Autor: MissSienna
Reviews 1 bis 25 (von 72 insgesamt):
01.01.2018 | 22:04 Uhr
zu Kapitel 18
Hallo!

Lang ist es her, dass ich hier ein Review geschrieben habe! Dass es dann auch noch eines zu Lex' Kapitel ist, macht die Freude für mich nur umso größer.
Zuvor allerdings noch ein paar wenige einleitende Vorworte zu deinem Vorwort, auch wenn ich mich an dieser Stelle nicht allzu lang aufhalten möchte, schließlich habe ich dein ganzes Dilemma hautnah miterlebt. Der Beginn ist irgendwie zum Schießen, weil er auf eine absurde Art und Weise irgendwie niedergeschlagen wird, was diesem fröhlichen Augenblick die Freude nimmt und ihn einfach nur noch ulkig macht, dabei ist das Ganze eigentlich überhaupt nicht lustig. Den Zweispalt, wenn man etwas anfängt, dann aber eigentlich lieber etwas anderes machen möchte, kennt bestimmt jeder von uns. Auch ich habe ihn mal bei zwei früheren Panem-MMFFs erlebt, was im Endeffekt darin resultierte, dass ich beide Geschichten abgebrochen habe, weil ich beide gleichzeitig einfach nicht mehr bewältigen konnte und irgendwann einfach die Motivation verloren habe. Bei Pyrexia ist mir das zum Glück noch nicht passiert, aber gerade bei den ersten Geschichten ist ein Tief durchaus verständlich, erst recht, wenn das Leben einen zusätzlich mit Praktika und Englischportfolios auf Trab halten.
Ich kann dir nur eines raten: Halte durch, es lohnt sich! Selbst wenn du nicht zufrieden sein solltest, lieben wir deine Geschichte immer noch und werden uns weiterhin auf neue Kapitel freuen!


DAS TRAINING - TAG 1 - DIE AMEISE

ALEXIA

Der Aufzug auf dem Weg zur Trainingshalle ist ein schöner Ort um dieses Kapitel zu beginnen. So sind wir schon auf das Training eingestellt, bekommen aber trotzdem noch etwas Privatsphäre zwischen Lex und Kittä mit. Und auch direkt einen Streit. Einen von vielen, wenn ich Lex' spätere Aussage richtig interpretiere. Klar, Lex tut es leid, was sie getan hat. Sie hatte Kittä verloren, hatte jemand Neuen gefunden und wollte bei ihren neuen Freunden beliebt sein. Ein unfassbar feiges Verhalten, erst recht weil sie Kittä trotz alledem immer noch so gerne hat. Dieser Widerspruch fängt ihren Charakter eigentlich ganz gut ein. Dass Kittä da nachtragend ist und sich aufregt, macht sie in meinen Augen nicht unsympathisch, im Gegenteil, ich hätte vermutlich genauso reagiert. Trotzdem hoffe ich, dass Kittä irgendwann bemerkt, dass all das jetzt vollkommen egal ist. Ihr Leben wird sich mit den Spielen eh unwiderruflich ändern. Entweder sie stirbt oder ihr wird die Sehkraft zurückgeschenkt, womit Lex' Verrat auch keine negativen Folgen mehr für ihr Leben hat. Ich hoffe sehr, dass es zwischen den beiden, meinem Lieblingspärchen, bald zu einer Versöhnung kommt.
Lex scheint Kittä ja immerhin nicht völlig egal zu sein. Sie will nicht, dass diese stirbt oder die Karrieros sie ins Visier nehmen. Und ich wette darauf, dass das nicht nur daran liegt, dass sie Angst hat, dass das auf sie selbst zurückfällt. Wieso sonst sollte sie sich mit Lex sonst zusammentun? Und ihr am Ende sogar helfen? Klar, Kittä ist zynisch, sarkastisch und auf diese Art und Weise auch ganz schön verletzend, aber ich mag das an ihr, dieses Verspottende, was aber trotzdem verdammt wehtun kann wie diese bereits so häufig zitierte Passage: "Ist mir egal, was du machst, solange du dir nicht an der Tarnstation >Tötet mich, in bin ein leichtes Opfer< auf die Brust schreibst und damit vor den Karrieras rumhüpfst, oder was du sonst so vorhattest."
Ich wette, dass Kittä Lex immer noch sehr gerne hat, aber hin- und hergerissen zwischen ihrer Zuneigung und ihrer Verletztheit ist. Gerade ich kann das im Moment sehr gut nachvollziehen. Es ist schwer, wenn man von jemanden so arg verletzt wurde, dass man eigentlich guten Grund hat, ihn nicht mehr zu mögen, aber trotzdem nicht damit aufhören kann. Hoffen wir, dass zumindest bei unseren beiden Siebenermädchen doch noch alles ins Lot kommt und machen mit dem Training weiter.
Die Gestaltung der Trainingshalle, dieses kalte, glatte Schwarze, hast du ja bereits angerissen und auch der Traingsleiter Banderas Bacmillan mit seinem eigenartigen und doch recht schlichten Outfit, das für einen Trainer vollkommen unpraktisch ist - Wie will er jemanden ausbilden, wenn er ständig über seine Hosenbeine stolpert? - hatte seinen großen, aber doch sehr kurzen, desinteressierten Outfit. Ich hatte eine informativere Rede erwartet, so wirkt er in erster Linie beschäftigt und inkompetent. Scheint in deinem Kapitol ja Standard zu sein.
Wer alles andere als inkompetent ist, ist das Karrierabündnis oder sollte ich eher: die Karrierarotte sagen? Wie sie da so alle auf einem Haufen stehen und die anderen Tribute mustern, als wären die ihr Frühstück, während sie Freundlichkeit vorheucheln. Ich wüsste zu gern, was in ihrer Mitte vorgeht. Fakt ist, es funktioniert. Alle anderen haben Angst, auch wenn sie die auf verschiedenste Weisen ausleben. In Form von Hass wie bei Kittä, indem sie die Waffenstationen meinen oder provokativ dahingehen wie Vesta. Oder durch Bewunderung und Schwärmerei wie Lex, die ja durch ihre sexuelle Orientierung noch eine zusätzliche Ebene hat, auf der sie Schwärmen kann. Meine arme Kleine ist tatsächlich so naiv zu glauben, dass die Karrieras tatsächlich Interesse an ihr, an einem Bündnis mit ihr haben könnten. Es ist lächerlich. Unmöglich.
Und trotzdem zieht sie es in Betracht und lässt sich von Kittäs Hohn angestachelt tatsächlich dazu verleiten, sich vor den Augen aller zu blamieren. Gibt es denn keine Trainer, die ihr vor dem ersten Messerwerfen zumindest ein paar Grundlagen zeigen können? Sonst stellen sich doch alle so dämlich an. Haben die alle nichts Besseres zu tun als zu gaffen? Und natürlich schneidet sich Lex erst mal in die Hand. Das wär mir ja nicht passiert, aber auch nur, weil ich eine Klingenphobie habe. Nach so einer öffentlichen Demütigung hätte ich auch das Weite gesucht. Mein armes Mädchen.

Da man einen Kommentar ja möglichst nicht mit Kritik beginnen sollte, möchte ich erst jetzt ein paar Worte zum Titel verlieren. Normalerweise sind deine Kapiteltitel immer sehr treffend gewählt, aber dieses Mal hatte ich eher das Gefühl, du wärst nach dem Schreiben noch einmal über das Kapitel rübergescrollt und hättest dir das erstbeste Substantiv herausgepickt. Vielleicht war es ja tatsächlich so.
Und auch an Lex' Darstellung möchte ich noch mal herummäkeln, schon allein deshalb, weil du es vermutlich erwartet hast und enttäuscht gewesen wärst, wenn an dieser Stelle jetzt nicht ein fettes Aber von mir gekommen wäre. Allerdings muss ich dich enttäuschen, so furchtbar finde ich das Kapitel gar nicht, im Gegenteil, es ist gut geschrieben und stellt Lex in all ihrer Schwäche, Unsicherheit, Ratlosigkeit, Voreile und Naivität ziemlich treffend dar. Nur ist das eben noch nicht alles, was es über sie zu wissen gibt und das ist mein Problem an der Sache. Klar, der Fehler liegt bei mir. Ich wusste von vornherein, dass du nicht alles würdest einbringen können. Erst recht, nachdem ich dir einen so ausführlichen Steckbrief abgeliefert habe und das Problem liegt auch weniger darin, dass bestimmte Aspekte fehlen, sondern dass die Aspekte, die eingebracht wurden, sie auf eine einseitige Weise darstellen. So wirkt sie einfach nur wie eine schwache Heulsuse, die in Selbstmitleid ertrinkt. Und genau das sollte sie eben nicht sein, das habe ich an einer Stelle im Steckbrief extra so betont, weil ich solche Charaktere eher weniger leiden kann. Aber wahrscheinlich war es nicht zu vermeiden, dass sie irgendwann auf diese Schiene rutscht, eben weil der Platz, den du hier hast, bei Weitem auch nicht ausreicht, um sie differenziert darzustellen, ohne dass es den anderen Tributen gegenüber unfair wird. (Ich weiß, dass du eigentlich noch eine andere Sache einbringen wolltest, die aber platztechnisch nicht mehr reingepasst hat. Im Nachhinein betrachtet, finde ich es gut, dass du sie ausgespart hast, aber eben auch nur deshalb, weil dies erst der erste Trainingstag ist und es unrealistisch gewesen wäre, wenn Lex da schon geglänzt hätte.) Dass dies Lex' einziges Kapitel vor der Arena, vor dem großen Sterben war, macht die Sache irgendwie nur noch schlimmer, denn dadurch ist dieser Eindruck von ihr jetzt in den Köpfen der Leser gefestigt. Sie hat keine direkte Möglichkeit mehr, ihnen eine andere Seite von sich zu zeigen. Denn in anderen Sichten ist das auch nur begrenzt möglich. Und das ist irgendwie traurig.
Dass die anderen Leser sie trotzdem ganz gut leiden können, ist zumindest ein kleiner Trost, auch wenn es mich irgendwie überrascht.


Lass dich davon jetzt aber bitte nicht noch weiter entmutigen. Das Kapitel hat mir wirklich sehr gefallen, es war fantastisch geschrieben und ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen! Ich hoffe, du findest bald deinen Eifer für diese Geschichte zurück und die Zeit dazu, weiter daran zu arbeiten. Ich freue mich auf weitere Kapitel!

Wir lesen uns,
Katia!
31.12.2017 | 19:24 Uhr
zu Kapitel 18
Ich muss sagen, deine Geschichte ist eines meiner Lieblingsstücke, die ich je gelesen habe. Um so mehr habe ich mich gefreut endlich ein neues Kapitel von dir lesen zu können. Wirklich, das erste, was ich heute früh gemacht habe war, zu lesen, was du uns wieder präsentierst.
Deine Pause ist in meinen Augen völlig okay! Ich selbst hänge ja nun auch schon seit min einem Jahr hinterher (irgendwann wird das was...). Und ich finde es eine gute Idee, einfach mal bei uns nachzufragen, ob wir nicht eine gescheite Idee zum Weiterschreiben haben. Wenn du magst, schicke ich dir gerne eine Private Nachricht mit Ideen von mir, für dich. ;-)

Jetzt zum Kapitel: Die Ameise
Als ich das gelesen habe musste ich erst mal überlegen, was du damit verbinden willst. Schließlich ist es ja eine Metapher.
Meine erste Idee war, dass sich alle so verhalten wie Ameisen, also alle immer das gleiche tun und einer folgen. Was in Grunde ja auch gut umgesetzt wurde.
Auch habe ich mich gefreut, dass du Lexa und Kittä ausgewählt hast. Ich habe die zwei schon sehr vermisst!
Ich finde es total schön geschrieben, da brauchst du dir keine Sorgen machen! Dein stil ist einfach wirklich gut und es macht Spaß deine Texte zu lesen.
Gut war, dass Lexa in diesem Kapitel besser rüber kam, sie hat einem unheimlich leid getan, wie sie sich den Kopf zerbricht, Kittä zu beschwichtigen und sich zu entschuldigen. Kittä war wirklich sehr hart zu Lexa und ich finde, sie gleicht mir mehr, als ich am Anfang gedacht habe. Ich bin sehr gespannt, wie es mit den beiden weiter geht!
Das Thema war auch gut, vielleicht machst du ja mal ein Kapitel, in dem du alle Sichtweisen ausschöpfst und zu jedem Tribut (das für die Story wichtig ist, also keine Füllhornopfer) einen Absatz schreibst.
Das ließt sich spannend und jeder kommt einmal kurz dran, sie verändern sich ja schließlich auch.
Ich kann dir leider keine Lieblingszeile sagen, aber ich habe an einigen Stellen lachen, mit Lexa leiden oder mit Kittä austeilen müssen.

Gib diese MMFF nicht auf, sie zu schön dafür und du bist schon so weit gekommen!
Also, ich lese treu weiter und bin wirklich sehr gespannt darauf, was meinen beiden Mädchen zu stößt.

Ich wünsche dir einen guten Rutsch und gaanz liebe Grüße von mir,
Ninde
31.12.2017 | 13:25 Uhr
zu Kapitel 18
Hey, hey,

schön, wieder etwas von dir zu hören. Ich habe mich sehr über diesen Alert gefreut, einfach weil er vollkommen unerwartet kam. Wobei... irgendwie lädst du immer dann etwas hoch, wenn ich beschließe, ins Kino zu gehen... sollte ich öfter da hingehen, einfach um mehr Updates zu bekommen...^^ Nein, Quatsch. Ich freue mich wirklich immer sehr.
Erst einmal zu deinem Dilemma: Ich würde diese Geschichte erst einmal überdenken. Wo willst du hin? Was soll passieren? Wie sieht der Anfang aus? In welcher groben Reihenfolge sollen die Leute sterben? Und so weiter.
Die Idee der neuen Geschichte kannst du ja schon einmal auf dem Computer speichern und genau niederschreiben, was passiert, etc.. Diese Idee kannst du ja hochladen, wenn du alle Kapitel von the ghosted crown geschrieben hast und die Geschichte für dich zu Ende ist. Dann kannst du ja immer noch überlegen, ob du die beiden Geschichten miteinander kuppeln willst oder nicht.
Auch finde ich es nicht schlimm, wenn du bei deiner ersten Geschichte Fehler machst. Immerhin kann man ohne Fehler nichts lernen und dadurch sich und seinen Schreibstil nicht verbessern. Ich kenne das Gefühl, wenn man gleich von Anfang an alles Richig machen willst, es aber nicht schaffst. Manchmal muss man halt erst Fehler machen.
Und deine Geschichte ist nicht schlecht. Ich kenne da welche, die haben von Niveau weiter unten angefangen als du, wurden durch ihre MMFF jedoch richtig gut. Und ich habe wenig auszusetzen. Wobei ich persönlich da nicht viel weiterhelfen kann, um besser zu werden, da kennen sich andere viel besser aus.

Okay, nachdem ich nicht viel weiterhelfen konnte, kommt nun einfach meine Meinung zu dem Kapitel.
Es geht um einen meiner Favos, juhu. Natürlich geht alles schief, obwohl sie versucht sich nicht einschüchtern zu lassen und trotzdem den anderen zu zeigen, dass man sie nicht unterschätzen darf. Man kann sie dafür wirklich bewundern, dass sie, trotz Angst, sich dazu durchringen kann und sich am Messerwerfen probiert.
>> Ist mir egal, was du machst, solange du dir nicht an der Tarnstation >Tötet mich, in bin ein leichtes Opfer< auf die Brust schreibst und damit vor den Karrieras rumhüpfst, oder was du sonst so vorhattest.<< Ich liebe diese Stelle. Die hat mich echt zu m Grinsen gebracht und mir das ganze Kapitel versüßt. Typisch Kittä.
Dennoch bin ich gespannt, wie es mit den beiden weitergeht. Ob Kittä Lex noch verzeihen kann?

Sorry, dass ich so wenig über das Kapitel sagen konnte, oder dir so gut wie gar nicht bei deinem Dilemma helfen konnte, aber ich muss wirklich sagen, dass ich diese Geschichte immer noch gerne bis zum Schluss lesen würde und ich hoffe, dass du dein Dilemma irgendwie lösen kannst.
LG Krissi

Antwort von MissSienna am 31.12.2017 | 14:30:36 Uhr
Hallo liebe Evoli,

Oh man, ich glaub es kaum, es scheint tatsächlich Leute da draußen zu geben, die die Geschichte trotz meiner langen Abwesenheit noch verfolgen!
Das freut mich wirklich riesig, vielen Dank für deine Treue :)
Und freilich habe ich nur darauf gewartet, dass meine Freunde bei der NSA mich darüber informieren, dass du gedenkst ein Kino zu betreten, um dann genau in diesem Moment ein Kapitel hochzuladen! Aber jetzt, wo du diese perfide Strategie enttarnt hast muss ich mir wohl etwas anderes überlegen. Nimm dich in acht, wenn du das nächste mal die Schwelle einer Dönerbude oder eines Baumarktes überschreitest :D

Zu meinem Dilemma: Nachdemich dieses Kapitel hochgeladen habe ging es mir erstmal besser damit. Ich konnte mir gewissermaßen alles von der Seele schreiben und dadurch wieder selber einen Überblick bekommen. Die gute Nachricht ist, dass ich nach einer Periode des Zweifelns wieder den festen Beschluss gefasst habe, hier zu Ende zu bringen, was ich angefangen habe, auch wenn es vielleicht nicht so perfekt wird, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich muss einfach lernen, mich von dieser Besessenheit von Perfektion zu verabschieden, denn mal ehrlich, hat jemals ein Autor eine Geschichte geschrieben, in der er jedes Wort perfekt fand? Wohl kaum. Erst recht nicht bei der ersten Geschichte.
Deswegen wurschtel ich mich jetzt einfach weiter durch und versuche das beste draus zu machen. Was die Arena angeht habe ich tatsächlich schon seit längerem einen Plan, wo es hingeht. Das Problem liegt eher im Kapitolsplot, aber der wird dann wohl einfach ein bisschen weniger ausführlich ausfallen. Und eine wertvolle Lektion fürs nächste Mal habe ich auf jeden Fall schon gelernt: Erst dann losschreiben, wenn ich grob weiß, wo die Reise hingehen soll.
Aber eins nach dem anderen, jetzt geht es ja erstmal noch um the ghosted crown.

Zu diesem Kapitel: Freut mich, dass es scheinbar nicht der absolute Totalausfall ist, für den ich es gehalten habe. Als Autor hat man da manchmal einfach einen Tunnelblick und sieht nur noch, was man sehen will.
Die arme Lex ist mir bei genauerer Betrachtung gar nicht so unähnlich. Auch sie strebt nach Perfektion, will es unbedingt allen Recht machen und wäre gern jemand, der sie nicht ist. Alexia,die messerwerfende Wunschbündnispartnerin der Karrieras, die ganz nebenbei noch Kittü zurückerobert. Und wie das so oft mit hohen Erwartungen ist, geht einfach alles schief. Jetzt hat sie natürlich den Salat. Das mit dem Karrierobündnis kann sie jetzt natürlich absolut vergessen, wobei allein die Vorstellung davon ja größtenteils ihrer Naivität geschuldet ist.
Ich hatte ein wenig die Sorge, dass Kittäin diesem Kapitel zu gemein rüberkommt, sie geht ja schon ganz schön harsch mit Lex um. Dabei ist sie einfach nur immer noch beleidigt, weil Lex sie zuhause in Distrikt 7 verraten hat. Trotzdem schafft auch sie es nicht, die Bande komplett zu kappen, sodass sich die beiden als Konkurrentinnen gegenüberstehen, weil ihr scheinbar immer noch etwas an Lex liegt. Und das wiederrum versucht sie, durch ihre Sticheleien und fiesen Sprüche zu verstecken.

Es bleibt spannend, ob es wirklich zu einem Bündnis kommt oder ob eine von beiden es wieder mit einer bescheuerten Aktion verkackt.
Viele Kapitel sind ja nicht mehr übrig, bevor die Kanone ertönt und wir es endgültig wissen :D

Bis dahin alles Liebe,
Sienna
17.10.2017 | 14:39 Uhr
zu Kapitel 15
Hallo liebe Sienna,
Zuerst einmal, ich bin noch dabei! Ich lese immer noch deine Geschichte und bin gespannt auf folgende Kapitel!
Aber ich habe leider nicht immer Zeit gleich zu antworten, was mir wirklich leid tut.
Aber mach dir keine Sorgen, ich werde bis zum Ende meiner Charakter, und darüber hinaus, dabei bleiben.

Nun zum Kapitel:
Ein richtig schönes Kapitel. Du hast richtig viel Story in dieses Kapitel gesteckt, was total spannend ist.
Die Überschrift, die du gewählt hast, verstehe ich als Metapher. Rot ist der Saft der Erdbeere, die den ersten Teil des Kapitels einnimmt und rot ist auch das Blut, was bald vergossen wird.
Die arme Ivy hat kaum bis gar keine Chancen zum Sieg, was sie auch selbst feststellt (spricht für sie) und dann kommt schwuppdiewupp, die mentale Hilfe in Gestalt von Nathanael Nox.
Schön, wie du ihn mit eingebaut hast. Am Anfang habe ich ihn schon vermisst. Er lockert die traurige Stimmung ein wenig auf, was angenehm geschrieben ist.
Alles in allem kann ich sagen, ein schönes Kapitel!

Viele liebe Grüße, Ninde
02.10.2017 | 18:10 Uhr
zu Kapitel 17
Hey, hey.

So, dieses Mal lasse ich nicht so viel Zeit vergehen. Ich antworte einfach direkt, dann habe ich keine Probleme.

Dieses Kapitel ist mal wieder anders. An sich mag ich das Kapitel, da es einfach zeigt, wie Quinn ist.

Sie ist schon irgendwie hinterhältig. Denn das Ciara ihr im Kampf überlegen ist, sollte klar sein, denn im Gegensatz zu Quinn hat Ciara trainiert. Und das mit vollen Herzen, da sie ja eigentlich in die Spiele wollte. Auch wenn sie von den Eltern dazu gebracht wurde, hätte sie sich ja auch einfach zu spät melden können oder so. Dass sie Quinn gefallen will, finde ich seltsam. Seltsame Tatkik, sich mit jemanden gut zu stellen, dem man am Schluss ja eh umbringen muss. Aber okay, damit kann ich leben. Und Quinn hat in diesen Kapitel einfach eine richtig großes Mundwerk, was man von ihr aber auch erwartet hat. Sie stellt sich höher, wobei sie eigentlich sicher sein kann, dass so gut wie jeder Karriero ihr überlegen ist und sie auch besiegen wird. Aber es ist halt Quinn und daher kann ich damit leben.^^
Das mit den Brautkleidern habe ich selber nicht gerafft, sondern mich eher gefragt, warum sie alle etwas weißes anhaben. Durch ein anderes Review ist mir das dann auch klar geworden und an sich ja auch eine echt coole Idee.
Jetzt habe ich nur ein Problem: Denn Lyra ist an sich ja eigentlich schon selbstbewusst. Sie weiß, was sie will und auch, wie sie es bekommt. Dass sie endlos nervös ist und anderen etwas vormacht, glaube ich nicht wirklich. Okay, das letzte vielleicht schon. ^^ Ihr Problem ist halt eher, dass sie die perfekte Karriera sein will, die sie nicht ist, weil sie einfach viel zu selbstkritisch ist. Und hier kommt sie irgendwie so gar nicht selbstbewusst rüber. Dass ist mir auch schon im Zug aufgefallen, aber dass kann man ja auch auf das Adrenalin schieben, daher finde ich das auch nicht schlimm.

Sonst bin ich echt zufrieden mit dem, was du da schreibst. Vor allem, wie du die Atmosphäre beschrieben hast, fand ich echt toll. Ich liebe so etwas, da ich selber so etwas einfach nicht kann. Man kann sich wirklich vorstellen, dass man dort wäre. Wirklich toll.

LG Krissi

Antwort von MissSienna am 02.10.2017 | 20:31:32 Uhr
Hallo liebe Krissi,
Dieses Mal antworte ich gleich, damit ich es nicht wieder vergesse :D Jetzt bekommst du gleich zwei Antworten an einem Tag!
Hach, die gute Quinn, ich mag sie einfach. Sie ist ein kleines Biest, hinterhältig, fies und intrigant, aber gleichzeitig schlau genug, diese Fiesheit gut zu verbergen und mit einem Selbstbewusstsein,von dem sich einige Tribute eine Scheibe von abschneiden könnten.
Ganz so unterlegen, wie man aufgrund ihrer Nicht-Freiwilligmeldung meinen könnte, ist sie aber gar nicht. Es wird im Erntekapitelzwar nur kurz erwähnt, aber Quinn hat durch aus auch eine Weile trainiert, wenn auch lange nicht so intensiv und viel wie die anderen Karrieros. Sie hat das Training nie so wirklich wichtig genommen und spätestens als Ewon in ihr Leben getreten ist, hat sie der Akademie den Rücken gekehrt. Die anderen mögen ihr also womöglich technisch voraus sein, aber sie weiß durchaus auch mit Waffen umzugehen und darüber hinaus besitzt sie die Hinterhältigkeit und Skrupellosigkeit, die so eine waschechte Karriera braucht. Ich würde sie daher nicht als hilflos abstempeln.
Die Brautkleididee habe ich irgendwann abgeschwächt, da ich meine Pläne geändert habe. kein Wunder also, dass es dir nicht ins Auge gesprungen ist. Dennoch steckt hinter den Kleidern ein System, sie haben alle den selben Grundschnitt und unterscheiden sich durch distrikttypische Details wie eben Goldbesatz, Muscheln oder Papier.
Zu Lyara: Sie ist auf jeden Fall ein Charakter, der leicht missgedeutet werden kann, besonders, wenn sie aus der Sicht eines anderen Tributen beschrieben wird. Denn Quinn ist ja grundsätzlich erstmal allen anderen gegenüber negativ eingestellt und sucht regelrecht nach den Fehlern ihrer Gegner, um diese dann für sich zu nutzen. Und ich finde, es passt sehr gut zu Lyara, das sie in ihrer selbstkritischen und perfektionistischen Art nervös ist, was die anderen Tribute von ihr halten und sich das in einer leichten Nervosität zeigt. Es ist ja jetzt auch nicht so, dass die vor lauter Nervosität gleichzeitig weint, kollabiert und sich übergibt, ihre Stimme zittert ja nur ein wenig. Ich werde mir auf jeden Fall Mühe geben, Lyaras Selbstbewusstsein bei ihrem nächsten Auftritt etwas mehr hervorzuheben.

Schön, dass dir die Atmosphäre gut gefallen hat, ich habe dieses Mal sehr vielZeit darauf verwendet, insbesondere die aufgeheizte Stimmung während der Parade zu beschreiben,weil mir das wichtig war. Und genau so soll es ja sein, dass man sich ein bisschen fühlt, als wäre man gerade wirklich dort :)

Alles Liebe,
Sienna
02.10.2017 | 15:59 Uhr
zu Kapitel 17
Hey :D
Wieder mal ein tolles Kapitel. Ich liebe deinen Schreibstil!! Er ist echt mega, leicht und flüssig zu lesen, aber nicht zu seicht oder abgehackt (wenn man versteht, was ich damit sagen will :D ich drücke mich glaub ich voll umständlich aus). Die Kapitellänge war auch in Ordnung und ich finde es ehrlich beeindruckend, dass du so etwas wie einen regelmäßigen Uploadrhythmus einhältst. Respekt ;)
Quinn ist mir nach wie vor sympathisch. Ich fand ja ihr Erntekapitel schon interessant (und ich finde es generell sehr spannend, dass sie einerseits so völlig abgeklärt und kühl ist, andererseits aber auch der süßen Kleinmädchenfantasie anhängt, dass sie Evon viel bedeutet), das hat sich nicht geändert. Ich bin gespannt, wie es mit ihr weitergeht :)
Dann hat ja auch Venice mal wieder eine kleine Gastrolle gegeben, dieser Part hat mir echt gut gefallen :D mein Baby zeigt seine Ambivalenz und erschreckt seine Mitmenschen. Ich mag, wie du sie darstellst :) weiter so!

Liebe Grüße,
Vivi (lass dich von meinem neuen Usernamen nicht zu sehr irritieren ;))

Antwort von MissSienna am 02.10.2017 | 17:29:09 Uhr
Hallo liebe Vivi!
Ich war, als ich das Review bekommen habe, tatsächlich erstmal total irritiert, wer das denn jetzt ist.
Ein Quereinsteiger? Ein Reviewer, der sich in der Geschichte geirrt hat? Dass jemand einfach seinen Namen geändert hat, darauf bin ich gar nicht gekommen :D
Anyways, freut mich riesig, dass auch du nicht im Nirvana der verschwundenen Leser verschwunden bist, sondern noch unter uns weilst!

Vielen Dank für das Lob, darüber freut man sich einfach immer! ich habe mir in diesem Kapitel wirklich Mühe gegeben, die Beschreibung von Details nicht wieder eskalieren zu lassen, sondern nicht auf die wichtigen Dinge zu fokussieren. Die Kapitellänge hat sich jetzt irgendwo bei 2500-3000 Wörtern pro Kapitel eingependelt, ich habe immer Sorge, dass das zu kurz ist, aber so kann man ein Kapitel wenigstens bequem innerhalb kürzerer Zeit durchlesen.

Quinn gehört auch zu meinen Lieblingscharakteren, weil sie so vielseitig ist. Sie ist die fiese, berechnende, arrogante Rebellin, die sich fürchterlich darüber aufregt, dass Leute wie Ciara ihr hinterherrennen, rennt Ewon aber gleichzeitig auf die selbe Art hinterher. Wobei sie dabei vielleicht ein klitzekleines bisschen weniger nervt.
Venice Gastauftritt, wie du so schön sagst, ist dieses Mal ja relativ kurz, aber hat mir großen Spaß gemacht, zu schreiben.Grade diese Beschreibungen von ihr aus der Sicht anderer lässt sie ja irgendwie so gruselig und unberechenbar wirken.

Alles Liebe,
Sienna
02.10.2017 | 15:53 Uhr
zu Kapitel 17
Hallo!

Ich bin schreibtechnisch in einer totalen Tiefphase angelangt, aber da ich eh schon alles erreicht habe, was ich mir vor Unibeginn vorgenommen habe, brauche ich mich deswegen zum Glück nicht allzu schlecht zu fühlen. Weil ich allerdings trotzdem nicht untätig herumsitzen möchte, bis es endlich mit dem Studium losgeht, widme ich mich an dieser Stelle einfach mal deinem neuen Kapitel und der Parade der 150. Hungerspiele.

Bevor es losgeht, möchte ich jedoch noch ein paar Worte zu deinem Vorwort verlieren, bei dem ich mich, um ehrlich zu sein, regelrecht weggeschmissen habe. Gletscherspalten im Himalaya? Köstlich! Der Inhalt deiner Worte ist jedoch alles andere als amüsant, weshalb ich mir wünsche, dass du zu diesem Kapitel die Reviews bekommst, die du dir am sehnlichsten erhoffst. Viele MMFF-Autoren kennen ja das leidige Thema mit dem Ausbleiben der Reviews, weshalb ich dir die Daumen drücke, dass das bei dir nur eine einmalige Ausnahme war und sich schon bald wieder beruhigen wird.


DIE PARADE - DIE FLASCHE

QUINN

Ich mag Quinn immer noch. Sie ist absolut großartig. Einerseits irgendwie rebellisch, wenn wahrscheinlich auch nur, um ihrem Ewon zu gefallen, der sie ja gnadenlos ausnutzt und deshalb wahrscheinlich nicht zu ihrer Verabschiedung gekommen ist, was Ciara ja nicht merken will. Außerdem hält sie sich für was Besseres, gerade im Bezug auf ihren Distrikt. Andererseits ist sie allerdings trotzdem ein richtiges Mädchen, modebewusst, zickig. Sie hat eindeutig Karrierapotenzial, auch wenn sie sich nicht freiwillig gemeldet hat.
Wer allerdings kein Potenzial trotz ihrer freiwilligen Meldung hat, ist Ciara. Bei der Ernte kam sie mir wie die standardmäßige, verhasste, liebe, nette "Karriera" vor, die von ihren bösen bösen Eltern in die Spiele gezwungen wird, obwohl sie eigentlich total sympathisch ist und keiner Fliege was zuleide tun kann. Jetzt ist sie einfach nur noch fremdbestimmt und besitzt keine eigene Meinung und keinen anderen Charakter, so wie Lyara, nur noch viel, viel schlimmer. Ich meine, Lex will ja auch gefallen, aber hoffentlich ist sie dabei nicht so unfassbar nervig.
Ich bezweifle stark, dass wir von Ciara noch irgendeine wie auch immer geartete Überraschung zu erwarten haben. Sie ist einfach nur oberflächlich, strunzdumm und definiert sich selbst durch die Meinung anderer. Wenn sie wenigstens Quinn, die sie ja am Morgen der Ernte angeschwärzt hat, was vorheucheln würde, um ihr Vertrauen zu gewinnen und sie im richtigen Moment kaltherzig zu hintergehen, wäre das ja wenigstens noch irgendwie vielversprechend. Aber nein, sie macht ihr Komplimente, um selber welche zurückzubekommen. Wie verzweifelt kann man sein?
Vielleicht lässt du ja Quinns Prophezeiung zu ihr, dass sie in der Arena das Gemetzel überlebt, keine Gefahr darstellt und irgendwann auf eine dumme Art und Weise ums Leben kommt, ja in Erfüllung gehen. Vielleicht reißt du das Ruder ja auch noch einmal herum. Eins kann ich dir nur versichern: Es würde mich überraschen, wenn Ciara mich überrascht.
Kommen wir aber nun zur eigentlichen Parade, denn dafür sind wir ja schließlich hier. Nur scheint sich diese ganz schön zu verzögern. Also entweder war das Stylistenteam aus Distrikt 1 in diesem Jahr außergewöhnlich schnell oder die anderen Tribute waren wirklich hoffnungslose Fälle. Ich tippe eher auf Ersteres, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es bei Lyara und Venice sonderlich viele Probleme gab. Womit wir gleich bei den beiden wären. Meine Meinung zu Lyara habe ich ja bereits in einem der letzten Kapitel noch einmal deutlich untermauert. Ich finde sie einfach langweilig und nichtssagend und es verblüfft mich wenig, dass die Tatsache, dass sie längst nicht so selbstbewusst ist, wie sie gerne wäre, schnell von Quinn durchschaut worden ist. Venice finde ich wiederum immer noch interessant. Ihre kleine schlechte Spionagenummer ist schon irgendwie niedlich. Vor allem, weil sie gar nicht spionieren braucht. Wenn sie sich danebenstellen würde, würde sie weniger auffallen und trotzdem alles mitbekommen, weil die anderen sie ja auch dahaben wollen. Ich frage mich, wieso sie plötzlich so selbstbewusst rüberkommt. Hat da etwa jemand unbewusst zu Ben gewechselt? Eigentlich stimme ich für diese Theorie, nur passt ihre oder eher seine Nettigkeit da absolut nicht ins Bild, weil Ben ja eher gehässig und grobschlächtig ist.
Übrigens Kompliment zu der Idee mit den Brautkleidern, obwohl nicht wirklich rüberkam, dass diese Kostüme Brautkleider darstellen sollen. Ist zwar vielleicht ein bisschen schlicht und eintönig, aber immerhin gibt es durch diese klischeehaften Erkennungszeichen jedes Distriktes ein bisschen Abwechslung. Und schließlich haben es nicht alle Distrikte so gut getroffen. Ich sag nur Kampfjet und Kugelfisch. Es passt zu Quinn, dass ihr dieser Gedanke gekommen ist! Viel mehr Kostüme haben wir ja nicht zu Gesicht bekommen, aber wenigstens hat die geschwätzige Raven mittlerweile ein Aussehen bekommen. Das ist ja immerhin etwas, auch wenn ich sie mir schon wegen des Namens ganz anders vorgestellt habe. Aber das liegt ja bei dir und du hast mir ja schon erklärt, dass du mit ihrem Namen und ihrer Optik einen Kontrast schaffen wolltest. Ist dir geglückt und zu Ravens Geschwätzigkeit passt es allemal.
Die Paradehalle kann ich mir im Übrigen absolut nicht nobel und edel eingerichtet vorstellen, trotz Kronleuchter und den ganzen Goldverschnörkelungen. Das liegt nicht mal darum, dass da ganz offensichtlich Pfusch am Bau betrieben wurde, sondern eher an den Pferden. Irgendwie sind schicke Einrichtung und Pferde für mich zwei unvereinbare Dinge. Egal, wie hübsch ein Zimmer eingerichtet ist, solange irgendein Tier anwesend ist, was jetzt nicht gerade ein Hund, eine Katze oder irgendein Kleintier oder Papageienvogelding ist, nimmt das dem Luxus die Glaubwürdigkeit. Die Wagen und den Pferdeschmuck kann ich mir allerdings durchaus hübsch vorstellen. Und da setzt sich die Karawane auch schon in Bewegung. Ich kann verstehen, warum Quinn von allem erschlagen ist. Hier herrscht schließlich ein klarer Fall von Reizüberflutung. Zu viele Mensch, zu viele Eindrücke, zu viel Lärm, zu viel Gehampel seitens Ciara. Um da Bammel zu kriegen, muss man sich nicht vor Aufmerksamkeit fürchten so wie Lex.


Ich bin am Ende, nicht nur mit dem Kapitel! Hat mir gut gefallen, dieses Mal. Es waren nicht zu viele übertriebene Beschreibungen und trotzdem konnte man sich alles gut vorstellen. Jetzt geht es wohl mit dem Training weiter und wir nähern uns der Arena mit ganz großen Schritten! Ich bin schon gespannt, wer als Nächstes an der Reihe ist.

Wir lesen uns,
Katia!

Antwort von MissSienna am 02.10.2017 | 20:11:41 Uhr
Halli Hallo Katia :)

In Anbetracht der Tatsache, dass du dein letztes Kapitel erst vor drei tagen hochgeladen und das nächste wahrscheinlich schon besser geplant hast, als ich alle meine Kapitel zusammen, denke ich, dass du dir eine kleine Tiefphase durchaus leisten kannst. Und für mich umso besser, denn so komme ich wieder zu einem großartigen Review! An dieser Stelle sei übrigens gesagt, dass ich das Review für dich nicht vergessen habe.Ich musste auf meiner To-Do-Liste bloß einen Platz nach hinten schieben. Ist aber auch ein stressiger Tag zwischen Reviews, Essen und Serien schauen :D

Zu den Gletscherspalten im Himalaya: Nun, man sollte ja alle Möglichkeiten in Betracht ziehen. Und in einer Gletscherspalte zu stecken wäre ja wirklich eine gute Entschuldigung, warum man kein Review schreiben kann. Wobei ich natürlich hoffe, dass dieses Schicksal keinen meiner Ersteller ereilt!
So oder so, ich habe jetzt schon doppelt so viele Reviews wie beim letzten Kapitel, und das freut mich riesig! :)

Zu Quinn: Ich liebe sie auch. Auf der einen Seite gibt sie sich wie die unnahbare, Rebellin, die nichts dem Zufall überlässt und der niemand das Wasser reichen kann, auf der anderen Seite verwandelt sie sich sobald der Name Ewon fällt in ein liebestolles Mädchen, dass vermutlich alles tun würde, um in seiner Gunst zu steigen. Und da will sie natürlich gar nicht wahrhaben, dass Ewon so wenig an ihr liegt, dass er nicht mal zu ihrer Verabschiedung kommt und erfindet schnell allerhand Gründe, was ihn daran gehindert haben könnte. Meiner Meinung war es ihm nämlich tatsächlich einfach die Zeit nicht wert, Quinn war für ihn nichts als eine kleine, austauschbare Gehilfin, die er gnadenlos ausnutzen konnte. An der Ewon-Verabschiedungsstelle hatte ich fast sowas wie Mitleid mit Quinn.
Was sie jedoch gar nicht nötig hat. Denn du hast recht, obwohl sie sich nicht freiwillig gemeldet hat, ist eine ziemliche Karriera. Sie hat in Distrikt 1 ja auch trainiert, wenn auch nur sporadisch. Und spätestens als sie in Ewons Dunstkreis geraten ist, hatte sie einfach besseres zu tun, als ihre Zeit in der Trainingsakademie zu verbringen. Von allen Karrieras ist sie vermutlich die technisch am schlechtesten ausgebildete, aber dafür ist sie intelligent, berechnend und taktisch geschickt, was wahrscheinlich mindestens genauso wichtig ist.
Und genau das fehlt Ciara so ein bisschen, zumindest in Quinns Augen. Ganz so hart wie du gehe ich nicht mit ihr ins Gericht, denn ich finde, das ihr Charakter schon noch irgendwo Sinn ergibt. Sie ist nicht die Klügste und gibt viel auf die Meinung anderer Leute. Sie hat sich von ihren Eltern überzeugen lassen, dass sie soweit ist, in die Spiele ziehen, obwohl sie selbst nicht hundertprozentig sicher ist und versucht durch ihr meinungsloses und opportunistisches Verhalten die Gunst ihrer Gegner zu erwerben, nicht unbedingt ein schlechter Plan, aber eben schlecht ausgeführt. Sie ist Lex gewissermaßen gar nicht so unähnlich, bloß dass sie unter grundlegend verschiedenen Bedingungen aufgewachsen sind. Während Lex mehr und mehr in diese unsichere Rolle gedrängt wurde, weil sie eben wenig Aufmerksamkeit bekommt, erwartet jeder von Ciara Selbstbewusstsein, ihr Umfeld fördert ihre Oberflächlichkeit und so hat sie es sich mit der Zeit vermutlich angewöhnt, ihre Unsicherheit hinter nichtssagendem Gerede und leeren Komplimenten zu verstecken. Aber ich sehe schon, ich verenne mich jetzt hier in Charakterstudien, von denen ich ehrlich gesagt nicht besonders viel Ahnung habe.
Wie du schon gesagt hast, noch ist nicht aller Tage Abend und Ciara ist einer dieser Charaktere, der sich in der Arena in absolut jede erdenkliche Richtung entwickeln könnte, vom ersten Füllhornopfer zum brutalen Racheengel zum *hier bitte beliebiges Beispiel einfügen*. Ich habe schon einen Plan, was in der Arena aus ihr wird, aber der ist selbstverständlich noch streng geheim.

Zur Parade: Warum sich die Parade verzögert habe ich gar nicht genauer beleuchtet, weil ich es nicht als so wichtig wahrgenommen habe. Ich denke es war eine Kombination aus beidem, zum einen sind Quinn und Ciara was ihre Äußerlichkeiten angeht ja der Traum jedes Stylisten, zum anderen waren die anderen Stylisten vermutlich einfach ein bisschen lahm. Bei Lyara war wenn dann wohl eher Venice das Problem, sie hat ja eine etwas eigenwillige Vorstellung von gutem Styling (Wir erinnern uns an das bettlaken von der Ernte) und ich könnte mir vorstellen, das Ben die Sache etwas sabotiert hat. Wäre eigentlich auch ein lustiges Kapitel gewesen. Aber darauf werde ich jetzt nicht näher eingehen, sonst wird diese Reviewantwort noch länger als ohnehin.
Lyara und Venice haben als Quinns potenzielle Verbündete so einen kleinen Gastauftritt in diesem Kapitel, damit Quinn auch mal über andere herziehen kann als über Ciara. Wobei die beiden da ja noch verhältnismäßig gut wegkommen. Lyaras vertuschte Unsicherheit wird zwar enttarnt, aber Quinn gibt ihr dennoch eine Chance. Ich finde, es passt gut zu ihr, dass sie sich große Mühe gibt, die perfekte, selbstbewusste Karriera zu markieren, ihre Unsicherheit aber nicht ganz unterdrücken kann. Denn das ist ja irgendwie das Kernthema ihres Charakters.
Venice löst in Quinn dagegen tatsächlich so etwas wie Unruhe aus, was ich gut verstehen kann. Selbst in dieser kurzen Sequenz zeigt sie wieder, wie unberechenbar sie ist, gerade auch, weil es aus der Sicht einer anderen Person geschrieben ist und man nicht genau weiß, wer grade am Ruder sitzt. In meines vorstellung ist Venice am Anfang Venice und nach dem Scheitern ihrer Spionagenummer übernimmt Ben die Kontrolle. Und dass sie sich so auffällig freundlich gibt, liegt daran, dass Ben in Quinn eine nützliche Verbündete in der Arena sieht und mit dem Plan, später Nutzen aus ihr ziehen zu können, im Hinterkopf einen auf lieb und nett macht. Aber ich denke, an dieser Stelle ist jede Menge Raum für Interpretationen, denn vielleicht war es ja auch ganz anders.
Die Brautkleididee ist in diesem Kapitel tatsächlich ein bisschen kurz gekommen, was hauptsächlich daran liegt,dass ich sie verschoben habe. Wohin dürfte nicht schwer zu erraten sein, denn das Outfit spielt ja außerhalb der Parade nur noch an einer Stelle eine entscheidende Rolle. Dennoch habe ich die Kostüme relativ schlicht gehalten (was für Kapitolmaßstäbe ja immernoch der Super-Gau an Kitsch ist). Die Distrikte 1 und 4 sind dabei recht gut weggekommen, anders als Kittä und Lex. Die Mischung aus Kampfjet und Kugelfisch ist einfach zu lustig, um sie den lesern vorzuenthalten,um ehrlich zu sein war das der Hauptgrund, warum die beiden und kein anderer Distrikt für die Beschreibung durch Quinn auserwählt wurden.
Und auch den anderen Distrikt habe ich bewusst ausgewählt, nämlich weil mich wegen der gesichts- und charakterlosen Raven immer noch ein schlechtes Gewissen gequält hat. Jetzt hat sie ein Gesicht und ehrlich gesagt gehört sie jetzt auch irgendwie zu meinen Lieblings-Nebencharakteren. Leider werden wir wohl nicht mehr allzu viel über sie erfahren, denn eigene Sichten hat sie ja nicht.Aber vielleicht landet sie ja irgendwie in einem Bündnis mit einem Hauptcharakter und wir dürfen uns noch länger an ihrer Geschwätzigkeit erfreuen :D

Zur Location: Nun ja, die Halle mutet ja tatsächlich nicht wirklich schick an, obwohl man sich dabei alle Mühe gegeben hat. Na gut, vielleicht nicht alle, aber doch zumindest ein bisschen. Stattdessen wirkt sie ziemlich schäbig. Das das an den Pferden liegen könnte, darauf bin ich noch gar nicht gekommen, aber kann schon sein, dass die einen Ausschlag geben. Es sei dir allerdings versichert, dass es sich bei den Pferden um die edelsten Kutschpferde Panems handelt (wo kommen die überhaupt her, aus Distrikt 10?) und auch in Kutschen und Ausrüstung wurde jede Menge Geld gesteckt. Ist schließlich ein Jubeljubiläum, da muss alles makellos sein.
und dann geht die Parade auch schon los, in meiner Vorstellung handelt es sich dabei tatsächlich um eine Reizüberflutung, wie sie im Buche steht und ich glaube, dass selbst Tribute, die sehr von sich überzeugt sind, davon überwältigt sind. Wie zum Beispiel Quinn. Und wenn Quinn schon das Lächeln aus dem Gesicht kippt, ist Lex vermutlich längst komplett aus ihrem Wagen gekippt. Wäre zumindest eine lustige Vorstellung, ist das schonmal bei einer Parade passiert?

Ich freue mich jetzt riesig auf die Trainingskapitel und werde mich da auch baldmöglichst ranmachen. Sobald ich meine Reviewschulden beglichen habe und die nächste Folge HTGAWM geschaut habe, damit ich weiß, was da so bahnbrechendes passiert ist :D
Bis dahin alles Liebe,
Sienna
02.10.2017 | 15:43 Uhr
zu Kapitel 17
Hallöchen!
Es ist mir wirklich peinlich, wie lange ich mich nicht gemeldet habe!
Und das alles nur wegen dem neuen Schuljahr:|
Mensch da kam ich einfach nicht dazu online zu gehen. Aber jetzt bin ich wieder da um fleißig weiter zu lesen.
Passend zum Kapitel über meinen Tribut.
Mensch Quinn scheint ja wirklich genervt von Chiara zu sein.
Ich meine bei ihrer falschen Art kann ich das verstehen, aber Quinn's Gedanken dazu waren wirklich köstlich.
Immer darauf bedacht bloß nicht zu nett aber auch nicht zu unhöflich zu sein.
Man möchte ja schließlich keinen Kandidaten für einen Verbündeten vergraulen.
Auch wenn diejenige noch so nervig ist!
Das Quinn mal wieder sich selbst für das intelligenteste und überlegenste Wesen des Planeten gehalten hat, ist ja typisch für sie. Sie hatte wieder alles von vornherein geplant und wehe die Pferde versauen ihr Kleid, dass passt schließlich nicht in Quinn's Plan.
Dann wäre da natürlich noch das Treffen mit den Tributen aus vier.
Als Kandidaten für karriesros muss Quinn natürlich acht auf sie geben.
Und sie scheint ja auch schon sehr am überlegen zu sein, wen sie von den beiden denn trauen kann.
Hofften setzt sie ihr Vertrauen nicht in die falsche Person.
Das könnte echt böse für sie ausgehen, auch wenn ich eher davon ausgehe, dass sie niemandem vertraut.
Das Ewon wieder erwähnt wurde freut mich wirklich riesig!
Ich bin nämlich echt Fan von der Art, wie du ihn verkörperst.
Also immer her mit kleinen Anspielungen auf ihn;)
Das wars jetzt erstmal wieder von mir, sorry das es so kurz ist.
Alles Liebe!
Deine dreamissy

Antwort von MissSienna am 02.10.2017 | 17:19:33 Uhr
Hallo liebe dreammissy,
Schön, dass du noch da bist und pünktlich zu Quinns Sicht Zeit zum lesen hast!

Quinn ist wirklich einfach nur noch genervt von Ciara, was zum Einen daran liegt, dass Ciaras Art wirklich ein wenig anstrengend ist, zum Anderen daran, dass Quinn ja grundsätzlich erstmal auf jeden Menschen -mit Ausnahme von sich selbst und Ewon vielleicht- herabblickt. Das Gleiche gilt ja mehr oder weniger für alle anderen Tribute, niemand ist ihr so wirklich gut genug. Ciara ist zu blöd, Lyara zu unsicher, Venice zu unberechenbar und alle, die nicht aus den Karrieredistrikten kommen sind sowieso schon unten durch bei ihr. Ihre teilweise wirklich fiesen und sehr berechnenden Kommentare zu schreiben hat mir einen Heidenspaß gemacht, auch wenn sie nicht so blöd ist, sich durch eine unbedachte Äußerung Feinde zu machen, sondern diese lieber für sich behält.
Vordergründig ist sie stattdessen relativ höflich, durch ihren sarkastischen Humor ist sie in den Augen einiger Tribute wahrscheinlich auch irgendwie lustig.
Tatsächliches Vertrauen setzt sie bislang aber in keinen der möglichen Verbündeten, viel zu riskant.
Ewon musste ich einfach nochmal erwähnen, eben auch, um Quinns andere Seite zu zeigen. Dass sie eben nicht nur arrogant und intrigant ist, sondern auch menschlich. Sie ist selbst jetzt, wo sie weit weg von ihm ist, immer noch abhängig von ihm. Daher wird er vermutlich auch im weiteren Verlauf hier und da Erwähnung finden :)

Alles Liebe,
Sienna
27.09.2017 | 18:26 Uhr
zu Kapitel 16
Hey,

so jetzt kommt erst mal eine Entschuldigung. Sorry, dass die Review erst so spät kommt, aber es kam so viel dazwischen. Das WE verbrachte ich im Delirium genauso wie einen Großteil der vergangenen Woche. Ich hatte eine doofe Erkältung und war weder in der Lage für eine Review, noch wollte ich dir so etwas antun. Daher kommt sie jetzt, wo ich mich wieder besser fühle und ich vor allen Dingen plötzlich sehr viel Freizeit habe.

Das Kapitel fand ich sehr gut, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass du dich sehr in der Beschreibung der Seifenblase verrannt hast und dich da auch sehr ausgetobt hast. Davon abgesehen habe ich noch immer meine lieben Probleme mit Lyn. Ich kann es einfach nicht fassen, dennoch mag ich sie nicht. Ihre Geschichte wurde in diesem Kapitel sehr viel mehr beschrieben und ich finde, dass man sie dadurch natürlich versteht. Lustig fand ich die Stelle mit dem Kanal: "Der Fluss, der sich, in einem Betonkanal gezwängt, durch den Distrikt zog, war so von Giftmüll und Abfallprodukten der Kraftwerke versetzt, dass das Wasser einem im besten Fall nur die Haare vom Kopf geätzt hätte, im schlechtesten Fall den gesamten Kopf mit dazu. " Das war einer der Sätze die mich echt zum lachen gebracht haben und die ich echt gut zur Beschreibung ihrer Umstände passten.
Noch lustiger fand ich jedoch, wie sich das Vorbereitungsteam verhält. Sie sehen in ihr nicht einmal eine Person, die Gefühle wie sie selber haben kann, sondern in einer verqueren Art und Weise eine Art Sprungbrett. Immerhin sind sie nun aus ihrem Achtzimmer Appartment in die Innenstadt gekommen. Die armen kleinen Häschen.^^
Ich wünschte echt, dass ich ihre Probleme hätte. Und ich glaube sogar, dass Lyn mir da zustimmen würde. Denn auch sie würde wahrscheinlich lieber in so einem Appartment hausen, als jetzt in die Spiele zu ziehen.
Das mit den Sternzeichen wusste ich gar nicht. Stimmt das alles so? Das würde erklären, warum ich als Waage ständig mit meiner Schwester streite (Steinbock). Oder etwa nicht??^^
So, da ich jetzt nicht mehr weiß, was ich von mir geben soll, beende ich jetzt das Review. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Kapitel, bei dem die Tribute sich ja das erste Mal wirklich treffen. Ich bin gespannt.

LG Krissi

Antwort von MissSienna am 02.10.2017 | 11:20:24 Uhr
Jetzt kommt erstmal eine Entschuldigung von mir: Ich habe dein Review direkt am Mittwoch gelesen und mir fest vergenommen, dir baldmöglichst zu antworten.Um es dann völlig zu vergessen, bis mir eben wieder einfiel "Da war ja noch was...".
Nun ja, Schande über mich, aber jetzt kommt die Antwort ja.
Es scheint übrigens, dass du mich mit deiner Erkältung angesteckt hast, denn mir geht es grade ähnlich.
Aber das soll mich jetzt selbstverständlich nicht vom Reviewbeantworten abhalten.

Zum Kapitel: ja, im Nachhinein merke ich durchaus auch, dass die Seifenblasensequenz dezent eskaliert ist. Steht jetzt ganz oben, auf meiner Merk.Liste für neue Kapitel: Nicht mehr als zwei Sätze zu unwichtigen Details :D
Ich hab Lyn auch total gern, und zwar gerade weil ich ihre Vorgeschichte einfach liebe. Deswegen habe ich die auch noch mal so stark beleuchtet, weil ich das Gefühl hatte, dass sie in ihrem Erntekapitel zu kurz gekommen ist. Freut mich, dass dir der Satz gefallen hat, denn er gehört auch zu meinen Lieblingen in diesem Kapitel. Da weiß man irgendwie nicht so recht, ob man das jetzt lustig oder traurig finden soll.

Ihr Vorbereitungsteam- tja, was soll man sagen, sie sind halt Kapitoler durch und durch. Total karrierefixiert, auf Äußerlichkeiten fixiert und an manchen Stellen regelrecht gemein, und trotzdem noch dämlich genug, dass man sie einfach nicht wirklich hassen kann. Ich bin übrigens auch kein krasser Experte für Sternzeichen (und ich bin Esoterik gegenüber allgemein eher skeptisch). Alles, was in diesem Kapiteldarüber steht, habe ich mir von diversen Inernetseiten zusammengeklaubt, es ist schwer zu glauben, wie viel Content es darüber gibt.

Das nächste Kapitel steht bereits in den Startlöchern, du musst dich also nicht mehr lange geldulden!
Bis dahin alles Liebe,
Sienna
22.09.2017 | 15:02 Uhr
zu Kapitel 16
Hallo!

Da ich mich soeben entschieden habe, mir heute vom Schreiben eine Pause zu gönnen, weil ich meinem Formulierungszentrum in den letzten Tagen einiges abverlangt habe, allerdings auch nicht untätig herumsitzen möchte, folgt hier nun das noch ausstehende Review zu deinem Vorbereitungskapitel. Sogar das erste, wie mir scheint.
Bevor ich hier nun allerdings weiter um der/die/das heiße Pomfe herumrede, - ein Ausdruck, den es meines Wissens immer noch nicht gibt, also wirst du ihn wohl erfinden müssen - fangen wir doch lieber einmal an. Ich habe heute nämlich auch noch andere Dinge auf meiner To-do-Liste zu stehen.

Bevor ich allerdings mit Rosalyn und dem eigentlichen Kapitel beginne, möchte ich noch ein paar einführende Worte zu dem Kapiteltitel verlieren. Obwohl du deinen kleinen Troll nicht offiziell im Vorwort auflösen konntest, habe ich mich trotzdem sehr darüber gefreut. Allerdings bin ich ebenso gespannt wie ratlos, wie du hirnverbrannte Titel wie "Der Sollbruchstellenverursacher" möglichst logisch und organisch in eine ernst zu nehmende Geschichte einbauen möchtest.


DIE VORBEREITUNG - DIE SEIFENBLASE

ROSALYN

Für dein Vorbereitungsteam hast du offenbar tief in die Wühlkiste der Sternzeichen gegriffen und bei der Gelegenheit gleich den ganzen esoterischen Schwachsinn mit ans Tageslicht gezerrt, der angeblich damit in Verbindung stehen soll. So wie ich Galileo Mystery hast jetzt auch du deine ganz eigenen Esoterikfreaks, die ich im Übrigen unglaublich gut gestaltet finde. Ehrlich, ich mag es, dass sie mit ihrem Äußeren die Sternzeichen symbolisieren und scheinbar auch die ihnen prophezeiten Eigenschaften, so wie das ganze Drumherum auswendig gelernt haben, um damit jetzt um sich zu schmeißen. Sie identifizieren sich völlig durch ihre Sternzeichen und handeln so, wie das Klischee es besagt. Nette Idee, gefällt mir.
Wenn alle Menschen in deinem Kapitol so ticken, kann man verstehen, warum Rosalyn mit den Leuten dort bislang noch nicht so viel anfangen kann.
Wenn man sich mal zu Gemüte führt, wie uneinig sich die drei sind, obwohl oder gerade weil sie Geschwister sind, kann ich mir gut vorstellen, wie chaotisch es zugegangen sein muss, als sie noch zusammen gewohnt haben, auf "engsten" Raum zusammengepfercht und fernab von allen großen Events und Veranstaltungen. Ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass das, was sie als elendiges Leben am Rande der Gesellschaft bezeichnen, mein Lebensziel ist. Auf dem Fernseher hängen, in einer schönen großen Wohnung, ohne sich irgendwie genötigt zu fühlen, auf irgendwelche Partys zu gehen. Und auf die Meeresfrüchte kann ich im Übrigen auch gut verzichten. Trotzdem habe ich mich köstlich über ihre Beschwerden amüsiert, die in so einem lebhaften, leicht exzentrischen Stil geschrieben sind, dass ich mir ein breites, belustigtes Grinsen echt nicht verkneifen konnte. Vor allem im Kontrast zu Rosalyns Alltag wirkt ihr Gemecker noch viel lächerlicher.
Die Behausungen, der Zusammenhalt, die Mülltonnen, die Diebstähle, die Konkurrenz mit den Swifts. All das wirkt vor meinem Inneren Auge so widerlich lebendig, dass ich mich am liebsten vor Ekel schütteln möchte. So sollte kein Mensch leben müssen, auch wenn du das Ganze natürlich absolut genial beschrieben hast. Ehrlich, dein Stil macht mich immer wieder neidisch.
Klar, dass Hygiene in so einer Lebenslage fürs Erste eher zweitrangig ist. Wirklich viele Möglichkeiten, um sich zu waschen, hatten die vier ja sowieso nicht. Entweder sie schleichen sich in fremde Häuser und waschen sich dort, jederzeit Gefahr laufend, entdeckt zu werden, sie steigen des Nachts in den Distriktbrunnen, was in unserer Welt etwa einem Bad im römischen Trevibrunnen gleichkäme und deshalb folglich hochgradig illegal ist oder sie riskieren ihr Leben in diesem Kanal, womit wir auch gleich bei meiner Lieblingsformulierung in diesem Kapitel wären:
"Der Fluss, der sich, in einem Betonkanal gezwängt, durch den Distrikt zog, war so von Giftmüll und Abfallprodukten der Kraftwerke versetzt, dass das Wasser einem im besten Fall nur die Haare vom Kopf geätzt hätte, im schlechtesten Fall den gesamten Kopf mit dazu."
Nein, danke, da sind mir die Flöhe dann doch lieber.
Ich freue mich übrigens, dass du meinen Rat zu Herzen genommen und (Sorry, ich kann den Namen nicht unvoreingenommen betrachten - Prinzessin) Zelda, - die in meiner Vorstellung irgendwie ein bisschen pummelig ist, was an diesem Nachnamen liegt und den Assoziationen, die ich durch ihn bekomme - eine Vergangenheit und einen Charakter gegeben hast, die so ziemlich das exakte Gegenteil von Rosalyns Realität ist. Ein Bündnis zwischen den beiden hätte nur ins Auge gehen können. Außerdem bin ich mir sicher, dass du für Rosalyn sowieso schon andere Bündnispläne hast.
Damit zu guter Letzt zum Herzstück des Kapitels: Die Seifenblase und sein Sidekick, die Gesichtsmaske, die irgendwie die gefühlt die Hälfte des Kapitels eingeben und daran schuld sind, dass ich zu diesem Kapitel irgendwie kaum etwas zu sagen habe. Ich habe mein Kritik dazu ja bereits geäußert. Trotzdem sehr beeindruckend, dass du dich so ausführlich mit so abwechslungsreichen Worten über Schaumbäder und braunen Matsch im Gesicht unterhalten kannst.


Dieses Kapitel war irgendwie das Kapitel der beeindruckenden Formulierungen. Obwohl irgendwie nichts Spannendes passiert ist, dass ich großartig kommentieren möchte, fand ich es trotzdem nicht langweilig zu lesen, was an deinem wunderschönen Schreibstil lag. War mal was anderes, aber nicht im negativen Sinne!

Wir lesen uns,
Katia!

Antwort von MissSienna am 22.09.2017 | 22:28:20 Uhr
Heureka, ein Review!
Ich hatte schon befürchtet, dass dieses Kapitel komplett rückmeldungslos bleiben könnte, was ziemlich traurig gewesen wäre, aber jetzt freue ich mich umso mehr, dass sich doch jemand erbarmt hat :D

Die Sache mit der Pomfe (*die, Substantiv, feminin) lässt mir übrigens keine Ruhe, denn bis meine Rechtschreibprüfung mir das unterkringelt hat, war ich felsenfest davon überzeugt, dass das ein geläufiger Begriff ist. Mittlerweile bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es ein schwäbischer Begriff ist, den du ihm hohen Norden selbstverständlich nicht kennen kannst.

Nun aber zum Kapitel!
Das Vorbereitungsteam war so ziemlich das erste, was von diesem Kapitel stand.Und ehrlich gesagt habe ich mich dabei tatsächlich ein wenig von Galileo inspirieren lassen, einfach weil ich ihn so witzig fand. Um das zu vertuschen, habe ich die drei eher zu Astrologierfreaks und weniger zu Wahrsager-Versagern gemacht. Und das hat erstaunlich gut geklappt, du glaubst gar nicht, wie viele Internetseiten es zu diesem Thema gibt! Scorpio, Aries und Libra nehmen den ganzen Astroquatsch also seeehr ernst und definieren sich eigentlich nur dadurch, aufgrund ihrer verschiedenen Sternzeichen können sie sich auch schon rein aus Prinzip nie einig sein. Sie sind die ganze Zeit nur am rumdiskutieren und weigern sich, Kompromisse einzugehen oder einfach nachzugeben.
Worin sie sich allerdings einig sind, ist ihre sehr sehr harte Vergangenheit. Restaurants ohne Meeresfrüchte, das ist natürlich sehr graumsam. Ich wäre mit so einem Leben auch super zufrieden, aber für die drei waren es einfach unhaltbare Zustände.
Ich habe ihr Gejammer extra so deutlich eingebracht, weil ich den Kontrast zu Lyns Leben, das ja wirklich hart ist, so lustig fand. Beim Beschreiben ihrer Lebensumstände hatte ich einen Heidenspaß und es freut mich riesig, dass es dir auch so gut gefallen hat! Und dass du neidisch auf meinen Stil bist, kommt ja einem Ritterschlag gleich :)

Dass ich den entsprechenden Nebencharakter, in diesem Fall Zelda, dieses Mal etwas genauer beleuchten werde, stand eigentlich noch vor dem Vorbereitungsteam fest, denn dein Rat hat mich wirklich ein bisschen aufgerüttelt. Diese menschen existieren ja nicht einfach nur inhaltslos vor sich hin, sondern haben auch einen Charakter, ein Aussehen, eine Vorgeschichte... Ich stelle mir Zelda auch ein bisschen kräftiher vor, mit einem dafür recht hageren, ernsthaften Gesicht. Zelda und Lyn können mit dem jeweils anderen aufgrund ihrer so unterschiedlichen Vergangenheiten nicht viel anfangen, weshalb ein Bündnis zwischen den beiden von vornerein ausgeschlossen war. Und du hast recht, Lyn brauche ich an anderer Stelle noch.

Und nun noch zur Seifenblase. ich hatte ehrlich gesagt erwartet, dass dein Review zu diesem Kapitel kritiklastiger ausfallen würde, eben auf Grund dieser Seifenblasenproblematik. Vielleicht bin ich da wirklich ein bisschen eskaliert. Ich war irgendwie so im Flow und dann ist der Schaumbad-Gesichtsmasken-Teil irgendwie länger geraten, als ich wollte. Außerdem hatte ich irgendwie das Gefühl, den Titel rechtfertigen zu müssen.
Nun ja, ich werde mich bemühen, mich nächstes Mal ein wenig zu bremsen :D

Cool, dass dieses Kapitel für dich das Kapitel der beeindruckenden Fromulierungen ist, über so ein Lob freut man sich immer! Dann werde ich die nächsten tage fleißig weiterformulieren, in der Hoffnung, dass das nächste Kapitel ebenso gut wird!
Bis dahin alles Liebe,
Sienna

PS: Wie ich das mit "Der Sollbruchstellenverursacher machen soll, weiß ich zugegebenermaßen auch noch nicht. Aber abwarten, vielleicht wird ja jemand in der Arena mit einem Sollbruchstellenverursacher erschlagen xD
20.09.2017 | 21:06 Uhr
zu Kapitel 14
Nun, es kommt immer anders als man denkt. Auch mein Plan das Review noch an dem Abend zu schreiben, sofort die anderen Kapitel zu lese, oder meine MMFF weiter zu schreiben hat sich in Luft aufgelöst. Besser gesagt in dem Vorhaben das Abitur abzulegen.

So, jetzt habe ich Zeit gefunden und antworte; endlich:

Die Ratte:
Ich finde zu aller erst den Titel unschlagbar! Gute Idee, die Kapitelüberschriften anders zu gestalten.
Dann zu Ben und Venice (ich hoffe ich schreibe den Namen richtig), eine meiner liebsten Charakter. Ich finde die Idee, die dahinter steckt, ist einfach super. Noch nie hatte ich einen Charakter mit so einem "special". Wie sie ihren Betreuer und Mentor in den Wahnsinn treibt, wie sich Ben dazu äußert.
Das Kapitel ist gut gelungen, ich freue mich schon auf weitere spitze Bemerkungen und Ausbrüche der Zwei, weil sie die MMFF einfach zu dem besonderen machen, das sie ist!

Dann Lyara, sie hat es aber auch nicht leicht... Ich habe das Gefühl, dass sie nicht richtig bei der Sache ist. Irgendwie möchte sie gerne Karriera sein, im gleichen Atemzug aber auch nicht. Sie ist mir noch sehr unergründlich unf bin gespannt, wie sie sich noch entwickelt.

Ich hoffe, du bist nicht enttäuscht, dass es dieses Mal sehr knapp ist. :-)
Die nächsten werden länger!
Ganz viele Grüße, Nimde

Antwort von MissSienna am 21.09.2017 | 10:04:10 Uhr
Hallo liebe Ninde,

Schön, mal wieder von dir zu hören, ich freue mich immer, wenn ein Leser, den ich schon fast verloren geglaubt habe, plötzlich wieder auftaucht!
Und mach dir keine Gedanken, das echte Leben und insbesondere Schule, Ausbildung, Studium und so, gehen eben einfach vor, geht mir ja auch manchmal so.

Mittlerweile bin ich auch echt froh, dass ich die Kapiteltitel geändert habe, so ist es immer ein bisschen eine Überraschung, von wem das Kapitel ist.
Diesen Überraschungseffekt werde ich in der Arena bestimmt noch verstärkt nutzen.

Zu Venice (und damit auch zu Ben): Ich liebe die beiden auch und konnte mir bildlich vorstellen, wie Venice in ihrem Bettlaken und in Selbstgespräche vertieft durch den Gang schleicht und durch ihre Verbarrikadierung ausversehen alle in den Wahnsinn treibt.
Lyara will tatsächlich unbedingt die starke Karriera sein, die alle von ihre erwarten, aber ihre Selbstzweifel stehen ihr dabei regelmäßig im Weg. Dadurch wirkt sie irgendwie unentschlossen und launenhaft. Bei ihr ist in der Arena so zielich alles offen, sie könnte sich in jede erdenkliche Richtung entwickeln, was auchirgendwie spannend ist.

Ich bin überhaupt nicht enttäuscht, ich ziehe ein kurzes, aber prägnantes Review immer gar keinem Review vor! Also mach dir kein Stress :)
Alles Liebe,
Sienna
13.09.2017 | 18:48 Uhr
zu Kapitel 15
Hallo (:
Erstmal tut es mir leid, dass das Review etwas später kommt, ich war relativ lange nicht mehr auf dieser Seite, aber als ich gesehen hatte, dass das Kapitel über Ivy war, habe ich mich natürlich gefreut (:
Die Überschrift hast du sehr passend gewählt. Du hast Ivys Vorgeschichte geschickt eingeflochten und ihre Erinnerungen daran gut eingebracht.
Dann zum Rest der Geschichte: Wie immer hast du sie wunderschön geschrieben, dein Schreibstil ist einfach toll und lässt sich gut lesen. Von der Handlung her ist nicht soo viel passiert, dafür gabs umso mehr Hintergrundwissen. Wie auch im letzten Kapitel hast du Ivy gut dargestellt, aber ich fand sie war jetzt ein klein bisschen zu ängstlich und panisch. Trotzdem tolles Kapitel (:.
Nox ist ein wirklich interessanter Charakter und ich bin gespannt, was er sonst noch zu bieten hat. Ich denke, dass das Taschentuch noch Konsequenzen haben wird - nur hoffe ich, sie werden meiner Ivy nicht allzu großen Ärger bereiten :´)
Ivy hat ja einen Plan - ich bin gespannt wie und wann du das durchsetzen wird. Ich freue ich schon auf die nächsten Kapitel (:
Lg Julia

PS: Ich habe gerade ziemliche Schuldgefühle, da meine Reviews unglaublich kurz sind, obwohl dies sogar mein eigener Charakter ist. Es tut mir Leid, aber ich kann einfach nicht so lange und ausführliche Reviews schreiben wie einige meiner Vorgänger. Verzeih miiiir :´)

Antwort von MissSienna am 14.09.2017 | 10:04:33 Uhr
Bonjour liebe Catnipp,
Du brauchst dir gar keine Gedanken machen, dass das Review erst jetzt kommt oder dass es etwas kürzer ausgefallen ist,
im Gegenteil, freut mich, dass du noch da bist und die Geschichte weiter verfolgst! Ich erwarte ja auch nicht von jedem, dass er zu jedem Kapitel ein dreiseitiges Review hinterlässt, ich weiß ja selbst, wie viel Zeit das kostet.
Die Überschrift stand eigentlich,sobald ich wusste, dass ich in dem Kapitel ein bisschen mehr auf Ivys Vorgeschichte eingehen will, denn die ist ja ziemlich zentral, um ihren Charakter zu verstehen. Mir ist selbst aufgefallen, dass sie dieses Mal ziemlich ängstlich geworden ist, allerdings habe ich - man höre und staune- mir tatsächlich was dabei gedacht. Ich habe in dieser MMFF nämlich massenhaft sehr taffe, selbstbewusste und mutige Charaktere dabei, dass Ivy sich durch dieses Ängstliche ein wenig von der Menge abhebt. Und ein bisschen Wiedererkennungswert schadet ja nie.
Nathanael Nox mag ich auch sehr gern und es wird bestimmt nicht das letzte Mal sein, dass er vorkommt. Und es wird auch nicht das letzte Mal sein, dass das Taschentuch vorkommt, damit habe ich versucht, die Ideen, die du für Ivy hast und die Ideen, die ich für Nox habe, zu verbinden. Bis jetzt funktioniert es erstaunlich gut, ich hoffe, das bleibt so. Ivys Plan wird erstmal noch in ihrem Kopf heranreifen, bis der richtige Augenblick gekommen ist :)
Bis dahin alles Liebe,
Sienna
10.09.2017 | 20:01 Uhr
zu Kapitel 15
Hallo!

Na? Bestimmt hättest du nicht mehr damit gerechnet, dass von mir in naher Zukunft noch ein Review kommt, nachdem ich eben erst gesagt habe, dass ich dazu absolut keine Zeit habe. Aber dann habe ich noch mal nachgedacht. Denn eigentlich habe ich die Zeit ja schon, nur wollte ich die eigentlich dazu verwenden, deine Reviews an mich zu beantworten. Und dann habe ich mich gefragt, worüber ich mich mehr freuen würde, ein Review zu meiner Geschichte oder eine Antwort auf mein Review und da fiel mir die Entscheidung eigentlich ganz leicht.
Ich hoffe, meine persönliche Präferenz trifft auch auf dich zu. Wenn nicht, dann hast du hier zumindest ein Review, viel Spaß damit!

Hier haben wir also das dritte der wahrscheinlich zwölf Kapitolkapitel und wir befinden uns immer noch im Zug, den ich persönlich als eher unwichtig erachte. Ich für meinen Teil hätte bei dem System vermutlich eher eine Trainingssicht mehr geschrieben und es dafür bei einer Zugfahrtsicht belassen. Aber du wirst dir wohl schon was dabei gedacht haben.


DIE ZUGFAHRT - DIE ERDBEERE

IVY

Beim Kapiteltitel im Zusammenhang mit Ivys Namen kam bei mir eine vage Erinnerung hoch. War es nicht so, dass sie irgendetwas, eine Erdbeere, geklaut hatte und deswegen ausgepeitscht wurde? Tja, in diesem Kapitel erhielt ich die Antwort, dass das, woran ich mich noch grob erinnert habe, gar nicht mal so daneben war. Trotzdem muss ich zugeben, dass mir von Ivy eigentlich nicht viel im Gedächtnis geblieben ist. Was nicht heißen soll, dass ich mich an ihre Ernte nicht mehr erinnere, denn das tue ich erstaunlich gut. Ich erinnere mich an ihre zwei älteren Brüder und dass sie sich irgendwas im Fernsehen angesehen haben. Ivys Charakter ist dafür in meinen Erinnerungen erstaunlich blass geblieben. Das ging sogar so weit, dass ich in meinem eigenen Review nachschauen musste, was für eine Meinung ich gleich zu ihr hatte. Das ist jetzt echt peinlich. Aber scheinbar war sie einfach nur ein ruhiges, stilles Mädchen, das ich auf den ersten Blick recht gern hatte.
Muss ich dir eigentlich noch zu diesem grandiosen Einstieg gratulieren? Mittlerweile bin ich von dir nämlich gar nichts anderes mehr gewöhnt. Ich liebe es, wie du metaphorische, detaillierte Sprache mit Anekdoten aus den Distrikten kombinierst, die ich ja eigentlich immer recht gerne lese. Besonders gefällt mir der Begriff "Blut" als Symbol für Erdbeersaft. Das erscheint auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen makaber, passt aber eigentlich wie die Faust aufs Auge. Denn Erdbeersaft ist in Distrikt 11 eng mit Blut verknüpft. Fließt das eine, fließt das andere.
Die einzige Sache, die ich an dieser Stelle leider kritisieren musst, ist die Tatsache, dass es mir vor lauter bildhafter und abstrakter Sprache sehr schwer fiel, den eigentlich Kern der Erzählung herauszufiltern. Dass die Friedenswächter die Hände der Feldarbeiter auf Erdbeersaft kontrollieren, um festzustellen, ob sie genascht oder irgendwelche Früchte beschädigt haben, weil das Kapitol in seinem Perfektionsdrang natürlich nur perfekte, vollkommene Früchte haben will.
„Schweigen ist Silber, Reden ist dumm“ - eine schöne Redensart, die ich so in dieser Form noch nie gehört habe, die aber hervorragend auf alle Distrikte zutrifft. Wer sich unsichtbar macht, artig nickt und vor den Befehlen der Friedenswächter kuscht, hat nichts zu befürchten. Wer sich allerdings auflehnt und widerspricht, lebt gefährlich und damit dumm. Oder sollte ich eher mutig sagen? Manchmal sind diese Eigenschaft nicht sehr weit voneinander entfernt.
Dann spannst du den Bogen zu Ivys eigener Tragödie, die ja in der Ernte bislang nur angerissen wurde. Die Details hast du dir für diesen Moment aufgespart. Etwas, was ich in meiner Geschichte eher weniger machen kann, weil ich alle Informationen schon in den Erntekapiteln verpulvert habe. Andererseits habe ich in meiner Geschichte sowieso keinen Platz für großartige Enthüllungen im Bezug auf die Hintergrundgeschichten der einzelnen Tribute. Mit ein paar wenigen Ausnahmen und ein dir sehr wohlbekannter Tribut zählt definitiv dazu.
Übrigens muss ich dich zu deinen Rückblenden beglückwünschen. Die fügen sich auch später bei der Sache mit dem Schritttempo nahtlos in den Text ein, wirken nicht irgendwie gezwungen, sondern ganz natürlich. Das hast du wirklich beneidenswert gut hinbekommen. Es ist ganz offensichtlich, wie traumatisiert Ivy von den damaligen Ereignissen ist. Wie sehr eine einzelne Verzweiflungstat sie verändert hat und wie präsent diese schreckliche Episode ihres Lebens noch immer in ihrem Schädel ist, ich meine, sie erinnert sich ja sogar an den Zigarettenqualm.
Da fällt erst wirklich auf, wie jung sie eigentlich noch ist. Erst vierzehn und so verhält sie sich auch. Trotzdem muss ich ehrlich gestehen, dass ich erschreckend viele Parallelen zu einem bestimmten Charakter entdecke, über den wir uns heute bereits ausführlich ausgetauscht haben. Und das will mir gar nicht schmecken.
Ivy geht an die ganze Hungerspielsache jedenfalls definitiv falsch heran. Klar, Albträume oder Ähnliches dürften nach diesen Erntezusammenfassungen absolut nicht zu vermeiden sein, aber dass sie sich auch vor dem Essen drückt, ist hundertprozentig falsch. Sie braucht den Schlaf und sie braucht die Kalorien, um zu überleben. Und all das kann sie sich eben nur im Kapitol zulegen. Sie legt also von vornherein einen schlechten Start hin und verbaut sich sämtliche Überlebenschancen. Vor allem ihre Verdrängungstaktik finde ich fürchterlich. Das, was ihre Mentorin da sagt, klingt für mich durchaus plausibel und Ivy sollte sich zumindest Teile davon wirklich zu Herzen nehmen, wenn sie überleben will. So rechne ich ihr jedenfalls keine hohen Chancen zu und bei mir macht sie sich mit diesem Verhalten auch nicht gerade beliebt. Sie ist mir insgesamt einfach viel zu ängstlich.
An dieser Stelle noch mal ein kurzer Kritikpunkt: Ich finde es irgendwie schade, dass die Füllhornopfer so dermaßen im Hintergrund bleiben. Klar, das ist Ansichtssache und du hast sie ja auch erschaffen, um irrelevant zu sein und früh zu sterben, andererseits sind es meinen Augen irgendwie immer noch Menschen. Menschen, denen man durchaus ein paar Details einverleiben könnte, so wie du das so gerne tust. Dass sie zu Hause Geschwister haben, dass sie ihren Hund vermissen, dass sie ständig verquollene Augen haben. Solche Sachen, die einem den Abschied irgendwie erschweren, wenn du verstehst was ich meine. Von Raven erfährt man ja leider nur, dass sie geschwätzig ist, was ich irgendwie schade finde.
Aber um mehr über sie einzubringen, bleibt Ivy ja eh nicht lang genug in diesem Raum. Ihre Angst treibt sie nach draußen und schon meldet sich ihr empfindlicher Magen zu Wort. Ich habe eine Seminararbeit über Körpersprache geschrieben. Da habe ich gelernt, dass das Übergeben eine Methode einer der drei großen Verteidigungstaktiken unseres Körpers ist. Starre, Flucht und Kampf. Das Übergeben fällt in die Kategorie Flucht und tritt dann ein, wenn der Körper der Meinung ist, keine Zeit oder Energie für die Verdauung zu haben und lieber alle Kraft in die Flucht stecken möchte. Also ist dieser Impuls sehr realistisch, obwohl der Gedanke an sich eigentlich Unsinn ist. Im Zug gibt es schließlich noch nichts, wovor man fliehen müsste. Ivy macht sich einfach zu sehr verrückt.
Es wundert mich, dass sie das Zugfenster überhaupt so weit öffnen kann. Befürchtet das Kapitol nicht, dass sie einfach nach draußen springt? Waren die Zugfenster im Distrikt auch schon geöffnet? Hätte sie dann nicht einfach herausspringen, sich abrollen und in den umliegenden Wäldern in Sicherheit bringen können. Jetzt mach ich mich wahrscheinlich zu sehr verrückt.
Die Frage ist eher, was hat Nathanael Nox - Obwohl ich die richtige Schreibweise jetzt raushabe, werde ich ihn der Einfachheit halber einfach Nox nennen - in den letzten vierundzwanzig Stunden getrieben? Etwa mit seiner Angebeteten telefoniert? Er wirkt auf mich sehr ordentlich, - Ich erinnere an den Fussel, den er sich vom Arm gezupft hat - höflich, - Schließlich siezt er Ivy, was für einen Betreuer wirklich untypisch ist - aber auch distanziert und mysteriös.
Und dann kommt natürlich die Sache mit dem Taschentuch. Das Taschentuch. Wäre auch ein guter Kapiteltitel gewesen. Vielleicht wäre dir das aber auch zu gespoilert gewesen. Oder du willst dir diesen genialen Titel noch für einen späteren Zeitpunkt aufheben. Denn jetzt scheint dieser kleine, unbedeutende Gegenstand ja doch in Zukunft eine etwas größere Rolle zu spielen. Zu Beginn dachte ich echt, das wäre nur ein nettes Detail und einer Erinnerung an die Beziehung zwischen Nox und Cassia, obgleich mir klar war, wie unüberlegt und riskant es von Nox war, das Taschentuch einfach rauszurücken. Schließlich ist es ein Zeuge für die geheime Liebschaft zwischen den beiden und könnte ihn in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Klar, dass er es da unbedingt zurückhaben möchte, obwohl er das durchaus etwas unauffälliger hätte anstellen können, so tun hätte können, als wäre es ihm vollkommen gleichgültig, sodass Ivy gar nicht merkt, dass damit etwas nicht stimmt. Zum Glück habe ich sie vom Charakter her nicht erpresserisch eingeschätzt. Sie würde aus Verzweiflung kein Leben zerstören, um ihr eigenes zu retten, was ihr durch dieses Druckmittel wahrscheinlich eh nicht gelingen würde. Tja, scheinbar hab ich mich in ihr getäuscht.
Aber rudern wir doch noch mal ein Stückchen zurück. Und zwar zu Nox' Rat an Ivy, der natürlich stimmt. Es zählt viel mehr, dass das Publikum unterhalten wird und dass die Spielmacher sie als wichtige Figur empfinden, als dass das Isalies Vorstellungen von Moral und Fairness entsprochen wird. Trotzdem hätte ich Isalie Rue Ellis - nette Anspielung übrigens - trotzdem nicht für so unfähig gehalten. Sie wirkte auf mich ganz schön gefasst, hilfsbereit und organisiert, obwohl ihr Sieg natürlich Zufall war, wie bei allen aus den äußersten Distrikten.
Dass Ivy nicht mit Sponsorengeschenken zu rechnen hat, ist natürlich eine harte Feststellung seitens Nox. Aber gleichzeitig auch fair und ehrlich. Auf Mitleid kann sie nicht hoffen. Mitleid hält einen nicht lange am Leben, Bewunderung tut es und darauf kann Ivy mit ihrem unangebrachten Verhalten bestimmt nicht hoffen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich Nox' Art verdammt in mein Herz geschlossen habe. Umso mehr hasse ich Ivy dafür, dass sie ihm aus egoistischen und aussichtslosen Gründen in den Rücken fallen will, nachdem er sich um sie gesorgt hat und versucht hat, ihr zu helfen. Ob ich sie noch mag, bleibt deshalb fraglich. Ich schätze eher nicht, sie ist mir einfach zu weinerlich.

Und das war auch schon wieder von mir. Das ganze Review hat länger gedauert, als ich erwartet hatte, weshalb ich befürchte, heute keine Reviewantwort mehr schreiben zu können. Aber das macht ja nicht, die Reviews rennen mir ja nicht weg, du mit deinem Wahnsinnsschreibtempo dagegen schon.
War im Übrigen wieder ein sehr wundervolles Kapitel und eines, das wahrscheinlich den Grundstein für einen sehr spannenden und nervenaufreibenden Handlungsstrang legt. Ich bin gespannt!

Wir lesen uns,
Katia!

Antwort von MissSienna am 10.09.2017 | 22:09:37 Uhr
Haha, Überraschung kann ich auch!
Du denkst wahrscheinlich grade, dass ich mich noch hingebungsvoll der Auslautverhärtung im Sauerländer Dialekt widme, dabei beantworte ich bereits dein Review. Du hast ja bereits vorausgesagt, dass ich es nicht bis morgen aushalten werde... und wie man sieht hattest du recht.
Und du hattest gleich nochmal Recht, denn tatsächlich habe ich mich über das Review mehr gefreut als ich mich wahrscheinlich über die Reviewantworten gefreut hätte, du hast also alles richtig gemacht.

Das dieses Kapitel immer noch im Zug spielt liegt nicht etwa daran, dass ich den Zug als so übermäßig wichtig erachte, sondern weil es hier am leichtesten war, die Handlung, die ich für Ivy geplant habe ins Rollen zu bringen und weil sich die Erstellerin ein Gespräch zwischen Ivy und ihrem Betreuer gewünscht hat. Dieses gespräch ist zwar nicht so umfangreich ausgefallen, wie ursprünglich gedacht, aber es ist zumindest vorhanden.

Zu Ivy: Neben Venice und ihren Kollegen von der Auffällige-Charaktere-Fraktion ist es tatsächlich leicht, die ruhige unscheinbare Ivy aus den Augen zu verlieren. Viele haben damals geklagt, dass man in dem Kapitel mehr über ihre Brüder als über sie erfahren hat, deswegen habe ich mir fest vorgenommen, sie in diesem Kapitel etwas genauer zu beleuchten.

Vielen Dank für das Lob zu dem Einstieg, ich habe eine gefühlte Ewigkeit daran rumgetüftelt, weil mir der Einstieg immer so wichtig ist. Ich willimmer,dass er den Leser so ein bisschen in die Geschichte hineinzieht. Macht das Sinn, was ich da erzähle? Wahrscheinlich nicht. Anyways, die Erdbeere war hier ein recht dankenswertes Objekt, denn sie ließ sich metaphorisch ziemlich gut umsetzen. Freut mich auch riesig, dass dir die Formulierung mit dem Blut aufgefallen ist, denn sie zählt zu meinen absoluten Lieblingsformulierungen in diesem Kapitel! Vielleicht ist sie ein wenig makaber, aber nicht halb so schlimm wie der Staub in "Die Libelle"und da es immerhin um die Hungerspiele geht, kann eine Prise makaber sicher nicht schaden. Ich wollte irgendwie eine Überleitung zwischen der Erdbeere am Buffet und den Erdbeerarbeitern in Distrikt 11 und damit Ivys Vergangenheit schaffen, wobei ich mich unter Umständen ein bisschen zu sehr in die Metaphorik reingesteigert habe. Aber glücklicherweise hast du trotzdem sehr gut herausgefiltert, um was es geht. ImAngesicht des Perfektionsdrangs des kapitols und der harten Führung in Distrikt 11 erschien es mir durchaus realistisch,dass dort so penibel nach Erdbeersaft auf den Händen gesucht wird.
Die Redensart „Schweigen ist Silber, Reden ist dumm“ gibt es eigentlich gar nicht, die habe ich erfunden, beziehungsweise von "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" abgeleitet, eben weil sie mir so passend für die Distrikte erschien. Wer keine Probleme will, hält die Klappe, auch wenn vor seinen Augen ein kleines Mädchen in Handschellen zum Pranger gebracht wird, weil sie eine einzige Erdbeere gegessen hat. Ivys Vergangenheit wurde in ihrer Ernte ja nur kurz angerissen,da sie aber ein sehr zentraler Punkt des Steckbriefs war wollte ich sie hier noch mal deutlicher zu Sprache bringen und vielleicht wird sie auch in Ivys kommenden Kapiteln noch einmal thematisiert werden. Denn wie du ganz richtig festgestellt hast, hat sie die Sache ziemlich traumatisiert, ihre Erinnerungen sind ja auch weniger normale Erinnerungen als Flashbacks, die sie plötzlich heimsuchen und während denen sie die Realität nur noch verschwommen wahrnimmt. Vielen Dank für das Lob bezüglich der Rückblenden, bislang waren meine versuche von Rückblenden eher irgendwie abgehackt, sodass ich sie meistens wieder gelöscht habe, aber in diesem Kapitel bin ich irgendwie richtig auf den Geschmack gekommen :D
Ich finde auch, dass Ivy sich wie 14 verhält. Zumindest, wenn man bedenkt, dass sie in Kürze um ihr Leben kämpfen muss, da ist so ein bisschen Angst finde ich realistisch. Einige Paralellen zu dem von dir angesprochenen Charakter gibt es schon, allerdings finde ich Ivy weit weniger deprimierend. Sie hat Angst zu sterben und ist deswegen in Panik, damit hat sie ja immerhin einen grund zu heulen. Außerdem muss ich zugeben, dass sie ein bisschen panischer geraten ist, als im Steckbrief eigentlich vorgesehen war, aber diese Reaktion scheint mir bei ihrem ruhigen, eher ängstlichen Naturell durchaus realistisch.
Dass sie sich die wenigen Chancen, die sie hat, duch ihr Verhalten verspielt ist aber nicht zu leugnen. Die Angst lähmt sie völlig, sie kann mehr schlafen, nicht mehr essen und allein der Gedanke an die Spiele versetzt sie in vollkommene Panik. Irgendwie fühle ich aber auch mit ihr, denn ich gehöre selbst zu den Menschen, die unangenehme Tatsachen eher verdrängen, als ihnen in die Augen zu sehen.
Zu den Füllhornopfern. Hier überkommt mich schlechtes Gewissen, denn jetzt, wo ich so drüber nachdenke, hast du natürlich vollkommen recht. Sie sind auch Menschen und können nicht nur mit einem Wort beschrieben werden. Natürlich wird man über sie nicht so viel erfahren, wie über die Hauptcharaktere,aber ich habe mir grade fest vorgenommen, sie in den kommenden Kapiteln deutlich mehr zu berücksichtigen. Und irgendwie werde ich hoffentlich auch eine Möglichkeit finden, der geschwätzige Raven eine Vergangenheit, einen Charakter und ein Äußeres zu geben.
Ivy schenkt ihr jedenfalls nicht viel Aufmerksamkeit und ist ja dann auch ziemlich schnell wieder weg. Dass ihr Übergeben so realistisch ist habe ich ehrlich gesagt gar nicht gewusst, aber was du sagst klingt sehr plausibel. Denn Ivys Taktik ist natürlich erstmal die Flucht. Und das, obwohl sie dazu keinen Grund hat. zumindest keinen guten. Denn in erster linie flüchtet sie ja vor ihren eigenen Gedanken, vor ihrer lebhaften Fantasie, die ihr vorgaukelt, bereits von Karrieros verfolgt zu sein. Sie ist psychisch bereits ziemlich angegriffen, dazu kommt ihre sowieso schon eher unsichere, ängstliche Art.
Über die Zugfenster habe ich mir ehrlich gesagt auch nicht besonders viele Gedanken gemacht. Schande über mein Haupt. Ich rede mich jetzt einfach damit heraus, dass die Tribute während der zug stand noch unter strenger Bewachung standen und deswegen nicht flüchten konnten. Denn wenn der Zug erstmalin Bewegung ist, blüht einem bei einem Fluchtversuch wahrscheinlich auch der sichere Tod.
und nun zu Nathanael. Gute Nachrichten, du bist nicht die einzige, die sich mit dem Namen schwer tut. Ich schreibe ihn, wie du ja weißt, auch in 50% der Fälle falsch. Trotzdem mag ich ihn total, denn er hat sowas geheimnisvolles, was ja gut zu seinem Träger passt. Was er gemacht hat? Geheim, geheim... Er hat jedenfalls nicht mit cassia telefoniert,denn die hat ihn ja letztes Mal ausdrücklich angewiesen, keinen Kontakt mit ihr aufzunehmen, da sie überwacht wird. Aufgrund seiner sehr distanzierten Art habe ich mich entschieden, dass er die Tribute siezt, auch um so eine Art "Barriere" zwischen ihnen zu schaffen und kein Gefühl von Offenheit aufkommen zu lassen. Ist mir aber schwer gefallen, ich bin dauernd ausversehen ins duzen zurückgefallen.
Als du den Kapiteltitel "Das Taschentuch" erwähnt hast, hast du ziemlich ins Schwarze getroffen, denn das ist tatsächlich einer von zwei späteren Kapiteltiteln, die bereits unverrückbar feststehen. Ich denke, ich brauche jetzt gar nicht anfangen zu leugnen, dass das Taschentuch noch eine wichtige Rolle spielen wird, ich denke, das liegt auf der Hand.Das Taschentuch aus der Hand zu geben war tatsächlich ganz schön unüberlegt und ehrlich gesagt blöd von Nathanael. Denn damit hat er sich jetzt ziemlich erpressbar gemacht. Naheliegend, dass er das Taschentuch zurückwill, blöderweise macht er Ivy durch diese *hust* unauffälligen *hust* Andeutungen erst so richtig auf den Wert des Taschentuchs aufmerksam.
Auch sonst zeigt er sich plötzlich überraschend hilfsbereit, vielleicht auch, weil er sich mit Ivy gutstellen will, um sie davon abzuhalten, ihn durch das Taschentuch in Schwierigkeiten zu bringen. Er gibt ihr offensichtlich gut gemeinte Ratschläge, auch wenn er damit Isalies Fähigkeiten als Mentorin diskreditiert. Sie ist eine wirklich nette Mentorin, die eigentlich ihr bestes gibt, ihren Tributen zu helfen, aber Moral und Respekt anderen Tributen gegenüber sind ihr wirklich ein wenig zu wichtig. Ihr wäre es am liebsten, wenn ihre Schützlinge niemanden töten, und rät daher dazu, sich zu verstecken und auszuharren.Was in Augen der Spielmacher natürlich einen miserablen Unterhaltungswert hat. Nathanael dagegen ist verdammt ehrlich und auch, wenn das im ersten Moment hart und verletzend erscheint, wird er ihr damit mehr helfen als Isalie. Ich denke, Ivy tut diese Konfrontation ganz gut, denn dann muss sie sich damit auseinandersetzen, statt sie zu verdrängen.
Zu guter Letzt bleibt mir noch zu sagen, dass Ivys Pläne, sofern sie denn so konkret schon existieren, Nathanael in den Rücken zu fallen, sie zwar irgendwie unsympatisch machen, gleichzeitig aber ihre Chancen, zu überleben erhöhen. Und, sein wir ehrlich, wäre ich in ihrer Situation, würde ich nach jedem Strohhalm greifen, um zu überleben, auch wenn das heißt, dass ich jemanden hintergehen muss. Sie kennt Nathanael ja auch kaum, weiß viel weniger über ihn, als wir und traut ihm auch nicht wirklich. Und noch hat sie es ja auch nicht getan. Sie weiß ja noch nicht mal genau, wie wertvoll das Taschentuch tatsächlich ist.

So, damit bin ich jetzt am Ende deines Reviews angelangt. und wie immer hat auch das Beantworten des Reviews länger gedauert, als erwartet. Warum schreibe ich das überhaupt jedes Mal hin? Nun ja, freut mich jedenfalls riesig, dass dir das Kapitel gefallen hat!
Bis dahin Alles Liebe,
Sienna
10.09.2017 | 17:26 Uhr
zu Kapitel 15
Hey, hey!

Eigentlich wollte ich dieses Mal nicht als erster schreiben. Warum, weiß ich selber nicht. Aber da von den anderen nichts kommt, übernehme das jetzt mal ich. Ich warne erneut, ich bin noch immer in einem Tief. Hoffe immer noch, dass er weg geht, aber bis jetzt hält er sich wacker und will einfach nicht weg.
Trotzdem will ich nicht in Verzug geraten, weswegen ich dir jetzt schreibe. (Ich hasse es, im Verzug zu sein.^^)

Ich muss ja sagen, dass ich sie im ersten Moment jünger in Erinnerung hatte, als sie eigentlich ist. Sie wirkte auf mich in diesem Kapitel so jung, und vor allen Dingen panisch. So panisch, dass sie sich sogar übergibt. Dieses Kapitel hat mich gegenüber Nox mehr als neugierig gemacht. Immerhin ist er der einzige von den Betreuern, die von der Arena wissen, beziehungsweise wissen, wie die Arena aussehen wird. Und das alleine ist ja schon ein Vorteil.
Aber Isalie scheint davon nichts zu wissen, was ja soviel heißt, dass Nox nicht getratscht hat. Aber es erscheint mir wahrscheinlicher, dass er gewartet hat, bis er heraus fand, wen von den Tributen die er betreut er lieber hat. Und hier hat Ivy echt Glück, denn sie wurde von ihm ausgewählt.
Und natürlich erfahren wir sehr viel über Ivys Charakter. Bisher wusste man nicht so viel über sie, daher hat es mich doch entsetzt, zu erfahren, dass sie schon einmal ausgepeitscht wurde. Okay, durch die Bücher haben wir erfahren, dass die Gesetze nur in 12 schleifen gelassen wird, dennoch war ich entsetzt. Sie ist immerhin nur ein Kind und wenn ich das richtig erschließe, hat sie die Erdbeere genommen, weil sie nicht anders konnte.
Auch war ich überrascht, dass Ivy von Quinn geträumt hatte. Immerhin war das besondere an Quinn ja, dass sie gezogen wurde und sich eben nicht freiwillig gemeldet hatte. Da wäre mir eher Ciara in Erinnerung oder sogar Venice geblieben. Meine persönlich Meinung, aber wahrscheinlich fand Ivy halt Quinn angsteinflössender. Wer weiß?^^
Und ist das Taschentuch etwa das von Cassia? Ist das nicht gefährlich, wenn Ivy das irgendwie herausbekommt? Oder bin ich paranoid?

Erneut habe ich keine Fehler gefunden. Respekt, dass hast du jetzt echt heraus, dass du auch wirklich alle Verbesserungen findest.^^
Und meckern kann ich auch nicht. Auch nicht auf hohem Niveau.

LG Krissi

PS: Mittlerweile habe ich die Geschichte erneut gelesen und gemerkt, dass nur Ethan ihr die Spange zurückgeben hätte können. Das war wahrscheinlich nur Wunschdenken von mir.^^
PPS: Ich hoffe, bald weiterlesen zu können. Es wird gerade echt spannend.^^

Antwort von MissSienna am 10.09.2017 | 21:06:57 Uhr
Hi liebe Krissi,

Erst einmal vielen Dank, dass du dich geopfert hast, das erste Review zu schreiben! Ich warte schon den ganzen Tag sehnsüchtig :D
Und von einem Tief habe ich auch nichts gemerkt.

Ivy ist 14, wirkt aber tatsächlich eher jünger als sie ist. Das liegt vor allem an ihrer Ängstlichkeit, die bereits an der Ernte durchkam und die sich mittlerweile noch deutlich verstärkt hat. Verständlicherweise, im Angesicht der Hungerspiele. Allein die Vorstellung, zu sterben oder auch nur gejagt zu werden, versetzt sie in absolute Panik. Ihre Angst vor der Zukunft vermischt sich mit den Flashbacks in ihre Vergangenheit und macht sie zum panischen Wrack, als das sie sich momentan präsentiert. Ich habe mir dieses Mal große Mühe gegeben, diese Vergangeheit ein bisschen genauer zu erläutern, da sie ein sehr zentraler Teil des Steckbriefs war. In den Büchern wurde irgendwann mal erwähnt, dass es in Distrikt 11 besonders hart zugeht, daher fand ich es durchaus realistisch, dass man ein Kind wegen einer Erdbeere auspeitscht. Auch wenn es nur eine einzige war. Es geht eher ums Prinzip.
Quinn ist Ivy hauptsächlich durch ihr irgendwie fieses Grinsen in Erinnerung geblieben, aber wenn ich es mir Recht überlege, wäre ein anderer Karriero vielleicht doch eine bessere Wahl gewesen.
Und nun noch zu Nathanael Nox und dem ominösen Taschentuch. Denn, wie die Initialen ja schon andeuten, gehört es tatsächlich Cassia Garance. Ivy weiß das noch nicht, aber sie hat so ein Gefühl, dass das Taschentuch ihr noch nutzen könnte. Für Nathanael ist das natürlich gewissermaßen eine Gefahr, die ihm aber noch nicht in vollem Ausmaß bewusst ist.

Dass mittlerweile keine Fehler mehr drin sind habe ich in erster Linie meiner lieben Betaleserin Katia zu verdanken, die netterweise dazu übergegangen ist, auf Klammern zur Fehlermarkierung zu verzichten, da ich unfähig war, diese im Text zu finden :D
Jetzt mache ich mich zügig ans Weiterschreiben, dass du bald weiterlesen kannst!
Alles Liebe,
Sienna
04.09.2017 | 14:50 Uhr
zu Kapitel 14
Achem... Habe ich gesagt, dass das nächste Review "bestimmt heute Abend" kommt? Irrtum!
Naja, dafür habe ich es nicht vergessen, einen extra Atemzug frischer (und extrem salziger) Meeresbrise für dich einzuatmen!!
Gut, jetzt wird mir auch klar, wie die Kapitelverteilung läuft... Da habe ich ja schon einmal eine Vermutung, welches Kapitel das von meiner lieben Vesta sein wird! ;)
Nun, aber endlich zum Review an sich!!

Die Zugfahrt von Lyara:
Den ersten Satz gelesen und schon wurde mir klar: Juhu, wieder ein durchgeknallter Betreuer! Saurant St. Vale hat nicht nur einen großartigen Namen, sondern auch seine 12 Ringe, von denen er gleich einen zerdeppert. Mir gefällt dieses Detail mit der Plastikmuschel, die auf den Boden kullert und von Lyara gerne zu Staub zermalmt werden würde. Natürlich kann sie sich zurückhalten, denn sich beim Betreuer unbeliebt zu machen ist nicht gerade die schlauste Idee... Obwohl beim weiteren Lesen ja klar wird, dass der liebe Saurant ja sowieso nicht viel von der lieben Lyara hält und sie wohl bis zum nächsten Tag warten muss, damit er sich etwas mehr an seine Tributin gewöhnt hat. Ich liebe diese lächerliche Dramaturgie, die der Betreuer von Distrikt 4 an den Tag legt. Er ist so ein schräger Vogel, da würde ich mich an Lyaras Stelle vermutlich einfach nur über ihn lustig machen... Dass Lyara sich allerdings nicht mit Venice anfreunden kann, weil sie sich erfolgreich in ihrem Abteil verbarrikadiert hat, ist natürlich ziemlich ärgerlich, aber dass das diesjährige Karrierobündnis kein normales werden wird, wird Lyara dann ja wenige Minuten später selber bewusst, schätze ich...
Ich war anfangs ziemlich überrascht, dass so viel Fokus auf Saurant gelegt wird und Ava Corantus eher weniger Aufmerksamkeit bekommt. Wenn ich mich recht entsinne, dann kümmern sich doch die Mentoren um Sponsorengeschenke, oder etwa nicht? Natürlich sind die Betreuer nicht gerade unwichtig, aber sollte Lyaras Fokus nicht eher auf Ava liegen? Kann auch sein, dass ich mich total irre oder du jetzt des Stiles wegen eher den Betreuer in den Vordergrund gerichtet hast! :D
Nun kommen wir zu Lyaras Schuhen! Ich liebe so etwas einfach! Es ist eine kleine Sache, die man so einfach dastehen lassen könnte! Von wegen: Lyara zog die hohen Schuhe von ihren schmerzenden Füßen, da sie den ganzen Tag bereits darin herumgelatscht ist! Aber du baust da noch eine kleine Geschichte herum: Erst stand sie unter den strengen Augen ihrer Mutter, dann wagte sie es nicht, Saurant noch mehr in Ungnade zu fallen (Bitte verbessere mir den Satz, falls er falsch ist. Ich sitze schon seit zehn Minuten an dieser Formulierung und sie kommt mir immer noch falsch vor...). Solche Textstellen machen eine Geschichte für mich einfach noch interessanter und tiefgründiger, selbst wenn es sich nur um Schuhe handelt! Einfache, kleine Details, die eigentlich total irrelevant sind, aber einer Story ein bestimmtes Etwas verleihen! Oh je, was laber ich hier eigentlich? Naja, ich hoffe du kannst diese Gedanken irgendwie nachvollziehen! :D
Und jetzt kommt der Moment, auf den wir alle (besonders Saurant) gewartet haben: Venice und Ben verlassen ihre Höhle. Anfangs habe ich Lyaras Verhalten, also das mit dem Verstecken, überhaupt nicht infrage gestellt, um ehrlich zu sein! Mir kam dieser Instinkt sogar irgendwie angebracht vor, weil die Atmosphäre im Zug einfach gruselig war! Lyara hört eine Tür zufallen und erspäht am Ende des schummrigen Ganges (so habe ich ihn mir zumindest vorgestellt) eine geduckt gehende Silhouette. Und dann fängt diese Quasimodo-Gestalt auch noch an mit einem Ben zu reden, wobei doch weit und breit kein Mensch zu sehen ist! Ich weiß nicht, aber ich glaube, da hätte ich genauso wie Lyara reagiert! :D
Ist das mit der Ratte etwa ein riesen Hint...? Entpuppt sich Lyara etwa doch noch als kleine, hinterlistige Ratte, wie ich schon immer vermutet habe? Ich bin gespannt... :D
Alles in allem fand ich diese Szene unglaublich gruselig, was wohl auch daran liegt, dass du Lyaras Gefühle so toll beschrieben hast! Umso überraschender fand ich es dann, als sich Venice dann als dieses kindliche Püppchen geoutet hat, das etwas dümmlich und unwissend nach dem Abendessen fragt. Diese Seite von ihr hat man ja noch nicht wirklich kennen gelernt und deswegen finde ich diese Wendung von gruselig und ängstigend zu unwissend und kindlich schon ziemlich interessant und irgendwie auch bedrohlich! Allgemein hat mich Venice in dieser Szene irgendwie total an Luna Lovegood erinnert! :D
Dem letzten Satz des Kapitels muss ich aber durchaus zustimmen (obwohl Saurant schon echt seeeeeeehr bedrohlich ist): Vor Venice (oder eher Ben) sollte man sich wirklich in Acht nehmen...

Nun, denn! Wie der Abschied ist dieses Kapitel auch super gelungen! Mir hat das Lesen so viel Spaß gemacht und so viele Emotionen durch meinen Körper gejagt, das kannst du dir nicht vorstellen! :D
Den roten Faden mit den Tieren in den Kapiteln finde ich ebenfalls super und ich hoffe, das bleibt für's Erste auch so! Vermutlich wird Vestas Tier das "rücksichtslose, beleidigende Trampeltier", wie ich es einmal in einem anderen Review gelesen habe! Einfach nur großartig!
Jetzt mache ich mich aber mal an die Punkteverteilung dran! Mal sehen, wo meine landen... :)
Dir noch einen schönen Tag und viel Spaß beim Schreiben!

Antwort von MissSienna am 05.09.2017 | 10:02:29 Uhr
Bonjour liebe Breadstone,

Habe ich nicht gestern gesagt, das Review "bestimmt" später am Abnd zu beantworten? Du siehst, ich bin auch nicht besser als du :D
Aber jetzt kommt die Antwort!
Auf Vestas Kapitel wirst du leider noch das eine oder andere Kapitel warten müssen, aber ich bin guter Hoffnung, dass das Warten sich lohnt.

Zur Zugfahrt: Bescheuerte betreuer (oder bescheuerte Charaktere im Allgemeinen) sind ja ein bisschen mein Steckenpferd. Deswegen werden sie auch manchmal ein bisschen zu bescheuert, aber ich glaube, bei Saurant habe ich nochmal die Kurve gekriegt. Was nicht heißt, dass er auch nur annähernd alle Nadeln an der Tanne hat. Das geht ja schon mit den 12 hässlichen Kaugummi-Automat-Ringen los, deren Anblick bei Juwelierstochter Lyara verständlicherweise Aggressionen bekommt.Ich könnte den Kerl auch nicht ernstnehmen, aber Lyara befindet sich ja in der unangenehmen Situation, dass sie ihn irgendwo ernstnehmen muss, weil er im Zweifelsfall ein Wörtchen über ihr leben oder ihren Tod mitzureden hat. Doch obwohl sie sich größte Mühe gibt, Saurant auf ihre Seite zu ziehen, hat sie dabei wenig Erfolg. Ein Sündenbock für diesen Misserfolg hat ie auch schnell gefunden: Venice. Denn nur weil Venice nicht aus ihrem Abteil herauszubekommen ist, hat Saurant überhaupt so miserable Laune. Und da beginnt die Karrierobündnisgrundlage schon den Bach herunterzugehen.
Saurant ist übrigens in erster Linie seines Stiles wegen im Vordergrund, und deshalb, weil er einfach eine lautere, aufdringlichere Persönlichkeit hat als die eher zurückhaltende, im Hintergrund agierende Ava. Jetzt muss ich ein bisschen weiter ausholen. Ava tut im Prinzip alles, um den lieben Frieden in ihrem team zu bewahren, deswegen lässt sie Saurants nerviges Verhaltenüber sich ergehen und versucht Lyara davon zu überzeugen, ihm noch eine Chance zu geben. Sie ist so etwas wie der Streitschlichter des Teams. Daher würde sie auch nie auf die idee kommen, einen Tributen irgendwie bevorzugt zu behandeln, sie gilt es also nicht zu überzeugen. Da ist nichts zu holen, um es so auszudrücken.Bei Saurant sieht es anders aus. Er ist super parteiisch und da venice bei ihm schon in Ungnade gefallen ist, sieht Lyara, wie sich eine Lücke auftut. Sie will unbedingt Saurants Favoritin sein und scharwenzelt deshalb den ganzen Tag um ihn rum. Sie will unbedingt jedem gefallen, überall einen guten Eindruck hinterlassen und steckt dafür persönliche interessen zurück. Umso ärgerlicher, dass sie dabei keinen Erfolg hat. Das zeigt sich auch an der Geschichte mit ihren Schuhen. Ich meine, sie rennt den ganzen Tag mit praktisch blutenden Füßen in viel zu kleinen Schuhen herum, aber um nirgends negativ aufzufallen lässt sie sie trotzdem an. Ich finde, die Schuhe beschreiben ihren Charakter so ganz gut. Und einen Detailtick habe ich ja so wie so :D
Und dann kommt Venice mit Ben im Schlepptau angelatscht und ich kann Lyaras verhalten irgendwie auch nachvollziehen. Irgendwie ist die Atmosphäre schon gruselig, aber Lyaras Versteckspiel entlarvt natürlich, dass sie in der Arena auch nicht die typischen Karrieraverhaltensweisen zeigen wird. Denn eine echte Karriera versteckt sich ja nicht, die greift an. Oder geht zumindest erhobenen Hauptes an Venice vorbei. Aber du sagst es, ich als alter Schisser hätte wahrscheinlich das gleiche getan wie Lyara.
Und kaum beginnt Venice zu reden, geht die Karrierobündnisgrundlage auch schon weiter den Bach runter. Denn Ben ist Lyaras Anwesenheit natürlich längst nicht entgangen und er ist so freundlich, venice darauf hinzuweisen. Die Bezeichnung Ratte habe ich deshalb gewählt, weil Lyara venice ja indirekt belauscht und da erschien mir die Bezeichnung irgendwie passend. Aber vielleicht ist es auch eine Andeutung auf Lyaras spätere Verhaltensweisen in der Arena... Es bleibt spannend :D Kaum kommt Lyara zur Vernunft und kommt aus ihrem Versteck hervorgekrochen wird aus Creepy-Psycho-Venice auch schon das liebe blonde Püppchen, das keiner Fliege etwas zu leide tun kann. Da hat sie in der Tat etwas von Luna Lovegood :) Sie kann Lyara ja an sich ja auch gut leiden und ist deshalb total lieb zu ihr, aber das hat Ben leider schon verkackt.
Denn Lyara traut Venice zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr über den Weg, kein Wunder, immerhin wurde sie von ihr Ratte genannt, da wäre ich auch beleidigt. Venice ist auf jeden fall niemand, den man unterschätzen sollte !

Kurz noch zu den Kapitelnamen: Das zwei Tiernamen hintereinander gekommen sind war eher ein bisschen Zufall und so gern ich es fortführen würde wird mir wohl nicht zu jedem Tribut ein Tier einfallen. Aber es bleibt bei kleinen Details aus dem jeweiligen Kapitel. Das nächste Kapitel trägt zum Beispiel den Namen "Die Erdbeere". Jemand, der die Kapitel seeeeehr aufmerksam gelesen hat, könnte jetzt darauf kommen, aus wessen Sicht es ist, aber es ist schon nicht ganz leicht :) Aber Vestas Kapitel könnte ich natürlich trotzdem "Das rücksichtslose, beleidigende Trampeltier" nennen, das wäre schon sehr amüsant! :D
Bis dahin alles Liebe,
Sienna
03.09.2017 | 20:53 Uhr
zu Kapitel 14
Hallo!

Nachdem meine Motivation mich jetzt völlig verlassen hat und ihren besten Freund, den tadellosen Schreibstil gleich mitgenommen hat, habe ich mich dazu entschlossen, zumindest meine Reviewschulden bei dir zu begleichen, damit mich mein schlechtes Gewissen nicht mit Minderwertigkeitskomplexen meine Faulheit betreffend strafen kann. Da ich diesen Teil allerdings nunmehr zum zweiten Mal schreibe, einem abgestürzten Laptop sei Dank, fasse ich mich an dieser Stelle kurz und gehe gleich zu den wichtigen Dingen des Tages über.

Zu deiner Mitmachaktion: Wie ich in unseren privaten Korrespondenzen – Warum fallen mir plötzlich solche Worte ein? Die hätte ich vorhin beim Schreiben gut gebrauchen können! - bereits erwähnt habe, würde ich so eine Sponsoren-Mitmachaktion niemals veranstalten, die Gründe dafür dürften dir geläufig sein. Dennoch finde ich deine kleine Aktion eigentlich ganz gut gemacht, obwohl ich sie zweimal durchlesen musste, um die Regeln in vollem Umfang zu verstehen, zumal du versuchst hast, Egoismus vorzubeugen. Dennoch kannst du nicht verhindern, dass ich einfach all meine Punkte, so lang du es billigst, anstaue und sie dann im Anschluss allesamt mit Ausnahme von zweien, die ich willkürlich auf andere Tribute verteile, auf Lex' Konto gutschreiben lassen. Was ich natürlich nicht tun werde. Dennoch werde ich meine Punkte lieber sparen. Nicht, dass mich bei manchen Tribute unangenehme Überraschungen im Kapitol erwarten und ich dann bereue, ihnen meine Punkte überlassen zu haben.

Zu deinen neuen Kapiteltiteln: Die ja offenbar schon seit gestern vorhanden sind, obwohl ich das Gefühl habe, dass sie vor einer Sekunde noch nicht so gewesen sind. Ich finde es gut, dass du dir meinen Rat zu Herzen genommen und die Namen der Tribute aus den Titeln genommen hast. Wäre doch blöd, wenn ein neuer Leser auf die Geschichte klickt und an den Titeln merkt, wer wann in der Arena noch lebt, oder? Außerdem hast du dir bei der Auswahl der Titel wirklich viel Mühe gegeben. Bemerkenswert, dass dir überall auf Anhieb etwas Kreatives eingefallen ist, das auf das Kapitel passt, aber nicht zu viel verrät. Damit hab ich für gewöhnlich so meine Probleme. Die Art der Titel – Tiere, Personen, Alltagsgegenstände – lässt dir auch für zukünftige Kapitel schön viel Freiraum, auch wenn mich mein Pedantismus dazu zwingen würde, für die kommenden Kapitel ebenfalls Tiernamen zu wählen.
Solltest du trotzdem noch Inspiration suchen, hier ein paar Vorschläge: Der Sollbruchstellenverursacher. Das Fondueset. Der Holzwurmbefall. Die Schwarzwälderkirschtorte.
Ich freue mich schon darauf, einige dieser Titel in den kommenden Kapiteln wiederzusehen!


DIE ZUGFAHRT – DIE RATTE

LYARA

Und wieder ist dir mit dieser Ernte ein großartiger Einstieg gelungen. Ich liebe die Art und Weise, wie du um Details herumschreiben kannst, ohne dass es langweilig wird. Allerdings solltest du aufpassen, dass du dich später, wenn es richtig spannend wird, nicht an solchen Dingen aufhängst. Zum Beispiel, während gerade ein Gemetzel tobt. Jetzt sind wir davon allerdings noch weit entfernt. Erst mal geht um Ringe. Plastikringe, die schon beim Schlag gegen eine Tür kaputtgehen. Ganz schön billig, wenn man bedenkt, wie erhaben sich dieser Typ sonst aufführt. Das hier ist ja mehr Meerestier-Spielzeug als Schmuck, vor allem, wenn man bedenkt, dass er nur zehn Finger hat und mit seinen zwölf Ringen folglich an manchen zwei haben muss.
Aber was will ich auch von jemandem aus dem Kapitol erwarten. Die Leute dort haben eh meistens einen totalen Sprung in der Schüssel und Saurant bildet da keine Ausnahme. Er sieht aus wie eine Witzfigur mit dem türkisfarbenen Haar und der Kleidung und benimmt sich auch so. Kindisch, laut und trotzig. Eben sehr anstrengend, kennen wir ja schon von den Präsidenten. Gleichzeitig hält er sich auch für den König der Welt, interessiert sich nur für seinen Ruf und wenn mal was schiefgeht, sind natürlich wieder alle anderen schuld außer er. Typisch.
Ava hat mich dagegen sehr überrascht, wenn nicht sogar enttäuscht. Denn sie erscheint mir eher wie eine Sekretärin oder ein Avox als wie eine große, standhafte Karrieromentorin. Sie kuscht bei jedem von Saurants Worten, will ihn um jeden Preis bei der Stange halten und macht insgesamt einen sehr gefügigen und willensschwachen Eindruck. Anfangs dachte ich, sie hat einfach nur Angst, was sehr erbärmlich gewesen wäre, aber die Art und Weise, wie sie Saurant später verteidigt, wirft ein anderes Licht auf ihre Handlungen. Ist sie etwa in ihn verliebt? Wenigstens scheint sie ja nett zu sein.
Nachdem die drei es sichtlich aufgegeben haben, Venice mit allerlei Methoden zu ködern – Warum die in ihrem Abteil bleibt, wissen wir ja bereits – geht es in den Speisewagon, wo du ein erstklassig schrilles und albernes Büffet mit interessanten Speisen beschreibst. Ehrlich, wie machst du das nur? Vor allem die Fischeiswürfel haben es mir angetan!
Auch das Detail mit den Hackenschuhen fand ich großartig und zeigt mal wieder, wie sehr Lyara auf das Wohlwollen der anderen angewiesen ist. Dass sie so was durchsteht, Respekt! Natürlich geht das nicht spurlos an den Füßen vorüber. Allerdings gibt es eine Stelle, die mich sehr zum Schmunzeln gebracht hat und auch von der Formulierung her ganz fantastisch ist:
„Außerdem bezweifelte sie, dass Saurants Abneigung gegen sie noch sonderlich weit steigen könnte, selbst wenn sie mit ihren Schuhen seine Schokoladentörtchen vom Teller gekegelt hätte.“ Großartig! Mehr davon, die Vorstellung war so lustig, ich werd schon wieder neidisch.
Dafür bleibt Lyara selbst auch in diesem Kapitel wieder entsetzlich blass. Nichtssagend. Sie ist einfach nur nett und scheint keine herausragenden Eigenschaften zu besitzen, die sie unsympathisch oder interessant machen, was ich an Karrieras auf den Tod nicht ausstehen kann. Auch ihre Taktik ist eher durchschnittlich. Ich hab das Gefühl, sie will einfach gar nichts und hat überhaupt keinen eigenen Willen. Sie will einfach nur allen gefallen, was Lex ja auch will, aber sie hat immerhin ein bisschen Wiedererkennungswert und eigene Persönlichkeit. Tut mir leid, wenn das jetzt arrogant klingt. Aber Lyara ist irgendwie einfach farblos.
Auch ihr Verhalten im Gang ist einfach nur lächerlich. Vorhin wollte sie sich noch mit Venice gutstellen und jetzt geht sie zitternd in Deckung wie ein kleiner Außendistriktler. Dabei will ihr wirklich niemand in diesem Zug irgendwas tun und wenn doch, dann soll sie sich eben wehren. Das muss sie eh früher oder später, schließlich ist sie bald in den Hungerspielen. Sie hätte einfach nur stolz und erhobenen Hauptes an Venice vorbeistolzieren sollen und alles wäre gut gewese, aber nein!
Venice hinterlässt dafür einen umso stärkeren Eindruck. Allein das schleichende Grauen, die Haltung und das Bettlaken, mit dem ihr Auftritt in Szene gesetzt wurde, verleiht ihr etwas Mystisches und Rätselhaftes, was gar nicht zu ihr passt. Mir kommt sie nämlich ein bisschen dümmlich vor, unbeschwert, aber auch verträumt. Insgesamt eher wie ein merkwürdiges Kind, das versucht, eine Ratte zu riechen. Sie ist harmlos. Ihr zweites Gesicht ist die wahre GefahrBen ist wesentlich hinterhältiger und über alle Maßen gehässig. Er schert sich nicht darum, ob er andere mit seinen Worten verletzen könnte und es ist ihm wahrscheinlich auch egal, dass Lyara es hört.
Ich frage mich nur, woher diese Ben kennt. Hat sie seinen Namen vielleicht zufällig mal beim Training aufgeschnappt?
Wenigstens schafft es Lyara, noch rechtzeitig hervorzukommen, bevor sie sich völlig blamiert. Dabei wirkt sie immer noch ein bisschen merkwürdig. Schließlich wirkt es jetzt so, als hätte sie Venice ausspioniert oder die Absicht gehabt, sie zu erschrecken. Na ja, immer noch besser, als als Schisser entlarvt zu werden. Und es funktioniert ja auch. Venice kriegt einen Riesenschreck. Die arme Kleine, die so ahnungslos ist, freiwillig in den Speisewagen marschieren zu wollen.
Saurants Reaktion hätte ich auch zu gern gesehen, aber daran kann man nichts ändern. Wahrscheinlich kan Lyara sie auch in ihrem Abteil hören.


Und damit auch genug für heute! Das Kapitel hat mir wieder fantastisch gefallen, auch wenn es nicht ganz so melancholisch und tiefgründig war wie das Letzte. Aber das ist bei bestem Willen kein Kritikpunkt, schließlich hätten solche Formulierungen stimmungstechnisch auch gar nicht gepasst. Ich freue mich auf die kommenden Kapitel und was du sonst noch so für gottgleiche Formulierungen einbringen wirst!

Wir lesen uns,
Katia!

Antwort von MissSienna am 05.09.2017 | 09:16:15 Uhr
Guten Tag liebe Katia,
Jetzt komm ich auch mal dazu, meine Reviewantwortschulden zu begleichen. Meine Motivation befindet sich beim Anblick meiner Hausarbeitsliteratur nämlich auch schon wieder in akuter Fluchtgefahr.

Zur Mitmachaktion: Mein allgemeines Motto in dieser MMFF ist ja try and error. Ich habe das noch nie gemacht und dementsprechend unerfahren bin ich gezungen, an die Sache ranzugehen. Die Mitmachaktion ist eher aus so einer Laune raus entstanden, weil ich die Leser mal wieder ein bisschen miteinbeziehen wollte. Und auch um zu sehen, wer überhaupt noch alles am Start ist, denn nach aktueller Zählung ist mir eine Erstellerin sicher und eine weitere recht wahrscheinlich verloren gegangen. Ein Sponsorenpunkt ist im Endeffekt auch nicht besonders wertvoll, da muss ein Tribut schon eine ganze Menge Punkte anhäufen, um wirklich davon zu profitieren. Denn natürlich fließt in die ganze Sponsoringgeschichte auch noch ein bisschen Logik mit ein, ich verteile Sponsorengeschenke jetzt nicht blind nach dem Punktestand. Dass manche aus die idee kommen, ihre Punkte zu sparen und möglichst viel für ihren eigenen Tribut rauszuhauen habe ich schon erwartet, aber mir ist keine bessere Klausel eingefallen, die das ausschließt. Und bislang läuft es tatsächlich erstaunlich fair, gestern hat biespielsweise ein Sponsor alle seine Punkte verteilt ohne einen davon an seinen eigenen Tribut zu geben, was ich eine ziemlich gute Aktion fand. Aber es kann bestimmt nicht schaden, sich erst ein genaueres Bild von den Tributen zu machen, ehe man ihnen mit Punkten hilft und sie sich am Ende gegen den eigenen Charakter stellen oder so.

Zu den neuen Kapiteltiteln: Nun, wie gesagt, ich habe ein wenig über deine Worte nachgedacht und bin darauf gekommen, dass du eigentlich recht hast. Das spoilert schon ganz schön, vor allem, wenn man als späterer Leser mal ausversehen einen Blick auf die Kapitelübersicht wirft. Bislang habe ich auch noch großen Spaß bei der Benennung der Kapitel, ich fürchte allerdings,dass ich früher oder später an einen Punkt kommen werde, an dem mir zu einem Kapitel so gar nichts einfällt. Aber ich seh schon, du bist als professioneller Kapitelnamenerfinder hochkompetent. Das Kapitel "Der Sollbruchstellenversucher" kann ich kaum erwarten und noch mehr freue ich mich auf "DIe Steuererklärung"!

Zur Zugfahrt: Ja, hier kommt mal wieder mein Detailwahnsinn zum Vorschein. Eine Seite über eine Gardine zu schreiben ist mir zwar bis jetzt noch nicht gelungen, aber ich steuere mit Höchstgeschwindigkeit darauf zu. Saurants Ringe sind wirklich ganz schön billig. Ich stelle mir sie ein bisschen vor wie aus einem Kaugummiautomaten, obwohl es sowas in Panem wahrscheinlich nicht gibt. Trotz ihrer offensichtlichen Hässlichkeit hängt er abgöttisch an dem Müll, was seine völlig übertriebene Reaktion auf den Verlust eines Rings erklärt. Aber du sagst es, er kommt aus dem Kapitol, damit ist der Sprung in der Schüssel praktisch schon vorprogrammiert. Ich fand es sehr amüsant, über ihn zu schreiben, weil er statt eine Hilfe zu sein, alle Beteiligten einfach nur nervt und einschüchert. So auch Ava, die bewusst ein bisschen im Hintergrund geblieben ist. Ava geht es in erster Linie um friedliche und konstruktive Zusammenarbeit im Team. Keine leichte Aufgabe, wenn man sich mit dem leicht reizbaren Saurant und zwei Karrieretributen rumschlagen muss. Deswegen ordnet sie sich des lieben Friedens Willen auch meistens unter und versucht, Streit zwischen den Parteien zu schlichten. Dass sie in Saurant verliebt sein könnte ist mir jetzt noch gar nicht gekommen, eine interessante Idee, aber ich glaube, ihre Beweggründe sind von anderer Art. Aber vielleicht werde ich die Idee an anderer Stelle wieder aufgreifen :)
Bei den Fischeiswürfeln kann ich nur wieder sagen: Ich liebe Details!
Und dieses Übertriebene, egentlich völlig Unnötige (ernsthaft, wer braucht schon Fischeiswürfel) ist ja irgendwie genau das Ding des Kapitols.
Lyara schafft es also schließlich, sich von ihrem tobsüchtigen Betreuer und ihrer säuseligen Mentorin loszueisen und zieht auf dem Gang erstmalihre Schuhe aus. Verständlicherweise. Ich hatte mal auf einer Hochzeit zu kleine Stöckelschuhe an und da ging es mir so ähnlich. Hier erkennt man Lyaras Charakter ganz deutlich, eigentlich wollte sie die Schuhe die ganze Zeit loswerden und kümmert sich auch nicht groß um Saurants Meinung (an dem lustigen Satz, der übrigens auch zu meinen Lieblingssätzen gehört) zu erkennen, aber wenn es um die Umsetzung geht, macht sie doch einen Rückzieher. Da ist sie dann plötzlich doch zu schüchtern, zu unsicher, zu sehr darauf bedacht, zu gefallen.
Und so ist eigentlich Lyaras ganzer Charakter. Eigentlich ist sie irgendwo eine Karriera, will die perfekte Karriera sein, aber ihr geringes Selbstwertgefühl lässt sie so gar nicht karrierohaft handeln. Deswegen klammert sie sich an jeden Strohhalm, der ihr irgendwie helfen könnte, ihre Rolle der perfekten karriera besser zu spielen, mit dem Ergebnis, dass sie das genaue gegenteil erreicht. Das zeigt sich auch auf dem Gang, eigentlich möchte sie stark sein, macht sich über sich selbst lustig, als sie Angst bekommt, aber dann sind ihre Instinkte doch stärker und sie verkriecht sich so gar nicht heldenhaft in einer Zugecke. Sie fällt irgendwo unter den Begriff "missverstandene Karriera", aber irgendwie auch nicht, denn sie will ja eigentlich eine Karriera sein. Du hast schon recht, ihr fehlt so das eine herausstechende Merkmal, das ihr Wiedererkennungswert gibt, aber gut, vielleicht entwickelt sich das ja noch im Laufe der Zeit.
Zu Venice: Venice ist eigentlich eine ganz liebe. Ziemlich naiv, ziemlich unbedarft, sie sieht nur das Beste in jedem und kann keiner Fliege etwas zu Leide tun. Und dann kommt Ben, der ja das genaue Gegenteil von ihr ist, der sie aber nach Belieben steuern kann wie ein Puppenspieler seine Marionette. Denn natürlich war er es, der Venice über die Ratte in Kenntnis gesetzt hat. Ratte deshalb, weil sie Venice belauscht, was ihm vollkommen bewusst ist. Und weil Lyara in seinen Augen nicht viel mehr wert ist, er hat ja schon im Erntekapitel seine Abneigung gegen sie kund getan. Menschen sind ja allgemein nicht so Bens Ding.
Woher Lyara Bens Namen kennt ist eine interessante Frage, da bist du auf dem richtigen Pfad. Aber noch werde ich das Geheimnis nicht enthüllen ;)
Während Lyara sich von ihrem nicht sehr erfolgreichen Zusammentreffen mit Venice erholt, macht sich selbige auf den Weg in den Spiesewagen und ich kann es regelrecht vor mir sehen, wie sie mit Unschuldmiene nach einem Abendessen fragt und so gar nicht versteht, warum Saurant völlig ausrastet.
ich an Lyara hätte der Versuchung wahrscheinlich nicht wiederstehen können und wäre nochmal mit zum Speisewagen, aber dann wäre sie am Ende schon wieder Zielscheibe von Saurants Ärger geworden.

So, jetzt habe ich auch das Ende erreicht, ich habe mal wieder doppelt so lange gebraucht wie erwartet und habe meine schönen Zeitplan damit schon um 9 Uhr morgens über den Haufen geschmissen. Aber gut, was solls, jetzt mache ich mich erstmal an die liebe Hausarbeit und dann werde ich mal sehen, ob ich heute noch mit dem neuen Kapitel vorankomme :)
Alles Liebe,
Sienna
03.09.2017 | 14:46 Uhr
zu Kapitel 13
Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Moment jemals kommen sollte, aber: Hier bin ich! Endlich am Meer in Kroatien angekommen, habe ich nun Zeit, mich um Mails, Reviews und noch nicht gelesene Kapitel zu kümmern!
Ich glaube nicht, dass ich in meinem Leben jemals so schnell gelesen habe. Sowohl der Abschied als auch die Zugfahrt waren so schön zum Lesen, dass ich den Kapiteln praktisch verfallen bin und erst wieder aufgewacht bin, als ich fertig mit ihnen war. Jetzt aber zu den Kapiteln an sich:

Der Abschied von Kittä:
Ein Wort, das mir dazu einfällt? Magisch. Sowohl das Geschehen, als auch die Beschreibung von diesem haben etwas so erstaunlich schönes an sich. Das Kapitel strotzt nur so von Metaphern, kleinen Details und Worten, die ein wunderschönes Kopfkino ergeben. So etwas liebe ich wirklich unglaublich sehr! Die Gänsehaut-Soldaten, die Kittä versucht, auf den lauen Windzug zu schieben, das schmutzige Fenster, das staubige Sofa, das alte Ölgemälde, das verirrte Eichhörnchen auf dem Innenhof und sogar das vergitterte Fenster machen die Abschieds-Szene zu etwas wundervoll mystischem, aber auch unglaublich trostlosem. Die Gefühle von Kittä hast du toll rübergebracht - die ganze Zeit über hatte ich ein widerlich flaues Gefühl im Magen, was jetzt nicht unbedingt toll klingen mag, aber eigentlich ein Kompliment an dich sein sollte - und ihre Gedankengänge sind ebenfalls super interessant, wenn auch verstörend, wenn man an den Staub (aka die Hautpartikel der vorherigen Tribute) denkt.
Kittä ist wirklich bemitleidenswert. Hätte sie ihre Teilnahme an den Hungerspielen verhindern können? Höchstwahrscheinlich (oder auch definitiv): Ja. Aber wer hätte riechen können, dass Ethan sich als ein noch größerer... öhm... Vierbuchstabler entpuppt, als sowieso schon gedacht? Allgemein steckt unser liebes Mädchen jetzt sehr wohl tief im Schlamassel. Ihre Sehbehinderung wird es ihr alles andere als einfach machen, vermutlich hat sie überhaupt keine Erfahrungen im Umgang mit Waffen und dann ist da noch das Problem mit Alexia...
Die Verabschiedung an sich ist auch super gelungen! Wie Kävet schon anfangen will, Rachepläne zu schmieden, und Kittä sie, entkräftet und schwach von der ganzen Aufregung, versucht, sie von diesen Gedanken abzubringen, um der Familie nicht noch mehr zu schaden. Wie Kittä sich ihre Familie vorstellt, in den verschmutzten Straßen von Distrikt 7, wie sie hungrig und beinahe verwahrlost um ihr Überleben kämpfen. Natürlich ist da noch der kleine Sokae, der es schafft, die Stimmung mit seinen, wie du schön sagtest, "verträumten" Worten zu heben. (Seine kleine Rede war übrigens wirklich herzzerreißend süß!) Ja, die Eltern der Kinder lassen sich von seinen Worten eher weniger überzeugen und so kommt es eben zu dem Zusammentreffen von Hoffnung und Hoffnungslosigkeit (Genialer Satz, den du da zusammen gebaut hast!).
Ich bin wirklich ein großer Fan von kleinen Details, die eine Weile aus dem Sichtfeld des Leser verschwinden und dann plötzlich wieder auftauchen und dem Leser somit ein "kleines Licht aufgeht". So war das eben mit der Libellen-Spange, die sich Ethan vor der Ernte gekrallt und dann eben der lieben Kittä wieder hinterlassen hat. Natürlich nicht heil und schön, sondern hässlich und zerstört...

Der Abschied ist ein wirklich schönes und gelungenes Kapitel! Du kannst mir wirklich glauben, wenn ich sage, dass ich gerade total motiviert dazu bin, zu schreiben, und ich deinen Schreibstil einfach nur beneidenswert finde. Vermutlich war das drölf-malige Schreiben dieses Kapitels für dich eher frustrierend und blöd, aber es hat sich wirklich gelohnt!
Eigentlich wollte ich meine Worte zur Zugfahrt direkt folgen lassen, allerdings haben meine Eltern jetzt kurzerhand beschlossen, dass wir ans Meer gehen... Nun, das nächste Review wird aber bestimmt heute Abend kommen (bitte verzeih mir)!

Antwort von MissSienna am 03.09.2017 | 17:35:33 Uhr
Halli Hallo und Willkommen zurück!
Oh man, ich bin grade sowas von enidisch auf dich,denn bei mir regnet es seit drei Tagen ununterbrochen.
Aber gut, da habe ich schon mehr Zeit zu schreiben :D
Freut mich mega, dass auch dir die neuen Kapitel gefallen! Ich liebe sie auch beide, allein schon, weil es keine Ernten sind!
Zum Abschiedskapitel: Ich habe dieses Kapiteldeshalb so oft umgeschrieben, weil ich genau diese Stimmung erzeugen wollte und umso mehr freut es mich, dass es mir am ENde doch noch gelungen ist. Die Trostlosigkeit, die Hoffnungslosigkeit, die Vergänglichkeit, ich wollte unbedingt, dass man das durch den Bildschirm durch spürt,denn ich finde, dass das bei vielen MMFF-Verabschiedungen zu kurz kommt. Deswegen habe ich auch lächerlich viel Zeit auf die kleinen Metaphern und Details verwendet. Und mitten drin die arme Kittä, die noch nicht so wirklich realisiert hat, was da um sie herum geschieht. Ihr Kopf explodiert ja fast von all den Fragen und Gedanken, die darin herumschwirren, vorallem weil keiner von angenehmer Natur ist. Die Schuldfrage ist natürlich entscheidend. War es Ethans Schuld, ihre eigene, oder doch die des Schicksals? Drängende Fragen, auf die sie vermutlich nie eine Antwort bekommen wird, was natürlich doppelt bitter ist.
Denn ich stimme dir zu: Kittä ist jetzt nicht unbedingt die heißeste Kandidatin auf den Sieg. Von ihrer Arbeit im Wald kann sie leidlich mit der Axt umgehen, aber mehr als Bäume fällen hat sie damit bislang auch nicht gemacht. Ansonsten sieht es in Sachen Waffenkenntnis eher schlecht aus und ihre Sehschwäche wird die Sache sicher auch nicht unbedingt besser machen. Und das Problem mit Lex, was das angeht hat sie noch so gar keinen Plan.
Aber bevor sie von ihren eigenen Gedanken in den Wahnsinn getrieben wird kommt erstmal ihre Familie. Auch hier habe ich ein paar Anläufe gebraucht, bis ich mit der Darstellung der Familienmitglieder wirklich zufrieden war. Mir war es wichtig, dass Kävet trotz allder Trauer und Verzweiflung und Ratlosigkeit immer noch irgendwo Kävet bleibt, deshalb auch der Trotz statt den Tränenfluten. Über den kleinen Sokae haben wir in der Ernte ja weniger erfahren, aber auch er steht Kittä sehr nahe. Vielleicht auch, weil sie Leidensgenossen sind und beide wenig bis gar nicht sehen können. Er hat diese unglaublich süße, aber gleichzeitig so tragische Naivität und Hoffnung. Denn jeder, der auch nur annähernd über Menschenverstand verfügt, weiß natürlich, dass seine Vorstellung viel zu perfekt sind, um wahr zu werden. Aber da es ihn in dem Moment tröstet nimmt ihm niemand die Illusionen. Der Hoffnung/Hoffnungslosigkeit-Satz ist auch mein Lieblingssatz in diesem Kapitel, weil er die ganze Stimmung nochmal zusammenfasst und kurz und knapp auf den Punkt bringt.
Tja, und dann ist ihre Familie auch schon weg und Kittä ist wieder ganz allein. Wobei, nicht ganz ganz allein, denn dann kommt ja noch Ethan vorbei und bringt ihr auf diese super feige Art ihre zerstörte Haarspange zurück. Die Spange wird uns auch noch weiter begleiten und vielleicht wird sie auch noch die eine oder andere Erwähnung bekommen.

So, jetzt wünsche ich dir erstmal viel Spaß am Meer, atme eine schöne Meeresbrise für mich mit ein!
Alles Liebe,
Sienna
31.08.2017 | 20:22 Uhr
zu Kapitel 14
Hallo :)
Auch ich melde mich mal wieder!
Da ist man ein paar Wochen im Ferienmodus und verpasst ganze zwei Kapitel!
Und dann auch noch zwei so tolle!
Ich habe gerade beide verschlungen und weiß gar nicht, welches ich lieber mag.

Das Verabschiedungskapitel ist unglaublich tiefsinnig und voller großartiger Metaphern und Bildhaftigkeiten, wie der Gänsehaut als kleine Krieger, dem Staub auf dem Sofa, den verstaubten Gemälden und und und. Es wirkt so unglaublich trostlos, dass man selbst vor dem Bildschirm Gefahr läuft, eine Depression zu bekommen. An dieser Stelle hatte ich echt Mitleid mit Kittä. Schlimm genug, dass sie in der Hungerspiele muss und dann auch noch die Frage, ob es vielleicht vermeidbar gewesen wäre. Dieser Ethan ist schon ein ganz schönes Arschloch. Besonders schön fand ich die Stelle "Eine eigenartige Stimmung lag nun über dem Raum, eine widersprüchliche Mischung aus Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, aus Trost und Trostlosigkeit und aus Schicksalsfügung und Kampfgeist." Sehr schön formuliert, du hast die Stimmung, die die ganze Zeit in meinem Kopf war, perfekt in Worte gefasst.
Auch die Libellenszene am Schluss war sehr gelungen. Ich persönlich bin mir sicher, dass es Ethan war, denn er hatte die Spange ja nach der Ernte, außerdem würde es zu den Friedenswächterstiefeln passen. Ist die Spange ihr Glücksbringer, densie mit in die Arena nimmt?

Jetzt zum Zugkapitel, das stimmungsmäßig ja eine 180 Grad Wende ist. Nach der ganzen Tragik und Depression fand ich es super lustig. Schon der Anfang mit dem hässlichen Ring des Betreuers und das Venice nicht aus ihrem Abteil kommt. Dann die Szene mit den Schokotörtchen und schließlich natürlich die Begegnung von Lyara und Venice. Ben jagt mir zwar immer wieder einen Schrecken ein, obwohl er in diesem Kapitel ja gar nicht selbst spricht, aber dass er Lyara eine Ratte genannt hat war schon genial. Bei Lyara ist Venice damit jetzt wahrscheinlich, trotz all den netten Worten danach, untendurch. Verständlicherweise. Beim Betreuer auch. Aber So lieb wie Venice sein kann wird sie bestimmt trotzdem den einen oder anderen Spinsor ergattern.
Auch für Lyara läuft die Zugfahrt ja nicht grade ideal. Zumindest nicht so gut, wie sie gehofft hat. Sie hatte ja bereits im Erntekapitel so ihre Zweifel, ob das mit den Hungerspielen eine gute Idee ist und ich fürchte, die haben sich jetzt nur verstärkt. Aber jetzt gibt es kein zurück mehr.

Ich freue mich schon total auf die nächsten Kapitel und wünsche dir viel Motivation fürs weiterschreiben!
Liebe Grüße,
AyeAye

Antwort von MissSienna am 01.09.2017 | 13:59:35 Uhr
Hallo und willkommen zurück AyeAye!
Schön, dass auch dir die Kapitel so gut gefallen haben, ich mag auch beide total gern :)
Beim Abschiedskapitel ging es mir um genau diese Stimmung und ich habe eine Weile daran rumgebastelt, bis ich zufrieden war. Und offenbar scheint es mir gelungen zu sein,obwohl ich natürlih hoffe, dass du nicht wirklich wegen mir depressiv wirst :D
Kittäs Situation ist schon ganz schon bitter, und wie du sagst, die Tatsache, dass es eventuell vermeidbar gewesen wäre macht es noch schlimmer. Ich würde mir an ihrer Stelle wahrscheinlich ununterbrochen Vorwürfe machen, obwohl es ja streng genommen nicht ihre, sondern Ethans Schuld war.
Bei der Libelle teile ich deine Meinung, ich habe es auch ursprünglich so gedacht, dass Ethan ihr die Spange zurückbringt. Und ja, du liegst ganz richtig, die Spange wird Kittä in die Spiele begleiten, mal sehen, ob sie ihr in Zukunft mehr Glück bringt.
Das Zugfahrtkapitel ist tatsächlich lustiger geworden als beachsichtigt, da es aus Sicht einer Karriera geschrieben ist, wollte ich es ein wenig lockerer und spaßiger. Besonders gut läuft es bei Lyara aber irgendwie auch nicht,es scheint, als würden all ihre guten Vorsätze nicht aufgehen und sie verfällt ja schon in leichte Panik, dass das so weitergehen könnte. Und wer ist Schuld an ihrer schlechten Laune? In erster Linie ihr Betreuer. In zweiter Linie Venice. Den Ben liegt natürlich herzlich wenig daran, sich mit Lyara oder irgendwem sonst gutzustellen, warum auch. Die Rattenszene mag ich auch super gern, sie ist so herrlich fies und gemein, aber trotzdem kann man Venice nicht nicht mögen. So geht es zumindest mir!

Vielen Dank für die Motivation, die kann man immer gebrauchen :)
Alles Liebe,
Sienna
31.08.2017 | 17:54 Uhr
zu Kapitel 14
WOW!! WOW!!!!!!!

Ich logge mich nach längerer Zeit mal wieder ein und es sind gleich ZWEI neue Kapitel online :DD Ich war mega begeistert!
Die Szene mit der Libellenspange hat mir gefallen, auch wenn sie für mich ein paar Fragen aufgeworfen hat (das könnte daran liegen, dass ich Kittäs Ernte Kapitel nicht mehr ganz im Kopf habe). Sie ist also möglicherweise in den Spielen, weil sie dem falschen Mann einen Korb gegeben hat? Eine etwas überzogene Rachereaktion von dem Guten, aber jedem das Seine. Außerdem ist es ja nicht bewiesen.
In dem Zusammenhang ist das Kapitelende mit dem Geschenk (das Kittä ja sehr berührt, wie es scheint, obwohl es seine besten Tage hinter sich hat) natürlich sehr interessant. Sie hatte ja in der Vergangenheit mehrere tiefer gehende Bekanntschaften - nur von wem ist die Libelle? Ich rätsele und werde mal schauen, ob ihr Erntekapitel irgendwelche Aufschlüsse gibt. Hat dieses Tier eine besondere Bedeutung für sie? (Mir ist so, als wäre da irgendetwas gewesen - ich glaube, ich muss mir wirklich noch einmal ihr Erntekapitel ansehen... ich bin neugierig.)

Okay. Und jetzt zum neuesten Kapitel. MEGA. Einfach klasse.

Ben, der es natürlich gar nicht für nötig hält, sich mit ihrem Mentor, geschweige denn mit Lyara abzugeben - und dann das mit der Ratte :DD Du hast sein Wesen wirklich PERFEKT erfasst. Und Venice' Reaktion, göttlich :D Ich fand das Ganze megalustig - auch wenn es natürlich wieder einmal gezeigt hat, wie kalt und degradierend Ben anderen gegenüber fühlt und denkt. Ist er nicht ein Schnuckelchen? Meinst du, er hat gewusst, das Lyara in Hörweite ist? Zu gerne hätte ich mit erlebt, wie sie ganz unschuldig in den Speisewagen schlendert und sich etwas zu essen holt. "Sie haben geklopft? Das habe ich gar nicht gehört. Sie müssen demnächst lauter klopfen."
In etwa so xD Ich lache echt immer noch :D Dein Schreibstil ist wirklich toll!

Mensch, ich bin echt gespannt, wie es weitergeht, auf die Parade und natürlich die Arena.
Vielen Dank fürs Weiterschreiben, du hast mir den Abend versüßt :)

Ganz liebe Grüße (und ein großes Sorry, dass ich so lange kein Review mehr geschrieben habe),

Vivi
ps. Das mit dem Sponsoring hat Vivi, blöd, wie sie ist, noch nicht ganz verstanden. Sie muss sich das nochmal durchlesen.

Antwort von MissSienna am 31.08.2017 | 19:45:47 Uhr
Hallo liebe Vivi!
Mensch, das freut mich, von dir Mal wieder was zu hören! Ich lebe ja in ständiger Furcht, durch meine unterirdisch unregelmäßigen Uploadzeiten irgendwann Leser zu verlieren und bin immer sehr erleichtert, wenn dann einer nach dem anderen wieder auftaucht :D

Um Kittäs Kapitel zu verstehen ist es natürlich schwer von Vorteil, ihr Erntekapitel noch so einigermaßen im Kopf zu haben. Gar nicht so leicht, bei den vielen Ernten! Aber du hast es ganz gut zusammengefasst, Kittä hat ihrem unausstehlichen Verehrer Ethan einen Korb gegeben (nicht den ersten), woraufhin er ihr damit droht, sie mittels der Beziehungen seines Vaters in die Hungerspiele zu schleusen. Dann läuft er weg und wenig später wird Kittä tatsächlich ausgelost. Und nun stellt sie sich verständlicherweise die Frage, ob es tatsächlich irgendwo ihre eigene Schuld ist, dass sie jetzt in dieser Situation ist oder ob es einfach nur ein ziemlich unglücklicher Zufall war, dass ausgerechnet ihr Zettel gezogen wurde. Quälende Gedanken.
Auch auf die Libellenfrage wirst du die meisten Antworten in Kittäs Erntekapitel finden. Die Haarspange ist ein Erbstück ihrer Großmutter, das sie am tag der Ernte in den Haaren trägt. Im Zuge der Auseinandersetzung mit Ethan nimmt er ihr die Spange weg, zerdrückt sie und haut dann damit ab. Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass es Ethan ist, der ihr die Libelle auf diese ziemlich feige Art und Weise wieder zurückgibt. Und das war es eigentlich auch schon zur tieferen bedeutung der Libelle. Sie ist Kittäs Erinnerungsstück, das sie mit ins Kapitol und die Arena nimmt und vereint gleichermaßen gute wie schlechte Erinnerungen. Auf der einen Seite ist da die Verbindung zu ihrer Großmutter und ihrer Familie, auf der anderen wird sie das Teil wahrscheinlich nie ansehen können, ohne sich zu fragen, ob ihre Teilnahme an den Spielen vermeidbar gewesen wäre.

Nun zum Zugkapitel: Zuerst einmal freue ich mich wie ein Honigkuchenpferd, dass es bis jetzt bei allen so gut angekommen ist, denn ich mag es auch super gern! Obwohl es ja in erster linie aus Lyaras Sicht geschrieben ist erfahren wir auch eine Menge über Venice (und damit zwangsläufig auch über Ben). Venice ist ja im Erntekapitel spät abends im Zug aufgewacht, hatte ihren kleineren Nervenzusammenbruch und begibt sich jetzt auf die Suche nach etwas zu essen. Ben wäre es wahrscheinlich am liebsten gewesen, gar niemandem zu begegnen, da er ja von Menschen im Allgemeinen nicht so viel hält. Er sieht weder im ewig beleidigten Betreuer noch in Lyara einen Vorteil für sich selbst und dementsprechend "nett" behandelt er sie auch. Lyara bezeichnet er als Ratte, weil er weiß, dass sie sich auf dem Gang versteckt und sie belauscht. Wie eine Ratte eben. Ich denke, er wusste, dass sie Venice hören kann und war wahrscheinlich nicht so begeistert, dass Venice so laut gesprochen hat. Aber Lyara schert ihn ja sowieso recht wenig, sonst hätte er sicher eingegriffen. Sobald Lyara aus ihrem Versteck herauskommt übernimmt dann Venice und ist das liebe, nette, naive Mädchen, das sie eigentlich ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie mit dieser zuckersüßen Art eine Menge Leute um den Finger wickeln wird.
Und dein Zitat ist ja mal mega genial, zu schade, dass ich das nicht so im Kapitel eingebaut habe, denn genauso stelle ich mir die Szene auch vor :D

Hach ja, es geht schon ruck zuck voran und ich kann es kaum erwarten, dass alle Tribute endlich aufeinander treffen!
Dir vielen Dank für dein Review, es hat mir wiederrum den Abend versüßt :)

Alles Liebe,
Sienna
PS: Kein Stress! Die Arena ist ja doch noch ein Stück entfernt, dass du dir alle Zeit der Welt lassen kannst, das Sponsorensystem zu durchschauen :D Es ist auch mal wieder unnötig kompliziert geworden!
31.08.2017 | 10:42 Uhr
zu Kapitel 14
Hey,

auch ich finde, dass dieses Kapitel echt gut ist. Nur habe ich das Problem, dass ich gerade in einen Tief bin und daher erwarte mal nicht zu viel von meinem Review.
Das Kapitel ist gut geschrieben und es zeigt auch, dass Lyra schon mal nicht ohne Taktik an die Sache heran geht. Mir tut sie nur Leid, weil eigentlich ist sie ja eine richtige Karriero, sie ist nur viel zu Selbstkritisch, um das zu sehen. Und dann kommt auch noch dieser Betreuer, den ich mittlerweile echt nicht mehr mag. Da tut sie alles, was er verlangt, und er regt sich über Venice auf. Soll er doch froh sein, dass Lyra wenigstens da ist! Okay, ich bin hier aber auch nicht unparteiisch. ^^
Und dann nennt Venice sie auch noch Ratte. Wie denkt sie denn, dass Lyra darauf reagiert? Sie hat von Ben erfahren, dass sie da ist, kann aber nicht so weit zählen, dass sie sie gehört hat? Ich hoffe, dass Lyra klug genug ist, ihren eigentlichen Plan mit Venice aufzugeben. Denn ich muss ihr wirklich zustimmen: Venice ist, wenn sie unter Bens Kontrolle ist, eine ihrer größten Sorgen.
Und sie sollte wirklich an ihrer Karrierohaftigkeit üben. Aber noch hat sie ja Zeit. Ich schiebe das jetzt mal einfach auf den Adrenalinkick von der Ernte. Das wird bei ihr bestimmt noch.^^
Ich freue mich wirklich jedes Mal, wenn du ein neues Kapitel hochlädst. Und noch glücklicher macht es mich, dass wir schon auf dem Weg ins Kapitol sind, was ich bisher bei noch keiner Geschichte hatte, bei der ich mitmache. Ich bin also umso gespannter, wie es bei dir abläuft.^^

LG Krissi

Antwort von MissSienna am 31.08.2017 | 12:57:01 Uhr
Hello liebe Krissi!
Vielen Dank für das Kompliment zuerst mal! Freut mich total, dass es bislang so gut ankommt :)
Ja, was Karrierohaftigkeit angeht kann Lyara wirklich noch eine Schippe drauflegen, eigentlich hat sie alles, was man braucht, aber ihre Minderwertigkeitskomplexe und Selbstkritik machen ihr da einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Und das macht ihr Betreuer mit seiner Kritik an ihren Fähigkeiten natürlich nicht unbedingt besser, kein Wunder, dass Lyara ihn nicht leiden kann. Aber dafür hat sie ja immerhin ihre Betreuerin auf ihrer Seite und die ist im Zweifelsfallwahrscheinlich sowieso nützlicher als ein Betreuer.
Und Venice, nun ja, sie ist eben einfach Venice. Oder auch nicht, denn manchmal ist sie ja auch Ben. Zum Beispiel während dem Rattenmonolog im Gang. Venice selbst meint das wahrscheinlich gar nicht so, im Erntekapitel hat sie ja sogar mehr oder weniger gesagt, dass sie Lyara gern mag. Aber Ben mag sie eben so gar nicht, genauso wie eigentlich alle anderen Personen aus Venice Umfeld. Wir befinden uns ja immernoch am Tag der Ernte und dementsprechend immernoch an einem sehr schlechten Tag von Venice. Ben hat zeitenweise die volle Kontrolleüber sie und verhilft ihr mit seinen Aktionen nicht unbedingt zu Beliebtheit.
Wie es mit Lyara und Venice weitergeht werde ich natürlich noch nicht verraten, aber du sagst es: Lyara tut gut daran, Abstand zu Venice zu halten.

Mich macht es auch total glücklich, dass wir den Kapitolsplot erreicht haben! Und ich bin fest entschlossen, auch die eigentlichen Spiele zu erreichen!Du kannst dich also auf viele weitere Kapitel freuen :)
Alles Liebe,
Sienna
31.08.2017 | 09:16 Uhr
zu Kapitel 14
Hallöchen!
Und hier war auch das erste Zugkapitel! Mensch das geht hier ja momentan rasant in Richtung Hungerspiele.
Mich freut es auf jeden Fall. In dem Tempo kann es gerne weiter gehen.
Und auch mit dem Schreibstil!
Ich weiß auch nicht ganz wieso, aber dieses Mal war das Kapitel so unglaublich gut, dass ich es geradezu verschlungen habe!
Kaum hatte ich angefangen, war ich auch schon durch!
Ich fand es war diesmal einfach alles so flüssig geschrieben und so zusammenhängend erzählt, dass ich es Wahnsinnig gerne gelesen habe.
Nicht, dass deine Kapitel nicht auch sonst einsame Klasse sind, aber das hier war noch einen Ticken besser.
Respekt dafür!
Nun aber mal zur Zugfahrt an sich.
Lyara:
Lyara schien die ganze Fahrt über sehr darauf bedacht zu sein nach der Pfeife ihrer Mentorin und des Betreuers zu tanzen.
An sich ja keine schlechte Strategie. Schließlich sorgen die Mentoren für Sponsoren und die für Lebensnotwendige Geschenke.
Blöd nur, dass ihr Betreuer sie schon mal nicht so gerne hat.
Aber wer weiß, vielleicht hat Ava ja recht und er braucht nur seine Zeit zum warm werden.
Venice gegenüber ist Lyara auf jeden Fallsehe skeptisch und ich glaube das ist auch ganz gut so.
Schließlich weiß man ja nie.
Mal sehen, wie sie sich so im Kapitol schlägt. Denn das miemen einer harten Karriera fällt ihr ja bis jetzt noch relativ schwer. Wir werden ja sehen, ob sie dann letztendlich auch eine Vollblut Karriera wird, oder ob sie da etwas abweicht.
Ich bin gespannt!

Venice:
Ach ja, ich bin ja irgendwie ein Fan von ihr.
Dieses Mysteriöse an ihr finde ich einfach extrem spannend und ich freue mich immer über jeden kleinen Hinweis, der über ihren Charakter und ihre Krankheit gemacht wird.
Das sie erst einmal den Betreuer auf die Palme gebracht hat, weil sie nicht aus ihrem Abteil herauskam, das ist wohl etwas, was nicht viele Tribute aus Distrikt 4 machen.
Ob das wohl ein Versehen oder eine Strategie war?
Ich würde ihr beides zu trauen.
So durchtrieben, wie sie wirkt. Allein, wie sie Lyara dann im Zug gegenüberstand.
Erst redet sie darüber, dass Lyara eine "Ratte" ist und dann lächelt sie ihr nett zu.
Nur um dann essen zu gehen.
Also ich bin mir ja sicher, dass man da noch gespannt bleiben darf!

Die Mentorin:
Als zum ersten Mal von ih die Rede war, war ich kurz verwirrt. Ich wusste nicht, wer ava ist und musste kurz noch mal nachgucken, ob ich nicht was überlesen habe.
Aber dann wurde mir auch klar wer sie ist und ich konnte in Ruhe weiterlesen.
Ich finde jedenfalls wirkt sie so als hätte sie einen ganz guten Durchblick.
Sie scheint zu wissen auf was es ankommt und das kann ja nur hilfreich sein.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie ihren Teibuten eine gute Hilfe sein wird.

Der Betreuer:
Oh man, ich musste echt grinsen über diesen komischen Vogel.
Er war ja wirklich ganz beleidigt, dass einer seiner Tribute die Frechheit besitzt nicht aufzutauchen.
Da muss man seinen Kummer gleich einmal mit Schokotörtchen stillen!
Er scheint auf jeden Fall sehr auf Perfektion aus zu sein und ich würde ja zu gern wissen, wie er auf Venices verspätetes eintreffen reagiert hat.
Bestimmt nicht positiv.

Alles in allem ein super Kapitel und wow mein wahrscheinlich längster Kommentar.
Ich freue mich riesig auf das nächste Kapitel und bin schon ganz gespannt auf all die anderen Tribute im Zug.
Und ich muss noch meine Punkte verteilen. Ich habe dann ja jetzt acht.
Ach wen wähl ich da nur?

Alles Liebe!
Deine dreamissy:)

Antwort von MissSienna am 31.08.2017 | 10:04:37 Uhr
Hi dreamissy!
Oh ja, wir bewegen uns rasant auf die Spiele zu. Ich versuche momentan echt, mich ranzuhalten, weil ich möglichst schnell zu den eigentlichen Spielen kommen möchte. Von den Ernten fange ich gar nicht erst an, dieser Kapitolsplot ist zwar ganz nett,aber eigentlich will man ja die echten Spiele lesen/schreiben.
Freut mich jedenfalls riesig, dass dir das Kapitel so gut gefallen hat, es gehört nämlich auch zu meinen Lieblingen!
Zu Lyara: Lyara ist so ein bisschen die Underdog- Karriera, momentan benimmt sie sich noch nicht wirklich wie eine, aber wer weiß, was sie in der Arena noch so auspackt. Jedenfalls geht sie die Sache ausgesprochen taktisch an und bemüht sich sehr, zu gefallen. Bloß, dass ihre Taktik nicht so besonders gut aufgeht. Blöd für sie, aber noch ist ja nicht aller Tage Abend und sie hat ja noch eine Weile Zeit, ihren Betreuer von sich zu überzeugen.
Venice gegenüber ist sie zu Beginn recht offen und hofft ja sogar darauf, sich mit ihr anzufreunden, aber auch das funktioniert nicht so wirklich. Und nach Venice Ratten-Monolog ist sie dann tatsächlich ziemlich skeptisch, was ja irgendwo verständlich ist. Sie kann Venice schlecht einschätzen und traut ihr nicht.
Zu Venice: Ich liebe Venice auch und Ben jagt mir jedes Mal einen Schauer über den Rücken. Wenn sie unter seiner Gewalt steht hat sie so etwas kaltes, berechnendes und - nennen wir das Kind doch beim Namen- irres.
Der Grund, warum sie sich den ganzen Nachmittag auf ihrem Abteil versteckt hat, liegt in ihrem Erntekapitel. Damals ist sie ja im Zugabteil aufgewacht, war völlig orientierungslos und verwirrt, aber zu dem Zeitpunkt war es draußen auch schon dunkel. Sie lag also die ganze Zeit über auf dem Teppichboden in ihrem Zimmer und war unter Bens Gewalt. Erst in dem Moment, in dem Lyara ihr gegenübertritt, hat sie sich wieder völlig unter Kontrolle und ist die liebe, nette, ein wenig verpeilte Venice, die sie eigentlich ist.
Zur Mentorin: Ich habe schon gedacht, dass das für Verwirrung sorgen könnte, weil sie ja noch nie vorgekommen ist. Deswegen hatte ich erst einen Nebensatz, der das erklärt, aber der hat den schönen Lesefluss des Kapitels so dermaßen gestört, dass ich ihn wieder gelöscht und mir eingeredet habe, meine Leser würden anhand des Ausschlussverfahrens schon erraten,wer sie ist. Hat ja bislang ganz gut geklappt :D
Ava ist wirklich eine sehr liebe und obendrein recht fähige Mentorin, die ihre Schützlinge unterstützt wo sie kann. Ein echter Traummentor, könnte man meinen. Aber auch sie hat ihre Schwächen.
Zum Betreuer: Saurant ist ein unglaublich anstrengender Mentor und man könnte meinen, seine die anderen würden ihn betreuen und nicht umgekehrt. Er ist schrecklich kindisch, nachtragend und nimmt alles persönlich. Und abgesehen davon ist er noch in ungesundem Maße ehrgeizig, eigentlich geht es ihm nur darum, dass seine Tribute die aus Distrikt 1 überleben. Ziemlich egoistisch. Lyara und Venice haben in seinen Augen beide schonmal verkackt. Lyara traut er den Sieg nicht zu und Venices Benehmen bringt ihn auf die Palme.

Dann wünsche ich dir noch viel Spaß mit der Qual der Wahl beim Verteilen der Sponsorenpunkte :)
Alles Liebe zurück,
Sienna
30.08.2017 | 22:58 Uhr
zu Kapitel 13
Hallo liebe Sienna,

nach wunderschönen Wochen des Urlaubs bin ich nun wieder in den heimatlichen Gefilden und freue mich gerade wie ein Honigkuchenpferd, dass gleich zwei neue Kapitel hochgeladen sind!
Und das beste; eines handelt von meiner kleinen Kittä (okay, Kävet würde mich für diesen Ausdruck wahrscheinlich umbringen, aber jetzt um halb 11 nachts bin ich immer ein wenig abgedreht).
Was soll's, keine weiteren Worte verlieren, ich fange dann mal an:

In diesem Kapitel sehe ich, mal wieder, wie wunderschön du eigentlich schreibst. Der erste Satz hat mir selber schon eine Gänsehaut beschert und ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Ich finde nämlich, dass du aus ihr eine Person geschaffen hast, die loszulassen wohl sehr schwer wird.
Der Monolog, den sie am Anfang führt, finde ich unheimlich passend. Trotz dass es mit einem Sinn weniger schwer ist, diese Situation zu beschreiben, ist es sehr mitreißend und super formuliert, vielleicht auch gerade deswegen. Ihr Fluchtversuch finde ich ebenfalls einen guten Einwurf, schön, dass du jeder Figur mit solchen Details der Person immer eine gute Tiefe verleihst. Wo ich gerade von Details schreibe, auch den Einwurf mit dem Eichhörnchen, das Gemälde und der Staub, alles gut ausgesucht, nicht zu viel des Guten.
Schön finde ich ebenfalls, dass sie über die Ernte sinniert, sich Gedanken dazu macht. Dass sie über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachdenkt.
Dann kommt ihre Familie, die bei manchen ja als zu perfekt galt, wo ich jedoch immer wieder sage; diese Familie sieht von außen so aus, hat aber mit weit aus größeren Schicksalsschlägen zu tun, als mit bloßer Armut. Nun, Kävet werde ich auch sehr vermissen, die Geschwister sind einfach mehr als einfache Figuren, sie sind Menschen, die es auch in der echten Welt gibt, nur leider viel zu selten. Die Szene ist dir wundervoll gelungen, Altje, die für das alles einfach noch zu klein ist, Sokae, der in allem das Positive sieht und Kittä Mut macht und Kävet, die mal wieder redet ohne nachzudenken. Toll finde ich die Gedanken, die Kittä dann kommen, etwas das ich ja nicht geschrieben habe, du aber richtig schön gestaltet hast.
Und jetzt komme ich zu dem Punkt, der mir nicht so gut gefallen hat: Die Eltern von Kittä. Klar, ihr Geschwister sind unersetzlich, aber schade fand ich es trotzdem, dass sie kein Wort gesprochen haben. Obwohl ich zugeben muss, das Schweigen von den Beiden erzählt natürlich 1000 Worte mehr als zwei Sätze. Ich denke, dass du dir da auch deine Gedanken gemacht hast und ich glaube, nur zum besseren der Geschichte.
Jetzt noch kurz zum Schluss, ich finde ihn schön. Trotz wilder Spekulationen, ob Alexa die Spange durch geschoben hat, bin ich davon überzeugt, dass es Ethan war. Ich meine, wie sollte sie denn an die Spange kommen? Denn der kurze Gedanke von Kittä an Alexia finde ich passend gesetzt.

Nun, ich bin gespannt auf Neues! Der Review zum anderen Kapitel folgt morgen, heute bin ich einfach zu müde, ich meine nach vier Stunden Autofahrt...

Alles Gute und viele tolle Ideen wünsche ich dir,
Ninde

Antwort von MissSienna am 31.08.2017 | 09:27:21 Uhr
Hallo liebe Ninde,
Ich hoffe, du hattest einen schönen Urlaub!
Du hattest natürlich Glück, dass gleich das nächste Kapitel von Kittä gekommen ist. Und- so viel kann ich dir schonmal verraten- auch auf Lyn wirst du nicht mehr allzu lange warten müssen :)

Vielen Dank zuerst einmal für das Kompliment, über solche Sätze freut man sich doch immer wieder riesig!
Und auch ich muss zugeben, dass ich Kittä mit ihrer lebenslustigen, tapferen Art in mein Herz geschlossen habe und sie nicht gerne in die Spiele ziehen lasse.
Ich erinnere mich noch dunkel daran, wie du mir vor nicht allzu langer Zeit ihren Steckbrief geschickt hast und ziemlich unzufrieden mit ihr warst, aber ich bin eigentlich immer gut mit ihr klargekommen.
Mit dem Monolog habe ich eine ganze Weile gehadert, weil ich ihn ursprünglich zu lang fand, aber letzten Endes bin ich doch froh, dass ich ihn nicht gekürzt habe. Er ist im Prinzip dazu da, das unglaubliche Gefühlchaos, das in Kittä vorgeht, ein wenig genauer zu beschreiben. Die Schuldfrage, ihre Chancen zu überleben, was zur Hölle sie jetzt mit Lex anfangen soll... Und alles wird von dieser einsamen, hoffnungslosen Stimmung überdeckt, die der Raum ausstrahlt. Die Details habe ich alle mit Bedacht gewählt, um dieses Feeling von Vergänglichkeit und Trostlosigkeit zu unterstützen. Insbesondere die Staub-Geschichte. Ich finde sie zwar ein bisschen makaber, aber ich wollte ihre Gedanken auf die Tribute lenken, die vor ihr in diesem Raum waren und das gleiche durchgemacht haben.
Dann kommt ihre Familie, für Kittä wohl so ein bischen eine Erleichterung, denn damit endet ihre Suche nach Ablenkung von ihren Gedanken ja vorläufig. Schön ist so ein Abschied trotzdem nicht, wohl eher tragisch. Bei Kävet hat mir auch ein wenig das Herz geblutet, sie jetzt in den Distrikten zurückzulassen und wahrscheinlich nie wiederzusehen, aber an dieser Stelle verweise ich immer gerne auf die geplante One-Shot-Sammlung, wenn ich mich denn tatsächlich dazu aufraffen kann. Kävets Teil der Verabschiedung habe ich, glaube ich, am öftesten umgeschrieben, weil es gar nicht so leicht war, Kävets etwas aufgedrehte, freche, vorlaute Art mit der Trauerstimmung zu verbinden, sodass sie trotzdem noch Kävet bleibt. Deswegen habe ich bei ihr den Fokus mehr auf die Wut und die Rachegedanken gesetzt, die die Trauer so ein bisschen überdecken. Bei Sokae wollte ich unbedingt die im Steckbrief beschriebene Idee von der Augenoperation miteinbringen. Seine naiven Hoffnungen sind so süß und geben der Szene gleich noch mehr Tragik,weil ja jeder weiß, dass es nie so kommen wird. Nun zu ihren Eltern: Ich habe sie bewusst schweigend gehalten, um sie von Kävet und Sokae ein wenig zu unterscheiden. Währed die beiden ohne Punkt und Komma quasseln und beide das Unvermeidbare irgendwo verdrängen, zeigen sie eine Art Stille Akzeptanz. Sie wissen, dass niemand, erst recht nicht sie selbst, etwas an der Situation ändern können und bereiten sich bereits auf das Schlimmste vor. Das lässt sie im ersten Moment etwas reserviert wirken, aber ich finde die Blicke zwischen ihnen und Kittä drücken große Nähe aus und zwigen, dass sie eigentlich die einzigen sind, die Kittä verstehen.
Und zu guter Letzt die Spange. Ich habe seit den Ernten geplat, dass Kittä sie wieder bekommt und als Andenken mitnimmt, auch wenn sie jetzt ein wenig zerdrückt ist. Aber ich finde, dadurch erzählt sie umso mehr eine Geschichte. Und obwohl es im nachhinein vielleicht nicht ganz eindeutig formuliert war halte ich es auch für am wahrscheinlichsten, dass Ethan ihr die Spange zurückbringt, denn er hatte sie ja als letztes. Vielleicht hatte er ein schlechtes Gewissen, vielleicht wollte er sie auch nur weiter verhöhnen, wir wissen es nicht.

Oh, dann kann ich mich ja auf noch ein Review freuen! *Juhu*
Alles Liebe,
Sienna
26.08.2017 | 13:25 Uhr
zu Kapitel 13
Hallo!

Ich bin wieder da und du bekommst endlich das versprochene Review zu deiner ersten und scheinbar einzigen Verabschiedung. Aber gut, dafür kann ich dir wirklich keinen Vorwurf machen, bei mir wird es schließlich, nach aktueller Planung, keine einzige geben. Dazu muss ich allerdings erst mal an der letzten Ernte vorbei. Doch genug von mir, kommen wir zu deinem Kapitel.
Mich hat der Auguststress in diesem Jahr auch ganz schön auf Trab gehalten, weshalb ich heilfroh bin, dass wir uns langsam aber sicher dem September nähern, den ich ebenfalls komplett frei haben und ganz mit Schreiben verbringen werde. Ebenso bin ich zuversichtlich, dass es bei dir zeitlich auch Stück für Stück bergauf gehen wird. Zumal deine Kapitolsplanung ja so kurz und prägnant gehalten ist, dass wir uns deiner Arena mit ganz großen Schritten nähern werden. Ich bin gespannt!
Anders als unsere Tribute. Na ja, zumindest die Nicht-Karrieros. Die genießen wahrscheinlich jede Sekunde, die sie noch von dem Gemetzel trennt. Dass sie infolge dessen den ein oder anderen schweren Verlust hinnehmen müssen, ist unvermeidlich. So muss es auch unsere Kittä erfahren, die sich in diesem Kapitel von ihrer übertrieben genialen und liebreizenden Familie verabschieden muss. Schauen wir doch gleich mal rein!
[Wenn du dieses Vorwort merkwürdig fandest, dann geht's dir wie mir. Aber genug der Worte, allons-y!]


DER ABSCHIED

KITTÄ

Du beginnst das Kapitel mit einem wunderschön formulierten Monolog aus Kittäs Sicht, in der ihre Angst noch einmal hervorragend zur Geltung kommt. Überdies scheint sie, wie viele in dieser Lage, in einer Art Schockstarre zu schweben. Einerseits weiß sie, was nun auf sie zukommt, andererseits hat sie es immer noch nicht ganz realisiert. Als wär ihr Verstand und ihr Körper schneller als die Welle von widerstrebenden Gefühlen, die ihn naher oder ferner Zukunft über sie rollen wird. Und das finde ich sehr realistisch. Ich würde in ihrer Situation nicht anders empfinden.
Zudem wird sie sich ihrer Auswegslosigkeit bewusst. Sie ist zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich eingesperrt und wird vom Kapitel unnachgiebig in eine Richtung getrieben. Der Versuch, all dem irgendwie doch noch zu entkommen und dem Kapitol, wie du so schön gesagt hast, "von der Klinge zu springen", passt zu dieser Erkenntnis. Ebenso macht sie sich natürlich Gedanken um den Grund ihres Hierseins, die offenen Fragen. Warum sie? Anders als die meisten übrigen Tribute hat sie zusätzlich zu "Zufall" oder "Schicksal" noch eine dritte, wahrscheinliche Variante: "Verschwörung." Natürlich wurmt es sie, dass sie die Antwort nicht kennt und vermutlich auch nie erfahren wird. Andererseits spielt das in ihrem Fall wahrscheinlich sowieso keine Rolle mehr. Trotzdem zerbricht sie sich darüber den Kopf, allein schon, um sich abzulenken.
Und auch meine kleine Lex hat einen wiederkehrenden Platz in Kittäs Gedanken. Es freut mich natürlich, dass es Kittä erst einmal grundsätzlich widerstrebt, Lex zu verraten oder ihr etwas anzutun. Egal, was diese ihr für Leid zugefügt hat. Andererseits will sie ihr auch nicht (direkt) vergeben, was nach Lex' Verhalten absolut verständlich ist, obwohl es mir natürlich in der Seele wehtut. Schade, dass wir im Kapitolsteil nur noch einmal von den beiden lesen werden. Und zwar, wenn Lex an der Reihe, was ja irgendwann in den kommenden Kapiteln der Fall sein wird.
An der Stelle, an der du Kittäs Umfeld beschreibst, inklusive eines hungrigen Eichhörnchens, fiel mir mal wieder auf, wie umwerfend schön ich deinen Schreibstil eigentlich finde. So bildhafte Darstellungen habe ich schon lange nicht mehr fabriziert, weshalb ich womöglich etwas eingerostet bin. Vor allem die Stelle mit dem aufwirbelnden Staub und dem Gedankengang, dass Kittä da gerade die Überreste ihrer Vorgänger einatmet, fand ich so kreativ, innovativ und schön formuliert, dass ich am liebsten vor Neid erblassen würde, ehrlich.
Dann ist der Moment des Alleinseins allerdings auch schon vorbei und die Minuten des Abschieds gekommen. Es hätte mich ehrlich überrascht, wenn hierbei nicht das ein oder andere Tränchen geflossen wäre, schließlich hat Kittä zu ihrer wundervollen Familie ein überaus inniges Verhältnis. Dass selbst Kävet, die normalerweise wütend oder trotzig reagiert, weint, unterstreicht noch mal, wie ernst die Lage eigentlich ist und wie schwer die Familie Kittäs Verlust getroffen hat. Einzig Alter scheint nicht recht so recht zu verstehen, was um sie herum geschieht. Und das finde ich nur realistisch, immerhin ist sie zu jung, um zu wissen, was es bedeutet, mit ihrer ganzen Familie in diesem Raum zu sein. Für ihr Alter ist das ein Segen, aber irgendwann wird sie die Wahrheit erfahren und dann wird es auch sie treffen, wenn auch wahrscheinlich nicht so hart wie die anderen.
Trotz all der Trauer und der Fassungslosigkeit ist ein Stück der alten Kävet noch immer geblieben. Denn für sie gibt es keinen Zweifel, dass Ethan hinter alledem steckt. Und eines muss man Kittä lassen, sie ist Herr ihrer Sinne und legt ein extrem selbstloses Verhalten an den Tag. Obwohl sie es verdient hätte, bei ihrer eigenen Verabschiedung im Mittelpunkt zu stehen, kümmert sie sich mehr um ihre Familie als umgekehrt. Denn sie sind es, die in jedem Fall überleben werden, selbst wenn sie nicht mehr da sein sollte. Sie sind es, die mit ihrem eventuellen Tod zurechtkommen müssen. Und da Kittä weiß, was solch ein Verlust mit einem Menschen anrichten kann, - sie hat es selbst auf den Straßen gesehen und kann gar nicht anders, als sich den Kopf mit Horrorvorstellungen von ihrer eigenen Familie zu vergiften - setzt sie alles daran, ihre Familie für die kommenden Wochen zu wappnen. Ohne Rücksicht auf sich selbst, ihre eigenen Gefühle und ihren baldigen Tod. Eine sehr noble Geste. Wollen wir doch hoffen, dass sie es mit ihren scheinbar logisch klingenden Ausführungen bezüglich Ethan geschafft hat, Kävet von ihren Racheplänen abzubringen.
Darüber hinaus gefallen mir Sokaes naive Hoffnungen. Es ist einfach so beruhigend, mit solch kindlicher Zuversicht konfrontiert zu werden, die wirklich nur die positiven Seiten einschließt. Eine Operation für Kittäs Augen, über die ich tatsächlich schon nachgedacht habe, und eine langfristige Rache an Ethan. Dumm nur, dass der Sieg noch in weiter Ferne steht, weil die Hungerspiele zuerst kommen und grausam und gnadenlos werden. Das ist Kittä und ihren Eltern klar. Dumm nur, dass keiner von ihnen daran denkt, dass der Sieg auch keine Erlösung verspricht, ganz im Gegenteil. Traumatische Erinnerungen, die man immer wieder vor Augen geführt bekommt und Misshandlung durch das Kapitol. Darüber hinaus stell ich es mir alles andere als großartig vor, mit einem tobsüchtigen Kleinkind von Präsidenten zwangsverheiratet zu werden.
Schließlich ist die Zeit rum. Anders als viele andere Autoren hast du den Tributen viel Zeit gegeben, sich von ihren Lieben zu verabschieden, was ich gut finde. Drei Minuten sind nämlich echt zu wenig. Eine Viertelstunde eigentlich auch, aber irgendwann muss ja auch mal Schluss sein. Für Kittä ist das jetzt der Fall. Sie wird ihre Familie vermutlich niemals wiedersehen. An dieser Stelle nutze ich die Gelegenheit, um eine meiner Lieblingsstellen aus diesem Kapitel zu zitieren, weil ich es immer mag, wenn jemand das bei mir macht:
"Eine eigenartige Stimmung lag nun über dem Raum, eine widersprüchliche Mischung aus Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, aus Trost und Trostlosigkeit und aus Schicksalsfügung und Kampfgeist." Das ist so wunderschön geschrieben, einfach fabelhaft! So was würde mir nie in den Sinn kommen.
Zum Schluss noch eine Szene, die viel Interpretationsfreiraum lässt und mir auch nie in den Sinn gekommen wäre. Und zwar, dass Ethan ihr die Spange zurückbringt. Zumindest glaube ich, dass es Ethan ist, es deutet alles auf ihn hin. Lex trägt weder Friedenswächterstiefel, wie Ethan, der ja Friedenswächter ist, noch würde sie da draußen alleine und unbeaufsichtigt rumlaufen. Schließlich sitzt sie gerade bei ihrer eigenen Verabschiedung. Also Ethan. Diese kleine Geste finde ich recht interessant. Sie lässt mich daran zweifeln, dass Ethan tatsächlich seine Finger im Spiel hat. Denn, mal ehrlich, wer hat bitte so viel Macht, eine Betreuerin zu bestechen? Oder vielleicht war er es ja doch und empfindet nun Reue für das, was er getan hat und schiebt die Spange nur deshalb unter der Tür hindurch, weil es Kittä nicht mehr unter die Augen treten kann. Wir werden es wohl nie erfahren.

Das war es auch schon wieder von mir. Ich finde, das Review ist ziemlich lang geworden. Dafür, dass das ja streng genommen nur eine Sicht war.
Ich hoffe, du bist mit meiner (dieses Mal weniger strengen) Einschätzung zufrieden und hattest viel Spaß beim Lesen! Schließlich weiß ich ja, dass du dich über Reviews genauso sehr freust wie ich. Dein Schreibstil war, falls das noch nicht deutlich geworden sein sollte, mal wieder absolut großartig und auch meine Anmerkung hast du bis auf zwei Anmerkungen ausgemerzt. Ich fürchte, ich muss mir zukünftig ein anderes Anmerksystem überlegen, damit es nicht mehr zu Schwierigkeiten kommt.

Wir lesen uns,
Katia!

Antwort von MissSienna am 26.08.2017 | 15:17:58 Uhr
Überraschung!
Meinte ich nicht eben noch, dass ich frühestens Dienstag zum antworten komme? Richtig. Aber da die Freundin, bei der ich aktuell weile, gerade kurz zur Uni musste, hat sich unerwartet ein kleines Zeitfenster ergeben. Hoffentlich ist es groß genug, dass ich fertig werde, sonst ist die ganze Sache hinfällig :D
Für dein Vorwort habe ich tatsächlich zwei Anläufe gebraucht, bis ich folgen konnte, aber jetzt finde ich es eigentlich gar nicht mehr merkwürdig. Der kapitolsplot ist kapiteltechnisch tatsächlich kurz und knackig, aber ich kann schon mal versprechen, dass auch vor dem Beginn der eigentlichen Spiele noch so einiges passieren wird. Aber dorthin muss ich ja erstmal kommen. Ich habe mich übrigens bewusst entschieden, nur einen Abschied zu schreiben, weil ich finde, dass sich die meisten Abschiede doch sehr gleichen. Und mit meinen 12 Hauptcharakteren kann ich es mir ja leisten, nur ein Kapitel zu jeder "Station" zu schreiben.
Jetzt aber zu Kittäs Abschied :
Zuerst ein mal großes Dankeschön für dieses tolle Review, bin beim Lesen gar nicht mehr aus dem grinsen rausgekommen und die Leute in der Straßenbahn halten mich jetzt bestimmt für irre. Aber gut, die kümmern mich jetzt nicht so wirklich. Was den Monolog am Anfang angeht, war ich mich lang unsicher, ob er nicht zu lang, zu aufgesetzt oder zu langweilig werden würde, aber jetzt bin ich froh, dass ich ihn so gelassen habe. Kittä schwebt wirklich in einer Art Schockstarre und hat noch nicht so ganz realisiert, was um sie herum passiert. Auf der einen Seite findet sie sich fast schon damit ab, dass sie kaum Chancen auf den Sieg hat, auf der anderen Seite sucht sie verzweifelt nach Möglichkeiten, ihrem Schicksal zu entkommen. Dabei greift sie wirklich nach dem letzten Strohhalm, was sich zum Beispiel in dem naiven versuch, dem Kapitol von der klinge zu springen zeigt, obwohl sie tief in ihrem Inneren längst weiß,dass es hoffnungslos ist. Sie versucht damit gewissermaßen, vor ihren eigenen Gedanken davonzulaufen, was ihr aber nicht gelingt. Die Frage, ob Ethan tatsächlich der Drahtzieher für Ihre Auslosung war und ob ihre Teilnahme an den Spielen damit vermeidbar gewesen wäre ist natürlich quälend. Was wäre, wenn sie netter zu Ethan gewesen wäre? Wenn sie seinen Forderungen stattgegeben hätte? Wäre sie dann trotzdem in dieser Situation oder Zuhause bei ihrer Familie in Sicherheit? Und auch was Lex betrifft steckt sie gewissermaßen in der Zwickmühle, einerseits will sie nach jedem Strohhalm greifen, um vielleicht wie durch ein Wunder zu überleben, andererseits bereitet ihr schon der Gedanke, Lex zu verraten, Kopfschmerzen. Für Lex ist das natürlich entsprechend blöd, wie man sich vorstellen kann wird sie sich an Kittä halten und steht damit unter akutem Risiko, hintergangen zu werden. Ob Kittä das denn wirklich zustande bringen würde steht natürlich auf einem anderen Blatt. Jetzt aber genug der spoiler und weiter im Text. Vielen Dank für das Lob für das Eichhörnchen und den Staub, lustigerweise waren das die beiden letzten Textteile, die ich noch eingefügt habe. Das mit dem Staub kam mir ein bisschen makaber vor, aber es unterstreicht die hoffnungslose Situation so schön. An dieser Stelle fühle ich mich auch genötigt, dir zu sagen, dass du mindestens genauso kreative, innovative und schön formulierte bildhafte Darstellungen in deinen Ernten hast!
Und dann kommt auch schon Kittäs Familie und ich glaube in dem Moment ist sie einfach froh, dass sie nicht mehr mit ihren quälenden Gedanken allein ist. Ich habe diesen Teil einmal komplett geschrieben, dann alles nochmal gelöscht und von vorne begonnen, weil ich fand, dass sich ihre Familie in der ersten Version ziemlich "out of charakter" benommen hat, Kävet war zu weinerlich, Sokae zu erwachsen... Die zweite, aktuelle Version hat mir dann besser gefallen, Kävets trotz und Sokaes Naivität. Alle gehen ein bisschen unterschiedlich mit der Situation um und versuchen Kittä auf ihre Art und Weise zu trösten und zu unterstützen, was irgendwie süß von Ihnen ist. Ob sie Kittä damit wirklich helfen ist fraglich. Kävets Rachepläne beunruhigt und besorgen sie eher, an Sokaes rosige Zukunftsvorstellungen glaubt sie nicht wirklich. Aber sie gibt sich größte Mühe, den beiden ihre Hoffnung nicht zu nehmen. Denn du hast natürlich recht, bis zum Sieg ist es noch ein sehr weiter weg und die größten Chancen hat Kittä mit ihrer Sehschwäche auch nicht. Und selbst wenn es ihr gelingen sollte, sich gegen alle anderen Gegner durchzusetzen ist nicht alles wie vorher. Sie wird nicht in ihre Familie zurückkommen, entweder sie ist am Ende der Spiele tot oder eine äußerst bemitleidenswerte Präsidentengattin. Fragt sich, was schlimmer ist.
Und dann ist die Zeit des Abschieds wirklich gekommen und ihr Familie ist plötzlich weg. Drei Minuten Abschiedszeit sind ja absurd kurz, ich fand selbst die nicht ganz genau definierte Zeit bei mir grenzwertig, weil ja noch so viel mehr gesagt werden könnte, aber wie du sagst, irgendwann muss auch mal gut sein.
Das von dir zitierte Zitat ist übrigens auch meine Lieblingsstelle in diesem Kapitel, es ist fast eine Mini Zusammenfassung.
Dir Schlussszene habe ich mal absichtlich vage gehalten, damit sich jeder so sein Bild machen kann (obwohl ich nicht erwartet habe, dass es so verrückte Deutungsmöglichkeiten gibt). Denn natürlich ist es Ethan, der ihr die Spange bringt. Lex hat ja keine Friedenswächterstiefel, ist bei ihrer eigenen Verabschiedung und zu guter Letzt: wo sollte sie denn die Spange herhaben? Die hatte Ethan doch die ganze Zeit in seiner Tasche, oder habe ich etwas verpasst? :D Was seine Motive sind, die Spange zurückzugeben, ist ebenfalls sehr offen. Ich persönlich tippe auf schlechtes Gewissen. Wenn Kittäs Ziehung denn wirklich auf seine Kappe geht, dann hat er im Affekt gehandelt. Die akute Kränkung und Demütigung der Zurückweisung hat ihn wütend gemacht und ihn dazu gebracht, etwas zum Rollen zu bringen, dessen Ende und Konsequenzen er gar nicht bedacht hat. Und jetzt ist es freilich zu spät, seine Taten rückgängig zu machen. Wir werden es vermutlich nie erfahren (Es sei denn, ich werde meine vielfach erwähntes Oneshotprojekt doch noch in die Tat umsetzen). Aber vorerst bleibt es im Dunkeln.
So, diese Antworten dauern doch immer länger als erwartet und ich musste ein bisschen durchrushen. Ich hoffe, dass ich nicht zu viel vergessen und zuviele Rechtschreibfehler eingebaut habe. Ich habe mein bestes gegeben! Jetzt werde ich erstmal meinen Kurzurlaub fortsetzen und mich dann am Dienstag dem weiterschreiben widmen.
Alles Liebe,
Sienna
21.08.2017 | 14:37 Uhr
zu Kapitel 13
Hey,

schön wieder etwas von dir zu lesen. Habe mich schon gewundert, wo du steckst. Aber Rl geht ja immer vor, daher macht es mir nichts aus, mal etwas warten zu müssen.
Falls du dich wunderst, dass erst jetzt etwas von mir kommt, dann kann ich nur eines sagen: Den Alert habe ich am Samstag bekommen und direkt um elf Uhr abends durchgelesen. jedoch ging es mir nicht mehr so gut, dass ich dir etwas schreiben konnte. Und am nächsten Tag war ich sozusagen etwas im Delirium und wollte dir nichts schreiben, da ich wusste, dass es dir so gar nichts bringen würde. Aber jetzt genug der Ausreden und auf zum Reviewen.

Das, was mir sehr schnell aufgefallen ist, dass erneut einige Verbesserungen nicht verbessert worden sind. Ganz oft liest man im Kapitel, dass da doch ein Leerzeichen reingehört, was von dir aber irgendwie übersehen worden ist (z.B.: "...Kittäs Lippen,_als....). Das hat mich persönlich etwas gestört, kann aber wahrscheinlich schnell überlesen werden. Aber sonst ist mir jetzt nichts großartiges aufgefallen und ich mag das Kapitel auch.

Natürlich bietet gerade Kittäs Anfang eine großartige Story. Und sie wird auch direkt hier wieder aufgenommen und ich mag auch das kleine Detail, dass Lex die Spange findet sehr. Zumindest bin ich der Meinung, dass sie diejenige ist. Und in ihrer Angst denkt sie halt, dass es Friedenswächter sind. Hoffe ich zumindest. Ich fände es nämlich echt uncool, wenn es doch Ethan gewesen wäre.
Auch finde ich es gut, dass sie stark bleibt und versucht, trotz eigenes Trostlosigkeit, ihrer Familie Hoffnung zu spenden. Nicht jeden traue ich das hier zu. Aber Kittä wirkt einfach wie eine starke Persönlichkeit und daher finde ich das gut gelungen.
Ich weiß nicht, aber Lex Seite hätte mich hier auch interessiert, da wir ja nun wissen, dass sie zusammenbricht. Daher hätte ich echt gerne erfahren, wie sie sich bei der Verabschiedung schlägt...^^
Aber so mag ich das auch. Von den beiden werden wir sowieso noch mehr erfahren.

Auch ich freue mich schon sehr auf das nächste Kapitel, da es nun endlich ins Kapitol geht und damit vielleicht auch zum ersten Zusammentreffen mit den Präsidenten. Und noch viel besser: Das Zusammentreffen von allen Tributen. ^^

Lg Krissi

Antwort von MissSienna am 21.08.2017 | 16:07:21 Uhr
Hi liebe Krissi!

Schön, auch von dir zu hören! Ja, es war ein wenig stressig in letzter Zeit, aber jetzt habe ich erstmal Ferien und kann mich wieder ein bisschen mehr aufs Schreiben konzentrieren (Auch wenn mir schon die nächste Hausarbeit im Nacken hängt).
Ich habe mich tatsächlich ein bisschen gewundert, wo denn alle meine Leser geblieben sind, aber die hast ja ein gute Ausrede, ich hoffe, es geht dir jetzt wieder besser.Und besser ein spätes Review als gar keins :D
Das mit den unverbesserten Verbesserungen tut mir Leid, ich schreibe sie einer tödlichen Mischung aus Blindheit und Faulheit zu, zum einen bin ich teilweise wirklich einfach zu blöd, die Strichhchen im Text zu finden, zum anderen will ich das Kapitel dann immer möglichst schnell hochladen und nehme mir nicht genug Zeit, alles noch einmal durchzugehen. Habe grade aber noch einmal über den Text drübergelesen und noch ein paar Fehlerchen ausgemerzt, ich hoffe, dass ich jetzt alle erwischt habe.
Schön, dass dir das Kapitel trotzdem gefallen hat.
Ich habe das Kapitel aus Kittäs Sicht geschrieben, eben weil ich das mit der Spange und mit Ethan Timmerman nochmal aufnehmen wollte. An dieser Stelle bin ich bei deiner Deutung des Kapitels leider ein bisschen ausgestiegen, vielleicht lässt es sich auch anders interpretieren, aber ursprünglich war es so gedacht, dass Kittä die Spange wieder bekommt, weil jemand (höchstwahrscheinlich Ethan) die Spange unter der Tür durchschiebt. Aber ich bin auch offen für neue Interpretationen der Geschehnisse :D
Ich hatte erst auch darüber nachgedacht, Lex Sich in das Kapitel einzubinden, habe mich dann aber dagegen entschieden, weil ich es so durchgeplant habe, dass jeder Hauptcharakter quasi ein Kapitel im Kapitolsteil hat und ich Lex an einer anderen Stelle brauche. Aber vielleicht wird es die eine oder andere Rückblende oder Erinnerungssequenz geben, in der man noch etwas über ihre Verabschiedung erfährt ;)
Das ist halt immer so die Crux bei MMFFs, man will gern von jedem Charakter die ganze Geschichte erfahren, aber gleichzeitig muss man auch versuchen, das Gesamtbild im Auge zu behalten.
Ich freue mich auch schon riesig auf das Zusammentreffen der Tribute! Deswegen bin ich momentan auch schon fleißig am Weiterschreiben, sodass das nächste Kapitel bald kommt. Und - so viel kann ich dir schon mal verraten - auch Lyara wird bald wieder in Erscheinung treten.

Alles Liebe,
Sienna
20.08.2017 | 01:20 Uhr
zu Kapitel 13
Ach herrje, die Arme Kittä!
Sie tat mir so leid in diesem Kapitel!
Das sie nur wegen diesem gemeinen Typen jetzt in die Hungerspiele ziehen muss ist so unfair!
Ich kann den Zorn von Kävet wirklich ferstehen.
Was mich total beeindruckt hat, war Kittäs Tapferkeit!
Wie sie versucht hat ihrer Familie zu vermitteln, was sie tun sollen war wirklich stark.
Das sie darauf bestand, dass sie anständig bleiben sollen ist meiner Meinung nach beeindruckend und spricht nur für sie!
Und trotzdem hat die ihrer Familie keine falschen Hoffnungen gemacht.
Sie rechnet ja quasi damit nicht zu überleben, was ich zwar traurig, aber auch ziemlich reif finde!
Denn es wäre ja auch ihrer Familie gegenüber irgendwie nicht fair ihnen etwas vorzumachen.
Mir tat der Junhe so leid!
Wie sehr er sich gewünscht hat, das sie zurück kommt und wie er Versuch ihr alles schön zu reden.
Und wie er sich etlaubt zu träumen! Das war so ergreifend!

Alles in allem war das wieder ein tolles Kapitel und ich freue mich wie verrückt auf das nächste!
Ich bin schon sehr gespannt, wer als nächstes dran ist und freue mich auf einen alert!
Alles Liebe!
Deine dreamissy <3

Antwort von MissSienna am 20.08.2017 | 10:10:06 Uhr
Hi dreamissy!

Ja, Kittä hats nicht leicht, schlimm genug, dass sie in die Hungerspiele muss und dann lässt sich die Schuld auch noch so eindeutig auf eine Person projizieren. Ich würde da auch Rachegedanken bekommen und wahrscheinlich so ähnlich reagieren wie Kävet.
Kittä dagegen verhält sich super erwachsen, reif und stark. Sie weiß,dass sie kaum Chancen hat, zu Überleben und legt daher ihren ganzen Fokus darauf, ihre Familie so gut wie möglich auf die schweren Zeiten vorzubereiten und ihre jüngeren Geschwister zu trösten.
Dass sie zu einer Notlüge greift (oder zumindest nicht die ganze Wahrheit erzählt), um Kävet und Sokae die Angst und die Wut zu nehmen, finde ich für Kittäs Person nachvollziehbar, sie liebt ihre Familie ja über alles und kann es einfach nicht ertragen, die beiden so am Boden zerstört zu sehen.
Für den kleinen Monolog, den Sokae hält habe ich geschätzt 10 Anläufe gebraucht, bis ich soweit zufrieden war, einfach weil es mir wichtig war, ihn richtig darzustellen. Obwohl in seinem Leben schon so viel schief gegangen ist strlt er immernoch Hoffnung und Träume aus und es freut mich total, dass dich das ergriffen hat!

Ich habe mich direkt gestern an das nächste Kapitel gesetzt und losgeschrieben, damit es dieses Mal nicht so lang dauert. Aber ich verspreche mal nicht zu viel, nicht, dass ich es am Ende nicht halten kann :)
Alles Liebe zurück,
Sienna