Reviews 1 bis 9 (von 9 insgesamt):
Alice M (anonymer Benutzer)
07.09.2019 | 14:50 Uhr
zu Kapitel 23
Hey the havenly Dog,

Die Geschichte ist super wann geht's weiter?

Liebe Grüße,

Alice M.

Antwort von The Heavenly Dog am 08.09.2019 | 12:18:52 Uhr
Hallo Alice,

schön, dass dir die Geschichte gefällt. Weiter geht es, sobald ich das nächste Kapitel fertig habe.

LG The Heavenly Dog
08.07.2019 | 13:57 Uhr
zu Kapitel 19
Hi :)

Ah, es ist durchaus wahrscheinlich, dass ich mich zu Levians Ernte geäußert habe, dass mache ich eigentlich immer.
Was die Bilder zu den Tributen angeht, ich schätze das hat seine Vor- und Nachteile und ist letztendlich Geschmacksache. Bilder helfen mir die Charaktere zu merken, besonders da MMFFs normalerweise über einen längeren Zeitraum gehen und man mehr wichtige Figuren hat, als normalerweise in einem Buch.

> Pallas sollte sich so unfähig wie nur möglich zeigen, noch unfähiger, als sie es im letzten Jahr gewesen war und ihr Pulver erst in der Arena verschießen. <
~ Schlau. Sie wird in den Spielen wahrscheinlich für eine große Überraschung sorgen. :D

> „Dieser DJ ist gefährlich“, schaltete sich der Geist der Spiele ein, „jeder unterschätzt ihn, weil er alt und dick ist, aber er hat nicht umsonst schon mal die Spiele gewonnen. Es würde mich nicht wundern, wenn er am Ende weit kommen wird. Wahrscheinlich ist er allgemein der Schlauste der Tribute.“ <
~ Ich hatte ihn ehrlich gesagt auch nicht auf dem Schirm, aber er war der Professor, der was mit seinen Studentinnen hatte, oder? Ich muss gleich mal nachschauen.

> „Was für Idioten“, stellte er fest, während er mit seiner Waffe weiter feuerte, „damit werden sie im Wasser nicht besonders schnell sein. Und ein Frontalangriff. Das gewinnen wir vielleicht. Dazu müsste der Fünfer jedoch erstmal treffen, was ihm nicht so recht gelingen wollte. <
~ DJ ist vielleicht schlau aber er erscheint mir zu überzeugt von sich selbst. Fenris Team ist sowohl von der Anzahl als auch von der Stärke klar überlegen. Ein ausgefeilter Plan wäre an dieser Stelle wohl kaum notwendig.

> Und dann waren sie über ihnen. DJ fluchte und schoss wie wild um sich und mindestens eine Kugel traf den Zweier auch, aber er sank nicht zu Boden, sondern wurde nur langsamer, also war es wohl keine tödlicher Treffer, sodass nur eine Verwundung simuliert wurde. <
~ Wenn ich das richtig sehe, sind noch Fenris, Levian, Bailey, Hesper und Milvan übrig. Levian ist verletzt und möglicherweise wurde noch jemand von ihnen getroffen.
Wenn ich das richtig verstanden habe, muss die eroberte Flagge an den Ort gebracht werden, an dem sich die eigene Flagge befunden hat. Am schlausten wäre es jetzt von Fenris' Team, sich aufzuteilen. Die Schellsten (Fenris & Bailey?) sollten die Flagge zum Lager bringen, während Levian und Co. sich am Waldrand verstecken und Neill töten, bevor dieser auf die Insel gelangt. Dafür müssten sie aber zuerst merken, dass sich Neill nicht unter den Toten befindet...

> „Du hast mich noch nie kämpfen sehen“, meinte Macula selbstgefällig, „sei dir da mal nicht so sicher. Ja, du hast recht, sie werden es auf mich abgesehen haben, aber vielleicht töte ich am Füllhorn auch einfach einen oder zwei von ihnen und entkomme dann mit meinem Bündnis.“ <
~ Wieso auch nicht? Das scheint doch durchaus möglich. xD

> In den Hungerspielen darf man nur auf sich selbst schauen und niemandem vertrauen. Und nein, du musst mir jetzt nicht schon wieder einen Platz in deinem Bündnis anbieten. Ich brauche niemanden und bleibe für mich allein. <
~ Auch wenn ich Terrence Einstellung durchaus teile und glaube, dass man in den Spielen niemanden vollkommen vertrauen kann, so finde ich, dass man ohne Verbündete nicht weit kommt. Du musst nur einmal den Weg mit einem Team oder einem stärkeren Tribut kreuzen und schon bist du mit großer Wahrscheinlichkeit tot.

> „Vielleicht kriegen wir ja Punkte, weil wir die Flagge so gut bewacht haben“, sagte sie zu Mave, hockte sich neben sie und lächelte sie an, wie man ein kleines Kind anlächelte. <
~ Das bezweifle ich doch stark. Im Grunde hätten sie ihren Job nicht schlechter machen können. Das passiert, wenn du denkst, dass es sowieso nicht mehr zum Kampf kommt...

Ich glaube, nach dem letzten Kapitel dachte ich, das das Sieger-Team im Vorteil ist, aber nach jetzigem Stand müsste es eigentlich Fenris' Team schaffen. Vorausgesetzt die Flagge muss noch zurückgebracht werden und Neills Team hat noch nicht gewonnen.

Liebe Grüße

Antwort von The Heavenly Dog am 12.07.2019 | 21:29:31 Uhr
Moin,

dann will ich auch mal dein letztes Review beantworten und mich dafür bedanken! :)

Bilder - Okay, dass du dir dann die Charaktere merken kannst, ist ein Punkt. Ist bei mir nicht so, darüber merke ich mir allenfalls Charaktere, die ein besonders lächerliches Bild haben :D Ich finde aber, dass man sich auch nicht direkt sofort alle merken muss. Das ist bei mir anfangs immer eine Katastrophe und irgendwann kennt man dann halt alle. Letztlich sind einem viele ja auch mehr oder weniger egal und man konzentriert sich auf seine Favoriten oder eben Hasscharaktere. Zumindest läuft das bei mir so.

DJ - Jep, DJ ist der Prof, der seine Machtposition ab und zu ganz gerne mal ausnutzt. Dass er zu sehr von sich selbst überzeugt ist, würde ich nicht behaupten, zumindest wird das meiner Meinung nach nicht an dieser Szene deutlich. Du musst Bedenken, dass die freie Schussbahn haben und sich aufs Schießen konzentrieren können, während die anderen bis zur Hüfte oder höher im Wasser stehen und erstmal durchwaten müssen. Deren Bewegungsfreiheit ist schon eingeschränkter, was auch das Schießen schwieriger macht. Könnten bzw. würden DJ und Nick richtig schießen, dann hätten die trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit der anderen eine relativ gute Chance. Man könnte vielleicht behaupten, dass DJ das Schießen für einfacher hält als es ist.

Die Spielregeln - Du kannst es dir so vorstellen, dass die Arena in zwei Hälften geteilt ist. Um zu gewinnen, muss die Flagge in die eigene Hälfte geschafft werden. Also schon in Richtung eigenes Lager, aber nicht komplett bis dahin. Wer da die schnellsten sind, ist fraglich. Bailey würde ich nicht mal unbedingt sagen, der ist ja der Jüngste und Kleinste. Der wurde nur immer geschickt, weil man ihn für Kampfhandlungen am untauglichsten hielt. Fenris ist auch eher muskulös als der Läufer. Hmm...ja, sie müssten wissen, dass Neill noch im Spiel ist. Fraglich ist, ob sie das auch wissen.

Terence & Macula - Prinzipiell hast du recht, allerdings ist es schon sinnvoll, ein Bündnis mit Macula abzulehnen, wenn man betrachtet, wer da alles drin ist. Da haben sich wahrscheinlich alle Tribute mit den nominell schlechtesten Chancen angesammelt (außer natürlich Macula, die ja bekanntlich neben ihren sozialen Kompetenzen auch eine hervorragend trainierte Schwertkämpferin ist. Ihre Aussage von nur ein oder zwei Karrieros halte ich noch für sehr bescheiden. Aber auch dafür ist sie ja bekannt)


Tja, im nächsten Kapitel, das ja auch bald ansteht, wird das alles aufgelöst. Dann ist auch eine kleine MMA geplant, man darf also gespannt sein.
In diesem Sinne vielen Dank für dein Review und ein schönes Wochenende!


LG Till
22.06.2019 | 13:19 Uhr
zu Kapitel 18
Hi :)

Ich habe keine Ahnung, ob ich mich hier überhaupt mal gemeldet habe (die Tatsache, dass ich mich nicht erinnere, sagt wohl alles..). Aber da wir uns langsam der Arena nähern (yeah!), habe ich vor, das zu ändern. Außerdem wollte ich dir mitteilen, dass ich mich immer über ein neues Kapitel freue, auch wenn ich meistens nur still mitlese.

> Genau aus diesem Grund hatte er den Glatzkopf und das kleine Mädchen – wie er die Tribute aus Zwölf und Drei insgeheim nannte – bei der Flagge zurückgelassen.<
~ Ohne die Angabe der Distrikte hätte ich keine Ahnung gehabt, wen er meint.. Die Spitznamen sind schon fies. In solchen Momenten fällt mir immer ein, wie sehr ich die Übersichten mit Bildern zu den Charakteren in Areions früheren MMFFs zu schätzen gewusst habe. *seufz* Ich glaube, Fenris und ich haben etwas gemein - wie können uns beide keine Namen merken. :D

> Sorge bereitete ihm lediglich Glistens Kompetenz. <
~ Mir auch. Mir ist das in seiner Ernte nicht aufgefallen, sondern erst in seiner ersten Sicht im Kapitol, aber Glisten scheint geistig nicht ganz auf der Höhe zu sein. Soweit ich mich erinnere, erwidert er immer "Party", wenn er eine Aussage nicht versteht oder nicht weiß, was er sagen soll. Aus Außenstehender könnte man annehmen, dass Glisten versucht, lustig zu sein, aber wenn die Tribute mehr Zeit mit ihm verbringen, wird das wohl auffallen.

> Jetzt jedoch hatte er die perfekte Gelegenheit, Glistens Fähigkeiten zu testen. Natürlich war es ein Risiko und wahrscheinlich wäre es sicherer gewesen, Levian die Kundschafter anzuvertrauen, aber das Risiko war er bereit einzugehen, zumal es nicht wirklich um etwas ging. <
~ Ich habe mir im letzten Kapitel auch gedacht, dass es schlauer gewesen wäre, wenn Lev Glistens Aufgabe übernommen hätte. Aber die Idee, Glisten "zu testen" ist nicht dumm.

> Irgendwie hatte er Levian gerne an seiner Seite und obwohl sie sich erst kurz und bei weitem nicht gut kannten, hatte er ein richtig positives Bauchgefühl bei dem Zweier. <
~ Okay, jetzt wird es interessant. xD
> ... aber dennoch hatte Levian etwas an sich, was die anderen Karrieros nicht hatten, weder Priamos noch die beiden Einser. <
~ Mir fallen da einige Dinge ein, aber ich habe das starke Gefühl, dass Fenris so denkt, weil er ihn mag. ^^ An dieser Stelle habe ich einen Blick in Levians Steckbrief geworfen, um zu schauen, welche Sexualität ich ihm verpasst habe. xD

> Der Zweier schien sein Leben unter Kontrolle zu haben und zwar selbst und nicht unter Kontrolle seines Vaters. <
~ Naja, Levian hat auch so ne Art Vaterkomplex, aber davon weiß Fenris nichts. Ich würde so gerne sehen, wie Fenris sich seinem Vater widersetzt oder sich gegen ihn wendet. Hegar ist mir als Charakter einfach so zuwider, spätestens als er total emotionslos daran gedacht hat, wie er seinen Sohn in einem fairen Zweikampf tötet, war er bei mir komplett unten durch.

> Die erste Kugel traf seinen perplexen Vater direkt mitten auf der Brust. [...] Offensichtlich war er noch bei Bewusstsein und nur bewegungsunfähig, denn er schrie: „Das war gemein!“
~ Diese Szene war einfach herrlich. xDD

> „Du hast ja recht“, Levian wirkte nur halb besänftigt. Fenris konnte das verstehen. Durch den übermotivierten Sturz ins Wasser hatte er sich lächerlich gemacht und das vor vielen tausend Zuschauern, da diese Vorarena ja übertragen wurde. <
~ Ich sehe schon vor mir, wie das Kapitol die Szene in Dauerschleife abspielt. xD

> Colin Phyllis hatte sich bereits im vergangenen Jahr als Feigling erwiesen. Wenn sein Vater diese Flucht nun mitbekommen hätte, hätte Phyllis einen ernsthaften persönlichen Gegner in der Arena bekommen. <
~ In einer ausweglosen Situation wie dieser zu fliehen, ist schlau und das einzig Richtige. Und ich habe zwar die letzten Spiele nicht gelesen, aber sowie ich das sehe, hat dort sein Überlebensinstinkt überhand genommen. Verrat ist scheiße, aber in den Spielen keine Seltenheit. Deshalb verstehe ich nicht, warum gefühlt ganz Panem so eine große Abneigung gegen ihn hegt. Ich mag Colin von seinem Charakter her mehr als 50% der anderen Tribute. Er gehört neben Ryon zu meinen größten Favoriten.

> „Ein guter Plan“, bekräftigte Levian, „dann sollte unserem Sieg nichts mehr im Wege stehen.
~ Naja, nicht ganz. Colin hat Glisten ausgeschaltet und von Neills Alleingang wissen sie auch nichts. Ich bin zwar für das Team 'neue Tribute' (wahrscheinlich, weil ich einfach will, dass Hegar verliert^^), aber ich finde, dass die Sieger am Ende des Kapitels in der besseren Ausgangsposition sind, deshalb sehe ich sie auch eher als Sieger. Und ich ich schätze, Hegar wird auch alles andere als erfreut sein, wenn sein Team nicht wegen ihm, sondern wegen Colin, Neill und den "alten" Tributen gewinnt. :D

> ... Macula, die sich ständig mit irgendetwas zu profilierte und versuchte, sich als Anführerin aufzuspielen.
Den anderen schien es nichts auszumachen oder sie fielen einfach auf die Masche der Zwölferin herein, aber Fabia war das Mädchen höchst suspekt. <
~ Soweit ich mich erinnere, halten die meisten Tribute Macula für verblendet und glauben nicht an ihre sogenannten "Fähigkeiten". Ihre Persönlichkeit ist mir genauso zuwider wie Hegars, aber ich schätze, dass ist vom Ersteller genauso gewollt.

> Vielleicht war das sein Tick. Irgendwie machte ihn das ihr sympathisch, fand Fabia. In gewisser Weise waren sie Geschwister im Geiste. Sie breitete die Arme aus und begann, sich zu drehen. <
~ Glisten wird mir mit der Zeit auch immer sympatischer, auch wenn ich ihn mir nicht wirklich als Sieger vorstellen kann. Fabias Tick ist mehr als ungewöhlich und in der falschen Situation ein echt großer Nachteil.

> „Netter Versuch“, schrie DJ herüber, „aber da müsst ihr schon früher aufstehen. Und mehr Zielwasser trinken.“
Er grinste, obwohl er sich doch eigentlich ärgern sollte, dass er getroffen worden war und vielleicht nicht mehr schießen konnte. <
~ Spätestens hier war klar, dass etwas nicht stimmt. Und obwohl Glisten gut daran getan hätte, keinen Alleingang zu starten, will ich ihm zu gute halten, dass er nicht wissen konnte, dass sich Colin von hinten anschleicht. Bin gespannt, wie das ganze ausgeht.

Liebe Grüße

Antwort von The Heavenly Dog am 23.06.2019 | 11:35:37 Uhr
Moin,

ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht mehr. Es könnte gut sein, dass du dich nach der Ernte von Levian mal per PN gemeldet hast, aber das ist ja nun auch schon ein bisschen her und leider löscht die Seite Nachrichten ja relativ schnell. Es ist aber insofern egal, dass ich ja gesagt habe, dass Rückmeldungen keinerlei Auswirkung auf den Plot oder das Überleben von Tributen haben. Nichtsdestotrotz freue ich mich natürlich immer über Rückmeldungen, also in diesem Sinne vielen Dank für dein Review :)

Wir nähern uns langsam der Arena - naja, ich hab noch zwei vorgeschriebene Kapitel bezüglich Trainingstag 2 auf dem Laptop und bezüglich Trainingstag 3 sollen noch mal vier kommen. Also insgesamt sechs und bei meinem aktuellen Uploadtempo ist es doch sehr optimistisch, davon zu sprechen, dass wir schon auf die Arena zugehen :D
Möglicherweise wird sich das Tempo erhöhen, wenn meine Klausuren in drei Wochen durch sind, versprechen will ich diesbezüglich aber nichts. Das hängt immer von vielen verschiedenen Faktoren an. Allgemein bin ich aber derzeit schon motiviert, zu schreiben.

Bilder der Tribute - Ich kann verstehen, dass einem das bezüglich des Aussehens einen besseren Überblick verschafft, insbesondere bei der Menge an Hauptcharakteren, die Hunger-Games-MMFFs eben so mit sich bringen. Ich persönlich halte aber nicht so viel davon, in Büchern gibt es ja schließlich in der Regel auch keine Bilder der Charaktere. Außerdem habe ich selbst meistens sowieso was Konkretes vor Augen und tue mich schwer, dann auch nur ein ähnliches Bild zu finden. Dafür ist Macula mit ihrem Haarausfall, wodurch sie oben auf dem Kopf keine Haare hat, ein gutes Beispiel. Da findet man wohl eher kein Bild. Oder auch für Ryon mit seinen Narben.

Glisten - Kommt denke ich auf die Definition von "geistig auf der Höhe an". Dieses "Party" ist halt eine Angewohnheit, aber ich kann verstehen, dass er dadurch schon dümmlich auf den Leser und auch die anderen Tribute wirken kann. Ihn zu testen mag sicher sinnvoll sein, allerdings spielt da sicher auch mit rein, dass Fenris gerne Levian an seiner Seite haben möchte.

Fenris und Levian - Ich hatte schon befürchtet, dass ich Levian derzeit ein bisschen zu sehr für Fenris' Entwicklung, aber da keine Beschwerde kommt, scheint das wohl in Ordnung zu sein. Möglicherweise könnte es so sein, dass Fenris Levian mag und möglicherweise könnte auch die Sexualität, die du in Levians Steckbrief geschrieben hast, dabei eine Rolle spielen. Ich kann auf jeden Fall schon mal anteasern, dass ich mit den beiden im Dreiergespann mit Hegar noch das ein oder andere vorhabe.

Hegar und seine Emotionslosigkeit - Naja, ich bin der Meinung, dass doch ein Unterschied zwischen dem besteht, was Hegar sich vorstellt und was er tatsächlich tun würde, wenn er in der Situation steckt. Er versteift sich in seiner Vorstellung doch sehr auf seine "Prinzipien". Ich kann aber nachvollziehen, dass er einem als Leser zuwider ist, auch wenn ich diese Auffassung nicht grundsätzlich teile. Das mag aber auch daran liegen, dass er einer von meinen ist.

Colin und seine Flucht/Vergangenheit - Ich stimme zu, dass es in dieser Situation das Klügste war, abzuhauen. Fenris schätzt das aber schon ganz richtig ein, dass Hegar das ganz anders sehen wird. Die Abneigung von "ganz Panem" wird auch sehr von den Medien geschürt. Der Präsident beispielsweise hasst Colin ja nicht. Zu der Situation in den vorherigen Spielen: Es waren noch Jewel, Pallas, Colin und Nathan, ein Typ aus Distrikt Sechs, der der Publikumsliebling war, vor allem weil er einen Sohn im Kleinkindalter zu Hause hatte. Jewel und Pallas waren in einem Team und eben Colin und Nathan. Indem man jemanden umbrachte, konnte man das Team wechseln, letztlich konnten zu diesem Zeitpunkt maximal drei Tribute in einem Team sein und gemeinsam gewinnen. Jewel war ziemlich im Arsch, hätte wahrscheinlich nur noch ein paar Stunden zu leben gehabt, konnte nicht mehr laufen und hat an einem Baum sitzend gelehnt, hatte aber noch seinen Bogen samt Pfeilen, den er auch hätte bedienen können. Pallas war von ihm ausgeschickt worden, um Colin und Nathan in einen Hinterhalt zu locken. Letztlich standen Colin und Nathan Jewel gegenüber, der auf sie gezielt hat und einen von ihnen erschossen hätte (wenn er denn sitzend getroffen hätte). Da hat Colin es vorgezogen, Nathan umzubringen und das Team zu wechseln (wohlgemerkt ohne zu wissen, dass Jewel und Pallas in einem Team waren, da sie das auch erst seit Kurzem waren, der sichere Sieg konnte ihm zu dem Zeitpunkt also nicht bewusst sein. Das war es im Groben, warum er nicht besonders beliebt ist, dazu kommt noch seine persönliche Vorgeschichte/Feindschaft mit Brendan Ruiz.

Die Ausgangsposition - Ich würde nicht unbedingt sagen, dass die alten Tribute im Vorteil sind. Sie wissen nicht, wo die gegnerischen Flagge ist, was die neuen Tribute sehr wohl wissen, sobald Bailey mit der Nachricht wieder beim Haupttrupp ankommt. Außerdem sind die neuen Tribute noch immer klar in der Überzahl. Die Verteidiger der Flagge der Siegertribute sind zwar zu fünft, aber Stand jetzt kann man nicht mit der Mithilfe von Pallas und Greg rechnen. Wenn Surav noch rechtzeitig wieder zum Angriffstrupp stößt, sobald er Mave im Lager abgeliefert hat, sind die neuen Tribute zu sechst. Ihre eigene Flagge wird von drei Tributen bewacht, wobei Mave verletzt ist. Dem gegenüber steht eigentlich nur Neill, der wie gesagt die Flagge im Wald ja auch erstmal finden muss.

Glistens Alleingang - Finde ich gar nicht mal so dumm. Er kann nicht wissen, dass Fenris Plan funktioniert hat. Es hätte auch gut sein können, dass der Hegar-Trupp gewonnen hätte und jetzt durch den Wald walzen würde auf der Suche nach der Flagge. Da kann man schon mal das Risiko eingehen, die Flagge schon mal zu holen anstatt zu warten, bis Hegar möglicherweise mit der eigenen Flagge zurück kommt, zumal die Verteidigung jetzt auch nicht wirklich furchteinflößend war. Und mit Colin kann er ja wirklich nicht rechnen.

Macula - Ich kann bestätigen, dass sie von der Erstellerin genauso gewollt ist und auch hier kann ich verstehen, dass sie dem Leser zuwider ist. Ich schreibe sie gerne, da man sie immer gut reinwerfen kann, aber im echten Leben würde sie mir wahrscheinlich auch ziemlich auf die Nerven gehen. Und wer weiß- sie wird noch alle überraschen und am Füllhorn erstmal das Karrierobündnis mit ihrem Schwert dezimieren...

So, ich glaube, jetzt bin ich auf alles eingegangen, nochmal vielen Dank für dein Review und schön, dass du noch mitliest, das freut mich sehr!

LG Till
22.10.2018 | 12:07 Uhr
zu Kapitel 13
Hey :)

So, jetzt hole ich hier auch mal auf, sonst geht es nachher noch mit der Handlung los, ohne dass ich etwas zu allen Tributen gesagt hätte. Ich hoffe, dass ich sie alle in ein Review packen kann.

Ich fange auch direkt mit einem kleinen Ausraster an...
MAVE IST JA SOWAS VON SCHRECKLICH! Entschuldige meinen kleinen Schreianfall, aber wow, da haben alle anderen Charaktere gerade automatisch Sympathiepunkte gewonnen. Nichts tun und dann der Welt die Schuld daran geben. Herumjammern der Extraklasse.
Ich muss zugeben, ich hatte viel Spaß beim Lesen ihres Kapitels und wahrscheinlich wird sie eine der Charaktere sein, über die ich später, wenn alle aufeinander treffen, sehr gerne lese, aber eigentlich kann ich mit der Art von Mensch, die sie ist, gar nicht. Zuerst dachte ich wirklich noch, okay, dann ist sie halt etwas unentschlossen und bequem, aber je weiter es im Text ging, desto schlimmer fand ich ihre Einstellungen zu allem und das Ende war sowieso die Höhe :D
Bei ihr bin ich auch gespannt, wie die anderen Charaktere sie sehen, da ich bisher glaube, dass sie ein Selbstbild hat, dem Außenstehende nicht zustimmen würden.

An dieser Stelle schiebe ich mal mal dazwischen, dass ich jedes Mal beeindruckt bin, wie sehr die Charaktere etwas in mir auslösen - das passiert mir bei anderen Geschichten eher weniger. Vielleicht liegt es daran, dass du eine Ansammlung besonderer Charaktere hast, oder irgendwie an deinem Stil? Ich weiß es noch nicht, auf jeden Fall werte ich das positiv und wollte es dich wissen lassen :D

Pallas und ihre Stimmen habe ich sehr gerne und ich glaube, durch ihr Kapitel recht viel verstanden zu haben, obwohl ich sie natürlich aus der vorherigen FF nicht kenne. Sie scheint auf ihre Stimmen zu hören und ich nehme mal an, dass das daran liegt, dass diese ihr Bewusstsein, bzw. ihre inneren Konflikte repräsentieren? Zumindest etwas in dieser Art.
Mehr interessiert mich aber der Geist der Spiele, oder wie auch immer er sich nennen mag, denn ich fürchte (oder freue mich darauf) dass er Pallas nicht zwingend zum Sieg führen will, sondern erstmal nur dafür sorgen, dass auch sie in der Arena zur Mörderin wird. Wenn der Sieg dabei mit rausspringt, gut, aber das halte ich nicht für wahrscheinlich, zumindest, wenn sie ihn tatsächlich die Kontrolle übernehmen lässt. Allein die Tatsache, dass er Kadmos als Druckmittel benutzt, macht ihn für mich nicht gerade vertrauenswürdig. Aber wer weiß, vielleicht täusche ich mich auch.

Bailey ist süß und leider so schrecklich davon überzeugt, dass alle älteren Kinder alles besser wissen, dass ich befürchte, er könnte in den Spielen viel zu leicht ausgenutzt werden. Ich bin gespannt, wie er sich schlägt, gerade weil Taman ihm am Ende solche Angst vor Pallas gemacht hat - das wird bestimmt lustig, wenn sie zusammen im Zug sitzen müssen. Andererseits könnte er auch bemerken, dass Pallas ganz nett ist und Bailey realisieren, dass Taman doch nicht immer die Wahrheit sagt. Ich bin gespannt, wie das ausgeht.
"Deshalb war es auch notwendig, die Drachen umzubringen. Sie haben einfach alle Prinzessinnen gefressen und dadurch gab es keine Herrscher mehr, sodass der Bürgerkrieg kam und Panem mit seinen Distrikten entstanden ist." - Das nenne ich mal eine kreative Interpretation von Geschichte :D Da habe ich mich gefragt, ob sie dazu noch nichts in der Schule gelernt haben? Nun ja, die Idee ist auf jeden Fall Gold wert.

Nick ist...nett? Fast schon zu nett, wobei ich es mag, wie er einen Gegenpol zu Neill darstellt. Beide kümmern sich um Kinder, aber der eine, um sie auszunutzen, der andere, um ihnen wirklich zu helfen.
Er scheint außerdem sehr friedliebend zu sein und kann an allem etwas gutes finden. Die Hungerspiele sind schrecklich, aber immerhin überlebt einer...das ist auch eine Art, es zu sehen. Oder es sich schön zu reden :D Ich finde es aber interessant, dass er den jüngeren Tributen helfen will und frage mich, wie er das anstellt. Insbesondere mit dem Schwur, niemanden in der Arena zu töten, könnte das schwierig werden, denn das hat auch seine Nachteile. Will er wirklich, dass ein Kind zum Mörder wird, weil er es nicht machen möchte? Oder sehe ich das falsch und er will ihnen nur in der Vorbereitung helfen, weil er glaubt, direkt am Anfang der Spiele abzukratzen?
Damit, dass das Kapitol wohl keinen alten, langweiligen Sieger will, hat er aber wohl Recht, wobei ich noch nicht weiß, inwiefern das die Chancen der vorerigen Sieger schmälert. Einige von ihnen haben ja noch genug Potential, das ausgeschöpft werden kann.

Ich bin froh, mit Milvan einen Tribut aus 10 zu haben, der nicht vor lauter Tierliebe strotzt, wobei er mit der Schlachterei natürlich das Gegenteilige Klischee erfüllt - Das mag an mir liegen, aber Tribute aus 10 finde ich diesbezüglich einfach schwierig. Er hat scheinbar einiges von seiner Familie mitbekommen, nicht zuletzt, dass er ein praktisch denkender Mensch ist, der die Arbeit vor alles Andere stellt. Außerdem glaube ich, dass ihn seine Einstellung bezüglich "immer erst für sich selbst sorgen" in den Spielen weit bringen könnte, sofern er dort nicht plötzlich feststellt, dass ihm das Morden so gar nicht bekommt. Ich mag an ihm, dass er von der Hintergrundgeschichte her ein ziemlicher Normalo ist, aber genug interessante Ansichten und Einstellungen hat, um ihn nicht untergehen zu lassen.
"Sein kleiner Bruder Bosna hatte sie tot im Schweinestall gefunden." - Hm... Bosna, so heißt eine meiner Katzen (wobei ich nicht für den Namen verantwortlich bin) :D Jetzt muss ich mir den kleinen Bruder etwas dicklich, faul aber gelegentlich verspielt und trotzdem frech vorstellen...obwohl das ja laut Milvan nicht der Fall ist.

"Vermutlich hatten die Gründer von Panem sich genau das gedacht als sie die meisten Dunkelhäutigen nach Distrikt Elf geschickt hatten. Anders war es zumindest nicht zu erklären, dass sie hier fünfundneunzig Prozent der Bevölkerung ausmachten, während es in den übrigen Distrikten eher umgekehrt war." - so habe ich noch nie darüber nachgedacht, aber irgendwie hast du schon Recht damit :D
Nun ja, jetzt zu Agatha: Auf sie habe ich mich gefreut und wurde nicht enttäuscht. Endlich mal wieder eine Siegerin, die glaubt, noch einmal gewinnen zu können und mit Kampfgeist in die Arena geht. Bisher ist mir gar nicht aufgefallen, dass ich das vermisst hatte, aber so ist es. Sie handelt, sie ist nett, aber bestimmt, insgesamt kann ich sagen, dass ich sie sehr gerne habe.

Bei Surav finde ich es interessant, dass er die Menschen so klar in "Obrigkeit" und "Arbeiter" unterteilt und ich frage mich, ob das nur etwas ist, was an ihm als Charakter liegt oder einfach deine Vorstellung von Distrikt 11? Vielleicht hängt es auch mit seiner Angst vor Autoritätspersonen zusammen, die ich recht interessant finde, da er mir ansonsten nicht wie jemand vorkommt, der schüchtern/ängstlich gegenüber Menschen ist. Aber gut, wahrscheinlich fühlt er sich eher sicher unter "seinesgleichen", vor allem, da die Friedenswächter und Aufseher in 11 ja doch meist von der unsympathische Sorte sind. Schade, dass er sich dabei einredet, keine Wahl zu haben.
Ich fürchte, er könnte jemand sein, der sich durch die Spiele ziemlich schnell verbiegen lässt und alles tut, um den Menschen im Kapitol zu gefallen. Einerseits gibt ihm das bessere Chancen, weil er sich damit - sofern es glückt - Beliebtheitspunkte ansammeln kann, andererseits sind solche, die sich selbst treu bleiben, oft überzeugender. Ich bin gespannt, wie wie das bei ihm geht und was er in der Arena bereit ist zu tun, da er mir nicht wie jemand erscheint, der sich von irgendwelchen Idealen einschränken ließe.

Macula erzählt von ihrer Vergangenheit in so schrecklich trockenem Ton, dass ich einfach kein Mitleid mit ihr haben kann. Vater tot, Mutter krank, sie selbst krank, wird gemobbt, muss sich um eine kleine Schwester kümmern...dafür aber schrecklich intelligent und noch schrecklich viel netter - zumindest auf den ersten Blick.
Sie scheint ziemlich arrogant zu sein, so selbstverständlich, wie sie sich für die Beste hält und glaubt, alles erreichen zu können. Großes Selbstbewusstsein ist nicht verkehrt, aber das ist doch etwas anderes, denke ich. Außerdem eine Petze...wie liebenswürdig. Ich habe das Gefühl, dass sie sich für das ultimative Gute hält und damit will sie dann auch noch größtmögliche Aufmerksamkeit. Dabei merkt sie nicht einmal, dass sie selbst oft der Faktor ist, der die Dinge zum Schlechtend wendet :D Ich liebe dieses Charakterkonzept, finde ich aber trotzdem total unsympathisch, wenn du verstehst, was ich meine.
"Gewiss, ein Stock war kein Schwert und Bäume bewegten sich nicht, aber Macula glaubte schon, dass sie gegen die anderen Tribute bestehen könnte, sollte sie gelost werden. So viel besser konnten die Karrieros auch nicht sein und sie hatte im Gegensatz zu diesen den Vorteil, dass sie auch auf die Überlebenssachen wert legte." - Herrje, bei der Einstellung ist sie wahrscheinlich eine der ersten, die verrecken. Naja, wir erfahren aus ihrer Sicht natürlich nicht, wie gut sie ist, aber es macht doch einen deutlichen Unterschied, ob man sich selbst irgendwelche Stockbewegungen beibringt oder mit einem erfahrenen Trainer sein Leben lang daran arbeitet, eine richtige Waffe zu perfektionieren. Das sollte ihr mal jemand sagen.

Colin tut mir Leid, der es mir scheint, als hätte er eigentlich ganz anständige Ansichten und sein Verrat am Ende war wirklich nur der eigene Überlebenswille. Zu ihm habe ich gar nicht viel zu sagen, da in seinem Teil ja auch nicht viel passiert, aber zumindest für mich, die ihn ja noch nicht kannte, war es gut, hier eine grobe Zusammenfassung von dem zu bekommen, was passiert ist. Ich könnte ihn mögen, könnte ihn aber auch langweilig finden, je nachdem, wie es später mit den anderen Tributen so funktioniert.
Sein Kapitel hat mich erst wieder daran erinnert, dass es ja noch eine Geschichte mit dem Präsidenten und obersten Spielmacher usw. gibt - peinlich, dass ich das schon wieder verdrängt hatte. Aber gut, dazu hören wir bestimmt demnächst wieder was und dann ist alles wieder aufgefrischt.

Insgesamt muss ich sagen, dass es hier einen Haufen Tribute gibt, die Potential haben, die ganz große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und ich bin gespannt, wie du das regelst.
Liebe Grüße,
Sarah

Antwort von The Heavenly Dog am 22.10.2018 | 17:31:14 Uhr
Moin,

schön, dass du dich mal wieder meldest. Ich denke aber, dass du der Handlung nicht so schnell hinterherhinken wirst, denn soviel ist davon noch nicht zu Papier gebracht worden. Ich habe momentan andere Prioritäten, was nicht heißt, dass ich keine Zeit hätte. Ich finde es immer so schrecklich lächerlich, wenn die Leute hier über vermeintlichen Zeitmangel herumjammern. Wenn man wirklich will, findet man Zeit zum Schreiben. Aber es ist vollkommen legitim, in seiner Freizeit auch mal anderen Dingen nachzugehen. Und so ist es momentan auch bei mir. Deshalb kann es womöglich (vielleicht auch nicht) bis zum nächsten Update noch dauern. Aber es wird weitergehen.

Mave ist schon ein Fall für sich. Da konnte man letztlich viel reininterpretieren und überspitzen, was ich insbesondere im späteren Verlauf des Kapitels auch gemacht habe. Ich selbst bin auch gespannt, wie sie mit den anderen interagieren wird, da ich noch nicht weiß, wie sie ihre Art durchziehen kann, ohne schnell zu verrecken, weshalb sie sich zwingend ändern muss (oder eben schnell verreckt). Aber das hat ja noch ein bisschen Zeit.

Also die Charaktere sind schon besonders, aber auch nicht besonderer als invielen anderen MMFFs, würde ich mal behaupten Es muss wohl am Stil liegen^^ Nein, im Ernst ich habe schon viele gute Charaktere bekommen (und vielleicht auch selbst entwickelt, einige sind ja auch von mir) und die meisten schreiben sich echt gut. Eine Mischung aus allem, schätze ich. Aber danke für das Lob!


Ich mag Pallas auch gerne und durch die ewigen Streitgespräche in ihrem Kopf, ist sie mMn auch unterhaltsam. Bei ihr hatte ich auch viele Optionen, wie ich sie entwickle. Entweder die Therapie hätte angeschlagen und sie wäre alle Stimmen losgeworden. Dann wäre sie aber eine ganz heiße Kandidatin fürs Füllhorn gewesen, weil sie nicht mehr so viel hergemacht hätte. Oder es wäre unverändert geblieben, das hätte ich aber unglaubwürdig und auf die Dauer langweilig gefunden. Also habe ich Kadmos gestrichen und den Geist der Spiele dazuerfunden, der sie noch mal blutrünstiger macht als sie es in ihren ersten Spielen war. Da war sie sehr passiv und ist einfach so mitgelaufen und hatte Glück, durch ihre Gruppe und die Sonderregelung zu überleben, diesmal kann sie auch aktiver werden.

Bailey ist vor allem davon überzeugt, dass Taman alles besser weiß und wie man vielleicht ein bisschen merken konnte, ist dieser nicht gerade die hellste Kerze auf dem Leuchter. Aber auch für Bailey habe ich schon Ideen und Entwicklungspotenzial und ich bin sehr froh, dass ich zumindest einen jungen Charakter habe.


Nick ist nett und kinderlieb, jo. Das mit dem Helfen wird schon funktionieren, denke ich, helfen heißt ja nicht gleich die Tribute abmetzeln. Wobei ich bezweifle, dass er überhaupt physisch jemanden töten könnte. Bailey und Greg, vielleicht mit Abstrichen noch Fabia. Aber sonst? Auch wenn er früher sportlich war, ist er 65 und war auch in seinen ersten Spielen nicht gerade ein Killer.


Jup, Milvan ist ein Normalo, lässt sich aber trotzdem gut schreiben. In gewisser Weise ein ruhiger Pol im Gegensatz zu vielen anderen Tributen.
Bosna ist irgendein Tiername, das stand zumindest im Steckbrief. Die heißen alle nach irgendwelchen Nutztieren, müsste aber jetzt nachschauen, was welcher Name bedeutet. Finde ich für Distrikt Zehn aber auch nachvollziehbar, die Einser heißen ja z.B. auch oft nach Edelsteinen. Dicklich könnte er schon sein, Milvan selbst ist ja auch etwas dicklich. Ist wahrscheinlich untergegangen, das ungefähre Aussehen der Tribute wird im kommenden Kapitel - wenn es dann mal kommt - auch noch mal thematisiert werden.

Irgendwie muss man ja Erklärungen finden. Ich halte die Originalvorlage für in vielen Bereichen ziemlich unausgereift und ein bisschen dahingeschissen. Die Dunkelhäutigen nach 11 und sonst überall Weiße. Latinos und Asiaten sind scheinbar allesamt durch die Naturkatastrophen und Kriege ausgestorben. Kann passieren. Muss auch ein ziemlicher Aufwand gewesen sein, alle Afroamerikaner aus dem ganzen Land nach Distrikt Elf zu schaffen.
Was Agatha angeht: Naja, es gibt ja schon noch ein paar Sieger, die ihren Sieg für möglich halten, z.B. Robbie und natürlich Hegar. Neill und Colin haben auch noch nicht aufgegeben und Priamos ganz sicher ebenfalls nicht. Pallas ist ein Fall für sich und Jewel durch seine Verletzung eingeschränkt. Sind eigentlich nur die drei älteren Herren, die sich recht sicher sind, dass sie nicht überleben werden. Ansonsten ist Agatha diejenige, die mir von meinen eigenen letztlich am meisten Schwierigkeiten bereitet hat. Ich würde sie in gewisser Weise als leicht maryesk bezeichnen und als einen Charakter, der eher als Nebencharakter wirken kann und nicht unbedingt als PoV-Charakter. Aber naja, mal sehen wie sich das mit ihr noch entwickelt.


Ich kann verstehen, dass Macula als unsympathisch empfunden wird, würde ich sicherlich auch, wenn ich ihr im echten Leben begegnen würde. Zum Schreiben ist sie durch ihre arrogante, selbstgefällige Art und ihr verblendetes Selbst- und Weltbild aber einfach nur herrlich. Und mit ihr kann man auch noch viel anstellen.
Ansonsten schätzt du sie aber ganz gut ein und ich würde deinen Aussagen über Macula im Großen und Ganzen zustimmen.


Colin ist auch einer, den ich sehr gerne mag, in der letzten MMFF war er zumindest ab einem gewissen Zeitpunkt mein persönlicher Liebling, auch wenn er anfangs vielleicht ein bisschen untergegangen ist. Er hat menschlich agiert und dadurch beim ganzen Land verschissen, was ihn jetzt noch mal in eine neue Position hievt, wobei er natürlich auch mit der Hintergrundgeschichte verwoben ist.
Dass du die verdrängt hast, kann ich vollkommen nachvolziehen, geht mir genauso. Ursprünglich habe ich Teil 3 ja angefangen, um die Hintergrundgeschichte zu einem vernünftigen Abschluss bringen zu können, deshalb auch die verringerte Tributzahl für euch Ersteller. Jetzt bin ich aber doch wieder sehr auf die Tribute und auf die Arena fixiert, sodass ich fast fürchte, dass die Hintergrundgeschichte zu kurz kommen wird. Aber naja, mal schauen, es wird schon irgendwie klappen, auch wenn es wieder drei Jahre dauert.

Vielen Dank für dein Review, ich hoffe, ich kann euch bald mit neuem Stoff versorgen!

LG Till
20.10.2018 | 15:09 Uhr
zu Kapitel 1
Hey,
Im ersten Satz versuchst du meines Erachtens, geschwollen zu klingen, indem du das Wort "erwog" benutzt. Dies ist für mich persönlich störend und schreckt vorm Weiterlesen ab. Ein einfaches Wort würde es an dieser Stelle auch tun und klänge deutlich besser.
LG

Antwort von The Heavenly Dog am 20.10.2018 | 17:43:00 Uhr
Hallo Felegie,

nachdem ich deine Kritik überprüft habe - da ich mir selbst nicht sicher war, ob es angebracht ist oder nicht-, habe ich die Rückmeldung bekommen, dass meine Leser nicht finden, dass ich versuche, geschwollen zu klingen. Ich denke, dass das einfach mein persönlicher Stil und somit Geschmackssache ist.
Ich bedaure dennoch, dass ich dich verschreckt habe, auch wenn es meines Erachtens etwas merkwürdig ist, einen Stil nach nur einem Satz abzuurteilen.
LG Till
25.09.2018 | 08:58 Uhr
zu Kapitel 8
Hey :)

Nochmal zu DJ: Ich weiß nicht genau, was es bei ihm ist, entweder habe ich mich damit abgefunden, dass hier echt viele unsympathische Tribute rumlaufen oder es ist die Tatsache, dass er doch ein wenig ein Klischee bedient. Wer weiß :D
Was mir aber insgesamt aufgefallen ist: Es gibt ein paar männliche Tribute, die irgendwie im Kopf haben, die Spiele auch für ihr sexuelles Vergnügen zu nutzen - das wird aber bei den wenigen weiblichen Tributen recht schwierig, denke ich. Es sind gerade zwei, dann kommt später noch Agatha dazu, aber die scheint ja schon älter zu sein, wenn ich das richtig verstanden habe. Und Pallas, aber die halten alle für wahnsinnig. Ansonsten kann ich anhand der Namen nicht ausmachen, ob noch ein paar Mädchen dabei sind.

Ich habe mich sehr über Fabias´ Teil gefreut und ich finde, du hast sie auch gut umgesetzt. Insbesondere das Verhältnis zu ihren Freunden hast du gut dargestellt, da merkt man, wie wichtig diese ihr sind und dass sie ohne diese wohl nicht glücklich sein könnte. Es ist ein schönes Gespräch zwischen ihnen entstanden, das hat die Szene auch so richtig lebendig gemacht und generell passte die Atmospähre hier sehr gut zu Fabia. Mehr habe ich auch gar nicht zu ihrem Part zu sagen :)

Weiter mit Neill, den ich absolut nicht leiden kann. Bah, so ein gemeiner, grausamer Mensch, der sich aber zu beherrschen weiß. Können wir nicht Ardrian in den Spielen haben? Ich kann verstehen, was die Anderen Mentoren und insbesondere Hegar gegen ihn haben und eigentlich ist es schade, dass der ihm einen schnellen Tod bescheren möchte.
Neill kommt mir nach seinem Teil vor wie jemand, der recht intelligent und berechnend ist, eine gefährliche Kombination von Eigenschaften und die Neigung zur Grausamkeit kommt ja noch dazu. Er findet also Spaß daran, Waisenkinder für sich stehlen zu lassen und dann irgendwelche Psychospielchen mit ihnen zu treiben...wow. Ich kann mir gut vorstellen, dass man in D6 damit weit kommen kann, weil sie ja viele Probleme haben, aber trotzdem gehört einiges dazu, soetwas als "lustiges Hobby" zu betreiben.
Neill und Ardrian sind übrigens ein lustiges Duo, sie ergeben so ein schönes Bild vom Oberbösewicht und Handlanger.

Obwohl Robbie von sich selbst sagt, nicht gerade ein Sympathieträger im Kapitol zu sein, finde ich ihn und seine Persönlichkeit eine erfrischende Abwechslung. Er kam mir zwar nicht besonders herausragend in irgendeiner Weise vor, eher verschlossen, aber das mag ich und ich finde auch seine Freundschaft mit Agatha schön. Generell finde ich, dass Robbie über interessante Dinge nachgedacht hat, über die Politik, die Rebellion, potentielle Verbündete...ich hatte nicht bemerkt, dass mir diese Themen etwas gefehlt haben, aber jetzt fand ich es sehr gut, dass er nicht nur über sein baldiges Ableben sinniert hat. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich die Vorgänger MMFFs nicht gelesen habe, aber sein Teil war für mich auf jeden Fall sehr informativ.
Ich finde es übrigens sehr lustig, dass alle wohl denken, sie müssten sich eine komplett neue Taktik ausdenken bzw. die alte Taktik würde nicht mehr funktionieren. Das glaube ich gar nicht mal so sehr, gerade weil alle im Glauben sind, dass diejenigen, die früher in irgendeiner Art hinterhältig waren, das nicht nochmal versuchen würden. Macht das irgendwie Sinn? :D

Hesper mag ich ebenfalls, aber nicht so sehr wie Robbie. Ich mag, dass sie ihr Leben trotz allem zu genießen scheint und vor allem ihr Verhältnis zu ihrer Mutter finde ich interessant. Beide bemühen sich aus ihrer Sicht darum, gut miteinander auszukommen, haben aber ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, wie das aussehen würde. Solche überfürsorglichen Mütter kann ich gar nicht ab, was wohl auch daran liegt, dass ich selbst mit solchen Personen nicht klarkomme, aber die Dynamik hier gefällt mir. Auslöser für den Auszug von Hesper scheint ja auch der Vater gewesen zu sein, der sie (regelmäßig ?) geschlagen hat, was die Mutter aber nicht wahrhaben will, wenn ich das richtig verstanden habe.
In Ihrem Part ist mir aber besonders aufgefallen, dass der Mittelteil sehr stark wie eine Zusammenfassung ihrer Vergangenheit klingt. Insgesamt einfach sehr trocken und schnell abgehandelt, ich hätte mir gewünscht genauer zu erfahren, was Hesper zu einigen dieser Ereignisse denkt und fühlt, das kam für mich hier nicht so gut rüber.

Das wars dann auch schon wieder.
Liebe Grüße,
Sarah

Antwort von The Heavenly Dog am 25.09.2018 | 13:26:28 Uhr
Moin,

mit den vielen unsympathischen Tributen hast du sogar recht. Liegt zum einen daran, dass die Hälfte ja bereits Sieger sind und ich persönlich denke, dass tendenziell eher dunkelgraue Tribute gewinnen als hellgraue, da die einfach tun, was getan werden muss. Und es mag auch mit meiner persönlichen Vorliebe zusammenhängen, denn ich finde - in MMFFs - in der Regel auch eher dunkelgraue Tribute interessanter - und viele meiner Ersteller kennen mich und meine Vorlieben schon länger.
Es gibt hauptsächlich Priamos, der die Spiele für sein sexuelles Vergnügen nutzen möchte. DJ vielleicht auch noch, aber nicht so extrem und ganz vielleicht auch noch Levian, aber der ist eigentlich doch auch recht fokussiert. Aber ja, sind vielleicht tatsächlich viele.
Es gibt insgesamt sechs Mädchen/Frauen. Fabia und Hesper kennt man ja schon, Agatha und Pallas als Siegerinnen und Mave und Macula sind auch noch weiblich. Ich denke, das war jetzt ein vertretbarer Spoiler :D
Das sind wenig, zugegebenermaßen, hängt aber denke ich auch wiederum mit meinen persönlichen Vorlieben zusammen. Ich bin der Meinung, dass ich Jungen tendenziell besser schreiben kann als Mädchen.

Es freut mich, dass dir Fabias Teil gefällt.

Ich dachte mir schon, dass du Neill nicht ausstehen kannst und nehme an, du hättest lieber Ardrian in den Spielen, weil der unbeherrscht ist und somit eher auffliegt? Die Abneigung der anderen Mentoren ist allerdings eher Vorsicht, da natürlich jeder weiß, wie er seine Spiele gewonnen hat. Nur Hegar hasst ihn wirklich. Von seinem Doppelleben weiß ja keiner was. Hegar wäre allerdings nicht Hegar, wenn er ihn foltern würde. Er hat seine Prinzipien und würde sich (in seinen Augen) auch nicht auf eine Stufe mit Neill begeben. Deshalb ein schneller, sauberer Tod. Ich finde, das wiederum ist einer der Punkte, die Hegar schon ganz sympathisch machen. In gewisser Weise.
Mit Neill ging es so los, dass er aus sehr einfachen Verhältnissen stammt und früher deshalb aus Not gestohlen hat. Irgendwann hat er sich eine Bande von Kindern zugelegt, die Abgaben an ihn abtreten mussten. Nach seinem Sieg hat er das dann fortgeführt und hatte auch die Möglichkeit, seine sadistische (und eventuell auch psychopathische) Neigung auszuleben. Was soll man mit einem Leben voller Freizeit und ohne Job auch sonst anfangen, wenn man mal von dem Monat absieht, in denen er Mentor spielen muss?

So, irgendwie hat es automatisch abgesendet, zum Glück kann ich es noch bearbeiten. Weiter im Text:

Ich glaube, es liegt tatsächlich an deiner Unkenntnis der Vorgänger-MMFFs, denn da ist all das ja mehr oder weniger passiert. Oder zumindest das meiste. Und ich dachte mir, dass man es bei Robbie relativ gut einbringen kann, da er es ja aus erster Hand miterlebt hat und auch in seinem Distrikt nicht so unbedingt viele soziale Kontakte hat, mit denen er interagieren kann.
Naja, es wird ja schon davon ausgegangen, dass die Hinterhältigen es genau so nochmal versuchen werden. Und die Hinterhältigen wie Neill wiederum wissen, dass sie damit nicht nur durchkommen und es anders anstellen müssen. Wobei Neill da sogar noch mehr Tricks auf Lager hat als z.B. DJ, der ja ähnlich gewonnen hat.

Zu Hesper: Ihr Vater hat sie einmal geschlagen, als sie ausziehen wollte. Darauf hat sie sich dann in der Nacht heimlich rausgeschlichen. Der Auslöser war eher ihr Freiheitsdrang und die Unterdrückung und Einengung durch ihre Helikotpereltern. Beispielsweise die Sache mit ihrem Ex-Freund, den der Vater ja vergrault hat oder die Tatsache, dass ihre Mutter eifersüchtig auf Hespers Freundin war und all dieser Kram.

Vielen Dank für dein Review!

LG Till
18.09.2018 | 10:38 Uhr
zu Kapitel 6
Hey,

fast tut es mir Leid, dass ich beim letzten Mal meine eher schlechte Laune an deinen Tributen ausgelassen habe, aber nur fast. Ich hatte einfach keinen guten Tag, draußen regen, Freunde beschäftigt, Rückenschmerzen und mit dem Schreiben hat es auch nicht so geklappt. Aber heute habe ich recht gute Laune, zumindest war ich schon total produktiv :D

Eigentlich schade, dass Terence nicht so reflektiert, aber solche muss es auch geben und mal sehen, vielleicht sorgt er ja noch für gute Unterhaltung, wenn die Tribute aufeinander treffen.
Ich bin übrigens froh, dass du auf die Idee mit Greg gekommen bist, jetzt bin ich aber auch sehr gespannt, wie er sich noch so entwickelt.
Und nein, ich esse nicht Kiloweise Roast Beef zum Frühstück, das könnte ich mir wahrscheinlich gar nicht leisten und einige Kilo Fleisch kriege ich nicht runter. So, wie du Hegar beschreibst, passe ich wahrscheinlich zweimal in ihn hinein :D Aber ich mag auf jeden Fall eher Fleisch zum Frühstück, Bacon, Würstchen oder zu besonderen anlässen auch mal Steak am Morgen ist schon toll und Rost Beef würde da auch sehr gut reinpassen.

Nun gut, jetzt aber zu Distrikt 5 und den Tributen:
DJ ist schon wieder einer, den ich nicht sonderlich sympathisch finde, aber bei ihm kann ich auch manche Dinge verstehen und ich glaube er ist die Sorte von unsympathisch, die ich trotzdem recht gerne lese. Er blickt auf die Studenten herab, zumindest erscheint es so, wobei man mit dem, was wir wissen, natürlich nicht beurteilen kann, ob er in Wirklichkeit nicht einfach nur etwas höhere Anforderungen hat und fair bewertet. Aber generell scheint er nicht für viele Menschen etwas übrig zu haben, seine Mutter bezeichnet er als Drachen, Fynn kann er auch nicht ausstehen und Plebeia findet er auch nervig, außer natürlich ihren Körper.
An ihm finde ich jedoch interessant, dass er trotz seiner Intelligenz nicht damit rechnet, nochmal Chancen zu haben. Klar, er kommt wahrscheinlich nicht mit der gleichen Masche durch, aber sicherlich könnte er sich etwas neues einfallen lassen und mit ein bisschen Glück geht doch immer was für die Tribute mit Köpfchen. Andererseits tut es ihm wahrscheinlich gut, ein bisschen realistisch zu sein, wie ja schon vorher viele Mentorentribute angesprochen haben, sind zwei Siege bei den Spielen extrem unwahrscheinlich.

Ryon finde ich sehr interessant und ich denke, bei ihm gibt es noch einiges zu erfahren, obwohl das wahrscheinlich davon abhängt,ob/ wie sehr seine Erinnerungen wiederkommen. Meine erste Vermutung nach seinem Teil ist, dass die Geschichten, die ihm seine Eltern erzählen, nicht wirklich so stimmen. Stattdessen war er der "böse" und Keyn der "gute" Bruder, leider ist Keyn gestorben und jetzt versuchen die Eltern, Ryon wieder zu einem ordentlichen Sohn zu formen. Das würde auch erklären, weshalb er so viel von der Schule und seiner Ausbildung vergessen hat, sich nichtmal mehr dafür interessiert und weshalb Tenesin ihm nichts antut, außer ihn etwas zu ärgern.
Ich mag Ryon auf jeden Fall und bin gespannt, was mit ihm noch so passiert, seinen Teil fand ich bisher von allen Vorstellungen am Besten, er hatte irgendwie die größte Wirkung auf mich.

Liebe Grüße,
Sarah

Antwort von The Heavenly Dog am 18.09.2018 | 23:39:48 Uhr
Moin,

die gute Laune ist zumindest gut für die Tribute, will mir scheinen.

Ich denke auf jeden Fall, dass Terence noch für gute Unterhaltung sorgen wird. Den kann man überall reinschmeißen und rumpöbeln lassen, um amüsante Streitgespräche zu bekommen.
Kein Roastbeef zum Frühstück mangels Geld. Naja, Hegar hat die Spiele gewonnen und kann es sich leisten. Ansonsten ist er 1,96m und eine entsprechende Kante, weil er sein ganzes Leben trainiert hat und seit seinem Sieg auch noch explizit Muskelaufbau und Fitness betreibt.
Mein Fall ist herzhaft zum Frühstück ja gar nicht. Zum Brunch ja und wenn es (damals als ich noch gearbeitet habe) auf der Arbeit irgendwann vormittags ein zweites Frühstück gab, auch gerne, aber früh morgens wenn überhaupt süß. Aber jeder wie er will.

Distrikt 5:
Bei DJ überraschst du mich ein bisschen. Anhand deiner bisherigen Einschätzungen hätte ich gedacht, dass der auch ordentlich sein Fett wegkriegt, aber gut. DJ hat hohe Anforderungen, weil er auf dem Gebiet halt ziemlich gut ist. Logisch, sonst wäre er als Distriktler auch kein Prof im Kapitol, Sieger hin oder her. Intelligent ist er auf jeden Fall, dafür mangelt es in sozialen Bereichen, wie man sicherlich merkt. In gewisser Weise ziemlich traurig, weil er keine wirkliche Bezugsperson hat, sondern zu Hause nur mit seiner Mutter zusammen wohnt und sich sonst durch seine Position nur billige Sex erkauft. Wobei man das bei den erwähnten Personen womöglich noch verstehen kann. Seine Mutter ist schwierig, Plebeia ist nervig und Fynn ist ein kleiner, arroganter Bengel, so sehr ich als Autor ihn auch mag.
Ich denke auch nicht, dass DJ sich schon aufgegeben hat. Er betrachtet die Situation realistisch (und vielleicht auch ein klein wenig selbstmitleidig), aber er ist halt auch Mitte 50, unsportlich und man kennt seine Stärken. Keine einfache Situation.


Ryon: Bei ihm gibt's auf jeden Fall noch eine Menge zu erzählen, das kann ich jetzt schon mal spoilern. Interessante Theorie, wir werden ja sehen, was da dran ist.


Vielen Dank für dein Review, bis dann!

LG Till
13.09.2018 | 18:08 Uhr
zu Kapitel 5
Hey,

mein Kopf platzt, also schreibe ich zur Ablenkung mal ein Review, da kann man sich wenigstens ungestört über die Charaktere auslassen und die bieten ja auch wunderbaren Raum, mal so richtig rumzuschimpfen.

Terence ist da ein guter Anfang und ich muss gestehen, wenige Charaktere schaffen es, direkt so sehr von mir gehasst zu werden. Kompliment, wer auch immer ihn erstellt hat und Kompliment an dich, dass du ihn so gut in Szene gesetzt hast :D
Für Menschen scheint er ja nicht viel übrig zu haben, vor allen Dingen nicht für solche, denen nicht alles egal ist. Ich finde es interessant, dass er sich scheinbar auch nichts aus Konventionen und Institutionen macht (Vielleicht ist das etwas zu heftig ausgedrückt, aber die Tendenz ist da) Hat er sich überhaupt je Gedanken darüber gemacht, dass das viele Geld seiner Eltern der Grund dafür ist, dass er sich so einen Lebensstil überhaupt leisten kann? Geld sei ihm nicht wichtig, aber ob er das auch noch sagen würde, wenn er unter ner Brücke leben und verhungern muss, das wüsste ich gerne. Auf den ersten Blick scheint es so, als könne ihm emotional nichts und niemand etwas anhaben, ich frage mich jedoch, ob es dafür einen Grund gibt oder zumindest, weshalb er so geworden ist.
"Aber mit Sicherheit würde auch dieses Jahr wieder jemand gezogen, über den man sich köstlich amüsieren könnte."
- Ja. Du. Obwohl ich erst noch ein bisschen was über ihn herausfinden möchte und mich mit ihm sicherlich sehr amüsieren werde, hoffe ich, dass er in der Arena so richtig die Hölle heiß gemacht bekommt.

Greg habe ich gerne, zumindest glaube ich das bisher. Leider erfährt man ja noch nicht viel über ihn, außer, dass er seine Demenz vorspielt, wobei ich das alleine schon für eine geniale Idee halte. Ich bin gespannt zu erfahren, was er noch so alles weiß und ob/wie er dieses Wissen später einsetzt. Dazu kommt, dass er nichts zu verlieren hat...wäre es nicht lustig, wenn er einige Wahrheiten erzählt und dann den Leuten Dinge anhängt, die gar nicht so geschehen sind? Zumindest ich würde das machen, wenn ich in seiner Situation wäre. Aber im Endeffekt kann es nur gut werden, egal, für welche Möglichkeit er sich entscheidet.
Er tut mir auch ein wenig Leid, denn scheinbar löst sein bevorstehender Tod doch noch etwas wie Angst (?) in ihm aus, obwohl er selbst sagt, dass er sterben möchte. Oder kommen die Albträume doch woanders her? Hm...auf jeden Fall hast du mit "Alpträume" meine verhasste Rechtschreibvariante dieses Wortes gewählt und jetzt sitze ich hier und rege mich darüber auf, dass man beides schreiben darf :D

Hegar: In den vorherigen Kapiteln haben wir ja schon einiges über ihn gehört, deshalb war ich sehr gespannt auf sein Vorstellungskapitel und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. So unsympathisch, dass man ihn gleich wieder gern haben muss. Ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll, denn es gibt fast nichts an ihm, dass ich positiv sehen kann. Vielleicht noch sein Wunsch, wirklich für seinen Erfolg zu arbeiten?
Ansonsten habe ich ein paar kurze Gedanken gesammelt, die mir in den Kopf gekommen sind:
Obwohl ich seine Vorlieben beim Frühstück durchaus teile, würde ich nie zusammen mit ihm an einem Tisch sitzen wollen. Manieren, bitte!
Wahnsinnig interessant finde ich auch, dass er zuerst über die flaschen Schlangen meckert und als nächstes direkt selbst mal zu einer wird. Ob das zu Streit zwischen ihm und seinem Sohn kommen könnte, sollte Fenris das herausfinden? Immerhin sagt der in seinem Teil selbst, dass er seinen Platz ehrlich verdienen will. Was mir auch aufgefallen ist, ist, dass Hegar andauernd über den "Frieden" spricht und nachdenkt. Ist das etwas, woran er wirklich glaubt oder redet er sich das ein, um sich selbst in besserem Licht zu sehen? Ich habe den Eindruck bekommen, er glaubt das wirklich, aber wer weiß :D

"Jeder kannte seinen Vater und Fenris vermutete, dass der Satz, den er im Leben am häufigsten gehört hatte, war „Ach, du bist doch der Sohn von Hegar Thonder“."
- Jaaaa, das ist leider etwas, was in der Realität viel zu häufig passiert und so kann ich es bei Fenris auch total nachvollziehen, dass er den Wunsch hegt, aus dem Schatten seines Vaters herauszutreten. Er kam schon deutlich netter rüber, obwohl ich ihn dafür verabscheue, dass er die Sorge seiner Mutter nicht verstehen will.
Irgendwie wünsche ich mir für Fenris, dass er in der Arena entdeckt, wie schrecklich die Spiele sind und dann gar nicht mehr so begeistert davon ist. Somit wären Hegars Söhne alle eine Enttäuschung und Hegar selbst könnte von einem Außendistriktler oder einer Spielmacherfalle getötet werden...

Ansonsten habe ich mir nochmal Levians Part durchgelesen, weil du in deiner Reviewantwort geschrieben hattest, dass ich ihn wohl missverstanden habe. Für mich kam es beim ersten Lesen so rüber, als wäre sein Kumpel Rune die treibende Kraft hinter dem Anschauen der vergangenen Spiele, den ganzen Analysen, etc. deshalb nahm ich an, dass Levian selbst nicht so engagiert wäre. Aber es stimmt schon, beim nochmaligen Lesen kommt er eher optimistisch als sorglos/locker rüber und das ist ja doch ein großer Unterschied. Außerdem: Er ist gut vorbereitet und ob das nun teilweise der Verdienst seines Kumpels ist oder nicht, daraus kommt es im Endeffekt nicht wirklich an.

Und keine Sorge, mit ein paar Schachtelsätzen kann ich schon leben, ich kritisiere einfach gerne und da erwähne ich dann auch die kleinen Dinge, die mich stören, aber soetwas würde mich niemals vom Lesen abhalten. Das kam von dir auch gar nicht patzig rüber :)

Hm...irgendwie bin ich nicht zufrieden mit diesem Review...ich hätte noch mehr über die Charaktere schimpfen sollen. Anlass dafür gibt es genug, jetzt bin ich aber auch einfach zu faul, das nochmal zu überarbeiten. Fazit: Ich bin schlecht darin, mich über irgendwen auszulassen, selbst wenn es nur fiktionale Personen sind :(

Liebe Grüße,
Sarah

Antwort von The Heavenly Dog am 14.09.2018 | 23:26:32 Uhr
Moin,

warum platzt denn der Kopf?
Widmen wir uns jedenfalls dem Geschimpfe und beginnen mit Terence.
Hm, ich würde die Behauptung aufstellen, dass es ihn tatsächlich wenig jucken würde, wenn er wenig Geld hätte. Er braucht genug zum Leben und dafür würde er auch arbeiten. Tut er ja auch und würde es auch tun, wenn seine Eltern ihm den Job nicht beschafft hätten. Aber eben mit dem Fokus darauf, dass es leichte, entspannte Arbeit ist. Ich würde jetzt auch nicht behaupten, dass sein Lebensstil irgendwie ausschweifend ist.
Gründe gibt es sicherlich, warum er so ist wie er ist, nur ist er an sich eigentlich nicht wirklich der Typ, der großartig darüber reflektiert oder sich selbst hinterfragt, weswegen man aus seiner Sicht da wohl eher kaum hinter kommt. Ein PoV aus der Sicht seiner Eltern wäre in dieser Hinsicht vielleicht aufschlussreicher, nur geht es ja um Terence und nicht um sie und so fürchte ich, wird es bis auf Weiteres ein Geheimnis von dem Ersteller und mir bleiben. Es sei denn, Terence entwickelt sich im Laufe der Spiele noch zu einem selbstreflektierten Menschen.

Greg: Hier ist die Vorgeschichte etwas lustig. Der ist ja von mir und schon in Teil 1 und 2 sehr, sehr nebenbei aufgetreten und eigentlich sollte er auch tatsächlich Demenz haben (was ich mir eingebrockt habe, lange bevor ich die Absicht hatte, ihn in die Spiele zu schicken und dementsprechend PoVs aus seiner Sicht zu schreiben). Ganz eigentlich sollte er auch schon während der letzten Spiele versterben. Das habe ich dann aber gelassen, als ich auf den Entschluss gekommen bin, die Mentoren in die Spiele zu schicken. Nun, jedenfalls bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass ich nicht in der Lag bin einen Dementen aus Eigensicht zu schreiben, weswegen ich mich dieses Tricks bedient habe. Ursprünglich sollte seine Vorstellung auch sein einziger PoV bleiben und ich wollte ihn als Füllhornfutter verheizen, doch das hat sich geändert und unter Anbetracht der Situation lässt sich sicher einiges an Unsinn mit ihm anstellen.
Die Alpträume kommen von den Hungerspielen. Übers ganze Leben verteilt. Habe ich hauptsächlich Greg eingebracht, weil das bei vielen anderen Mentoren zu kurz kommt und dort auch vom Charakter nicht zwingend passt.


Ich finde Hegar eigentlich gar nicht so krass unsympathisch, aber ich kenne ihn natürlich auch besser.
Hegar hat tatsächlich seine Prinzipien und glaubt daran, dass die Hungerspiele dem Frieden dienen. Das ist tatsächlich weder Selbstrechtfertigung noch Selbstbetrug.
Du isst also gerne kiloweise Roast Beef zum Frühstück...okay, das ist in der Tat interessant, ich hätte gedacht, Hegar ist da ein Unikat.
Was die falschen Schlangen angeht: Naja, es gibt solche und solche. Aber der Aspekt, dass Eltern, wenn es um die Interessen ihrer Kinder gehen, oft zu Opportunisten werden und ihre eigentlichen Prinzipien verraten ist gleichermaßen interessant wie reell.

Ob man Fenris nun dafür verabscheuen muss, dass er die Sorge seiner Mutter nicht versteht...hm, ich weiß nicht.
Tja, vielleicht kommt ihm die Erkenntnis, vielleicht nicht. Seinem Vater ist sie jedenfalls in seinen ersten Spielen nicht gekommen.
Und als ob ein Außendistriktler Hegar töten könnte - Hegar wird natürlich gewinnen!

Auf jeden Fall vielen Dank für dein Review, bis dann, ich hoffe, zeitnah wieder hochladen zu können!

LG Till
22.08.2018 | 10:44 Uhr
zu Kapitel 3
Hey :)

Bevor ich hier groß in Rückstand gerate und mich zu monsterhaften Reviews aufraffen muss, erledige ich das jetzt schonmal. Dann kann ich auch zu jedem Part etwas ausführlicher sein.

Distrikt 1 macht gerne Party.
Distrikt 2 hat gerne Sex.
- Review Ende :D

Zumindest könnte man es so zusammenfassen und ich finde es lustig, dass sich da Themen bilden - die gewisse Ähnlichkeit, die die Tribute haben, und dann sind sie doch ganz unterschiedlich. Bisher scheint mir die Zusammensetzung des Karrierobündnisses recht amüsant. Zwei Sieger, die nicht in die Spiele möchten, einer davon schwach, einer, der kein Blut sehen kann. Zwei junge Kerle, die zwar trainieren, aber scheinbar locker an die Sache herangehen und die Spiele gleichzeitig als ihre einzige Option für ein besseres Leben sehen.
Jetzt bin ich gespannt auf Hegar (und seinen Sohn?), die vermutlich nicht so sind, wie die Anderen. Aber da kann ja auch irgendwas nicht stimmen, wenn sie beide in die Spiele gehen...

Ich muss gestehen, dass mir keiner bisher besonders sympathisch ist, wobei sich das ja noch ändern kann, immerhin sind wir gerade erst am Anfang. Sie haben halt einfach Charakterzüge, die ich an Menschen nicht so mag, oder die ich nicht nachvollziehen kann.

Jewel ist mir noch um einiges lieber als Glisten. Er schafft es, sich zumindest ein bisschen mein Mitleid zu erarbeiten, allein durch seinen schwächlichen Zustand - für jemanden, der sein Leben lang immer fit war, kann das nicht einfach sein. Respekt, dass er sich so durch sein Trainig quält. Immerhin scheint ihn die Erkenntnis getroffen zu haben, dass die Spiele keine so tolle Sache sind, der Bruch mit seiner Familie, der dadurch entstanden ist, ist ziemlich aussagekräftig. Ansonsten kommt er mir vom Charakter recht trocken vor, ich suche noch den Lebensfunken in ihm, so wie er wohl auch den Sinn in seinem Leben sucht. Obwohl er sagt, dass die Aussicht auf noch eine Runde in den Spielen ihm wieder einen gegeben hat, glaube ich ihm nicht so recht. Ist es voreilig, wenn ich jetzt schon sage, dass ein früher Tod wohl eine Erleichterung für ihn wäre? Wahrscheinlich ist es das :D

Das einzig Positive, was ich an Glisten bisher finden kann, ist, dass sich sein Leben nicht nur um Training und die Hungerspiele dreht, sondern er auch weiß, dass man sich einfach mal entspannen und Spaß haben muss. Seine Art von Spaß sagt mir jedoch überhaupt nicht zu, ebensowenig wie seine Freunde. In seiner Hoffnung, dass die Spiele ein Ausweg aus dem bisherigen Chaos und das Tor in eine bessere Zukunft sind, wird er wahrscheinlich bald enttäuscht werden. Nichts ist jemals so einfach. Die Szene mit seinem Großvater fand ich noch ganz nett und da habe ich auch ehrlich gelacht :)
Mal sehen, vielleicht gibt es ja später noch eine Seite von Glisten zu entdecken, mit der ich mich besser anfreunden kann.

Priamos...bei ihm weiß ich ehrlich gesagt kaum, was ich schreiben soll, weil ich das Gefühl habe, über seine Persönlichkeit so wenig erfahren zu haben. Er vergnügt sich gerne mit jeder Frau, die ihm über den Weg läuft, ok, davon bin ich kein Fan, aber es wäre kein Grund, ihn direkt zu verabscheuen. Damit kann ich leben, wenn er ansonsten freundlich ist. Ich glaube, im ersten Kap haben sie darüber gesprochen, dass er ansonsten ein netter Kerl sei. Ansonsten betont er ja immer wieder, dass er nur ungerne nochmal in die Spiele zieht und nicht glaubt, gewinnen zu können. Trotzdem hält er am Ende nichts von der vorgeschlagenen Taktik von Eric. "Wo blieb da der Spaß?" Das klingt für mich doch so, als würde es ihm nicht so viel ausmachen, wie er sich einzureden versucht?
Bevor ich mir über ihn ein Urteil bilde, muss ich glaube ich noch etwas warten.

Levian ist mir nach Jewel am liebsten, mir gefällt seine positive Art, wobei ich denke, dass er etwas zu zuversichtlich ist, was ihm zum Nachteil werden könnte. Oder aber es hilft ihm, durchzukommen, immerhin ist er nicht so dumm, die Sieger zu unterschätzen. Ich kann verstehen, dass er von seinem Freund etwas genervt ist, der ist offenbar der große Analytiker, was zwar nicht schaden kann, aber doch anstrengend ist.

.............

Ich habe ja noch nie vorher etwas von dir gelesen, da möchte ich auch mal generell etwas zu den Kapiteln sagen.

Insgesamt lassen sie sich gut lesen, es ist flüssig und ohne großartige Fehler. Manchmal waren mir die Sätze etwas zu lang, insbesondere, wenn du Gedankengänge der Charaktere schreibst - gelegentlich reihst du auch einfach längere Sätze hintereinander, ohne einen kurzen dazwischen zu bauen, was es ebenfalls anstrengender zu lesen macht. Besonders im Teil von Priamos ist mir das aufgefallen. Vielleicht ist das auch ein Eindruck, den ich nur dort gewonnen habe? Zumindest fand ich es da an manchen Stellen anstrengend, zu folgen.
Ich mag es grundsätzlich aber sehr, dass du dir Zeit nimmst, um auf die Gedanken der Charaktere einzugehen, da man so einen guten Eindruck bekommt, was in ihnen vorgeht und ihre Handlungen nachvollziehen kann. Die Gedankengänge an sich bringst du auch überzeugend rüber.

Während mir der Aufbau der Parts von Jewel, Glisten und Levian sehr gut gefällt und es mir Spaß gemacht hat, sowohl die Handlung, als auch das Innenleben der Charaktere kennenzulernen, muss ich gestehen, dass das bei Priamos ganz anders ist.
Hier fühle ich mich schlichtweg von der Hintergrundgeschichte erschlagen. Mindestens zwei Drittel seines Parts besteht daraus, wodurch man zwar sehr viel über ihn erfährt, aber das werde ich mir nach einem Mal lesen kaum alles merken können. Seine Hungerspiele, Josy, andere weibliche Bekanntschaften, seine Zeit als Mentor, sein Hobby, seine Familie und die Sache mit Finnick. Für meinen Geschmack ist es insgesamt etwas zu viel, auch wenn es ein Vorstellungskapitel ist - sicherlich wäre es möglich gewesen, manche Informationen später noch fließend in die Handlung (die hier kaum vorhanden ist) mit einzubauen?
Das ist dir bei Levian beispielsweise besser gelungen - man erfährt etwas über seine familiäre Vergangenheit, aber es ist nur ein Absatz und der macht einem schon vieles klar. Außerdem unterstreicht es seine Persönlichkeit, nämlich, dass er jemand ist, der nach vorne blickt, positiv bleibt und sich nicht an alten Dingen festklammert.

Jetzt fühle ich mich, als hätte ich hauptsächlich rumgenörgelt, obwohl es mir doch gut gefallen hat. Nun ja, ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Kapitel und darauf, die anderen Tribute kennenzulernen.

Liebe Grüße,
Sarah

Antwort von The Heavenly Dog am 22.08.2018 | 18:34:53 Uhr
Moin,

vielen Dank für dein Review :)

Distrikt 1 macht gerne Party, Distrikt 2 hat gerne Sex - Könnte man so sagen, wäre aber zumindest was Distrikt 1 angeht, eine nicht wirklich korrekte Pauschalisierung. Glisten ist hier das Partybiest, Jewel hängt da eher bei seinen Freunden mit drin und das Partymachen geht hauptsächlich von Robin aus. An dieser Stelle habe ich erstmalig in deinem Review bemerkt, dass du die ersten beiden Teile nicht gelesen hast, was eine für mich ziemlich interessante Sichtweise ist, da ich für gewöhnlich nur regelmäßige Rückmeldung von Leuten kriege, die schon "von Anfang an dabei sind". Lange Rede, kurzer Sinn, Robin hat in Teil 2 am Anfang einen PoV, da geht das raus hervor, was du nicht wissen konntest und was es eben so interessant macht.

Mit Distrikt 2 hast du allerdings recht, was ich recht amüsant finde, da es purer Zufall war. Priamos ist der Sieger aus Teil 1, somit nicht von mir und die Erstellerin von Levian hat meines Wissens die ersten beiden Geschichten auch nicht gelesen, kannte ihn somit nicht. Also haben wir zwei Fuckboys in Distrikt 2. Mal sehen, ob sich das noch als gut oder schlecht herausstellt.


Widmen wir uns aber dem ausführlichen Part deines Reviews. Zwei junge Kerle, die das Training locker angehen - wieder so eine Pauschalisierung, die nicht stimmt. Meines Erachtens trifft das nur auf Glisten zu, nicht auf Levian und der Kontrast ist da auch durchaus vorhanden, denke ich. Levian zieht sich in seiner Freizeit ja auch die alten Spiele rein, während Glisten herumlungert, kifft und Party macht.
Fenris ist Hegars Sohn, ja, die Vermutung ist richtig. Ich bin auch schon gespannt darauf und auch auf das Karrierobündnis. Einziger kleiner Wermutstropfen ist, dass es diesmal bei den Karrieros keine Mädchen gibt, aber damit muss ich mich wohl abfinden. Die Mentoren habe ja ich zu verantworten bzw. gewinnen lassen und damit war die Wahrscheinlichkeit schon mal um 50% gesunken.


Deine Analysen von den Einzelpersonen würde ich ganz gerne einfach so stehen lassen, um nicht zu spoilern und weil ich bei vielem auch nur "Ja, ist so" oder "Nein, ist nicht so" sagen könnte.


Zum Stil: Ich habe deine Kritik zur Kenntnis genommen, hab dazu eigentlich gar nicht so viel zu sagen, außer dass es mehr oder weniger bewusst so ist und die langen, verschachtelten Sätze sozusagen zu meinem Stil gehören. Also wirst du dich wohl damit anfreunden müssen, wenn du diese MMFF bis zum Ende verfolgen möchtest. Ich habe ehrlich gesagt auch nicht den Anspruch, hier meinen Schreibstil großartig zu verbessern oder etwas zu üben, sondern schreibe einfach nur zum Spaß (und während des Semesters auch gerne einfach mal spätabends zur Entspannung). Ich hoffe, das kam jetzt nicht irgendwie patzig rüber, so ist es auch nicht gemeint, ich wollte es nur mal klargestellt haben :D

Was die Kritik am Priamos-Part angeht, bin ich darüber etwas amüsiert und zwar aus dem Grund, weil ich eher damit gerechnet hätte, für den Levian-Part Kritik zu bekommen, weil es da in Teilen eher um diverse Mentorentribute und weniger um Levian geht. Ich sehe aber durchaus einen Unterschied, bei Priamos gibt es durchaus weniger Handlung und Interaktion als bei den drei anderen. Ist denke ich auch Geschmackssache. Ansonsten gibt es schon mal mindestens zwei Konzepte, wie man Ernten schreiben kann. Entweder man stellt die Person komplett vor und bringt alles bzw. fast alles Wichtige schon mal an oder aber man entscheidet sich dafür, die Vorstellung sehr vage zu halten und den Hintergrund erst im Laufe der Geschichte anzubringen. Ich habe mich bewusst für die erste Möglichkeit entschieden, da ich mich während der Geschichte gerne auf die Handlung, die Interaktion mit den anderen Charakteren sowie die Charakterentwicklung konzentrieren möchte. Natürlich wird Priamos noch immer das ein oder andere Mal an Josy denken, allerdings wird es in der Arena vermutlich recht egal sein, ob Finnick nun der Vater ist oder nicht und wen er in welchem Distrikt alles gefickt hat. Um mal ein paar Beispiele zu nennen.

Damit wäre ich auch schon am Ende angelangt, nochmals vielen Dank für deine Rückmeldung, bis dahin!

LG Till