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Reviews 1 bis 3 (von 3 insgesamt):
29.01.2019 | 15:59 Uhr
Oh ja, wie schon erwähnt, deinen Schreibstil könnte ich in den Himmel loben. Deine Rechtschreibung ist ebenso nahezu perfekt, habe wieder keine Fehler gefunden. Ich habe aber das Gefühl, dass du bei deinen Schreibseln nicht genug auf den Ausdruck achtest. Schwierig zu verbessern ist in diesem Kapitel "Ich spielte meine schwarzen Engel immer mit einem großen Grinsen im Gesicht, ich hatte mich vom ersten Moment an in meine Engel verliebt. Sie faszinierten mich."
Zweimal "meine Engel" hintereinander hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, jedoch wird es nicht besser, wenn man das zweite Mal durch ein "sie" ersetzt, weil sich das mit dem nächsten Satz doppeln würde. Tut mir leid, dass ich dir keine gute Lösung vorschlagen kann.
Auch einen unangenehmen Klang zieht die Dopplung zweier "an sich" nach sich: "Eigentlich hatte mir das Duellieren an sich gar nicht so viel bedeutet. Ich fand die Karten an sich viel schöner."
Hier fällt die Verbesserung allerdings deutlich leichter, da das zweite Exemplar weder zum Sinn, noch zur Vollständigkeit beiträgt: "Eigentlich hatte mir das Duellieren an sich gar nicht so viel bedeutet. Ich fand die Karten viel schöner."
Des weiteren scheint sich ein Grammatikfehler eingeschlichen zu haben: "Jedes Mal, wenn ich traurig war oder etwas nicht so lief, wie ich es mir vorstellte, beschwor ich meine Lieblingskarte und vertraute ihm all meine Sorgen an."
Die Karte ist weiblich, folglich: "[...] und vertraute ihr all meine Sorgen an." Sollte das "ihm" auf "Finsterlord Morgenstern" bezogen gewesen sein, würde ich diese Änderung trotzdem vorschlagen, weil das nicht klar ersichtlich ist.
Weil du sagst, du bist perfektionistisch, habe ich hier das richtige für dich: "Eigentlich sollte ich das gar nicht, aber es war, wie der Zufall es wollte." Das wirkt eigentlich total in Ordnung oder? Naja, fast... Die benutzte Redensart heißt nämlich richtig "wie der Zufall es so wollte".
"Er war übersät von Wunden, er war geradezu blutüberströmt." Das ist nicht einmal wirklich schlechter Ausdruck, aber ich möchte anmerken, dass du die Dramatik noch etwas steigern kannst, indem du das letzte "er war" weglässt: "Er war übersät von Wunden, geradezu blutüberströmt."
Das war auch schon alles. Dazu muss ich sagen, dass ich das bei weitem nicht bei jedem, den ich kritisiere so genau nehme. Ich schreibe immer über die gröbsten "Fehler", die ich finden kann.
Hoffe, ich konnte dir helfen.

Dein Jojo

Antwort von Kary Chairqueen am 31.01.2019 | 23:31 Uhr
N‘abend,

vielen Dank für deine Rückmeldungen.
Ich denke, an dieser Stelle wäre es angebracht zu sagen, dass dies keine Geschichte im eigentlichen Sinne ist, sondern eine Sammlung von Notizen eines Charakters und im direkten Zusammenhang mit „мy ђeart ιs γours αnd γour đestiny ιs ๓ine“ steht. Daher sind die Story-Aspekte hier eigentlich nur angekratzt worden und werden später an anderer Stelle nochmal aufgegriffen.
Der Schreibstil ist demnach auch der Erzählart angepasst, die Dopplungen sind als Stilmittel eingesetzt worden, um zu verdeutlichen, dass es sich um rohes Gedankengut handelt, das so aufgeschrieben wurde, wie der Charakter es gedacht hat.
Der Grammatikfehler ist davon ausgeschlossen, danke für den Hinweis.
„Die benutzte Redensart heißt nämlich richtig "wie der Zufall es so wollte".“ - Dafür hätte ich gerne einen Beleg, ich habe mit einem Bekannten ein wenig recherchiert, leider sind wir beide zu keinem Ergebnis gekommen.

LG Karyu
29.01.2019 | 15:16 Uhr
1. Kapitel / Prolog(?) gefällt mir schon mal wirklich gut. Schöner Schreibstil, interessanter Beginn einer Story mit fesselnder Tiefe. Rechtschreibfehler habe ich keinen einzigen gefunden, nur missfällt mir die Wortwahl an einer Stelle: "Damals behauptete er, ich wäre einfach nur vom Sofa gefallen und wäre gemein zu ihm gewesen, deswegen wäre er einfach gegangen." Dreimal "wäre" hintereinander klingt nicht so super, besser finde ich zum Beispiel: "Damals behauptete er, ich wäre einfach nur vom Sofa gefallen und gemein zu ihm gewesen, deshalb sei er einfach gegangen." (Dein "deswegen" passt mit meinem "sei" nicht so gut finde ich, daher "deshalb") Findest aber bestimmt auch noch was besseres als ich, das war nur meine erste Idee.
Würde zwar gerne noch mehr kritisieren, finde in diesem Kapitel aber nicht mehr. Hoffe, ich konnte dir etwas helfen.

Dein Jojo
28.07.2018 | 13:42 Uhr
Perfektionist_in schreibt in Gedanken "Dank ihm" mitten im Satz groß :)
70 Punkte? Das müssen 100 Punkte sein, ansonsten ist es nicht perfekt!

Ist Perfektion als A und O irgendwo aus der Realität entnommen? Mir persönlich scheint Perfektion als Ziel in sich selbst ohne irgendeine Referenz nämlich ziemlich komisch. Aber gut, das war immerhin erst der Prolog.

Antwort von Kary Chairqueen am 28.07.2018 | 19:28 Uhr
Immer diese Perfektionisten, die nicht perfekt sind, geht gar nicht. Die Autorin als Perfektionistin neben ihrem perfektionistischem Charakter hat den Fehler korrigiert. Und die weiteren, die sie im Verlauf noch gefunden hat. Schande über Autorins Haupt.
Danke für den Hinweis. :)
Als nicht perfekter Perfektionist kann der Charakter auch nicht jedes Mal 100 Punkte schaffen, sonst wäre er ja perfekt, was er nun mal nicht ist. Glücklicherweise.
Aber nein, die Perfektion samt dem Sprichwort ist nicht der Realität entnommen. Das ist etwas anderes, was aus dem Text allerdings nicht direkt ersichtlich wird.
Ist aber auch eine verwirrende kleine Wortansammlung, das gebe ich zu.

LG Karyu
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