Autor: LadyCharena
Reviews 1 bis 4 (von 4 insgesamt):
25.06.2019 | 12:48 Uhr
zur Geschichte
Hej LadyCharena,

die Szene hinter den Vorhängen hat mir besonders gut gefallen, man kann bei den Worten förmlich spüren, wie schwach und abhängig Nick von LaCroix ist, etwas, das dieser in vollster Absicht herbeigeführt hat. Wieder hast du Nicks Erinnerungsfetzen und Überlegungen gut mit seinen Handlungen verbunden. Erneut konnte ich richtig mit ihm mitleiden. Und natürlich hat LaCroix dafür gesorgt, dass es nichts in der Suite gibt, woran Nick sich orientieren kann, um auch nur das kleinste Bisschen über seine Umwelt zu erfahren.
Nun hat also auch Nicholas verstanden, dass LaCroix mit dem Ausbluten bis zum Äußersten gegangen ist. Das hast du hier sehr gut zusammengefasst. Außerdem ist das gedankliche Bild mit dem Gefängnis und LaCroix als Wärter sehr stimmig. Zumal es auch auf die eine Folge verweist, in der Nick von seinen Kollegen untersucht wird und LaCroix in seinen Gedanken als Wärter auftritt. War diese Parallele von dir beabsichtigt?
Und immer noch ist der arme Nicholas völlig hilflos. Aber natürlich kümmert sich LaCroix mit dem ihm eigenen kalten Kalkül um seinen Sohn. Sehr passend ist Nicks Reaktion, als er bemerkt, dass LaCroix in dem Zimmer mit dem Blutbecher gewesen ist. Auch Nicks Angst vor seiner eigenen Kraft passt charakterlich sehr gut zu ihm.

Ich frage mich, ob LaCroix Nick mit der Macht, die er als sein Schöpfer über ihn besitzt, auch dahingehend manipuliert hat, dass Nick sich auch psychisch davor ängstigt, das Hotel zu verlassen. So kennt man ihn sonst gar nicht. Die Rekapitulation des Traumes sowie seines bisherigen Lebens, die dann abrupt mit der Erinnerungslücke endet, war ein passender Schlusspunkt seiner Grübeleien.
Es ist typisch, dass Nicholas, als LaCroix die Anweisung zum Verlassen des Zimmers gibt, diese zunächst auf sich selbst bezieht, und erst, als LaCroix sie präzisiert, bemerkt, dass sie ihrer Besucherin und keineswegs ihm gilt. Ich konnte mir die Szene, wie die Vampirfrau aufgebracht aus dem Zimmer stapft, bildlich vorstellen.
Auch das abschließende Gespräch zwischen den beiden hast du meisterhaft in Szene gesetzt. Diese Doppeldeutigkeit war einfach köstlich. Dass LaCroix kurz die Kontrolle über seine sonst so gut verborgenen Emotionen verliert, passt zu der Situation, will er doch einen Neuanfang wagen und nun scheint sich alles in die schon gewohnten Bahnen zu bewegen. Da bleibt ihm halt nur, den Papavampir raushängen zu lassen. ;-) Seine finalen Worte lassen tief blicken. Nicholas wird ihm wohl nie entkommen können.

Lieben Gruß

Arkia
02.07.2018 | 13:16 Uhr
zu Kapitel 2
Hallöchen
-.- Ganz ehrlich, LaCroix ist zum fürchten.
Nicholas kann einem da nur leid tun. Denn wenn er nicht den Tod in der Sonne wählt, kann er LaCroix wohl wirklich nicht entkommen. Und noch ist der Überlebenswille zu stark, als dass sich der Vampir für diesen Schritt entscheiden könnte. Was ich aber ziemlich interessant finde, wenn man bedenkt, wie lange er da bereits vor LaCroix davon läuft.
Sehr emotional erzählt. Man leidet richtig mit, während Nicholas da auf Genesung und wer weiss was noch hofft und wartet.
LG Anna
02.07.2018 | 08:46 Uhr
zu Kapitel 2
Hallo

Absolute Kontrolle dürfte wahrscheinlich wirklich das sein, was LaCroix zu jeder Zeit und in jeder Situation anstrebt. Das hat Nicholas gut erkannt, nur bringt ihn das leider auch nicht weiter. Denn sein Schöpfer scheint noch grosse Pläne mit ihm zu haben.

Schon bedrückend die Stimmung, die in dieser Geschichte herrscht. Aber das dürfte wohl der Fluch der Unsterblichkeit sein. Ich fand es jedenfalls spannend, wie Nicholas das alles empfunden hat.

LG Der Postbote
01.07.2018 | 22:03 Uhr
zu Kapitel 2
Liebe Lady!
Eine Vampirgeschichte, wie der Titel sagt, aber keine Serie, die ich je gesehen hätte.
Nichtsdestotrotz gefüllt mir die Atmosphäre und das Lokalkolorit jedenfalls sehr,
und ich nehme an, es ist sehr in canon.

Auf jeden Fall zeugt auch dieser Zweiteiler von deiner ausgezeichneten Schreibkunst.
Die französischen Worte sind sehr gut und flüssig mitsamt der fast nebensächlichen Übersetzung eingefügt,
und das mit dem Schach fand ich auch sehr passend.
Sternchen dafür.
Liebe Grüße.
Möge deine kommende Woche gut zu bewältigen sein!
Sparrow