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Autor: RamonaXX
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt) für Kapitel 2:
12.02.2017 | 19:22 Uhr
liebe Ramona,

das war ja eine "heiße Kiste" falls du den Ausdruck kennst. Man kommt sich vor, wie ein Spanner, wenn man die Geschichte liest, fast würde man die beiden lieber taktvoll allein lassen, aber das war völlig unmöglich. Wie ein Strudel hat mich die Geschichten sich eingesogen und so war ich in jedem einzelnen Moment dabei - wow - die beiden haben sich wirklich völlig aufeinander eingelassen und das nicht nur für einen schnellen Nachmittagsfick (entschuldige den Ausdruck) sondern für ein richtiges ehrliches Gefühlserlebnis. Beide haben ihre Ängste, ihr Bedenken, aber beide sind auch voller Vertrauen und können sich so dem anderen bedingungslos hingeben. Man stelle sich mal vor, wie die Umstände eigentlich sind. Es herrscht Krieg, sie sind in Vietnam, einer des anderen Vorgesetzter, jeder Tag könnte der letzte sein für einen oder für beide. Ich glaube, deshalb empfinden sie auch so intensiv, weil sie sich dessen bewusst sind.
Du hast es wirklich großartig geschrieben und ich werde es gleich noch einmal lesen, freue mich schon auf den 3. Teil, hätte nie gedacht, dass ich mal eine Geschichte über schwule Männer lesen und auch noch gut finden würde. Das siehst du mal - alles ist möglich, wenn man es an sich heranlässt^^.

ganz liebe Grüße
Maggie

Antwort von RamonaXX am 13.02.2017 | 19:03 Uhr
Liebe Maggie,

dein Review brennt ja fast vor Begeisterung. Ich bin echt gerührt. Wirklich. Es ist total schön, zu lesen mit welcher Energie dich die Geschichte gepackt hat. :-)

Was mich betrifft, so hätte ich mir auch niemals vorstellen können mal eine Geschichte (mit sexuellem Inhalt) über zwei Männer zu schreiben. Als ich zum ersten Mal den Begriff "Slash" gehört habe, hat mich das sehr abgeschreckt. Aber wie Du richtig sagst, wenn man sich darauf einlässt und offen darauf zugeht, kann es was sehr Schönes sein. Das Slash-Universum ist riesig und die Palette der Geschichten ist unglaublich vielseitig. (Leider.) Das geht von PWP (Porn Without Polt ODER Plot What Polt - falls Du die Begriffe nicht schon kennst) bis hin zu richtig guten Beziehungsdramen und Romanzen. Was soll ich sagen, ich bin da irgendwie per Zufall reingestolpert und "angefixt" worden. So ist das mit Elias und Chris entstanden. Für mich sind gute Slash-Geschichten keine perverse Fantasie des Autors (meist Autorin). Das hat durchaus Charme... Aber ich wollte hier jetzt kein Statement über Slash niedertippen. Die einen können es auf den Tod nicht ausstehen (was ihr gutes Recht ist) und die anderen lieben es. Und ich gehörte halt erst zu den "einen" und jetzt zu den "anderen". Das wollte ich eigentlich gesagt haben.

>>Man kommt sich vor, wie ein Spanner<< Tatsächlich hatte ich genau das Gefühl beim Schreiben auch. Es war das erste Mal, dass ich mich als Autor so nah an das Intimste meiner Figuren rangetraut habe. Zwischen Nobuko und Barnes gab es ja auch Sex, dass war aber alles deutlich "verhüllter". Hier war die Wortwahl mehr als direkt und ich habe die Szenen auch mehrmals überarbeitet. (Ich war überrascht, wie viele derbe Wörter mir eingefallen sind - die ich später wieder rausgestrichen habe. *grins*) Und trotzdem habe ich versucht mit der Wortwahl auch das Profil der Figuren zu umreißen. Ich weiß nicht ob es durchgekommen ist - aber Chris benutzt "sachliche" Wörter wie >Geschlechtsverkehr< oder >Penis<, während Elias mehr Kraftausdrücke verwendet, wie >in den Ar*** f****n< oder eben >Schwanz<. Nicht das ich es nicht auch hätte "einheitlich gehoben" machen können, ich wollt einfach damit die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen den beiden rausarbeiten.

Was mich auch gleich zum letzten Punkt von dir bringt, nämlich die Umstände. Ich hab es oft in Kriegsromanen und Erfahrungsberichten von Soldaten gelesen, dass es bei Kriegseinsätzen eine ganz spezielle "Vergänglichkeit des glücklichen Momentes" gibt. (Genauso wie sich mit dem möglichem Tod im Rücken unter Soldaten schnell eine besondere Art von Humor entwickelt.) In meinen Augen ist es auch genau das, was Chris und Elias zusammenfinden lässt. Wären sie sich in einer "heilen" Welt über den Weg gelaufen, hätte sie einander wohl kaum wahrgenommen, so verschieden wie sie sind. Aber hier, in Vietnam, und durch die Belastung des Krieges wachsen diese beiden Männer zusammen und finden ein Stück von dem was sie brauchen im jeweils anderen.

Ich finde es toll, wie Du die Dinge siehst. :-)
Und kaum ein Kommentar könnte schöner sein als, dass das Kapitel gleich noch einmal gelesen wird!

Liebe Grüße
deine Ramona
12.02.2017 | 16:52 Uhr
Liebe Ramona!
"Dezent" hatte ich nur den Anfang des 1. Teiles gemeint. Ist immerhin P18.
Der 2. Teil ist richtig heiß geschrieben.
Einen Handjob hab ich sehr passend gefunden fürs erste Mal und für die Umstände ihres Verstecks.
Ich hoffe ja, sie werden nie erwischt.

Die Beteiligung einer 2. Seele ist es, die den Unterschied ausmacht zur Selbstbefriedigung, das fand ich sehr schön.
Auch, dass es gar nicht so viel Unterschied macht, dass Elias zwar an ein Mädchen gedacht hat, aber dann mit einem Mann Sex hatte.

War sehr schön und feinfühlig geschrieben.
Lieben Gruß.
R ஜ

Antwort von RamonaXX am 13.02.2017 | 18:27 Uhr
Hallo Net Sparrow,

vielen Dank für deine lieben Zeilen. Mit dem zweiten Kapitel ist, denke ich, klar geworden wo das Rating herkommt.
Es ist ja doch deutlich direkter und expliziter geschrieben als alles, was davor war. Und für irgendwas musste ich mich ja entscheiden. ;-)
Freut mich zu lesen, dass sich das Spiel von Elias und Chris als stimmiges und passendes Bild dargeboten hat.
(Ich hab mir echt den Kopf zerbrochen, was - oder besser wie - es zwischen den beiden laufen soll)
Wenn's nach mir geht, dann werden sie auch nicht erwischt.
Und wenn man es noch ein bisschen weiterspinnt und annimmt, dass sie beide überleben, könnt es noch mal sehr spannend werden.
Was würde passieren, wenn Chris und Elias sich Jahre später wiedersehen? Erinnern sie sich dann an dieses Erlebnis? Mit welchen Gefühlen?

Ich hatte den Wunsch mich möglichst weit weg vom PWP zu platzieren.
Insofern habe ich bewusst zwischen die sexuellen Beschreibungen ein paar Erinnerungen und Gedanken von den beiden eingestreut.
>>schön und feinfühlig<< Das ist doch etwas was wann als Autor gerne über seine Geschichten hört. :-)

Viele Grüße
Ramona
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