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Autor: Livre
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt) für Kapitel 6:
06.12.2017 | 20:57 Uhr
Beim ersten Mal lesen war ich doch leicht verwirrt von den starken Gegensätzen in dem Kapitel aber nach dem zweiten mal lesen ging es. Ich will hier nicht anfangen mit interpretieren doch es war gut so da man so sie gespaltenen Gefühle für den Sohn sieht leider hast du es leicht übertrieben.
Interessant wäre eins von Aberford an Dumbledor, falls dir was Einfallen würde

Antwort von Livre am 07.12.2017 | 16:01 Uhr
Hi PapaKarma!
Die Gegensätze, die schon im letzten Review genannt wurden, sind mir persönlich und meiner Beta gar nicht so aufgefallen....
Und das ich es leicht übertrieben habe, tut mir wirklich leid.
Ich hoffe, ich habe dir die Freude am lesen nicht verdorben.
Mal sehen, ob ich ein Kapitel von Aberforth an Albus einrichten kann... wir werden sehen :)
LG Livre
06.12.2017 | 19:31 Uhr
Hallöchen!

Wow, dieses Kapitel war ausgesprochen widersprüchlich o.ô Dann will ich mal auf die einzelnen Punkte eingehen:

Zuerst lesen wir „Ich liebe dich trotz deiner Fehler“, dann „Ich liebe dich mit deinen Makeln“, was schon mal seltsam genug ist, weil es nahezu unmöglich scheint, jemanden sowohl trotz als auch mit seinen Fehlern/Makeln zu lieben. Vor allem nach einem Satz wie „Ich weiß, dass du so ein Mensch nicht bist.“ Ähm, ja, spätestens hier hatte ich absolut keine Ahnung, wie Mrs. Crouch zu ihrem Sohn steht. Mit diesem Satz behauptet sie nämlich, ihr Sohn hätte seine Makel gar nicht, was erst recht ausschließt, dass sie ihn trotz seiner Makel (und erst recht mit ihnen) liebt. Das liest sich wie „Ich liebe dich, obwohl du egoistisch bist. Eigentlich liebe ich dich sogar wegen deines Egoismus. Und weißt du wieso? Weil du in Wirklichkeit gar nicht egoistisch bist.“ Ähm, ja. Keine Ahnung, was Mrs. Crouch mir damit mitteilen will.

Es wird noch seltsamer, denn plötzlich schämt sich Mrs. Crouch für ihren Sohn, weil dieser Schande über seine Familie gebracht hat, was sie weder vergeben noch vergessen wird, doch trotzdem liebt sie ihn? Liebe ist ein starkes Wort. Sicher wird eine Mutter ihren Sohn immer irgendwie lieben, aber diese Liebe kann und wird durch die Taten des Sohnes beschmutzt werden. So eine beschmutzte Liebe erscheint mir hierbei logischer als die reine Mutterliebe, die Mrs. Crouch wohl mit „Liebe“ meint, aber sie macht überhaupt nicht den Eindruck, als wäre ihre Liebe in irgendeiner Weise verändert worden, was ich wirklich seltsam finde.

Und als wäre das noch nicht seltsam genug gewesen, sagt Mrs. Crouch ihrem Sohn direkt, dass ihr Leben durch seine Taten jeglichen Sinn verloren hat (!!) und er Schuld daran ist. Dass sie ihm danach überhaupt eine zweite Chance anbietet, ist äußerst … unwahrscheinlich, aber dann erwähnt sie auch noch ihre Erziehung? Bitte was? Ähm, wieso kommt es ihr nicht mal in den Sinn, dass es ihre Erziehung gewesen sein könnte, die Barty Crouch Jr. überhaupt zu dem gemacht hat, der er ist? Ja, ich weiß, dem war nicht so, aber ich an ihrer Stelle hätte ernsthaft an meinen Qualitäten als Mutter gezweifelt, anstatt mich darauf zu verlassen, dass es meine Erziehung sein wird, die meinen Sohn wieder zu einem guten Menschen macht. Nach all dem, was Barty getan hat, hätte ihr doch die Idee kommen müssen, dass ihre Erziehung entweder nicht so gut war wie angenommen oder dass sie komplett an ihrem Sohn vorübergegangen ist, oder?

Und zum Schluss sagt Mrs. Crouch ihrem Sohn auch noch, dass er sie nicht enttäuschen und ihre Entscheidung, seinen Platz einzunehmen, zu keiner schlechten Tat machen soll. Ähm … Barty hat seine Mutter nicht gezwungen, mit ihm zu tauschen. Dass sie es dennoch – und wohlgemerkt freiwillig – tut, aber gleichzeitig eine Bedingung setzt, hört sich für mich nicht unbedingt nach Mutterliebe an. Besser wäre es gewesen, wenn Mrs. Crouch ihren Sohn schlicht um gute Taten gebeten hätte, anstatt sie ihm aufzudrängen. So aber kann ich ihre Behauptung, sie würde ihren Sohn lieben, nach all dem, was ich bisher las, erst recht nicht ernst nehmen. Mal im Ernst, das wäre fast so, als würde eine Mutter ihrem Sohn ein neues Auto kaufen, das er zwar insgeheim gewollt, aber nie explizit gewünscht hat, nur, um dann zu verlangen, dass er das Auto nur für Dinge verwendet, die sie gut findet.

Vielleicht war die starke Widersprüchlichkeit ja Absicht, aber selbst dann wüsste ich nicht, was ich von diesem Kapitel halten sollte. Klar, Menschen sind oft widersprüchlich, aber ich hätte nicht gedacht, dass Mrs. Crouch zu ihnen gehört …

Trotzdem freue ich mich auf ein potentielles fröhliches und/oder weihnachtliches Kapitel!

Liebe Grüße,
Tatjana

Antwort von Livre am 07.12.2017 | 16:31 Uhr
Hi Tatjana!
Ok, die Kritik schmerzt im ersten Moment natürlich, aber ich will mich natürlich verbessern, deswegen trotzdem vielen Dank für ein sehr ausführliches Review. Fangen wir an:

Ok, die Formulierung "trotz" bzw. "mit" ist wirklich irreführend. Das wird natürlich geändert. Im Grunde meinte ich damit aber dasselbe: Sie liebt ihn, obwohl (um dein Beispiel aufzugreifen) er egoistisch ist. Sie liebt ihn also mit seinem Egoismus. Ich hoffe, du verstehst, was ich sagen wollte. Mit dem Satz „Ich weiß, dass du so ein Mensch nicht bist.“ meinte ich eigentlich, dass sie meint, zu wissen, dass ihr Sohn eigentlich kein Todesser ist und nur auf die falsche Seite geraten ist und etwas gemacht hatte, zudem er sozusagen überredet worden ist (was ja leider nicht so ist, aber dass kann sie ja nicht wissen). Du verstehst?

"Ich kann dir nicht vergeben, ich kann es nicht vergessen, aber ich liebe dich. Trotzdem. " Ich habe eigentlich gedacht, dass es z.B. mit diesen Sätzen deutlich wird, dass sie Barty natürlich nicht mehr so unbeschmutzt liebt, aber sie ihn natürlich in einer "beschmutzten" Weise liebt. Aber wahrscheinlich ist es mir klar, weil ich es so ausdrücken wollte, aber es nicht so rübergebracht habe (ich hoffe, dass kommt jetzt nicht irgendwie ironisch rüber).

"Ich bin krank, Barty, sehr krank. Ich lebe nicht mehr lange, und mein Leben hat durch deine Gräueltat den Sinn verloren. Du musst dich nicht verteidigen, du bist schuld. Aber ich liebe dich, und mit einer zweiten Chance könntest es wieder gut machen. Ich glaube an dich. Und an meine Erziehung. " Sie möchte ihrem Sohn eine zweite Chance geben, weil sie an ihn glaubt. Sie glaubt an ihn als guten Menschen, weil sie ihn so erzogen hat, das wollte ich mit diesem Satz aussagen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was einen Menschen dazu veranlasst, ein Todesser zu werden, aber deswegen muss er ja nicht seine Mutter hassen.

" Also enttäusch mich nicht und mache meine Entscheidung zu keiner schlechten Tat." Ich würde diesen Satz nicht unbedingt als Bedingung sehen. Wenn du zu wem auch immer sagst "Enttäusch mich nicht", würde derjenige das als Bedingung ansehen? Ich schätze, eher als Bitte. Ich werde trotzdem noch ein "bitte" dahinter setzten, damit man es eindeutig als Bitte ansehen kann.

Diese Wiedersprüchlichkeit war keinesfalls Absicht und ich hoffe, ich konnte alle Fragen zufriedenstellend beantworten und habe dir den Lesespaß nicht verdorben.

Ich freue mich auf dein nächstes Review zu meinem hoffentlich zufriedenstellenderem Kapitel,
LG Livre
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