Autor: MissSienna
Reviews 26 bis 50 (von 72 insgesamt):
27.07.2017 | 18:05 Uhr
zu Kapitel 12
Hallo!

Sieh an, sieh an, kommt von mir also doch noch ein Review! Wer hätte das erwartet? Also ich zumindest nicht. Ich kenne dein Problem mit dem Stress nur allzu gut, sonst hätte ich ja wohl kaum so lang für ein einziges läppisches Review gebraucht. Aber nachdem meine Wohnung (halbwegs) eingerichtet habe, die Vorbereitungen für meinen Geburtstag (beinah) abgeschlossen sind und ich soeben die nächste (aber leider nicht letzte) Ernte beendet habe, kann es endlich mit dem weitergehen, was ich dir noch schulde.
Gut, dass du in der Zwischenzeit nichts mehr hochgeladen hast. Ich hasse es nämlich, im Rückstand zu sein.


DIE ERNTEZUSAMMENFASSUNGEN

VERITAS SNOW

Fangen wir doch zunächst einmal mit der Idee hinter diesem Kapitel an, die zwar an sich nichts Neues ist, sich aber bei deiner Jubiläumsidee außerordentlich anbietet. Schließlich sollen die beiden Präsidenten, die du hier auf die Tribute reagieren lässt, je eine von den jungen Damen später einmal heiraten. Und da du bereits angedeutet hast, dass diese beiden bei den späteren Spielen ihre Finger mit im Spiel haben werden, ist es nur sinnvoll und zuvorkommend, den Lesern schon mal im Vorfeld zu zeigen, worauf sie sich einzustellen haben.
Die beiden Präsidenten selbst, vor allem Veritas, aus dessen Sicht das Kapitel ja geschrieben ist, scheint von der Idee seines werten Beraters allerdings alles andere als angetan zu sein. Auf besagten Berater, Priamus Pye, möchte ich an dieser Stelle kurz noch einmal genauer eingehen: Was für ein bescheuerter Berater ist das denn, der eigenmächtig Entscheidungen fällt? Ihm muss doch bewusst sein, dass solche Stümperhaftigkeit ihn zumindest sein Amt kosten wird, wenn nicht sogar, und bei diesen Präsidenten durchaus wahrscheinlicher, seinen Kopf. Dafür hat er ja an diesem Abend noch erstaunlich gute Laune, die er ja auch noch eine Weile spazieren tragen darf, vorausgesetzt, dass die beiden Präsidenten nicht vorher die Nerven verlieren.
Er ist irgendwie eine Witzfigur, aber irgendwie scheinst du ja eine Vorliebe dafür zu haben, führende Positionen im Kapitol mit Witzfiguren zu besetzen. Ich stehe mehr so auf Kapitolscharakter, die im Vergleich zu ihrem lustigen Outfit nahezu erschreckend kaltblütig und ernst sind, aber na gut, persönliche Vorlieben. Schade ist es irgendwie trotzdem, weil diese Charakterzüge irgendwie dazu führen, dass ich einen entscheidenden Charakter und damit einen Teil der Story nicht ernst nehmen kann. Bestes Beispiel sind deine beiden Präsidenten.
Vanitas und Veritas wirken auf mich wie zwei unbeherrschte Kleinkinder, die sich absolut nicht in der Gewalt haben. Sie sind nicht in der Lage, ihre impulsiven Stimmungen unter Kontrolle zu halten, sondern schlagen immer direkt irgendwas oder irgendwen, im besten Fall einander zu Brei, wobei sie dann natürlich das Aufsehen anderer Leute auf sich lenken, was sie dann andere ausbaden lassen. Zwar hast du in diesem Kapitel durchaus die Kritik vom Anfang berücksichtigt, dass man die beiden nicht auseinanderhalten kann, was ich gut finde, was allerdings nichts daran ändert, dass ich mich mit den Persönlichkeiten der beiden trotzdem irgendwie nicht anfreunden kann, weil es der Story irgendwie einen lachhaften Charakter verleiht. Und das ist schade.
Was mich auch stört, ist die offensichtliche Machtlosigkeit der Präsidenten. Sie müssen sie sich um ihren Ruf Gedanken machen. Ein toter Elektriker (selbst schuld) könnte sie den Hals kosten. Aber wieso? Sie sind die Staatsoberhäupter von Panem, einem autokratischen Regime. Da können sie doch auf ihren Ruf und die Meinung anderer scheißen, wenn sie sich schon nicht zusammenreißen können, anstatt andere für ihre Albernheiten büßen zu lassen. Und wie wenig Geld haben die denn bitte? Bitte welcher Präsident geht denn bitte schon pleite, wenn er mal zehn Flaschen Champagner zahlen musste. (Wo haben die den eigentlich her? Champagner darf meines Wissens nur in der Champagne gebraut werden?)
Aber genug Gemecker, machen wir lieber wieder mit etwas Positivem weiter wie deinem Schreibstil, der wieder ganz hervorragend war. Dieses Mal hattest mit meinen Klammern, die es ja dieses Mal nicht gab, auch weitaus weniger Schwierigkeiten, was mich erleichtert! Auch mochte ich die ganzen Details, wie der Auswahl der Gästen und die allgemeine Beschreibung dieser oder die Allee, die nach unserem geliebten Originalsnow benannt ist, herrlich. Und außerdem hat es mir der Moderator der Spiele irgendwie angetan. Der wirkt wenigstens seriös.
Jetzt wird es aber langsam mal Zeit, zum eigentlichen Kern des Kapitols vorzudringen. Zunächst einmal zu den Einschätzungen allgemein, die von drei Personen durchgeführt werden. Erstens Veritas, unserem Protagonisten in dieser Sicht, dem überlegten Bruder, der sich größtenteils in Schweigen hüllt, was ich etwas schade fand, da so die Beurteilungen etwas einseitig oder eher zweiseitig wurden. Andererseits könnte das auch eine ganze Menge über seinen Charakter aussagen. Dass er nicht zu vorschnell urteilt. Ich hoffe, wir erfahren seine Meinung noch im Verlauf der Geschichte. Zweitens Vanitas, unserer Schnapsdrossel und definitiv dem anstrengenderen Bruder, dessen Einschätzungen ausschließlich oberflächlicher Natur waren, aber was will man da erwarten. Bin ich an dieser Stelle froh, dass meine Lex nicht schon von vornherein wegen ihrer Äußerlichkeiten aus dem Spiel ist. Die sind nämlich durchaus nicht schlecht, aber auch nicht so bildhübsch wie bei vielen anderen Tributen. Und das, was nicht passt, könnte man ja zur Not mit Schönheitsoperationen richten, auch wenn mir das natürlich sehr missfällt.
Und die Dritte, die ihre Finger im Spiel hat, ist unsere oberste Spielmacherin Cassia. Und an dieser Stelle muss ich schon wieder meckern. Ihre Allwissenheit finde ich nämlich nicht nur gruselig, sondern auch einfach nur unrealistisch. Wie kann man auf so einem winzigen Bildschirm so viele Details erkennen und gleich die richtigen Schlüsse ziehen? Allein das mit der Farbe unter den Nägeln ist einfach nur absolut absurd, es sei denn, sie hat sich schon vorher über die Tribute informiert und deshalb geschummelt.
Da ich schon wieder viel zu lange labere, beschränke ich mich der Übersichtlichkeit halber, was die Einschätzungen der Tribute angeht, auf die Dinge, die mich überraschen. Wie Lyaras Gewicht zum Beispiel. Aus ihrer Ernte ist gar nicht deutlich geworden, dass sie ein bisschen mehr auf den Rippen hat (wenn das nicht nur nach Kapitolsverhältnissen so ist). Schade eigentlich, durch ihr Gewicht ist sie mir nämlich gleich ein Stück weit sympathischer geworden, weil ihr das eine gewisse Einzigartigkeit gibt, die ihr bislang gefehlt hat. Und zu viel auf den Hüften ist ja auch nicht unwiderruflich. Da muss man sie nicht in der Arena bestrafen, reicht ja ein bisschen Fettabsaugen danach. Ansonsten gab es kaum Überraschungen. Lex und Kittä sind ja ganz gut weggekommen.
Auf eine Sache möchte ich trotzdem noch mal eingehen. Und zwar auf die Sache mit dem Alter. Anders als andere Leser wundert/verstört es mich nicht, dass die Präsidenten eine zwölfjährige Braut in Betracht ziehen, solange diese hübsch genug ist. Im Gegenteil. Es verstört mich, dass sie manche wegen ihres Alters ausschließen, weil dies ein Kriterium war, dass sie von vornherein hätten auslöschen können, indem sie die Tribute unter den Vierzehn- bis Zwanzigjährigen ausgelost hätten. Das hat es schon öfter gegeben, bei anderen Autoren, wieso dann nicht hier? Die beiden wollen doch eine Braut finden. Wozu dann sich selbst beeinträchtigen?

Abschließend muss ich sagen, dass ich mit dem Kapitel so meine Schwierigkeiten hatte, da will ich dir auch gar nichts vormachen. Und es tut mir auch wahnsinnig leid, wenn du dich jetzt wieder verletzt oder gekränkt fühlst, weil das echt nicht meine Absicht ist. Meine Meinung ist größtenteils einfach nur meine Meinung und ich neige dazu, größtenteils einen zu harschen Tonfall anzuschlagen und das tut mir nicht. Auch wenn ich mit dem Verlauf und vor allem mit dem Ende des Kapitols größtenteils nicht einverstanden bin, mag ich die Idee und freue mich, nach dem Prüfungsstress mehr von dir zu lesen.

Wir lesen uns,
Katia!

Antwort von MissSienna am 27.07.2017 | 20:35:44 Uhr
Hallo Hallo,

ich nehme an, du bist ebenso überrascht über diese rasche Antwort wie ich es über dein Review war!
DIe Prüfungsphase neigt sich dem Ende zu, morgen noch eine und dann bin ich endlich auch durch. Und bevor ich jetzt durchdrehe und panikartig nochmal mit Skripten und Lernzetteln um mich werfe beantworte ich lieber dein Review, ich vorbildlicher Student :D
Beim Beantworten deiner Reviews komme ich mir immer ein bisschen blöd vor, weil ich mich gefühlt für alles rechtfertige und ich hoffe, dass ich nicht so wirke, als ob ich schlicht und einfach nicht mit Kritik umgehen kann. Ganz im Gegenteil, ich bin ein großer Fan von deinen ausführlichen Kritiken, denn von Lob wird man ja bekanntlichermaßen nicht besser. Es ist nur so, dass ich mir bei den meisten Dingen, die ich hier so schreibe, tatsächlich etwas gedacht habe und das versuche, zu versprachlichen. Und wie es so schön in meinem Erziehungswissenschaftskript steht: Wissen wird vor allem durch wechselseitiges Aushandeln von Bedeutung konstruirt.^^

Die Erntezusammenfassung dient in erster Lienie dem Zweck, nochmal sich nochmal alle, auch die weniger auffälligen, Tribute ins Gedchtnis zu rufen, ich persönlich verliere da bei MMFFs nämlcih immer den Überblick. Dass es von der Story her ganz gut passt, dass die Präsidenten sich einen Überlick über ihre "Auswahl" verschaffen, war nur ein verstärkender Faktor.
Zu Priamus Pye: Er liebt den großen Auftritt, die Extravaganz, das Rampenlicht. Für ihn gibt es nichts Tolleres, als große Feierlichkeiten, Veranstaltungen und Parties im Palast, bei denen er auflaufen und sich wichtig machen kann. Auf die Idee, dass andere dererlei Dingen nicht so zugetan sind, auf die Idee kommt er gar nicht, er ist überzeugt, dass er den Präsidenten mit dem Empfang eine Freude bereitet. Man könnte wohl sagen: Er hat es nur gut gemeint. An der Tatsache, dass die Präsidenten nicht so begeistert von der ganzen Sache sind ändert das zwar nichts, aber es erklärt zumindest, dass er nicht schlicht und einfach doof ist. Sicher, die hellste Kerze auf der Torte ist er nicht und er hat einen leichten Hang zur Witzfigur, aber ich mag ihn irgendwie trotzdem. Er bringt ein bisschen Leben und Kapitol-Spirit in die Gesellschaft. Daher ist er auch (vorerst) von der Klinge gesprungen und wird seine gute Laune noch eine Weile weiter spazieren tragen.
Zu Vanitas und Veritas (oder Vani und Veri, wie sie in einem anderen Review getauft wurden): dass sie auf dich wie unbeherrschte Kleinkinder wirken liegt... nunja, daran,dass sie sich genau so benehmen. Sie sind nicht besonders intelligent, schrecklich verzogen, haben ihr leben lang alles bekommen, was sie gerade wollten und sind in einer Position, die ihnen nahezu unbegrenzte Macht und Immunität bietet. Und genau diesen Kontrast mag ich an ihnen. Sie sind auf der einen Seite so kindisch und inkompetent, dass du sie zurecht nicht Ernst nehmen kannst, auf der anderen Siete muss man sie ob ihrer gesellschaftlichen Stellung Ernst nehmen. Sie können an sich machen, was sie wollen und niemand kann sie daran hindern. Wie du schon sagst, Geschmäcker sind da verschieden und ich habe die ewig rationalen und eiskalten Blaupausen vom Original-Snow irgendwie satt, deswegen wollte ich mal was anderes machen.
Zu der Machtlosigkeit: Die beiden haben - wie es sich für die Oberhäupter eines autokratischen Regimes gehört- natürlich Geld und Macht wie Heu. Und das wissen sie auch. Der tote Elektriker geht ja auf Vanitas Kappe und es ist nicht der erste "rätselhafte Tod" dieser Art. Veritas macht sich einfach Sorgen, dass dieses Gebaren an die Öffentlichkeit kommt und sein Bruder durch solchen Blödsinn am Ende eine Revolution oder Ähnlcihes auslöst. Die Distrikte sind ja prinzipiell sowieso gegen ihn, da kann er es sich nicht leisten, auch noch im kapitol für Unmut zu sorgen. Natürlich befürchtet er wegen einem einzelnen Toten Elektriker nicht gleich den absoluten Supergau, aber er versucht seinen Bruder zu bremsen, solange es noch möglich ist. Genauso wenig gehen die Präsidenten wegen ein paar Champagnerflaschen pleite , es missfällt Veritas nur, dass diese Leute, die er offenkundig nicht leiden kann, SEIN Geld versaufen. Und er neigt in solcherlei Dingen zu Übertreibungen. Wo sie den Champagner her haben- Tja, das ist wirklich eine gute Frage, ich habe mich noch nie so tief gehend mit Champagner und seinen Herstellungsrichtlinien beschäftigt. Vielleicht haben sie ja einfach irgendeinen Ort Champagne getauft, wäre den beiden ja durchaus zuzutrauen :D
Dass dir die Details und der Moderator gefallen haben freut mich sehr! Ich bin ja ein großer Detailfan und könnte mich stundenlang in solchen Einzelheiten verlieren. Achilles Elphinstone ist ein solider Kapitolscharakter, tatsächlich ein wenig seriöser als die Herren Präsidenten, obwohl er in meinen Augen durch den Ganzanzug aus hellblauem Samt ein wenig an Seriösität verliert. Eventuell wird er später noch mehr in Erscheinung treten, aber ich mag nicht zu viele Kapitolshauptcharaktere, deswegen wird er wohl eher im Hinergrund bleiben.
Zu Cassia Garance: Und mal wieder muss ich mich rechtfertigen :D Ich würde sie nicht unbedingt als allwissend beschreiben. Neben den beiden Präsidenten und ihren vorurteilsbehafteten und oberflächlichen Kommentaren wirkt sie vielleicht so, aber bei genauerem Hinsehen ist sie einfach nur sehr bedacht, rational und eine gute Beobachterin. An der Stelle mit dem Nagellack zum Beispiel: Ich stelle mir das so vor, dass die Kamera vielleicht garde zeigt, wie sich die Tribute die Hand schütteln, eine realtiv nahe Aufnahme der Hände, die Qualität der Fernseher im Palast ist mit Sicherheit gut und der Bildschirm wird als "riesig" beschrieben. Da könnten einem Farbreste und den Fingernägeln durchaus auffallen. Und da der Farbfleck Sekunden zu vor thematisiert wurde, ist die Verbindung beider Dinge eigentlich gar nicht so weit hergeholt, finde ich. Aber gut, ich denke, dass ist zu einem gewissen Maß auch Ansichtssache. Cassia ist sowas wie der Kontrast zu den Präsidenten, sie bringt ein bisschen Kälte und Ernsthaftigkeit rein.
Zu Lyara: Sie ist jetzt nicht direkt "fett" wie die Präsidenten sich ausdrücken, im Steckbrief ist lediglich vermerkt, dass sie etwas kräftigere Oberschenkel hat und bei den zu Übertreibungen neigenden und Perfektion erwartenden Präsidenten wird daraus eben schnell "fett". Ich finde auch, dass es ihr ein bisschen Wiedererkennungswert verleiht, deswegen habe ich es auch so ausführlich angesprochen. Und wie du schon sagst, in den Hungerspielen wird sich das vermutlich von ganz allein erledigen und falls es je nicht so sein sollte, wären Vanitas und Veritas sicher die Letzten, die "Nein" zu einer Schönheits-OP sagen würden.
Und noch zu den 12-Jährigen: Auf die Idee, die Zwölfjährigen auszuschließen bin ich leider zu spät gekommen, im nachhinein hätte ich das vielleicht durchaus in Betracht gezogen, aber jetzt ist es nunmal so. Ich will nur keinen Stess mit der Plattform bekommen, denn ich meine mich daran zu erinnern, dass Andeutungen von Pädophilie nicht so gern gesehen werden, deswegen bin ich da ein wenig zurück gerudert. Aber wenn du sagst, dass es das bei anderen Autoren schon gegeben hat bin ich doch ein bisschen erleichtert, ich werde den Zwölfjährigen (Isla insbesondere) natürlich eine faire Chance geben. Wie du schon sagst, jeder der nicht potthässlich ist, ist im Rennen und da die Präsidenten ja nicht alles steuern können, jeder andere eigentlich auch.

Keine Sorge, ich nehme dir deine Kritik nicht irgendwie übel und breche die Geschichte jetzt wie eine beleidigte Leberwurst ab. Es ist nunmal meine erste Geschichte und da habe ich nicht erwartet, nur auf Lob zu stoßen, das wäre ja auch ziemlich eingebildet. Ich weiß, dass ich noch viel üben und aus meinen Fehlern lernen muss, um eine gute Autorin zu werden. Und Geschichten sind ja auch irgendwie immer Geschmackssache, das was dem einen gefällt, gefällt dem anderen nicht und umgekehrt und allen wird man es nie recht machen können. Damit muss man nunmal leben und ich bin dir wie eingangs schon erwähnt dankbar für jede Kritik :)
Und sobald die Prüfungsphase (endlich) zu Ende ist werde ich mich ans nächste Kapitel setzen.
Bis dahin alles Liebe,
Sienna
18.07.2017 | 15:34 Uhr
zu Kapitel 11
Hallihallo, Sienna!
Nach langer Zeit auch wieder ein Lebenszeichen von mir! ;-)

Gerade wieder von meiner Konzerttour wiedergekommen, muss ich gleich mal nachsehen, was du so schreibst! Und war, nachdem ich aus Schweden wiederkam, sehr überrascht zu sehen, dass du gleich zwei Kapitel fertig hast, aber ich gehe der Reihe nach und schreibe jetzt erstmal für die Ernte.
Und die Freiheit, die ich dir gegeben habe, hast du gut umgesetzt! Danke, für diese andere Ansicht auf meine Kittä!
Aber fang ich erst mit der ersten Tributin an:

Alexia ist mir sympathisch geworden, klar, ihre Freundinnen sind schrecklich, ihre Familie ignoriert sie, aber sie ist ein handfester Charakter. Keine bessere hätte die Freundin Kittäs sein können. Ihre Familie ist genau das Gegenteil von Kittäs, was ich gut finde, Kontraste sind immer schön. Die Mutter kann ich bis zu einem gewissen Punkt noch verstehen, aber so wie sie mit Alexia umgeht ist unfair. Die Sache mit Kittäs und Alexas Beziehung hast du, meiner Meinung nach, sehr gut anklingen lassen. Ich bin schon gespannt, wie es damit weiter geht, ich war da ja kaum mit eingebunden und freue mich, dass ich mich von meinem eigenen Charakter überraschen lassen kann. Die zwei Mädels die da noch auftauchen sind, wie soll ich es formulieren, so die schlimmsten, die mir bisher unterkamen. Aber man kann "sehen", dass du viel Spaß dabei hattest die Szenen mit ihnen zu schreiben! Wie sie Kittä runtermachen hat mir einen kleinen Stich versetzt, mein kleiner Schützling, fand ich aber der Situation passend, denn dort hat man wirklich gesehen, wie Kittä so drauf ist. Das Enthüllen ihres Geheimnis fand ich auch ein guter Einwurf, nochmal als Erinnerung an die zerbrochene Beziehung. Dann die Ernte, wienich finde eine der besten, denn die Reaktionen beider und die Auflösung der Ernte war echt gut gemacht.

Jetzt nochmal kurz zu Kittä, die oben ja schon erwähnt wurde.
Ihr Name kam ja schon in vielen Reviews vor, manche sind begeistert, andere nicht so. Aber ich muss sagen, als ich nach einem Namen gesucht habe, fand ich den und war begeistert von ihm, erstens, es ist mal etwas anderes und zweitens, man muss sich wirklich an ihn gewöhnen, was gut zu ihrem Charakter passt. Was auch bemerkt wurde, die ständige Verwechslung von Kittäs und Kävets Namen, auch das hat einen Grund, beide kleben schon seit ihrer Geburt zusammen, keiner hat auch nur annähernd eine so enge Bindung wie die zwei. Also fand ich es mehr als passend, wenn sie auch noch ähnliche Namen haben, sodass sie kaum jemand auseinander halten kann. Was ganz gut geklappt hat. Ihre Familie ist auf dem ersten Blick wie aus dem Bilderbuch, aber wie schon erwähnt, sie hat es nicht leicht. Zwei Kinder leiden an einer Sehschwäche, eine hat die Schule abgebrochen und es gibt viele Mäuler zu stopfen. Was ich auch nicht wollte, war so etwas zu machen, wie Vater oder Mitter ist tot, alle leben in bitterer Armut oder sind verwaist. Ich hab ein bisschen aus meinem Umfeld gesucht Und abgeschaut. Alle Szenen mit den Lahjas fand ich super! Sie habe mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert, weil sie wirklich so waren, wie ich sie mir vorgestellt habe. Ein kleines Danke an diesem Punkt, du hast mir Kittä wirklich näher gebracht, einfach weil die Situationen so waren, wie ich sie mir ausgemalt hab. Wie schon in anderen Kommentaren erwähnt, fand ich auch Ethan klasse! Als ein wichtiger Nebencharakter gar nicht gedacht, hat er sich wirklich gut gemacht, seine schreckliche Art passt ziemlich gut. (Auf einen One-Shot wäre ich gespannt. ;-) )

So, alles wichtige ist aufgezählt, du hast es wieder mal super geschrieben. Und jetzt wo bald Ferien sind, werde ich wohl auch mit meiner MMFF weiter kommen. :-)
Wir schreiben uns, viele Grüße und "Danke!"- Rufe,
Ninde

Antwort von MissSienna am 19.07.2017 | 10:48:31 Uhr
Hallo liebe Ninde!
Und noch ein verlorener Sohn kehrt heim, bis auf eine Erstellerin sind wir jetzt glaube ich wieder komplett, was mich riesig freut!
Klingt so, als ob du jede Menge erlebt hast, während unsereins sich mit Prüfungen, Abi und Studium herumschlägt :D
Ich bin sehr erleichtert, dass du mit Kittäs Darstellung zufrieden bist, obwohl ich den Steckbrief so frei interpretiert habe. Ich habe mich dafür umso mehr bemüht, die Teile des Steckbriefs, die ich unberührt gelassen habe, wie zum Beispiel ihre Familie, gut rüberzubringen, aber dazu später mehr.
Schön, dass Lex dir symphatisch ist, ich persönlich mag sie nämlich auch sehr gern und leider wurde sie von vielen missverstanden (ich weiß, dass das natürlich in erster Linie meine eigene Schuld ist, ich werde diesen teil bei Zeiten mal überarbeiten). Obwohl Kittä und Lex so grundverschieden sind passen sie doch irgendwie zusammen, man sagt ja auch "Gegensätze ziehen sich an", was hier sehr gut passt. Auf der einen Seite die selbstbewusste, lebensfrohe Kittä, auf der anderen Seite die unsichere, schüchterne Alexia. Ich denke, die beiden ergänzen sich gewissermaßen. Ich habe ihre Beziehung an diesem Punkt noch relativ vage gehalten, in den kommenden Kapiteln werde ich dann Schritt für Schritt mehr verraten. Mit Brianna und Caitlyn hatte ich tatsächlich einen Heidenspaß, ich schreibe ja am Liebsten über so ein bisschen fiese Charaktere, was man in diesem Kapitel denke ich auch merkt. Auch Ethan ist dieser Leidenschaft entsprungen, er hat hier ja eine erstaunlich große Fangemeinde gefunden :D Kittä reagiert ja sowohl auf die zwei "gehirnamputierten Schnepfen" als auch auf den heiratswütigen Ethan ziemlich selbstbewusst, sie lässt sich nicht von ihnen beeidrucken und hat stets einen Konter parat. Im Endeffekt wird ihr ja leider genau das zum Verhängnis, ein weiterer Part des Steckbriefs, den ich geringfügig abgeändert habe. Was für eine elegante Überleitung zu Kittä! :D Wie du schon sagst, ihr Name hat die Reviewer gespalten, wie so oft, wenn irgendwas "Neues" kommt. Ich habe zugegebenermaßen auch eine Weile gebrächt, mich daran zu gewöhnen, einfach weil er doch sehr ungewöhnlich ist und in der großteils englischen Namenswelt von Panem sehr heraussticht, aber je öfter ich ihn geschrieben habe, desto besser gefällt er mir. Die Erklärung für Kittäs und Kävets Namen ist mir noch gar nicht gekommen, aber macht vollkommen Sinn. Die beiden kleben ja wirklich aneinander wie siamesische Zwillinge! Kävet ist auch ein Charakter, den ich sehr ins Herz geschlossen habe, ich mag ihren Sinn für Humor sehr und sie bringt irgendwie Leben in die Bude. Auch beim rest der Familie habe ich mich, wie eingangs bereits erwähnt, sehr bemüht. Erst Mal danke dafür, dass es keine klassische Schicksalsschlagfamilie ist, nicht dass ich etwas gegen tote, todkranke oder bettelarme Familienmitglieder hätte,aber in Panem-MMFFs häufen die sich doch immer. Die Lahjas haben es auf viel subtilere Art und Weise nicht leicht, schaffen es aber dennoch nach außen hin eine Art heile Welt vorzugaukeln und diesen Aspekt fand ich sehr interessant. Eine tolle Familie, auf jeden Fall.
Alles in allem kann man wohl zweifelsohne sagen, dass dieses Kapitel das kontroverseste war, was ja aber nicht unbedingt schlecht ist. Für Aufmerksamkeit und Uneinigkeit sorgen ist ja immernoch der einfachste Weg, aufzufallen und im Gedächtnis zu bleiben.
Ich kann dir auch schon mal verraten, dass es nicht lange dauern wird, bis du wieder etwas von einem deiner Charaktere lesen wirst, jetzt muss ich aber erstmal meine Prüfungen hinter mich bringen ;)
Ich freue mich schon sehr, wenn es bei dir auch weitergeht!!
Alles Liebe,
Sienna
17.07.2017 | 22:44 Uhr
zu Kapitel 12
Schande über mich! Jetzt habe ich das Kapitel schon so früh gelesen, aber total vergessen, dir ein Review da zulassen!

So! Das Kapitel war echt große Klasse! Das Lesen hat echt Spaß gemacht und ich bin praktisch durch das Kapitel durchgeflutscht... (Naja, du weißt schon! Man fängt an und auf einmal ist es zu ende!)
Meiner Meinung nach ist die Ernte-Zusammenfassung sehr gelungen. Man hat die Tribute und ihre Darstellungen bei den Ernten noch mal vor Augen geführt bekommen und sogar ein paar kleine Zusatzinformationen zu ihnen bekommen.
Die Kommentare von Vani und Veri waren ja sehr unterhaltend, aber eher weniger konstruktiv. Eher primitiv und immer auf das Aussehen der Tributen bezogen. Naja, was besseres kann man wohl kaum von ihnen erwarten, nicht? Schön fies, wie sich beispielsweise über Rosalyn Silbersteins Pickel oder über Alexia Rouvins kleinen Zusammenbruch auf der Bühne lustig machen ("Was für eine Versagerin!") oder wie sie sofort Everest Cray aus Distrikt 2 aussortieren, weil sie eben nicht so hübsch ist! Fies, aber göttlich... (Ich bin gemein...)
Interessant waren aber eher Cassia Garances Kommentare und der Fakt, das sie andauernd in ihr Notizbuch schrieb. Da könnte man ja glatt meinen, dass sie schon fiese Pläne schmiedet... Es ist wirklich erstaunlich, dass ihr scheinbar überhaupt nichts entgeht. Weder, dass Dynelle Tigots Haare mit billiger Farbe gefärbt sind, noch dass Kittä Lahja eine Sehschwäche hat. Wenn sie so etwas schon bemerkt, dann bin ich mal gespannt, was für Informationen sie uns verschweigt und nur in ihren kleinen Notizbuch festgehalten hat... Da würde ich wirklich gerne mal einen Blick rein werfen... Kann ich einfach mal in deine MMFF springen und mir ihr Buch klauen? Bitte, bitte!
Allgemein bin ich sehr neugierig was Cassia angeht... Sie scheint überhaupt nicht zu sein, wie all die anderen Kapitol-Bewohner. Cassia wirkt sehr besonnen, intellektuell und ruhig und meiner Meinung passt das Leben als Spielemacherin überhaupt nicht zu ihr! Sie ist im Kapitol aufgewachsen und hat vermutlich eingetrichtert bekommen, dass die Hungerspiele super toll seien, aber es wirkt nicht so, als ob sie die Spiele ungemein feiern würde, wie alle anderen auch! Ich, jedenfalls, bin sehr gespannt auf die nächsten Kapitel mit Cassia Garance!
Noch kann ich sagen, dass ich den kleinen Geschwister-Kampf zwischen Vani und Veri sehr genossen habe! Der Kommentar von Veritas von wegen "Brauereitochter, na, das wäre doch mal etwas für dich." war einfach göttlich! Ziemliche Kleinkinder, die Präsidenten. Naja, aber wenn man Streit mit seinen Geschwistern hat, wird man ja gerne mal Kleinkind... :D

Mensch, irgendwie bin ich jetzt total unzufrieden mit dem Review! Na ja, das nächste Mal wird's sicher besser (hoffentlich...)!
Ich freue mich schon sehr auf das Kommende, aber überanstrenge dich nicht! Ich schätze mal, dass ich im Namen aller deiner Leser sagen kann, dass es total in Ordnung ist, dass wir ein wenig warten müssen! :) Wünschen tue ich dir jetzt erst einmal, dass du das ganze Lernen und den Stress gut überwältigst und dass es deinem Fuß bald wieder besser geht!
Liebe Grüße!

Antwort von MissSienna am 18.07.2017 | 10:53:17 Uhr
Halli Hallo!
Besser spät als nie, immerhin hast du überhaupt ein Review dagelassen, das ist doch die Hauptsache :)
Als ich dann endlich mal Zeit hatte, mich um das Kapitel zu kümmern, bin ich auch beim Schreiben durchgeflutscht, ein paar Sätze zu jedem Tributen, ein paar Gläser Champagner für Vanitas, tüdelü tüdelü, und schon war ich fertig. Ich hoffe wirklich, dass alle "After-Ernte-Kapitel" so angenehm werden!
Mein hauptaugenmerk bei diesem Kapitel lag ja darin, nochmal einen Überblick über alle Tribute zu geben, manche Ernten liegen ja doch schnon eine Weile zurück, und nebenher die Kapitolscharaktere ein bisschen genauer zu charakterisieren.
Vani und Veri (ich liebe die Spitznamen übrigens!), naja du sagst es, was soll man schon von denen erwarten. Sie glänzen mal wieder durch Oberflächlichkeit, Fiesheit, Unreife und Respektlosigkeit, sowohl was ihre Angestellten als auch was die Tribute angeht.Eigentlich ist es schon ein Wunder, dass überhaupt einige Tribute ihren Anforderungen genügt haben, aber bei denen werden sie früher oder später sicherlich auch noch ein Haar in der Suppe finden.
Cassia Garance ist degegen ein ganz anderes Kaliber, ihr entgeht wirklich gar nichts und die Beiläufigkeit, mit der sie die dunkelsten geheimnisse der Tribute aufdeckt gibt ihr etwas Bedrohliches. Ich bemühe mich die ganze Zeit, sie ein bisschen geheimnisvoll und undurchschaubar zu halten und noch nicht zu viel über sie zu erzählen, aber sie ist auf jeden Fall keine 0815-Spielmacherin. Früher oder Später werdet ihr es schon noch erfahren, alles zu seiner Zeit :D
Vesta ist ja noch realtiv gut weggekommen, was Beleidigungen von seiten der präsidenten oder Enthüllungen von seiten Cassia Garance angeht, wahrscheinlich auch, weil die Situation da eh schon am eskalieren war.
Unzufriedenheit mit Reviews kenne ich zu gut. ich neige auch immer dazu, einfach druf loszuschreiben und am Ende festzustellen, dass jegliche Struktur fehlt und es auch sonst kein literarisches Meisterwerk geworde ist, aber was solls. Ich persönlich freue ich über jedes Review, ganz egal, wie kurz, lang, strukturiert oder unstrukturiert es ist!
In diesem Sinne werde ich jetzt auch gar nicht länger herumschwafeln, ich drücke mich nämlich grade schon wieder vorm lernen und meinen Fuß belaste ich illegalerweise auch schon wieder viel zu viel :D Hach, ich kann das Ende der Prüfungsphase gar nicht erwarten!
Alles Liebe,
Sienna
17.07.2017 | 18:29 Uhr
zu Kapitel 12
Huuuuuu
- da taucht auch die Vivi wieder aus ihrer Versenkung auf ;) Das Kapitel war einfach genial!!
Ich habe mich ein weiteres Mal in deinen Schreibstil verlibt, irgendwie sind alle deine Sätze kleine Kunstwerke für sich und ich kam aus dem Grinsen nicht mehr heraus.
Natürlich war es auch sehr interessant, alle Tributinnen einmal kommentiert zu sehen (Vanitas und Veritas haben zwar recht einsitige Kriterien gehabt ;)) aber Cassia Grahance (ich hoffe, sie heißt wirklich so, denn ich habe den Namen gerade aus meinem Gedächtnis heraus zitiert) schien doch sehr genau urteilen zu können.)
Ich bin mega gespannt, was mit den Charakteren noch so alles passiert (allerdings bin ich wohl nicht in der Position, dich zu drängen, ähä. Nur mal so: Gunst ist nicht in Vergessenheit geraten, ich bin nur langsam.)

Für deine Prüfungen wünsche ich dir viel Erfolg :D Das klappt schon!

Ganz liebe Grüße, Vivi

Antwort von MissSienna am 18.07.2017 | 10:29:55 Uhr
Ja Hallo!
Mensch, das freut mich ja, dass es dich auch noch gibt! Habe mir schon dezent Sorgen gemacht, dass du mir als Leserin und Autorin verloren gehst! :)
Schon, dass dir das Kapitel gefallen hat, du hast recht, Vanitas und Veritas Kriterien sind relativ oberflächlich, aber was will man von denen schon erwarten. Mal sehen, ob sie im Laufe der Geschichte noch einen sinnvollen Kommentar abgeben :D Cassia Garance (du lagst fast ganz richtig, ist ja auch nicht der leichteste Name) dagegen entgeht wirklich nichts. Sie nimmt ihren Job als Spielmacherin schon sehr ernst, die Tribute werden bestimmt noch eine Menge Spaß mit ihr haben.
In nächster Zeit wird es hier auch ein bisschen langsamer weitergehen, vom nächsten Kapitel stehen erst ein paar Sätze und eigentlich sollte ich mich auch wirklich meinen Lernsachen widmen, aber mal sehen. Mal sehen, wer von uns beiden als erster mit dem nächsten Kapitel fertig wird, ich warte ja weiterhin sehnsüchtig auf Concords ersten Auftritt in "Gunst"!
Vielen Dank, momentan ist meine Hauptmotivation, dass die Prüfungen bald vorbei sind, ob ich sie bestehe sehen wir dann in ein paar Wochen :D
Alles Liebe,
Sienna
16.07.2017 | 00:52 Uhr
zu Kapitel 12
Hallöchen!
Ich freue mich sehr, jetzt mal was anderes als nur die Ernten zu lesen.
Die Zusammenfassung war genauso, wie ich es mir bei den Zwillingspräsidenten vorgestellt habe: gemein, unverschämt und chaotisch! Ich hatte mir schon gedacht, dass das nicht gut endet.
Aber das sie sich am Ende prügeln? Zu köstlich! Ich weiß auch nicht, aber die Beiden sind ja so kindisch manchmal, dass ich mich wirklich frage, wie sie es geschafft haben bis zu dem Zeitpunkt nicht schon halb Panem in den Ruin getrieben zu haben!
Nun gut, jetzt aber zu den Kommentaren der Beiden:
Also, das erste was auffällt ist, dass sie ja fast nur nach dem Aussehen gehen, der Rest scheint eigentlich vollkommen egal zu sein. Zwar wird ab und zu auch nochmal darüber geredet, was für Chancen sie in der Arena haben, aber ansonsten geben die ja echt nur Kommentare von sich, wie "Die sieht gut aus" oder "Nein, die kommt nicht in Frage, die ist hässlich"
Ganz ehrlich, die sind ja mal sowas von oberflächlich die Beiden!
Und dann wurden sie mir noch ein bisschen unsympathischer! (Ja das haben sie echt geschafft!) Ich meine, dem einen würde es nicht mal was ausmachen, wenn seine Braut erst 12 wäre?
Das fand ich dann doch leicht verstörend! Das arme Kind!!!
Auf jeden Fall fand ich einige Kommentare echt genial!
Vor allem der über die Farbe an der Wand! Der war super!
"Vielleicht ist das Kunst" Ich musste echt lachen!!!
Und ich fand auch noch ziemlich witzig, wie verschieden die Kommentare der Zwillinge im Vergleich zu denen der obersten Spielemacherin waren.
Sie war immer so vorrausschauend und analytisch, während das liebe Zwillingspaar, da ja ganz andere Bewertungs Kriterien hatte!
Naja, es war jedenfalls wie immer ein klasse Kapitel!
Ich freue mich schon sehr auf die nächsten und wünsche dir auch noch viel Glück für deine Prüfungen!
Alles Liebe!<3
Deine dreamissy

Antwort von MissSienna am 16.07.2017 | 10:03:16 Uhr
Hey hey :)

Du glaubst mir gar nicht, wie schön es war etwas anderes als die Ernten zu schreiben! Wobei ich mich jetzt schon wieder nach dem Ende des Kapitolsteils und dem Beginn der eigentlichen Spiele sehne, aber gut :D
Hach ja, die Präsidenten sind schon eine wandelnde Katastrophe und es ist ihnen offensichtlich gelungen, sich über die Jahre im Präsidentenpalast nicht das geringste gute Benehmen anzueignen. Wie sie es geschafft haben, nicht halb Panem in den Ruin zu treiben? Das liegt in erster Linie daran, dass ihnen die krassen Regierungsgeschäfte viel zu langweilig sind und sie die lieber ihren Beratern überlassen, in zweiter Linie daran, dass der etwas vernünftigere Veritas der bessere Schere-Stein-Papier-Spieler ist. Sollte Vanitas einmal an der Drücker kommen, dann kann ich für nichts garantieren.
Ihre Bewertung ihrer "Auswahl" erfolgt selbstverständlich nach sehr oberflächlichen Kriterien, alles andere ist für sie erstmal sekundär. Mal ganz abgesehen davon, dass sie ihre Urteile viel zu voreilig treffen und noch die eine oder andere böse Überraschung erleben werden, wenn sich ihre favoriten zum Beispiel als billige Flittchen herausstellen :D
Das Vanitas die kleine Isla in Betracht zieht ist glücklicherweise größtenteils dem Alkohol geschuldet, er gibt zu diesem Zeitpunkt ja eigentlich bereits nur noch Schrott von sich. Isla ist ja mit Abstand der jüngste Hauptcharakter und ich wollte an dieser Stelle eine Begründung geben, warum sie einige Nebencharaktere überleben wird. Aber wie Veritas schon sagt, ihre Überlebenschancen sind sehr überschaubar, ich kann dich also beruhigen, das hier wird nicht in eine verstörende Kinderhochzeit ausarten.
Die Farbe an der Wand musste natürlich auch nochmal vorkommen, hauptsächlich um zu zeigen, wie gut Cassia Garance Beobachtungsgabe ist. Endlich schafft es mal jemand, endlich hat Quinn eine würdige Gegenspielerin gefunden! Und das Priamus Pye Vandalismus nicht mal erkennt, wenn er in pinker Farbe am Justizgebäude klebt war auch irgendwie klar. Dieser Typ ist quasi die personifizierte rosarote Brille, für ihn gibt es nichts Schlechtes in der Welt.Er ist ja auch der einzige, der buchstäblich alles was die Präsidenten machen gutheißt und das sagt ja schon alles über ihn :D
Ich hoffe, dass ich bald weiterschreiben kann, als nächstes stehen die Verabschiedung und die Zugfahrt an, aber zuallererst stehen eben die leidigen Prüfungen an. Vielen Dank, bei meinem unglaublich konsequenten Lernstil kann ich jedes Glück brauchen!^^

Alles Liebe zurück,
Sienna
15.07.2017 | 21:00 Uhr
zu Kapitel 12
Huhu!
An dieser Stelle bin ich versucht, meinen ersten Absatz aus dem letzten Review zu kopieren, aber ich spare mir das mal. Habe mich riesig gefreut, dass es wieder weiter geht!
Zu allererst einmal: DER ELEKTRIKER! Hahaha, er kommt also tatsächlich nochmal vor, auch wenn es ihm anscheinend nicht besonders gut ergangen ist. Ich Hellseher :D Andererseits war das ja fast zu erwarten, mit den Präsidenten sollte man es sich nicht verscherzen. Nach diesem Kapitel fällt es mir auf jeden Fall viel leichter, die beiden auseinander zu halten, damit habe ich mir ja ein bisschen schwer getan, aber offensichtlich sind die beiden ja doch unterschiedlicher als gedacht. Finde ich gut, es gibt ihnen ein bisschen mehr tiefe, dass sie nicht mehr zweimal derselbe Charakter sind. Die Spielmacherin Casia Garance mochte ich ja schon bei ihrem ersten Auftritt gerne und das tue ich immernoch. Ihre Beobachtungsgabe ist fast schon ein bisschen gruselig, sie erinnert mihc etwas an Sherlock Holmes :D Ich bin auch weiterhin davon überzeugt, dass sie in falsches Spiel spielt und irgendein Geheimnis hat.
Was ich an diesem kapitel außerdem gut fand, war dass man nochmal einen Überblick über die Tribute bekommen hat, ich hatte die weniger auffälligen nicht mehr ganz im Kopf, aber jetzt sind mir die meisten wieder präsent. Wirklich viele neue Informationen über die Tribute gab es zwar nicht, aber das finde ich nicht schlimm, die gab es ja in den Ernten zu Genüge. Dafür wissen wir jetzt grob, was die Präsidenten so von ihnen halten. Meine zwei sind dabei nicht so gut weggekommen, aber damit habe ich auch nicht gerechnet. Everest ist einfach viel zu unattraktiv, um an dieser Stelle etwas zu reißen aber dafür hat sie ja andere Qualitäten. Ich hoffe mal, sie schafft es auch ein Stück weit, ohne ein Liebling der Präsidenten zu sein. Isla konnte zumindest Vanitas von sich überzeugen, wobei ich jetzt mal hoffe, dass er im nüchternen Zustand Abstand davon nimmt, eine Zwölfjährige ernsthaft in Betracht zu ziehen. Und wenn das nicht der fall ist, wird veritas in bestimmt in seine Schranken weisen.
Auch die anderen Tribute fand ich schon gestaltet, jeder wurde mit ein paar Sätzen nochmal erwähnt, die Präsidenten haben ihr oberflächliches Urteil und die Spielmacherin einen schlauen Kommentar abgegeben. Die Rahmenstory mit dem hackedichten Vanitas fand ich total lustig, diesen Präsidenten kann ich kaum mehr ernst nehmen, obwohl ich das wahrscheinlich besser sollte. Er kann sich einfach nicht benehmen, wie es jemand in seiner Position sollte und ich frage mich, an welcher Stelle seiner Erziehung das versäumt wurde. Mal sehen, was er im Laufe der gschichte noch so alles bringt :D
Ich freue mich schon auf das nächste Kapitel und wünsche dir viel glück für deine Prüfungen!!!
Liebe Grüße,
AyeAye

Antwort von MissSienna am 16.07.2017 | 09:45:55 Uhr
Hallo liebe AyeAye,

In dem Fall spare ich es mir auch, den ersten Absatz meiner letzten Reviewantwort zu kopieren, ich freue mich auch, dass ich wieder hier bin und hoffentlich nicht alle meine tollen Leser und Ersteller durch meine falschen Versprechungen vergrault habe!
Der Elektriker, ehrlich gesagt bin ich durch dein Review überhaupt erst auf die Idee gekommen ihn nochmal zu erwähnen, ich hatte ihn nämlich schon wieder vergessen. Gut ergangen ist es ihm tatsächlich nicht, vermutlich war er überfordert mit der Reperatur des Fahrstuhls und musste dafür mit seinem Leben bezahlen. Pech gehabt, wie Vanitas Snow sich vermutlich ausdrücken würde. An dieser Stelle wird deutlich, wie egal ihm das Leben anderer eigentlich ist und wie wenig es braucht, um sein eigenes Todesurteil zu unterschreiben. Wie schon im letzten Review erwähnt habe ich dieses Mal ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, die Präsidenten ein bisschen zu differenzieren, denn du hast schon recht, davor waren sie im Grunde genommen zweimal derselbe Charakter. Jetzt dagegen sollte deutlich sein, wie unterschiedlich die beiden wirklich sind und ich persönlich kann mich gar nicht entscheiden, welchen ich weniger leiden kann (aber in einer positiven Art, ich liebe unsympathische Charaktere!). Cassia Garance gehört auch zu meinen Lieblingscharakteren, man kann sie schlecht einschätzen und sie hat wirklich einen messerscharfen Verstand und eine leicht unheimliche Beobachtungsgabe. Jetzt wenn ich so darüber nachdenke hat sie wirklich etwas von Sherlock Holmes, aber ich habe sie jetzt nicht bewusst daran angelehnt. Was deine Spekulationen angeht werde ich weiterhin schweigen. Wer weiß, wer weiß... ;)
Der Hauptsinn des Kapitels bestand auf jeden Fall in einem "Alle-Tribute-nochmal-ins-Gedächtnis-rufen", ich kann mir schon vorstellen, dass es als Leser gar nicht leicht ist, alle im Kopf zu behalten, obwohl alle so unterschiedlich sind. Everest und Isla sind natürlich zwei Charaktere, die eigentlich gar nicht gut bei den Präsidenten ankommen konnten. Everest- naja du sagst es, sie ist eben einfach nicht die große Schönheitskönigin, aber wie selbst Veritas erkannt hat wird sie dafür in der Arena für eine gute Show sorgen. Und die kleine Isla im Visier von Vanitas, das hast du richtig erkannt, das ist - glücklicherweise- größtenteils dem Alkohol geschuldet. Dennoch ist sie gut genug angekommen, um nicht zu Entertainmentzwecken früh von den Spielmachern umgebracht zu werden.
Ich habe mich wie immer bemüht, allen Tributen gleich viel Aufmerksamkeit zuzuwenden, aber das war gar nicht so leicht. Andererseits wird sich das im Laufe der Geschichte vermutlich ausgleichen, der eine wird an dieser Stelle mehr erwähnt der andere zwei Kapitel später.
Bei der Rahmengeschichte hatte ich ein bisschen die Befürchtung, mal wieder übertrieben zu haben, ich neige ja im Zweifelsfall zum "too much", aber freut mich, dass du sie lustig fandest. Sie unterstreicht dieses Gefühl, dass mir die Präsidenten auch geben, einerseits sind sie so fies und berechnend, andererseits kann man sie beim besten Willen nicht Ernst nehmen. Es wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass sie so etwas bringen :D
Ich hoffe sehr, dass ich bald zum weiterschreiben komme, aber ich habe aus letztem Mal gelernt und mache mal keine großen Versprechen. Vielen Dank, das Glück werde ich gebrauchen können, besonders wenn ichso "konsequent" weiterlerne wie im Moment ^^

Alles Liebe,
Sienna
15.07.2017 | 19:50 Uhr
zu Kapitel 12
Hey,

schön wieder etwas von dir zu hören. Ich habe zwar mitbekommen, dass du dich verletzt hattest, habe aber deinen Wort geglaubt, und dementsprechend die ganze vergangene Woche darauf gewartet. Aber hier ist ja endlich das Kapitel und ich habe mich sehr gefreut, diesen Alert zu bekommen.

Rechtschreibfehler oder andere Fehlerchen habe ich dieses Mal überhaupt nicht bemerkt, daher ein ganz großes Lob. Dein Schreibstil ist immer noch klasse und auch sehr schön beschreibend.

Dieses Kapitel ist aus der Sicht von Veritas geschrieben und er wirkt dieses Mal auch wie jemand, mit dessen Boshaftigkeit man rechnen muss. Und noch dazu wirkt er ungleich trickreicher als sein Bruder. Irgendwie mag ich ihn viel lieber als Vanitas. Auch nach diesem Kapitel.^^
Im ganzen Kapitel ist Cassia Garance die einzige, die wirklich etwas über die Tribute sagt, was wichtig für die Spiele wären. Sie erkennt Schwächen und was ich noch viel lustiger fand: Sie erkannte, dass Quinn die Schuldige ist mit dem Geschmiere. Und das haben noch nicht einmal die Friedenswächter erkannt. Die Frau denkt taktisch und das ist bestimmt nicht gut für die Tribute. Immerhin ist sie die oberste Spielemacherin.
Distrikt 1 wirkt auf beide Präsidenten gleich, was ich auch wieder lustig fand, da es ja auch zeigt, dass sie sich ja doch irgendwie ähneln. Und sei es nur im Geschmack.
Distrikt 2 ist für die beiden ja sofort außen vor, da ihnen dort die Tribute nicht gefallen. Okay, Dynelle gefällt ihnen, aber wir wissen, dass sie nicht lange leben wird. Immerhin wird ihre Mittributin sie nicht am Leben lassen. Tjaja...^^
Distrik 4 ist naja... okay, hier wurden wieder kleine Infos vom Steckbrief verwertet. ^^ Und wieder erkennt Cassia, was an Venice nicht stimmt. Und denkt sich bei Lyra eher ihren Teil. Das sie so viel niederschreibt deute ich zumindest dass es nichts gutes ist und zwar für keine von beiden.
In Distrik 5 gibt es einen richtig gemeinen Seitenhieb. Natürlich haben manche Mädchen Pickel im Gesicht, immerhin sind sie voll in der Pubertät... Und dann gibt es auch noch einen kleinen Verweis auf Vorbereitung. Ich hoffe, dass da ein Kapitel drüber kommt.
Distrikt 6 finde ich wieder lustig. Dieses Mal sind es ja zwei Mädchen die eindeutig zu jung für die beiden sind. Und wie sie trotzdem über die beiden reden. Vor allem Vanitas, was ich echt nicht gut finde. Veritas sieht wenigstens ein, dass sie zu jung sind.
Distrikt 7 ist dann länger abgefasst und erneut gibt es Anweisungen an Stylisten. Wobei auch Distrikt 2 kurze Haare hat. Wollen die echt, dass alle Tribute lange Haare haben. nur weil sie das bevorzugen? Warum frage ich eigentlich? Natürlich, immerhin geht es bei diesen Spielen um die beiden. Erneut wird das in der Vorbereitung lustig, vor allem, weil die Mädchen sich ja möglicherweise aus einem bestimmten Grund die Haare kurz geschnitten haben.
Mahara ist einer der wenigen Tribute, bei denen die beiden nichts auszusetzen haben. Finde ich echt verwunderlich. Zumidest bis die beiden erfahren, was Mahara davor gemacht haben. Dann denken sie vielleicht anders über sie und Vesta wir ja fast übergangen. Immerhin streiten die beiden dann und weiterhin ist es ihnen dann auch nicht mehr wichtig auf die anderen Mädchen zu achten. Wozu auch? Das sind ja eh nur Randdistriktler.^^

Wie gesagt, finde ich das Kapitel echt gut, und habe mich auch sehr gefreut. Macht nichts, wenn das RL dir etwas in den Weg kommt. Kennen wir doch alle.^^
Und umso mehr freut man sich doch, wenn es weitergeht.

LG Krissi

Antwort von MissSienna am 15.07.2017 | 20:32:34 Uhr
Hallo liebe Krissi!

Freut mich auch sehr, von dir zu hören. Ja die letzten Tage waren wirklich stressig und ich hatte mehr als ein Mal ein schlechtes Gewissen, dass ich meine Vorsätze was das Kapitel betrifft nicht halten konnte, aber was will man machen. Ich stecke knietief in der Prüfungsphase und zähle bereits die Tage, bis es vorbei ist :D
Mein Hauptanliegen in diesem Kapitel war es, den "Kapitolscharakteren" ein bisschen mehr Charakter zu geben und besonders die beiden Präsidenten ein bisschen voneinander abzugrenzen. Ich denke mal, es ist recht ofensichtlich, dass sich die beiden gar nicht so ähnlich sind, wie es auf den ersten Blick scheint und ich persönlich kann mich absolut nicht entscheiden, welchen von den beiden ich widerlicher finde. Veritas, der abartig kalt und berechnend ist, immer zu seinem eigenen Gunsten handelt und sich dabei deutlich geschickter anstellt als sein Bruder, oder aber Vanitas, der auf gut deutsch einfach nur strunzdumm und kindisch ist und die ganzen Hungerspiele als Riesenspaß sieht. Dafür haben sie beide einen gewissen Unterhaltungswert, insbesondere in Kombination. Cassia Garance dagegen ist eine hervorragende Beobachterin und Taktikerin, ihr entgeht bereits in diesem Kapitel nichts. Zu manchen Tributen kann sie sich Kommentare nicht verkneifen, aber der größte Teil der Gedanken, die sie sich macht bleibt uns noch verborgen. Die meisten ihrer Kommentare habe ich extra deshalb eingestreut, um zu zeigen, welche Details ihr auffallen und wie sie diese verknüpft, zum Beispiel die Farbe unter Quinns Fingernägeln und der Farbfleck an der Wand.
Über die ganze Erntezusammenfassung fällt denke ich auf, wie oberflächlich die Präsidenten ihre Auwahl betrachten, wie wichtig Äußerlichkeiten ihnen sind und wie vorschnell sie Urteile fällen. Im Prinzip sortieren sie ja die Hälfte der Tribute von vornherein aus und behalten sie teilweise nur der guten Show willen. Diese Tribute werden es in der Arena bestimmt umso schwerer haben, sich die Gunst der beiden zu erkämpfen. Auf der anderen Seite gibt es bereits jetzt die Favoriten, die es aber auch nicht zwingendermaßen leichter haben werden in der Arena. Es bleibt spannend, wie sehr die Präsidenten die Abläufe in der Arena beeinflussen werden, denn dass sie das tun werden liegt wohl auf der Hand.
Am Liebsten würde ich jetzt sofort weiterschreiben, aber die Stapel an Lernsachen um mich herum erdrücken mich, deswegen werde ich mich jetzt erstmal denen widmen. Aber keine Sorge, sobald wie möglich geht es weiter!

Alles Liebe,
Sienna
03.07.2017 | 22:15 Uhr
zu Kapitel 11
Hallo!

Da ist es endlich, das versprochene Review! Hat ja ganz schön lange gedauert, aber ich hatte leider weder die Zeit noch die Möglichkeiten, mir spontan welche freizuschaufeln, so gern ich auch gewollt hätte, weil man beim Kapitel seines eigenen Charakters schon gerne zeitnah eine Rückmeldung geben würde. Die sollte dann aber auch möglichst ausführlich sein, wenngleich ich noch nicht weiß, wie lang sie letztendlich wirklich wird. Ich werde einfach alles sagen, was ich zu sagen habe und dann sehen wir mal, wie viel am Ende dabei herauskommt.
In der Zwischenzeit hast du ja bereits reichlich Feedback erhalten, das ich mit Freuden verschlungen habe. Die Meinungen zu Lex scheinen ja recht durchwachsen zu sein, was ich nicht schlimm finde. Anfangs war ich ein bisschen enttäuscht, weil die ersten paar Reviews so schlecht über sie gewertet haben und das auch noch wegen Dingen, die eigentlich nicht vom Steckbrief vorgesehen waren, sondern nur durch dein berechtigtes Recht als Autor, Dinge zu erweitern, zustandegekommen sind. Ich bin dir dafür nicht böse, nur war Lex als eher liebenswerter Charakter vorgesehen, weshalb die ersten Reaktionen ein bisschen zermürbend waren. Aber letztendlich gab es ja doch noch ein paar Leser, die sie trotzdem mochten.
Ohne weitere Umschweife jetzt zu deiner letzten Ernte.


DIE ERNTE IN DISTRIKT 7

ALEXIA ♥

Beginnen wir gleich mit meiner geliebten kleinen Lex und ihrem ersten Abschnitt, der sich erwartungsgemäß mit ihrer Familie beschäftigt und den ich, um ehrlich zu sein, auch am wenigsten gelungen finde. Ich will damit nicht sagen, dass du in diesem Teil komplett daneben gegriffen hast, sondern nur, dass sich hier die wenigen Dinge, die mich an deiner Interpretation von ihr stören, häufen. Vielleicht hattest du zu Beginn einfach deine Schwierigkeiten, richtig in ihren Charakter hineinzufinden, wie du ja bereits angedeutet hattest.
Vorneweg: Dass ihre einzelnen Familienmitglieder ein wenig zu kurz kommen, stört mich absolut nicht, weil ich das anhand der Tatsache, dass ich dir gleich fünf von ihnen auf dem Silbertablett präsentiert habe, durchaus erwartet haben. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass ihr Vater, Timeo (wobei es ja zu dem nicht wirklich viel zu sagen gibt, ich mag im Übrigen deine Idee, dass er Angebote aus Distrikt 3 bekommt) und vor allem Lysander öfter vorgekommen wären, als nur einmal kurz als Randfiguren. Dafür hättest du dann beispielsweise den Teil kürzen können, den Lex damit zubringt, von ihrer Mutter herumgeschubst zu werden. Ihre Mutter war in meiner Vorstellung immer eine sehr schwache, weinerliche Frau, die sehr auf Elena fokussiert ist und alles um sich herum ignoriert, was im Klartext bedeutet, dass sie Lex nicht als Sklavin missbraucht, sondern sie einfach ignoriert und erst recht nicht anpflaumt, wenn sie einmal nicht auf Anhieb spurt. Dadurch wirkt sie insgesamt sehr herrisch und gemein, was sie ja eigentlich nicht ist. Aber vielleicht hast du das ja so aufgefasst. Liegt ja bei dir.
Der Einstieg, den du gewählt hast, ist durchaus passend. Elena im Fieberwahn, sehr weinerlich und überraschend laut, was nicht schlimm ist, wenngleich ich die Ängste, die sie in diesem Moment heimsuchen, irgendwie absolut fehl am Platz finde. Wenn man sich mal die Tatsache vor Augen führt, dass sie schon im Alter von fünf Jahren so schwer erkrankt ist, - finde ich übrigens toll, dass du nicht explizit erwähnt hast, um welche Krankheit es sich handelt - dass sie seitdem kaum mehr zurechnungsfähig war. So ein junges Mädchen weiß nicht von den Hungerspielen, es weiß nicht, welcher Tag ist und es macht sich auch keine Sorgen darum, dass es gezogen werden könnte. So sehe ich das zumindest. Ansonsten ist ihr Zustand sehr gut dargestellt.
Was mich jedoch am meisten an diesem Abschnitt stört, du kannst es dir sicherlich schon denken, ist Lex' Gedankenwelt. Sie wirkt sehr zynisch, sehr taff und irgendwie auch extrem gemein. Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass du es gewohnt bist, diesen Charaktertypus zu schreiben ist, aber Unsicherheit oder gar Unterwürfigkeit lese ich aus dieser Gedankenwelt nicht gerade heraus. Da gibt es keine sarkastischen Lachen, keine passiv-aggressiven Gedanken, die sie einfach nur nicht ausspricht, sondern nichts als Verzweiflung und Unsicherheit.
Jedoch gibt es da ein Satz, der dem Ganzen noch die Krone aufsetzt.
"Sie müsste schon die Hungerspiele gewinnen und einen der Präsidenten persönlich heiraten, um in der Gunst ihrer Eltern über ihre Geschwister zu steigen, was in etwa so wahrscheinlich war, wie dass Elena bis ins hohe Alter lebte, Timeo eine schlechtere Note als sie in einer Schularbeit schrieb und Lysander die blöde Hochzeit absagte."
Das war wahrscheinlich als witzige Anspielung gedacht, von wegen: Oh, sie denkt, das wäre so unwahrscheinlich, aber dann passiert es doch, wie ironisch! Die Idee ist ja ganz nett, aber irgendwie habe ich mit dem Satz trotzdem so meine Schwierigkeiten. Das fängt schon mit der Tatsache an, dass es so irgendwie so aussieht, als würde sie die Hungerspiele als ernsthafte Option sehen, um ihr Vorhaben, mehr Beachtung zu erzielen, umzusetzen, was ich ja explizit verneint habe. Die zweite Hälfte des Satzes macht es auch nicht viel besser. Alle Aussagen, die sie da trifft, sind zwar war, aber es passt überhaupt nicht zu Lex, so etwas überhaupt zu denken. Klar ist Timeo ein Streber und Elena zum Sterben verdammt, was sie auch weiß, weshalb sie sich von ihr fernhält, was noch lange kein Grund ist, das so herablassend und sarkastisch zu formulieren. Aber die Aussage zu Lysander ist irgendwie total fehl am Platz. Dadurch, dass er zuvor so wenig vorkommt, sieht es jetzt halt so aus, als hätte sie zu ihm die schlechteste Beziehung des gesamten Universums und würde ihn abgrundtief hassen. Dabei liebt sie ihn aus ihrer Familie am meisten und ist jetzt nur frustriert und neidisch, dass er das erreicht hat, was ihr bislang nicht gelungen ist.
Ansonsten ist eigentlich alles in Butter. Nach so viel negativer Kritik sollte ich das auch noch mal ausdrücken, gerade weil Lex so ein komplizierter Charakter ist. Du hast ihre Position in der Familie, ihre Meinung darüber und ihre Unschlüssigkeit, was die Zukunft angeht, sehr gut dargestellt. Außerdem mag ich auch die Sache mit dem Lappen und den Medikamenten, die ihre schlechten Lebensverhältnisse gerade im Kontrast zum nächsten Abschnitt noch mal richtig gut darstellen und die nächsten Abschnitte sind dir ja auch allesamt besser geglückt.

Wie zum Beispiel im nächsten Teil, den ich definitiv als meine unangefochtene Lieblingsstelle bezeichnen würde, weil hier einfach absolut alles stimmt. Großes Lob dafür! Man merkt, dass du mit Brianna und Caitlyn wirklich viel Spaß hattest, du hast all meine Vorlagen hervorragend umgesetzt und auch selbst eigene Details eingefügt, die sich perfekt in die Geschichte eingliedern. Wie die Redensart der Mädchen samt "Lexi", "Caity" und "Süße", gepaart mit oberflächlichem Gefasel. Ich konnte diesen überheblichen Tonfall förmlich in meinen Gedanken hören. Brianna und Caitlyn sind einfach so unfassbar zickig, dass jedem Leser bewusst geworden sein sollte, wie wenig ihnen an Lex liegt und wie sehr sie sie ausnutzen, um sich selbst geil zu fühlen. Das hast du ganz fantastisch gemacht. Auch mag ich den Luxus, den du in Briannas Haus beschreibst und der für Lex' Freunde so völlig normal und alltäglich ist, dass es fast wehtut. Mit begehbarem Kleiderschrank, tausend Klamotten, Make-up und allem drum und dran. Die Idee, wie Briannas Vater zu dem Reichtum gekommen ist, ist auch vollkommen schlüssig und logisch.
Aber kommen wir im Detail zu den einzelnen Charakteren. Zunächst Caitlyn, die ihre Gehässigkeit und den Wunsch, Brianna für sich allein zu haben, überhaupt nicht verbirgt, was allen total bewusst ist, was es umso genialer macht. Brianna stellt sich dafür deutlich geschickter an, sodass sie sogar Lex um den Finger wickelt, die jedoch aus einem bestimmten Grund besonders von ihr geblendet ist, der ja bei der Begrüßung bereits subtil angedeutet wird und nur dem auffällt, der wirklich Bescheid weiß. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie insgeheim von den Werten ihrer Freundinnen überhaupt nicht überzeugt wird, was sich in diesem Kapitel jedoch nur durch eine schwache Unsicherheit zeigt, die sich im Verlauf des Kapitels verstärkt. So oder so kommt hier Lex' wahrer Charakter zum Vorschein und auch ihr Aussehen hast du eingebracht, der Körperbau samt Oberweite und das eigentlich ganz hübsche, wenn auch nicht perfekte Gesicht mit den ungezupften Augenbrauen, die eigentlich keine Schande sein sollten. Denn wer hat in Panem bitte schön die Zeit, sich die Brauen zu zupfen?

Und nach vier Einleitungssichten kommen wir endlich zu dem eigentlichen Haken an Kittäs und Lex' Geschichte: Sie waren mal zusammen, was du innerhalb von wenigen Sätzen schon so deutlich demonstrieren konntest, wenn auch noch nicht ganz klar geworden ist, wie Lex eigentlich dazu steht. Aber fangen wir mal von vorne an.
Ich mag es, wie du einen Bogen von Kittäs Kleid - einem omahaften Albtraum - zu ihrer Sehschwäche spannst. Wie sich Caitlyn und Brianna eigentlich gegenüber Fremden verhalten, wird jetzt erst so richtig klar. Sie sind ignorant und machen keinen Unterschied, ob jemand kein Geld oder keinen Stil besitzt, wenn sie jemanden erst einmal in die Mangel genommen haben. Sie selbst sind ja aufreizend und nuttig zugleich gekleidet und auch ihr grobes Aussehen wird hier noch mal angerissen, weil sie einfach wirklich interessante Nebencharaktere sind. Kittä setzt sich trotzig gegen die beiden zur Wehr und Lex steht schweigend dazwischen, hin- und hergerissen, weil sie nicht zu Kittä zurückkann, aber auch nicht Brianna und Caitlyn beistehen will, deren Ansichten und Gemeinheiten sie ja überhaupt nicht teilt und teilen möchte. Und dann kommt es zu deinem größten Eingriff in Lex' Charakter: Die Tatsache, dass sie Kittäs Geheimnis verraten hat. Was sie natürlich, was die Unsympathie der Leser angeht, ganz nach oben katapultiert, aber das war es wert, weil du solch eine Idee, die nicht mal mir gekommen ist, unbedingt einbringen solltest, das ist dein Recht als Autor. Ich finde sie genial. Das macht die Beziehung zwischen Lex und Kittä um einiges spannender und schafft so viel Konfliktpotenzial.
Eigentlich ist Lex ja absolut nicht der Typ dafür, ein Geheimnis preiszugeben. Sie ist treu, gerade weil ihr noch so viel an Kittä liegt, aber sie wollte auch ihren neuen Freunden gefallen, etwas Wesentliches beisteuern, was sie noch nicht wissen. Da ist ihr das wohl einfach herausgerutscht. Ohne, dass sie über die Konsequenzen nachgedacht hätte.

Auf ihre Ziehung reagiert Lex' dementsprechend schockiert. Ich bin sehr stolz auf ihre Reaktion, muss ich zugeben, weil ich wahrscheinlich genauso reagieren würde und du hast das Ganze auch vom Schreibstil her sehr schön und malerisch umgesetzt. Mich erstaunt und beruhigt es sogleich, dass Brianna tatsächlich so etwas wie Betroffenheit an den Tag legt. Ich weiß nicht, ob du diese Reaktion als gespielt vorgesehen hast, aber für mich ist sie das nicht. Einfach, weil sie vielleicht verzogen ist, aber auch kein Monster, dass in diesem Moment schadenfroh ist. Wenn auch nicht am Boden zerstört.

Am stolzesten bin ich jedoch auf Lex' Reaktion bei Kittäs Lösung. Der totale Zusammenbruch, der ihre wahren Gefühle verrät, aussagt, wie viel ihr Kittä noch bedeutet. Und jetzt weiß es nicht nur ihre ehemalige Geliebte, die es durch den Tränenschleier vielleicht nicht mal gesehen hat, sondern ganz Panem. Fantastische Umsetzung! Ganz großes Lob!


KITTÄ

Der guten alten Zeiten willen fangen wir heute wieder bei den Namen an, die dieses Mal allesamt Finnisch sind, so wie ich bei Lex nur griechische Namen gewählt habe. Auch wenn die Namen von Kittä und ihrer Familie allesamt sehr ausgefallen sind, kann ich mich vor allem mit Kittäs Namen einfach nicht anfreunden, was mir schon beim Schreiben von Lex' Steckbrief des Öfteren aufgefallen ist. Dieses Ä hinten fühlt sich einfach so unglaublich falsch an und spricht sich gerade in englischsprachigen Ländern sehr eigenartig. Außerdem erinnert er mich an Kitty, was in meinen Augen irgendwie ein sehr alberner und ... billiger Vorname ist. Na ja, mag man von dem Namen halten was man will. Dafür mag ich die Person hinter dem Namen umso mehr.
Über ihre Persönlichkeit fahren wir in diesem Abschnitt ja noch eher weniger und auch ihr besonderes Handicap wird nur am Rande einmal kurz angedeutet, weil es später erst wirklich relevant werden wird. Dafür steht ihre Familie im Vordergrund, die ja wirklich sehr idyllisch zu sein scheint, obwohl sie natürlich durch die Sehschwächen innerhalb der Familie sehr von Schicksalsschlägen gebeutelt ist. Dennoch hält sie zusammen, sagt, was sie denkt und bleibt weiterhin standhaft. Allgemein scheinen sie trotz Gewitterwolken am Horizont sehr glücklich mit ihrem Leben zu sein und nicht dazu bereit, Kittä in eine Zwangsehe zu zwingen, um sich selbst aus ihrer finanziellen Notsituation zu befreien, was ich sehr bewundernswert finde. Trotzdem nicht übertrieben perfekt.
Ihre jüngsten zwei Geschwister sind ausgesprochen niedlich und auch Kävet habe ich mit ihrer patzigen, frechen und sarkastischen Seite sehr in mein Herz geschlossen. Ich vermute, dass das deine bevorzugte Art Charakter ist, weil Lex ja auch zu Beginn so gewirkt hat. Auch die Sache mit der Kettensäge war ein sehr humorvolles Detail.
Und eine der Hauptfiguren des Kapitels hat ihren indirekten Auftritt. Ich mag die Art und Weise, wie du subtil Informationen über Ethan in deinen Text verpackst und deutlich werden lässt, wie er so drauf ist und was ihn im Distrikt so unbeliebt macht, obwohl er sich selbst augenscheinlich für den Größten hält, wie aus seinem Schreibstil deutlich wird, wenn ich ihn auch zu Anfang eher für eine Witzfigur als für ein richtiges Arschloch gehalten habe. Es klingt einfach so richtig schnöselig, wobei ich mich frage, was er von so einer sehschwächenbehafteten Frau will. Wobei er das scheinbar gar nicht weiß, wie später aus der Geschichte deutlich wird. Vielleicht würde er ja von Kittä ablassen, wenn sie ihm davon erzählen würde, er will sie ja scheinbar nur, weil sie ziemlich hübsch ist. Obwohl ... wie Ethan tickt, wenn etwas nicht nach seinem Willen verläuft, sehen wir ja noch später.
Aber auch hier habe ich wieder ein paar Dinge zu bemängeln. Zunächst einmal deine Angewohnheit, Witze oder Aussagen auf Kosten der Spiele zu machen: "Lieber würde ich mich freiwillig melden", als wären die Spiele der Lebensinhalt der Leute in den Distrikten. Dabei ist das nur ein Tag im Jahr. Aussagen wie: "Lieber würde ich eine tote Ratte essen", sind viel natürlicher und zeugen ein bisschen vom Bild der Normalität. Es dreht sich eben nicht alles nur um die Hungerspiele. Hier hat es allerdings eine wichtige Bedeutung für die Handlung, weshalb ich diesen Anklagepunkt einfach mal fallen lasse.
Und mein allergrößter Kritikpunkt: Ich weiß, du schreibst gerne Dialoge und bist auch sehr stolz darauf, aber gerade beim Betalesen ist mir dabei ein Fehler aufgefallen, den ich früher auch sehr gerne gemacht habe. Schauen wir uns zum Beispiel mal diesen Satz an, daran wird es besonders deutlich:
"Zugegebenermaßen, das Geld, das seine Familie besitzt, würde uns nicht gerade ungelegen kommen, aber ich nehme an, er spielt damit eher auf seine den korrupten Behörden dieses Distrikts geschuldete Macht an, an der ich für meinen Teil kein Interesse habe. Außerdem stimme ich dir zu, Kävet, die Nachbarn würden uns mit Fackeln und Heugabeln aus dem Haus jagen"
Ein schön strukturierter, grammatikalisch korrekter Satz. Aber fällt dir was auf? Der klingt schon ganz schön steif. Das liegt an diesen tausend Verschachtelungen und den komplexen Wörtern, die einem Autor zwar einfallen würden, nicht aber einem normalen Menschen. Wer spricht denn bitte so, ohne den Text einstudiert zu haben und ohne sich mindestens einmal zu verhaften. So wirken deine Gespräche halt recht steif und erzwungen. Ich habe es lieber, wenn Gespräche lebhafter wirken. Ein Beispiel.
"Eigentlich könnten wir sein Geld ja schon gut gebrauchen. An seiner ergaunerten Macht hab ich jedoch kein Interesse. Du hast schon recht, Kävet, wenn wir uns darauf einlassen würden, wären wir bei den Nachbarn ganz schnell unten durch."
Oder so ähnlich. Merkst du den Unterschied? Es hilft vielleicht auch, wenn du einen Text nach dem Schreiben laut vorliest, (Das mache ich immer) um zu überprüfen, ob es auch wirklich natürlich klingt. Wenn du meine Meinung nicht teilst, ignorier das hier einfach.

Und nachdem wir den liebenswerten Ethan schon in seinen Briefen kennenlernen durften, treffen wir ihn sogleich auch noch mal in Person, wobei du abermals Kittäs Sehschwäche andeutest, sodass sie mittlerweile kaum mehr zu überlesen sein sollte. Ethan ist live und in Farbe noch wesentlich schlimmer, als er sich in seinen Texten gibt, ein verwöhnter Dreckssack, der zu viel von sich hält und denkt, der ganze Distrikt müsste nach seiner Pfeife tanzen, weshalb er zumindest unbeliebt ist und gemieden wird. Sich ihm widersetzen kann er ja nicht, bei so einflussreichen Eltern. Dass er Kittä bei denen schon als seine Verlobte angemeldet hat, ist natürlich kackendreist, was mal wieder beweist, dass es ihm gar nicht wirklich darum geht, dass sie ihn mag, sondern nur um seinen eigenen Ruf und den Wunsch, endlich eine begehrenswerte Verlobte zu haben. Und dass sie sich ihm widersetzt und ihn so öffentlich bloßstellt (wobei endlich ihr direkter, ehrlicher und selbstbewusster Charakter zum Vorschein kommt), geht ihm deshalb natürlich gewaltig gegen den Strich, weshalb er zur Impulsivität neigt und ihr eins auswischen will - ohne sich über die Konsequenzen Gedanken zu machen. Zunächst muss nur ihre niedliche, von ihm verspottete Haarspange dran glauben, ein sehr schönes und niedliches Detail, aber bald schon wird es Kittä bereuen, nicht doch eher gesagt zu haben, dass sie "lieber eine tote Ratte essen würde."

Kittä kann einem echt richtig leidtun. Auf der einen Seite wäre da das Gespräch mit Ethan, von dem sie nicht weiß, wie ernst sie es nehmen kann und parallel dazu auch noch die Sache mit Lex, die sie mehr kaltzulassen scheint als umgekehrt. Klar, wurmt und verletzt es sie, dass ihre Ex-Freundin ihr Geheimnis verraten und sie somit dem ganzen Distrikt zum Fraß vorgeworfen hat, ein solches Vergehen ist auch nicht zu verzeihen, vielleicht höchstens im Angesichts des Todes, aber Gefühle der Liebe scheinen verständlicherweise nicht mehr vorhanden zu sein. Während Lex die schönen Momente der Beziehung noch lebhaft in Erinnerung hat und schmerzlich vermisst, ist Kittäs Einstellung eher nüchtern, als wäre das Ganze ein Teil ihrer Vergangenheit, der schiefgegangen ist und mit dem sie voll und ganz abgeschlossen hat.
Wenigstens hat Kittä jetzt Kävet, die sie fleißig mit witzigen, aufgeweckten und amüsanten Livekommentaren zur Betreuerin versorgt, - Wieso ist die überhaupt abgehauen und hat ihre Schwester mit Ethan im Stich gelassen, sie hätte doch wissen müssen, dass dabei nichts Gutes herauskommt - wobei sie Kittä natürlich wieder mit der Nase auf ihre Sehschwäche und ihr drohendes Schicksal stößt, dass hier erstmalig richtig erklärt wird. Die drohende Erblindung, das fehlende Geld für die Operation. Dennoch geht sie damit tapfer um, macht sogar Scherze im Stil des Galgenhumors. So etwas macht einen Charakter bei mir immer auf Anhieb sympathisch und auch sonst habe ich Kittä viel lieber, als ich zunächst für möglich gehalten hätte. Ich kann Lex' Gefühle zu diesem Mädchen sehr gut nachvollziehen.
Zum Stil der Betreuerin sag ich jetzt einmal nichts. Ich denke, es liegt auf der Hand, dass so ein Geschöpf in keinem Paralleluniversum von mir als schön erachtet wird.

Als Kittä sich bei Lex' Losung ehrlich betroffen gezeigt hat, wurde mir ganz warm ums Herz, weil es mir zeigt, dass Kittä Lex doch nicht egal ist, was beiden wahrscheinlich in der Arena zum Verhängnis werden wird. Schlimmer noch, der Gedanke, sie niemals wiederzusehen, die fast schon hundertprozentige Gewissheit, dass sie sterben wird, macht Kittä wahnsinnig fertig. Sie kann sich nicht vorstellen, dass sie das ertragen kann. Das sollte sie sich ins Gedächtnis rufen, wenn sie im Zug Schwierigkeiten damit hat, Lex zu verzeihen.
Im Kontrast dazu steht Kävets Unverständnis, die nie erfahren hat, dass die beiden mal ein Paar waren und folglich nicht die ganze Wahrheit kennt. Wie so viele versteht sie Lex' Unsicherheit nicht und findet sie natürlich eigenartig. Vollkommen verständlich.

Zu Kittäs letzter Sicht gibt es nicht viel zu sagen. Natürlich ist auch sie schockiert, aber zumindest zeigt sie sich mutiger und weniger betroffen, als Lex es getan hatte, behält ihre Panik für sich, auch als ihr langsam ins Bewusstsein sickert, dass Ethans leere Drohung gar nicht mal so leer war und er bei der Sache wirklich seine Finger im Spiel hat. Bleibt abzuwarten, ob er das nicht vielleicht sogar bereut, denn jetzt gibt es kein Zurück mehr.


Und damit wären wir auch schon am Ende angelangt. Das Review ist viel ausführlicher geworden, als ich es für möglich gehalten hätte. Ich hoffe, du bist damit zufrieden.
Abschließend muss ich dir noch einmal versichern, dass ich trotz des holperigen Einstiegs dem Kapitel gegenüber sehr positiv eingestellt bin. Nach einer Weile ist es dir gelungen, vollkommen in die Charaktere hereinzufinden und dein Schreibstil und deine Liebe für Details war konstant genial. Du kannst also stolz auf dich sein! Ich freue mich auf mehr.

Wir lesen uns,
Katia!

Antwort von MissSienna am 04.07.2017 | 19:49:45 Uhr
Halli Hallo liebe Katia,

Hui, ist das ein langes Review! Habe vorsorglich gestern Abend nicht mehr angefangen, noch darauf zu antworten, weil ich schon ahne, dass meine Antwort auch etwas länger ausfallen könnte. Dass das Review erst jetzt kommt ist gar nicht weiter schlimm, wäre am Wochenende ohnehin nicht zu antworten gekommen, da ich es größtenteils in den Notaufnahmen zweier Krankenhäuser verbracht habe. Es ist mir jetzt zu allem Überfluss nämlich auch noch gelungen, mir den Mittelfuß zu brechen und die Diagnose hat sich etwas... sagen wir gezogen. Anyways, jetzt bin ich wieder soweit fit und der Gipsfuß hält mich ja glücklicherweise nicht vom Schreiben ab, sodass es jetzt hoffentlich keine weiteren Verzögerungen gibt.

Dein Review, nun ja, ich wollte Kritik, jetzt habe ich sie :D Es tut mir natürlich sehr Leid, dass du nicht so zufrieden mit Lex Darstellung bist, ich werde gleich nochmal auf die einzelnen Punkte Bezug nehmen. In Anbetracht der Tatsache, dass ich dir in den meisten Punkten zustimme und jetzt ein bisschen besser verstehe, warum Lex auf die anderen Leser nicht so rübergekommen ist wie geplant, werde ich das Kapitel (oder zumindest den ersten Teil) wahrscheinlich die nächsten Tage nochmal komplett überarbeiten. Es ist mir nämlich wichtig, dass ihr Charakter richtig verstanden wird, auch dass später keine Missverständnisse auftauchen.

Zu Lex: Du hast Recht, ich habe eine Weile gebraucht, um mich in sie hineinzufinden und da ich meine Kapitel meistens chronologisch schreibe hat darunter der Anfang natürlich am meisten gelitten. Die einzelnen Familienmitglieder habe ich größtenteils nur angerissen, zum einen, weil Lex Kapitel sowieso schon zu den längsten gehört und ich die Tribute ja einigermaßen fair behandeln möchte, zum anderen, weil ich als Leser von MMFFs die Erfahrung gemacht habe, dass man die meisten Nebencharaktere im nächsten Kapitel schon wieder vergessen hat, egal wie schön sie ausgearbeitet waren. Das ihre Mutter und Elena ein bisschen ausführlicher dargestellt wurden liegt wahrscheinlich an der Art der Szene. Lex Mutter habe ich in dem Fall tatsächlich ein bisschen anders aufgefasst als du, ich sehe sie definitiv auch als schwach und weinerlich, aber ihre Fokussierung auf Elena habe ich so interpretiert, dass sie alles tun würde, um sie am Leben zu erhalten und in ihrer Fürsorge die anderen auch manchmal Dinge sagt, die sie eigentlich nicht so meint, wie beispielsweise, dass Lex mehr Rücksicht nehmen soll.
Was Elena angeht hatte ich für sie ein reales Vorbild. Die Tochter einer guten Bekannten meiner Familie leidet unter Leukämie und sie ist zwar sehr schwach, aber nimmt trotzdem noch so gut es geht am Leben teil und ist geistig sehr an allem interessiert, was um sie herum passiert. Deswegen war es für mich auch logisch, dass Elena trotz ihrer Krankheit von den Hungerspielen, die ja ein wichtiger Teil des Lebens in den Distrikten sind, weiß und da die Erntezeremonie ja für alle Bürger Pflicht ist wird sie auch dadurch etwas über die Spiele mitbekommen haben.
Daher war es für mich durchaus realistisch, dass die wenigen Informationen und das Halbwissen, das sie hat, in ihrem Fieberwahn zu einer Bedrohung zusammen schmelzen, die von außen betrachtet natürlich unbegründet und hirnrissig ist, aber einem achtjährigen Mädchen doch Angst machen würde.
Nun zu dem Punkt, an dem ich dir zustimmen muss: Lex Gedankenwelt. Mir war schon vorher bewusst, dass ich ihren Charakter in diesem Teil nicht so gut gerecht geworden bin, aber dein Review hat das nochmal verdeutlicht. Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass die meisten anderen Charaktere, die ich geschrieben habe, alle recht taff und stark sind und dass ich mich sozusagen ein bisschen an diesen Stil gewöhnt habe, aber das ist ja keine Entschuldigung. Daher werde ich jetzt gar nicht nochmal genau auf jeden Punkt eingehen, sondern, den teil wie schon eingangs erwähnt die nächsten Tage nochmal komplett überarbeiten.
Nachdem ich nach diesem Abschnitt des Reviews ehrlich gesagt ein klitzkleines bisschen gefrustet war, habe ich mich über den nächsten Teil sehr gefreut. Es war gewissermaßen eine Erleichterung, dass ich nicht das ganze Kapitel an Lex vorbeigeschrieben habe, sondern sie zumindest an einigen Stellen getroffen habe. Brianna und Caity haben mir beim schreiben wirklich viel Spaß gemacht, ihre unglaubliche Oberflächlichkeit und die kleinen, versteckten Gemeinheiten, die Lex immer überhört. Der Luxus, in dem vor allem Brianna lebt und wie beiläufig sie damit umegehen hat ihren Charakter noch unterstrichen. Caitlyn ist so ein bisschen eine "dumme Nuss", taktisches Geschick oder vorgetäuschte Freundlichkeit liegen ihr lange nicht so gut wie Brianna, die das perfektioniert hat. Da du sie im Steckbrief als relativ charakterlose Kopie von Brianna beschrieben hast, habe ich mich fast schon bemüht, ihrem Charakter möglichst wenig Tiefe zu verleihen, um das deutlich zu machen. Lex Unsicherheit darzustellen ist mir in diesem Teil weitaus leichter gefallen, sie ordnet sich ihren "Freundinnen", wenn man sie denn so nennen will, bedingungslos unter und lässt alles über sich ergehen. Insgeheim ist sie weder von ihrem Kleid, noch von ihrem gewagten Make-Up wirklich begeistert, aber sie würde nie auf die Idee kommen, das zuzugeben und redet sich ja dann selbst ein, dass Brianna und Caitlyn sich besser mit Mode auskennen als sie. Dieser Teil hat sich natürlich angeboten, auf Lex Äußeres einzugehen, wobei es mir selbstverständlich nicht gelungen ist, alle ihre Merkmale, die im Steckbrief standen, unterzubringen, ich denke mal das hätte den Rahmen dann doch gesprengt.
Kittäs und Lex Beziehung habe ich mal bewusst relativ vage gehalten, einfach weil ich noch nicht alles preisgeben und ein bisschen Spielraum für Spekulationen lassen wollte. In den nächsten Kapiteln wird dann Stück für Stück mehr darüber bekannt gemacht. Ich hoffe mal, das ist so in deine Sinne :)
Nun zu dem Geheimnis, das Lex verrät. Ich habe mir hier vorgestellt, wie ich handeln würde, wenn ich in ihrer Situation wäre. Sie ist unsicher, hat wenig Selbstvertrauen und dann kommen plötzlich die beiden beliebtesten Mädchen aus ihrer Schule, nehmen sie unter ihre Fittiche und sind oberflächlich nett zu ihr. Ich könnte mir vorstellen, dass Lex das Gefühl hat, eine Gegenleistung zu erbringen, um quasi für ihre Freundschaft zu bezahlen. Sie hat Angst, von den beiden wieder fallen gelassen zu werden und tut daher einfach alles, um die Gunst ihrer Freundinnen zu steigern. Und das Brianna und Caitlyn sie bewusst über Kittä ausgefragt haben könnten hat ihr dann vermutlich den Rest gegeben. Da war es dann eben schon raus, ohne dass sie es eigentlich wollte und jetzt hat sie mit einem schlechten Gewissen zu kämpfen. Denn natürlich hat sie es nicht aus Fiesheit oder Rache an Kittä oder sonst irgendwas ausgeplaudert, sondern mal wieder nur, um zu gefallen.
Lex Reaktion bei der Losung ist ja verhältnismäßig lang ausgefallen, weil es mir wichtig war, ihren Schock und ihre Verzweiflung richtig rüberzubringen. Es unterstreicht ja irgendwo auch wieder ihren Charakter. Ob Brianna wirklich Mitleid mir Lex hat weiß ich selbst nicht so ganz genau. Ich denke mal, sie war auch ein bisschen geschockt, dass es jemanden aus ihrem Umfeld getroffen hat und da ist ihr das so rausgerutscht. Wenn ihr wirklich etwas an Lex liegen würde, hätte ich gedacht, dass sie sie zum Mittelgang begleitet oder so, aber so ausgeprägt ist ihre Freundschaft dann eben doch nicht.

Nun zu Kittä: Wie in einigen vorherigen Reviews bereits erwähnt habe ich auch eine Weile gebraucht, um mich an die ausgefallenen Namen zu gewöhnen und je mehr ich die Namen lese/schreibe, desto mehr fange ich an, sie zu mögen, aber das ist eben Geschmackssache.Der Name Kitty erinnert mich eigentlich nur an Stolz und Vorurteil, und solltest du das noch nicht gelesen haben, glaub mir, alle deine Vorurteile dem Namen Kitty gegenüber werden bestätigt werden. Kittä hat auf den ersten Blick wirklich eine kleine Bilderbuchfamilie und normalerweise stehe ich dem ja immer ein bisschen kritisch gegenüber, weil es solche Familien meiner Meinung nach nicht gibt (vor allem nicht in Panem), aber bei Kittä war es ok, denn auf den zweiten Blick ist ihre Familie ja gar nicht mehr so bilderbuchmäßig. Viel Geld haben sie nicht, eins ihrer Kinder ist bereits blind und Kittä droht das selbe Schicksal, trotzdem überschatten diese Schicksalsschläge nicht das Bild. Die ganze Familie ist sehr humorvoll und optimistisch und besonders Kävets lustige, sarkastische Art werde ich in den nächsten Kapiteln bestimmt vermissen. Ethan war im Steckbrief eigentlich gar nicht als Hauptfigur in dem Sinne vorgesehen, aber Ninde hat mir insbesondere was ihn betrifft sehr viel Freiraum gegeben, und so ist Ethan im Laufe des Kapitels zu einem richtigen Fiesling mutiert. Von Kittäs Sehschwäche weiß er, wie die meisten im Distrikt nichts, da sie das sehr gut überspielen kann, ansonsten hätte er wahrscheinlich ganz schnell kein Interesse mehr an ihr. Allgemein habe ich das Gefühl, dass er nur so besessen von ihr ist, weil sie ihn nicht ranlässt und sein Weltbild, er könne alle Frauen haben, zerstört. Und das Kittä nicht schlecht aussieht hat sicherlich auch mit reingespielt. Ich wollte unbedingt andeuten, dass Kittä letzten Endes in den Hungerspielen landet, weil sie sich mit ihm angelegt hat, daher auch die Aussage „Lieber würde ich in die Hungerspiele gehen...“, sonst würde das auch irgendwie keinen Sinn ergeben. Auch sonst halte ich diese Aussage nicht von so weit hergeholt, gut, zweimal in einem Kapitel ist ein bisschen grenzwertig, aber ich könnte mir irgendwie vorstellen, dass „Lieber würde ich in die Hungerspiele gehen“ eine gängige Redensweise ist, vor allem in Kittäs Familie, in der man ja auch über die ernsthaftesten Sachen Witze macht. Ob ich die Aussage bei meiner Überarbeitung rausnehme weiß ich noch nicht, dann muss ich ja auch einen der beiden Absätze völlig umändern und dafür brauche ich erstmal eine Idee, wie ich das mache.
Die Dialoge, ja ich weiß, dass die manchmal ein wenig too much sind. Ich tendiere ja im allgemeinen gern ein bisschen in Richtung too much. Ich werde versuchen, in den nächsten Kapiteln ein bisschen mehr darauf zu achten, die Sätze realistisch zu gestalten, aber ich hänge so an meinen Schachtelsätzen. Deswegen werde ich den Satz dieses mal auch noch drinnen lassen, weil ich ihn irgendwie gern mag und der Vater gleichzeitig gebildet und locker rüberkommt. Aber im nächsten Kapitel darfst du mir gnadenlos jeden unrealistischen Satz rauskürzen :D
Und wieder zurück zu Ethan (Wie dir wahrscheinlich aufgefallen ist hangle ich mich mit meiner Antwort chronologisch an deinem Review entlang), dieses Mal also in live und Farbe. Symphatisch ist auf jeden Fall was anderes und meiner Meinung nach ist er einfach ein Charakter, den man beim besten Willen nicht mögen kann. Kittäs Sehschwäche habe ich so oft angedeutet, weil ich befürchtet habe,dass man sie sonst übersehen und das später für Verwirrung sorgen könnte, daher die ständigen Andeutungen. Und auch die Haarspange wird noch einen zweiten Auftritt haben, aber dazu werde ich mal noch nicht so viel verraten.
Und auch sonst verläuft die Ernte ja nicht unbedingt so, wie Kittä das erwartet hätte,denn als nächstes kommt ihre Ex-Freundin und ihre zwei herzallerliebsten Barbie-Freundinnen an und machen sich über ihre Sehschwäche lustig. Da ist sie verständlicherwiese beleidigt. Auch sonst habe ich das Gefühl, dass Kittä schon viel mehr mit der Beziehung abgeschlossen hat, vielleicht auch, weil sie sie damals beendet hat. Kävet hat Kittä mit Ethan übrigens allein gelassen, weil sich die beiden zwar sehr nahe stehen, aber Kävet sich trotzdem nicht in alles einmischen will. Und da sie Ethan ja sowieso nicht besonders gut leiden kann nutzt sie die Chance und macht sich vom Acker. Im Nachhinein wäre es vielleicht besser gewesen, wenn sie nicht von Kittäs Seite gewichen wäre, andererseits hätte Kävets Temperament wahrscheinlich nicht zur Beruhigung der Situation beigetragen. Wahrscheinlich hätte sie in aller Öffentlichkeit eine Schlägerei angezettelt oder so. Während der Ernte ist sie dafür zuverlässig an Kittäs Seite und hilft ihr wie üblich,den Alltag zu überstehen, ohne dass sie ihrer Sehschwäche wegen größere Unannehmlichkeiten erleiden muss. Und was die liebe Betreuerin angeht: ich habe im Laufe der Ernten irgendwie ein Faible dafür entwickelt, die Betreuer/innen so lächerlich wie möglich darzustellen. Ich bin nämlich auch kein Fan von leuchtend lilanen Kleidern mit Katzenapplikationen.
Die Stelle, an der Kittä ausgelost wird war ein Textteil, in dem ich quasi eine Liste derer Dinge abgearbeitet habe, da noch zum allgemeinen Verständnis der Situation gefehlt haben. Kittä zeigt, dass Lex ihr doch nicht so sehr am Arsch vorbei geht: Check. Die restliche Familie, nicht mal Kittä, weiß nichts von der Beziehung: Check. Lex hat keinerlei Fähigkeiten, die ihr in der Arena weiterhelfen könnten und ist im Prinzip dem Tode geweiht: Check. Und dann ist das Kapitel auch schon ziemlich zu Ende, ich konnte nicht widerstehen, Ethan nochmal auftauchen zu lassen, so als kleiner Abschied, denn leider werden wir ihn ja aller Wahrscheinlichkeit nicht nochmal wiedersehen.

So, jetzt bin ich auch mal am Ende angelangt. Habe meinen Text gerade probehalber mal in Word eingefügt und festgestellt, dass ich ganze drei Seiten geschrieben habe. Damit ist meine Antwort auf dein Review fast halb so lang wie das Kapitel und dementsprechend lang habe ich gebraucht. Freut mich, dass der Rest des Kapitels dich versöhnlich gestimmt hat, sobald ich die Zeit finde werde ich den Anfang nochmal überarbeiten.
Alles Liebe,
Sienna
02.07.2017 | 15:38 Uhr
zu Kapitel 11
Hallo Sienna,

Jetzt melde ich mich auch mal wieder mit einem Review!
Ich hatte schon Angst, dass deine Geschichte auch im Sande verlaufen könnte wie viele MMFFs und man einfach nie wieder was von dem Autor hört, aber zum Glück ist das bei dir nicht der Fall! Freut mich mega, dass es weitergeht und die Ernten fertig sind!
Diese Ernte hat mir, wie eigentlich alle andere auch, wieder gut gefallen. Ich mag deine Art, Informationen über die Charaktere subtil rüberzubringen, so dass man es gar nicht so richtig merkt. Und auch mit diesen beiden Charaktern hast du scheinbar Glück gehabt, immer noch keine Mary Sue!
Alexia tut mir ziemlich Leid, sie scheint in ihrer Familie ziemlich unterzugehen und muss um jedes bisschen Aufmerksamkeit kämpfen. Sie wirkt unsicher und nicht sehr selbstbewusst, deswegen stellt sie das Urteil anderer auch über ihr eigenes. Alles in allem scheint Alexia ein sehr gut durchdachter, logischer Charakter zu sein und ich hoffe, dass sich das weiter ins Kapitol zieht und sie im Training nicht plötzlich überraschenderweise Speer werfen kann wie ein Weltmeister, denn das würde einfach nicht zu ihr passen.
Kittä hat dagegen eine wirklich schöne Familie, so schön, dass sie fast schon ein bisschen unecht wirkt. Alle lieben sich und unterstützen sich und niemand hat irgendwelche Sorgen. Kittä geht mit ihrer Krankheit ja zielich locker um, wobei ich ein bisschen das Gefühl habe, dass sie sie verdrängt. Ich bin schon gespannt, wie ihre Sicht sich in den Spielen entwickelt und ob sie ihr Augenlicht vielleicht noch während der Spiele verliert. Ethan ist ja ein richtiger Arsch, eingebildet, arrogant und unfähig, mit Kritik oder Zurückweisung umzugehen. Ich denke, dass er grade auch deswegen so hartnäckig ist, weil er es nicht einsehen will, dass Kittä ihm nicht verfällt. Vielleicht hört man ja noch was von ihm ;)
Ich freue mich schon sehr auf die ersten Kapitel im Kapitol und auf ein Wiedersehen mit Vanitas und Veritas Snow! Ich bin schon sehr gespannt, ob sie den armen Elektriker mittlerweile wirklich umgebracht haben :D
Viele Grüße,
AyeAye

Antwort von MissSienna am 02.07.2017 | 17:40:38 Uhr
Hallo liebe AyeAye!
Ich hatte tatsächlich auch ein schlechtes Gewissen, dass die letzte Ernte jetzt so ewig gedauert hat, aber jetzt bin ich ja zurück und habe glücklicherweise auch nicht so viele Leser verloren wie befürchtet. ich bin für gewöhnlich eine Person, die das, was sie anfängt auch zu Ende bringt und ich bin fest entschlossen, diese Geschichte nicht im Sande verlaufen zu lassen, dass bin ich meinen Erstellern schuldig.
Vielen Dank für das Lob, ich gebe mir immer große Mühe, die Informationen so in den Text einfließen zu lassen, dass auch die Ernten ein bisschen Handlung haben und möglichst interessant sind. DIe tollen Charakter, die ich bekommen habe spielen mir da natürlich in die Hände und haben mir das Ernten schreiben denke ich verhältnismäßig leicht gemacht.
Alexia kann einem wirklich leid tun, sie hat kein besonders großes Glück mit ihrem Umfeld, weder mit ihrer Familie. Ich denke, dass gerade dieser Kampf um jede Aufmerksamkeit sie so unsicher und irgendwie unterwürfig gemacht hat, sie hat einfach nie die nötige Anerkennung bekommen, um ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Lex ist tatsächlich ein unglaublich gut durchdachter Charakter, ihr Steckbrief war ganze 16 Seiten lang! Und ich kann dir schon mal verraten, dass sie sich auch im Kapitol nicht in eine speerwerfende Mörder-Mary Sue verwandelt, das hätte wirklich so gar nicht zu ihr gepasst!
Kittäs Familie wirkt schon ziemlich perfekt, aber dass sie keine Sorgen haben würde ich so nicht unterschreiben. Mit Sokae haben sie einen blinden Sohn, der wahrscheinlich nie normal arbeiten können wird, Kittä droht mit ihrer Sehschwäche das selbe Schicksal und dass sie jetzt bereits auf Tesserasteine angewiesen sind zeigt ja, dass sie finanziell ohnehin schon nicht besonders gut dastehen. Das Kittäs Krankheit jetzt nicht unbedingt ein großer Vorteil in den Spielen ist dürfte wohl allgemein klar sein, darüber, wie sie sich entwickelt werde ich aber erstmal schweigen. Und Ethan - der scheint hier überraschenderweise eine echte Fangemeinde gefunden zu haben und alle hoffen, dass man noch etwas von ihm hört. Ich werde mal sehen, was sich machen lässt, ansonsten kann ich nur erneut auf das geplante One-Shot-Projekt hinweisen.
Oh ja, ich freue mich auch schon riesig auf das Wiedersehen mit den beiden! Den Elektriker hatte ich schon wieder völlig vergessen,aber gar keine schlechte Idee! Ich bin fleißig am Schreiben, dass das Wiedersehen schon nächste Woche kommt :)
Alles Liebe,
Sienna
02.07.2017 | 14:26 Uhr
zu Kapitel 11
Heyho,

sorry, dass ich erst jetzt schreibe. Doch den Alert habe ich erst am Freitagmorgen bekommen, und dann sehnlichst darauf gewartet, dass ich endlich Pause habe, um das Kapitel zu lesen. Und dann war alles so stressig, dass ich es bis jetzt nicht geschafft habe, dir Rückmeldung zu geben.
Okay, aber jetzt zu dem Kapitel. Man merkt , dass du einen Betaleser hast, da nun viele kleine Fehlerchen ausgemerzt wurden. Jedoch muss ich einer Vorreviewin zustimmt, denn auch ich habe einige eckige Klammern entdeckt, zum Beispiel hier:
>> „Du würdest also lieber in die Hungerspiele ziehen?“ , presste er schließlich zwischen zusammengepressten Lippen hervor, während sein Blick noch härter wurde, „[nun], das lässt sich einrichten.“ <<
Sonst ist das Kapitel echt gut gelungen und hier konntest du sogar eine richtig gute Verbindung zwischen den beiden und das finde ich echt gut. Ich mag das Kapitel natürlich auch sehr, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich deine Geschichte echt gut geschrieben finde. Und es geht weiter... Oh mann, die erste MMFF bei der ich mitmache, die es schafft, ins Kapitol zu kommen. Laufende ausgeschlossen.^^
Ich freue mich so.

Aber jetzt gehen wir mal zu den Charakteren:

Alexia - Ein ganz normaler Name und doch mag ich ihn sehr. Auch den Charakter an sich mag ich. Ich finde, dass man bei ihr gut sieht, dass sie eigentlich unsicher ist und nur gemocht werden will. Nur dafür versucht sie es allen anderen Recht zu machen. Die Mutter mag ich gar nicht, auch wenn es bestimmt irgendwo verständlich ist, sich Sorgen um sein Kind zu machen. Aber immerhin ist ihre Schwester, soweit ich das verstanden habe, dauerhaft krank. Da finde ich es halt echt rüde, seiner Tochter vorzuwerfen, dass man keine Rücksicht zeigt. Vor allem, wenn Lex sowieso immer alles tut, um ihrer Schwester zu helfen.
Auch die Freundschaft zu den Brianna und Caitlyn zeigt, dass sie eigentlich nur Freunde haben will und dafür vieles tut. Die beiden sind nämlich echt unausstehlich und behandeln sie wirklich nicht, als wenn sie wirklich mit Lex befreundet wären, sondern eher so, als wenn sie es einfach als gute Tat sehen, sie dabeizuhaben.

Kittä - Ich muss sagen, dass ich Probleme mit den Namen habe. Ich mag das Mädchen, aber ich habe Probleme, ihren Namen richtig auszusprechen. Jedes Mal wenn sie oder ihre Schwester reden, muss ich kurz innerhalten, um ihren Namen richtig auszusprechen. Natürlich blieb sie mir dadurch irgendwie besser im Gedächtnis, als Lex, aber dass kann auch an ihren Teil liegen. Den fand ich nämlich um einiges interessanter, als Lex´ Tag. Ethan war klasse dargestellt. Er wirkte wirklich wie ein Badboy, und er glaubt auch wirklich von sich, dass er jede haben kann. Im Gegensatz zu Seven wird das bestimmt so sein.^^

Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll. Eigentlich habe ich so viel zu dem Kapitel zu sagen, aber ich kann es irgendwie nicht wirklich in Worte fassen. Es ist echt gut, aber ich bin zur Zeit schlecht im Reviewen... Ja, dass muss es sein.^^

So, jetzt bleibt mir noch zu sagen, dass ich mich sehr auf das nächste Kapitel freue. Und dass du dich nicht zu sehr reinstresst. Immer Positiv sehen: Auch dieses Semester ist bald vorbei.^^

LG Krissi

Antwort von MissSienna am 02.07.2017 | 15:22:34 Uhr
Hey Krissi,
Habe mich schon ein bisschen gewundert wo du steckst und freue mich grade sehr über dein Review!
Der Fehler geht mal wieder auf meine Rechnung, offensichtlich bin ich einfach unfähig, diese Klammer zu finden, denn ich habe das Kapitel jetzt schätzungseise zwanzig mal durchgelesen und immer noch nicht alle erwischt :D
Ich bin ehrlich gesagt auch ein bisschen stolz, dass ich es immerhin schon bis zum Kapitol geschafft habe, jetzt ist mein nächstes Ziel die Arena!
Zu Alexia: Auch dir ist es gelungen, sie schon relatic gut zu durchschauen und ihre Unsicherheit und ihren unbedingten Willen, es allen recht zu machen, erkannt. Trotzdem, oder vielleicht auch grade deshalb, hat sie mit ihrem Umfeld ja eher weniger Glück, ihre Familie ignoriert sie und für ihre sogenannten Freundinnen ist sie nichts weiter als ein Verschönerungsprojekt. Mir persönlich fällt es irgendwie schwer, ihre Mutter zu hassen, sie scheint sich aufopferungsvoll um Elena zu kümmern und würde für ihre Familie ihr letztes Hemd geben, aber durch den ganzen Stress und die Angst um Elena ist sie zu Lex eben ganz schön unfair. Bei Brianna und Caitlyn fällt mir das gar nicht schwer, ihnen liegt nicht viel an Lex als Person und ich könnte mir gut vorstellen, dass sie schön zwei Tage nach der Ernte ein neues Mädchen in ihrer Clique haben. Ich glaube, sie haben durchschaut, dass Lex alles für sie tun würde und nutzen das gnadenlos aus.
Zu Kittä: Ich hatte auch manchmal so meine Problemchen mit den Namen, vorallem, weil ich Kittä und Kävet andauernd durcheinander gebracht habe, aber man gewöhnt sich daran :D Ethan war ursprünglich gar nicht direkt als Bösewicht geplant, aber irgendwie hat er sich zu einem entwickelt. Und unbewusst anscheinend auch noch zu einem recht guten.
Hach, fast schon schade, dass wir ihn und all die anderen Nebencharaktere mit dem Ende der Ernten hinter uns lassen, aber so ist nun mal der Lauf der Dinge. Und wer weiß, vielleicht wird es ja tatsächlich irgendwann das entsprechende One-Shot-Projektle geben, mal sehen:)
Jetzt liegt mein Hauptaugenmerk erstmal auf den nächsten geplanten Kapiteln, an denen ich bereits fleißig arbeite, wenn ich mich nicht grade durch meine Lernstoff quäle. Aber du sagstes, auch dieses Semester wird vorbeigehen und dann gibt es auch hoffentlich keine so nervigen langen Pausen mehr!
Alles Liebe,
Sienna
30.06.2017 | 18:29 Uhr
zu Kapitel 11
Hallo (:
Ich hab mich echt gefreut, als ich in den Alerts gesehen hab, dass es ein neues Kapitel gibt und es mir direkt durchgelesen ^^. Ich selbst hab auch nicht immer viel Zeit zu schreiben, darum verzeihe ich dir, dass du mich hast so lange warten lassen ;)
Wieder ein echt gelungenes Kapitel! Bis jetzt finde ich, sind alle Charaktere total unterschiedlich und das macht das alles ja erst interessant. Du bringst sie alle gut rüber und keine Ernte ist wie die andere.

Also, dann mal etwas zu Kittä: Erstmal finde ich die ganzen Namen total kreativ, da ich sie noch nie gehört hab und man sie so gut in Erinnerung behält. Ich mag ihre Schwester Kävet, die beiden scheinen eine gute Beziehung zu haben. Auch ihre restliche Familie scheint nett. Ich finde es super interessant, dass sie nicht besonders gut sehen kann. Ich denke schon, dass es ein Nachteil bei den Spielen sein wird, aber ich frage mich auch, ob sie es im Kapitol eventuell operieren lassen, damit sie eine faire Chance hat. Anfangs fand ich die Sache mit dem Verehrer echt lustig, aber dann war es echt mies, was Ethan getan hat. Ich denke er ist einer dieser Menschen, die kein nein akzeptieren. Auch mag ich die Idee, dass Kittä und Alexia sich bereits kennen und auch Freunde waren. Es wäre cool, wenn man mehr zu ihrer Beziehung noch erfährt und warum sie die Freundschaft beendet haben. Ob sie sich nun wieder anfreunden oder sich komplett verfeinden ist jetzt hier die Frage. Alles in einem also ein ganz guter Charakter.

Dann was zu Alexia: Ich habe echt Mitleid mit ihr. Sie kriegt keine Aufmerksamkeit von ihrer Familie und generell kommt es mir bei ihr zu Hause sehr lieblos vor. Ich habe auch das Gefühl, sie mag ihre "Freunde" nicht mal wirklich, sie passt in diese Szene gar nicht rein. Sie fühl sich unsicher und weiß nicht genau, wo sie hingehört und ich denke, sie hat eher ein niedriges Selbstwertgefühl. Ich nehme mal an, dass sie versucht, jemand zu sein, der sie nicht ist. Da bin ich mal gespannt, was zu ihr noch kommt (:

Ich freue mich schon auf weitere Kapitel ^^
Lg Julia

Antwort von MissSienna am 30.06.2017 | 22:45:04 Uhr
Hi liebe Julia,

Schön von dir zu hören!
Ich bin auch super happy mit den Charakteren, die ich habe, es ist eine tolle Mischung und glücklicherweise kein einziger Tribut, mit dem ich so gar nichts anfangen kann. Und jetzt sind die Ernten ja glücklicherweise überstanden und es wird erst richtig spannend.

Zu Kittä: Die meisten Namen aus KittäsUmfeld (Kittä, Kävet, Sokae, Altja...) kommen aus dem finnischen und ich muss gestehen, dass ich sie selbst auch noch nie gehört habe und das trotz meines Namensspleens! Ich stimme dir aber zu, es ist auf jeden Fall mal was anderes und da mich Kittä auch immer an "kitten" erinnert find ich den Namen auch irgendwie süß. Kittä hat wirklich eine echte Bilderbuchfamilie abgekriegt, was es in Panem-MMFFs ja eher selten gibt. Besonders Kävet und sie stehen sich sehr nahe, aber auch ihre restliche Familie unterstützt sie voll und ganz in allem was sie tut. Ihre Sehschwäche ist in der Arena natürlich nicht unbedingt von Vorteil, im Kapitol könnte man das mit Sicherheit richten, aber es würde irgendwie nicht zum Kapitol passen, ihr einfach so eine sündteure OP zu spendieren, wenn sie genauso gut am Füllhorn sterben könnte. Sollte sie die Spiele gewinnen stehen ihre Chancen natürlich recht gut, aber bis dorthin ist es noch ein langer weg. Über Kittä und Alexia werdet ihr noch eine ganze Menge erfahren, so viel kann ich euch schon mal versprechen. Ich habe es in diesem Kapitel noch ein bisschen vage gehalten, in den nächsten Kapiteln wird sich der Nebel hoffentlich lichten.

Zu Alexia:Endlich jemand, der Lex nicht unsymphatisch findet :) Du triffst den Nagel ziemlich auf den Kopf, sie versucht jemand zu sein, der sie gar nicht ist und sie will unbedingt gefallen. Deswegen schluckt sie die Entäuschung, von ihren Eltern übersehen zu werden auch runter, hängt mit ihren "Freundinnen" Brianna und Caitlyn ab und erzählt ihnen Geheimnisse, um sich damit quasi für ihre Freundschaft zu bedanken. Leicht hat sie es sicher nicht und ihre Unsicherheit könnte im Kapitol ein Problem werden, aber vielleicht wächst sie noch über sich selbst hinaus.

Es bleibt auf jeden Fall spannend, ich bin am nächsten Kapitel bereits dran und sollte nicht irgendwas größeres dazwischenkommen wird es dieses mal auch nicht so lange dauern. Aber ich will jetzt lieber noch keine Versprechungen machen, die ich dann am Ende nicht halten kann :)
Alles Liebe,
Sienna
30.06.2017 | 14:35 Uhr
zu Kapitel 11
So, ich habe mir steif und fest vorgenommen, nicht wieder ewig lange für ein Review zu brauchen! Jetzt, da ich aber praktisch fertig mit der Schule bin, werde ich sehr viel Zeit haben (und hoffentlich auch mal mit meiner eigenen MMFF so richtig loslegen können!).
Das Kapitel fand ich unglaublich gut! Es war sehr flüssig zu lesen, die Informationen wurden toll rüber gebracht und Kittä und Alexia konnte man sehr gut kennen lernen! Meiner Meinung nach ist dieses Kapitel eines der interessantesten und besten bisher!
Leider sind dir trotz Beta-Leserin ein paar Fehler unterlaufen! An einer Stelle (entschuldige, weiß nicht mehr wo) hast du vergessen, eine eckige Klammer zu löschen, dann hast du im Abschnitt, der mit "'Was für Idioten'" beginnt, Kittä und Kävet verwechselt. Ich bin mir sicher, dass du bei dem Satz "„Dieses Kleid ist ja noch schlimmer als letztes Jahr! Es ist leuchtend lila, bodenlang und mit Katzenapplikationen bestickt“ , beschrieb Kittä die neuesten modischen Ergüsse Anaella Carnelians." Kävet meintest und nicht Kittä. Verübeln kann dir diesen Fehler aber wohl niemand, denn vor dem ganzen Gekittä und Gekävete wird einem ja ganz schwindelig!

Bevor ich explizit zu Alexia und Kittä komme, will ich mal über ihre Beziehung sprechen. Ich denke mal, es ist unnötig zu erwähnen, dass Melyss und Ninde (die mit ihren Tributen zugegebenermaßen einen tollen Job geleistet haben!), zusammen gearbeitet haben. Wenn das aus irgendwelchen ominösen Gründen jetzt doch nicht der Fall ist, dann... weiß ich nicht, was ich denken soll! Ich finde die gemeinsame Geschichte der beiden jedenfalls wirklich interessant und bin sehr gespannt, was da noch alles auf uns zu kommt! Natürlich ist es ein unglücklicher Zufall (bzw. auch unglücklicher Menschenkontakt mit Ethan), dass ausgerechnet Alexia und Kittä zusammen in die Hungerspiele müssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Spiele gemeinsam überleben ist ziemlich gering, und selbst wenn, dann wären sie die Ehegattinnen von Vani und Veri, was aufgrund Alexias und Kittäs ehemaliger Beziehung eher weniger optimal wäre. Allgemein habe ich irgendwie das Gefühl, dass während ihrer gemeinsamen Zeit im Kapitol wieder ein paar Gefühle aufkeimen werden, wodurch die ganze Kake mit den Hungerspielen natürlich noch ein wenig verschlimmert wird... Nun ja, wir werden sehen! Freuen tue ich mich jedenfalls sehr auf die weitere Geschichte von Alexia und Kittä.

Alexia Rouvin: Alexia war mir anfangs sehr sympathisch. Es tut mir unglaublich Leid, dass sie von ihren Eltern so wenig Aufmerksamkeit bekommt. Mit ihren drei Geschwistern hat sie es wirklich nicht leicht, sich in irgendeiner Art zu beweisen. Ich bin froh, dass meine Eltern nicht einmal annähernd so sind, wie ihre. So gerne wäre ich einfach durch den Bildschirm in deine MMFF gesprungen und hätte denen mal ordentlich meine Meinung gegeigt! Das ist euer Kind, verdammt nochmal! Leider gibt es solche Eltern auch viel zu oft in der Realität... Natürlich haben es Alexias Eltern schwer mit der todkranken Elena, aber sie ist das einzige Geschwisterkind von Alexia, bei dem ich verstehe, dass die Mutter sich besonders um sie kümmert. Allgemein bin ich der Familie sehr abgeneigt. Der Satz von der Mutter von wegen Rücksicht wäre durchaus angebracht fand ich wirklich harsch. Ich verstehe ja, dass sie sich um Elena sorgt, aber ich nehme mal an, dass Alexia des öfteren die Drecksarbeit machen muss, weswegen ich diesen Satz ziemlich unangebracht und fies finde, da sie wohl andauernd sehr rücksichtsvoll sein wird. Keine Ahnung, wieso sich ein Mädchen wie Alexia mit Mädchen wie Brianna und Caitlyn abgibt... Sie scheinen wirklich null zusammen zu passen und ich kann mir gut vorstellen, dass Brianna nur mit ihr befreundet ist, um eine Art Wohltat zu leisten und sich gut zu fühlen. Von wegen: Du bist arm, hässlich und hast keine Freunde, deswegen nehme ich dich jetzt unter meine Fittiche, damit du vom hässlichen Entchen zum Schwan wirst. Brianna kommt mir vor wie ein kleines Dummchen, das wirklich denkt, dass sie Alexia damit etwas gutes tut und sie ihr dann etwas schuldig ist. Caitlyn akzeptiert Alexia wohl nur, weil Brianna sie dabei haben will. Womöglich würde sie Alexia am liebsten einfach in den Orbit schießen.
Nun kommen wir mal zum Punkt, an dem sie mir wirklich unsympathisch geworden ist: Die Ernte! Juhu!
Ich habe schon bei der Fertig-Mach-Szene ein wenig mit mir gekämpft, was ich nun von ihr denken soll. Mir hat es überhaupt nicht gefallen, dass sie sich von Brianna und Caitlyn sozusagen unterdrückt hat lassen. Sie hat sich mit der Schminke und dem Kleid sichtbar (bzw. lesbar) nicht wohl gefühlt, aber trotzdem hat sie, wie du so schön formuliert hast, "das Urteil ihrer Freundinnen wie üblich über ihr eigenes gestellt". Meine kleine Vesta würde vermutlich über sie herziehen, sie für ihre Schwäche verachten und sich über sie lustig machen, aber mir tut sie Leid, denn wenn man ein unsicherer Mensch ist, hat man es schwer, über seinen Schatten zu springen und etwas gegen das, was einem nicht passt, zu sagen.
Da sie Kittäs Sehschwäche aber an ihre doofen Freundinnen verraten hat, rutschte Alexia für mich eher in mein kleines, für unsympathische Charaktere eingerichtetes Keller-Abteil. Sie hat ihr geschworen, niemandem etwas davon zu erzählen, und dann hat sie es ausgerechnet den dümmlichen Tussis offenbart. Vielleicht ging Kittäs und Alexias Beziehung schnell den Bach runter, aber wenn sie sich für diese kurze Zeit schon als "Seelenverwandte" gesehen haben, dann finde ich ihre Tat wirklich verachtenswert.
Alexia Rouvin wirkt schwach und wie die Unsicherheit in Person. Sie ist ein typischer Charakter, den man leicht unterschätzt und nicht weiter beachtet, aber ich behalte solche Tribute trotzdem immer fett-unterstrichen im Hinterkopf. Wie bei schon vielen anderen Tributen in dieser MMFF bin ich mir sicher, dass sie nicht ganz so sehr mit offenen Karten spielen und noch die ein oder andere Überraschung oder das ein oder andere dunkele Geheimnis beherbergen. Ich bin gespannt.

Kittä Lahja: Ich habe überhaupt keine Ahnung, ob es an mir liegt, aber Kävet erinnert mich sehr an Kata (also Vestas Schwester). Allein schon die Namen!!!
Jedenfalls war mir Kittä sofort sympathisch und, im Gegensatz zu Alexia, ist sie mir das immer noch!
Der Brief von Kittäs nicht ganz so heimlichen Verehrer ist ja schrecklich Fremd­scham erregend! Ich musste zwischendurch wirklich Pausen machen, um das Gelesene zu verdauen! :D
Nach ihrem ersten Absatz ging in mir schon die leise Vermutung auf, was nun mit Kittä geschehen könnte (bezogen auf ihre "zufällige" Ziehung). Ethan ist jemand, der als Kind alles in den A-... äh.... in das Popöchen geschoben bekommen hat! Er wurde vermutlich immer bevorzugt und verwöhnt. Demnach ist er jetzt dieser unerträgliche junge Mann, der pampig und beleidigt wird, wenn er nicht das bekommt, was er will. Und in unserem Fall ist das die liebe Kittä, die wortwörtlich ein schlechtes Los gezogen hat. Alleine, weil Kittä sich dann an ihm rächen könnte, hoffe ich, dass sie eine unserer Gewinnerinnen wird!
Als Ethan Kittä dann am Marktplatz ihre Spange aus den Haaren genommen hat, hätte ich fast das Kotzen bekommen! Die Bemerkung danach war ziemlich schnöselhaft und peinlich. Wie Kittä ihm dann vor Publikum ihre Meinung gegeigt hat, fand ich unglaublich lustig, obgleich es nicht wirklich klug war zu sagen, dass sie lieber in die Hungerspiele würde. Denn dieser unüberlegte Satz kostet ihr eventuell ihr Leben.
Die Art, wie du die Ernte aus Kittäs Sehschwäche-geprägten Sicht beschrieben hast, hat mir sehr gefallen. Dass Kävet ihr wie selbstverständlich das Geschehen auf der Bühne erläutert hat und währenddessen ihre Kommentare gerissen hat, fand ich ziemlich niedlich und hat mir Kävets und Kittäs Beziehung zueinander gleich noch ein Stück näher gebracht.
Unglaublich wie sehr man einen Charakter hassen kann, obwohl er eigentlich nur kurz vorkam. Das fiese Grinsen, das er Kittä am Ende noch zu warf, stelle ich mir richtig widerlich und abartig vor!

Nun denn, jetzt sitze ich schon seit 'ner halben Ewigkeit an diesem Review! Keine Ahnung, wieso ich zu Kittä und Alexia im Gegensatz zu den anderen Tributen so viel geschrieben habe! Ich hoffe jedenfalls, dass dir dieses Review nicht zu lange ist und du dich trotzdem darüber freust!
Ich habe mich schon sehr nach diesem Kapitel gesehnt (die letzte Ernte!!!), aber das Warten hat sich durchaus gelohnt! Ich freue mich schon sehr darauf, was nun kommen mag!
Dir noch einen schönen Tag! :)

Antwort von MissSienna am 30.06.2017 | 15:32:04 Uhr
Hey!
Erstmal danke für das tolle, ausführliche Review!

Aus irgendeinem Grund wird grade gefühlt jeder hier mit der Schule fertig und ich kann ga nicht in Worte fassen, wie sehr ich euch für eure freie Zeit beneide. Bei mir wird es jetzt erst richtig stressig, die Prüfungsphase, jammer, jammer... Aber gut, ich will mich nicht beklagen, momentan finde ich zwischendurch noch Zeit zum Schreiben und in einem Monat bin ich dann auch durch :)

Ich mag das Kapitel auch sehr gern,dadurch, dass ich neben zwei Charakteren auch noch die Beziehungsebene unterbringen musste, hat es ein wenig Überlänge im Vergleich zu den anderen, aber ich habe mir sowieso vorgenommen, die nächsten Kapitel tendenzielle etwas länger zu gestalten.
Die Fehlerchen gehen in erster Linie auf mein Konto, die Klammer habe ich offensichtlich trotz drölf-maligem durchlesen übersehen und das - wie zu dich ausdrückst - Gekittä und Gekävete hat mir auch zu schaffen gemacht. Aber zum Glück habe ich ja meine Reviewer, die mich auf sowas aufmerksam machem.

Ninde und Melyss haben sozusagen indirekt zusammengearbeitet, ich habe quasi mit beiden separat geschrieben und dann die Charaktere zusammengefügt. Das hat aber auch nur funktioniert, weil beide (vorallem Ninde) mir relativ viel Freiraum gegeben haben, sodass es wirklich gepasst hat. Die beiden haben schon ziemliches Pech mit ihrer Situation, schlimm genug in die Hungerspiele zu müssen und dann auch noch mit der Ex-Freundin und der Aussicht, entweder zu sterben oder einen der herzallerliebsten Präsidenten heiraten zu müssen, obwohl man eigentlich vom anderen Ufer ist. Das ist schon echt bitter. Ich denke mal es liegt auf der Hand, dass sich die wie auch immer geartete Beziehung der beiden im Kapitol nicht in Luft auflöst, wie genau sie sich entwickelt verraten ich mal noch nicht :)

Alexia: Zu erst einmal muss ich dir echt ein großes Lob aussprechen, denn du hast ihren Charakter wirklich ziemlich gut durchschaut (Und das obwohl ich befürchtet habe, dass sie völlig falsch rübergekommen ist). Alexia ist wirklich sowas wie der Fußabtreter ihrer Familie, sie macht die Drecksarbeit für die anderen, bekommt überhaupt keine Aufmerksamkeit und wird zur Belohnung auch noch angepflaumt. Andererseits hast du natürlich recht, sie haben es nicht leicht mit Elena und besonders ihre Mutter wirkt schon sehr burn-outig. Alexia ist erst seit kurzer Zeit mit Brianna und Caitlyn befreundet und auch sie hast du ganz gut durchschaut. Für sie ist Alexia so eine Art "Verschönerungsprojekt", an ihr persönlich liegt ihnen nicht besonders viel. Aber für Alexia ist es natürlich toll, plötzlich zur beliebtesten Gruppe der Schule zu gehören und so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich denke, dass sie ihnen deshalb auch die Geschichte mit Kittäs Sehschwäche erzählt hat. Als eine Art Entschädigung dafür, dass sie sie aufgenommen haben/ eine Vorkasse dafür, dass sie se nicht wieder verstoßen. Auch sonst macht sie ja einfach alles, was die beiden ihr so sagen, sie will ihnen unbedingt gefallen und bloß nichts tun, was Briannas und Caitlyns Missgunst erwecken könnte. Du liegst also richtig, sie macht das alles nicht aus Boshaftigkeit oder Charakterlosigkeit, sondern eher aus unsicherheit und Hilflosigkeit und dafür kann sie einem fast schon Leid tun. Sie wird es auf jeden Fall nicht leicht haben, im Kapitol nicht, wenn sie zum Beispiel auf deine Vesta trifft und über die Arena brauchen wir glaube ich gar nicht reden.

Kittä: Ich habe Kittäs Steckbrief mit der Bemerkung bekommen, dass die Erstellerin nicht so wirklich begeistert von ihrem Charakter war und umso überraschter war ich, wie leicht Kittä mir gefallen ist. Sie hat einfach so eine taffe, humorvolle Art, mit ihrem Schicksal umzugehen. Auch Kävet habe ich total in mein Herz geschlossen, sie ist witzig, ein bisschen vorlaut und unterstützt ihre Schwester bedingungslos. Die zwei sind einfach ein eingespieltes Team und nur durch Kävet schafft Kittä es so problemlos durch den Alltag. Ethan Timmerman hat im Steckbrief als absolut unbedeutender Nebencharakter, der ungefähr in einem Nebensatz erwähnt wird, angefangen, hat sich dann beim Schreiben irgendwie versälbstständigt und ist zum absoluten Fiesling mutiert. Aber ich schreibe ja gern über Fieslinge. Er ist absolut überheblich, hält sich für unwiderstehlich und kommt mit Zurückweisung so gar nicht klar. Ob Kittä ihre Auslosung letzten Endes ihm zu verdanken hat? Wahrscheinlich. Ich wollte es trotzdem ein bisschen offen lassen, denn einen eindeutigen Beweis gibt es ja nicht. Darüber, dass sie sich an Ethan rächen könnte habe ich noch gar nicht gedacht, ich habe auch noch nicht endgültig entschieden, wer gewinnen wird, aber ich werde die Option natürlich wie alle anderen in betracht ziehen. Mal sehen :)

Jetzt mach ich mich mal ans Weiterlernen und wenn ich gut voran komme kann ich mich vielleicht noch ein bisschen dem nächsten Kapitel (der Erntezusammenfassung) widmen. Ich habe mir nämlich fest vorgenommen, es nächste Woche fertig zu haben und nicht wieder so eine lange Pause zu machen!
Alles Liebe,
Sienna
29.06.2017 | 23:05 Uhr
zu Kapitel 11
Hallöchen!
Ich freue mich sehr, mal wieder was von dir zu hören.
Das Kapitel war wirklich spitze und hat mir sehr gefallen . Du hast dich dieses Mal echt selbst übertroffen. Es war echt packend.
Normalerweise ist es ja so, dass man am liebsten die Kapitel über seine eigenen Charakter liest und bei den anderen häufig dann mal ein wenig weniger interessiert ist, aber dieses Kapitel war echt so super, ich fand es bis zum Ende lesenswert!

Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich freue, dass die Ernten vorbei sind! Bald geht es los!!!
Aber wie genau geht es denn jetzt weiter? Was folgt nun?
Ach, ich bin so gespannt!

Nun zu den Charakteren!

Kittä: Ich liebe diesen Charakter! Ich kann nicht genau sagen wieso, aber ich mag ihre Art und ihre Geschichte!
Sie tut mir sehr leid. Das sie bald erblinden soll, ist echt blöd vor allem mit den Hungerspielen im Nacken! Obwohl ich ihr alles Gute Wünsche, weil ich sie echt toll finde, fürchte ich wird das ein ziemlicher Nachteil sein.
Genauso sehr möchte ich ihre Schwester! Ich meine die ist ja wohl der Hammer! Das mit der Kettensäge war genial! Ich musste echt lachen!
Also zusammen gefasst: Kittä gehört zu meinen Favoriten bis jetzt!

Alexia: Ehrlich gesagt mag ich sie nicht ganz so gerne. Sie tut mir leid, wegen der Geschichte mit ihrer Schwester und sie scheint die gemeine Art ihrer Freubdinnen ja auch nicht gut zu heißen, aber sie benimmt sich trotzdem feige. Na ja, ich finds einfach fies von ihr, dass sie Kittäs Geheimnis weiter gesagt hat.
Allerdings bin ich durchaus bereit mich noch von ihr überzeugen zu lassen!

Ich freue mich jedenfalls mega mäßig auf die nächsten Kapitel und wünsche dir gute Inspiration!
Lass bald von dir hören!
Alles, alles Liebe!
Deine dreamissy

Antwort von MissSienna am 29.06.2017 | 23:17:31 Uhr
Hi!
Freut mich auch sehr von dir zu hören, vor allem wenn es sich um so schönes Feedback handelt! :)
Oh man, du glaubst mir gar nicht, was mir für div Stein vom Herzen fällt, jetzt wo die Ernten aus dem weg sind! Die nächsten Kapitel die euch erwarten ist die Erntezusammenfassung (und ein Wiedersehen mit dem Herren Präsidenten) ein Kapitel über die Abschiede (aus Sicht von sechs Tributen) und ein Kapitel über die Zugfahrt (logischerweise aus Sicht der anderen sechs) Ersteres steht schon zu etwa einem Drittel, du kannst also im Laufe der nächsten Woche damit rechnen, vorausgesetzt die Uni macht mir keinen Strich durch die Rechnung.

Zu Kittä: sie ist viel cooler geworden, als ich erwartet hatte und ich find es super, wie locker sie mit ihrem Schicksal umgeht. Das mit dem erblinden ist schon fies. Und Kävet, die ist definitiv ein weiterer one shot Kandidat, ich mag sie nämlich auch sehr gern :)

Zu Lex: Melyss hat mich schon vorgewarnt, dass sie nicht ganz so rüberkommt wie sie ist. In echt ist sie nämlich gar nicht so taff und fies, sie ist einfach nur die personifizierte Unsicherheit und will unbedingt Aufmerksamkeit und Anerkennung. Deswegen hat sie ihren vermeintlichen Freundinnen auch von Kittäs Geheimnis erzählt. Ich will jetzt nicht zu viel verraten, dazu neige ich in den Reviews nämlich immer, aber sie ist definitiv nicht ganz so wie sie scheint. Ich werde mich bemühen, ihr in den nächsten Kapiteln gerecht zu werden.

Vielen Dank für die Inspiration, die werde ich brauchen. Motivation ist vorhanden, Zeit so lala :D
Alles Liebe,
Sienna
27.06.2017 | 17:41 Uhr
zur Geschichte
Hallo!

Was ist das? Etwa ein Review? Hatte ich dir noch eben noch die Ohren vollgeheult, dass ich absolut keine Zeit für irgendwas habe, weil morgen meine Prüfung ansteht und ich mich darauf konzentrieren sollte? Richtig, aber lass dir gesagt sein: Das Einzige, was stärker ist als die Faulheit ein Review zu schreiben, ist der Unwillen für eine Prüfung zu lernen.
Also! Wenn ich morgen total durchrassel und mir meinen dämlichen NC versaue, bist du … nein, ich bin ganz allein daran schuld.

Vorneweg gibt es eine kleine Warnung: Ich werde nicht viel zu kritisieren haben. Seit dem letzten Review habe ich alle sieben Ernten gelesen, die du geschrieben und hochgeladen hast und bin hellauf begeistert. Im Gegensatz zu deinen Ideen für Panem und die Arena habe ich an deiner Art, die Ernten zu schreiben, absolut nichts auszusetzen. Von den variierenden Längen und dem Chaos in der Reihenfolge einmal abgesehen. Auch schreibstiltechnisch sind sie konstant genial geworden, ist man von dir ja auch nicht anders gewohnt. Ganz großes Lob an dieser Stelle.
Dennoch werde ich zu jedem Charakter, der bislang in Erscheinung getreten ist, nur meine wesentliche Meinung zusammenfassen. Schließlich sind es sieben ganze Ernten, zehn Charaktere und ich würde heute schon gerne noch etwas lernen. Die Alternative wären gar keine Reviews, was ich deiner Arbeit gegenüber herabwürdigend fände oder gewohnt lange, demotivierte und extrem verzweifelte, die irgendwann in schwammige Floskeln ausufern würden.
Aber keine Sorge, ich werde trotzdem tiefer ins Detail gehen, wenn auch nicht so tief, dass man es mit einer literarischen Analyse gleichsetzen könnte, auch schade, aber geht eben nicht anders. Dafür darfst du dich im/in den kommenden Kapitel/n darauf freuen.


DISTRIKT 5 – Rosalyn Silberstein

Zunächst: Ich mag den Namen Rosalyn, nicht sonderlich ausgefallen, aber auch nicht zu langweilig. Beim Nachnamen tue ich mich wiederum schwerer. Deutsche Namen verwirren mich in Geschichten grundsätzlich, sofern sie in englischsprachigen Gebieten spielen. Auch die übrigen Vornamen im Kapitel sind in Ordnung. Nicht auffallend genial, aber akzeptabel.
Bevor ich mich allerdings den Charakteren widme, möchte ich noch mal kurz die Gelegenheit beim Schopfe packen und dich dafür loben, dass du es so geschickt schaffst, Informationen zu den Charakteren durch Gespräche in die Handlung einfließen zu lassen. Das kriege ich nicht so gut hin.
Die Idee hinter Rosalyn, ein Mädchen von der Straße, ist keine neue, die Umsetzung wiederum schon. Ein Geschwisterpaar, deren Eltern wegen rebellischer Aktivitäten verhaftet wurden, ohne dass den Kindern wirklich bewusst war, wieso, was aufgrund der Geheimhaltung nur realistisch ist, und die daraufhin auf sich allein gestellt waren. Auf der Straße hätten sie sich kaum durchschlagen können, hätten sie nicht Unterstützung von außen bekommen, von Napoleon, einem mutigen, etwas strengen und selbstsicheren Kerl, der genau die richtigen Eigenschaften mitbringt, um so eine Gruppe anzuführen und durchfüttern zu können. Er schreckt nicht vor Einbrüchen zurück und unterweist Lyns Bruder Newt, der ja eher ein sanfteres, fröhlicheres und weniger wagemutigeres Gemüt zu besitzen scheint, in der Kunst des Diebstahls. Dass es gefährlich wird, gerade wenn man in das Haus des Bürgermeisters oder des obersten Friedenswächters einsteigt, ist dabei vollkommen klar, aber bislang scheint ja nichts passiert zu sein.
Rosalyn scheint sich im Gegensatz dazu andere Einnahmequellen gesucht zu haben. Kartentricks. Mal wieder ein Fall von brotloser Kunst, da sich die Leute in Distrikt 5 bestimmt jeden Cent vom Mund absparen müssen. Wenn sie wenigstens Taschenspielertricks machen würde, mit denen sie die Leute regelmäßig über den Tisch zieht, könnte sie vielleicht auch ein paar Einnahmen vorweisen. Aber so … sie scheint etwas gegen Kriminalität zu haben, ganz das liebe Mädchen, ebenso wie ihr Bruder, der am Kapitel eher weich und undurchsichtig geblieben ist.
So oder so, viel Geld kommt dabei nicht zusammen. Erst recht, wenn man in einer selbst gezimmerten Wellblechhütte wohnt, die – Slumstyle – immer wieder von der Distriktverwaltung abgerissen und von den Straßenkindern anderswo neu errichtet wird, die sich sicherlich nicht ins Gemeindeheim stecken lassen, selbst wenn man es versuchen würde. Dazu kommt noch diese rivalisierende Familie, bestehend aus Jungen, die letztes Jahr jemanden an die Spiele verloren hat. Geniale Details, wundervolles Umfeld, gefällt mir einfach richtig gut!
Die letzte Person, zu der ich mich äußern möchte, ist Judith. Ein kleines, vermutliches elternloses Kind, das zu der Gruppe gestoßen ist, weil Rosalyn und Newt einfach ein zu weiches Herz haben. Da sie erst zwölf und obendrein ziemlich weinerlich ist, war Napoleon – ich mag ihn irgendwie – verständlicherweise dagegen, aber jetzt ist sie nun mal da und muss irgendwann auch ihren Teil zum Leben der Gruppe beitragen. Erst einmal geht es zur Ernte. Lyn haben die Jahre auf der Straße gestählt, was später auch ihre Reaktion auf die Losung logisch rechtfertigt, aber Judith ist noch neu und hat mit fünf Losen verständlicherweise Angst. Zunächst habe ich befürchtet, dass sie gezogen wird und Lyn sich freiwillig meldet. Das hätte sie in meinen Augen direkt unbeliebt gemacht.
Trotzdem weiß ich noch nicht, was ich von ihr halten soll. Im Gegensatz zu Judith und Napoleon sind sie und ihr Bruder in dem Kapitel relativ blass geblieben. Sie scheint mir ein nettes Mädchen zu sein, das durchaus sympathisch wirken soll, aber irgendwie ist sie mir einfach zu … flach. Obwohl es mich wundert, tendiere ich momentan trotzdem dazu, sie zu mögen.


DISTRIKT 1 – Quinn Marinn

Obwohl es in der ersten Doppelsichternte ein paar Sichtwechsel gibt, werde ich trotzdem erst Quinn im Ganzen abhandeln, bevor ich mich ihrer Mittributin widme.
Wieder möchte ich zuerst auf die Namen eingehen. Selber Fall wie bei Rosalyn, solides Mittelfeld, nichts Außergewöhnliches, nichts zu langweilig, dafür aber außerordentlich passend, gerade was Quinn und Ewon betrifft. So ziemlich die einzigen Namen, die in ihrer Sicht vorkommen.
Im Gegensatz zu Lyn scheint mit Quinn alles andere als blass zu sein, ganz im Gegenteil. Auf mich wirkt sie unglaublich vielseitig. Einerseits ist sie eine Unruhestifterin, vor der die Leute im Distrikt Angst haben und für die sie sogar ihren Lebenstraum aufgeben würden, wenn sie dafür stirbt, (siehe Losung) sie ist verlogen, manipulativ, schnippisch, quengelig und sehr auf ihr Aussehen fixiert, was man an die hohen Schuhen merkt. (Vielleicht will sie aber auch nur jemanden beeindrucken.) Nette Idee, das mit den abgebrochenen Absätzen. Kurzum, sie passt nach Distrikt1 und ist verwöhnt und wild zugleich. Nicht so ein kurzhaariger, burschikoser Wildfang, der sie angesichts ihrer kriminellen Aktivitäten ebenfalls hätte sein können, sondern ganz und gar nicht klischeehaft.
Auf der anderen Seite haben wir nämlich den starken Kontrast: Ihre Rolle als hechelndes Hündchen, die Ewon hinterherdackelt und sich eine Liebe oder zumindest eine tiefe Verbundenheit ausmalt, die offensichtlich mehr als einseitig ist. Durch ihre Mithilfe bei Verbrechen, die Tatsache, dass sie ihn deckt oder durch kleine Geschenke wie die Mandeltörtchen (geniales Detail übrigens) versucht sie sich seine Zuneigung zu erschleichen. Sie ist vollkommen abhängig.
Dabei ist Ewon wirklich nichts als ein mürrisches Arschloch (klassischer Frauenschwarm), der ihren Reichtum und ihre Gefügigkeit ausnutzt, um sein eigenes Ding durchzuboxen, ohne sich wirklich für sie als Person zu interessieren. Zu ihm scheint die Rolle des Unruhestifters wesentlich besser zu passen als zu seiner Freundin, die das wahrscheinlich alles nur tut, um ihm zu gefallen und eigentlich viel weniger rebellisch wäre. Wenn auch trotzdem eine miese Tochter.
Ihr Vater kann einem nur leidtun. Nach dem Tod seiner Frau bei diesem Raubüberfall, wunderschön kreativ, scheint er nahezu depressiv oder zumindest verbittert geworden zu sein und seine Tochter vernachlässigt zu haben. Klar, dass diese dann aufmuckt, obwohl es das für ihren Vater natürlich alles andere als leichter macht.
Das Einzige, was mich an ihr stört, ist die Tatsache, dass sie nicht freiwillig geht, obwohl sie aus einem Karrierodistrikt stammt. Ich mag keine unfreiwilligen Karrieretribute. Andererseits hätte das mit der überaus genialen Rahmenhandlung mit der pinken Schmiererei am Justizgebäude auch gar nicht zusammengepasst und ist insofern schon in Ordnung.
Irgendwie mag ich Quinn und ihr Umfeld wahnsinnig gerne. Es ist einfach so originell, in sich geschlossen und dreidimensional, dass sie definitiv zu meinen Favoriten gehören wird. Wieso, habe ich hoffentlich zu Genüge erläutert. In meinem Kopf ist meine Meinung zu und ihre Vorstellung von ihr irgendwie viel klarer als ich es jetzt in Worte fassen kann. Frustrierend.

Ciara Caswell

Die Namen zuerst. Wieder solides Mittelfeld, auch wenn ich sie, gerade was die Namen der Freundinnen und der Eltern betrifft, dieses Mal etwas langweilig finde. Dafür liebe ich die Geschichte hinter Ciaras Namen. (Den Spitznamen C mag ich wiederum gar nicht.) Dass sie nach einem Parfüm benannt wurde und nicht umgekehrt, spiegelt irgendwie den Charakter ihrer Eltern und vor allem ihrer Mutter wieder, die Erfolg mehr lieben als ihre eigene Tochter.
Obwohl du es in der Ernte anders beschrieben hast, hatte ich permanent das Gefühl, Ciara wäre von ihrer eigenen Teilnahme an den Hungerspielen alles andere als überzeugt und würde sich die traumhafte Vorstellung von Ruhm, Ehre und unendlicher Macht nur von ihrer Mutter aufzwingen lassen, die auf mich mehr als der Vater wie eine vornehme Schnöselin wirkt. Total modebewusst, arrogant, auf Macht und Ansehen fixiert und viel zu gesprächig. Sie kommt charakterlich schon fast an die Menschen im Kapitol heran, was schon alles über ihre Unsympathie und Nervigkeit aussagt, was es dort zu wissen gibt.
Auch in ihren Freundeskreis scheint Ciara nicht so richtig reinzupassen, weil die sich dort allesamt wie die Mutter aufführen und viel zu sehr an solchen Kleinigkeiten wie Partys und so weiter festbeißen. Mit solchen Menschen würde ich gar nicht zurechtkommen. Ich frage mich ehrlich gesagt, ob Ciara normalerweise ähnlich tickt oder wie zum Teufel sie in diese nervige Gruppe geraten ist.
Auf mich wirkt sie charakterlich nämlich ganz schön vernünftig, nicht ganz so blasiert, sie ist in der Lage, logisch zu denken, alles andere als arrogant, schweigsam und irgendwie lieb. Passt irgendwie nicht zu einer richtigen Karriera. Sie ist eher so dieses klischeehafte Mädchen, das eigentlich ganz lieb ist und nur zu den Hungerspielen gezwungen wird. Und das mag ich nicht, weshalb ich momentan auch dazu tendiere, Ciara nicht zu mögen.

Wie du weißt, verbinde ich meine Charaktere auch sehr gerne innerhalb der Ernten, selbst wenn mir das von den Steckbriefen nicht explizit vorgegeben wird. Die Verbindung hier ist dir durch den Diebstahl und die Anschwärzerei mit der Parfümzutat ganz wundervoll gelungen, großes Lob dafür! So wird auch deutlich, dass die Charaktere schon von vornherein eine schlechte Meinung von der jeweils anderen haben, zumindest was Quinns Ansicht über Ciara betrifft. Das wird im späteren Verlauf der Geschichte definitiv noch für etliche Spannungen innerhalb des Karrierebündnisses sorgen.


DISTRIKT 6 – Isla Saltaire

Obwohl ich diesen Abschnitt eigentlich lieber anders angefangen hätte, entscheide ich mir hier für die Thematik mit den Namen, die mir hier besser gefallen als in allen Abschnitten zuvor.
Was mich an Islas Ernte jedoch am meisten beeindruckt hat, ist deine Darstellung des Distriktes. Ich kann mir diese heruntergekommenen Mietshäuser, den Wassermangel, die Suchtkranken und das Elend der Bewohner richtig gut vorstellen. In meinem Kopf hat das Ganze ein bisschen was von einer Geisterstadt nach einem radioaktiven Zusammenbruch und obwohl du das ganze Ausmaß des Elends nur in ein paar Nebensätzen und Aussagen von Pyx darstellen konntest, habe ich es trotzdem bildlich vor Augen und hätte liebend gern mehr darüber erfahren.
Die Szene, die du gewählt hast, mit dem rostigen Eimer und dem Versuch, Wasser zu holen, hat mir auch ganz besonders gut gefallen, einfach weil es so eine simple, stumpfe Tätigkeit ist, mit der du trotzdem so viel zum Ausdruck bringen konntest, denn hier haben den Kontrast zwischen Isla und ihrem besten Freund Pyx, der sich mit einem süchtigen Vater und Bruder in einer ähnlichen Lage wie sie selbst befindet. Trotz seiner dreizehn Jahre (überhaupt finde ich, dass die Charaktere in diesem Steckbrief allesamt etwas zu jung geraten sind) ist er schon völlig verbittert, aufbrausend und sich seiner grauen Zukunftsperspektiven mehr als bewusst, was ebenso traurig wie realistisch und gut gemacht ist.
Isla hingegen geht mit ihrem Elend ganz anders um. Einerseits wirkt sie abgestumpft, emotionslos, resigniert, was ungefähr genauso schlimm wie ungerichtete Wut ist, aber immerhin versucht sie zumindest, sich aus dieser Lage zu befreien, so schwer ihr das in ihrem jungen Alter auch möglich ist, indem sie Gemüse anbaut und auf dem Schwarzmarkt verkauft. Nicht sonderlich ertragreich, aber immer noch besser als gar nichts. Im Gegensatz zu Pyx hat sie viele Schwestern, über die leider nicht viel gesagt wird, weshalb ich auch nicht viel zu ihnen kommentieren kann. Offensichtlich sind sie alle auf ihre eigene Art am Kämpfen und versuchen ihren Vater zu pflegen, der immer wieder in die Morfixsucht abrutscht. Ob das mit dem Fehlen der Mutter zusammenhängt?
Gerade im Kontrast zu Distrikt 5 ist dein Distrikt 6 sehr grausam geraten, was ich jedoch nicht schlimm finde und auch Isla ist ein sehr düsterer Charakter, den ich wenig überraschend sehr gerne mag, eben weil er eine gewisse Tiefe und Dreidimensionalität besitzt. Leider kann ich mit ihrem Alter überhaupt nichts anfangen. Diese Persönlichkeit hätte auch zu einer Fünfzehnjährigen gepasst.


DISTRIKT 2 – Everest Cray

Na, ahnst du schon, was zuerst kommt? Ich mache es kurz: Die Namen sind alle sehr ausgefallen, wenn sie auch nicht meinem persönlichen Geschmack entsprechen. Alle so hart und grob. Passt aber definitiv zu den hier auftretenden Charakteren. Mit Ausnahme einmal von Dynelle, die jedoch nicht zu Everests Familie gehört, sondern der Nebencharakter ist, der schon früh das Zeitliche segnen wird, wahrscheinlich durch Everests Hand. Ich mag die Verbindung, die du hier geschaffen hast, vor allem, da sie Everests gesamte Persönlichkeit unterstreicht.
Sie ist neben der Lieb-und-nett-Karriera und der Arrogante-Ziege-Karriera der dritthäufigste Karriertyp, der auftreten kann: Die sportliche Karriera. Eine, die sich nicht um ihr Aussehen schert, ja vielleicht sogar hässlich ist, sehr brutal, sehr gut trainiert und wie Everest impulsiv und aufs Gewinnen fixiert. Vielleicht noch mit einer Prise Sadismus. Der Einstieg mit den Goldmedaillen ist hier wieder ganz wunderschön gelungen. Ich mag die Idee dahinter und dass es eine Schande für sie und die Familie ist, das sie nach fünfzig Goldmedaillen einmal nur Zweite geworden ist. Nach einem Mädchen, das offenkundig dem zweite Karrieratyp entspricht. Die angehimmelte Schulqueen, die vielleicht mehr auf dem Kasten hat, als Everest ihr in ihrer Eifersucht zutraut.
Nette Idee, dass wir durch das Jubeljubiläum hier endlich mal den Fall innerhalb der Karrieros haben, das einem achtzehnjährigen Stunden sein Lebenswunsch versaut wird. Prabat, der ähnlich temperamentvoll zu sein scheint wie seine Schwester und dieser als Kind sogar eine Narbe verpasst hat. Bei den Eltern ist es auch kein Wunder, - der Vater als Friedenswächter, ich mag das eigentlich nicht, in meiner Vorstellung müssen die immer ungebunden bleiben - das beide so geworden sind, aber sie scheinen mit sich ja rundum zufrieden zu sein.
Die Ernte verläuft wie am Schnürchen. Zumindest für Everest, die ihre freiwillige Meldung sowie die Aussicht bekommt, Dynelle in der Arena den Gar aus zu machen.
Einzig die Betreuerin passt nicht in das makellos erfolgreiche Bild. Ich muss sie hier einfach erwähnen, weil sie grandios ist und einfach grandios nervig.
Zum Abschluss bleibt mir nur zu sagen, dass ich Everest mag. Nicht so sehr wie einige ihrer Vorgängerinnen, aber ich lese zumindest gerne von ihr. Sie ist einfach eine Standardkarriera. Damit kann man nie viel falsch machen und außerdem steckt sie voller kreativer Details.


DISTRIKT 4 – Lyara Greyne

Lyara ist die Erste, bei der mir die Namen nicht wirklich gefallen. Ihr Name mag sich vielleicht noch ganz kreativ sein, aber bei den Freunden und Familienmitgliedern wurde ordentlich an Kreativität gespart, was bei mir auch sonst ein paar Minuspunkte gibt.
Sie scheint mir genau das zu sein, was ich bei Ciara längst befürchtet habe. Die beiden sind mir auch sonst recht ähnlich. Lyara scheint schon in die Hungerspiele zu wollen, scheint jedoch davon nicht hellauf begeistert zu sein, sondern eher das durchzusetzen, was ihr Vater sich von ihr wünscht, der unbedingt den Hang hinaufwandern will, der im Übrigen eine verdammt geniale Idee ist und mich glatt neidisch wären lässt. Darauf wäre ich nie im Leben bekommen.
Der Aufbau ihrer Ernte gefällt mir eigentlich auch, auch wenn er ziemlich gewöhnlich ist. Sie schleicht sich nachts heimlich raus, weil sie nicht schlafen kann, obwohl sie das sonst eher nicht tut, weil sie ein sehr braver Mensch ist und hängt am Strand ihren eigenen Gedanken nach. Dann kehrt sie zurück und geht zur Ernte, wo sie sich noch mit ein paar Freunden trifft.
Aber Stück für Stück. Über ihre Familie hat man ja nicht sonderlich viel erfahren. Sie hat zwei Brüder, einer älter, einer jünger, wovon einer irgendwie auf Nelly, ihre beste Freundin zu stehen scheint, obwohl die einen Freund hat, so weit ich das mitbekommen habe. Der Jüngere ist ein waschechtes Genie und versteht sich gut mit seiner Schwester, die Mutter ist etwas sanfter und eine liebevolle Mutter, die sich nicht um Ruhm und Ehre schert. Ihr Vater wiederum schon. Er muss sie echt geliebt haben, wenn er sie trotzdem geheiratet hat. Auch über Freunde erfährt man kaum was. Einer Friedenswächter, die andere in Lyaras Alter, enttäuschend durchschnittlich, was ich auch über Lyara sagen kann. Sie wirkt auf mich, als hätte sie keinerlei Ambitionen, keine Ecke und Kanten und sei einfach nur lieb und nett und brav. Obwohl ich sie dank deines Schreibstiles irgendwie nicht hassen kann, tendiere ich trotzdem dazu, sie nicht zu mögen.

Venice Noredien Hill

Ihre Mittributin scheint wiederum von einem ganz anderen Kaliber zu sein, was schon bei ihrem Namen anfängt, den ich irgendwie sehr gerne mag.
Aber auch die Art und Weise, wie ihre Ernte erzählt wird, finde ich sehr interessant. Rückwirkend, aus der Sicht eines anderen. Weil sie selbst kaum etwas davon mitbekommen hat. Womit wir auch schon beim wichtigsten Punkt ihres Charakters wären.
Ben, der sich wie ein Parasit in ihr eingenistet hat und wie eine eigene kleine Person ist, die in ihrem Körper gefangen ist und sich hin und wieder ihrer bemächtigt, um sie zu kontrollieren und für seine Zwecke zu missbrauchen. Ben, der Psychopath, voller Grausamkeit, der in die Hungerspiele und berühmt werden möchte und der alles hasst, während Venice das exakte Gegenteil ist, unsicher, hilflos, vollkommen auf Ben angewiesen und auch ohne seine Kontrolle eine einzige Marionette.
Auch wenn das nicht immer so ist, finde ich diese Tatsache extrem interessant. Venice ist verrückt, leidet offensichtlich unter einer multiplen Persönlichkeit, eine starke Seite, die sich von ihr abgespalten hat und steht voll und ganz unter Bens Fuchtel. Sie hat ja nicht mal Erinnerungen daran, wenn er sie kontrolliert - obgleich sie trotzdem Gefühl und Bedürfnisse hat, die Ben wahrnimmt - und sie das tun lässt, was er für richtig hält. Ich liebe es, das könnte später noch extrem interessant werden. Eben noch harmlos, dann plötzlich kalt und grausam. Und niemand weiß, wieso. Ganz schön ungerecht
Aber erst einmal zur eigentlichen Ernte. Venice' Outfit ist da ja mal absolut genial. Ein Bettlaken, geflochtenes Haar, eine eigenartige Kette, das niemand dagegen irgendwas gesagt hat, wundert mich stark. Dann der Besuch von Tante Miranda und das Essen mit den Eltern. Zu schade, dass wir so wenig Einblicke in die Persönlichkeiten der anderen bekommen. Wichtig ist nur, dass Venice ihnen allen, auch Edith, etwas bedeutet, während Ben sie wiederum alle hasst und Venice dazu zwingt, sich von ihnen loszusagen, damit sie auf seine Unterstützung zählen kann. Auch Layra mag Venice ja eigentlich, aber wenn sie weiterhin so unter Bens Fuchtel steht, könnte das böse enden.
Mehr fällt mir bedauerlicherweise erst mal nicht zu Venice ein. Aber sie ist definitiv ein origineller, interessanter und spannender Charakter, den ich sehr gerne habe und den du wundervoll geschrieben hast.


DISTRIKT 11 – Ivy Terence

Weiter geht es es mit Ivy. Gut, der Name ist jetzt eher nicht so mein Fall, weil ich ziemlich viele Tribute mit diesem Namen kenne und es deshalb schwer wird, diese auseinanderzuhalten, aber wenigstens sind in ihrem Umfeld ein paar interessante Namen mit interessanten Charakteren zu Hause.
Zum Einen hätten wir da ihre Mutter, die in diesem Kapitel eher wenig Charakter bekommt. Deutlich wird trotzdem, dass sie ihre Tochter sehr lieben muss und ein bisschen vor den Streitigkeiten und dem Genecke ihrer beiden älteren Bruder in Schutz nimmt, die ich längst weit mehr in mein Herz geschlossen habe. Beide wirken auf mich wie extrovertierte Charaktere, Maz mit dem Sarkasmus und seinem Versuch, die Ernsthaftigkeit dieses scheußlichen Tages auf die Schippe zu nehmen, Camden mit seiner rationalen Seite, der alles mit Wahrscheinlichkeiten und Logik entschärft. Beide scheitern sie, weil man tief sitzende, kalte Angst eben nicht mit Logik oder Spott bekämpfen kann. Erst recht nicht, wenn man so jung ist wie Ivy, die im Gegensatz zu Isla nicht wesentlich älter wirkt als sie ist, sondern eben einfach wie vierzehn.
Ich mag auch ihre Persönlichkeit, dieses vergleichsweise Introvertierte, Zurückgezogene, das Menschenmassen hasst und mit Aufmerksamkeit nicht zurechtkommt – erinnert mich an Lex, aber als ich den Steckbrief geschrieben habe, hatte ich Ivy nicht mehr im Gedächtnis, tut mir leid.
Ich bin eigentlich genauso, sehr zurückgezogen, weshalb ich mich gut mit Ivy identifizieren kann. Ich hab sie recht gerne.


DISTRIKT 9 – Mahara Morton

Mit Mahara haben wir hier also deine eigenen Charakter, der nicht als Kanonenfutter oder Nebencharakter gewertet wird und deshalb durchaus realistische Chancen auf den Sieg hat. Im Gegensatz zu den übrigen Außendistriktlern spielt ihr das Jubeljubiläum nämlich ganz schön in die Karten. Für ein Mädchen wie Mahara geht Ruhm, Reichtum und Berühmtheit über alles, weshalb sie nicht davor zurückschreckt, zweifelhafte Wege einzuschlagen. Dass andere Menschen (niederen Standes) sie deshalb für eine Schlampe halten, ist ihr herzlich egal, solange sie an ihr Ziel kommt. Sie genießt den Luxus und wird wahrscheinlich durch hübsche Kleider, süßes Lächeln und scheinbar zufällige Busenblitzer dafür sorgen, dass die Präsidenten ihr verfallen und sie zur First-Lady ihrer Wahl bestimmen.
Sie ist herrlich unsympathisch und deshalb mag ich sie so gerne. Ich mag die Tatsache, wie sie Seven, den obersten Friedenswächter um den Finger gewickelt hat, sich bei ihm eingenistet hat wie ein Parasit und seinen Reichtum voll ausnutzt, um immer weiter aufzusteigen. Sie ist clever, das muss man ihr schon lassen. Auch ihre kleine Notlüge wegen ihres Alters passt gut ins Bild und gibt der Ernte durch die Versuche, sich in einem Kapitolskleid in der buchstäblich grauen Masse zu verstecken, durchaus einen gewissen Unterhaltungswert.
Da in ihrer Ernte kaum Leute vorkommen, hier mein abschließendes Urteil: Ich mag sie und vermute, dass sie es weit bringen wird.
Oh, und bevor ich es vergesse: Ich mag den Namen. Hat der eine besondere Bedeutung?

Vesta Ceres

Der letzte Tribut, das hat jetzt länger gedauert, als erwartet. Da werde ich nicht mehr viel zum Lernen kommen, aber was will man bei Englisch auch großartig lernen?
Wie immer zuerst zu den Namen, von denen es ja in diesem Kapitel außergewöhnlich viele gab, weshalb ich ausnahmsweise darauf verzichte, bei der eigentlichen Zusammenfassung jeden beim Namen zu nennen, du weißt ja sicherlich, wer gemeint ist, sonst komme ich nur noch durcheinander. Trotzdem gefallen mir die Namen, sie sind sehr ausgefallen und passen irgendwie nach Distrikt 9. Ist mir trotzdem ein bisschen zu voll mit so vielen Charakteren, die allesamt nur mal kurz angerissen werden. Aber das sagt ja die Richtige.
Fangen wir bei Vestas Familie an, die ich allein schon wegen der Tatsache, dass Biertrinken dort als völlig normal und sogar erwünscht angesehen wird, egal in welchem Alter, total genial finde. Da sieht man mal, dass Alkohol auch zur Familientradition gehören kann, selbst wenn es auf so manchen Leser, wie mich zum Beispiel, ziemlich befremdlich wirkt. Aber was will man von Brauereileuten auch anderes erwarten. Da passt die Eigenschaft den Vaters, keinen Spaß zu verstehen, wenn Bier verschüttet wird wie die Faust aufs Auge. Und auch die Mutter scheint ordentlich Feuer zu haben, wenngleich sie in diesem Kapitel etwas blass geblieben ist.
Weiter geht es mit Owen, und nein, ich habe ihre Schwester nicht vergessen, die kommt nur etwas später. Owen hat es mit Vesta als Freundin echt nicht leicht und muss trotz (oder gerade wegen des) gewalttätigen Alkoholikervaters eine echt dicke Haut haben, um ihr immer wieder ihre skrupellosen Aussagen zu verzeihen. Vielleicht ist er ja auch so ein typischer Friendzonecharakter, könnte ja möglich sein, weil man sonst wohl kaum mit so einem Mädchen und dieser verschrobenen Familie abhängen würde.
Weiter geht es mit ihrem Feind, der ja auch eine liebevolle kleine Hintergrundgeschichte hat mit seiner Schwester, die die Tesserasteine nimmt, die ihn fett gemacht haben. Mit Vesta sollte man sich echt nicht anlegen, wenn sie Nahkampf kann. Scheint sich ja nicht vorm Prügeln zu scheuen. Da fehlen selbst einer Großfresse wie Callet die Worte. Ihre übrigen Freunde scheinen dafür wiederum mehr zu Vesta zu passen als Owen, alle laut und maulend und gehässig und ständig am Streiten, weshalb sie sich so gut verstehen, sind sich aber einig, wenn es um bestimmte Belange geht.
Und zum Schluss zu Vesta selbst, die ich absolut liebe, weil sie vollkommen schamlos ist. Sie ist klug, offensichtlich Schulbeste, aber trotzdem so ein rücksichtsloses, beleidigendes Trampeltier, das seine Taten nicht mal so bereuen scheint. Ihre Schwester scheint ganz ähnlich gestrickt zu sein, mit dieser Affinität zum Prügeln, dafür aber geschickte Hände zu besitzen.
Ich mag auch die Szenen in diesem Kapitel. Vom Anstoßen am Morgen, bis hin zum Gespräch mit den Freunden, die zusammen über den Betreuer lästern und schlussendlich die Ziehung, die Vesta nur kurz in Verlegenheit bringt, bevor sie ihre Stimme und ihren Kampfgeist wieder findet.
Ich mag sie, sie ist ein fantastischer Charakter und hat definitiv Feuer. Solche Charaktere liebe ich, ich hoffe, dass sie es weit bringen wird!


Das war es auch schon! Ich hoffe, dir hat meine kleine Zusammenfassung zu den Tributen gefallen und vor allem hoffe ich, dass du sie nicht zu oberflächlich fandest, weil ich echt viel Zeit hineingesteckt habe. Ich bin froh, das jetzt endlich erledigt zu haben, damit ich mich im kommenden Kapitel voll und ganz auf Lex und Kittä konzentrieren kann.

Wir lesen uns,
Katia!

Antwort von MissSienna am 28.06.2017 | 00:05:01 Uhr
Hi!

Da kommt man nichtsahnend von der Uni nach Hause und dann so eine freudige Überraschung! Ich habe tatsächlich nicht damit gerechnet, heute noch ein Review von dir zu bekommen, deswegen kommt hier auch gleich eine Warnung:
UNTERSTEH DICH, DAS HIER VOR DEINER PRÜFUNG ZU LESEN, ANSONSTEN ÜBERNEHME ICH KEINERLEI VERANTWORTUNG!
Gut, Verantwortung von sich schieben, Check. Ich glaube übrigens, dass du das morgen problemlos meistern wirst, immerhin habe ich es auch irgendwie hingekriegt und wenn ich das schaffe, dann kann es wirklich jeder schaffen :)

Als du ein kurzes Review angekündigt hast habe ich etwa mit einem Satz zu jedem Charakter gerechnet, aber du hast da ja andere Maßstäbe. Ich hätte dieses Review schon als relativ ausführlich betitelt. Vielen vielen Dank für das Lob, hat mich echt riesig gefreut, vor allem weil ich ja selbst so ein großer Fan deines Schreibstils bin! Ich weiß ja, dass die Erntekapitel immer zäh sind, deswegen habe ich mir große Mühe gegeben, sie so abwechslungsreich und interessant wie möglich zu gestalten, freut mich sehr, dass das bislang gelungen ist.
An dieser Stelle muss ich dir auch noch ein Kompliment zu deiner Auffassungsgabe machen, 10 Charaktere in einem Review und du hast keinen einzigen durcheinander gebracht. Bei mir liegt die Obergrenze ja eher so bei vier, mit ein bisschen Glück vielleicht fünf :D

Anyways, jetzt will ich aber natürlich noch meine Kommentare zu deinen Kommentaren zu den Charakteren loswerden, über Charaktere zu diskutieren und spekulieren gehört ja bekanntlich zu meinen Lieblingstätigkeiten. Ich hoffe mal, ich kann mich mit den Spoilern zurückhalten!

Rosalyn: Ich finde Rosalyn an sich einen sehr hübschen Namen, ihr Spitzname Lyn eigentlich auch, er hängt allerdings schon leicht an der Grenze zu langweilig. Liegt vielleicht auch daran, dass ich eine Lynn in meinempersönlichen Umfeld habe und der Name für mich etwas Alltägliches hat. Mit Silberstein hatte ich dagegen nicht so ein krasses Problem, es gibt ja in den USA viele Deutschstämmige, teilweise auch mit deutschen Namen, die einfach englisch ausgesprochen werden. Klingt manchmal sogar richtig schön, ich habe zum Beispiel schon einmal etwas von einem Amerikaner namens "Vogel" gelesen ("Wougel" ausgesprochen) und irgendwie finde ich klingt das gut. Aber ich habe ja auch einen leichten Schaden was Namen angeht. Zu deinem Lob: Schon wieder Danke! Gespräche sind irgendwie so ein bisschen mein Steckenpferd, das schreibe ich am liebsten, daher auch recht oft und bin quasi gezwungen, Informationen in die Gespräche zu verpacken.
Was Lyn ansonsten angeht kann ich dir nur zustimmen, ich mag ihre Vergangenheit, auch wenn sie in Panem sicher kein Einzelfall ist und ich mag ihr persönliches Umfeld mit ihrem Bruder, Napoleon und Judith. Dadurch, dass die vier so verschieden sind und trotzdem die gleichen Ziele verfolgen fand ich sie als Gruppe irgendwie spannend, da ist Napoleon, der unangefochtene Anführer der Gruppe, Newt, der liebe, fast schon klischeehafte große Bruder (wenn man mal davon absieht, dass er nachts in fremde Häuser einbricht und klaut, aber davon ist er ja nicht ganz so überzeugt wie Napoleon), Lyn, die es mit - nenn wir es ehrlicher- aber brotloser Arbeit versucht und die Gruppe irgendwie zusammenhält und schließlich Judith, die noch sehr mit dem Leben auf der Straße zu kämpfen hat. Im Nachhinein gesehen habe ich vielleicht tatsächlich ein bisschen wenig Information über Lyn einfließen lassen, ich hoffe sie wird mit den nächsten Kapiteln ein bisschen weniger "flach".

Quinn: Auch wenn ich mich wiederhole: Sie ist für mich ein Charakter mit Charakter. Hat auf jeden Fall Wiedererkennungswert und ich finde gerade die Mischung aus fies und manipulativ auf der einen Seite und hoffnungslos verliebtes Mädchen mit rosaroter Brille macht sie sympathisch. Ewon ist beim genaueren Hinschauen schon ein richtiger Arsch, er hat längst durchschaut, dass sie für ihn vermutlich alles machen würde und nutzt das ganz gezielt aus. An Quinn selbst liegt ihm offensichtlich nicht besonders viel, um das zu untermauern wollte ich auch unbedingt, dass er sie am Ende anmault, dass sie auf die Bühne gehen soll. So leicht wie ihre Sicht ist mir auf jeden Fall keine andere gefallen und ich freue mich schon sehr, wenn sie in ihrer etwas pampigen Art auf ihr Vorbereitungsteam, die anderen Tribute und den Interviewer trifft!

Ciara: Die Geschichte zu ihrem Namen fand ich auch super. Ich habe immer ein ganz bestimmtes Detail zu jedem Tribut im Kopf, die sie für mich einzigartig machen und bei ihr ist es das Parfum. Was ihre Darstellung im Kapitel angeht muss ich ehrlich gesagt einiges auf meine eigene Kappe nehmen. Ihre Mutter und ihre Freundinnen unterstützen sie zwar laut Steckbrief tatsächlich in dem Plan, in die Spiele zu ziehen und es wird außerdem erwähnt, dass sie etwas unsicher ist, aber es ist schon ihre eigene Entscheidung, sich freiwillig zu melden. Der Einfluss, den ihr Umfeld dabei auf sie hat ist nichtsdestotrotz natürlich riesig und ich muss dir schon zustimmen, sie passt nicht so hundertprozentig in ihr Umfeld rein. Alle sind so typisch Distrikt 1, voll auf Glamour, Äußerlichkeiten und Erfolg gepolt und sie ist eher so das nette Mädchen von neben an und gar nicht karrierahaft. Aber gut, stille Wasser sind ja bekanntlichermaßen tief, ich gehe davon aus, dass sie in der Arena noch beweiesen wird, dass sie nicht zu unterschätzen ist.
Die Rahmengeschicht, die die beiden verbindet ist auch eine meiner Lieblinge, obwohl ich die gar nicht so genau geplant hatte, sondern einfach drauf los geschrieben habe. Sollte ich vielleicht öfter machen und mich nicht so verkopfen :D

Isla: Die kleine Isla :) Sie ist schon irgendwie süß und auch wenn sie tatsächlich nicht ganz wie zwölf wirkt (an dieser Stelle muss ich mich immer zwangsläufig an mein zwölfjähriges Ich erinnern) finde ich ihr Alter gut. Einfach, weil sie der einzige wirklich junge Hauptcharakter ist und damit ein bisschen etwas zur bunten Mischung beiträgt. Außerdem ist sie keine zwölfjährige Mörder-Mary Sue, die aus dem nichts Schwertkampf und Wrestling beherrscht und das finde ich auch gut. In ihrer Ernte habe ich mich tatsächlich sehr darauf konzentriert, die Trostlosigkeit ihres Distrikts rüberzubringen, zum einen, um Islas Charakter besser zur Geltung zu bringen, zum anderen, weil mir in den Reviews geraten wurde, mehr Wert auf die Umgebung zu legen. Die Idee mit dem Eimer kommt von mir, ursprünglich sollten Isla und Pyx sich nur so treffen, aber irgendwie fand ich es komisch, dass die beiden am Erntetag, wo sie ja beide schwer mit ihren morfixsüchtigen Familienangehörigen zu tun haben, zwischendrin Zeit für ein Pläuschchen finden, deswegen wollte ich es mit irgendeiner sinnvollen Tätigkeit verbinden. Der gegensatz zwischen den beiden ist schon krass, sie leben unter so ähnlichen Bedingungen und haben sich so unterschiedlich entwickelt. Leider stand im Steckbrief nicht besonders viel zu Islas ganzen Schwestern, deswegen habe ich sie nur oberflächlich auftauchen lassen und nicht ewig viel über sie geschrieben. Was ich bei dieser Familie übrigens super fand war, dass die Namen aufeinander abgestimmt waren und alle etwas mit der Seefahrt in der griechischen Mythologie zu tun haben (Cortez, Kalypso, Sirene, Isla und Nerina), insbesondere, wenn ich jetzt enthülle, dass ihre Familie vor vielen Generationen aus Distrikt 4 kam.

Everest: Ich mag den Namen echt gern, irgendwie passt er wie die Faust aufs Auge zu seiner Trägerin. Prabat dagegen habe ich dauernd falsch geschreiben, keine Ahnung warum. Und der arme Prabat ist ja sowieso der große Verlierer des Jubeljubiläums, deswegen will ich gar nicht weiter auf ihm herumhacken. Everest ist so eine richtig klassische Hau-drauf- Karriera, die sicher keine Skrupel zeigen und kein Blubad scheuen wird. Sie wirkt sehr selbstbewusst und vor allem von ihrem Sieg überzeugt, gleichzeitig finde ich aber, dass ihre extreme Eifersucht auf Dynelle von verletztem Stolz und damit Unsicherheit zeugt. Andererseits lässt sich ihr Hass auf Dynelle aber auch durch den Druck, den sie durch ihre Familie bekommt erklären. Ich will ja noch nicht zu viel verraten, aber Dynelle ist eine der wichtigeren Nebencharaktere, auch wenn sie in der Hackordnung immer noch weit unter den Hauptcharakteren steht. Aber ich mag den Hass zwischen Everest und ihr schon noch ein bisschen weiter ausschlachten.
Habe mich übrigens total gefreut, dass die Appolinaria Divall in deinem Review Erwähnung gefunden hat. Sie ist einfach so herrlich lächerlich,dass sie zu meinen absoluten Lieblingsbetreuern gehört.

Lyara: Stimmt schon, Lyara und Ciara ähneln sich an manchen Stellen (und dann haben sie auch noch so verwechslungsanfällige Namen!) aber das kann ja leider passieren, wenn man die anderen Charaktere noch nicht kennt, während man den Steckbrief schreibt. Genauso wie Ciara ist sie nicht so hundertprozentig überzeugt von dne Spielen und wird von ihrem Umfeld so ein bisschen hineingedrängt. Aber warum nicht, ich kann mir durchaus vorstellen, dass sowas in Panem vorkommt. Auf meinen Distrikt 4 Aufbau bin ich ehrlich gesagt auch ein bisschen stolz, ist irgendwie eine schöne Metapher, dass man durch Erfolg und geld am Hang aufsteigen kann :) Lyara hat ein ziemlich großes persönliches Umfeld und ich hatte ein bisschen zu kämpfen, alle unterzubringen, deswegen ist der eine oder andere auch ein bisschen kurz gekommen. Lyaras großer Bruder ist zum Beispiel tatsächlich mit Nelly zusammen, vielleicht werde ich das Kapitel nochmal überarbeiten und das ein bisschen verdeutlichen. Bei ihr bleibt mir letztendlich nur das gleiche zu sagen wie bei Ciara: Sie wird schon noch auspacken und beweisen, dass sie nicht nur lieb und nett sein kann. Spätestens in der Arena.

Venice: Alsich Venice' Steckbrief bekommen habe fand ich sie so cool, dass ich buchstäblich alles stehen und liegen lassen habe und mit dem Schreiben begonnen habe. Wie eingangs bereits erwähnt schreibe ich super gerne Dialoge und da ihr Kapitel ja praktisch ein großer Dialog zwischen Venice und Ben ist, ist mir das Kapitel entsprechend leicht gefallen. Der Kontrast zwischen den beiden ist einfach so spannend, die naive, liebe, hilflose Venice und der machthungrige, unberechenbare Ben. Irgendwann ist mir praktisch jedes Mal, wenn er etwas gesagt hat, ein kalter Schauer den Rücken heruntergelaufen, auch weil er in meiner Vorstellung eine ganz klare, aber gleichzeitig unheimlich sanfte Stimme hat. Macht das Sinn, was ich da erzähle?
Bei ihr waren auch viele tolle Details drin, zum Beispiel das mit dem Bettlaken, darin sieht sie bestimmt schon ein bisschen irre aus. Wird auf jeden Fall noch spannend, wie sie (oder sollte ich besser sagen, wie die beiden) sich in der Arena schlägt!

Ivy: Ivy ist auch so ein süßer Charakter, denn man echt ungern in die Spiele schicken will. Ihre schüchterne Art, ihre Unsicherheit, ihre Angst vor der Ernte und den vielen Menschen, sie wirkt tatsächlich wie eine Vierzehnjährige. Maz und Camden habe ich auch in mein Herz geschlossen, sie haben beide etwas leicht nerviges an sich, aber auf eine so unglaublich nette Art und Weise,dass man sie einfach mögen muss!
Zu diesem Zeitpunkt hat sie tatsächlich noch die eine oder andere Gemeinsamkeit mit Lex, aber ich kann dir versichern, dass sie trotzdem sehr unterschiedlich sind und auch unterschiedlich entwickeln. Hier kommt wieder der Punkt an dem ich nicht zu viel verraten will und mich wirklich bemühen muss, keine Spoiler rauszuhauen. Niemand mag Spoiler!

Mahara: Der Name Mahara hat eine ziemlich lustige Geschichte. So heißt nämlich eine der E-Learning Plattformen meiner Hochschule und obwohl ich diese Plattform abgrundtief hasse mag ich den Namen irgendwie. Klingt cool, ein bisschen wie ein Bondgirl oder so. Sie hat als Dann-mach-ich-den-Charakter-halt-selber!-Projekt angefangen und ist wider Erwartens tatsächlich ein ganz netter Charakter geworden. Sie ist manipulativ und gewissermaßen gefährlich, aber auf ganz andere Art und Weise wie ihre Konkurrentinnen. Und du hast recht, Busenblitzer sind wesentlicher Bestandteil ihrer Taktik! Dennoch stecke ich mit ihr ein bisschen in einer Zwickmühle, denn so gern ich sie weit kommen lassen würde will ich mir am Ende nicht nachsagen lassen, dass ich meinen eigenen Charakter bevorzugt hätte. Mal sehen, ich werde ihr Schicksal wahrscheinlich größtenteils vom Plot abhängig machen.

Vesta: Vesta ist ein ganz schön komplexer Charakter und ich war besorgt, dass ich sie völlig falsch rüberbringen könnte und sie einfach grundlos fies wirkt. Aber da das bis jetzt niemand kritisiert hat scheint es mir doch einigermaßen gelungen zu sein. Neben ihrem komplexen Charakter weist sie außerdem ein schön ausgearbeitetes Umfeld auf, ich mag ihre Biertrinker-Familie auch total, sie sind irgendwie alle ein bisschen fies und necken sich gern gegenseitig, besonders zwischen Vesta und ihrer Schwester kommt es regelmäßig zu kleineren Prügeleien. Sie erinnern mich ein bisschen an meine Schwetser und mich. Der arme Owen tut sich noch ein bisschen schwierig mit Vestas Art, besonders, da er es offensichtlich eh nicht besonders leicht hat. Und Vesta gedenkt ja so gar nicht, Rücksicht auf ihn zu nehmen, genauso wie sie auf sonst nichts Rücksicht nimmt. Dein Ausdruck "rücksichtsloses, beleidigendes Trampeltier" passt einfach perfekt! Mit ihr werden wir insbesondere beim Interview bestimmt noch viel Spaß haben!

So,jetzt bin ich tatsächlich auch durch, habe mich mal wieder grandios verschätzt, wie lange ich dafür brauche, aber ich war auch nicht bereit, die Antwort auf Morgen zu verschieben. Ich bin übrigens auch schon mittendrin in Kittäs und Lex' Ernte, um nicht zu sagen fast fertig. Mit ein bisschen Glück wird sie sogar morgen schon fertig, aber verlass dich auf diese Aussage lieber nicht. Wenn ich sage morgen, dürfte ungefähr Freitag mit ihr zu rechnen sein. Aber ich gebe mein Bestes :)
Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen, Hau rein bei deiner Prüfung! (Falls du dich nicht an meine Warnung oben gehalten hast, denn ansonsten ist die Prüfung ja schon rum)
Wir hören voneinander!
Alles Liebe,
Sienna
14.06.2017 | 11:53 Uhr
zur Geschichte
Hallo!

Ich war sehr überrascht, eben ein Review von dir zu erhalten, da du ja an der Geschichte nicht selbst aktiv teilnimmst. Trotzdem ist es immer erfreulich, konstruktives Feedback zu erhalten, vor allem auf freiwilliger Basis, weshalb ich mich an dieser Stelle schon mal vorneweg grob bedanken möchte. Eine ausführliche Antwort folgt in den nächsten Tagen.
Aber nun zum wichtigeren Grund, warum ich jetzt dieses Review schreibe: Du wolltest, dass ich mir deine Geschichte anschaue und dir Tipps hinterlasse - etwas, worin ich absolut grauenhaft bin. Ich werde es aber zumindest versuchen, die nötige Zeit sollte da sein, zumal ich nachher meine Abiturprüfungsergebnisse erhalte und deshalb sowieso gerade derart neben der Spur bin, dass ich mich eh auf nichts anderes mehr konzentrieren könnte. Normalerweise schreibe ich keine Reviews zu Geschichten, bei denen ich nicht mitmache. Einfach, weil ich stellenweise sechs Stunden an einem sitze - du siehst, ich kann mich nirgendwo kurzfassen - und andernfalls zu nichts mehr kommen würde. Das hier ist also eine vielleicht einmalige Ausnahme.
Da ich den MMFF-Bereich eh alle paar Stunden stalke, um zu überprüfen, was es da so Neues gibt, ist mir deine Geschichte vertraut. Ich hab schon öfter mal reingeschnuppert, aber noch nicht angefangen, sie mir genau durchzulesen. Das mache ich jetzt und werde so kurz wie mir nur irgend möglich aufzählen, was mir so auffällt. Sonst wird das hier nur ewig dauern.


1. Einleitung

Sehr hübsch, die Geschichte mit so einem Gedicht einzuleiten. Stammt es von dir? Wenn ja, riesengroßes Lob an dich, ich für meinen Teil kann solche poetischen und rätselhaften Sachen gar nicht! Wenn nicht, Credits angeben, sonst verstößt du gegen Copyrightgesetze! Da du oder der Verfasser in diesem Gedicht von zwei Siegern sprichst/spricht, gehe ich davon aus, dass es sich auf die Originalhungerspiele bezieht. Denn falls du wirklich vorhaben solltest, zwei Tribute zum Sieger zu küren, wäre das für mich persönlich schon ein Grund, nicht mitzumachen. Ich finde das nämlich immer ein bisschen einfallslos und gegen das ursprünglich geplante Konzept der Hungerspiele.
Etwas, was mich auch nicht dazu verleiten würde, nicht mitzumachen, ist die Tatsache, dass dieses Gedicht das Einzige ist, was es im ersten Kapitel an Prosa zu lesen gibt. Ich kaufe nicht die Katze im Sack und möchte immer wissen, was der Autor schreibstiltechnisch auf dem Kasten hat, bevor ich mich entschließe, irgendwo mitzumachen. Falls du allerdings das zweite Kapitel zeitgleich mit dem ersten hochgeladen haben solltest, nehme ich das sofort zurück. Das kann man rückwirkend leider nicht mehr verfolgen.
Zur Übersicht: Du beherrscht hier offensichtlich etwas, was ich leider überhaupt nicht kann: Das Wichtigste zu den Mentoren (und sogar zu den Betreuern) kurz und knapp auf den Punkt zu bringen, damit man weiß, was einen erwartet. Das ist sehr viel Arbeit, deshalb großes Lob an dich. Meine Betreuer haben zwar auch alle einen gewissen Hintergrund und werden stellenweise auch noch für den späteren Storyverlauf wichtig werden, aber ich erfinde sie meistens erst einen Tag, bevor ich die eigentliche Ernte schreibe. Es zeugt von sehr viel Organisationstalent, dass du das schon von Anfang an so festlegen kannst.
So, du gibst also schon in dieser Übersicht an, ob der Tribut noch am Leben ist. Etwas, was ich mit gemischten Gefühlen betrachte.
Es ist einerseits gut, da deine aktiven Leser so den Überblick behalten, allerdings nimmst du deinen neuen Lesern damit ein wenig den Wind aus den Segeln. Ich für meinen Teil lese beispielsweise gerne MMFFs, die schon abgeschlossen sind, weil ich keine halben Sachen mag. Wenn ich mir dann allerdings kurz den Überblick der Tribute im ersten Kapitel ansehen möchte und dann feststellen muss, dass dreiundzwanzig Namen bis auf einer schon durchgestrichen oder mit der Todesursache gekenntzeichnet sind, ist das so ein großer Spoiler, dass ich die Geschichte meist sofort abbreche beziehungsweise die Lust daran verliere. Egal, wie gut sie gewesen wäre. Deshalb bin ich immer für eine separate Übersicht, mit Spoilerwarnung gekennzeichnet.
Zum Steckbrief: Mir ist keine Information aufgefallen, die ich beim Ausfüllen des Steckbriefs vermissen würde, dafür wiederum ein paar, die in meinen Augen ein bisschen überflüssig sind. Bestimmte Punkte, zum Beispiel bei der Erntezusammenfassung, kann man erst richtig beantworten, wenn man alle Ernten gelesen und alle Tribute kennengelernt hat. Deshalb bietet sich für so was immer eine zusätzliche MMA nach den Ernten an. So kannst du auch gleich überprüfen, welche Leser noch dabei sind.
Auch bei den Fragen zu der Arena hätte ich mich kürzergefasst. Du fragst den Ersteller nach jedem Fall, der irgendwann vielleicht eintreten könnte und deshalb bist du so ... begrenzt. Jedes Detail ist schon vorgegeben, du hast so gut wie gar keine Freiheiten beim Planen der Arena, weil du dich an feste Regeln zu den Charakteren halten musst. Das wirst du später wahrscheinlich auch merken, wenn du einen genialen Storystrang nicht umsetzen kannst, weil das gegen die Antwort eines Erstellers verstößt.
So viel zum ersten Kapitel: Du siehst, es ist sehr lang geworden, obwohl ich mich kurzgefasst haben. Das klingt bislang alles noch sehr negativ, aber du bist auch unerfahren und wolltest diese Hinweise haben. Normalerweise bin ich weit weniger kritisch, aber ich bin überzeugt, dass sich die Komplimente häufen werden, wenn ich erst mal richtig zu lesen anfange.


2. Prolog

Ich mag deinen Schreibstil. Er scheint wie meiner selbst sehr blumig zu sein, wodurch du wunderschöne Bilder schaffst, die man sich gut vorstellen kann. Manchmal sind die Sätze etwas zu komplex strukturiert, aber das gibt sich sicherlich mit der Zeit und könnte auch daran liegen, dass ich gerade so neben der Spur stehe. Wie ich legst du sehr viel Wert auf Details, die Gestaltung des Präsidentenpalastes, die Korruption bei der Wahl des Jubeljubiläums, das Aussehen der Zwillinge und ihr Verhalten.
Kurz zu einem grammatikalischen Aspekt, den ich vor Kurzem auch noch falsch gemacht habe:
"„Und der schlechteste Verlierer obendrein.“ fügte Veritas hinzu."
Die wörtliche Rede. Diese zitierte Aussage ist ein Satz, weshalb der Punkt hinter dem "obendrein" nicht dahingehört. Wäre es ein Ausrufe- oder ein Fragezeichen, wäre das etwas anderes und du könntest es trotzdem setzen. Überdies muss ein Komma hinter das obere Anführungszeichen. Das ist jetzt die Kurzfassung. Die genauen Regeln könntest du im Onlineduden nachlesen, da ist alles noch einmal verständlicher erklärt. Überhaupt hilft der Onlineduden blitzschnell in allen Rechtschreibbelangen.
Ansonsten habe ich kaum Fehler gefunden. Ist also alles gut lesbar und wird nicht durch ernst zu nehmende Patzer im Lesefluss gestört und das ist ja die Hauptsache.
Nun zu deinen Charakteren, sehr schöne Namenswahl, sowohl beim Spielmacher (Ich bin so durch den Wind, dass ich gar nicht mitgeschnitten habe, was dieser Typ eigentlich ist) als auch bei deinen beiden Präsidenten, deren Namen zwar ähnlich sind, weshalb man sie kaum unterscheiden kann, was aber bei Zwillingen durchaus der Sinn sein sollte. Geringfügige Unterschiede gibt es ja schließlich doch, sowohl bei den Namen als auch bei den Persönlichkeiten. Beide sind herrlich grausam, sadistisch, überheblich und irgendwie kindisch, vor allem im Doppelpack. Außerdem seinen sie mir leicht wahnsinnig zu sein, nicht unbedingt die besten Führungsqualitäten. Trotzdem sind mir knallharte Präsidenten allemal lieber als verweichlichte, die ein gutes Herz haben und nur missverstanden werden, wie man es oft liest.
Womit wir bei deiner Idee wären. Nur Mädchen. Zwei Sieger. Die die Präsidenten heiraten sollen. Gab es alles schon, aber was gab es bitte noch nicht? Da ist es schwer, was zu finden. Mich wundert es nur, dass mir das bei der Tributübersicht noch nicht aufgefallen ist. Es ist allgemein bekannt, das Mädchen lieber erstellt werden, aber trotzdem ist es irgendwie schade, dass keine Jungen dabei sind, zumal es bei so vielen Mädchen sicher zu Schwierigkeiten kommt, sich alle Charaktere zu merken. Wie ich zu zwei Siegern stehe, habe ich ja bereits erwähnt. Und dass die Präsidenten sie heiraten sollen, finde ich irgendwie ein bisschen ... merkwürdig, schließlich haben sie sich eben noch über den Distriktabschaum beklagt. Im Kapitol könnten sie doch jede haben, das würde ihnen doch viel mehr bringen. Oder spielen sie mit dem Gedanken, die Siegerinnen der Hungerspiele nur für ihre fleischlichen Triebe zu missbrauchen? Das wäre ebenso grausam wie ... wahrscheinlich.


3. Die Arena

Die Idee dieses Kapitels ist eigentlich genial. Die oberste Spielmacherin, die eine Affäre mit einem Betreuer hat, jedoch spontan unterbrochen wird, weshalb sich ihr Geliebter in einem Schrank verstecken muss. Dass er auch noch aus Distrikt 11 kommt, dürfte den Tributen dort einen unfairen Vorteil einbringen, aber es gibt eben keine Arena ohne Ungerechtigkeiten.
Dein Schreibstil war hier wieder sehr schön, flüssig zu lesen und mit sehr vielen Beschreibungen, vor allem was das Aussehen der Kapitolsbewohner angeht.
Dennoch habe ich auch hier wieder Kritik: Die Arena, das Herzstück einer MMFF schon so früh komplett zu offenbaren, ist etwas, was ich niemals gemacht hätte. Viel zu wenig Spannungsaufbau für den Leser und viel zu viele Möglichkeiten zu schummeln. Der Ersteller könnte seinen Tribut an diese Hinweise anpassen, was angesichts deiner Idee, die im Übrigen zwar sehr interessant, aber auch nichts wirklich Neues ist, kaum möglich sein sollte. Als du dich entscheiden solltest, welches Terrain du für die Arena auswählen möchtest, hast du kurzerhand alle genommen. Sollte interessanter werden, denkt man. Ich bevorzuge es eher, mich auf ein schlichtes Terrain zu beschränken und den Fokus der Geschichte eher auf die zwischenmenschlichen Beziehungen der Tribute zu legen. Das wird bei dir jedoch sehr umfangreich und unübersichtlich werden, da du eine Arena mit gefühlt tausend Terrains und tausend Gefahren hast, die du beliebig miteinander kombinieren kannst. Für mich ist das ehrlich gesagt etwas ... too much.


An dieser Stelle erkläre ich dieses Review erst einmal für beendet. Ich muss nämlich bald los. Wenn du möchtest, kann ich später noch eins nachliefern, wenn du dich jetzt nicht von mir in Grund und Boden gestampft fühlst, haha. Sei dir sicher, dass keine dieser Aussagen persönlich oder beleidigend gemeint ist. Ich gebe einfach nur meine ehrliche und vollkommen subjektive Meinung ab, weil du ja auch ausdrücklich darum gebeten hattest und will dich damit nicht verletzen.
Du hast als Autor definitiv Potenzial und dein Schreibstil ist sehr schön und angenehm zu lesen, aber deine Ideen sind eher weniger der Fall. Vielleicht ist es etwas früh für mich zu urteilen. Mal schauen, ob ich die Geschichte weiterlesen werde, um meine Meinung vielleicht noch mal zu überdenken.

Wir lesen uns,
Katia!

Antwort von MissSienna am 14.06.2017 | 15:55:09 Uhr
Hallo liebe Katia,

Hätte gar nicht damit gerechnet, dass so schnell hier vorbeischaust und freue mich gerade riesig über dein Review! Insbesondere, weil du ja schreibst, dass du für gewöhnlich keine Reviews bei Geschichten, an denen du nicht beteiligt bist hinterlässt! Ich fühle mich geehrt :)
Ich gehöre auch zu den Leuten, die hier und da in andere MMFFs reinlesen und schauen, was es so auf dem Markt gibt, meistens höre ich aber nach den ersten paar Sätzen gleich wieder auf. Bei deiner MMFF war ich aber sofort so gefesselt, dass ich weiterlesen musste und schließlich ist mir gar nichts anderes übrig geblieben, als dir in Form eines Reviews meine Bewunderung zu übermitteln.

1. Zur Einleitung:
Das Gedicht stammt tatsächlich von mir, aus irgendeinem Grund habe ich mir in den Kopf gesetzt, die Geschichte mit einem Gedicht einzuleiten und da ich mir mit Poesie normalerweise auch schwer tue war ich selbst überrascht, dass es so gelungen ist. Da ich dir aber vollkommen zustimme, dass ein Gedicht als Prolog nicht ausreicht, habe ich das zweite Kapitel zeitgleich mit dem ersten hochgeladen und die beiden nur getrennt, damit ein Leser, der nicht an der Geschichte teilnimmt das erste einfach überspringen kann. Das sollte ich eventuell als Kopfzeile einfügen, um der Spoilergefahr in der Übersicht vorzubeugen. Die Mentoren und Betreuer sind ehrlich gesagt auch ziemlich kurzfristig entstanden, ich wollte den Steckbrieferstellern eine grobe Idee geben, vielleicht um die Betreuer-Tribut-Beziehung /Mentor-Tribut-Beziehung danach zu gestalten und auch, damit ich selbst einen besseren Überblick über alle behalte. Der Steckbrief - nun ja- würde ich die MMFF heute neu anfangen, würde ich ihn tatsächlich auch umgestalten, einige Sachen rausnehmen und dafür andere einfügen. Mir ist beim Schreiben der Ernten nämlich ebenfalls aufgefallen, dass ich es mir da selber unnötig schwer gemacht habe und konnte es jetzt schon nicht vermeiden, hier und da vom Originalsteckbrief abzuweichen, insbesondere, was den Ablauf vor der Ernte angeht. Glücklicherweise hat sich darüber noch kein Ersteller beschwert und daher werde ich es so weiterverfolgen, ich nehme lieber einen unzufriedenen Ersteller in Kauf, als mich zu sehr eninzuschränken und sämtliche eigene Ideen zu unterdrücken.

2. Zum Prolog:
Danke erstmal für das Lob zu meinem Schreibstil, hat mich sehr gefreut, vor allem weil ich ja auch ein großer Fan deines Schreibstils bin!
Mit der wörtlichen Rede ahb ich so meine Probleme, wenn ich in den nächsten tagen mal Zeit finde werde ich glaube ich wirklich mal einen Blick in den Onlineduden werfen und nicht mehr einfach so zitieren, wie es mir richtig erscheint. Die Schulzeit liegt bei mir ja schon ein paar Jährchen zurück, erstaunlich, wie schnell man sowas da vergisst.
Die beiden herren Präsidenten habe ich richtig in mein Herz geschlossen, obwohl sie ja alles andere als Sympathieträger sind. Die Idee zu den Zwillingspräsidenten kam mir übrigens durch die Namen, ich fand Vanitas und Veritas nämlich irgendwie eine coole Kombination für Zwillinge in Panem und da sind wir auch schon beim von dir angesprochenen Problem mit der Idee. Angefangen hat meine Idee wie gesagt mit den Präsidenten, paralell fand hatte ich aber auch die Idee, den Sieger der Spiele zur Hochzeit mit dem Präsidenten zu verpflichten und da ich mich zwischen beidem nicht entscheiden konnte habe ich es eben zusammengemischt. Durch die zwei Präsidenten ist mir praktisch nichts anderes übrig geblieben als mich mit zwei Siegern zu arrangieren, obwohl das normalerweise auch nicht so mein Ding ist und da es mir irgendwie unrealistisch vorkam, dass die beiden Bi-/Homosexuell sind musste ich mich damit arrangieren, dass es nur Mädchencharaktere gibt. So hundertprozentig zufrieden war ich damit auch nie, aber ich habe es in Kauf genommen, weil ich meine ursprüngliche Idee beibehalten wollte.
Ich habe die ersten paar Seiten der MMFFs durchkämmt und habe nichts zu ähnliches gefunden, hatte danach aber keine Muße, weiter zu suchen, weil es bei über 4000 Panem-FFs- wie du sagst- wirklich praktisch alles schon gab.
Der Logikfehler, dass die Tribute für die Präsidenten eigentlich auch nur Abschaum sein dürften ist mir bis eben gar nicht aufgefallen, klingt aber sehr logisch. Ich rette mich jetzt einfach mal dadurch, dass ich die Aussage des Präsidenten "Dreck aus den DIstrikten" so interpretiere, dass sie vorallem darauf abzielt, dass das Mädchen ein Avox und damit eine Gesetzesbrecherin ist. Ich will jetzt auch noch nicht zu viel über den Verlauf der Geschichte verraten, aber ich denke, es ist klar, dass die beiden nicht vorhaben, die nächstbeste zu heiraten, sondern maßgeblich am Verlauf der Spiele beteiligt sind, um sicherzugehen, dass ihre Favoritinnen am Ende überleben.

3. Zur Arena:
Dieses Kapitel habe ich kurz nach Veröffentlichung des ersten geschrieben und mein Hauptbeweggrund war, dass ich noch keine Steckbriefe zum Ernten schreiben hatte,aber unbedingt weitermachen wollte. Im Nachhinein habe ich es dabei tatsächlich übertrieben und ein bisschen viel über die Arena preisgegeben, da hast du Recht.
Die Arena habe ich so gewählt,weil es sich ja um ein Jubeljubiläum handelt und irgendwo in den Originalbüchern mal stand, dass da alles größer, aufwändiger und gefährlicher ist und auch, weil ich mir gut vorstellen kann, dass die Präsidenten und ihre Gefolgschaft auf dieses etwas Übertriebene steht. Wie ich damit später klarkomme, wenn es ans Schreiben der eigentlichen Spiele geht wird sich zeigen, ich hoffe mal, dass ich mich damit nicht übernommen habe und mich trotzdem auf die tribute konzentrieren kann. Mir hat einfach die Idee gefallen, dass sich die Tribute ständig neu anpassen müssen und dass sie immerwieder in komplett neue Situationen geraten.

Nochmal herzlichen Dank für dein Review und mach dir keine Gedanken, dass ich jetzt dermaßen beleidigt sein könnte, dass ich dem Schreiben für immer den Rücken kehren werde :D Ich bin in einem Alter, in dem man Kritik nicht mehr persönlich nimmt, sondern sich über Verbesserungsvorschläge freut und da ich im FF-Bereich noch eine blutige Anfängerin bin freue ich mich über jeden Tipp! In dieser Geschichte werde ich leider nicht mehr viel an den Punkten, die du kritisiert hast ändern können, aber bei meinem nächsten Projekt werde ich deine Tipps auf jeden Fall berücksichtigen und ein bisschen mehr auf Minimalismus statt auf "Viel hilft viel" setzen. Falls du Lust verspürst, weiterzulesen würde ich mich natürlich über jedes weitere Review freuen :)
Also vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und ich drücke dir die Daumen, dass du mit deinen Abi-Ergebnissen zufrieden bist!
Alles Liebe,
Sienna
11.06.2017 | 15:20 Uhr
zu Kapitel 10
Hey, hey!

Hier kommt jetzt mein zweiter Versuch dir eine Review zu hinterlassen. Ich hatte so eine tolle und lange Review verfasst, nur um dann zu merken, dass mein Internet spinnt und dadurch alles gelöscht worden war. Also kommt jetzt mein zweiter Versuch, der hoffentlich ebenso gut und lang wird, wie die erste.
Also, noch einmal von vorne: Schön etwas von dir zu hören und noch schöner, dass das Ende naht. Endlich ein Ende der Ernten in Sicht.
Erneut habe ich wieder Kommatafehler entdeckt und auch ein paar falsch geschriebener Worte: Einmal wolltest du und schreiben und hast in geschrieben, dass weiß ich noch.
(...) sagte er in verfiel in einen leichten Laufschritt(...) -> Hier ist der Satz, falls du ihn suchst. Er ist in Vestas Part.

Okay, kommen wir nun zu Mahara. Einfach weil sie den ersten Teil in dem Kapitel bekommen hat. Am Anfang dachte ich ja, dass sie ganz normal aufwacht im Bett ihres Freundes. Was sie ja auch getan hat. Im Bett ihres "Freundes" dem Obersten Friedenswächters des Distriktes. Ich war kurzzeitig entsetzt, dass sie sich so gesehen für ein bisschen Reichtum "verkauft". Aber okay, wenn man bedenkt, dass sie davor von der Hand in den Mund gelebt hat, kann man sie ja sogar verstehen, das sie es genießt, sich keine Sorgen machen zu müssen.
Aber glücklicherweise ist bei beiden keine Gefühle mit an Bord. Sie sieht in Seven nur ein Sprungbrett, der sie vielleicht nach oben bringen könnte und Seven sieht in ihr scheinbar auch nur eine sehr gute Mätresse. Immerhin hat er sich davor erkundigt, wie alt sie ist. Das kann man ihm immerhin zugute halten. Auch wenn er etwas naiv ist, da er ihr einfach so glaubt, dass sie volljährig ist. Oder wollte er es ihr einfach glauben, da er sie so unbedingt wollte?
Über ein paar Sätze von ihr musste ich einfach grinsen:
"Sie mochte weder Erfahrung mit Waffen, noch mit dem Kampf ums Überleben haben, aber eine Frau hatte noch andere Waffen, mit denen sie kämpfen konnte. Und die wusste Mahara einzusetzen."
Sie kämpft nur mit anderen Frauen bzw. Mädchen ums Überleben. Jeder von ihnen kann zumindest teilweise diese Waffen, die sie meint auch einsetzen. Wobei es natürlich besser wirkt, wenn Frauen scheinbar nicht wissen, dass sie schön sind. Habe ich zumindest mal gehört.
Ich mag sie trotzdem nicht wirklich, bin aber trotzdem gespannt, wie es mit ihr weitergeht.

Nun zu Vesta, die ich auch nicht so mag. Sie verhält sich richtig gemein zu ihren Freund, und das obwohl sie doch eigentlich wissen müsste, wie er sich dann fühlt. Ja, sie ist eine starke Frau, so gesehen sogar ein richtiges Mansweib (nicht böse gemeint^^). Aber ich finde es etwas seltsam, dass sie Nahkampfunterricht hatte. Wer hat ihr denn das beigebracht? Sollten die Friedenswächter so etwas nicht unterbinden? Oder ist Seven von Mahara so abgelenkt, dass er seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann?^^
Vesta wirkt auf mich einfach sehr wie eine reale Person. Sie brockt sich selber Ärger ein, denn sie dann aber auch selber lösen muss und der sich nicht wie durch Zauberhand von selber löst. Owen kommt nicht einfach zu ihr zurück, sondern er will, dass sie zu ihm kommt und das finde ich unheimlich gut gelungen.
Desweiteren glaube ich, dass Vesta sich mit ihren Verhalten noch so einniges an Ärger einbrocken wird. Auch bin ich der Meinung, dass sie sich definitiv nicht von Owen trennen will, nur um jemanden zu heiraten, den sie nicht liebt, und der sie wahrscheinlich auch noch benutzen wird. Das wird definitiv noch lustig werden.

So, ich habe es geschafft. Ich hoffe, dass das Internet dieses Mal nicht alles löschen wird, sondern du es dieses Mal dann auch lesen kannst. Ich freue mich darauf, bald wieder etwas von dir zu hören.

LG Krissi

Antwort von MissSienna am 11.06.2017 | 16:31:42 Uhr
Halli Hallo liebe Krissi!

Oh man, das ist ja echt blöd gelaufen, dass du alles nochmal schreiben musstest, vielen Dank erstmal, dass du danach nicht aufgegeben sondern es nochmal versucht hast! :)
Das nahende Ende der Ernten, ich sehe Licht am Horizont! Nein, Spaß beiseite, ich freue mich zwar auf das Ende, aber so schlimm ist das Ernten schreiben ja dann doch nicht, ich neige nur immer dazu, mir etwas zum jammern zu suchen.
Die Fehlerchen werde ich natürlich umgehend kontrollieren, trotz mehrfachem Kontrolllesen schleichen sich doch immer wieder Kleinigkeiten ein, aber zum Glück habe ich ja meine Reviewer, die mich darauf hinweisen :)

Nun ja, die beiden Charaktere in diesem Kapitel sind nicht die großen Symphatieträgerinnen, aber ich bin trotzdem froh, dass ich die beiden habe, es kann ja nicht nur liebe, nette Charaktere geben und je bunter die Mischung desto spannender die Spiele.
Maharas "Beruf" ist auf den ersten Blick wirklich schockierend, aber ich meine mich zu erinnern, dass irgendwo in den Tribute von Panem Büchern mal erwähnt wurde, dass Fälle wie der ihre keine Einzelfälle sind und ich finde irgendwie passt es auch in die trostlose Welt der Distrikte. Die Friedenswächter werden da bestimmt nicht die größte Beliebtheit genießen und haben mit Mädchen wie Mahara eine Möglichkeit gefunden, ihre - nun ja- Bedürfnisse zu befriedigen. Mahara wirkt allerdings fast schon stolz auf ihre Tätigkeit und sieht darin viele Möglichkeiten, gesellschaftlich aufzusteigen und da kommen ihr die Hungerspiele ja gar nicht so ungelegen. Gegen die Präsidenten ist Seven ja wirklich nur ein kleiner Fisch, der sich was ihr Alter angeht nur rechtlich absichern wollte. Hätte er diesbezüglich Probleme bekommen, hätte er sicher einen Weg gefunden, den eigenen Hals zu retten.
Die Waffen, mit denen Mahara kämpfen will, haben alle ihre Gegnerinnen natürlich alle auch (gut, die jüngeren unter ihnen vielleicht noch nicht ganz so ausgeprägt), aber ich glaube nicht, dass eine von ihnen vorhat, sie so schamlos einzusetzen wie Mahara. Es wird auf jeden Fall spannend, ob es ihr auch gelingt, die Herren Präsidenten mit ihren Reizen von sich zu überzeugen.
Nun zu Vesta, die auf eine ganz andere Art und Weise unsymphatisch ist als Mahara! Sie ist teilweise echt ganz schön gemein, besonders zu Owen und ich glaube,dass ihre Gemeinheit eine Mischung aus Erst-Sprechen-dann-Denken und der Verschleierung ihrer eigenen Unsicherheit ist. Es sei nur so viel gesagt, sie ist keiner dieser halbgaren Charaktere, die einfach grundlos böse sind. Was den Nahkampfunterricht angeht - das stand so im Steckbrief und ehrlich gesagt habe ich bislang gar nicht so genau darüber nachgedacht. Dass die freidenswächter das dulden erscheint mir im Nachhinein tatsächlich reichlich unwahrscheinlich, wobei die Trainingsakademien in den Karrieredistrikten ja auch erlaubt sind. Deine Erklärung, dass Seven vor lauter Mätressen und Vergnügungen nicht mehr so wirklich Herr der Dinge ist gefällt mir aber sehr gut !:D
Ein weiterer fall für die One-Shot-Sammlung!
Mit Vesta werden wir es im Kapitol und besonders bei den Interviews bestimmt noch sehr lustig haben, wenn sie bis dahin nicht lernt, ihre Zunge zu zäumen.
Alles Liebe,
Sienna
11.06.2017 | 02:35 Uhr
zu Kapitel 10
Ich kann nicht einschlafen, was ich unglaublich hasse, und deswegen nutze ich die Zeit jetzt, dir ein kleines Review zu schreiben, da mein letztes ja schon eine Weile her ist (und es hier außerdem um mein Baby geht)! :D
Bitte entschuldige mich, ich bin wirklich eine miserable Review-Schreiberin! Aber ich werde mein bestes geben! :D
Sorry, wenn ich im Folgenden etwas falsches sage, denn ich habe die meisten Kapitel schon vor einer gefühlten Ewigkeit gelesen, hatte aber nie Zeit ein Review zu schreiben, und erinnere mich nicht mehr an alles!

Isla Saltair: Für eine Zwölfjährige scheint sie ziemlich bodenständig und stark zu sein, was ich wirklich bewundere, wenn ich daran denke wie ich mit Zwölf war... Ich finde es ja grausam wie verbittert Pyx ist, der ja auch erst 13 Jahre alt ist. Mir tun die beiden ja schon Leid! Isla hat mich ein wenig an mich selbst erinnert, denn wenn ich mich nicht irre, dann hat sie wie ich ebenfalls viele Geschwister! In einer armen Familie im Panem-Universum ist das natürlich ziemlich hart!

Everst Cray: Hach, ich liebe ja Karrieros! In FanFiktions oder MMFFs ist es ja öfters so, dass die Karriere-Tribute nicht ganz so karrierohaft sind, was an sich ja nichts schlechtes ist, aber trotzdem liebe ich echte Karrieros einfach! Trotzdem tut sie mir wirklich Leid, da ihre Eltern, oder eben besonders ihr Vater, ja ziemlichen Druck auf sie ausüben, weswegen sie vermutlich auch in ihrer Kindheit schon einige Risse in ihrem Charakter gebildet haben müssen. Die Rivalität zwischen Everst und Dynelle finde ich großartig. Die beiden versprechen ja schon regelrecht ein interessantes Karriero-Bündnis (falls es dazu überhaupt kommt)! Ich denke, auf Everst kann ich mich schon ziemlich freuen! :D

Lyara Greyne: Sie ist jetzt eine von diesen Karrieros, die eher nicht so karrierohaft sind. Aber hey, ich finde sie trotzdem cool! Natürlich hat sie es mit Venice an ihrer Seite nicht gerade leicht aus der Menge heraus zu stechen, aber meinem Gefühl nach will sie das auch gar nicht so wirklich. Sie wirkt ziemlich ruhig und wird wohl eine ziemlich zurückhaltende Rolle im Karriero-Bündnis spielen. Alles in allem finde ich sie wirklich vielversprechend. Sie könnte jemand sein, der die Spiele umkrempelt und alle überrascht... :D

Venice Hill: Oh, je. Ich weiß nicht, ob ich jemanden wie Venice schreiben könnte, aber du hast das großartig gemeistert! Anfangs haben mich sie und Ben ein wenig an Jodie und Aiden aus "Beyond two souls" erinnert (hoffe, du kennst das Spiel überhaupt). Und ja: Wir haben sie an einem wirklich schlechten Tag erwischt.. :D Sie tut mir wirklich Leid und obwohl ich weiß, dass es nicht so sein wird, hoffe ich, dass sich ihre Situation irgendwie verbessert... Wie du sie in das Kapitel eingebunden hast, finde ich übrigens ziemlich passend! Dass sie im Zugabteil aufwacht und Ben ihren Tagesablauf schildert, ist eine ziemlich kreative Art, ihre Schizophrenie für den ersten Auftritt zu beschreiben! Ich bin wirklich gespannt, was da auf uns zukommt!

Ivy Terence: Da hast du Recht: Du hast da ja ziemlich viele 17-jährige in deiner MMFF! :D Im Nachhinein tut mir das natürlich etwas Leid, da ich ja selber auch eine 17-Jährige eingereicht habe, aber hey! :D Ivy tut mir wirklich Leid, aber ich bin froh, eine Tributin wie sie zu lesen! Sie scheint wirklich Angst vor den Spielen zu haben, aber solche Tribute braucht es eben auch! Camden und Maz finde ich wirklich witzig, obwohl ich verstehen kann, dass Ivy die Streitereien ihrer Brüder nicht gut verträgt. Ich mag die Kleine (die ja eigentlich nicht so klein ist, aber irgendwie so wirkt) und ich finde, dass man sie für die 0,06%, die ihr nichts gebracht haben, sehr bemitleiden kann! Aber leider sind das eben die Hungerspiele.

Mahara Morton: Ich mag Mahara, obwohl sie nicht gerade wie der liebenswerteste Mensch der Welt wirkt. Mir kommt es so vor, als würde sie jeden Preis zahlen, um das zu bekommen, was sie will. Natürlich wirkt sie ziemlich abweisend und gefühlskalt, aber wenn man unter miserablen Umständen aufwächst, ist das wohl verständlich. Ihr macht es vielleicht nichts aus, mit einem Ü50-Mann zu... hantieren..., aber mir tut es Leid, dass sie sich für Wohlstand "verkaufen" muss bzw. will. Ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass sie weiß, wie sie ihre weiblichen Waffen einsetzen muss. Da können wir uns ja schon auf ein paar interessante Situationen mit ihr freuen!

Vesta Ceres: ENDLICH! Du kannst gar nicht glauben wie aufgeregt ich war, als ich gesehen habe, dass du ihre Ernte hochgeladen hast! Die ganze Zeit über hatte ich ein Grinsen auf meinem Gesicht, was auf Dauer ziemlich ungemütlich wurde! :D Mach dir keine Sorgen, ich finde Vesta großartig! Spontan würde mir, außer dem etwas geänderten Tagesablauf, nichts einfallen, an das du dich nicht gehalten hast, also alles cool! Natürlich weiß ich ja, wie Vesta so drauf ist, aber trotzdem haben mich ihre spitzen Kommentare immer wieder aufs Neue schockiert! Besonders Owen, der Arme, tut mir wirklich Leid! Dass mit Callet war ja auch wirklich hart, aber für mich, als Vestas "Mutter", unglaublich amüsierend! Allgemein bin ich wirklich zufrieden mit Vesta. Ich finde es toll, wie viel du vom Steckbrief eingebaut hast (vor allem, wie du Katas und Vestas Beziehung in nur einem Satz erklärt hast!)! Irgendwie habe ich so ein Gefühl, dass Mahara und Vesta nicht unbedingt die optimalsten Distrikt-Partner sind, was wohl noch ziemlich interessant werden könnte! :D
Ich bin schon ziemlich gespannt, was du noch mit ihr anstellst! Mit dem Kapitel hast du mir eine große Freude gemacht!

Nun, ich hoffe mal, dass ich jetzt endlich schlafen kann! Dir noch einen schönen Sonntag! :)

Antwort von MissSienna am 11.06.2017 | 11:51:31 Uhr
Hallo Breadstone,
du lebst ja auch noch! :D habe deine Reviews schon sehr vermisst und mich umso mehr über dein Sammelreview gefreut!

Zu Isla: Sie ist tatsächlich schon sehr reif für ihr Alter, aber ich finde es nicht unrealisitisch, wenn man ihre Lebensumstände betrachtet. Sie hat 3 Schwestern, wobei man ihren Vater während seinen Morfixphasen getrost auch dazu zählen könnte, denn dann ist er ja auch sehr pflegebedürftig. Leicht hat sie es auf jeden Fall nicht, aber sie ist ja im Gegensatz zu Pyx eine Kämpferin und wird auch in den Hungerspielen bestimmt nicht kampflos aufgeben.
Zu Everest: Endlich mal jemand, der mich versteht! Ich finde sie auch cool und so eine richtige Bilderbuch-Karriera braucht jede Panem-FF ja irgendwie. Zur Bündniskonstellation mag ich jetzt mal noch nicht zu viel verraten, aber ich denke, es dürfte klar sein, dass ein Bündnis mit Everest und Dynelle nicht lange gut gehen kann :D
Zu Lyara: Wie in einigen anderen Review-Antworten bereits erwähnt erinnert sie mich ein bisschen an Ciara aus Distrikt 1, sie kommen beide erstmal syphatisch und gar nicht so karrierohaft rüber und man hat das Gefühl, dass sie es eher ihren Eltern zu Liebe machen, aber lasst euch davon nicht täuschen, die beiden sind immernoch Karrieras. Ich halte sie auch eher für eine Karriera, die im Hintergrund bleibt und die Sache etwas taktischer angeht.
Zu Venice: Ich kannte das Spiel ehrlich gesagt nicht, aber dank Wikipedia kann ich dir nur zustimmen, Jodie/Aiden und Venice/Ben weisen tatsächlich ziemlich viele Ähnlichkeiten auf. Ich hatte erst auch Sorge, dass es schwer werden könnte, sie richtig rüberzubringen, aber eigentlich ist es mir dann total leicht gefallen. Ich schreibe ja gerne DIaloge und da das Kapitel ja im Prinzip ein großer Dialog ist hatte ich meinen Spaß! Zur Entwicklung ihrer Krankheit will ich mal auch nicht zu viel sagen, aber dass es in der Arena besser wird ist wohl eher unwahrscheinlich.
Zu Ivy: Die 17-Jährigen-Flut finde ich gar nicht so schlimm, ist halt ein gängiges Alter und solange es ein paar Ausreißer gibt komme ich gut damit klar, du musst also kein schlechtes Gewissen haben! Ivy ist ein kleines Sensibelchen und irgendwie erinnert sie mich an mich selbst, ich glaube, dass ich genauso drauf wäre. Aber sie wird auch ihre Nische in den Spielen finden und könnte die eine oder andere Überraschung beisteuern :)
Zu Mahara: Sie geht die Sache komplett anders an als ihre Konkurrenten und hat ja bereits bewiesen, dass sie für ihre Ziele auch ihren Körper verkauft. Mal sehen, was die Herren Präsidenten so von ihr halten und ob ihre Taktik aufgeht...
Zu Vesta: Freut mich riesig, dass du mit Vestas Darstellung zufrieden bist! Sie war wirklich sehr angenehm zu schreiben und so vielschichtig, dass ich mir schon Sorgen gemacht habe, manche Charakterzüge oder Personen aus ihrem Umfeld auslassen oder aufsparen zu müssen, aber letztendlich habe ich das meiste dann doch irgendwie untergebracht :D Und mir ihre spitzen Bemerkungen auszudenken hat großen Spaß gemacht, auch wenn es nicht immer ganz leicht war, denn Grad zwischen nicht fies genug und zu fies zu finden.
Mahara und Vesta werden bestimmt keine besten Freundinnen, die beiden sind ja auch eher Einzelkämpfertypen, aber sie werden sicher noch das eine oder andere Mal aneinander geraten!

So, ich glaube, dass war die längste Reviewantwort, die ich je geschrieben habe, ich neige ja immer dazu, ins Labern zu verfallen,aber es macht immer so viel Spaß, über die Charaktere zu diskutieren und spekulieren! Und ich hoffe, du bist letzte Nacht noch irgendwann eingeschlafen :D
Alles Liebe,
Sienna
11.06.2017 | 00:01 Uhr
zu Kapitel 10
Hallöchen!
Juhu schon das vorletzte Erntekapitel! Ging doch eigentlich!
Trotzdem freue ich mich natürlich schon viel mehr auf die anderen Kapitel!

Also ich fang mal an zu sagen, was ich von den Charaktern halte:

Mahara: Mahara an sich finde ich in Ordnung. Ab und zu wirkt sie ein bisschen arrogant und gefühlskalt und so, aber ich kann es nachvollziehen. Jemand, der sein ganzes Leben lang Probleme hatte über die Runden zu kommen, greift natürlich nach jedem Strohhalm. Und wenn der dann eben ein 50- jährigem Friedenswächter ist, dann ist das eben so.
Ich glaube auf jeden Fall, dass sie eine gute Strategin sein wird!
Das einzige, was mich an ihr stört ist dieser Drang von ihr bemerkt zu werden. Das ist mir ein wenig unsympathisch, aber trotzdem immer noch nachvollziehbar.

Vesta: Also was sie angeht, bin ich sehr zwiegespalten. Einerseits finde ich gut, dass sie sagt, was sie denkt und das sie sehr selbstbewusst ist, andererseits war das schon echt gemein ihrem Freund gegenüber!
Das fand ich dann einfach zu unhöflich.
Und das sie so aggressiv ist finde ich auch so naja.
Allerdings wird sie das bestimmt zu einer ganz guten Tributin machen!
Nur ob das die beste Strategie ist? Da stimme ich Mahara's Zweifeln zu.

Auf jeden Fall freue ich mich riesig auf die nächsten Kapitel!
Mach so weiter und bleib inspiriert!
Alles Liebe!
Deine dreamissy:)

Antwort von MissSienna am 11.06.2017 | 09:05:25 Uhr
Hey hey liebe dreamissy,
Ojaa, das Ende der Ernten! Im Nachhinein betrachtet war es tatsächlich nicht so schlimm, dennoch bin ich im Nachhinein froh, dass ich mich für 12 statt 24 Hauptcharaktere entschieden habe, so ist es auch leichter, alle im Kopf behalten und die weniger auffälligen nicht dauernd zu verwechseln.
Mahara und Vesta waren tatsächlich nicht unbedingt zwei Symphatieträgerinnen, aber ich mag beide irgendwie trotzdem, ich habe ja so ein Faible für etwas fiese, unsymphatische Charaktere!
Mahara ist ja meine eigene Schöpfung und ich fand,dass jemand wie sie noch gefehlt hat. Sie ist sehr ehrgeizig, aber auf ganz andere Art als zum Beispiel die Karrieros und daher dürfen wir von ihr auch eine ganz andere Strategie erwarten.
Vesta ist einfach unglaublich impulsiv, sie sagt vieles, ohne darüber nachzudenken und kann sich nicht so wirklich in ihre Mitmenschen hineinversetzen. Einerseits könnte ihre Aggressivität in der Arena natürlich von Vorteil sein, andererseits müsste sie bis zum Beginn der Spiele daran arbeiten, diese zu kontrollieren.
Wann das nächste Kapitel kommt steht im Moment noch völlig in den Sternen, da mir noch beide Steckbriefe für dieses Kapitel fehlen und ich daher bislang noch gar nicht mit dem Schreiben anfangen konnte. Solang arbeite ich aber schon mal an den ersten After-Ernte-Kapiteln, damit es dann zügig weitergehen kann :)
Alles Liebe,
Sienna
06.06.2017 | 11:40 Uhr
zu Kapitel 9
Hallo (:
Ich bin´s wieder :D Ich hab heute morgen das neue Kapitel entdeckt und war echt aufgeregt, als ich gesehen habe, dass es das von Ivy ist.
Wie immer war es gut geschrieben, dein Schreibstil ist einfach klasse. Du hast sie echt gut rübergebracht und ihre Emotionen, Gedanken und Handlungen passend beschrieben. Besonders gefallen haben mir deine Beschreibungen von Maz und Camden. Gelungen fand ich auch, wie du den Vorfall mit den Erdbeere eingebracht hast und wie schockiert und verständnislos Ivy war, als sie gezogen wurde. Ich bin einfach begeistert, Kompliment! (:
Dann wollte ich noch was zu den Ernten in Distrikt 4 sagen.
Erstmal zu Lyara; irgendwie tut sie mir Leid. Eigentlich will sie doch gar nicht in die Spiele, sie tut es nur für ihren Vater hab ich das Gefühl. Mal sehen, wie es bei ihr dann in der Arena wird, ob sie wirklich kämpfen wird oder Zweifel aufkommen. Trotzdem finde ich sie symphatisch, man merkt, dass sie eigentlich ein ganz netter Mensch ist. Ich mag auch ihren Bruder Bounce, man merkt, dass sie eigentlich eine ganz gute Beziehung zueinander haben.
Nun zu Venice. Anfangs habe ich nicht ganz verstanden was genau da los war, hab aber dann gemerkt, dass sie schizophren ist. Das ist interessant, weil ich noch keine Fanfiction über einen schizophrenen Charakter in den Hungerspielen gelesen habe. Ich bin echt gespannt, wie sie sich in der Arena und auch in den Interviews schlagen wird. Zugegeben ist Ben irgendwie etwas gruselig :D
Ich freu mich schon auf die nächsten Kapitel (:
Lg Julia

Antwort von MissSienna am 06.06.2017 | 14:58:11 Uhr
Hi Julia,
Schön von dir zu hören!
Freut mich sehr, dass du so zufrieden mit Ivys Darstellung bist, ich hab da ja immer ein bisschen Paranoia, dass irgendwann mal ein Ersteller schrecklich unzufrieden ist, was bis jetzt ja zum Glück nicht vorgekommen ist :D
Über Maz und Camden zu schreiben hat mir tatsächlich fast mehr Spaß gemacht als über Ivy, die beiden sind so herrlich gegensätzlich! Wie bei einem der letzten Reviews auch schon erwähnt fallen sie mal wieder in die Kategorie "Charaktere, über die ich gerne weiter schreiben würde, was aber nicht in die Geschichte passt", ich spiele da ja seit längerem mit dem Gedanken, irgendwann ein paar Oneshots zu schreiben, mal schauen...
Zu Lyara, sie erinnert mich ein bisschen an Ciara aus Distrikt 1, die wirkt sehr sympathisch und nicht wie die typische hau-drauf Karriera, deswegen unterschätzen viele sie. Es wird sicher spannend, wie sie sich in der Arena entwickelt!
Venice ist echt ein super interessanter Charakter, ich habe das mit ihrer Schizophrenie in diesem Kapitel noch relativ wage gehalten, um Spannung aufzubauen, freut mich echt, dass es bislang trotzdem alle gecheckt haben :) Ben ist auf jeden Fall ziemlich unberechenbar, er macht Venice zu einer ernst zu nehmenden Kandidatin!
Alles Liebe,
Sienna
05.06.2017 | 21:00 Uhr
zu Kapitel 9
Hey :D

Ich habe mich echt über das neue Kapitel gefreut! Ich mag es, wie du erzählst, die Dinge beschreibst. Teilweise sind deine Sätze richtige kleine Kunstwerke :)
- „Guten Morgen Panem und mein herzlichstes Willkommen zum Erntevorbericht! Ich kann meiner Freude, Sie da draußen auf die 150. Hungerspiele einzustimmen, gar keine Worte verleihen!“ äffte Maz Terence die durch den lächerlichen Kapitolsakzent verzogene Stimme, die aus dem Fernsehapparat dröhnte, nach, mit einem Gesichtsausdruck, der verriet dass seine Freude in etwa der über Kopfschmerzen, Schüttelfrost und einer Enthauptung am Morgen gleich kam. -
Der Satz hat mir besonders gefallen, ich habe Ivys Bruder sofort ins Herz geschlossen xD Übrigens bedeutet ihr Name ja "Efeu", das fand ich auch wirklich schön passend, da es in 11 und 12 ja nicht unüblich ist, seine Kinder nach Pflanzen zu benennen. Ja, relistische Namen stehen bei mir hoch im Kurs :)
Sie ist mir übrigens sehr sympathisch, und sie tut mir auch ein wenig Leid. Sie ist klaustrophobisch, stimmts? Zumindest ist ihr inmitten von Menschenmengen unwohl.
Ich bin mal gespannt, wie es mit ihr noch weitergeht und ob ihre Brüder noch einmal einen Auftritt haben.

Ach nein, das stört mich nicht. Du hast dich ja nur inspirieren lassen :D Außerdem hatte ich vor, für meine MMFF noch einen Tribut zu erstellen, dem es ähnlich ergeht wie Venice. Da würde ich dann eventuell eine Situation einbauen, die deinem Kapitel zu Venice ähnelt.

Liebe Grüße,
Vivi (und du schaffst das schon mit den Ernten ;))

Antwort von MissSienna am 05.06.2017 | 22:51:39 Uhr
Hallo liebe Vivi!
Vielen Dank für das Lob, freut mich riesig, dass dir der Satz aufgefallen ist, dass war einer jener Sätze, an denen ich tagelang rumgefeilt habe :D
Und was Ivys Namen angeht kann ich dir nur zustimmen, ich habe ja so einen kleinen spleen mit Namen, daher freue ich mich auch immer sehr, wenn ein Name so durchdacht und passend ist wie in diesem Fall!
Mit der klaustrophobie hast du recht, ich bin auch gespannt, wie sie sich in der Arena entwickelt, immerhin sind größere Menschenmengen da eher selten, aber mal sehen vielleicht nehme ich das nochmal irgendwie auf...
Ivys Brüder gehören mal wieder in die Kategorie "Nebencharaktere, über die ich gerne weiter schreiben würde, was aber nicht in die Geschichte passt" da Spiele ich ja schon länger mit dem Gedanken, der FF ein paar Oneshots über diese Charaktere folgen zu lassen, wird sich zeigen, ob ich dazu jemals komme :D
Einen Venice-artigen Charakter kann ich dir echt empfehlen, ich fand es super spannend, aus ihrer Sicht zu schreiben und es bringt Abwechslung in die Geschichte :)
Und zu guter Letzt - das Ende der Ernten naht, schon bald ist es geschafft! Kann es kaum erwarten, dass das eigentliche geschehen losgeht. In Nachhinein würde ich es nächstes mal vielleicht auch eher so wie du angehen und nicht nur Ernten schreiben, aber danach ist man eben immer schlauer :D
Alles Liebe,
Sienna
05.06.2017 | 20:34 Uhr
zu Kapitel 9
Hallihallo!
Auch wenn hier in Spanien mein Internet sehr bescheiden ist, muss ich meine Meinung einfach los werden.

Ivy ist mir sehr sympathisch. Sie ist so einer der Charakter, die wirklich realistisch gestaltet sind. Ihre Familie ist sehr angenehm, ihr einer Bruder anscheinend der Scherzkeks, der andere wohl ein sehr intelligenter Typ. Was mir die zwei auch wieder sympathisch machte. Ich freu mich schon sehr darauf, wie sie sich wohl in den Hungerspielen schlagen wird, die zimperlichste scheint sie nicht zu sein. Ihre Art macht sie aber gleich wieder zu einem liebenswerten Charakter, der einem auf jeden Fall in Erinnerung bleibt.

Was ich auch gut fand, war, dass du ihre Beschreibung so schön in den Text eingeflochten hast. Das fand ich in dieser Ernte besonders gelungen!
Es wird mit meiner zweiten Tributin wohl noch bis Ende dieser Woche dauern, da ich meinen Laptop nicht habe und sie erst zu Ende schreiben kann, wenn ich wieder in den heimatlichen Gefilden bin. (Genauso sieht es auch mit meiner MMFF aus. ;-) )

Bis dahin wünsche ich dir viel Inspiration für weitere Ernten!
LG Ninde

Antwort von MissSienna am 05.06.2017 | 22:42:08 Uhr
Hey hey Ninde,
Dass freut mich aber, dass du allen Widrigkeiten zum Trotz ein Review da gelassen hast!
Ich finde auch, dass Ivy ein angenehm realistischer Charakter ist, sie hat eine schwere Vergangenheit und ist trotzdem keine Mary Sue :D darüber, wie sie sich in den Spielen schlägt will ich mal noch nicht zu viele Andeutungen machen, sie ist auf jeden Fall nicht zu unterschätzen.
Was deinen Charakter angeht: kein Stress, ich habe momentan noch eine Ernte zu schreiben, davor komme ich in kein schreibvakuum, ich sehne dem Ende der Ernten bloß so entgegen :)
Alles Liebe,
Sienna
05.06.2017 | 12:52 Uhr
zu Kapitel 9
Hey,

ich habe gestern zwar den Alert bemerkt, jedoch war mein Computer gestern nicht in meiner Nähe, da ich ins Kino gegangen bin. Und dann am Abend noch zu sehen, dass es ein neues Kapitel gibt, fand ich echt toll.
Ich mag Ivy auch, auch wenn ich nicht der Meinung bin, dass die Arena ihr guttun wird. Sie ist wieder einer der Kandidaten, von denen man getrost sagen kann, dass sie zu gut für die Spiele ist. Die Familiendynamik ist echt gut beschrieben und so mag man auch ihre Brüder. Sie tut mir Leid, dass sie schon einmal ausgepeitscht wurde, auch wenn ich das in Panem so gut nachvollziehen kann. Aber immerhin weiß sie damit ja schon, wie viel Schmerz sie aushalten kann, und trotzdem weitermachen kann, was man ja auch als Vorteil ansehen könnte.
Was ich auch interessant gefunden hätte, wäre, wenn sie sich wirklich in ihrem Bett verkrochen hätte und dann hinterher erfahren hätte, dass sie gezogen wurde. Aber soweit wollte sie es ja nicht kommen lassen, was ich ihr aber auch nicht verdenken kann. Sie hätte ja auch nicht gezogen werden können und dann wäre sie ja getötet worden. Also nur gesunder Menschenverstand.^^

Jetzt sind mir die Wort ausgegangen. Ich weiß nicht mehr, was ich schreiben soll. Außer vielleicht das du es bald geschafft hast. Immerhin hast du ja weniger Ernten als andere. Und das ist ja immerhin schon etwas. Kopf hoch, dass schaffen wir auch noch.^^

LG Krissi

Antwort von MissSienna am 05.06.2017 | 13:13:43 Uhr
Halli Hallo liebe Krissi!

Ich stimme dir was Ivy angeht ziemlich zu, sie hat echt 'ne harte Vergangenheit und dass sie davon einen kleineren psychischen Knacks (wenn wir sie sagen wir mit Venice aus dem letzten Kapitel vergleichen, ist ihr psychischer Knacks wirklich minimal) davongetragen hat finde ich angenehm realistisch.Glücklciherweise gibt es auch Charaktere, die nach so einem Schicksalsschlag nicht automatisch zur starken Kämpfer-Mary Sue, die sich im Hinterhof selbst Schwertkampf bei bringt, werden :D Dennoch sollte man sie in der Arena nicht unetrschätzen, wie du bereits gesagt hast, sie hat schon so einiges durchgemacht in ihrem Leben und bislang nicht aufgegeben.
Die Idee mit dem einfach im Bett bleiben fände ich auch interessant, allerdings weiß ich nicht, ob Ivy selbstbewusst genug für eine solche Aktion wäre, denn letztendlich macht sie ja eigentlich doch immer das, was von ihr verlangt wird.

Und ja, das Ende der Ernten naht! Kann es kaum erwarten :)
Alles Liebe,
Sienna
04.06.2017 | 22:58 Uhr
zu Kapitel 9
Hey!
Hier bin ich wieder um meinen senf dazuzugeben;)
Also vom Erzählstil her, war das Kapitel wie immer einfach super!
Packend, gut erzählt und vor allem verständlich!
Und auch die Situation war wieder gut eingefangen.

Nun zur Tributin:
Ich finde Ivy bis jetzt spitze!
Ich mag ihre Art und habe wirklich Mitleid mit ihr.
Das mit dem Auspeitschen ist echt hart! Vor allem für so ein junges Mädchen.
Sie Szene mit ihrer Familie fand ich total lustig!
Dieser Unterschied zwischen ihren Brüdern war einfach total witzig.
Vor allem ihren großen Bruder fand ich mega!
Wie er ihr da alles vorgerechnet hat!
Und dann diese klugscheisserische Art!
Ob Ivy es wohl leicht hat in den Hungerspielen, darüber kann ich bis jetzt ja nur mutmaßen, aber gönnen würde ich es ihr!

Nun noch zu etwas, was mir aufgefallen ist.
Ihr Bruder rechnet ihr ja die Wahrscheinlichkeit vor.
Aber einmal hast du 0,06% und beim nächsten mal 0,02% geschrieben.
Vielleicht habe ich mich auch verlesen, dann ignoriere das einfach!

Naja! Das war wieder ein tolles Kapitel und ich fiebere dem Ende der Ernten entgegen!
Du machst das bis jetzt super ^^
Alles Liebe!
Deine dreamissy

Antwort von MissSienna am 04.06.2017 | 23:10:18 Uhr
Hey liebe dreamissy!
Juhuu - das 25. Review! Wären diese Reviews die Hungerspiele wäre das hier das 1. Jubeljubiläum :D
Freue mich immer sehr über jeden, der seinen Senf dazu gibt!
Ivy ist wirklich ein sehr symphatischer Charakter und vor allem wie ich finde auch ein sehr realistischer für die Panem Welt. Sie kommt ja aus Dsitrikt 11 und in den Originalbüchern wurde ja mehrfach erwähnt, wie heftig es da zugeht, ich kann mir also gut vorstellen, dass man dort Achtjährige wegen einer Erdbeere auspeitscht. Auch ihre Platzangst in der Menge finde ich sehr passend und realistisch.
Wie sie sich in den Spielen schlägt... Nun, da will ich noch nicht zu viel ausplaudern, aber sie wird auf jeden Fall kein Kanonenfutterkandidat :)
Der Schreibfehler hat sich offensichtlich trotz dreimaligem Korrekturlesen eingeschlichen, es ist mir ein Rätsel, wie das passieren konnte, wurde natürlich umgehend korrigiert. Vielen Dank fürs Bescheid sagen :)

Alles Liebe,
Sienna
29.05.2017 | 10:38 Uhr
zu Kapitel 8
Hi liebe MissSienna,
Kaum ist man ein paar Tage nicht hier, schon erwarten einen gleich zwei neue Kapitel, was für eine schöne Überraschung!
Ich packe meine Meinung zu den beiden Kapiteln jetzt einfach mal in ein Review.

Zur Ernte in D1:
Hat mich erstmal sehr gefreut, dass gleich mein zweiter Charakter kommt und ich muss sagen, dass du Everests Charakter sehr gerecht geworden bist. Ihre Eifersucht auf Dynelle ist fast schon greifbar und ihre Äußerungen genauso fies wie ich es mir erhofft hatte. Beim Studieren der Reviews vor mir ist mir aufgefallen, dass sie viele an Cato erinnert hat und jetzt wo ich so darüber nachdenke stimmt das wohl auch. Ich wollte einfach eine richtige Karriera, die überhaupt keine Sympathien weckt erstellen, bewusst an Cato angelehnt habe ich sie zwar nicht, aber sie sind schon der selbe Typ Tribut.
Dass die zweite Tributin für Distrikt 2 ausgefallen ist war für mich ein richtiger Glücksfall, denn so geht der Kampf zwischen Everest und Dynelle noch weiter.

Zur Ernte in D4:
Eine meiner Lieblingsernten bis jetzt, gerade weil sie ein bisschen ungewöhnlich ist.
Lyara wirkt neben Venice natürlich fast ein bisschen langweilig, aber mir war sie trotzdem auf Anhieb symphatisch! Ich bin mir nicht so ganz sicher, in wie fern es ihre eigene Entscheidung war, in die Spiele zu ziehen, denn so hundetprozentig überzeugt wirkt sie nicht auf mich, aber da sie offentlich trainiert hat ist sie keine zu vernachlässigende Gegnerin.
Venice fand ich einfach super! Ich hab zwar einige Momente gebraucht, um zu checken, was abgeht, aber dann war ich begeistert! Sie scheint mir ein relativ schüchternes, naives Mädchen zu sein, aber dieser Ben jagt einem echt einen Schauer nach dem anderen über den Rücken! Gerade auch weil Ben ja nur im Hintergrund agiert und auf den ersten Blick gar nicht auffällt! Wenn er die Zügel in der Hand hat, ist sie glaube ich eine eiskalte Killerin, aber du hast ja geschrieben, dass sie nur an sehr schlechten Tagen so ist. Bin mal gespannt, wie sich der Druck im Kapitol und der Todesangst in den Hungerspielen so auf ihre Psyche auswirken.

Bis jetzt hast du wirklich eine sehr coole Mischung an Charakteren in deiner FF, das wird ein spannendes Rennen in der Arena!
Und jetzt ran mit dir an die Tastautur, ich warte sehnlichst auf die nächsten Kapitel! :D
Viele liebe Grüße, AyeAye

Antwort von MissSienna am 29.05.2017 | 10:52:00 Uhr
Guten Tag liebe AyeAye!
Habe mich schon gewundert, wo du bist :D
Schön, dass dir die beiden Kapitel gefallen haben und insbesondere dass du zufrieden mit Everests Darstellung bist!
Dass sie an Cato erinnert finde ich persönlich überhaupt nicht schlimm, wie du schon gesagt hast entspricht sie eben dem Bild einer richtigen Karriera und da ist es ja nur logisch, dass sie einige Charakterzüge teilen. Und das der zweite Hauptcharakter aus ihrem Distrikt weggefallen ist hat mich auch nicht übermäßig traurig gemacht, immerhin hat es die Türen für Dynelle geöffnet.
Bei Lyara bin ich voll und ganz deiner Meinung, sie wirkt nicht ganz entschlossen und ich frage mich, ob sie in der Arena die nötige Kaltblütigkeit zeigen kann. Venice - oder besser gesagt Ben - hat diese Kaltblütigkeit ja en masse, wie du gesagt hast, solange er die Zügel in der Hand hat ist ihr viel zuzutrauen, aber ohne ihn ist sie sehr verletzlich.
Ich bin übrigens auch ganz begeistert von meiner Charaktermischung, alle haben einen gewissen Wiedererkennungswert und bislang wurden mir Mary Sues gänzlich erspart! Auf das nächste Kapitel wirst du leider noch ein paar Tage warten müssen, bin aktuell ganz schön im Stress, aber ich gebe mein Bestes!
Alles Liebe,
Sienna
28.05.2017 | 01:04 Uhr
zu Kapitel 8
Hey!
Das war mal wieder ein klasse Kapitel und wirklich gut geschrieben!
Vor allem das mit Venice!
Jetzt zu den Charaktern!
Ich möchte eigentlich beide!
Lyara fand ich einfach irgendwie sympathisch!
Sie hat sich zwar freiwillig gemeldet, aber sie war nicht so arrogant, wie die meisten die es machen! Das hat mir gefallen!
Und die Sache mit ihrem kleinen Brider ease süß!
Und das mit ihren Freunden hat mir auch gefallen!

Und nun zu Venice!
Sie tat mir richtig leid!
Kann es sein, dass sie Schizophren ist?
Also Ben war doch nicht echt da oder?
Das hätte ich vielleicht noch ein bisschen mehr ausgeführt!
Aber sie hat mir eigentlich echt gefallen!

Also zusammengefasst war das wieder ein klasse Kapitel und ich freue mich darauf das die Ernten bald vorbei sind!
Alles Liebe!
Deine dreamissy

Antwort von MissSienna am 28.05.2017 | 01:12:43 Uhr
Hey hey dreamissy!
Das freut mich doch sehr, dass das Kapitel so gut ankommt bis jetzt :)
Die beiden Charaktere haben es mir dieses mal auch wirklich einfach gemacht!
Lyara wirkt auf den ersten Blick tatsächlich total nett und am Boden geblieben, besonders mit ihrer Familie und ihren Freunden. Da vergisst man fast, dass sie eine Karriera ist uns freiwillig in die Spiele zieht! Nun ja, wenn der Countdown erstmal abgelaufen ist wird sie sicherlich noch eine andere Seite von sich zeigen.
Venice leidet tatsächlich unter Schizophrenie, wobei ich bezweifle, dass man sich in Panem besonders gut mit solchen Krankheiten auskennt. Ben ist also eine zweite Persönlichkeit, die sehr viel macht über sie hat und sie im realen Leben sehr beeinflusst. Ich hab das in diesem Kapitel erstmal ein bisschen vage gehalten, dass die Spannung bestehen bleibt :D
Oh ja, das Ende der Ernten, es rückt langsam näher! Ich arbeite darauf hin, nicht mehr lang ^^
Alles Liebe,
Sienna