Autor: Crazy Kenny
Reviews 1 bis 5 (von 5 insgesamt):
28.01.2019 | 15:08 Uhr
zu Kapitel 1
Salût Crazy Kenny,
da muss ich jetzt einfach mal „Danke“ sagen. Also: Danke.
Diese Parodie/ Zusammenfassung war nicht nur unterhaltsam, sondern auch höchst kritisch. Das hat mir ausnehmend gut gefallen. Ein paar der Highlights, die bei mir Reaktionen hervorgekitzelt haben:

Slow-Motion-Stunt-Win - Ist eine der besten Deus Ex Methoden, die mir je untergekommen sind und seit Matrix out, oder nicht?
„Schuld ist sowieso der Testosteron-Beutel hier!“ - hahaha
„So tief gehen wir in diesem Film nicht.“ - nailed it, wie ein anderer User schon schrieb.
Roter Hering: „Haha, lest das Drehbuch! Ich komme absolut damit durch.“ - Dein Humor ist herrlich. Warum machst du nicht gleich Videos daraus?
„Na warte, Boarschi!“ - Es wird immer besser, je mehr ich lese.
„Damit wurde der ganzen cleveren Message gerade ein Kopfschuss verpasst.“ - ich bin mir unschlüssig, ob das Sarkasmus ist oder endlich nur mal jemand das Offensichtliche beim Namen nennt.

Alles in allem: Ich hoffe du machst noch viel viel mehr von diesen "Filmanalysen". Jetzt such ich mir erst mal die raus, die du schon hast.
Grüne Grüße barra
07.03.2018 | 02:05 Uhr
zu Kapitel 1
Wunderschön zusammengefasst.
Ich hab den Film noch nicht gesehen, habe aber mehr oder weniger 100% deiner Kritikpunkte anhand der Trailer vorausgesehen. Werde einfach warten bis der Film im Fernsehen läuft.

Antwort von Crazy Kenny am 18.03.2018 | 01:33:01 Uhr
Danke für dein Review.
Der Film ist sehenwert, aber auf jeden Fall absolut overhyptet.
Sagen wir so, da haben in den Wondie-Comics der 1980er und 1990er definitiv bessere Plots und Charaktere  geschrieben als in diesem Film der 2010er :P
Manchmal habe ich echt das Gefühl dass die Darstellung weiblicher Hauptfiguren im Action-Genere während der letzten 10-20 Jahre drei Schritte rückwärts gemacht hat.
10.02.2018 | 16:30 Uhr
zu Kapitel 1
Meine Schwester liegt neben mir und starrt mich an, als wäre ich bekloppt, weil ich die ganze Zeit kichern muss. Schön geschrieben und genau die Schwächen des Filmes aufgegriffen und witzig verpackt, die mir auch aufgefallen sind. Chapeau!

Antwort von Crazy Kenny am 10.02.2018 | 19:31:23 Uhr
Danke für dein Review.
Freut mich dass so viele Leser über die kritische Parodie lachen können, gerade weil ja sonst so viele Leute den Film in den Himmel heben.
10.02.2018 | 01:20 Uhr
zu Kapitel 1
So tief geht dieser Film nicht.

Ich finde, dieser Satz beschreibt es sehr gut. Der Film ist Unterhaltung, ich verstehe bis heute nicht, warum nach zehn Jahren Marvel die Leute immer noch supertiefe Heldenfilme mit vielschichtigen Helden und Bösewichten erwarten.

Ok, Spass beiseite.
Ich mochte Wonder Woman, er war nach BvS und *würg* Suicide Squad (Ich vermeide die Bezeichnung SS jetzt mal) ein großer Satz nach vorne. Ich kann über fast alle kleineren und größeren Fehler hinweg sehen. Bis auf den Tod von Ares. Der stört mich nicht nur wegen der in diesem Text angesprochenen Moralproblematik,sondern auch wegen der planlosen Entsorgung eines interessanten Bösewichtes. Die wahre Identität von Ares war tatsächlich der erste Plot Twist von DC, den ich nicht zehn Kilometer gegen den Wind gerochen habe. Man driftet da ein wenig zu sehr in die mir je länger je mehr auf dem Sack gehende "
disposable villain number XX"
Schiene ab, die seit Jahren einer meiner Hauptkritikpunkte der Marvelfilme ist.

Abschließend kann ich sagen, was ich auch über Rick und Morty sagen kann.Der Film ist gut. Aber er ist nicht der wiedergekehrte Jesus der Filmwelt

Antwort von Crazy Kenny am 10.02.2018 | 02:18:36 Uhr
Ich wäre ja schon damit zufrieden gewesen wenn der Film in seinen "Menschen führen leider Kriege" und "Gewalt löst keine Konflikte" Messages einigermaßen konsequent gewesen wäre.
So kommt das Ganze am Ende doch ein wenig doppelmoralisch rüber.
Oder um Linkara zu zitieren: "You can't have an anti-gun message when you clearly used guns to solve your problem! It just doesn't work!"
http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/BrokenAesop

Und wenn man sich schon das arg komplexe Thema des Ersten Weltkriegs als Setting wählt...Ich persönlich habe da als Zuschauer den großen Nachteil extrem an Geschichte interessiert zu sein und kann darüber nicht so einfach nur "Whatever, Popkornkino" denken XD

Es ist auf jeden Fall besser als die letzen beiden, aber so fehlerlos wie Kritiker und Fans den Film in den Himmel gelobt haben ist er nun wirklich nicht.
Viel schöne Unterhaltung (wie auch in der Parodie angesprochen), aber dennoch einige klare Schwächen.

Klar, war die wahre Identität von Ares überraschend, wenn er vorher nur ganz kurz als netter nichtssagender Kerl gezeigt wurde.
Wirksam ist es, aber nicht unbedingt raffiniert. Man muss nur sagen: "Der Schurke war tatsächlich Nebencharakter XY, den ihr für fünf Minuten gesehen habt" und fertig.
Hätte man aus Ares Zynismus über die Menschen mehr machen können und sollen? Absolut!


Die Inszenierung der Kampfszenen fand ich einfach insofern ein bisschen fade als dass Wonderwoman dort ständig eher so aussah als wäre sie in einer Shampoo-Werbung und nicht in harten, zermürbenden Kämpfen. Ein paar Schrammen und etwas Schmutz wären doch wirklich nicht zu viel gewesen wenigstens im Ares-Kampf. Vergleich etwa die besseren Comics.
http://1.bp.blogspot.com/-FwXh2iiWIcw/U7Rjq3NicEI/AAAAAAAAQf0/3cTzrqzEvLY/s1600/WonderWoman90006.jpg
http://2.bp.blogspot.com/-4eZPlDmZRpw/UGpF06zYIoI/AAAAAAAAAHY/AjfRmkkVBfo/s1600/Wonder+Woman+%23104.cbr+-+Page+6.jpg
https://static.comicvine.com/uploads/original/11114/111148187/4160619-1176896990-ww32p.JPG
Egal ob weibliche oder männliche Helden, wenn sie selbst im Showdown die schlimmsten Hiebe wegstecken ohne dass es sie sichtbar juckt dann ist das eher negativ für die Spannung und Dramatik. Oder wäre das Comic da unten auch nur halb so wirkungsvoll, wenn Batman am Ende des Kampfes noch wie aus dem Ei gepellt aussehen würde?
https://scans-daily.dreamwidth.org/6938342.html?thread=184741350

Dein "Rick & Morty"-Vergleich trifft es gut.
Unterhaltsam und viel Schönes dabei, aber wirklich nicht "Das Beste" oder etwas wofür man sich ein Pickle-Rick-Tatoo stechen lassen müsste.
10.02.2018 | 12:17 Uhr
zur Geschichte
ich habe mich so gefreut als ich das jetzt gelesen habe! XD

Ich fand deine Story wirklich super! es hat so ungefähr alles gefasst was ich mir ebenso dachte.
Der Schreibstil war... naja, passabel für eine Humorgeschichte wobei ich diesen Skript-stil etwas schwierig finde, aber der Inhalt macht es wieder weg. Und ich fand den Titel hat es schon gut gefangen. generell glaube Ich dass das DCEU Marvel in allem nachmachen will.
mit BatmanVSuperman haben wir das Gegenstück zu Civil war, mit Suicide Sqaud ist es das Gegenstück zu Deadpool jedoch ohne jeglichem Charme oder Humor.
Wonder Woman eben zu Captain Amerika. Drum fand ich den Titel einfach schon zum Brüllen komisch.

jetzt noch etwas Kritik zum Produkt.
ich fand Wonderwoman wirklich nicht gut. und verstehe immer noch nicht warum alle ihn in den höchsten himmel loben. Vorallem weil wir im gleichen Jahr LOGAN hatten der einfach trilliaden mal besser war und gezeigt hat das Superheldenfilme mehr sein können als nur stumpfes CGI Gewitter.
außerdem war es für mich wirklich keine gute Origin Story oder sonst was, denn es gibt keine Charakterentwicklung, Diana ist hier schon zu beginn eine perfekte unzerstörbare Superheldin im Xena Cosplay und genau so ist sie am Ende.
Außerdem erfährt man nicht was jetzt eigentlich alles ihre Fähigkeiten sind, außer dass sie irgendwie total unzerstörbar ist.

und mich ärgert auch dass alle so taten als sei dies nun der erste Superhelden Film mit einer weiblichen Heldin... denn da gabs noch einen anderen der ganz doll nach Himbeere riecht, der kam bisschen früher raus. https://de.wikipedia.org/wiki/Catwoman_(Film)
Außerdem war es nichtmal die erste Verfilmung von Wonder woman, denn da gabs noch die Lynda Carter.
Es kann Geschmacksache sein aber ich schau lieber dreimal die Serie aus den Siebzigern als ein weiteres mal diesen Film. (Die Serie war finde ich einfach nur sehr putzig)

danke für den unterhaltsamen Text, war wirklich eine Freude dazu dies zu lesen.
Tüdülü Alex

Antwort von Crazy Kenny am 10.02.2018 | 13:45:33 Uhr
Ja, ich sprinte über weite Strecken wirklich durch das Drehbuch, weil mir keine so guten Witze für viele Stellen einfallen.
Trotzdem hielt ich so eine Parodie für unterhaltsamer, als in einem Essay meine einzelnen Punkte zu erläutern.

"Wonder Woman" ist aber wirklich weitgehend wie "Caps" Film, nicht?
Wahrscheinlich haben sie das ganze extra in den WK1 verlegt (obwohl Comic-Diana immer gegen die Nazis gekämpft hat und nicht gegen den Kaiser), damit es nicht zu offensichtlich sein soll.
Klappt nur nicht, wenn man als Zuschauer "Captain America" kennt.

Die Action hat mich wirklich nicht vom Hocker.
1.) Diese endlose Slow-Motion, wo Gal Gadot mit wehendem Haar dramatische Posen wirft, das hat für mich einfach weniger was von spannender Action als von einem überlangen Werbespot für Haarpflegemittel.
2.) Die absolute Weigerung unserer ach so hart kämpfenden Heldin wenigstens im Showdown etwas Dreck ins  Gesicht und Blut in den Mundwinkel zu geben. Diana wirkt da für mich weniger verzweifelt und erschöpft als eher "mildly inconvenienced".
Ich erinnere mich an so viele Filme wo die weiblichen Actionhelden wirklich unter Mühe und Schmerzen ihre Gegner besiegen müssen. Oder auch die guten "Wonder Woman"-Comics, wo Diana in Kämpfen gegen Superschurken verletzt wird und sich immer wieder unter übermenschlicher Anstrengung aufrappeln muss. In diesem Film sehe ich nichts dergleichen, Diana ist dort wirklich unzerstörbar und steckt von Ares  alles weg als wär es nix.

Das ist übrigens ein allgemeiner Trend, den ich seit den letzten Jahren bei "modernen, progressiven Darstellungen von Heldinnen" beobachtet habe (vor allem bei Marvel Comics), dass es jetzt im Himmels Willen niemals so aussehen darf als wäre unsere "strong female lead" in ernster Gefahr oder kurz vor der Niederlage. Keine Ahnung welche Art von Logik dahinter steckt. Weil es "sexistisch" wenn unsere Heldin sich ein paar Schrammen holt? Oder dass es sie "schwach" aussehen lässt, wenn sie sich sichtlich anstrengen muss? Ich weiß es wirklich nicht.

Insofern finde ich den ganzen Hype wegen "erster weiblicher Superheldin" schon deshalb nervig, weil es mal wieder impliziert wie viele Leute sich nur darum scheren dass eine Frau in der Hauptrolle ist und nicht ob der Film insgesamt gut ist.  Ich hatte mir ehrlich über einen Wondie-Film gefreut, aber in dieser Adaption sehe ich kaum etwas von dem was ihren  Charakter so interessant und sympatisch macht.  Da hat man echt eine Gelegenheit vertan.
Jedenfalls danke für dein Review.

MfG
Kenny