Reviews 1 bis 18 (von 18 insgesamt):
03.06.2017 | 19:10 Uhr
zur Geschichte
Halli, hallo
ich hab mir das eben (größtenteils) durchgelesen uns bei den meisten Themen, wenn auch nicht bei allen, bin ich bei dir. Trotzdem ist mir aufgefallen, dass es an deinem Text etwas gibt, dass mich stört. Und nach nochmaliger Lektüre, finde ich es in zweiten Kapitel. "Sich sprach er natürlich den Sieg zu"
Ich glaube, ich mag deinen Ansatzpunkt einer Diskussion nicht. Bei einer Diskussion gibt es, völlig unabhängig von der Tragweite der Argumente, drei möglich Ausgänge: Beide beharren auf ihrer Meinung, einer überzeugt den anderen oder beide treffen sich irgendwo in der Mitte. Und das ist alles okay. Wer aber glaubt, dass es bei einer Diskussion einen Gewinner und einen Verlierer gibt, kann sich das Diskussieren gleich sparen, denn es wird immer, immer auf das erste hinauslaufen. Im Gegenteil, die Fronten werden verhärtet und alle Parteien haben Gelegenheit, ihre Vorurteile zu bestätigen.
Ich hab den Eindruck du diskutierst nicht, um Leute auf Verallgemeinerungen und falsche Schlussfolgerungen hinzuweisen, ihre Denkmuster aufzuweichen, sondern du provozierst sie, damit sie ihrerseits unsachlich und polemisch werden und du wiederum deine Vorurteile bestätigen kannst. Widersprich, wenn es nicht stimmt. Beim Lesen kommen Sachen manchmal falsch rüber.
Vielleicht ist das ein dummer Kritikpunkt, da das Bloßstellen eingefahrener Gedankenmuster ja zum Großteil der Sinn deines Textes ist, wie du ja selbst schreibst.
Lass es mich so formulieren: Mann kann im richtigen Umfeld mit Pegidaanhängern diskutieren, jedenfalls mit manchen. Kann man es auch mit dir?
lg ajumi
07.04.2017 | 18:59 Uhr
zu Kapitel 6
Und hier bin ich nicht deiner Meinung. Vorweg, ich bin kein Veganer. Nicht mal Vegetarier (aber als Vegetarier aufgewachsen - bis zu meinem 15. Lebensjahr habe ich kein Fleisch gegessen). Aber:

"Aber zurück zu den Veganern, sie vertreten ihren Lebensstil fast religiös. Wer Fleisch isst, der ist ein ungläubiger und den gilt es zu bekehren. Jedenfalls sehen die meisten es so. Vor anderen (und vielleicht auch sich selbst) rechtfertigen sie es mit drei beliebten Begründungen:"

Sorry, aber falsch. Bei weitem nicht jeder Veganer nimmt seinen Essensstil (es ist erst mal ein Essensstil, kein Lebensstil) so ernst.

"1. Das Tierwohl:
Natürlich ist Massentierhaltung ein Übel, aber es gibt sie nuneinmal. Sie wollen damit nichts zu tun haben, aber statt dann Biobauern zu unterstützen, lehnen sie gleich alle tierischen Produkte ab. Eines muss man ihnen lassen, wenn sie eines sind, dann konsequent. Aber durch ihren Verzicht wird nichts besser. Es wird weiter Produziert und Produziert und was nicht verkauft wird, das landet im Müll. so ist es nuneinmal.
Außerdem, ist es nicht viel besser die unglücklichen Tiere zu essen, damit sie von ihrem Leid erlöst werden? Ich meine es ist doch wirklich fies die glücklichen Tiere zu töten und zu essen."

Absolut legitimer Grund, keine Tierprodukte zu essen. Ich finde deinen Sarkasmus hier auch absolut nicht lustig, ehrlich gesagt. Es wird außerdem durchaus etwas besser: SIE fühlen sich besser. Wieso stört dich das? Was ist daran schlecht? Du fühlst dich offensichtlich besser, wenn du Fleisch essen "darfst". Gestehst das aber den Veganern nicht zu.
Und natürlich würde es besser, wenn es mehr Veganer gäbe. Die Nachfrage bestimmt das Angebot.

"2. Die Nahrungsknappheit in anderen Erdteilen:
Hier rechnen sie gerne vor, wie viel Futtergetreide die Tiere verbrauchen um ein Kilo Fleisch am Schlachttag am Körper zu haben. Dabei ist das unnötig. Es liegt an der Verteilung, nicht an der Art der Nahrungsgewinnung. Mit der Weltweiten Nahrungsproduktion könnte man jeden Menschen mit fünfhundert Kilokalorien mehr ernähren, als er eigentlich durchschnittlich benötigen würde.
Also hört auf in der Gegend herumzumoralisieren und gebt das überflüssige Geld, dass ihr für überteuerte Fleischimmitate ausgebt lieber an Hilfsorganisationen oder so. damit tut ihr mehr."

Daran ist so viel falsch, dass ich aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr herauskomme. Erstens isst nicht jeder Veganer Fleischersatzprodukte, zweitens sind die nicht alle überteuert; wenn man ein wirklich gutes Steak will, zahlt man das X-Fache, was so ein Stück Tofu kostet. Und "Dann spendet doch an die armen Kinder!!!11einself!!" Tust du das? Spendest du an irgendeine Hilfsorganisation? Wenn ja, freu dich. Wenn nein, warum verlangst du das von anderen? Und weißt du, ob der Veganer von nebenan das nicht auch tut?

"3. Die Gesundheit:
Hiermit argumentieren besonders gerne die Straight Edge Veganer
Es ist eine Tatsache, dass euch einige Stoffe fehlen."

Und dem Durchschnitts-Fleischesser nicht, der sein Wurstbrot und sein Schnitzel mit Pommes isst, und für den - um mal aus der Werbung zu zitieren - Salat nur Tischdeko ist? Bitte. Nebenbei bemerkt: alle Leute mit Eisenmangel, die ich persönlich kenne, sind Fleischesser. Alle Leute mit Vitamin D-Mangel ebenso ^^ Veganer ernähren sich oft wesentlich bewusster, und sind alleine deswegen schon gesünder. Weil sie eben darauf achten, keinen Mangel zu entwickeln. Was der Durchschnitts-Fleischesser nicht tut (Fanatiker mit Essstörungen natürlich nicht mit inbegriffen).

"Ihnen fehlt nichts? Wieso essen sie dann irgendeine Eiweißpampe, die wie Fleisch schmecken und aussehen soll, dabei aber häufig die Konsistenz von Knetmasse hat? Ich baue mir doch aus Hackfleisch keinen Kohlkopf und koche mir daraus dann ne Suppe."

Wie gesagt: nicht jeder Veganer greift auf solche Produkte zurück. Ich als Allesesser gönne mir gerne mal einen Tofu oder eine "Eiweißpampe", wie du es nennst, weil es mir schmeckt. Ich bin es noch von zu Hause gewöhnt. Dir schmeckt es nicht. Auch gut. Ich habe da mal so eine Paleo-Sendung gesehen, in der der bärrrrtige, harte Schreibtischhengst erst barfuß über den von Hundekacke, Spucke und Glasscherben verunreinigten Bürgersteig gelaufen ist, sich dann in einem Bioladen ein überteuertes Steak gekauft hat, und dann hineinbiss. Roh. Er redete, als würde ihm das Zeug schmecken, aber an der Art, wie er das Gesicht verzogen hat, hat man deutlich gesehen, dass es ihm angebraten und gewürzt lieber gewesen wäre *fg* Fleisch für sich alleine ist auch eklig. Man muss es auch erst würzen, damit es lecker wird. Es gibt Leute, die Hackfleisch roh essen können, aber ich verkrafte es auch nur in einer Sauce Bolognaise.
Und die Form ... öhm, meinst du, dass Wurst in dieser Form geboren wird? Oder auch Steak? Hackfleisch? Es sind praktische Formen, leicht zu verarbeiten. Wie soll man deiner Meinung nach sonst den Tofu/die "Eiweißpampe" formen, damit es dir passt?

Alles in allem finde ich deine Ausführungen hier ein bisschen ... einseitig und klischeehaft. Tut mir leid. Fanatiker gibt es überall. Ich habe sie ehrlich gesagt eher auf der Fleischesserseite kennengelernt.
"Du bist so blass! Das kommt davon, dass du Vegetarier bist und Eisenmangel hast!" (bin ich als Fleischesser immer noch, und hatte ich noch nie)
"Dein Körper BRAUCHT Fleisch!!!" (Sicher, darum bin ich jetzt auch ein Zombie)
"Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!" (Natürlich. Meine Mutter hat damals immer Gras auf der Wiese gerupft ...)
"Fleischessen ist natüüüüüüürlich!!!" (Ja, und? Nacktheit auch. In ein Flugzeug steigst du doch auch ein, obwohl es natürlich ist, zu Fuß zu gehen ...)
Et cetera. Manche Leute fühlen sich direkt angegriffen, wenn jemand erwähnt, dass er kein Fleisch isst. Wenn er es nur erwähnt. Nicht jeder Veganer/Vegetarier will andere bekehren. Manche leben einfach nur so, weil sie sich so wohlfühlen. Und sie erwähnen es bloß, damit man ihnen beim Besuch kein Fleisch vorsetzt.
Es kommt eben immer auf die subjektive Sichtweise an.

Antwort von BlutfederderDichter am 07.04.2017 | 21:55 Uhr
Der Vegetarismus ist ein Ernährungskonzept aber der Veganismus ist ein Lebensstil. Denn es beschränkt sich nicht nur auf die Ernährung. Auch andere tierische Produkte sind dann tabu. Leder, Schurwolle oder Angora oder so, Pelz sowieso, Hirschhorn...
Ich gestehe jedem natürlich zu, das zu essen was er will. Leider sind die meisten Veganer wirklich missionarisch. Da bekommt man, wenn man gerade in seinen Burger beißen will gesagt, was man mit dieser Handlung alles falsch macht.
Nein, ich Spende nicht, jedenfalls nicht regelmäßig, aber ich unterlasse es auch zu moralisieren, dass jemand, würde er seine Ernährung umstellen, den Welthunger bekämpfen könnte. Wenn ich mich jedoch mal Spende, dann weil es mir ein Bedürfnis ist für eine bestimmte Sache etwas zu tun. Aber lieber unterstütze ich solche Aktionen durch konkrete Hilfe. Da gibt es auch in unseren Landen genug Baustellen.
Wenn man sich bewusst ernährt, dann kann man mit so ziemlich jedem Ernährungskonzept gesund leben, außer vielleicht mit Lichtnahrung. Aber ich habe meine Probleme mit dem Begriff "bewusste Ernährung". Ich habe noch nie unbewusst gegessen. Passender währe der Begriff "ausgewogene Ernährung". Aber eines ist klar. Wäre in so vielen Lebensmitteln nicht noch das eine oder andere zugesetzt, würden viel mehr von diesen Veganern unter Mangel leiden.

Ja und? Salat schmeckt doch auch nur, wenn da ne Salatsauce dran ist oder isst du den Kopfsalat pur?
und was die Form der Wurst angeht, die ist so, wegen dem Darm, in dem die steckt. Der Kürbis wird auch verarbeitet bevor man ihn isst. Seine Argumentation lässt sich auf alles anwenden.
Wenn man ihr entkommen will, muss man alles so essen, wie es in der Natur vorkommt. Das Fleisch direkt aus dem Tier reißen, den Salat wie nen übergroßen Apfel
Aber erklär mir doch mal Vegane Schnitzel, vegane Chickennuggets, Vegane Frikadellen, Veganes Hackfleisch und Co.

Du machst aber alles in allem einen Fehler, wenn du mir Einseitigkeit und Klischeedenken vorwirfst. Das ganze hier basiert auf den armen Schweinen, die lebende Klischees sind, auf den Extremen. Diese werden hier überspitzt und bis zur Lächerlichkeit übertrieben. Vielleicht sollte ich da noch etwas im Einleitungskapitel nachtragen, damit das Ganze auch für den letzten verständlich ist.
07.04.2017 | 18:22 Uhr
zu Kapitel 5
Ha, ha, ja. Und die große Angst vor der pösen Sechsfachimpfung. Sechs Impfungen!!! Schrecklich!!! Weil der menschliche Organismus nicht eh ständig mit verschiedensten Krankheitserregern in der Umwelt zu tun hat, oft auch mehreren auf einmal. Und sie verstehen auch nicht, dass es völlig gleichgültig ist, ob man nun impft oder krank wird, das Immunsystem tut dasselbe. Nur bei der Impfung hat der Körper meistens nicht auch noch mit Symptomen zu kämpfen, da die Erreger unschädlich gemacht wurden und ihre DNA-schädigende Wirkung nicht entfalten. Aber es läuft auf genau dasselbe hinaus.
Impfschäden ... ja, gibt es sicher, vereinzelt. Wie jedes andere Medikament, das wirkt, kann auch eine Impfung schädliche Wirkungen haben. Nichts ist perfekt. Jeder der Impfgegner kennt irgendjemanden, der wiederum irgendjemanden kennt, von dessen Tante der Urenkel durch eine Masern-Impfung gestorben ist. Aber wie viele Kinder sterben durch Masern?

Und was die Homöopathie angeht: hier finde ich es so schön widersprüchlich, dass die Leute immer über die geldgeile Pharma-Industrie heulen (und damit sicher nicht ganz unrecht haben), aber meinen, Homöopathen seien selbstlose, gute Heiler, die an der URSACHE interessiert sind, an der wahren, ganzheitlichen Heilung, denen es überhaupt nicht ums Geld geht *fg* Wenn man aber die xxx-hastenichtgesehen-Verreibungen und deren Preise anguckt (vom Mangel an Wirksamkeit ganz zu schweigen ...), dann müsste man eigentlich erkennen, wem es da noch ums Geld geht.
07.04.2017 | 18:01 Uhr
zu Kapitel 3
Ha, wieder dieses "Früher war alles besser".
Und die panische Angst, dass wenn anderen, die noch nicht gleichberechtigt sind (etwa Homosexuelle), eben gleiche Rechte gegeben werden, ihnen etwas weggenommen wird. Als dürften sie selber nicht mehr heiraten, wenn Homosexuelle es dürfen.
Und auffallend ist auch, dass Rechte ausgerechnet mit denen, die sie am meisten zu hassen vorgeben (denn, sie hassen ja keine Ausländer, ABER ...), eine frappierende Ähnlichkeit aufweisen. Sie wollen die Frau zurück am Herd wissen, dort wo sie "naturgemäß hingehört", sie wollen, dass die Religion, Tradition und "Familie" wieder einen höheren Stellenwert einnimmt, und Islamisten wollen genau dasselbe. Warum lehnen die noch mal den islamistischen Staat so ab?

Ich muss leider auch sagen, dass manche Linke nicht erheblich besser sind. Bei den eigenen Landsleuten tolerieren sie solche Meinungen nicht (was absolut gerechtfertigt ist), aber bei Migranten billigen sie sie und verbuchen sie auf "das ist halt ihre Kultur!" Was nicht nur strunzdämlich, sondern auch, ähm, rassistisch ist, weil es unterstellt, dass ebendiese Migranten geistig nicht dazu fähig sind, sich weiterzuentwickeln, wenn man ihnen - zur Not auch mit Schärfe - vor Augen führt, wie rückständig sie sich benehmen, und wie sie sich gefälligst zu benehmen haben, wenn sie nicht zu Hause sind. Nämlich so, wie man es auch von den Landsleuten erwartet. Wenn sie es tatsächlich geistig nicht gebacken kriegen, nun, dann gehören sie hier nicht her. Wenn ich in ein fremdes Land ziehe, kann ich auch nicht erwarten, dass es sich nach mir richtet.

Natürlich schlagen Rechte dann in diese Kerbe. Es ist auch einfach, wenn Linke sich gegenüber den Problemen, die durch mangelnde Integration von Asylanten/Migranten oder auch deren unregulierte Einwanderung auftauchen, blind und taub stellen. Darum kriegen die auch erschreckend viel Zuspruch von eigentlich neutralen, normalen Leuten, die früher nie diese Ecke gewählt hätten, oder gleich gar nicht wählen gegangen wären. Neutralen, normalen Leuten, die leider, leider an Politik nicht interessiert sind und auch keine Parteiprogramme lesen ...

Antwort von BlutfederderDichter am 11.04.2017 | 14:30 Uhr
Ja, das verstehe ich nicht. wenn ein anderer das gleiche Recht hat wie ich, dann habe ich doch noch immer alle Rechte, die ich vorher hatte. Nur eben nicht mehr die Möglichkeit, auf diese Personengruppe herabzusehen und es ihnen unter die Nase zu reiben, dass ich mehr Rechte habe, aber vielleicht kommt es den Rechten ja darauf an?

Das ist mir auch aufgefallen, besonders bei einem deiner Mitreviewer hier unter diesen Essays.

Keine Angst, zu den Linken komme ich auch noch.
07.04.2017 | 17:27 Uhr
zu Kapitel 2
Du hast recht. Aus vielerlei Gründen.
"Früher war alles besser!!11einself!!!" ist ein Satz, den ich nicht mehr hören kann. Ob es sich nun auf die wirklich ernsten Sachen wie Höflichkeit, Gleichberechtigung, Familie bezieht, oder aber auch nur auf Smartphones, auf Facebook und die ganzen sozialen Medien, das Internet. Ich kann es wirklich nicht mehr hören. Am allerbesten ist es ja, wenn die Altkruster genau solche Sätze dann AUF FACEBOOK!!! posten. Und das jeden Tag, stundenlang und spiralförmig. Wo sie doch stattdessen längst im Garten ein Pläuschchen mit dem Nachbarn halten könnten - wie in alten Zeiten *fg*
Und dann wird wieder ein Untergang-des-Abendlandes-Szenario gemalt, über das aber lustiger Weise genau solche Altkruster (ich muss nicht erklären, wen ich meine, oder?) entscheiden, wenn schon. Die jungen Instagram-Selfie-Poster, Hipster und Veganer (Achtung, dieses Kapitel habe ich noch vor mir) dieser Welt, die ja so respekt- und ehrlos sind, sind dagegen meistens harmlos.
Dazu kommt, dass genau die alten Leute, die meinen, immer recht zu haben, sich meist sehr wenig in der hochtechnisierten heutigen Welt zurecht finden (Stichwort "Digital Immigrant"), und schon darum nicht immer recht haben können ... Aber sie interessieren sich vielfach auch gar nicht dafür. Und wissen es trotzdem besser.

Antwort von BlutfederderDichter am 11.04.2017 | 14:22 Uhr
Für mich klingt deren "früher war alles besser" immer nach "Führer war alles besser". vielleicht verhöre ich mich da ja auch. aber vielen dank für deine Review
moravia (anonymer Benutzer)
30.03.2017 | 17:39 Uhr
zur Geschichte
"Geschichte "Fleischsalat" von Volker Strübing"
Kenn weder den Kerl noch die Geschichte.

" Jedoch gebe ich dir recht. Die Beilage sollte schon den Hauptteil einer Mahlzeit ausmachen."
Habe ich das irgendwo behauptet? Ich verstehe nicht.

"Vielleicht mein Freund, sind im Tierschutzverein mehr Leute engagiert, da Tiere wesentlich schlechter geschützt sind als Kinder."

Oha! Da lese ich aber sehr viel sehr anderes. Und meine Erfahrungen in D waren auch wesentlich anders.
Das "artgerechte" Halten von Kindern ist in Deutschland noch immer eine widerwärtige Schande.

"...dann wirst du nur wegen Sachbeschädigung, vielleicht noch Wilderei (wenn es ein Wildtier ist) belangt. Wenn du das gleiche mit einem Kind machst, dann ist aber, wie man so schön sagt, Polen offen"

Das Tier ist laut juristischer Definition eine Sache (über deren Gründe wir nun nicht diskutieren) Aber du kannst es ja so einführen wie einst die Nazis:
Da wurde ein Pole zum Tode verurteilt, weil er einen deutschen Schäferhund beleidigt hat. Nun kann man einen Hund wohl kaum beleidigen. Aber die juristische Begründung lautetet: Der Hund ist Wichtig zum Schutz des deutschen Volkes, damit hat der Pole dem deutschen Volk geschadet, Zack, Kopf ab.

Kein Witz.

Du hättest auf die "Privatsache" eingehen sollen, so wie ich, denn ich fürchte bei dir, beim nächsten mal kommt wieder eine schauerliche Geschichte, halb durchgahrt und nur ein Zitat von Tausenden von anderen (gegenteiligen) Zitaten. Bei deinem Zitat muss ich aber bemerken, dass es aus dem AT stammt, dass durch Christus quasi "erneuert" wurde, in dem er (nicht nur!) in der Bergpredigt von der Liebe und der Nächstenliebe sprach. Nächstenliebe lässt eine Abwertung der Frau überhaupt nicht zu. Er half einer Ehebrecherin, was im Widerspruch zu deinem Zitat stehen würde , da sie ja "dem Mann untertan" sei und empfahl ihr in Zukunft nicht mehr zu sündigen.
Also Bibelzitate sollte man im ganzen Zusammenhang bringen. Es ist als werfe ich dir vor, dass du als Kleinkind in die Windeln.... Stimmt schon, haben wir alle, aber wie viel wiegt das bei 20, bei 30, bei 50 oder mehr Lebensjahren?
Wetterbericht:
Heute morgen, 09,36 Uhr, und bereits 27 Grad. Es wird heiss. Kommt mir bekannt vor....

Antwort von BlutfederderDichter am 31.03.2017 | 10:23 Uhr
Wie werden denn deiner Meinung nach Kinder in Deutschland "gehalten" wie du es so schön misanthrop ausdrückst?

Ihr, mein Freund, begeht einen Fehler: Das Zitat, ist aus dem neuen Testament, aus dem Epheserbrief des Paulus. Da dieser ein Anhänger Jesu war, jedoch erst nach dessen Kreuzigung, beruht seine aussage wohl auf den Aussagen Jesu.
Aber eine andere Frage, wenn Jesus mit seinem Gebot der Nächstenliebe, andere Gebote aus dem alten Testament revidiert, gilt das dann auch für
Levitikus 18:22 (Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.) und Levitikus 20:13 (Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen)?

Oder gilt diese Relativierung nur für Gebote und Verbote, die dir in den kram passen?
moravia (anonymer Benutzer)
29.03.2017 | 17:02 Uhr
zur Geschichte
Apple Dipped inHoney fragt:

"p.s. Moravia, lieber Compadre, und was ist mit Fleischsalat?!"

Klingt mir zu sehr nach Fleischeslust. Verwerflich.

Na, im Ernst: Zu einem: Gibt es bei uns nicht. Zu gefährlich der Hitze wegen (wir hatten es gestern 34 Grad am 6. Breitengrad, da sticht die Sonne und haut dich runter), somit Keime, die weitaus mehr als Montezuacamas Rache bewirken.
Zum anderen: Finde ich eine fürchterliche Pampe aus Mayonnaise, geschnetzelte Wurststückleins, und weiß der Teufel was sonst noch drin ist (letzteres ist beim Faust ja mehr der Narr als das Böse)

Wenn ich Wurst kaufe, ist sie immer auf der dünnsten Stelle geschnitten, die beim Metzger an der Maschine einzustellen ist. Wurst ist Belag und keine Hauptmahlzeit.
Fleisch gibt es fast nie. Also Rind. Schwein sowieso nicht. Rotes Fleisch ist grundsätzlich ungesund. Auch wenn mich manchmal die Gier packt, ich meine gute Erziehung vergesse und mich mit, Pardon, Verfressenheit daraufstürze. S e h r selten.
Huhn kommt öfter, aber auch da nur als Beilage.
Fisch ebenso. Beilage.

Ebenso Alkohol. So gut wie nie. Und wenn dann höchstens eine kleine Dose Vodca mit Zitronengemisch. Oder vielleicht 2 mal im Jahr (wenn es hoch kommt) einen flotten Cuba libre mit dem besten Rum der Welt, dem Flor de Cañe, der Blume des Zuckerohrs, wenn ich mal Werbung machen darf).

Nichts da was ich vermisse. Kein Antifleischgegner, kein Antialkoholiker, ich vermisse es einfach nicht.

Veganismus aus religiösen Gründen ist eines.
Veganismus als Modeerscheinung ist anderes.
Letzteres muss ich verachten, solange es in Deutschland mehr Mitglieder im Tierschutzverein als im Kinderschutzbund gibt. Da sieht man wo die wahren Werte des Deutschen liegen. Beim Hund.
Und dem Suppenhuhn, möglichst dem Kleinen, das man als Küken bezeichnet. Wer will schon als Massenmörder an süßen flauschigen niedlichen Kükleins bezichtigt werden?

Und nein, Religion ist nicht Privatsache. Der Gotteslaube war es, der die westliche Welt so veränderte, dass sie heute ist, wie sie ist. Die Künste waren alle Gottesbezüge, die Architektur, Literatur, Musik. Nichts davon ist privat. Zum privaten wollen es nur jene machen, die ein gestörtes Verhältnis zu Gott haben und sich nicht ernstlich darüber auseinander setzen, sondern nur pöbeln wollen (Nein, nicht Blutfeder ist damit gemeint!).

Die Schönheit des Davids eines Michelangelo, die erhabene Architektur eines Petersdoms oder Kölner Doms, die mathematische Genauigkeit der Bach, schen Musik, weite Teile der Literatur, die sich aus der Minne entwickelte und zum Gotteslob wurde- nichts davon hätten wir heute, wenn der Glaube Privatsache gewesen wäre!
An allem, was durch den Gottesglauben geschaffen wurde, partizipieren heute die Leugner wie Parasiten vom Baum.

Und Blutfeder - kannst du die eine Kuh im Garten halten, sofern du einen hast? Und selber schlachten?

Als Junge war ich mal bei einer Schlachtung dabei und durfte das Blut rühren. War nicht schön. Es machte mich nicht zum Vegetarier oder Veganer.
Leben und Sterben ist Teil des Daseins. Ich hatte hier mal Hühner gehalten. Dann zogen wir um und konnten sie nicht mitnehmen. Es blieb nur eines, sie schlachten. Eigenhändige. Soweit sollte man sich schon stellen, dass man auch die Konsequenzen aus dem zieht, was man will.

Ich habs, wenn es nicht ironisch klingt, sehr zart und ohne einen Funken Qual gemacht, den Hühnern noch Futter gegeben, direkt davor, damit sie ein wenig Zufriedenheit haben, mit den Hühnern gesprochen während ich sanft deren Kopf auf den Block legte, also wirklich alles vermieden was Rücksichtslos sein könnte. Und dann mit einem Schlag war der Kopf weg. Das ging uns allen schon nah, unsere Kinder hatten mit den Hühnern gespielt.

Was ich damit sagen will, ist: Ich habe auf meiner Facebookseite die Filmaufnahme eines Pumas bei uns, der gerade einen Leguan fängt und frisst. Der Leguan zappelt und wandte sich. Ganz eindeutig: Grausame Tierqual durch einen Puma.
Man sollte die Pumas verbieten.

Manche Leute wollen auch ihre Hunde zu Veganer machen.

Antwort von BlutfederderDichter am 30.03.2017 | 14:26 Uhr
Deine Begründung, wieso du keinen Fleischsalat isst, was ich übrigens auch nicht tue, klingt sehr nach der Geschichte "Fleischsalat" von Volker Strübing

Wurst auf dem Brot ist das gleiche wie die Scheibe Sonntagsbraten auf dem Teller, die Hauptsache. Das Brot ist das Äquivalent zum Kartoffelpüree oder den Klößchen oder was auch immer man als Hauptbeilage hat. Jedoch gebe ich dir recht. Die Beilage sollte schon den Hauptteil einer Mahlzeit ausmachen.

Vielleicht mein Freund, sind im Tierschutzverein mehr Leute engagiert, da Tiere wesentlich schlechter geschützt sind als Kinder.
Wenn du ein Tier tötest, ohne Sachkunde und ohne triftigen Grund (zum Beispiel um es zu essen) dann wirst du nur wegen Sachbeschädigung, vielleicht noch Wilderei (wenn es ein Wildtier ist) belangt. Wenn du das gleiche mit einem Kind machst, dann ist aber, wie man so schön sagt, Polen offen.

Ich unterscheide übrigens nicht mehr zwischen Veganismus aus spirituellen oder weltlichen gründen. Denn bei den meisten wird der Veganismus zur Religion.

Religion ist sehr wohl Privatsache.
Wäre es keine Privatsache, dann würde man in einem Gottesstaat leben, die du ja so gerne Kritisierst, wegen der Unterdrückung der Frau. Was sagt denn die Bibel zur Gleichberechtigung?
"Die Weiber seien untertan ihren Männern als dem HERRN" Epheser 5:22
Das sagt ja viel aus, oder?
Aber dazu komme ich noch in einem nachfolgen Text, also werde ich bei Antworten zu dieser Antwort nicht darauf eingehen.

Ich persönlich habe keinen Garten, meine Eltern jedoch schon. Das Grundstück, dass ihr Haus umgibt ist etwa ein Morgen. Also genug Platz für einen Stall mit Auslauf. Jedoch halten sie keine Rinder, sondern Schafe, Kaninchen und Hühner. Was die Kuh angeht, mit einer solchen würde ich auch zurecht kommen, sowohl, was das Versorgen als auch was das Schlachten angeht.
Seit meinem dritten Lebensjahr, soweit meine Erinnerungen zurückreichen, bin ich dabei wie Tiere Geschlachtet werden, seit meinem elften Lebensjahr kann ich auch selbst. Darüber brauchst du mir nichts zu erzählen.
24.03.2017 | 19:19 Uhr
zu Kapitel 6
Oh je...
Immer diese Diskussion über Veganismus...

Ich, als junge Vegetarierin (und vielleicht auch bald Veganerin, wenn ich erwachsen bin), reiße mir gefühlt büschelweise Haare raus, wenn es zu diesem Thema kommt. Meine Güte, es geht über ESSEN, nicht über die Gesetze der Physik. Das Problem ist das gegenseitige Angiften und Recht-haben-wollen - und führt es zu etwas? Nope. -.-
Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, nicht mehr darüber zu reden, wenn man mich nicht dazu provoziert. Dieses "bekehren" hilft in 99% niemandem und lässt einen nur wie eine millitante Moralapostel dastehen. Am Ende sollte man die Menschen entscheiden lassen, wie sie sich ernähren wollen. Und ganz ehrlich? Idioten gibt es überall.
Ein Kind im Schulbus hatte mitbekommen, dass ich mich vegetarisch ernähre, und rief nach vorne: "Kein Fleisch essen? Das ist doch kein Leben, da stirbt man doch!", und "Ich esse jeden Tag Fleisch!". Ich konnte es mir nicht verkneifen und flüsterte meiner Banknachbarin zu: "Sieht man."
Und im Internet hörte ich Folgendes: "Fleisch essen hilft uns, die Tierpopulation in Grenzen zu halten." -> Ich lasse das mal unkommentiert.
Auf der anderen Seite stehen dann die stereotypischen Veganer und Vegetarier, die überall und immer über Ernährung reden wollen.

Seufz. Ich könnte mich noch stundenlang aufregen, aber dieser Review enstand ohnehin nur aus... aus was eigentlich? Mir war glaube ich einfach langweilig... naja.
Hat mich gefreut, etwas zum Aufregen zu haben! :D Mach's gut.
-Yukiko

Antwort von BlutfederderDichter am 29.03.2017 | 15:46 Uhr
"Fleisch essen hilft uns, die Tierpopulation in Grenzen zu halten."
Nicht ganz so falsch wie du denkst.
Wobei ich aber "Fleisch essen" durch "Jagd" ersetzen würde, aber was soll man mit den ganzen toten Tieren machen? Etwa das, was sich die ganzen Jagdgegner vorstellen? Nur den Kopf ab zum ausstopfen und den Rest irgendwo liegen lassen? Bitte. so ein Reh ist doch wirklich lecker.
Würde man die Jagd aufgeben, müsste man vorher erstmal wieder die Wälder aufforsten, da diese ein größeres Revier brauchen und eben lieber im Wald leben, damit die ganzen Herbivoren und Omnivoren Tierarten, die wir haben nicht überhand nehmen und so weiter. Aber wer will schon bei seinem Waldspaziergang auch nur das Risiko eingehen einen Wolf zu sehen, selbst wenn dieser dann meisten sofort flüchtet?

Ich hoffe wirklich, dass du es beibehältst und nicht jedem deine Essgewohnheiten auf die Nase bindest, somit wärst du wohl der Erste Veganer seit Menschengedenken, der dies tut.
23.03.2017 | 09:59 Uhr
zu Kapitel 6
Wie du vielleicht weißt, bin ich Siebenten Tags-Adventistin, und alles, was du da erwähnst, wie Veganismus, aber auch nicht Rauchen, keinen Alkohol trinken, keine Drogen nehmen, aber auch kein Koffein zu konsumieren, und natürlich auch keinen Sex außerhalb der Ehe, wird von den Adventisten seit dem 19.Jahrhundert propagiert, und etwa ein Drittel der Adventisten ernährt sich dementsprechend vegetarisch und oft auch vegan, Besonders auch die Adventisten in Kalifornien, wo die Rahmenbedingungen für Veganer einfach besser sind als beispielsweise in Gemeinden in Sibirien.
Und was soll ich sagen: kalifornische Adventisten SIND eine der langlebigsten Personengruppen der Welt, höchstens noch übertroffen von den Bewohnern Okinawas, es kommt ihnen keinesfalls nur so vor.

p.s. Moravia, lieber Compadre, und was ist mit Fleischsalat?!^^

Antwort von BlutfederderDichter am 23.03.2017 | 15:51 Uhr
Nein, das wusste ich nicht, nach deiner Review, in der du den Sabbat erwähnst dachte ich eher, dass du vielleicht eine Jüdin bist.
Aber im Grunde ist es mir auch egal, Religion ist Privatsache und da hat niemand einem anderen reinzureden.
Wenn diese ganzen Adventisten so leben wollen, dann sollen sie es ruhig.
Eine lustige kleine Anekdote, der Herr John Harvey Kellogg, zusammen mit seinem Bruder erfand er die Cornflakes, hielt diese als ein Mittel gegen Masturbation. auch hatte er in diesem Punkt einige interassante Ansichten und wendete einige Praktiken an, um die Kinder vor zukünftiger Masturbation und sexuellen Ausschweifungen zu bewahren, die ihn heute bestimmt vor Gericht und in alle Schlagzeilen bringen würden.
moravia (anonymer Benutzer)
22.03.2017 | 17:33 Uhr
zu Kapitel 6
Besonders erbaulich sind folgende Rezepte und Angebote für Veganer:

Vegane Steaks

Soja Steaks

Vegane Schnitzel

Vegane Spaghetti Bolognese

Soja-Fleisch

Die 10 besten veganen Grillwürste

Vegane Bratwurst
Und so weiter und so fort.

Warum, verdammt, wenn die sich schon von den Fleischfressern abgrenzen und ethisch und moralisch besser sein wollen, benutzen sie unsere (!) Ausdrücke wie Steak, Fleisch, Wurst und so weiter?

Das ist doch vorsätzlicher Betrug an sich selber.

Vegane Pampe wäre der richtige Begriff.

Können die nicht eigene Begriffe erfinden für ihr Pampenzeugs?

Dazu sind wir Fleischfresser also gut genug, um uns unsere Begriffe zu klauen.

Hört auf damit, sagt zur veganen Pampe, dass es Pampe ist und täuscht nicht euch selber weiter vor, ihr würdet Fleisch fressen weil ihr ein veganes "Steak" zubereitet.

Im übrigen kann man mit so Leuten nicht rationell diskutieren, die haben nicht nur auf alles eine Antwort, egal wie verschroben sie ist, die haben die Weisheit mit dem Löffel gefressen, es sind die Retter der Welt, und alles was nicht ist (isst) wie sie, ist schlecht.
Erfahrungswert.
Aber bitte, ich frage mich manchmal nur eines: Wie gehen die mit Sexualität um? Das ist doch Fleisch!

Antwort von BlutfederderDichter am 23.03.2017 | 15:37 Uhr
Ich kenne den ganzen Unsinn, dabei kenne ich genug Rezepte, die mit einer kleinen Änderung vegetarisch oder sogar vegan wären.
In eine Linsensuppe muss nicht unbedingt Fleisch. Statt dass man sich irgendwelche Pampe-Schnitzel holt, kann man auch den Hut eines Parasol (Pilz) nehmen, ihn panieren und dann braten. wenn man bei der Panade, statt Ei sich ein Bindemittel aus Mehl und Wasser anrührt, damit die Semmelbrösel kleben bleiben, ist das ganze zu einhundert Prozent vegan und schmeckt sogar lecker.

Aus die Witze mit Veganern und Sex habe ich nur gewartet.

Deinen Erfahrungswert im Bezug auf Veganer habe ich auch, nur bei jemand anderem. Kannst du erraten wer es ist?
moravia (anonymer Benutzer)
08.03.2017 | 20:41 Uhr
zur Geschichte
"Ich glaube ein Oscar Wilde hat mehr erreicht als du und ich,..."

Dein Glaube sei dir unbenommen, doch woher willst du wissen, was ich erreicht habe?

Einerseits gefaellt mir deine Ereiferung, vielleicht besser: deine Leidenschaft beim Schreiben, denn ohne sie koennte man nichts bewegen; anderseits solltest du sie ein wenig in geordnete Bahnen zu lenken versuchen.
Ich moechte das sehr freundlich gesagt wissen.

Da du schon dabei bist alle Himmelsstuermer ad absurdum zu erklaeren: versuche es mal mit den Gruenen und ihrem Autoverbot, Bezinpreiserhoehung, Veggyday, Kindersexakzeptierung, Waldsterben, Deutschlandabschaffer, Deutschlandhasser, und dazu all die absurden defekten Begleiterscheinungen wie Genderismus, Quotenfrauen, Sexismus, Ampelweibchen, Kreuz- und Quertoiletten, Rauschgiftunterstuetzer, Polizistenhasser, usw.usw.
Das waere doch mal ein investigatores Thema.

Antwort von BlutfederderDichter am 09.03.2017 | 15:19 Uhr
Ich habe eine Frage zu diesem Lob, in wie fern soll ich sie in geordnete Bahnen lenken?

Ich kann gerne etwas über die Grünen schreiben, doch erkläre mir vorher einige Punkte:
Wieso sind sie Deutschlandhasser und Deutschlandabschaffer?
Wieso sind sie Polizistenhasser?

Was ist so schlimm daran, dass sie sich gegen das Waldsterben eingesetzt haben?
Was ist so schlimm daran, dass sie Genderstudies unterstützen?
Was ist so schlimm daran, dass sie für Ampelfrauen sind?
Was ist so schlimm an Unisextoiletten?
Was ist so schlimm daran, dass sie Drogen legalisieren wollen?
Wo herrscht bei den Grünen Sexismus oder empfindest du ihren Einsatz für die Gleichberechtigung als Sexismus gegen das männliche Geschlecht?

Ich mag unsere Deutschen Wälder, ich bin auch recht oft im Wald, in den letzten fünfzehn Jahren hat sich da einiges getan, das meiste zum besseren. Also habe ich damit kein Problem.
Ich verstehe den ganzen genderkram nicht, aber es tut mir nicht weh, also, wieso soll man die da nicht einfach machen lassen, so treten die Unbeschäftigten Studenten nicht in die AfD ein.
Ich finde die normalen Ampelmännchen langweilig. Da freue ich mich immer, wenn ich ein Ost-Ampelmännchen mit dem Hut sehe, von mir aus auch gerne Frauen, Ritter, Cowboys oder was weis ich. Auch frage ich mich, was so schlimm an Ampelfrauen wäre. Darfst du dann die Straße nicht mehr überqueren? Und wenn ja, wieso dürfen die Frauen dann bei den Männchen rüber?
Niemand zwingt dich auf ne Unisextoilette, also auch kein Problem, oder?
Ich bin schon länger dafür, dass Drogen legalisiert werden, natürlich alles ab 18, das ganze in Staatlich geleiteten Läden oder über Apotheken und das ganze dann mit einer Anleitung wie viel man zu nehmen hat, mit einer Wirkstoffkonzentration auf der Packung und wenn gestreckt, dann nicht mit Rattengift oder sonstigen Substanzen die nicht da reingehören. Wäre ein tolles Mittel um die Kriminalität zu bekämpfen. Oder man verbietet gleich alle Drogen, also auch kein Alkohol, Tabak, Koffein oder Muskat mehr. Wäre auch eine Möglichkeit. Nur endlich Schluss mit dieser Bigotterie.

Zum Schluss noch eine Frage, die mir sehr am Herzen liegt:
Wieso interessierst du dich für die Parteienlandschaft in Deutschland, obwohl mindestens der gesamte Atlantik zwischen dir und Deutschland liegt. Hast du überhaupt ein Gefühl für dieses Land, so wie es jetzt ist?
08.03.2017 | 10:50 Uhr
zu Kapitel 5
Hey!

Im Großen und Ganzen stimme ich dir in all deinen Punkten zu.
Ich finde es immer wieder erschreckend, wie man mit Placebopillen den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen kann...und das nur wegen des Glaubens. Das ist ja der Trick beim Placeboeffekt, der Betreffende darf nichts davon wissen. Da allgemein jedoch bekannt ist, dass Homöopathie zu Großteilen wirkungsloser Humbug ist, muss das Klientel das an solcherlei glaubt, ja entsprechend einzuordnen sein. Verdrängung der Wahrheit ist das dann wohl.
Natürlich spricht nichts dagegen die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, aber gefährlich wird es dann, wenn der Glaube stärker wird als die Vernunft. Wenn total eingelullte Individuen eine Operation ausschlagen beispielsweise. Eine die ihr Leben retten könnte. Oder wenn eine überlebenswichtige und eilige Behandlung hinausgezögert wird, weil man es erstmal "auf natürlichem Wege" versuchen will. Da kriege ich dann wirklich die Krätze.

Beim Impfen kann ich dir nur zustimmen.
Natürlich gibt es ein Risiko durchs Impfen, das darf und sollte man auch nicht verschweigen. Allerdings muss man sich die Relationen ansehen. Viel mehr Kinder sterben an einer Hirnhautentzündung die direkt auf eine Masernerkrankung zurückgeht als welche aufgrund der Impfung dagegen eine Meningitis bekommen und daran versterben. Das Risiko ist wesentlich geringer und im Umkehrschluss die Chance viel höher, dass mein Kind stirbt wenn ich es eben nicht impfen lasse. Wer seine Kinder freiwillig einem viel größeren Risiko aussetzt, der ist in meinen Augen nicht nur leichtsinnig sondern handelt fahrlässig. Und weltfremd.
Auf kurz oder lang werden wir durch die moderne Impfgegnerschaft(Gruß an Trump, den zurückgebliebenen Heiland ohne Seele) vielleicht ja sowas wie eine natürliche Auslese erleben^^

Liebe Grüße,
Kristin

Antwort von BlutfederderDichter am 08.03.2017 | 14:43 Uhr
Heyho,

ja, auf dem nächsten Festival, zu dem ich fahre biete ich mal homöopathisches Bier ein. Ich Kippe einen Tropfen Bier in einen großen Krug Wasser, laut der Logik der Homöopathen müsste man davon wesentlich schneller betrunken werden.

Mir geht es genauso, wenn Leute versuchen alles mit Homöopathie zu behandeln. Wenn ich Krebs habe, dann will ich lieber eine konventionelle Behandlung als ein paar warme worte und überteuerten Zucker.

Wenn man fies wäre, könnte man ja jedem Impfgegner eine Reise nach Brasilien oder Zentralafrika spendieren, unter der Bedingung, dass sie auf Gelbfieber- und andere Impfungen verzichten. Mal sehen viel viele dann zurückkommen.
07.03.2017 | 20:37 Uhr
zu Kapitel 5
Ich kenne ein Mädchen, in etwa so alt wie du, das völlig gesund zur Welt kam, durch einen Impfschaden aber schwerbehindert ist.
Lustig finde ich das allerdings nicht.

Antwort von BlutfederderDichter am 08.03.2017 | 14:30 Uhr
Aha, habe ich gesagt, dass Komplikationen, die durchs Impfen auftreten, lustig sind? Nöö.
Ich habe über die Impfgegner geschrieben.

Es kann bei jeder Form der Behandlung zu Komplikationen kommen. Wenn dir ein Zahn gezogen wird, kann es sein, dass dadurch dein Kiefer gebrochen wird. Soll man dann auf das Zähneziehen verzichten?

Auch ist ein Einzelfall nicht Repräsentativ, auch wenn in der heutigen Gesellschaft persönliche Erfahrungen, auch wenn sie über mehrere Ecken zugetragen werden, eher geglaubt werden als wissenschaftlichen Studien.
moravia (anonymer Benutzer)
07.03.2017 | 17:32 Uhr
zu Kapitel 5
Es gibt einen Spruch in der Medizin: "Was hilft, ist richtig".

Wenn der Placeboeffekt hilft, dann war es die richtige Medizin. Es wird maßlos unterschätzt, wie wichtig die psychische Einstellung bei der Gesundung ist. Wenn "ich" an eine Medizin glaube, hilft sie mir, das ist wissenschaftlich oft genug festgestellt worden.
Was also will man den Menschen, die an Homöopathie glauben und ihr vertrauen ,eigentlich vorwerfen?

"Der Placeboeffekt hat einen mehr oder weniger großen Anteil an jedem Behandlungserfolg. Auch reine oder ergänzende Placebotherapien werden nicht selten in der klinischen Praxis angewendet. Die Gabe von Placebos zur Behandlung von Beschwerden ist ethisch umstritten. Besonders in der Schmerztherapie können Placeboeffekte die Behandlung stark positiv unterstützen."

https://de.wikipedia.org/wiki/Placebo

Lies mal den ganzen Artikel.
Wenn also die Homöopathie wissenschaftlich unhaltbar ist, dann hat sie zumindest den Placeboeffekt. Was daran soll schlecht sein?
Das ist nicht in Ordnung, sich über Menschen lustig machen, denen der Placeboeffekt hilft, besser wäre es gewesen, du hättest die Industrie angegriffen, die dieses Zeugs herstellt und zu maßlos überhöhten Preisen verkauft.

Schon mal ein weinendes Kind gesehen, das weint, weil es hingefallen ist und sich das Knie aufgestoßen hat? Und die Mama beugt sich über das Knie und bläst ein bisschen und sagt, gleich ist es gut und das Kind hört auf zu weinen.

Nein, es gab kein Schmerzmittel, aber das ist Placebo, die Hinwendung.
Nebenbei: ich glaube nicht na Homöopathie. Auch nicht an Bachblütentherapie und ähnlichem. Ich weiß aber, dass Heilpflanzen helfen.

Antwort von BlutfederderDichter am 08.03.2017 | 14:21 Uhr
Schön dass es den Spruch gibt.
Es gibt einiges das hilft. Wenn dich ein Mückenstich juckt und ich dir als Therapie den Arm breche, dann stört dich der Mückenstich nicht mehr, das ganze nennt man Reizüberlagerung, aber ist es dann richtig dir den Arm zu brechen? Eher nicht.

Ich weiß was der Paceboeffekt ist, aber allein mit ihm kann man nicht alles behandeln, was aber in vielen "alternativen Heilkünsten" versucht wird. Zum Teil kann der Kram der in der Homöopathie verordnet wird auch Schaden. Wenn ich versuche Diabetes mit Globuli statt mit Insulin zu behandeln, dann gute Nacht mit dem Diabetischen Koma. Oder wenn ich versuche mit Homöopathischen Tropfen Alkoholismus zu behandeln. Wunderbar, ich wird schnell davon geheilt, weil ich da für Alkohol in winzigen Fläschchen Unmengen bezahle. Eine Krebserkrankung würde ich auch nicht mit den kleinen Kügelchen behandeln.

Ich habe auch über die Industrie dahinter geschrieben, vielleicht hast du es nur überlesen, aber darum soll es in diesen Texten nicht gehen, sondern um die Gläubigen. Um jene, die diese Form der, man möchte fast sagen, Scharlertanerie als über jeden Zweifel erhaben ansehen.

Das habe ich nicht nur gesehen, das habe ich auch am eigenen Leib erfahren. Einmal Pusten von Mama, vielleicht noch eine runde Nivea oder andere Fettcreme drauf und es war wieder gut. Ich habe nichts dagegen, wenn man solchen Kleinkram damit behandelt, solange die Tetanus-Schutzimpfung noch wirksam ist, kann man sowas machen. Man kann auch Kopfschmerzen oder so, solange sie nicht Permanent auftreten mit Placebos behandeln, nur glauben die meisten, die sich "intensiver" mit Homöopathie befassen, man könnte damit alles behandeln.

Dass Pflanzen helfen, das weiß ich, für den Hausgebrauch kann ich auch verschiedenste anwenden. Als aktuelles Beispiel, am Sonntag hatte ich Kopfschmerzen, aber kein passendes Mittel im haus, also bin ich los, habe mir etwas Weidenrinde gesucht, davon einen Tee gekocht und mithilfe des darin enthaltenen Salicin meine Kopfschmerzen behandelt. Darf man nur nicht zu oft machen, da sonst die Magenschleimhut angegriffen wird und auch nicht zu hoch dosieren.
moravia (anonymer Benutzer)
16.02.2017 | 22:15 Uhr
zu Kapitel 3
Dein Problem ist, dass du alle in einen Topf wirfst.

Das ist, als würde ich die Widerstandskämpfer im 3. Reich mit den Anarchisten, die den Ersten Weltkrieg entzündeten, gemeinsam mit Fiedle Castro, Pol Pott (Killing-Fields) und Rudi Dutschke in einen Topf werfen.
Die Holocaustleugner mit den "Wir sind das Volk" Rufer.

Das ist ein unredliches Gemisch. Der besorgte Bürger aus -meinetwegen-Jena, der die Moslemseinwanderer als Menschenmasse beunruhigt sieht, mit Holocaustleugnern gleichzusetzen, ist schon ein starkes Stück und verharmlost komplett den Holocaust. Und nimmt den besorgten Menschen nicht ernst. Soll also diktatorisch bestimmt werden wie und ob man Aengste hat? Vermute ich mal. Da schauderts.

Der zweite Punkt: Ich entsinne mich sehr gut der Gewaltorgien des schwarzen linksradikalen Blocks in Berlin Anfang der 80er Jahre (und den es heute noch gibt) , der stets darin mündete, Autos und Geschäfte in Brand zu stecken (und zu plündern), Schaufenster einzuschlagen und Pflastersteine auf Menschen zu werfen. Das ist ja auch heute noch so. Fast jeden Tag werden in Berlin durch Linke Autos abgefackelt. Weil es ihnen nicht passt. Die Marke oder der Standort oder was auch immer.
Vom linken Gesindel, dass normale Bürger terrorisiert, weil sie anders denken, will ich gar nicht reden.

Als in Berlin-Kreuzberg am Landwehrkanal (damals SO 36) ein Restaurant, in dem auch Wim Wenders verkehrte, mehr als 10 DM (damals rechnete man noch so) für ein Mittagessen verlangte, haben selbsternannte linke Gesinnungswächter buchstäblich einen Eimer Jauche in das Lokal geschüttet, als die Gäste gerade gegessen haben.
Wie nennst du das? Ich nenne es Terror.
Wie viel Hass da doch auf alle ist, die sich nicht links gebärden.
Das sind die gleichen Linken, die einen widerlichen Stasi-Spitzel unterstuetzen.

Dritter Punkt: Rein sachlich: Wer bestimmt was "Links" ist und was "Rechts" ist.
Und wieso soll "Links" automatisch gut sein und Rechts nicht?

Bisher sind durch die Bank weg alle linken Regierungen gescheitert, von Stalin angefangen bei Chavez aufgehört.
(Das bedeutet nicht in der Umkehrung, dass rechte Diktaturen deshalb gut sein sollen)

Und nebenbei: Ich habe in den letzten 40 Jahren noch nie erlebt oder mitbekommen, dass die linken Gesinnungswächter die Rechten haben zu Wort kommen oder gar ausreden lassen. Sie wurden immer nur niedergebrüllt. Soviel zur "Gesprächsbereitschaft" der Linken.

Es sind auch die Linken, die das grundgesetzliche Recht auf Demo durch Rechte mit Gegendemos stören und zerschlagen wollen, also keinesfalls die gesetzlichen Grundrecht den politischen Gegnern zugestehen.
Nette Perspektive bei den Linken.

Ich habe soviele Fehler und fragwürdige Falschbehauptungen gefunden, dass ich feststellen muss:
Also eine wirklich ernsthafte, im Sinne von seriöse Sache kann das hier garantiert nicht werden.

Ich habe die Toten durch die RAF und der Bewegung 2. Juni bewusst ausgeklammert. Das waren Linke.
Ich gehe mal davon aus, dass der unredliche Algerier-Einwanderer mit , sagen wir, 8 verschiedene Identitäten, genauso unter der rechten Unwillkommenheit leidet, wie die Witwen der durch die linke RAF ermordeten Menschen.

Antwort von BlutfederderDichter am 17.02.2017 | 10:37 Uhr
Du hast da sicher unabsichtlich noch Marl Karx, Reich Mühsam und Hce Guevara vergessen. Ja, wenn du einfach so Namen verballhornen kannst, kann ich das auch. aber darum soll es nicht gehen.
Doch, ich kann sie in einen Topf werfen, so lange ich will. ich muss den Topf nur groß genug halten, damit alle Platz darin haben.
Wenn auf dem Topf "Rechter" steht, kann ich so viele Holocaustleugner und besorgte Bürger reinwerfen wie ich will.
Wenn auf dem Topf "Diktator" steht, dann kann ich auch Stalin und Hitler zusammen reinwerfen, dazu noch etwas Pinochet oder Mao.
Wenn auf dem Topf "Mensch" steht, dann kann ich dich, mich, Mutter Theresa, Ghandi und Bin laden reinwerfen und es hat noch alles seine Richtigkeit.
Beachte die Relation, das dürftest du dank deiner ach so umfangreichen Lebenserfahrung hoffentlich gelernt haben.

Eine kurze Frage, muss ich den "Besorgten Bürger", wie die Rechten heutzutage genannt werden wollen, ernst nehmen?
Muss ich jemanden ernst nehmen, der Angst vor Todesstrahlen von Orbitalen Satelliten hat und glaubt sich mit einem Aluhut schützen zu können?
Muss ich jemanden der an Anatidaephobie, also der Angst davor von einer Ente beobachtet zu werden, leidet in seiner Engst ernst nehmen?
Ich glaube nicht.
Klar, dass Deutschland islamisiert wird, wobei ich mich frage, was dich das juckt, da du irgendwo in Südamerika lebst, ist etwas wahrscheinlicher als die Todesstrahlen, aber denn noch ziemlich abwegig.

Schön dass du dich mit dem "linken Gesindel" beschäftigst und es nach Herzenslust verurteilst.
Ich erinnere mich noch gut an die Mark, keine Angst. ich kenne auch noch den Wechselkurs zwischen Mark und Euro, kann sogar anhand eines Beispiels den reellen Wechselkurs ausrechnen, gemessen an der Kaufkraft. aber darum geht es dir ja nicht, du wolltest nur mal wieder durch die Blume hindurch sagen: "ich bin älter, also habe ich recht!"
Auf die Restlichen deiner Vorwürfe werde ich in einem eigenen Kapitel eingehen. Ich bin nämlich sehr wohl dazu in der Lage ein differenziertes Weltbild zu haben, du auch?

Ich würde mal vermuten, alles was nicht deiner Meinung ist, ist schon mal Links. Da haben wir einen guten Indikator. Habe ich irgendwo geschrieben, dass Links immer gut sei? Ich glaube nicht. Wenn dann habe ich geschrieben, oder eher angedeutet im Subtext, dass Links immer besser ist als rechts. Wobei hier das besser zu beachten ist. Für den getroffenen ist ein Schlag ins Gesicht besser als ein tritt ins Zentralmassiv, aber beides ist wenig wünschenswert, oder? Gut, das war ein stark vereinfachtes Beispiel, aber ich hoffe du verstehst meine Intention dahinter.

Es gibt auch genug rechte Gegendemonstrationen, wenn die Linken für etwas auf die Straße gehen. Sind Gegendemonstrationen gegen das Grundgesetz? Nicht nach meiner Rechtsauffassung, sonst würden sie nicht genehmigt und recht schnell aufgelöst. Da wird sich nicht viel gegeben, was die Lautstärke angeht. beide Seiten können in der Regel elektrisch Verstärkt ihre Tiraden ablassen.

Zu deinem Schlussabsatz, schade dass du immer so gern die RAF oder den 2. Juni erwähnst, aber dabei den NSU ganz vergisst. Schade, Schade, Schade.
Ich spreche auch eher von den heute vertretenen Menschen, mit denen man diskutieren kann. Ich wette, würde Baader heute noch leben, würde er seine Meinung in diversen Punkten geändert haben, vielleicht wäre er auch ganz auf deiner Linie. Wer weiß?
13.02.2017 | 14:57 Uhr
zu Kapitel 1
Unter dem Gesichtspunkt der eingangs mitgeteilten "Warnungen" habe ich diesen Text sehr gern und auch mit einem Schmunzeln gelesen.
Jeder der eine eigene Meinung hat und diese auch zu diskutieren bereit ist, dürfte solche Gesprächspartner kennen, wie du sie hier humoristisch umreißt und wie einige Spaßbremsen es sicher nicht differenziert erkennen können.
Das Alter ist leider noch sehr oft ein endgültiges Argument, was allerdings schon im Kern völliger Blödsinn ist. Wäre jeder schlauer als ich oder würde die "richtige" Meinung vertreten, der älter als ich ist, dann wäre im Umkehrschluss zum Beispiel das Wahlrecht hinfällig, überflüssig und der falsche Ansatz, denn es negiert meine Meinung ohne sie widerlegen zu können und prinzipiell auch zu müssen.
Ich frage mich, ob solche Diskutanten irgendwann aussterben werden oder ob diese Spezies sich selbst reproduziert ;D(/Ironie)

Bekommst eine Empfehlung von mir und an unsere Freunde unter mir schöne Grüße und ein gutgemeintes "Getroffene Hund bellen" an dieser Stelle ;D

LG, Kristin

Antwort von BlutfederderDichter am 13.02.2017 | 15:23 Uhr
Solche Gesprächspartner gibt es immer und überall.
Ich würde den lieben moravia nicht als Spaßbremse bezeichnen, er hat seinen eigenen Humor, den er selbst nicht erkennt und somit seine verqueren Aussagen für bare Münze nimmt. Jedenfalls ist das mein Empfinden.
Was du in deinem zweiten Absatz beschreibst, das kenne ich zur genüge und ich zitiere kurz:
"Das Alter ist leider noch sehr oft ein endgültiges Argument, was allerdings schon im Kern völliger Blödsinn ist. Wäre jeder schlauer als ich oder würde die "richtige" Meinung vertreten, der älter als ich ist, dann wäre im Umkehrschluss zum Beispiel das Wahlrecht hinfällig, überflüssig und der falsche Ansatz, denn es negiert meine Meinung ohne sie widerlegen zu können und prinzipiell auch zu müssen."
Dem kann ich voll zustimmen. Wie man aber in Großbritannien gesehen hat, ist es häufig so. Die jungen wollen ihr Wahlrecht nicht wahrnehmen, entweder aus der irrigen Überzeugung, ihre Stimme hätte keine Auswirkung oder aus dem Grund, dass sie nicht die Nötige Sturheit besitzen und sich von GEISTIG alten Menschen überzeugen lassen, dass sie erst noch einige dutzend Lebensjahre an Lebenserfahrung anhäufen müssen um über soetwas zu entscheiden. Auf die Protestwähler gehe ich hier absichtlich nicht ein.
Ich glaube diese Diskutanten sterben niemals aus, sie reproduzieren sich durch eine Kombination aus romantisch verklärter Sicht auf die Vergangenheit, kurz "Früher war alles besser" und der Enttäuschung, dass sie in ihrem jugendlichen Übermut und Idealismus nicht die Welt verbessern konnten. Nach diesem Wechsel in der Haltung kommt es ihnen natürlich so vor, als hätten sie sich selbst Ins Knie geschossen, nur dass die Wirkung mit starker Verzögerung Eintritt. Als ob man in einem Windstillen Raum genau nach oben Feuert, dich um 180° dreht und dann, nach dem Einschlag, des zur Erde zurückkehrenden Projektils, zu erkennen, dass sie nur zugesehen haben, ihren Blickwinkel zwar geändert, aber sonst nichts getan haben.
11.02.2017 | 19:33 Uhr
zu Kapitel 1
Ja, das wird die Zeit- unsere große Lehrmeisterin, zeigen, gern geschehen!^^
Wobei ich dich für älter gehalten hätte: du kennst Leute, die in Freicorps Jagd auf Kommunisten gemacht haben, noch persönlich!? Wie alt wären die jetzt eigentlich, die heutige Rentnergeneration besteht schon aus Achtundsechzigern!
Was Nationalstaaten angeht, so möchte ich doch höflichst erinnern, das Hitler von lauter nationalbewußten Völkern, wie den Russen, Polen, Briten, Amerikanern und Franzosen besiegt wurde, und nicht etwa vom Völkerbund.
Nachtrag: als was würdest du die Französische Revolution von 1789 einstufen, als rechts oder links? Nationalstaaten sind eine Erfindung der Republikaner, die Monarchie war/ist ihrem Wesen nach übernational.

Antwort von BlutfederderDichter am 12.02.2017 | 15:58 Uhr
Nein, diese kenne ich nicht, aber ich kenne leider einige Leute, die sich diese Zeiten zurückwünschen, obwohl sie die auch nur aus Geschichtsbüchern und Erzählungen von Verwandten kennen.
Ich sage auch nicht, dass Nationalstaaten per se etwas verwerfliches sind. Nur kann man nicht alles alleine Intern lösen. Das fängt schon bei den Normen an, es gibt verschiedenste Normsysteme, nicht alle sind miteinander Kompatibel. Einige überschneiden sich, andere stehen im krassen Gegensatz zueinander.
Die Französische Revolution kam eher aus der linken Richtung. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, diese Worte bilden den Grundstock für viele linke Parolen.
11.02.2017 | 19:23 Uhr
zu Kapitel 1
Ich habe es auch nicht glauben wollen, wenn unser Geschichtslehrer behauptet hat, mit wachsendem Alter und Lebenserfahrung würden wir erkennen, das wir falsch liegen - und dann hat er das berühmte Churchill-Zitat “Wer mit 20 Jahren kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer es 30 Jahren noch immer ist, hat keinen Verstand!” gebracht.
Aber er hatte durchaus recht.
Die älteren Rechthaber von heute sind aber keineswegs meistens konservativ, wie Churchill, sondern eher Alt-Achtundsechziger, "es gibt Zeitenwenden, da sind eben die Linken die Ewig-Gestrigen"- das ist von Fernau.

Antwort von BlutfederderDichter am 11.02.2017 | 19:29 Uhr
Ich kenne das Zitat, aber es wir in verschiedensten Abhandlungen den verschiedensten Leuten zugeschrieben.
Naja ich bin mal gespannt, werde ich herausfinden, dass ich keinen Verstand habe? Mal sehen.
Ich kenne auf jeden Fall einige Leute ohne Herz.

Danke für deine Review