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Autor: Avarantis
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt):
25.03.2018 | 14:08 Uhr
Liebe Avarantis,

es hat mich sehr gefreut, wieder mal etwas von dir lesen zu dürfen.
Dein Schreibstil gefällt mir wirklich, wirklich gut. Er ist flüssig und angenehm zu lesen.
Die Art, wie du schreibst, ist mega :)
Und auch dieses Werk hier hat mir super gut gefallen. Nicht nur, weil es sprachlich überaus
gelungen war, sonder auch, weil ich die Wahl der Charaktere klasse fand.
Leider gibt es nur sehr wenige FFs über Aegnor und Andreth :(
Besonders gut an deiner FF hat mir übrigens der letzte Satz gefallen: "Denn ich werde gewesen sein, doch ich werde niemals den Anblick ertragen müssen, dass du nur gewesen bist. "
Den fand ich einfach so schön :)
Ganz dickes Lob für dein Werk. Es hat auf alle Fälle ein Sternchen verdient *Sternchen überreich*

LG
Shep
21.03.2018 | 23:09 Uhr
Liebste Avarantis,

Auch wenn vielleicht noch nicht die endgültige Rückkehr, so doch ein erster Schritt dahin! Willkommen zurück, liebste Lieblingsautorin!

Doch nun zum Text. Ich war zugegeben etwas über die Charaktere überrascht, auch wenn ich nicht ganz weiß wieso. Vielleicht lag es an der Perspektive und der Charakterwahl. Aber es ist gut, besser als erwartet und irgendwie... tiefer? Ich bin nicht sicher, ob das das richtige Wort ist. Doch es berührt anders, als wenn es in der dritten Person geschrieben wäre. Und ich bin verzaubert wie selten von dem Spiel mit den Zeiten. Es ist wirklich tiefgehender, bewegender und es überumpelt mich. Vielleicht liegt es daran, dass ich gerade selbst in dem Gefühlswirrwar bin, welches sich Verliebtsein nennt, aber ich bin berührt.

Ich mochte, dass der Text aus Sicht von Aegnor geschrieben wurde und das "du" Andreth war. Es war faszinierend zu beobachten, wie sich seine Gedanken flammengleich in tiefste Passion brannten, irrlichterten zwischen Erinnerungen, dem Jetzt und Zweifeln. Wie seine Gedanken mit dem 'gewesen sein' spielten und sich der glimmernde Anklang von Traurigkeit und Sehnsucht hineinmischten. Es war betörend und faszinierend, wie Feuer, welches seinen Namen so prägt. Ich konnte nicht wegsehen, nicht weglesen, ich war gefangen.

Je öfter ich lese, desto begeisterter bin ich. Ich wage zu behaupten, dass dies sicher, auch wenn nicht dein längster Text ist, so doch einer der bewegendsten und besten Texte. Er ist nicht überragend poetisch wie zB "Sehnsucht nach Freiheit", der mir immer wieder den Atem raubt, oder abenteuerlich und spannend im eigentlichen Sinn wie "Preis der Gnade", aber die Spannung entsteht durch diesen Moment, durch die Zeiten, durch die Gedanken, seinen verzauberten Blick auf Andreth, diese tiefe Liebe, trotz ihrer "unperfekten" Gestalt, ihrem ungestümen Gemüt, gebändigt durch Weisheit.

Und es ist so tragisch, wenn man den letzten Satz liest, dieses zukünftige "werde gewesen sein" mit dem gegenwärtigen "gewesen bist" vergleicht und am liebsten weinen würde, weil doch die Gegenwart so viel wichtiger ist, als die Zukunft, die so unbeständig ist und die vielleicht auch gar nicht sein wird. V.a. da doch "Gewesen sein", wie der Titel ja auch ist, doch nicht nur die Vergangenheit, sondern eben auch die Gegenwart einfängt, ein Vögelchen, welches lebendig flattert und sich nicht von der Zukunft betrüben lässt. Sie ist und genau das ist wichtig, nicht, was vielleicht sein könnte und gewesen sein wird. Ach... ich könnte da ewig schreiben.

Und ist nicht gerade der Moment ewig, wie Andreth ihn gedankenverloren auf seine Brust malt?

Oder wie er sie inmitten von Blumen und Knospen zurücklässt, ein Sinnbild für die junge Herrin Frühling, die voller Jugend, voller Leben allem anderen Leben einhaucht? Ich sehr Flora vor mir, die Herrin der Blumen, die er zurücklässt und sich dem Winter zuwendet, der ihn seit der Helcaraxe verfolgt, anstatt dem Frühling entgegenzulaufen. Und wie passend ist es, dass jetzt Frühlingsbeginn ist?

Ich finde es auch unglaublich sinnlich, wie du beide beschreibst, egal ob es ihre Körperform ist (gerade bei Andreth, wie Aegnor sie sieht), oder ihr Wesen ist. Es ist so anders, so weich, so warm und trotzdem ... realistisch im Sinne dessen, was man sieht, wenn man mit dem Herzen sieht?

„Das Meer, tatsächlich?“, fragtest du nach, deine Töne spöttisch, vielleicht hochnäsig, so gut kannte ich dich damals nicht, „dessen raue Unberührtheit oder das ungestüme Temperament?“
Der Absatz war grandios, der Satz aber noch besser. Ich musste sehr schmunzeln, allein die Vorstellung, wie irritiert jeder war, weil Andreth sich nicht für Finrod interessiert hat. Auch wenn ich auch diesen Satz gerade als Sinnbild für das Glück und das Leben sehe, welches Andreth für Aegnor verkörpert. Hat er zuvor das Meer in seiner Heimat geliebt, so hat er ihr das fleischliche Meer gefunden, welches ihn glücklich machen könnte.

Ich könnte noch mehr schreiben, aber ich hab Kopfschmerzen. Es folgt iwann ein weiteres Review, versprochen!

Ich danke für diese Bereicherung! Und hoffe doch ganz eigennützig, dass noch mehr von dir kommt in nächster Zeit. Du hast wirklich wahnsinnig gefällt!

Allerbeste Grüße
deine Naira

#1ReviewproTag
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