Autor: Claire Panda
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
19.01.2018 | 18:19 Uhr
zu Kapitel 1
Hey,

oh ja, das wäre so fein, wenn die beiden noch eine Chance bekämen. Die ARD kann mir erzählen was sie will, aber in meinem Universum war Mark Watschke alias "Robert Karow" nicht der erste schwule Tatort-Kommissar. Das war eindeutig Richy. Wirklich schade, dass er die Idee des Herrn Klare nicht aufgreifen wollte. Die beiden hatten mehr Chemie als viele, viele schwule Paare, die "offiziell" über den Bildschirm flimmern. Und mal ganz ehrlich, wenn der Herr Müller kein schwuler Kommissar sein wollte, dann hätte er vielleicht keinen spielen sollen. Spätestens die Szene mit dem Siebert in der Schwulenbar ("Grabenkämpfe") hat ihn entlarvt. Kein, aber echt kein Hetero-Kerl bleibt so entspannt, wenn er die Frau, an der er interessiert ist (angeblich), in einer Schwulenbar trifft. Das mindeste wäre ein Dementi á là "Ich bin nur dienstlich hier." gewesen. (Nicht dass ihm das irgendwer gelaubt hätte).

Ich tue mich ja etwas schwer mit RPS, aber das hier war nett. Nur ein keiner Hinweis am Rande: Ich weiß, dass Deutschlehrer gerne "Wiederholungsvermeidungstraumata" anrichten, aber diese krampfhafte Vermeidung von Widerholungen ist insbesondere bei Personenbezeichnungen ziemlich unsinnig. Namen, die üblichen Personalpronomina und ggf. nochmal ein "Freund/Partner/Kollege", wenn es im Kontext passt sind völlig ausreichend, um die handelnden Figuren zu benennen. Diese ständigen "Verrenkungen" mit "der Größere/Kleinere/Braunhaarige/Blauäugige/etc." stören meistens eher den Lesefluss und lenken die Konzentration des Lesers auf Details, die völlig unwichtig sind. Lass das einfach raus und der Text liest sich viel flüssiger und besser. Ist nicht bös gemeint, nur ein kleiner Tipp. Dein Stil ist eigentlich sehr schön lesbar, nur das hat mich immer wieder rausgebracht und ich kenne die Jungs echt gut und wusste eigentlich immer, wer gemeint war.

LG
Seshât