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Autor: Thainwyn
Reviews 1 bis 7 (von 7 insgesamt):
19.10.2018 | 05:56 Uhr
Ich weise jegliche Verantwortung von mir. :D

Ich liebe Méahred schon für das erste Zitat. ^^ Warum musste ich dabei an Ron Weasley im verbotenen Wald und seine Einstellung gegenüber Spinnen denken?
Méahreds Befürchtung, dass sich die Bäume irgendwann doch bewegen könnten, ist aber nicht ganz unberechtigt.

Okay, ich habe noch nie versucht, den Marsch der Ents auf Isengarts aus der Sicht von Sarumans Dienern zu sehen, aber das ist wirklich... beängstigend.
Überhaupt finde ich, dass Tolkien manchmal ein klein wenig mehr Sensibilität an den Tag legen könnte, wenn seine Helden gerade Menschen niedermetzeln - as opposed to Orcs and other fictional creatures. Aber ist das nicht rassistisch? Sind Orks weniger wert oder fallen uns die Verbrechen eben nur eher auf, wenn sie an Menschen begangen werden?
Auf der anderen Seite finde ich es gerade in Anbetracht der jüngeren Geschehnisse trotzdem beeindruckend, wie Tolkien schon kurz nach dem zweiten Weltkrieg ein Buch veröffentlichen konnte, in dem sich die personifizierte Natur gegen Industrialisierung und Ausbeutung wehrt. Er konnte ja noch nichts vom Klimawandel wissen, aber vielleicht hatte er eine Ahnung, dass es nicht ewig so weitergehen kann.

Es ist interessant, dass die beiden es als Verrat wahrnehmen, Saruman im Stich gelassen zu haben, obwohl sie sonst wahrscheinlich statt von den Orks nur von ihm gepiesackt worden wären. Ich habe es schon einmal geschrieben, aber ich mag die Art, wie du hier die Loyalität der Gegenseite beschreibst. Weil eben die "Guten" nicht alle heroischen Eigenschaften gepachtet haben.

Du hast schon recht mit deinem Kommentar bezüglich der Traumata, die von den "Guten" verursacht wurden. Ein Grund mehr, warum ich gerne über Denethor schreibe. :)

Vielen Dank für dieses Kapitel, ich freue mich auf mehr!

LG
Sulime
03.09.2018 | 21:36 Uhr
Huhu,

ich bin froh, dass Méahred Créofan nicht alles durchgehen lässt. Eine gute Beziehung baut auf Vertrauen und auch ein wenig Nachsichtigkeit auf, aber trotzdem ist es gut, wenn jemand Créofan zur Rede stellt und dafür sorgt, dass er sein eigenes Verhalten hinterfragt.
Es kommt mir fast so vor, als wüsste Méahred nicht ganz, auf wen er eifersüchtig sein soll. ^^ Créofan versucht, das Gespräch auf Gríma zu lenken, aber stuntfola kann natürlich nicht unerwähnt bleiben. „Ich hoffe doch, dass dies nicht der Fall ist. Mein ganzes Weltbild würde zusammenbrechen.“ Aus dem Satz habe ich eine gute Portion Unsicherheit herausgehört, die Méahred versucht, zu überspielen, was ihm aber nicht ganz gelingt. ^^ Sehr clever von Créofan, das Gespräch zu drehen und Méahred dazu aufzufordern, seine Gedanken zu äußern. So erspart er sich die Notwendigkeit, zu erklären, war er selbst nicht ganz erklären kann.
„Nán of us“ sieht schon sehr niedlich aus. Altenglisch mag vielleicht rau und hart klingen, aber geschrieben sieht es einfach nur putzig aus...
Apropos niedlich, das Ende ist natürlich wieder zum Dahinschmelzen. *-* Ich hoffe, dass die beiden ihre Unsicherheiten und die Instabilität ihrer Situation irgendwie überwinden und sich gegenseitig ein Zuhause geben können. Und stuntfola gleich noch dazu, wenn sie schon dabei sind.

LG
Sulime
11.05.2018 | 14:13 Uhr
Huhu,

"Für den Rest des Weges singt sein Herz" ist eine ungewöhnlich poetische Beschreibung für Créofan und ich weiß noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Vor allem, dass er sich von Gríma so sehr beeinflussen lässt. (Es ist merkwürdig, eine Stelle zu lesen, in der der Ratgeber noch am Leben ist, aber das nur so nebenbei.)
Armer Méahred. Ich habe das schon einmal geschrieben, aber er tut mir leid, wie er miterleben muss, wie Créofan erst an Grímas Lippen hängt und dann zum Schein mit stuntfola flirtet. Er gibt sich zwar Mühe, sich nichts anmerken zu lassen, aber natürlich merkt man ihm an, wie verletzt er durch Créofans Verhalten ist. Doch statt sich auszusprechen, müssen die beiden wohl irgendwie mit dieser Situation klarkommen. (Ich würde das auch nicht besprechen, wenn stuntfola und Gríma noch in der Nähe sind.) Die Tatsache, dass Créofan angesichts von Méahreds Misstrauen Schmerz empfindet, spricht allerdings dafür, dass hier immer noch einiges Fluff-Potenzial besteht.
Yeah für das Ende! Wobei ich an Méahreds Stelle schon ein wenig verärgert wäre, einfach so zum Schweigen gebracht zu werden. :D
Ob Créofan wohl von Grímas Plänen weiß, Saruman aus dem Weg zu schaffen?

LG
Sulime
23.03.2018 | 18:44 Uhr
Vielen Dank für das Kapitel! Ich freue mich immer über Geschenke, auch leicht verfrühte. :D

"Gríma sagt zwar viele Worte, die alle jedoch deutlich machen, dass er nichts sagen wird" ist wieder so ein typischer Satz, der mich schmunzeln lässt. Humor und Wortwitz finde ich bei Geschichten unabdinglich und zum Glück verfügst du über beides.
Würde Gríma stuntfola wirklich so anders behandeln, wenn sie sein Ersatz für die ides wäre? Darüber habe ich gerade nachgegrübelt und bin zu keinem schlüssigen Ergebnis gekommen.
Créofans Taktik, Gríma zu provozieren, um die Wahrheit aus ihm herauszubekommen, finde ich sehr gewitzt. Das erklärt natürlich seine obszönen Bemerkungen und macht es umso interessanter, die Geschichte mal aus seiner Sicht zu erleben. :D
Créofan lässt sich neben Méahred fallen und ich frage mich unwillkürlich, worauf. Auf den Boden? Einen Blätterhaufen? Einen Schlafsack? :D Irgendwie habe ich jetzt das Bild von einem gemütlichen Sitzsack von IKEA vor mir, auf dem die beiden herumlümmeln.
Niedlich finde ich, dass keiner der anderen Strolche ihnen auch nur die geringste Beachtung schenkt, obwohl sie sicher bemerkt haben, dass die beiden etwas mehr als nur Leidensgenossen sind. Aber warum auch? Die haben gerade ganz andere Sachen im Kopf und mit Créofan würde sich ohnehin keiner anlegen wollen. Nur interessant, dass stuntfola von allem nichts bemerkt, aber das bestätigt nur meine Vermutung mit den anderen Sachen.
Ah, Créofans großer Heldenmoment. Interessant, wie er sofort realisiert, dass niemand Gríma und stuntfola helfen wird und das kurzerhand selbst übernimmt. Wirklich, Krähenfuß wird noch zu meinem Lieblingscharakter in dieser Geschichte. :D Was ein Perspektivwechsel nicht alles ausrichten kann.
Sollte der letzte Satz so düster klingen? Irgendwie habe ich jetzt ein ungutes Gefühl.

Aber nochmals danke für dieses Kapitel, ich hatte viel Freude daran. Bitte mehr davon. :D

LG
Sulime
22.03.2018 | 15:39 Uhr
Wer hätte gedacht, dass Créofan so viel Empathie besitzt zu bemerken, dass es Gríma nicht gut geht? Und natürlich ist er deutlich intelligenter, als er andere glauben macht und begreift so einiges mehr, als man ihn wissen lässt.
Bei dem "und erschreckt" bin ich mir nicht sicher, ob es nicht "erschrocken" heißen müsste. Aber Partizipien waren noch nie meine Stärke...
Méahred ist so niedlich, wie er einfach mal fragt, ob Stuntfola Grímas Tochter ist. :D Natürlich gehen seine Gedanken wahrscheinlich in die gleiche Richtung wie Créofans, aber anders als der ist er niemand, der anderen gleich Unterstellungen macht. Und ich mag es, wie er die positiveren Seiten in Créofan zum Vorschein bringt. Ich bin gespannt, wohin der Weg der beiden noch gehen wird. ^^
LG
Sulime
26.01.2018 | 10:37 Uhr
Hallo Thainwyn,

ich gestehe, dass ich das Kapitel in den letzten Tagen schon zweimal gelesen habe, nur keine Zeit hatte zu reviewen. ^^ Es ist kein Desinteresse, nur akuter Zeitmangel, was es allerdings nicht besser macht.

"Zumindest war der Dorfvorsteher weise und hat einen großen Vorrat für den Winter angesammelt; diesen beanspruchen sie jetzt für sich." ist einer meiner absoluten Lieblingssätze von dir. So böse, man kann nicht anders als grinsen, obwohl einem der Dorfvorsteher und sein Dorf leidtun. Das erinnert mich jetzt an die Szene mit dem Hound und Arya, wo sie den Vater und seine Tochter um ihren Wintervorrat bringen und mehrere Staffeln später findet Sandor dann ihre Gerippe. Yeah.

Ein Haufen junger Männer ohne Beschäftigung birgt Konfliktpotenzial, aber noch scheinen sich die Strolche zu benehmen. Zumindest beschreibt Créofan es so, es ist natürlich primär seine Sicht, die wir hier bekommen. ^^

Ich mag dieses "und er zweifelt". Drei auffallend kurze Worte, nach dem vorangegangenen längeren Satzteil, aber deshalb umso prägnanter. Man lernt neue Seiten an Créofan kennen und ich mag ihn inzwischen wirklich gerne.

Ich habe das Gefühl, dass Méahred die Situation noch ein bisschen besser durchblickt als Créofan. Zumindest wirkt er etwas besonnener und wenn ich an das "Finde mich in der Mark" denke, scheint er anders als Créofan auch zu realisieren, dass es ein Leben nach Saruman gibt. Dabei will ich Créofan für seine Loyalität und dieses "Nach uns die Sintflut"-Denken gar keinen Vorwurf machen. Er erinnert mich in der Hinsicht so sehr an die lancastrischen Schutzsuchenden in der Abtei von Tewkesbury, die noch hätten fliehen können, aber es nicht getan haben, weil es nichts mehr gab, für das sie hätten weiterleben können. Das ist ein Bild, das mich für immer verfolgen wird.

Hoffentlich wird Créofan das Ende besser aufnehmen. Vielleicht kann Méahred ihm dabei helfen.

Ich mag deinen Stil in diesem Kapitel - irre ich mich, oder ist er ein bisschen anders als in "Cwideas" und im "Duft"? Vielleicht liegt es auch an der Perspektive. ^^

Ah, Stuntfola ist da. Es interessiert mich sehr, wie Créofan sie wahrnimmt, aber sein Grinsen scheint Gríma zu gelten. Ich habe immer noch keine Ahnung, was ihre gemeinsame Geschichte ist. Sollte wohl dringend mal weiter in "Cwideas" lesen. ^^

Vielen Dank für dieses tolle Kapitel! Ich freue mich auf mehr.

LG

Sulime
08.01.2018 | 16:08 Uhr
Allein die Worte "Drama und Fluff" reichen schon aus, um mich als Leser für diese Geschichte zu gewinnen. :D Als ob ich nicht schon auf diesen Text gewartet hätte, seit du Créofan mir gegenüber "geouted" hast...

Es ist berührend, mal eine andere Seite an Créofan zu sehen. Wie seine erste Reaktion auf die Eröffnung einfach nur Erleichterung ist, dass Méahred es noch geschafft hat, zu entkommen... Und dann fragt er sofort nach Gríma und Stuntfola, was mich überrascht hat. Ob ihm hier schon persönlich etwas an den beiden liegt, oder ist das eher Nervosität, die aus ihm spricht? Es ist schon so lang her, dass ich das Kapitel gelesen habe, in dem er und Gríma zum ersten Mal aufeinander trafen und ich habe schon wieder vergessen, was eigentlich ihre gemeinsame Geschichte ist. ^^"

"Solange ihr Herr in Isengard eingesperrt und bewacht wird, wollen sie ihn nicht verlassen." Der Satz hat mich irgendwie getroffen. Es zeigt eine Seite an Sarumans Gefolgsleuten, die man nicht wirklich erwartet - Loyalität. In den Büchern werden sie immer eher als gierige Söldner beschrieben, aber das ist natürlich aus der Sicht der Hobbits und wer empfindet schon Verständnis gegenüber den Truppen, die das eigene Heimatland besetzen? Wenn man es recht bedenkt, sind alle Soldaten aus der Sicht ihrer Gegner nichts Besseres als Strolche.
Du verwendest hier eine ungewöhnliche Perspektive, die zum Nachdenken anregt. In den Geschichtsperioden, mit denen ich mich beschäftige, also vor der Einführung von Berufsarmeen, wird immer wieder auf die Grausamkeit ausländischer Söldner hingewiesen (irgendwie verständlich, dass einheimische Soldaten ihren Landsleuten gegenüber eher Milde walten lassen, ich will das gar nicht infragestellen), aber niemand hinterfragt, wie es den Söldnern dabei geht, wenn sie fern ihrer Heimat kämpfen müssen. Und verglichen mit der historischen Realität sind die Strolche fast schon verdächtig friedlich. Irgendetwas sagt mir, dass das nicht allein an Saruman liegen kann.

Jetzt hast du mir mit einem einzigen Satz sehr viel zu denken gegeben und ich vermute, dass auch der Rest der Geschichte ein echter Augenöffner sein wird.

Créofan scheint den Respekt der anderen zu genießen - immerhin ist er der Hausherr. Ich mag das Bild, wie er sich auf den Tisch stützt und einen nach dem anderen ansieht. Und sein Vertrauen in Saruman.... "Er ist ein Zauberer. Er wird kommen." Er hat natürlich recht und es beeindruckt mich, wie gut er versteht, welche Mächte hier wirklich am Werk sind und wozu Saruman in der Lage ist.

Danke für dieses Drabble! Ich freue mich schon auf mehr!

LG
Sulime
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