Autor: RamonaXX
Reviews 1 bis 3 (von 3 insgesamt) für Kapitel 7:
05.11.2018 | 22:52 Uhr
zu Kapitel 7
LIebe Ramona,

nun bin ich auch bei deinem anderen Projekt zu Band of Brothers gelandet und es ärgert mich fast, dass ich mich nicht schon früher hierhin verirrt habe!
Es ist absolut fantastisch! Du schreibst so schön und gefühlvoll, so nah an den Charakteren,dass man sich so fühlt, als könnte man sie (durch den Bildschirm) anfassen.

Ich finde es wirklich gut, dass du die Charaktere am Anfang vorstellst. Ich kann zwar Winters und Nixon von den anderen unterscheiden (was mir bei anderen wieder schwer fällt :D), aber dennoch ruft es einem das Wichtigste, das man über sie wissen sollte, wieder ins Gedächtnis. Zumal du sie nicht besser hättest treffen können!
Dann mag ich es sehr, wie du diese subtilen Andeutungen überall versteckst und fließend in die Situationen mit einbindest. Es entsteht dabei etwas ganz Zerbrechliches, von dem der Leser ebenso wenig wie die Charaktere weiß, was genau vor sich geht. Diese ruhigen Momente der Zweisamkeit und des Vertrauens wirken bei dir so leicht und echt, dass man regelrecht mitfühlen kann. Besonders schön ist es, dass die beiden genau gleich darüber denken, aber sich irgendwie stillschweigend geeinigt haben, es nicht anzusprechen. Aber wozu auch reden, wenn ein Blick schon alles sagt?


Jetzt aber zu einem meiner Lieblingskapitel!
Die Weckszene mit dem Urin war an sich schon komisch genug, aber nach einer Revanche hat sie definitiv verlangt! Wie schön, dass du dich dessen angenommen hast.

Und Nixon ist ja wirklich gemein, seinem Freund einen solchen Schrecken einzujagen! Diesen Übergang Winters' von Genervtheit zu Sorge und schließlich Angst, hast du wunderbar beschrieben. Man merkt, wie sich in ihm etwas verändert, wie er langsam immer unsicherer wird.
Ich musste wirklich scmunzeln, als Nix sich dann schreiend auf ihn gestürzt hat und Winters sich schlagartig verkrampft. Mir wäre es da wohl nicht anders gegangen :D

Doch dann kam der beste Teil.... Eine Kissenschlacht? Und das auch nicht mit dem sonst so gar nicht unverfrorenen Richard Winters? Wow, da hast du dir ganz schön was getraut und es ist dir gut gelungen. Die Szene war einfach toll zu lesen, so unbeschwert und leicht wie die Daunen, die schließlich durch das Zimmer fliegen. Ganz klischeehaft platzt natürlich ein Kissen auf. Ich habe mir das als kleines Kind immer gewünscht, denn in den Filmen schaut es ganz natürlich aus, wenn das Kissen kaputt geht, aber meines ist immer heil geblieben. Sehr zur Erleichterung meiner Mutter.

Dann wird es auf einmal wieder ruhig um die beiden und vertraut. Ich habe mich sehr gefreut, als Winters beginnt, die Federn aus den Haaren seines Freundes zu zupfen. So gelöst ist er selten und er hat sich diese Unbeschwertheit eindeutig verdient. Es kommt doch wirklich so weit, dass er die Versammlung vergisst!
Und dann ist er wieder ganz in seiner Rolle, springt aus dem Bett und ist auch noch kurz davor, Nixon von der Treppe zu stoßen, damit sie nicht später als unbedingt nötig ankommen.

Ich bin immer noch total begeistert von deinem Schreibstil und freue mich auf mehr!

Liebe Grüße
Maria :)

Antwort von RamonaXX am 10.11.2018 | 13:16 Uhr
Liebe Maria,

auch dieses wundervolle Review verdient selbstredend eine Antwort und bevor ich gleich das nächste Kapitel hochlade *Hände reib* tippe ich hier natürlich gerne noch ein paar Zeilen.

Schön, dass Du dich von „Winnix“ hast verzaubern lassen. Um bei einer guten Story einzusteigen, ist es nie zu spät! Danke an dieser Stelle auch für dein großes Lob! >>…als könnte man sie […] anfassen.<< Genau dieses Gefühl versuche ich immer wieder in meine Geschichten reinzuschreiben. Es ist das, was für mich hinter dem Leitsatz „show, don’t tell“ steht. Ich möchte dem Leser etwas „zeigen“, ihn etwas sehen und im besten Fall sogar etwas fühlen lassen, und nicht bloß erzählen.

Hihi… Die Steckbriefe. Schön dazu noch mal eine Rückmeldung zu bekommen. Da habe ich wirklich viel Zeit reingesteckt, aber wenn ich mir anschaue, wie viele Leser das als guten Einstieg empfunden haben, dann freut es mich, dass ich die Arbeit investiert habe.

>>Subtile Andeutungen<< trifft es schon ziemlich gut. Für mich sind es die „angeschlagenen Zwischentönen“ in dieser Männerfreundschaft, aus der sich langsam mehr entwickelt. Ja, es stimmt. Sie erleben, genießen und berühren einander – sprechen aber keinen Ton darüber. (Kommt aber noch – kleiner Spoiler zum nächsten Kapitel. *hähä*) Wann immer es verbal wird, weichen sie voneinander zurück. Sie haben Angst, fürchten sich davor mit ihren Gefühlen falsch zu liegen und ihre zarte Verbindung zu zerstören.

So, so. Die Kissenschlacht ist also dein Lieblingskapitel? Kann ich gut verstehen. Die Szene ist ja wirklich besonders verspeilt und hat auch eine große Portion Fluff abbekommen. Und ja, ich bin schuldig im Sinne der Anklage! Ich hab tief in die Klischee-Kiste gegriffen und das Kissen platzen lassen. Mir ging es da immer ähnlich wie dir… Im Film sieht das so leicht aus und wenn man’s dann Zuhause mit den eigenen Geschwistern versucht, haut man sich eher blaue Flecken, als das es Federn und Daunen regnet. Sieht so aus als hätten wir die gleichen Filme gesehen. (Übrigens war auch meine Mutter sehr erleichtert, dass das nie geklappt hat, denke ich.) Haken wir das geplatzte Kissen unter „Special Effects“ ab. ;-)

Ja, da bewegt sich ganz schön was in den beiden, als sie von der Kissenschacht in diesen ruhigen Moment driften und sich auf gewisse Art und Weise vergessen. Mir geht das auch immer noch sehr nah, wenn ich es wieder lese. Und genauso schade ist es, als Winters in sein altes Verhaltensmuster zurückfällt und Nixon zur Eile antreibt. Aber die beiden gehören einfach zusammen!!

So, ich denke hier habe ich jetzt alles gesagt und werde mich gleich mal an das Hochladen des neuen Kapitels machen. Nach fast drei Monaten Arbeit wird es Zeit, das Ergebnis der Leserschaft zu präsentieren. Hoffen wir, dass mein Schreibstil weitern begeistert und berührt. *dankend verneig*

Herzliche Grüße und bis „gleich“
Deine Ramona
08.10.2017 | 06:45 Uhr
zu Kapitel 7
Guten Morgen liebe Ramona!

Ohhhhhh ihhhhhhhhh welch grausame Vorstellung von einem Bierkrug mit Pisse geweckt zu werden. Bei dem Gedanken dreht sich einem ja der Magen um. Da war diese Kissenschlacht ja schon gar keine Revange mehr. Das war ja schon fast eine süße Art.

Die Zwei scheinen doch schon recht deutlich zu merken, dass da mehr ist, aber beide wissen nicht so recht, damit umzugehen. Irgendwie war es so süß unbeholfen von Zwei so gestanden Soldaten, aber trotzdem will keiner von beiden das missen. Krieg ist ein hartes Geschäft und genau solche Momente machen es wohl soweit erträglich, dass man es über den nächsten Tag schafft. Die Beiden verbindet mehr als Freundschaft und hier wird das auch sehr gut deutlich.

Das war wieder ein Kapitel, das auch mir die Beiden näher gebracht hat. Es war schön zu lesen und hat auch dieses leise Kribbeln zwischen ihnen sehr gut rübergebracht.
Klasse geschrieben sowieso.
Ganz ganz liebe Grüße Susann

Ps danke für die Videos, das echt gut, wenn man sonst nicht so viel Fandombezug hat.

Antwort von RamonaXX am 08.10.2017 | 17:37 Uhr
Liebe Susann,

wow, da warst Du ja heute wieder früh auf und hast dich aufs Review tippen gestürzt. Ich danke dir recht herzlich für deine lieben Zeilen und freu mich darüber, dass Du (auch dank der Videos) so langsam warm mit den beiden wirst und die Entwicklung von Nixon und Winters weiterverfolgen magst.

Du hast wohl Recht, und die Kissenschlacht war eine vergleichsweise zarte Revanche. Und dennoch war es für Nixon unglaublich wichtig ein bisschen mehr Körperkontakt zu "provozieren". Ich denke, ihm fällt das wirklich viel schwerer dieses Bedürfnis zu unterdrücken - so wie Dick das meistens tut. Also sucht er sich seine Momente, wo er näher bei Dick sein kann, ohne dass es für diesen allzu unangenehme wird. Klar, über eine klassische Freundschaft geht ihre Beziehung zueinander wohl bereits hinaus. Aber welcher Mann, der sich selbst für hetero hält, gesteht sich schon gerne ein, dass er Zuneigung für einen anderen Mann empfindet? (Die Umstände mal kurz in den Hintergrund geschoben.)

Ich kann nur sagen, dass es mir großen Spaß macht diese Art Soft-Slash zu schreiben, wo es kein bisschen sexuell oder erotisch ist, sich aber alles trotzdem um zwei Männer und ihre Gefühle dreht. ;-) Wir werden sehen, wie weit das Kribbeln zwischen den beiden noch ansteigt und wo sie (irgendwann) zum Ende des Krieges laden werden...

Liebe Grüße
Ramona
05.10.2017 | 09:55 Uhr
zu Kapitel 7
Liebe Ramona!
Die ergänzten Videos sind super, zumal ich die Serie gar nicht kenne.

"...und erreichen dabei so manchen Tiefpunkt..." schriebst du in deiner Kurzbeschreibung.
Das mit der Pisse war sicher so einer.

Ein Wunder, dass Nixon so eine verlässliche Rückendeckung ist, wenn er jeden Morgen verkatert antritt.
Aber wer will es ihnen verdenken, dass sie vergessen wollen.
Im 1. Weltkrieg war es wohl der Alkohol, in Vietnam dann schon Drogen.
Winters hat sich echte Sorgen gemacht, das versteh ich, dass er es nicht lustig fand.

Aus so einer kleinen Balgerei kann schnell mehr werden. Aus Erleichterung auch.
Es war sehr überzeugend und zärtlich geschrieben.

Das Pisse-Video: bääääh. Hat mich geschüttelt,
zumal die dort sicher weder Dusche noch Waschmaschine hatten.
In dem Bett möchte ich nicht mehr schlafen.

Sonnigen Gruß
aus dem immer noch warmen, spätsommerlichen Wien.
R ☀

Antwort von RamonaXX am 06.10.2017 | 19:28 Uhr
Liebe Net Sparrow,

danke für dein positives Feedback. Es ist schön zu hören, dass das Raussuchen und verlinken der Videos so gut ankommt. Ich selbst sehe das als schöne Ergänzung - gerade für die, die die Bilder aus der Serie nicht im Kopf haben. Winters und Nixon sind halt einfach großartig zusammen. Es gibt durchaus Gründe, warum große Teile der Handlung aus ihrer Sicht erzählt werden...

Mit dem Tiefpunkt, ist das wohl Ansichtssache. Die Originalszene war für mich ein absolutes "Highlight" und ich habe echt aus vollem Herzen gelacht, als die zwei angefangen haben sich deswegen zu Rangeln. So ist wohl auch die Idee zu diesem One-Shot geboren worden - ich wollte Nixon einfach eine Gelegenheit für eine Revanche verpassen. Dass das nicht ganz ohne Folgen bleibt, war ja klar... ;-)

Deine kurze Erwähnung der verschiedenen "Fluchtmöglichkeiten" hat mich noch Mal nachdenken lassen. Es deckt sich mit dem, was ich recherchiert habe. Im WW1 war es der Alkohol, im WW2 kamen bereits Aufputschmittel dazu und Vietnam waren es dann Heroin und Marihuana. Jede Zeit hat ihren eignen Krieg. Und jeder Krieg hat seine eigenen "kleinen Helfern", die Ausdruck von der hohen Belastung auf die Soldaten sind.

Wie gut, dass Winters und Nixon hier noch einen anderen Weg finden, sich etwas Gutes zu tun. ;-)
Es wird mit den beiden noch eine Weile weitergehen...

Viele Grüße
Ramona