Autor: Amatra
Reviews 1 bis 5 (von 5 insgesamt):
11.12.2018 | 19:55 Uhr
zu Kapitel 1
Na, das ist ja mal eine interessante Umdichtung, auch wenn ich den Erlkönig nie wirklich mochte (ja, ich mag Happy- Ends deutlich lieber). Lustigerweise hat mich meine beste Freundin grade erst am letzten Wochenende gefragt, wie ich die vorletzte Strophe interpretieren würde, als bin ich gerade in dem Gedicht drin. Wir mussten auch wochenlang den Erlkönig in Musik interpretieren und hätten uns dazu Notizen machen müssen - was ich nicht getan habe und dann in der Klausur die Stelle einfach neu mit den Sachen, die ich noch im Gedächtnis hatte, interpretiert. Hat etwas länger gedauert, aber mein Musiklehrer hat mich einfach weiterschreiben lassen (und ich hatte hinterher die erstrebten 15 Punkte).

Ich finde es sehr gut, dass du Ben am Ende zwar physisch überleben lässt, er sich eben allerdings nicht mehr als dieser fühlt - alles andere wäre ja auch unsinnig. Genauso finde ich deine Äquivalente herrlich: Evaporatoren, Triebwerke und ein Holo-Vid, die Han benutzt, um Ben zu beruhigen. Auch herrlich ist die erste Verführungsstrophe mit der Anspielung auf den goldenen Bademantel.

Allgemein gut gemacht,
Liana

Antwort von Amatra am 11.01.2019 | 22:39:42 Uhr
Ja, der Erlkönig lässt gewissen unschönen Interpretationsspielraum, Gruselfaktor inclusive. Ich weiß gar nicht, ob wir den damals im Deutschunterricht so auseinandergenommen haben, bei mir war es auch in Musik. Da ich auf einem musischen Gymnasium war und dann auch noch im Musikzug, haben wir den in allen Variationen durchexerziert bis zum Abwinken.
Natürlich musste der goldene Bademantel mit rein! Schon weil das "gülden Gewand" die Steilvorlage aus der originalen Ballade ist!
Ich glaube so ad-hoc habe ich noch nie eine Umdichtung zustande gebracht, das war einfach plötzlich da. Vielleicht weil ich vorher in einem alten Heinz Erhardt-Buch geblättert hatte oder weil ich ja auch an der Prosa-Version davon gesessen bin. Die hatte ich zwar eine Weile auf Eis gelegt, aber jetzt ist auch die fertig.

Freut mich, dass es Dir so gefällt obwol Du mit dem Original nie warm geworden bist!
Liebe Grüße
Amatra
06.12.2018 | 21:57 Uhr
zu Kapitel 1
Heey,

ich lese zwar nicht mehr viel im Star Wars Fandom, aber das hat dann doch meine Aufmerksamkeit erregt, weil ich den Erlkönig schon immer ein sehr schönes und interessantes Gedicht fand, und deine Fassung steht dem in nichts nach. Sie liest sich wunderbar und passt auch perfekt zu Star Wars und Ben Solo.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht ganz einfach ist, das alles in eine Gedichtform zu kriegen, die sich fast genauso liest wie das Original, aber du hast es wirklich prima hinbekommen, ein großes Lob von mir.

LG Finerafin

Antwort von Amatra am 07.12.2018 | 00:01:58 Uhr
Hey Finerafin,

Freut mich, dass Dir meine Erlkönig-Fassung gefällt!
Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass es mir schwergefallen wäre. Tatsächlich sind mir die Verse regelrecht aus den Fingern geflossen. Vielleicht weil ich das Gedicht (die Ballade!) ziemlich gut kenne oder weil ich mich mit der „Geschichte (Fanfiction) dahinter“ gerade intensiv beschäftigt habe? Keine Ahnung.
Kompliziert wird jetzt allerdings, dass ich mir mit dieser Fassung die Rahmenbedingungen für die ursprünglich geplante Fanfiction ziemlich eng gesteckt habe (und die wiederum brauche ich als Basis für das nächste Kapi meiner laufenden Episode IX-Story). Es wird sich zeigen, ob das so funktioniert, wie ich mir das vorstelle ...

Vielen lieben Dank für Dein Lob und Review!
LG Amatra
06.12.2018 | 19:33 Uhr
zu Kapitel 1
Hallo Amatra,

Das ist wirklich eine schöne Umdichtung. Deine Star Wars-Einfälle dazu sind so passend. Ich musste an der Stelle mit dem Holovid richtig grienen. Und Han hat höchstwahrscheinlich noch nicht einmal mitbekommen, dass Ben tot war, ansonsten wäre er gleich danach im Falken bestimmt auch tot gewesen.

Da ist eine Zeile, die ich anders formulieren würde:
Meine Ritter all' beugen vor Dir das Knie.

Das ist aber auch schon alles. Du weißt ja, dass ich für solcherlei Nachdichtungen immer zu haben bin. Also bitte mehr davon! :) Einen Stern bekommst du für dieses Star Wars-Kleinod noch von mir!

Dir noch einen schönen Nikolaus! :D
LG
Sudooku

PS: @saphsaq:
Dass Han die Macht nicht versteht und deshalb so hilflos ist, habe ich beim Lesen gar nicht so mitbekommen. Das ist eine tolle Interpretation von Dir. :)

Antwort von Amatra am 06.12.2018 | 23:47:14 Uhr
Hallo Sudooku,
Mir war schon beim Schreiben klar, dass Dir diese Umdichtung gefallen wird. ^^
Ja, in der Tat, die von Dir vorgeschlagene Zeile hatte ich auch schon im Sinn, hab mich aber dagegen entschieden, um möglichst nah am Original zu bleiben.

Mehr davon? Oh, setz‘ mir keine Flausen in den Kopf! Ich habe hier schon genug Plotbunnies rumhoppeln ...
Vielen Dank für den Stern und Dir ebenfalls schönen Nikolaus!

Amatra

PS Noch ein Wort zu saphsaqs Interpretation: Das ist ja das gruselige am Erlkönig - der Vater bekommt davon nichts mit. Hier wird sogar die Erklärung frei Haus mitgeliefert: Kein Fieberwahn, sondern an der Macht, die Han nicht zugänglich ist, liegt‘s ... und unheimlich wird es Han Solo schließlich auch.
06.12.2018 | 17:33 Uhr
zu Kapitel 1
Das ist ja herrlich. Auch schön, dass du das Original unten noch mal stehen hast (obwohl ich es auswenig kann - ja, wirklich).
Das passt ja wirklich zu perfekt, vor allem diese letzte Zeile ich absolut genial. Schöne Idee, wirklich.
Äh... wann kommt das nächste Orson Krennic Fragment?
LG
Frostschimmer

PS: Und nimm dieses Sternchen, das ist verdient.

Antwort von Amatra am 06.12.2018 | 23:38:28 Uhr
Hey Frostschimmer,

Schön Dich zu lesen! Ja, ich kenne den Erlkönig auch beinahe auswendig - ich mag den Gruselfaktor darin.
Jeden Herbst, wenn die Nebelschwaden über den Feldern liegen, muss ich daran denken.

Das nächste Krennic-Fragment? Schon wieder? Aber das von Ende September hast Du schon gesehen, oder?
Ansonsten liegen die Krennic-Ideen gerade auf Eis, weil ich noch genügend andere Baustellen habe, aber es wird definitiv noch was kommen.

Vielen herzlichen Dank für das Sternchen!

LG
Amatra
06.12.2018 | 07:53 Uhr
zu Kapitel 1
Die fiesen Plotbunnys! Sie haben Dich in die Enge getrieben und Dir ein Gedicht abgerungen. Hoffentlich hat sie dieses Opfer etwas beruhigt und sie lassen Dir genug Luft, die Symmetrie weiterzuschreiben :D

Aber, Scherz beiseite. Ich finde der Erlkönig gibt wirklich gut das Problem wieder, was Han Solo hat: er kann seinen Sohn nicht verstehen. Die Macht, die Jedi, all das sieht er nicht. Wie soll er Ben da helfen?

Ich bin gespannt auf den Flashback! :) Ich befürchte nur, einer Frage wirst Du nicht ausweichen können - einer Frage, die für das Originalgedicht keine Rolle spielt: was ist mit der Mutter? Was ist mit Leia?

Antwort von Amatra am 06.12.2018 | 23:30:10 Uhr
Heyho saphsaq,

Ja, ich versuche der Plotbunnyzucht langsam Herr zu werden ... die Prosa-Version zu diesem Gedicht könnte Dir gefallen, ist aber noch nicht ganz fertig. ^^
Ich glaube, das Problem zwischen Han und Ben ist noch viel tiefgreifender: Nach Solo wissen wir, dass Han keinem wohlbehüteten Elternhaus entspringt - wie kann er da seinem Sohn ein verständnisvoller Vater sein?
Leia spielt allerdings auch im Flashback keine große Rolle - oder vielleicht doch?!