Autor: Fermand
Reviews 1 bis 25 (von 135 insgesamt):
Jola (anonymer Benutzer)
26.06.2019 | 16:31 Uhr
zu Kapitel 67
Danke.
Was für eine tolle Geschichte. So spannend und kurzweilig. Wirklich toll. Sie hat mich von Anfang an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Tolle Charaktere und eine sehr gelungene Fortsetzung der HP-Welt...

Danke schön.
Schwarzleser (anonymer Benutzer)
05.02.2019 | 21:07 Uhr
zu Kapitel 46
Hallo,
ich habe deine Geschichte bis hierhin mit großen Interesse verfolgt und finde sie echt wahnsinnige gut geschrieben. Die Logik und Art und Weise wie alles seinen Lauf nimmt ist fantastisch durchdacht und macht Lust auf mehr. Du schreibst sehr ausführlich und interessant. Bisher könnte ich auch nicht sagen, dass Harry und Co. schlecht weg kommen oder arg aus der Rolle fallen würden. Und das finde ich sehr angenehm.

Bisher stören mich allerdings drei Dinge:
- Wieso müssen die Patronigestalten allesamt "coole" Tiere sein? Hätte denn nicht wenigstens einer zum Beispiel einen Hasen oder eine Schildkröte haben können? Man hätte es sogar lustig umsetzen können, indem derjenige dann etwas neidisch auf die Gestalt neben sich hätte gucken und letztlich immer einen guten Verteidigungsspruch für die Form seines Zaubers auf den Lippen hätte haben können.
- Weshalb nur muss Roy nicht nur ein super Gehirn haben, sondern auch noch der Erfinder sein? Natürlich könnte er die Ideen haben, aber ich hätte es nicht schlecht gefunden wenn es jemand anderes aus der Gruppe gewesen wäre, der dann die Ausführung übernimmt. Es macht den Charakter Roys leider etwas zu perfekt. Man könnte fast glauben, dass er die anderen eigentlich nicht braucht.
- Das selbe gilt für den Dritten Punkt: hätte nicht einer der anderen aus der Gruppe der Animagus werden können? Irgendwie hast du ein zu großes Augenmerk auf Roy. Er ist eigentlich in allem Gut und dann diese tragische Story um seine Mutter... Das ist für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten. Besonders da man dadurch leider wenig von Julien, Ares und Co. mitbekommt. Wenn du die geballten Fähigkeiten von Roy unter ihnen aufgeteilt hättest, wären sie auch wieder mehr ins Bild gerückt.

Auch wenn ich Roy wegen der oben genannten Punkte ziemlich omnipotent empfinde, bin ich dennoch gespannt wie sich all das lösen wird und ob Hermine nun noch gerettet werden wird oder nicht.
Tauche dann mal ab ins nächste Kapitel.

LG
08.12.2018 | 11:41 Uhr
zur Geschichte
Hey Fermand,

durch die FF.de Empfehlungen bin ich auf deine Geschichte aufmerksam geworden und habe sie in wenigen Tagen verschlungen. Sie ist spannend, witzig, hat viele gut ausgearbeitete Charaktere und schreckt auch nicht davor zurück mit verschiedenen Meinungen und Positionen zu spielen. Das zeigt sich sowohl im Kleinen, zum Beispiel als die Unbestechlichen darüber beratschlagen, ob ein Attentat eine Option ist (die Diskussion läuft nur vordergründig mit Argumenten, die unterschiedlichen emotionalen und moralischen Bedenken schimmern aber deutlich durch), aber auch im Großen bei den "politischen" Debatten, die gerade in der ersten Hälfte der Handlung eine größere Rolle spielen. Ich mag gesellschaftliche Diskurse im Kontext von Fantasygeschichten sehr gerne, wenn sie gut gemacht sind – und bei deiner Geschichte sind sie gut gemacht – weil sie in jeder Gesellschaft, ob real oder fiktiv auftreten und weil übergeordneten Positionen und Fragestellungen immer die gleichen sind. Der Unterschied bei einem fiktiven Setting ist, das durch die Wahl der Charaktere, der Positionen und der äußeren Umstände der Autor Einfluss auf das Setting und damit auf den Schwerpunkt der Diskussion hat. Zum Beispiel betont Ray mehrfach, dass die Zaubererwelt auch ohne die Muggelstämmigen auskommen könnte, während im Original mehrfach erwähnt wird, dass die Zauberer ohne Zustrom aus der Muggelwelt aussterben würden. Was Fakt und was Behauptung ist, ist zwar für den Wert der Argumentation nicht unwesentlich, aber auch im wirklichen Leben gibt es Fakten und Gegenfakten, deren Wahrheitsgehalt zu prüfen bleibt. Und auch dabei spielst du deine Karten gekonnt aus, sodass die Geschichte spannend und die Gespräche interessant bleiben. Die Charaktere – sowohl die aus dem Cannon, als auch die neuen sind sehr gut getroffen, bzw. charakterisiert. Gerade wenn eine Clique von mehreren Personen neu eingeführt wird, sind die Charaktere meist entweder überzeichnet, oder unterscheiden sich in Charakter /Position nicht sonderlich, beide Fehler passieren dir nicht. Besonders bezeichnend fand ich da die Szene in der Julian Roy erklärt, warum er mit Patricia nicht glücklich werden wird.

Roy an sich ist ein sehr interessanter Charakter, stark, dickköpfig und intelligent und damit im Grundsatz völlig beratungsresistent ohne es selbst zu merken. Dazu kommt die Radikalität die typisch für die Jugend ist, gleichzeitig merkt man in einigen Szenen wie er an seinem eigenen Absolutheitsanspruch zu zerbrechen droht. Am Anfang wurde er immer wieder mit Hermine verglichen und – als er glaubt, die Liebe seines Lebens verloren zu haben – lässt er sich auf die gleiche Weise emotional verblenden und zu Mitteln hinreißen die er zuvor aus logischen und moralischen Gründen ausgeschlossen hatte. Das zeigt sehr schön: Niemand ist wirklich unbestechlich. … Aber es ist trotzdem richtig es zu versuchen.
Ich hoffe, dass er und Hermine in der Zukunft viel miteinander zu tun haben werden, gerade sehr intelligente Leute – denen entsprechend selten jemand Paroli bieten kann – tendieren dazu ohne Gegencheck in ihren eigenen intellektuellen Ergüssen zu kreiseln und nicht zu merken, wenn sie sich dabei verrennen. Auch das Nicht-zugeben-können, dass die eigene Entscheidung emotionsbeladen und daher möglicherweise irrational ist (und dass folglich Vernunft nicht immer der Weisheit letzter Schluss sein muss) passt sehr gut ins Charakterprofil. Ich denke Roy wird da als religiöser Mensch letzten Endes weniger Probleme mit haben, als Hermine die – seien wir ehrlich – nicht mal an Magie glauben würde, wäre sie nicht selbst eine Hexe.

Was ich ein bisschen unlogisch (aber aus Plot-technischer Sicht notwendig) fand, war das Mobbing von Bernie durch die Huffelpuffs. Es mag zwar aus politischer und psychologischer Sicht Gründe geben vor einem Muggel in Hogwarts Angst zu haben, aber die Gruppe der Mobber sind in diesem Fall ebenfalls Elfjährige. Die Situation ist neu, sodass es keine Zeit für auf den konkreten Fall bezogene Beeinflussung durch Älter gab und der Anteil derer, die von Haus aus mit Vorbehalten gegenüber Squibs und Muggelstämmigen konfrontiert waren (die sich natürlich einfach auf Muggel übertragen lassen), dürfte gering sein. Im Gegenteil, sie werden in einer Welt groß in der es gesellschaftlich verpönt und "todesserisch" ist jemanden wegen seiner Herkunft zu mobben. Gerade zu Hufflepuff, einem Haus in dem Treue eins der Auswahlkriterien ist und Bernie, der aufgeweckt, selbstbewusst und liebenswert ist, und es keine Nachteile (z.B. durch Punktabzug) durch Bernies fehlendes Talent gibt, erscheint mir das Mobbing in der Situation nicht besonders naheliegend. (Wohingegen Hor-Hor geradezu "Mobbing-Opfer" schreit.) Logischer hätte ich es gefunden, wenn Bernie zum Beispiel von älteren Schülern (egal welchen Hauses) bedrängt worden wäre. Aber wie gesagt: plottechnisch ergab das durchaus Sinn.

Von allen in der Handlung vertretenen Positionen hat mir die von Harry am besten gefallen. In der Gerichtsverhandlung äußert er: >>Wenn sie aufgrund eines Konsenses der Gemeinschaft der Hexen und Zauberer betrieben würde und dieser Konsens in fairer öffentlicher Debatte ohne Androhung von Gewalt, ohne Einschüchterung und Diffamierung oppositioneller Minderheiten und ohne propagandistisches Dauerfeuer einer gleichgeschalteten Presse zustande gekommen wäre, wenn also die magische Gemeinschaft bewusst und in freier Selbstbestimmung beschlossen hätte, in die Muggelgesellschaft zurückzukehren, von der sie sich vor Jahrhunderten aus guten Gründen getrennt hat, dann könnte man kaum von Hochverrat sprechen.<< Damit ist er die einzige Person in der Handlung, die die Selbstbestimmung der Gesellschaft die oberste Priorität einräumt, ganz gleich wie diese Entscheidung ausfällt. Das ist einerseits so hoffnungsvoll und heroisch, wie man es Harry aus dem Cannon kennt, und gleichzeitig gradliniger als die Positionen von Hermine und Roy, die beide ihre Weltanschauung um jeden Preis durchsetzen möchten, aber nicht ehrlich genug sind offen zuzugeben, dass freie Entscheidungsfindung in ihren Augen höchstens Priorität zwei haben kann. Eine Diskussion zwischen Harry und Roy hätte ich daher sehr interessant gefunden. Ich verstehe aber, dass das keinen richtigen Platz in der Handlung hatte, weil Harry und Roy sich zu einem Zeitpunkt kennen lernen, an dem Hermines langsames Abdriften ins Voldytum das drängendere Problem ist, als die Frage, ob ihre Ziele an sich legitim wären, hätten die Mittel gestimmt.
Dadurch dass Roy sich dauerhaft in Opposition und in Dauerfeuer befindet, ist es schwer zu sagen, welche Meinung er wirklich hat (bzw. hätte, wenn er nicht glauben würde Gegendruck ausüben zu müssen). Das sieht man beispielsweise an seinem Gespräch mit Scorpius nachdem der das Wort Schlammblut gesagt hat. Diese Worte aus dem Mund eines Elfjährigen, sind wir Roy richtig erkennt keine Ausdruck einer eigenen Meinung, sondern höchstwahrscheinlich nachgeplappert. (In diesem Kontext fand ich es später unlogisch das erwähnt wurde, Draco würde den Begriff nicht mehr benutzen. Wenn Scorpius damit aufgewachsen wäre, dass seine Eltern 'muggelstämmig' sagen und der Begriff auch innerhalb der Familie mit unterschiedlichen politischen Nuancen konnotiert ist, hätte er ihn nicht mit dieser Selbstverständlichkeit Schlammblut gesagt.) Daher ist es logisch, dass er Scorpius nicht böse ist und ihn aus der politischen Dimension des Ganzen heraushalten möchte. Statt es dabei zu belassen versichert Roy Scorpius obendrein, dass er – selbst wenn er Muggelstämmige prinzipiell ablehnen würde – damit nicht komplett falsch liegen würde. Auch später in der Handlung ist Roy mit dem Argument, dass von Hermines Politik die konkretere und größere Gefahr ausgeht, sehr lasch oder uninteressiert gegenüber Positionen, die Muggeln und Muggelstämmigen per se erst mal die Existenz in der Zauberwelt absprechen. Das ist natürlich dem Pragmatismus (und teilweise sicher auch seiner Jugend) geschuldet, aber ich fände es interessant zu wissen, wie Roy in freiem Umfeld seine eigene Position entwickeln würde. Da ist einerseits seine "gefährliche Tier im Wald"-Theorie, die sich auch in einigen seiner rationalen Überlegungen wiederfindet, andererseits aber sein persönliches Verhalten. Er unterstützt Bernie, vertraut sein magisches Erbes Pater Mathew an und verteilt bedenkenlos ewig blühende Blumensträuße, wobei gerade letzteres deutlich und (von der rationalen Warte) völlig unnötig gegen die strenge Trennung gegenüber der Muggelwelt verstößt, wie er sie in rationalen Argumentationen befürwortet. Aber auch dieser scheinbare Widerspruch ist realistisch, denn auch diejenigen, die rational die Auffassung vertreten, dass es besser ist jedes Tier im Wald als potentiell gefährlich einzustufen, nehmen es gar nicht gut auf, wenn man den zwei, drei Tieren, die sie als Haustiere erkoren haben auch nur schiefe Blicke zuwirft. Das Tier-Beispiel finde ich übrigens deswegen besonders gelungen, weil auch ein Mensch, dem man im Wald begegnet zu 99% Wahrscheinlichkeit harmlos (vielleicht sogar hilfsbedürftig ist) und mit 1% Wahrscheinlichkeit ein einhornblutschlürfender Schwarzmagier. Trotzdem fällt die Beurteilung der angebrachten Situationsbeurteilungen und Maßnahmen gleich ganz anders aus, wenn im Beispiel die potentielle Bedrohung von einem Tier ausgeht: Die emotionale und moralische Bandbreite mit der wir den Wert von Leben, Unversehrtheit und Leiden bei Tieren bewerten ist viel weiter.

Was ich ein bisschen schade fand, war die Tatsache, dass Hermines Taten am Ende auf eine Kombination aus Ideologie und von-Voldemort-besessen sein, hinausliefen und die emotionale Komponente kaum ins Gewicht fiel. Obwohl muggelstämmige zu Hermines Schulzeiten weitestgehend akzeptiert und gut integriert waren, wurde aufgrund des Gedankenguts einzelner immer wieder aufgrund ihrer Herkunft herausgepickt und teilweise massiv geschädigt, wie die Versteinerung durch den Basilisken oder die Folter durch Bellatrix (im Film ritzt sie ihr sogar das Wort "Schlammblut" ein). Genauso wie Roy "Schlammblut" als Selbstbezeichnung und Waffe in der Diskussion mit der Ministerin Hermine wählt, wählt Hermine die Position "Schlammblut und stolz drauf." (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Der Zauberstabmacher), als direkte Reaktion auf die Folter in Malfoy Mannor. Diese Parallele nicht nur für die Leser in der Handlung zu verstecken, sondern auch den Charakteren bewusst zu machen, hätte ich cool gefunden (vielleicht in einer Fortsetzung?). A propos versteckte Hinweise: Ich fand es gut und durch den vorherigen Hinweis aus Higrave Gedanken auch logisch, dass Hermine in ihrer Rede Teile von Umbridges Rede im Orden des Phönix wiederverwendet.

Es hat mir von der Darstellung gut gefallen, wie Arabella sich auf Anhieb in den Katholizismus verliebt hat. Die Beschreibungen ließen ihre Entscheidung gut nachvollziehen und das Altehrwürdige und Traditionsbewusste, das auch in der Zaubererwelt wichtig ist als Verbindung fand ich sehr interessant. Das die Beiden unter allgemeinem Jubel minderjährig geheiratet haben, passte zwar gut zu den Charakteren und ist für Fanfiktion-Verhältnisse sowieso normal, aber ich habe beim Lesen schon ein wenig aufgemerkt. Allerdings nur weil es sonst so eine differenzierte und "diskurssüchtige" Geschichte ist und ich weiß ja nicht, wie es in England aussieht, aber hier in Deutschland würde sich spätestens seit der Diskussion um Minderjährigen-Ehe sich niemand mehr ohne weiteres trauen Minderjährige zu trauen. Aber für die beiden fand ich es durchaus passend und nachvollziehbar, auch, dass es da mal die politische Komponente keine Rolle spielt.

Neben den ganzen Denkanstößen war die Geschichte aber auch unglaublich spannend, mit gut vorbereiteten Plotwendungen und stellenweise auch einfach zum Totlachen. Gerade in der Situation in der Roy in Rockwood Castle resümiert und eigentlich alles verloren ist, musste ich ein paar Mal richtig lachen. Besonders weil einem bewusst wurde wie eine durch und durch ernste und gute Geschichte, zu einer völlig grotesken Situation eskaliert ist >>Fünf Kinder, zwei Teenager, zwei alte Todesser. Das letzte Aufgebot der magischen Welt: Ein Kindergarten und ein Altersheim.<< Einfach eine tolle Geschichte.

LG Miu

Antwort von Fermand am 09.12.2018 | 17:31:14 Uhr
Solche Rezensionen, denen man anmerkt, wie intensiv der Leser sich mit dem Werk auseinandergesetzt hat, liebe ich als Autor naturgemäß besonders – vor allem, wenn sie so lobend sind :) .

"Besonders bezeichnend fand ich da die Szene in der Julian Roy erklärt, warum er mit Patricia nicht glücklich werden wird."

Schön, dass diese unscheinbare, aber wichtige Szene einmal gewürdigt wird.


"Am Anfang wurde er immer wieder mit Hermine verglichen und – als er glaubt, die Liebe seines Lebens verloren zu haben – lässt er sich auf die gleiche Weise emotional verblenden und zu Mitteln hinreißen die er zuvor aus logischen und moralischen Gründen ausgeschlossen hatte."

Ich glaube nicht, dass es dasselbe ist, denn das Attentat ist für ihn nach wie vor nicht ein Mittel zu einem politischen Zweck. Es ist eine rein persönliche Rache an Hermine, die, wie er glaubt, sein Leben zerstört hat. Die politischen Motive ("um die Welt von Ihnen zu befreien") sind psychologisch meines Erachtens nachrangig (so, wie sie es auch schon waren, als er Ares' Attentatsplan ablehnte). Die Spannung zwischen seiner Emotionalität und seiner rationalen Denkweise, die an vielen Stellen durchschlägt (etwa als er Bernie den Flugbesen baut, obwohl er eigentlich nichts tun wollte, was Hermine recht geben könnte), und bei der seine Emotionalität am Ende immer die Oberhand behält, macht ihn, finde ich, besonders liebenswert.

"Ich denke Roy wird da als religiöser Mensch letzten Endes weniger Probleme mit haben, als Hermine die – seien wir ehrlich – nicht mal an Magie glauben würde, wäre sie nicht selbst eine Hexe."

:) Sehr gut erkannt, dass Hermine gerade wegen ihrer Irreligiosität dazu neigt, einer Ideologie anheimzufallen.

"der Anteil derer, die von Haus aus mit Vorbehalten gegenüber Squibs und Muggelstämmigen konfrontiert waren (die sich natürlich einfach auf Muggel übertragen lassen), dürfte gering sein. ... Gerade zu Hufflepuff, einem Haus in dem Treue eins der Auswahlkriterien ist ..., erscheint mir das Mobbing in der Situation nicht besonders naheliegend."

Da muss ich widersprechen: Es gibt einen Punkt, den Roy nicht nennt, wohl aber die Hufflepuffs selbst: „Muggel!“ – „Müssen wir eigentlich immer den Müll abkriegen?“ – „Die hätten sich doch nie getraut, so einen nach Gryffindor oder Slytherin zu schicken!“

Rowling weist im vierten Band im Zusammenhang mit Cedrics Kandidatur darauf hin, dass die Hufflepuffs unter ihrem geringen Prestige leiden (deshalb verübeln sie es Harry, dass er ihrem Champion scheinbar die Schau stiehlt). McGonagall schickt Bernie zu den Hufflepuffs,weil sie, wie Du, davon ausgeht, dass er dort am wenigsten Schwierigkeiten haben wird, da die Hufflepuffs als besonders umgänglich gelten. Bei den Hufflepuffs selbst kommt es aber vor dem Hintergrund ihrer Komplexe ganz anders an:

Für sie sieht es so aus, als wollte die Schulleiterin sagen, bei den Hufflepuffs komme es auf einen Minderleister mehr oder weniger auch nicht mehr an. Einen Squib, den der Sprechende Hut dort hingeschickt hätte, hätten sie nicht gemobbt, einen muggelstämmigen Zauberer auch nicht, denn beide gehören legitimerweise zur Magischen Welt. Ein Muggel aber, den der Sprechende Hut schon abgelehnt hat, ist etwas ganz anderes (deswegen kann man es nicht einfach übertragen). Mit Muggeln in einen Topf geworfen zu werden, ist für die Hufflepuffs, die ohnehin an ihrem geringen Prestige leiden, eine besondere Demütigung, und die lassen sie an Bernie aus.

Die Slytherins, die sich nach vor als Elite fühlen – zwar von der Macht verdrängt, aber gesellschaftlich immer noch sicher im Sattel –, können da viel großzügiger sein, zumal sie sich Bernie ausgesucht haben, er ist ihnen nicht aufs Auge gedrückt worden.

"gradliniger als die Positionen von Hermine und Roy, die beide ihre Weltanschauung um jeden Preis durchsetzen möchten, aber nicht ehrlich genug sind offen zuzugeben, dass freie Entscheidungsfindung in ihren Augen höchstens Priorität zwei haben kann."

Interessant, dass Du Roy so siehst. Ich persönlich glaube (einer gängigen Meinung zum Trotz ist der Autor nicht allwissend: Sobald das Werk steht, ist er sozusagen sein eigener Leser), dass er viel konzilianter wäre, wenn er und seine Gesinnungsfreunde eine faire Chance hätten, mit Argumenten zu kämpfen. Seine Kompromisslosigkeit entsteht erst durch Hermines diktatorische und manipulative Methoden. Ich gebe aber zu, dass der Roman auch Deine Lesart zulässt.

"In diesem Kontext fand ich es später unlogisch das erwähnt wurde, Draco würde den Begriff nicht mehr benutzen. Wenn Scorpius damit aufgewachsen wäre, dass seine Eltern 'muggelstämmig' sagen und der Begriff auch innerhalb der Familie mit unterschiedlichen politischen Nuancen konnotiert ist, hätte er ihn nicht mit dieser Selbstverständlichkeit Schlammblut gesagt."

Touché. Vielleicht bewundert er aber seinen Großvater mehr als seinen Vater, den er doch als arg angepasst erlebt, und von dem er weiß, dass er sich taktisch verstellt und verbiegt. Vielleicht plappert er deshalb lieber das Vokabular des Alten nach.

"Genauso wie Roy "Schlammblut" als Selbstbezeichnung und Waffe in der Diskussion mit der Ministerin Hermine wählt, wählt Hermine die Position "Schlammblut und stolz drauf" als direkte Reaktion auf die Folter in Malfoy Manor. Diese Parallele nicht nur für die Leser in der Handlung zu verstecken, sondern auch den Charakteren bewusst zu machen, hätte ich cool gefunden"

Tja, manches, was man selbst in seine Geschichte hineingeschrieben hat, wird einem erst bewusst, wenn man sich im Nachhinein damit auseinandersetzt. Die subtile Affinität zwischen Roy und Hermine ist zwar in dem Roman angelegt, war mir aber gar nicht so recht bewusst, bevor ich Yavannaas Kommentar vom 14.10.2017 las (der Dich mitsamt meiner Antwort vielleicht auch interessieren wird; einfach nach unten scrollen).

Nochmals vielen Dank für die ausführliche Rezension.
18.11.2018 | 02:05 Uhr
zu Kapitel 67
Hello again...

Wie versprochen zum Ende der Geschichte nochmal eine kleine Rückmeldung.
Du hast es geschafft mich so zu fesseln, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen.
Ich bedanke mich für die tolle Geschichte und bin froh, dass jetzt alles glimpflich ausgegangen ist.

Viele Grüße
Freaky

Antwort von Fermand am 18.11.2018 | 08:46:23 Uhr
Vielen Dank Dir und natürlich auch allen anderen Kommentatoren. Rezensionen sind gerade für FF-Autoren die einzige Bestätigung, dass man seine Sache gut gemacht hat, und die lobenden die einzige Belohnung.
17.11.2018 | 23:39 Uhr
zu Kapitel 36
Hallo,

Bis hierher war ich stiller Leser... Diese Geschichte fesselt mich sehr...
Doch nach diesem Kapitel muss ich ein erstes Review da lassen...
Ich habe mir die Augen ausgeheult... Der Brief vom Pater, die Alkoholsucht der Mutter, das Wissen, dass sie nicht mehr lange leben wird... Das ist alles so traurig und niederschmetternd.

Ich bedanke mich, dass Du diese Geschichte mit uns teilst.
Ich wollte diese FF erst nicht beginnen, weil ich zu der "neuen Generation" keinen richtigen Bezug finden konnte, aber hier habe ich von Anfang an mitgefühlt und mitgefiebert.
Als das erste Mal von der "Kälte" die Rede war, die von Hermine ausging, wurde mir auch selbst ganz anders.
SO soll es sein. Man sollte als Leser immer mit in die Welt eintauchen können...Du machst dies möglich.
Danke dafür!

Ich werde jetzt weiter lesen und mich vermutlich am Ende nochmal melden.
Bis dahin viele Grüße
Freaky
15.11.2018 | 22:16 Uhr
zu Kapitel 67
Hei,
deine Geschichte hat mich sehr in ihren Bann gezogen und ich war faziniert von ihr. Sie ist mit Abstand einer der Besten, wenn nicht die Beste HP FF, die ich auf der Seite gelesen haben.
Ich bin immer noch geflasht. Mir haben deine Charas total gefallen, sie waren sehr autentisch.

Ich habe deine FF sehr gerne gelesen und werde sie sicherlich noch mal lesen.

LG
Rosalie
16.06.2018 | 19:59 Uhr
zu Kapitel 67
WOW

Ich bin eigentlich ziemlich lustlos an diese FF gegangen, aber da ich sonst nichts mehr zum Lesen hatte, versuchte ich es hiermit. Bin ohne große Erwartungen dran gegangen und wurde sehr, sehr positiv überrascht. Albus hat mich sehr überzeugt und die ganze Geschichte hatte Hand und Fuß. Sie war stimmig, spannend und super zu lesen.

Danke, dass wir sie lesen durften
23.04.2018 | 20:09 Uhr
zu Kapitel 67
Nachdem voraussehbarerweise meine Neugier gesiegt hat, hab ich die Geschichte nun doch gelesen und muss sagen, die hat es in sich. Es ist dir gelungen, einen großen Teil der Probleme, die sich in unserer Muggelwelt in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten entwickelt haben, plausibel im Zeitraffer auf die Zaubererwelt zu übertragen und einen spannenden Thriller drumherumzustricken – Kompliment, das hätte sicher nicht jeder geschafft! So, was schreibe ich jetzt dazu… Über den Muggelwelt-Bezug der politisch-gesellschaftlichen Fragen, die du zum Teil nur anreißt (die Situation in der Gegend, in der Roys Mutter wohnt; Hermines mal so dahingesagter Satz, es gebe keine angeborenen Geschlechter, das seien alles nur Konstrukte), zum Teil aber auch sehr breit ausführst (die Arbeitsweise der Zaubererstasi – da fand ich beide Spitzel-Varianten, den idealistischen Vollidioten, der sich freiwillig meldet, und das arme Schwein, das in die Kasse gegriffen hat und meint, ihm bleibe nichts anderes übrig als sich zu verpflichten, sehr glaubhaft dargestellt), möchte ich mich in einem Review nicht äußern, die Problematiken sind ja auch hinlänglich bekannt. Allerdings wäre es sicher schön, wenn es tatsächlich möglich wäre, Fehlentwicklungen an einer bestimmten Person festzumachen, die man dann vom bösen Voldy befreit und alles ist wieder gut, ebenso wie mir die Vorstellung gefällt, dass bei einem „Heribert Prantice“ (ich freue mich ja immer, wenn ich solche Bezüge bemerke) ein Anti-Imperius etwas bewirken könnte.
Daher also zur Geschichte an sich: Hier hat mir vor allem gut gefallen, dass du die Kinder/Jugendlichen wirklich altersgruppengerecht präsentierst (d.h., sie sind zwar z.T. reif für ihr Alter, aber eben als Schuljungen bzw. -mädchen erkennbar, was in Fanfiction nicht immer der Fall ist). Dass sie Ausdrücke wie Pfundskerl verwenden, fand ich sehr erfrischend. Von den Erwachsenen war mir vor allem Macnair irgendwie sympathisch – ja, im richtigen Leben ist so einer natürlich nicht lustig, aber dass es ihn glücklich gemacht hat, von den staatsfeindlichen Aktivitäten seines Sohnes zu erfahren, hatte schon was ;-) Die Malfoys hätten gerne noch eine etwas größere Rolle spielen dürfen, aber so war es auch OK. Ihr Verhalten ist jedenfalls plausibel – mit den alten Todessern eigentlich nichts mehr zu tun haben wollen, kühl und überlegt handeln, aber wenn es gilt, die Zaubererwelt zu retten, eben doch alles riskieren. Eines fand ich allerdings seltsam: Draco scheint seinem Sohn eingeschärft zu haben, dass er nicht negativ auffallen sollte, um der Familie keine Schwierigkeiten zu machen. Dann hätte er Scorpius aber doch darüber aufklären müssen, dass „Schlammblut“ meldepflichtig ist, besonders wenn Opa Lucius das Wort immer noch gerne benutzt.

Roy fand ich zum Teil ein bisschen überzeichnet (sicher kann ein 16-Jähriger sehr belesen sein, hier fand ich es aber etwas übertrieben – er hat dafür schließlich im Prinzip nur in den Sommerferien Gelegenheit und da macht er ja auch noch Ferienjobs), aber sei’s drum, ich mochte ihn jedenfalls und die anderen Unbestechlichen auch. Von den Kindern war mir Bernie der Liebste, auch wenn er keine sooooo große Rolle spielte. Hier verstehe ich eins nicht: Sein Vater ist der Muggelpremierminister und musste sicher nicht erst von Professor McGonagall darüber aufgeklärt werden, dass sein Sohn nicht zaubern kann. Trotzdem hat er Bernie im Rahmen von Hermines „Alle Menschen können zaubern, das kann man nämlich lernen“-Experiment nach Hogwarts geschickt. Das erschließt sich mir nicht, nach meiner Erfahrung hören die Verfechter solcher Gleichmach- und Inklusionsideologien im Allgemeinen in dem Moment auf, deren Umsetzung für eine gute Idee zu halten, in dem es nicht mehr anderer Leute Kevin, sondern den eigenen Lovis-Konstantin trifft – weshalb letzterer eine teure Privatschule besucht, wo es keine Kevins gibt. In diesem Zusammenhang wäre zum besseren Verständnis eine Rückblende (gerne auch mit dem herrlich zynischen Voldemort, wie er sich Harry offenbart hat), in der gezeigt wird, was Hermine dem Muggelpremier erzählt hat, vielleicht hilfreich gewesen.

An zwei Stellen musste ich übrigens sehr lachen. Einmal, als Harry sich nach seiner Vielsaft-Verwandlung in Hermine überlegte, ob sie womöglich schwanger sein könnte und er quasi einen Zwilling ihres Kindes austragen müsste (auch eine Art, wie man eine dieser unsäglichen „Zauberer werden schwanger“-Geschichten aufziehen könnte), und dann, als Anderson sich wie ein Keks darüber freute, dass er einen Laptop hat, der nur offline funktioniert und das auch nur so lange, wie ihm der MI5 geladene Akkus zur Verfügung stellt. Das ist nun wirklich selten dämlich, aber wohl leider menschlich.

Alles in allem eine sehr gute Geschichte, die ich sicher noch mal lesen werde!

Antwort von Fermand am 26.04.2018 | 08:35:51 Uhr
"Draco scheint seinem Sohn eingeschärft zu haben, dass er nicht negativ auffallen sollte, um der Familie keine Schwierigkeiten zu machen. Dann hätte er Scorpius aber doch darüber aufklären müssen, dass „Schlammblut“ meldepflichtig ist, besonders wenn Opa Lucius das Wort immer noch gerne benutzt."

Da hast Du Recht. Andererseits sind hatte Draco vielleicht einfach nicht auf dem Schirm, dass Hermines Liste, im Gegensatz zu anderen Gesetzen, auch für Hogwarts gilt, denn als sie ein Jahr vor unserer Geschichte herauskam, war sein Sohn noch nicht in Hogwarts.

"Das erschließt sich mir nicht, nach meiner Erfahrung hören die Verfechter solcher Gleichmach- und Inklusionsideologien im Allgemeinen in dem Moment auf, deren Umsetzung für eine gute Idee zu halten, in dem es nicht mehr anderer Leute Kevin, sondern den eigenen Lovis-Konstantin trifft"

Der Vergleich trifft es nicht ganz, weil Bernie ja nicht zusammen mit Schülern lernen soll, die schlechter sind als er selbst, sondern solchen, die Dinge können, die er sonst nicht lernen könnte. Insofern hat der Premierminister sich vermutlich ganz gern von Hermine bequatschen lassen. Wenn sie, die doch etwas von Zauberei versteht, ihm im Brustton der Überzeugung und mit der ganzen Seriosität ihres Auftretens versichert, auch Muggel könnten zaubern lernen, sofern man sie frühzeitig heranführe – warum sollte er es nicht glauben, zumal er glaubt, seinem Sohn dadurch eine Freude zu machen?

"Einmal, als Harry sich nach seiner Vielsaft-Verwandlung in Hermine überlegte, ob sie womöglich schwanger sein könnte und er quasi einen Zwilling ihres Kindes austragen müsste"

Endlich mal jemand, der diese Stelle lobend erwähnt – ich selbst musste fürchterlich kichern, als sie mir beim Schreiben einfiel, und sie ist immer noch eine meiner Lieblingsstellen. Ich hatte sogar einen Moment lang erwogen, ihn wirklich schwanger sein zu lassen, aber ich wollte ja einen Thriller schreiben, keinen Schwank.

Dass Du die Geschichte nochmal lesen willst, schmeichelt mir ganz besonders. Vielen Dank für die schöne Rezension.
15.04.2018 | 18:17 Uhr
zu Kapitel 67
Gerade habe ich an anderer Stelle die Besprechung dieser Fanfiction gelesen und muss sagen, ich bin absolut geplättet darüber, dass ein renommierter Sachbuchautor sich mit Fanfiction beschäftigt. Find ich wirklich gut, zumal ich früher selbst gern und oft Fanfictions gelesen habe. Ob ich diese hier lesen werde (hab jetzt mal mit dem letzten Kapitel angefangen - mache ich bei Romanen aber immer so), weiß ich noch nicht, sie klingt sehr interessant, ist aber eben auch ziemlich lang. Mal schauen, ob ich die Zeit dafür finde, sie kommt auf jeden Fall auf meine Leseliste. Mit Ihrer Charakterisierung der Hermine stehen Sie übrigens nicht alleine, diese schon etwas ältere Geschichte: https://www.fanfiction.net/s/3682339/1/The-Golden-Age der inzwischen leider verstorbenen Arsinoe de Blassenville, die in der Zeit zwischen Voldemorts Ende und dem Epilog spielt, geht vom Grundgedanken her in eine ähnliche Richtung.

Antwort von Fermand am 16.04.2018 | 10:24:06 Uhr
Du fängst wirklich mit dem Ende an? Sehr eigenwillig, ich hätte immer Angst, dass mir die Spannung verlorengeht...

Der Roman wäre gedruckt ungefähr 600 Seiten lang, vielleicht etwas für ein geruhsames Wochenende. Ich habe ihn aber auch auf youtube vorgelesen, vielleicht möchtest Du ihn Dir beim Kochen oder Bügeln nebenbei anhören: Auf http://die-unbestechlichen-fanfiction.de/ sind die Kapitel in der richtigen Reihenfolge eingebunden.

Danke auch für den Hinweis auf The Golden Age.
23.12.2017 | 01:13 Uhr
zur Geschichte
Oh wowh, ich war heute den ganzen tag damit beschäftigt, deine sory zu lesen. genial muss ich sagen, wieder mal per zufall eine der besten geschichten hier gefunden.
Also ich hab nix zu bemängeln, ich fands von Anfang bis ende spannend und hab mich über das happy end gefreut. Vielen Dank für den angenehmen tag. Gruß nyoko
14.10.2017 | 14:54 Uhr
zu Kapitel 67
Hi Fermand,

deine FF ist schon länger beendet und jetzt habe ich endlich Zeit gefunden, ein letztes Review zu schreiben.
Kurz vorweg: Ich bin ehrlich gesagt zwiegespalten. Einerseits liebe ich Happy Ends, aber hier ging mir das irgendwie ... zu schnell.
Aber alles der Reihe nach:

Dass das Gamot bei der Urteilsverkündung verzaubert war, war klar. Ein einfacher Imperius bei sämtlichen Mitgliedern - kann man mal machen^^
Jetzt aber zu der Enthüllung des schwarzen Magiers. Irgendwie macht Voldemort Sinn, aber gleichzeitig hast du einen Logikfehler eingebaut, der mir nicht aus dem Kopf geht. Es ist immer die Rede von einem Fluch, der auf Hermine gelegt wurde. Aber ein eingepflanzter Horkrux ist kein Fluch. Es ist dasselbe wie bei Ginny - auch sie war von einem Horkrux besessen, aber das hatte nichts mit dem von dir beschriebenen Fluch zu tun. In meinen Augen widerspricht sich das, denn du setzt eine ist mit dem anderen gleich.
Aber gut, nun zu den Stärken des Kapitels: Voldemorts Analyse von Hermine. Alles, was er sagt, stimmt. Hermine ist fixiert auf Bücher und Regeln (auch wenn sie die am Ende selber gerne verletzt). An der Sache mit dem Buch des Halbblutprinzen merkt man, dass sie nie etwas eigenes erschaffen könnte, da sie der Meinung ist, dass das, was offiziell abgesegnet ist, in Stein gemeißelt ist.
Im Allgemeinen sind die Absichten Voldemorts gut und schlüssig erklärt, da hast du dir also viele Gedanken gemacht, obwohl mir persönlich eine andere Lösung besser gefallen hätte.
Dass Harrys dummer Plan, aus der Zelle rauszukommen nicht funktioniert, war fast abzusehen. Aber man kanns ja mal versuchen :D

Schön, wie schnell die Angreifer sich auf die neue Situation in Askaban einstellen und reagieren. Mit der Nachricht über Arabella habe ich schon gerechnet. Wie ich das in vorigen Reviews ja bereits geschrieben hatte - Hochzeiten kurz vor solchen Aktionen sind immer ein schlechtes Omen. Es passt zu Roy, dass er sehr schnell umschaltet und nüchtern seine nächsten Schritte plant, das merkt man beim Abendessen, als er alles von Harry erfahren will. Er hat vorher schonmal den Fehler gemacht, kopflos drauf loszustürmen und weiß, dass das nichts bringt.
Dann sagt er einen Satz, der genau das beschreibt, was diese FF ausmacht: Die Opfer des Fluchs (oder des Horkruxes) sind nicht unschuldig. Ich finde es super, wie Roy Harry dessen Doppelmoral vor Augen führt. Ich muss zugeben, diese Seite an Harry habe ich in den Büchern schon gehasst, er denkt nicht nach, seine Meinung steht schon fest, weil ihm das irgendwann mal jemand so gesagt hat (Bspw. seine Vorurteile über Slytherins - Danke Hagrid).
Schnell sieht man, wie schnell die Gruppe gespalten wird, aber ich finde es schön, dass der Großteil der Unbestechlichen zu Roy steht. Ich finde es nicht gut, dass er Hermine umbringen will, aber nachvollziehbar. Wie würde Dumbledore sagen: Alles für das größere Wohl!

Die Sache mit den Animagi wurde ja bereits aufgeklärt, deswegen nehme ich das willentliche Verwandeln in ein selbstgewähltes Tier einfach mal so hin ;-)
Ich bin ehrlich, ich mag diese Sachen, in denen die Gründer persönlich irgendwo eingreifen oder einen direkten Einfluss haben, nicht. Wahrscheinlich, weil bisher jede FF, die ich in diese Richtung gelesen habe, grottenschlecht war^^
Die Sache mit Cassiopaia passt irgendwie. Und ich finde die Idee auch besser, als die Mutterliebe, die einen Todesfluch abhalten soll. Dann gäbe es sicher noch mehr Leute, die das überlebt hätten, aber so ist klar, weshalb nur Harry überlebt hat. Insgesamt gut nachvollziehbar erklärt.

Hermine ist also nun wieder sie selbst und sie weiß selbst, dass es eben NICHT nur Voldemort war, der die ganzen Gräueltaten begangen hat - das sollte so langsam aber mal zu Harry durchdringen -.- Beste Freundin hin oder her. Gut, wahrscheinlich ist er erst einmal nur froh, dass sie das überlebt hat, aber er ist trotzdem viel zu naiv.

Die Konfrontation mit Roy ist gut beschrieben, Hermine merkt selbst, dass sie zu viele Fehler macht und sie versteht, dass sie es war, die Roy alles genommen hat. Aber ihm dann noch zu sagen, dass er eine andere Frau finden wird - da hätte ich am liebsten den Kopf auf die Tischplatte gehämmert. Wie dumm kann man sein? Klar, dass bei Roy da alle Sicherungen durchbrennen.

Jetzt zum letzten Kapitel und, wie ich anfangs angemerkt habe, bin ich hier sehr zwiegespalten!
Roy bekommt eine himmlische Botschaft - naja, ok. Schön, dass er merkt, dass es ihm im Endeffekt nichts bringt, Hermine zu töten, aber es wirkt für mich sehr konstruiert. Ja, Hermine wird mit ihrer Schuld leben müssen, was mit Sicherheit noch schlimmer ist, als der Tod.
Dann eine Nachricht, die mich erleichtert hat - Arabella lebt. Da freut sich mein kleines "Happy-End-Herz". Gut, dass es noch einfühlsame Heiler gibt^^
Schade, dass Bernie wieder zurück in die Muggelwelt muss, aber es ist nur richtig so - er kann nunmal nicht zaubern, da kann Hermine sich das wünschen wie sie will, es sind eben nicht alle gleich, auch nicht, wenn man das erzwingen will!

Jetzt kommt der Teil, der mir leider nicht wirklich gefällt. Roy und Hermine liegen sich in den Armen? Ernsthaft? Sorry, aber das passt nicht - da steht noch so viel zwischen ihnen, was sich nicht innerhalb von fünf Minuten bereinigen lässt. Alles ist Friede-Freude-Eierkuchen und du ignorierst deinen Fluch: Die Opfer sind nicht unschuldig! Hermine gibt selbst zu, dass das meiste ihre eigenen Ideen waren. Ja, ihr Gewissen stand ihr im Weg, aber sie sagt auch, dass sie diese Ziele nicht vergessen will. Hat sie wirklich aus der ganzen Sache gelernt? Es sieht für mich eher nicht so aus, auch wenn sie richtigen Schlüsse zieht und zurücktreten wird.

Auf dieser Basis kann ich mir nicht vorstellen, dass Roy sich einfach so auf Hermine einlässt - das braucht Zeit und viele Diskussionen. Und ja, es sind Hermines Familie und Freunde, aber können sie wirklich so einfach über alles hinwegsehen, obwohl Hermine gesteht, dass es sie selbst war, die alles ins Rollen gebracht hat?
Das zentrale Thema wird am Ende leider vollkommen in den Hintergrund geschoben - zugunsten eines Happy Ends, das so einen faden Beigeschmack erhält.

Zum Abschluss will ich dir dennoch noch einmal für diese wunderbare FF danken, die sich, trotz eines schwächeren Endes, qualitativ so sehr von den meisten anderen hier abhebt und mir einige Stunden Lesevergnügen beschehrt hat. Solltest du nochmal eine FF schreiben, kannst du sicher sein, dass ich auch da dabei sein werde.

Viele Grüße,
Yavannaa

Antwort von Fermand am 15.10.2017 | 10:24:30 Uhr
Hallo Yavannaa,

vielen Dank für die nochmals ausführliche Rezension.

"Aber ein eingepflanzter Horkrux ist kein Fluch. Es ist dasselbe wie bei Ginny - auch sie war von einem Horkrux besessen, aber das hatte nichts mit dem von dir beschriebenen Fluch zu tun."

Ich kann den Logikfehler nicht erkennen. Ich habe die Idee mit dem Horkrux, den Hermine mit sich führt, ohne es zu wissen, sogar in bewusster Parallelität zu der Geschichte mit Ginny und dem Tagebuch entwickelt: Auch Ginny war nicht von dem Horkrux als solchem besessen, sondern der Manipulation durch Voldemort ausgesetzt, weil dessen Seele in dem Horkrux lebte und sie sich Ginny durch die physische und emotionale Nähe unterwerfen konnte. Der Horkrux ist sozusagen nur des Gefäß des in ihm wohnenden Seelenbruchstücks, das dann aktiv wird und in Hermines Fall einen Fluch anwendet.


"Es passt zu Roy, dass er sehr schnell umschaltet und nüchtern seine nächsten Schritte plant, das merkt man beim Abendessen, als er alles von Harry erfahren will. Er hat vorher schonmal den Fehler gemacht, kopflos drauf loszustürmen und weiß, dass das nichts bringt."

Vom Kopf her passt dieses strategische Vorgehen bestimmt zu ihm. Andererseits ist er nicht nur ein logisch denkender, sondern auch ein sehr emotionaler Mensch, der nicht grundsätzlich dem Kopf Vorrang über das Herz oder umgekehrt einräumt. Ich glaube, hätte er von Arabellas vermeintlichem Tod anders erfahren als durch den Dementor, so hätte er sich schwerer damit getan, einen Mordplan zu fassen. Es tut es meines Erachtens nur deshalb so bedenkenlos, weil seine Gefühle unnatürlich ausgeschaltet sind, oder, wie ich geschrieben habe, weil seine Seele gefroren ist.


"Ich finde es nicht gut, dass er Hermine umbringen will, aber nachvollziehbar. Wie würde Dumbledore sagen: Alles für das größere Wohl!"

Da muss ich widersprechen: "Alles für das größere Wohl" wäre ein passendes Motto für Hermine, zumindest solange sie unter dem Fluch steht. Roy dagegen hat das Attentat abgelehnt, solange es um Politik ging. Er fasst den Mordplan erst aus rein persönlichen Gründen.


"Die Sache mit den Animagi wurde ja bereits aufgeklärt, deswegen nehme ich das willentliche Verwandeln in ein selbstgewähltes Tier einfach mal so hin ;-)"

Danke, dass du noch einmal darauf zu sprechen kommst. Ich hatte in einem meiner vorherigen Kommentare geschrieben, dass ich das nicht auf dem Schirm hatte. Inzwischen weiß ich, warum ich es nicht auf dem Schirm hatte: weil es nicht drinsteht. Im dritten Band heißt es ausdrücklich, dass James und Sirius sich absichtlich in größere Tiere verwandeln, um den Werwolf Remus notfalls in Schach halten zu können, falls er Menschen anzufallen droht. Das setzt aber voraus, dass sie sich das aussuchen können. Und ich habe nirgendwo in der siebenteiligen Reihe eine Stelle gefunden, an der das Gegenteil behauptet wird. Ich vermute deshalb, dass du dich auf eine mir unbekannte Äußerung Rowlings außerhalb der Romane beziehst. Die zählen für mich aber nicht, weil ich ausdrücklich eine Fortsetzung zur Romanreihe geschrieben habe, die deshalb nur dem dort gedruckten Wort verpflichtet ist und diesem nicht widersprechen darf. Alles, was die Autorin sonst noch äußert, ist bestenfalls eine unverbindliche Empfehlung.

Überhaupt finde ich, dass ein literarisches Werk für sich stehen muss und der Autor, sobald es geschrieben ist, keine größere Deutungshoheit hat als der Leser. Und das gilt natürlich auch für meine eigene Geschichte. Weswegen ich deine Interpretation genauso diskutabel finde wie meine eigene und über die "Unbestechlichen" genauso reden kann wie über das Buch eines Dritten.


"Hermine ist also nun wieder sie selbst und sie weiß selbst, dass es eben NICHT nur Voldemort war, der die ganzen Gräueltaten begangen hat - das sollte so langsam aber mal zu Harry durchdringen -.- Beste Freundin hin oder her. Gut, wahrscheinlich ist er erst einmal nur froh, dass sie das überlebt hat, aber er ist trotzdem viel zu naiv."

Ich finde, es spricht für Harry, dass er ihre Mitschuld ignoriert. Es ist nicht einfach naiv, denn er versteht ja durchaus, wie der Fluch funktioniert, es ist nobel. Für Hermine wiederum spricht, dass sie sich ihrer Schuld stellt.


"Aber ihm dann noch zu sagen, dass er eine andere Frau finden wird - da hätte ich am liebsten den Kopf auf die Tischplatte gehämmert. Wie dumm kann man sein?"

Stimmt, aber es passt zu Hermine. So klug sie ist, hat sie doch ein gewisses Talent zu nachgerade trampelhafter Taktlosigkeit. Ich hatte im Hinterkopf die Szene aus dem fünften Band, in der sie sich und ihre Freunde in Gefahr bringt, indem sie ganz unnötig den empfindlichen Stolz der Zentauren beleidigt.



"Roy und Hermine liegen sich in den Armen?"

Ja, natürlich, was denn sonst? Es ist eine Szene, die ich aus dem Bauch geschrieben habe, weil ich es mir nicht anders vorstellen konnte. Deine Kritik gibt mir die Gelegenheit, darüber nachzudenken, warum.

Was Roy angeht, ist das ohnehin unproblematisch, er trennt ja auch sonst deutlich zwischen der Person und ihren politischen Ansichten, siehe die Szene aus dem Kapitel "Harte Realitäten", in dem er den Premierminister, obwohl er ihn politisch nicht ausstehen kann, als Menschen gegen die überzogene Kritik seines Sohnes in Schutz nimmt. Er ist einfach nicht der Typ, der eine Person hinter ihren politischen Ansichten verschwinden lässt. Und Albus hat sich dafür verbürgt, dass Hermine ein guter Mensch ist. Hier kommt wieder Roys Emotionalität zum Vorschein: Er begibt sich nicht auf die vermeintlich höhere Warte des fast Erwachsenen, er vertraut einfach darauf, dass Albus mit der Naivität seiner kindlichen Liebe zu Hermine etwas Wahres erkannt hat. Er vergisst es nur zeitweise unter dem Einfluss des Dementorenschocks.

Und was Hermine betrifft: Sie ist eigentlich, trotz einiger fragwürdiger Charakterzüge, ein guter Mensch (etwas Anderes darf man auch gar nicht voraussetzen, wenn man die HP-Reihe zugrundelegt – sie ist als eine der Guten einfach gesetzt) und hat, nachdem der Fluch aufgehoben ist, tiefe Schuldgefühle, sodass sie froh und dankbar ist, dass Roy ihr verzeiht.

Überhaupt muss man berücksichtigen, wie tief beide emotional aufgewühlt sind – sie haben gerade eine unglaubliche Gefühls-Achterbahnfahrt hinter sich. Es wäre ganz unplausibel gewesen, wenn sie sich so beherrscht und rational verhalten würden, wie sie es im Normalzustand zweifellos täten.

Sicher steht das, was geschehen ist, zwischen ihnen, aber es verbindet sie eben auch: Das Gespräch, das sie vor dem Beinahe-Mord führen, hat Roy mehr angerührt, als er selber wahrhaben will, und seine gefrorene Seele mindestens angetaut. Der kalte Hass auf Hermine, der ihn zu seinem Mordplan veranlasst hat, schmilzt dadurch dahin. Als er am Ende aufgrund ihrer Taktlosigkeit doch noch den Todesfluch anzubringen versucht, ist es eben nicht mehr kalter Hass, sondern heißer Zorn, etwas, was für ihn viel typischer ist und zeigt, dass er wieder normal wird. In diesem Zustand ist er auch für die Stimme seines eigenen Gewissens wieder erreichbar (das für ihn in dem verstorbenen Pater Patrick personifiziert ist, wobei ich offenlasse, ob wirklich die Seele des Paters durch Hermines Mund spricht oder Roy sich das nur einbildet).

Und noch etwas verbindet die beiden, und zwar von Anfang an, das heißt von dem Moment an, wo Hermine zu ihrer Rede nach Hogwarts kommt und die beiden einander vorgestellt werden: Sie erkennen sich zwar sofort, und ohne ein Wort gewechselt zu haben, als Gegner, und doch dauert ihr Händedruck einen Moment länger – und nicht etwa kürzer –, als es normal wäre. Wieder so eine Szene, die ich aus dem Bauch geschrieben habe, deren Logik mir aber umso mehr einleuchtet, je mehr ich darüber nachdenke: Dass sie sich in gewisser Hinsicht ähnlich sind, haben ja sowohl McGonagall als auch Harry schon festgestellt, das bezog sich aber mehr auf ihre Intellektualität. Was sie aber grundlegend gemeinsam haben, ist ihre Prägung durch die Muggelwelt, die sie beide in der magischen Welt zu, wenn auch respektierten, Außenseitern macht. Sie denken beide viel über die Welt nach, weil beide Welten ihnen im Innersten fremd sind. Nur dass sie aus ihrem Nachdenken ganz entgegengesetzte Schlussfolgerungen ziehen. Ich glaube aber, wenn ER so aufgewachsen wäre wie SIE und SIE so wie ER, hätten die Rollen auch genau umgekehrt sein können. Diese subtile Affinität zwischen beiden ist der Hintergrund dafür, dass sie sich in die Arme fallen können.

Und je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger kann ich mir eine andere Wendung vorstellen.


"Hermine gibt selbst zu, dass das meiste ihre eigenen Ideen waren. Ja, ihr Gewissen stand ihr im Weg, aber sie sagt auch, dass sie diese Ziele nicht vergessen will. Hat sie wirklich aus der ganzen Sache gelernt? Es sieht für mich eher nicht so aus"

Es ist viel leichter, innerhalb von fünf Minuten feindselige Gefühle zu überwinden, als sich eine politische Ideologie aus dem Kopf zu schlagen, zumal Hermine – das wollen wir bei ihrer Klugheit einmal unterstellen – bestimmt viel darüber nachgedacht hat, auch wenn ihr einige entscheidende Argumente entgangen sind. Das kann sie nicht von jetzt auf gleich ändern, sie muss wieder darüber nachdenken, und sie sagt ja auch, dass sie es tun wird. Immerhin hat sie gelernt, dass der Zweck, selbst wenn er ein guter sein sollte, nicht jedes Mittel heiligt, dass sie nicht das Recht hat, die Menschen zu einem Glück zu zwangen, von dem sie nicht glauben, dass es eines ist. Und das ist eine Einsicht, mit der meisten unserer Muggel-Politiker deutlich überfordert sind. Mehr wäre zu viel verlangt. (Unter diesem Gesichtspunkt kannst du natürlich kritisieren, dass es unrealistisch ist, Politikern solche Einsichten zuzutrauen, und dass das Happy End insofern ebenfalls unrealistisch ist aber – Hallo? – die Geschichte ist ja auch eine FANTASY-Geschichte!)


"Und ja, es sind Hermines Familie und Freunde, aber können sie wirklich so einfach über alles hinwegsehen, obwohl Hermine gesteht, dass es sie selbst war, die alles ins Rollen gebracht hat?"

Die Weasleys haben ein so großes Herz, dass eine reumütige Hermine darin durchaus wieder ihren angestammten Platz einnehmen kann.


"Solltest du nochmal eine FF schreiben, kannst du sicher sein, dass ich auch da dabei sein werde."

Danke. FF ist eher unwahrscheinlich, weil ich ein ziemlich eingespannter Freiberufler bin und nicht unendlich viel Zeit in ein Hobby investieren kann, aber da ich jetzt gemerkt habe, dass ich ein Händchen für Romane habe, wird es sicherlich nicht mein letzter gewesen sein. Da ich die Unbestechlichen in der vorliegenden Fassung nicht als Buch veröffentlichen kann, weil Rowlings Urheberrechte dagegenstehen und der Carlsen Verlag nicht einmal eine Anfrage stellen würde, werde ich vermutlich, gestützt auf den Plot mit dem Fluch und meine Originalcharaktere, die ganze Geschichte noch einmal neu schreiben und in einer alternativen magischen Parallelwelt ansiedeln – womit die Geschichte in vieler Hinsicht völlig neu sein wird, die Lösung mit Slytherins Erbe zum Beispiel wird dann nicht mehr gehen. Wenn sie dann als Buch herauskommt, gebe ich allen, die die Unbestechlichen (nicht anonym) favorisiert haben, Bescheid. Und sollte die Anzahl der Freiexemplare, die der Verlag herausrückt (welcher immer das dann sein mag), es hergeben, kriegen die Kommentatoren eines.

Viele Grüße und nochmals schönen Dank
Fermand
19.09.2017 | 19:32 Uhr
zur Geschichte
Ich kann nur eins sagen echt geil!
Eine der besten Fanfiktions die ich kenne.

Ich hatte mich eigentlich schon auf ne Selbstmordmission von Roy eingestellt und auf ein richtiges schönes bittersüßes Ende.
Aber es doch auch ein schönes Happy End.

Ich freu mich auf weitere Fanfiktion von dir Gruß mkcomputers
17.09.2017 | 14:37 Uhr
zu Kapitel 67
Puh...jetzt bin ich aber erleichtert.
Du hast am Ende niemanden sterben lassen, ich hab wirklich gedacht, mit Hermine wärs jetzt vorbei.
Dass Voldemort in ihr war, kam sehr überraschend, muss ich sagen.
Ich hoffe, dass du weitere Geschichten schreiben wirst. Für Bernie finde ich es allerdings sehr schade, dass er in die Muggelwelt zurück muss, aber leider muss das sein.

Antwort von Fermand am 19.09.2017 | 15:45:15 Uhr
"Du hast am Ende niemanden sterben lassen, ich hab wirklich gedacht, mit Hermine wärs jetzt vorbei."
Ich hätte es nicht übers Herz gebracht, sie sterben zu lassen, außerdem ist Roy einfach kein Mörder – aber spannend machen wollte ich es natürlich schon! ;-)

"Dass Voldemort in ihr war, kam sehr überraschend, muss ich sagen."
Gott sei Dank, ich hatte schon Angst gehabt, dass mir die Leser vorzeitig auf die Schliche kommen.

"Ich hoffe, dass du weitere Geschichten schreiben wirst."
Da zitiere ich die Antwort, die ich PapaKarma eben gegeben habe: "Ob ich so schnell noch einmal Fanfiction schreibe, weiß ich nicht – es war schon ein ziemlicher Kraftakt für ein Buch, an dem ich keinen Cent verdiene. Obwohl ich zugebe, dass es mich irgendwie juckt. Immerhin weiß der britische Geheimdienst jetzt, dass es die magische Welt gibt...
Momentan schreibe ich allerdings an etwas ganz Anderem, nämlich einer satirischen Neuerzählung des Nibelungenliedes, und die werde ich als Buch veröffentlichen können, da die Urheberrechte schon seit Jahrhunderten frei sind."
17.09.2017 | 09:01 Uhr
zu Kapitel 67
Sehr schönes Ende, Tolle Geschichte und ich hoffe du hast schon dein nächstes großes Projekt in Plan

Antwort von Fermand am 19.09.2017 | 15:36:53 Uhr
Vielen Dank. Ob ich so schnell noch einmal Fanfiction schreibe, weiß ich nicht – es war schon ein ziemlicher Kraftakt für ein Buch, an dem ich keinen Cent verdiene. Obwohl ich zugebe, dass es mich irgendwie juckt. Immerhin weiß der britische Geheimdienst jetzt, dass es die magische Welt gibt...

Momentan schreibe ich allerdings an etwas ganz Anderem, nämlich einer satirischen Neuerzählung des Nibelungenliedes, und die werde ich als Buch veröffentlichen können, da die Urheberrechte schon seit Jahrhunderten frei sind. ;-)
17.09.2017 | 01:15 Uhr
zu Kapitel 67
Guten Abend

Es ist schon spät, aber ich habe gerade deine Geschichte durchgelesen und möchte doch noch kurz ein paar Worte loswerden...

Ich hatte den Titel ja schon einige Male gelesen, genau wie die Kurzbeschreibung und ich kann nicht genau sagen, was mich dazu veranlasst hat, sie gestern abend dann doch mal anzuklicken... Bin aber froh, habe ich es getan! Ein wirklich spannendes Abenteuer, das du da aufgezogen hast!
Dein Schreibstil ist tadellos. Ich würde sagen, das er zu Anfang der Hauptgrund war, dass ich weitergelesen habe. Sowas sieht man hier ja nicht aller Tage... ;o)
Besonders die Figuren haben es mir angetan; deine Charaktere sind ausgereift und authentisch, erwachen richtig zum Leben, wecken Sympathie und Antipathie und haben mich wirklich gepackt.
Einzige Inkongruenz war vielleicht hin und wieder, dass sich die Figuren durchgehend einer sehr gehobenen Sprache bedient haben. Und für Elfjährige schienen mir Albus und Co dann hin und wieder sehr erwachsen... Hat die Spannung aber nicht weiter gestört. Denn wie gesagt, finde ich die gesamte Storyline äusserst spannend und abwechslungsreich! Viele Hochs und Tiefs, durchdachte Spannungsbögen, Überraschungen und Unwegsamkeiten, eine interessante Grundidee, logische Motive; das macht eine gute Story eben aus! Da verzeihe ich auch kleinere Mängel, wie etwa der Umstand, dass die Animagi bei dir dann doch eher sehr einfach scheint und nichts mit der Gefährlichkeit und Herausforderung zu tun hat, wie JKR sie beschreibt (Abgesehen davon, dass man sich gemäss Canon ja nicht aussuchen kann, in welches Tier man sich verwandelt)... Auch dass die "normalen" Auroren so leicht mit dem Imperius zu belegen sind, obwohl sie in ihrer Ausbildung doch dessen Abwehr erlernen, hat mich manchmal etwas stutzen lassen. Und die Liebesgeschichte zwischen Rose und Albus ist bei mir irgendwie nicht so angekommen; für mich wäre eine tiefe Freundschaft irgendwie mehr wert gewesen, als eine Romanze in der Familie. Das ist aber wohl Geschmacksache ;o)

Ich jammere hier auf hohem Nivau. Es ist spät und ich habe die Geschichte mehr oder minder in einem Stück durchgelesen; das spricht eigentlich Bände. Ich finde, die Story ist grossartig aufgebaut, hat einen spannenden Handlungsrahmen und die Perspektiven, Motive und Argumentationslinien der Hauptcharaktere sind in meinen Augen grossartig dargelegt und absolut überzeugend. Die letzten drei, vier Kapitel sind etwas schnell abgehackt, für meinen Geschmack und auch dein sonst so ausführlicher, wunderbar mitreissender Schreibstil hat ein wenig gelitten. Aber auch das möchte ich dir verzeihen. Ich fühle mich grossartig unterhalten und war fast ein wenig traurig, dass ich wirklich schon durch war mit der Geschichte...

Vielen herzlichen Dank auf jeden Fall, dass du dir die Mühe gemacht hast, diese Geschichte so liebevoll und detaillreich nieder zu schreiben!

Antwort von Fermand am 19.09.2017 | 15:19:08 Uhr
Hallo Wunderplunder,

ich freue mich sehr, dass dir die Geschichte gefallen hat, und ich habe deine Kritikpunkte auch nicht in den falschen Hals bekommen. Aber eine so gründliche Rezension verdient selbstredend eine entsprechende Antwort:

"Einzige Inkongruenz war vielleicht hin und wieder, dass sich die Figuren durchgehend einer sehr gehobenen Sprache bedient haben."

Mir ist schon klar, dass das nicht ganz realistisch, sondern literarisch verfremdet ist. Ich schreibe so, wie ich es selber gerne lesen würde, und im Zweifel ist mir eine gehobene Sprache lieber. ("Durch diese hohle Gasse muss er kommen, es führt kein andrer Weg nach Küssnacht" klingt einfach besser als das realistische "Hier muss er durch, wenn er nach Küssnacht will").


"Und für Elfjährige schienen mir Albus und Co dann hin und wieder sehr erwachsen..."

Stimmt. Gerade bei Albus (aber auch bei Roy) habe ich Persönlichkeitsentwicklungen, die sich normalerweise über Jahre erstrecken, auf wenige Monate zusammengedrängt. Ich glaube aber, der Problem- und Ereignisdruck, unter dem sie stehen, gibt es her.


"Abgesehen davon, dass man sich gemäss Canon ja nicht aussuchen kann, in welches Tier man sich verwandelt"
Ups, das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm!


"Auch dass die "normalen" Auroren so leicht mit dem Imperius zu belegen sind, obwohl sie in ihrer Ausbildung doch dessen Abwehr erlernen, hat mich manchmal etwas stutzen lassen."

Ist (auch nur deshalb) vertretbar, weil der einzige Auror, der in der Geschichte mit dem Imperius belegt wird, in der Hierarchie ziemlich weit unten angesiedelt ist und wahrscheinlich nicht zu den Fähigsten seiner Zunft gehört.


"Und die Liebesgeschichte zwischen Rose und Albus ist bei mir irgendwie nicht so angekommen; für mich wäre eine tiefe Freundschaft irgendwie mehr wert gewesen, als eine Romanze in der Familie."

Das ist schade, dass es nicht angekommen ist. Allerdings waren die beiden schon vor Hogwarts Freunde (behaupte ich mal), und wahrscheinlich begann ihre Freundschaft schon im Sandkasten. Und dass es eine tiefe Freundschaft war, erkennt man daran, dass Albus für Rose sogar trotz ihres zwischenzeitlichen Zerwürfnisses derjenige ist, zu dem sie geht, als sie jemanden zum Reden braucht. Sicher, sie hätten auch einfach zum Status Quo Ante zurückkehren können, aber das hätte ich nach der monatelangen Auszeit ihrer Beziehung und unter dem existenziellen seelischen Druck, unter dem sie stehen, nicht wirklich überzeugend gefunden – ich finde, die geänderten Umstände mussten auch etwas an ihrer Beziehung ändern. Im Übrigen ist diese Romanze ja immer noch sehr prä-erotisch und ziemlich unschuldig – siehe die Verlegenheit der beiden, als James seine Witze drüber reißt.


"Die letzten drei, vier Kapitel sind etwas schnell abgehackt, für meinen Geschmack und auch dein sonst so ausführlicher, wunderbar mitreissender Schreibstil hat ein wenig gelitten."

Ich bin mir nicht sicher, ob man die actiongeladenen letzten Kapitel mit den eher dialoglastigen und reflektierenden ersten gut vergleichen kann, aber ich werde sie mir auf jeden Fall unter diesem Gesichtspunkt noch einmal ansehen.


Vielen Dank jedenfalls nicht nur für das Lob, sondern auch für die differenzierte und konstruktive Kritik!
17.09.2017 | 00:30 Uhr
zu Kapitel 67
Hi das Ende ist dir toll gelungen echt gut geworden.
Mich würde interessieren ob Harry den Posten als Zaubereiminister anehmen würde oder er nicht
Wie denkst du darüber?
Aber sonst alles in allein ein tolles Ende lg und tolle geschichte

Antwort von Fermand am 19.09.2017 | 14:39:19 Uhr
Dumbledore hat mal gesagt, Macht sollte man am besten denen anvertrauen, die nicht danach streben, und unter diesem Gesichtspunkt ist Harry die Idealbesetzung. Ich glaube schon, dass er es annehmen wird: nicht wirklich gerne – wahrscheinlich hätte es ihm völlig genügt, seinen alten Posten zurückzubekommen –, aber aus Pflicht- und Verantwortungsgefühl.
16.09.2017 | 19:52 Uhr
zu Kapitel 67
Sie erhalten von mir ein Ohne Gleichen für Ihre Geschichte.

Antwort von Fermand am 19.09.2017 | 14:36:32 Uhr
Vielen Dank, Finus, das geht mir natürlich runter wie Öl!
16.09.2017 | 18:45 Uhr
zur Geschichte
Hey ~

Mir hat das Finish der Geschichte in vielerlei Hinsicht sehr gut gefallen.
Ohne in irgendeiner Form vorhersehbar zu sein, deckten sich doch einige Kernpunkte mit meinen Vermutungen.

Ich hab gelernt, dass Autoren niemals sinnlos Hinweise/Details einstreuen, außer natürlich um den Leser auf eine falsche Fährte zu locken.
Die Warnsignale durch Harrys Narbe waren für mich schon beim ersten mal lesen mehr als nur "altersbedingte Schmerzen".
Insofern ist es nur logisch und konsequent, dass der Drahtzieher a) Voldemort himself oder b) ein direkter Nachkomme ist.

Der Dialog zwischen Voldemort & Harry in Askaban hat mir super gefallen, ich habe das Kapitel heute mehrfach rauf & runter gelesen.
Besonders die Anmerkung über die Dummheit der Intelligenten fand ich super, gerade weil es ein scheinbarer Widerspruch ist, dabei aber absolut zutreffend ist.

Auch wie sich die anderen Puzzleteile der Geschichte langsam zusammengefügt haben, war absolut stimmig.
Toll fand ich die kleinen eingestreuten Bemerkungen/Kommentare aus der Vergangenheit, gerade die Aussage von Minerva hat mich zum Schmunzeln gebracht ^^

Über das Happy End habe ich mich nach all den ausgestandenen Geschehnissen innerhalb der Geschichte wirklich gefreut.

Fazit: Ein würdiges Finale für eine bereits zuvor außergewöhnlichen Geschichte :)


Um mal bisschen weg von der versucht sachlichen Analyse zu kommen, noch ein kleines Abschlusswort:

Vielen, vielen Dank das du diese Geschichte hier mit uns geteilt hast !
Dieser Cocktail aus Emotionen, Spannung, Logik, Moral, Details usw usw. serviert mit dieser Thematik ist mir bis dato noch nie untergekommen und ist ohne übertreibung eines der besten Werke die ich je lesen durfte.

Ich weiß ganz ehrlich nicht , wie ich mich jetzt fühlen soll xD
Es war ein sehr gutes, ein würdiges Ende, aber eben ein Ende.
Die täglichen Updates waren ein toller Begleiter und das Abschiednehmen fühlt sich grad schlimmer an als bei nem Serienfinale ^^


Ich wünsche dir viel Erfolg bei dem was du in Zukunft in Angriff nimmst :)
Liebe Grüße,
Nam ~

Antwort von Fermand am 16.09.2017 | 23:01:29 Uhr
Hallo,

wenn man solche Rezensionen liest, weiß man, dass die Arbeit sich gelohnt hat!

"...das Abschiednehmen fühlt sich grad schlimmer an als bei nem Serienfinale"

Geht mir auch so, mir blutet das Herz, aber irgendwann muss eine Geschichte ja auch einmal zu Ende sein.

Vielen Dank fürs Mitfiebern und Kommentieren!
16.09.2017 | 17:56 Uhr
zu Kapitel 67
Hallo,

was für ein Ende! Ich muss zugeben, die Hoffnung auf ein Happy-End hatte ich schon aufgegeben. Während des Lesens dachte ich mir so oft 'Nein! Das kann doch nicht wahr sein!!' (bezogen auf das, was alles schiefgelaufen ist), dass es mir unmöglich schien, dass alles wieder gut werden würde. Aber das hast du ja super gelöst.
Ich finde es natürlich schade, dass die Geschichte vorbei ist und ich mich nicht auf ein weiteres Update freuen kann... Aber vielleicht dürfen wir ja irgendwann mit einer neuen Geschichte rechnen?

LG Mika

Antwort von Fermand am 16.09.2017 | 22:54:21 Uhr
Vielen Dank.

"Aber vielleicht dürfen wir ja irgendwann mit einer neuen Geschichte rechnen?"

Vielleicht packt es mich nochmal, aber für mich als voll berufstätigen Menschen waren schon die "Unbestechlichen" ein Kraftakt, den ich nur stemmen konnte, weil ich für diese Geschichte wirklich gebrannt habe. Die wollte ich erzählen, koste es, was es wolle! Falls ich noch einmal einen Roman schreibe, wird es wohl einer sein müssen, den ich auch offiziell als Buch veröffentlichen kann, also keine HP-Geschichte. Obwohl... nun ja, irgendwie möchte ich meine Figuren auch nicht einfach sich selbst überlassen, ich mag sie einfach, und auch mir fehlt die tägliche Arbeit an diesem Stoff jetzt schon. Also... vielleicht.
16.09.2017 | 09:10 Uhr
zu Kapitel 67
WOW
Zum Glück kam das erhoffte Happy End
Ich war an einigen Stellen kurz davor zu weinen:(
Deine ganze Geschichte war so spannend und toll. Mich hat schon lange keine Geschichte mehr so umgehauen.
Gratuliere dir sie ist wirklich toll ohne die Klischees und OOCs.
So könnte es wirklich gewesen sein bzw sich monentan abspielen:)

Lg NanaLi

Antwort von Fermand am 16.09.2017 | 15:47:07 Uhr
"Ich war an einigen Stellen kurz davor zu weinen:( "

Das ist für den Autor ein besonders schönes Kompliment, aber soll ich dir was sagen? Ich auch.

Die Geschichte hat mich streckenweise ganz schön mitgenommen, aber es hilft ja nichts, eine gute Geschichte muss auch durch Täler, sonst wird sie langweilig.
Apfel (anonymer Benutzer)
16.09.2017 | 08:44 Uhr
zur Geschichte
Hi - das macht mich glücklich, dass ich jetzt auch ein Review verfassen darf.
Als Schwarzleser habe ich immer so ein schlechtes Gewissen. ^^

Ganz ehrlich, ich finde die Geschichte Hammer! Das geht so in die Richtung der Verlierer und ich liebe solche Geschichten! Vielleicht kennt jemand hier ähnliche Fanfictions...?
Ich bin erst bei Kapitel 55, aber die Hochzeit zwischen Arabella und Roy hat mich zuvor überrascht, aber zurzeit gelten meine Gedanken Harry....
Darf ich fragen, wie du überhaupt auf dieses Thema, diese Idee diesen Handlungsverlauf gekommen bist? Mich fasziniert das einfach, weil diese FF ganz anders ist, als alles andere, was ich bisher gelesen habe.

Am besten finde ich noch immer das "Duell" Roy gegen Hermie. Die Schlagabtausche sind wunderschön, es klingt einfach flüssig und real....

Das war es einmal (fürs Erste?)
Lg
Apfel

Antwort von Fermand am 16.09.2017 | 15:34:35 Uhr
"Darf ich fragen, wie du überhaupt auf dieses Thema, diese Idee diesen Handlungsverlauf gekommen bist?"

Da sind verschiedene Motive zusammengekommen. Zum einen war ich frustriert, dass es keine Fortsetzung gab (CC zählt für mich nicht). Diese HP-Welt ist ja wie eine heiße Badewanne, wenn du mal drin bist, willst du nicht mehr raus. Also dachte ich mir, ich schreibe mir die Fortsetzung einfach selber. (Es ist eigentlich gar nicht so ein Riesenunterschied, ob man eine Geschichte liest oder schreibt, man fiebert als Autor eher noch mehr mit, finde ich, weil man tiefer eintauchen muss.) Zumal der Epilog einem die Frage aufdrängt, was denn passiert, wenn Albus wirklich nach Slytherin kommt. Dieser Perspektivwechsel war besonders reizvoll.

Des Weiteren beschreibt Rowling eine magische Welt, die auch roman-intern nur funktioniert, weil und soweit sie sich gegen ihre nichtmagische Umwelt abgrenzt. Eine Bedrohung dieser Welt könnte also von Leuten ausgehen, die diese Grenze aufheben wollen.

Dieses Thema hat JKR nicht behandelt und damit dem Fortsetzungsautor übriggelassen. Da die Slytherins dies naturgemäß besonders kritisch sehen würden, war der Wechsel der Perspektive unter diesem Gesichtspunkt auch sinnvoll. Die Anregung in CC, dass Hermine Zaubereiministerin ist, legt es nahe, dass die Gefahr von ihr ausgeht, zumal ja auch in den HP-Romanen schon sehr früh bei ihr ein gewisser Hang zu ideologischer Verbohrtheit, Bevormundung Anderer und übertriebenem Vertrauen auf Bücher und Autoritäten sichtbar wird.

Da ich aber eine Fortsetzung schreibe, Hermine also als eine der Guten gesetzt ist, kann sie nur Böses tun, wenn sie unter einem Fluch steht.
Dass ihre Gegenspieler Slytherins sein würden, war unter diesen Voraussetzungen auch naheliegend, aber Albus ist noch zu jung, ich brauchte also einen älteren Slytherin, der aber wiederum nicht das (wie wir Muggel sagen würden) konservative Establishment repräsentieren durfte, das normalerweise in Slytherin tonangebend ist – einfach weil dieses Establishment zum Opportunismus und zur Anbiederung bei den Machthabern tendiert. Ich brauchte also untypische Slytherins, und so kam Roy ins Spiel, der als Muggelstämmiger, noch dazu aus der Unterschicht, für Slytherin so untypisch wie möglich war (mit Abstufungen gilt das auch für die anderen Unbestechlichen), aber trotzdem oder gerade deshalb die Traditionen und Werte Slytherins mit besonderem Nachdruck verteidigt.

So viel wusste ich, als ich zu schreiben begann, das andere entwickelte sich einfach mit der Geschichte, von deren Wendungen ich zum Teil selber überrascht wurde.
16.09.2017 | 01:21 Uhr
zur Geschichte
Nein, nein sorry einfach nur Nein!

Vielleicht liegt es daran das ich die letzten Kapitel direkt hinterander gelesen habe, aber das Niveau ist zum Ende stark abgefallen.

Beginnen wir damit das der Bösewicht Voldemort ist, ich habe von Ihnen mehr Kreativität erwartet. Eher sowas in der Richtung das es Jemand wäre der im Krieg die Familie verloren hatte und nun die magische Welt brennen sehen wollte.

Dann dieser Subblott um Salazar, ja er wurde zu beginn angeteasert, aber es liest sich sehr stark nach einen verzweifelten Versuch zu erklären warum Harry trotz des Verlust des Horkruxes noch Parsel konnte.

Aber am schlimmsten war das Happy End, es hat einfach nicht gepasst. Ich hätte es auch nicht gut gefunden wenn Roy Hermine getötet hätte, aber mein Traumende wäre es gewesen wenn Arabella wirklich tot gewesen wäre:

Roy erkennt das es sinnlos ist Hermine zu töten, lässt von Ihr ab und verschwindet ins Unbekannte, während Hermine am Boden zusammenbricht.

Abschießend bleibt mir nur zusagen das dies eine fantastische Geschichte, mit einen leider sehr entäuschenden Ende ist.

MfG

Lesefreak2012

Ps: ich finde Voldemord übrigens auch im Original extrem langweilig.

Antwort von Fermand am 16.09.2017 | 11:20:55 Uhr
"Roy erkennt das es sinnlos ist Hermine zu töten, lässt von Ihr ab und verschwindet ins Unbekannte, während Hermine am Boden zusammenbricht."
Nun ja, wenn du auf Romane stehst, die in Düsternis und Trostlosigkeit enden, ist das Geschmackssache, und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Ich selbst mag sie nicht, und literarisch gab es keinen plausiblen oder gar zwingenden Grund, auf ein Happy End zu verzichten.

"Beginnen wir damit das der Bösewicht Voldemort ist, ich habe von Ihnen mehr Kreativität erwartet."
Dass totalitäre Machthaber sich praktisch jeder beliebigen Ideologie bedienen können, kann man kaum sinnfälliger zum Ausdruck bringen als dadurch, dass ein und derselbe Mann das Gegenteil von dem vertritt, was er früher vertreten hat, dabei aber stets er selbst bleibt und denselben maßlosen Machtanspruch hat. Dass es Voldemort war, war also genau die Pointe, auf die es mir entscheidend ankam, und gerade keine Verlegenheitslösung. Und ich finde, ich habe diese Lösung sehr plausibel gemacht, und du selbst hast die Plausibilität nicht bestritten.

"...aber es liest sich sehr stark nach einen verzweifelten Versuch zu erklären warum Harry trotz des Verlust des Horkruxes noch Parsel konnte."
Ich hätte ihn ja nicht Parsel sprechen lassen müssen, wenn mich das Verlegenheiten gestürzt hätte. Es ist umgekehrt: Ich ging von den HP-Romanen aus, in denen JKR eine dicke fette Spur in diese Richtung legt (die Gerüchte, dass Harry der wahre Erbe sei, die Tendenz des Sprechenden Huts, ihn nach Slytherin zu schicken, die nie ganz befriedigend erklärte Rettung vor Voldemorts Todesfluch, die Benutzung des Peverell-Wappens durch die Gaunts, ohne dass man so recht weiß, warum, usw.), und habe diesen Ansatz zu Ende geführt. Auf der Basis dieses Ansatzes aber KONNTE er seine Parselfähigkeiten nicht durch den Sturz Voldemorts verlieren.
15.09.2017 | 20:34 Uhr
zu Kapitel 60
Hi,

so, wie versprochen auch das Review zum bisher letzten Kapitel.
Ich kann einfach nur sagen: Wow. Obwohl ich anfangs damit gerechnet hatte, dass Harry verurteilt wird, habe ich die Hoffnung gehabt, dass es anders ausgeht und mit jedem Satz hat sich diese Hoffnung noch verstärkt, nur um dann am Ende in Stücke zerteilt zu werden.
Aber der Reihe nach.

Psychologische Kriegsführung hat unsere liebe Ministerin ja drauf, das hat die Wahl des Gerichtsraumes gezeigt.
Die arme Susan tat mir schon leid, aber stark, dass sie sich dafür entschieden hat, diese Anklage nicht zu übernehmen. Und Tanville? Ein übereifriger Möchtegern, der viel zu viel auf sich hält, aber im Grunde genommen nichts vorzuweisen hat. Fast schon ein wenig traurig^^

Ein kluger Schachzug von Greengrass, das Gamot allein beraten zu lassen. Wie der Großmeister gesagt hat: die alten Mitglieder konnten ihren Einfluss auf Hermines Leute ausüben und wie man am Ende gesehen hat, hat das ja auch funktioniert. Ihre Mehrheit war weg.
Wie sie dann während des ganzen Prozesses immer mehr die Kontrolle und ihre Glaubwürdigkeit verloren hat, hast du super dargestellt. Sie musste zugeben, dass sie mehr illegale Sachen am Laufen hat, als angenommen und das Aufdecken der neuesten Kompetenzen in Form der Unverzeihlichen, hat das Gamot dann komplett aufgeweckt. Genau wie Harrys Ansprache und die Erwähnung des Fluchs. Das hat die Verteidigung sehr gut durchdacht. Auch das Schlussplädoyer hat mir sehr gut gefallen. Nach diesem gab es eigentlich nur eine einzige Möglichkeit - nämlich der Freispruch.

Tja, wenn da nicht unsere liebe Frau Ministerin wäre. Was immer sie mit dem Tarnumhang gemacht hat. Ich schätze, sie hat sich zum Gamot geschlichen und dort irgendeinen Zauber ausgesprochen, damit die Mitglieder zu ihren Gunsten entscheiden. Eine andere Möglichkeit gibt es eigentlich kaum oder mir fällt einfach nur keine ein, das kann auch gut sein. Wenn dort alle Beweisstücke lagen, war bestimmt auch die Uhr mit der Aufnahme dabei. Warum hat sie die nicht an sich genommen, wenn sie doch erfahren hat, dass dort eine versteckte Botschaft drin steckt? Oder sie war sich sicher, dass das Gamot sowieso für sie entscheiden wird, aber dann wäre die Aufnahme noch etwas, um die Öffentlichkeit aufzurütteln, denn die war ja schließlich vom Prozess ausgeschlossen und weiß nicht, was dort alles aufgedeckt worden ist.

Und wieder eine Notverordnung... das war ja so klar -.- Aber gut, der Rettungstrupp steht bereit, also macht das jetzt auch keinen Unterschied mehr.
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen und freue mich besonders, dass du uns die letzten Kapitel an einem Stück präsentierst! An dieser Stelle sage ich schon einmal Danke für diese wunderbare FF und Danke, dass du sie mit uns geteilt hast.

Bis zum nächsten Review!
Viele Grüße,
Yavannaa
15.09.2017 | 18:34 Uhr
zu Kapitel 59
Hi,

Wow, da ist einiges passiert in den letzten Kapiteln.

Tja, da hat Andersons Handlanger ja ganze Arbeit geleistet. Mit einem Schlag sind fast alle von Harrys Verbündeten aus dem Verkehr gezogen. Wenigstens sitzen die Weasleys nicht in Askaban, aber auch so sind sie das perfekte Druckmittel gegen Percy. Um die Unbestechlichen mache ich mir Sorgen. Das sind noch Kinder und wie Macnair schon sagte: er weiß, wie es in Askaban zugeht. Vor allem, wenn die Dementoren wieder zurück sind. Hoffentlich kommen alle mehr oder weniger heil wieder da raus, wobei ich bei Arabella einige Zweifel habe --> Die Hochzeitssache und so. Ich hoffe, ich irre mich.

Ich finde es cool, dass Bernie und Rose sich offen auf die Seite von Roy und Albus schlagen. Das ist jedenfalls ein gutes Statement, dass da irgendetwas ganz und gar nicht richtig läuft und wenn Hermine ihre eigene Tochter gegen sich hat, macht das Eindruck auf die Öffentlichkeit (sofern sie davon erfährt). Auch Scorpius hat ja bewiesen, dass er für die Gruppe sehr hilfreich ist und das nicht nur wegen seiner Familie und deren Beziehungen.

Dass Roy seine Nerven verliert und kopflos handelt, ist absolut nachvollziehbar und macht den Charakter noch authentischer. Gerade er, der immer einen Plan hat und immer weiß, wie er sich präsentieren muss, lässt seiner Verzweiflung freien Lauf und es sind andere, die ihn wieder zur Besinnung bringen müssen. Gleichzeitig war es gut, dass er ein Zeichen hinterlassen konnte. So wissen die Anderen, dass sie nicht alleine sind und da draußen jemand daran arbeitet, sie zu befreien.

Der Plan mit den Schlangen ist genial. Da werden sicher einige Panik bekommen, wenn da 1000 Schlangen herumkriechen. Wenn sie zu Harry vordringen, könnte er die Schlangen ja ebenfalls kontrollieren, vielleicht macht das ja was aus. Die Todesser werden sicherlich ihre Freude daran haben, Askaban auseinanderzunehmen. Roy hat in dem Fall mehr als recht: Sie haben dasselbe Ziel, da ist es nebensächlich, was vor zwanzig Jahren passiert ist. In diesem Moment sind sie auf derselben Seite und haben denselben Feind. Der Feind meines Feindes ist mein Freund, sage ich dazu nur.

Zum Schluss zur Generalprobe. Wenn die gelingt, ist das mal wieder ein schlechtes Zeichen -.-
Schöne Manöver, die sie da üben, aber die Bedingungen in Askaban sind andere und dann ist die Frage, ob jeder seine Nerven behält und ob die Zauber dann auch alle so reibungslos funktionieren. Es wird auf jeden Fall ein schwieriges Unterfangen werden, bei dem es zu viele nicht kalkulierbare Variablen gibt.
Hermines neue Notverordnung... das war fast zu erwarten. Sie stopft das Gamot mit ihren Verbündeten voll, um zu gewährleisten, dass sie Mehrheit bekommt. Dass Ganze dann noch mit der Gleichberechtigung zu begründen, ist ein kluger Schachzug. Sie stärkt scheinbar die Demokratie, um sie dann ganz in dessen Sinne abzuschaffen. Das erinnert mich gerade an Star Wars, bei dem der Senat für die Errichtung eines Imperiums stimmt. Wahrscheinlich will Hermine dasselbe^^

So, das war es bis hierhin. Für das nächste Kapitel gibt es ein Extrareview, da es so lang und ausführlich war. Da will ich das nicht auch noch hier hinterher quetschen.

Viele Grüße,
Yavannaa
somniumpolis (anonymer Benutzer)
15.09.2017 | 16:35 Uhr
zu Kapitel 60
Verdammte Hacke, das war mal ein Schinken! Ich hab selten so bei einem Kapitel mitgefiebert, und selten ein solch guten, detaillierten Gerichtsprozess gelesen - Respekt!
Es war richtig schön mit anzusehen, wie Hermines Seite juristisch der Teppich unter den Füßen weggezogen wurde! :D Ich kann gar nicht wirklich in Worte fassen, wie gut dieses Kapitel war. :D

Ich freu mich schon auf die weiteren Kapitel am Wochenende, und hoffe, dass es einen würdigen Abgang gibt ;)
Grüße!