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Reviews 1 bis 4 (von 4 insgesamt):
20.01.2020 | 06:29 Uhr
Hallo!

Ich mag deine Art zu schreiben! Erinnert mich an den Stream of consience! Falls dir das nichts sagen sollte, nachfolgend:

BewusstseinsstromBew
Beusstseinsstrom (englisch stream of consciousness) bezeichnet die ungeregelte Folge von Bewusstseinsinhalten. In der Literaturwissenschaft ist damit eine Erzähltechnik gemeint, die die scheinbar ungeordnete Folge der Bewusstseinsinhalte einer oder mehrerer Figuren wiedergibt. Bekannte Beispiele sind Les lauriers sont coupés von Édouard Dujardin, Lieutenant Gustl von Arthur Schnitzler, Ulysses von James Joyce und Virginia Woolfs Die Wellen.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Urheber des Begriffs ist der Psychologe William James, der im Jahr 1890 die auf Charles S. Peirce[1] zurückgehende Idee eines kontinuierlich ablaufenden „Bewusstseinsstroms“ vertrat.[2]

Ausgehend von dieser Beschreibung haben sich zwei unterschiedliche Auffassungen herausgebildet, was mit stream of consciousness gemeint ist.[3] Zugleich hat diese Unklarheit aber auch dazu geführt, dass keine klare Definition des Begriffes Bewusstseinsstrom existiert und deswegen die Abgrenzung vom inneren Monolog nicht genau vorgenommen werden kann.

Eine Auslegung sieht den Bewusstseinsstrom als psychologisches Phänomen, als „Rohmaterial“ (W. G. Müller), das durch literarische Techniken versucht wird in Schriftform zu bringen. Entsprechend sind auch die freie innere Gedankenwiedergabe und der innere Monolog als ein Unterbegriff des Bewusstseinsstroms aufzufassen. Ein solcher Text versucht, die Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle und Reflexionen einer Erzählfigur subjektiv so wiederzugeben, wie sie ins menschliche Bewusstsein fließen. Der Bewusstseinsstrom wurde auch schon als die „Radikalisierung personalen Erzählens“[4] bezeichnet, da auch dort die Innenwelt der Figur kommentarlos präsentiert wird und der Erzähler aus dem Geschehen zurücktreten soll.

In einer anderen Bedeutung ist der stream of consciousness ein Erzählverfahren, das den inneren Monolog überspitzt und durch Aufgabe mehrerer Regeln und Kohärenzkriterien ein besseres Abbild des Bewusstseinsstroms erzielen möchte. Die nicht rational gesteuerten Bewusstseinsabläufe werden ohne ordnenden Erzähler und ohne Versuche, eine sprachliche oder inhaltliche Ordnung herzustellen, wiedergegeben. Oft wird dabei auch auf die Regeln des Satzbaus und der Grammatik verzichtet.[5]

Abgrenzung vom Inneren MonologBearbeiten

Häufig wird der Begriff synonym mit dem inneren Monolog verwendet, eine genaue Trennung hat sich nicht herausgebildet.[6] Im englischen Oxford Dictionary of Literary Terms wird zwischen „psychologischer“ und „literarischer“ Verwendung differenziert. „Im psychologischen Sinne ist der Bewusstseinsstrom die Sache, während der innere Monolog die Technik ist, mit dem er präsentiert wird.“ In der Literaturwissenschaft gelte, dass „während im inneren Monolog die Gedanken stets ‚unmittelbar‘, also ohne offensichtliche Eingriffe eines raffenden und auswählenden Erzählers erfolgen, dieser nicht notwendigerweise mit Eindrücken und Wahrnehmungen vermischt und die Regeln der Grammatik ebensowenig verletzt wie die der Logik. Hingegen tut umgekehrt die Stream‐of‐consciousness-Technik das eine oder andere oder beides.“[7] Demnach ließe sich die Bewusstseinsstromtechnik als Unterform des inneren Monologs begreifen, die sich nicht an die Regeln erzählerischer Knappheit, Stringenz, Logik und Satzbau halte.

Technik

Die Erzähltechnik des Bewusstseinsstroms besteht in der direkten Personenrede mit syntaktischer Unabhängigkeit, Verwendung des Präsens als Normaltempus und des Indikativ als Normalmodus. Zur Bezeichnung der denkenden Figur dient die erste Person, es wird also aus der Ich-Perspektive erzählt. Den entscheidenden Unterschied des Bewusstseinsstroms zur schlichten direkten Personenrede bilden Stil und Kontext: Es fehlen Verba credendi (z. B. „dachte ich…“) und Anführungszeichen, denn „Prinzip ist es, das Figurenbewusstsein selbst ‚sprechen‘ zu lassen: Wahrnehmungen, Empfindungen, Assoziationen aller Art, Erinnerungen, Überlegungen, auch bloße Lautfolgen ohne ausdrückliche Ankündigung oder Eingriff einer Erzählinstanz ‚aufzuzeichnen‘.“[8]

Sachverhalte, die der Figur selbstverständlich sind, etwa weil sie sie gerade ausführt, werden nicht genannt und müssen vom Leser selbst rekonstruiert werden. Ein etwaiger Erzählerbericht hat lediglich die Funktion, die Figur und ihren inneren Monolog in der Außenwelt zu situieren und damit einen Erzählrahmen zu schaffen, den die Figur nicht erzeugen könnte. Aber äußeres Geschehen ist nur als Anreiz und Auslöser innerer Prozesse wichtig. Ein weiteres Stilmerkmal ist die Aussparung von Information durch psychologisch-syntaktische Verkürzung: Oft fallen Nomen, Personalpronomen oder finite Verbform aus, mitunter auch Artikel, Präpositionen und Konjunktionen. Auch greifen Bewusstseinsinhalte und -impulse frei assoziiert ineinander, so wie sie gerade ins Bewusstsein fallen. Sie sind nicht notwendigerweise linear chronologisch geordnet.

Gruß
Sam
14.07.2018 | 19:02 Uhr
Hallöchen Jashin-chan ~

Jetzt habe ich mich auch mal hierher verirrt :D
Hab dir ja bereits geschrieben was ich davon halte aber nun einmal in ausführlicher Montur, wo ich mich so richtig auslassen kann *muhahaha* >:D


Vorab muss ich sagen dass mir dieses sarkastische wahnsinnig zusagt und sehr gefällt. Der Schreibfluss ist auch wunderbar flüssig und verdammt gut zu lassen. Keine Unterbrechungen und man ist flugs durch, genauso wie ich es mag. Zudem macht es einfach süchtig *-*
Und es bringt einen selbst dazu etwas nachzudenken =)


Allein der Anfang:
"Wie sich Schmerz anfühlt? Ich kann dir ein Lied singen, Geschichten schreiben und doch niemals genau beschreiben, wie sich dieses Gefühl voller Leid spürbar macht"
So tiefsinnig wie poetisch. Ich bin immer wieder davon beeindruckt wie gut du Gedanken in Worte kleiden kannst sodass sie beim lesen sichtbar werden. Und man fühlt jedes Mal so wunderbar mit. Weil deine Geschichten einfach Geschichten aus dem Leben sind. Mit Menschen. Ereignissen und Gedanken die jeder kennt und jeder schon einmal hatte.


"Meistens sieht es dann so aus: Eine fette Lawine an allen Bösartigkeiten die ihm einfallen überflutet dich, das Geröll der kleinen Sünden nicht vergessend. Du merkst es oft nicht, bis du kurz dem dem Erstickungstod durch dich selbst stehst. Hass..., ganz viel davon. Wut und Trauer sind darunter noch die freundliche Begrüßung des Schmerzes. Später, ja, da wird es erst richtig schön schmackhaft, wenn du dich in Selbstmitleid wühlst. Um den ganzen noch eine Kirsche aufzusetzen darf der wunderbare Selbsthass, gefolgt von unendlichem Selbstzerstörungstrieb, nicht fehlen. "
Es ist als würdest du direkt neben mir sitzen, meine Gedanken lesen und sie schlussendlich zu Papier bringen. So verdammt treffend formuliert dass man sich denkt: 'Wie zur Hölle machst du das?'
Ganz ehrlich? Du hast so ein Händchen und Talent dafür *-*


"Sind wir nicht alle auf der wehleidigen Suche nach Etwas, dass uns vergessen lässt, dass wir leere Hüllen, getrieben von Instinkten, sind? Du kennst es sicher, dieses unstillbare Verlangen nach einem Ort, der gar nicht existiert, dieses unglaublich pulsierende Heimweh, oder?"
Besonders gefällt mir auch wie du die Leser hier mit einbeziehst indem du Gedanken aufgreifst die jeder schon mal dachte und daraus Fragen formulierst. Sodass beim Leser ein Denkprozess statt findet und er sich so seine Überlegungen zu der Thematik macht ^^


". Du warst diese wunderschöne, liebliche Melone auf einem Feld voller Früchten und trotzdem riss man deine Wurzeln aus dem nährenden, ja schützenden, Boden. Man zerschnitt dich in viele kleine Stücke und nun? Nun liest du das hier und fragst dich, wann du ein wohltuender Drink bist. Lass dir Eines gesagt sein: Du schmeckst zum kotzen, wie der Rest von deinesgleichen."
Dieser Sprung von lieblich bis hin zum vulgären extremen ist der wahnsinn und macht einfach nur Spaß zu lesen vor allem gibt es genug Interpretationsfreirum. Auch wer die Person ist die das alles erzählt. Dein eigener Körper. Deine Seele. dein zukünftiges gebeuteltes Ich?


Mach auf jeden Fall weiter so *-*

Ganz viel Liebe für dich liebes =*

Mii~
14.07.2018 | 16:19 Uhr
Hey.. ;)
jetzt wo ich mir das zweite Kapitel auch durchgelesen habe * und tut mir leid aber es etwas besser als das erste finde * mach ich mal eine vorübergehende Review...
Ich finde es wirklich erfrischend mal etwas zu lesen das nicht so süß und seelen streichlerisch ist wie man es gewöhnt ist und finde es daher sehr interessant und hoffe das du weiter schreibst da es mich interessiert was du als nächstes behandelst und wie du es verpackst.
In Hoffnung auf baldigen weiteren Stoff deine Konan ;) .
07.07.2018 | 22:12 Uhr
Mhm, lecker! Danke für dieses zuckersüße Stück unsanfter Realität;-)

aber hey, heutzutage muss man ja schon dankbar sein, wenn jemand ehrlich ist:-D
und einem anstatt wie manche mit leeren, viel zu gut klingenden Wörtern das blaue vom Himmel versprechen....
Jetzt muss ich leider zu andauernder Realitätsflucht, Selbstverleugnung und Selbstmitleid noch fürchten eine masochistische Ader zu besitzen. Verdammt! Und ich hatte schon gehofft mir wenigstens einen Platz in der Hölle gesichert zu haben....

Bitte mehr davon!
Lg Dornenblume ;)

Antwort von -MiLaDy-oF-Jashin- am 08.07.2018 | 01:26 Uhr
Hallöchen und vielen lieben Dank für dein Kommentar!
Ich war schon etwas verzweifelt weil wirklich niemand was zu sagen hatte. Da denkt man schnell, man wäre schlecht <.<
Damit hast du aber ganz dezent diese Gedanken verscheucht, welche mein Gerippe herauf krochen! Danke ♥
Ehrlichkeit, wäre vielleicht auch ein interessantes Thema für diese Art von Story ... :3
Die Hölle hält doch für jeden einen Platz warm :D <3
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