Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 
Autor: RamonaXX
Reviews 1 bis 3 (von 3 insgesamt) für Kapitel 3:
01.05.2019 | 11:02 Uhr
Eine wunderschöne und süße Geschichte, zutiefst berührend ob der darin liegenden Zärtlichkeit gerade vor dem Hintergrund dieses brutalen Krieges und der schrecklichen Erfahrungen, die die Männer und ihre Kameraden machen müssen.

Antwort von RamonaXX am 03.05.2019 | 12:19 Uhr
Hallo DieLadi,

danke für deinen Kommentar. Es hat mich echt positiv überrascht, zu diesem (vergleichsweise alten) Text noch mal ein Review zu erhalten. Scheint ganz so, als sei das Thema immer noch irgendwie aktuell. Wenn alles über einem zusammenbricht, sucht wohl jede menschliche Seele irgendwo nach Halt. So geht es auch Chris und Elias…

Grüße
Ramona
18.02.2017 | 14:22 Uhr
liebe Ramona,

der dritte Teil hat mir ebenso gefallen, wie die beiden ersten. Jeder für sich hat seine Daseinsberechtigung und lässt den Leser miterleben, auf welches Abenteuer die beiden sich eingelassen haben. Ich glaube, sie waren selbst beide überrascht, wohin sie ihre Vertrautheit miteinander geführt hat. Sie hatten beide ein wundervolles Erlebnis und ob man es nun schwul nennt, oder nicht, ist eigentlich (für mich) ohne Bedeutung. Ich nenne es Nähe, Zärtlichkeit, Vertrauen, sich selbst verschenken an den anderen. Zwei Menschen, die einander Halt geben und sich gegenseitig die Ängste und Schrecken des Krieges für eine Weile vergessen lassen. Ja, wenn man zur Ruhe kommt, und man wieder nüchtern zu denken beginnt, fängt man an zu hinterfragen, ob das auch richtig war, ob sich das überhaupt gehört, was wäre, wenn die anderen es mitkriegen würden. Doch auch hier lässt du sie mit ihren Fragen nicht allein, auch "danach" sind sie füreinander da.
Das war ein großartiger Abschluss und ich gratuliere dir zu diesem 3-Teiler, wirklich äußerst gut gelungen und absolut lesenswert.

deine begeisterte Maggie

Antwort von RamonaXX am 18.02.2017 | 16:49 Uhr
Liebe Maggie,

vielen Dank für dein Review. Ich freue mich zu lesen, so viel Begeisterung bei dir ausgelöst zu haben. :-)
Abenteuer, ja, so könnte man das wohl nennen, was Chris und Elias hier erleben. Ich denke auch das keiner von ihnen sich hätte vorstellen können, wohin diese Begegnung auf dem Wachposten mal führt. Die "große Liebe" ist es sicher nicht, aber darum soll es hier ja auch gar nicht gehen. Was die beiden jungen Männer teilen ist viel banaler - es geht darum die eigene "Seele zusammenzuhalten" und das klappt nun mal mit einem vertrauten Partner/Freund besser, als wenn man alleine davor steht.

Dass es nicht einfach ist "schwul" von "nicht-schwul" abzugrenzen, bzw. das jeder diese Grenze - sofern er denn das Bedürfnis danach hat - für sich selbst ziehen muss, ist genau der Standpunkt, denn ich in herausarbeiten wollte. Ich (bzw. Chris) hab zwar die Frage nach dem Schwul-sein gestellt, aber klar beantwortet worden ist sie (mit Absicht) nicht. Es ist eben doch mehr ein Gefühl, das jeder für sich selbst ausloten muss.

Neben den Positiven Erfahrung, die die zwei hier machen und den Hindernissen, die sie überwältigen, geht es (meiner Meinung nach) vor allem darum, das sie ihren Kummer vertrauensvoll miteinander teilen. Keiner reduziert den anderen auf stereotype Aussagen wie: "Stell dich nicht so an!" "Seine keine Memme!" oder "Männer weinen nicht." Sie dürfen beide einfach SEIN, mit all den Zweifeln und Sorgen, die sie haben und so wird aus geteiltem Leid, halbes Leid.

Ich freue mich über die viele lobende Kritik. Das motiviert als Autor immer wieder zum Weiterscheiben. Wenn dir mal wieder der Sinn nach Chris und Elias steht, kannst ja mal in die ersten beiden Platoon-Geschichten reinschauen.
(Falls Du das nicht ehe schon getan hast.) Da gibt es zwar keinen Slash, es geht aber auch sehr "gefühlsbetont" zu. ;-)

Viele Grüße
deine Ramona
15.02.2017 | 09:57 Uhr
Liebe Ramona!
Der Beginn des letzten Kapitels war eigentlich am intimsten, obwohl kein Sex mehr.
Intimität bedeutet ja auch Nähe, Vertrautheit. Das war schön zu lesen.

Postkoitale Traurigkeit?
Schade, dass Chris schon wieder alles zu überdenken beginnt.
Interessant auch Chris' Gedanken zu Unschuld verlieren.

Chris ist zu intelligent und zu sensibel für den Krieg.
Er passt dort nicht hin.

Jegliche Art von Liebe ist Liebe, das kam in diesem 2. Kapitelteil sehr gut heraus.
Letztlich ist es doch egal, warum sie lieben, wo sie lieben, wen sie lieben,
wichtig ist nur, dass sie lieben können in dieser lieblosen Umgebung.

Das 3. Kapitel war besonders feinfühlig und sehr schön zu lesen.
Ich schick ein Sternchen mit, ich mochte die Verslashung.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass es in Wirklichkeit irgendwo in Vietnam zwischen irgendjemand genau so passiert ist.
Lieben Gruß.
R இ

Antwort von RamonaXX am 15.02.2017 | 13:09 Uhr
Hallo Internet Spatz,

beim Schreiben habe ich das auch so empfunden, der letzte Teil war besonders intime.
Weil es eben sehr gefühlsbetont war und nicht auf graphische Beschreibungen abgezielt hat. ;-)

Postkoitale Traurigkeit? Ja, dass hat sich wieder eingeschlichen.
Wobei meiner Meinung nach Chris da sehr knapp dran "vorbei geschrammt" ist.
Elias ist da, um ihm darüber hinweg zu helfen, was er auch tut, indem er mit ihm darüber spricht.
Für mich war die Stelle eher so eine Art Rückblende für Elias.
"Was es heißt haltlos zu sein" ist für mich so eine Art Prequel geworden.

Wohl wahr, Chris gehört absolut nicht nach Vietnam.
Aber vielleicht ist es ja gerade seine Sensibilität und Intelligenz, die ihm nütze sind.
Wenn man bedenkt, dass er im Film überlebt, liegt auch der Gedanke nah,
dass er sich später für Veteranen und seinesgleichen engagiert.

Der Gedanke mit der Unschuld war mir auch sehr wichtig.
Hat da eigentlich mal jemand drüber nachgedacht?
Dass in Vietnam Teenager unterwegs waren, die wissen was es heißt einen Menschen zu töten,
aber noch nie in ihrem Leben eine Frau geliebt haben?

Danke für den Stern! Ich freu mich, dass dir die Slash-Trilogie gefallen hat.
Und was den letzten Kommentar betrifft:
Nun, wenn man überlegt wie viel heimliche Ehen es zwischen US-Soldaten und Vietnamesinnen gab
und wie viele Kinder gezeugt wurden. Da liegt auch der Gedanke nicht fern, dass in dieser
(nahezu) männlichen Gesellschaft auch zwei Männer in der Not zusammengefunden haben. ;-)

Viele Grüße
Ramona
 Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast