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Autor: Ronsen
Reviews 1 bis 6 (von 6 insgesamt):
19.07.2018 | 23:22 Uhr
Hallo Ronsen,

über das Review eines geschätzten Autorenkollegen haben mich die verschlungenen Wege von ff.de zu deiner kleinen jedoch äußerst feinen Fabel in bester Äsop-Manier geführt. Bis dato war mir gar nicht bewusst, dass es sogar diese alte traditionsreiche Literaturform auf dieser Plattform gibt.

Dein Text war lehrreich und amüsant zugleich, da er die Botschaft gemäß der Konventionen dieser Textform sehr konzentriert und pointiert herausarbeitet und in ein Gleichnis innerhalb des Tierreiches verlegt hat. Wirklich gelungen. Auch das Präsens als Erzählzeit gefällt mir in diesem Falle wirklich gut und es fügt sich sehr stimmig in die geschilderte Situation ein. Natürlich beschränkt sich deine Fabel auf das Wesentliche und vor allem den philosophischen Tenor einer abschließenden Moral (die du glücklicherweise nicht in der ausgelutschten Variante "Und die Moral von der Geschicht'" eingebracht hast), trotzdem lässt du dir Zeit für bildhafte Vergleiche, die deinem Text eine Lebendigkeit und Authentizität verleihen, die das Lesevergnügen enorm erhöhen. Wirklich alles sehr gut gelöst!

Inhaltlich weiß dein kleines Werk ebenso zu überzeugen und mir gefällt der Vergleich des laut krähenden Hahnes und der kopflosen Hühnerschar ganz ausgezeichnet. Tatsächlich ist es leider allzu häufig der Fall, dass jene, die am lautesten schreien, am meisten Beachtung bei ihren Mitmenschen finden, selbst wenn sie im Grunde nur auf ihr eigenes Wohlergehen bedacht sind.
Ein wenig fühlte ich mich bei der Lektüre außerdem an eine Episode aus "Asterix und Kleopatra" erinnert, in der Obelix auf Anweisung des Druiden einen Kuchen in 3 Teile zerschneiden soll. Das macht der Gute dann auch ohne Murren, allerdings macht sein Teilstück am Ende ca. 3/4 des Kuchens aus.

Alles in allem ein toller kleiner Text mit humorvollem Augenzwinkern und schlüssiger Abschlusspointe, den ich gerne in meine Favoriten aufgenommen und mit einem Sternchen ausgezeichnet habe. Danke, dass du diese Fabel mit uns geteilt hast.

Viele Grüße
Askaja

Antwort von Ronsen am 21.07.2018 | 14:54 Uhr
Hallo Askaja,

Wow, ein Review, das länger als der eigentliche Text ist und dann auch noch so ein nettes, vielen Dank :)
Freut mich sehr, dass es dir gefallen hat. Überhaupt bin ich begeistert, wie viel Rückmeldung ich in der Poesie-Ecke erhalte, obwohl ich zuvor noch niemanden hier kannte. Ihr seid echt super. Bei Gelegenheit schnuppere ich mal bei deinen Texten rein :)

Liebe Grüße
Ron
05.06.2018 | 17:59 Uhr
Hallo Ron!

Eine überaus treffende Fabel, die sich - wie wohl jede gute Tierfabel - leicht auf die menschliche Gesellschaft übertragen läßt. Ich muß zugeben, daß ich beim Gockel mit dem prächtigen Federkleid und vor allem der lautesten Stimme von allen spontan an den amtierenden US-Präsidenten denken mußte...

Liebe Grüße,
Thomas

Antwort von Ronsen am 13.06.2018 | 13:03 Uhr
Hallo Thomas!

Vielen Dank für's Lesen und Kommentieren. Ich finde die Assoziation sehr interessant :)
Beim Schreiben der Fabel hatte ich selbst keine reale Person im Sinn, aber natürlich gibt es solche Gockel überall auf der Welt.

LG
Ron
08.05.2018 | 17:42 Uhr
Lieber Ronsen!
Dumme Hühner eben!
So sin'se, auch die Weibersleut', wenn ein fescher Gockel daher kommt :D

Und die Moral von der Geschicht':
Weil der Gockel nun so wohl genährt war, wurde er ganz flott geschlachtet.
Lieben Gruß.
R ㋡

Antwort von Ronsen am 09.05.2018 | 11:03 Uhr
Hallo Net Sparrow,

Ja, es könnte natürlich darauf hinauslaufen, dass der Gockel geschlachtet wird. Diese Moral könnte man in einer weiteren Fabel verwirklichen. Für meine Zwecke genügt es, wenn die Moral einseitig gehalten wird, andernfalls könnte man es noch weiterspinnen und sagen, dass die Hühner schlauer sind und - um dem Hackebeil zu entgehen - den Gockel gemästet haben. Das wäre allerdings nicht gerade typisch für die Rolle des "dummen" Huhns in der Fabel, aber durchaus ein interessanter Gedanke.

Vielen Dank für's Lesen und Kommentieren :)
Ron
07.05.2018 | 13:44 Uhr
Hello~

Ich habe es doch noch geschafft, eine weitere kurze Geschichte zu lesen. Ich will mich vor meiner Verantwortung drücken. Aber sie liegt neben mir in Form eines Sammelbandes und scheint immer weiter in mein Blickfeld zu rücken. Dennoch werde ich mir ein paar Minuten für einen Kommentar nehmen!

Mir hat deine Fabel gut gefallen! Süß, kurz und durchaus wahr! Das Fazit am Ende war gut und hat mich angsprochen. Fehler habe ich keine bemerkt, außer dass sich einmal ein Zeitfehler eingeschlichen hat. Ich glaube, dass du bei einem Satz (Von seiner stolzen Stimme betört, gehorchten die dummen Hühner dem Gockel und bringen ihm all ihr Futter) statt gehorchten eher gehorchen schreiben solltest, denn du hast einen Sprung in die Vergangenheit, obwohl du in der Gegenwart schreibst. Ansonsten ist mir nichts weiter aufgefallen. Danke für den Beitrag :)

Liebe Grüße
Primadonna

Antwort von Ronsen am 07.05.2018 | 15:28 Uhr
Hi Primadonna,

In der Tat, den Zeitfehler habe ich bereits auf meiner PC-Version korrigiert, aber hier noch nicht. So ein Schlawiner.
Ich danke dir für's Lesen und Kommentieren :)
Ich habe auf deinem Profil zwei ziemlich große Storys gesehen. Leider glaube ich nicht, dass ich derzeit noch Review-Kapazitäten dieser Größenordnung frei habe, aber wenn du noch was Kleineres hast, lese ich gern mal drüber.

LG
Ron
26.03.2018 | 13:45 Uhr
Hi Ron!

*lach*
Also, ich fand diese kurze Story echt witzig. Ist sie zwar nicht wirklich, wenn man es genau nimmt, aber andererseits - die Hühnerstall-Menschheit so zu beschreiben finde ich zum Kugeln! (ist vielleicht mein kruder Humor...)
Was den Stil und die Ausarbeitung deiner Zeilen angeht, kann ich auch nicht meckern. Ist kurz und bündig und dennoch alles gesagt. Gefällt mir!^^
- Und ich muss immer noch breit grinsen!^^

Liebe Grüße
Terazuma

Antwort von Ronsen am 26.03.2018 | 14:40 Uhr
Hey Terazuma :)

Freut mich, dass dir die Fabel gefällt. Ja, kurz und bündig. Fabeln sind wunderbar zum Üben, eine Nachricht, Warnung oder Lehre kurz und unterhaltsam herüberzubringen.
Sie wird auch Teil einer anderen Story sein, an der ich momentan arbeite, aber da sich der Vergleich auch gut auf manche Menschen im Allgemeinen anwenden lässt, habe ich sie erst einmal hier veröffentlicht. Vielleicht folgen noch ein paar mehr.

LG
Ron
26.03.2018 | 10:25 Uhr
Wie wahr, wie wahr. Ich weiß gar nicht, was ich sonst noch dazu sagen soll. Du hast die kurze Geschichte schön geschrieben und sie passt gut in unsere Welt - Menschen glauben Leuten, die eine besonders laute Stimme haben, sehr gerne, obwohl das oftmals nicht gut geht, wie man in dieser Geschichte schön sieht. Traurig, aber wahr - so kann man die Kurzgeschichte - finde ich - ganz gut beschreiben.
Das Review ist zwar nicht so lang, ich hoffe doch aber, dass du dich trotzdem ein wenig darüber gefreut hast. :)

Liebe Grüße,
Jessi♥

Antwort von Ronsen am 26.03.2018 | 10:34 Uhr
Wow, kaum habe ich an der einen Stelle geantwortet, ploppt schon der nächste Alert auf. Jessi, ich müsste eigentlich arbeiten xD

Aber die Zeit zum Danke sagen nehme ich mir selbstverständlich auch hier. Nach der Antwort auf dein letztes Review kannst du natürlich annehmen, dass "Der Gockel" demnächst auch als kleine Fabel in "Abenteuer auf Ferro-Island" auftauchen wird. Vielleicht kannst du dir ja auch schon denken, zu wem diese Rolle am besten passt ;)

Vielen Dank und beste Grüße!
Ron
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