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Autor: Anizo
Reviews 1 bis 11 (von 11 insgesamt):
07.09.2020 | 16:35 Uhr
Schade, abgebrochen!
Das hat sich gut gelesen! Überlegs Dir doch noch mal, ob es nicht doch weitergeht!
07.09.2018 | 10:42 Uhr
Liebe Anizo!

Ich weiß, es ist schon so lange her, dass du dieses Kapitel gepostet hast, dass mein Review mehr als überfällig erscheint. Aber obwohl sich einiges bei mir geändert hat, sodass ich jetzt eigentlich mehr Zeit für FF haben müsste, kommen doch immer hundert andere Dinge dazwischen, die mich dann wieder und immer wieder davon abhalten, hier auf dem Laufenden zu bleiben.

Ich bin jedoch (wieder einmal) guter Dinge, dass es nun bald besser wird, dass ich dieses Mal, wenn ich aufgeholt habe, auch dabei bleiben kann. Und so gesehen bin ich wirklich froh, dass auch du den Sommer offensichtlich nicht für FF genutzt hast, denn so hat auch mein langes Schweigen nicht dazu geführt, dass deine Geschichte mir davongelaufen ist.

Andererseits lässt du uns hier natürlich an einer ganz fiesen Stelle zurück! W angeschossen, in die Brust, eine Verwundung, die ihn ganz leicht das Leben kosten kann. Ribanna entführt in den Händen des skrupellosen Parranoh (und wir wissen ja bereits durch die Rahmenhandlung, dass diese Entführung wohl letztlich mit zu ihrem Tod beiträgt). Da hast du dir aber dennoch einen gemeinen Punkt für deine Pause ausgewählt.

Sehr gelungen finde ich wie du deinen Schurken zeichnest. Natürlich musst du etwas abweichen vom Original, aber Parranok bleibt dennoch bösartig, hinterlistig, einfach nur verabscheuenswürdig. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was er in den langen Monaten, bis W die beiden wieder finden wird, mit Ribanna anstellen wird.

Und dann auch die Schlechtigkeit Ribanna bzw. W hinterrücks anzugreifen, nachdem dieser fair gewonnen hatte... Oh wenn ich diesen Kerl in die Finger bekommen würde!!! Man bekommt wirklich Aggressionsprobleme in diesem Forum.

Eine richtige Lieblingsstelle im eigentlichen Sinn anzugeben, fiel mir dieses Mal schwer. Am meisten beschäftigt hat mich aber wohl dieser Satz: "„Eher töte ich dich, als dass du sie auch nur berührst.“" Er liest sich wie ein böses Omen! Hätte W es doch nur getan! Hätte er Parranoh doch nach dem Kampf getötet!

Und doch wissen wir alle, dass das nicht unser W ist, dass dieser sich nicht an einem mittlerweile wehrlosen und besiegten Gegener vergreifen würde. Aber wie grausam ihm im Grunde die Worte in den Mund zu legen, die in diesem Fall dafür gesorgt hätten, dass er glücklich hätte sein können, und ihn doch wegen seines edlen Charakters nicht danach handeln zu lassen....

Liebe Anizo, ich hoffe es geht dir wie mir und du findest bald wieder Zeit dich hier einzubringen, denn es wäre jammerschade, wenn du diese Geschichte nicht zu Ende erzählen würdest! Und da ich nun endlich aufgeholt habe, wäre ich also bereit für dein nächstes Kapitel :-P

Herzliche Grüße!
02.08.2018 | 01:21 Uhr
Liebe Anizo,

viel zu lange ist mein Review überfällig und dieses Kapitel verdient eindeutig auch mehr Aufmerksamkeit, als es bisher bekommen hat!

Im Versammlungszelt beweist Winnetou, gegenüber Tha-scha-tunga und Parranoh, dass er durchaus schon jener hoffnungsvolle junge Häuptling ist, den wir später kennen lernen werden.
Es ist viel Wahres an seiner Rede und auch in dieser Szene gelingt es Dir gut, beide Filmversionen zu verschmelzen, Winnetou beweist Weitsicht wie in den 60ern, ist aber auch leidenschaftlich und teils ungestüm wie in der Neuverfilmung. Es fällt ihm schwer, sich zusammenzureißen und den Zweikampf hinzunehmen, aber er weiß, dass alles andere hochgradig unvernünftig wäre.

Durch den Sprachgebrauch der Häuptlinge findet man sich sehr schnell in der Welt der Neuverfilmung ein und die Beratung formt sich zeitnah vor dem inneren Auge und sowohl W als auch P kommen dabei sehr echt rüber!

Das der Kampf erst später stattfinden soll, ist ein geschickter Schachzug, so wird W und R noch einmal eine kurze Verschnaufpause gegönnt und R nutzt diese auch, sowohl, um dem Geliebten zumindest kurz nahe sein zu können und auch, um ihn neu zu Verbinden, wobei das Paar bei weitem nicht die Zeit findet, die sie gerne für einander hätten, sie sind halt frisch verliebt und würden das gerne viel deutlicher ausleben...

In der nun folgenden Kampfszene spannst Du meiner Meinung nach sehr gekonnt und plausibel den Bogen, wie aus dem bedachten, vorausschauenden Winnetou, der durchaus zu verstehen scheint, dass die einzige Möglichkeit, gegen den übermächtigen weißen Mann anzukommen, ein Zusammenschluss der roten Völker ist, der unnachgiebige Krieger wird, der skalpiert, keine Gnade kennt und nicht lange fackelt, sondern tötet, wenn sich die Gelegenheit bietet... denn Gnade dem Feind gegenüber hätte ihn fast sein Leben gekostet, aber auf jeden Fall seine Liebe!
Aber die Charakterzüge, die er in seiner Freundschaft mit OS entwickelt, kommen dennoch nicht aus heiterem Himmel zum Vorschein, sie waren schon einmal da, er hatte sie nur tief in sich begraben.
Das W im Kampf zunächst siegt, alles auf ein Happy End hindeutet, er und R sich schon glücklich in den Armen liegen und dann doch noch auf schreckliche und schändliche Weise von P hintergangen wird und so unverdient unterliegen muss, dass ist gleicher Maßen genial gedacht, als auch grausam! Man möchte sich fast auf P stürzen, ihn niederringen und W und R wieder zusammenbringen...!

Im vorläufigen Showdown baust Du nicht nur logische Geschichten zu Narben auf Ws Körper ein (Ich leibe solche beiläufigen Details!), die sonst unerzählt geblieben wären, nein, es kommt auch die fanatische Seite Ps hervorragend zu Tage!
Er handelt nicht wie ein Häuptling, es geht einzig um seinen persönlichen Willen und das wird - wir wissen es ja - fatale Konsequenzen für R haben!
Meine Lieblingsstelle ist wohl in dem Zusammenhang falsch ausgedrückt, es müsste viel eher lauten, die Stelle, die mich am meisten bewegt hat, ist folglich auch diese:
Kaum hatte Ribanna den Geliebten auf den Boden gebettet, als Parranoh sie brutal von ihm wegriss.
„Du gehörst jetzt mir und niemand kann dich mir mehr wegnehmen!“
Auf ein Zeichen von ihm zielten seine Krieger mit ihren Waffen auf die Umstehenden.

„Der Erste, der mich daran hindert, dieses Weib mit mir zu nehmen, stirbt“, drohte er. „Wenn ihr es wagt, mir und meinen Männern zu folgen, werde ich sie vor euren Augen töten, denn wenn ich sie nicht besitzen kann, wird niemand es tun.“

Schon hier wird klar, das er sich R nicht ohne massivste gegenwehr nehmen lassen wird!
Zum Glück bleibt W erspart, mit ansehen zu müssen, wie man P mit R und seinen Kriegern ziehen lassen muss, aber andererseits ist diese schwere Verletzung natürlich eine Katastrophe, weil W R somit nicht direkt verfolgen und retten kann...!

Es ist ein gemeiner Cliffhänger, den Du uns da servierst, aber er macht sehr gespannt auf den weiteren Verlauf!

Ganz liebe Grüße,
Saavik

Antwort von Anizo am 02.08.2018 | 19:01 Uhr
Liebe Saavik,
bin gerade dabei, das neueste Kapitel deiner sehr bewegenden Geschichte zu verarbeiten und möchte dir doch noch schnell antworten.
Habe versucht, Winnetou in genau der von dir beschriebenen Mischung darzustellen - als künftigen Häuptling mit der notwendigen Weitsicht einerseits und dem leidenschaftlichen, Hals über Kopf in Ribanna verliebten jungen Krieger andererseits.
Da es in dem Kampf ja nicht um Leben und Tod gehen soll, sondern "nur" darum, wer Ribanna zur Frau erhält, hielt ich es für angebracht, diesen erst später stattfinden zu lassen. Tah-scha-tunga ist ja nicht entgangen, dass Winnetou verletzt war. Muss gerade daran denken, dass Winnetou und Ribanna im Film von 1964 ja auch noch einen Moment für sich hatten, als Winnetou ihr gesteht, dass sie um des Friedens Willen die Frau eines weißen Mannes werden muss.

Die Szene, in der der Held siegt und dann doch von seinem hinterhältigen Gegner feige niedergestreckt (wenn auch hier nicht getötet ) wird, ist mir aus "Der letzte Mohikaner" immer noch gegenwärtig. War damals schockiert, als ich den Film zum ersten Mal als Kind gesehen habe. Bis heute verfolgt mich diese Szene.
Als ich mir überlegt habe, warum Winnetou so lange braucht, also neun Monate; um Ribanna zu finden, fiel sie mir wieder ein. Zudem passt ein solches Verhalten zu Parranoh. In "Winnetous Testament" von Jutta Laroche und Reinhard Marheinecke lässt Parranoh Winnetou von seinen Männern hinterrücks niederschießen, als er den Zweikampf mit diesem zu verlieren droht. Auch dort ist Winnetou lange Zeit verletzt, überlebt aber auch.

So kaltblütig Parranoh auch ist, so sehr begehrt er doch Ribanna - warum auch immer!
Lass dich überraschen, wie es weitergeht! :-)

Liebe Grüße!
Anizo
31.07.2018 | 13:04 Uhr
Liebe Anizo!

Jetzt hab ich so lang gebraucht und bin trotzdem noch die erste, die was schreibt. Das is voll komisch, denn ich find das Kapi mega spannend und musst so schnell wie möglich lesen, um zu sehen wie es weitergeht!

Aber wahrscheinlich is das im Moment iwie für alle doof mit den Reviews, weil ja Urlaubszeit is und so und Ferien und man iwie doch mehr draußen is. Ich würd mir da also jetzt nich so die Sorgen machen an deiner Stelle.

Also ich find schon mal gut, dass Rs Vater besser weg kommt als man das im Film gedacht hätt. Da sagt ja W, dass der R einfach herschenkt, obwohl W alles gemacht hat, was er wollte, so Sachen und Pferde bringen und so.

Hier is der Vater ja eigentlich zwar iwie nich mega sympathisch, aber doch schon ehrlich und macht halt das, was am einfachsten is: Er lässt die Kontrahenten halt einfach kämpfen. Da find ich, kann man dem jetzt nix vorwerfen. Und wahrscheinlich kümmert er sich dann ja auch am Ende um W, weil sonst würd der da ja einfach verbluten.

Aber dieser Parranoh.... Das is ja so dermaßen fies! Nich nur, dass er total gemein sein will zu R, sodass man da voll Angst haben muss, wenn sie seine Frau werden wird (oder noch viel schlimmer, er sie ja jetzt einfach entführt), sondern der is auch voll falsch.

Gut, das passt natürlich zu KM. In W2 erfährt man das ja auch, dass der voll besessen is von R. Aber ich mein so von Anstand und Ehre hat der auch noch nie was gehört, oder? Einfach so den anderen erschießen! Oder wollt er R erschießen? Auf jeden Fall geht der mal über Leichen!

Und lassen die Assiniboins den jetzt einfach so gehen? Wahrscheinlich, weil er ja die Geisel hat. Aber das is echt so mega fies. Es war so für fünf Minuten alles super und dann das! Nich nur, dass R weg is, nun is W auch noch voll schwer verletzt. Das is alles gar nich gut und es wird ja auch nich gut, wie wir schon wissen... :( schnief...

Ich weiß gar nich, ob ich will, dass es schnell weiter geht oder lieber nich. Aber an der Stelle is es auch jetzt besonders doof. Also schnell weiter!

Ganz liebe Grüße,

deine Melissa!

Antwort von Anizo am 02.08.2018 | 19:13 Uhr
Liebe Melissa,
was die Urlaubszeit betrifft, hast du auf jeden Fall Recht. Komme im Moment auch kaum noch mit dem Lesen, geschweige denn mit dem Schreiben hinterher.
Mache mir auch keine Sorgen, weil nicht so viele schreiben. Geht mir ja nicht anders.

Tah-scha-tunga in den neuen Filmen fand ich auch absolut mies und das, obwohl er nie als Figur auftaucht. Da ist mir Parranoh als Schurke dann doch lieber, denn der ist in allen Buch- und Bühnenversionen (abgesehen von der in Dasing, wo er Ribanna zwar auch tötet, aber darüber wenigstens schockiert ist) so richtig böse - eben wie bei Karl May.
Anstand und Ehre sind ihm absolut fremd und sein Verlangen nach Ribanna ist tatsächlich krankhaft. Denn von Liebe kann man in seinem Fall wirklich nicht sprechen. Er will sie vor allem besitzen.

Habe auch überlegt, ob das glaubhaft ist, dass die Assiniboins ihn so einfach ziehen lassen, aber er hatte ja seine Krieger dabei und wie du richtig schriebst, mit Ribanna eine Geisel. Außerdem war Frauenraub nicht ganz unüblich.
Werde doch mal zusehen, dass ich das nächste Kapitel bald hochlade. Will nur niemandem in die Quere kommen, damit es für keinem zu stressig wird, Reviews zu schreiben.

Liebe Grüße!
Anizo
17.07.2018 | 07:49 Uhr
Liebe Anizo!

Und gleich noch auf zum nächsten Streich, ehe ich mich dann wohl wieder den Pflichten widmen muss...

Du schickst uns mit W auf die Reise in die Vergangenheit und schaffst es dabei schon jetzt verschiedene Elemente aus altem und neuem Film zu verweben. Das finde ich eine gute Idee! Natürlich liefern beide nur den Rahmen, auf dem du eine Geschichte erzählst, in der zwei junge Menschen sich Hals über Kopf verlieben und dem nachgeben, wonach sie sich sehnen, ohne an das Morgen zu denken,

Vor allem Ribanna, die doch schon ahnt, dass ihr Vater sie W nicht zur Frau geben wird, hätte eigentlich vorsichtiger und zurückhaltender sein müssen, aber der Speer der Liebe hat sie getroffen und nichts anderes hat mehr gezählt. Angesichts der Anlage der Figuren ist diese Version durchaus stimmig, auch wenn es vielleicht ein bisschen sehr schnell geht - auch angesichts der Verletzungen, die beide haben.

Ich liebe ja hurt/comfort-Szenen, insofern triffst du mit dem verletzten W genau meinen Geschmack! Auch er hat den Angriff des Bären also nicht ganz unbeschadet überstanden und ich stelle mir jetzt vor, dass eine der Narben, die er im Film hat, vielleicht von diesem Kampf herrührt. Sie wäre dann für W eine immerwährende auch äußerliche Erinnerung an Ribanna.

Meine Lieblingsstelle stammt dementsprechend auch genau aus diesem Teil des Kapitels und ist eine, in der W gerade eben einmal nicht sonderlich heroisch daherkommt: "Winnetou war kaum noch bei Sinnen. Sein Magen rebellierte, aber zum Glück war dieser fast leer. Er fühlte sich zudem hundeelend und hörte das Blut in seinen Ohren rauschen. Doch er versuchte, wenn auch mit mäßigem Erfolg, seine eigene Schwäche zu überwinden, um sich um Ribannas heftig blutende Wunde zu kümmern. Zu seiner großen Erleichterung saßen beide auf dem Boden, denn Winnetou hätte sich keinen Moment länger auf den Beinen halten können." Ich mag es sehr, wie du ihn hier eben als jungen Mann zeichnest, der noch lange nicht alle Emotionen im Griff hat (was er bei RTL ohnehin nicht unbedingt hat), der zugeben muss, dass es ihm schlecht geht und der letztlich eingesteht, dass er froh ist, sitzen zu dürfen. Letztlich ist sein Ansinnen, sich um Ribannas Wunde zu kümmern, dann ja auch nicht von Erfolg gekrönt, sondern der umgekehrte Fall tritt ein.

Das mag ich sehr! Es ist einmal ein ganz anderes Bild des jungen Kriegers, der hier so ungestüm, ungefiltert erscheint, wie man ihn - vielleicht auch wegen des Verlusts dieser große Liebe - später nicht mehr sieht.

Das Ende zeigt uns dann, dass alles wohl genauso kompliziert wird, wie zu befürchten stand. Tim Finnety also. Seufz...

Ich ahne Schlimmes und bin gespannt wie genau du die Geschichte ausgestaltest.

Herzliche Grüße!

Antwort von Anizo am 02.08.2018 | 18:39 Uhr
Liebe Kakho-oto,
nun ist es doch etwas später mit der Antwort geworden. War vor wenigen Tagen in Elspe, wo gerade "Winnetou II" aufgeführt wird - wieder in einer völlig anderen Form.
Du bringst genau das zur Sprache, was ich an den neuen Filmen liebe und was mich auch zu dieser Version der Geschichte um Winnetou und Ribanna animiert hat. Winnetou ist ein junger Krieger, der seine Gefühle noch nicht so gut kontrollieren kann wie später, der sich auch nicht immer der Konsequenzen bewusst ist, die sein Handeln mit sich bringen.
Und er ist auch nicht unverwundbar! Eben so, wie wir ihn aus den neuen Filmen kennen.

Für mich ist Winnetou eine Mischung aus dem besonnenen, immer ein wenig unnahbar erscheinenden Häuptling, als der er später auftritt, und dem jungen, oft rein gefühlsmäßig reagierenden Krieger.
Der Verlust Ribannas trägt sicher dazu bei, dass er sich zukünftig gefühlsmäßig eher verschließt. Nur Old Shatterhand bringt ihn hin und wieder dazu sich zu öffnen, aber nur selten und auch nur sehr wenigen Menschen gegenüber.

Neben Santer ist Tim Finnetey der wohl charismatischste Bösewicht in Karl Mays Romanen - leider taucht er in den neuen Filmen nicht auf. :-(

Liebe Grüße!
Anizo
17.07.2018 | 07:37 Uhr
Liebe Anizo!

Erst jetzt merke ich, dass auch deine Geschichte noch gar keinen Kommentar von mir bekommen hat! Das will ich ändern, denn ich finde die Idee, hier Ws und Ribannas Geschichte zu erzählen, die in der Neuverfilmung nur mit wenigen Worten umrissen wurde, eine ganz wunderbare.

Obwohl ich sagen muss, dass es mir lieber gewesen wäre, du hättest sie mit einem happy End gekrönt, so wie ja auch OS und NT ein solches gegönnt ist bei RTL. Das erste Kapitel, das den Rahmen steckt, zeigt uns allerdings: Ribanna und auch ihr Kind werden wohl sterben, so wie W es im Film andeutet.

Dennoch bin ich sehr gespannt, wie du es genau zu dem tragischen Ende kommen lassen willst und welche Abenteuer du dir sicherlich ausgedacht hast. Zudem hoffe ich doch auf zumindest einige wenige glückliche Tage und Momente zwischen den beiden Liebenden.

In diesem ersten Kapitel, das ja nebenbei auch noch die Liebe von OS und NT erneut beleuchtet, ist meine Lieblingsstelle, sofern man das bei diesem Inhalt so nennen kann, unangefochten die folgende: "Winnetou betrachtete ihn eine Zeitlang versonnen und gab sich dann seinen eigenen Gedanken hin. Sie schweiften einige Jahre zurück, zu der Frau, die sein Leben gewesen war und deren Tod ihm das Herz gebrochen hatte… " Ich finde, dass bereits aus diesen wenigen Zeilen so viel Schmerz, so viel Leid, so viel verlorenes Glück und verlorene Liebe sprechen, dass sich mir ein ums andere Mal das Herz schmerzhaft zusammenzieht, wenn ich diese Stelle lese.

Du fängst hier deine Leser genau in dem Gefühl, das wohl auch W empfindet, als er beginnt sich an jene vergangene Zeit zu erinnern, in der er das Glück gepackt hatte, es aber nicht hatte festhalten können oder dürfen.

Das beschert mir einen Kloß im Hals und ich fürchte, es wird nicht der letzte sein!

Herzliche Grüße!

Antwort von Anizo am 22.07.2018 | 16:39 Uhr
Liebe Kakho-oto,
freue mich sehr, auch von dir wieder einen Kommentar bekommen zu haben. Muss mich aber zunächst erst einmal dafür entschuldigen, dass ich erst heute antworte. War in den letzten Wochen im Urlaub und an einigen Karl-May-Bühnen unterwegs, um dort neue Eindrücke hinsichtlich der Umsetzung der Abenteuer Karl Mays zu sammeln. Habe zudem in den letzten Tagen sehr intensiv an der Fortsetzung einer anderen Geschichte geschrieben und du weißt ja sicher selbst auch, wie es ist, wenn man sich voll in eine Geschichte hineinkniet. Muss auch noch einige neue Kapitel auf dieser Seite nachholen zu lesen.

Nun zu dem, was du zu Kapitel 1 geschrieben hast: Wie schon an anderer Stelle geschrieben, liegt diese Geschichte schon fix und fertig seit April 2017 in meiner Schublade bzw. auf meinem PC. Sie ist damals im Zuge meiner Begeisterung für zahlreiche Aspekte der neuen Filme entstanden. Erst Monate danach bin ich durch Luni auf diese Seite hier aufmerksam geworden und habe dort voller Erstaunen bemerkt, wie kreativ viele von den hier schreibenden Autorinnen sind und vor allem wie hervorragend zahlreiche der veröffentlichsten Geschichten sind. Karl May wäre sicher sehr stolz auf seine "Nachfolgerinnen". Habe aus Zeitgründen auch noch längst nicht alle gelesen, die mich von der Thematik her interessieren.

Aus den genannten Gründen folgt meine Geschichte vom Prinzip her dem durch Karl May vorgegebenen Schema, wenn ich auch versucht habe, mehrere Faktoren miteinander zu verknüpfen: Karl Mays Ribanna-Episode im Buch und dem Film von 1964, die verschiedenen Bühnenadaptionen und auch das, was Winnetou in den RTL-Filmen über seine Beziehung zu Ribanna seinen Freunden erzählt. Dass er einfach nur fast ein dreiviertel Jahr nach ihr sucht, um dann zu erfahren, dass sie und ihr gemeinsamer Sohn bei der Geburt gestorben sind, war mir dann doch etwas zu banal. Mich interessierte, was Ribanna in dieser Zeit geschehen ist und warum Winnetou sie erst so spät fand.
Ich weiß, die USA sind groß, aber bei Karl May rückt alles doch ein bisschen enger zusammen. :-) Deshalb habe ich versucht, die Zeit dazwischen mit einer nachvollziehbaren Handlung zu füllen.
Vielleicht gefällt es dir und den anderen Fans der neuen Filme ja. :-)

Liebe Grüße!
Anizo

P.S. Auf dein Review zu Kapitel 2 antworte ich morgen, möchte nur noch ein neues Kapitel online stellen.
15.07.2018 | 17:51 Uhr
Liebe Anizo,

wie schön, etwas Neues von Dir zu lesen!

Ich gehöre ja zu denen, die sich die Neuverfilmung erst "schön" gucken mussten und mit der "modernen" NT bin ich immer noch nicht ganz grün, aber das wird noch werden, auch wenn ich nicht verstehe, das man die ursprüngliche NT für unemanzipiert hält, denn emanzipiert ist sie durchaus, aber darum gehts grad ja gar nicht.

Ich finde es faszinierend, wie flüssig Du Buch, alten und neuen Film in Einklang bringst und ein neues großes Ganzes daraus machst!
Natürlich kann die Geschichte nicht positiv enden, das lehrt uns auch in Deinem Fall der Prolog, R stirbt erneut viel zu früh und W bleibt auch dieses Mal allein zurück, ohne Frau und ohne Kind, wobei es in der Neuverfilmung zwar nur ein Unglück ist, das sie tötet, aber dafür kommt die Grausamkeit in Form des Wissens um das gemeinsame, verlorene Kind daher.

Im ersten Moment wollte ich Melissa zustimmen, dass die beiden doch sehr schnell zusammen gefunden haben und mir das zu "klimper klimper knick-knack knick-knack" ging, aber das ist gar nicht so unpassend/unwahrscheinlich, wie man im ersten Moment glauben möchte... zumindest nicht für mich.
Der RTL-W ist impulsiver als der maysche oder der der 60er, er ist nicht die besonnenne, fast schon überhöhte Lichtgestalt, die sich nichts anmerken lässt und allein für das Volk und den Frieden kämpft, sondern er lacht, zeigt Gefühle, albert mit Freunden, verliert auch mal die Fassung und er sieht die Wahl einer Frau unkompliziert... Wieso sollte er sich da mit R lange aufhalten, in Überlegungen zu den evtl möglichen Konsequenzen ergehen, er hat sich Hals über Kopf in sie verliebt, sie genauso in ihn, beide sind sich einig und so steht der Verbindung nichts im Wege... Liebe kann so herrlich unkompliziert sein, wenn man jung und nicht verkopft ist und genau DAS, diese Unbeschwertheit, trifft auf die beiden zu!

Das Tah-scha-tunga da freilich auch noch ein Mitspracherecht hat und sich quer stellt, weil es einen Mitbewerber gibt, das konnten R und W nun nur bedingt ahnen...

Ich bin gespannt, wie sich Deine Geschichte entwickeln und verlaufen wird, auch wenn wir das Ende indirekt kennen, die Taschentücher liegen bereit...

Liebe Grüße,
Nicky

Antwort von Anizo am 22.07.2018 | 16:13 Uhr
Liebe Nicky,
du hast meine Intentionen beim Schreiben dieser Geschichte, konkret des 2. Kapitels, genau auf den Punkt gebracht. Winnetou ist viel mehr ein Gefühlsmensch als in der ursprünglichen Geschichte oder in den alten Filmen. Er handelt nicht immer durchdacht, macht, wie der Angriff auf Roswell zeigt, sogar Fehler und er steht der Liebe sehr offen gegenüber.
Für ihn ist Liebe machen eben nicht kompliziert, sondern eine Sache aus dem Bauch heraus, wie er seinem weißen Freund klarmacht. Darum gab es für ihn kein Zögern, als er spürte, dass er und die von ihm gerettete Ribanna genau dasselbe fühlten.
Um dich zu zitieren: "Liebe kann so herrlich unkompliziert sein, wenn man jung und nicht verkopft ist und genau DAS, diese Unbeschwertheit, trifft auf die beiden zu!"

Dem ist nichts hinzuzufügen. :-)

Viel Spaß beim Weiterlesen! :-)
Deine Anizo
10.07.2018 | 09:34 Uhr
Liebe Anizo!

Bevor ich dann gleich mit dem nächsten Kapi an den Start gehe, will ich dir mal noch schnell was da lassen zu deinem nächsten Kapitel. Ich hatte ja sozusagen gerade das Review raus, da ging es weiter iwie (kam mir jedenfalls so vor).

Ich find die Idee ja echt cool, hab ich ja schon dadurch wohl gezeigt, dass ich W und R hab zusammenkommen lassen. Und obwohl das voll schade wird, dass es ja am Ende schief geht, wie wir ja wissen, weil W das ja im Film erzählt, denk ich doch, dass das bestimmt spannend und traurig und so richtig mit Gefühl wird.

Die Idee, da jetzt den alten und den neuen Film zu verbinden und auch noch Tim Finnety einzubauen, das is ziemlich geschickt! Da wäre ich jetzt so nich drauf gekommen. Aber ich denk, das kann echt gut gehen. Zumindest find ich den Anfang schon voll plausibel in Bezug auf die Handlung.

Dass die beiden so schnell miteinander schlafen, das hat mich doch gewundert. Andererseits ist es eben Liebe auf den ersten Blick und iwie muss R ja schwanger werden. Und da haben sie ja nich wochenlang Zeit, wenn ja ihr Vater W ablehnt. Trotzdem war mir das ein bissl unerwartet schnell.

Und dann sind sie grade so ganz kurz so glücklich und dann dieses Ende! Ich mein auch das war ja klar, aber trotzdem.... Hätten sie nich wenigstens ein paar Tage Glück haben können? Ich denk ja mal, das geht jetzt ganz schnell bergab... :(((

Auf jeden Fall hast du mich aber voll rein gezogen in die Story und ich bin echt gespannt was genau noch passiert. Schade, dass es das erste Kapi gibt, sonst hätt ich gehofft, dass du es dir überlegst und sie vielleicht doch glücklich machst ;)

Auf bald, deine Melissa!

Antwort von Anizo am 22.07.2018 | 16:00 Uhr
Liebe Melissa,
wie versprochen gleich eine Antwort zu deinem Review zum neuen Kapitel.

Zugegeben, die Idee, dass Winnetou und Ribanna gleich nach ihrer ersten, wenn auch sehr dramatischen, Begegnung miteinander schlafen, fand ich etwas gewagt, aber sie stammt vom Prinzip her nicht von mir.
In der Neuadaption des dritten Winnetou-Romans von Karl May "Das Geheimnis des Häuptlings" , verfasst von Engelbert Gressl, passiert genau das nach einer Begegnung des jungen Winnetous mit Hi-lah-dih, der Tochter des Weißen Büffels. Gressl hat die Idee, dass Winnetou das junge Mädchen vor einem Grizzlybären rettet, aus dem alten Film "Winnetou II" genommen und diese nur dahingehend verändert, dass Hi-lah-dih später nicht getötet wird oder einen anderen Mann heiratet, sondern sogar einen Sohn zur Welt bringt. Allerdings verrät sie niemandem, dass Winnetou der Vater ist. Old Shatterhand erfährt erst kurz vor Winnetous Tod von seinem Blutsbruder, dass dieser einen Sohn hat und bittet ihn, sich um den Jungen zu kümmern.

In den Originalbüchern und den Theaterversionen, die ich bisher gesehen habe (eine davon läuft in diesem Sommer sehr erfolgreich in Elspe) wäre natürlich ein solches Verhalten Winnetous undenkbar.
Doch der Winnetou der RTL-Filme ist viel gefühlsbetonter, macht dabei sogar Fehler (wie den verlustreichen Angriff auf Roswell) und rät vor allem Old Shatterhand, sich zu seiner Liebe zu Nscho-tschi zu bekennen und diese festzuhalten.
Daher ist es doch nur logisch, dass er genau das auch selbst getan hat. Ribanna hat ihm viel bedeutet und er trauert noch immer um sie.

Tim Finnetey musste ich sofort danach in die Handlung einführen, da Tah-scha-tunga für die Rettung seiner Tochter Winnetou diese sicher gern zur Frau gegeben hätte, wenn beide ihm zu verstehen gegeben hätten, dass sie sich lieben.
Nun nimmt die Handlung natürlich einen anderen Verlauf, wie du dir sicher denken kannst.
Lass dich überraschen! Es geht in Kürze weiter!

Nochmals liebe Grüße!
Anizo
05.07.2018 | 17:54 Uhr
Liebe Anizo!

Erst mal ein ganz dickes SORRY, dass ich noch nich geschrieben hab. Aber iwie hat man doch auch, wenn man Freizeit hat, immer was zu tun und ich hatt jetzt in den letzten Tagen auch noch Besuch, da war ich dann nich so am Rechner.

Jetzt muss ich also iwie schon wieder aufholen, das wird so mein Dauerdings iwie hier. Ich muss echt mal fleißiger dran bleiben ;P

Ich hab ja mal erst voll verdutzt geschaut, dass da noch wer is, der jetzt ne Story mit oder über Ribanna schreibt. Also jetzt nich,weil man das nich „darf“ oder so, das wär ja voll der Quatsch, aber weil ich immer so das Gefühl hatt, dass das iwie nich so das is, was hier so im Fokus is.

Und dann is sie gleich im Titel! Das find ich super!

Als ich dann aber das Vorwort gelesen hab und ja auch das Kapi selbst, war die Freude ein bissl getrübt. Es wird also eine Story, bei der sie sich wieder nich bekommen. Klar, das hätt ich mir auch beim Titel schon denken können *facepalm*.

Aber natürlich will ich trotzdem lesen, was da so los is und wie es zu dem kommt, was W da so kurz nur im Film in drei Sätzen zusammenfasst. Das is bestimmt super mega tragisch!

Und ich mag das auch, dass du noch was zu den Filmen machst, denn ich mocht die voll und find das iwie schön, dass du da dran bleibst! Und auch voll schön zu hören nochmal, dass OS und NT so glücklich sind und dass das auch W froh macht.

Ich hoff es wird nich zu schlimm, andererseits kann es nich nich schlimm werden, weil du ja schon ganz klar sagst, dass Mutter und Kind sterben, genau wie es im Film ja auch gesagt wird. Und ich darf mich wahrscheinlich nich beschweren, denn bei mir geht’s ja auch ein bissl fies zu gerade.

Also ich bin jedenfalls dabei!

Liebe Grüße, deine Melissa!

Antwort von Anizo am 22.07.2018 | 15:28 Uhr
Liebe Melissa,
muss mich leider auch erst mal bei dir entschuldigen, dass ich dich so lange auf eine Antwort habe warten lassen. War in den letzten Wochen im Urlaub oder an einigen Karl-May-Bühnen unterwegs.
Die Ribanna-Geschichte schlummerte schon eine Weile auf meinem PC, bevor ich diese Seite hier überhaupt kennen lernte. Habe mich vor kurzem entschlossen, sie zu veröffentlichen, weil ich weiß, dass zumindest einige hier noch sehr gern an die neuen Filme denken. Dort wurde Winnetous große Liebe ja leider nur in einem Gespräch am Lagerfeuer "behandelt". Ribanna selbst kam in den Filmen überhaupt nicht vor, was ich noch heute sehr bedaure.

Dass du in deinen Geschichten aus Winnetou und Ribanna ein glückliches Paar, das sogar zwei gemeinsame Kiner hat, gemacht hast, fand ich, als ich die erste davon gelesen hatte, wirklich mutig, aber doch so glaubhaft, dass ich mich gern darauf eingelassen habe. :-)
Wie du schon bemerkt hast, bin ich selbst mit meiner Geschichte nicht so weit gegangen, habe nur versucht, die wenigen Fakten aus dem zweiten RTL- Film mit der Figur des Parranoh zu verbinden, der sowohl bei Karl May als auch auf den Bühnen, die "Winnetou II" inszenieren, aus den unterschiedlichsten Gründen zu Ribannas Mörder wird.

Wenn ich dir und eingen anderen hier mit dieser Geschichte (trotz ihres tragischen Inhalts) eine Freude machen kann, so bin ich darüber sehr glücklich, denn Ribanna ist für mich ebenso wie Nscho-tschi eine der wundervollsten Frauengestalten, die Karl May erschaffen hat, auch wenn er sie so früh hat sterben lassen.
Werde mich gleich noch deinem zweiten Review zuwenden, damit auch ich meine "Schulden" langsam abarbeite.

Liebe Grüße!
Anizo
30.06.2018 | 06:29 Uhr
Liebe Anizo!

Dann nutze ich mal die Ruhe vor dem Sturm hier zuhause, um dir ein Review zu deiner neuen Geschichte da zu lassen.

Erst mal habe ich ja völlig verwirrt drein geschaut, als sie aufgeblinkt ist, weil ich irgendwie davon ausgegangen bin, dass du nun zunächst eine Fortsetzung zu "Gefühlschaos" im Sinn hast. Dass es stattdessen mit einer Geschichte aus der Welt der neuen Filme weitergeht, war eine echte Überraschung. Ich beschwere mich allerdings nicht, denn ich bin sehr gespannt, wie du die wenigen Ansätze, die W im zweiten Teil über Ribanna liefert, umsetzen willst.

Du sagst in deinem Vorwort ja ganz richtig, dass W kein persönliches Glück in diesem Sinne beschert war und ich fand es immer sehr bedrückend, dass KM Ribanna nicht nur einem anderen zur Frau gegeben hat, sondern sie dann auch noch hat ermorden lassen.

RTL hat das ganze etwas umgedeutet und W und ihr wenigstens wenige gemeinsame Tage (?) oder Wochen (?) des Glücks gegönnt und ihren Tod zu einem Unglück, statt zu einem Mord gemacht. Das macht es nun für W kaum besser, ich denke aber, dass es natürlich eine ganz andere Geschichte werden wird, wenn R sich nicht freiwillig ob der Liebe zu einem anderen Mann abwendet, sondern eben gezwungen wird W zu verlassen.

Wie schon gesagt: Sehr spannend!

Doch auch dieser Auftakt gelingt dir bereits gut. Du bringst uns letztlich in die klassische Situation einer Rahmenerzählung und schaffst es dabei durch die Beschreibungen der beiden Protagonisten irgendwie eine Brücke zu schlagen zwischen Film und KM. Denn der Stil und Ton deiner Beschreibungen passt ganz wunderbar in die Art, wie auch der Mayster seine Figuren darstellt, das was du aber beschreibst, sind eben Details, wie sie bei RTL dargestellt wurden. Das ist auch insofern interessant, da es nun das "passende" Bild in den Kopf setzt. Der Leser weiß, wen er sich vorzustellen hat.

Konkret setzt du hier dann das Glück, das OS in seiner Ehe empfindet (und auch Ws Freude darüber, dass seine Schwester glücklich ist) den dunklen Erinnerungen des Apachen gegenüber: "„Hast du dich damals so gefühlt, als du Ribanna und deinen Sohn verloren hast?“, erkundigte sich Old Shatterhand mitfühlend. „Ja, für eine lange Zeit. Keine Frau wird je Ribannas Platz in Winnetous Herzen einnehmen. Das Tipi des Apachen wird für immer leer und einsam bleiben.“" finde ich eine überaus bedrückende Einleitung zu dem, was da noch kommen mag.

Es ist zudem geschickt gemacht, da du die Ausgangslage bei RTL noch einmal kurz aufgreifst und dadurch den Raum bereitest die folgende Geschichte einzuordnen.

Geschickt verpackst du auch passende Zitate aus dem Film (wie beispielsweise den Speer der Liebe), sodass hier deine Fiktion und die Vorlage zusammenwachsen. Und letztlich umrahmst du OSs schöne Erinnerungen mit dem Schmerz des Apachen, indem du diesen im letzten Satz noch einmal aufgreifst: "Sie schweiften einige Jahre zurück, zu der Frau, die sein Leben gewesen war und deren Tod ihm das Herz gebrochen hatte… "

Hach, ich weiß nicht so recht, ob ich mich auf die kommenden Kapitel freuen soll oder ob ich gleich losheulen soll. Die Stimmung jedenfalls passt zu zweiterem und ich fürchte, ich muss mir ein paar Taschentücher bereit legen...

Dennoch bin ich gespannt dabei!

Liebe Grüße
Luni

Antwort von Anizo am 05.07.2018 | 15:38 Uhr
Liebe Luni,
nachdem ich in den letzten Tagen die vergangenen Bühnenbesuche habe Revue passieren lassen und mich auf die Bearbeitung meiner Fotos gestürzt habe, möchte ich dir auf dein Review antworten.
Meine Geschichte "Gefühlschaos II" ist in Arbeit, aber eben noch nicht fertig und da sich bei mir beim nochmaligen Lesen immer noch auch inhaltliche Änderungen ergeben, schreieb ich diese erst zu Ende, bevor ich sie veröffentliche.

Ribanna ist für mich ebenso wie Nscho-tschi eine sehr interessante, aber bei Karl May leider sehr stiefmütterlich behandelte Figur, wie du ja auch schon betont hast.
RTL hat, wie du richtig geschrieben hast, einiges geändert, aber leider erfährt man als Zuschauer auch nicht wirklich viel.
Habe mit dieser Geschichte versucht, die vielen kleinen Bruchstücke aus Büchern, Filmen und Theaterstücken so zu verarbeiten, dass sie zu den RTL-Filmen passen. (Elspe hat uns ja gerade noch eine ganz andere Version geboten ;-))

Ich weiß ja, wie wichtig dir "Kopfkino" ist und habe versucht, die Ausgangssituation möglichst nachvollziehbar zu schildern. Dass es keine Geschichte mit Happyend wird, ist ja durch die Rahmenhandlung schon gegeben.
Hoffe, sie gefällt dir trotzdem!

Liebe Grüße!
Anizo
30.06.2018 | 01:11 Uhr
Hallo,
so, dann erlöse ich dich mal mit dem Warten auf das erste Glöckchen.
Ich weiß nicht genau, ob ich es mutig finden soll, dass du dich wieder an die Neuverfilmung gemacht hast. Es war eine eigene Interpretation der Geschichten. Soviel kann ich leider nicht dazu sagen, denn es hat leider unsere Festplatte zerschossen, auf der die Aufnahme zu finden war.
Aber egal. Ich bin verwirrt, was aber nicht an dir liegt, sondern vermutlich daran, dass ich Teil 3 nicht gesehen habe und mich auch nur grob an Ribanna aus den Büchern erinnere. Dass sie in diesen Old Firehand geheiratet hat und ihm zwei Kinder gebar (Ellen / Harry) und noch ein weiteres, welches ja durch Parranoh ermordet wurde, weiß ich. Da sie mit Firehand verheiratet war, bin ich eigentlich immer davon ausgegangen, dass er der Vater ist … aber ok.
Ich sag ja, verwirrt, deshalb höre ich jetzt lieber auf.
Wünsche dir ein schönes WE

Antwort von Anizo am 30.06.2018 | 18:22 Uhr
Hallo Izzy,
dass ich die Geschichte über Winnetou und Ribanna in Anlehnung an die Neuverfilmungen jetzt hier veröffentliche, bedeutet nicht, dass ich sie jetzt erst geschrieben habe. Das ist schon vor über einem Jahr passiert und auch eine Veröffentlichung war nie geplant. Da ich aber gemerkt habe, dass es trotz aller Kritik an der Neuverfilmung auch viele Fans der neuen Darsteller und Geschichten gibt, habe ich sie jetzt aus der Schublade geholt und den Anfang hier eingestellt.
Somit kann auch jeder entscheiden, ob er das Thema mag oder nicht. :-)

Im 2. Film wurde die Beziehung Winnetou-Ribanna nur kurz abgehandelt, auch war sie ganz anders geartet als im Roman oder in der alten Verfilmung. Habe versucht, die wenigen Aussagen Winnetous im neuen Film mit einigen bekannten Fakten in Einklang zu bringen. Im Roman ist Firehand der Vater von Ribannas beiden Kindern (Harry und ein namenloses Mädchen, welches zusammen mit Ribanna von Parranoh erschossen wird), da hast du völlig recht.
Selbst auf den verschiedenen Bühnen geht man mit dieser Geschichte sehr freizügig um, darum sei es hier auch mir gestattet. :-)

Vielleicht lässt du dich einfach auf die Geschichte ein, ohne dir allzu sehr den Kopf darüber zu zerbrechen.

Liebe Grüße!
Anizo
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