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Autor: RamonaXX
Reviews 1 bis 7 (von 7 insgesamt) für Kapitel 13:
12.12.2018 | 17:11 Uhr
Liebe Ramona,

endlich bin ich mal dazu gekommen, mich deinem neusten Kapitel zu widmen. Ich kenn das nur zu gut, wenn einem eine Szene am Herzen liegt und sie wächst und wächst von selbst. ;)

Du hast recht. Die beiden haben eine wunderbare Mimik mit der viel ungesagtes rüberkommt.
Und noch immer bewundere ich deine Fähigkeit, solche ungesagten Dinge in Worte zu fassen, die wieder niemand ausspricht. Du tauchst in die Charaktere ein und ich hab das Gefühl, ich kenne deine Version der beiden inzwischen ähnlich gut.
Die Perspektivenwechsel nach den kurzen Abschnitten lockern die schwere Stimmung ein wenig auf - wo bei ich nicht sicher bin, ob auflockern hier das richtige Wort ist. Es liest sich auf jeden Fall herrlich flüssig und das, wo du mit so wenig Dialog auskommst. Wie gesagt, Chapeau dafür. Ist dir schon mal aufgefallen, dass die meisten Absätze ungefähr gleich lang sind? Das gibt dem Ganzen ein bisschen die Struktur eines Gedichtes. Es knistert, aber du lässt es nicht zünden - obwohl es einem Moment fast so aussah. Aber genau das hätte ich mir bei Winters jetzt doch nicht vorstellen können.

Wenn ich ganz genau hingucke finde ich eine Handvoll Tippfehler - ich nehme mal an du hast mit dem Text viel gearbeitet, so wirkt er jedenfalls, da schleichen die sich irgendwann einfach ein. Aber das ist schon Kritteln auf hohem Niveau. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich Winters wiederholen könnte, in den Gefühlen und Sehnsüchten, die er feststellt, was aber durch die Perspektivenwechsel und deine abwechslungsreiche Wortwahl nur ein Eindruck geblieben ist. Doch, das passt so wie es ist. Auch wenn's etwas länger ist. Vor allem der Schluss mit dem kalten Luftzug gefällt mir noch mal sehr. Und der Briefstapel auch.

Liebe Grüße
Meika

Antwort von RamonaXX am 16.12.2018 | 10:45 Uhr
Hallo Meika,

wow, noch ein Review zu diesem Kapitel. Mit so viel Rückmeldung hätte ich wirklich nicht gerechnet. Aber es freut mich natürlich tierisch, schließlich ist da viel Arbeit reingeflossen und ich glaube ich habe auch so manche Haare dabei verloren - einfach weil es haarsträubend war das Ganze "unter Dach und Fach" zu bringen, wie man so schön sagt.

Ich habe mal in meinen Notizen nachgeschaut. Die Idee aus dieser Szene etwas zu machen und Lew und Dick sich genau so umarmen zu lassen, habe ich im Mai 2017 festgehalten. So lange habe ich auf diese Szene hingearbeitet und sie dann ja auch sehr umfangreich zu Papier gebracht. Es freut mich zu hören bzw. zu lesen, dass die beiden so vertraut und harmonisch rüberkommen, wie ich sie mir in diesem intimen Moment selbst vorgestellt habe. Sie lassen beiden ihre Maske fallen, Nixon vorzugsweise durch den Alkohol und seine tiefe Verzweiflung und Winters, weil er es eben nicht schafft auf ewig dieser unterschwelligen Anziehung zu entsagen, da da zwischen ihnen wächst und wächst.

Mit den Perspektiven ist das so eine Sache. Ich glaube, dass ich da über die Zeit ein gutes Gefühl für bekommen haben, weil ich inzwischen über 40 Fanfics auf Englisch über die beiden gelesen habe und es dort eine häufig verwendete Form ist. Man wächst da so als Autor beim Lesen rein, denke ich. Dass meine Schreibweise dabei schon fast wie ein Gedicht wirkt, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Aber es klingt in meinen Ohren sehr schön und wenn man sich mal so einzelne Elemente aus dem Text rausgreift, zum Beispiel die "Musik" oder den "Traum", dann ist da wohl etwas sehr wahres dran.

Danke möchte ich dir auch für die Kritik. Klar, wenn man 3 Monate auf den gleichen 9.000 Worten rumkaut, dann ist die Korrektur lückenhaft. Bei Nixon weiß ich immer sofort wie ich ihn schreiben will, was er sagt, was er tut. Er trägt sein Herz auf der Zunge - zumindest wenn er betrunken ist. Bei Winters tue ich mich deutlich schwerer. Er ist so verschlossen und eine Figur verschlossen darzustellen, erfordert immer noch in sie einzudringen als Autor. Schwieriges Unterfangen, wenn der Typ doch eigentlich "verschlossen" ist. ;-)

Die Briefe am Ende mussten einfach sein. Und ich habe es auch bewusst so lange umgestellt bis es in genau einen Satz gepasst hat.
Mehr braucht es nicht um dem Leser zum Ende des Textes noch ein paar Gedanken mit auf den Weg zu geben.
Danke für deine ausführliche Rückmeldung.

Herzliche Grüße
Ramona
08.12.2018 | 07:00 Uhr
Guten Morgen, liebe Ramona,

heute bin ich extra eher aufgestanden, um dir zu schreiben. Bitte entschuldige, dass mein Review so spät kommt. ich weiß doch wie es ist, wenn man gespannt darauf wartet, was der Leser von meiner Geschichte/Gedicht hält. Nun hast du mir sogar gleich am Anfang einen kleinen Gruß dagelassen, das hat mich glatt umgehauen - danke :)
Nun zum Kapitel mit verbrecherischer Überlänge - grins - es hätte gar nicht kürzer sein dürfen. Sogar heute Nacht ging es mir noch im Kopf herum, was Lew und Dick da erlebt haben. Es muss unglaublich schwer, ja schmerzhaft sein, seinen Freund leiden zu sehen und zu wissen, dass man rein gar nichts tun kann, um ihm zu helfen, zu sehen, wie er sich schadet und ihn nicht zurecht zu weisen, nicht zu beschimpfen, oder gar sich von ihm abzuwenden. Was Winters getan hat, war wohl das, was er instinktiv tun musste: seinen Kameraden in der Not nicht allein zu lassen und ihm beizustehen. Dass Nix mehr als ein Kamerad ist, weiß er im Inneren schon lange, deshalb fällt es ihm auch so schwer, das Elend mit anzusehen.
Was dann passiert, liest sich alles wie ein Traum, wie in Zeitlupe. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenige Worte Männer brauchen, wenn sie sich nah sind. Dennoch jagen genug Gedanken durch ihren Kopf, vor allem Ängste, etwas falsch zu machen, der andere könnt aufhören oder es vielleicht nicht wollen. Doch die wenigen Worte, die sie wechseln sind voller Wärme und Ehrlichkeit. Wie du schon schreibst: Besoffene und Kinder sagen immer die Wahrheit. Was wäre wohl danach mit den beiden geschehen, wenn sie Ihre Gefühle ausgelebt hätten? In dem Moment, wo du es geschrieben hast, bzw. ich es gelesen haben, hätte ich es mir gewünscht für die Beiden. Doch im Nachhinein betrachtet, hat Winters unglaubliche Stärke bewiesen, sich nicht von seinen Gefühlen mitreißen zu lassen, jedenfalls nicht bis zum Ziel seiner Träume. Eine gewisse und nicht ganz unbedeutende Nähe haben sie ja beide spüren dürfen - einen Hauch von Glück, von Geborgenheit und Vertrauen.
Das Bild von den beiden zum Schluss, war genauso in meinem Kopf, noch bevor ich es gesehen habe - einfach wunderschön. Zwei Frauen hätten nicht schöner sein können, oder zwei Schwäne. Wie ich gerade auf Schwäne komme, kann ich nicht sagen, aber es scheint mir passend.
Es ist ein hervorragendes Kapitel geworden. Es hat mich mitgerissen, wie ein Lavastrom, dem man nicht entkommen kann. Der Seidenschal wäre hierfür ein zu zartes Symbol. Der wäre bei diesen starken Emotionen längst weggeflattert^^.

Ganz, ganz liebe Grüße
deine Maggie

Antwort von RamonaXX am 08.12.2018 | 19:46 Uhr
Hallo meine Liebe,

oh, wow! Hier kommt das Review, von dem ich schon fast gedacht hatte, es nicht mehr zu erhalten. (Was natürlich keine Schande gewesen wäre.) Ich habe nicht eine Sekunde daran gezweifelt, dass Du dieses Kapitel gelesen hast. Und jetzt, noch dazu an diesem Tag, deine Rückmeldung zu bekommen, ist ein wundervolles Geschenk. Denn ob Du es glaubst oder nicht, ich bin heute auf den Tag genau 4 Jahre hier auf FF.de als Autor tätig. Schon irre, was in dieser Zeit alles zusammen gekommen ist. Und wenn ich mir meine ersten Werke anschaue, möchte ich eigentlich nur den Kopf schütteln und ein bisschen rot werden. *grins*

Aber ich schweife ab. Schauen wir noch mal auf Lew und Dick.
Wobei ich mich gerade ehrlich frage, was ich dir noch "Neues" erzählen kann, wo ich doch weißt, dass Du die anderen Review und meine Antworten mitliest? Also auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Es freut mich tierisch, dass dir das Kapitel so gut gefallen hat. Auch dass sich niemand über die Länge "beschwert" hat, gibt mir das Gefühl einen "sauguten" Text geschrieben zu haben. Deinen "Lavastrom" werden ich mit in meine Sammlung der schönsten Komplimente aufnehmen. ;-) Kommt gleich neben den "Seidenschal"! Wobei besser nicht, sonst verbrennt der noch in der Hitze, wäre wirklich schade um das schöne Stück.

Mit so einem Seidenschal kann man ja auch noch ganz andere Dinge tun... Aber soweit sind Lew und Dick noch nicht. In Gegenteil, davon sind die Meilen weit entfernt. Aber man spürt schon dass das mehr ist als bloß ein Funke. Da ist Sehnsucht. Und wenn Du mal zu deinem letzten Review und meiner Antwort zurückblätterst, dann hoffe ich alle Versprechen und Hoffnung erfüllt zu haben?

Für mich ist das Bild immer noch der Punkt an dem ich mich in die beiden "verliebt" habe. Von alle Möglichkeiten wie ihre Beziehung in anderen Geschichten erzählt wird, gefällt mir diese "umständliche" Variante mit den vielen Hindernissen einfach am besten. Es ist aufreibend, sowohl für die beiden, als auch für den Leser und natürlich auch für mich als Autor. Auch mir fällt es nicht leicht Lew so sehr leiden zu sehen, in seiner Sucht. Er ist nicht bloß betrunken, er ist süchtig. Dick weiß das, genauso wie er weiß, dass ihm praktisch die Hände gebunden sind. Was wohl auch der Grund dafür sein mag, dass er nicht bis zum Letzten nachgegeben und mit Lew das Bett geteilt hat. Dieser wäre wohl auch kaum dazu in der Lage gewesen. Er ist am Ende nicht mehr als ein verängstigtes Kind, das gehalten und zu Bett gebracht werden möchte. Dick erfüllt ihm diesen Wunsch. Er sieht, er weiß, er spürt wie sehr Lew dass in diesem Moment braucht und gibt, was er geben kann.

Wenn ich mir vorstelle, dass ich zwischendurch mal vor der Frage stand, ob ich die Schlafzimmerszene komplette weglassen soll, bin ich jetzt sehr froh es nicht getan zu haben. Dieser "One Shot" *Augen zusammenkneif* ist mein Masterpiece 2018 und es wird ohne Frage mit den beiden weitergehen - zumindest bis der Krieg vorbei ist, wird diese Fanfiktion weiter laufen und die zwei auf ihrem emotionalen Weg begleiten. Ob's noch mal näher, enger und intimer wird als hier? *schmunzel* Nicht auszuschließen. *zwinker*

Alles Liebe und viele Grüße
Deine Ramona
25.11.2018 | 11:31 Uhr
Hallöchen liebe Ramona! ^-^

Bei diesem Kapi verfällt man ja in einen einzigen Awww-Modus! XD
Die beiden sind einfach zu niedlich, besonders wie sie sich so behutsam umlaufen. Gott, sind die goldig *O*

Und erst recht, das Nix Dick als seinen Engel bezeichnet, ach Gottchen. :D

Dein Schreibstil tut natürlich sein übriges. Wunderbar, wie immer! <3
Ich bin gespannt wie so ein Flitzebogen, wann die beiden denn nun endlich zusammen sind. So richtig, fest und ehrlich. Ich will´s lesen! \>O</

Ich freu mich über allen Maßen über dein nächstes Kapitel. Gerade gerede ich mir einfach ein, dass das wirklich mit zur Serie gehört. Es sind die herausgeschnittenen Szenen. Facto. XD

Tut mir leid, dass ich dir erst heute schreibe, aber ich bin ständig in Zeitnot.
Nun ja, hauptsache ich habe es heute endlich geschafft.

Ich hoffe dir geht es gut und genießt den Sonntag?!

Bis bald und frohes Schaffen noch. <3

Deine Linda ^-^

Antwort von RamonaXX am 26.11.2018 | 19:54 Uhr
Liebe Linda,

zu danken liegt voll und ganz auf meiner Seite! Unter Zeitnot noch dazu zu kommen ein Review zu schreiben, zeugt doch mal von ehrlicher Begeisterung! Und so betrachtet enthalten deine Zeilen alles was mein Autorenherz glücklich macht und mich wissen lässt, dass ich „einen guten Job“ gemacht habe.

Der >>Awww-Modus<< (tolles Wort!) war ohne Frage beabsichtigt und zieht sich ja auch wirklich durch das ganze Kapitel, so dass es auf den fast 9.000 Worten nie richtig langweilig wird. Nixon ist wohl kaum der Einzige, der im Rausch fantasiert… *flöt* Aber zugegeben, Winters als „Engel“ ist schön böswillig idealisiert. Nun ja, was die „Optik“ betrifft hat Nixon jedenfalls Recht. Rote Haare und Sommersprossen sprechen für sich. *lach*

Wann die beiden richtig zusammenkommen?? Nun, ich fürchte da gibt es noch ein paar Hürden zu nehmen und Klippen zu umschiffen. Dass Winters sich an diese Nacht ewig wird erinnern können, steht wohl außer Frage. Aber wer hat eigentlich gesagt, dass Nixon sich noch daran erinnern kann was er im Vollrausch gesagt oder getan hat? *Augenbraue heb*

Also, es bleibt spannend und geht garantiert weiter. Bei Zeiten, wenn mich mein Terminkalender nicht schon wieder in den Ar*** beißt, um mir zu sagen, dass ich auch noch ein Leben jenseits meines Schreibtisches führe. ;-)

Herzliche Grüße
Ramona

P.S. Ich hatte einen galaktisch guten Sonntag! Danke.
20.11.2018 | 22:21 Uhr
Liebe Ramona,
auch dieses Kapitel ist dir wiedereinmal super gelungen. Du beschreibst es so gut, dass ich das Gefühl hatte, im selben Raum zu sein und die beiden zu beobachten.
Ich kann es kaum erwarten, wie es weiter geht mit den beiden, den anscheinend ist da mehr als nur gute Freundschaft ;)

LG Johanna

Antwort von RamonaXX am 20.11.2018 | 22:34 Uhr
Hallo Jojo,

schön dich hier wieder als Leser dabei zu haben! (So selten wie ich hier zum Schreiben und Updaten kommen, ist dass ja schon erwähnenswert, wenn's die Leser nach Monaten immer noch anzieht.) Also lieben Dank dafür. Auch für dein großes Lob.
Ja, da ist irgendwie mehr zwischen den beiden. Und ja, es wird auch sukzessive in diese Richtung weiter gehen... ;-)

Herzliche Grüße
Ramona
pmaggie (anonymer Benutzer)
18.11.2018 | 14:13 Uhr
Hallo Ramona,
hier bin ich wieder. Als erstes möchte ich dir sagen, dass deine vorherige Reviewantwort mich erreicht hat und ich mich sehr darüber gefreut habe. :)

Nun aber wieder zu diesem Kapitel. Ich bin immer noch etwas sprachlos vom lesen und weiß gar nicht so richtig wie ich anfangen soll. Ich kann erstmal nur eines sagen: wow!

Du hast es mit diesem Kapitel geschafft, dass ich noch lange wach lag und darüber nachdenken musste (dass ich völlig übermüdet zur Arbeit kam, war also deine Schuld!)
Deine Art die Beziehung zwischen den beiden zu beschreiben, hat mich einfach nur geflasht. Du hast die Emotionen und Gedanken so perfekt beschrieben, dass ich zwischenzeitlich das Gefühl hatte Teil dieser Handlung zu sein.
Ich kann mir genau vorstellen wie verzweifelt Nixon an diesem Tag sein musste und natürlich ist der Alkohol da eine willkommene Ablenkung, auch wenn es nicht so funktioniert hat. Gut ist deshalb, dass Winters es geschafft hat seinen Freund zumindest etwas zu beruhigen. Seine Gewissensbisse hast du so gut dargestellt! Er ist der Ranghöhere und hat immer seine Rolle im Hinterkopf.

Ich hoffe, dass Winters in den nächsten Kapiteln seine Vernunft noch mehr ausstellen kann und dass die beiden ein "richtiges" Happy End bekommen.

Ich muss dir noch einmal ein ganz großes Lob für deine Arbeit aussprechen! Ich hoffe dir ist dieses Review nicht zu kurz, aber ich habe immer Probleme damit mich richtig auszudrücken. Ich bin immer noch sprachlos.

Viele liebe Grüße
Maggie

Antwort von RamonaXX am 19.11.2018 | 22:32 Uhr
Hallo Maggie,

wie schön, dass Du wieder hierher gefunden hast! Und zu wissen, dass meine Reviewantwort dich erreicht hat, lässt mich gleich doppelt so breit strahlen. Ich bin echt beeindruckt und irgendwie auch verwundert, wie nicht-registrierte Leser zu meinen Geschichten finden. Aber genau deswegen sind ja auch alle meine Geschichten für öffentlich Besucher "reviewbar". Ich finde es einfach nur toll, wenn Leute wie Du diese Chance ergreifen und sich zurückmelden. Vielen Dank!

Dann ist auch wirklich ganz unerheblich, wie lang oder kurz ein Review ist - so lange es von Herzen kommt. (Und das tut deines auf jeden Fall.) Wenn mir jemand schreibt, wie sprachlos er nach dem Lesen ist, ist das für mich auch ein Lob. Und gerade bei diesem Text kann ich das absolut nachempfinde. Die viele Zeit die hier reingeflossen ist, um die vielen feinen Metaphern und Nuance zwischen Winters und Nixon rauszuarbeiten, hat sich absolut gelohnt. Diese Gefühl überkommt mich zumindest, wenn ich lesen, dass ich dich mit meiner Darstellung von den beiden "geflasht" habe. *breites Grinsen*

Sich mittendrin fühlen, die Figuren anfassen und ein Stück Zeit mit ihnen verleben - das ist es, was gute Geschichten dem Leser geben sollten. :-)

Und was Nixon betrifft, so hast Du vollkommen Recht. Er ist nervlich total am Ende und braucht den Alkohol um sich zu betäuben - was er Winters gegenüber ja auch offen zugibt. Winters ist für ihn da, weiß um die fortschreitende Instabilität seines Freundes und kehrt ja genau deshalb in der Nacht noch einmal zu dem Haus zurück um nach ihm zu sehen. Pflichtgefühl hin oder her, ihm blutet das Herz Nixon so leiden zu sehen, also lässt er sich auf die Situation ein, gibt seinen heimlichen Wünschen zumindest ein kleines bisschen nach und genießt diese erste, richtige Umarmung mit Lew...

Was deinen Wunsch betrifft, so wird sich das wohl erfüllen. Wenn auch nicht gleich mit dem nächsten Kapitel. Aber ewig kann auch ein Richard Winters seine moralische Barrikade nicht aufrecht erhalten... Er wird nachgeben, irgendwann. Wann es so weit ist? Keine Ahnung, ich habe mit dem nächsten Kapitel noch nicht angefangen. Aber mein Ziel ist die Story bis zum Sommer 2019 fertigzustellen. Also genug Zeit immer mal wieder hier reinzuschauen, ob es was Neues gibt. ;-)

Ich freu mich dich unterhalten zu dürfen - und dir den Schlaf zu rauben!

Herzliche Grüße
Ramona
14.11.2018 | 21:26 Uhr
Liebe Ramona,

zum dritten Mal habe ich das Kapitel jetzt gelesen und ansonsten habe ich viel darüber nachgedacht, als ich eigentlich mit anderen Dinge hätte beschäftigt sein sollen. Es ist zu meinem Lieblingskapitel geworden und stellt definitiv einen emotionalen Höhepunkt dar, auf den die anderen Kapitel hingearbeitet haben.

Das Kapitel ließ sich wunderbar leicht lesen und war doch so gefühlvoll, dass mein Herz sich so manches Mal zusammen gezogen hat.
Nixon tut mir wahnsinnig leid. Er hatte einen furchtbaren Tag/Morgen hinter sich und als einziger Ausweg kommt ihm der Alkohol in den Sinn. Ich habe mir die Szene, wie von dir empfohlen, einige Male angeschaut und selbst da merkt man schon, wie sehr es Nixon, aber auch Winters belastet. Die ganze Situation ist einfach schwer für sie beide. Für Nixon, weil er sozusagen ertragen muss, nicht gestorben zu sein und für Winters, der bemerkt, dass sein Freund sich von ihm nicht helfen lassen will und ihn aussperrt.

Die Szene hat mich beim ersten Schauen nicht wirklich losgelassen und ich bin sehr froh, dass du eine Auflösung dazu geschrieben hast.

Ich mag, wie du bestimmte Motive in die Gedanken und Empfindungen der beiden legst und diese dann aufeinander abstimmst. So zum Beispiel als Nixon sich endlich gegen Winters fallen lässt und somit endlich ein Traum für ihn in Erfüllung geht. Im nächsten Absatz schreibst du, Winters fühle sich wie in einem Traum.

Genau das gleiche mit der Musik, die beide anfangs gemeinsam spüren und die dann doch so abrupt endet. Ich habe das nachempfinden können, auch für mich ist dabei etwas Zersprungen, von dem ich gar nicht wusste, dass es eigentlich da war.

Zum Schluss missverstehen sie sich allerdings mit dem Vorspiel. Was für Winters definitiv keins ist, ist eins für Nixon und als er schließlich feststellen musste, dass sie aneinander vorbei gedacht haben, hatte ich seinen traurigen und verletzten Blick vor Augen.

Allgemein hast du die beiden wieder unsagbar gut getroffen. Winters ist die meiste Zeit in seiner Rolle als pflichtbewusster Major der Armee, versucht seinem Freund zu helfen und für ihn da zu sein. Das ist ja auch in gewisser Weise eine Pflicht. Und dann hat man den impulsiven Nixon, der sich betrinkt, seine Gefühle offen zeigt und lieber handelt als redet.
Das Wechselspiel der Gefühle auf seinem Gesicht hast du so gut beschrieben, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte und es tat mir fast schon selbst weh beim Lesen, ihn so zu sehen. Winters hat in dieser Nacht wirklich sein Leben gerettet, obwohl Nix es ja selbst in die Hand genommen hat und auf ihn zugegangen ist.

Irgendwann musste es ja passieren und auch wenn es fast schon aus purer Verzweiflung geschehen ist, endlich ist es passiert und beide bemerken, dass sie einander viel mehr brauchen, als sie eigentlich zugeben wollten.

Die Szene, in der sie am Tisch stehen und Nixon Winters im Arm hält, ist wunderbar. Sie ist ruhig und vertraut. In diesem Moment gibt es nur noch die beiden; keinen Krieg und nichts könnte sie aus ihrer inneren Ruhe bringen.
Doch in seiner Hemmungslosigkeit des Betrunkenseins überschreitet Nixon eine Grenze, die Winters nicht gut heißen kann. Er ist wieder in seiner Rolle.

Auch die parallele Szene im Schlafzimmer passt dazu. Wieder einmal, geht Nixon zu weit und wird zurecht gewiesen. So schwer es Winters auch fällt, er weiß, dass er das Richtige getan hat. Denn in einer Sache hat er vollkommen recht: Er tut das, von dem er weiß, dass es getan werden muss. Und wenigstens einer von den beiden tut es, denn Nixon ist in seinem Zustand dazu nicht mehr in der Lage.
Es ist zwar schade, dass sie beide enttäuscht sind, dass sie sich ihrer Sehnsucht nicht hingeben können, aber wieder hat Winters recht. Es ist weder der richtige Ort noch der richtige Zeitpunkt, um sich derart nah zu kommen.

Das Ende jedoch ist wiederum friedlich, Nixon kann endlich beruhigt einschlafen mit seinem Engel an der Seite. Ich fand es schön, als er ihn direkt damit anspricht, auch wenn es Winters ins Gedächtnis ruft, dass Nix stockbesoffen ist.

Und natürlich schreibt Winters ihm die Briefe. Meine Vermutung hat sich bestätigt! Denn er kann wirklich nicht damit aufhören, sich schützend vor oder hinter ihn zu stellen.

Das war ein ungaublich ergreifendes und rührendes Kapitel! Ich hoffe, es folgt bald das nächste!

Ganz liebe Grüße
Maria :)


P.S. Eine Sache ist mir noch aufgefallen. Du schreibst, dass Winters die Briefe erst wegstecken will, damit er es nicht vergisst, nachdem er Nixon zu Bett gebracht hat. Wenn er das Schlafzimmer jedoch verlässt, steckt er die Briefe ein. Hat er sie nicht vorhin schon eingesteckt oder habe ich beim Lesen was falsch verstanden?

Antwort von RamonaXX am 17.11.2018 | 13:16 Uhr
Liebe Maria,

Wow… Was für ein Review! Ganz ehrlich, da habe ich drauf gewartet, bzw. 3 Monate drauf hin gearbeitet. Denn so lange habe ich an diesem Kapitel gesessen und es hat mir wirklich fast den letzten Nerv geraubt. Ich war drauf und dran es aufzugeben oder zumindest den zweiten Teil – die Schlafzimmer-Szene – rauszukürzen. Aber jetzt sehe ich, dass ich alles richtig gemacht habe und es die viele Mühe wert war.

Was ich in deinen vielen wunderbaren und begeisterten Zeilen lesen, klingt so, als hätte ich mein Versprechen voll und ganz erfüllt und dir wahrlich das Wochenende versüßt!? Dass Du es gleich mehrmals gelesen hast, ehrt mich sehr. Sich die Zeit für einen so langen Text zu nehmen, ist ja doch ein klares Zeichen dafür, dass die Worte eine große Anziehung haben müssen.

Es freut mich total, dass Du dieses Kapitel auch als eine Art Höhepunkt empfindest.

Diese 3 Film-Minuten mit Nixon und Winters sind für mich ein echtes Highlight. Ich habe keine Ahnung wie viel hundertmal ich mir dieses Video angeschaut habe. Aber ich finde es immer noch himmlisch. Und es ist toll, dass Du die gleichen Dinge darin siehst, wie ich. Nixon leidet – und das sehr heftig. Sieht man schon an der hektischen Art, mit der er sich die ersten Gläser reinschüttet. Und dass Winters das sieht, bekommt man als Zuschauer auch hautnah mit. (Für mich am deutlichsten in den Sekunden, wo die Kamera auf Dicks Gesichte gerichtet ist und man sieht, wie seine Augen Nixon durchs Zimmer folgen.

Ein weiterer Grund das Video an den Anfang zu setzen, war, dass ich mir größte Mühe gegeben habe, die Räumlichkeiten detailliert wiederzugeben. So zum Beispiel die geblümte Tapete im Schlafzimmer. Aber dazu gleich…

Motive? Das ist eine wundervolle Umschreibung. Ich bin noch gar nicht darauf gekommen dem einen Namen zu geben, aber „Motive“ finde ich erstklassig! Zwei Figuren in ihrer Wahrnehmung und in ihren Gedanken ineinanderfließen zu lassen, ist echt Kunst. Es ist das, was der Film nie so deutlich herausstellen kann, wie das Wort. Und wie Du erkannt hast, gibt es eine ganze Menge „Motive“ in diesem Text. Der Traum, die Musik, Dick als Engel, das Schlafzimmer als Wald, die Sache mit dem Vorspiel oder aber die zwei Mutter-Kind Metaphern.

Überhaupt – um mal einen schreibtechnischen Gedanken einzustreuen – folgt der Text einem klaren Entwicklungsstrang. Ich habe die Absätze in beiden Szenen (Kaminzimmer und Schlafzimmer) sehr bewusst gesetzt und jeder Absatz steht für eine weitere „Entwicklungsstufe“. Schau beim nächsten Lesen mal genau hin, oder vielleicht erinnerst Du dich auch schon dran, wenn ich es hier schreibe:

Am Anfang gibt es eine kleine Einleitung. Eine Art „emotionales Setting“, das die Stimmung auf dem Video aufgreift, Kerninhalte wiederholt und die beiden Hauptfiguren zueinander positioniert. Dann kommt die Szene im Kaminzimmer mit drei Absätzen. Im 1. Absatz streiten die beiden sich mehr oder weniger heftig. Im 2. Absatz eskaliert der Streit und Nixon rutscht die Flasche aus der Hand – definitiv der Wendepunkt. Und im 3. Absatz versöhnen sich die zwei, lassen sich treiben und sind eins.

Dann wechselt das Geschehen ins Schlafzimmer. Und auch hier finden wir drei wohlüberlegt Absätze. Im 1. Absatz geht Winters geplant vor, während Nixon desorientiert ist. Es kommt zu Missverständnissen und endete damit, dass Winter angezogen vor einem bis auf die Unterwäsche entkleideten Nixon steht – der Ausgangspunkt von dem sich ihr Verhältnis verschiebt. Denn im 2. Absatz hält Winters den wiederholten Näherungsversuchen von Nixon nicht mehr stand und gibt nach. Nur ein kleines bisschen und auch nicht für lange, aber es reicht dennoch für diesen Kuss in die Handfläche. Und auch von da geht es einen Schritt weiter. Im 3. Absatz verschiebt sich das Verhältnis der beiden ein letztes Mal. Nixon ist mehr als nur betrunken und fällt in einen ängstlichen Kleinkind-Modus zurück. Während Dick mit seinem natürlichen Verantwortungsgefühl die Rolle der Mutter annimmt und ihn zu Bett bringt; an seiner Seite bleibt, bis er eingeschlafen ist.

Also in Kurzfassung: „Streit“ + „Eskalation“ + „Versöhnung“ = Kaminzimmer-Szene.
und: „Ausziehen samt Annäherungsversuch“ + „Moment der Schwäche“ + „Mutter-Kind-Beziehung“ = Schlafzimmer-Szene.

So sehe ich das Ganze, rein von der technischen Seite natürlich. (Ich hoffe diese kurze Ausführung hat dich jetzt nicht gelangweilt?) Es ist der Grund dafür, warum dieses Kapitel so verboten lange geworden ist und warum ich mich an Ende dagegen entschieden habe, etwas rauszunehmen, zu kürzen oder zu teilen. So wie es ist, ist es gut und schlüssig und macht Sinn. Sicherlich auch ein Grund dafür, warum Du schreibst, dass es sich so gut hat lesen lassen – es ist zwar lang, folgt aber einen klaren Entwicklung.

Und wo es eine „Einleitung“ gibt, sollte es auch ein „Ausleitung“ geben. Stichwort: Intro/Outro. Deshalb der letzte Mini-Abschnitt mit den Briefen. Natürlich hat sich der pflichtbewusste und verkopfte Winters die Nacht damit um die Ohren geschlagen, die Briefe für Nixon zu schreiben. Und dass sicher nicht nur um ihm diese Bürde abzunehmen und den Familien tröstende Worte zukommen zu lassen, sondern auch um sich davon abzulenken, dass er Nixon noch einmal so nah kommen möchte.

In diesem Sinne wird es sich weitergehen. *verräterisches Schmunzel + Spoiler* Es wird voraussichtlich nicht bei dieser einen Begegnung bleiben. Da kommt noch was… Irgendwann.


Die allerliebsten und herzlichsten Grüße
Deine Ramona

P.S. „[…]aber bevor er es vergaß, wollte er wenigstens die Briefe eingesteckt haben.“ Hier gebe ich dir uneingeschränkt recht; es liest sich etwas verwirrend. Gemeint hatte ich, dass er die Briefe einstecken WILL, aber nicht dazu KOMMT, weil Nixon ihn in dem Moment von hinten umarmt. Ich dachte mit „wollte […] haben“ hätte ich genug Konjunktiv drin um das klar zu machen. (Wirklich einstecken tut er sie erst ganz zum Schluss.) Danke für dein Hinterfragen.
13.11.2018 | 12:17 Uhr
Liebe Ramona!
Ich hab hier bis Kapitel 10 ja mitgelesen (und reviewt),
aber die letzten 2 Kapitel hat mir die Zeit gefehlt.
Ich bin auch nicht so richtig warm mit dieser Serie und ihren Männern geworden,
sehr wohl aber finde ich deinen Schreibstil ganz toll.
Nun ist ein neuer Alert gekommen, denn favorisiert ist die Geschichte bei mir noch.
Dieses Kapitel ist ja extrem lang geworden, hat mich zuerst ein bisschen abgeschreckt, aber hat sich gelohnt zu lesen.

Habe brav deinen Rat im Vorwort befolgt und zuerst das Video angeschaut.
"Your sons died as heroes". Ich würde das nicht hören wollen als Mutter.
Man weiß doch, wie schmutzig Soldaten im Krieg krepieren.
Diese Briefe sind doch alle unehrlich. Und doch so schwer zu schreiben.

Ich hasse Kriege, ich hasse die Armee,
und ich denke, beides holt nur das Schlechteste aus den Menschen heraus,
egal wie sehr in Kriegsfilmen, Serien und auch Kriegsromanen Heldentum und Loyalität und Männerfreundschaft hochgehalten wird.

So viele Verluste, Kameraden, Freunde, und natürlich auch die, für die ein Kommandant sich verantwortlich fühlt.
Ich würde das nicht verkraften, und Lew Nixon tut es auch nicht.
Nur sind es Amis, und die haben keine Wehrpflicht. In Ö ist immer noch die allgemeine Wehrpflicht.
Jeder, der fertig mit der Schule ist, bevor er studiert oder eine Ausbildung macht, muss zum Bundesheer einrücken, um vorbereitet zu sein für einen eventuellen Kriegsfall, das macht bedeutend mehr Angst mir als Mutter von Söhnen, als amerikanische Kriegsfilme, wo es um Berufssoldaten geht. Nicht, dass die amerikanischen Mütter, Ehefrauen, Freunde eine Freude mit diesem "Beruf" haben werden, Krieg bringt eben auf beiden Seiten nur Leid, wer Feind ist, ist auch nur eine Sache der Betrachtung.

Tatsächlich hab ich erst unlängst gelesen, wie viele homosexuelle Männer tatsächlich zur Armee gingen, weil damals eben ein "Männerverein".
Es ging dabei sicher nicht um Sex, den sie auch beim Heer geheim halten mussten, sondern eher um die Gesellschaft nur unter Männern. (Ähnlich ja auch in Klöstern und im Vatikan, nur was dort passiert mit ihnen anvertrauten Kindern, hat mit Homosexualität nichts zu tun.)
Eric Fanning ist 2016 der erste Heeresminister geworden, der offen schwul lebt.
Noch bis 2010 war es Angehörigen der US-Armee verboten, zu ihrer Homosexualität zu stehen. Obama schaffte 2010 die Don't ask, don't tell-Regel (Frag nicht, sag nichts) ab, die ja genau das schon aussagt: Viele Soldaten waren schwul, alle wussten es, aber man durfte nicht drüber reden.

Großes Lob in diesem OneShot für die beschriebene Körpersprache.
Lews Blick, den hab ich noch aus dem Video vor Augen, du hast Recht.

Das war natürlich ein großes Kapitel voll (seelischem) Schmerz von Nixon und Winters Unterstützung.
Es ging ums gehalten werden, ums geerdet werden.
Für alles andere wäre Nixon gerade eh zu besoffen.

Das war auch ein großer Satz von Winter: „Was ich tue, Nix, ist selten das, was ich will. Was ich tue, ist meistens das, von dem ich weiß, dass es getan werden muss.“
Und so ist es dann auch mit den Briefen am Ende.

Ein wirklich ausgezeichneter OneShot,
für den ich dir gerne extra ein Sternchen gegeben hätte,
wenn du es nicht schon in einem früheren Kapitel bekommen hättest.
Liebe Grüße.
R ♡

Antwort von RamonaXX am 17.11.2018 | 21:09 Uhr
Guten Abend lieber Spatz!

Erst mal vielen Dank, dass Du meinen kleinen – naja eigentlich doch großen – Wunsch erfüllen konntest und dich durch diesen langen One Shot gelesen hast. Dass ist echt toll dich darum zu bitten und dann ein so umfangreiches Feedback zu bekommen.

Ich bin wirklich überrascht, wie viel diese kleine Geschichte mit Winters und Nixon bei dir angestoßen hat. Beziehungsweise wie viele themenbezogene Sachen Du mir dazu ins Review geschrieben hast. (Dass mit Eric Fanning wusste ich beispielsweise nicht – finde ich aber sehr interessant.)

Männer nur unter Männern werden wohl auf ewig ihre Geheimnisse haben – sowie Frauen mit anderen Frauen über Frauenthemen ja auch anders sprechen. Aber seien wir mal ehrlich, als Frau den Kopf (voller Fantasien) in die Männerwelt zu stecken, ist doch auch einfach schön. Wahrscheinlich geht es den Kerlen andersrum genauso… (Nehme ich an.)

Zu Winters und Nixon.
Ich danke dir für deine ehrliche Stellungnahme. Nicht jeder fühlt sich von den gleichen Personen angezogen, insofern völlig in Ordnung, dass das Video dir nichts geben konnte. Dass Du dennoch mit meinem Text warm geworden bist, ehrt mich sehr. Es ist ja doch eine sehr, sehr weiche Szene was den Slash-Anteil betrifft. Aber genauso ist diese ganze Geschichte ja auch von mir ausgelegt. Und das Hurt/Comfort zu meinen absoluten Favoriten gehört, ist ja auch nichts Neues.

Die Worte von Winters am Ende des Videos haben ich selbst noch nie so richtig „gemocht“. Sie passen zwar zu seinem Charakter, aber sie spiegeln nicht dass, was ich für die Wahrheit halte. Es war mit ein Grund diesen OS zu schreiben. Ich wollte erzählen, wie es danach weitergeht. Und bei diesem Blick von Nixon hatte ich sehr schnell die ersten Ideen.

Viel näher an der Wahrheit, als der Heldenmythos, liegt nämlich die Tatsache, dass sich viel, sehr viele Soldaten mit Schuldgefühlen rumschleppen und diese im Alkohol ertränken; damals, wie heute. So macht auch Nixon keine Ausnahme und Winters versucht dem solange „logisch“ entgegen zu steuern, bis Nix die „physische“ Initiative ergreift.

Gehalten werden und geerdet sein, genau das wollte Nixon. Wobei er ist ja ist der hält, sich festhält an Winters, den er in seiner betrunkenen Fantasie als einen Engel sieht, der gekommen ist um ihn zu retten. Ich denke ein vergleichbares Bild tragen viele niedergeschlagenen Menschen mit sich rum. Wer wünscht sich nicht aus seinem Elend und seiner Trübsinnigkeit gerettet zu werden?

Tja, und zum Ende kommt es, wie es kommen muss. Winters – trotz vorsichtigerer Überschreitungen – ist zurück in seiner alten, wohlbekannten und korrekten Form. Der Satz, den Du so schön zitiert hast, ist mir übrigens in einem meiner vielen Tagträume eingefallen. Ich mag ihn sehr, ist er doch ein nahezu perfektes Abbild von Winters’ Charakter. Er tut, was getan werden muss, auch wenn es sich um unangenehme Dinge handelt. Und so schreibt er die Briefe für Nixon, weil dieses einfach nicht in der Lage dazu ist.

Und so endet dieses epische One Shot. Ich danke dir für deine mir geschenkte Lesezeit und das schöne Review. Auf ganz bald. ;-)

Liebste Grüße und ein tolles Restwochenende
Ramona
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