht damit beschäftigt hat.
W hatte OS am Anfang ihrer Freundschaft gebeten, nicht über seinen Glauben mit ihm zu sprechen. Ein bisschen kommt mir das jetzt wie ein "wie du mir, so ich dir" vor, dass OS sich nicht auf die faszinierende Mystik der Indianer eingelassen hat.

Eigentlich hatte ich gedacht, mir würde nichts, was noch nicht gesagt wurde, zu diesem neuen Kapitel einfallen, aber jetzt ist es doch ein für mich sehr langes Review geworden.
Ihr schafft es immer wieder, neue Aspekte ins Spiel zu bringen und zum Nachdenken anzuregen.

Vielen Dank für dieses Kapitel und bis zum nächsten Mal.

Liebe Grüße
Arvara

Antwort von Adrimeny am 09.08.2019 | 14:18 Uhr
Hallo Arvara,
es gibt immer Menschen, die zum Anführer geboren sind, und OS gehört zweifelsohne dazu. Er ist klug und anpassungsfähig und gewohnt schnelle Entscheidungen zu treffen. Natürlich übertrifft die Situation, in der er sich gerade befindet, alle seine Vorstellungen (wer von uns kann sich schon vorstellen, was in 5 Jahrhunderten schon so auf der Erde los ist???). Aber allein der Gedanke, W sei hunderttausende von Km weit von ihm entfernt, versetzt ihn in Trauer und führt ihn schließlich zu der Erkenntnis, dass es zwischen Himmel und Erde Dinge gibt, die man nicht unbedingt sieht und die man auch nicht verstehen kann/muss.
Jedenfalls nicht als aufgeklärter Europäer. TU kann das sicher schon viel eher, wenn auch nicht begreifen, so doch verstehen.

OS jedenfalls hat sich ja nie die Mühe gemacht, tiefer in die Gedanken - und Glaubenswelt Ws einzudringen. Man ist beinahe versucht zu sagen: "Siehste, das haste nun davon!"

Was nun C betrifft, so ist er hier auf der Erde wirklich eine arme Socke und zum Abwarten verurteilt.

Vielen Dank für Deinen Kommentar und viele Grüße

Adrimeny
23.07.2019 | 16:59 Uhr
Huhu,

der Schimmel wird immer seltsamer. Das ist hier ja ein Crossover, insofern scheint mir die Frage nicht mehr ganz so abwegig, wie sie klingt: Ist das überhaupt ein Pferd? Immerhin mögen I und H, die glücklicherweise (wie auch immer) überlebt haben, dieses fremde Wesen, das deute ich mal als gutes Zeichen. Vielleicht hat der Schimmel auch etwas mit ihrer Rettung zu tun?

Was mich sehr amüsiert hat, ist der Umstand, dass OS all diese ungeheuerlichen Informationen (äußerlich) mehr oder weniger gefasst zur Kenntnis nimmt, aber eine Frau als Captain lässt ihm die Kinnlade runterklappen? *lol* Man sollte meinen, bei seinen Reisen hat er schon mal Frauen als Anführerinnen gesehen, es gab ja auch bei den Natives ein paar.

Cs halbe Liebeserklärung an J bringt ihm von mir ein Augenrollen ein, aber er macht es wieder gut, weil er nichts mit den Gewehren anfangen kann. Das ist, als wenn man nem heutigen Jäger ne Steinschleuder in die Hand drücken würde.

Mit vielem hätte ich gerechnet, mit Tatellah Satah nicht. Was könnte er wissen oder können, das hilft? Kann er irgendwie die Raumzeit beeinflussen oder die Iraluaner kontaktieren oder ... ? Und wie kommt W überhaupt darauf, dass TS helfen könnte? Und wieso klammert J sich an W? Ist der Boden blutrot von Blut, ist sie gar verletzt?

Gespannte Grüße
RE

Antwort von Adrimeny am 09.08.2019 | 14:34 Uhr
Hallo Regenengel,
dann eile ich mal zur Unterstützung Dannys herbei und beantworte auch hier ein paar Reviews (so lange mein Sohn es zulässt).
Du stellst Dir die Frage, ob das weiße Pferd wirklich ein Pferd ist und wir können diese Frage mit einem ganz eindeutigen JA beantworten. Irgendwie wollten wir hier keine neue Gattung, von was auch immer, erfinden.
Os nimmt das alles ehr gefasst auf, obwohl ja Vieles ungeheuerlich ist und ihm auch unfassbar vorkommen muss. Vielleicht ist es auch alles etwas viel auf einmal, was da auf ihn einstürmt. Eine Frau, die das Sagen hat, über die kann er sich da am ehesten völlig unbefangen wundern.

Ob C nun eine halbe Liebeserklärung an J abgibt, ob es einfach die Sehnsucht ist, wieder mit ihr zu reden, mit einem Menschen zu reden, der seiner eigenen Epoche angehört.

Dass C mit dem Bärentöter nichts beginnen kann, na ja, das ist logisch. Der Vergleich mit der Steinschleuder ist daher ziemlich passend.
Wie es nun weitergeht mit W und J werden wir wahrscheinlich in der nächsten Woche erfahren.

Dankeschön und viele Grüße
Adrimeny
23.07.2019 | 16:24 Uhr
Oookay, jetzt wird es richtig interessant: Wir erfahren, wer für den Zustand der Voyager und auch für den aktuellen Beschuss und damit bestimmt auch für das Feuer bei OS verantwortlich ist. Iraluaner. Wer auch immer das ist. Das wirft neue Fragen auf:

Wollen die wirklich nur ihr Gebiet verteidigen? Wenn ja: Was hält sie davon ab, die Voyager zu vernichten? Wenn sie es aus moralischen Gründen nicht wollen, macht es ja keinen Sinn, dass sie nicht schon viel früher mal Kontakt aufgenommen haben. Warum räumen sie der Crew eine Frist ein? Warum bemessen sie die Frist zu kurz? Ist das ein Versehen, können sie die Voyager beispielsweise nicht genau genug scannen oder können sie nicht einschätzen, wie lange die Crew brauchen wird, um das Schiff wieder flott zu machen? Oder wollen sie eben doch irgendetwas anderes und wollen Druck aufbauen? Warum verbergen sie ihr Aussehen? (Nicht dass das nicht auch typisch Star Trek wäre, hihi.)

Und dann :"Sie haben etwas, das uns gehört".

Die haben die Voyager doch schon beschossen, bevor sie auf dem Planeten gelandet ist. Das lässt mich eher glauben, dass sie sie wirklich zerstören wollten. Beim ersten Mal ist sie aber entkommen. Und jetzt konnten sie sie nicht mehr zerstören, weil sie dann das, was sie haben wollen, mit zerstören würden. Aber: W? Haben die W absichtlich auf diesen Planeten und in diese Zeit geholt?? Warum???

Ihr seht, ich bleibe gespannt. :) - Und ich freue mich darauf, dass W und J jetzt hoffentlich endlich zusammenarbeiten müssen/werden! *schwenkt heimlich ein J-Fähnchen*

Über Ws Sicht auf all die moderne Technik finde ich nach wie vor sehr erheiternd. Das funktioniert für die Geschichte auch gut als eine Art Comic Relief.

Liebe Grüße
RE

Antwort von Adrimeny am 30.07.2019 | 15:41 Uhr
Hello again!

Die Iraluaner sind von uns frei erfunden und haben ihren Namen eher dem Zufall - nämlich einem Tippfehler zu verdanken ;-)!

Ansonsten verhalten sie sich zunächst einmal Star Trek typisch unfreundlich, scheinbar unlogisch und auch nervtötend. Das gehört ja irgendwie dazu ;-)! Einen Teil Deiner Fragen beantwortest Du schon selbst. Die anderen Fragen werden sich noch im Verlauf der Geschichte klären. Dazu können wir hier verständlicherweise nichts sagen, ohne gleich total herumzuspoilern.

W und J müssen jetzt zusammenarbeiten, soviel sei versprochen und wir hoffen, dass Dir auch das gefällt.

Es macht riesig viel Spaß W mit all den "Errungenschaften" der modernen Technik zu konfrontieren. Da haben wir noch einiges im Köcher ;-)!

Und auch hier wieder: Vielen Dank für Deine Zeilen!

Liebe Grüße

Marieschi und Danny
23.07.2019 | 16:02 Uhr
Moin zusammen,

und erst mal: Das mit dem glutroten Nebel war geschickt. Die Assoziation zum Wüstenplanet war direkt da, noch vor OS' Vision. So belohnt man seine aufmerksame Leser*innenschaft. Danke. :) Gleichzeitig wirft es Fragen auf: Wie kann OS das sehen? Liegt es "nur" an seiner Verbindung zu W und dem Ort, der Verbindung durch diese Höhle? Oder gibt es da noch eine weitere Komponente, eine von außen einwirkende Kraft z.B.?

"Jedenfalls schien das Ding den Sioux einen gehörigen Respekt einzujagen, denn sie warfen immer wieder scheue Blicke darauf." - Was ich zuerst dachte: Ha, aber OS natürlich nicht, der ist ja ein aufgeklärter Mensch, der solchen Hokuspokus als technische Spielerei erkennt. Später dann musste ich Abbitte leisten: Jules Vernes? Nicht schlecht, Mister Shatterhand. Überhaupt hat er das alles erstaunlich gefasst aufgenommen. Aber angesichts von Ws plötzlichem Verschwinden ... Das ist es ja, was für ihn das Aufwühlendste ist und eben auch bleibt und darin steckt ja bereits etwas absolut Unfassbares. Außerdem ist Jules Vernes eben auch Fiktion, so kommt OS das wahrscheinlich auch vor, was er hier erlebt. Hat er überhaupt schon begriffen, dass das real ist? Viel Zeit, über alles nachzudenken, war ihm ja nicht vergönnt.

Aber bevor es zu dem mit Spannung erwarteten Gespräch kommt, bricht die Hölle los. Gleichzeitig wie bei W - Zufall? Wohl kaum! Erste Vermutung: Die Voyager ist verfolgt worden, z.B. vom wem auch immer sie ihre Beschädigung davongetragen hat, und diese Zeitanomalie hat einen Teil des Schadens in die Vergangenheit durchgelassen. Schlimm wäre jetzt, wenn das Durchgangstor dabei zerstört worden wäre ...

Die Szene mit dem weißen Hengst ist ... seltsam. Hätte Tahca Ushte nicht auf stolpern oder von einem Felsen getroffen werden können? Aber ich freue mich, dass er noch lebt, und bin gespannt, welche Rolle er noch spielen wird.

Erst dachte ich ja, das Cs "Zauberkraft" das Problem mit den feindlichen Sioux lösen würde, aber jetzt ist ja eher die Frage, ob überhaupt noch jemand lebt. Und wenn, dürfte es jetzt andere Prioritäten geben, als OS zu Tode zu martern, zumal sie das Inferno bestimmt auch den auf wundersame Weise überlebenden OS und C zuschreiben werden. Immerhin dieses Problem wäre damit aus der Welt, aber dafür gibt es jetzt einen ganzen Schwall neuer, viel umfangreicherer Probleme.

Deswegen: schnell weiterlesen. ;)
LG
RE

Antwort von Adrimeny am 09.08.2019 | 13:40 Uhr
Hallo Regenengel,

zunächst einmal müssen wir uns dafür entschuldigen, dass die Beantwortung der Reviews hier im Moment so lange dauert. Aber irgendwie ist gerade der Wurm drin. Daher gibt es für dieses Review nun auch eine Antwort von mir (Danny) und nicht von marieschi, wie es eigentlich der Fall wäre, da sie das Kapitel geschrieben hat. Aber irgendwie müssen wir hier mal wieder Land sehen und daher ein wenig improvisieren. Ich hoffe Du siehst uns das nach!

Die Verbindung zwischen W und OS ist zweifelsohne sehr stark und wird auch im weiteren Verlauf noch eine Rolle spielen. Die mysteriöse Höhle verstärkt diese Verbindung noch, ob es noch weitere Komponenten gibt, wird nicht verraten ;-)!

OS hat im Moment gar keine andere Chance, als erst einmal alles hinzunehmen und sich einfach darum zu kümmern, dass er und OS und dann ja auch Tahca Ushte am Leben bleiben. Er hatte in der Tat noch gar nicht so richtig die Gelegenheit über alles nachzudenken und das Geschehen einzuordnen. Und weil die Autorin ja gemein ist, kommt es immer dann zur Katastrophe, wenn sich gerade mal ein klärendes Gespräch anbahnt ;-)!

OS und C werden wohl noch eine ganze Weile mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen haben, da könnten die Sioux noch eher harmlos sein ;-)!

Es freut uns sehr, dass wir Dich mit dieser Geschichte so einfangen konnten!

Lieben Dank und viele Grüße

Danny und marieschi
23.07.2019 | 15:18 Uhr
Und weiter geht's!

"Offenbar wurden gar einige Bücher über ihn und seine Taten geschrieben." - !!! Mays Romane haben die Jahrhunderte überdauert! <3 <3 <3

Wie schade, dass J und W offenbar ohne uns aufeinandergetroffen sind! :(

"Er, der sich noch nie verlaufen hatte und immer wusste wo er war, war musste mit einem Mal davon ausgehen, dass er vielleicht nur im Kreis gelaufen war." - Tolle Szene, sie zeigt eindrucksvoll, WIE fremd das dort alles ist. Später schafft er es aber eben doch sich zu orientieren, ein Luftzug würde ihm ja z.B. auch in einer Höhle den richtigen Weg weisen, sodass sich das für mich sehr stimmig anfühlt.

"Die Fremden schienen nicht allzu erfahren mit diesen einfachen Gepflogenheiten und Täuschungen zu sein, die zum Überleben wichtig waren." - Ich musste so lachen! Diese Fremden sollten W aufgrund ihrer Technologie eigentlich haushoch überlegen sein. Gut, das weiß W noch nicht, aber wir wissen es. Aber, wie es ja auch schon zuvor angedeutet wurde, abseits dieser Technologien, auf anderem Gebiet ist W ihnen natürlich meilenweit voraus.

"Warum diese seltsamen Leute das ankündigten, anstatt einfach nach ihm zu suchen war ihm genau so ein Rätsel, wie die sprechenden Wände." - Und noch ein Lacher für euch! Natürlich muss W das alles seltsam erscheinen. Das macht großen Spaß zu lesen!

Am Ende scheinen mir ein paar Wörter zu fehlen? --> "Doch war er überhaupt."
Und hier sind die Wörter durcheinandergeraten: "warum am auf einmal Himmel zwei Sonnen wohnten"

Zu diesen zwei Sonnen: Das werden doch wohl die aus dem Prolog sein, nicht? Ich hatte diese Vermutung schon beim Anflug auf den Planeten, wegen Wüste und so, aber da war doch die Rede von zwei Monden, nicht aber zwei Sternen/Sonnen, oder? Deswegen dachte ich dann, das sei doch ein anderer Plant. Oder hält W hier einen Mond für eine Sonne? Ich bin irritiert.

Und was ich mich auch frage, also so ganz generell: Welche Vorstellung hat W denn wohl von der Welt? Also von Planeten, die um eine Sonne kreisen, von Monden, die um einen Planeten kreisen, von Sonnensystemen und Galaxien? Ich weiß ohne nachzuschauen nicht mal, welche Vorstellung OS davon haben könnte. Und was Klekih-petra W wohl in diesem Bereich gelehrt haben mag? Das wird ja bestimmt alles noch zur Sprache kommen ...

Weiterlesende Grüße
RE

Antwort von Adrimeny am 30.07.2019 | 11:04 Uhr
Du warst ja echt fleißig :-)!

Zumindest haben Fragmente von KMs Werk die Jahrhunderte überdauert. W taucht noch immer in den Datenbanken der Sternenflotte auf und die Crew der Voyager kann sich ein ungefähres Bild von ihm machen.

Das erste Aufeinandertreffen von J und W haben wir zwar verpasst, aber das war eher flüchtig und unspektakulär. Wie Du inzwischen weißt, kommt da noch das "richtige" Aufeinandertreffen.

Wir freuen uns sehr, dass hier die komischen Elemente der Story so gut ankommen. Es macht sehr viel Spaß das zu schreiben und diese Szenen und Sätze ergeben sich einfach aus der nun einmal seltsamen Konstellation heraus, dass hier Personen schlicht in die falsche Zeit gesetzt wurden. Da gab es ja bei Star Trek auch schon oft sehr komische Elemente. Denke nur mal an Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart. Der ist stellenweise wirklich richtig lustig!

Zu Deinen textlichen Anmerkungen: Danke für den Hinweis. Wir schauen noch einmal rein. Jetzt lesen schon vier Augen drüber und trotzdem schummelt sich manchmal noch der Fehlerteufel hinein.

Lieben Dank für Deinen Kommentar!

Liebe Grüße

Marieschi und Danny
23.07.2019 | 15:03 Uhr
Liebe Danny, liebe Marieschi!

Dies ist ein verwirrendes Kapitel. In seiner Mitte dachte ich, ich hätte einiges verstanden, nur um am Ende ratlos vor den Trümmern meiner Überlegungen zu stehen ;-)

Spekulationen gab es viele, was es mit diesem seltsamen weißen Pferd auf sich haben könnte – und nun schien die Lösung so genial einfach. OSs Traum legt nahe, dass der auffällige Hengst zu TS gehört... und von da aus waren es nur wenige Schritte zu einem Szenario, in das alles, was so komisch anmutete, hineinzupassen schien. Plötzlich verkörperte dieses Pferd eine Einladung, einen Ruf, den unser W nur verstärkt hat, als er Scharlih zum alten Medizinmann schickte.

Ich habe mich sofort gefragt, ob wohl auch TS Visionen hatte, ob er womöglich eine Verbindung zu W herstellen kann, ob die beiden unter Umständen sogar auf irgendeine Art kommuniziert haben und so weiter... Bis, ja bis eben dieser TS irgendwo in der Wildnis von OS aufgelesen wird und durch sein Verhalten nahelegt, dass sein Erscheinen allein mit Ws vermeintlichem Tod zusammenhängt.

Da stürzt es ein, dass schöne zorbische Kartenhaus ;-)

Denn W ist nicht tot, er ist „anderswo“. Ich finde diesen Begriff an dieser Stelle ganz faszinierend, weil er auf eine weitere Art mit eurer verschwommenen Raum- und Zeitebene spielt. „Anderswo“ ist nichts als ein neues Synonym für das Unbegreifliche – und birgt somit wunderbares Potential als Titel, was ihr ja auch erkannt habt.

Der Bruch, der durch Vergangenheit versus Zukunft entsteht, trennt eure Personen unweigerlich in Gruppen, und in diesem Kapitel gelingt es euch wieder einmal wunderbar, die „modernen“ Menschen von denen aus dem 19. Jahrhundert abzuheben. Schon gleich zu Beginn demonstriert dies eurer OS, der nämlich für seine so unterschiedlichen Begleiter automatisch eine eigene Sprache findet: „Chakotay, wachen Sie auf! Komm schon, Tahca Ushte, mach die Augen auf!“ Diese kleine Sequenz ist ein perfektes Beispiel für das Jonglieren, das ihr hier ununterbrochen betreiben müsst ;-)

Es fällt ebenfalls auf, dass die Gruppe auf der Erde anders mit dem Fremden umgeht als die Wüstenplaneten-Kandidaten. Obwohl OS und seinen Begleitern das Eine oder Andere suspekt sein dürfte, haben sie zu so einer Art Kameraderie gefunden. TU nennt C Zaubermann ;-)

OS sieht sich hier als Anführer, vielleicht nicht unbedingt zu Unrecht. TU bekleidet zwar unter Seinesgleichen auch eine höhere Position, deren Fokus liegt allerdings nicht auf dem Kriegerischen. C kennt die Luft an der Spitze, ist jedoch völlig aus seinem Element. Pferde, altertümliche Schießeisen? Damit tut er sich schwer. Ich denke, bis jetzt gibt W im direkten Vergleich die bessere Figur ab, fürchte jedoch, dass auch der Apache noch an die eine oder andere Grenze stoßen könnte...

Unsere Erde-Gruppe verlässt den Unglücksort. So ein bisschen habe ich mich gewundert, warum sie lange sinnieren, anstatt Ws Bitte einfach nachzukommen – und wenn auch nur in Ermangelung von Alternativen. Aber ja, es stimmt natürlich: Sobald sie fortziehen, entschwindet auch der Zugriff auf das Portal und damit die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme ins All.

OS gerät darüber in eine depressive Stimmung. Wer will es ihm verdenken? Die Schönheit der Natur tut ein Übriges und erhöht den Weltschmerz des zurückgebliebenen Bruders... die Kälte, die er spürt, dürfte nicht nur rein äußerlicher Natur sein... Fast möchte man ihm zurufen: Das wird schon! Unsere Autorinnen mögen Euch ;-)!!

Es gäbe noch einiges zu beleuchten, was ihr geschickt anreißt, aber doch nicht auserzählt. Gibt es so etwas wie eine unerfüllte Liebe zwischen C und J? Wird OS eines schönen Tages nach den Informationen der Zukunft fragen? Kann man wirklich so halb schuld am Tod zweier Menschen sein? In Anbetracht der Tatsache, dass ich noch ein bisschen durchhalten muss, ehe ich hoffentlich gesundheitlich kuriert werde, überlasse ich dahingehende Spekulationen den Kommentatoren, die noch folgen werden.

Ich will dieses Review jedoch nicht beschließen, ohne drei Sätze zu zitieren, die allesamt einen Höhepunkt darstellen.

Der Lustigste? „Wer ist dieser Tatius Satellus, oder wie war sein Name?“ Da ist er wieder, der Moment für den Lachanfall. Wo nehmt ihr das her?!

Der Interessanteste? „Winnetou lebt? Aber.... aber das ist unmöglich“ Hier ziehe ich spontan die Augenbrauen hoch, denn „unmöglich“ ist ein großes Wort. Wie kommt TS darauf? Was hat er gesehen, das ihn so empfinden lässt?

Der Nachdenklichste? „Nur die Liebe eines anderen Menschen vermag Zeiten und Welten zu überwinden.“ Das ist schon beinahe Philosophie und gäbe eine prima Essenz für die gesamte Geschichte ab ;-)

Ihr Lieben, das hier ist unverständlich, zauberhaft, spannend, lustig, einzigartig... die Liste ließe sich beliebig fortführen. Was will das Leserherz mehr?

Ich freue mich auf das, was da noch kommen mag!

Liebe Grüße

Zorbi

Antwort von Adrimeny am 08.08.2019 | 15:34 Uhr
Liebe Zorbi!

Eigentlich haben marieschi und ich uns ja so aufgeteilt, dass jede von uns auf die Reviews antwortet, die sich auch auf ihre Kapitel beziehen. Nun ist marieschi hier aber ziemlich unter Wasser und da haben wir beschlossen, dass ich ein wenig unterstütze. Von daher musst Du heute mit einer - etwas improvisierten - Antwort von mir Vorlieb nehmen. Wir hoffen da einfach mal auf Dein Verständnis! ;-)

Du findest das Kapitel verwirrend? Gut - denn dann haben wir ja alles richtig gemacht ;-)! Wäre doch blöd, wenn immer alles vorhersehbar wäre.

Wenn man den Ort - die Zeit, wo W sich jetzt befindet in einem Wort zusammenfassen sollte, dann kommt man auf "anderswo". Alles andere bräuchte viele Worte und würden es doch nicht wirklich treffen. Wir haben uns sehr gefreut, dass Du den Kapiteltitel genauso treffend findest, wie wir!

Das Jonglieren mit unterschiedlichen Sprachen und Ausdrücken, die die fünf Jahrhunderte nun einmal mit sich bringen macht außerordentlich viel Spaß ist aber durchaus auch eine Herausforderung. OS meistert das hier natürlich bravourös ;-)!

Ich glaube, dass es der Gruppe auf der Erde einfach leichter fällt zueinander zu finden. TU ist Indianer und lebt in einer Zeit, in der leider ohnehin ständig neue Fremde in seine Heimat einfallen. Nun kommt also einer aus der Zukunft - na und ? ;-)! Zudem ist er als Medizinmann wohl ohnehin aufgeschlossener für irgendwelche unerklärlichen Phänomene und erkennt in C jemanden, der außergewöhnliche Fähigkeiten hat. OS macht, was er am besten kann: Lage überblicken und handeln. C - das erkennst Du sehr gut - ist hier so gar nicht in seinem Element. Zwar ist er als Commander durchaus befehlsgewohnt, kann sich aber auch zurücknehmen, wenn er erkennt, dass da jemand mit besseren Fähigkeiten, in diesem Fall OS, ist.

Ws Vision und die damit verbundene Aufforderung TS aufzusuchen mutet ja schon ein wenig seltsam an. Sie sollen den Ort verlassen, an dem W verschwunden ist und der die einzige Möglichkeit geboten hat, kurz Kontakt zu ihm aufzunehmen. Daher zögern sie zu gehen, was ja durchaus verständlich ist.

Gibt es eine unerfüllte Liebe zwischen C und J? Das ist eine im Star Trek Universum viel diskutierte Frage und alleine um diese Beziehung drehen sich weltweit wohl tausende von Fanfiktion-Geschichten. Tatsächlich war meine erste Fanfiktion eine J/C-Geschichte. ;-) Als die Serie noch aktuell war, gab es zig Internetseiten, die sich nur darum drehten. ABER: In der Serie selbst wird immer nur angedeutet, dass da mehr sein könnte. Es gibt ein paar Folgen, in denen man als Zuschauer glaubte, dass es jetzt bald soweit ist und dann wurden wieder zwei Schritte zurück gemacht. Irgendetwas knistert zwischen den beiden, aber die Kommandostruktur steht zwischen ihnen - zumindest in der Serie. C nimmt sich am Ende eine Andere, aber das ist noch eine ganz andere Geschichte....

Werden OS und auch W nach der Zukunft fragen und wie wird die Antwort dann ausfallen und was macht das mit den beiden? Das werden wir hier natürlich nicht beantworten, aber ganz sicher können wir das nicht außer Acht lassen. Es wäre ja schon seltsam, wenn sie nicht danach fragen würden...

Keine Ahnung, wo wir die lustigen Elemente hernehmen. Vermutlich ist es bei beiden von uns die Nähe zum Rheinland. Da leben lustige Menschen ;-))! Schön aber, dass das hier so gut ankommt. Da waren wir uns nicht so sicher!

"Ihr Lieben, das hier ist unverständlich, zauberhaft, spannend, lustig, einzigartig... die Liste ließe sich beliebig fortführen. Was will das Leserherz mehr?" - ist ein großartiges Kompliment, das uns sehr glücklich gemacht hat!

Wir wünschen Dir für alles was da kommt , alles erdenklich Gute!

Lieben Dank für das grandiose Review. Wir haben uns sehr gefreut!

Liebe Grüße

Adrimeny
23.07.2019 | 14:36 Uhr
Hey,

vielleicht schreibe ich am Ende doch zu jedem Kapitel ab jetzt was. War zwar gar nicht geplant, wollte ja nur mal reinlesen hier, aber was soll's. ;)

Zu eurer Wahl, wen ihr in die Vergangenheit bzw. in die Zukunft schickt, kann ich euch nur beglückwünschen! (Ich lese die anderen Reviews und eure Antworten darauf zwar nicht so intensiv wie bei Geschichten, die ich tagesaktuell verfolge, aber nebenbei zumindest mal quer, weil ich es so spannend finde, wie Star-Trek-Kenner*innen und -Nichtkenner*innen die Geschichte lesen und ihr in euren Antworten ja auch die ein oder andere interessante Information fallen lasst.) Auch ich denke, dass ihr so das Konfliktpotential maximiert habt, und die Kombinationen W/J und OS/C die interessanteren sind. Auch die Aufteilung ist ein gelungener Schachzug, der das Feld weit macht, wobei ich natürlich hoffe, dass OS und W auch noch zusammen agieren können.

Die Erklärung rund um OS‘ Narbe ist ja … W, der OS töten will und ihm GENAU DAMIT Jahre später das Leben rettet. Hallo Schicksal, ich hör dich! Gefällt mir!

Erm, und nun muss ich doch tatsächlich zugeben, dass mir in diesem Kapitel auch was bei C gefällt, nämlich dass er einräumt, dass ihm das im Grunde Spaß macht bzw. machen würde, wenn es nicht so ernst wäre. Mal sehen, wie er sich weiterhin so schlägt! – Und dass er jetzt derjenige in der anderen Zeit ist, erfüllt mich ganz vielleicht auch ein ganz kleines bisschen mit Schadenfreude, hihi. Soll er mal zeigen, was er so draufhat. Ich bin sicher, W wird gut vorlegen und auf dessen Begegnung mit J freu ich mich schon. XD

Liebe Grüße!
Regenengel

Antwort von Adrimeny am 06.08.2019 | 20:09 Uhr
Hallo Regenengel,
Im Leben geht leider nicht immer alles geradeaus und das Schicksal hat mich gerade mal kurz ausser Gefecht gesetzt.
Aber nun will ich meinen Part gerne erfüllen.

Zu irgendwas musste diese Narbe ja nun nutze sein, die W OS vor Jahren zugefügt hatte. Und irgendwie ist es ja nicht sehr realistisch, dass eine so schwere Verletzung an einer so sensiblen Stelle niemals mehr bemerkt wird.

Nun ist OS die lästige Narbe los. Das hat Ch doch gut gemacht, oder?

Ch ist eine Figur, die Dir im Original nicht so gefällt. Nun, er wird in dieser Geschichte einiges gutmachen können, wenn er es geschickt beginnt.

Und bei uns hat er jedenfalls ein gewisses Maß an Humor, das können wir Dir versprechen.

Wir sagen danke für Deine vielen Rückmeldungen und werden nach und nach alle beantworten.

Viele Grüße
Adrimeny
23.07.2019 | 14:18 Uhr
Ich muss mich gleich zu diesem Kapitel noch mal zu Wort melden und will auch mal genauer auf den eigentlichen Inhalt eurer Geschichte eingehen. Ähem.

Was ich ganz große Klasse finde, sind die ganzen Überlegungen, was man denn nun bloß mit dem ohnmächtigen Fremden anfängt. Das ist so typisch Star Trek: Wir haben unsere Direktiven, an die wir uns halten müssen, aber das Geschehen lässt das nicht zu, ohne gegen moralische Grundüberzeugungen zu verstoßen. Hier ist die Zeitlinie in Gefahr, dagegen steht das Wohl eines Einzelnen. Rein quantitativ wäre die Entscheidung klar, utilitaristisch wäre der Konflikt leicht zu entscheiden, die Regeln sind auch eindeutig. Selbst ohne die besondere Situation der Voyager, die gänzlich von der Sternenflotte abgeschnitten ist, wäre die Situation aber eben nur auf diese Weise betrachtet eindeutig. Auf einer emotionaleren Ebene, einer mitleidsethischen Ebene vielleicht, ist sie es nicht. Wieder muss die Crew eine Entscheidung treffen, von der sie weiß, dass sie zu Problemen führen wird: erst die Landung, dann die Untersuchung dieses gefährlichen Gebiets und jetzt eben die Rettung dieses merkwürdigen Menschen aus der Vergangenheit.

Ziemlich witzig fand ich die Stelle, das war aber schon in einem früheren Kapitel, wo J klar wird, dass sie es mit dieser Zeitanomalie zu tun bekommen wird. Da erinnert man sich als Serien-Gucker*in an diverse Folgen, in denen es "zeitlichen Ärger" gab. Jedes Mal, wenn in einer Folge mit der Zeit gespielt wird, hatte ich die gleiche Reaktion wie J hier! Ich krieg davon auch Kopfschmerzen, es verwirrt mich, aber es fasziniert mich auch.

Inwiefern W der Voyager-Crew hilfreich sein könnte, deutet sich nun auch an: Er braucht keine Geräte, die ihm sagen, was er tun sollte. Er braucht auch keine Energie, um zu funktionieren, also zumindest keine auf Grundlage seltener, schwer abbaubarer Stoffe. Er verfügt über ... ursprünglicheres Wissen und v.a. über Erfahrungen damit, die über Expeditionen im Holo-Deck hinausgehen.

Auch ich mag, wie ihr die Wirkung von W auf C beschreibt, in bewusstlosem wie dann auch in wachem Zustand! Wie W gewisse Parallelen entdeckt, ein Roter und ein Weißer sind befreundet, und daraus dann irgendwie Vertrauen schöpfen kann, ist auch nachvollziehbar.

Viele Grüße!
Regenengel

Antwort von Adrimeny am 29.07.2019 | 15:46 Uhr
Hallo Regenengel!

Dieses Dilemma zwischen den strikten Vorschriften und Direktiven der Sternenflotte und menschlichem Handeln ist durch alle Star Trek Serien und Filme immer wieder zu finden und durfte daher auch in unserer Geschichte nicht fehlen.

Temporale Anomalien verursachen Kopfschmerzen. Das kann man von Janeway lernen und das musste daher hier auch hinein. Die Folgen der Serien, in denen es irgendwie um die Zeitlinie und deren Störung geht, sind doch immer noch mit die Besten. Das ist so herrlich verwirrend und man kann sich mit seiner Phantasie so richtig austoben.

Es war und ist uns wichtig, dass W auch in der für ihn fremden und verwirrenden Zukunft er selbst bleibt. Er hat auch dort noch eine starke Wirkung auf andere, er entscheidet und ist ganz der Anführer, so wie wir ihn kennen. Er sucht sich zunächst C als Vertrauten aus, doch die bösen Autorinnen haben den ja gleich wieder aus dem Spiel genommen und in die Vergangenheit geschickt ;-)! Also wird W mit J zusammenarbeiten müssen. Wie das funktioniert werden die nächsten Kapitel zeigen.

Lieben Dank für Deine Zeilen!

Liebe Grüße

Marieschi und Danny
23.07.2019 | 13:49 Uhr
Hallo ihr zwei,

nun schleiche ich schon eine ganze Weile um diese Geschichte herum und bin unschlüssig, ob ich sie lesen sollte oder nicht. Dagegen spricht, dass ich in der Regel weder AUs noch Crossovers mag und mich nicht mal eine "Slash"-Kennzeichnung hätte verführen konnte. Dafür spricht, dass ich beide Fandoms kenne und vor einigen Jahren hier selbst mal in einem Rev an MH geschrieben habe, dass Winnetou im Weltall doch gut funktionieren müsste. Dabei habe ich zwar nicht an ein Crossover, sondern "nur" ein AU gedacht, aber dennoch, der Grundgedanke bleibt und ich finde ihn nach wie vor faszinierend.

Also habe ich begonnen zu lesen und musste zu meiner Überraschung feststellen, dass ich Prolog und erstes Weltraumkapitel tatsächlich richtig klasse fand. Huch. :) (Also die anderen auch - gerade dieses hier ist sehr spannend! - , aber das kam halt nicht so überraschend.) Im Moment hole ich gerade Next Generation nach (die älteren Serien habe ich nämlich nicht gesehen), man muss sich ja auf die neue Picard-Serie vorbereiten (erst recht nach dem neusten Trailer von der Comic-Con am letzten Wochenende, aber ich will nicht spoilern), aber ich habe direkt Lust bekommen, mal wieder Voyager zu schauen, und das obwohl bis zu diesem Kapitel hier meine Lieblingsfigur (*hust* Seven *hust*) nicht vorkommt und J und C diese merkwürdigen "Momente" haben, die ich schon in der Serie so furchtbar anstrengend fand. Versteht mich nicht falsch, das ist absolut canon, sehr nah am Original, nur konnte ich persönlich dem schon da wenig abgewinnen. Überhaupt konnte ich mit C leider nie so viel anfangen (und das schon lange bevor er am Ende mit ... ihr wisst schon). Aber egal, das Star-Trek-Feeling war gleich da, ich finde, dass gerade J euch richtig gut gelungen ist, ihr habt meine Sorge um W UND jetzt auch noch um OS getriggert, ich bin irgendwie merkwürdig fasziniert von dieser Crossover-Idee und bange nun ein bisschen, wie mir das tatsächliche Aufeinandertreffen der beiden Fandoms wohl gefallen wird. Vielleicht schafft ihr es ja sogar, mich für C etwas zu erwärmen, wer weiß.

Deswegen: Ich lese weiter!

Liebe Grüße
Regenengel

Antwort von Adrimeny am 24.07.2019 | 09:23 Uhr
Hallo Regenengel!

Herzlich willkommen bei unserem kleinen Experiment. Uns war gar nicht bewusst, dass die Kategorie "Crossover" schon von vorneherein abschreckend wirken kann. Umso schöner, dass Du Dich letztlich doch entschieden hast, mal hineinzuschauen und dann sogar hängengeblieben bist ;-)!

Seven of Nine ist Dein Lieblingscharakter? Okeee.....Die wird wohl nicht auftauchen. Diese Geschichte ist vor dem Auftauchen von Seven angesiedelt (bewusst ;-))) )! Also ich (Danny) fand diese J und C Momente immer sehr schön und konnte dieser hektisch dahingeschriebenen Romanze zwischen C und Seven am Ende mal so gar nichts abgewinnen. Aber das hier wird garantiert keine J/C Geschichte!

Dann hoffen wir mal, dass wir Dich vom unserem C überzeugen können. Der kam in der Serie manchmal wirklich nicht gut weg, weil die guten Dialoge für J und den Doktor und später auch für Seven geschrieben wurden. Mal schauen, ob wir ihn in ein etwas besseres Licht rücken können ;-)!

Vielen Dank für das Lob, was J angeht. Das freut uns sehr!

Wie wir inzwischen wissen, hast Du sehr fleißig weitergelesen! Lieben Dank für Deine Rückmeldung(en)!

Liebe Grüße

Marieschi und Danny
23.07.2019 | 08:46 Uhr
Liebe Adrimeny!

Iwie weiß man gar nich so genau, was man von dem ganzen Geschehen halten soll. Das muss doch auch OS selber mega seltsam vorkommen, dass er da mit einem Typ aus der Zukunft und einem igentlich feindlichen Medizinmann durch die Gegend reitet auf einem weißen Pferd, was iwer ja wohl verloren hat und auf der Suche nach einem anderen Medizinmann, der ihn nich leiden kann.

Und warum das Ganze? Weil W in einer anderen Welt verschwunden is....

Das muss man erst mal verdauen und ich glaub OS hat sich da noch gar nich so richtig Gedanken machen können, weil er einfach so von Schritt zu Schritt funktioniert. Deshalb dauert das auch ein bissl, bis er merkt, dass er ja C fragen könnt, wie die Geschichte weiter gehen wird. Und vielleicht auch deshalb lässt er den Gedanken gleich wieder fallen.

Ich hatt ja erst jetzt dann gedacht, dass das weiße Pferd vielleicht TS gehört. Aber der hatte ja wohl auch eins und das is tot. Es is aber schon iwie praktisch, dass TS jetzt in der Nähe is und dass er auch iwie jetzt ein bissl OS zum Dank verpflichtet is. Das könnt helfen.

Und ich denk mir auch so, dass es nochmal was anderes is, wenn TS und OS da iwo in der Wildnis für W zusammenarbeiten müssen, als wenn OS auf sein Schloss gekommen wäre und reingewollt hätt. Das wäre TS sicher sehr viel schwerer gefallen bzw. auch OS, dem Geheimnismann überhaupt mitteilen zu können, was eigentlich los is und wieso er da is.

Und iwie is es auch gut, dass alle W in der Höhle gesehen haben. Das zeigt dann nochmal, dass da ganz objektiv ne Verbindung is. Man müsst das nur iwie steuern können. Die Kopfweh-Nebenwirkung is natürlich ein bissl nervig. Aber auch das is bei allen gleich, also wohl iwie systematisch. Und wenn was systematisch is, dann kann man es vielleicht auch leichter in den Griff bekommen, weil es iwie berechenbarer wird. Wisst ihr, wie ich mein?

Ich bin jetzt jedenfalls mal mega gespannt, was TS ausrichten kann, ob überhaupt was, und ob der schon mal was gehört hat von der seltsamen Höhle und so. Und wo kommt das Pferd her? Hoffentlich haben sie da nich bald einen neuen Feind an den Hacken. Aber da wären dann ja vielleicht TS und TU ziemlich hilfreich, weil der eine ein Sioux is und der andere iwie unantastbar.

Aber erst mal gehen wir ja nochmal in die Zukunft, was genau so mega spanned is!

Ach und fast vergessen: Ich lieb die kleinen Lacher, die da so kommen, weil C ja nich reiten und nich schießen kann und iwie voll unhilfreich is bei so dem normalen "Westmannszeug". Und auch die unterschiedliche Art zu sprechen. Voll gut gemacht!

Dann also mal mega neugierige Grüße!

Eure Melissa!

Antwort von Adrimeny am 23.07.2019 | 10:34 Uhr
Liebe Melissa,
Wie wäre es wohl wäre, einem Menschen aus der fernen Vergangenheit zu begegnen, zu sehen, wie er umherirrt zwischen all unseren Autos, wie er sich duckt, wenn die Flugzeuge über ihn hinwegdonnern, wenn wir das Wort cool gebrauchen oder mit dem Smartphone rumhantieren.

Aber viel anders wird es auch nicht sein, würden wir in der Vergangenheit landen. Feuer machen ohne Feuerzeug, nicht mal schnell mit dem Auto von A nach B kommen, mal eben ins Geschäft huschen, um einzukaufen, Kleider von der Stange kaufen. Für Chakotay sind die Alltäglichkeiten eines OS oder gar eines TU schwer verständlich. Reiten, sicher macht bestimmt Spaß, aber erstmal muss er ja hoch aufs Pferd. TU, der ernste Medizinmann findet das ziemlich lustig, während C eher witzig findet, dass dieser das Wort austicken nicht kennt.

Du glaubst, dass das weiße Pferd TS nicht gehört, weil seins von den Wölfen gerissen wurde. Er könnte doch auch ein Packpferd mitgenommen haben?

Nun jedenfalls hat er von Ws vermeintlichem Tod gehört und wollte sich wohl jetzt selbst überzeugen, was wahr ist an all den Geschichten, die da zu ihm durchgedrungen sind.
Allein dort in der Kälte wären die Überlebenschancen wohl eher gering. Aber so menschenleer wie es scheint ist die Gegend ja nicht. Da lauern Santers Banditen auf mehr Beute, da sind die Sioux, die vor dem Feuer geflohen sind, Gall wird bald zurückkehren, die überlebenden Männer der ermordeten Frauen, Kinder und Alten und nicht zuletzt Generalmajor Custer sind ja auch noch unterwegs.

Aber zunächst einmal geht es ja im nächsten Kapitel zu Winnetou und KJ in die ferne Zukunft.

Liebe Melissa, vielen Dank für dieses Review und liebe Grüße
Adrimeny
Grashuepfer (anonymer Benutzer)
18.07.2019 | 19:28 Uhr
Das schreit förmlich nach einer Fortsetzung! Bitte, Bitte weitermachen!

Antwort von Adrimeny am 19.07.2019 | 10:00 Uhr
Fortsetzung folgt vermutlich in der nächsten Woche. Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt!

Vielen Dank für Deine Rückmeldung!

Viele Grüße

Adrimeny
Grashuepfer (anonymer Benutzer)
18.07.2019 | 19:16 Uhr
Yei! Hab ich auch gemacht...ich meine das Mischen von allen meinen geliebten Büchern und Filmen...nur weiter so!

Antwort von Adrimeny am 19.07.2019 | 09:59 Uhr
Hi und willkommen bei unserem kleinen Projekt. Das Mischen der unterschiedlichen Genres macht in der Tat viel Spaß und es freut uns, dass es Dir gefällt!

Viele Grüße

Adrimeny
12.07.2019 | 08:38 Uhr
Liebe Danny!

Hatte ich mich hier schon einmal eingebracht? Ich muss gestehen, ich weiß es nicht mehr. Erschrocken hatte ich mich auf jeden Fall, als der Text plötzlich weg war, denn trotz allen Schweigens hatte ich gelesen. Und nicht nur das Vorübergehende Abtauchen dieser Geschichte, sondern auch noch Anderes mehr hat mich erinnert wie sehr ich dieses Fandom schätze und dass ich mich wieder einbringen muss, wenn ich es nicht verlieren will.

Daher - wie ich gerade schon angedeutet hatte - nun also erst einmal ein wenig Aktivität meinerseits, ehe mein nächster Oneshot durchstartet.

Ich muss gestehen: Ich fiebere den Kapitel in der Zukunft immer sehr entgegen. Nicht, weil die anderen nicht auch wunderbar spannend und mitreißend zu lesen wären, aber zum einen, weil hier so viel Neues, so viel zuvor Undenkbares geschieht, zum anderen, weil ich eben rettungslos an W hänge und immer da sein will, wo er ist. Schon May hab ich es übel genommen, wenn er W auf einsame Mission geschickt hat, während wir mit OS gehen mussten. Grummel

Daher ist vielleicht auch gerade ein solches Weltraumkapitel genau richtig für meinen (Wieder)Einstieg.

Die Iraluaner sind scheinbar kein sonderlich empathisches Völkchen. Zumindest haben sie mehr als ruppige Umgangsformen. Aber immerhin sind sie insofern berechenbar, dass sie nicht das, was sie haben wollen, zerstören. Und wenn sie W haben wollen und dieser auf dem Schiff ist, dann können sie eben auch das Schiff nicht zerstören. Hoch aber gut gepokert von J.

Deren Interaktion mit W ist dir wundervoll gelungen. Auch hier prallen noch einmal ganz unterschiedliche Modelle aufeinander, wie man eine Unterhaltung zu führen hat. All das, was W seinem Rang und seiner Ehre schuldig glaubt (zum Beispiel das Schweigen, das Zurückhalten der Neugier) irritiert J eher. Sie macht sich auf einen Redeschwall inkl. Fragenflut gefasst, bekommt aber stattdessen einen stillen Häuptling. Eine wunderbare Schmunzelstelle.

W wiederum, der nicht versteht, fragt auch nicht weiter nach, denn als Anführer einzugestehen, dass man nicht weiter weiß, ist seiner Erfahrung nach ein fataler Fehler. J ist in dieser Beziehung anders, sie versucht es als Teamplayer, hat es aber auch ungleich einfacher, weil sie eben nicht aus ihrer Welt und Zeit fortgerissen wurde. Sie hat ihre Crew noch um sich, weiß noch, auf wen sie sich verlassen kann.

W ist ganz alleine und ich gehe davon aus, dass er sich durchaus ein wenig "fürchtet". Darauf reagiert er aber eben genau so wie er es immer tut: Indem er sich mutig der Situation stellt, indem er aktiv nach einer Möglichkeit verlangt sich einzubringen (hier durch die Waffe und durch sein Bestehen auf den erneuten Besuch der Höhle) und indem er letztlich nach außen hin die Maske wahrt, alles im Griff zu haben. Man könnte sich hier vielleicht fragen, ob es nicht klüger wäre, J nichts vorzumachen.

Ich denke aber, dass du hier perfekt Ws Weg gewählt hast. So lange er noch er selbst ist, so lange er noch nicht aufgegeben hat, sondern kämpfen und Lösungen finden will, so lange muss er eben genau diese Unnahbarkeit aufrecht erhalten und auch jegliches Unverständnis in sich unterdrücken. Nicht nur wegen J, sondern (unbewusst) vor allem auch für sich selbst. Er braucht die Fassade des Häuptlings, der stets einen Ausweg findet, um sich zu schützen und sich selbst an ihr und hinter ihr aufzurichten. Und ich bin sehr froh, dass er sie noch hat!

Hierzu gehört auch das Selbstverständnis mit dem er J gegenüber auftritt. Natürlich wird er verstehen, natürlich kann er mit einer Waffe umgehen, natürlich ahnt er einen Ausweg (TS nämlich). Wäre es anders, dann würde ich mir Sorgen machen!

Die mache ich mit natürlich dennoch, denn nun ist die Auseinandersetzung mit den Iraluanern da. Ob es wohl eine gute Idee ist, ausgerechnet in dieser Höhle zu schießen? Ich sehe schon die nächsten Katastrophen anrollen.

Und natürlich brennt auch mir unter den Nägeln, was alle hier schon gefragt haben: Was wollen sie von W? Wieso gerade er oder geht es gar nicht wirklich um seine Peron? Und natürlich: Wie sehen die Kerle aus?

Bleibt noch der beinahe philosophische Aspekt eures Kapitels: Die Zukunft, die W vor Augen führt, dass sein Kampf um Frieden noch lange keine Früchte tragen wird. Kurz hatte ich Sorge, dass ihr den Häuptling daran verzweifeln lasst. Doch dem ist glücklicherweise nicht so - vielleicht nur, weil er noch nicht die notwendige Ruhe und Sammlung hatte, vielleicht auch nicht, weil es W unwirklich erscheint (wer kann schon aus der Ferne auf die eigene Zeit zurückblicken und dabei das Gefühl behalten, dass das, was er sieht, wirklich die Wahrheit ist?). Ich bin jedenfalls ganz dankbar, dass ihr ihm genug Aufgaben stellt, sodass er nicht ins Grübeln verfallen kann!

Und nun? Auf zu Tatellah Satah, würde ich mal sagen! Und W und J: Kopf einziehen, in Deckung bleiben, nicht er- oder anschießen lassen und nicht gefangen nehmen lassen!

Herzlichst Karla

Antwort von Adrimeny am 12.07.2019 | 12:09 Uhr
Liebe Karla!

Wie schön, dass Du Dich auch bei unserem Projekt/Experiment zu Wort meldest und auch schön zu wissen, dass Du schon die ganze Zeit mitgelesen hast!

Die Iraluaner sind recht merkwürdig und undurchsichtig, außerdem in ihren unkommunikativen Umgangsformen auch ziemlich nervig, aber - wie Du richtig schreibst - sind sie durchaus berechenbar. Sie wollen W haben und das offenbar lebend und unversehrt. Wieso, weshalb, warum werden wir hier natürlich nicht verraten, aber zunächst einmal ist das für J und ihre Crew ja ein Vorteil, weil sie dadurch Zeit gewinnen und nicht sofort von den Fremden vernichtet werden.

Zeit, die in diesem Kapitel genutzt wird, um das von den Lesern wohl lang ersehnte erste Gespräch zwischen W und J stattfinden zu lassen. Wir haben es schon weiter unten geschrieben: Es war eine Herausforderung und wir sind sehr froh, dass uns das Gespräch offenbar gut gelungen ist.

W muss auch in dieser für ihn mehr als ungewöhnlichen Situation einfach er selbst bleiben. Die Geschichte würde sonst wohl kaum funktionieren oder noch schlimmer: Wir würden ihn als Figur demontieren und das wollen wir ganz bestimmt nicht!

Er macht also das, was er immer macht: Handeln und eben ein Anführer sein!

W wird ganz sicher noch darüber nachdenken, was es bedeutet, dass es auch in der Zukunft offenbar keinen Frieden gibt. In diesem Kapitel muss er sich allerdings erst einmal mit handfesteren Dingen herumschlagen!

Wie sehen die Iraluaner aus? Das klärt sich im nächsten Weltraumkapitel auf! Demnächst geht es aber erst einmal in den Wilden Westen, wo OS und C ebenfalls eine Menge zu tun bekommen!

Lieben Dank für Deine Zeilen und schön, dass Du wieder da bist!

Liebe Grüße

Marieschi und Danny
11.07.2019 | 09:49 Uhr
Hallo ihr zwei!

Ok, nach ein bissl mehr schlafen is alles dann doch nochmal besser und ich schaff noch einen Kommi denk ich!

Ich hatt ja erst so gedacht, dass ich die Weltraumkapis nich so mögen werd, weil ich mich da nich so auskenn. Aber so is das jetzt gar nich, die sind voll spannend und man versteht die auch voll super. Und ich mag iwie diesen Captain. Die nimmt W ernst und die beschützt ihn und das is voll super!

Und sie versucht ja jetzt auch ihm alles zu erklären, aber das is natürlich mega schwierig, weil W ja so ziemlich alles fehlt, was man wissen muss, um das auch nur so halbwegs zu kapieren.

Aber ich find das mega gut wie ihr ihn auftreten lasst, dass er sich eben nix anmerken lässt wie unsicher ihn das macht. Sozusagen jetzt so "Jetzt erst recht nich, ich darf mir hier keine Blöße geben." Und ihr trefft so mege super seinen Ton, der auch iwie so ganz "falsch" klingt dort, wo er ist, aber eben genau so sein muss: "„Wird Winnetou nun erfahren, was hier mit ihm geschieht und wohin er gebracht wurde oder wird er sich weiterhin Lügen und nutzlose Worte anhören müssen, die zwar in sein Ohr dringen, doch seinen Verstand beleidigen?“" Perfekt find ich!

Diese Aliens sind ja iwie schwer zu verstehen find ich. Sie wollen das "Subjekt", wissen also schon iwie, dass W was Lebendiges ist. Trotzdem tun so, als ob man ihn einfach so tauschen könnt wie ein Sammelkärtchen. Fragt sich: Was haben sie denn von ihm? Ich bin da ja noch bei meiner Theorie, dass sie ihn iwie austauschen wollen, weil sie jemanden in dem Portal verloren haben.

Aber das kann W ja gar nich. Wissen die das? Oder nehmen die immer Leute mit, die da landen?

Iwie haben sie jedenfalls eine ganz komische Art mit anderen umzugehen. Und wenn sie aber doch auch kapieren, dass C und ihre Leute ja "Menschen" sind, also die, mit denen sie verhandeln müssen, da müssen sie doch auch kapieren, dass W da auch dazu gehört und man den nich einfach so einsammeln kann. Voll mega spannend und undurchsichtig.

Ich hoff jetzt nur, dass nich noch C und W gefangen werden und dann getrennt sind noch von allen anderen. Oh je oh je....

Aber erst mal kommt ja wieder der Wilde Westen mit TS, das wird auch mega dolle spannend.

Dickes dickes THX immer noch und immer wieder für dieses so andere Abenteuer!!!

Liebe Grüße, eure Melissa!

Antwort von Adrimeny am 11.07.2019 | 13:52 Uhr
Liebe Melissa!

Du hast unseren vollen Respekt dafür, dass Du Dich hier trotz Deines Handicaps nicht abhängen lässt und tapfer weiter mitmischt! Danke dafür und weiterhin gute Besserung!!!

Wie schön, dass wir Dich inzwischen auch für die Weltraumkapitel begeistern können. Wir geben uns Mühe, diese so zu gestalten, dass sie auch von Lesern verstanden werden können, die von Star Trek keine Ahnung haben und wenn diese Mühe dann damit belohnt wird, dass die Kapitel Anklang finden, dann ist das ein schöner Lohn!

Vielen Dank auf für das Kompliment zu Ws Auftritt. Es ist zugegebenermaßen eine Herausforderung unseren Lieblingshäuptling da in der Zukunft agieren zu lassen. Er soll ja weiterhin er selbst sein und auf gar keinen Fall auch nur ansatzweise albern wirken. Scheint uns gelungen zu sein ;-)

Was haben die Fremden mit W vor und warum brauchen die den so dringend? Das ist sicherlich eine zentrale Frage, die wir aber ganz sicher hier nicht beantworten werden ;-)!

Wie Du schon richtig schreibst, geht's im nächsten Kapitel erst einmal wieder in den Wilden Westen zu Chakotay und Old Shatterhand, die ja auch so allerhand um die Ohren haben!

Eine dickes Dankeschön zurück für Deine lieben Worte!

Liebe Grüße

Adrimeny
10.07.2019 | 14:43 Uhr
Liebe Adrimeny!

Wie schön, dass es hier ein neues Kapitel gibt! Und auch wenn ich ein wenig hinterherhinke mit meinen Reviews, seid gewiss, dass ich es sehr gerne gelesen habe. Ehrlich gesagt, diese Geschichte gehört momentan zu meinen Lieblings-Story, eben weil sie ungewöhnlich ist, weil sie Neues bringt, weil sie zwei Genres kombiniert, die ich beide sehr mag!

Genug der Vorrede! Janeway versucht einmal mehr, ihr Logbuch zu führen und stellt dabei fest, dass ihr die Zeit entgleitet. Und nicht nur dies, auch die Kontrolle über das Geschehen verliert sie mehr und mehr. An vielen Kleinigkeiten zeigt ihr dies: Das Holobild auf dem Schreibtisch, ihre Ungeduld, ihre Bereitschaft, sich über die oberste Direktive hinwegzusetzen, indem sie W einweiht…
Trotzdem ich das Gefühl, dass eure Janeway gerade dann am besten ist, wenn sie nicht planen kann, wenn sie improvisiert oder gar ihren Gefühlen freien Lauf lässt (z.B. bei der Kommunikation mit den Iraluanern). Ähnliches sagt sie auch selbst später zu W. Ob dies bei der Original-Janeway auch so ist, weiß ich nicht mehr so recht – ich habe sie immer sehr kontrolliert in Erinnerung. Aber hier gefallen mir ihre Reaktionen sehr gut. Sie sind angemessen, sie machen sie menschlich und sympathisch.

Nachdem J die I erst einmal verbal in Schach gehalten hat, kommt es nun endlich zum lang erwarteten Gespräch mit W. Ich finde, es ist euch sehr gut gelungen, dieses gegenseitige Abtasten, wieweit man einander vertrauen kann, dieses langsame Aufeinanderzugehen, wobei es manchmal auch wieder einen Schritt zurück geht!

Janeway ist dabei nicht zu beneiden: Sie muss Erklärungen liefern, aber möglichst vage bleiben. Dass dies mit W nicht funktioniert, merkt sie schnell, und so muss sie mehr preisgeben als beabsichtigt. Hihi, natürlich ist es beinahe unmöglich, all diese Dinge jemandem aus dem 19. Jh. glaubhaft zu erklären!

Es liegt jedenfalls in Ws Wesen, alles erfahren zu wollen, er ist nun einmal ein Anführer, einer, der die Kontrolle haben will. Dass J. den Häuptling zu schätzen beginnt, ist dabei offensichtlich. Schön ist es zu lesen, wie er sie immer wieder überrascht, z.B. in seinen Reaktionen, aber auch beim Umgang mit dem Phaser.

W auf der anderen Seite steht mehreren Herausforderungen gegenüber. Natürlich ist es ihm kaum begreiflich, dass er sich in der Zukunft und auf einem anderen Planeten befindet. Das würde wohl auch uns heute noch so gehen. Er beschließt aber, das zu akzeptieren, da es auch keine andere oder bessere Erklärung gibt. Der Teil des Gesprächs, der sich dann allgemein den Gegebenheiten in der Zukunft zuwendet, hat mir gut gefallen. Für den Apachen scheint beinahe eine Welt zusammenzubrechen: Selbst nach 500 Jahren gibt es noch keinen Frieden in der Welt. Ich glaube, für ihn ist es nicht wirklich möglich, dabei zwischen der Erde und dem Weltall zu differenzieren… für ihn erscheint sein Leben fast gescheitert.

Seine Reaktion geht mir dann zu Herzen: „Winnetou stand auf und wusste auf einmal nicht mehr wohin mit seinen Gefühlen, die er doch sonst stets unter Kontrolle halten konnte. Der Raum, der ihm schon vorher viel zu klein vorgekommen war, schien noch enger geworden zu sein…“ Es ist lebensecht, dieses plötzliche Herauswollen; auf einmal wird es selbst dem Häuptling zu viel, es verspürt eine Art Fluchtreflex, dem er doch nicht nachgeben darf. Man möchte ihn in den Arm nehmen…
Und J scheint denselben Impuls zu haben, sucht sie doch auch permanent den Körperkontakt;-), den W schließlich als eine Art Eigenheit des Captains mit einer gewissen Ergebenheit akzeptiert.

Stark ist in diesem Kapitel auch das mehrmalige Gegenüberstellen von OS und C. Es wird klar, wie sehr sowohl W als auch J ihren jeweiligen „Partner“ vermissen. Hierin sind sie vereint – etwas, das ihnen vielleicht hilft, einander näher zu kommen.

In jener Höhle kann W eine Art Verbindung zu OS aufbauen, daher geht es zurück dorthin. Das Kapitel endet mit einer Reihe von Fragen: Wer ist es, der angreift? Warum bricht W zusammen? Was ist mit den Männern vor der Höhle geschehen?

Ich bin und bleibe gespannt!
Liebe Grüße
Catherine

Antwort von Adrimeny am 11.07.2019 | 11:41 Uhr
Liebe Catherine!

Diese Geschichte gehört zu Deinen Lieblingsstories? Echt jetzt? Wow, vielen Dank! Da freuen wir uns total drüber, denn es war und ist ja schon ein Wagnis diese beiden Genres zu kombinieren und wenn es dann so gut ankommt, dann bringt und das Freude in den Alltag ;-)!!!

Janeway ist in der Serie schon meist sehr kontrolliert und wissenschaftlich unterwegs. Es gibt aber auch jene Episoden, in denen sie einfach menschlicher und gefühlsbetonter interagiert. Das waren meist die Episoden, die beim breiten Publikum viel mehr Anklang gefunden und die einfach nur gut waren. Daran haben wir uns bei der Anlage ihres Charakters hier orientiert. Schön, dass Dir das gefällt!!!

Die Iraluaner wären ihr aber wohl in jedem Fall tierisch auf den Keks gegangen, von daher ist ihre Reaktion auf dieses nervigen Fremden absolut in character ;-)!

Das lang erwartete Gespräch zwischen W und J war in der Tat eine große Herausforderung und wir haben es weiter unten schon einmal erwähnt - vermutlich haben wir es genau deshalb so lange hinausgezögert ;-)! Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass es uns scheinbar gelungen ist!

Wie muss es auf einen Menschen wirken, der sein Leben dem Streben nach Frieden untergeordnet hat, wenn er erfährt, dass es niemals Frieden geben wird? Du schreibst ganz richtig, dass er in diesem Moment überhaupt nicht differenziert, dass es auf der Erde sehr wohl inzwischen friedlich zugeht. Er sieht nur, dass eigentlich alles so ist, wie er es kennt: Man bekämpft sich, er wird bedroht und man will ihn gefangen nehmen. Das muss ihn beschäftigen und erschüttern und das war genauso von uns beabsichtigt!

J ist ja auch in der Serie ziemlich "touchy". Gefühlt legt die ständig irgendjemandem die Hand auf den Arm - bevorzugt Chakotay ;-)! Das haben wir übernommen und W blieb wohl letztlich nichts anderes übrig, als das zu akzeptieren. ;-)

Aber er schafft es J zu überzeugen, dass sie unbedingt zu dieser Höhle zurück müssen. Bestimmt spielt es dabei eine Rolle, dass beide jemanden vermissen, der ihnen nahe steht.

Deine Fragen am Ende sind alle logisch und richtig - aber wir beantworten sie hier trotzdem nicht ;-)!

Lieben Dank für dieses tolle Review!

Liebe Grüße

Adrimeny
09.07.2019 | 17:09 Uhr
Liebe Danny, liebe Marieschi!

Endlich bin ich an dieser Stelle angelangt! Gleich, als ich euer neues Kapitel am Samstag in meinem elenden ICE auf dem Heimweg las, hätte ich am liebsten so einiges kundgetan ;-) Nun also meine Gedanken, die hoffentlich geordneter erscheinen werden, als sie in meinem Kopf herumwirbeln. Das winzige Zeitfenster hilft nicht wirklich.

Womit wir beim Stichwort wären: Zeit!

„Von Ort und Zeit“ lautet der Titel des Textes und es könnte wohl gerade hier keinen passenderen geben. Der Aufbau des Kapitels lässt uns lange darüber in Ungewissheit, wo genau wir uns auf eurer Zeitlinie befinden. Sicher, Zeit ist insgesamt ein flüchtiges Konstrukt, wie J gleich zu Beginn in ihrem Logbuch klagt. Aber auch in Relation zur Erde bzw. den Geschehnissen bei den Sioux gibt sich die Zeit gerade eher geheimnisvoll. Erst ganz am Ende stellt sich heraus, dass wir dem Verlauf beiwohnen, der zu jener Szene führt, die wir im vorherigen Kapitel bereits kennengelernt haben. Ist das irgendwie verständlich ;-))?

„Ich weiß noch immer nicht genau, welche Sternzeit wir gerade haben. Aber was macht das schon, wenn unsere Zeit gerade ohnehin gnadenlos abläuft“, legt ihr dem Captain in dem Mund – und eröffnet damit eine weitere, anders geartete Ebene von Zeit. Das, was hier verlorenzugehen scheint, ist Lebenszeit, die Dauer, die uns allen zugestanden ist, um zu wirken.

Bravo!

Wie zu erwarten stand, kommt es zu einer Konfrontation der Raumschiffcrew mit den Iraluanern. J lässt sich deren absolute Arroganz nicht länger bieten, was ich persönlich nicht für die schlechteste Taktik halte. Unterwürfigkeit bringt in den seltensten Fällen wirklich weiter... auch das wurde uns ja schon oft von unseren Blutsbrüdern demonstriert.

Das erste „richtige“ Gespräch zwischen W und J haben wir alle wohl heiß ersehnt – und es bietet jede Menge Stoff für eifrige Kommentatoren!

Wie schon zuvor C auf der Erde bleibt auch dem Captain nichts anderes übrig als einzusehen, dass sich der ursprüngliche, regelkonforme Plan, das große Ganze für sich zu behalten, als nicht durchführbar erweist. W und OS müssen eingeweiht werden, weil sich anders nicht auflösen lassen wird, was den Protagonisten widerfahren ist. Ich mag es, wie ihr Ws Wirkung auf seine Umgebung beibehaltet... die Mitglieder der Crew sehen, was wir gewohnt sind. Für J geht der Blick des Apachen „durch und durch“, ihr Pilot Tom tut sogar noch einen Schritt weiter: Die Blicke des Indianers scheinen ihm „gründlicher und eindringlicher als jeder Scanner“.

Am Ende setzt W seinen Willen durch, alles andere wäre schwer zu verkaufen gewesen. Und er kämpft mit dem ihm eigenen gefährlichen Schweigen ;-) Wieder gelingt es euch mühelos, inmitten dieses Ringens zweier Anführer Situationskomik unterzubringen. Js „Sie sind nicht mehr dort, wo Sie zuvor waren“, hat mich ein weiteres Mal laut auflachen lassen. Ich weiß nicht, wie ihr das macht, nämlich witzig zu sein, ohne dass es konstruiert oder gewollt wirkt. Ich kann das überhaupt nicht...

Etwas schlucken musste ich bei der Innenansicht von W, die offenbart, dass ihn das Ungeheuerliche selbstverständlich trifft. „Auf einem der Lichter am Nachthimmel“ zu weilen würden wohl jeden Menschen erschüttern... eine Formulierung, die ich übrigens wundervoll finde.

Im Angesicht seiner Verunsicherung tritt der Häuptling die Flucht nach vorne an. Warum er da ist, möchte er wissen. Tja, damit steht er wohl nicht allein. Wollen wir die Iraluaner fragen ;-))?

Ich bewundere es, wie ihr den Raumschiff-Jargon in Wildwest-Vokabeln zu übersetzen versteht, sodass nicht nur W sondern auch diese unbedarfte Leserin sogar jenseits von Fußnoten ganz gut mitkommt ;-) ...und verfolge mit Staunen das Geflecht aus feinen Fäden, das J mit OS verwebt und W mit C. Der letzte Punkt hat mir auch meinen Lieblingssatz beschert: „Doch aus diesen Worten sprach so viel aufrichtige Sorge, dass es ihn irgendwie berührte und er Scharlih nur noch mehr vermisste.“ Das ist wundervoll verstrickt und trotzdem weiß jeder, was W in diesem Augenblick fühlt...

Die zentrale Erkenntnis der Unterhaltung zwischen W und J ist natürlich die bittere Tatsache, dass es auch in der Zukunft, ja vermutlich zu jeder denkbaren Zeit Konflikte geben wird, die kriegerisch gelöst werden. Ich habe das nicht kommen sehen, aber es ist nur allzu logisch, W an dieser Entdeckung hängenbleiben zu lassen. Er sieht seinen Lebenszweck in Frage gestellt und das bringt ihn gehörig durcheinander. Ich denke, dieser Gedankengang wird ihn und uns noch längerfristig beschäftigen. Und schon allein deswegen braucht es eine Wiedervereinigung unserer Blutsbrüder, denn OS kann mit der trostlosen Aussicht besser umgehen, fürchte ich. Ich hoffe, ihr geleitet unseren Apachen zu der Gewissheit, dass jeder Schritt und jede Geste zählen, dass jedes gerettete Leben etwas bedeutet und dass auf die eigene Seele zurückfällt, was wir tun und wie wir die Welt betrachten.

Gegen die Iraluaner zu ziehen bereitet W dagegen wenig Probleme, denn auf fangen, töten und kämpfen versteht er sich. Und mit seinem feinen Gespür ist dem Häuptling nur allzu klar, dass die seltsame Höhle den Schlüssel zur Lösung birgt.

Die folgende Handlung spiegelt das Ende des vorherigen Kapitels. Nun wird deutlich, weswegen sich J an W klammert, warum überall roter Staub wirbelt und grüne Blitze zucken... J kommt zum ersten Mal mit der Bandbreite von Ws Fähigkeiten in Kontakt. Der Häuptling bemerkt, was andere nicht wahrnehmen, ist kaltblütig bis zur Tollkühnheit und versteht sich auf den Gebrauch von Waffen. Das sollte den Captain beeindrucken...

Klüger in Bezug auf die kommenden Ereignisse sind wir trotz dieses interessanten Kapitels nicht geworden – bis auf die Tatsache, dass wir den Beginn einer nun handfesten Auseinandersetzung auf dem Wüstenplaneten miterleben durften. Wie lange können sich unsere „Guten“ gegen die Iraluaner behaupten? Wer oder was soll ihnen helfen?

Ihr Lieben, in dieser Richtung gäbe es viel zu spekulieren und auch sonst noch Einiges zum Text zu sagen, was ich bisher ausgeklammert habe, aber ich habe bereits einen halben Roman verfasst und will den auf den Weg bringen, bevor die Gelegenheit ungenutzt verstreicht. Seid versichert, dass ich gespannt dabei bleibe und mir vorgenommen habe, von nun an so ziemlich gar nichts mehr zu denken – das erscheint mir momentan als die klügste Variante ;-))

Liebe Grüße

Zorbi

Antwort von Adrimeny am 10.07.2019 | 14:13 Uhr
Liebe Zorbi!

Schon einmal eines vorweg: Du hast uns mit Deinen Zeilen eine riesige Freude bereitet!!! Danke dafür!

Es ist doch immer wieder eine Freude, wenn man es schafft mit seinem Geschreibsel die Leser dazu zu bringen, dass sie darüber nachdenken, dass sie der Text beschäftigt oder sie Kopfkino bekommen.

Zeit ist, so wie die Geschichte nun einmal angelegt ist, ein wesentliches Element. Was ist Zeit und welche Rolle spielt sie für die handelnden Personen? Läuft die Zeit einfach ab? Kann man sie anhalten? Zurückgehen? Existieren Zeiten nebeneinander? Wie stehen Zeit und Raum in Relation zueinander?

Das sind Fragen auf die es keine Antworten gibt (also wenn man Einstein mal außen vor läßt, dessen Theorie sich genau mit diesen Elementen befasst) und diese Geschichte wird auch nicht versuchen sie auch nur ansatzweise zu beantworten, dennoch schwingen die Fragen immer mit.

Du gehörst zu jenen Lesern, die die Serie nicht kennt, aber wir können Dir versichern, dass J hier absolut in Character ist. Die wäre wirklich sehr, sehr angenervt von den Iraluanern und würde denen die Stirn bieten.

Das erste Gespräch zwischen W und J war in der Tat eine große Herausforderung, vielleicht haben wir es deshalb so lange hinausgezögert ;-)!

W bleibt W! So war es von uns die ganze Zeit geplant und so wollen wir das auch weiterhin umsetzen. Daher lassen wir ihm auch seine Eigenheiten zu denen eindeutig "indianisches Schweigen" gehört ;-)! Wir alle wissen um Ws Wirkung, doch macht es Spaß immer mal wieder seine Wirkung auf diese Menschen aus der Zukunft in den Text einzubauen, um klarzustellen, dass er nichts von seiner natürlichen Aura eingebüßt hat. Schön, dass das so gut ankommt!

W muss hier seinen Willen durchsetzen, denn wie Du so schön schreibst, hätte alles andere nicht funktioniert.

Dieses Experiment hat den Vorteil, dass wir einige Freiheiten haben, die wir in dem normalen Gerüst, das von KM vorgegeben ist, nicht haben. Dazu gehört eben diese spezielle Situationskomik, die einfach entsteht, weil die Konstellation Menschen aus Zukunft und Vergangenheit treffen aufeinander und müssen auch noch zusammenarbeiten schlicht zu unfreiwillig komischen Situationen und sprachlichen Verwirrungen führen muss. Das kann man gar nicht konstruieren, das passiert einfach - deswegen wirkt es vermutlich auch nicht konstruiert. Ist aber sicherlich keine spezielle Begabung von uns ;-)!

Bei aller Unerschütterlichkeit und vorgegebener Ruhe, die unser Lieblingshäuptling ausstrahlt muss es aber so sein, dass ihn Js Worte bis ins Mark treffen und verwirren. Er hält sich an dem fest, das für ihn greifbar ist. Die Sorge, die aus Js Worten spricht und die ihn an seinen Blutsbruder denken läßt und das, was er nun einmal am besten kann: einfach handeln!

Die "Lichter am Nachthimmel" sind so ein Phänomen, das leider nur selten auftritt: Die kamen einfach vom Himmel gefallen ;-)! Umso mehr freut es uns, dass sie Dir gefallen. Raumschiffjargon in Wildwest Vokabeln zu übersetzen dagegen fällt der Autorin des vorliegenden Kapitels relativ leicht, denn sie ist in beiden Welten schon von Kindheit an zu Hause ;-)!

Wie lange wird es noch Kriege um Ressourcen, unterschiedliche Kulturen oder Lebensauffassungen und Territorien geben? Du hast nicht kommen sehen, dass dies hier ein Thema wird? Das ist gut so, denn ein bisschen Überraschung muss ja sein! Für uns stand jedoch fest, dass es genau darum gehen muss und darum, was die Erkenntnis, dass fünf Jahrhunderte im Grunde nichts geändert haben mit W macht!

Wir haben schon weiter unten bei Avara geschrieben: Star Trek ist mitten im kalten Krieg entstanden und obwohl natürlich als Unterhaltung angelegt, war es dem Erfinder immer wichtig eine zentrale Botschaft zu senden: Es gibt eine Zukunft und in dieser werden die Probleme, die wir jetzt haben überwunden sein. Daher gibt es in der Crew der ersten Serie einen russischen Offizier und eine Afroamerikanische Offizierin, was in den 60ern einem Riesenskandal gleichkam. Eine Serie wäre aber langweilig, wenn es nicht auch Konflikte gäbe, also gibt es die auch weiterhin - nur anders.

Mal sehen, wie das alles auf W wirkt und was das mit ihm macht...Wir werden ihm sehr viel erklären und viel Überzeugungsarbeit leisten müssen ;-)!

Die Iraluaner sind nicht nur nervig, sondern greifen jetzt auch tatsächlich an. Was sie eigentlich wollen und wie und ob J und W aus diesem Dilemma wieder herauskommen verraten wir natürlich nicht. Demnächst geht es dann erst einmal mit C und OS weiter, die ja auch noch eine Menge zu tun haben.

Vielen lieben Dank für Dein Review, das uns sehr viel Freude bereitet hat. Es lohnt sich doch noch die Geschichte weiterzuführen ;-)!

Liebe Grüße

marieschi und Danny
09.07.2019 | 07:57 Uhr
Ihr Lieben!

Wieder in der Zukunft erfahren wir nun also, was OS da eigentlich von seiner Seite des Portals aus gesehen hat. Keine Naturkatastrophe, sondern ein Angriff. Das klingt gar nicht gut und ich weiß nicht, wo ich in dieser Situation lieber wäre, bei OS in Asche und Tod oder bei W in Hitze und Kampf... Das ist übrigens ein weiterer Bonus dieser Geschichte, ihr könnt die Probleme potenzieren, da W und OS getrennt in ähnlich verzwickten Lagen stecken.

Eure Iraluaner (oder wie heißen die? Ich kann mir das Wort nicht merken) gehen einem ganz schön auf den Keks. Das ist natürlich boshafte Absicht der Autorinnen, schon klar. Ich will damit nur sagen: Es gelingt euch wunderbar! Ich bin sowas von genervt von denen und ihrer Art nicht ordentlich kommunizieren zu wollen, sich nicht erklären zu wollen usw. Ich kann K perfekt nachfühlen, dass sie keine Lust mehr auf die hat.

Was fällt denen ein, W wie ein Objekt zu fordern und auf Einwände gar nicht zu hören oder sie nach ihrem Gutdünken zu verdrehen. Diese Stelle fand ich dabei ganz besonders gelungen, was das strapazieren meiner Nerven betrifft: "Dort, wo wir herkommen, gehören Menschen nicht anderen Menschen. Sie sind frei. Wie also kann Winnetou Ihnen gehören? Uns gehört er ja auch nicht. Wir….“ „Dann können Sie das Subjekt ja wie verlangt herausgeben.“" AAAAAHHHHHHrrrrrgggggg

Auf jeden Fall möchte ich K dafür knuddeln, dass sie W eben nicht herausgibt und dass sie durchaus Leib und Leben ihrer Crew riskiert, um den eigentlich Fremden zu beschützen. Ein bisschen frage ich mich natürlich, warum sie das tut? Weil es ihr einfach gegen den Strich und gegen das Gerechtigkeitsempfinden geht? Weil sie sich Ws Bann nicht entziehen kann? Weil sie irgendwie fühlt, dass sie ihn bei sich behalten muss, wenn sie eine Chance haben will, C wiederzubekommen? Vielleicht ein bisschen von allem.

Ihr Pokern geht jedenfalls auf und ich bin völlig ihrer Meinung: „Kathryn war sich ziemlich sicher, dass genau das nicht passieren würde. Diese Fremden brauchten Winnetou lebend, sie musste nur noch herausfinden warum und sie dann davon abbringen ihn haben zu wollen.“ Richtig! Was wollen die Kerle (von denen ich gerne mal wüsste, wie sie aussehen) mit einem Indianerhäuptling aus dem 19. Jahrhundert? Wollen sie genau DEN oder ist es mehr ein „Alles was durch dieses Portal kommt, gehört uns?“ Vielleicht eine Art Sammlung? Fürs Naturkundemuseum? Ich tappe völlig im Dunkeln.

Sehr gelungen finde ich dann auch, wie ihr W mit K interagieren lasst. Klar, er will endlich wissen, was hier gespielt wird. Und ihr trefft hier perfekt die Mischung aus Ws Selbstwahrnehmung, alles zu können, was er will, und seinem (natürlich nur insgeheim zugegebenem) Einsehen, dass ihn das hier überfordert.

Dabei finde ich sein Verhalten absolut logisch und nachvollziehbar. Er kann sich ja gar nicht vorstellen, wo und wann er ist und was man ihm gleich alles erzählen wird. Das ist soooo weit weg von allem, was er je erlebt hat oder auch nur zu denken gewagt hat, dass es ihm nicht annähernd in den Sinn kommt. Natürlich ist er daher der Meinung, dass er schon alles verstehen wird, wenn man es ihm nur ordentlich erklärt. Und das passt ja auch in seine bisherige Erfahrung. Man unterschätzt ihn ständig, hält ihn für einen dummen Wilden. Er ist aber im Gegenteil sehr klug und weitsichtig und in seinem Umfeld, in seiner Welt, versteht er alles, was man ihm vorenthalten will. Er hat lesen und schreiben gelernt, hat sich in die Welt und die Denkweise der Weißen eingedacht, ist eben kein einfältiger Indianeranführer, wie ihn die Bleichgesichter sich denken, sondern ein kluger Mann, der um seine Klugheit weiß. Aus dieser Erfahrung heraus kann er auch vollkommen nachvollziehbar zu K sagen, dass er sicher ist, sie zu verstehen, denn er glaubt, sie sitze nur auch den üblichen „dummer Wilder“ Vorurteilen auf: „Winnetou ist nicht so dumm, wie Kathryn Janeway es offenbar glaubt! Er versteht alles, wenn man es ihm nur richtig erklärt. Erklären WILL!“ zeigt dies ganz deutlich.

Dass niemand aus dem 19. Jahrhundert gänzlich verstehen könnte oder würde und dass Ks Bedenken hier nicht die Abstammung, sondern die Zeitlinie betreffen, wie soll er das ahnen?

Und entsprechend „kleinlaut“ gibt er auch im Inneren zu: „So blieb ihm nur, so ruhig wie möglich zu bleiben, denn er wollte unter keinen Umständen zeigen, dass er verunsichert war und nichts von dem verstanden hatte, was Janeway gerade von sich gegeben hatte." Hier tut er mir sooo leid! Er kennt diesen Zustand wohl nicht wirklich und ich würde ihm so sehr einen Vertrauten gönnen. Hätte nicht OS in die Zukunft geraten können? Aber natürlich habt ihr schlau erkannt, dass diese Konstellation sehr viel mehr "Spaß" macht.

Immerhin lässt sich W nicht unterkriegen. Er bleibt voller Tatendrang insofern, dass er nach einer Lösung sucht, dass er eine Waffe haben will, dass er gar nicht einsieht zu warten, bis andere etwas tun oder einen Plan haben (zumal die ja auch überfordert sind, wie er nun merkt). Das ist irgendwie beruhigend.

Wirklich schmunzeln musste ich übrigens an der Stelle, als K erwartet, dass W sie nun ausfragen wird, und der aber gemäß der Umgangsformen, die er kennt, natürlich schweigend abwartet, bis man mit ihm spricht ;-) Sehr gelungen. Ich frage mich übrigens, ob es W nur in all der Aufregung noch nicht in den Sinn gekommen ist oder ob es daran liegt, dass er hier tatsächlich fortschrittlicher denkt als es ein Weißer des 19. Jahrhunderts tun würde, aber hat er sich eigentlich schon mal Gedanken darüber gemacht, dass der Häuptling hier eine Frau ist? Oder hab ich das nur mittlerweile in all der Aufregung auf dem Planeten wieder vergessen?

Bleibt noch die Stelle mit dem Kloß im Hals. Ws Erkenntnis, dass Kriege nicht aufhören werden. Ja, wie sehr muss es einen Menschen, der sein ganzes Leben, auch letztlich teilweise sein persönliches Glück dem Kampf um Frieden opfert, schmerzen zu sehen, dass noch nach hunderten Jahren letztlich nichts anders geworden ist? Gut, die Menschen haben es kapiert, aber der ewige Kampf um Ressourcen, Territorien, Macht... er endet nie und scheint so allübergreifend mächtig zu sein, dass das Bemühen des Einzelnen noch unwichtiger erscheint, als es schon W selbst angesichts seines Kampfes gegen Windmühlen immer vorkommen musste. Hier versetzt ihr ihm in der Tat einen herben Schlag und ich hoffe sehr dass a) er dadruch nicht, wenn er wieder mehr Ruhe zum Nachdenken findet, völlig demotiviert ist und dass b) er nicht irgendwann auf die naheliegende Frage kommt, nachzuforschen, wie das Schicksal der Apachen (oder der Indianer allgemein) in seiner nahen Zukunft sein wird. Denn wie sollte er sich dann noch aufrichten können, auch nur eine Minute länger zu kämpfen? Daran hatte ich bisher ehrlich gesagt gar nicht gedacht und es macht mir jetzt echt Angst!

Ich verdränge diesen Aspekt dann aber jetzt erst mal geflissentlich genau wie W und bin stattdessen extrem gespannt, wie es weitergeht, was diese blöden Außerirdischen eigentlich wollen und wie K und W aus der Nummer wieder rauskommen.

Ich sende euch ganz viele liebe Grüße!

Luni

Antwort von Adrimeny am 09.07.2019 | 16:25 Uhr
Liebe Luni!

Es ist wohl gerade weder der eine, noch der andere Ort so wirklich empfehlenswert und gemütlich. Es macht in der Tat Spaß, damit zu spielen, dass die beiden Helden getrennt voneinander in unterschiedlichen Nöten und Bedrängnis sind und dabei das eigentliche Ziel - wieder zusammen zu kommen - zwar immer vor Augen haben, aber keinerlei Idee, wie das denn gehen soll.

W und KJ werden angegriffen und ja, diese Iraluaner sind absolute Nervensägen. Im übernächsten Kapitel (das nächste spielt ja wieder im Wilden Westen) wird ein wenig mehr über diese Fremden preisgegeben. Du musst Dich also noch ein wenig gedulden. Es macht jedenfalls Spaß, diese absolut nervtötenden Dialoge zu schreiben, die ja eigentlich gar keine richtigen Dialoge sind ;-)!

KJ ist einfach nicht der Typ, der W an die Fremden ausliefert, nur damit sie Ruhe geben. Das passt nicht zu ihr und das ist hier sicherlich Ws Glück! Die Gründe, die Du für ihr Verhalten aufzählst, passen alle und dazu sieht sich ihr "Arbeitgeber", die Sternenflotte / Föderation ja selbst als so etwas wie eine moralische Instanz und dazu gehört ganz sicher diejenigen zu schützen, die Schutz benötigen und das ist hier W. Keine Ahnung, ob KJ "knuddelbar" ist - wohl eher nicht ;-)))!

W geht natürlich erst einmal davon aus, dass er das schon alles begreifen wird. Wie Du so schön schreibst ist er es nun einmal gewohnt unterschätzt zu werden und so ist diese Situation für ihn erst einmal gar nicht so ungewohnt. Dann legt KJ aber los und das muss ihn verwirren. Es hat uns gefreut zu lesen, dass wir es geschafft haben, hier W trotzdem noch W sein zu lassen - er läßt sich die Verwirrung und Verunsicherung einfach nicht anmerken. Es war zugegebenermaßen eine Herausforderung hier die richtige Mischung zu finden, denn wir sind ja auf jeden Fall bestrebt, W weiterhin so zu zeigen, wie er nun einmal ist.

Wir glauben, dass er sich über KJs Geschlecht noch gar keine großartigen Gedanken gemacht hat. Zum einen strahlt die gute Dame ja durchaus eine Menge Autorität aus und zum anderen war er wirklich mit anderen Dingen beschäftigt, aber da kommt schon noch was ;-)!

Deine "Kloß-im-Hals-Stelle" ist ein zentrales Thema dieser Geschichte. Durch ein blödes Unglück verschlägt es W in die Zukunft, zwangsläufig lernt er ein wenig darüber, wie diese in fünfhundert Jahren aussieht und muss erkennen, dass sich zwar Vieles geändert hat, aber ausgerechnet das, wofür er sich stets einsetzt und dem er alles unterordnet, scheint es noch immer nicht wirklich zu geben: Frieden!

Das muss ihn treffen und beschäftigen und das wird es auch! Zu den Konsequenzen werden wir uns hier und jetzt natürlich nicht äußern.

Wie schon gesagt und sicherlich inzwischen auch erwartbar, geht es im nächsten Kapitel zunächst einmal mit OS und C weiter.

Liebe Luni, wir bedanken uns für dieses wirklich schöne und motivierende Review und freuen uns, dass Dir unser Experiment nach wie vor gefällt!

Liebe Grüße

marieschi und Danny
04.07.2019 | 16:02 Uhr
Liebe Danny, liebe Marieschi,

jetzt habe ich Euer neues Kapitel zweimal gelesen und bin immer noch völlig geflasht.
Die Figur von Captain Janeway ist so gut getroffen und so stimmig, dass vor meinem inneren Auge ein richtiger Film abläuft. Es ist fast so, als würde ich im Fernsehen eine neue Star Treck Episode sehen. Das passt alles so gut zusammen, das beschädigte Raumschiff, in dem es keinen anständigen Kaffee mehr gibt, der unwirtliche Wüstenplanet mit seiner rätselhaften Höhle und die Bedrohung durch die Iraluaner, die überhaupt keine Kinderstube habe. Aber Janeway schafft es, den richtigen Ton diesen ungehobelten Gesellen gegenüber zu treffen und somit endlich auf Augenhöhe mit ihnen zu sprechen, oder eben auch nicht.
Und dann ist da noch W. Auch hier gefällt mir seine Darstellung sehr gut, es ist bestimmt nicht einfach, W in eine solch fremde Umgebung zu versetzen und ihn dennoch so authentisch rüberkommen zu lassen. Das ist Euch so gut gelungen! Ganz besonders mag ich das Rededuell zwischen W und J, indem es W mal wieder schafft, sich durchzusetzen. So erzählt ihm J alles und begleitet ihn auch noch zu der Höhle. Vorher bekommt das Kapitel aber noch ganz viel Tiefe, als W erkennen muss, dass es zwar in fünfhundert Jahren auf der Erde endlich friedlich ist, es aber, aus den gleichen Gründen wie zu seiner Zeit, immer noch Feindschaft und Krieg gibt.
Es gelingt Euch, immer wieder neue Apekte in die Geschichte zu bringen, ohne dass diese zerissen wirkt, sondern weiter wie aus einem Guss erscheint.
Lachen musste ich auch in diesem Kapitel wieder, als die alternativen Kommunikationsformen ins Spiel kommen. Miteinander sprechen als alternative Kommuniktionsformen zu bezeichnen, ha, das müsste man mal den Leuten sagen, die nur noch über WhatsApp kommunizieren.
In dem Kapitel passiert so viel, ich könnte noch ewig schreiben, obwohl wir am Ende eigentlich genauso schlau sind, wie nach dem letzten Kapitel. W und J sind in großer Gefahr und TS soll helfen. Nur das Erstaunen J's über das Aussehen der Iraluaner lässt mich glauben, dass Melissa mit ihrer Vermutung, sie würden wie weiße Pferde aussehen, womöglich Recht und somit den Hellseherpreis verdient hat.
Ich habe dieses Kapitel sehr gerne gelesen und hätte ich gerne weitergelesen, obwohl es ja schon ziemlich lang ist. So aber muss ich mich bis zu Eurem nächsten gedulden und freue mich schon sehr darauf.

Liebe Grüße
Arvara

Antwort von Adrimeny am 06.07.2019 | 13:17 Uhr
Liebe Avara!

Zum Glück hast wenigstens Du uns erlöst und hast Zeit für ein Review gefunden. Im Moment ist es wirklich gespenstisch hier.

Umso mehr hat es uns gefreut, dass Dir das Kapitel so gut gefallen hat.

Die Kaffeesucht von Janeway ist schon ein Insider. Da haben wir etwas überlegt, ob wir das überhaupt bringen sollen, aber diejenigen, die die Serie nicht kennen, wird es nicht gestört haben und für die Kenner macht es den Charakter runder. Scheint gelungen ;-))! Danke für das Kompliment!!!

Überhaupt: So viel Lob - da wird man ja ganz verlegen! Lieben Dank dafür.

W in die Zukunft zu versetzen ist in der Tat eine Herausforderung. Es ist ja ohnehin nicht ganz leicht Dialoge für den Häuptling zu schreiben, aber das bekommt hier wirklich manchmal noch eine andere Dimension, umso wichtiger ist uns eine Rückmeldung - so wie von Dir - dass das passend wirkt.

Star Trek ist mitten im kalten Krieg entstanden, als man näher an einem 3. Weltkrieg, als an friedlichen Zeiten war. Gene Roddenberry, der Erfinder von Star Trek , wollte den Menschen damals eine positive Zukunft zeigen: Seht her, in der Zukunft werden wir alle zusammenarbeiten, egal woher wir kommen und welche Farbe unsere Haut hat. Das trifft für seine Version der Erde ja auch zu. Man lebt dort in Frieden miteinander. Doch letztlich wurden Konflikte nur verlagert und auch wenn die Föderation und die Sternenflotte zunächst einmal nur einen Forschungsauftrag haben, werden sie doch immer wieder in kriegerische Auseinandersetzungen gezogen und es geht um die gleichen widerstreitenden Interessen, wie heute.

Wir haben uns gefragt, wie das wohl auf W wirken muss, der sich in seiner Zeit für den Frieden einsetzt? Fünf Jahrhunderte später hat sich letztlich nicht viel geändert. Das muss und wird ihn beschäftigen. Hier liegt auch eines der zentralen Themen unserer Geschichte und wenn Du schreibst, dass wir damit der Story viel Tiefe verleihen, dann macht uns das sehr glücklich!!

Der Humor darf nicht fehlen. Es macht Spaß, dass wir den hier einfach immer mal einstreuen können, weil es nun einmal zu unfreiwillig komischen Situationen kommen muss bei dieser Konstellation.

Auf die Erklärung, wie die Iraluaner letztlich aussehen und was sie eigentlich wollen, musst Du noch ein wenig warten. Erwartungsgemäß geht es im nächsten Kapitel erst einmal wieder zu Chakotay und Old Shatterhand. Die haben ja auch noch einiges zu tun ;-)!

Liebe Avara, noch einmal herzlichen Dank für Deine Zeilen!

Liebe Grüße

marieschi und Danny
19.06.2019 | 19:17 Uhr
Hallo ihr Lieben!

Ich bin noch da, auch wenn es momentan vielleicht anders erscheint. Bitte entschuldigt, wenn meine Reviews derzeit vielleicht etwas kürzer ausfallen, aber sonst würde es mit der Rückmeldung noch länger dauern.

Euer OS tut mir allmählich richtig leid! Es tut sich ein Rätsel nach dem anderen hier auf. Da ist dieser merkwürdige weiße Hengst, der plötzlich auftaucht und sich gut mit Iltschi und Hatatitla versteht.

Und dann – noch viel rätselhafter – C, von dem er nun endlich eine Erklärung verlangt. Und die liefert C ihm schonungslos offen. Bewundernswert, dass OS trotzdem noch den Blick für das Wesentliche behält – aber sonst wäre er auch nicht OS!

Wie schon in vielen der letzten Kapitel finde ich die Stellen besonders reizvoll, in denen sich aus der Situation heraus eine gewisse Komik entwickelt. Z.B. als C sagt, dass sein Captain eine Frau sei. Oder der Dialog um das Schießen mit Gewehren. Oder als TU von Chakotay lernen möchte… Immer sind es naheliegende, kulturelle bzw. zeitbedingte Missverständnisse, die in einem solchen Setting einfach auftreten müssen! Und ihr legt hier so wunderbar treffend immer ganz genau den Finger in die Wunde, zerrt das hervor und macht was Lustiges draus! Gefällt mir außerordentlich!

Und dann gibt es plötzlich eine Verbindung mit Winnetou, die temporale Verzerrung wird durchdrungen und der Häuptling kann eine Botschaft senden. Wobei mir absolut schleierhaft ist, was ausgerechnet TS nun machen soll!

Wenn ich mich nicht irre, weiß W doch noch gar nicht, dass er sich in der Zukunft befindet, oder? Daher ist es für mich fraglich, ob OS seiner Bitte nachkommen sollte. Vielleicht kann C doch mehr ausrichten als ausgerechnet TS? Irgendwie mag ich den an dieser Stelle nicht so gerne haben…

Ich bin gespannt und freue mich sehr darauf, im nächsten Kapitel zu lesen, wie Janeway nun mit dem Apachen umgehen wird und ob sie ihm die Wahrheit erzählt. Und wie W darauf reagiert….

Vielen Dank für die tolle Unterhaltung!

Liebe Grüße
Catherine

Antwort von Adrimeny am 24.06.2019 | 12:00 Uhr
Hallo Catherine,
wir freuen uns natürlich über jedes Review, ob es nun kurz oder lang ist. Und sooo kurz ist dieses hier ja wirklich nicht!

OS hat wirklich einiges auszuhalten und zu akzeptieren. Da ist der weiße Hengst noch das kleinste Übel. C hat sich entschieden, OS die ganze Wahrheit zu offenbaren. Und es stimmt schon, er reagiert ziemlich gefasst auf diese Erklärungen. Aber hat er eine Wahl? Er will W zurückhaben, das hilft alles jammern und lamentieren nicht. Er muss sich den Tatsachen stellen und das möglichst schnell.


Es ist ja auch wirklich lustig, sich vorzustellen, wie es ist, wenn man der Zukunft, bzw. der Vergangenheit begegnet. Es sind ja vor allen Dingen die alltäglichen Kleinigkeiten, die unser Leben bestimmen und in der Praxis dann für einiges Durcheinander sorgen können. Und es macht auch wirklich Spaß, gerade diese Szenen zu schreiben....


Du denkst W weiß nicht, dass er sich in der Zukunft befindet? Das mag sein, aber er weiß garantiert, dass er NICHT DORT ist, wo er sein sollte! Zwei Sonnen hat er noch nirgendwo auf der Erde gesehen, Menschen, die miteinander reden können, ohne sich nahe zu sein, auch das hat er noch nie erlebt. Er empfindet dieses ganze Szenario als übernatürlich, als unfassbar. Und als er dann noch OS wie durch ein Fenster in der Siouxhöhle erblickt, wird ihm das Ganze noch unheimlicher.
Unheimliches erklärbar aber versucht TS möglich zu machen. Er war es, der W in jungen Jahren unterrichtet hat, er war es, der ihm die alten Schriften gezeigt und … und.... und.
Vieles wird sich sicher in den nachfolgenden Kapiteln noch erklären.

Schön, dass Dir diese Geschichte immer noch gefällt.
Danke für das Review und viele Grüße

Adrimeny
18.06.2019 | 14:17 Uhr
Hallo ihr beiden!

Ok, das is ja jetzt mal iwie ein bissl beruhigend. Pferde: check! Gewehre: Check! Und das weiße Pferd is auch noch da.

Iwie hab ich das fast gedacht, dass ihr den weißen Hengst bestimmt nicht in die Story geschrieben habt, um den mal nur so kurz TU verletzen zu lassen. Das wäre "weniger aufwändig" auch gegangen. Bestimmt hat es mit dem Hengst was auf sich, was iwie Geheimnisvolles, Wichtiges.

Und das spüren iwie I und H.

Hmmm wie sehen eigentlich Iraluaner (heißen die so?) aus? Nich zufällig wie weiße Pferde, oder?

Und is das nich iwie voll komisch, dass jetzt auch noch so Sachen passieren, wo auch C keinen Plan hat? Warum is sein Kopf wieder heile und warum is sein Multitool-Dings wieder geladen? Andererseits is das auch nich sehr beruhigend, dass auch der Typ aus der Zukunft so ein bissl im Dunkeln tappt.

Und ich ahn mal schon so, dass der Weg zu TS kein Spaß wird mit einem, der so gar keine Ahnung hat vom Schießen und Reiten und so (oder können die reiten bei Startrek?). Aber gut is ja, dass TU noch lebt, weil wenn sie zu TS wollen, der ja OS nich leiden kann, dann können sie TU vorschicken. Denn wenn ich das so richtig im Kopf hab, dann is doch TS iwie neutral, keines Menschen Freund oder Feind, iwie so. Und dann müsst ja ein anderer Medizinmann ihn auch ohne Weiteres besuchen dürfen. Und wenn dann TU sagt, dass W verschwunden is und Hilfe braucht, dann akzeptiert TS auch OS. Denk ich mal...

Echt voll rätselhaft is auch, was jetzt schon wieder auf dem Wüstenplaneten los is. Und wie kommt W drauf, dass TS helfen kann? Einfach weil das alles so seltsam is und weil Medizinmann für seltsam zuständig sind und TS der größte Medizinmann is? Oder hat W iwie was gesehen oder erfahren, was speziell ihn auf TS bringt?

Bin mega gespannt wie es weitergeht und bin echt sooooo happy, dass die Story wieder da is!

Liebe Grüße, eure Melissa!

Antwort von Adrimeny am 18.06.2019 | 15:17 Uhr
Hallo Melissa,
immerhin sind die Pferde und Gewehre noch da. Das ist wichtig, denn ohne Pferde wäre es wohl schlecht möglich, zu TS zu kommen. Und es sind ja auch 3 Pferde, passt ja hervorragend.

Iraluaner, die wie Pferde aussehen, das wäre wohl ziemlich lustig.

Dass C auch nicht alles weiß, macht ihn ja eigentlich sympathisch. Immerhin ist er ein Mensch. Ob er reiten kann, fragst Du? Ehrlich, darüber haben wir noch gar nicht gesprochen, aber die Frage ist wirklich berechtigt. Auch das könnte witzig werden.

Wie auch immer, unsere Erdenfreunde werden sich wohl gemeinsam auf den Weg zur Felsenstadt begeben. W hat sie dorthin geschickt, er wird sich etwas dabei gedacht haben. Ob TS allerdings nun besser auf OS zu sprechen ist ? Wohl eher nicht!

Und auch die Ereignisse auf dem Wüstenplaneten sind geheimnisvoll. Was ist passiert, dass J sich an W festklammert, was ist mit den Bewohnern?

Leider müssen wir auch Dich noch eine Weile vertrösten, aber wir versprechen, die Story nicht wieder zu löschen!


Vielen Dank für Dein Review und liebe Grüße

Adrimeny
16.06.2019 | 12:25 Uhr
Ein ganzes Kapitel nur aus der Sicht von OS! Vor ihm türmen sich aber auch wahrlich große Rätsel auf. Erst taucht dieser Schimmel auf, der Hatatitla und Iltschi irgendwie gerettet zu haben scheint.
Dann wird ihm erklärt, dass dieser mysteriöse Mann aus der Zukunft kommt, was OS ja erstaunlich gut verdaut. Vielleicht weil er es als Schriftsteller gewohnt ist, der Fantasie freien Lauf zu lassen.
Meine Frage, die ich mir nach dem letzten Kapitel gestellt hatte, wieso dieses Heilungsdings auf einmal wieder funktioniert, wurde durch die Erklärung Ch's auch geklärt.
Und dann tut sich in der Höhle ein Fenster in die Zukunft auf und gibt dem armen OS noch mehr Rätsel auf.
Übrigens auch dem Leser, der genau wie OS keine Ahnung hat, was hier abgeht. Klar ist nur, dass W und J in höchster Gefahr schweben und dann ist das Kapitel zu Ende, grrr!
Hat man euch schon mal vorgeworfen, ein bisschen sadistisch zu sein?
Die Spannung ist auf jeden Fall sehr hoch und ich gespannt, wohin die Reise geht.
Liebe Grüße
Arvara

Antwort von Adrimeny am 18.06.2019 | 11:14 Uhr
Hallo Arvara,

dieses Kapitel ist aus der Sicht OSs geschrieben und es scheint in der Tat so, als ob sich ihm da sehr viele Rätsel stellen.

Da ist einmal das weiße Pferd. Woher kommt es, warum hat es TU angegriffen, wieso dulden H und I es in ihrer Nähe?
Da ist C, der Mann, der aus der Zukunft kommt und über die unglaublichsten Gegenstände verfügt. OS scheint das alles viel zu ruhig hinzunehmen. Natürlich ist er als Schriftsteller vielleicht eher in der Lage, sich so etwas vorstellen zu können, aber es ist sicher auch seiner Sorge um W geschuldet, dass er all die Fragen, die ihn garantiert beschäftigen, zunächst einmal zurückstellt.

Es geht ihm darum, den Apachen so schnell es irgendwie geht wieder zurückzuholen. Auch er erkennt ja die Gefahr, in der W schwebt.

Wie es nun weitergeht mit W, J, C und OS wird sich im nächsten Kapitel zeigen. Bis dahin bitten wir noch um etwas Geduld.


Danke für die Rückmeldung und viele Grüße

Adrimeny
14.06.2019 | 14:11 Uhr
Ich war voll skeptisch, hab mich aber doch von eurem Vorwort neugierig machen lassen. Und bin jetzt voll angefixt: eine spannende Geschichte mit tollen Charakteren, die (für mich erstaunlich) gut zusammenpassen und glaubwürdig reagieren. Ich kann gar nicht erwarten zu lesen wie es weitergeht. Danke!

Antwort von Adrimeny am 18.06.2019 | 11:04 Uhr
Hallo Basilikum,
es freut uns natürlich sehr, dass Du Dich von unserem Vorwort zum Lesen aufgefordert gefühlt hast und natürlich noch mehr, dass Dir unsere Geschichte nun auch gefällt. Die Idee dazu kam uns spontan an einem späten Freitagabend und es macht uns sehr viel Spaß sie in die Tat umzusetzen.

Danke für die Rückmeldung und vielleicht bis bald
Adrimeny
Ferdi (anonymer Benutzer)
12.06.2019 | 11:28 Uhr
Vielen Dank für die spannende Geschichte!
Auf die kleine Anspielung an Zurück in die Zukunft ( eigene Grosseltern lernen sich nicht kennen) habe ich ja gewartet. Das mit den Pferden verstehe ich nicht so ganz aber da bei KM und auch sonst in der Literatur ja gerne Zauber- und auch sonstige Pferde auftreten schätze ich es wird sich noch aufklären...
LG Ferdi

Antwort von Adrimeny am 14.06.2019 | 10:37 Uhr
Hallo Ferdi,
das ist aber schön: Ein Review von einem neuen Leser. Vielen Dank, dass Dir unsere Geschichte gefällt, auch wenn noch einiges ein bisschen unverständlich ist. Das wird sich sicher noch klären.

Herzlichen Dank für die Rückmeldung und viele Grüße
Adrimeny
11.06.2019 | 08:53 Uhr
Liebe Danny, liebe Marieschi!

Schwarzer, zäher, schäumender Matsch?! Dazu endloser Regen, jede Menge Leichen und Verwesungsgeruch... Als ich das gelesen habe, war ich gleichermaßen froh, gemütlich daheim im Sessel zu sitzen, sowie der Tatsache gewiss zu sein, dass W sich auf dem Wüstenplaneten befindet, hihi. Der erscheint mir im Vergleich nämlich geradezu heimelig. Minus die Iraluaner, versteht sich ;-)

Im Ernst, es mag daran liegen, dass die ferne Galaxie irgendwie wie eine temporäre Zwischenstation anmutet – während ihr mit dem Chaos im Lager des Sioux im 19. Jahrhundert eine Art Endzeitszenario geschaffen habt. Brr.

„Heute ist vorgestern und übermorgen ist in hundert Jahren.“

Dies ist für mich die übergeordnete Aussage des Kapitels, ja womöglich der ganzen Geschichte. Diese achtlos dahingeworfene Bemerkung von C, ein Zitat von J (von dem ich nicht weiß, ob es so etwas wie ein geflügeltes Wort darstellt, oder ob ihr es erfunden habt ;-)) schlägt jedenfalls den Bogen zum Titel des Gesamtwerkes. Was ist Zeit?

Der Text wimmelt von vielen kleinen Dingen, die seltsam, fragwürdig oder bedenklich scheinen und sich (noch) nicht abschließend beurteilen lassen.

Da ist die Tatsache, dass C OSs „lästiges Narbengewebe“ entfernt hat, als er die Wunde im Hals heilte. Einerseits handelt es sich hier um die Beschäftigung mit einem wirklichkeitsgetreuen Detail, das beim Mayster nie Erwähnung fand. Ich meine, kann nach einer derartigen Verletzung einfach alles wieder gut sein? Steht nicht vielmehr zu erwarten, dass Störungen im betreffenden Areal zurückbleiben? Andererseits stellt sich aber die Frage, ob nicht mit dem Wegzaubern des Mals auch ein wichtiges Symbol verschwunden ist. OS hat seine Narbe mit Stolz getragen, als Zeichen des Versprechens, das aus ihr erwuchs. Ist es tatsächlich von Vorteil, dass diese nun Geschichte ist? Oder wird sie einst mit W zurückkehren, wenn hoffentlich alles wieder „normal“ ist ;-)?

Exemplarisch für die ganzen Merkwürdigkeiten, oder mit euren Worten: die Dinge, die OS „absolut nicht gefallen“ ;-) sei hier die Verbrüderung der drei Pferde genannt. Was hat es mit diesem weißen Hengst auf sich? Warum bedrängte er TU? Das kann wohl kaum Zufall sein...

OS hat einiges zu bewältigen, wobei die neuartige Verteilung der Geschlechterrollen in der Zukunft wohl sein geringstes Problem sein dürfte ;-)

Natürlich steht ihm an erster Stelle, den Blutsbruder wiederzufinden. „Winnetou ist sehr wichtig für das Hier und Jetzt. Und ich vermute, Sie möchten auch lieber wieder in Ihre Zeit zurückkehren“ hat mich lächeln lassen. Da kommt eine so deutliche Gewichtung zum Vorschein... und C schneidet im Vergleich mit dem Apachen nicht sonderlich gut ab ;-))

OS unterschätzt C hier aber, unterschätzt dessen Fähigkeit, sich in das Wesen einer tiefen emotionalen Verbindung einzufühlen. Er weiß ja nicht, dass C mit J auch eine Art W besitzt. Ich bin gespannt, wie sich diese Problematik auf dem Wüstenplaneten entwickeln wird.

Das Kernstück des Kapitels ist natürlich die abschließende Szene in der Höhle. OS „begegnet“ seinem W... und es ist interessant, dass weder C noch TU der Zeitreise standzuhalten vermögen. Dadurch demonstriert ihr einmal mehr, über welche Macht, welchen Zauber die Blutsbrüder gemeinsam verfügen. Was die Story wundervoll im KM-Universum positioniert.

Das, was OS wie durch eine Glasscheibe sieht, wirft neue Fragen auf. Warum hocken W und J „in höchster Not“ auf der Erde? Warum klammert sich J gar an den Arm des Häuptlings? Ich befürchte, während wir uns durch matschige Asche gekämpft und Gewehre gesucht haben, hat sich in der Zukunft Unbill ereignet...

Abschließend möchte ich erwähnen, dass ich es mag, wie ihr immer wieder dezenten Grusel in euren Text zu bringen versteht, indem ihr diese zwei Sonnen auf die Leinwand eures Geschehens malt. Ich möchte mich fast ducken...

Muss ich noch erwähnen, dass ich ungeduldig der Entwicklungen auf dem Wüstenplaneten harre?

Lieben Dank für die gute Unterhaltung und herzliche Grüße durch halb Europa :-)!

Zorbi

Antwort von Adrimeny am 14.06.2019 | 10:32 Uhr
Liebe Zorbi,
dann müssen wir uns ja beeilen, Deine Reviews noch vor Deinem Urlaub zu beantworten.

Vielleicht ist es auf dem Wüstenplaneten wirklich, vom Wetter her gesehen, heimeliger als auf der guten alten Erde am Hancockberg, der ja schon bei KM ziemlich düster ist.
Wir hoffen mit OS, dass er diesen Ort schnellstmöglich verlassen kann, am besten in Begleitung seines Blutsbruders.

„Heute ist vorgestern und übermorgen ist in hundert Jahren.“
Zeit ist irgendwie ja auch so ein unbestimmter Begriff. Manchmal vergeht die Zeit für unser Empfinden unendlich langsam, dann wieder fliegt sie förmlich davon. Was also ist Zeit?

Es sind die Kleinigkeiten, die Dich in diesem Text beschäftigen. KM alias OS hat vor Jahren im Kampf mit W diese furchtbare Verletzung davongetragen. Danach haben wir aber nie wieder etwas davon gehört. Ist es möglich, dass so eine schwere Verwundung einfach so abheilt? Was ist mit dem Narbengewebe? KM lässt uns nicht teilhaben an solchen "Kleinigkeiten".
Natürlich ist es für OS auch eine Art Erinnerung, diese Narbe mit Stolz zu tragen.

Aber jetzt ist sie erst einmal weg und OS scheint tatsächlich erleichtert...


Aber es gibt ja noch mehr Merkwürdigkeiten, Unerklärliches, z.B. der weiße Hengst. Ist es wirklich Zufall, dass er sich an H und I angeschlossen hat und sie ihn auch noch bei sich dulden? Ist es Zufall, dass der Hengst TU so attackiert?

OS ist sicherlich froh darüber C an seiner Seite zu haben - aber klar, für ihn hat W absolute Priorität. Er kann nicht glauben, dass der Zukunftsmensch sich in die Beziehung der Blutsbrüder hineindenken kann. Aber - er kann, er versteht. Vielleicht nicht alles, aber immerhin, er versteht. Und es ist für ihn ebenso wichtig wieder "heimzukehren", denn 5 Jahrhunderte lassen sich, abgesehen von den Menschen, die er ja jetzt auch verloren hat, nicht einfach verdrängen.

Allerdings ist die emotionale Verbindung zwischen den Blutsbrüdern doch noch einmal eine andere Nummer. Über Zeit und Raum hinweg funktioniert sie immer noch, ist so stark, dass sie einander, wie durch ein Fenster erkennen können. Weder TU noch C können den beiden auf diese Ebene folgen, sie sind nicht stark genug, diese Unterschiede auszuhalten.

In höchster Not gelingt es W OS zuzurufen, dass er TS um Hilfe und Unterstützung bitten soll. Ein bisschen schwierig für OS, denn TS ist ja nicht sein bester Freund. Aber um Ws Willen wird er vielleicht bereit sein zu helfen.

Manchmal wäre es vielleicht gut, auch zwei Sonnen hier zu haben. Dann könnten sich mit dem Scheinen hier und da mal abwechseln, was ja nicht das Schlechteste wäre.

Wir wünsche Dir einen schönen Urlaub.

Bis bald
Adrimeny
10.06.2019 | 07:37 Uhr
Ihr Lieben!

Auf um nächsten Akt und zurück zu OS.

Nicht, dass der nun in irgendeiner Weise wenig Probleme hätte, aber ihm gönnt ihr zumindest ein paar kleine Erfolge. Immerhin TU lebt und C hat ihn sogar recht unbeschadet wieder hinbekommen. Das ist durchaus von Vorteil, zum einen, weil er ebenfalls ein für seine Verhältnisse kluger Mann zu sein scheint, ganz praktisch gesehen aber auch, weil die Sioux ja nicht auf immer verschwunden sein werden.

Natürlich sind sie erst einmal vor dem Feuer geflohen, aber früher oder später werden sie zurückkommen, um zu sehen, was noch zu retten ist, um zu sehen, ob es Überlebende gibt und eben bestimmt auch um TU zu suchen, wenn klar wird, dass er fehlt. Denn ob tot oder lebendig, sie werden sicherlich Gewissheit haben wollen, wo ihr Medizinmann abgeblieben ist.

In dem Fall kann es nicht schaden, selbigem das Leben gerettet zu haben, sodass er in gewisser Weise in der Schuld seiner Retter steht. Zudem ist TU sicher einflussreich und erkennt, dass vor allem C viel zu interessant ist, um ihn schlichtweg als Feind niederzumachen oder an den Marterpfahl zu stellen.

Außer der Genesung des Medizinmanns gibt es aber noch zwei weitere Lichtblicke: Die Pferde und die Gewehre sind in Ordnung! Ein Glück! I und H sind eben doch klug, sie wussten sich zu helfen. Und dass der weiße Hengst bei ihnen ist, verdutzt nicht nur OS. Andererseits, wenn es sich tatsächlich um kein "gewöhnliches Pferd" handelt (ich glaube hier immernoch an irgendeine Manifestation irgendeiner höheren Macht, an ein "Geisterwesen" im weitesten Sinne), dann würden die Rappen das spüren und es wäre klar, dass sie sich dem Schimmel unterordnen. Denn letztlich ist das ja die Erklärung dafür, dass sie so friedlich miteinander sind. Die beiden müssen den anderen sozusagen als ranghöher anerkennen.

Auf jeden Fall ist das sicher kein Zufall und ich bin gespannt wie und ob das ganze noch eine Rolle spielt. Übrigens völlig verrückter Gedanke an dieser Stelle: Was, wenn die Iru...dinsgbums einen ihrer eigenen Leute auf dem Wüstenplaneten hatten abholen wollen... Was, wenn unser weißer Hengst auch ein Zeitreisender ist, der das Portal genutzt hatte, eigentlich wieder heimkehren wollte, von den Seinen auf der anderen Seite erwartet wurde und nun haben die stattdessen W bekommen? Ich meine, warum sollen nicht irgendwelche fortschrittlichen Wesen zum Beispiel in der Lage sein, Gestalten anzunehmen, die gerade praktisch sind. Und ein Wildpferd ist eben wunderbar unauffällig (mit der Farbe haben sie sich dann vielleicht ein bisschen vertan). Ich weiß, völlig irre, kam mir aber so in den Sinn.

Was mir schon jetzt großen Spaß macht sind die Schmunzeleien, die das Aufeinandertreffen der verschiedenen Zeitebenen verursachen. Nicht nur im letzten Kapitel die "auf den Kopf gestellte Höhle", die W allzu wörtlich nimmt, sondern auch hier die Unterhaltung über die Gewehre. Ich sehe OS förmlich die Augen rollen angesichts der Tatsache, dass C eine so wenig hilfreiche Antwort gibt, ob er schießen könne. Für OS ist natürlich klar: Das ist ein Gewehr und entweder man kann schießen oder nicht, da gibt es nichts zu überlegen.

Für C muss aber klar sein: Das ist ein Teil, mit dem man zielen muss, um zu treffen, ich habe aber keine Ahnung von der wirklichen Handhabung. Insgesamt scheint es mir, als ob in der Zukunft eher Handfeuerwaffen im "täglichen" Gebrauch sind. Vielleicht kann C mit einem Revolver mehr anfangen. Ich amüsiere mich jedenfalls schon jetzt, wenn er mit dem Rückstoß des Bärentöters Bekanntschaft macht. Und mit der Tatsache, wie mühselig es ist, dauernd laden zu müssen. Und von wegen auf Betäubung umstellen oder so. Ich denke, da könnten noch ein paar unfreiwillig komische Momente kommen.

Andererseits finde ich es sehr logisch, dass OS den Bärentöter anbietet. Seiner Meinung nach ist das das Gewehr, das "einfacher" zu bedienen ist. Zudem wird er seinen besonderen Stutzen nicht aus der Hand geben wollen. Und Ws Silberbüchse herzuleihen kommt nicht in Frage, die ist irgendwie besonders, "heilig", die wird OS hüten wie seinen Augapfel schätze ich.

Nach den Erfolgserlebnissen geht es dann aber auch auf der Erde mit einem neuerlichen Schrecken weiter: Die Verbindung ist noch da, sie scheint sogar "offener" denn je, da man hindurchblicken kann. Es muss aber sowohl W und OS klar werden, dass sie beide ein Problem haben. Und nun soll TS es richten? OK, DAS ist überraschend.

Ich frage mich hier natürlich: Was ist derweil auf dem Wüstenplaneten geschehen, dass erstens W wieder dort ist, wo das Portal sich befindet (denn er und J waren ja auf dem Rückweg ins Schiff), wie kommt W zu der Erkenntnis, dass TS helfen kann und wieviel Zeit ist bereits vergangen in Bezug auf das 80 Stunden Ultimatum (bzw. vergeht die Zeit auf beiden Planeten überhaupt "synchron"?)

In diesem Zusammenhang noch ein großes Lob für die Idee, dass, was in der Zukunft wissenschaftlich zu erklären versucht wird, wofür es Messgeräte und Fachbegriffe gibt, im Wilden Westen in den Bereich des Schamanischen, Mystischen, Zauberhaften zu verlagern.

Wo man auf der einen Seite versucht mit Wissenschaft weiterzukommen (die aber ja auch grandios scheitert: Portal weg... Pech!), sind es hier besondere Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die helfen können (hoffentlich) und die vielleicht mehr Erfolg haben, weil sie die Sache anders angehen. Sehr gut passt dazu meiner Meinung nach, dass TU die Anomalie als erster spürt. Ihr habt gewissermaßen das schon immer gültige "Was wir nicht verstehen, machen wir zu Wunderglaube und Übernatürlichem" nun von beiden Seiten: aus der Zukunft betrachtet ist es Wissenschaft, aus dem 19. Jhd. betrachtet sind es mächtige Geister und höhere Wesen, die ihre Finger im Spiel haben. Und tatsächlich, wer könnte da besser helfen als TS.

Bleibt allerdings das kleine Problem, dass nun ausgerechnet der nicht unbedingt gut auf OS zu sprechen ist...

Aber immerhin: OS hat gesehen, dass es W so weit gut geht, er hat einen Anhaltspunkt, wo er weitermachen kann. Und er hat immernoch C und TU an seiner Seite, die wohl auch nicht ganz unhilfreich sein werden aus unterschiedlichen Gründen.

Es bleibt jedenfalls auf beiden Seiten des Portals rasend spannend!!!

Viele liebe Grüße und nochmal ein Dankeschön, dass ihr wieder da seid!!!

Luni

Antwort von Adrimeny am 13.06.2019 | 12:38 Uhr
Liebe Luni,

Na ja, OS hat es sicher ein ganz klein wenig leichter als Winnetou, zumindest bezüglich der Örtlichkeit, in der er sich befindet und der Menschen, die dort leben. Immerhin hat er in TU einen Mann an seiner Seite, der in der gleichen Zeit lebt wie OS und ein paar wildgewordene Siouxkrieger sind ihm sicher immer noch lieber als unsichtbare und unbekannte Iraluaner…
Natürlich hat das Überleben TUs auch den praktischen Vorteil, dass er damit quasi etwas gut hat bei den Sioux, denen er ein geschätzter Schamane ist. TU ist klug, er wird von daher auch den Wert erkannt haben, den C für seinen Stamm haben kann - im Guten wie im Schlechten.

Auch H und I haben überlebt und sind auf das Plateau zurückgekehrt, im Schlepptau den weißen Hengst. OS findet das zumindest seltsam, denn er weiß ja, dass die Hengste kaum ein anderes Pferd in ihrer Nähe dulden. Was es nun genau mit diesem "Weißen" auf sich hat wird sich sicher noch klären.

Du machst Dir viele Gedanken zu diesem Thema und darüber freuen wir uns sehr, müssen Dich aber trotzdem noch ein wenig vertrösten. Vieles ist anders als es zu sein scheint, manche sind nicht das, was sie vorgeben zu sein.

Sicher ist es ziemlich komisch, wenn man sich plötzlich an einem ganz unbekannten Ort, in einer ganz anderen Zeit mit völlig fremden Menschen konfrontiert sieht. Und natürlich hat jede Zeit auch ihre eigenen Redewendungen und Ausdrucksformen. Die "auf den Kopf gestellte Höhle" ist für W völlig daneben gegriffen, was soll er auch damit anfangen? Aber auch für einen Zukunftsmenschen gibt es etwas zu staunen. Gewehre! Damit soll man schießen können? C erlaubt sich zumindest einen kleinen Zweifel diesbezüglich. OS hingegen ist etwas ratlos. Klar ist es ein Gewehr. Damit kann man schießen! Was denn auch sonst??

OS will natürlich nicht den komplizierten Henrystutzen in ungeeignete Hände geben, die Silberbüchse ohnehin nicht. Bleibt also der Bärentöter, das Monstrum. Mal sehen, ob C damit zurechtkommt.

Nun geht es also zu einer weiteren Inspektion in die Höhle. Und diesmal ist es TU, der die eigenartigen "Schwingungen" zuerst bemerkt. Os aber ist es, der den Freund zum Greifen nah vor sich sieht. Er will ihn ergreifen, zu sich heran ziehen, aber es geht nicht. Immerhin gelingt es W, OS zuzurufen, wo er Hilfe suchen soll, wo er sie finden kann. Bei TS! Eigentlich ist das doch eine logische Theorie, denn der Geheimnismann verfügt über ein Wissen, dass den meisten Menschen verloren ging. Allerdings stimmt es ja auch, dass TS nichts von OS wissen will, ihm immer noch die Schuld an Nscho tschis und Intschu tschuinas Tod gibt. Aber er liebt W und vielleicht wird der Wunsch, den Häuptling zu retten, OS und TS einander näher bringen.


Viele Grüße und auch von uns ein Dankeschön für das schöne Review.

Adrimeny
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