Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt) für Kapitel 1:
16.08.2017 | 23:31 Uhr
zu Kapitel 1
Hey,

Reviews schreiben gehört leider absolut nicht zu meinen Stärken, deshalb entschuldige ich mich schonmal im Voraus und hoffe du kannst mit meinem Gelabber überhaupt etwas anfangen. Ich wollte dir auch eigentlich nur unbedingt sagen, wie absolut fantastisch ich die Geschichte finde. Ich habe sie vor einiger Zeit schonmal gelesen aber hatte leider keine Zeit mehr dir ein Review zu hinterlassen. Ich bin froh, dass ich sie nochmal wiedergefunden habe und das jetzt nachholen kann. Wie beim ersten Lesen habe ich mich auch jetzt wieder total in deine Geschichte verliebt. Am meisten hat es mich gefreut, dass sie aus Jonas Perspektive geschrieben ist. Seitdem Alex ja leider nur noch als Geist da ist, ist Jonas meine Lieblingsfigur. Ich finde ihn super spannend, vor allem, weil er in der Serie meistens nur als vernünftig und verständnisvoll dargestellt wird. Man sieht kaum eine andere Seite von ihm, was mein Hirn dann sofort zur Interpretationen anregt: Wieso fällt es Jonas so schwer sich zu öffnen? Seine Skater Freunde waren ja auch alle nicht so extrem sensibel vielleicht hat es was damit zu tun? Naja wie auch immer ich finde seinen Charakter extrem spannend, weil man sich eben soviel selber dazu denken kann. Deshalb finde ich es echt toll, dass du ihn als Hauptcharakter für diese Geschichte ausgewählt hast. Und ich finde du beschreibst seine Gedanken und Gefühle sehr gut und nachvollziehbar. Auch deinen Leo finde ich super geschrieben. Es fühlt sich an wie eine Szene, die genauso in der Serie hätte stattfinden können und das macht sie so gut. Mir gefällt auch die sich anbahnende Freundschaft zwischen Leo und Jonas. Sie sind beide ziemlich unterschiedlich, aber durch ihr schweres Schicksal vereint und können einander deshalb so gut verstehen. Ich finde es gut, dass Leo sich um Jonas kümmert und dass Jonas es schafft, sich Leo gegenüber etwas zu öffnen. Das Ende ist auch schön voller Hoffnung und passend zur Geschichte. Insgesamt einfach eine wunderschöne, toll geschriebene, kleine Geschichte, von der ich mir gewünscht hätte, dass sie so in der Serie stattgefunden hätte. Vielen Dank, dass du sie hier hochgeladen hast! :)

Liebe Grüße
Vanja

Antwort von Il Re dei Ladri am 08.09.2017 | 21:07:33 Uhr
hej :)
erstmal: ich finde dein Review ganz vorzüglich und hab mich sehr darüber gefreut, also alles gut ;)
ich finde es spannend, dass Jonas dein Lieblingscharakter ist! bei mir ist es nämlich eher so, dass ich es schwierig finde, sein Handeln nachzuvollziehen und grade durch das Schreiben und die damit zusammenhängende Auseinandersetzung mit seinem Charakter versuche, mich ihm zu nähern und ihn besser zu verstehen :)
ich versuche meine Geschichten meistens so zu schreiben, dass sie Lücken füllen, also auch in der Geschichte des jeweiligen Fandoms wirklich passieren könnten - es freut mich sehr, dass dir das positiv aufgefallen ist!
vielen vielen Dank fürs reviewen und falls du meine anderen Geschichten hier im Fandom noch nicht gelesen hast: Vielleicht möchtest du ja mal auf meinem Profil vorbei schauen ;)
liebe grüße, Jule
23.01.2017 | 13:13 Uhr
zu Kapitel 1
Hallo Jule,

Jonas erste Nacht nach der OP im Krankenhaus ist wirklich eine Szene, die es sich lohnt, geschrieben zu werden. Das ist so eine Sache, die so unglaublich ist, dass man sich das eigentlich kaum vorstellen kann: Man verliert sein Bein, einen so wichtigen und bisher als selbstverständlich wahrgenommenen Teil von einem selbst.
Jonas Gedanken am Anfang, den Widerspruch zwischen Sich-allein-fühlen und Eigentlich-gar-nicht-allein-sein hast du schön beschrieben und er ist nur zu verständlich!
Jonas wird in der ersten Staffel oft als ein sehr freundlicher und vernünftiger junger Mann dargestellt. Es ist schön, dass du die Seite zeigst, die ein wenig kurz kam: die schmerzhaften Gedanken und Gefühle die für ihn mit dem Krebs und seiner Beinamputation verbunden sind und auch einen kurzen Rückblick auf das, was dem vorausgegangen ist. Und einen Jonaus, der in der ersten Nacht danach eben auch mal wütend ist.
Ich finde, dass du Jonas Gedanken, Gefühle und Reaktionen sehr plausibel und nachvollziehbar beschreibst und so, wie es auch zu dem Jonas aus der Serie sehr gut passt!
Nach dem ich in einer anderern deiner Geschichten darauf eingegangen bin, fiel mir hier jetzt auch der Kontrast du der friedlichen Nacht draußen auf, den du beschrieben hast. ;-) Zu der friedlichen Nacht, die Jonas jetzt fern ist, weil er nicht aus dem Bett herauskommen kann/will.
Die doch recht starke körperliche Nähe zwischen Jonas und Leo fand ich beim ersten Lesen ungewöhnlich. Ich hätte mir in der zweiten Nacht, in der sie sich erst kennen, noch mehr Abstandm vor allem körperlich, vorgestellt. Allerdings hast du selbst aufgeschrieben, dass es dort eben nicht so abläuft, wie das zwischen Jugendlichen normalerweise üblich wäre: "Aber hier galten andere Regeln."
Das ist überhaupt eine gute Idee, die noch in einigen anderen Sätzen anklang: Dass Jonas lernen muss, in seiner neuen Welt zurecht zu kommen: auf den ersten Blick in der Welt des Krankenhauses, aber auf den zweiten Blick auch in der Welt, in der er eben kein Bein mehr hat und krank ist.
Ansonsten ist der Beginn ihrer stärkeren Freundschaft natürlich schön und berührend zu lesen!
Vielen Dank für diese schöne Szene!

Liebe Grüße,
Ilcuvi

P.S.: Ich finde deine grundsätzliche Idee, dass du Szenen aus der Serie herauspickst und sie genauer beschreibst, Gefühle ausschmückst und Leerstellen füllst, ganz toll! Die Geschichte, wie sie in der Serie nun mal erzählt wird, ist großartig so, wie sie ist, aber es gibt eben noch mehr zu erzählen und es ist ein großes Vergnügen mehr von den Charakeren zu lesen, die man gerne mag, und es ist toll, dass das auf eine Art und Weise geschieht, bei der die Original-Geschichte so stehen bleiben kann, wie sie ist.

Antwort von Il Re dei Ladri am 10.03.2017 | 22:03:51 Uhr
Hallo nochmal :)
ich fand tatsächlich, dass Jonas' Charakter in der Serie insgesamt ein bisschen kurz kommt. Das war für mich ok, weil ich ihn nicht so sehr mag wie die anderen, aber vielleicht kommt das auch grade daher, dass er eben nicht so komplex dargestellt wird. Wenn man sich Leo dagegen anschaut, der ständig alle denkbaren Emotionen durchmacht, scheint Jonas einfach ein bisschen blass... das fand ich schade, deshalb hab ich ihn mir mal näher angeschaut und mich versucht, auf seine Gefühle einzulassen.
Das mit der Körperlichkeit kann ich verstehen, weil es mir auch fremd wäre. Ich hab es so geschrieben und auch lange drüber nachgedacht, ob es ok ist und hab mich dann dafür entschieden, weil es sich doch irgendwie passend angefühlt hat, eben genau wegen den "anderen Regeln", wie du ja auch gemeint hast. Ein paar Wochen später hab ich dann das Buch, das der Serie zugrunde liegt, gelesen und witzigerweise ist einer der Grundgedanken von Albert Espinoza, dass er sagt, es gibt eine Gruppe an Personen, die er die "Gelben" nennt und zu denen oft auch Zimmergenossen gehören. Und er grenzt das von Freundschaft ab, indem er unter anderem sagt, dass Beziehungen zu den "Gelben" körperlicher sind. Ich fand das ganze Konzept nicht hundertpro schlüssig, aber irgendwie hat es zu meinem Gefühl gepasst, das ich bei dieser Szene von Leo und Jonas in dieser ersten Nacht hatte :)
Liebe grüße, Jule
PS: Freut mich, dass dir genau das gefällt, da das in 90% meiner Fanfiktions der Anspruch an mich selbst ist: Die Geschichte, die es gibt, nicht oder nur geringfügig zu ändern und lediglich die Lücken zu füllen. Schließlich schreib ich ja zu einer Geschichte deshalb, weil ich sie in großen Teilen mag, so wie sie ist, deshalb ergänze ich meistens lieber, als zu verändern :)