Autor: CThomas
Reviews 1 bis 3 (von 3 insgesamt) für Kapitel 2:
15.01.2019 | 21:47 Uhr
Liebe CT!
Kaum als sie sich anfängt, einzuleben, tritt ihr die Vergangenheit mit der hochmütigen Frances auf die Zehen.
Nein, mehr als hochmütig und mehr als nur die Zehen. Zutiefst verletzend und
Sowas tut man nicht und kam bei niemand, nicht einmal bei ihrem Gatten Ian gut an.
In Australien sind viele Farmer und Siedler ehemalige Sträflinge gewesen.

Joshua hat eine gute Frau bekommen, die auch hart arbeitet,
aber auch Missy hat in ihm einen sehr braven Mann.
Man muss das ja aus der damaligen Zeit sehen.
Ich denke auch, dass das ihr bestes Leben bis jetzt ist.
Und trotzdem hat sie Träume und Sehnsüchte, die weit über das hinausgehen, was Joshua ist.
Und sie spricht bei ihm noch immer nicht. Aber sie verstehen einander auch ohne ihre Worte. Ihre Träume lässt sie bei sich.

Du hast eine gute Milieuschilderung in eine besondere Ehegeschichte verpackt zusammen mit politischer und gesellschaftlicher Kritik der damaligen Zeit.
Sehr gut gelungen.
Liebe Grüße.
R ☆

Antwort von CThomas am 17.01.2019 | 08:05 Uhr
Hi R!

Australien, so dünn besiedelt es damals war, ist natürlich dazu prädestiniert, um sich mehrmals im Leben über den Weg zu laufen. Das ist natürlich Pech für Fisch, gerade auf die unsympathische Frances zu treffen. Später wird sie noch auf jemand anderen treffen, den wir bereits kurz kennengelernt haben, und dieser jemand wird das alles ausgleichen. ;-)

Joshua ist natürlich ein guter Mann, Fisch weiß und erkennt das auch, aber in ihren Träumen erlaubt sie sich den "perfekten" Partner getroffen zu haben, von dem sie sich tief geliebt fühlt, denn das ist ja das, wonach sie sich sehnt, geliebt zu werden, gesund zu sein, frei von Sorgen und Problemen. Joshuas Farm ist ein Anfang und tausendmal besser als die schimmlige Wohnung in Wapping, in der sie hungern musste und in der niemand war, der ihr Zuneigung zeigen konnte. Ich plane, Fisch sehr glücklich zu machen, denn das hat sie definitiv verdient.

Ich habe mich ein bisschen in die australische Geschichte eingelesen und fand die politischen Spannung recht interessant - und über was sollte man sich auch sonst bei so einem Treffen unterhalten, als über die Politik, die ja alle angeht.

Liebe Grüße!
13.01.2019 | 12:37 Uhr
Hallo Cosima,

endlich habe ich Zeit um die beiden Kapitel zu lesen.
Dass Missy dem elendigen London keine Träne nachweint, kann man anhand deiner Beschreibung nachvollziehen und ihr daher Australien als neue Chance auf ein besseres Leben gefällt.
Und dass Joshua ein sanfter Mann ist umso mehr.
Nun, werde ich mal abwarten wegen den neuen Nachbarn, aber Brock bringt ja jetzt schon seine fiese, grausame und gnadenlose Charakteransicht recht deutlich zu Tage. Und ich wette, dass sich deswegen zwischen ihnen allen ein zweigeteiltes Lager bezüglich des politischen Umdenkens dort bilden wird....

Danke für deine wunderschöne und detailreiche Schilderungen von dort!!! Ich mag sie einfach unheimlich gerne lesen.

Liebe Grüße von Karin

Antwort von CThomas am 14.01.2019 | 14:25 Uhr
Hi Karin!

Super, dass es dir gefällt - hast du eigentlich in das Projekt "Mansardengeschichten" reingelesen, auffindbar auf meinem Profil? Ist auch ein Geschichtenanfang, der dir gut gefallen könnte.

In Australien hat Fisch eine Zukunft, in London keine, und das ist ihr auch bewusst. Zu einem zweitgeteilten Lager kommt es nicht, zumindest nicht auf Joshuas Farm. Und warum, erfährst du gleich. Ich lade das nächste Kapitel hoch und bin wie immer gespannt auf deine Meinung!

Liebe Grüße!
12.01.2019 | 17:59 Uhr
Hallo,
habe erst jetzt bemerkt, dass du bereits weitergeschrieben hast. Ok, jetzt kann ich Joshuas Gründe irgendwie nachvollziehen. Zudem brauchte er ja eine Hilfskraft auch. Dass Fisch die Nachbarn unsympathisch sind kann ich sehr gut verstehen, aber vermutlich ist das die Haltung der damaligen Zeit. So hat wahrscheinlich fast jeder gedacht. Ich finde es auch sehr interessant wie du die Geschichte Australiens hier einbaust. Ich glaube nicht, dass viele Leute wissen, dass Australien eigentlich mal eine britische Strafkolonie war.

Antwort von CThomas am 14.01.2019 | 14:14 Uhr
Hi Loehli!

Danke für die netten Worte. Ob das Wissen über australische Geschichte so verbreitet ist, weiß ich nicht. Ich glaube, im deutschen Lehrplan Geschichte ist es vermutlich nicht oder nur am Rande Thema. Ich habe mich, wie immer, ein bisschen eingelesen und finde das sehr spannend - genau wie die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, die man hierzulande gar nicht kennt. Das muss Fisch ja erst einmal alles lernen (ebenso natürlich: Welche Schlange ist giftig, welche nicht?).
Gouverneur Gipps war wohl recht umstritten, das kam mir natürlich gelegen für dieses Kapitel, diese ablehnende Haltung Sträflingen und Aborigines gegenüber war bei den "freiwilligen" Siedlern wohl durchaus verbreitet. So sind Menschen nun mal. Leider.

Liebe Grüße!