Reviews 1 bis 4 (von 4 insgesamt):
Fantasy Fan (anonymer Benutzer)
17.07.2017 | 12:42 Uhr
zur Geschichte
Außerdem als hilfreicher Tipp, wann immer du sonst über "Soldaten" schreiben willst:

Soldaten und Krieger sind NICHT dasselbe.
Nicht mal in Fantasy.

http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/SoldierVsWarrior

Soldaten rennen niemals dumm und planlos ins Gemetzel, das machen nur Krieger.
Soldaten haben immer Leute, die planen und führen und DENKEN können.

https://en.wikipedia.org/wiki/Non-commissioned_officer#Function

https://en.wikipedia.org/wiki/Officer_(armed_forces)#Commissioned_officers

Uuuund, so richtig verrückt: Soldaten haben auch immer Feldmediziner dabei.
Weil es nämlich nicht nur eine Frage des normalen menschlichen Mitgefühls sondern auch des normalen gesunden Menschenverstandes ist, sich um verletzte Kameraden zu kümmern, anstatt wie ein behinderter Vollkloppi zu lachen: "Höhöh, wir verrecken hier alle! Wie wiiiiiiitzig! Mal sehen wann es mich erwischt, hoffentlich bald!"

https://en.wikipedia.org/wiki/Battlefield_medicine

Das alles war übrigens bereits in den Armeen der Antike absolut üblich.

Es sei denn, die Handlung dieser Geschichte spielt in Bizarro-World, wo im Krieg alle Leute unbedingt verlieren und unbedingt sterben wollen, dann würde es natürlich Sinn machen...

Antwort von Meteoritenfreak am 17.07.2017 | 15:44 Uhr
Kann es sein, dass du das bist, Crazy Kenny? Der Schreibstil ist jedenfalls sehr ähnlich. Ich dachte, von meinen Geschichten und Charakteren hättest du genug? Und trotzdem meldest du dich wieder, diesmal unregistriert, und meckerst wieder gegen meine Geschichten. Du kannst doch gerne Soldaten so schreiben, wie in dem Beispiel von dir unten. Aber wie schon geschrieben, die von mir beschriebenen Soldaten und Barbaren sind auch im MX-Canon gar nicht mal so ungewöhnlich.
Fantasy Fan (anonymer Benutzer)
17.07.2017 | 03:16 Uhr
zur Geschichte
Und als abschließenden konstruktiven Tipp kann ich dir nur dieses Beispiel ans Herz liegen, wie man Fantasy-"Barbaren" anständig schreibt.

"Nur einfältige Narren, wie Thoren Smallwood einer ist, schauen auf die Wildlinge herab. Die Wildlinge sind genau so mutig wie wir es sind, Jon. Sie sind ebenso klug wie wir, ebenso geschickt wie wir und ebenso stark wie wir. Aber es fehlt ihnen einfach an Disziplin. In der Schlacht kämpfen ihre Krieger nach eigenem Gutdünken, weil sie keine Befehle mögen. Sie nennen sich selbst das Freie Volk und jeder einzelne von ihnen fühlt sich als sein eigener König. Nur solche Männern wie Mance Rayder, die sich Respekt verdient haben, denen folgen sie. Manchmal."
-Qhorin Halfhand, Ranger der Nachtwache-


"Wir haben damals mit den Wildlingen guten Handel getrieben. Wir gaben ihnen eiserne Waffen und sie gaben uns dafür Bernstein, Pelze und Mammut-Elfenbein. Alles in allem erschienen sie mir nicht anders als alle anderen Menschen auch. Vielleicht etwas wilder und urtümlicher als wir, aber ohne jeden Zweifel doch Menschen. "
-Davos Seaworth, Ritter und einst Schmuggler-


"Die Wildlinge verwirrten Jon zutieft. Sie sprachen mit ihren Anführern wie mit Gleichgestellten. Sie stahlen an einem Tag voneinander und kämpften am nächsten Tag Seite an Seite. Sie lehnten die Ehe ab und trieben es stattdessen wie die wilden Tiere. Aber trotzdem konnte Jon nichts dagegen tun, dass er all in seiner Gruppe gut leiden konnte. Selbst Tormund Gigantsbane, obwohl der ein Prahlhans war und ständig zotige Scherze machte."
-Jon Snow, Steward der Nachtwache und in geheimen Auftrag-

Eben halt wirklich Leute und keine rassistisch angehauchten Klischees von anno Tobak.

Antwort von Meteoritenfreak am 17.07.2017 | 15:41 Uhr
Die Barbaren in MX werden aber meist nicht so dargestellt. Sondern eher so, wie in dieser Geschichte. Am Anfang der Geschichte findet man auch Barbaren aus Doyzland, welche plündernd und mordend von Dorf zu Dorf ziehen. Und in den Heften, die in Afra spielen, werden Soldaten auch nicht unbedingt soviel anders dargestellt.
Fantasy Fan (anonymer Benutzer)
17.07.2017 | 02:29 Uhr
zu Kapitel 1
Oh, mein Fehler, ich habe übersehen dass die hirnlosen und herzlosen Untermenschen also aus Afrika kommen.

Wow, das ist ja noch schlimmer als Tolkien (oder auch nicht, der Mann war ja durchaus rassistisch im Bezug auf die "Kolonialvölker").
Wir haben hier also Afrikaner als komplett bösartige räuberische Barbaren, die nicht mal untereinander das geringste bisschen Mitgefühl kennen, nur gebrochenes Klischee-Uga-Buga sprechen, alle weißen Männer töten und alle weißen Frauen vergewaltigen wollen, dermaßen verblödet sind dass sie die simpelsten Taktiken nicht verstehen und sie sich von den größten Idioten anführen lassen, und die im Grunde allesamt getötet gehören.

Nun, das sind alles wohl bekannte Klischees, wenn auch nicht aus der Fantasy:

Szene aus "Birth of a Nation" von 1915:
https://www.youtube.com/watch?v=UYCaob7MDA8

https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/originals/5d/51/58/5d51580d7f3ef67777c0edd49e601c19.jpg

https://www.psywar.org/psywar/images/race_japhomefront01.jpg

https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/originals/0d/93/d5/0d93d5d1e2005ac992847552add61573.jpg

http://4.bp.blogspot.com/-at-QM0wLa0c/T1rYtATHJSI/AAAAAAAAGX4/P2YnjkGDjSA/s1600/white-mans-burden-daily-review-il-cartoon-12-mar-1899.jpg

http://imgur.com/wzq1U80


Ich schätze diese "Afrikaner" wollen auch keine starken männlichen Sklaven als wirklich nützliche Arbeitskräfte und nur weiße Frauen zum Vergewaltigen haben, weil sie selbst keine Frauen und Kinder in ihrem "Afrika" haben, sondern dort direkt als erwachsene Monster aus ihren Uruk-Hai-Gruben kriechen.
Und dafür einen komplett sinnlosen ewigen Umweg bis zur Elbe machen, als gäbe es sonst keine näheren Landungsorte in Europa. Vermutlich haben sie sich einfach planlos dorthin treiben lassen, da sie ja offenbar weder kämpfen noch denken noch sonst irgendwas können. Nur verwunderlich, dass sie sich auf der langen Fahrt nicht alle gegenseitig aufgefressen haben?
Diese Geschichte zeigt doch sonst so "gut", wie "Afrikaner" eben so sind.

https://media.giphy.com/media/82csRS3zFNtpm/giphy.gif

Antwort von Meteoritenfreak am 17.07.2017 | 15:39 Uhr
Ich habe Afra als Herkunft der Soldaten geschrieben, weil in der MX-Welt der Sklavenhandel dort sehr floriert. Davon abgesehen, sind sie aber genauso barbarisch wie andere Barbaren auch. Warum gleich Rassismus? Wenn die Soldaten und Sklavenhändler aus aus Doyzland gekommen wären, oder es sich um Wulfanen handeln würde, dann wäre das also kein Rassismus?
Fantasy Fan (anonymer Benutzer)
17.07.2017 | 01:34 Uhr
zu Kapitel 1
"Die Männer hatten stets Seite an Seite gekämpft, aber Soldaten waren nun einmal Soldaten, und sie amüsierten sich darüber, dass ihre Kameraden auf Pfählen gespießt waren."

Hä? Was soll das denn sein?
Die krepieren wie die Fliegen und freuen sich noch drüber?
Kein Mensch funktioniert so.
Sollen das überhaupt Menschen sein?
SO sieht sowas bei Menschen aus:

https://static.artuk.org/w1200h1200/CDN/CDN_WELL_V_18185.jpg

https://c1.staticflickr.com/2/1191/5144910726_a2a4f90f7f_b.jpg

http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2013/01/26/article-0-172AECAF000005DC-664_964x628.jpg


"„Aber wenn die Soldaten so kämpfen, dann sind ihre Verluste doch fast genauso hoch, wie die der Gegner.“ meinte die Leibwächterin verwundert, „Halten sie diese Taktik nicht für zu gefährlich?“
Das sind Soldaten. Sie merken es niemals, wenn sie verheizt werden sollen.“ erwiderte der Fürst, „Bei meinen Feldzügen habe ich schon ganze Streitmächte geopfert."

Ist der komplett bescheuert? Warum will er unbedingt seine ganze Armee verlieren?
Will er etwa Schlacht die verlieren und selbst verrecken? Will der dass seine Truppen massenweise desertieren oder ihn gleich lynchen?
So gewinnt man niemals Kriege.


"Soldaten lieben das Töten sosehr, dass sie sich gegenseitig töten, wenn man sie zu lange aus Kämpfen heraushält."

Vielleicht in dieser sinnlosen Bizzaro-Welt, wo jeder offenbar nur Hundescheiße im Kopf hat.
Richtige Menschen wollen üblicherweise den Krieg überleben und wieder nach Hause zu ihren Familien.


"Die meisten von ihnen sind nur gemeines Volk. Einfache Leute, die sich niemals mehr als eine Meile von ihrem Dorf entfernt haben, bevor eines Tages ein Lord kommt und sie zum Krieg einzieht. Schlecht gerüstet und schlecht gekleidet marschieren sie unter seinem Banner. Oft mit keinen bessern Waffen als einer Sense oder einer geschärften Hacke oder einem einfachen Hammer, den sie sich aus einem Stein und einem Stock gebaut haben.
Brüder marschieren mit Brüdern, Söhne mit Vätern, Freunde mit Freunden. Sie haben die Lieder und die Geschichten gehört. So gehen sie mit Hoffnung im Herzen und dem Kopf voller Träume. Von den Wundern, die sie sehen werden. Von den Reichtümern, die sie erbeuten werden. Von dem Ruhm, den sie in der Schlacht erringen. Der Krieg scheint ihnen wie ein schönes Abenteuer, das größte dass sie meisten von ihnen jemals erleben werden.
Dann erleben sie ihre erste Schlacht. Und für manche ist bereits diese erste genug um sie zu zerbrechen. Andere machen für Jahre weiter, bis sie ihre Schlachten nicht mehr zählen können.
Doch selbst ein Mann, der einhundert Schlachten überlebt hat, kann in seiner einhundertundersten immer noch zerbrechen.
Brüder sehen ihre Brüder sterben. Väter verlieren ihre Söhne. Freunde sehen, wie ihre Freunde versuchen sich die herausquellenden Gedärme im Bauch zu halten, nachdem ein Axthieb sie ausgeweidet hat. Sie sehen wie ihr Lord,der sie in den Krieg führte, in der Schlacht fällt und ein anderer Lord schreit sie an, dass sie jetzt seine Soldaten sind.
Sie werden verwundet und bevor diese Wunde halb verheilt ist kommt schön die nächste Wunde. Es gibt niemals genug zu Essen und die Hälfte der Soldaten scheißt sich in die Hosen, weil sie nur verschmutztes Wasser zu trinken haben. Ihre Schuhe fallen beim Marschieren auseinander und ihre Kleidung zerfetzt und verrottet ihnen am Körper. Wenn sie ein paar intakte Stiefel oder ein angerosteten Eisenhelm wollen, dann müssen sie es von einer Leiche stehlen.
Und wenn sie überleben wollen, dann müssen sie früher oder später auch von den Lebenden stehlen, auf deren Land sie kämpfen. Von den einfachen Bauern, wie sie selbst einst welche waren. Sie schlachten ihre Schafe und rauben ihre Hühner und ab da dauert es nicht mehr lange, bis sie sich auch an deren Töchtern vergreifen.
Eines Tage sehen sie sich um und stellen fest, dass all ihre Freunde und Verwandten tot sind. Dass sie neben Fremden kämpfen, unter einem Banner dass sie nicht erkennen. Sie wissen nicht wo sie überhaupt sind und wie sie zurück nach Hause kommen sollen. Sie kennen nicht einmal den Namen des Lords für den sie nun kämpfen.
Doch da kommt er und schreit sie an eine Schlachtreihe zu bilden, mit ihren Speeren und Sicheln und Hacken, und die Stellung zu halten. Und dann kommen die Ritter auf sie zu, gesichtslose Männer, in Stahl gepanzert und der eiserne Donner erfüllt ihre ganze Welt. Und der Mann zerbricht...
Er dreht sich um und rennt davon. Oder kriecht nach der Schlacht in ein Versteck, zwischen den Leichen all der Erschlagenen. Oder stiehlt sich im Dunkel der Nacht fort.
Alle Gedanken an Zuhause sind längst vergangen. Könige, Lords und Götter bedeuten ihm weniger als ein Stück fauliges Fleisch, dass ihn einen weiteren Tag überleben lässt, oder ein paar Schlucke sauren Weins, die für ein paar Stunden seine Angst betäuben. Der Zerbrochene Mann lebt von Tag zu Tag, von Mahlzeit zu Mahlzeit.
Lady Brienne hat nicht Unrecht. In Zeiten wie diesen muss man sich vor Zerbrochenen Männern hüten und sie fürchten. Aber trotzdem verdienen sie unser Mitleid."
https://www.youtube.com/watch?v=5LZ0tmZnUOA

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wo dein leicht verstörendes Menschenbild herkommt, aber selbst für Fantasy ist dein Schlachtbeschreibung reichlicher Humbug.
So konnte vielleicht Tolkien im Jahr 1955 seine Orks schreiben, aber im Jahr 2017 kauft dir niemand solche "Soldaten" (die übrigens niemals wie Soldaten kämpfen oder denken, sondern eher wie diese hirnlosen Klischee-Barbaren) niemand ab.
Es sein denn dieses komische Afra soll ganz bewusst ein Land voller komplett hirnloser und lebensuntüchtiger Ork-Untermenschen sein, die man nicht mehr als richtige Menschen bezeichnen kann, dann vielleicht. Trotzdem sollten dann aller Logik nach längt von den richtigen Menschen erobert und unterworfen worden sein, so unfassbar dumm und unfähig wie die sind.

Antwort von Meteoritenfreak am 17.07.2017 | 15:36 Uhr
Genau wegen solcher Beschreibungen wie du sie unter im Text geschrieben hast, nur ohne den Mitleid-Teil. Mir hat mal ein anderer User hier ständig Links und Texte geschickt, in welchen drinsteht, wie Soldaten in der Low-Fantasy den armen Bauern alles wegnehmen, ihre Töchter vergewaltigen, etc.. Ich fand das so abstoßend, dass ich einfach mal Soldaten schreiben wollte, wie sie deutlich mehr Tolkiens Orks entsprechen. Und die Soldaten erfreuen sich am Leid der anderen, weil sie eben böse und grausam sind. Und der Fürst will nicht seine Streitmacht opfern, es kümmert ihn einfach nicht, wie hoch die eigenen Verluste sind.