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Autor: Rattenfaenger
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
03.03.2018 | 11:12 Uhr
Liebe Rattenfänger!
Ich bin noch ganz geschockt vom Ende.
Das nennt man wohl: Das Schaf dem Wolf zum Fraß vorwerfen.
Ist ja durchaus eine Redewendung auch nur.

Es gibt so viele Menschen, die ihre eigenen Probleme herunterschlucken statt um Hilfe zu bitten.
Weil sie sich schämen oder niemand zur Last fallen wollen.
Ich würde gerne sehen, dass sie lernen, dass es immer irgendwo Helfer gibt, egal was passiert.
Viele schlimme Dinge passieren in der Welt, Unfälle, private Schicksalsschläge, große Naturkatastrophen.
Und überall sieht man Leute, die helfen. Sind nicht oft viel mehr Helfer da als Betroffene?
Auf der ganzen Welt finden sich Helfer, wenn etwas Schlimmes passiert.
Da sind immer auch die Helfer!
Und ich meine nicht die NGO-Industrie.

Darum hat mich vielleicht das Ende auch so schockiert, nun im nachhinein reflektierend:
Weil dein Marder kein Helfer war. Er war schlimmer, als die, die wegsehen,
schlimmer als wenn er das Schaf irgendwo dem Tod überlassen hätte.
Der Marder war schlimmer als der Wolf, wenn ich es als Parabel betrachte.
Wobei Tiere ja normalerweise niemals aus Lust töten wie die Menschen nur aus Hunger.

Ich überlege gerade, was die Moral von der Geschichte ist.
Vertraue niemanden, der dir helfen will?
Wenn du dich auf andere verlässt, wirst du gefressen?
Dass auch die Helfer nur eigene Interessen verfolgen?

Wenn du das gemeint hast, dann ist das noch trauriger.
Denn das bedeutet dann, dass wir in allen Menschen nur das Schlechte sehen dürfen.
Das Gutgläubigkeit und Freundlichkeit eine uns zerstörerische Eigenschaft ist?

Das macht unsere kalte Welt dann noch ein Stück kälter.
Einen lieben Gruß.
R (✿◠‿◠)

Antwort von Rattenfaenger am 04.03.2018 | 00:02 Uhr
Danke für deine Zeilen.

Die Fabel handelt von der aktuellen Familienpolitik in Deutschland. Die Politik bietet im Interesse der Wirtschaft den Familien vermeintliche Lösungen an. Was diese sogenannten Lösungen („fette Weide“) wirklich sind, offenbart sich erst beim verfrühten Tod des Nachwuchses.

Es gibt verschiedene Gründe, warum dem Marder (als Metapher für Politik) so bereitwillig gefolgt wird. Und nur wenige widersetzen sich dem propagierten Weg und entscheiden sich für den geächteten und steinigen Pfad.

Vertrauen – ja – unbedingt. Aber vertrauen wir immer dem oder den Richtigen? Woher wissen wir, wer „der Richtige“ ist, dem wir vertrauen dürfen? Es bedarf gewisser Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen, die uns befähigen, herauszufinden, wem wir vertrauen können.

Liebe Grüße zurück
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