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Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt):
10.03.2018 | 04:54 Uhr
Hallo Desillusioniert,

hiermit oute ich mich ganz offiziell als riesen Fan deiner Schreibe. Wirklich, ich genieße jeden einzelnen deiner Texte. Sie alle haben eine ganz einzigartige Kraft und Energie. Du verstehst es, zwischen den Zeilen zu sprechen und mit wenigen Worten eine wunderbar intensive Atmosphäre aufzubauen. Hut ab dafür, das macht dir so schnell keiner nach. :)

Auch dieses Werk hier ist dir fantastisch gelungen. Schon der Einstieg, die Dissonanz in den ersten zwei Zeilen: »Manchmal wünsche ich mir, dass schreckliche Dinge passieren. Nur damit etwas passiert.« Wow. Ich höre da eine Menge Frust und Resignation heraus.

Die zentrale Frage ist für mich, warum die Hauptfigur in der Passivität verweilt; warum sie auf ein »Wunder« von außen hofft anstatt die Leere zu brechen, indem sie einfach selbst aktiv wird. Dass ihr das gar nicht erst in den Sinn kommt, zeigt für mich sehr schön, wie tief sie in ihren Denkmustern und Gedankenspiralen gefangen ist. So sehr, dass sie gar nicht mehr anders kann vielleicht? Oder sehen wir hier nur eine Momentaufnahme? Wer weiß.

Fazit: Ein vielschichtiger Text mit großem Interpretationsspielraum. Ich freue mich auf mehr von dir. ♥

Cheers,
invisible ink

Antwort von Desillusioniert am 03.04.2018 | 20:22 Uhr
Hallo invisible ink,

es ist echt zu schön zu hören, dass jemandem wirklich ehrlich meine Texte gefallen! <3 Vielen lieben Dank! Du spornst mich an weiter zu machen. Ich habe das Gefühl so langsam meinen Stil gefunden zu haben.
Ich bemühe mich um Texte, die etwas vermitteln, die Gedanken und Gefühle anstoßen. Und zu wissen, dass sie verstanden und gefühlt werden ist einfach wunderbar! :)

Mit der Passivität, die du ansprichst, trifft auch du wieder mal den Kern dieses Textes, den ich selbst vorher tatsächlich so nicht einmal hätte bennen können, der nun aber absolut deutlich ist. Denkspiralen - sehr schöne Lesart!
Beim Schreiben hatte ich vielmehr einen Zwang in die Passivität durch Krankheit, etwa Demenz, vor Augen. Eine alte Frau, die in einem Zimmer im Pflegeheim sitzt, womöglich. - Als eine mögliche Interpretation.

Ganz liebe Grüße
31.12.2017 | 00:17 Uhr
Hey :)
Schöne Umsetzung. Ein einzelner Schreibfluss und gespickt mit Blankreimen und Haufenreimen. Ich finde es schön, kein wirkliches Muster zu erkennen und somit dem Gefühl der Interpretation sich hingeben zu können. Ganh wie Walt Whitman finde ich, muss es auf einen wirken können und nicht zum analysieren anstacheln. Das hast du geschafft!

LG
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